Bei den Mitarbeitern der Gates Foundation hat sich Bill Gates am Dienstag für seinen Kontakt zu Epstein entschuldigt – und zugleich zwei außereheliche Beziehungen gestanden.
„Ich hatte Affären, eine mit einer russischen Bridgespielerin, die ich bei Bridge-Veranstaltungen kennengelernt habe, und eine mit einer russischen Nuklearphysikerin, die ich über geschäftliche Aktivitäten traf“, zitiert das „Wall Street Journal“ (WSJ) Gates.
Epstein habe von den Affären gewusst und versucht, ihn damit unter Druck zu setzen, deutete Gates an.
In den veröffentlichten Epstein-Files befindet unter anderem eine E-Mail aus dem Jahr 2013, die der Sexualstraftäter offenbar als Notiz an sich selbst verfasst hatte.
Darin behauptet Epstein, er habe Gates Medikamente besorgt, damit dieser die „Folgen von Sex mit russischen Mädchen“ bewältigen könne, und deutet eine Geschlechtskrankheit an. Zudem schrieb er darin:
„Bill riskiert, vom reichsten Mann zum größten Heuchler zu werden, Melinda zur Lachnummer, Zusagen werden infolgedessen verschwinden.“ Zwei Frauen „riskieren, über Nacht zu Sensationen zu werden“.
Gates gab an, er habe Epstein tatsächlich ab 2011 getroffen, obwohl dieser bereits 2008 wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden war.
Bill Gates bestätigte bei der Versammlung zwar weitere Treffen mit Epstein bis 2014; es habe Flüge im Privatjet sowie Zusammenkünfte in mehreren Ländern gegeben, darunter in Deutschland, Frankreich, New York und Washington.
Eines ist klar Bill Gates gibt nur zu, was er ohnehin nich mehr leugnen kann.
Botschafter verhaftet
Der frühere britische Botschafter Peter Mandelson ist im Zuge der Epstein-Ermittlungen in Großbritannien festgenommen worden. Es geht um mutmaßlichen Amtsmissbrauch.
Der ehemalige britische Botschafter Peter Mandelson ist im Rahmen einer Untersuchung wegen möglichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinen Verbindungen zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen worden.
Die Londoner Polizei teilte mit, dass „Beamte einen 72-jährigen Mann wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch“ an einer Adresse im Norden Londons festgenommen hätten.
Entsprechend der Praxis der britischen Polizei wurde Mandelson nicht namentlich genannt. Aber der Verdächtige in diesem Fall war zuvor als Mandelson identifiziert worden.
Mandelson war wegen seiner engen Beziehung zum inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in den Fokus von Ermittlungen geraten.
Hintergrund waren die jüngsten Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten des US-Justizministeriums. Daraus scheint hervorzugehen, dass Mandelson nicht nur enger mit dem US-Multimillionär Epstein verbandelt war als bislang bekannt, sondern diesem auch sensible Regierungsinformationen während der Finanz- und Wirtschaftskrise zugespielt haben könnte.
Mandelson war von 2008 bis 2010 Wirtschaftsminister unter dem früheren Premierminister Gordon Brown.
Kritisch war vor allem, dass Mandelson die Freundschaft zu Epstein auch nach dessen Verurteilung wegen erzwungener Prostitution einer Minderjährigen aufrechterhielt.
Es zieht immer weitere Kreise
Im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat die norwegische Polizei Wohnungen des ehemaligen Regierungschefs Thorbjørn Jagland durchsucht. Dies teilte sein Anwalt Anders Brosveet am Donnerstag mit.
Norwegische Beamte haben im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal mit der Durchsuchung der Wohnung des ehemaligen Ministerpräsidenten von Norwegen, Thorbjørn Jagland, in Oslo begonnen.
Das bestätigte Jaglands Anwalt der Zeitung „Verdens Gang“. Demnach durchsuchten Beamte der Behörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität auch Jaglands Haus an der norwegischen Ostküste.
Der heute 75 Jahre alte Jagland war nach seiner Zeit als Ministerpräsident jahrelang Generalsekretär des Europarates sowie Vorsitzender des norwegischen Nobelkomitees gewesen.
Am Mittwoch hatte der Europarat auf Wunsch Norwegens die Immunität in Bezug auf Jaglands Amtszeit als Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation von 2009 bis 2019 aufgehoben.
Gegen Jagland wird aufgrund seiner Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wegen schwerer Korruption ermittelt.
Er soll während seiner Zeit im Europarat in Epsteins Apartments in Paris und New York übernachtet und in dessen Anwesen in Palm Beach Urlaub gemacht haben.
Milliardärserbe Thomas Pritzker tritt wegen Epstein zurück
Die Veröffentlichung der Akten um Jeffrey Epstein hat den Milliardärserben und Aufsichtsratschef der Hotelkette Hyatt zum Rücktritt bewegt.
Thomas Pritzker hatte Kontakt mit dem Sexualstraftäter und dessen Vertrauter Maxwell.
Eine weitere Person aus dem Dunstkreis des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist aufgrund der Veröffentlichung der Epstein-Akten zurückgetreten. Milliardärserbe Thomas Pritzker gab den Vorsitz im Aufsichtsrat des Hotelkonzerns Hyatt auf und wird das Gremium verlassen.
Er wolle mit dem Schritt angesichts seiner Kontakte zu Epstein und dessen verurteilter Vertrauter Ghislaine Maxwell Hyatt schützen, teilte der 75-jährige Pritzker mit . Er bedauere seine Epstein-Verbindungen zutiefst.
Jüngst veröffentlichte Unterlagen aus den Epstein-Ermittlungen legten offen, dass Thomas Pritzker über Jahre häufig Kontakt zu Epstein hatte.
Wie in den Akten zu lesen ist, tauschte er sich regelmäßig mit dem Sexualstraftäter und mit Maxwell aus und verabredete sich offenbar mehrfach mit den beiden.
Erst vergangene Woche war die Chefjuristin der Bank Goldman Sachs, Kathryn Ruemmler, wegen ihrer Verbindungen zu Epstein zurückgetreten.
Und noch zwei
Der Heidelberg-Mäzen und sein »König« Jeffrey
US-Multimillionär Henry Jarecki ist ein Gönner Heidelbergs, er brachte eine Viertelmilliarde in die Stadt, bekam das Bundesverdienstkreuz.
Doch er war auch mit Jeffrey Epstein befreundet. Und jubelte, als der Sexualstraftäter aus dem Gefängnis kam. Henry Jarecki soll zu den engeren Freunden Epsteins gehört haben.
Präsident des Weltwirtschaftsforums tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück
Nach einem Bericht des „Tagesanzeigers“ tauschten Brende und Epstein mehr als 100 Nachrichten aus. Darunter sei ein Mailwechsel, in dem Brende Epsteins Aussage zustimmt, Davos könne die UN ersetzen.
Zudem nahm der ehemalige norwegische Außenminister mehrfach an Abendessen im New Yorker Stadthaus des verurteilten Sexualstraftäters teil – etwa gemeinsam mit Ex-Trump-Berater Steve Bannon.
Dabei hatte Brende im November 2025 öffentlich erklärt, nie Kontakt mit Epstein gehabt zu haben.


Bill Gates gibt Affären mit zwei Russinnen zu, nur wer jetzt glaubt das wäre schon alles liegt falsch
Sexualstraftäter Epstein (r.), Investor Jarecki: »Ich hoffe, du kommst nicht zur Besinnung« Foto: U.S. Department of Justice



