Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Jenseits von Afrika wurde in atemberaubenden Bildern mit Meryl Streep als Tanja Blixen und Robert Redford als Dennis Finch Hatton verfilmt
    Jenseits von Afrika

    Sie war nur ein durchreisender Gast durch Afrika - Von Sehnsucht und Sinn

    Zwei wahre Klassiker der Weltliteratur hat der Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) jetzt neu verlegt. „Ich hatte eine Farm am Fuß der Ngong-Berge.“ So beginnen Tania Blixens Memoiren mit dem Titel, den wohl jeder kennt: „Jenseits von Afrika.“

    Auf 688 Seiten führt sie uns zurück ins Jahr 1914 nach Kenia, wo sie nahe Nairobi beginnt, eine Kaffeeplantage zu betreiben und, nachdem ihre Ehe mit Baron Blixen gescheitert war, ein Affäre mit dem Abenteurer Dennis Finch Hatton zu haben.

    Dies alles wurde ja 1985 in atemberaubenden Bildern mit Meryl Streep als Tanja Blixen und Robert Redford als Dennis Finch Hatton verfilmt, obwohl es in ihrem Buch nur am Rande um Liebe geht, sondern vielmehr um ihre Begegnung mit den Einheimischen und was dies für sie als Mensch bedeutet.

    Erst im April war ich in Nairobi, um dort meine Foto-Retrospektive für Ende des Jahre vorzubereiten und habe ihre Farm besucht.

    Noch heute sprechen die Menschen dort von Karen, ihrem wirklichen Namen, als ob sie eine Heilige sei. Was sicher daran lag, weil sie - anders als die englischen Kolonialisten - sich wirklich um die Menschen sorgte, Schulen und Krankenstationen errichtete und dafür sorgte, dass ihr Land bei ihrer Abreise zurück nach Dänemark an die eigentlichen Eigentümer ging.

    Die Baronin war eben keine Besitzerin, sondern nur ein durchreisender Gast. „Jenseits von Afrika“: 12 Euro für ein grandioses Leseerlebnis.

    Ebenso faszinierend ist Stefan Zweigs „Schachnovelle“, zumal seit der Netflix-Serie „Das Damengambit“ Schach wieder en vogue ist:

    Auf einem Passagierdampfer treffen der Rechtsanwalt Dr. B. und der Schachweltmeister Mirko Czentovic aufeinander, in einem fasziniert beschriebenen Schachduel erleben wir, wie nicht nur zwei Spielideen aufeinander treffen, sondern auch zwei Lebenswelten.

    112 Seiten Spannung für nur acht Euro. Beide Bücher empfehle ich voller Enthusiasmus. 

    Sönke C. Weiss

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  • Atemberaubende Bildbände über die Schönheit unserer Erde
    Atemberaubende Bildbände

    In der Tat eine Ode an Mutter Natur - Meisterhafte Naturfotografie

    Mit zwei wirklich atemberaubenden Bildbänden hat mich der teNeues Verlag (www.teneues.com) diesen Sommer bereits begeistert. „Mutter Erde - Die Schönheit unserer Erde“ heißt das neue Buch des niederländischen Fotografen Marcel van Oosten.

    Die 320 Seiten mit 240 Farb- wie Schwarzweißfotografien sind in der Tat eine Ode an Mutter Natur, in dem all ihre Schönheit, Vielfalt und Verletzlichkeit auf allen Kontinenten offenbart wird.

    Van Oosten geht es aber nicht nur um Schönheit, sondern vor allem auch um Dringlichkeit und Relevanz. „Mutter Erde - Die Schönheit unserer Erde“ kostet 60 Euro und richtet sich an Liebhaber der Naturfotografie und an alle, die die Vergänglichkeit unseres Planeten entdecken möchten.

    Ebenso relevant und beeindruckend ist Joachim Schmeissers jüngstes Werk „Die letzten ihrer Art.“ Es sind faszinierend intime Bilder fast, die den ganz großen Tieren - Löwen, Elefanten, Nashörnern, etc. - so nahe kommen, dass man beim Betrachten fast meint, diese grandiosen Geschöpfe atmen zu hören.

    „Die letzten ihrer Art“, 224 Seiten mit 160 Schwarzweißaufnahmen für 50 Euro, ist ein Projekt, das dem preisgekrönten Fotografen persönlich am Herzen lag

    So hat er die meist vom Aussterben bedrohten Wildtiere Afrikas im Amboseli-Nationalpark in Kenia aufgenommen, wo Massai dafür sorgen, dass keiner sie gefährdet, weder Wilderer noch schießwütige Jagdtouristen.

    International bekannt wurde Schmeisser übrigens durch seinen ebenso famosen Bildband „Elephants in Heaven.“ Meisterhaft sind alle hier erwähnten Bücher. 

    Sönke C. Weiss

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  • Roland Topor war ein Universalgenie
    Roland Topor war ein Universalgenie

    Das vergessene Genie - eine kalte Dusche auf das Haupt des Spießers

    Eine für mich wunderbare Neuentdeckung habe ich vor einigen Wochen in der Galerie meines Freundes Klaus Kiefer in Essen (www.galerie-kk.de) gemacht. Und zwar die des Künstlers Roland Topor, den er bis heute repräsentiert.

    Das Universalgenie, leider völlig unterschätzt und (fast) in Vergessenheit geraten, war Maler, Dichter, Zeichner, Bühnenbildner, Dramatiker, Regisseur, Schauspieler, Liedermacher, Filmemacher und vor allem eines: ein echter Typ.

    Geboren 1938 in Paris als Kind polnisch-jüdischer Eltern, überlebte er die deutsche Besatzung versteckt auf dem Land. Nach dem Krieg schrieb er sich an die Kunstakademie Ècole des Beaux-Arts ein und begann schon bald erste Zeichnungen zu verkaufen und die Karriere nahm schnell ihren Lauf.

    So trat er als Schauspieler auf in Werner Herzogs „Nosferatu“ und Volker Schlöndorffs „Eine Liebe von Swann“, entwarf das Filmplakat zur „Blechtrommel“; seinen Roman „Der Mieter“ hat Roman Polanski verfilmt. Zwei seiner Bücher möchte ich hier unbedingt empfehlen.

    Zum einen „Memoiren eines alten Arschlochs.“ In dieser fiktiven Autobiografie begegnet er fast jeder Berühmtheit seiner Zeit und macht sich so über das inflationäre „name dropping“ lustig.

    Die 197 Seiten sind an Humor kaum zu überbieten. Preis: 12 Euro. Zum anderen seine Erzählungen in dem Band „Tragikomödien.“ Hier versammeln sich viele seiner Geschichten, die meisten zum ersten Mal auf Deutsch übersetzt, die wenigsten mit einem Happy-Ending.

    Es geht um den alltäglichen Wahn, um Nachbarn und Liebhaber, kleine wie große Tode, um Provokationen und Blasphemie, kurzum: Leben. Ein einzigartiges Werk. Gellender Witz, schwarzer Humor, abstruse Ideen, schlimmstmögliche Wendungen:

    Wer Topor liest, kann sich auf ein Wechselbad der Gefühle gefasst machen – und auf eine kalte Dusche auf das Haupt des Spießers, der in jedem von uns steckt auf 352 Seiten für 21,90 Euro. Beide Bücher sind bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen.

    Roland Topor starb 1997 in Paris und liegt auf dem Friedhof Montparnasse. Besucher sicher willkommen.

    Sönke C. Weiss

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Aktuelles - Marketing News

  • Tomatensaft, Ananas, Oregano: Wer Pizza Hawaii mag, wird wohl auch den Smoothie testen
    Mehr Wasser trinken

    Verena Gründel hat zum Wochenende einige gute Getränketipps für uns

    Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, hat einige neue Drinks für uns.

    Lieber Herr Böhmer,

    pünktlich zum Wochenende habe ich einige gute Getränketipps für Sie: Der wohl wichtigste kommt von Pernod Ricard. „Drink more“ lautet der Claim der internationalen Online- und Print-Kampagne.

    Ausnahmsweise meint der Spirituosenkonzern damit nicht Havana Club, Absolut oder Lillet, sondern Wasser. Ja, Wasser. Denn damit, das wissen die meisten von uns, lässt sich Schlimmeres im Rausch oft verhindern.

    Stürze auf der Rolltreppe, Einschlafen auf der Clubtoilette oder Edding-Gemälde im Gesicht. Prost.  

    Pizza essen hilft auch gegen die Alkoholwirkung. Wem das Kauen schon zu schwer fällt, kann jetzt zur trinkfertigen Pizza Hawaii von True Fruits greifen.

    Den ursprünglichen Aprilscherz gibt es nun tatsächlich als Smoothie im Kühlregal. Schinken ist übrigens nicht drin. Als Dessert nach dem Pizzadrink habe ich noch eine Kakaolimo von Ritter-Sport für Sie.

    Der Schokohersteller meint diese Markendehnung ernst. Der Teeaufguss aus dem getrockneten Fruchtfleisch und frischem Kakaosaft soll eine Art Kakao-Upcycling sein.

    Denn bisher wurden das Fruchtfleisch und der Saft der Kakaofrucht bei der Schokoladenherstellung nicht verwertet. Der Schokodrink ist also kein Witz, sondern ein Teil des Nachhaltigkeitsengagements des Mittelständlers.  

    Ein schönes Wochenende wünscht  

    Verena Gründel

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  • Porsche will mit der Kampagne jüngere Leute, Frauen und Kreative ansprechen
Der Lasch-O-Mat legt Armin Laschet immer wieder neue inhaltsleere Phrasen in den Mund
    Porsche Thema Lebensträume

    Porsche positioniert sich explizit jung, weiblich und kreativ

    Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, hat heute neues von Porsche und Armin Laschet zu berichten.

    Lieber Herr Böhmer,

    Porsche will endlich die Zeiten überwinden, in denen stark motorisierte Herren hübsche Damen mit ihrem fahrbaren Untersatz beeindruckten.

    Bitte entschuldigen Sie, dass ich so tief in die Klischeekiste greife. Aber wenn ich mich auf der Straße so umgucke, erschleicht mich das Gefühl, dass dieses Bild noch immer Realität ist.

    Deshalb geht Porsche nun auf Angriff und positioniert sich explizit jung, weiblich und kreativ. Die Marke macht sogar eine Frauenrechtlerin und Nachhaltigkeitsaktivistin zum Testimonial. Raten sie, welche.  

    Die Duschgele von Fa brauchen für die Verjüngungskampagne keine berühmten Köpfe vor der Kamera. Dahinter schon, da stehen nämlich Joko & Klaas.

    Und wie wir es von ihnen und ihrer Agentur Florida Entertainment gewöhnt sind, wird es lustig. Der Spot im Blockbuster-Stil steht der in die Jahre gekommenen Henkel-Marke gut.  

    Auch Armin Laschet kommt gerade äußerst humorvoll daher. Der Lasch-O-Mat legt ihm immer wieder neue inhaltsleere Phrasen in den Mund und macht sie zu Memes.

    Na gut, nicht er selbst hat sich den ausgedacht. Trotzdem prognostiziere ich, dass ihm das Onlinetool Sympathien beschert.

    Schließlich hat in diesem Wahlkampf offenbar kaum jemand Lust, über Inhalte zu sprechen. Bisher ist er kaum mehr als ein einziger Boulevard-Zirkus.

    So haben wir wenigstens ein bisschen Spaß dabei.  

    Einen schönen Abend wünscht  

    Verena Gründel

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  • Wiederherstellung der biologischen Vielfalt

    Jonathan Ive hat mit Prinz Charles einen neuen Freund gewonnen

    Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, hat nicht nur Neuigkeiten über Jonathan Ive und Prinz Charles. Auch über Facebook gibt es was zu berichten.

    Lieber Herr Böhmer,

    ein Raum ohne technische Grenzen– das ist das Metaversum. Eine virtuelle Realität, in der wir uns und unsere digitalen Güter barrierefrei zwischen Welten bewegen werden.   

    In fünf Jahren soll das möglich sein, wenn es nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg geht. Das Projekt wird Facebook wandeln.

    Zuckerberg sagt, es werde kein Social-Media-Unternehmen mehr sein – sondern eben ein Metaversum.   

    Die Vision dieses Metaversums ist das Next Big Thing. So groß, dass es theoretisch absolute Freiheit bedeuten kann und absolute Knechtschaft.

    Gelänge es einem einzelnen Unternehmen wie Facebook, den Standard zu setzen, würde das ein umfassendes Machtmonopol bedeuten.   

    Aber so weit sind wir noch nicht. Kommen wir zu handfesteren Dingen – dem iPhone.

    Wer hat diesem ikonischen Produkt seine Gestalt gegeben? Richtig: Jonathan Ive, der ehemalige Apple-Chefdesigner und Steve-Jobs-Kumpel.

    Jetzt hat der Brite einen neuen Freund gefunden: Prinz Charles.   

    Gemeinsam wollen Charles und Jony Studenten des Royal College of Art dazu animieren, preiswerte, aber wirkungsvolle Dinge zu gestalten.

    Lösungen, von denen sowohl die Natur als auch Menschen und der Planet profitieren können. „Kleine Dinge können eine große Wirkung haben“, sagt der kleine Prinz – nein, pardon: Prinz Charles.

    Aber:  Der kleine Prinz hätte dem großen Prinzen sicherlich Recht gegeben (und beim Blick auf Zuckerbergs Multiversum wohl einfach nur tief geseufzt).  

    Einen schönen Abend wünscht  

    Rolf Schröter

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Batterie-Boom: Nachfrageanstieg von 335 % bis 2025
    Wiederaufladbare Batterien

    Weltweite Nachfrage nach wiederaufladbaren Batterien

    Im Jahr 2025 soll die weltweite Nachfrage nach wiederaufladbaren Batterien um 335 % größer sein, als zuletzt 2020. Größter Treiber ist die E-Mobilität, doch auch das Segment der Unterhaltungselektronik hat einen großen Energiehunger. Hersteller wie Varta könnten gleich doppelt von dem Trend profitieren, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

    Die Elektromobilität schreitet voran, und immer mehr Konzerne bekennen sich zu ambitionierten Zielen. Renault ist bestrebt, dass 65 Prozent der verkauften Fahrzeuge im Jahr 2025 Stromer sind, doch auch Daimler strebt bis zu besagtem Jahr eine Quote von 50 Prozent an (vollelektrisch und Plug-in-Hybrid).

    Im Zuge der Neuausrichtung der Konzerne steigt der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos beträchtlich. Wie die Infografik aufzeigt, sitzt Chile auf den größten Lithium-Reserven, gefolgt von Australien und Argentinien.

    Jahrelang galt Deutschland als führend im automobilen Bereich – und auch wenn Volkswagen, Daimler & Co. nun aufzuholen scheinen, gibt es dieser Tage eine Kluft.

    Nach dem Technologie-Indikator, welcher den Entwicklungsstand bei der Elektromobilität angibt, landet Südkorea mit einem Wert von 3,4 auf dem ersten Platz, gefolgt von China und Deutschland mit 2,9 bzw. 2,2 Indexpunkten.

    Dass Batterien auch jenseits der Automobilindustrie immer wichtiger werden, das zeigt ein Blick auf die Varta AG mit Sitz in Baden-Württemberg.

    Von 2017 bis 2019 steigerte diese ihren Umsatz um knapp 50 Prozent, von 2019 auf 2020 schlägt das Plus sogar mit satten 140 Prozent zu Buche, das Unternehmen spricht vom besten Geschäftsjahr in den 135 Jahren der Unternehmensgeschichte. 

    Das organische Wachstum lag indes bei knapp 50 Prozent.

    Dabei könnte Varta gleich in mehrerlei Hinsicht von aktuellen Trends profitieren: so werden die Batterien nicht nur in kabellosen Kopfhörern verbaut, sondern beispielsweise auch in Fitnessuhren und ähnlichen Produkten, doch der wahre Paukenschlag könnte noch folgen: so strebt das Unternehmen an, auch im Wachstumsmarkt der Elektromobilität den Durchbruch zu schaffen.

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  • Das Usedomer Musikfestival feiert mit dem litauischen Cellisten, Pädagogen und Dirigenten David Geringas in sieben Konzerten seinen 75. Geburtstag
    am 29. Juli wird er 75 Jahre alt

    David Geringas gibt sieben Konzerte auf dem Usedomer Musikfestival

     „Lernen macht glücklicher als Können. Das Lernen bringt dich weiter, das Können nicht“, so lautet ein Credo des Cellisten David Geringas, der aufgrund seines spielerischen Könnens und seiner Repertoirekenntnis als einer der Meister unter den Cellisten dieser Welt gilt.

    Das Usedomer Musikfestival würdigt vom 19. September bis 9. Oktober den aus Litauen stammenden Musiker. Am Donnerstag, den 29. Juli wird er 75 Jahre alt.

    „Zu sagen, dass David Geringas einer der besten Cellisten der Welt sei, ist stark untertrieben. Denn seine Begabung wird damit nicht ausgeschöpft“, so Dr. Jan Brachmann, der Dramaturg des Usedomer Musikfestivals.

    „Er ist zugleich einer der erfolgreichsten Pädagogen Europas, der fast alle deutschen Spitzenorchester mit Solocellisten aus seinen Klassen an den Musikhochschulen in Lübeck und Berlin versorgt hat.“

    Seit dem Jahr 2000 ist David Geringas dem Usedomer Musikfestival verbunden, seit 2006 gibt er regelmäßig Meisterkurse auf Schloss Stolpe, in dem vom Usedomer Musikfestival, dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Norddeutschen Rundfunk initiierten Ostsee-Musikforum.

    Während des 28. Usedomer Musikfestivals wird er als Artist in Residence sieben Konzerte u.a. mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in einem großen Peenemünder Konzert mit Richard Strauss' „Don Quixot“ zum Abschluss des 28. Usedomer Musikfestivals am 9. Oktober geben, ein Werk, das den Cellisten seit seinem Studium bei Mstislaw Rostropowitsch begleitete.

    Zur Eröffnung am 19. September konzertiert er u. a. mit dem Kammerorchester Klaipeda im Kaiserbädersaal in Seebad Heringsdorf.

    Besucher können David Geringas in weiteren Konzerten erleben, u. a. mit „Pop im Dom“ in der Ev. Kirche Wolgast und dem New Ideas Chamber Orchestra aus Litauen, Freunden und Wegbegleitern auf Schloss Stolpe und im Dom Kultury in Swinemünde.

    Das Glück des Lernens

    David Geringas wurde am 29. Juli 1946 in Vilnius, der Hauptstadt der damaligen sozialistischen Sowjetrepublik Litauen in eine jüdische Familie geboren. Im September 1963 kam er zum prägenden Lehrer seines Lebens: zu Mstislaw Rostropowitsch nach Moskau.

    1970 gewann David Geringas die Goldmedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Schon drei Jahre zuvor hatte er die Pianistin Tatjana Schatz geheiratet und mit ihr seitdem im Duo konzertiert.

    Beide waren eng involviert in das Engagement von Rostropowitsch für den Dissidenten Alexander Solschenizyn. Nachdem Rostropowitsch 1974 infolge der sowjetischen Schikane gegen ihn das Land verlassen hatte, emigrierte 1975 auch das Ehepaar Geringas mit seinem kleinen Sohn gen Westen.

    Ein Jahr später wurde David Geringas Erster Solocellist des damaligen NDR-Sinfonieorchesters (heute: NDR Elbphilharmonie Orchester) in Hamburg und zugleich der jüngste Hochschulprofessor Deutschlands.

    Eine Reihe der bedeutendsten Komponisten hat mit David Geringas zusammengearbeitet: Dmitri Schostakowitsch in Moskau, György Ligeti in Hamburg, Henri Dutilleux in Paris, Ernst Krenek bei den Salzburger Festspielen, Krzysztof Penderecki in Jerusalem.

    Rodion Schtschedrin machte mit ihm CD-Aufnahmen, Sofia Gubaidulina schrieb ihr zweites Cellokonzert für ihn.

    Der Einsatz des Ehepaars Geringas für das Werk von Alfred Schnittke wurde vom Land Schleswig-Holstein mit dem „Kultur heute”-Preis ausgezeichnet, was David Geringas in die Lage versetzte, fünf neue Werke bei Komponisten im wieder unabhängig gewordenen Litauen in Auftrag zu geben.

    Die sieben Konzerte, die er in diesem Jahr beim Usedomer Musikfestival gibt, stehen nicht nur für seine Vielseitigkeit, sondern auch für seine Haltung als Mensch und Musiker:

    „Man muss neugierig, wissensdurstig und ehrgeizig bleiben, um immer Neues zu entdecken“, sagt er. „Lernen macht süchtig, und das ist eine gesunde Sucht:

    Du willst, wenn du etwas entdeckst, weitergehen und mehr herausfinden. So erging es mir schon als Kind, so geht es mir jetzt, mit Mitte siebzig, immer noch. Ich habe das große Glück des Hineingezogen-Werdens in einen Lernprozess nie verloren.”

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  • Leon Löwentraut ist ebenfalls auf der be a mover Art Night der Sylt Art Fair
    be a mover Art Night auf der Sylt Art Fair

    Dirk Geuer und Leon Löwentraut leben die Werte des be a mover Netzwerks

    „be a mover Art Night“ auf der Sylt Art Fair am Samstag, dem 07. August 2021 - Die „be a mover“-Community setzt sich in diesem Jahr erneut für talentierte Künstlerinnen und Künstler ein.

    Die „be a mover“-Community trotzt auch 2021 der Covid-19-Pandemie, indem sie von der Krise betroffenen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern die Gelegenheit bietet, ihre Werke im Rahmen der Kunstaustellung „Sylt Art Fair“ in einem internationalen Top-Umfeld auszustellen und gewinnbringend zu verkaufen.

    Die drei Talente Luis Welz, Jeanette Bak und Falk Helmbold werden mit den etablierten Fotografen Joachim Baldauf und Holger Jacobs (Ex-Assistent von Peter Lindbergh) sowie der Malerin Anne Kutzner im Rahmen einer Vernissage ein weiteres Kapitel der Sylt Art Fair einläuten.

    Eine große Chance, denn äußerst selten bekommen aufstrebende Künstlerinnen und Künstler in solch einem frühen Stadium ihrer Karriere die Möglichkeit, mit Gerhard Richter, Jeff Koons,David LaChapelle und vielen weiteren internationalen Größen gezeigt zu werden. 

    Bereits 2020 machte Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer gemeinsam mit Künstler Leon Löwentraut die erste Aktion auf Sylt zur Unterstützung der Kunstwelt in Krisenzeiten möglich.

    Die beiden sind nicht nur Teil des „be a mover“-Netzwerks, sondern leben auch die Werte, für die das junge Netzwerk steht, indem sie aktiv versuchen, Positives in der Welt zu bewegen.

    Die "Be a mover Art Night" am Samstag, dem 7. August, baut auf diesem Grundsatz auf und hebt die damaligen Aktionen auf die nächste Stufe

    Bei der Panel-Diskussion – Beginn um 18:30 Uhr - tauschen sich unter der Leitung von Jörg Howe (Generalbevollmächtigter für Außenbeziehungen und Kommunikation der Daimler AG) der Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer (Geuer & Geuer Art GmbH) 

    Der Maler Leon Löwentraut (der selbst ausstellt und mit seiner Kunst auf wichtige Zukunftsthemen aufmerksam macht), der Tänzer, Choreograph und Leiter der Gauthier Dance Company am Theaterhaus Stuttgart Eric Gauthier (aktuelles Projekt „THE DYING SWANS PROJECT“)

    Die Fotografen Joachim Baldauf und Holger Jacobs, Künstlerin Anne Kutzner und die von „be a mover“ geförderten Künstler Luis Filippo Welz, Jeanette Bak und Falk Helmbold über die Disziplin „Fotografie“ und ihre Rolle für den gesellschaftlichen Wandel, das allgemeine Kunstgeschehen sowie Entwicklungen am Kunstmarkt aus.

    Weitere Gäste sind u.a.: die Schauspielerin Claudia Eisinger, der Musiker Mark Pinhasov (SixFeetPalace Soundinstallation), der Musiker und DJ Max Rosenberg, die Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann sowie die Models Barbara Meier und Sandra Treydte.

    Um 17:45 Uhr nehmen im Rahmen der Veranstaltung die Schauspielerin Claudia Eisinger und ihr Partner Mark Pinhasov als SixFeetPalace das Publikum durch das intuitive Verflechten hypnotischer Texte und musikalischer Frequenzen mit auf eine gedankliche Reise über das Meer.

    Ab 20:15 Uhr erfreut Newcomer Max Rosenberg, der Sohn von Marianne Rosenberg, beim gemeinsamen Get-Together die Gäste mit einem seiner ersten öffentlichen DJ-Sets. 

    Vorab findet für die geförderten Künstler*innen ein Workshop von Joachim Baldauf statt. Hierbei gibt er einen Einblick in seine langjährigen Berufserfahrungen und vermittelt den Künstlern wichtige Ratschläge für ihren weiteren Werdegang. 

    Zudem interviewt Jörg Howe für das Videotalkformat „be a mover talk“ den Galeristen Dirk Geuer live vor Ort.

    Die "Be a mover Art Night" setzt mit der Kunstaktion ein positives Zeichen zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern in schweren Zeiten und beweist, dass durch Solidarität und Zusammenhalt Herausforderungen gemeistert und Krisen überstanden werden können. 

    Hintergrund: „Be a mover“ ist eine von Daimler initiierte, weltweite Bewegung, bei der sich Kreative und engagierte Menschen mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken uvm. vernetzen, um für nachhaltige Entwicklungen in verschiedensten Bereichen zu sorgen. 

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • 2006 ging Harald Ultsch mit dem ersten harry’s home Hotel im österreichischen Graz/Steiermark an den Start
    15 Jahre harry’s home hotels & apartments

    Harald Ultsch von harry’s home hotels zieht eine Bilanz

    harry’s home feiert Geburtstag: In Graz/Österreich eröffnete vor 15 Jahren das erste Haus der familiengeführten Hotelkette mit Firmensitz in Innsbruck. Heute sind die harry’s home hotels & apartments mit demnächst acht Standorten in der DACH-Region vertreten – weitere werden in Kürze folgen.

    Im Interview spricht Geschäftsführer und Gründer Harald Ultsch über das Erfolgskonzept der Marke, wo eine Expansion Sinn macht und wie sich das Reiseverhalten seiner Einschätzung nach künftig ändern wird.

    Herr Ultsch, aus aktuellem Anlass: Wie sind Sie in den vergangenen Monaten mit der Krise umgegangen?

    Nachdem sich unsere harry’s home hotels & apartments in der DACH-Region befinden, mussten wir ständig und sehr unterschiedlich reagieren.

    Eine Planung über mehr als zwei Wochen war nie möglich. Kurzarbeit, reduzierte Öffnungszeiten, positive Corona-Fälle von Gästen und Mitarbeitern – es galt stets neue Lösungen zu finden.

    Kaum hatte die Auslastung zumindest unter der Woche wieder zugenommen, kamen plötzlich erneute Reisebeschränkungen, Ausgangsverbote und alle Reservierungen mussten wieder storniert werden.  

    Welche konkreten Maßnahmen konnten Sie diesbezüglich für die Hotels umsetzen

    Trotz allem hielten wir unsere Hotels durchgehend offen und mussten uns wöchentlich mit den geänderten Bedingungen auseinandersetzen.

    Wir haben immer alle Möglichkeiten, Zimmer zu verkaufen, ausgeschöpft. Mit unseren harry’s home Apartments konnten wir mehr Nachfrage generieren als mit den klassischen Hotelzimmern. Aber auch „Day use“ und Homeoffice stellten wir zur Verfügung, wo es erlaubt war.

    Das Frühstück wurde jeweils der aktuellen Lage angepasst – von der Frühstücksbox über einen servierten Frühstücksteller bis hin zum (reduzierten) Buffet.

    Mit der harry’s HOME Tour schafften wir zudem ein attraktives Angebot, um Gästen eine Vergünstigung anzubieten – und zwar indem sie innerhalb von zwei Wochen in mehreren harry’s home Häusern an unterschiedlichen Standorten nächtigen.

    Nach dem ungewöhnlichen Jahr 2020 folgt jetzt das Jubiläum. 2006 begann die Geschichte der harry’s home hotels & apartments mit dem ersten Haus in Graz/Österreich. Wie fällt Ihre Bilanz nach 15 Jahren harry’s home aus?

    Durchweg positiv. Unser Ziel, in den drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz aktiv zu sein, haben wir erreicht. Weitere Standorte sind bereits fix und in den nächsten drei Jahren werden wir auf 20 Hotels wachsen.

    Im Rahmen unseres aktuellen Relaunches ist uns allerdings klar geworden, dass wir die Marke noch fokussierter ausrichten müssen.

    Was genau meinen Sie damit?

    harry’s home ist das perfekte Zuhause für moderne Nomaden. Also für Menschen, die viel reisen und genau wissen, was sie unterwegs brauchen.

    Ein wesentlicher Punkt ist für uns, dass man auf Reisen seine Gewohnheiten beibehalten kann, ganz gleich, ob bei Kurz- oder Langzeit-Aufenthalten.

    Deshalb ist „Wohnen“ für uns einer der zentralen USPs. Dies wird auch bei den kommenden Neueröffnungen innenarchitektonisch umgesetzt.

    Was macht Ihre Hotels so besonders?

    Sie richten sich dank unseres Baukastenprinzips „Create your stay“ nach den individuellen Wünschen der Gäste. Sie können ihr Produkt selbst zusammenstellen und bestimmen damit gleichzeitig den Preis.

    Unsere Kunden wählen auf unserer Website zwischen fünf buchbaren Studiotypen, fügen Dienstleistungen hinzu oder lassen sie eben weg.

    Wir halten es analog der Auto-Industrie. Wer ein Fahrzeug online konfiguriert, kann alle möglichen Features mit wenigen Clicks bestimmen.

    Mit einem neuen Hotelprogramm, welches wir derzeit installieren, wird das noch besser umgesetzt.  

    Ein weiteres Motto lautet „Coming home“

    Wir wollen ein Gefühl transportieren: Der Gast soll herzlich empfangen werden und Dinge vorfinden, die er kennt und schätzt. Im Idealfall erhält er das Studio, welches er besonders gern hat.

    Wir haben – vor allem wochentags unter den Business-Kunden – sehr viele Stammgäste. Erfreulicherweise gelingt es uns, diese in unsere neu eröffneten harry’s homes mitzunehmen und ihnen auch dort ein „Wir-Gefühl“ zu geben.  

    Wie erreichen Sie das?

    Wir sind ein Familienbetrieb und meine Frau war immer die größte Stütze. Von fünf Familienmitgliedern arbeiten aktuell vier im Unternehmen.

    Wir leben „We all are family“. Zum Glück verinnerlichen auch unsere Mitarbeiter dieses Motto. Die freuen sich, wenn sie Gäste wiedersehen.

    Wir sind das Gegenteil eines anonymen Hotels: Man kann seine Ruhe haben, wenn man möchte, will man Kontakt, ist jemand da. Wir überlassen es auch dem Gast, ob er die Du- oder Sie-Form wählt.

    Im vergangenen Jahr haben Sie in München eine Kooperation mit „Kinderhotels“ gestartet.

    Wir sind sehr stolz, dass sie an die harry’s home hotels & apartments herangetreten sind und somit das erste Kinderhotel in der Stadt sein dürfen. „Kinderhotels“ ist eine der stärksten Marken von Familienunterkünften im Alpenraum.

    Wir werden dieses Angebot auch in jenen Standorten ausbauen, wo wir die Zielgruppe Familien besonders gut erreichen können.

    Die Gastronomie spielt keine große Rolle mehr?

    Zumindest nicht die traditionelle. Ein für uns zentrales Thema ist das Frühstück mit überwiegend regionalen Produkten. Wir hinterfragen dies sehr akribisch. Unsere „harry’s home“-Mitarbeiter backen übrigens auch den Kuchen selbst.

    Restaurants betreiben Sie aber nicht?

    Nein, wir setzen auf „Gastronomie light“ in unseren Lounges. Dazu kommen Coworking-Spaces, alles ganz ungezwungen.

    Unsere Hotellobbys gelten als Treffpunkte für Gäste, aber auch für Bewohner aus der Nachbarschaft.

    Wir können beobachten, dass heute viel mehr Einheimische die Lobbys besuchen als noch vor zehn Jahren. Speziell in den Städten erwarten wir hier eine große Nachfrage.

    Mit dem Thema Fitness haben Sie für Ihr Münchner Haus einen neuen „Baustein“ kreiert.

    Stimmt. Genauer gesagt haben wir für Gäste, die gleich nach dem Aufstehen trainieren wollen, ein professionelles Zug- und Gewichtssystem im Zimmer installiert.

    Damit kann man ganz ungezwungen verschiedene Morgenübungen machen und anschließend gleich unter die Dusche. Wir wollen bewusst keine Fitnessräume, das können professionelle Studios in der Nähe viel besser.

    Im Jahr 2019 haben Sie mit Zürich Ihr erstes harry’s home Hotel in der Schweiz eröffnet.

    Die Schweiz zählt zu den Ländern, wo wir gerne weiter wachsen wollen. Als nächstes kommt Bern Ostermundigen, anschließend ein weiteres Hotel im Westen von Zürich.

    In welchen Städten und Ländern sehen Sie noch Potenzial?

    Bis vor kurzem lebten wir in einer Zeit mit sehr hohem Hotelwachstum, vor allem in deutschsprachigen Ländern. Wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt, ist noch nicht absehbar.

    Auf jeden Fall gilt es, eine Nische zu finden und diese zu besetzen. Wir expandieren in Orten, wo Wirtschaft und Tourismus zusammenspielen und damit eine ganzjährige Öffnung wirtschaftlich betrachtet sinnvoll ist.

    Wir gehen beide Richtungen, also in attraktive Bezirksorte und in die großen Städte. Drei besonders lebenswerte Städte haben wir mit München, Wien und Zürich schon besetzt.

    Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

    harry’s home wird deutlich bekannter sein als heute, wobei wir weiter auf den Megatrend „Wohnen“ setzen. Wir wollen dadurch im Alpenraum in unserem Segment – hybrides Hotel mit Short- und Longstay – Marktführer sein.

    Wir haben das Glück, dass wir unsere Kinder begeistern konnten, im Unternehmen zu arbeiten. Unsere beiden Söhne und bald auch deren Schwester werden in zehn Jahren die Geschäfte hoffentlich erfolgreich weiterführen.

    Wie streng sind Sie selbst als Gast?

    Generell bin ich sehr nachsichtig, vor allem, wenn den Mitarbeitern einmal ein Fehler passiert – allerdings weniger im Wiederholungsfall. Wenig Toleranz habe ich beim Thema Schallschutz, überhaupt keine bei mangelnder Hygiene. 

    Wie schätzen Sie das Reiseverhalten in der Zukunft ein?

    Es wird vorwiegend erdgebunden sein, das heißt per Auto und Bahn. Problematisch könnten Bus-, ganz schwierig Flugreisen in den nächsten zwei Jahren bleiben.

    Die Alpenregionen im Zentrum von bevölkerungs- und einkommensstarken Ländern werden Vorteile haben.

    Und was bedeutet das für harry’s home hotels & apartments?

    Unsere Hotels befinden sich durchweg in den Alpen- und Alpenvorlandregionen. Die Nachfrage nach Apartments ist groß und hier können wir punkten.

    Wir sprechen auch die Zielgruppe Familien mit unseren Hotels an – insgesamt sind wir sehr optimistisch und erwarten eine gute Entwicklung.

    Interview: Gregor Staltmaier/Natalie Schneider, AHM PR

    Weitere Auskünfte

    Harry’s Home Holding AG    Kaiserjägerstraße 2    A-6020 Innsbruck/Österreich

    Fon +43 512 587109    marketing@harrys-home.com

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  • Geschäftsführerin Sonja Miko hat die Grundsätze der Corporate Social Responsibility (CSR) seit Gründung ihres österreichischen Spezialveranstalters Indigourlaub 2005 fest in der Firmenphilosophie verankert
    Nachhaltigkeit ist keine Floskel

    Die Basis der Philosophie von Indigourlaub erklärt uns Sonja Miko

    Gesundheit sowie ein wertschätzender Umgang mit Mensch und Natur sind die Basis der Philosophie von Indigourlaub, österreichischer Anbieter für Yoga, Ayurveda- und Meditationsreisen.

    An besonderen Kraftorten gelegen, fokussieren sich beispielsweise die drei veranstaltereigenen Retreat Center stets auf das ganzheitliche Wohlbefinden ihrer Gäste: Das Konzept fußt auf Entschleunigung, gesunder Ernährung und Yoga.

    Laut Geschäftsführerin Sonja Miko spiegeln sich diese Aspekte auch in der Betriebsphilosophie wider.

    Im Interview erklärt sie, inwiefern sich Indigourlaub in Sachen Nachhaltigkeit von anderen Anbietern abhebt, warum es so wichtig ist, auf sich und seine Umwelt zu achten und wie jeder in kurzer Zeit einen gesünderen Lebensstil führen kann.

    Nach den Wiedereröffnungen des Kleebauer Hof Retreat Centers in Oberösterreich sowie der Son Manera Retreat Finca auf Mallorca werden seit dem 22. Mai 2021 auch im Mountain Retreat Center im Chiemgau wieder Indigourlauber begrüßt.

    Wie unterscheidet sich Indigourlaub in Sachen Nachhaltigkeit von anderen Reiseveranstaltern?

    Seit der Gründung im Jahr 2005 ist die Corporate Social Responsibility (CSR), die sowohl den ökologischen, ökonomischen als auch sozialen Bereich umfasst, ein wesentlicher Pfeiler unserer Firmenphilosophie – also lange bevor das Thema in vielen Unternehmen zum „Must-have“ in der Kommunikation wurde.

    Bei uns ist Nachhaltigkeit keine Floskel, kein Marketingtool oder gar Greenwashing. Ein wertschätzender Umgang mit der Umwelt, aber auch mit unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern ist Grundsatz unseres täglichen Tuns und unsere persönliche Philosophie.

    Das TourCert-Siegel bestätigt, dass wir festgelegte, geprüfte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

    Machen sich die nachhaltigen Maßnahmen für Ihre Kunden in Form von Einschränkungen bemerkbar?

    Wir verkaufen beispielsweise keine Asienreisen für eine Aufenthaltszeit von weniger als 14 Tagen. Bei den Buffets unserer eigenen Retreat Center gibt es Erdbeeren, Melonen und Co. nicht ganzjährig, nur saisonal.

    Außerdem kommen vorwiegend regionale Lebensmittel auf den Tisch. Wir verzichten auf Einwegprodukte in den Restaurants und Bädern, außerdem verkaufen wir keine Getränke in Plastikflaschen. Diesen „Verzicht“ allerdings schätzen Indigourlauber.

    Neben Nachhaltigkeit gehört das Thema Gesundheit zur Philosophie von Indigourlaub. Warum ist das Ihrer Meinung nach gerade jetzt so wichtig?

    Der schnelle Wandel in unserer Zeit macht vielen Menschen Angst oder verunsichert sie. Wer ein stabiles Immunsystem hat und stetig das eigene Wohlbefinden, die eigenen Gefühle und Gedanken reflektiert, kann damit besser umgehen.

    Mein persönliches Vorbild ist Ursula Lyon, sie wird bald 94 Jahre und sagt dazu: „Wenn wir lernen, die Veränderung des Lebens zu akzeptieren, tragen wir aktiv zu unserer physischen und seelischen Gesundheit bei.“ Das vergangene Jahr hat die perfekte Praxis fürs tägliche Üben geboten.

    Bitte nennen Sie drei Tipps, die schnell zu einem gesünderen Lebensstil – und damit zu mehr Wohlbefinden – führen.

    1. Täglich ein paar Minuten meditieren. Den Geist ordnen macht die Sicht auf die Dinge klarer, auch auf das, was wir nicht ändern können. 2. Frische Luft.

    Schon drei bewusste Atemzüge können Wunder bewirken. 3. Dankbarkeit. Sich täglich vor Augen führen, wofür man dankbar ist, macht gesund. Sich täglich im Unheil zu wälzen, schwächt dagegen das Immunsystem.

    Wie erzeugen Sie bei Ihren Reisen ein Wohlfühl-Ambiente?

    Sich gut aufgehoben zu fühlen, beginnt bei Indigourlaub schon beim Stöbern auf der Homepage und bei der Buchung. Wir nehmen uns viel Zeit für die Beratung.

    In unseren Retreat-Centern dreht sich das Gesamtkonzept ums Wohlergehen: Unsere einfühlsamen Teams, die außergewöhnliche Lage der Häuser in der Natur sowie die Kombination aus Yoga, Entschleunigung und gesunder Ernährung tun ihr Übriges dazu.

    Einer unserer Gäste sagte einmal: „Die Liebe zum Detail macht diesen Platz zu etwas ganz Besonderem.“

    Interview: Natalie Schneider/Bettina Beck, AHM PR

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  • Im Einklang mit Umwelt und Natur zu wirtschaften ist eines der Ziele von Maximilian Schwabe
    Alles im grünen Bereich

    Maximilian Schwabe will im Einklang mit Umwelt und Natur das Schlossgut Oberambach führen

    „Mein Anliegen ist es, diesen besonderen Platz anderen Menschen zugänglich zu machen.“ So beschreibt Maximilian Schwabe seine Philosophie als Geschäftsführer des Schlossgut Oberambach.

    Der herrschaftliche Landsitz mit 40 Gästezimmern liegt oberhalb des Starnberger Sees mit Blick auf die Alpen und umgeben von 52 Hektar Wald und Wiesen auf eigenem Grund.

    Ursprünglich wollte der 34-Jährige in der Event-Branche arbeiten, entschied sich aufgrund des großen Veranstaltungsbereichs im Schlossgut aber für eine Ausbildung im oberbayerischen Familienbetrieb.

    Die gefiel Maximilian so gut, dass er anschließend im Schweizer Montreux Hotelmanagement studierte. Im Oktober 2018 schließlich übernahm er das Biohotel von seinem Vater Andreas, nachdem er schon zehn Jahre laufend dort mitgearbeitet hatte.

    „Er steht mir immer noch beratend zur Seite. Allerdings habe ich die Zeit auch genutzt, um eigene Ideen umzusetzen, zum Beispiel ein Gemüsefeld und die vegetarische Mittagskarte. Außerdem hat sich in Sachen Digitalisierung viel geändert.

    Und die Themen Hochzeiten sowie Meetings und Incentives rücken noch klarer in den Fokus“, erzählt der zweifache Vater.

    Darüber hinaus gehe es jetzt legerer zu. „Mein mittel- und langfristiges Ziel ist ein extrem hoher Standard, wobei sich Gäste und Mitarbeiter auf Augenhöhe begegnen, austauschen und voneinander profitieren sollen“, beschreibt Maximilian seine Zukunftsvision für das Schlossgut Oberambach. www.schlossgut.de

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