Nachrichten aus der großen weiten Welt

29.06.2022 Sie gehe gerne an die Grenzen

GFDK - Kultur und Medien

Erstmals Gesang: Die Forberg-Schneider-Stiftung verleiht den mit 20.000 € dotierten Belmont-Preis für zeitgenössische Musik 2022 an die französisch-zypriotische Sopranistin Sarah Aristidou. J

eder Ton ihres Gesangs sei durchdacht, sei Manifestation blitzender Intelligenz, Expressivität und Sinnlichkeit, so das Kuratorium.

Die Preisverleihung findet am 10. November 2022 um 18.30 Uhr im Gartensaal des Prinzregententheaters in München statt. Im Anschluss: 2. Abonnementkonzert des Münchener Kammerorchesters mit Sarah Aristidou (Sopran) und Bas Wiegers (Dirigent)

Vor wenigen Tagen erst, am 26. Juni, begeisterte sie als Nausikaa in der Premiere von Luigi Dallapicollas „Ulisse" an der Oper Frankfurt. Sarah Aristidous großes Potential wird früh erkannt

Schon als Mitglied des Internationalen Studios der Staatsoper unter den Linden (2017-2019) beeindruckt sie im klassischen Fach nicht nur als Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss.

Bereits 2015 – da studiert sie noch – tritt sie als Interpretin mehrerer Uraufführungen von Werken von Komponisten wie Wolfgang Rihm und Manfred Trojahn in Erscheinung, Aribert Reimann komponiert für sie seine „Cinq fragments lyriques".

 2018 brilliert sie in der Uraufführung von Thomas Larchers „Das Jagdgewehr" bei den Bregenzer Festspielen, ein Live-Mitschnitt auf DVD erscheint 2020. Vom Fachmagazin Opernwelt wird sie gleich zweimal als „Beste Newcomerin" ausgezeichnet.

Sie gehe gerne an die Grenzen, versichert sie Jörg Widmann zur Uraufführung seines Werkes „Labyrinth IV" (2019) und beweist ihm wie dem begeisterten Publikum ihre besondere stimmliche Bandbreite und ihr beeindruckendes Können. Widmann bescheinigt seiner Interpretin:

„Ich glaube, dieses Stück wäre ohne sie gar nicht möglich, ohne ihre spektakuläre Fähigkeit, in einem stratosphärenhohen Register zu singen".

Ihre künstlerische Freiheit unterstreicht Sarah Aristidou mit ihrem 2021 veröffentlichten ersten Album „Æther", das anspielt auf das „fünfte Element", das Grenzen zwischen Epochen überwinden will.

Für die Aufnahme mit Werken von Händel bis Varèse, von Debussy bis Adès kann sie Stars wie Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud gewinnen. 

Abseits der Klassikbühne nimmt sie Ende 2021 zypriotische Volkslieder mit dem deutsch-türkischen Komponisten und Klangkünstler Kaan Bulak auf, gemeinsam mit Ricardo Villalobos und Ale Hop produzieren sie einen Remix.

Ihre musikalische Ausbildung beginnt Sarah Aristidou (1991 in Paris geboren) als Kind im Rundfunkchor Maîtrise de Radio France in Paris.

Sie erwirbt einen Abschluss in Musikwissenschaft an der Sorbonne und in Musiktheorie am Conservatoire de Paris, ehe sie Operngesang an der UdK Berlin studiert und 2016 ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Theaterakademie August Everding bei Christiane Iven (Gesang) abschließt.

Sie gehe gerne an die Grenzen, probiere gern Dinge aus, aber man müsse vorsichtig sein mit der Stimme, sagt Sarah Aristidou: „... doch solange man es mit der richtigen Intention und der richtigen Technik tut, ist alles kein Problem."

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28.06.2022 Rendezvous der Illusionen

GFDK - Kultur und Medien

Mit dem Engländer Patrick Hughes und dem Chinesen Zhuang Hong Yi reichen sich zwei internationale Stars der OP-Art-Szene die Hand. Vom 02.07.2022 bis 23.10.2022 präsentiert die kunsthalle messmer in ihrer grandiosen Werkschau „Rendezvous der Illusionen“ Arbeiten, welche sich zwischen optischen Täuschungen und kinetischer Finesse bewegen.

Während Zhuang den harmonischen Ruhepol der Ausstellung bildet und mit seinen changierenden Farbverläufen und reliefartigen Oberflächen bezaubert, faszinieren Hughes Arbeiten durch ihre mathematisch konstruierte Umsetzung von Perspektive und Raum.

Für den Besucher tun sich neue – philosophische wie optische – Welten auf, wenn sie zwischen Hughes kippenden und fallenden Raumebenen und dem fast schon meditativen Mikrokosmos von Zhuangs abstrahierten Blumenstrukturen wandeln.

Beide Künstler arbeiten in ihren Werken mit dem Phänomen der Faltung. Während Zhuang Hong Yi das Reispapier nach alter chinesischer Tradition formt und daraus einen Großteil seiner Bilder aufbaut, konstruiert Hughes durch Faltung multiple perspektivische Ansichten.

Beide Künstler offenbaren dem Besucher den eigenen Sehvorgang als kreativen Prozess und zeigen zugleich die Uneindeutigkeit von Wirklichkeitserfahrungen auf.

Die Illusionen sind nur an den Originalen, live vor Ort erfahrbar!  Lassen Sie sich ein auf das Rendezvous mit den Meistern der Illusionen und erleben Sie den Zauber dieser Begegnung.

Informationen zu Patrick Hughes

Der Brite Patrick Hughes (*1939), mit bürgerlichem Namen Peter David Hughes, fasziniert die Kunstwelt mit seiner selbstentwickelten Technik der „Reverspective“, das die Kurzform für „reverse perspective“ (dt. umgekehrte Perspektive) ist und dreidimensionale, reliefartig gestaltete Gemälde und Collagen bezeichnet, die in den Raum hineinragen und bei dem Betrachter eine optische Illusion erzeugen.                         

Frontal als flache, perspektivisch gemalte Flächen wahrnehmbar, wird, sobald der Betrachter seinen Standort ändert, der Eindruck räumlicher Tiefe verstärkt und es kommt zu einer Verschiebung der Perspektive.

Dies funktioniert durch die Zusammensetzung dreidimensionaler Objekte aus parallelen, stumpfen Pyramiden und dreieckigen Prismen.

Unsere Orientierungslosigkeit wird dadurch hervorgerufen, dass der Künstler die am weitesten entfernten Elemente im Bildraum am nächsten zum Betrachter platziert, nämlich auf den Spitzen der Formen.

Hughes gilt damit als Wegbereiter der OP-Art. Seine ersten Arbeiten entstanden in den 1950er Jahren. Seine erste Ausstellung erfolgte im Jahr 1961.

Zumeist präsentiert er surreale Orte und integriert Anspielungen auf die Populärkultur, die Weltgeschichte und die Kunstszene. Hughes Arbeiten finden sich häufig an öffentlichen Orten, wie u.a. der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main und der British Library in London. Er lebt und arbeitet in London.

Informationen zu Zhuang Hong Yi

Zhuang Hong Yi (*1962) gilt als einer der international einflussreichsten Künstler Chinas. Er hat sich mit seinen farbenfrohen Blütenarbeiten („Flowerbeds“) einen Namen gemacht. J

ede dieser Arbeiten enthält hunderte von Hand gefalteter Reispapiere, welche zusätzlich mit Tusche und Lack gefärbt werden.

Mit schillernden Farbverläufen und opulenten Blütenlandschaften erzeugt Zhuang einen harmonischen Bezug zur Natur, der zum Träumen einlädt. Denn Blumen sind für ihn eine universale Sprache. Seine Arbeiten sollen den Menschen Freude und Mehrwert bringen.

Seine delikaten skulpturalen Arbeiten waren in zahllosen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit zu sehen, darunter im Found Museum in Peking, China, im Groninger Museum in den Niederlanden, im Ulmer Museum in Deutschland, im Erarta Museum in Russland und auf der 55. Biennale von Venedig, Italien, im Jahr 2013.

Zhuang studierte am Sichuan College of Fine Arts in China und setzte seine Ausbildung in Europa an der Minerva Academy in den Niederlanden fort.

Zhuang Hong Yi verbindet chinesische Handwerkstradition mit zeitgenössischer Formsprache, welche eine Brücke zwischen Asien und Europa schlägt.

Heute lebt Zhuang in China und der Schweiz.

In der angeschlossenen GALERIE MESSMER gibt es vom 31.07.22 – 23.10.22 weitere Arbeiten von Patrick Hughes und Zhuang Hong Yi zu bewundern und auch zu erwerben!

Rendezvous der Illusionen

Patrick Hughes & Zhuang Hong Yi

02.07.2022 – 23.10.2022

kunsthalle messmer

Grossherzog-Leopold-Platz 1

79359 Riegel am Kaiserstuhl

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25.06.2022 Meldorfer Straßenfieber

GFDK - Kultur und Medien

Simsalabim! Gaukler, Wahrsagerinnen, Jongleure, Puppenspieler, Akrobaten und Clowns - ein Wochenende lang verwandelt das “Meldorfer Straßenfieber” die Gassen und Plätze der idyllischen Domstadt in eine große Varieté-Bühne und bekräftigt einmal mehr den Ruhm Meldorfs als Kulturhauptstadt des Landkreises Dithmarschen.

Das Publikum darf sich auf magische Momente und mitreißendes Entertainment freuen.

“Unser Programm soll die Menschen zum Staunen, Lachen und Träumen bringen”, betont Uwe Muth, Organisator und künstlerischer Leiter des Straßenkunstfestivals. 

Programmübersicht:

Samstag, 16. Juli 2022

Los geht’s um 13 Uhr auf dem Südermarkt mit einer spektakulären “Mülltonnen-Show”: Die “Groove Onkels” entlocken ihren vier 240-Liter-Mülltonnen nie zuvor gehörte Klänge - ausgefeilte Choreografie inklusive. Die Tonnen werden geworfen, getreten, geschmettert, gedeckelt, mit Sticks und Klobürsten bearbeitet. Ein außergewöhnliches Musik-Event.

Wo er auftaucht, bleibt garantiert kein Auge trocken: Seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten sorgt Markus Siebert alias “Knäcke” in einem Mix aus  Clownerie und Slapstick quer durch Europa für Lacher.

Spontan und voller Spielwitz überrascht er immer wieder mit improvisierter Situationskomik. Zwischen 13 Uhr und 19 Uhr könnte man ihm irgendwo in der Stadt unverhofft begegnen – also aufgepasst!

Ab 13 Uhr hat sich hoher Besuch angekündigt: Arthur kommt vorbeiKlaus Lang aus Berlin alias Arthur präsentiert artistische Komik rund um ein historisches Lastenrad und eine Klappleiter, Jonglage in XXL, sonderbare Einradstunts sowie Horst, den Doppelgänger.

Puppenspielerin Elke Strackenbrock, “Managerin” des Comedy-Puppenensembles “Utsch-Crew”, lässt die Affen tanzen! Wenn auf ihrer mobilen Puppenbühne an der Zingelstraße 1 vor dem Modegeschäft Hartmann Onkel Ukan und Nanu zur Höchstform auflaufen, ist für Klein und Groß Mitmachen angesagt.

Einhörner, Pferde, Marienkäfer, Dinos, Blumen, Herzen - alles, was Kinder sich wünschen: Die Ballonkünstler Oli & Felinchen formen phantasievolle Figuren voller Poesie – aus Luftballons. Sie werden den ganzen Tag in Meldorf unterwegs sein und ihre jungen Zuschauer*innen bezaubern.

 Ein weiteres Highlight für den Nachwuchs ist das Kinderschminken.

19 Uhr, Die Fischgesichter sind in der Stadt. Die Düsseldorfer covern bekannte Songs in ihrer ganz speziellen Art und Weise. Lassen Sie sich mitreißen.

Um 21 Uhr spielt das Theater der Nacht ebenfalls auf dem Rathausplatz das Stück "Der Hexenjäger". Ein Spiel mit Puppen und Menschen für alle großen und kleinen Gäste.

 Sonntag, 17. Juli 2022

“Knäcke” is back in town! Von 13 Uhr bis 19 Uhr macht Markus Siebert als “Giovanni Gassenhauer” die Stadt unsicher.

Shakespeares “Sommernachtstraum” in KurzfassungJörn Kölling spielt Hermia, Lysander und Demetrius auf der einen und Elfenkönig Oberon, Feenkönigin Titania und Puck auf der anderen Seite.

Wird es in der Kürze der Zeit gelingen, Zaubertrank und Liebestropfen rechtzeitig zu den Verliebten zu bringen, um so den Sommernachtstraum wahr werden zu lassen? Oder nimmt das bekannte Beziehungsgeflecht eine andere Wendung und es folgt ein unbeschreibliches Gefühlschaos?

Zweimal ab 14.00 Uhr bittet die “FeuerWer?” zum Akrobatik-Lehrgang auf den Südermarkt. Hier wird das historische Feuerwehrauto zur Bühne, der Schlauch zum Drahtseil. Hoch an der Drehleiter hängt das Trapez. Diese Show ist Gänsehaut-Action pur und nichts für schwache Nerven. Atemberaubend!

Ein Spiel mit Objekten, Geräuschen und eine verführerische Stimme: Ganz leise berührt “Wahrsagerin” Etta Streicher in ihrem Bauchladentheater jeden, der sich auf ihre poetische Vorstellung einlässt.

Durch den Blick in eine Kugel aus Spiegelscherben werden wir in das “Kabarett der guten Wünsche” entführt. Wohin wird uns die Reise führen? Mobil in der Innenstadt.

Lothar Lempp, ein Meister des Kaleidoskopbauens, erweckt die alte Kunst zu neuem Leben. Mit hochwertigen optischen Materialien schafft er kinetische Licht-Kunstwerke und bietet dem Betrachter ein faszinierendes sinnliches Erlebnis.

Glasobjekte erzeugen immer neue Blumen und Sterne, der Blick durch die beiden Kaleidoskope ermöglicht eine völlig neue Sicht auf die Außenwelt. Der “Kaleidoskopwagen” neben der Kulturkneipe Bornholdt an der Zingelstraße 14 kann an beiden Tagen besucht werden.  

Meldorfer Straßenfieber

16. & 17. Juli 2022 

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23.06.2022 Mit dem hr-Sinfonieorchester

In diesem Jahr eröffnet das hr-Sinfonieorchester nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder traditionell das Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach. Die beiden Konzerte am Samstag, 25., sowie am Sonntag, 26. Juni, leitet erstmals Chefdirigent Alain Altinoglu. Es gibt für beide Termin noch wenige Restkarten.

An den beiden Konzertabenden präsentiert das hr-Sinfonierochester Frankfurt ein selten zu erlebendes chorsinfonisches Glaubenswerk von Mendelssohn.

Die Uraufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang"-Sinfonie im Jahr 1840 in der Leipziger Thomaskirche wurde mit rund 500 Aufführenden in Chor und Orchester bestritten.

Ganz so viele Mitwirkende werden es nicht sein, wenn das hr-Sinfonieorchester mit dem MDR-Rundfunkchor und einem renommierten Solisten-Trio die Partitur von Mendelssohns Sinfonie-Kantate im beeindruckenden Klang-Raum der romanischen Basilika von Kloster Eberbach lebendig werden lassen.

Zuvor stellt Alain Altinoglu Antonín Dvořáks Sinfonische Dichtung "Das goldene Spinnrad" vor – ein Spätwerk des tschechischen Komponisten, das die Figuren des gleichnamigen Märchens höchst anschaulich vergegenwärtigt und die Grauen erweckende Geschichte samt Happy End lebendig nacherzählt.

Livestream, Live-Übertragung im Radio und TV-Sendungen
Das Konzert am Samstag, 25. Juni, gibt es als Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de und danach dort als Video-On-Demand.

hr2-kultur überträgt das Konzert am Samstag, 25. Juni, live ab 19:04 Uhr und sendet eine Wiederholung am Dienstag, 14. Juli, um 20:04 Uhr, im Rahmen des ARD-Radiofestivals.

Das Eröffnungskonzert wird am Samstag, 9. Juli, um 20:15 Uhr in 3sat und am Sonntag, 10. Juli, um 8:30 Uhr im hr-fernsehen ausgestrahlt.

Rheingau Musik Festival 2022 - Eröffnungskonzert
MDR Rundfunkchor; Katharina Konradi, Sopran; Miriam Albano, Mezzosopran; Matthew Swensen, Tenor; Alain Altinoglu, Dirigent
Datum: Samstag, 25. Juni, und Sonntag, 26. Juni, jeweils 19 Uhr
Ort: Kloster Eberbach, 65346 Eltville am Rhein
Karten unter Telefon: 06723/602170 oder www.rheingau-musik-festival.de

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23.06.2022 Beiträge und Interviews

GFDK - Kultur und Medien

Umfassende Website des Projekts STERNENHIMMEL DER MENSCHHEIT ist jetzt online +++ Beiträge und Interviews von internationalen Wissenschaftler*innen, darunter Alan Lightman, Sibylle Anderl, Barbara Schellhammer, Nicholas Campion, Andreas Blühm und Kevin Govender +++ zweites Festival STERNENHIMMEL DER ERDE im September 2022

STERNENHIMMEL DER MENSCHHEIT

Ob Kirkuk vor 5.000 Jahren, Peking zur Zeit der kaiserlichen Dynastien, Grönland, Timbuktu, Tahiti, Cusco oder Nantesbuch – in allen Kulturen richtet sich der Blick der Menschen Nacht für Nacht zu den Sternenhimmeln.

Doch was kaum jemand weiß: Jede Kultur sieht andere Bilder und Figuren. Wie die unterschiedlichen Sternbilder aussehen und welchen Einfluss sie auf die verschiedenen Kulturen haben, erörtert der Schriftsteller Raoul Schrott gemeinsam mit Wissenschaftler*innen aus aller Welt.

In dem über vier Jahre angelegten Projekt werden 17 kulturelle Sternenhimmel und damit verbundenen Erzählungen und Mythen erschlossen und in einer Publikation, die voraussichtlich 2024 erscheint.

Begleitet wird das Vorhaben durch illustrierte Karten, die die Zeichnerin Heidi Sorg gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler und passionierten Sternebeobachter Christian Weiblen in ständigem Austausch mit dem Autor anfertigt.

Die neu geschaffene Website dokumentiert ausführlich den aktuellen Stand des Projekts: Neben erläuternden Texten und umfangreichen Informationen lassen sich dort bereits die ersten drei Sternenhimmel, nämlich der Inuit, Tuareg und Navajo, interaktiv erkunden.

Zudem vertiefen u.a. Interviews und Gastbeiträge von internationalen Wissenschaftler*innen das Projekt, darunter Astrophysikerin und Wissenschaftsphilosophin Sibylle Anderl über den Zauber der Astrophysik und wissenschaftliche Detektivarbeit, Physiker, Schriftsteller und Professor der Geisteswissenschaften Alan Lightman über den Astronom als Künstler, Kulturphilosophin Barbara Schellhammer über das Bewahren von Kulturgut und Sternenbilder als interkulturelle Brücken und Kevin Govender, Direktor des OAD in Südafrika, über die aktive Förderung gesellschaftlicher Entwicklung mittels Astronomie.

Hier geht es zur  Website https://sternenhimmel-der-menschheit.de

Festival 2022

Das Festival findet in diesem Jahr unter dem Titel STERNENHIMMEL DER ERDE – PANORAMEN DER NACHT von Freitag, 16. bis Samstag, 17. September in Nantesbuch statt. Im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen und Lesungen sowie musikalischen Darbietungen treten u.a. Michael Krüger, Sibylle Anderl, Petra M. Sijpesteijn, Andreas Blühm, Sophie von Kessel und Bibiana Beglau auf.

Stiftung Kunst und Natur

Die Stiftung Kunst und Natur möchte Menschen die sinnliche Auseinandersetzung mit Kunst und Natur ermöglichen und zu einer Gesellschaft beitragen, die mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt handelt.

Kunst und Natur geben entscheidende Impulse für die Gestaltung einer solchen Gesellschaft. Daher bietet die Stiftung ein vielfältiges interdisziplinäres Programm, Ausstellungen und Veranstaltungen an, um zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie Natur und Landschaft anzuregen.

Die Stiftung wurde im Jahr 2012 von der Unternehmerin Susanne Klatten als Stiftung Nantesbuch – Kunst und Natur gegründet. Seit 2021 trägt sie ihren heutigen Namen. Neben Nantesbuch ist das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg eine weitere zentrale Kultureinrichtung der Stiftung.

Weitere Informationen erhalten ihr unter https://kunst-und-natur.de/

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22.06.2022 Genesis Revisited

GFDK - Kultur und Medien

Kurz nach seiner erfolgreichsten Solotournee aller Zeiten kündigte Steve Hackett seine „Genesis Revisited - Foxtrot at Fifty + Hackett Highlights“ UK Tour für 2022 an.

Die Tournee markiert den 50. Jahrestag des legendären Genesis-Albums Foxtrot, das 1972 entscheidend dazu beitrug, die Band als eine der wichtigsten Kräfte im britischen Rock zu etablieren.

Gitarrist Steve Hackett stieß 1971 zu Genesis und gab sein Debüt auf dem Album Nursery Cryme, das in Europa einen größeren kommerziellen Erfolg hatte als in Großbritannien.

Nach ausgiebigen Tourneen wurde die Band durch die Reaktionen des Publikums ermutigt, weiter mit immer längeren Kompositionen zu experimentieren und ihre Fähigkeit zu entwickeln, starke Erzählungen einzubauen.

Dies wiederum gab Frontmann Peter Gabriel mehr Gelegenheit, sich der Theatralik hinzugeben, die dazu beitrug das Profil der Band zu schärfen.

Jetzt, 2023, bringt Steve Hackett „Foxtrot at Fifty“ für eine Reihe von mit Spannung erwarteten Terminen nach Europa, die auf die ausverkaufte UK-Tournee 2022 folgen werden. In Deutschland stehen insgesamt elf Konzerte auf dem Tourneeplan.

"Ich denke, Foxtrot war ein großartiger Erfolg für Genesis zu dieser Zeit", sagt Steve Hackett. "Ich denke, es gibt keinen einzigen schwachen Track auf dem Album, sie haben alle ihre Stärken und ich freue mich wirklich darauf, das ganze Album live zu spielen."

26. April 2023, Verti Music Hall

Presale eventim.de: Mittwoch, 22. Juni 2022, 10 Uhr
Vorverkaufsstart: Freitag, 24. Juni 2022, 10 Uhr

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21.06.2022 Hilflose Deutsche

GFDK - Kultur und Medien

Die Inflationsangst geht um und bedrückt die Bundesbürger. Wie aktuelle Umfragen zeigen, lassen aufgrund der gestiegenen Preise inzwischen schon 16 Prozent der Deutschen Mahlzeiten ausfallen. Das Thema ist auf der Agenda, doch beim Umgang damit gibt es viele Fragezeichen, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Gemäß einer von Civey durchgeführten repräsentativen Befragung haben 41 Prozent der Deutschen keine Strategie, um dem Wertverlust ihres Geldes entgegenzuwirken.

Immerhin jeder Fünfte sieht mit dem Investieren in Aktienfonds eine attraktive Möglichkeit, Wert bzw. Kaufkraft zu erhalten. 19 Prozent der Bundesbürger halten es gegenwärtig für angebracht, Geld zu sparen, um mit der Situation zurechtzukommen.

Im Mai ist die Inflationsrate gemäß Statistischen Bundesamt auf einen Wert von 7,9 Prozent geklettert. In zahlreichen im Alltag besonders relevanten, weil unverzichtbaren Bereichen, fällt der Anstieg dabei deutlich höher aus.

So sind Heizöl sowie Kraftstoffe 50 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, bei Strom, Gas und anderen Brennstoffen schlägt der Anstieg mit 36 Prozent zu Buche. Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken beträgt die Teuerungsrate indes 10 Prozent, Tendenz steigend.

Von einem mangelnden Bewusstsein kann jedenfalls keine Rede sein. 40 Prozent der Deutschen bezeichnen die Inflation gegenwärtig als ihre größte Sorge, an zweiter Stelle erst steht der Ukraine-Krieg, hier sind es 34 Prozent.

Doch wie umgehen, das scheint für die meisten schwieriger denn je. Zumal, da in Deutschland die Investment-Kultur in der breiten Masse vergleichsweise gering ausgeprägt ist. Die jüngste Börsenbegeisterung könnte ein jähes Ende gefunden haben.

Keine Strategie, akute Herausforderungen: da scheint der Gedanke naheliegend, sich beraten zu lassen. Doch gerade hierbei haben viele Bundesbürger schlechte Erfahrungen gesammelt. 14,7 Prozent – bei einem Ranking der am häufigsten genannte Aspekt – bezeichnen es als ihre größte finanzielle Fehlentscheidung, der falschen Beratung vertraut zu haben.

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17.06.2022 Nicht einfach drauf losschreiben

GFDK - Kultur und Medien

Leeres Blatt und leerer Kopf – von einer Schreibblockade war sicherlich jeder schon mindestens einmal betroffen. Egal ob Blogger, Autor oder Student, jeder hasst die Schreibblockade.

Allein deshalb wird es Zeit, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen und der Schreibblockade den Kampf anzusagen. Wir zeigen Ihnen daher drei Möglichkeiten, um Ihrem Erzfeind des Schreibens in Zukunft aus dem Weg zu gehen. 

Einfach drauf losschreiben

Das ist für viele von uns oft leichter gesagt als getan, doch lassen Sie sich durch den Kopf gehen, was wirklich damit gemeint ist. Oft hilft es, sich eine kurze Frist von 10, 20 oder 30 Minuten zu setzen und in dieser Zeit ohne jegliche Ablenkung in die Tasten zu hauen.

Innerhalb dieser Zeit sollten Sie sich von Rechtschreibung und perfekter Formulierung trennen, denn diese zwei Faktoren können oft mitverantwortlich für eine Schreibblockade sein. Schreiben Sie Ihre Ideen so auf, wie sie Ihnen in den Sinn kommen und Sie werden am Ende der festgelegten Zeit nicht mehr auf eine leere Seite blicken.

Eine Pause einlegen

Wenn die Gedanken überall, außer bei Ihrem Text und der Ideenfindung sind, dann wird es definitiv Zeit für eine Pause. Für die richtige Pausengestaltung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um Ihre Kreativität zu fördern.

Was all diese Möglichkeiten gemeinsam haben: der Text, an dem Sie arbeiten, darf nichts damit zu tun haben. Legen Sie den Text bei Seite und machen Sie zum Beispiel einen Spaziergang, treiben ein wenig Sport und vermeiden Sie dabei Ablenkung von Ihrem Smartphone.

Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, Ihr Gehirn arbeitet noch nicht richtig mit, empfiehlt sich ein Online Quiz Game, bei dem Sie die Möglichkeit haben, Ihre Denkfähigkeit wieder in Fahrt zu bringen.

Von vorne Anfangen

Viele Menschen machen die Erfahrung, nur weiterzuschreiben, weil bereits so viel geschrieben ist. Häufig setzt die Schreibblockade leider bereits dadurch schon ein, weil das Geschriebene von Wort zu Wort weniger Sinn ergibt.

Anstatt dann weiterzuschreiben, weil es zu schade ist, das Geschriebene zu löschen, ist es die bessere Option, ganz von vorne anzufangen. Trauen Sie sich also! Ziehen Sie rechtzeitig die Reißleine und profitieren Sie von einem neuen Kreativitätsschub mit Hilfe eines Neuanfangs!

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17.06.2022 Paris - Sailing #Art4GlobalGoals

GFDK - Kultur und Medien

Anlässlich des World Oceans Days (“Tag der Weltmeere”) präsentierte der in Südfrankreich lebende deutsche Künstler Stefan Szczesny im Pariser Headquarter der UNESCO seine Interpretation der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung:

Für die Kampagne Sailing #Art4GlobalsGoals interpretierte er die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung künstlerisch und malte die 17 Motive auf 17 Großsegel – Segeln für die Nachhaltigkeit. Kaum eine Ausstellung könnte passender sein für den World Oceans Day.

Ziel der Kampagne #Art4GlobalGoals ist es, die von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedeten 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Weltgemeinschaft (Sustainable Development Goals), auch Global Goals genannt, weltweit bekannter zu machen.

Initiiert wurde das Projekt von der UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven, der YOU Stiftung – „Bildung für Kinder in Not“ und dem Düsseldorfer Kurator und Galeristen Dirk Geuer, die auch die Künstler für #Art4GlobalGoals auswählen.

Die 17 Global Goals sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Bekämpfung des Klimawandels.

Am „Tag der Weltmeere“ stand Ziel 14 – „Leben unter Wasser“ – im Fokus: Es steht für die Forderung, Ozeane, Meere und Meeres­res­sourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

 „Die Grundidee ist, so viele Menschen wie möglich für die Ziele zu sensibilisieren und somit die Ozeane für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und deren ‚Gesundheit‘ zu schützen“, betont Dirk Geuer.

Die Schirmherrschaft der Ausstellung übernahm die UNESCO unter der Leitung der Generaldirektorin Audrey Azoulay. Zudem wurde Sailing #Art4GlobalGoals vom Botschafter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO, Dr. Peter Reuss, unterstützt. 

Zur Eröffnung der Ausstellung waren neben der UNESCO der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO, Dr. Peter Reuss, die UNESCO-Sonderbotschafterin Dr h.c. Ute-Henriette Ohoven, Kurator  Dirk Geuer sowie weitere Persönlichkeiten und geladene Gäste in Anwesenheit des Künstlers Stefan Szczesny die Ausstellung eröffnen.

Die Ausstellung wurde mit dem Label der UN-Dekade "Ozeanwissenschaften für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Des Weiteren wurde sie von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission der UNESCO IOC, dem UNESCO Goodwill Ambassadors Program, dem artstar Verlag, der YOU Stiftung und den Monheimer Kulturwerken unterstützt.

Für größere Sichtbarkeit der 17 Global Goals fanden unter dem Titel „Kulturregatta“ die ersten drei Umsetzungen mit SAILING #Art4GlobalGoals bereits in Deutschland statt.

Am 22. August 2021 formierten sich die 17 Segel auf Booten der Deutschen Segel-Bundesliga und starteten zum ersten Mal in Monheim am Rhein den Rhein abwärts nach Düsseldorf.

Die zweite Etappe fand anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Landes Rheinland-Pfalz am 25. September 2021 statt und entsendete die Kulturregatta von Koblenz zurück nach Monheim am Rhein.

Im Jahr 2022 dominierte die Kultur-Regatta das kulturelle Rahmenprogramm zum ersten Spieltag der zehnten Saison der Deutschen Segel-Bundesliga auf der Hamburger Außenalster vom 20. bis 22. Mai mit jeweils 18 Erst- und Zweitligisten aus ganz Deutschland. www.kulturregatta.de

Künstler Stefan Szczesny

Stefan Szczesny ist ein deutscher Künstler mit Wohnsitz in St. Tropez. Er gilt, wie u.a. auch Markus Lüpertz, Georg Baselitz oder Julian Schnabel, als Vertreter der sogenannten „Neuen Wilden“ und des Neoexpressionismus. Szczesny möchte mit seinen Werken Glücksgefühle auslösen und die Sehnsucht nach der Wärme des Südens wecken.

Der weibliche Körper wiederholt sich in seinen Arbeiten, er ist für ihn die Allegorie des Lebens. Dabei sind Frauen in seinen Werken immer respektvoll, sinnlich und mit einem lebensbejahenden Ausdruck dargestellt. Der Künstler versteht das Malen selbst als sinnlichen Prozess, der in Ruhe geschieht und konstruktiv wirkt.

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16.06.2022 Krypto-Portfolios in Deutschland

GFDK - Kultur und Medien

Nur 22 Prozent der Deutschen sind gegenüber dem Bitcoin optimistisch eingestellt, lediglich in Kanada und Japan ist der Anteil noch niedriger. Ob es die weithin bekannte German Angst ist, oder doch weise Voraussicht, das wird sich noch zeigen müssen.

Besonders optimistisch sind die Bürger in Nigeria (60%), Indien (58%) und Vietnam (56%). Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika sind deutlich mehr Bürger positiv gegenüber der Mutter aller Kryptowährungen eingestellt – mit 29 Prozent immerhin knapp jeder Dritte.

Zwar ist Bitcoin die mit Abstand bekannteste Digitaldevise, doch beileibe nicht die einzige. So landet BTC in 79 Prozent aller Krypto-Portfolios in Deutschland. Am zweitbeliebtesten ist Ethereum, gefolgt von Litecoin und Dogecoin.

Häufigst genannter Beweggrund, keine Kryptowährungen zu kaufen, ist, dass die Bürger glauben, nicht genug darüber zu wissen. Dies gilt jedoch nicht nur für den deutschsprachigen Raum, international zeigt sich ähnliches. Obwohl das Thema seit Monaten oder Jahren in aller Munde ist, scheinen es viele noch nicht durchdrungen zu haben.

Auch was die Anzahl der vorhandenen Bitcoin-Automaten anbelangt, zählt Deutschland keineswegs zu den Vorreitern. Während es in den USA beispielsweise 33.915 solcher Automaten gibt, sind es in Deutschland 51 Stück. Auch in deutlich kleineren Staaten wie Österreich (139) oder Schweiz (152) sind es derer deutlich mehr.

Nach wie vor ist der Krypto-Markt von Männern dominiert. So sind aktuellen Umfrage zufolge etwa 13 Prozent der Männer in Deutschland investiert, wohingegen es bei den Frauen lediglich 3 Prozent sind.

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