Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

19.03.2019

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Der Tag durch die Marketing Brille - WPP zahlt Martin Sorrell Boni von zwei Millionen Pfund. Die Vergütung erfolgt aufgrund des langfristigen Bonus-Programms der Werbeholding. Das Vorhaben, rechtliche Schritte gegen den Ex-CEO einzuleiten, wurde offensichtlich fallengelassen.

Facebook hat nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch Millionen gestreamte Videos gelöscht. Ein angemessenes Vorgehen? Ein Tipp von der Munich Creative Business Week.

Die Start-up-Szene verlässt Berlin-Mitte. Wie sollten Unternehmen die Nachfolge regeln – und was passiert, wenn sie es nicht tun? Und: Eine kleine Rückschau und Liebeserklärung an die SXSW in Austin.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat einen Grund zur Freude für die Werbetreibenden.

Lieber Herr Böhmer,

eigentlich ein Grund zur Freude. Aber nur eigentlich. Nämlich, dass die Quellensteuer, die Werbekunden hätten abdrücken müssen, vom Tisch ist. Eine Steuer, die für bis zu sieben Jahre nachgezahlt hätte werden müssen. Eine Steuer in Höhe von 15 Prozent. Eine Steuer, die für Werbemaßnahmen gegolten hätte, die man via einem dieser Internetgiganten wie Google oder Facebook geschaltet hat.

Also, keine Steuer, ist doch gut. Finden alle, ganz gleich, ob BVDW, ZAW, YX-Weh, alle. Sie haben ja auch alle recht, wenn man so will.

Wenn man anders will, kann man es auch anders sehen, nämlich so: Und wieder sind die Internetgiganten gut davongekommen. Neulich schon ist die Einführung einer Online-Werbesteuer für Digitalkonzerne wie Google und Facebook gescheitert.

Mit der Verhinderung der Quellensteuer ist das nette Damoklesschwertle auch weg. Denn eigentlich wäre es Sache der Internetgiganten gewesen, diese 15 Prozent zu berappen.

Doch da die Zahlungsmoral, sorry für das Wort Moral im Kontext der Internetriesen, doch da die Zahlungsmoral jener Giganten nicht sonderlich ausgeprägt ist (denkt man etwa an andere Steuerforderungen), hätte, na wer wohl, die Party bezahlen müssen? Richtig: werbungtreibende Unternehmen, Mittelständler, Unschuldige.

Insofern also doch gut, dass diese Quellensteuerfantasie vom Tisch ist.

Guten Abend

Jochen Kalka

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16.03.2019 Der Thermomix-Gau

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zwei Top-Manager verlassen Facebook, wohl aufgrund eines Strategiewechsels. Spotify hat sich beschwert, jetzt will sich die EU-Kommission Apple mal genauer ansehen. Wie können Unternehmen Mobile Couponing für sich einsetzen?

Deutschland braucht dringend IT-Spezialisten, selbst Quereinsteiger müssen sich nicht unbedingt mal mehr Bewerbungen schreiben. Und: Agenturen, wehrt Euch.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat noch weitere Themen für uns zum Wochenende.

Lieber Herr Böhmer,

was für ein turbulenter Wochenausklang mit Top-Personalien wie Jessica Peppel-Schulz, die von der Digitalagentur UDG zu Condé Nast wechselt. Aus Sicht des Verlags ein Coup. Turbulent auch der weitere Verlauf des Streits zwischen Spotify und Apple, der einmal mehr die mafiös anmutenden Strukturen von Apple erahnen lässt.

Doch das turbulenteste Thema, auch heute erneut auf Platz 1 aller geklickten Meldungen von wuv.de ist, tja, wer hätte das gedacht: der kommunikative Thermomix-Gau. Mein Kollege Holger Schellkopf hat es ja schon gestern kommentiert, mit den verletzten Liebesgefühlen.

Jetzt könnte sich zeigen, dass Vorwerk doch besser bedient wäre, würde der Thermomix-Fabrikant seine kommunikative Strategie in die Hände von Agenturen begeben, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Verstanden?

Egal, ab ins Wochenende,

Jochen Kalka

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15.03.2019 Marken und ihren Fans

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Warum, Warum, Warum, die Banane ist krumm. Warum Twitter jetzt von Snapchat kopiert. Wie ein Start-up quasi einen Personalausweis fürs Internet schaffen will. Warum Lidl einen Chatbot auf Facebook einführt. Warum das Wachstum von Social Start-ups Grenzen hat. Wie viele Analphabeten es in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt gibt und was Unternehmen dagegen tun. Und: Wie kreativ Rache sein kann. Das war der Tag.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat aber noch bessere Geschichten für uns.

Lieber Herr Böhmer,

es gibt kaum ein Gefühl, das heftigere Reaktionen auslöst als enttäuschte Liebe. Das gilt nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, sondern auch und gerade im Verhältnis von Marken und ihren Fans.
Wie so etwas dann aussieht, lässt sich derzeit bei Vorwerk besichtigen:

Da ist dem Unternehmen vor gar nicht allzu langer Zeit gelungen, mit modernen Geräten nicht nur dem angestaubten Image einen Neuanstrich zu verpassen, sondern sich obendrein eine ziemliche große Gemeinde echter Hardcore-Fans für eine Marke heranzuziehen – und dann enttäuscht man genau diese Fans durch die eher eigentümliche Vorgehensweise beim Modellwechsel.


Die Thermomix-Community kocht, die Fans fühlen sich getäuscht, enttäuschte Liebe eben. Dabei gerät dann sogar das Produkt aus dem Blick, von dessen neuen Möglichkeiten die Thermomix-Fans eigentlich vor Glück nur so sprudeln sollten.

Aber genug der schiefen Wortbilder. Betrachten wir den Fall einfach als Beweis dafür, dass es toll ist, wenn Kunden zu Fans werden – noch toller ist es aber, wenn man diese Fans dann entsprechend behandelt aka hätschelt.

Apropos schiefe Wortbilder, apropos hätscheln: Seinz heißt die Marke, mit der dm jetzt die Männer umgarnen und in die Drogeriemärkte locken will. Die Wortschöpfung und das auch bei diversen Slogans benutzte Spiel mit dem z am Wortende ist sicher Geschmackssache.


Einen wirklich guten Auftritt legt dm aber bei den Kampagnenfilmen hin, deren Darsteller keine Profis, sondern Mitarbeiter und deren Freunde sind. Das ist jetzt auch nicht epochal neu, funktioniert hier aber wirklich gut.

Weniger gut funktioniert bei vielen Publishern die Sache mit der mobilen Werbung. Die Formate wollen oft nicht passen, die Gewinnerwartung lässt zu wünschen übrig - und die Werbungtreibenden machen die Sache auch nicht einfacher. So vielleicht etwas überspitzt das Ergebnis einer aktuellen Studie von Sublime.


Der Befund ist schon deshalb ziemlich unangenehm, weil das ungehorsame Nutzervolk trotzdem immer stärker mobil unterwegs ist. Die Studie ist daher Auftrag, falls man verhindern will, dass Marken und Nutzer sich auf Dauer verabschieden: ein Auftrag für mehr Kreativität, mehr Innovation, mehr Mut bei den mobilen Werbeformaten.


Es muss darum gehen, Formate zu entwickeln, die dem Nutzer im besten Fall sogar Spaß machen, ihn aber mindestens nicht stören – dann hat nämlich auch der Werbungtreibende seine Freude daran. Auch hier gilt: Die Erkenntnis ist nicht epochal neu – eine passende Umsetzung würde aber wohl wirklich gut funktionieren.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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14.03.2019 Facebook, Apple, Google

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Der Tag: Facebook justiert bei seinen Metriken nach. Das soll Werbern die Planung erleichtern. Ein Start-up will Diabetes greifbarer machen. Wirecard beurlaubt einen Mitarbeiter.

Viele Werbemotive waren schon einmal da, ein französischer Blogger sammelt Beispiele für derartige Inspiration (in ihrer krassesten Ausprägung auch auch Ideenklau genannt). Und: Das Bauhaus wird 100, zu diesem Anlass hat eine Designer-Community bekannte Markenlogos stilistisch an die Künstlerschule angepasst.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V brennt noch was anderes auf den Nägeln.

Lieber Herr Böhmer,

Wir zeigen all die Falschstudien auf W&V+, wo Sie jede Menge Mehrwert finden. Ganz aktuell, täglich live etwa einen Bericht von dem texanischen Event South by Southwest.

Eines der ganz großen, hitzig diskutierten Themen ist dort "Techlash", also die Kritik an den großen Technologiekonzernen. Ausgerechnet in deren Homeland USA fordern die Tech-Kritiker einen radikalen Wandel des Geschäftsmodells von Facebook.

Und, noch heftiger: das Aufbrechen der Monopole von Amazon und Google. In der Digitalwirtschaft, die durch Unternehmen wie Facebook, Apple, Google oder Netflix vertreten wird, ist ein de facto Monopol entstanden. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager brachte bei der Tech-Konferenz South by Southwest (SXSW) in Austin die Möglichkeit einer Zerschlagung „als allerletztes Mittel“ ins Spiel.

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren geht noch weiter: „Es ist an der Zeit, Amerikas Tech-Riesen aufzuspalten“, sagte sie. Aber: Die US-Regierung schützt die Interessen der Digitalkonzerne.

Die technologische Überlegenheit der US-Firmen darf nicht gefährdet werden, da die USA Angst vor der chinesische Weltmachtssehnsucht haben.

Man kann sich durch Spaziergänge inspirieren lassen, durch Museumsgänge oder, sehr im Trend, Diebesgänge. Kreative Langfinger von renommierten internationalen Großagenturen beweisen überraschend skrupellos ihr Talent.

Der französische Werbeblogger Joe La Pompe entlarvt Fälscher und hat einige Beispiele seines Diebesguts für W&V zusammengestellt. Eine beeindruckende Sammlung mit beeindruckenden Namen.

Na denn, guten Abend

Ihr Jochen Kalka

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13.03.2019 was der Automobilclub in Austin

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Der Tag aus der Sicht von Marketing und mehr. Die Instagram-Gründer verteidigen den Verkauf der Plattform an Facebook. Also den Deal, der sie reich gemacht hat. Youtube verbreitet Verschwörungstheorien und verdient damit Geld, sagen Kritiker.

Was hat das Unternehmen vor? Motorrad-Schwergewicht Harley-Davidson will grüner und mehr elektro werden. Und: Was wollte nochmal die Generation Y? Während wir darüber nachdenken, wartet vor der Tür schon Generation Z.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat da noch mehr für mich.

Lieber Herr Böhmer,

wer sich schon immer gefragt hat, was eigentlich all die Leute nach Austin zum Digitalfestival SXSW zieht, der sollte sich unbedingt mal das Interview mit Christian Garrels anhören.

Er ist Leiter Marke, Marketing & Kommunikation beim ADAC und erklärt nicht nur, was der Automobilclub eigentlich auf der SXSW verloren hat, sondern spricht auch über die Mobilität von morgen, innovatives Marketing und was beim ADAC noch alles zu tun ist.

Eines der Megathemen der diesjährigen South by Southwest ist übrigens der so genannte Techlash. Die Kritik an den Technologiekonzernen wird erstaunlicherweise gerade in den USA lauter. Das könnte bald auch zu Konsequenzen führen, sogar und gerade für die ganz Großen.

Mit - sehr vorsichtig ausgedrückt - Kritik kennt man sich auch bei Mediakraft ganz gut aus. Der deutsche Pionier in Sachen YouTube-Vermarktung hat die wohl größte Influencer-Schlammschlacht des Landes hinter sich gebracht und will jetzt mit einem neuen CEO und in einem neuen Verbund mittels Full-Service-Influencer-Angebot durchstarten. Das könnte spannend werden.

Einen inspirierenden Abend wünscht

Holger Schellkopf

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12.03.2019 lauter blutige Geschichten

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Die EU-Wettbewerbskommissarin ist mit ihren Ansichten bei der SXSW auf begeisterte Zuhörer gestoßen. TV-Werbung ist bald Geschichte. Findet zumindest  Martin Schnaack. In Frankfurt formiert sich vielleicht nun doch ein neuer deutscher Bankenriese.

Ein Start-up setzt sich dafür ein, dass nicht so viel weggeworfen wird. Aber das ist mühsam. Und: Wie man die richtigen und sichtbaren Markenbotschafter für sein Unternehmen findet. Ja ja, der Montag hatte viele Themen, aber es kam noch schlimmer.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, hat heute für uns lauter blutige Geschichten auf Lager.

Lieber Herr Böhmer,

"Männer sind neidisch, dass Frauen menstruieren", sagt Cordelia Röders-Arnold im Gespräch mit meiner Kollegin Verena Gründel. Röders-Arnold trägt den Jobtitel "Head of Menstruation" bei dem Kondomhersteller Einhorn, der gerade sein Untenrum-Angebot erweitert.

Echtes Blut fließt auch in Austin, Texas. Dort, auf dem Digitalwoodstock namens SXSW – oder, wie W&V-Vor-Ort-Reporter Mirko Kaminski mehrfach fehlerfrei zungenflink aussprechen würde: "Southbysouthwest" – hat der Sender HBO ein kleines "Westeros" aufgebaut,

Sie wissen schon, dieses Königreich aus der Serienschlachtschüssel namens "Game of Thrones". Wer dieses Königreichchen auf texanischem Boden betritt, wird von einem Ritter des amerikanischen Roten Kreuzes gefragt, ob er bereit wäre, Blut zu spenden: "Willst du für den Thron bluten?"

Bluten wird künftig womöglich Netflix. Disney arbeitet an einem Videostreamingdienst, der Ende dieses Jahres an den Start gehen soll. Laut J.P. Morgan könnte die Company damit weltweit 160 Millionen Abonnenten erreichen. Netflix hat derzeit rund 140 Millionen zahlende Kunden. Aber Disney regiert über Entenhausen. Und die Marvel-Helden. Und die Star-Wars-Welt. Undundund…

Schließlich geht es um Geschichten. Wie man Stories richtig rüberbringt, das lernt man wiederum gerade in Texas auf der SXSW. Unser Korrespondent Moritz Meyer berichtet von der Erzählkunst eines Neil Gaiman und der entfesselnden Kraft einer Alexandria Ocasio-Cortez. Die sagt: "We can save this freakin‘ planet!"

Recht hat sie. Machen wir. Aber erst mal einen schönen Feierabend

Rolf Schröter

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10.03.2019 zum internationalen Weltfrauentag

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V mit den heutigen Nachrichten aus der Marketing Welt.Facebook will Impfgegner-Inhalte sperren, Elon Musk hat wegen des Kiffens Ärger mit der US-Justiz und Mercedes huldigt Auto-Pionierin Bertha Benz zum Weltfrauentag.

Lieber Herr Böhmer,

Bertha Benz brauchte 12 Stunden, um 106 Kilometer nach Pforzheim bei Stuttgart zurückzulegen. Als Pionierin im ersten Automobil der Welt. Die Agentur Antoni Garage hat diese Leistung einer unerschrockenen Frau in einem beeindruckenden Vierminüter nachgestellt und ihn, just zum internationalen Weltfrauentag, publiziert.

Lange hat es gedauert, doch inzwischen lebt Mercedes-Benz das Thema Gleichberechtigung immer mehr. Mit einer Bettina Fetzer als Marketingchefin bei Mercedes-Benz Cars. Mit einer Britta Seeger als momentan zweites weibliches Mitglied des Vorstands von Daimler neben Renata Jungo Brüngger.

Nun ja, nach deren Vorgängerin Christine Hohmann-Dennhardt ist Seeger erst die dritte Frau in der langen Geschichte der Daimler AG, die in den Vorstand berufen wurde.

Aber es kommt Fahrt auf. Viel zu langsam, aber immerhin. Bedenkt man, dass auch die erste Testfahrt von Bertha Benz noch sehr langsam war und entsprechend lange dauerte – und die Strecke von Stuttgart nach Pforzheim auch heute noch gut und gerne 12 Stunden dauern kann…

Ein geruhsames Wochenende wünscht

Jochen Kalka

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08.03.2019 strikterer Digitalisierungskurs

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

So ging es heute los: Mehr als 4,5 Millionen Congstar-Kunden müssen zur Telekom wechseln, Amazons Werbeumsätze schießen in die Höhe und Forscher finden heraus, dass autonome Autos womöglich ein Rassismusproblem haben. Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat da was besseres zu bieten.

Lieber Herr Böhmer,

keine Frage, Max Conze hätte sich für seine erste Jahresbilanz gewiss bessere Zahlen gewünscht. Aber Einbußen im Werbegeschäft ließen 2018 Umsatz und Ergebnis bei ProSiebenSat.1 sinken - und das Wachstum im Digitalgeschäft ist noch nicht stark genug, um diese Schwächen auszugleichen.

Noch, denn Conze zeigt sich bei der Bilanzvorstellung sehr entschlossen, genau das zu ändern. Er will die nächste Stufe der Digitalisierung zünden. Schon in der Vergangenheit - auch das gehört zur Wahrheit - hat der Konzern im Digitalgeschäft einige ziemlich gute Entscheidungen getroffen und verdient gutes Geld.

Flapsig könnte man sagen: vor allem Digitalgeschäft, von dem nur wenige Menschen wissen, dass ProSiebenSat.1 die Finger im Spiel hat, läuft.


Ein noch konsequenteres Vorgehen war bisher schlichtweg noch nicht notwendig: Das gute alte TV-Geschäft hat genug eingespielt. Das hat sich geändert, dieses Kerngeschäft bröckelt massiv. Deshalb wird nun in Unterföhring ein noch strikterer Digitalisierungskurs ausgerufen.

Diesen Schritt hat ein anderer deutscher Medienriese schon hinter sich. Das hat vor allem damit zu tun, dass bei Axel Springer genau das Kerngeschäft - in dem Fall gedruckte Zeitungen - schon eher zu bröckeln begann. Die Zeichen der Zeit wurden erkannt.


Das Ergebnis: Axel Springer hat den Umsatz im vergangenen Jahr dank eines starken Digitalgeschäfts gesteigert. Die Erlöse legten laut Unternehmen um rund 4 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro zu. Dementsprechend machte Springer-CEO Mathias Döpfner bei der Präsentation seiner Zahlen einen sehr zufriedenen Eindruck.

Interessanter Aspekt am Rande: Springer hat sich mit dem Technologie-Dienstleister CeleraOne gerade eben auch ein Unternehmen einverleibt, dessen Software in einer ganzen Reihe von relevanten deutschen Medienhäusern als Paid-Content-Technologie im Einsatz ist. Eine interessante Datengrundlage. Mal sehen was da in Zukunft kommen wird ...

Wenn wir von Digitalisierung reden, dann darf aktuell natürlich ein Ausflug nach Texas nicht fehlen. In Austin findet nun wieder die Hochmesse in Sachen digitale Zukunft statt, genannt SXSW. Wer nicht vor Ort sein kann, ist bei uns gut aufgehoben; wir schauen sozusagen gemeinsam, was die Zukunft so zu bieten hat.

Einen aufschlussreichen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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07.03.2019 Ab ins Homeoffice

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, ist auch kein Freund von Großraumbüros.

Lieber Herr Böhmer,

Großraumbüros sind gut für Kommunikation und Produktivität? – Bullshit

Endlich räumt mal jemand mit dem Quatsch auf. Und zwar Ikea. Die Schweden halten sich in Kopenhagen ein Design-Labor namens Space 10, von „Fast Company“ zu einer der „World’s most innovative companies 2019“ gewählt. Auch bei Space 10 gab es Großraumbüros. Aber das ist passé.

Denn: In Großraumbüros verbringen die Menschen 73 Prozent weniger Zeit damit, sich mit Kollegen persönlich auszutauschen. Sondern? Sie schreiben stattdessen einander via Mail, Slack oder ähnlichem. Eigentlich logisch: Wer mit jemandem reden möchte, will nicht unbedingt, dass das gesamte Team mithört.

Außerdem: Ein Bericht des „Asia-Pacific Journal of Health Management“ hat festgestellt, dass Großraumbüros zu Konflikten, hohem Blutdruck und erhöhter Mitarbeiterfluktuation führen.

Auch mit dem Homeoffice ist das so eine Sache. Die SPD hat „ein Recht auf Homeoffice“ gefordert. Und tatsächlich mutet das Klischee der Heimarbeit wunderbar an: Ungestörtes, konzentriertes Arbeiten, und, weil es keine An- und Heimfahrtzeiten gibt: Mehr Freizeit.

Pustekuchen. Grundsätzlich führen flexible Modelle bei beiden Geschlechtern im Schnitt zu längeren Arbeitszeiten. Gerade Familien profitieren davon also prinzipiell nicht. Während die Väter im Homeoffice mehr Zeit in den Job stecken, machen Mütter Überstunden und investieren mehr Zeit in die Kinderbetreuung. Das Ergebnis: Überlastete Mütter.

So. Schluss für heute. Ab ins Homeoffice

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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06.03.2019 Gewalt gegen Frauen?

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat wieder aufregendes zu berichten. Obwohl, wenn man sich die Bilder genau ansieht, könnte man auch meinen, das die Hand des Mannes um den Hals der Frau, auch eine Liebkosung sein könnte. Das haben viele anders gesehen.

Das gab es auch noch: Norwegischer Rundfunk verbannt Michael-Jackson-Songs, Barbie feiert 60. Geburtstag und Immobilienmakler Engel & Völkers blamiert sich mit Weltfrauentags-Tweet.

Lieber Herr Böhmer,

ist es nicht affentittengeil? Man lege sich ein frisch gebügeltes Eichhörnchen auf die Stirn und stolziere heute als Donald Trump durch die Welt, um sich frauenfeindlichen Leidenschaften hinzugeben. Je anstößiger, desto mehr Trump.

Ganz nach dieser Geschmacksverirrung scheint die Werbung zu sein, bei der auf einem Motiv eine Frau gewürgt wird und auf einem anderen einer Frau gewaltsam ein Glas Whisky eingeflößt wird. "Wie Whisky und schöne Frauen verlangen Uhren Bewunderung…", heißt es in dem Sujet der Uhrenmarke Mariner Watches. Leider ist das kein Witz.

Immerhin führte es auf Social Media zu einem Aufschrei des Publikums – auch wenn manch einer hier eine PR-Strategie vermutet hat. Der Aufschrei des Publikums ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Die Reaktionen auf Twitter reichen von "Welcher Idiot hat sich das ausgedacht?", über "Soll das ein Witz sein?" bis hin zu "widerwärtig" und "abstoßend".

Was soll man hierzu noch sagen? Mariner hat die Motive inzwischen von seinen Accounts entfernt und sich entschuldigt. Das ist mehr, als wir von Trump erwarten dürften. Aber weniger, als wir von einer scheinbar seriösen Marke erwarten.

Ihr Jochen Kalka

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