Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Sibylle Anderl, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erklärt die Dunkle Materie
    Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

    Dunkle Materie für Einsteiger von Sibylle Anderl

    Dunkle Materie heißt dunkle Materie, weil man sie nicht sieht. Logisch. Und dennoch würde unser Universum ohne sie ganz anders aussehen.

    Denn erst die dunkle Materie sorgt durch ihre Gravitationskraft dafür, dass sich die gewöhnliche Materie zu leuchtenden Sternen und Galaxien zusammenballte. 

    85 Prozent der Materie in unserem Universum, heißt es, existieren in einer Form, die wir nicht direkt beobachten können.

    Die „Dunkle Materie“ eben, so auch der Titel des neuen Buches von Sibylle Anderl, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist ein großes, vielleicht das größte Rätsel der Kosmologie.

    Wer sie zu verstehen versucht, streift fast alle Themen, die unser Kosmos bereithält. Von der Entwicklung und Dynamik der Galaxien bis zur Zeit vor dem Urknall.

    All dies untersucht der neue Band aus der promovierten Wissenschaftlerin, Astrophysik natürlich, der insbesondere dem sterneninteressierten Laien Einblicke in eine Disziplin gibt, die einem sonst eher verborgen bleibt.

    Außer vielleicht in Filmen wie „Interstellar“ von Christopher Nolan, der das Phänomen dunkle Materie visuell sehr wohl dargestellt hat. „Dunkle Materie“, jüngst bei C.H. Beck (www.chbeck.de/nachhaltig) erschienen, hat gut 130 Seiten und kostet 9,95 Euro. 

    Sönke C. Weiss

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  • Annemarie Schwarzenbach war hedonistisch, depressiv, nachtaktiv, unangenehm und auch verletzend
    Schweizer Wanderlust

    Annemarie Schwarzenbach, die Jahrhundertpersönlichkeit

    Vor nunmehr 80 Jahren starb die Schweizer Schriftstellerin, Journalistin und Fotografin Annemarie Schwarzenbach mit nur 34 Jahren an den Folgen eines Fahrradunfalls.

    Ihr zur Ehre hat der Lenos Verlag in Basel (www.lenos.ch) jetzt die außergewöhnlich beeindruckende Graphic Novel „Annemarie“ von Maria Castrejón und Susanna Martin herausgebracht.

    Das Buch ist die ehrliche Annäherung an diese Jahrhundertpersönlichkeit, deren Werk nicht nur durch Zeitlosigkeit und Schönheit überzeugt, sondern stellt auch den faszinierenden Charakter Annemarie Schwarzenbachs in den Vordergrund.

    Sie ist hedonistisch, depressiv, nachtaktiv, unangenehm und verletzend.

    Aber sie ist auch promiskuitiv, ehrgeizig und bereits in jungen Jahren eine großartige Journalistin. Darüber hinaus schert sie sich nicht um die traditionelle Weiblichkeit ihrer Herkunft, in der sie immer wieder zu ersticken droht.

    Annemarie Schwarzenbach zeigt sich auch in diesem Graphic Novel frei und unabhängig, als Vorreitern des Female-Empowerments.

    Ihr Leben steht für ein Recht, als Frau nicht lächeln zu müssen, labil zu sein, nicht feminin zu sein, das Recht, drogenabhängig zu sein, allein oder mit einer anderen Frau durch die Welt zu reisen, das Recht darauf, nicht heterosexuell sein zu müssen.

    „Annemarie“ ist ein Denkmal auf 160 Seiten für eine schillernde und tragische Ikone aus der Zwischenkriegszeit. 29,80 Euro. Dazu empfehle ich unbedingt ihre „Afrikanischen Schriften“ aus dem Hause Chronos (www.chronos-verlag.ch).

    Der Band versammelt zu Lebzeiten veröffentlichte und auch nachgelassene Afrika-Reportagen und -Prosa aus den Jahren 1941/42 kurz vor Annemarie Schwarzenbachs frühzeitigem Tod.

    Die Edition dieser Schriften gestattet so neue Blicke auf diese immer noch wenig bekannte Etappe ihres Lebens und Werkes, dass man mit einem Wort zusammenfassen kann: Wanderlust. 330 Seiten, 34 Euro. 

    Sönke C. Weiss

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  • Franziska Hauser ist eine deutsche Autorin und Fotografin
    Eine klasse Geschichtenerzählerin

    Präsent, dezent und gehaltvoll - der neue Roman von Franziska Hauser

    Dass Künstler gemeinhin Trickser sind, ist wohlbekannt. Dass viele von ihnen Kunst betreiben, um nicht wirklich arbeiten zu müssen, ist zwar ein Klischee, aber jeder Gemeinplatz birgt ja auch ein Fünkchen Wahrheit in sich.

    In Franziska Hausers neuem Roman Keine von ihnen, vor wenigen Tagen bei Eichborn (www.eichborn.de) erschienen, schlägt sich die Grafikerin Jennifer, kurz Jef, mehr schlecht als recht durchs dröge Leben.

    Als sie auf ein Stipendium stößt, dass für Künstler ausgeschrieben ist, frisiert sie ihren Lebenslauf dementsprechend und wird eine von fünf Ausgewählten, die gemeinsam in eine marode Villa ziehen, um dort ihrer Kunst freien Lauf zu lassen.

    Zunächst kommt sich Jef wie eine Hochstaplerin vor, was sie ja de facto auch ist; später kommt sie einem Geheimnis auf die Schliche und aus der elitären Kunstwelt wird eine Fassade, die in sich zusammenbrechen droht.

    Franziska Hauser, 1975 im einstigen Ostberlin geboren, studierte Fotografie an der Ostkreuzschule bei Arno Fischer und hat sich in den zurückliegenden Jahren fest als Autorin etabliert.

    Ihr Stil ist präsent, dezent und trotzdem gehaltvoll. Punktum: Die Autorin ist einfach eine klasse Geschichtenerzählerin. Was will man als Leser mehr? Rund 300 Seiten. 23 Euro. 

    Sönke C. Weiss

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Aktuelles - Marketing News

  • Neues Gesicht und Stimme der Kampagne ist Katy Perry
    Hör ich da Lieferando?

    Katy Perry wirbt für Lieferando und US-Fußballerinnen werden nun wie Fußballer bezahlt

    W&V Agency Snack, die W&V Morgenpost und W&V Abendpost haben heute wieder Marketing News für mich.

    Hallo Gottfried,
    einen wunderschönen guten Morgen aus München. Heute gibt es an dieser Stelle unter anderem die Spot-Premiere von Katy Perry für Lieferando, Einblicke ins Community Management mit der TikTok-Brand des Monats April, 4Bro, Plagiatsvorwürfe an Beiersdorf und Alkohol und Cannabis.

    Spot-Premiere: Katy Perry wirbt für Lieferando

    Nach Snoop Dogg hat Just Eat mit Katy Perry jetzt ein neues musikalisches Schwergewicht als Testimonial gewonnen: In Deutschland läuft die Kampagne ab sofort unter dem Slogan "Hör ich da Lieferando?"

    US-Fußballerinnen schreiben Geschichte: Gleiche Bezahlung wie Männer

    Obwohl die Fußball-Frauennationalmannschaft der USA viel erfolgreicher ist als die der Herren, erhielt sie bislang viel niedrigere Prämien. Nach einer Diskriminierungsklage ist dem Team nun aber ein historischer Sieg gelungen.

    Startup erhebt Plagiatsvorwürfe gegen Beiersdorf

    Refill, Reuse, Reduce: Mit diesem Claim wirbt das Kosmetik-Startup "Better by Less". Aber auch Nivea für ein sehr ähnliches Produkt. Wie Gründerszene herausgefunden hat, hat sich der Konzern möglicherweise des Startup-Konzepts bedient.

    Das Wichtigste aus der Agenturwelt in Deutschland und international, alles zu Kreation, Trends und Personalien.
     
    Seit zwei Jahren beschäftigt sich die Kommunikationsbranche mit der Frage, wie sie in Zeiten von Remote Work Kultur schafft. Die Agentur Ogilvy hat jetzt für sich einen Plan dazu vorgelegt: Im Prinzip können alle Kolleg:innen arbeiten, von wo sie wollen, sogar mal vier Wochen im Ausland. 
     
    Das Büro soll zum Ort für Austausch, Inspiration und Kollaboration werden. Agenturchef Björn Bremer sagt: “Wenn Starbucks das Wohnzimmer der 90er war, dann muss das Büro der Hang-Out-Spot der 20er werden.” Ob das funktioniert, wird die Zeit zeigen. Ein guter Ansatz ist es sicher.

    Viel Spaß beim Lesen wünscht Euer Team Agency Snack.

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  • 50 Jahre Nike. Spike Lee und Indigo Hubbard-Salk feiern die Vergangenheit – und die Zukunft
    Geburtstag mit Superstar-Video

    Nike feiert seinen 50. Geburtstag und die Finnen bekommen ein NATO-Bier

    W&V Agency Snack, die W&V Morgenpost und W&V Abendpost haben heute wieder Marketing News für mich.

    Hallo Gottfried,
    einen wunderschönen guten Morgen aus München. Heute berichten wir über den nicht ganz so ehrenvollen Abschied von Josef Joffe bei der Zeit, neue Kampagnen von MVG, Aldi und Flink sowie die wichtigsten Takeaways der “NFT LA” und “Miami NFT Week”.

    Nike feiert 50. Geburtstag mit Superstar-Video

    Zum (verspäteten) 50. Geburtstag von Nike hat Kult-Regisseur Spike Lee ein Video gedreht, das die Geschichte des Sportartikel-Giganten feiert – und das zeigt, wie es bei Nike weitergeht. Nike wurde eigentlich schon 1964 gegründet, damals noch als "Blue Ribbon Sports". Die Umbenennung in Nike folgte dann 1971. 


    Finnische Brauerei bringt Nato-Bier auf den Markt

    Mit einem besonderen Bier können die Finnen ab sofort auf die Bewerbung ihres Landes um Mitgliedschaft im westlichen Verteidigungsbündnis anstoßen. Die Brauerei liegt nur eine Stunde von der russischen Grenze entfernt. Aus aktuellem Anlass hat die kleine Brauerei Olaf Brewing in der finnischen Stadt Savonlinna ein Bier mit dem Namen "Otan Olutta" gebraut. 

    Flink präsentiert zwei Promi-Testimonials

    Lena Gercke und Joko Winterscheidt sind ab sofort als Gesichter des Food-Lieferdienstes Flink im Einsatz. Die Kampagne besteht aus mehreren TV-Spots und Social-Media-Aktivitäten.


    USA: Frauen löschen ihre Menstruations-Apps

    Aus Angst vor einem künftigen Abtreibungsverbot in konservativen US-Bundesstaaten löschen derzeit Millionen von Frauen ihre Menstruations-Apps. Sie haben Angst vor Strafverfolgung.

    Josef Joffe: Zeit-Mitherausgeber dankt ab
     
    Bankier Max Warburg war gewarnt: Zeit-Mitherausgeber Josef Joffe informierte ihn über Recherchen seiner eigenen Zeitung gegen das Geldhaus. Der Spiegel hat den Vorgang enthüllt, nun gibt es Konsequenzen.


    Heute wieder das Wichtigste aus der Agenturwelt in Deutschland und international, alles zu Kreation, Trends und Personalien.
     
    Strategie: Der Shared-Mobility-Anbieter Tier setzt einen neuen Schwerpunkt in der Kommunikation. Die Marken-Initiative stellt das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund.
     
    Wechsel:  Drei Jahre lang war Fabian Rößler bei Kolle Rebbe, die künftig Accenture Song heißt. Nun kümmert er sich bei Antoni_99 als Group Creative Director um den Kunden Aldi.
     
    Kampagne: Der Food-Lieferdienst Flink startet eine neue Kampagne. Gesichter der Marke sind Lena Gercke und Joko Winterscheidt.  

    Viel Spaß beim Lesen wünscht Eure W&V

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  • Leni Klum ist vor rund anderthalb Jahren in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten
Wau! Mit Hund flirtet es sich beim Tinder-Event noch besser
    Germany's Next Topmodel

    Heidi Klum engagiert ihre Tochter Leni Klum für ihre Jury

    W&V Agency Snack, die W&V Morgenpost und W&V Abendpost haben heute wieder Marketing News für mich.

    Hallo Gottfried,
    einen wunderschönen guten Morgen aus München. Heute berichten wir unter anderem über den Deutschland-Start von Caia Cosmetics, warum ProSiebenSat.1-Vorstandsvorsitzender Rainer Beaujean keine Angst vor Netflix und Amazon hat und wofür Judi Dench in ihrem allerersten TV Spot wirbt

    Leni Klum wird Gastjurorin bei Germany's Next Topmodel

    Heidi Klum holt sich für ihre ProSieben-Show "Germany's Next Topmodel" einmal mehr Unterstützung aus der Familie. Heidi Klum engagiert ihre Tochter Leni Klum für das Halbfinale ihrer Model-Show. Die 18-Jährige wird im Halbfinale auf der Juroren-Bank sitzen und die sechs verbliebenen Model-Anwärterinnen auf Final-Tauglichkeit überprüfen.V-Spot wirbt.


    Bier-PR: Ad Publica holt Carlsberg-Etats

    Um die Kommunikation für die Biermarken Astra, Holsten und Duckstein aus dem Portfolio von Carlsberg Deutschland kümmert sich künftig die Hamburger Agentur Ad Publica.


    Neue Rubrik "Tierliebe": Tinder kommt auf den Hund

    Das wird ein tierisches Wochenende für Flirtwillige in London: Tinder eröffnet ein Pop-up-Pub für Tierfreunde. Das Event ist der Startschuss für die neue Rubrik "Tierliebe", denn gerade Hunde sind Matchmaker.

    About You bringt Kollektion von Alvaro Soler

    Alvaro Soler ist längst nicht mehr nur Popsänger und The Voice Kids-Juror, sondern auch Style-Vorbild. Jetzt gibt es bei About You Mode des Spaniers zu kaufen.

    Heute wieder das Wichtigste aus der Agenturwelt in Deutschland und international, alles zu Kreation, Trends und Personalien.
     

    Mediamonks: Nach den angekündigten Abgängen von Till Eckel und Thomas Strerath: Interview mit Mediamonks-Cogründer Victor Knaap. Ministry Group: Die Agenturgruppe holt den Etat zur Arbeitgeberkommunikation der AOK.
    Ad Publica: Die PR-Agentur schenkt sich Etats von Carlsberg ein.  

    Viel Spaß beim Lesen wünscht Eure W&V

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Industriefotografie von Timo Lutz
    vieleicht die Industriefotografie

    Von Naturfotografie bis Dokumentarfotografie: Welche Richtung passt zu Ihnen?

    Die Fotografie ist ein toller Zeitvertreib und kann auch ein schönes Hobby sein. Man kann die Welt auf ganz neue Art und Weise entdecken und sieht die Dinge mit anderen Augen.

    Auch wenn man nicht immer perfekte Fotos machen kann, ist es doch eine schöne Herausforderung und man lernt immer wieder dazu. Doch welche Fotografie Richtung passt zu Ihnen? Wir stellen Ihnen beliebte Richtungen vor.

    Naturfotografie

    Naturfotografie ist eine tolle Möglichkeit, die Schönheit der Natur einzufangen. Aber es ist nicht nur ein Foto von einem schönen Ort. Naturfotografie ist viel mehr als das.

    Es geht darum, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu fotografieren. Das kann ein Sonnenuntergang am Strand sein, oder aber auch ein Foto von einem Baum im Winter. Es gibt so viele schöne Motive in der Natur, dass es schwer ist, sich für nur eines zu entscheiden.

    Dokumentarfotografie

    Wenn Sie sich für die Welt interessieren und Ihre Fotos zeigen sollen, wie sie wirklich ist, dann ist Dokumentarfotografie genau das Richtige für Sie. Diese Art der Fotografie beinhaltet die Aufnahme von Bildern, die ein bestimmtes Ereignis, eine Person oder einen Ort dokumentieren. Es ist wichtig, dass Sie ein Auge für Details haben und in der Lage sind, Geschichten mit Ihren Bildern zu erzählen.

    Einige bekannte Dokumentarfotografen sind Henri Cartier-Bresson, Ansel Adams und Dorothea Lange.

    Porträtfotografie

    Wenn Sie sich für eine Porträtfotografie entscheiden, dann sollten Sie wissen, dass diese Fotografie-Richtung viel mehr ist als nur ein Foto von jemandem zu machen. Porträtfotografie ist die Kunst, eine Person oder eine Gruppe von Menschen so zu fotografieren, dass ihre Persönlichkeit und ihr Charakter in dem Bild zum Ausdruck kommen.

    Dafür müssen Sie in der Lage sein, mit Menschen zu interagieren und eine Vertrauensbeziehung aufzubauen.

    Industriefotografie

    Industriefotografie ist die Kunst der Fotografie von industriellen Anlagen und Objekten. Diese Art der Fotografie kann sowohl künstlerisch als auch dokumentarisch sein. Industriefotografen müssen oft in engen Räumen arbeiten und sich mit schwierigen Lichtverhältnissen auskennen. Die Fotos, die sie machen, werden häufig in technischen Zeitschriften oder Werbebroschüren veröffentlicht.

    Weitere interessante Fotografie-Richtungen

    Es gibt natürlich noch mehr interessante Disziplinen, dazu gehören:

    • Tierfotografie
    • Landschaftsfotografie
    • Aktfotografie
    • Hochzeitsfotografie
    • Sportfotografie
    • Unterwasserfotografie
    • Produktfotografie
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  • Lenny Pojarov
    All Together Now

    Lenny Pojarov in Deutschlands größter TV-Jury - Neue Musikshow bei SAT.1

    Die Sängerin und Songwriterin Lenny Pojarov ist Teil der größten TV-Jury Deutschlands in der brandneuen SAT.1-Musikshow “All Together Now”. Das Konzept: Kandidat*innen haben genau 100 Sekunden Zeit, um 100 Profi-Musiker*innen, die Jury mit ihrem Gesang buchstäblich vom Hocker reißen. Wer die meisten zum Aufstehen, Tanzen und Mitsingen bringt, gewinnt das Preisgeld von 10.000 Euro. 

    “Zu erleben, wie so viele Menschen auf Anhieb von einer Performance überzeugt sind und begeistert mitmachen – das ist Gänsehaut pur”, betont Lenny Pojarov und ergänzt: “Es ist wunderbar, gemeinsam mit anderen Expert*innen dabei sein zu dürfen.”

    Ab dem 27. Mai 2022, lädt Moderatorin Melissa Khalaj jeden Freitag um 20:15 Uhr zur Prime-Time-Party ein. Neben Lenny Pojarov bewerten auch andere Profis wie Linda Teodosiu, Jazzy Gudd, Rapper MC Fitti, Graham Candy oder der Star-Geiger Igor Epstein das Talent der Teilnehmer*innen.

    Lenny Pojarov ist mit TV-Auftritten in der SAT. 1-Show "Let the music play - Das Hit Quiz" und in der VOX-Sendung “Shopping Queen” – die sie beide gewann - bundesweit bekannt geworden.

    In ihrem aktuellen Song “Worthy” (dt. wertvoll), der von RE:MIND aus Düsseldorf produziert wurde,  macht die gebürtige Kirgisin all denen Mut, die unter Selbstzweifeln leiden und Angst vor der Zukunft haben. 

    Lenny Pojarov begann bereits im zarten Alter von sechs Jahren ihre Klavierausbildung, später kamen noch Gitarren- und Ballettunterricht hinzu. Damit setzte sie schon früh den Grundstein für ihre musikalische Laufbahn. Heute bietet sie ihre Musik – schönsten Pop in all seinen Farben – in unterschiedlichen Bühnenshows an. 

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  • Die Beatles in Hamburg erleben
    Die Beatles in Hamburg erleben

    Hamburg feiert den 80. Geburtstag von Paul McCartney mit einer großen Tribute Show

     Die Beatles starteten 1960 ihre Karriere in Hamburg. In kaum einer anderen Stadt sind sie öfter aufgetreten, keine andere Stadt prägte sie mehr und keinen anderen Kiez kann man so gut auf ihren Spuren entdecken wie St. Pauli.

    Diesen Sommer gibt es hierfür gleich zwei Anlässe: vom 7. Juni bis 31. Juli wird das Beatles Musical „all you need is love“ im St. Pauli Theater aufgeführt.

    Und am 19. Juni feiert Hamburg den 80. Geburtstag von Paul McCartney, mit einer großen Tribute Show der Beatles Expertin Stefanie Hempel und viel musikalischer und literarischer Prominenz, wie Wolfgang Niedecken, Inga Rumpf, Gustav Peter Wöhler, Otto Waalkes, Stoppok oder dem Schriftsteller Frank Goosen.

    Im Juni wird Paul McCartney 80 Jahre alt. Vor 62 Jahren startete er mit den Beatles in Hamburg, im Indra Club, die größte popmusikalische Karriere aller Zeiten.

    An keinem Ort der Welt spielten sie mehr als hier – 1.200 Stunden auf Hamburger Bühnen, 281 Konzerte und fünf Engagements in vier verschiedenen Clubs.

    Die monatelangen Engagements und endlosen Nächte in den Clubs auf St. Pauli machten die Beatles zu einer professionellen Live-Band, hier trafen sie auf Ringo Starr, hier formten sie ihren Stil und fanden den Haarschnitt, der zu ihrem Markenzeichen wurde. „We grew up in Hamburg, not Liverpool“, sagte John Lennon später.

    Überall auf St. Pauli kann man auf den Spuren der Beatles wandeln und oftmals in den gleichen Music-Clubs neue Bands entdecken.

    Der Geburtstag von McCartney und ein Beatles-Musical im St. Pauli Theater bieten im Juni und Juli zusätzliche Anlässe, Hamburg auf den Spuren der Fab Four zu entdecken.      

    Erfolgs-Musical um die legendären Beatles auf den Kiez 

    Die Musical-Biographie „all you need is love!” bringt den Zauber der 60ziger zurück auf die Bühne. Coronabedingt ist die Produktion nun erst 2022 in Hamburg, dem Geburtsort der Beatles, zu sehen und zwar vom 7. bis 29. Juni sowie 5. bis. 31. Juli im St. Pauli Theater - mitten auf dem Hamburger Kiez.

    In dem Erfolgs-Musical überzeugen die Künstler nicht nur durch ihren professionellen Live-Gesang, auch ihr Schauspieltalent kommt in den wiederkehrenden Sprechepisoden und Kurzgeschichten zur Geltung.

    Authentische Kostüme und historische Videoeinspielungen machen die Illusion perfekt und versetzen das Publikum zurück in die 60er-Jahre.

    Die Zuschauer können jenes legendäre Jahrzehnt nachempfinden, in dem die Beatles scheinbar mühelos einen Welthit nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelten und die Konkurrenz schier zur Verzweiflung brachten. 

    Um Hamburg auf den Spuren der Beatles zu entdecken, bietet die Hamburg Tourismus GmbH ein „Beatles-Package“ für den Zeitraum an.

    Im Reisepaket „All you need is Love - Das Beatles-Musical“ sind eine Übernachtung im ausgewählten Hotel inkl. Frühstück, ein Musical-Ticket in der gewählten Preiskategorie und eine Hamburg CARD (3 Tage) – dem Entdeckerticket für freie Fahrt mit Bus und Bahn im Wert von 28,90 Euro - enthalten. Preise starten ab 93 Euro pro Person.

    Das Paket ist hier oder telefonisch unter +49 (0)40 30051 720 buchbar. Dort finden sich auch noch weitere Beatles-Tipps, Touren und Informationen rund um die Fab Four in Hamburg. 

    Celebrating Paul – Tribute Konzert zum 80. Geburtstag von Paul McCartney 

    Ein weiterer Anlass, die Beatles in Hamburg (neu) zu entdecken, ist das Tribute Konzert in der Hamburger Fabrik am Sonntag den 19. Juni zu Ehren von Sir Paul McCartney mit vielen bekannten Musiker*innenn.

    Einen Tag vorher, am 18. Juni, feiert Paul seinen 80. Geburtstag. Er ist einer der größten Liedkomponisten des 20. Jahrhunderts und die größte lebende Musikerlegende. Hamburg hat diese Erfolgsstory mitbegründet und erst ermöglicht.

    Eine große Geburtstags-Show feiert sein musikalisches Werk. Die Hamburger Beatles Expertin Stefanie Hempel und ihre Band haben viele bekannte Künstler*innen verschiedenster Genres eingeladen, um diese großen Songs und Melodien zu zelebrieren.

    Gemeinsam bringen sie die Vielschichtigkeit, die Farbigkeit, die tiefe Menschlichkeit und den unwiderstehlichen Pop der Musik von Paul McCartney auf die Bühne. 

    Mit dabei sind u.a. Wolfgang Niedecken, Inga Rumpf, Gustav Peter Wöhler, Otto Waalkes, Stoppok, das Kaiser Quartett und Phil Siemers. Es werden Songs aus Pauls gesamter Karriere präsentiert und interpretiert.

    Vom Hamburg Rock’n’Roll, über den Beatlemania-Sound, die großen Balladen, Solo-Stücke, Wings- und Beatles-Klassiker. Der bekannte Autor und Kabarettist Frank Goosen wird mit Stefanie Hempel durch das Programm führen. 

    Zusammen werden sie hinter die Songs blicken, die Geschichten erzählen und mit den musikalischen Gästen über die Faszination und die Unsterblichkeit der Beatles in Hamburg plaudern. Tickets kosten 41 Euro und sind unter Eventim und Reservix online zu kaufen. 

    Hamburg als Sprungbrett für Musiktalente

    Auch heute noch ist der Spirit der Beatles in Hamburg allgegenwärtig – nicht nur auf thematischen Stadtführungen, wie der musikalischen Beatles-Tour mit Stefanie Hempel, sondern vor allem in den unzähligen Live-Musikclubs der Reeperbahn und auf den Musik-Festivals der Stadt.

    So ist das Reeperbahn Festival als Europas größtes Club-Festival jedes Jahr im September das perfekte Sprungbrett für Newcomer-Bands, die teilweise auf den gleichen Bühnen performen, auf denen die Beatles schon vor 60 Jahren spielten. Mehr über die Musikmetropole Hamburg unter www.hamburg-tourismus.de/musik.

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Michaela Boland trifft Jesper Munk auf seiner Konzerttournee
Jesper Munk erinnert mich seiner Stimme an sein Idol Amy Winehouse
For in my way it lies lautet Jesper Munks neues Album
    exklusivinterview mit michaela boland

    Bluestalent Jesper Munk erinnert uns an sein Idol Amy Winehouse

    Dieses Interview haben wir 2014 mit Jesper Munk geführt, und er hat sich tatsächlich im Musik-Geschäft gehalten. Am 31. Mai wird er 30 Jahre und wir erinern noch einmal an seine Anfänge.

    21 Jahre, unfassbar tiefe Stimme, blonde Strubbelmähne und treuer Blick aus blauen Augen. All dies kombiniert mit einem sportlich durchtrainierten Körper im lässigen Jeans-Tanktop-Lederjacken-Look erklärt vermutlich schnell, aus welchem Grund auch BRAVO-Leser jetzt den Blues für sich entdecken.

    Der Deutsch-Däne Jesper Munk verzaubert derzeit landesweit mit berührenden Eigenkompositionen, die hin und wieder an sein Idol Amy Winehouse erinnern. "For in my way it lies" lautet der Titel seines aktuellen Albums in Anlehnung an ein Zitat aus Shakespeare`s Macbeth. Eine Lektüre, die der in München beheimatete Soul-Musiker leider nie zu Ende las.

    Grund: Für gemeinsame Jam-Sessions schwänzte er mit seinen Freunden gerne mal den Unterricht. Durchaus zu seinem Glück, denn der Sohn einer dänischen Mode-Direktrice und eines bayerischen Musikers musste währenddessen einmal derartig laut werden, dass seine bisher glockenklare Chorstimme brach, einen Sprung machte und "auf einmal total dreckig klang". Jetzt verschafft er sich Gehör, denn dieses besondere Timbre in der noch jungen Stimme prägt sich unverzüglich ein.

    Während seiner ELECTRIC SHOW Tour 2014 durch Deutschland treffe ich den belesenen Newcomer und begeisterten Tom Waits-Fan. Dass in erster Linie Gefühl seine Musik prägt, wird schnell ersichtlich, wenn man mit dem natürlich-sensiblen und sympathisch zurückgenommenen, klugen Jesper ins Gespräch kommt. Von sich hören machen wird diese Neuentdeckung gewiss noch häufig, denn sie ist uneitel, frisch, markant und gut.

     

    Michaela Boland: Hast du Macbeth in der Zwischenzeit nochmal gelesen?

    Jesper Munk: Nein, habe ich immer noch nicht. Leider bin ich nicht dazu gekommen.

    Michaela Boland: Hast du damals im Gymnasium keine Klausur über diesen Klassiker schreiben müssen?

    Jesper Munk: Doch, klar.

    Michaela Boland: Wie ist sie gelaufen, wenn du den Stoff nicht gelesen hast?

    Jesper Munk: Ganz schlecht natürlich.

    Michaela Boland: Ist es denn noch in Planung, das Stück irgendwann zu verinnerlichen oder schon ad acta gelegt?

    Jesper Munk: Ich will es unbedingt mal lesen. Ich will überhaupt mehr von Shakespeare lesen, denn das darf man nicht auslassen. Auf keinen Fall. Leider bin ich gerade einfach zu inkonsequent. Zurzeit lese ich nämlich in einer Tom Waits-Biografie, die ich von einem guten Freund geschenkt bekommen habe. Ansonsten beschäftige ich mich in literarischer Hinsicht augenblicklich hauptsächlich mit Lyrics.

    Michaela Boland: Der klassische Blues leitet sich von "I`ve got the Blues" ab. Dies heißt ja so viel wie, `ich bin traurig`. Bist oder warst du häufig traurig?

    Jesper Munk: Ich würde zwar sagen, dass ich eigentlich schon ein sonniges Gemüt habe, allerdings staut sich natürlich hin und wieder mal etwas an. Denn, nicht immer läuft alles super rund. Wenn sich dann etwas anstaut und man keine Lust hat, diese Dinge so rauszulassen oder gar gegenüber jemandem direkt zu äußern, dann braucht man ein Ventil. Für manche ist das Sport, für andere ist es etwas anderes und für mich ist es eben die Musik.

    Michaela Boland: Von deiner attraktiven Optik her könntest du ohne weiteres als eine Art Justin Bieber durchgehen. Nun steht er mit Pop für eine gänzlich andere Musikrichtung als du. Wäre Pop etwas, das du grundsätzlich ablehnen würdest?

    Jesper Munk: Schrecklich. Das lehne ich zu hundert Prozent ab.

    Michaela Boland: Im Bereich Blues würde man eher reifere Semester vermuten. Wie hast du als heute erst 21-Jähriger diese Musikrichtung schon vor Jahren für dich entdeckt?

    Jesper Munk: Ich habe angefangen in einer Band namens Lila`s Riot Bass zu spielen. Mein Band-Kollege, Clemens, war damals auch schon dabei und hat Drums gespielt. Ich selbst konnte überhaupt keinen Bass spielen und viele unserer Musiker konnten ebenso wenig spielen. Also, haben wir uns darauf geeinigt, dass wir zwar wenig, aber dafür ausdrucksstark spielen. So sind wir bei den Sixties gelandet. Wenn man sich dann diese Songs anhört und weiß, dass das alles auf den Blues zurückgeht, fängt man an, sich dafür zu interessieren und sich hinein zu hören. Ebenfalls in die 1920, -30er und -40er Jahre. Und so bin ich auf den Blues gekommen.

    Michaela Boland: Der Blues, der in seiner Entstehung Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts anzusiedeln ist, soll häufig in zwölf Takten und einer Melodie, die von drei Akkorden begleitet wird, auftreten. Hältst du dich womöglich auch streng an solche Formen?

    Jesper Munk: Nein. Bei uns sind es nicht immer nur 12 Takte und drei Grundharmonien (lacht). Blues ist natürlich harmonisch simpel gedacht. Und das ist ja auch das Schöne daran, dass es einfach und ausdrucksstark ist. Das wenige, das du spielst, musst du mit dem maximalen Gefühl spielen. Das ist auch, was mich bis heute dabei gelassen hat.

    Michaela Boland: Redakteure des Bayerischen Rundfunks sollen dich auf der Straße entdeckt haben. Klingt beinahe so wie vom Tellerwäscher zum Millionär. Wie ging das vonstatten?

    Jesper Munk: Ralf Sommer hat mich auf der Straße spielen sehen und mich ins schöne Studio 12 beim BR eingeladen und das war in der Tat der erste Radiotermin.

    Michaela Boland: Du hast mit 15 Jahren verhältnismäßig spät angefangen, Gitarre zu erlernen. Wie lange hat es gedauert, bis du dein Spiel perfektionieren konntest?

    Jesper Munk: Ich habe mit 16 Jahren angefangen Bass zu spielen und eigentlich erst mit 17 ein halb begonnen, Gitarre zu spielen. Allerdings lernt man stetig weiter. Pro Gig und pro Session geht es immer weiter voran. Auf dem Stand, auf dem ich jetzt bin, war ich noch nie. Wenn man es richtig angeht, wird sich das wohl auch nie ändern.

    Michaela Boland: Hast du dir auch die Anfänge autodidaktisch angeeignet, hast du jemals eine Musikschule besucht oder dir einfach viel bei deinem Vater, der ja ebenfalls Musiker ist, abgeguckt?

    Jesper Munk: Ich habe viel mitbekommen, mir viele Konzerte angeschaut als ich noch jünger war. Da guckt man sich natürlich alles Mögliche ab und ansonsten bin ich ein Autodidakt.

    Michaela Boland: In Interviews hast du häufig den Moment beschrieben, wie dir einst beim gemeinsamen jammen während des kollektiven Schule Schwänzens, urplötzlich die Stimme gebrochen sei, als du recht laut gesungen hast. So soll dir laut eigenen Angaben erstmalig bewusst geworden sein, wozu du mit deiner Stimme im Stande bist. Denkst du, ohne diesen Vorfall hätte sich alles so entwickelt wie es sich nun entwickelt hat?

    Jesper Munk: Nun, ja. Hätte, würde, könnte. Keine Ahnung. Definitiv war meine Stimme in irgendeinem anderen, was-auch-immer-Teil, von mir versteckt. Und auf diese Weise kam sie eben dann heraus. Mir war zuvor nicht bewusst, dass ich meine Stimme in der Art benutzen kann.

    Michaela Boland: Manche deiner Lieder erinnern in ihrer gesanglichen Umsetzung stark an Amy Winehouse. Bist du ein Fan von ihr?

    Jesper Munk: Ja, total. Amy war einfach großartig.

    Michaela Boland: Du hast in München Abitur gemacht und ganz brav erst danach deine Solokarriere gestartet. Wie dezidiert lässt sich so etwas eigentlich im Vorfeld vorausplanen?

    Jesper Munk: Wir hatten dieses Studio-Closing im BR und das hat einfach immer mehr Aufmerksamkeit nach sich gezogen. Konzerte haben wir allerdings schon gespielt als ich noch in der Schule war. Ich habe im Juni Abi gemacht und im Januar hatten wir sogar schon Konzerte, die ausverkauft waren. Ich hatte da auch Bock drauf und wusste schon länger, dass ich das machen will. Mit viel Hilfe meines Vaters konnte ich dann sogar nach dem Abi mein erstes Album aufnehmen.

    Michaela Boland: Hätte es insoweit überhaupt eine berufliche Alternative für dich gegeben oder hast du womöglich so etwas wie einen Plan B?

    Jesper Munk: Die Alternative wäre Gitarrenbauer.

    Michaela Boland: Einen Korpus-gewölbten Bau würdest also vermutlich hinbekommen?

    Jesper Munk: Vielleicht verbirgt sich auch nur die charmante Idee dahinter, denn ich weiß natürlich, dass das eine Wahnsinns-Arbeit und viel Gefitzele ist. Dennoch wäre das auf jeden Fall etwas, was auf diesem Plan stehen würde.

    Michaela Boland: Deine Texte definierst du häufig als Gefühls-Mosaik. Was ist konkret damit gemeint?

    Jesper Munk: Du fährst irgendwo hin und du schreibst hier und da mal etwas auf. Du hast eben immer dein kleines schwarzes Lederbüchlein dabei. Und dann landet halt zwischendurch auch schon mal so richtig viel Schwachsinn darin. Manche Songs entstehen in einem Rutsch und andere werden über Wochen mit mir herumgetragen und dann irgendwann zusammengefügt. So entstehen dann diese Gefühls-Mosaike.

    Michaela Boland: Wie gehst du üblicherweise beim Songschreiben vor?

    Jesper Munk: Gar nicht. Erzwingen kann ich es nicht. Ich kann mich nicht drei Stunden hinsetzten und irgendetwas aufs Blatt zwingen. Aber, ich bewundere Leute, die das einfach so können. Das funktioniert bei mir nicht oder zumindest noch nicht. Bei mir muss das einfach kommen. Und da muss der richtige Moment da sein und ein Stift und ein Blatt.

    Michaela Boland: Es soll da eine Liebesgeschichte gegeben haben, durch die dein Song 7th Street entstanden sein soll, den du ja in New York geschrieben hast. Was hat es damit auf sich?

    Jesper Munk: Schwamm drüber! Bloß nicht so viel Aufmerksamkeit darauf richten! Da ist etwas schief gelaufen und ich bin trotzdem hingefahren und dann bin ich wieder zurück, hatte aber zumindest einen neuen Song und eine neue Gitarre auf dem Weg nach Hause im Gepäck. Das ist die Kurzversion der Geschichte.

    Michaela Boland: Bist du denn gerade liiert?

    Jesper Munk: Das kann ich natürlich nicht sagen. (Anm. d. Red.: Grinst verschwörerisch).

    Michaela Boland: Geheimnisvoll und der Spekulation Tür und Tor öffnend.

    Jesper Munk: (lacht)

    Michaela Boland: Die BRAVO hat sich ebenfalls bereits für dich interessiert. Ist das etwas, das dich freut oder ist dir das eher gleichgültig, nachdem das Traditionsjugendmagazin ja klassischerweise eher über die Justin Biebers dieser Welt berichtet?

    Jesper Munk: Bewusst sind wir das nie mit einem Promo-Plan angegangen, da wir ja Blues machen. Ich finde es natürlich schön, dass da jemand drin saß, der cool fand, was ich mache.

    Michaela Boland: Das ZDF beschrieb dich im Rahmen eines Fernsehauftritts als "Deutschlands gehypten Blues-Act". Kannst du mit solchen Attributen etwas anfangen?

    Jesper Munk: Die Formulierungen sind ja in dem Sinne nicht für mich, denn ich muss ja nichts damit anfangen. Ich finde es natürlich nett, wenn man diese Art von Aufmerksamkeit bekommt und ein Feedback, das positiv ist. Aber ich in erster Linie, weiß nicht, was ich damit anfangen sollte.

    Michaela Boland: Dein Vater, Rainer Germann, ist ebenfalls Musiker und einigen bekannt durch seine Band, Cat Sun Flower, die unter anderem schon als Vorgruppe von Oasis auftrat. Mittlerweile ist er dein Berater, Bassist und Co-Produzent. Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit in der Familie?

    Jesper Munk: Sehr gut. Seitdem das mit der Musik abgeht, ist natürlich diese ganze standardmäßige Vater-Sohn- warum-gehst-du-nicht-in die Schule-was-soll-das-mach-was-G´scheits-Problematik hinfällig. Wir machen einfach miteinander Musik und so wie man zusammen Musik macht, genau so läuft es.

    Michaela Boland: Hast du noch Geschwister oder bist du Einzelkind?

    Jesper Munk: Ich bin Einzelkind.

    Michaela Boland: Deine Mutter, Helle Munk, soll in der Modebranche arbeiten. Ist sie dort ebenfalls im kreativen Bereich tätig?

    Jesper Munk: Meine Mutter hat digitale Schnitt-Direktrice erlernt und arbeitet heute als Schnittbildlegerin beim Modeunternehmen Rena Lange. Sie berechnet quasi diese Schnitte am Computer und danach wird dann der Stoff eingekauft.

    Michaela Boland: Bist du auch schon einmal in Dänemark aufgetreten?

    Jesper Munk: Nein, noch nie.

    Michaela Boland: Du firmierst als Deutsch-Däne, bist allerdings in München aufgewachsen. Wie sieht es denn da mit deiner Staatsbürgerschaft aus?

    Jesper Munk: Ich habe einen dänischen Pass.

    Michaela Boland: Doppelte Staatsbürgerschaft?

    Jesper Munk: Nein, ich habe nur einen dänischen Pass.

    Michaela Boland: Sprichst du denn Dänisch?

    Jesper Munk: Nur ein paar Schimpfwörter. (lacht)

    Michaela Boland: Du trägst den Nachnamen deiner Mutter. Hast du ihn dir als Künstlernamen angeeignet?

    Jesper Munk: Nein, ich heiße so. Das steht auch so im Pass. Meine Eltern sind gar nicht verheiratet. Ich bin ein Bastard. (lacht). Ich lass mich jetzt ohnehin von Clemens adoptieren, damit ich einen Grafen-Titel bekomme. (lacht). Jesper Graf Finck von Finckenstein, hieße ich dann. (lacht)

    Michaela Boland: Ihr seid derzeit auf Tour. Wie verläuft denn das Tourleben so?

    Jesper Munk: Der Begriff Bettruhe ist zumindest dehnbar. Wir waren jetzt im Kölner Bruegel, da war eine Jam-Session, da habe ich noch zwei Songs gespielt.

    Michaela Boland: Dein Weg führte über die sogenannten Fish`n Blues Veranstaltungen, ein Event, das in München stattfindet. Hattest du dort natürlicherweise Heimvorteil? Oder wie leicht ist es grundsätzlich, dort Bestandteil zu werden?

    Jesper Munk: Das waren für mich die ersten Male, dass ich überhaupt live gespielt habe. Zu Beginn hatte ich gerade mal zwei Songs, doch das Publikum dort ist sehr nett. Da hast du beispielsweise deinen harten Kern, der immer kommt, dann natürlich auch Menschen, die neu dazu kommen, zeitgleich auch ein sehr wechselndes, flexibles Publikum, das aber natürlich auch während des Essens gerne mal quatscht. So etwas ist natürlich sehr gut um Songs auszuprobieren. Denn wenn sie dann endlich mal ruhig sind, dann hast du es irgendwie geschafft.

    Michaela Boland: Bist du denn vor Auftritten nach derartig viel Live-Bühnenerfahrung zwischenzeitlich überhaupt noch aufgeregt?

    Jesper Munk: Ich bin auf der Bühne aufgeregt. Den ganzen Gig lang. Das ist dieses Hin- und-Hergeben von Musik zwischen Künstler auf der Bühne und Publikum. Ja, das regt einen auf (lacht).

    Michaela Boland: Für wen schreibst du deine Songs in erster Linie?

    Jesper Munk: Darauf gibt es eigentlich gar keine Antwort. Teilweise für mich, aber eigentlich hauptsächlich für den Clemens. In erster Linie immer für den Drummer (lacht).

    Michaela Boland: Hast du selbst auf deinem aktuellen Album ein Lieblingsstück?

    Jesper Munk: Nein.

    Michaela Boland: Das nächste Album ist in Arbeit?

    Jesper Munk: Ja, es ist in Arbeit und die Fertigstellung ist für Anfang 2015 anberaumt. Das ist zwar noch nicht offiziell, aber, man kann sich darauf einstellen.

    Michaela Boland: Bleibt dir neben der Musik eigentlich noch Zeit für andere Hobbys?

    Jesper Munk: Was Sport anbelangt, so schaut man halt, wenn man auf Tour ist, dass man so halbwegs in Form bleibt. Wenigstens nach dem Aufstehen erst mal so ein paar Liegestütz machen. Ansonsten trinke ich gerne und spiele Billard und Darts. Manchmal auch Kino. Wobei ich eigentlich am liebsten zu Hause Filme schaue. Der letzte richtig geile Film, den ich gesehen habe war, "Limits of Control". Am Ende kommt Bill Murray darin vor.

    Michaela Boland: Zur Zeit liest du, wie du sagtest, ja die Biografie von Tom Waits, den du sehr verehrst. Was ist für dich das Besondere an ihm?

    Jesper Munk: Der Mensch hat sich in seiner eigenen Musikrichtung gehalten. Durch eine Eigenart und sein Durchhaltevermögen. Auch hat er eine wahnsinnige, unbeschreibliche künstlerische Identität. Er ist dabei geblieben und ist darin auch noch nach wie vor einzigartig.

    Michaela Boland: Bist du Fußball-interessiert?

    Jesper Munk: Nein, Fußball nicht so. Aber, ist ja auch langweilig. Bayern gewinnt ja die ganze Zeit. (lacht)

    Michaela Boland: Wie sieht es mit bildender Kunst aus?

    Jesper Munk: Nur ganz laienhaft. Ich kann mir etwas ansehen und sagen, es gefällt mir aus dem und dem Grund. Aber ich kann jetzt nicht aus einem geschichtlich fundierten Wissen schöpfen. Ich genieße aber Fotografien und Bilder.

    Michaela Boland: Engagierst du dich für irgendetwas?

    Jesper Munk: Bisher noch nicht, weil ich einfach noch nicht genug darüber weiß. Das wird sich höchstwahrscheinlich ändern, sobald ich die Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen. Und politisch engagiere ich mich zur Zeit nicht aktiv.

    Michaela Boland: Lieber Jesper, vielen Dank für dieses ausführliche Interview und alles Gute weiterhin für deine Karriere.

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

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    SYLVIA BRÉCKO: "Comedy macht man wegen dem Geld und Kabarett wegen des Geldes"

    Dieser Artikel wurde Anfang 2017 hier veröffentlicht. Ihr Metier war lange Zeit reine Männerdomäne. Wenngleich sich der Anteil weiblicher Vertreter auch in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht hat, befinden sich die XY-Chromosomenträger in diesem Fach mengenmäßig noch immer klar im Vorteil.

    Doch diese Tatsache muss sich gar nicht immer so schlecht auswirken, findet sie: Kabarettistin Sylvia Brécko.

    Eine Frau mit jeder Menge Energie. Seit 2007 ist sie mit ihren Programmen erfolgreich auf deutschen und europäischen Bühnen unterwegs und begeistert ihr Publikum mit gesellschaftspolitischen Themen, die sie mit einem Augenzwinkern auf wunderbar leichte Art und Weise aufrührt. Kurzweilig, vielfältig und dennoch tiefgründig, so will die Kölnerin mit österreichischem Pass ihre Zuschauer unterhalten.

    Dass ihr dies seit Langem gelingt, beweist schon mal ein Punkt: Das empfehlenswerte aktuelle Programm, die-Dauerbrenner One-Woman-Show mit Text und Musik: "Liebling, wir müssen reden" wird im Oktober von der schon sehnsüchtig erwarteten Fortsetzung ("Liebling, wie war ich?“) abgelöst und befasst sich mit dem immerzu aktuellen Mann-Frau-Thema. Zwar geht es nicht nur um die Kommunikation zwischen den Geschlechtern, sondern ebenfalls um Verständigung an sich, die allgemeine Unterhaltung und um Werte.

    Große Sprachkrise

    Doch vor allem setzt die ausgebildete Schauspielerin eine Beobachtung um: Die große Sprachkrise, auf die wir ihrer Meinung nach zusteuern. "In vielen Schulen wird immer weniger Deutsch gesprochen und die deutsche Sprache nicht mehr richtig erlernt", konstatiert sie.

    Sicherlich nicht von der Hand zu weisen, denn seit sich schockierende Erlebnisse von der Bildungsfront sogar aus erster Hand in Lehrerdokumentationen wie beispielsweise der mit dem Titel "Isch geh Schulhof" bis in die  Bestsellerlisten hoch katapultierten, wie wir seit Autor Philipp Möller wissen, erhärtet sich der Verdacht, dass es mit korrekter Sprache hierzulande tatsächlich abwärts gehen könnte.

    So schildert auch Sylvia Brécko, wie sie zwar manchmal über Gespräche zwischen Jugendlichen, die sie beim Bahn fahren hin und wieder zwangsläufig mitbekomme, lache, ihr aber jenes Lachen gleichzeitig im Halse stecken bleibe. Immerhin: Derartiges eignet sich regelmäßig ganz gut fürs Kabarett.

    Wo sich die Diplom-Sportlehrerin sonst noch Inspiration holt, wie sie neben ihrer Sprech- Tanz- und Gesangsausbildung auch noch einen Magister in Theater-Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik und Kunstgeschichte erworben hat, während sie beim WDR moderierte und Filme machte, hat sie beim Gespräch im Klettenberger Café 333 verraten.

    Sylvia Brécko erinnert an die Filmdiva Marlene Dietrich

    Mit ihren 1,75m, blauen Augen, der hellblonden Mähne und einer Traumfigur lässt Sylvia Brécko gewiss so manches Männerherz höher schlagen. Zwar ist die Wahlkölnerin, die um ihr Alter ebenso ein Geheimnis macht, wie einst Marlene Dietrich und Fragen hiernach regelmäßig genau wie die legendäre Filmdiva mit den Worten,

    "Der Geburtsschein ist ein Gerücht, das eine Frau jederzeit durch ihr Aussehen dementieren kann", abbürstet, längst in festen Händen, doch  Bewunderer sind der gebildeten Kabarettistin sicher.

    Einst habe sie ein Programm über weibliche Mythen gemacht. Neben der gerade zitierten Dietrich seien darin auch Edith Piaf, Marilyn Monroe, Judy Garland und Tochter Liza Minnelli vorgekommen.

    Ein Kulturamtschef habe sie daraufhin im Jahre 2007 gefragt, ob sie sich denn nicht auch vorstellen könne, politisches Kabarett zu machen. Doch reine Politik reizt die Blondine weniger. "Ich bin ein politisch durchschnittlich interessiertes Wesen", sagt sie. "Um politisches Kabarett zu machen, musst du überdurchschnittlich an der Politik interessiert sein", findet Brécko.

    Immerhin sei sie auf diese Weise jedoch dazu gekommen, es einfach einmal mit gesellschaftspolitischem Kabarett zu versuchen. "Ich habe dann mit Beziehungskabarett begonnen", erzählt sie. "Daran habe ich Spaß, da stehe ich hinter, das sind meine Themen", bekräftigt sie ihre Entscheidung.

    Wichtig sei ihr, dass ihr Publikum einen schönen unterhaltsamen Abend habe und sich in den darauffolgenden Tagen und Wochen immer einmal wieder daran erinnere, was sie gesagt habe und Dinge wiedererkenne.

    Dass ihre Vorstellungen durchaus für Bewusstseinserweiterungen sorgen, bestätigen die zahlreichen E-Mails, die sie häufig als Reaktion auf ihr Programm von Zuschauern erhält. So schrieben ihr die Menschen beispielsweise, "Genau das habe ich dann auch gesehen."

    Auf die Frage, ob man es nach ihrem Dafürhalten als Frau im Kabarett grundsätzlich schwerer habe als ein Mann, antwortet sie: "Offenbar hat man es schwerer".

    Das siehst du ja schon daran, dass es wesentlich weniger Frauen gibt, die Kabarett machen", doch fügt sie lachend hinzu, "das hat ja auch Vorzüge, dass wir in der Minderheit sind". Hintergrund: Vor kurzem war Sylvia Brécko auf einem Ball eingeladen und konnte sich als Stargast für eine geplante Kabarettveranstaltung der Lions ins Gespräch bringen.

    So wurde ihr nämlich gesagt, dass es doch durchaus etwas wäre, wenn sie als erste Frau dort aufträte, nachdem man bisher nur Männer gehabt habe. "Ich lasse das auf mich zukommen und fühle mich in der Szene nicht benachteiligt", erklärt die im Sternzeichen des Löwen Geborene.

    Benachteiligt dürfte sich auch Kollegin Carolin Kebekus derzeit keineswegs fühlen. Der weibliche Shootingstar, der 2011 sein Debütalbum "Ghetto Kabarett" herausbrachte, Deutscher-Comedypreisträgerin und seit 2013 Ensemble-Mitglied der heute-show ist, sorgte jüngst mit dem bei RTL ausgestrahlten, eigenen Programm "Pussyterror Teil 1 und 2" für hohe Einschaltquoten.

    "Was hältst Du von dieser etwas platteren, aber kommerziell recht erfolgreichen Art des Humors der Kollegen, wie beispielsweise Kebekus und Barth aus dem Comedy-Bereich", möchte ich von Sylvia Brécko wissen.

    " Auch wenn es heutzutage sehr durcheinander fließt und man es vielleicht nicht mehr so trennen kann, wie man es einmal konnte, unterscheide ich immer noch zwischen Kabarett und Comedy. Auch denke ich, dass es für jede Richtung, ob es nun rein politisches, gesellschaftspolitisches Kabarett oder Comedy ist, eine Klientel gibt.

    Es gibt für alles überall ein Publikum und von daher hat alles seine Legitimation", antwortet die Kabarettistin diplomatisch. Überhaupt: Ihre Ausdrucksweise ist gewählt, die Anmutung elegant.

    Dann zitiert sie die von ihr hochgeschätzte Kollegin Gerburg Jahnke mit den Worten, "Comedy macht man wegen dem Geld und Kabarett wegen des Geldes".

    Welche Motivationen auch immer hinter den Menschen stehen mögen, als Freiberufler bedarf es hin und wieder eines langen Atems. Da trifft es sich gut, dass Durchhaltevermögen durchaus eine Stärke Sylvia Bréckos` zu sein scheint.

    Bevor die Tochter eines Österreichers endlich ihre Abschlüsse in Theater-Film und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte sowie Sport machte, absolvierte sie parallel zum Studium noch ihre Schauspiel-, Tanz-, Gesangs- und Sprechausbildung, fungierte als Ansagerin im WDR Fernsehen, moderierte bei der Hobbythek an der Seite von Jean Pütz und arbeitete als Realisatorin für die Lokalzeit im Sender.

    "Ich musste immer mehrere Dinge auf einmal machen", erinnert sich Brécko, gibt aber weiterhin zu, "ich habe auch ziemlich lange studiert". Das Beiträge machen sei aber auf Dauer nichts für sie gewesen, gesteht sie.

    "Ich wollte immer ein Kunstwerk aus den Filmen machen. Für mich musste es immer eine Dramaturgie haben“, erklärt die früher einmal leicht Rothaarige. "Ich war nicht so ein schneller Produzierer und habe mir dann einfach gesagt, `das machen andere besser`".

    Es sei "input-output-mäßig" gewesen, man habe unglaublich viel recherchieren und vorbereiten müssen und hinterher nur einen Dreiminüter gehabt, der dann einfach so verpufft sei. Demgegenüber hat sie in ihrem derzeitigen Betätigungsfeld jedwede Gelegenheit ihre Vorstellungen umzusetzen.

    "Im Theaterbereich entwickle ich eine Show, aber ich kann sie dann auch immer wieder reproduzieren und immer wieder aufs Neue leben und erleben", erläutert Sylvia.

    "Wie bestückst du deine jeweiligen Programme, gibt es da einen bestimmten Ablauf", frage ich die passionierte Bühnenfrau. "Es gibt natürlich Arbeitserfolge.

    Das heißt, man setzt sich hin, man hat den Druck, ich brauche auch immer den Druck, habe jetzt meine Premiere für das Programm auf den ersten Oktober festgelegt und das heißt, ich muss mich einfach hinsetzten und schreiben", erklärt Brécko. Sie treffe sich sodann alle ein bis zwei Wochen mit ihrer Regisseurin und müsse dort auch etwas abliefern.

    "Den Ehrgeiz habe ich natürlich, damit wir beide dann produktiv arbeiten können." Zunächst würden einzelne Nummern, die zu einem größeren Themenkreis gehörten, verfasst, die dann in der Gemeinschaftsarbeit sprachlich verfeinert und in eine Dramaturgie gebracht werden müssten.

    Derzeit laufe sie mit extrem offenen Augen und Ohren durch die Gegend und alles, was ihr auffalle und zu ihrem Thema passe, schreibe sie sogleich auf.

    Ihr Geheimnis: Ein kleines rotes Buch, was sie stets bei sich führt und worin sie alles notiert, was ihr in den Sinn kommt, was sie erlebt oder sieht. Inhaltlich, so verrät sie schon einmal, gehe es im geplanten Fortsetzungsstück, "Liebling, wie war ich?" um Dinge, die etwas zu tun hätten mit Ängsten, Unsicherheiten und Selbstbewusstsein, die sich im Leben eines Künstlers oftmals abwechselten.

    Dieses gewisse Wirrwarr von Emotionen und Zuständen, denen man sich eben auch als Künstler ausgesetzt sehe.

    So soll sich dann mit der Premiere am ersten Oktober der "Liebling-Kreis, nach, "Liebling, bin ich zu dick?" und "Liebling, wir müssen reden!" schließen.

    Getreu dem Motto ihres letzten Trilogie-Teils, "Liebling, wie war ich?", richtet sie als Künstlerin diese Frage, wohlgemerkt in subtilerer Weise, um sich zeitnah ein erstes Feedback einzuholen, spätestens in der Pause gleichsam an ihre private Begleitung.

    Eine Art Personal-Kritiker, der bei jeder Show dabei ist und den Verlauf von Anbeginn mitverfolgt? Gut, ein solches Menschen-Barometer zu haben, doch gibt es eigentlich auch Möglichkeiten, die Kabarett-Tauglichkeit des Erdachten schon im Vorfeld auszutesten, interessiert es mich.

    Brécko`s Testphase sah, wie sie erzählt, wohl immer folgendermaßen aus: "Ich habe zuvor immer befreundete Pärchen zu mir eingeladen und dann haben wir Dinner & Show gemacht." Soll heißen:

    Es habe zunächst eine kleine Vorspeise gegeben, Brécko trug erste Show-Elemente vor, es folgte eine Pause, die Zeit für erstes Feedback der Freunde ließ, bevor nach dem Hauptgang der zweite Programmteil zum Besten gegeben worden sei, und das Multitalent Brécko sich nach dem Nachtisch die ehrliche Abschlusskritik hat einholen dürfen. Auf dieses Weise konnte die Künstlerin erkennen, wo etwas ankam und wo nicht.

    Ihr häufig gemischtes, aber tendenziell eher intellektuelles Publikum bewegt sich hauptsächlich zwischen 35 und 55 Jahren, wobei ihr jüngster Fan gerade mal zwölf Jahre zählt, die ältesten durchaus schon 80. Gelegentlich verirrten sich durchaus auch solche Menschen in ihre Vorstellung, die wegen des Titels ein Programm mit Mario-Barth-Charme erwarteten. "Was mir auffällt, ist, dass die Leute im Theater heute wesentlich mehr den Anspruch haben, im Sinne eines Schenkelklopfers einfach mal so loslachen zu wollen.

    Am besten einer nach dem anderen, wobei das nicht immer eine qualitative Aussage ist. Die Menschen sind da heute sehr verwöhnt, gerade wenn sie viel fernsehen, haben sie einfach einen anderen Humorpegel", analysiert Brécko.

    Die Nachfrage nach ihren Vorstellungen jedenfalls ist groß. So gastierte sie neben Köln, Bonn, Berlin, Rostock, Lübeck, Hannover, Celle und München sogar im schon im Ausland: In Spanien und in der Schweiz erfreute sie deutschsprachiges Publikum mit ihren Shows.

    Im Leben der emsigen Sylvia dürfte es in diesem Jahr wohl kaum zu einem Moment der Langeweile kommen. Neben den Vorbereitungen zum neuen Programm im Herbst plant sie nämlich zum einen noch eine Weihnachtsshow und entwickelt als Choreographin die Tanzeinlagen für die in Köln bekannte Karnevals-Tanzgruppe "De Höppemöztjer".

    Bei derartig vollem Terminkalender bleibt die Frage: Wo findet die Kabarettistin Entspannung? Ein bis zweimal im Jahr verweilt Brécko, die in Melbourne Verwandtschaft hat, in Australien.

    Die unglaubliche Natur und das Meer faszinieren die Künstlerin. Sie liebe das Wellenreiten und die Freundlichkeit der Menschen dort mit ihrer positiven Lebenshaltung, was auch für ihr Programm von Bedeutung sei.

    " Ich glaube, dass es mir in gewisser Weise gelingt, etwas von der positiven Energie mitzubringen." Sogar als Reisejournalistin für Fachmagazine hat sich Brécko während ihrer Aufenthalte in Australien schon betätigt. In der knapp bemessenen Freizeit schaut sie sich durchaus schon mal romantische Komödien a la Harry und Sally an.

    Beim bevorstehenden Arbeitspensum wird sie in nächster Zeit wohl eher kaum dazu kommen. Doch dafür dürfen sich ihre Fans wohl in Kürze auf ein köstliches neues "Liebling-Programm" freuen. Und darin gibts von der ausgebildeten Tänzerin diesmal sogar einen echten Spagat zu sehen.

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und Porträt des Monats

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    „Mir wurde das Gastgeber-Gen in die Wiege gelegt – das erste Bier habe ich gezapft, da brauchte ich noch einen Schemel.

    Somit stand für mich schon immer fest, dass ich das elterliche Hotel einmal übernehmen würde. Die Ausbildung erfolgte dann außerhalb der nestwarmen Komfortzone:

    Zuerst Kochlehre in Passau, dann Bayerischer Hof in München und Residenz Heinz Winkler Aschau. Hinzu kamen Hotelfachschule, Ausbilderin, Hotelbetriebswirtin.

    2021 gaben meine Eltern die Geschäftsführung an mich samt Familie weiter, und damit jede Menge Herausforderungen:

    Der Fachkräftemangel und Corona machen uns zu schaffen, die enorme Bürokratie frisst wertvolle Zeit. Dennoch liebe ich den Bodenmaiser Hof mit all seinen Facetten, Geschichten und Menschen.

    Der Spagat, Mann, drei Kinder und Hotel unter einen Hut zu bringen gelingt lediglich, weil sich unser Alltag komplett dort abspielt.

    Nur so blieb genug Muße, mir einen lang gehegten Traum zu erfüllen und meine eigene High-End-Kosmetiklinie entwickeln zu können, in der unter anderem heimische Kräuter, bayerisches Quellwasser und der selbstgebrannte Gin meines Vaters enthalten sind.

    Zukunftsvisionen gibt es jede Menge, darunter etwa die Erweiterung der Pflegeserie oder die Vergrößerung des Spa inklusiver privater Bereiche. Was wir aber dennoch bleiben möchten, ist ein Ort der Geborgenheit und Wärme, besonders und individuell.“

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