Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

11.03.2019 Man vernachlässigt den Alltag

GFDK - Kultur und Medien - Filme-TV

Am 15.03.2019, 00:10 Uhr, NDR Fernsehen. Im Talk mit Michel Abdollahi blickt Gregor Gysi auf sein Leben zurück. Bei Rollmops und Leberwurstschnittchen sagt der langjährige Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag zu seinem Einstieg in die Politik aus heutiger Sicht: "Ich würde im Dezember ´89 Nein sagen. Ich würde den Job nicht übernehmen. Dafür war er in den ersten Jahren zu hart."

Gysi hatte im Wendejahr 1989 den Vorsitz der SED übernommen, die er dann zur PDS umbaute und mit der er in den gesamtdeutschen Bundestag einzog.

Wer in der ersten Reihe der Politik stehe, so Gysi, nehme sich zu wichtig. Rückblickend habe er seiner Arbeit zu viel untergeordnet: "Man vernachlässigt den Alltag, die Familie, die Freundinnen und Freunde. Und irgendwann zerbricht die Freundschaft. Und dann kannst du nicht nach zehn Jahren anrufen und sagen, jetzt ist wieder alles wie es mal war. Das kannst Du vergessen."

Er habe diese Erfahrung selbst gemacht und möchte andere davor warnen: "Wenn ich noch mal leben könnte, was ich gar nicht will und gar nicht vorhabe, das würde ich anders machen."

Im Gespräch mit Michel Abdollahi auf der Kommandobrücke eines alten U-Boots im Hamburger Hafen erzählt Gregor Gysi Anekdoten aus der ehemaligen DDR, wo er als Rechtsanwalt arbeitete. Auf die Frage, ob er schon mal etwas Illegales gemacht habe, antwortet Gysi: "Selbstverständlich. Ich habe, als es in der DDR noch verboten war, einer Frau geholfen, die verzweifelt war und eine Möglichkeit zur Abtreibung suchte. Und ich kannte einen Arzt."

Noch heute ärgert sich Gysi über die Art und Weise der deutschen Wiedervereinigung: "Wenn man fünf, sechs Sachen übernommen hätte, den Rest nicht. Dann wäre das Selbstbewusstsein der Ostdeutschen angestiegen, weil die gesagt hätten:

Trotz der Diktatur, sechs Sachen sind so gut, dass sie jetzt in ganz Deutschland gelten. Und die Westdeutschen hätten erlebt, dass wegen des Hinzukommens des Ostens sich ihre Lebensqualität erhöht hätte. Das tut mir noch heute leid, weil es auch das Bewusstsein der Einheit in der Bevölkerung prägt."

Beim Käpt'ns Dinner zwischen rostigem Stahl und russischem Kriegsmobiliar ist alles anders: keine Kerzen, kein Tischtuch und erst recht keine Zeit für belanglose Plaudereien. Hier wird's eng und intensiv und persönlich, jenseits aller Politik. Es geht um Privilegien, den Glauben an Gott und Drogen. Eine halbe Stunde Talk an Bord eines russischen U-Boots aus dem Kalten Krieg, zur Lage der Nation und allem, was sonst noch wichtig ist.

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28.02.2019 Feierlichkeiten auf Curacao

GFDK - Reisen und Urlaub

Während die Karnevalssaison auf Curacao traditionell bereits mit dem Jahreswechsel beginnt, steigert sich die Intensität der Feierlichkeiten bis zum großen Höhepunkt, der Parade „Gran Marcha“ am Karnevalssonntag, kontinuierlich.

Das ist allerdings nicht der einzige Umzug: Rund sieben Paraden für Kinder, Jugendliche, oder sogar hoch zu Ross locken hartgesottene Karnevalisten unter die karibische Sonne.

Alaaf und „Helau“ auf Curaçao. Der Curacao Karneval findet in diesem Jahr am Wochenende vom 1.-3. März statt, aber bereits eine Woche zuvor leiten die Kleinsten der Insel die Feierlichkeiten mit der Kinderparade ein.

Es folgen Paraden für Jugendliche und Teenager, Umzüge der berittenen Karnevalisten, und der ländliche Umzug des Banda Abou Carnival. Der absolute Höhepunkt ist aber der rund sechs Kilometer lange „Gran Marcha“ am Karnevalssonntag:

Die „Große Parade“ begeistert mit aufwendig geschmückten Wagen, extravaganten Kostümen und rhythmischen Klängen. In den größten Karnevalsgruppen tanzen über 1.000 Teilnehmer hinter den Trucks zu Klängen heimischer DJs und Livebands. 

Eine ganz besondere Magie hat der „Marcha Despedida“ („Abschiedsparade") in der Nacht vor Aschermittwoch. Mit Lichtern geschmückte Wagen und Kostüme verabschieden die Karnevalssaison bis zum nächsten Jahr.

Den krönenden Abschluss bildet die traditionelle Verbrennung des „Momo“ um Mitternacht im Hafen von Willemstad. Die strohgefüllte Puppe steht für Unfruchtbarkeit, Sünde und Unglück – seine Verbrennung ist damit ein symbolträchtiger Akt.

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28.02.2019 Karneval in der Karibik

GFDK - Reisen und Urlaub

Bald ist es wieder soweit! Curaçao feiert den längsten Karneval der Karibik und Groß und Klein tauchen ausgelassen in den Rhythmus der Musik ein. Fantastische Tänzer und verrückte Kostüme sorgen für närrisches Treiben auf der Karibikinsel und garantieren eine ausgelassene Partystimmung.

Die Vorfreude auf den alljährlichen Karneval zelebriert man in Curaçao ausgiebig: Die Karnevalssaison beginnt auf der Karibikinsel bereits mit dem Jahreswechsel.

Zahlreiche Feste und Crowdfunding-Events stimmen die Bevölkerung auf das lange Karnevalswochenende ein, das mit fünf Tagen voller Spaß, Tanz, Paraden und extravaganten Kostümen lockt.

Nach Paraden für Kinder, Teens und sogar hoch zu Ross ist die Hauptparade „Gran Marcha“ am Karnevalssonntag  der Höhepunkt der inselweiten Party: Atemberaubende Szenarien, geschmückte Wagen, mitreißende Musik und rhythmische Tänzer ziehen Besucher und Einheimische in ihren Bann und machen den Curaçao Carnival zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Am Dienstag vor Aschermittwoch verabschiedet sich die feiernde Menge mit der „Grand Farewell Carnival Parade“, einem nächtlichen Lichterumzug, von den Karnevalsfestivitäten und fiebert gleichzeitig schon dem nächsten Karneval auf Curaçao entgegen. 2019 fällt der Curaçao Carnival auf das Wochenende vom 1.-5. März.

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28.02.2019 BOSS CURATED The Art of Dressing

GFDK - Stil und Lifestyle

Design -Kooperation zwischen HUGO BOSS und der Staatlichen Modeschule Stuttgart. Das Creative Management von HUGO BOSS schreibt jährlich exklusiv ein Wettbewerbsthema für die jungen Designer der Staatlichen Modeschule Stuttgart aus.

Dazu lädt HUGO BOSS ins Unternehmen ein und gibt Einblicke in Arbeitsweise und Unternehmenskultur. Die Aufgabenstellung 2019 lautet BOSS CURATED *The Art of Dressing* Menswear FW19.

Inspiration Kunst, Design und Architektur. HUGO BOSS hat eine besondere Verbindung zu Kunst, Design und Architektur und betreibt Kultursponsoring weltweit. Die Rolle des Kurators bedeutet Selektion, Entscheidung, Auswahl, Kombination und Präsentation auf besondere Art und Weise.

Transformiert auf Mode und Designs, entstehen so spezielle und einmalige Materialien und Silhouetten,Styles und Kollektionen. 19junge Kreative des Abschlussjahrgangsder Staatlichen Modeschule Stuttgart entwickeln Ideen und entwerfenihre eigenen Looks. HUGO BOSS juriert und prämiert die Arbeiten mit Preisgeldern.

Zur Preisverleihung laden wir Sie herzlich in die Staatliche Modeschule Stuttgart ein: Das internationale Modeunternehmen HUGO BOSS verleiht am Donnerstag, den 14. März 2019 um 19 Uhr die Preise. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Da die Plätze limitiert sind, ist eine Anmeldung bis 08.März 2019 unter Tel. 0711/ 48 90 95 0 oder info@modeschule.kv.bwl.deerwünscht. Die Kollektionen von Absolventen der Staatlichen Modeschule Stuttgart sind nur an diesem Abend in der Staatlichen Modeschule Stuttgart, Ulmer Str. 227, 70327 Stuttgart zu sehen.

Die Staatliche Modeschule Stuttgartqualifiziert in zwei Jahren zum staatl. gepr. Produktentwickler Mode.Voraussetzung ist ein allgemeinbildender Schulabschluss plus eine berufliche Erstausbildung in der Mode mit dem Abschluss des Gesellenbriefs.

Das Ausbildungskonzept basiert auf drei Säulen: Design, Technical Development und Product Management und ist eng mit den Anforderungen der Modeindustrie verknüpft.

Die fachliche Kompetenz der Absolventender Staatlichen Modeschule Stuttgartist von der Industrie gefragt und geschätzt, so kooperieren der Metzinger Modekonzern und die Stuttgarter Fachschule bereits seit mehr als 30 Jahren erfolgreich.

Die Markenwelt von HUGO BOSS bietet den Absolventen ein vielseitiges Arbeits-spektrum. Rund ein Drittel der Abgänger starten dort jährlichund etablieren sich langfristig im Unternehmen.

Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

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21.02.2019 leidenschaftlicher Jazzdrummer

GFDK - Kultur und Medien

„Eine Stadt ohne Jazz ist wie eine Suppe ohne Salz“, findet Peter Baumgärtner, leidenschaftlicher Jazzdrummer und erfolgreicher Festivalmacher. Zusammen mit Konzertveranstalter Eckart Pressler, Sponsoren-Partnern sowie Förderern und Freunden organisiert er die Veranstaltung Mercator Jazz, die in diesem Jahr in die dritte Runde geht:

Dazu holen sie eine echte Trommler-Legende in den Pott: Trilok Gurtu, virtuoser Ausnahmemusiker indischer Herkunft, gastiert am Donnerstag, dem 14. März 2019, in der Mercatorhalle an der Landfermannstraße 6 in Duisburg. Das sollte man nicht verpassen.

Für Trilok Gurtu ist Jazz eine universelle Sprache, die überall auf der Welt verstanden und gesprochen wird“, erklärt Eckart Pressler, und Peter Baumgärtner ergänzt: „Er ist ein Percussion-Poet, dem es auf unnachahmlich virtuose Weise gelingt, Genregrenzen zu überwinden und das Publikum in seinen Bann zu ziehen.“

Der indische Perkussionist und Sänger Gurtu wurde vor allem als Vermittler zwischen indischen und westlichen Musik-Traditionen berühmt.

Über einen Auftritt von Trilok Gurtu im vergangenen Jahr schrieb die Hannoversche Allgemeine: „Er trommelt mit Plastikrohren, mit Fingernägeln, mit Schellenbändern. Lässt die Tablas singen. Wedelt mit einem zylindrischen Gerät vor dem Mikro herum und wir hören den dampfenden indischen Dschungel.

Taucht Gongs in den Eimer, der voller Wasser ist, sodass sich der Ton verschiebt und der Gong gurgelt. Trommelt auf dem Eimer, sodass die Tropfen im Rhythmus ins Scheinwerferlicht steigen und wieder zurückfallen. Man hört sie wirklich fallen. Trilok Gurtu kann mit Wasser trommeln. Er ist ein Zauberer.“

Übrigens: Im Londoner Hyde Park spielte er zum 50. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. und in Bombay zum 70. Jubiläum des BBC World Service.

Seine hochkarätigen Mitstreiter in Duisburg sind Frederik Köster an der Trompete, der Pianist und Keyboarder Xaver Fischer sowie Jonathan Ihlenfeld Cuniado am Bass.

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20.02.2019 unbegrenzte Möglichkeiten

GFDK - Essen und Trinken

Ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten: Die Süßkartoffel ist so beliebt wie nie zuvor und von den Speisekarten rund um den Globus nicht mehr wegzudenken. Daher liegt Lamb Westons Hauptaugenmerk in diesem Jahr ganz auf der orangefarbenen Knolle.

Ob als hauchfein geschnittene Shoestring Fries oder trendige CrissCuts – die Süßkartoffel mach in jeder Form eine gute Figur und setzt so durch die Arbeit der Kartoffel-Spezialisten von Lamb Weston neue Trends für die Branche. Qualität und Geschmack stehen dabei natürlich immer an erster Stelle.

Die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Süßkartoffel präsentiert Lamb Weston dem Fachpublikum auf der diesjährigen Internorga nun unter anderem mit drei raffinierten Rezeptideen.

Von süß und salzig bis herzhaft-rauchig

Dass Gegensätze sich häufig anziehen und die Süßkartoffel nicht nur als Beilage glänzen kann, weiß man auch bei Lamb Weston. So werden knusprig-süße Sweet Potato Shoestring Fries mit gesalzenem Karamell kombiniert. Eine herbe Nespresso Espuma rundet das Gericht ab und macht durch die ungewohnte Geschmackskombination Lust auf mehr.

Seine Sweet Potato CrissCuts hingegen veredelt Lamb Weston mit feinem Lachs und macht daraus einen Burger mit Meerrettich Flocken und einer Zitronen-Mayonnaise. Die CrissCuts ersetzen dabei das klassische Bun und sorgen so für ein ganz neues Mundgefühl.

Liebhaber eines kräftigen Barbecues kommen schließlich bei den Potato Dippers mit BBQ Smoked Beef und Sweet Potato Chutney voll auf ihre Kosten. Während Süßkartoffelwürfel gemeinsam mit Zwiebeln und Orangensaft zu einem herrlich süßen Chutney einkochen, wird zartes Smoked Beef auf den knusprigen Potato Dippers drapiert. Leicht in der Vorbereitung und ein Fest für jeden Fan herzhafter Kost.

Immer zwei Schritte voraus

Mit ihren innovativen Kreationen stehen die Pommes-Profis von Lamb-Weston jedem Koch zur Seite, der seinen Gästen Abwechslung rund um die Kartoffel bieten will. Und der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht: Weltweit werden täglich 80 Millionen Portionen verkauft, damit stammt jede vierte Pommes aus dem Hause Lamb Weston.

Für Christian Schramm, Country Sales Manager DACH & North East Europe bei Lamb Weston, ist der Anspruch klar: „Wir sehen nicht nur Kartoffeln, wir erkennen Möglichkeiten. So erfinden wir die Welt der Kartoffel immer wieder neu. Als globales Unternehmen ist es unsere Aufgabe, immer zwei Schritte voraus zu sein. Stillstand ist für uns keine Option.“

Lamb Weston auf der Internorga: Halle B4, Stand 306

INTERNORGA
Die Leitmesse für den
Außer-Haus-Markt
15. – 19. März 2019

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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19.02.2019 Das Publikum hatte abgestimmt

GFDK - Kultur und Medien

Nachtrag zur Berinale 2019 - Das Publikum hatte abgestimmt: Der 21. Panorama Publikums-Preis für den besten Spielfilm geht an 37 Seconds. Bei den Panorama Dokumenten gewinnt Talking About Trees. Der Preis wird von der Berlinale-Sektion Panorama gemeinsam mit radioeins und dem rbb Fernsehen (Rundfunk Berlin-Brandenburg) verliehen.

Die 23-jährige Yuma sitzt wegen einer Zerebralparese im Rollstuhl, einen Zeichenstift kann die Manga-Künstlerin aber halten. Auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben, weg von der überbehütenden Mutter, stolpert sie über Manga-Pornos.

Die Regisseurin HIKARI studierte Film- und Fernsehproduktion an der University of Southern California in Los Angeles. Mit ihren Kurzfilmen hat sie auf Festivals zahlreiche Preise gewonnen. 37 Seconds ist ihr Langfilmdebüt.

Beim Versuch, im Sudan ein altes Kino wiederzubeleben, stoßen in Talking About Trees vier Freunde auf unüberwindbare Widerstände.

Der Film, in dessen Zentrum die Geschichte des sudanesischen Kinos steht, wirft auch ein Licht auf die momentane Situation in dem krisengeschüttelten Land. Suhaib Gasmelbari wurde 1979 im Sudan geboren und lebte dort bis zum Alter von 16 Jahren.

Er studierte Film an der Universität Paris 8 und arbeitete als freiberuflicher Kameramann und Editor für Al Qarra, Al Jazeera und France 24. Als Regisseur und Drehbuchautor realisierte er mehrere fiktionale und dokumentarische Kurzfilme. Talking About Trees ist sein Langfilmdebüt.

Die offizielle Preisverleihung fand am Berlinale Publikumstag, Sonntag, 17. Februar, um 17:00 Uhr im CinemaxX 7 am Potsdamer Platz statt.

Die Preise übergeben Martina Zöllner (rbb Fernsehen, Programm-bereichsleiterin für Dokumentationen und Fiktion) sowie Robert Skuppin (radioeins Programmchef). Knut Elstermann, radioeins-Filmexperte, führt gemeinsam mit Panorama-Leiterin Paz Lázaro und Co-Kurator Michael Stütz durch die Veranstaltung.

Der ausgezeichnete Dokumentarfilm wird direkt im Anschluss an die Preisverleihung gezeigt, der Spielfilm Preisträger um 20.00 Uhr, ebenfalls im CinemaxX 7.

Der Panorama Publikums-Preis wird seit 1999 verliehen. Seit 2011 wird sowohl der beste Spielfilm als auch der beste Dokumentarfilm geehrt.

Während der Berlinale werden alle Kinobesucher*innen aufgerufen, per Stimmkarte die Filme der Sektion Panorama zu bewerten. Insgesamt wurden 29.000 Stimmen abgegeben und ausgewertet.

Das Panorama präsentierte in diesem Jahr 45 Langfilme aus 38 Ländern, davon 15 in der Reihe Panorama Dokumente.

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19.02.2019 Filmfestspiele Berlin 2019

GFDK - Kultur und Medien

Die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin sind erfolgreich zu Ende gegangen. Zum Publikumstag am 17. Februar strömten noch einmal zahlreiche Zuschauer*innen in die Kinos, um Festivalhighlights aus allen Sektionen zu erleben.

Mit rund 335.000 verkauften Tickets - d.h. einer leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr - und einem vielseitigen Programm war die Berlinale 2019 wieder ein großer Publikumserfolg, dessen Höhepunkt die feierliche Preisverleihung am 16. Februar im Berlinale Palast bildete.

Bei der emotionalen Abschlussgala wurde Synonymes (Synonyme) von Nadav Lapid mit dem Goldenen Bären für den Besten Film ausgezeichnet. Während der zehn Festivaltage wurde der Goldene Ehrenbär an die Schauspielerin Charlotte Rampling verliehen und die Berlinale Kamera an die Regisseurin Agnès Varda, die Produzentin Sandra Schulberg, den Regisseur Herrmann Zschoche und den langjährigen Leiter der Sektion Panorama Wieland Speck.

Mit der Berlinale 2019 nimmt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick nach 18 Jahren Festivalleitung Abschied. Die Bilanz dieser Zeit: knapp fünf Millionen verkaufte Tickets, rund 7000 Filme im Programm und 164 Bärenpreise.

Dieter Kosslick hat die Berlinale und den zugehörigen European Film Market (EFM) von 2002 bis 2019 stetig weiterentwickelt.           

Zu den vielen Neuerungen von Dieter Kosslick gehören unter anderem die Gründung der Sektion Perspektive Deutsches Kino, des Berlinale Special mit dem Programm Berlinale Series sowie der Sonderreihen Kulinarisches Kino, Berlinale Goes Kiez und NATIVe. Ins Leben gerufen hat er außerdem neue Initiativen wie Berlinale Talents, den World Cinema Fund sowie den Berlinale Co-Production Market.

Unter Dieter Kosslicks Leitung hat sich die Berlinale als weltweit größtes Publikumsfestival etabliert und ihr gesellschaftskritisches Profil geschärft. Dabei ist das Festival gewachsen und hat neue Zielgruppen erschlossen.

2019 zog das Programm rund 22.000 akkreditierte Fachbesucher*innen aus 135 Ländern an.
Wie immer wurde Filmkunst in all ihren Facetten, Formaten und Genres gezeigt und der Diskurs über Kino, Kunst und Branche geführt.

Auch der European Film Market zieht eine positive Bilanz für den diesjährigen Markt mit starken Besucher*innen- und Aussteller*innenzahlen in den EFM Locations Gropius Bau und Marriott Hotel.

Über 550 Aussteller*innen aus 67 Ländern – darunter erstmalig Usbekistan - präsentierten sich an fast 200 Ständen den Teilnehmer*innen aus 111 Ländern. Von den 730 in über 1.000 Marketscreenings gezeigten Filmen erlebten rund 600 ihre Marktpremiere.

Die zahlreichen zukunftsorientierten Initiativen des EFM wie „EFM Horizon" wurden von den Besucher*innen sehr gut angenommen.

Der „Berlinale Africa Hub” bot dem vielfältigen afrikanischen Filmschaffen eine Plattform. Die „Drama Series Days” lieferten im stets vollbesetzten Zoo Palast Einblicke in aktuelle und kommende Projekte auf dem internationalen Serienmarkt sowie in die Strategien und Pläne der wichtigsten Marktteilnehmer*innen.

Und auch „Norway in Focus", mit eigens errichtetem „Norway House" gegenüber dem Gropius Bau positioniert, fand großen Zuspruch beim Publikum.

Der Berlinale Co-Production Market hat mit 1.500 individuell geplanten Meetings wieder vielversprechende Filmprojekte auf dem Weg zur Realisierung unterstützt und konnte sich gleichzeitig über die Premieren von drei Filmen im Berlinale-Programm freuen, die in den vorigen Jahren beim Co-Production Market vorgestellt wurden.

Beim diesjährigen World Cinema Fund Day ging es um die Situation der Filmindustrie in Brasilien vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Veränderungen. Ein weiteres Panel war dem Thema Audience Building und Audience Design gewidmet.

Dabei ging es um Strategien, mit denen Filme zukünftig Zuschauer*innen erreichen können und die Rolle, die der WCF dabei spielen kann. Im Festivalprogramm wurden in diesem Jahr sechs WCF-geförderte Filme gezeigt.         

Offenheit, Kollaboration und Dialog auf Augenhöhe: Bei Berlinale Talents traten Filmschaffende aus dem Berlinale-Programm und den Jurys wie Charlotte Rampling, André Téchiné, David Lowery, James Schamus, Joanna Hogg, Guy Nattiv, Adina Pintilie und Roberto Saviano in einen Austausch mit 250 Talenten und tausenden Besucher*innen.

Besonders die Talente aus 77 Ländern zeigten sich begeistert, über Grenzen hinweg neue Impulse für ihre Arbeit zu finden und damit Teil des großen Berlinale Talents-Netzwerkes zu werden.

Zum Thema Geschlechtergerechtigkeit hat die Berlinale 2019 ihre seit 2004 bestehende Erfassung der Geschlechterverhältnisse im Programm erweitert und erstmals ein umfassendes Dossier erstellt.

Zudem unterzeichnete Berlinale-Direktor Dieter Kosslick während des Festivals die Selbstverpflichtung „5050x2020“ zum Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit auf dem Festival und im Markt.

Die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 20. Februar bis 1. März 2020 statt.

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17.02.2019 Förderpreise Berlinale Talents

GFDK - Kultur und Medien

Die beiden Kompagnon-Förderpreise Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino gehen an Ana-Felicia Scutelnicu sowie an Julian Pörksen.

Gestern, am Abschlussabend der Perspektive Deutsches Kino, wurden erneut die Kompagnon-Förderpreise verliehen. Sie wurden jeweils für ein neues Projekt an eine*n Autor*in und/oder Regisseur*in von Berlinale Talents 2019 sowie an eine*n Regisseur*in des Jahrgangs 2018 der Perspektive Deutsches Kino vergeben. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert.

Mit dem Kompagnon-Förderpreis möchten Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino in Deutschland lebende Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen nachhaltig bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Auszeichnung bietet neben dem Stipendium auch ein Mentoring-Programm mit berufsbegleitenden Coachings zur Stärkung der persönlichen Handschrift und zur Vernetzung in der Branche.

„Die Anerkennung als solche war die größte Unterstützung — allein die Tatsache, dass jemand daran glaubt, dass dein Film großes Potential hat“, sagt Filmemacher Jide Tom Akinleminu, der im letzten Jahr einen der beiden Kompagnon-Förderpreise erhalten hat.

(Mehr über Jide Tom Akinleminu und sein Projekt When a Farm Goes Aflame, the Flakes Fly Home to Bear the Tale sowie den Kompagnon selbst können Sie hier im Interview nachlesen.)

In diesem Jahr entschieden sich die Juror*innen Andrea Hohnen, Jerry Hoffmann und Trini Götze für die Treatments Transit Times von Ana-Felicia Scutelnicu (Berlinale Talents 2019) und To Be Continued von Julian Pörksen (Perspektive Deutsches Kino 2018).

Projekt Transit Times von Ana-Felicia Scutelnicu — die Begründung der Jury im Wortlaut:

Moldawien, Anfang der 1990er Jahre, postsowjetischer Umbruch: Eine Familie erlebt den Zerfall aller vertrauten Strukturen und die zunehmend verzweifelten Überlebensstrategien der starken Mutter helfen irgendwann nicht mehr.

Transit Times richtet den Blick auf Menschen, die unfreiwillig ihre Heimat verlassen müssen. Die visuelle Kraft von Ana-Felicia Scutelnicus bisherigen Filmen lässt uns darauf vertrauen, dass auch dieses Projekt ihre ganz eigene, sinnliche und poetische Handschrift tragen wird.

Projekt To Be Continued von Julian Pörksen — die Begründung der Jury im Wortlaut:

Am Sterbebett der Matriarchin erfahren ihre erwachsenen Kinder von ihrem Plan, sich einfrieren zu lassen. Es entspinnt sich am Totenbett eine zärtlich beobachtete Familienkrise als schwarzhumorige, surreale Groteske.

Aus seinen künstlerischen Erfahrungen zwischen Theater und Film entwickelt Julian Pörksen einen eigenwilligen Figurenkosmos, der uns auf einen individuellen und besonderen Film hoffen lässt.

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17.02.2019 Kompass-Perspektive-Preis

GFDK - Kultur und Medien

Der Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film des Programms geht an Maryam Zaree für den Film Born in Evin. Herzlichen Glückwunsch!

Am Abschlussabend der Perspektive Deutsches Kino haben die Juror*innen Trini Götze, Jerry Hoffmann und Andrea Hohnen den Kompass-Perspektive-Preis 2019 für den besten Film vergeben. Die Auszeichnung geht an den Film Born in Evin von Maryam Zaree.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Als Trophäe bekam die Regisseurin einen Kompass überreicht, der ihr symbolisch Orientierung geben und die Richtung weisen soll.

Die Jurymitglieder sichteten während der Festivaltage alle zwölf Beiträge des Wettbewerbs der Sektion Perspektive Deutsches Kino und entschieden sich nach intensiver Diskussion für ihren Favoriten.

„Wir freuen uns sehr, einen Film auszeichnen zu dürfen, der alle Jurymitglieder gleichermaßen berührt und beeindruckt hat. Es ist ein wichtiger, ein ebenso persönlicher wie politischer Film, und wir wünschen uns sehr, dass diese kämpferische Filmemacherin uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt!“, begründeten die Jurymitglieder ihre Entscheidung.

Jurybegründung für Born in Evin im Wortlaut:

„In Born in Evin begleiten wir Maryam Zaree auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, einem grausamen Kapitel der iranischen Geschichte.

Aufrichtig, mutig, entschieden und berührend sucht die Filmemacherin unerbittlich nach Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen und zieht uns dabei immer tiefer in ihre Geschichte und zu einem kollektiven blinden Fleck.

Sie steht unerschrocken auf und übernimmt die Verantwortung für eine ganze Generation, das Schweigen zu brechen.“

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