Exklusive Interviews mit interessanten Menschen

08.12.2018 Christina Ager im Interview

GFDK - Exklusiv Interviews - Gregor Staltmaier

Sie selbst bezeichnet sich als „Mädel von der Alm“, die Medien nennen sie respektvoll „Sensation von der Alm“. Auf die Söller Ski-Rennläuferin Christina Ager, 23, trifft beides zu. Aufgewachsen auf der Stöcklalm inmitten der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, startete sie bereits mit 18 Jahren im Ski-Weltcup.

Mittlerweile gehört sie zu den besten Super-G-Läuferinnen weltweit und hat für die folgende Saison große Pläne: „Für mich ist die Vorbereitung ganz hervorragend gelaufen. Jetzt kann der Winter kommen. Ich möchte 2018/19 im Weltcup endgültig Fuß fassen“.

Mehr als 250 Tage ist die Österreicherin pro Jahr in den Bergen unterwegs und kennt die größten und renommiertesten Skigebiete zwischen den Alpen und Aspen/Colorado. Im Folgenden verrät Christina Ager, was ihre Heimat für sie so außergewöhnlich macht und welche Abfahrten sie Anfängern oder Könnern empfiehlt.

Was macht den Wilden Kaiser für Sie so besonders?

Christina Ager: Allein schon der Anblick auf dieses unglaublich markante Bergmassiv. Wenn ich nach einem Weltcuprennen von Kufstein kommend Richtung Söll fahre, steht auf einmal der Wilde Kaiser vor mir. Das ist für mich der Moment, in dem ich merke, dass ich zu Hause bin und nirgendwo anders leben möchte. Dieses Gebirge ist magisch und erscheint jeden Tag in einem anderen Licht.

Wie viele Tage sind Sie pro Jahr am Wilden Kaiser?

Ich bin jedes Jahr etwa 250 Tage unterwegs und demnach nur ganz wenig daheim. Speziell im Winter kann ich nur zwischendurch mal einen Tag freimachen. Dann gehe ich mit Freunden und Familie selbstverständlich zum Skifahren.

Beschreiben Sie Ihren perfekten Skitag am Wilden Kaiser …

Wenn frühmorgens um acht Uhr die Lifte öffnen, ist die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental für mich besonders reizvoll. Dann sind die Pisten frisch gewalzt wie ein Teppich und die Luft ist besonders klar. Von der Söller Mittelstation mit der Stöcklalm, die meine Eltern bewirtschaften, fahre ich mit der Gondel zur Hohen Salve auf 1.800 Meter.

Dort genieße ich zuerst den Blick vom Gipfel auf den gegenüber liegenden Wilden Kaiser und gönne mir dann einige Talabfahrten nach Söll, zwischendurch immer wieder eine Kaffeepause. Die Talabfahrten sind morgens schon sonnig, der Schnee aber noch schön hart und nicht sulzig. Dies gilt auch für die Talabfahrten zu den anderen Skiorten der SkiWelt, speziell für Ellmau und Brixen.

Mittags folgt dann der große Einkehrschwung?

Ganz genau. Meine erste große Verschnaufpause lege ich spätestens gegen 12 Uhr ein und zwar bei Tiroler Hausmannskost. Am liebsten esse ich Ofenkartoffel mit Gemüse und Sauerrahm, danach natürlich Kaiserschmarrn, beides von meiner Mama auf unserer Stöcklalm zubereitet.

Und nachmittags geht‘s frisch gestärkt auf die Nordhänge?

Korrekt, zum Beispiel nach Scheffau. Dort ist der Schnee auch am Nachmittag besonders pulvrig und griffig. Begeistert bin ich von der Moderer-Skiroute, die vom Brandstadl aus in Richtung Talstation Scheffau führt. Sie ist ziemlich steil – und nicht präpariert, also ideal für wirklich erfahrene Wintersportler.

Falls dann noch Zeit bleibt, liftle ich nach Going ganz im Osten der Region. Rund um den Astberg lässt sich wunderbar entschleunigt Skifahren: perfekt für Familien und alle, die sonnige Hänge schätzen. Und obendrein hat man einen super Blick bis zum Kitzbüheler Horn.

Ausruhen ist aber auch mal erlaubt?

Nachmittags bei schönem Wetter schnappe ich mir statt Carving-Ski auch mal einen Liegestuhl und trinke vielleicht einen Spritzer, wie wir in Österreich sagen. Ein freier Skitag soll sich ja auch ein bisschen wie Urlaub anfühlen. 

Wie lange stehen Sie schon auf Skiern?

Seit meinem zweiten Lebensjahr. Das ist aber kein Wunder, wenn man auf einer Alm direkt an der Skipiste aufwächst. Ich musste ja nur vor die Tür gehen und stand schon im tiefsten Schnee. Meine Eltern hatten zwar nie viel Zeit für mich, haben den Skisport aber immer gefördert. Daher war ich schon früh Mitglied im Skiclub Söll. Später bin ich dann sogar auf Ski in die Schule gefahren.

Gibt es einen besonders „kaiserlichen“ Moment, der Ihnen im Gedächtnis geblieben ist?

Auf jeden Fall. Im Oktober bin ich frühmorgens auf die Ellmauer Halt am Wilden Kaiser gestiegen und habe den Sonnenaufgang beobachtet. Dieser Augenblick wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Wenn ich daran denke, komme ich innerlich zur Ruhe, selbst wenn ich am Start vor einem Rennen im Stress bin. Dann besinne ich mich darauf zurück, wie schön ich es daheim habe.

Wann ist die beste Zeit für Wintersport am Wilden Kaiser?

Eigentlich ist der Januar ein super Monat zum Skifahren. Der Schnee ist toll, sprich die Verhältnisse bestens, eben richtiger Winter. Nicht umsonst haben wir dann auch die meisten Rennen.

Ihr Plädoyer: Warum sollen Kinder Skifahren lernen?

Schon allein deshalb, weil es auf jedem Niveau Spaß macht, selbst wenn man gerade angefangen hat. Spaß ist dabei für mich der entscheidende Faktor. Wir müssen die richtigen Hänge wählen, dürfen die Kids keinesfalls überfordern.

Ich würde die Kleinen auch nicht bei schlechtem Wetter zum Skifahren schicken, sonst kann die anfängliche Begeisterung ganz schnell wieder vorbei sein. Wenn Kinder länger brauchen, bis sie den Skisport beherrschen, ist das halt so.

Finden Sie es schade, dass in der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental keine Weltcup-Rennen stattfinden

Es wäre natürlich schon toll, einen Bewerb vor heimischem Publikum zu fahren, zumal es früher eine Abfahrt an der Hohen Salve gab.  Aber ich weiß, wie viel Zeit und Geld man für die Austragung investieren muss. Daher kann ich es total verstehen, dass es bei uns keine internationalen Rennen gibt.

Interview: Gregor Staltmaier, Angelika Hermann-Meier PR

 

 



mehr

31.10.2018 Make it matter

GFDK - Exklusiv Interviews

Zuletzt haben wir geschrieben: AMBILETICS ist für Frauen die keine halben Sachen machen. Nun stellt sich uns die Frau vor, die keine halben Sachen macht.

Giulia Becker ist nicht zu verwechseln mit der, Fernsehmoderatorin und Musikerin aus der Fernsehsendung Neo Magazin Royale, von Jan Böhmermann.

Make it matter - drei Worte, die die Welt der Activewear letzten Sommer ein stückweit besser gemacht haben. Ein Leitsatz, der uns sowohl beim Sport, als auch in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit inspiriert und der die Werte der Hauptfigur in der folgenden Geschichte widerspiegelt.

 
Giulia Becker launchte im Juni 2018 die erste Kollektion ihres nachhaltigen Activewear Labels AMBILETICS und eroberte damit schnell die Herzen vieler ambitionierter, aktiver Frauen.

Doch was ist es, das die junge Marke aus Berlin so besonders macht? Wie sportlich und nachhaltig ist sie wirklich? Und wer genau ist eigentlich die Frau, die dahinter steht? Wir haben die Antworten.

Erzähl uns etwas über dich und deine Beweggründe für AMBILETICS.


Mein Name ist Giulia Becker. Ich bin studierte Betriebswirtin und seit ich denken kann, ein absoluter Bewegungsmensch. Nach einiger Zeit im Ausland und während eines Jobs in einer Berliner Kreativagentur als Markenstrategin festigte sich irgendwann mein Wunsch, etwas eigenes zu machen.

Ich war frustriert von dem knappen Angebot an fairer, aber gleichzeitig cooler Activewear. Denn das Thema Nachhaltigkeit wurde zunehmend wichtiger für mich.

Ich wollte etwas bewegen und die moderne Frau von heute zu einem bewussten Lebensstil inspirieren. Also gründete ich AMBILETICS und machte damit eine Herzensangelegenheit zu meinem ganz eigenen Projekt.
 
Was bedeutet „make it matter“ für dich? Inwiefern inspirieren dich diese drei Worte im täglichen Leben?


„Make it matter“ ist mein Leitsatz in Bezug auf Nachhaltigkeit, aber auch beim Sport. Wenn ich da etwas anpacke, dann richtig. Diese Einstellung verkörpert auch AMBILETICS.

Auf der Suche nach stylisher Activewear sollte man sich selbst viel öfter an der Nase nehmen und bewusst zu nachhaltigen Produkten greifen. AMBILETICS Produkte werden unter fairsten Bedingungen, besonders ressourcenschonend und zu 100 % vegan hergestellt.

Auf diese Weise leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt und zu mehr stylisher Activewear für die bewusste Frau.
 
Wie sieht die faire Produktion von AMBILETICS Produkten aus?


Unsere Leggings und Sport-Bras werden aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Indem wir bereits existierende Rohstoffe upcyceln, müssen weniger Wasser und Erdöl verbraucht werden.

Abgesehen davon ist AMBILETICS PETA zertifiziert und durch und durch bemüht, so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Vom ersten Zuschnitt bis zum fertigen Produkt.
 
Ein paar Worte zu deiner Kollektion?


Die Kollektion besteht aus Leggings, Sport-Bras, Shirts, Tank-Tops, Sweatern und einem Fitness Handtuch. Die drei Materialien, die dafür verwendet wurden, sind recyceltes Polyester, Bio-Baumwolle und Bambus.

Die Schnitte wurden so gewählt, dass sie sich besonders gut für schweißtreibende und hochintensive Workouts eignen. Eine Eigenschaft, die für mich als Tennisspielerin, beim Laufen oder Crossfit unverzichtbar ist.

Die Muster wurden individuell und von Hand von einer Pattern Designerin entworfen. Jedes Muster ist ein Unikat. Und jedes AMBILETICS Teil eine Art modisches Abbild meiner Vision.

Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

mehr

28.09.2018 50 Jahre Grupotel

GFDK - Exklusiv Interviews

Als Kind wollte er Torero werden, heute ist er einer der erfolgreichsten Hotelunternehmer Spaniens. Miguel Ramis (77), Gründer und Präsident der familiengeführten, mallorquinischen Unternehmenskette Grupotel Hotels & Resorts, spricht zum 50-jährigen Firmenjubiläum im Interview über die Anfänge des Tourismus auf der Sonneninsel, unerschütterlichen Pioniergeist, Beharrlichkeit und Gäste, die zu Freunden wurden.

1968 legten Sie den Grundstein für ihr erstes Hotel: das Grupotel Farrutx in Can Picafort. Ein halbes Jahrhundert später managen Sie 35 Drei- bis Fünf-Sterne-Anlagen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und in Barcelona. Was wollten Sie als Kind werden?

Natürlich Feuerwehrmann oder Stierkämpfer, wie alle kleinen Jungs damals. Doch stattdessen studierte ich Handelswesen, um eine Grundlage zu haben und arbeitete anschließend 15 Jahre bei der Bank La Caixa.

Sie gelten als Vorreiter auf den Balearen. Wie kamen Sie auf die Idee, ein Hotel zu bauen?

1966/1967 begann der Tourismus-Boom auf Mallorca. Mein Bruder Rafael und ich ließen zuerst eine Minigolfanlage mit Bar bauen, später machten wir uns zusammen mit zwei Schwagern an die Planung einer 64-Zimmer-Unterkunft.

1967 gab es in Can Picafort drei oder vier Hotels. Schon ein Jahr später, als wir im Grupotel Farrutx erste Urlauber empfingen, wurden vier oder fünf weitere eröffnet. Ich bin ein ruheloser Mensch, muss immer irgendein Vorhaben am Laufen haben.

Sie bauten das Haus selbst?

In der Tat. Einer meiner Verwandten war Maurer, ein anderer Vorarbeiter. Wir wurden einen Monat früher fertig als geplant! In den ersten zwei, drei Wochen hatten wir nur einen Gast, eine Frau. Ihr stand die ganze Unterkunft samt Personal zur Verfügung.

Haben Sie in dieser Zeit manchmal den Mut verloren?

Es gab immer mal wieder Momente, da haben wir aus mancherlei Gründen den Mut verloren. Aber damals gab es keinen Anlass dafür, ganz im Gegenteil.

Wie haben Sie anfangs Gäste angeworben?

Genauso wie heute auch. Ich schloss einen Vertrag mit TUI sowie einigen Reisebüros, die später unter anderem zu Scharnow oder Hummel Touropa fusionierten. Unsere Gäste kamen aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Das Internet existierte ja noch nicht. Darüber hinaus hatten wir einige Direktbuchungen, die jedoch nur einen kleinen Teil ausmachten.

Wie sah Mallorca in den 1960er-Jahren aus?

Die Insel war ganz anders, noch nicht voll erschlossen. Und Mallorca verfügte nicht über die guten Flug- und Verkehrsverbindungen wie heute.

Dennoch entschieden Sie sich, weiterzumachen …

Als ich sah, dass das Farrutx gut funktionierte, schlug ich 14 Freunden vor, ein zweites Hotel in Angriff zu nehmen: das Grupotel Montecarlo. Das war 1972. Gemeinsam kauften wir ein im Bau befindliches Gebäude und schlossen das Projekt ab. Übrigens sind wir heute noch dieselbe Gruppe von Freunden! Eins kam zum anderen, und so folgten 1978 das Grupotel Amapola, 1980 das Grupotel Gran Vista und so ist es immer weitergegangen.

Haben Sie beruflich je etwas bereut?

Ich war mein ganzes Leben in dieser Branche tätig, habe Hotels gebaut, ge- und verkauft. Dabei sind Gemeinschaftssinn und Beharrlichkeit unabdingbar. Ich habe versucht, ein guter Mensch zu sein. Das ist etwas, was mich zufrieden sein lässt.

Aber es gibt natürlich immer Dinge, die man später anders machen würde. Ich bedaure zum Beispiel die Veräußerung einiger Häuser. Obwohl wir ein interessantes Geschäft dabei gemacht haben, bleibt der Käufer doch immer der Gewinner.

Welcher Unterschied besteht zwischen den Touristen vor 50 Jahren und heute?

Früher wussten die Gäste viel weniger über Mallorca. Sie waren fröhlicher, begnügten sich mit einfachen Dingen, alles war eine Überraschung für sie. Das war eine tolle Zeit, die Urlauber und wir Mallorquiner haben uns prima verstanden. Die Inselbewohner waren begierig, andere Kulturen zu entdecken.                                                                             

Wenn Sie auf ein halbes Jahrhundert Grupotel zurückblicken: Wie lautet Ihr Fazit?

Natürlich sind wir stolz auf unsere Firmengeschichte, auch wenn es Phasen gab, die alles andere als einfach waren – aber so ist das Leben. Wir sind jedoch dankbar, dass wir uns nach wie vor mit Leidenschaft einem Geschäftsfeld widmen dürfen, das wir lieben. Und aus so manchen Mitarbeitern und Gästen sind im Laufe der Jahre Freunde geworden.

Und wie geht‘s weiter?

Unsere Herausforderung ist und wird sein, jeden Tag ein bisschen besser zu werden, und zwar in allen Bereichen. Damit die Gäste uns weiterhin ihr Vertrauen schenken, wir in Umfragen gute Bewertungen bekommen und unsere Hotels auch in Zukunft jedes Jahr Auszeichnungen erhalten.

 

 

mehr

15.09.2018 Agriturismus Weltkongress in Bozen

GFDK - Exklusiv Interviews

Die Alpenstadt Bozen richtet von 7. bis 9. November 2018 den 1. Agriturismus Weltkongress (Promo-Video) mit Gästen und Referenten aus aller Herren Länder aus.

Dr. Hans J. Kienzl, Marketingleiter der Südtiroler Dachmarke „Roter Hahn“ erklärt, warum Urlaub auf dem Bauernhof zunehmend den Zeitgeist trifft, dass Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig durch ein Bio-Label gesichert ist und wie sich die Mitgliedsbetriebe weiterbilden, um auch höchsten Gästeansprüchen gerecht zu werden.

Wo Bauernhof draufsteht, muss auch Bauernhof drin sein

Herr Dr. Kienzl, weshalb findet der 1. Agriturismus Weltkongress ausgerechnet in Bozen statt – einer Stadt ohne Airport und obwohl Gäste von allen Kontinenten erwartet werden?

Weil Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol entstanden ist. Darum muss der 1. Weltkongress genau hier bei uns stattfinden.

Können Sie uns die Geschichte von Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol kurz skizzieren?

Die Historie beginnt etwa 1850 in Bozen, im Sommer eine der heißesten Städte Italiens. Weil die horizontale Flucht ans Meer damals verkehrstechnisch nicht möglich war, rettete sich das Bürgertum vor der Hitze vertikal nach oben – an den Ritten, nach Völs oder Kastelruth.

Vorerst aber blieb Urlaub auf dem Bauernhof eine Sache der Einheimischen. Mit dem Bau von Europabrücke und Autobahn in den 1960ern kamen die ersten Gäste aus Süddeutschland, der erste Katalog 1972 enthielt 236 Betriebe.

Dank neuer Heizmöglichkeiten in den 1990er-Jahren wurde das Thema auch eines für den Winter. 1998 gründete der Bauernbund eine eigene Abteilung. Seither stärkt „Roter Hahn“ Südtirols klein strukturierte Landwirtschaft mit dem touristischen Zuerwerb und macht sie überlebensfähig. 

Der örtliche Bauernbund hat das Thema Agriturismus mit seinem Qualitätssiegel „Roter Hahn“ geradezu perfektioniert. Was machen die Südtiroler anders als andere Verbände?

Unsere Maxime lautet: Wo Bauernhof draufsteht, muss Bauernhof drin sein – soll heißen: Der Bauer muss den Hof selbst bewirtschaften, den Gast persönlich betreuen und ihm ganzjährig hofeigene Produkte zur Verfügung stellen. Wer die Kriterien nicht einhält, bekommt das Siegel nicht.

Darüber hinaus investieren wir massiv in die Produktentwicklung, und zwar mithilfe von Tagungen, Seminaren, Beratungen direkt vor Ort sowie Weiterbildungen in ganz Südtirol. Außerdem sind wir sehr transparent.

Jeder Betrieb muss sich einer Einstufung unterziehen und wird je nach Bauerhof-, Ausstattungs- und Servicequalität mit einer bis hin zu fünf Blumen ausgezeichnet.


Was bieten Sie den Bauern an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um sich fit zu machen für ihr zweites wirtschaftliches Standbein, nämlich die Rolle als Gastgeber?

Die Weiterbildung ist die Kernkompetenz des Südtiroler Bauernbunds. Es gibt einen Grundlehrgang mit 100 Stunden, den wir allen Betrieben empfehlen. Darauf fußend offeriert der Bauernbund weitere Aufbau- und Spezialisierungskurse, etwa zu bäuerlichen Produkten, Urlaub auf dem Bauernhof im Winter oder Digitalisierung.

Wie haben Südtirols Bauern anfangs auf die neue Marketing-Offensive reagiert?

Positiv, und wie! Endlich war jemand da, der sich um ihren Bereich kümmert, den Zuerwerb am Hof ernst nimmt, sie unterstützt, führt und hilft, daraus ein finanzielles Standbein zu entwickeln.

Wie profitieren andere Agriturismus-Destinationen vom Know-how der Südtiroler?

Seit 15 Jahren besuchen uns Delegationen aus aller Welt, unter anderem aus Europa, Japan, China, Australien. Und natürlich holen sie sich Anregungen, Ideen und Impulse. Nehmen Sie allein unsere kurzen Entscheidungswege:

Dieses gute Beispiel hat anderen Bauernverbänden sehr dabei geholfen, verkrustete hierarchische Mauern niederzureißen à la „so geht’s doch auch, nämlich schneller, beweglicher und flexibler“.

Was genau wünscht sich der Bauernhof-Urlauber auf seinem Traumhof und von seinen Gastgebern?

Er wünscht sich 1. echte Gastfreundschaft in einem hochwertigen attraktiven Ambiente, gepaart mit 2. einem Bauernhoffrühstück sowie hofeigenen Produkten von bester Qualität und 3. die Ruhe, welche man nur auf einem Bauernhof findet.

Es geht unter anderem um Nachhaltigkeit, die im allgemeinen Sprachgebrauch gern in einem Atemzug mit „bio“ genannt wird. Wie hält es „Roter Hahn“ mit solchen Begriffen?

Wir sind nachhaltig per se. Die Produkte stammen direkt vom Hof (Stichwort 0 Kilometer) und werden von der Bauersfamilie veredelt. Auf Regionalität wird auch in den Ferienwohnungen geachtet: Böden und Möbel sind meist aus unbehandeltem Massivholz, vorzugsweise im eigenen Wald geschlagen.

Auf Wunsch werden Urlauber, die per Zug angereist sind, vom Bahnhof abgeholt. Kurz: Selbst wenn beim „Roten Hahn“ nicht alles bio ist, herrscht bei den Bauern dieselbe Philosophie. Abgesehen davon gibt es auch bei uns viele zertifizierte Biohöfe.

Mittlerweile zeichnet sich sogar bei bekennenden Hotel-Fans ein klarer Trend hin zu Urlaub auf dem Bauernhof ab. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?

Wir arbeiten seit der Lancierung der Marke zielstrebig, konsequent und kompromisslos, um das Produkt Urlaub auf dem Bauernhof so attraktiv und hochwertig wie möglich zu gestalten.

Heutzutage sind die meisten bäuerlichen Domizile genauso nobel ausgestattet wie ein Hotel, hinzu kommt top Verköstigung. Das nimmt sich also nicht viel. Aber dort erlebe ich als Gast das echte Südtirol: Ich bin mit dem Hof, der Bauersfamilie verbunden und tauche so noch tiefer in die Wurzeln des Landes ein.

Die Marke „Roter Hahn“ genießt heutzutage nicht nur bei Feriengästen, sondern auch in Südtirols bäuerlicher Welt höchstes Ansehen. Womit überzeugen Sie letzte Zweifler? 

Das Konzept funktioniert, es begeistert die Gäste. Und es verschafft den Bauern das nötige Einkommen, um als Familie ganz am Hof bleiben zu können.

Nicht zu unterschätzen sind obendrein die persönlichen Benefits für Bauer und Bäuerin: Sie lernen neue Kontakte kennen, können sich selbst verwirklichen, erweitern ihren Horizont – nicht mehr nur als Bauern, sondern als Gastgeber.

Wer das Qualitätssiegel schließlich stolz an seiner Hauswand trägt, ist meist hochmotiviert und -engagiert. Was lassen sich die Mitgliedsbetriebe für ihre Gäste einfallen?

Gute Betriebe gehen vor allem auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Gäste ein. Darüber hinaus gibt es Bäuerinnen, die sich mit Bergkräutern besser auskennen als ein Botaniker.

Bauern, die mit Urlaubern eine Winterwanderung machen und danach den Tag mit einer gemeinsamen Marende ausklingen lassen. Und Höfe, auf denen Urlauber den Alpin-Spa ganz für sich allein haben dürfen.  

Wo soll die Reise von „Roter Hahn“ in den kommenden 20 Jahren hingegen? Bzw. was denken Sie: Ist Urlaub auf dem Bauernhof auch 2040 noch „in“?

Urlaub auf dem Bauernhof wird auch 2040 noch „in“ sein – wahrscheinlich mehr denn je. Denn der Gast sucht zunehmend das Authentische, Außergewöhnliche, Besondere. Genau das bieten unsere Bauern.

Außerdem wird „Roter Hahn“ sein Angebot bis dahin sicherlich über die derzeitigen vier Säulen (Urlaub auf dem Bauernhof, Bäuerliche Schankbetriebe, Bäuerliche Qualitätsprodukte und Bäuerliches Handwerk) hinaus erweitert haben.

Interview Jessica Harazim/AHM PR

mehr

02.09.2018 Florian Ultsch im Interview

GFDK - Exklusiv Interviews - Tom Carlos Kupfer

Zuletzt haben wir hier geschrieben: X-Mas Specials in den Harry’s Home Hotels - Ein friedliches Fest mit den Lieben verbringen und übernachten im flexiblen Designhotel – das ist die weihnachtliche Devise der Harry’s Home Hotels inmitten pulsierender Städte wie Wien, Graz, Linz oder München.

Nun ja, die Weihnachtszeit steht ja fast wieder vor der Tür, voher gibt uns Florian Ultsch noch einige Einblicke in die Zukunft der Hotelkette.

Ein Tiroler Traditionsbetrieb mit frischen Ideen: Neben ihren beiden Innsbrucker Erfolgshäusern Hotel Schwarzer Adler und das ADLERS Designhotel setzt die österreichische Unternehmerfamilie Ultsch bei Harry’s Home Hotels auf flexibles Wohnen nach dem Baukastenprinzip.

Dabei bestimmen Gäste individuell über Zimmergröße, Verpflegung oder Dienstleistungen – und somit auch den Preis. Die bald sechs Hotels in Wien, Graz, Linz, Dornbirn, München und Zürich (ab April 2019) eilten damit früh einem Trend voraus, wie Florian Ultsch im Interview erklärt.

Der 31-jährige Director of Business Development und Sohn von Namensgeber Harald „Harry“ Ultsch spricht außerdem über neue Herausforderungen für Gastgeber und die Zukunft der smarten Hotelgruppe.

Herr Ultsch, Sie und Ihre beiden Geschwister sind mittlerweile im Betrieb integriert. Kann man von einem Generationswechsel in der Hoteliersfamilie sprechen?

Ja und nein. Wechsel klingt zu abrupt – das Großartige ist ja, dass die Generationen so gut miteinander können. Es tendiert eher zum Dreier- beziehungsweise Fünfergespann mit den Eltern im Hintergrund.

Sie gingen noch zur Schule, als 2006 die Geschichte der „Harry’s Home Hotels“ in Graz begann. Wie hat sich das Reiseverhalten seitdem verändert?

Grundlegend. Reservierungen kamen damals teilweise noch per Brief. Heute, im Zeitalter von Online Travel Agencies und Digitalisierung, dominiert die Schnelligkeit. Der Gast überlegt nicht mehr, sondern klickt einfach.

Das Buchungsfenster ist dadurch viel kürzer geworden – früher waren es vier bis sechs Wochen, mittlerweile zwei bis vier Tage. Geschäftsreisende buchen sogar oft nur wenige Stunden vor Ankunft, da muss ein Hotel sehr flexibel reagieren können.

Welche besonderen Bedürfnisse hat der moderne Business-Gast vor diesem Hintergrund?

Nach oder vor einem anstrengenden Arbeitstag möchte er vor allem Stress vermeiden. Kurz: Er will unkompliziert buchen und anreisen, schnell einchecken und einen Aufenthalt, dem es an nichts fehlt.

Dazu steigt die Zahl an Social Areas und Touch Points, weil sich der Geschäftsreisende nicht mehr im Zimmer verkriecht, sondern vernetzt sein möchte. Klassische Business Center wie in amerikanischen Hotels rücken in den Hintergrund. Die Leute sind mobil und arbeiten überall.

Inwieweit verändert das die Herausforderungen an den Hotelier?

Da der Business-Gast volatiler geworden ist, wird das Hotel austauschbar. Ein Gastgeber muss sich immer wieder aufs Neue beweisen. Viele große Ketten kreieren deshalb inzwischen eigene Marken, setzen auf Lifestyle und entdecken dabei Nischenprodukte wie das Longstay-Konzept für sich. Die Nachfrage ist groß und wächst weiter.

„Wohnen auf Zeit“ heißt schon lange ein Kernthema der Harry’s Home Hotels.

Wir waren mit die Ersten auf dem österreichischen Markt, die Longstay angeboten haben, vielleicht sogar ein Jahr zu früh. Die Zielgruppe ist spannend und variabel:

Mitarbeiter in Probezeit, Neo-Singles, Familien im Umzug oder Projektarbeiter, die in urbaner Umgebung eine zweckmäßige Bleibe mit guter Infrastruktur suchen. Der Gast zahlt dabei nur, was er wirklich braucht. Und je länger der Aufenthalt dauert, desto günstiger wird der Tagessatz.

Wie sieht die Hotellerie in zehn Jahren aus?

In Fachkreisen gibt es viele Spekulationen, ich könnte zehn unterschiedliche Theorien aufstellen. Ich denke, dass sich die Bandbreite an Herangehensweisen und Nischen weiter vervielfältigt.

Es wird immer auch neue 5-Sterne-Hotels mit Concierge und Butler geben, auf der anderen Seite komplett autarke Häuser mit Online-Reservierung und Schlüsselcode, ganz ohne Kontakt von Mensch zu Mensch.

Ist ein kontaktloses Harry’s Home denkbar?

Mitarbeiter sehen wir als wichtigsten USP. Im Gegensatz zu Spirit und Leidenschaft eines Gastgebers ist Hardware in unseren Augen austauschbar. Als familiengeführtes Tiroler Hotelunternehmen möchten wir diese Werte als Best Practise vorleben und beibehalten. Deshalb wird es das so nicht geben.

Wohin bewegen Sie sich stattdessen?

Was den Service der Harry‘s Home Hotels betrifft, kann ich verraten, dass es ein hybrides Modell geben wird. Dort entscheidet zum Beispiel der Business-Gast selbst, inwieweit er mit Mitarbeitern kommunizieren möchte.

Wir stecken mitten in der Planung einer Harry’s Home „Next Generation“. In Linz haben wir bereits zwei Musterzimmer in neuem Design gebaut. Man darf gespannt sein.

Sind die Alpen für ein Tiroler Unternehmen eine geografische Investitionsgrenze?

Nicht wirklich. Touristisch gesehen ist Tirol zwar das Nonplusultra. Das Bundesland hat im Winter mehr Nächtigungen als Griechenland im ganzen Jahr. Trotzdem wollen wir mittelfristig diese Komfortzone verlassen und schielen dabei unter anderem in Richtung Norddeutschland.

Interview: Tom Carlos Kupfer/AHM PR

mehr

27.08.2018 Karriereweg geht nur nach oben

GFDK - Portrait des Monats

Egal, ob als motorradfahrender Rocker, als wagemutiger König oder als zu Unrecht verurteilter Gefängnisinsasse in PAPILLON, seiner neuen Hauptrolle, in der er ab dem 26. Juli im Kino zu sehen ist: An Charlie Hunnam kommt derzeit niemand vorbei.

Kaum ein anderer Schauspieler schafft den Sprung zwischen sehr speziellen und starken Figuren so gekonnt wie Hunnam, der laut eigener Aussage selbst sein größter Kritiker ist.

Mit Bedacht und Fingerspitzengefühl wählt er Serien- und Filmrollen aus, die Zuschauer weltweit begeistern und wurde dafür nicht nur mehrfach für Preise nominiert und ausgezeichnet, sondern auch von der CinemaCon zum „Male Star of the Year“ 2017 gekürt.

Charlie Hunnams Karriereweg scheint nur eine Richtung zu kennen: steil bergauf.

Charlie Matthew Hunnam wurde am 10. April 1980 in Newcastle upon Tyne geboren, einer Stadt im englischen Nordosten, die ansonsten eher für Steinkohle, Bier und Schifffahrt bekannt ist.

Der zweitälteste Sohn einer Geschäftsfrau und eines Schrotthändlers studierte Filmgeschichte und Darstellende Künste am Cumbria College of Art und zog Anfang 2000, nach mehreren kleinen Rollen in britischen Fernsehserien, schließlich in die USA.

Nach ersten Erfolgen auf der großen Leinwand, unter anderem mit seinen Rollen als rebellierender Nicholas in der Charles Dickens Verfilmung Nicholas Nickleby (2003) oder als Patric im dystopischen Children of Men (2006), verschaffte ihm seine Darstellung des Protagonisten Jackson „Jax“ Teller, den er sechs Jahre in der US-amerikanischen Fernsehserie Sons of Anarchy (2008 – 2014) spielte, nicht nur zahlreiche Nominierungen, sondern auch weltweiten Ruhm.

Mittlerweile ist er zudem nicht nur für seine Hauptrolle in Guillermo del Toro’s millionenschwerem Blockbuster Pacific Rim (2013) bekannt, sondern auch als Percy Fawcett in Die versunkene Stadt Z (2016) und als der legendäre King Arthur in Guy Ritchies Action-Abenteuer King Arthur:

Legend of the Sword (2017), mit dem er seiner Karriere als Filmschauspieler den Ritterschlag verpasste. Aktuell sorgt er mit seinem neuesten Projekt PAPILLON international für Aufsehen.

„Er war ein anständiger Junge aus der Mittelschicht, ein Lehrersohn, der nach Wegen gesucht hat sein Leben aufregender zu gestalten.” (Darsteller Charlie Hunnam über „Papillon“

Papillon ist auf der einsamen Insel als Gefangener eines brutalen Systems immenser mentaler und körperlicher Folter ausgesetzt. Der Alltag der Gefangenen ist von Hunger, Schmerz und Demütigung geprägt.

Um seinem Charakter so viel Authentizität wie möglich zu verleihen, begab sich Hunnam selbst an die Grenzen des menschlich Erträglichen: Während der Dreharbeiten verbrachte er eine knappe Woche schweigend, ohne Essen und kaum Wasser, in einer Isolationszelle und berichtet von dieser Erfahrung als eine der schwierigsten seines Lebens:

„Das war das Mindeste was ich tun konnte, um auch nur ansatzweise zu verstehen, was es bedeutet, fünf Jahre in Einzelhaft zu verbringen. Gewissermaßen war ich es der Rolle schuldig (…), aber es war dann doch ziemlich emotional.“

“Es ist eine Geschichte, die von Freundschaft und Brüderlichkeit handelt und davon erzählt, wie Leute unter den schwierigsten Umständen dennoch gütig zueinander sind. Es ist gewissermaßen ein Zeugnis an das Durchhaltevermögen des Menschen.”
(Charlie Hunnam)

Die Rede ist hier nicht von Hunnam selbst, sondern von seinem Charakter Henri „Papillon“ Charrière, auf dessen unglaublicher Lebensgeschichte der gleichnamige Film basiert.

In dieser faszinierenden, brutalen und mitreißenden Verfilmung des autobiografischen Romans von Charrière wird Papillon im Frankreich der 30er Jahre zu Unrecht wegen Mordes verurteilt und muss seine lebenslange Haftstrafe daraufhin in der berüchtigten Strafkolonie St. Laurent in Französisch-Guayana verbüßen.

Den Spitznamen „Papillon“ beschert ihm sein markantes Schmetterlingstattoo auf der Brust, welches zu damaligen Zeiten ein Zeichen für Diebe war. Papillon begegnet in der Strafkolonie letztlich seinem Leidensgenossen Louis Dega (Rami Malek), einem verurteilten Fälscher, der fortan unter seinem Schutz steht, wofür Dega im Gegenzug Papillons Fluchtversuche finanziert.

„Flucht bedeutet nicht immer, dass man Freiheit finden wird. Flucht bedeutet so viel mehr.” (Regisseur Michael Noer)

Papillon ist auf der einsamen Insel als Gefangener eines brutalen Systems immenser mentaler und körperlicher Folter ausgesetzt. Der Alltag der Gefangenen ist von Hunger, Schmerz und Demütigung geprägt.

Um seinem Charakter so viel Authentizität wie möglich zu verleihen, begab sich Hunnam selbst an die Grenzen des menschlich Erträglichen: Während der Dreharbeiten verbrachte er eine knappe Woche schweigend, ohne Essen und kaum Wasser, in einer Isolationszelle und berichtet von dieser Erfahrung als eine der schwierigsten seines Lebens:

„Das war das Mindeste was ich tun konnte, um auch nur ansatzweise zu verstehen, was es bedeutet, fünf Jahre in Einzelhaft zu verbringen. Gewissermaßen war ich es der Rolle schuldig (…), aber es war dann doch ziemlich emotional.“

“Es ist eine Geschichte, die von Freundschaft und Brüderlichkeit handelt und davon erzählt, wie Leute unter den schwierigsten Umständen dennoch gütig zueinander sind. Es ist gewissermaßen ein Zeugnis an das Durchhaltevermögen des Menschen.”
(Charlie Hunnam)

Regisseur Michael Noer sieht in den verzweifelten Fluchtversuchen Papillons nicht nur eine Flucht aus grauenhaften Lebensumständen, sondern auch eine Neuentdeckung des Lebens, die Wertschätzung dessen und die Frage nach dem Sinn.

Nicht zuletzt ist es die Freundschaft zwischen Papillon und Dega, die dem Film seine prägnante zwischenmenschliche Note verleiht. Es ist eine Freundschaft, die sich von der Leinwand ins wahre Leben übertragen hat. 

Hunnam plante von Anfang an, Rami Malek für die Rolle des Dega an seiner Seite zu haben und dieser spricht nur in höchsten Tönen von ihrer Zusammenarbeit.  Malek betont, dass er in Hunnam einen Freund gefunden habe „den er für den Rest seines Lebens an seiner Seite haben wird.“

PAPILLON ist letztendlich eine Geschichte über die kettensprengende Kraft von Lebenswillen, Zusammenhalt und Hoffnung und kommt am 26. Juli in die deutschen Kinos. Es ist ohne Frage ein weiterer Meilenstein auf Charlie Hunnams Weg in die Riege der beeindruckendsten Schauspielstars unserer Zeit.


 



mehr

03.07.2018 Wohntrends mit Unterhaltungswert

GFDK - Gottfried Böhmer/ Susanne Knacke

Geschichten aus München - außergewöhnliche Unternehmer aus Deutschland. Jürgen Reiter und Peter Schönhofen, die Gründer und Eigentümer der Möbelmarke Kare gründeten ihr Unternemen 1981. Das Credo der beiden Unternehmer lautet, „Mehr Geschmack als Geld“ und ist eine Absage an langweiliges, überteuertes Einrichten.

Wohntrends mit Unterhaltungswert aus München

Peter Schönhofen, "Unser Portfolio spricht Individualisten an, die Mittelmaß ablehnen und grenzüberschreitend experimentieren wollen. Hedonisten, die sich unabhängig ihres Alters jung fühlen, im Sinne von Weltoffenheit und Toleranz, und das ganze für einen unglaublichen Preis".

Ein inszeniertes, sinnliches und erregendes Wohntheater

Der Spaß am Wohnen und Leidenschaft für Design. Für die Querdenker und Romantiker, für die Wilden und Durchgestylten, auch für Paradiesvögel und all Jene, die hinter ihrer Haustüre alle Zwänge abstreifen.

Alles, nur nicht gewöhnlich

Die Neuheiten der Münchner Möbelmarke Kare sind ein Plädoyer für Interiors voller Mut und Lebenslust in schwierigen Zeiten. Schließlich soll das Nest in den eigenen vier Wänden Geborgenheit und Sicherheit bieten, ein Fluchtpunkt vor der Alltagshektik sein - da ist stilistisch erlaubt, was gefällt.

Menschen, Marken und Produkte

Die "Möbelrebellen" spannen mit ihren Wohnwelten den Bogen von schillernden Wohnideen unter dem Namen "Glam-Rock" über meditative, von der Sehnsucht nach der Natur erzählenden Möbel-Arrangements unter der Überschrift "Elements" bis zu verspieltem Möbeldesign wie barocken Polstersesseln, die mit weißen Kaninchen bedruckt sind.

Messing, Plüsch und ein Deko-Gorilla für das Wohnzimmer

Die ungebremste Lust an der Selbstinszenierung kommt in der neuen Kare Wohnwelt "Glam-Rock" zum Ausdruck. Wohldosierter Glanz in Gold und Messing und diskreter Glamour à la Grand Hotel ist beim Einrichten nach den Jahren reduzierter Zurückhaltung in Grautönen wieder erlaubt.

Der Wohntrend vereint Zitate des Möbeldesigns aus den 50er bis 70er Jahren mit matt verspiegelten Konsolen und Sideboards, tiefen Samtsesseln, Retro-Sofas und Plexiglashockern mit Kunstpelzbezug. Als Kontrapunkt dient kühne Dekoration auf dem Sideboard wie der sitzende Kunststoffgorilla "Jane", oder das bunte XXL-Papageien-Pärchen "Sissi and Franz".

Der Barwagen ist 2017 Key-Piece aller Trendsetter

Absolut unverzichtbares Trendmöbel 2017: Ein Barwagen, der sein großes Comeback feiert. Längst dient er nicht nur zum Servieren von Getränken, sondern schafft noch in der kleinsten Ecke Platz zum Dekorieren, zum Beispiel mit angesagten Deko-Objekten in Kaktus Form.

Bergsee im Beistelltisch

Die Sehnsucht nach der Natur in den eigenen vier Wänden bleibt 2017 ein wichtiger Trend. Kare setzt mit der Wohnwelt "Elements" raue Naturmaterialien in einen eleganten Kontext. "Elements" erinnert an archaischen Landschaften, die Designer spielen mit der spannungsreichen Kombination von Holz mit Glas und Metall. So ist beim Beistelltisch "Fundy" ein "See" aus grünlichem Glas in die Massivholzplatte eingelassen.

Bei den "Vulkano" Möbeln ruhen amorph geformte, dunkle Bruchsteinplatten auf rohen Eisenbeinen. Ein mächtiger, verwitterter Wurzelstock dient als Basis für die Konsole "Roots". Massivholz Möbel bleiben ein wichtiges Thema. Hier verändert sich die Gestaltung: Wichtig sind harmonisch gerundete Kanten und von Hand gearbeitete Details wie dekorative Schnitzereien, die von alten Handwerkskünsten erzählen.

Verspielte Wohnideen: Kaninchen-Sessel und Märchen-Spiegel

Wand-Spiegel wie aus dem Feenreich und humorvolle Kleinmöbel mit tierischen Motiven bringen Verspieltheit und eine Prise Humor nachhause. Wohndesign mit einem Augenzwinkern ist eines der Markenzeichen von Kare.

Auf dem Polsterbezug eines neo-barocken Sessel grinst das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland, eine Katzenfigur mit dem Gesichtsausdruck der berühmten "Grumpy Cat" dient als Tischfuß, Kommoden aus der Serie "Fun Factory" bestehen aus kunterbunt zusammengewürfelten Elementen.

Kaktus Wohnfarbe des Jahres

Grün in allen Schattierungen Materialien des Jahres: Keramik und naturbelassenes Holz Deko-Objekte des Jahres: Neon-Leuchtschriften Möbel des Jahres: Kuschelig-samtige Sofas und Sessel Erlaubt ist, was gefällt.

ÜBER KARE Design GmbH

Mehr als 100 KARE Shops in fast 50 Ländern tragen die Botschaft "Spaß am Wohnen" in die Welt. Seit 1981 bleibt das mittelständische Unternehmen in privater Hand mit seinem einzigartigen Sortiment und den unkonventionellen Wohnwelten auf Erfolgskurs. Das Unternehmen entwirft und vermarktet eigene Möbel, Leuchten und Wohn-Accessoires jenseits der Langeweile und des Mainstreams.

KARE führt heute eigene Geschäfte in München, Regensburg und Wien/Österreich und verfügt über mehr als 100 Franchise Stores, hunderte von Shop-in-Shop Flächen im Möbelhandel, eine Tochtergesellschaft für gewerbliche Projekte und Online-Shops.

KARE Design GmbH

Zeppelinstr. 16

D-85748 Garching-Hochbrück

Fon: +49+89-320821530

mehr

21.04.2018 Beauty Fashion Day in Baden Baden

GFDK - Portrait des Monats

Wenn Susann Nicole Rek am Samstag, dem 21. April 2018 ihre Gäste im Roomers Hotel Baden-Baden an der Lange Straße 100 zum „Beauty Fashion Day“ willkommen heißt, denkt sie dabei auch an die vielen Kinder, die keinen guten Start ins Leben hatten.

Denn was Leid und Vernachlässigung bedeuten, hat die 36-jährige schmerzhaft am eigenen Leib erleben müssen: „Ich war die Jüngste von drei Mädchen. Meine Mutter hat uns den ganzen Tag zu Hause an Bett, Tisch und Stuhl festgebunden und ist einfach weggegangen“, erinnert sich Susann.

Wenn ihre älteste Schwester sich befreien konnte, suchte sie nach Essen und versorgte auch die Anderen.

Susann Nicole Rek war fasziniert von der Schönheitsbranche

An viel mehr kann sich Susann Nicole Rek, die heute erfolgreich hochwertige Kosmetik und modernste Verfahren der Schönheitsmedizin mit ihrer eigenen Firma vermarktet, nicht mehr erinnern. Geblieben ist die traurige Erkenntnis: Blut ist nicht immer dicker als Wasser.

Als sie zweieinhalb Jahre alt war, endete dieser Teil ihrer Lebensgeschichte: Ihre Eltern fuhren mit den drei Mädchen nach Schwäbisch Gmünd, stellten ihre Kinder vor das Canisiushaus, eine Einrichtung franziskanischer Nonnen, klingelten und verschwanden.

Susann Nicole Rek hat ihre leiblichen Eltern seit diesem Tag nie wieder gesehen. Bei den Nonnen erlebten die drei Schwestern zum ersten Mal Nähe, Güte und Geborgenheit.

Doch all zu lange konnten sie dort nicht bleiben, weil die Einrichtung eigentlich ein Jungenheim war. Mit der Zeit fand man ein Ehepaar, dass bereit war, alle drei Mädchen bei sich aufzunehmen, obwohl es schon drei leibliche Kinder hatte.

„Wir erfuhren zum ersten Mal tiefe Liebe“, strahlt Susann Nicole Rek. Sie fährt fort: „Meine Pflegemutter hat ein großes Herz und so begann mein schönes Leben.“ Natürlich gab es auch Probleme. Durch die Vernachlässigung litt sie unter einer verzögerten Sprachentwicklung und brauchte Förderunterricht.

Doch sie gab nicht auf, machte die mittlere Reife an einer kaufmännischen Schule und begann eine Ausbildung als Zahnarzthelferin. Zudem war sie als Model tätig und gewann 2005 einen Modelwettbewerb in Schwäbisch Gmünd – ein weiterer Wendepunkt in ihrem Leben.

Fasziniert von der Schönheitsbranche wurde sie Trainerin in einem Center für Zahnbleaching und behandelte Stars und Sternchen in ganz Deutschland. Heute ist sie glücklich verheiratet, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stuttgart.

Dort gründete sie ihre eigene Firma: „Die Einfach Schön GmbH“ Rek. „Ich mache das, was mir liegt – Die Schönheit im Lande verbreiten.“

Mit der Veranstaltung in Baden-Baden, die von den beiden Stars Jana Ina Zarella und Papis Loveday (Trainer bei Germany´s Next Topmodel) moderiert wird, möchte Susann Rek sich auch bei den Franziskanerinnen bedanken, die ihr ein glückliches Leben erst ermöglicht haben.

Einen Teil des Erlöses spendet sie an die Agnes Philippine Walter Stiftung der „Schwestern der Klostergemeinschaft der Franziskanerinnen“ in Schwäbisch Gmünd, die unter anderem Brunnen und sanitäre Anlagen für die Ärmsten der Armen in Afrika baut.

Beauty Fashion Day

21. April 2018

Roomers Hotel

Lange Straße 100

76530 Baden-Baden

mehr

18.02.2018 kosmopolitische Begabung

GFDK - Portrait des Monats

Eine schöne Auszeichnung für eine Grande Dame der Filmwelt. Die Berner Filmfachfrau Beki Probst (geb. um 1940) aus Istanbul bekam die Berlinale Kamera. Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten.

Zum Abschied sagte die Grande Dame: "Wüsster es war eine Lovestory"

Am 16. Februar 2018 wurde die Berlinale Kamera an die Präsidentin des European Film Markets Beki Probst  verliehen.

Beki Probst gilt als Grande Dame der Filmwelt. Unter ihrer Leitung entwickelte sich der European Film Market zu einer der größten und wichtigsten internationalen Filmmessen. Dieter Kosslick gratuliert seiner langjährigen Kollegin und Freundin zu 30 Jahren erfolgreicher Arbeit:

„Ohne Beki Probst und ihre weltweiten Kontakte, ihren Charme und ihre kosmopolitische Begabung, Geschäft und Kultur zu verbinden, wäre der EFM nie zu einer so erfolgreichen Plattform und einem so starken Rückgrat des Festivals geworden.“

Probst wurde in Istanbul geboren, wo sie nach dem Jura- und Journalismusstudium zunächst als Journalistin arbeitete. 1960 zog Beki Probst in die Schweiz und wurde die Betreiberin der Probst-Kinobetriebe, heute bekannt als Quinnie-Cinemas.

Von 1981 bis 1988 war Beki Probst Delegierte der Internationalen Filmfestspiele Berlin für die Länder Türkei und Griechenland. Bis 1995 war sie zudem Mitglied der Auswahlkommission von Locarno. Von 1988 bis 2014 war Beki Probst Leiterin des European Film Market der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Der bis 1988 als Filmmesse bekannte Markt wurde von ihr zum European Film Market umbenannt und zu einem der bedeutendsten Branchentreffs der Filmindustrie ausgebaut. Beki Probst war von 1988 bis 1996 außerdem künstlerische Leiterin des Genfer Festivals „Stars de Démain“.

Sie gehörte mehrfach den Jurys internationaler Filmfestivals an, darunter Toronto, Jerusalem und San Sebastián. 1992 wurde Beki Probst mit dem französischen Staatsorden „Chevalier des Arts et des Lettres“ ausgezeichnet.


Die Berlinale Kamera ging bisher an Gina Lollobrigida (1986), Francis Ford Coppola (1991), Lauren Bacall (1997), Meryl Streep (1999), Daniel Day-Lewis (2005), Harry Belafonte (2011), Clint Eastwood (2007) und Isabella Rossellini (2013).

mehr

30.12.2017 Gipfelsturm und Talfahrt

GFDK - Portrait des Monats

Niemand schreibt ihr Songs auf den Leib. Niemand sagt ihr welche Kleider sie tragen soll. Niemand schärft ihr ein, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat. VALENTINE braucht niemanden der ihr gutgemeinte Ratschläge erteilt. Sie schöpft aus sich selbst, ihre Kreativität ist echt. Schon als Ungeborene liebte sie schöne Töne.

„Als meine Mutter schwanger mit mir war, habe ich im Bauch immer gestrampelt, wenn sie die Beatles oder Yes hörte“, berichtet VALENTINE. Als Tänzerin hatte ihre Frau Mama einen musischen Beruf gewählt, genau wie der Herr Papa, der Toningenieur und Musiker ist. Bereits als Kleinkind bekam VALENTINE von den Eltern ein kleines Keyboard geschenkt. „Ich war fünf Jahre alt, als meine Mutter durchsetzte, dass ich trotz knapper Kasse Klavierunterricht bekam.“

Während ihrer Kindheit in Berlin-Friedrichshain hatte die junge VALENTINE das Glück, eine undogmatische Klavierlehrerin zu treffen, die sie ermutigte, eigene Melodien zu spielen. In der Schule glänzte die Elevin mit Coversongs von Alicia Keys, Mariah Carey und Jewel, die sie vor der versammelten Schülerschaft vortrug. „Ich merkte, dass es mir leicht fällt, zu singen und Klavier zu spielen“, erinnert sie sich.

Daneben feilte VALENTINE an eigenen Songs. Sie war 16 als ihr Debütalbum „Ocean Full Of Tears“ heraus kam, aus Valentine Romanski wurde (englisch) VALENTINE. Ihre Vorliebe für sehnsüchtige Balladen stieß auf große Gegenliebe bei Publikum und Pop-Adel gleichermaßen.

Kein Geringerer als Sir Paul McCartney wählte die Debütantin aus, drei ihrer Eigenkompositionen auf seiner Charity-Gala „Adopt A Minefield“ in Neuss zu spielen. „Ich war super nervös und habe mein komplettes Englisch-Vokabular vergessen als ich ihm gegenüber trat“, lacht sie.

„Der Auftritt lief aber bestens. Wenn Paul McCartney in der ersten Reihe steht und dich anlächelt, ist das natürlich großartig!“ Vor ihr waren an dem Abend bereits Yusuf Islam (früher Cat Stevens) und Anoushka Shankar aufgetreten. Auch andere Künstler mochten VALENTINE`s Songs und so kam es zu VALENTINE-Konzerten mit Musik-Schwergewichten wie Meat Loaf, Joe Cocker, 2raumwohnung und Heather Nova.

Zwei Jahre später erschien der Album-Nachfolger „Blue Merry-Go-Round“ - die Platte bestand aus elegischen Songs mit aufwändiger Instrumentierung und nachdenklichen Texten. „Wenn man schon die Plattform bekommt etwas mitzuteilen, muss das doch auch Hand und Fuß haben“, findet VALENTINE.

Nachdenklich machte sie auch ihre Erfahrung, dass nach einem Gipfelsturm die Talfahrt folgen kann. Die erste Plattenfirma schickte ihr nach dem zweiten Album den blauen Brief. Von nun an musste sich VALENTINE mit Jobs durchschlagen, an Türen klopfen, Absagen kassieren, mit Enttäuschungen fertig werden. VALENTINE besann sich auf ihre Fähigkeiten: sammelte Ideen, schrieb Lieder, verwarf sie wieder und schrieb bessere.

Anfang 2010 waren die neuen Kompositionen so stark ausgereift, dass VALENTINE damit ein neues Demo aufnahm. Diese Songs, unter anderem das Aufsehen erregende „Black Sheep“, beeindruckten das neue Label der Berlinerin und verschafften ihr in Windeseile ihren aktuellen Vertrag.

Für alle Beteiligten war es dabei offensichtlich, dass „Black Sheep“ die erste Single sein musste, denn dieser Song vereint in Sound und Worten zu 100 Prozent die wunderbare Welt von VALENTINE.

Anspruch wird Wirklichkeit VALENTINE`s berauschender Zauber-Pop

Auch die Erfahrungen der schwierigen Zeit des Suchens und Zweifelns finden sich auf VALENTINE`s neuem Album „Love Like Gold“. Die Berliner Pop-Komponistin geht mit wachen Augen durch die Welt, beobachtet ihre Mitmenschen genau und verschließt sich weder Leid noch Schmerz. „Schon als ich klein war, mochte ich melancholische Melodien.“

Inzwischen ist VALENTINE 22 Jahre alt, und es hat sich eine Menge getan. „Ich wohn` in Berlin“, lacht sie wieder dieses strahlende Lachen, „und war viel tanzen.“ Sie entdeckte Radiohead, Muse, Kate Bush, Amy Macdonald, Marina & The Diamonds und geht bevorzugt in Clubs, in denen ihre Lieblings DJs auflegen.

„Meine neuen Songs haben diese Piano-Melancholie, es gibt opulente Streicher und darunter liegen clubbige Beats“, beschreibt sie die Song-Perlen ihrer neuen Sammlung. „Love Like Gold“, ihr dritter Dreher enthält prächtig kolorierte Popmusik, getragen von frischen Grooves, prall gefüllt mit Gefühl und Seele. Ihre Texte greift sie aus dem vollen Leben.

Für die Single „Black Sheep“ erzählte VALENTINE etwa die Geschichte eines Mädchens, das droht ins Rotlichtmilieu abzurutschen. „Man sollte solche Menschen aber nicht ausstoßen, sondern ihnen unter die Arme greifen“, fordert sie entschieden.

In „Nobody Knows“ schildert sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Menschen, den man zu kennen glaubt, aber nicht erinnert. „War es eine Begegnung in einem anderen Leben oder ein Déjà-vu?“, fragt VALENTINE träumerisch. In Bezug auf ihr „Catch Me With Love“ stellt sie die Frage: „Warum ist Liebe eigentlich so kompliziert und quälend? Besonders für junge Leute, die haben doch noch nichts zu verlieren, keine Familie, um die sich kümmern müssen...“

VALENTINE ist eine junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Melodien und Texte stammen großteils aus ihrer Feder, „vom Fotoshooting bis zum Videodreh ist alles durch meine Hände gelaufen“, stellt sie klar. Entscheidungsfreudig wählt sie die Musiker für ihre Band selber aus und stellt sich flankierend ein Team aus Fachleuten zusammen.

VALENTINE folgte einer Vision, sie hat klare Vorstellungen und lässt sich kein X für ein U vormachen. Selbstverständlich sucht sich die Berlinerin Formen und Farben ihrer märchenhaften Kleider nach eigenem Gusto aus, dabei steht sie bevorzugt auf Rot, Schwarz, Weiß sowie Gold und Silber.

Besonders die Farbe Gold spielt für VALENTINE eine entscheidende Rolle. „Mein Album ist wie eine Schmuckschatulle, darin befinden sich viele Kostbarkeiten die glitzern und funkeln. „Liebe ist wie Gold“, lautet ihre Metapher, „sie ist wertvoll und schön, sie kann aber auch sehr schwer sein und sogar zu Streit führen...“

Das Album „Love Like Gold“ enthält Lieder voll Lebenslust, tiefer Gefühle und pulsierender Musikalität – Pop, strahlend wie goldener Sonnenschein.

Quelle: Sony Music www.sonymusic.de

Presse-Kontakt:

Promotion Columbia Deutschland,

Neumarkter Str. 28, 81673 München

Fabian Heinisch

fabian.heinisch@sonymusic.com

mehr
Treffer: 62