Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • heute wäre das Völkermord
    NAZIS bei der Deutschen Bahn? Fliegerbombe verärgert Gut-Menschen-Frau

    Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist ja nichts besonderes. In Frankfurt mußte mal wieder eine geräumt werden. Viele mussten evakuiert werden und der Verkehr kam zum erliegen. Auch die ICE-Verbindung von München nach Frankfurt mußte umgeleitet werden. Eine Durchsage im ICE verägerte eine "Gut-Menschen-Frau" aufs äußerste.

    Eine fragwürdige Durchsage des Zugführers?

    Laut der Mitreisenden Julietta F. soll er gesagt haben: "Liebe Fahrgäste. Unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zurzeit 45 Minuten Verspätung."

    "Das sind Nazis, meiner Ansicht nach, die so etwas sagen. Jetzt mal deutlich ausgedrückt", äußerte sich die Mitreisende Julietta F. gegenüber dem "Stern". Ah ha, wer also sagt, dass die Fliegerbomen der Westalliierten Kinder, Frauen und alte Männer, die Jungen waren ja an der Front, umgebracht haben, ist also ein NAZI, was sonst.

    "Ich saß in einem Großraumwagen – und keiner hat sich gerührt. Jeder ist vor sich hingedümpelt und ich habe mich innerlich immer mehr aufgeregt", sagte die "gute Frau" dem Stern.  "Da saßen Kinder, Jugendliche – das geht doch nicht", so.

    Frau F. beschwerte sich bei der Bahn via Facebook, und die reagierte so: Die Bahn werde dem Fall nachgehen und mit dem Personal an Bord des Zuges sprechen und dann arbeitsrechtliche Schritte prüfen. "Sollte die Ansage tatsächlich so erfolgt sein, bitten wir unsere Reisenden um Entschuldigung."

    Eine Entschuldigung, die laut Frau F. auch durchaus angebracht wäre. "Allein die Wortwahl, 'Westalliierte' und "'unschuldige Bevölkerung': Ich finde, das kann die Deutsche Bahn nicht durchgehen lassen", so Frau  F. im Gespräch mit dem "Stern".

    Vielleicht hätte die Deutsche Bahn Frau F. antworten sollen, dass nach heutigen Regeln, die Bombadierung der Zivilbevölkerung von der UN als Völkermord eingestuft werde.

    Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung des Bombenkrieges und dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.


    Zu guter letzt:

    Zwei Drittel der Bürger sagen, man müsse sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich öffentlich äußere. Dazu gehören eindeutig die Flüchtlingsfrage und Muslime und der Islam, aber auch bei Themen wie Homosexualität, Patriotismus und Gendersprache müsse man vorsichtig sein, schrieb Andrea Seibel in ihrem Artikel, "Bei der Meinungsfreiheit droht ein Sozialismus light" auf "Welt-Online". Und über Fliegerbomen sollte man am besten auch nicht sprechen. So wie es aussieht, ist es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt.

    Foto: U.S. Air Force  USAF website

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  • Heinrich Schmitz  Hier ist nichts rein und digital gesaeubert, hier ist es schmutzig, dreckig und dunkel
Ron Hards Poeme, wie er seine Gedichte nennt, sind nichts fuer zart besaitete Lyrikfreunde, die gerne Gedichte ueber Fruehlingsduefte und Voegelein lesen, eher was fuer Freunde von Voegeleien
    Der gleiche Schmutz, der Alkohol, die gleiche Obszönität
    Wo Ron Hard hinrotzt, da wächst kein Gras mehr - Nichts für zart besaitete Lyrikfreunde

    Ob Bad Dürkheim ihm ein Denkmal bauen wird, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht das neue Bad Dürkheim, dass entsteht, wenn das alte von jungen Leuten abgefackelt wurde – aber das ist ja nur ein gelegentlich auftretender Wunsch und keineswegs als Aufforderung zur schweren Brandstiftung zu verstehen.


    Wo Ron Hard hinrotzt, da wächst kein Gras mehr.

    HardStoff! - ist ein 3-Monats Periodikum mit Poemen, Notizen und Stories aus Ron Hard's Welt in Heftform, Format A5. Die Texte sind in nostalgischer Schreibmaschinenschrift gesetzt.
    Herausgeber: Acheron Verlag, Leipzig
    ISBN:978-3-9810222-7-8
    Die Erstausgabe ist soeben erschienen.

    Buch Tipp

    Das äußerlich an eine gut gemachte Schülerzeitung erinnernde Buch mit 58 Seiten – hält, was der Name verspricht.

    Ron Hards Poeme, wie er seine Gedichte nennt, sind nichts für zart besaitete Lyrikfreunde, die gerne Gedichte über Frühlingsdüfte und Vögelein lesen, eher was für Freunde von Vögeleien.

    Aber auch die sind mehr unfromme Wünsche, und da Ron Hard gnadenlos ehrlich mit sich und ein eventuelles Publikum ihm scheinbar scheissegal ist, wird’s dann doch oft wieder nur die einsame Onanie. Und das Ergebnis landet auf und in der Tastatur.

    Neu im Buchhandel

    Wer bei Hards Poemen nicht unwillkürlich an Charles Bukowski denkt, hat Bukowki nicht gelesen. Der gleiche Schmutz, der Alkohol, die gleiche Obszönität, die aus einer schonungslosen Ehrlichkeit mit sich selbst entsteht. Hier tut einer nicht nur so als hätte er den Blues, hier hat einer den Blues. Und die offenkundigen Depressionen schaffen eine kraftvolle Kunst mit eigenständigem Wert.

    Klar weiß auch Ron Hard, dass Alkohol keine Lösung ist, aber wenn sowieso alles sinnlos ist, dann nützt diese Erkenntnis auch nicht viel. Es ist ein zwiespältiges Gefühl, dass einen ergreift, wenn man die tiefen Einblick in die finstere Seele des Autors erhält und dabei denkt, dass er wohl sich wohl auch eine Pistole in den Mund stecken und abdrücken würde, wenn er nicht schreiben würde. Andererseits tut er das ja und jedes Wort beschreibt seine Wahrheit.


    "Vor der Hölle habe ich verdammt nochmal keine Angst. Ich lebe mitten drin." schrieb Ron Hard und da ist was dran. Machen wir uns nichts vor, wir machen uns ständig etwas vor. Ron Hard nicht.
    Es mag sein, dass dabei die schönen Seiten der Existenz von ihm gelegentlich oder auch ständig übersehen werden, aber so ist das nun mal, wenn man den Blues hat, wenn sich die Sinn- und Hoffnungslosigkeit in jeder Zelle ausbreitet. Wer sich auf die Poeme einlässt, der hört die rauhe Stimme von Tom Waits, ohne er eine zerkratze LP auflegen müsste.

    Hier ist nichts rein und digital gesäubert, hier ist es schmutzig, dreckig und dunkel. Nichts ist verlogen oder geglättet, auf Effekt oder Verkauf konzipiert. Hier lebt ein Gegenstück zur sinnentleerten Konsumgesellschaft, angeekelt von dieser und hoffnungslos besessen davon, das alles zu Papier zu bringen.
    Das Buch ist kongenial illustriert mit Grafiken von André Krommer. Und auch die erinnern an einen anderen genialen Säufer, Horst Janssen.

    In diesem Buch, dass eine Welt beschreibt, in der nichts stimmt, stimmt einfach alles.

    Über den Autor

    Ron Hard, geboren 1949 am Niederrhein, lebt seit 1963 in der Pfalz und seit 2010 in Bad Dürkheim, seiner „emotionalen Heimat“ seit Jahrzehnten. Offensichtlich auch sein Faible für Ludwigshafen (Die Stadt, die Rizzi vergessen hat zu malen …), wo Leo Sachs, der Protagonist aus vielen seiner Stories und Poemen, lebt.

    Nach seiner Biografie gefragt, gibt Ron Hard einen Überriss, direkt und schnörkellos, ohne schmückenden Firlefanz, eben Ron Hard. Wer sie liest ahnt, dass er sich seine Poeme und Stories nicht aus den Fingern saugt:

    Volksschule, Lehre als Dreher, dann wieder Schule, Leadsänger bei einer Rockband, Bundeswehr, Taxifahrer, Lagerarbeiter, Handelsvertreter für Bauelemente, Autoverkäufer, Kneipenwirt, Barkeeper, Türsteher, Fotograf, Baustoffhändler, Verkaufsleiter, Versicherungsvertreter, Ehemann, Vater, Opa, Ehebrecher, Immobilienverkäufer, Heizungsmonteur, Tontaubenschütze, Hobbypilot, Golfer, Vizepräsident eines Golfclubs, Seminarleiter, Verkaufstrainer, Unternehmer, Unternehmensberater,
    Bankrotteur, Hartz IV-Empfänger, Dozent, Schriftsteller.

    Er begann mit etwa dreizehn zu schreiben, meist für die Schublade.

    „Nach meiner endgültigen Pleite 2008/2009 setzte ich mich dann endgültig auf den Arsch und schrieb mir die Seele frei. Aufhören werde ich erst wieder, wenn ich im Nirwana bin.“

    ron.hard@live.de

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  • Soenke C. Weiss hat heute gleich drei Buecher, die er fuer angenehme Sommertage empfiehlt
    unser rassistisches Erbe
    Tipps für die Stunden im Strandkorb von Sönke C. Weiss

    Leider gibt es viel zu wenige deutsche Journalisten, die sich auf dem afrikanischen Kontinent auskennen. Die meisten reisen für eine Story an, hinterlassen bei ihren Recherchen verbrannte Erde, weil sie eh nicht gedenken zurückzukehren, und schreiben dann oftmals Unfug.

    Bartholomäus Grill ist eine Ausnahme. Jahrelang berichtete er als Zeit-Korrespondent aus Afrika, seit 2013 für den Spiegel, sein jüngstes Afrika-Buch heißt „Wir Herrenmenschen“ (24 Euro, Siedler Verlag).

    Auf 304 Seiten schreibt Grill über unser rassistisches Erbe, nimmt uns mit auf eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bleibt dabei immer beunruhigend aktuell und zeigt anschaulich, wie sehr uns unser rassistisches Erbe immer noch anhaftet. Ein packendes Buch, das sich wie eine spannende Reportage liest, klug, ausgewogen und authentisch.

    Ein ganz anderes Leseerlebnis bietet Isaac Bashevis Singer auf 464 Seiten in seinem Roman „Jarmy und Keila“ (26 Euro, Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag).

    Singers Story, dem 1978 der Nobelpreis für Literatur verliehen und der sehr wohl von Christa Krüger ins Deutsche übersetzt wurde, dreht sich um Keila, die bereits in drei Bordellen gearbeitet hat und Jarmy, einem ehemaligen Häftling, der zu ihrer großen Liebe wird.

    Die Zeit: 1911. Der Ort: Warschau, um genauer zu sein, ein jüdisches Getto, geprägt von Armut, Angst vor Pogromen und dem Traum von einem besseren Leben in Amerika.

    Singer, der „Jarmy und Keila“ bereits als Fortsetzungsroman zwischen 1976 und 1977 veröffentlicht hat, erinnert in seiner Epik an Dickens oder Dostojewski und spiegelt eine Gesellschaft, die bereit ist, mit Konventionen zu brechen, um endlich ihr Glück zu finden.

    Freunden des „visuellen Buches“, leider wird dem illustrierten Roman in Deutschland nach wie vor viel zu wenig Bedeutung beigemessen, empfehle ich die Comic-Biografien von Willi Blöss im gleichnamigen Aachener Verlag (www.kuenstler-biografien.de).

    Blöss war unter anderem Architekt, Übersetzer, Werbetexter und Illustrator. Seit 2000 konzentriert er sich ausschließlich auf den Aufbau seiner Comic-Biografien. In seinem Verlag, ein Familienbetrieb mit Ehefrau Beatriz) erschienen bislang 32 Bände.

    Von Pablo Picasso über Frida Kahlo bis Edward Hopper und Goya. Blöss schafft es, komplexe Geschichten innovativ darzustellen und einem erwachsenen wie auch jugendlichen Publikum nahezubringen.

    Die kleinen Büchlein, DIN A6, je 32 Seiten, 3 Euro, sind ganz famos verarbeitet. Es gibt sogar Sammelboxen. Fazit: Ein grafisches Erlebnis, nicht nur für die Stunden im Strandkorb.

    Sönke C. Weiss

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Aktuelles - Marketing News

  • Mit dem Audi auf dem Mond spazieren fahren Ob sich dieser Traum erfuellt, ist derzeit ziemlich fraglich
    Projekt Lunar Quattro 50
    Insolvenz, aus der Traum vom Mond für Audi

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet über eine mißglückte Mondlandung.

    Lieber Herr Böhmer,

    wenn gestern am Abend das Naturschauspiel der partiellen Mondfinsternis über Deutschland zu bewundern war, dann werden von Ingolstadt aus wohl ein paar Menschen mit besonders traurigen Augen nach oben geschaut haben.

    Bei Audi hatte man sich vorgenommen, mit dem Projekt Lunar Quattro 50 Jahre nach der Apollo-Mission auf dem Mond zu landen. Der schöne Traum dürfte allerdings geplatzt sein, ohne dass der Autobauer selbst etwas dafür kann.

    Denn die Berliner Raumfahrtfirma Part Time Scientists (PTS), mit der Audi zusammenarbeitet, hat Insolvenz angemeldet. Wenn es denn stimmt, dass geteiltes Leid halbes Leid ist, dann können sich die verhinderten Mondfahrer bei Audi vielleicht ein wenig damit trösten, dass mit Vodafone auch ein zweites renommiertes Unternehmen betroffen ist und den Traum vom Mond erstmal ad acta legen muss.

    Wesentlich erdverbundener, aber dennoch ambitioniert zeigt sich dagegen Samsung. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, als Hersteller von Haushaltsgroßgeräten in der Zielgruppe der Millennials zu punkten.

    Als Partner wurde der Social-Publisher Visual Statements ausgewählt - ziemlich logisch, den VS hat eine sehr große Stärke ja genau in dieser Zielgruppe. Die erste Bilanz der längerfristig angelegten Zusammenarbeit fällt entsprechend positiv aus.

    Meine Kollegin Belinda Duvinage hat sich nicht nur die Zahlen genauer angeschaut, sondern in ihrer Geschichte sogar exklusiv einen Spot verpackt, den es eigentlich erst ab morgen zu sehen gibt. Reinschauen lohnt sich.

    Einen schönen Abend mit Blick auf den Mond wünscht

    Holger Schellkopf

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  • Dr. Jochen Kalka sucht nach neuen Herausforderungen
    Wir sagen: Danke und alles Gute
    Nach Frank Zimmer verläßt auch Chefredakteur Dr. Jochen Kalka W&V

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über einen weiteren Abgang bei W&V.

    Nachdem der langjährige Online-Chef der W&V Frank Zimmer Anfang des Jahres W&V verlassen hat, geht nun auch  Dr. Jochen Kalka, der langjährige Chefredakteur von "W&V", "Kontakter", "Lead" und deren Online-Auftritten.

    Lieber Herr Böhmer,

    es gehört zu den beliebtesten Fehlern nicht nur unserer Branche, sich viel zu viel mit sich selbst zu beschäftigen. Es gibt aber auch Tage, an denen genau das gut, richtig und wichtig ist. Für W&V ist heute so ein Tag. Jochen Kalka und der Verlag Werben & Verkaufen trennen sich in freundschaftlichem Einvernehmen.

    Und nach Jahrzehnten als Chefredakteur hier im Haus hat uns Jochen einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben: "Ich glaube an die Menschen bei W&V und wünsche dem Verlag weiterhin das Beste!" Wir sagen: Danke und alles Gute für all die Dinge, die du jetzt vorhast.

    Die Menschen werden auch in Zukunft die wesentliche Rolle bei W&V spielen, mit Verena Gründel, Stefan Lara Torres und Rolf Schröter tun dies drei von ihnen künftig als Mitglieder der Chefredaktion. Darüber freue ich mich auch persönlich sehr.

    Jetzt aber genug von uns, Neuigkeiten gibt es schließlich an allen Ecken und Ende der Branche. Zum Beispiel bei Serviceplan. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres wird aus der GmbH & Co. KG die Serviceplan Group SE & Co. KG -  und es wird ein prominent besetzter Aufsichtsrat installiert, dem auch die langjährige RTL-Chefin und ehemalige Bertelsmann-Vorständin Anke Schäferkordt angehört.

    Immer für etwas Neues zu haben ist man auch bei Aldi, wenn auch diesmal nicht wirklich als First Mover. Bisher haben sich die Discounter Lidl und Netto im Hype um den trendigsten Veggie-Burger ein Wettrennen geliefert. Jetzt steigt Aldi ein:

    Ab 5. August gibt es bei Aldi Süd den veganen Wonder Burger . Und zwar nicht als kurzfristiges Aktionsangebot, sondern als dauerhafte Erweiterung des Sortiments.

    Viele Grüße

    Holger Schellkopf

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  • Seit gut einem Jahr ist Serviceplan mit dem House of Communication in New York
    Serviceplan in New York
    Der Mut der Münchner wurde noch nicht bezahlt - Serviceplan gibt nicht auf

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt den Mut von Serviceplan.

    Lieber Herr Böhmer,


    "If you can make it there you can make it everywhere"  - an diese Textzeilen wird man bei Serviceplan in den vergangenen Monaten wohl öfter gedacht haben. Der Sprung nach New York, das "House of Communication" an der Madison Avenue, beides ist in der Branche mit viel Aufmerksamkeit beobachtet worden.

    Dabei blieb natürlich auch nicht verborgen, dass der Mut der Münchner zumindest in der ersten Zeit nicht wirklich mit dem gewünschten Erfolg belohnt wurde. Die Gründe dafür sind vielfältig und erst jetzt kommt das eigentlich Besondere an dem US-Engagement zum Vorschein.

    Serviceplan versucht nämlich nicht, Schönwetter vorzuspielen, sondern räumt ganz transparent ein, dass man bisher nicht da sei, wo man hingewollt habe. Statt rumzujammern und Ausreden zu suchen, haben die Bayern in New York den Rücken gerade gemacht und versuchen ihr Glück im nächsten Anlauf. Bei so viel Entschlossenheit liegt der Verdacht nahe: "they can make it there".

    Ziemlich sicher wird man dabei auch nicht am ein oder anderen Pitch vorbeikommen. Eine bei den Agenturen immer ungeliebtere Disziplin. Im Streitgespräch zwischen Kundin Antje Neubauer und Agenturchefin Larissa Pohl geht es heute um Pitchalternativen: es ist der alte Konflikt Wettbewerb versus Workshops.

    Noch mal zurück nach Amerika, diesmal nach Kalifornien, Menlo Park um genauer zu sein. Von dort aus verkündet Facebook gerade im Tagesrhythmus Neuerungen. Gestern ging es um die Erklärung, warum wer bestimmte Werbung zu sehen bekommt.

    Heute geht es um neue Monetarisierungsfeatures. Gar nicht so leicht, da immer auf dem Laufenden zu bleiben - gut, dass es dafür unseren Blog zum Thema gibt.

    Holger Schellkopf

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Die illegale Haltung von Braunbaeren in Kroatien steht vor dem Ende
    Zwei der letzten illegal gehaltenen Braunbären
    Die Braunbären Suzana und Bruno haben ein neues Zuhause

    Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN konnte am 11. Juli zwei Braunbären aus illegaler Haltung im Osten Kroatiens erfolgreich retten. Die Bären Suzana und Bruno, ca. 20 und 40 Jahre alt, waren zwei der letzten fünf Braunbären Kroatiens, die in unangemessenen Bedingungen leben.

    Legale Grundlage für die Rettung der beiden Bären ist ein im Januar 2019 in Kraft getretenes Tierschutzgesetz, das die Haltung von Braunbären in privaten Zoos in Kroatien verbietet.

    Suzana und Bruno finden nun nach jahrelanger Haltung in unzumutbaren Zuständen ein artgemäßes Zuhause im Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ – einem Kooperationspartner von VIER PFOTEN.

    Im Rahmen der neuen Tierschutzregelung, die die Haltung von Bären in Kroatien nur noch in lizenzierten Zoos und Tierschutzzentren erlaubt, wurde die private Haltung von Suzana und Bruno als illegal anerkannt. Damit konnte VIER PFOTEN die Rettung der Bären in die Wege leiten.

    Das Team der Tierschutzorganisation, unter der Leitung von Tierarzt Marc Gölkel vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), befreite die Bären aus privaten Zoos ohne Lizenz in Markovac Nasicki und Cerna.

    Vor dem Transport untersuchte das Tierärzteteam die Bären
    „Suzana hat sich ruhiger als erwartet verhalten und ihre Rettung verlief reibungslos. Wir sind sicher, dass sie sich bald erholen wird. Brunos Gesundheitszustand ist hingegen beunruhigend.

    Er ist eindeutig untergewichtig und seine Zähne sind in katastrophalem Zustand. Aufgrund seines hohen Alters muss Bruno über die nächsten Wochen und Monate genau beobachtet und betreut werden“, sagte Marc Gölkel.

    Medizinische Versorgung ist dringend notwendig
    VIER PFOTEN konnte beide Bären innerhalb eines Tages retten und ins Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ an der Westküste Kroatiens bringen. „Dort erhalten die Bären die dringend notwendige medizinische Versorgung.

    Da ein weiterer Transport für Bruno zu beschwerlich sein könnte, wird er voraussichtlich in Kuterevo bleiben. Suzana wird hingegen in ein VIER PFOTEN Tierschutzzentrum überstellt werden, sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat“, erklärt Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN.

    Die illegale Haltung von Braunbären in Kroatien steht vor dem Ende
    In Kroatien werden derzeit noch drei weitere Bären unter nicht-artgemäßen Bedingungen – in einem Restaurant und einem Mini-Zoo – gehalten. VIER PFOTEN beobachtet die Entwicklungen hinsichtlich des legalen Status dieser Bären.

    Gemeinsam mit ihrem Partner, dem Bärenschutzzentrum „Kuterevo“, ist die Tierschutzorganisation jederzeit bereit, den drei letzten illegal gehaltenen Bären Kroatiens ein sicheres Zuhause zu bieten.

    Bereits im Jahr 2015 hat VIER PFOTEN „Kuterevo“ finanziell und mit wissenschaftlicher Expertise beim Bau des Bärenschutzzentrums nach artgemäßen Standards unterstützt. Auch Suzana und Bruno wird VIER PFOTEN weiter unterstützen.

    „Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem kroatischen Umweltministerium und für die Unterstützung, die wir von Animal Friends Croatia, unserem Partner vor Ort, erhalten. Dank dieser Zusammenarbeit können nun zwei weitere Bären in einem artgemäßen Zuhause ihren Lebensabend genießen“, so Carsten Hertwig.

    „Saddest Bears“ Kampagne: VIER PFOTEN will das Leiden der Bären in Europa beenden
    Noch immer leben viele Bären in Europa unter qualvollen Bedingungen. Oft werden sie in zu kleinen Käfigen in Hotels oder Restaurants gehalten, um Touristen als Belustigung zu dienen.

    Die unnatürlichen Haltungsformen sind sowohl psychisch aufreibend, als auch physisch anstrengend für die Tiere. VIER PFOTEN plant, diesen grausamen Haltungsformen von Bären im Zuge ihrer „Saddest Bears“-Kampagne ein Ende zu setzen.

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  • Heidelberg Hoersaal in der Universitaet
    politische Meinung der studierenden
    Studierende sind die Führungskräfte unserer Zukunft, aber 82 Prozent sind nicht zufrieden

    82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education (www.charly.education).

    Umfrage: Deutsche Studierende fühlen sich nicht von Politik repräsentiert

    Berlin, 16. Juli 2019 – 82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education.

    Das Berliner Startup hat vor diesem Hintergrund zudem sämtliche Parlamentsdokumente und alle öffentlichen Social Media-Beiträge der Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages vom 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 ausgewertet und geprüft, welche Parteien sich am häufigsten mit studentischen Themen befasst.

    Regierungsfraktionen thematisieren am häufigsten Studi-Themen

    Insgesamt thematisierten die Abgeordneten demnach rund 16.000 Mal die Belange der Studierenden. Besonders häufig sprachen Unionsabgeordnete über Themen wie Bachelor-Abschlüsse, BAföG und Co.: In insgesamt 3.550 Reden, Anträgen und Social-Media-Posts von CDU- und CSU-Mandatsträgern wurden Begriffe mit studentischem Bezug verwendet.

    Dazu gehören 3.131 Beiträge auf Facebook und Twitter sowie 419 im Bundestag. Dahinter folgt im Ranking der aktuelle Koalitionspartner SPD mit 3.454 Beiträgen über Studierende, die sich in 301 offizielle Parlamentsunterlagen sowie 3.153 Social Media-Posts aufteilen. 

    Auf den weiteren Rängen liegen FDP (insgesamt 3.043 Dokumente), die Linke (2.491) und die Grünen (1.893). Auf dem letzten Platz landet die bislang jüngste Partei im Parlament, die AfD, mit 1.597 Dokumenten.

    Auffällig ist, dass die im Bundestag mit weniger Abgeordneten vertretenen Oppositionsparteien im Parlament alle mindestens doppelt so häufig über studentische Themen reden wie die Regierungsparteien. Diese positionieren sich dafür in den sozialen Medien als Meinungsführer zum Thema Studium.

    Diese politische Agenda wünschen sich Studierende

    Trotz des aktuellen Kommunikationsvolumens zu studentischen Themen im Bundestag gaben 78 Prozent der von charly.education befragten Studenten an, dass Politiker die für sie wichtigen Themen nicht oft genug thematisieren würden.

    So wünschen sich die Studierenden vor allem, dass Umweltaspekte sowie Hochschul- und Bildungsthemen stärker in die politische Agenda eingebunden werden.

    Auch die Sozialpolitik und die Digitalisierung sollten demnach unter anderem politisch mehr beachtet werden. Immerhin: Wenn am Sonntag Wahlen wären, würden 92 Prozent der 1.200 Befragten wählen gehen.

    Cecil von Croÿ, CEO von charly.education kommentiert:

    „Studierende sind die Führungskräfte unserer Zukunft. Umso wichtiger ist es, dass diese auch eine politische Stimme haben. Doch aktuell fühlen sich deutsche Studenten nicht ausreichend von der Politik vertreten.

    Unsere Analyse zeigt, dass die Oppositionsparteien studentische Themen wie BAföG, Studienordnungen und Karrierechancen im Parlament deutlich häufiger thematisieren als die Regierungsparteien.

    Obwohl CDU/CSU und SPD im Bundestag eine deutliche Mehrheit haben, nutzen deren Abgeordnete vor allem soziale Medien, um sich zu positionieren und Studierende zu erreichen.

    Wir von charly.education wollen Studierende fördern, indem wir sie durch unsere Lernplattform erfolgreich durchs Studium begleiten und ihnen die besten Möglichkeiten bieten, effizient zu lernen und sämtliche Prüfungen zu meistern.

    Außerdem stehen wir regelmäßig im Austausch mit hochrangigen Politikern, um für Studierende wichtige Themen auf die politische Agenda zu bringen. So haben wir unsere Lernplattform beispielsweise gemeinsam mit Dorothee Bär eingeweiht.”

    Das ist die Analysegrundlage

    charly.education hat insgesamt 449.110 offizielle Dokumente des Bundestags (Reden und Anträge) sowie Posts der Abgeordneten auf Facebook und Twitter seit Beginn der aktuellen Regierung, 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 untersucht.

    Dabei wurden folgende 15 Begriffe in den Komplex „Belange von Studenten” aufgenommen: Student, Studenten, Studentin, Studentinnen, Studierende, Studiengang, Studienfach, Studienordnung, Bildung, Universität, Hochschule, Karriere, Bachelor, Diplom, Examen, BAföG. Für die Umfrage zur politischen Meinung von Studierenden hat charly.education 1.200 Studierende aus ganz Deutschland unabhängig von ihrem Studienfach befragt.

     

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  • Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler Produzent Christian Becker, Regisseurin Viviane Andereggen, Thomas Heinze, Jürgen Vogel, Hinnerk Schönemann, Christina Bentlage in Koeln
    umjubelte Weltpremiere in Köln
    Das Cinedom in Köln stand Kopf - Die Hobbydetektivinnen Franzi, Kim und Marie in Köln

    Am vergangenen Wochenende stand der neu gestaltete Cinedom in Köln Kopf: Hunderte jugendliche Fans der beliebten Hobbydetektivinnen Franzi, Kim und Marie, genannt „Die drei !!!“, konnten es kaum erwarten, ihre Heldinnen live zu sehen.

    Und natürlich nahmen sich die Jungschauspielerinnen Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler auf dem Roten Teppich gemeinsam mit ihren erwachsenen Schauspielkollegen Jürgen Vogel, Thomas Heinze und Hinnerk Schönemann sowie Regisseurin Viviane Andereggen und Produzent Christian Becker jede Menge Zeit für Fotos und Autogrammwünsche.

    Über 1000 Premierengäste durften in den vollbesetzten Kinosälen schließlich den neuesten Fall von DIE DREI !!! endlich auf der großen Leinwand erleben. Einhellige Meinung: „1, 2, 3 – Power!“ Keiner könnte „Die drei !!!“ besser verkörpern als die drei Newcomerinnen Alexandra, Lilli und Paula. Cinedom-Chef Ralf Schilling begeistert:

    Ein tolles Kinoabenteuer für Jung und Alt. Spannend und lustig: So macht Kino Spaß.“ Alle Fans aufgepasst: Das super spannende Abenteuer zum Mitfiebern und Miträtseln startet am 25. Juli 2019 deutschlandweit in den Kinos.

    Inhalt: Sportskanone Franzi (Alexandra Petzschmann), Leseratte Kim (Lilli Lacher) und die modebegeisterte Marie (Paula Renzler) sind beste Freundinnen – und Nachwuchs-Detektivinnen. In den Sommerferien nehmen sie an einem Theaterprojekt zu „Peter Pan“ teil.

    Während der Probe mit dem schrulligen Regisseur Robert Wilhelms (Jürgen Vogel) ertönen plötzlich seltsame Geräusche im Saal, das Licht beginnt bedrohlich zu flackern, Kostüme werden zerschnitten und auf dem Schminkspiegel erscheint eine Drohbotschaft.

    Spukt hier wirklich ein einsames Phantom und sinnt auf Rache? Doch auch einige der anderen Workshop-Teilnehmer verhalten sich merkwürdig. Wer hat ein Motiv, dem Theater zu schaden? Ein neuer Fall für Franzi, Kim und Marie! Werden DIE DREI !!! das Rätsel lösen?

    2006 erschien der erste Fall der DIE DREI !!! als Buch im KOSMOS Verlag, bei dem auch die Erfolgsreihe „Die drei ???“ veröffentlicht wird. Mit über 4 Millionen verkauften Büchern (KOSMOS) und Hörspielen (Europa/Sony) sind die Nachwuchs-Detektivinnen insbesondere bei Mädchen zwischen 7 und 13 sehr beliebt.

    Nun bekommen DIE DREI !!! ihren ersten großen Kinofilm:

    Regisseurin Viviane Andereggen inszeniert neben den Nachwuchsschauspielern, allen voran Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler in der Rolle der drei !!! Franzi, Kim und Marie, u.a. Jürgen Vogel („Emil und die Detektive“, „Hexe Lilli rettet Weihnachten“) als Theaterpädagoge Robert Wilhelms, Thomas Heinze („Vier gegen die Bank“) als Vater von Marie Grevenbroich, Hinnerk Schönemann („Die Abenteuer des Huck Finn“, „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“) in der Rolle des Kommissar Peters sowie in weiteren Rollen Sylvester Groth, Bibiana Beglau und Armin Rohde.

    Das Kinoabenteuer wurde produziert von Christian Becker mit der Westside Filmproduktion in Co-Produktion mit Constantin Film Produktion und wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem FFF Bayern, der FFA Filmförderungsanstalt sowie dem DFFF.

    Darsteller: Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler, Jürgen Vogel, Thomas Heinze, Hinnerk Schönemann, Sylvester Groth, Bibiana Beglau, Armin Rohde u.v.m.
    Drehbuch: Sina Flammang, Doris Laske
    Regie: Viviane Andereggen
    Co-Produzenten: Martin Moszkowicz, Patricia Schnitzler, Constantin Film
    Produzent: Christian Becker, Westside Filmproduktion GmbH

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Gottfried Boehmer und Anna Vilents 2003 vor der Ausstellung mit den Promi-Motiven
Stefan Raab wurde auch von Anna Vilents aufs Korn genommen
    Die Rote Anna malt Böse Bilder
    Bitter süße Bilder von Anna Vilents - die omnipräsente Medien-Prominenz der "STARS"

    Lange, sehr lange ist das her. Ein Rückblick in das Jahr 2003. Was wären die „Stars" ohne RTL, VOX, Pro 7, Bild, Bunte oder Gala?

    von Peter Hauptvogel

    Die 22-jährige Ukrainerin Anna Vilents hat die omnipräsente Medien-Prominenz unserer Zeit mit Pinsel und Acrylfarbe aufs Korn genommen und in bitter süßen Bildern porträtiert. Sie wollte nur eins: Malerin werden.

    Die rothaarige Malerin, die 1993 mit ihren Eltern „als Kontigent-Flüchtling" aus der Ukraine an den Rhein kam, weiß genau wie man Publicity macht. Und ihr Mentor Gottfried Böhmer von Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin weiß das auch. Wohl deshalb wirkten beide auf der Vernissage auch so vergnügt.

    Doch Anna ist mehr als ein kleines Schlitzohr, sie ist eine begnadete Künstlerin. Die jüngste Meisterschülerin der alterehrwürdigen Düsseldorfer Kunstakademie. Immerhin einer Institution, die 17 von 100 Namen für die aktuelle Weltrangliste der bildenden Künstler dieser Welt liefert.

    18 Jahre alt war Anna als sie angenommen wurde. Sie sprach kaum ein Wort deutsch und besaß kein Abitur. Aber bei der Begabtenprüfung überzeugte sie, wurde sie Meisterschülerin von Prof. A. R. Penck. Dass allein ist schon ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Fachleute schätzen vor allem ihre raffinierte Tropftechnik.

    Anders als deren berühmter Erfinder Jackson Pollock bleibt sie jedoch im figürlichen, wenn sie Tierkörper mit Menschenköpfen malt, und dabei Übergänge findet, die ins Mystische reichen. Gut und gerne 4.000 € muss man heute schon für ein Vilents-Bild auf ein Tisch blättern.

    Am Ende der jetzt laufenden PR-Show mit den Promi-Motiven wird der Preis gewiss noch gestiegen sein, man darf ihr das gönnen. Allein schon die Zielstrebigkeit mit der sie ihre Künstler- Karriere verfolgte, verdient Anerkennung. Konsequent lehnte sie jeden anderen Berufsvorschlag von Eltern und Lehrern ab, wollte Malerin werden - und wurde es.

    Air Berlin Magazin Ausgabe 2/2003

    Claudia Schiffer, Boris und Barbara Becker, Verona Feldbusch, Thomas Gottschalk, Ariane Sommer - alle sind sie da. Unsere Medien-Stars im Format 100 x 90 cm. Anna Vilents, in diesem Semester die jüngste Meisterschülerin (Prof. A. R. Penck) an der Düsseldorfer Kunstakademie, porträtiert die „Stars" aus Film und Fernsehen wie die Fürsten, Mönche und Madonnen der Renaissance-Zeit.

    Jedoch mit streng kritischem Blick. Auf den 13 „Star-Porträts" wird mit diesen streng ins Gericht gegangen: Dieter Bohlen als Florentiner in der Hand seinen Bestseller als Bibel. Nina Hagen wird als kleines Mädchen dargestellt. Barbara Becker als leidende Heilige.

    Anna Vilentsist jedoch keine Zeitgeist-Reporterin, ihr Scharfblick gilt verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen mit einem Schuss Ironie. Ausstellung: Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin.

    Messemagazin Ausgabe 1/2003

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  • Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Oel sagt Madeleine Alizadeh alias Dariadaria im Interview
    die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin
    Madeleine Alizadeh von Dariadaria.com - Der ökologische Fußabdruck der Textilindustrie

    Jedes  Jahr  werden  100  Milliarden  Kleidungsstücke  hergestellt. Umweltauswirkungen  entstehen  über  den gesamten  Lebensweg eines  Textils: von  der Rohstoffgewinnung und der Herstellung von Fasern über die Textilproduktion, den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. In kaum einer anderen Branche wird so viel Wasser benötigt  wie in  der  Bekleidungsindustrie. 

    So werden um ein Kilo Stoff  zu produzieren bis zu 100 Liter verbraucht. Das meiste Wasser, das die Menschen  verbrauchen, bekommen sie jedoch gar  nicht  zu Gesicht. Die Wassermengen, die in einem Produkt oder einer  Dienstleistungenthalten sind und zur Herstellung  verwendet werden, nennt man deshalb „virtuelles  Wasser“. 

    Besonders  viel  von  diesem „unsichtbaren“ Wasser wird bei der Produktion von Kleidung verbraucht. Zur   Minimierung   der   Umweltauswirkungen   hat   sich   in   der   Modebranche  „Fair  Fashion“  als  eine Gegenbewegung zu der sogenannten „Fast Fashion“ entwickelt.

    Hierbei geht es nicht nur um Materialien, sondern um eine ganze Reihe von Aspekten, die mit Nachhaltigkeit in Zusammenhang stehen, wie z.B. der Verzicht  auf  Kinderarbeit, existenzsichernder Lohn, keine exzessiven  Arbeitszeiten oder Tierschutz. 

    Denn schöne Mode sollte nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen. Eine der Vorreiterinnen in Sachen nachhaltiger Mode ist die Wiener Aktivistin Madeleine Alizadeh (29) alias DariaDaria. Sie hat konventionelle Mode gegen grüne, faire Fashion eingetauscht und ist die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin.

    Sie zeigt,  welche tollen  Looks man  mit nachhaltigen  Labels  tragen  kann  und ist das  beste  Beispiel  dafür,  dass  nachhaltige  Mode und  Modebewusstsein  sich  nicht  ausschließen.  Im Interview  erklärt sie uns,  warum und  wie  wir alle etwas  zu  einem Wandel in  der Modeindustrie beitragen können.

    Was macht Ihnen mit Blick auf die Zukunft unseres Planeten besonders große Sorgen?

    Mir bereitet der IPCC-Report (Intergovernmental Panel on Climate Change,  Weltklimarat), der im Herbst 2018  erschienen  ist,  sehr  große  Sorgen.  Dieser  besagt,  dass  wir  nur  noch  12  Jahre  Zeit  haben,  um  der Erderwärmung entgegenzuwirken.

    Warum müssen wir mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Mode schaffen?

    Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Öl. Das Volumen an Textilien, das jährlich auf den Markt  kommt  und  in  Umlauf  gebracht  wird,  ist  nicht  mehr  tragbar.  Neben  den  ökologischen  Faktoren spielen die Ausbeutung von Mensch und Tier eine große Rolle.

    Das Kaufen von fairer Mode ist für mich auf jeden Fall auch eine feministische Angelegenheit.  Wenn  man  für  sich  selbst  Rechte  beansprucht,  die anderen Frauen nicht zuteil werden, muss man sich doch die Frage stellen, was für einen Feminismus man lebt,  in  dem  man  Kleidung  von  Frauen  kauft,  die  keine  Stimme  und  keinerlei  Rechte  wie  beispielsweise Mutterschutz, soziale Absicherung, faire Löhne oder humane Arbeitszeiten haben.

    Wie könnte man in der Gesellschaft dieses Bewusstsein für nachhaltige Mode schaffen?

    Das ist eine sehr große Frage, um sie so kurz zu beantworten. Ein möglicher Ansatz ist, die Menschen darauf aufmerksam  zu  machen,  dass  die  Modeindustrie  Auswirkungen  auf die  Umwelt  hat  und  sich  langfristig etwas ändern muss.

    Das große Problem ist, dass wir gar nicht mehr wissen, was z.B. 1 Meter Stoff kostet, wir sehen  einfach  kein  Verhältnis  mehr.  Indem  junge  Menschen  schon  in  der  Schule  aufgeklärt  und Produktionszyklen erläutert werden, sowie der Wert eines gefertigten Produkts verdeutlicht wird, können wir ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen.

     

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  • Valentine im Rausch des Pop-Zaubers Lieder voll Lebenslust
Valentine schoepft aus sich selbst, ihre Kreativitaet ist echt
    Gipfelsturm und Talfahrt
    Valentine im Rausch des Pop-Zaubers - Lieder voll Lebenslust

    Niemand schreibt ihr Songs auf den Leib. Niemand sagt ihr welche Kleider sie tragen soll. Niemand schärft ihr ein, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat. VALENTINE braucht niemanden der ihr gutgemeinte Ratschläge erteilt. Sie schöpft aus sich selbst, ihre Kreativität ist echt. Schon als Ungeborene liebte sie schöne Töne.

    „Als meine Mutter schwanger mit mir war, habe ich im Bauch immer gestrampelt, wenn sie die Beatles oder Yes hörte“, berichtet VALENTINE. Als Tänzerin hatte ihre Frau Mama einen musischen Beruf gewählt, genau wie der Herr Papa, der Toningenieur und Musiker ist.

    Bereits als Kleinkind bekam VALENTINE von den Eltern ein kleines Keyboard geschenkt. „Ich war fünf Jahre alt, als meine Mutter durchsetzte, dass ich trotz knapper Kasse Klavierunterricht bekam.“

    Während ihrer Kindheit in Berlin-Friedrichshain hatte die junge VALENTINE das Glück, eine undogmatische Klavierlehrerin zu treffen, die sie ermutigte, eigene Melodien zu spielen.

    In der Schule glänzte die Elevin mit Coversongs von Alicia Keys, Mariah Carey und Jewel, die sie vor der versammelten Schülerschaft vortrug. „Ich merkte, dass es mir leicht fällt, zu singen und Klavier zu spielen“, erinnert sie sich.

    Daneben feilte VALENTINE an eigenen Songs. Sie war 16 als ihr Debütalbum „Ocean Full Of Tears“ heraus kam, aus Valentine Romanski wurde (englisch) VALENTINE. Ihre Vorliebe für sehnsüchtige Balladen stieß auf große Gegenliebe bei Publikum und Pop-Adel gleichermaßen.

    Kein Geringerer als Sir Paul McCartney wählte die Debütantin aus, drei ihrer Eigenkompositionen auf seiner Charity-Gala „Adopt A Minefield“ in Neuss zu spielen. „Ich war super nervös und habe mein komplettes Englisch-Vokabular vergessen als ich ihm gegenüber trat“, lacht sie.

    „Der Auftritt lief aber bestens. Wenn Paul McCartney in der ersten Reihe steht und dich anlächelt, ist das natürlich großartig!“ Vor ihr waren an dem Abend bereits Yusuf Islam (früher Cat Stevens) und Anoushka Shankar aufgetreten.

    Auch andere Künstler mochten VALENTINE`s Songs und so kam es zu VALENTINE-Konzerten mit Musik-Schwergewichten wie Meat Loaf, Joe Cocker, 2raumwohnung und Heather Nova.

    Zwei Jahre später erschien der Album-Nachfolger „Blue Merry-Go-Round“ - die Platte bestand aus elegischen Songs mit aufwändiger Instrumentierung und nachdenklichen Texten. „Wenn man schon die Plattform bekommt etwas mitzuteilen, muss das doch auch Hand und Fuß haben“, findet VALENTINE.

    Nachdenklich machte sie auch ihre Erfahrung, dass nach einem Gipfelsturm die Talfahrt folgen kann. Die erste Plattenfirma schickte ihr nach dem zweiten Album den blauen Brief.

    Von nun an musste sich VALENTINE mit Jobs durchschlagen, an Türen klopfen, Absagen kassieren, mit Enttäuschungen fertig werden. VALENTINE besann sich auf ihre Fähigkeiten: sammelte Ideen, schrieb Lieder, verwarf sie wieder und schrieb bessere.

    Anfang 2010 waren die neuen Kompositionen so stark ausgereift, dass VALENTINE damit ein neues Demo aufnahm. Diese Songs, unter anderem das Aufsehen erregende „Black Sheep“, beeindruckten das neue Label der Berlinerin und verschafften ihr in Windeseile ihren aktuellen Vertrag.

    Für alle Beteiligten war es dabei offensichtlich, dass „Black Sheep“ die erste Single sein musste, denn dieser Song vereint in Sound und Worten zu 100 Prozent die wunderbare Welt von VALENTINE.

    Anspruch wird Wirklichkeit VALENTINE`s berauschender Zauber-Pop

    Auch die Erfahrungen der schwierigen Zeit des Suchens und Zweifelns finden sich auf VALENTINE`s neuem Album „Love Like Gold“.

    Die Berliner Pop-Komponistin geht mit wachen Augen durch die Welt, beobachtet ihre Mitmenschen genau und verschließt sich weder Leid noch Schmerz. „Schon als ich klein war, mochte ich melancholische Melodien.“

    Inzwischen ist VALENTINE 22 Jahre alt, und es hat sich eine Menge getan. „Ich wohn` in Berlin“, lacht sie wieder dieses strahlende Lachen, „und war viel tanzen.“ Sie entdeckte Radiohead, Muse, Kate Bush, Amy Macdonald, Marina & The Diamonds und geht bevorzugt in Clubs, in denen ihre Lieblings DJs auflegen.

    „Meine neuen Songs haben diese Piano-Melancholie, es gibt opulente Streicher und darunter liegen clubbige Beats“, beschreibt sie die Song-Perlen ihrer neuen Sammlung. „Love Like Gold“, ihr dritter Dreher enthält prächtig kolorierte Popmusik, getragen von frischen Grooves, prall gefüllt mit Gefühl und Seele. Ihre Texte greift sie aus dem vollen Leben.

    Für die Single „Black Sheep“ erzählte VALENTINE etwa die Geschichte eines Mädchens, das droht ins Rotlichtmilieu abzurutschen. „Man sollte solche Menschen aber nicht ausstoßen, sondern ihnen unter die Arme greifen“, fordert sie entschieden.

    In „Nobody Knows“ schildert sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Menschen, den man zu kennen glaubt, aber nicht erinnert. „War es eine Begegnung in einem anderen Leben oder ein Déjà-vu?“, fragt VALENTINE träumerisch.

    In Bezug auf ihr „Catch Me With Love“ stellt sie die Frage: „Warum ist Liebe eigentlich so kompliziert und quälend? Besonders für junge Leute, die haben doch noch nichts zu verlieren, keine Familie, um die sich kümmern müssen...“

    VALENTINE ist eine junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Melodien und Texte stammen großteils aus ihrer Feder, „vom Fotoshooting bis zum Videodreh ist alles durch meine Hände gelaufen“, stellt sie klar.

    Entscheidungsfreudig wählt sie die Musiker für ihre Band selber aus und stellt sich flankierend ein Team aus Fachleuten zusammen.

    VALENTINE folgte einer Vision, sie hat klare Vorstellungen und lässt sich kein X für ein U vormachen. Selbstverständlich sucht sich die Berlinerin Formen und Farben ihrer märchenhaften Kleider nach eigenem Gusto aus, dabei steht sie bevorzugt auf Rot, Schwarz, Weiß sowie Gold und Silber.

    Besonders die Farbe Gold spielt für VALENTINE eine entscheidende Rolle. „Mein Album ist wie eine Schmuckschatulle, darin befinden sich viele Kostbarkeiten die glitzern und funkeln. „Liebe ist wie Gold“, lautet ihre Metapher, „sie ist wertvoll und schön, sie kann aber auch sehr schwer sein und sogar zu Streit führen...“

    Das Album „Love Like Gold“ enthält Lieder voll Lebenslust, tiefer Gefühle und pulsierender Musikalität – Pop, strahlend wie goldener Sonnenschein.

    Quelle: Sony Music www.sonymusic.de

    Fabian Heinisch

     

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