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20.11.2022 Die Kunst aus Afrika

GFDK - Reden ist Silber

Jede Kunstgeschichte, so scheint es, beschäftigt sich zunächst einmal mit Fragen der Gestaltung. Wann ist Kunst, wirklich Kunst und nicht nur Handwerk? Allerdings birgt dies die Gefahr, komplexe wie historische Zusammenhänge auf meist westliche Prinzipien zu reduzieren.

In aktuellen Debatten - die längst überfällig sind - um die Aufarbeitung kolonialen Unrechts werden die Künste Afrikas zusehends auf die Aspekte gewaltvoller Aneignung durch eben westliche Kolonialakteure reduziert.

In ihrem neuen Buch „Die Kunst Afrikas“ bietet die Kuratorin Kerstin Pinther einen prägnanten Überblick hinsichtlich der historischen Kunstentwicklungen Afrikas, ästhetischen Konventionen, künstlerischen Praktiken und Genres.

Die 125 Seiten, auch für den Laien verständlich geschrieben, sind ein weiter gefasster Blick auf eine Komplexität, der wir uns noch zu stellen haben; so wir denn bereit sind, unsere europäisch-westliche Kunstbrille abzusetzen.

„Die Kunst Afrikas“ ist ein kleines, aber dafür umso wichtigeres Buch zu einer oftmals zu einseitig betrachteten Diskussion. C.H. Beck (www.chbeck.de/nachhaltig). 12 Euro. 

Sönke C. Weiss

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17.11.2022 Angstzustände und Konzentrationsstörungen

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und das unangenehme Gefühl, nicht mehr klar denken zu können. Seit Covid-19 leiden viele Menschen, auch junge, unter dem so genannten „Brain Fog“, werden aber aufgrund der noch unklaren Symptomatik von ihrem Arzt oftmals nicht ernst genommen.

In ihrem Buch „Brain Fog - Der Nebel im Gehirn“ setzt sich die Neurowissenschaftlerin und Psychologin Dr. Sabina Brennan mit diesem noch wenig erforschten Krankheitsbild auseinander und liefert Strategien, wie Betroffene neue Energie finden und ihre Konzentration verbessern können, um so zu mehr Klarheit, Energie und Lebensfreude zu gelangen.

480 Seiten. Goldmann Taschenbuch (www.goldmann-verlag.de). 14 Euro. Auf der Basis neuester Forschungserkenntnisse zu Ursachen, Therapien und Heilungschancen hat Prof. Dr. Martin Korte sein jüngstes Buch „Long Covid - Wenn der Gehirnnebel bleibt“ verfasst.

Auf gut 250 Seiten erläutert der Neurobiologe unter anderem, welche langanhaltenden Symptome eine Corona-Infektion hervorrufen kann, zu welchen chronischen Erkrankungen und Auswirkungen diese führen können, welche Menschen am meisten gefährdet sind und mit welchen Therapien und Maßnahmen man den Erkrankten helfen kann.

Ebenfalls als Taschenbuch in der Deutschen Verlags-Anstalt (www.dva.de) erschienen, 18 Euro. Da der Gehirnnebel als Long-Covid-Symptom unsere Gesellschaft vermutlich noch lange begleiten wird, werden sicher noch weitere Erkenntnisse folgen.

Diese beiden Bücher sind zumindest schon mal ein Versuch, dieses Phänomen wirklich in die Debatte zu bringen.

Sönke C. Weiss

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16.11.2022 Comics sind ein Universum für sich

GFDK . Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Der „Comicverführer“ ist in der Tat ein Buch für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene, eine Reise zu den Helden unserer Kindheit und weit darüber hinaus.

Denn Comics sind ein Universum für sich und langsam erfährt diese Kunstform auch in Deutschland mehr und mehr Respekt.

Mit dem „Comicverführer“ nimmt Bestsellerautor Timur Vermes den Leser mit in sein ganz persönliches Comicuniversum, in dem fantastische Geschichten wahr werden, in dem Zeitreisen möglich sind, in dem geheimnisvolle Erotik und große Kunst uns die Welt vergessen lassen.

Geistreich, pointiert, launig und mit sehr viel Witz. Von der Rückkehr des Dunklen Ritters aka Batman bis zu den neuesten Karrieren unserer Freunde aus Entenhausen - die gut 300 Seiten aus dem Hause HarperCollins (www.harpercollins.de) sind eine Geschichte der Comics für alle, die sich nach großen Abenteuern sehnen.

Über 250 aufregende Empfehlungen und Abbildungen: 25 Euro. 

Sönke C. Weiss

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15.11.2022 Die Unsichtbaren

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Sie stehlen militärische Dokumente, überwachen und sabotieren ihre Gegner, rekrutieren Informantinnen und enttarnen feindliche Spione.

Wie Geheimagentinnen die deutsche Geschichte seit dem Kaiserreich geprägt haben beschreiben Maik Baumgärtner und Ann-Katrin Müller in ihrem neuen Buch „Die Unsichtbaren“, das jetzt im Spiegel Buchverlag (www.dva.de) für 24 Euro erschienen ist.

Auf gut 380 Seiten wertet das Autorenpaar bisher unbekannte Akten aus, stellt geheime Fälle aus über 100 Jahren vor und zeigt uns einen Berufsstand, der bis dato völlig unterschätzt worden ist.

„Die Unsichtbaren“ liest sich spannender als so mancher 007-Thriller. Ein wirklich prägendes Buch.

Ein Beispiel ist Elisabeth Schragmüller alias „Mademoiselle Docteur“

Als eine der ersten Frauen in Deutschland absolvierte Schragmüller ein Universitätsstudium und promovierte 1913 mit Auszeichnung in Staatswissenschaften, was ihr den Spitznamen „Mademoiselle Docteur“ einbrachte.

Aus eigenem Antrieb schlug sie sich nach Belgien an die Westfront durch und trat einen Posten in der Kriegsnachrichtenstelle Brüssel ein. Dort spionierte sie unter anderem die belgischen Truppen aus und lieferte der Armeeführung umfassende Berichte – stets unterzeichnet mit „Leutnant Schragmüller“.

Obwohl die Überraschung zunächst groß war, dass es sich bei der Urheberin der Berichte um eine Frau handelte, wurde Schragmüller 1915 die Leitung der Abteilung für Spionage gegen Frankreich im Nachrichtendienst der Obersten Heeresleitung übertragen.

Eine beispiellose Karriere, die allein ihrem Ehrgeiz und ihrer unbestechlichen Intelligenz geschuldet war. Zunächst von Antwerpen, später von Freiburg aus, baute sie ein Agentennetz aus französischen Deserteuren auf. Zu ihren bekanntesten Agentinnen gehörte keine Geringere als Mata Hari.

Ebenso faszinierend liest sich Riley Blacks Abhandlung „Die letzten Tage der Dinosaurier“, in dem die Autorin darlegt, warum das Ende der Giganten unser Anfang war und was ein Asteroid damit zu tun hat.

Denn als wahrscheinlichste Ursache für eine globale Katastrophe vor rund 66 Millionen Jahren gilt eben ein Asteroid, dessen Einschlag das Aussterben von 75 Prozent der damals lebenden Arten nach sich zog

. Auf 350 Seiten teilt Black neueste Forschungsergebnisse und nimmt uns mit auf eine furiose Reise durch die Zeit, der wir unsere Existenz zu verdanken haben. Spannender geht’s kaum. Goldmann Verlag (www.goldmann-verlag.de). 24 Euro. 

Sönke C. Weiss

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12.11.2022 Dylan-Fan Wolfgang Niedecken

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„Blowin’ in the wind“, „Knockin’ on heaven’s door“, „All along the watchtower“ - Bob Dylans Songs besitzen die poetische Kraft, für die er 2016 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

In seinem neuen Buch „Die Philosophie des modernen Songs“ blickt der Künstler aber nicht auf sein eigenes Werk zurück, vielmehr auf 60 Songs, die ihn persönlich beeindruckt und bewegt haben.

Es sind Einsichten in das Wesen der populären Musik, die uns von Little Richard zu Frank Sinatra, von Elvis Presley zu The Clash, von Nina Simone zu Elvis Costello führen.

Mysteriös und magisch, präzise und profund, oft auch sehr amüsant und immer persönlich legt Dylan die Substanz dieser auserwählten Songs frei und meditiert dabei in unnachahmlicher dylanesker Diktion über das menschliche Leben und den oft fragwürdigen Zustand unserer Welt.

Zwölf Jahre lang hat der Meister an diesem Buch gearbeitet, 150 sorgfältig kuratierte Fotos gehören dazu.

„Die Philosophie des modernen Songs“ ist nicht nur eine Zeitreise durch die Musik, sondern auch durch die Neuzeit als solches. Unverzichtbar.

Erschienen bei C.H. Beck (www.chbeck.de). 352 Seiten. 37 Euro. Sehr empfehlenswert ist auch das digitale Hörbuch, gesprochen vom ultimativen Dylan-Fan Wolfgang Niedecken. Ungekürzte 7 Stunden 33 Minuten. 21.95 Euro. 

Sönke C. Weiss

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10.11.2022 So stärkst du die Bindung zu deinem Kind

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Sicher kennst du das auch, der Alltag ist mal wieder besonders stressig und hat dich fest in der Hand. Von früh bis spät warten wichtige Aufgaben auf dich und du bist nur noch damit beschäftigt, deine To-do-Liste abzuarbeiten.

Auch unsere Kinder stellen uns immer wieder vor Herausforderungen. Der Sohn muss es dringend schaffen, seine Mathenote zu verbessern, damit er den Übertritt ins Gymnasium schafft.

Die Tochter beißt und kratzt ständig andere Kinder im Kindergarten. Und das Baby hat mit fast einem Jahr noch immer keine einzige Nacht durchgeschlafen.

Da kann es schon mal passieren, dass die Nerven blank liegen, und dann ist der nächste Schreikrampf nicht weit. Hat man die Kinder dann aber angeschrien, fühlt man sich noch schlechter, weil dann das schlechte Gewissen auf den Plan tritt. Man versucht das Ganze mit Geschenke für Jungen und Mädchen wieder auszugleichen.

Dabei ist es viel wichtiger, endlich wieder aus dem Autopilot-Modus herauszukommen. Dafür müssen wir uns aber auch auf die Bedürfnisse der Familienmitglieder einlassen, versuchen sie zu verstehen und die Verbindung zu stärken.

Warum eine starke Bindung für Kinder so wichtig ist

Kinder brauchen feste Bezugspersonen, zu denen sie eine feste und vertrauensvolle Bindung aufbauen können. Eltern sollten sich deshalb vor allem darauf konzentrieren, die Verbindung zu ihren Kindern zu stärken.

Wenn du versuchst, dich in deine Kinder hineinzuversetzen und ihnen mit Verständnis zu begegnen, lösen sich viele Probleme tatsächlich in Luft auf.

Bringst du deinen Kindern Verständnis entgegen und versuchst eure gegenseitige Bindung zu stärken, wird dich dies auf lange Sicht weiterbringen als alles Schreien, Bestrafen, Schimpfen und Drohen. Nur ein Kind, welches eine sichere Bindung zu seinen Bezugspersonen hat, kann sich selbst voll entfalten.

Es traut sich mehr zu und geht mit Zuversicht durchs Leben. Als erwachsener Mensch ist es dann zufriedener und kann besser Entscheidungen treffen.

Es wird also definitiv Zeit zu erfahren, wie du die Bindung zu deinem Kind oder deinen Kindern stärken kannst.

So stärkst du die Bindung zu deinem Kind

  1. Zeige deinem Kind, dass du es bedingungslos liebst

Viele von uns haben noch im Erwachsenenalter das Gefühl, dass man sich die Liebe eines Menschen verdienen muss. Das führt unweigerlich zu einem gestörten Selbstwertgefühl und dazu, dass man sich in Beziehungen oft selbst verliert.

Der Grund für das Gefühl nicht genug zu sein, liegt häufig in der Kindheit verborgen.

Wenn du also willst, dass dein Kind zu einem selbstsicheren Erwachsenen wird, der gesunde Beziehungen führen kann, solltest du ihm eins zeigen: deine bedingungslose Liebe.

Wende dich also nicht ab, wenn sich dein Kind einmal völlig danebenbenimmt. In der Regel ist es nämlich so, dass Kinder gerade in schwierigen Situationen besonders viel Liebe benötigen.

Auch, wenn der Nachwuchs oft in einer anderen Welt zu leben scheint und sich gefühlt nur für die aktuellen Fashion-Trends des Jahres interessiert – eins ist absolut wichtig: Dass Kinder bemerken, dass sie immer geliebt werden, egal, wie sie sich verhalten und welche Fehler sie machen.

  1. Rücke die positiven Seiten deines Kindes in den Vordergrund

Leider sind wir uns der Dinge, die gerade nicht so gut laufen, oft sehr viel deutlicher bewusst als derer, die richtig gut sind. So fallen uns im Alltag auch besonders die „Schwachstellen“ unserer Kinder au. Dies führt wiederum dazu, dass wir allzu häufig am Nachwuchs herumnörgeln.

Versuche doch einfach mal deinen Fokus auf die positiven Eigenschaften deines Kindes zu legen. Das Ganze erfordert etwas Übung, aber durch diese Denkweise kann sich tatsächlich viel ändern.

Für den Anfang kann es sinnvoll sein, wenn du dir ein Notizbuch bereit legst, in welchem du jeden Tag drei Dinge notieren kannst, die du an deinem Kind besonders magst. Nach und nach wird sich deine Wahrnehmung vom Negativen weg, hin zum Positiven verschieben.

  1. Sorge für feste Familienrituale

Natürlich machen besondere Unternehmungen den Alltag etwas spannender. Doch für Kinder besonders wichtig, sind vor allem die täglichen Rituale. Diese entwickeln sich meist ungeplant und gehören dann fest ins gemeinsame Familienleben.

Solche Familienrituale geben den Kindern Halt und Struktur. Außerdem stärken sie den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Familie.

  1. Bleib wie du bist

Du bist nicht perfekt, aber das musst du auch gar nicht sein. Zeige dich deinem Nachwuchs immer so, wie du wirklich bist. Du musst keinen Perfektionismus vortäuschen, damit er dich respektiert. Ganz im Gegenteil. Kinder merken sehr schnell, wenn man ihnen etwas vorspielt, und dann wirst du für sie unauthentisch.

Zudem ist es wichtig, dass du deinem Kind vermittelst, dass es auch offen mit seinen Schwächen und Fehlern umgehen darf. Und das schaffst du nur, wenn du auch deine nicht hinter einer Fassade versteckst.

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10.11.2022 Edvard Munch, der Schrei

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Auch die Kulturbanausen unter uns kennen das ein oder andere gemalte Kunstwerk, weil es sich derartig reproduziert hat, dass man ihm längst schon nicht mehr entkommen kann.

Allen voran die Mona Lisa natürlich, mit der seit eh und je viel Schindluder getrieben wird. Mal zwinkert sie einem in GIFs zu, mal trägt sie Mundschutz und bewirbt medizinische Masken.

Van Goghs „Sonnenblumen“ wurden mir schon als Bettbezug zu Weihnachten geschenkt und Botticellis „Geburt der Venus“ ziert die Toilettenwand meines Lieblingsitalieners. Weltkunst für ein paar Penunsen!

Dass die Originale allerdings irgendwann auf dem Kunstmarkt schwindelerregend hohe Preise erzielen würden, konnten ihre Erschaffer zeitlebens nicht ahnen.

Mit einer Ausnahme: Edvard Munch. Als Beweis dient sein Werk „Der Schrei“. Dem Bild ist eine Angstattacke des Künstlers vorausgegangen, die ihn während eines abendlichen Spaziergangs ereilte und die er dann in vier weitgehend identischen  Motiven verarbeitet hat.

Worin diese Angst allerdings begründet war ist nicht überliefert. Wir vermuten aber, dass er Preise fantasiert hat, die 100 Jahre später dafür bezahlt würden und vielen Menschen großen Reichtum brächten.

Nur nicht ihm, dem Künstler selbst. Zuletzt ist das Bild im Jahr 2012 für 119,9 Millionen Dollar über den Tresen gegangen.

Das nennen wir mal visionär! Hätte Munch diese Summe geahnt, der Schrei wäre sicher noch lauter zu hören und zu sehen gewesen.

Andererseits, hätte er geahnt, dass es irgendwann die Affordable Art Fair geben würde, die Preise deckelt (aus heutiger Sicht auch sehr visionär), das Bild hätte dann vielleicht eher den Titel „Der Seufzer“ bekommen und wäre inhaltlich weniger spektakulär ausgefallen.

Es ist wie immer. Alles hat mindestens zwei Seiten und meistens muss man sich für eine entscheiden. Das haben wir getan und unterstützen in dieser Woche und aus aktuellem Anlass den Preisdeckel.

Wir begeben uns mit Sack und Pack auf unseren Messestand A3 und bieten der breiten Öffentlichkeit hochwertige Malerei unserer Künstler zum Kauf an. Für garantiert höchstens 7.500 €. So will es das Gesetz.

Nun ist es an Euch, uns bei unserer Mission zu unterstützen, zahlreich zu erscheinen und vielleicht den Kauf Eures Lebens zu tätigen. 

Es muss nicht immer 7-stellig sein. Jetzt sinnvoll in die Zukunft investieren und Sammler werden.

AFFORDABLE ART FAIR HAMBURG: 10. - 13. NOVEMBER 2022
GUDBERG NERGER: HALLE A3 | STAND A3
KUNST VON: TIMO VON EICKEN | SVE

NJA MAASS | TANJA HEHMANN | UWE LEWITZKY
Kartenzahlung ist möglich

Jan & Jürgen

Vom 10. – 13. November 2022 kehrt die Affordable Art Fair mit einer Reihe lokaler, nationaler und internationaler Galerien nach Hamburg zurück. Stöbern und kaufen Sie aus Tausenden zeitgenössischer Kunstwerke, alle zu einem Preis von unter 7.500 €. Unsere 10. Ausgabe wird Ihnen helfen, Kunst zu Hause zu lieben!

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06.11.2022 Journalisten in der Ukraine sind, keine Publizisten

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PAP-Debatte im Krynica Forum'22: Bei der Beschreibung eines Krieges müssen Journalisten objektiv bleiben und ihre Emotionen zurückhalten

Bei der Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine besteht die größte Herausforderung für einen Reporter darin, die Objektivität zu bewahren, die die Grundvoraussetzung für guten Journalismus ist.

Ebenso schwierig scheint es, Abstand zu den tragischen Ereignissen zu halten, deren Zeuge man wird. - betonten Journalisten, die an der PAP-Debatte „Journalismus in Zeiten des bewaffneten Konflikts in der Ukraine“ teilnahmen, die während des Krynica-Forums 22 stattfand.

„Für mich war das Schwierigste, mich auf keiner Seite einzumischen. Das ist ein Grundprinzip journalistischer Arbeit, aber es ist in dieser Situation außerordentlich schwierig", sagte Andrzej Lange, Leiter der PAP-Fotoabteilung, der den Verlauf der russischen Aggression gegen die Ukraine mit dem Objektiv seiner Kamera festgehalten hat.

Jakub Bawołek von der Auslandsredaktion von PAP, der mehrere Monate in der vom Krieg heimgesuchten Ukraine verbrachte, schrieb eine Reihe von Artikeln darüber.

Wie er betonte, wollte er diesen Krieg aus der Perspektive der Betroffenen zeigen. „Ich habe versucht, mich hauptsächlich auf die Geschichten der Menschen zu konzentrieren.

Ich wollte diesem Krieg Namen geben, damit er nicht nur Statistiken, politische Erklärungen oder eine Tragödie einer ganzen Nation wird, sondern auch die Summe der Tragödien der einfachen Menschen“, erklärte Jakub Bawołek. „Ich wollte die Zuschauer diesen Krieg als Geschichten von Svetlana, Tatiana oder Alexander sehen", fügte er hinzu.

Jetzt, da wir einen enormen Bedeutungszuwachs in den sozialen Netzwerken sehen, wenn jeder ein Reporter sein kann, nur weil er ein Telefon in der Hand hat, hat sich die Art unserer Arbeit geändert, sodass wir nicht mehr nur über Nachrichten berichten, sondern auch Faktencheck.“ - betonte Tomasz Jędruchów, TVP-Korrespondent in der Ukraine.

Wir sind dafür verantwortlich, offizielle, geprüfte und verifizierte Informationen bereitzustellen – dies ist die wichtigste Aufgabe, der sich Journalisten stellen müssen, die im Krieg arbeiten“, betonte er.

Die Journalisten betonten auch die Gastfreundschaft der Ukrainer gegenüber polnischen Medienvertretern. „Die Reaktionen waren immer positiv, es zeigt wirklich, dass Polen dort geschätzt wird, und Dankbarkeit für unsere Hilfe geht weit über Höflichkeit hinaus“, sagte Jakub Bawołek.

Ich hatte den Eindruck, dass Ukrainer polnische Journalisten besonders behandelten. Wenn ich keinen Transport hatte, wurde es sofort organisiert, ich musste mich nicht um Verpflegung oder Unterkunft kümmern, alle luden mich zu sich nach Hause ein.

Während der 22 Tage habe ich auf der anderen Seite unserer östlichen Grenze verbrachte, war das Wort, das ich ständig hörte, „Danke““ - erinnerte sich Andrzej Lange.

„Wir begegnen viel Herzlichkeit seitens ukrainischer Journalisten, die sehr hilfsbereit sind, immer bereit, etwas für uns zu arrangieren, und das öffnet viele Türen. Und man sieht, dass es aufrichtig ist“, bemerkte der TVP-Korrespondent in der Ukraine. 
 
Während der russischen Invasion ereigneten sich in der Ukraine viele schreckliche Ereignisse, wie zum Beispiel das Massaker von Bucha. Wie können solch schockierende Informationen zuverlässig gemeldet werden?

Wir müssen uns daran erinnern, dass wir Journalisten sind, keine Publizisten. Wichtig ist, die Fakten zu zeigen, der Platz für Kommentare und Meinungen ist in Fernsehstudios oder in der Kolumne.

Nur so ist gewährleistet, dass das Material ehrlich und objektiv gemeldet wird. Es besteht keine Notwendigkeit, etwas hinzuzufügen, die Fakten sprechen für sich“, sagte Tomasz Jędruchów von TVP.

„Es ist wichtig, eine gesunde Distanz zu wahren, um nicht in Extreme zu verfallen. Wir müssen auch daran denken, wirklich sanft zu den Menschen zu sein, die wir fotografieren.“ - betonte der Leiter der Bildredaktion von PAP.

„Man sollte die Tränen, die wir ständig sehen, nicht überbetonen. Obwohl es schwer ist, nicht bewegt zu werden, muss man objektiv bleiben.

Um die Geschichte getreu zu erzählen, muss man so viel wie möglich darüber lernen. Deshalb sind diese Gespräche so schwierig.“ - erklärte Jakub Bawołek, Autor von Berichten aus der Ukraine.  

Nicht alles, was Journalisten erfahren, darf veröffentlicht werden, zum Beispiel aus Sicherheitsgründen oder wegen laufender Betriebstätigkeiten.

„Wir haben eine Liste mit Themen, über die wir nicht sprechen können. Journalisten haben eine große Verantwortung, es ist wichtig, diese Themen im Auge zu behalten, damit wir die Situation realistisch einschätzen können, aber wir können sie nicht veröffentlichen, da dies großen Schaden und keinen Nutzen anrichten könnte.“ - Tomasz Jędruchów erklärt.

„Es gab viele Materialien, die ich nicht zeigen konnte, da die wilden Rahmenfotos helfen, den Ort zu identifizieren, und das kann zu Raketenangriffen führen.

Ich muss damit rechnen, dass ich viele Menschenleben gefährde, wenn ich das falsche Bild mache.“ - der Leiter der PAP-Fotoabteilung zugelassen.

"Es gibt einige Themen, die Aufsehen erregen und das Interesse der Zuschauer wecken könnten, aber sie spiegeln nicht die Realität wider und sollten nicht öffentlich gemacht werden." - sagte Jakub Bawołek.

Beim Beschreiben oder Fotografieren dramatischer Situationen ist der Umgang mit den eigenen Emotionen eine große Herausforderung für Reporter.

„Was mir geholfen hat, war, mich daran zu erinnern, dass ich in diesem Moment mit einem klaren Ziel da war. Indem ich mich von meinen Emotionen übermannen ließe, würde ich mich irgendwie mit den Menschen gleichsetzen, denen diese Tragödie gehört, und das wollte ich nicht.

Die Dinge sind ein bisschen anders, wenn ich alleine bin und an dem Material arbeite – bei manchen Geschichten ist es unmöglich, nicht emotional zu werden, aber ich versuche das zu vermeiden, wenn ich mit Menschen spreche“, erklärte Jakub Bawołek.

„Es ist unmöglich, die Dinge zu vergessen, die ich dort gesehen habe. Man kann nur versuchen, eine gesunde Distanz zu wahren, und auch das gelingt nicht hundertprozentig.

Einmal zurück, ist die Rückkehr zur Normalität schwierig, es dauert 2-3 Wochen, um wieder in die Realität zurückzukehren. Das ist der Preis dafür, in Kriegsgebiete zu gehen", sagte Andrzej Lange.

„Wir sind die ganze Zeit in der Ukraine und es ist notwendig, die Kräfte zu verteilen. Es geht darum, Prioritäten zu setzen, wenn es um psychische Belastungen geht, hilft es paradoxerweise sehr, zu viele Kontakte, insbesondere aus Polen, wegen Menschen abzubrechen sind sehr oft besorgt", erklärte der TVP-Korrespondent in der Ukraine.

„Für mich ist es eine große Hilfe, dass meine Vorgesetzten es mir überlassen, Entscheidungen über meine eigene Sicherheit und Evakuierung zu treffen“, fügte Jędruchów hinzu.

Die Debatte fand während des „Krynica Forum ’22 – Growth and Reconstruction“ statt, einer internationalen Veranstaltung, die Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenbringt. Ihr Ziel ist es, die Sicherheit, den Wohlstand, den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Position Polens und der Länder Mittel- und Osteuropas zu stärken.

Quelle: PAP MediaRoom

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12.10.2022 Aktuell wie schon immer

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Das wohl prominenteste literarische Zeugnis des europäischen Kolonialismus ist nach wie vor die Erzählung „Herz der Finsternis“ des in Polen geborenen Schriftstellers Joseph Conrad (1857 - 1924).

Marlow, der Held der Story, ein Zivilisationsflüchtling, hat als Kapitän auf einem Flussdampfer im Kongo angeheuert und begibt sich auf eine zusehends bedrohliche Reise in die dunkelsten Abwege europäischen Eroberungsstrebens, das sich in der Gestalt des wahnsinnigen Elfenbeinhändlers Kurtz manifestiert.

Aus dem Englischen übersetzt von Fritz Güttinger, zeigt uns Conrad in seinem Meisterwerk, welch geringen Widerstand die oftmals bürgerlich so gepriesene Hochkultur der Barbarei entgegenzusetzen vermag und wie wir uns von inner heraus zerstören.

So ist es auch kaum verwunderlich, dass das „Herz der Finsternis“ zu den berühmtesten Werken der angelsächsischen Literatur zählt und sich Francis Ford Coppola dieses Buch auch als Vorlage seines Opus magnum „Apocalypse Now“ ausgesucht hat.

„Herz der Finsternis“ ist als Taschenbuch neu im Penguin Verlag (www.genguin-verlag.de) erschienen, hat 176 Seiten und kostet 13 Euro. Ein unvergesslicher Klassiker über das Ende der Menschlichkeit. 

Sönke C. Weiss

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12.10.2022 Eine Lücke wird geschlossen

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Von El Anatsui aus Ghana bis Kara Walker aus den USA: „Black Artists Now“ von Ann Mbuti mit Illustrationen von Sumuyya Khader ist ein Buch über 15 beeindruckende schwarze Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, die einen sozusagen neuen Spirit in die bis heute weitgehend weiß und männlich dominierte Kunstwelt bringen.

Der Titel dieses beeindruckenden Werks ist gleichermaßen eine Beschreibung wie auch ein Forderung. Die 15 vorgestellten Positionen entstammen unserer Gegenwart.

Sie erforschen die Grenzen der Gattungen, bringen neue Perspektiven in die Öffentlichkeit und nutzen das Kunstsystem, dessen Normen und Regeln nicht für sie gemacht sind auf inspirierende Weise.

„Black Artists Now“, erschienen bei C.H. Beck (www.chbeck.de/nachhaltig), will die Vielfalt von Black artists und ihrem Schaffen nicht abdecken, keine Auswahl wäre dazu imstande, sondern ein Beispiel für das liefern, was Kunst alles kann, wenn wir uns wirklich auf sie einlassen.

Ein Buch, das eine Lücke in der westlichen Kunstgeschichte schließt. Top Tip! Etwa 140 Seiten, 24 Euro. 

Sönke C. Weiss

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