Unsere Galerien - Kunstwerke, Musik und Geschichten

Kunst - Videogalerie

  • Es ist Esthers erste Solo-Single seit ihrer „Red Flags" EP im vergangene März und besticht erneut mit poppigen Punkrock Sound und nahbaren Lyrics
    mutig, frech und direkt

    Esther Graf zelebriert den Sadness Look auf ihrer neuen Single „sad = sexy"

    Esther Graf ist anders als viele andere Pop Musiker*innen. So mutig, frech und direkt, wie die Österreicherin bereits ihre „Red Flags" EP präsentierte, zeigte sie ihre Punkrock-Wurzeln, die sie geschickt in ein kontemporäres Deutsch Pop Gewand hüllt.

    Drei Monate nach der Veröffentlichung der EP stellt Esther jedoch klar, dass sie weit mehr zu erzählen hat als von ihrer Trennung.  „Es gibt so viele Themen, die ich behandeln möchte und ich habe auf „sad = sexy" jede Menge dieser Themen bereits angeschnitten", so Esther.

    Tatsächlich offenbart fast jede Zeile des Songs eine andere Thematik, die sich allesamt als Identifikationsfaktoren für die Genaration Z offenbaren. Dabei behandelt „sad = sexy" den Kern des Problems erwachsen werdenden Menschen auf ironische Art und Weise.

    Ob Selbstmitleid, Depression, Angst oder Träume – Esther Graf zeigt mit ihrer neuen Single einen Spiegel ihrer Wahrnehmung über die Generation, der sie selbst angehört.

    „Was passiert, wenn mich keiner liebt und ich im Selbstmitleid ertrinke", singt Esther, die selbst weiß, wie real ironisch und unrealistisch, aber doch alltäglich ein solcher Gedanke eigentlich ist.

    „Natürlich kennt man die Momente, in denen man so denkt. Wenn man reflektiert, darüber nachdenkt, merkt man allerdings oft das der Gedanke total unbegründet ist"

    Wie schon mit ihren Songs „Red Flags" und „Letzte Mail" liefert Esther Graf einen Sound, der sich durch Esthers einzigartige Stimme und dem verspielten, poppigen Rocksound abhebt.

    Auch wenn „sad = sexy" sich auf die Schattenseiten der Psyche stürzt, ist der Track ein wahrer Mutmacher, der mit treibender Energie und einem aufbauenden Groove nach vorne schiebt.

    Entstanden ist der Song zusammen mit Martin Ody und Jules Kalmbacher in Mannheim. Das Resultat ist ein weiterer Beweis dafür, wie frisch und eingängig die Musik von Esther Graf sich in den Deutsch Pop Sound des Jahres 2022 mischt.

    Falls ihr noch keinen Soundtrack für den Sommer 2022 hattet - hier ist er. „sad = sexy" erscheint am 24. Juni über RCA.

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  • Die GFDK hatte 2002 die junge 24-jährige Englaenderin Jemma Endersby zu einem Konzert eingeladen
    Konzert von Jemma Endersby

    Jemma Endersby und die Freunde der Künste

    Wir fragen uns ja immer einmal, was ist aus den jungen Künstlerinnen geworden, mit der die GFDK zusammen gearbeitet hat. Nun lesen wir:

    "Was haben die Fantastischen Vier, Max Herre, Joy Denalane, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann, Cassandra Steen und Revolverheld gemeinsam? Mit all diesen Künstlern stand Jemma Endersby als Sängerin bereits auf der Bühne. Und seit Januar 2017 nun auch mit der Big Band der Bundeswehr".

    Im Oktober 2002, hatte die damals noch sehr junge Jemma Endersby, eine Konzertreihe mit Alison Degbe und der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea zur unserem Ausstellungs-Projekt „Women only“ gegeben. Natürlich freuen wir uns das die Künstlerin anscheinend ihren Weg gegangen ist. 2002 hatte Jemma Endersby ihr Debut- Album 'Afterglow' geschrieben und aufgenommen, und die ersten Songs hier, bei uns gesungen.

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölnerin Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau, schrieb die Rheinischen Post, am 26. Oktober 2002.

    Jemma Endersby war zuletzt im September mit der Big-Band der Bundeswehr zu einem Benefiz-Konzert des „Lions International“ auf den Wevelinghovener Marktplatz, in Grevenbroich. Leider hat die GFDK diesen Thermin verpaßt, wir hätten Sie gerne nach nun 16. Jahren dort getroffen.

    "Zu den Kunst- und Kultur-Festivals in der Maschinenhalle präsentierte Gottfried Böhmer schon 2002 die Jazzsängerinnen Alison Degbe und Jemma Endersby. Alison Degbe ist mittlerweile eine gefragte und angesagte Jazzsängerin.


    2007 trat sie als Begleitung von Joe Cocker bei „Wetten das" in Freiburg auf. Jemma Endersby reist heute mit einer handvoll talentierter Musiker auf ihren Konzerten und Show-Acts durch Städte wie London, Berlin und Liverpool. 2003 folgte eine Konzertreihe mit dem Kanadischen Jazz-Star Adi Braun, die heute in New York große Erfolge feiert.

    Desweiteren konnte Gottfried Böhmer auch Lydia van Damm und Daniela Rothenburg für seine Kunstprogramme gewinnen. Weitere Highlights waren die Konzerte der Pianistinnen Marta Maria Giorgia Tarnea und Melissa Pawlic, sowie die Tanzperformance von Michaela Masur, Jelena Ivanovic, Antina Gutenberger und Nikolaos Rimmek.

    Auch nicht zu vergessen sind die großen Schauspielinterpretationen von Julia Grafflage, Karin Mikityla und Gila Abutalebi, und seit 2002 werden alle großen Veranstaltungen und Festivals von der TV-Moderatorin Michaela Boland moderiert".

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  • Gottfried Boehmer  praesentiert die Kuenstlerin Dorothea Schuele
    Kurator Gottfried Böhmer

    Gesellschaft Freunde der Künste - Atelierfest Herzrauschen 2008: die Nacht der Museen in Düsseldorf

    Zum 12. Neujahrsempfang im Jahr 2008 der Gesellschaft Freunde der Künste präsentierte Gottfried Böhmer die Werkzyklen "Interieurs, Technik und neue Arbeiten" zum "Gesang der Amazonen" der Künstlerin Dorothea Schüle.

    Die Ausstellung wurde zu einem Atelierfest anläßlich der Nacht der Museen präsentiert. Dorohtea Schüle arbeitete anschließend zwei Jahre in Berin. Heute hat sie ihr altes Atelier in Düsseldorf bezogen, von wo sie erfolgreich arbeitet.

    Der Kunsthistoriker Ronald Puff, schrieb über Dorohtea Schüle:

    In der Malerei von Dorothea Schüle halten sich Gegenständlichkeit und Farbigkeit in sensiblem "auf und ab", einer Art Wellengang, das Gleichgewicht. So vordergründig, unmittelbar und zentral das Motiv auch erscheint, zunächst bedingt das Interesse einer malerischen Lösung die Objektwahl, der die inhaltliche Reflexion nachfolgt.

    Dieses Interesse an malerischer Umsetzung, an Transformation der gesehenen Objekte in Farbe auf Leinwand führt die Künstlerin in der Genese ihres Werkes von Thema zu Thema, von einem Werkkomplex zum nächsten. Wie ein Forscher analysiert und experimentiert sie dabei mit den Formen, Farben und Möglichkeiten.

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Carin Gerard arbeitet derzeit an einer neuen Ausstellung und wird bald eine NFT-Kollektion herausbringen
    klassischer Realismus der Renaissance

    Carin Gerard ist eine der heißesten Künstlerinnen der Welt

    Wie im Santa Barbara Magazine, Modern Luxury und Traditional Home Magazine vorgestellt, lässt Carin Gerard ihre Erfahrungen, Reisen und Bildung in jedes Kunstwerk einfließen. Carin Gerard nutzt die Farbtheorie und Techniken der italienischen und spanischen Meister und fängt einen einzigartigen Moment mit erstaunlichem Können und Anmut ein. Carin Gerard arbeitet derzeit an einer neuen Ausstellung und wird bald eine NFT-Kollektion herausbringen. Auch im CEO Magazine, Medium und Smode Magazine wurde Sie erst kürzlich vorgestellt.

    Ihre Arbeit verbindet den klassischen Realismus der Renaissance mit dem Geist und der Spontaneität zeitgenössischer Kunst. Carin Gerard verwendet nur die besten Materialien und verwendet handgrundierte Farbe, Pinsel aus Frankreich und hochwertige Leinenleinwand. Sie arbeitet derzeit an einer NFT-Sammlung animierter Schmetterlinge, die im Herbst 2022 erscheinen wird.

    Geboren in Santa Monica, CA, hatte Carin Gerard als Kind immer ein Tagebuch oder Skizzenbuch und liebte es zu zeichnen. Carin Gerard stammt aus einer geschiedenen Familie und wurde allein von ihrer Mutter aufgezogen, bis sie leider starb, als Carin elf Jahre alt war. Carins Schwester, Bruder und sie wurden in diesem jungen Alter getrennt und in Pflegefamilien gegeben.

    Glücklicherweise wurde sie bei einem Pastor und seiner Familie untergebracht, bis sie aufs College ging. Carin Gerard schloss ihr Studium an der Bowling Green State University mit Magna Cum Laude mit einem BFA ab. Für ihre postgraduale Arbeit zog Carin Gerard nach Florenz, Italien, wo ihr Leben Gestalt annahm. Italien war und ist für sie der inspirierendste Ort.


    Carin Gerards Karriere blühte schnell auf, als sie 1997 in die renommierte John Pence Gallery in San Francisco, Kalifornien, aufgenommen wurde. Gerard stellte auch in der Eleanor Ettinger Gallery in New York, New York, und in der Diane Nelson Gallery in Laguna Beach aus. Kalifornien.

    Im Dezember 2001 wurde Carin Gerard ausgewählt, die Vereinigten Staaten auf der Biennale Internazionale Dell'Arte Contemporanea in Florenz, Italien, zu vertreten. 2008 wurde sie ausgewählt, Stilllebenkünstler in einer Ausstellung mit dem Titel Contemporary Still Lifes im Triton Museum of Art in Santa Clara zu vertreten.

    2011 entwickelte Carin Gerard ihre Technik weiter, indem sie einen Kurs an der Grand Central Art Academy in New York unter der Leitung von Graydon Parrish über die Munsell-Farbtheorie absolvierte.


    Ihre neuesten Serien, darunter Organic Origins, Inner Beauty und Connectivity, zeigen Gerards technisches Können, indem sie diese komplexe Theorie nutzt. Sie arbeitet mit einer Gleichung für jede Farbe, um eine Reihe von Werten zu erstellen, die auffällige Kontrakte eliminieren und eine ausgewogene Komposition fördern.

    Carin Gerard zeigte eine Sammlung ihrer Kunst, die inzwischen ausverkauft war, für eine Ausstellung mit dem Titel „Inner Beauty“ mit Southern California Arts Projects & Exhibitions (SCAPE) in Corona Del Mar, Kalifornien. Sie hatte auch die Gelegenheit, mehrere großformatige private Auftragsarbeiten zu malen, was eine Facette ihrer Arbeit ist, die ihre Sammler begrüßen und die sie gerne erkunden möchte

    Über Catin Gerard wird häufig in Fach- und Verbraucherpublikationen sowie in einer Vielzahl von Medien berichtet. Ihre Inspiration lebt noch immer vom europäischen Einfluss, und sie kehrt mehrmals im Jahr nach Florenz, Italien, zurück, wo sie in ihrem Atelier in einem restaurierten Palazzo aus dem 14. Jahrhundert – dem Palazzo Tornabuoni – malt, der einst der Familie Medici gehörte.

    Der Palazzo selbst ist ein Stück Kunstgeschichte, das sich durch seine prächtigen Fresken manifestiert. Das Leben und Malen hier und von ihrem Heimatort in Südkalifornien aus weckt Gerards Kreativität, während sie ihre Seele nährt und den wahrsten Ausdruck ihres Künstlerselbsts ermöglicht.

    Geboren: Santa Monica, Kalifornien
    Studium
    :
    1976-1980 BFA Bowling Green State University. Magna Cum Laude
    1993, 95-96 Charles H Cecil Studios, Florenz, Italien
    1994, 2000 Seattle Academy of Fine Art
    2003 Summer-Florence Academy of Art, Florenz, Italien
    2010 New York Grand Central Academy of Art – Munsell Color Theory
    Derzeit lebt und arbeitet in Santa Barbara, CA

    Ausstellung Oktober 2022, Demnächst

    2020 „Covid Diaries“, SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2018 Einzelausstellung "Resplendence". SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2017 „Frühlingsschaufenster“ John Pence Gallery

    2016 „Into Her Own“ Frank M. Doyle Kunstpavillon

    2016 „Dünne Luft, dicke Haut“ SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2016 „Stilleben“ John Pence Gallery

    2015 „Blumen / Stillleben“ John Pence Gallery

    2014 „Dialoge“ SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2013 „Stillleben“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2012 Einzelausstellung "Organic Origins". SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2012 "Stilleben / Trompe L'oeil", John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2012 „Gallery Artists Group Show“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2011 "West Coast Painters" John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2011 „Size Matters“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2011 „Recent Arrivals“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2010 „Sommer in San Francisco“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2008 „Zeitgenössische Stillleben“, Triton Museum of Art, Santa Clara, Kalifornien

    2008 „Florals“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2007 „Ansichten und Visionen: Das Stillleben“, Reynolds Gallery, Santa Barbara, Kalifornien

    2007 „Kleine Stillleben-Ausstellung“, John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2006 „Sommer in San Francisco“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2005 „Stilleben, 2 Ansichten“ SCAPE, Corona Del Mar, Kalifornien

    2005 „Valentines“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2004 „Sommer in San Francisco“, John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2004 „Allegorien“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2003 „Internationaler Sommersalon“, Eleanor Ettinger Gallery, New York, New York

    2003 „Sommer in San Francisco“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2002 „Stillleben Blumeninterieurs“ John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    2002 "Vero" DNFA-Galerie, Pasadena, Kalifornien.

    2001 La Biennale Internazionale Dell'Arte Contemporanea, Florenz, Italien

    2001 „The Pool Show“ DNFA Gallery, Pasadena, Kalifornien

    2000 "Realismus" Diane Nelson Fine Art, Laguna Beach Kalifornien

    2000 "Stillleben, Blumen und Trompe L'Oeil", John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    1999 Galerie Enatsu, Hiroshima, Japan, Einzelausstellung

    1998 Galerie Enatsu, Okinawa, Japan, Einzelausstellung

    1997 „Stillleben und Blumen“, John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

    1996 „Stillleben und Blumen“, John Pence Gallery, San Francisco, Kalifornien

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  • Die Nacktheit spielt für den Fotokuenstler Kristian Liebrand eine eher untergeordnete Rolle
Vielmehr geht es ihm darum, die individuelle Schoenheit der Frau hervorzuheben
Es lebe die Aktfotografie, das ist ohne Zweifel Kunst
Nicht die Nacktheit ist entscheidend
Mehr als nackt! more than nude 
Der freien Kunst droht Gefahr
Der Fotokuenstler Kristian Liebrand
    Der freien Kunst droht Gefahr

    Fotokünstler Kristian Liebrand - kreativer Spielraum in Gefahr

    Aus Aktuellem Anlaß erscheint noch einmal unser Artikel vom 1.1.2019. Der ausgezeichnete Aktfotograf Kristian Liebrand engagiert sich für Blutkrebs-Kranke und verschenkt Bildband.

    Im Zeichen der hysterischen #MeToo-Debatte, wo man hinter jedem Baum sexuelle Übergriffe und Missbrauch vermutet, ist auch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, in Berlin wird ein angeblich sexistisches Gedicht übermalt, und man fragt sich wo die Zensur beginnt.

    Der freien Kunst droht Gefahr

    „Es ist ein Zeichen der Verblödung von Studenten,“ meinte dazu der CDU Politiker Michael Braun. Es zeigt absurde Züge einer vermeintlichen Sexismus-Kritik“, empörte sich auch der FDP-Kulturexperte Florian Kluckert.

    Akt-Bilder werden aus Ausstellungen entfernt und jüngst, man kann es kaum glauben, hat ein Museum in Manchester das Gemälde „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse abgehängt, weil es angeblich sexistisch ist.

    Damit ist ein erstes Gemälde Opfer der gegenwärtigen Sexismus-Debatte geworden. Die Begründung der Kuratorin Clare Gannaway ist abenteuerlich oder einfach nur dumm: „Das Gemälde stellt den weiblichen Körper als passive, dekorative Form dar," meinte sie.

    Gefahr für die Kunst droht aber auch von anderer Seite. In der Volkshochschule Hellersdorf in Berlin wurden unlängst Akt-Bilder der Künstlerin Susanne Schüffel abgehängt, weil diese nach Aussage der Schulleitung die Gefühle von Muslimen verletzen würden. Leider ist das kein Einzelfall mehr, schon vor drei Jahren wurden erotische Fotos von Wolfgang Hiob im Rathaus Köpenick abgehängt.

    Der Fotokünstler Kristian Liebrand

    Und weil das alles so traurig ist, stellt die GFDK-Redaktion ihnen nun einen bemerkenswerten Künstler vor, der sich mit großer Leidenschaft der Akt-Fotografie verschrieben hat. Und das ist ohne Frage Kunst. Es lebe der Akt.

    Kristian Liebrand meint dazu: Ich hatte natürlich auch schon oft mit Vorbehalten zu kämpfen. Insbesondere bei der Suche nach Locations für Ausstellungen. Oft wurde argumentiert, dass es im Hinblick auf den Jugendschutz nicht geht. Meine Meinung dazu: "In Zeiten von Smartphones und überall verfügbaren Hardcore-Pornos sind AKTFOTOGRAFIEN für Jugendliche in etwa so gefährlich wie Kaugummis."

    Nicht die Nacktheit ist entscheidend

    Mehr als nackt! / „more than nude.“  Das ist der Anspruch des 1973 geborenen Fotokünstlers Kristian Liebrand, der das anspruchsvolle Genre der Aktfotografie immer wieder aufs Neue interpretiert. Seine Werke zeigen, dass nicht die Nacktheit entscheidend für ein Aktfoto ist.

    Kristian Liebrand hat sich vor 10 Jahren für seine Passion entschieden und dafür seinen gut dotierten Job als Betriebswirt und Manager an den Nagel gehängt. „Mir war wichtig, etwas zu machen, das mich und andere Menschen mit Freude erfüllt."

    Bleibende Werte zu schaffen, die nicht materialistisch sind. Gute Aktfotografien verlieren nie ihren Wert und bleiben über Jahrzehnte, selbst in einer oberflächlichen Wegwerf-Gesellschaft“.

    Kristian Liebrand geht es um die individuelle Schönheit der Frau

    Die Aktfotografie von Frauen bietet Kristian Liebrand den kreativen Spielraum, um seine visuellen Kompositionen umsetzen zu können. Die Nacktheit spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, die individuelle Schönheit der Frau hervorzuheben.

    Durch eine besondere Komposition aus Licht, Perspektiven und Posen, die man noch nicht schon zigfach gesehen hat.  So  kommen auch Bodypaintings zum Einsatz, um besondere Akzente zu setzen.

    Der Bildgestaltung widmet sich der Fotograf auch selbst. „Externe Bildbearbeiter sind für meine Arbeiten  tabu. Sie kennen nicht die Persönlichkeit des Models, die Stimmung am Set und meine Bildintention.

    Somit kann ein externer Bildbearbeiter nur technisch arbeiten. Da fehlt dann das Gefühl, und das ist entscheidend. Eine gute Bildbearbeitung ist sensitiv, und nicht rein technisch.“

    Der Freiraum für die Fantasie des Betrachters

    Das Ergebnis überrascht und verführt den Betrachter ohne explizit zu sein. Freiraum für die Fantasie des Betrachters ist dem Fotokünstler wichtig. „More than nude“ ist der Name seiner zwei bisher veröffentlichten Bildbände

    Ausgestellt wurden seine Aktfotografien bisher in Düsseldorf, Köln, Berlin, Wien, London und New York. Der Künstler möchte dabei nicht nur Menschen erreichen, die Galerien besuchen, sondern alle anderen Leute. Er stellt daher auch an ungewöhnlichen Orten aus. Damit möchte er allen zeigen, dass Aktfotografie auch eine kreative Kunstform sein kann und keine plumpe, unästhetische Ablichtung von Geschlechtsmerkmalen.

    Auch die Frau von nebenan kann zu einem Kunstwerk werden

    In Bochum betreibt der Fotograf ein 360 qm großes Atelier mit zahlreichen Kulissen. Seine privaten und gewerblichen Kundinnen kommen aus ganz Europa. Mit der Erfahrung aus mehr als 1.000 Akt-Fotoshootings kann Kristian Liebrand auch die „Frau von nebenan“ zu einem Kunstwerk werden lassen. 

    Die Fotoshootings sind grundsätzlich ohne Zeitlimit. „Ein Fotoshooting soll so entspannt wie möglich sein. Wenn im Hintergrund die Uhr tickt, ist das für alle Beteiligten nicht gut und somit schlecht für das Foto.“, so Kristian Liebrand. 

    Der Fotograf hat klare Vorstellungen wie das Bild werden soll und arrangiert das gesamte Set. Von der Pose über die Perspektive bis hin zum Licht. Als fotografierte Person benötigt man daher weder Modelerfahrung noch eine Modelfigur.

    Die Liste der bisherigen Fotolocations ist bemerkenswert: Flughafen, Schauspielhaus, Waschstraße, Fußballstadion, Badausstellung, Diskothek, Lost-Places, Strand, Industriehalle, Werkstatt, Kino, Wasserfall, Pferdestall, Schrottplatz, Kokerei, U-Bahnhof, Berliner Mauer, Rennstrecke, Labor, Parkhaus, Kaserne, Pool, Golfplatz, Eisenbahnwaggon, Frisörsalon, Bahngleis, Strand, Meer, See, Hotel, Yacht, Zeche, Unterwasser sowie Public Places wie Venedig und die Altstadt von Havanna.


    Ein paar seiner Fotografien stellen wir Ihnen hier vor. Seine gesamte Bildergalerie, darunter viele  international ausgezeichnete Werke, und weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie hier.

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  • Christy Lee Rogers Werk Die Paradoxien
Christy Lee Rogers Werk Die Musen
    Baden in der Dunkelheit

    Christy Lee Rogers, Besessenheit von Wasser als Medium

    Christy Lee Rogers behandelt Fotografie als zeitgenössische Malerei, hatten wir zuletzt in unserem "Werk der Woche" beschrieben. Rogers 'Besessenheit von Wasser als Medium, um die Konventionen der zeitgenössischen Fotografie zu brechen, hat dazu geführt, dass ihre Arbeit mit Barockmalern wie Caravaggio verglichen wurde.

    Mit einem Auge für die Hell-Dunkel-Qualitäten des Lichts verbiegen und verzerren sich ihre Motive; Baden in der Dunkelheit, isoliert vom Licht, und werden durch die eigene Vorstellungskraft zum Leben erweckt.

    Ohne Manipulation nach der Produktion werden ihre Arbeiten in der Kamera, vor Ort, im Wasser und nachts gemacht.

    Ihre ungezügelte Freude, die Sinne zu erregen und zu entzünden, während sie das Publikum mit lebhafter Bewegung und Absicht provoziert, zeigt, dass sie das fotografische Medium produktiv einsetzt, um die Realität in eine eigene Welt zu verwandeln.

    Christy Lee Rogers wurde 2019 zum renommierten Sony Open World-Fotografen des Jahres gekürt, von Apple für eine Reihe von Arbeiten und einen Film beauftragt und von Lavazza für das Kalendercover 2021 beauftragt.

    Christy Lee Rogers 'Werke wurden in den USA und in Europa ausgestellt und befinden sich in Privatsammlungen auf der ganzen Welt. Sie wurde in internationalen Magazinen wie Vogue, Vanity Fair, CNN, W Magazine, Harper's Bazaar und anderen vorgestellt. Die Independent Newspaper verglich ihre Arbeit mit Caravaggio.

    Am Heiligabend wurden Christy Lee Rogers '"RIDERS OF THE LIGHT" und andere Werke aus ihrer HUMAN-Serie in dieser Kathedrale im Herzen von Paris aufgehängt.

    Christy Lee Rogers ist eine Unterwasserfotografin.

    Rogers wurde in Honolulu, Hawaii, geboren und wuchs in Kailua auf der Insel Oahu auf. Sie hat keine formale Ausbildung in Fotografie, aber einen Bachelor of Arts in Telekommunikation und Film von der San Diego State University.

    Rogers ist bekannt für ihre Unterwasserfotografie die in den USA, Frankreich und Monaco ausgestellt wurde. Ihre Arbeit wurde von der Deutschen Grammophone in Auftrag gegeben, um das Album-Cover für eine Box klassischer Musik bereitzustellen
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Kunst - Werk der Woche

  • 5 Min. fuer ein Maedchen von Morgen, Maedchen als Sexobjekte  
Bilder aus der Serie Sex sells von Eva Horstick-Schmitt
Sex sells - provokante Fotografien von Eva Horstick-Schmitt 
Immer ZUR-VERFUEGUNG-STEHEN
Das Foto mit dem Hochzeitspaar wurde in einem alten Gebaeude von Hoesch aufgenommen
Die Models sind normale Menschen von der Strasse
Hausfrau und Mutter, Arzthelferin und Geliebte
Wir leben nicht die Zeit , sondern die Zeit lebt uns
    SEX das Symbol von Macht

    Werk der Woche: Sex sells everything - Die Dortmunder Künstlerin Eva Horstick-Schmitt meint, dass SEX das Symbol von Macht geworden ist

    Erstveröffentlichung am 19.12.2015, also lange vor der MeToo Debatte. Alltagssexismus, Übergriffe, Machtmissbrauch waren schon lange vor Harvey Weinstein ein Thema für die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt.

    Die Arbeiten versuchen ein Bild der Zeit wiederzugeben - eine Zeit, in der SEX das Symbol von Macht geworden ist. Sex sells everything. Informationsfluten überwältigen uns gerade durch das ZUR-VERFÜGUNG-STEHEN jeglicher Informationen. Das macht die Zeit schnelllebig und beliebig.

    Wir haben weniger Zeit und doch verschwenden wir die Restzeiten im Orbit des Netzes. Ich habe diese Serie ohne Assistenten und ohne Make-up-Artisten etc. allein erstellt. Sie soll ein Bild wiedergeben vom Chaos der Welt , in der wir zu Hause sind.

    Chaotisches Durcheinander des Angebotes, welches uns zur Verfügung steht. Die Arbeiten sind ein Blick auf das, was im Inneren abgeht. Eine Mischung aus Bürowelt, Sex,Freizeit, Bürgerlichkeit und Vorstellungen, die ich damit hinterfragen möchte.

    Wir leben nicht die Zeit , sondern die Zeit lebt uns?!

    Das Mädchen auf dem Bild , welches in die Kamera blickt - im Hintergrund ein Mann, der sie argwöhnisch betrachtet, als wäre sie aus einem anderen Universum in den ORT herein katapultiert.

    Das Bild hinterfragt den Zaun , den wir uns selbst errichten, den Blick, dem wir nicht trauen. Das Foto mit dem Hochzeitspaar wurde in einem alten Gebäude von Hoesch aufgenommen.

    Diese Gebäude existieren nicht mehr. Sie sind einem See gewichen, der zum ORT für Häuser wurde, in denen reiche Menschen - Ehepaare leben, die die Vergangenheit dieses Ortes nicht kennen und nunmehr an diesem Ort auf dem Schrott der ausbeuterischen Vergangenheiten leben. 

    Fotografien von Eva Horstick-Schmitt

    Ich habe Mädchen nach ihren Zukünften befragt und diese Interviews lassen erkennen, dass sie allesamt heiraten möchten und auch Kinder wollen.

    Sie möchten einen Beruf, um sich selbst zu verwirklichen. Freunde wollen sie, echte Freunde. Liebe und Frieden. Funktioniert das in einer überfluteten Gesellschaft, die sich schneller dreht als die Erde.

    Was heute "in" ist, ist morgen vergessen. Nichts ist älter als die Nachricht von gestern.  Das, was uns manche Medien vorgaukeln, ist weder authentisch noch nachahmenswert. Es ist eine Welt, die sich an sich selbst aufgeilt.

    Es geht nicht mehr um authentische Informationen, sondern um die Vergabe des EGOISMUS. Wer die Einschaltqoten schafft, erschafft einen Hype. Wer im Hype ist - ist in.

    Sex sells - provokante Fotografien von Eva Horstick-Schmitt

    Wir als Wesen dieses Planeten müssen sondieren lernen, wichtiges von unwichtigen Dingen zu trennen. Wie soll das gehen bei all den Informationen von CNN, BBC und co.?

    Wie sollen das die jungen Menschen schaffen, die von einem Hype in den nächsten katapultiert werden.Der drive, dem wir alle ausgesetzt sind, wird weggespült von unseren Hirnen oder im Traum verarbeitet?

    Ich verarbeitet meine Sicht der Dinge in den Fotoarbeiten, die ich mit meinen "Nichtmodels" inszeniere. Die "Models" sind normale Menschen von der Strasse.

    Hausfrau und Mutter, Arzthelferin und Geliebte, gelernte und ungelernte Kräfte aus unserer Gesellschaft. Frauen, die etwa zu sagen haben, egal welchen Bildungsstand sie haben. Ihre Sprache

    ist oft einfach, aber in dieser Einfachheit liegt oft viel Wahrheit. Mehr Wahrheit als in vielen der intellektuellen Ergüsse einer sich selbst hypenden Medienwelt. Da zählen nur die Auflagen und diese liegen wie sie sehen als Müll in jeder Ecke. 

    Sammeln wir den Müll oder versammeln wir unsere Gedanken an eine Welt, die morgen vielleichtmehr ist als das Heute? Eine, die das Chaos ein wenig ordnet, nicht umzäunt, nur etwas behutsamer ihre Nachrichten auswählt, die sie in die Welt transportieren.

    Wenn wir in der Schnelligkeit weiter machen wie bisher, werden die Mädels von Heute mit der Erziehung ihrer Kinder von Morgen völlig überfordert sein.

    Bilder aus der Serie:

    "5 Min. für ein Mädchen von Morgen!", Phoenix, Eva Horstick-Schmitt

     

     

     

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  • Barmherzigkeit, Weisheit und Einsicht von Christy Lee Rogers
Harmonie von Christy Lee Rogers
Ein Traum, der in Gegenwart der Vernunft getraeumt wurde von Christy Lee Rogers
    The New Humanity

    Christy Lee Rogers berührt spirituelle Themen wie im Barock

    Christy Lee Rogers behandelt Fotografie als zeitgenössische Malerei. Sie ist ausdrucksstark, hält an der Schönheit fest und berührt spirituelle Themen wie im Barock.

    Das Element, mit dem sie malen kann, ist Wasser - sie mischt Farben, Körper, Licht und Dunkelheit miteinander, sagt die Künstlerin, die zusammen mit 12 anderen Fotografen den neuen Lavazza-Kalender unter dem Motto "The New Humanity" erstellt hat.

    "Ich hatte nie das Gefühl, von der Barockkunst fasziniert zu sein, bis ich in einem der ersten Interviews danach gefragt wurde", sagt Christy Lee Rogers, obwohl sie zugibt, dass eines ihrer Lieblingswerke Caravaggios Seven Deeds of Mercy ist.

    Die monumentale Leinwand zeigt Engel, die auf die Erde schauen. Jede der Figuren führt ihren eigenen Liebesakt für ihren Nachbarn aus - sie besuchen die Kranken, kleiden die Armen oder ernähren die Hungrigen.

    Dies sind Hinweise auf eine Evangeliumspassage. - Die Botschaft dieser Arbeit wird wichtiger als die schönsten technischen Details, die ich je gesehen habe.

    Ich kann diese Arbeit endlos betrachten und meine Fantasie geht immer neue Wege - sagt der Künstlerin und skizziert gleichzeitig die Art und Weise, wie die Kunst, die sie schafft, funktioniert.

    Die Modernisierung der Gemälde beinhaltet mehrere Änderungen. Anstelle eines Pinsels - der Kameralinse, statt religiöser Fäden - spirituell, statt Einzelarbeit und Schnitzen von Details - ein Prozess, der für Teamarbeit offen ist.

    Christy Lee Rogers ist eine Unterwasserfotografin.

    Rogers wurde in Honolulu, Hawaii, geboren und wuchs in Kailua auf der Insel Oahu auf. Sie hat keine formale Ausbildung in Fotografie, aber einen Bachelor of Arts in Telekommunikation und Film von der San Diego State University.

    Rogers ist bekannt für ihre Unterwasserfotografie die in den USA, Frankreich und Monaco ausgestellt wurde. Ihre Arbeit wurde von der Deutschen Grammophone in Auftrag gegeben, um das Album-Cover für eine Box klassischer Musik bereitzustellen
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  • Heiner Meyer, Chanel Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Stiletto Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Medicine Oel auf Leinwand
    Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ

    Der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer

    Schon 2013 war Heiner Meyer bei der GFDK - Werk der Woche. Nun acht Jahre weiter, wurde er nochmals von der GFDK-Redaktion ausgewählt. Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer weckt in der Augsburger GALERIE NOAH Begierden und führt diese zugleich ad absurdum.

    Porsche, Prada und Escada, geliftete Beauties und frohlockendes Softeis, Schönheit satt, prall und geballt bringt Heiner Meyer auf Leinwand wie auf den Punkt; Begierde, Gier, Begehrlichkeit weckt und stillt der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art auf einen Streich – und eröffnet gekonnt bis perfekt die perfiden Spiele um Schein und Sein in der Arena der Augsburger GALERIE NOAH.

    „OH, LÀ LÀ!“ ist seine aktuelle Ausstellung dort im Glasplast betitelt, die einmal mehr die stilistische Raffinesse des Bielefelder Künstlers vor Augen führt.

    Routiniert und ausgefeilt setzt er in surrealer bis fotorealistischer Manier die Symbole von Luxus und Lifestyle zusammen und weiß zeitgleich geschickt zu konterkarieren: bleibt einem die eisige Kalorienbombe beim Anblick der schlanken Silhouette im Vordergrund im wahrsten Sinne im Halse stecken.

    Doppelbödig ist die Kunst von Meyer allemal, verziert mit reichlich Anspielungen an die Vergänglichkeit, mit Kritik am Jugend- und Schönheitswahn, am Wert der Ware heute, die indes dezent, ja, skurriler Weise ästhetisch daher kommt und sich nicht unbedingt aufdrängt.

    Die 40 neuen Ölbilder, Papierarbeiten, Bronzeplastiken und Objekte in der GALERIE NOAH bedienen die weiblichen wie die männlichen Sehnsüchte und changieren facettenreich hin und her zwischen tragikomischer Ikon- und Ironisierung:

    Diese machen die malerischen Kommentare Meyers auf der echten Louis-Vuitton-Tasche dem angepassten Modeblogger einen poppigen Strich durch die Rechnung; strahlen die makellosen Gesichter in Öl auf Leinwand nunmehr aus dem OP-Verband; und stellt Minnie Mouse in skulpturaler Monumentalität das Schönheitsideal per se wie stante pede in Frage. Schön, schön schräg, Satire auf Pop-Art.

    „Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ!“ in die GALERIE NOAH im Augsburger Glaspalast

     

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