Nachrichten aus der großen weiten Welt

21.02.2020 DRACHENREITER

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Silberdrache Lung, Koboldmädchen Schwefelfell und Waisenjunge Ben begeben sich auf eine magische Reise um die halbe Welt, die sie eng zusammenschweißen wird: Am 6. August 2020 bringt Constantin Film Tomer Esheds Animationsfilm DRACHENREITER in die Kinos.

Erzählt wird die spannende Suche des außergewöhnlichen Trios nach dem sagenumwobenen „Saum des Himmels“, dem letzten Zufluchtsort der Drachen. Ein magisches Abenteuer über Mut, Selbstvertrauen, Zuversicht und den Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Der junge Silberdrache Lung hat es satt, sich ständig im Dschungel verstecken zu müssen. Er möchte der älteren Generation unbedingt beweisen, dass er ein richtiger Drache ist.

Als die Menschen kurz davorstehen, auch noch den letzten Rückzugsort seiner Familie zu zerstören, begibt sich Lung zusammen mit Koboldmädchen Schwefelfell heimlich auf eine abenteuerliche Reise.

Er möchte den „Saum des Himmels“ finden, den geheimnisvollen Zufluchtsort der Drachen. Auf ihrer Suche begegnen Lung und Schwefelfell Ben, einem Waisenjungen und Streuner, der sich als Drachenreiter ausgibt.

Während sich Ben und Lung schnell anfreunden, wird Schwefelfell zunehmend misstrauischer und versucht, den Waisenjungen bei jeder Gelegenheit loszuwerden. Doch das ungleiche Trio muss lernen, an einem Strang zu ziehen, denn sie werden von Nesselbrand verfolgt.

Das bösartige, drachenfressende Monster hat es darauf abgesehen, alle Drachen der Erde aufzuspüren und zu vernichten…

Regisseur Tomer Eshed gibt mit DRACHENREITER sein Spielfilmdebüt. Für die aufwendig animierte Abenteuerreise, inspiriert vom weltweiten Bestseller der Romanautorin Cornelia Funke, konnten viele prominente Synchronsprecher gewonnen werden.

So leihen die beiden YouTube-Stars Julien Bam und Dagi Bee dem Drachen Lung und Koboldmädchen Schwefelfell ihre Stimmen, als Waisenjunge Ben ist Popsänger Mike Singer zu hören.

Mit Rick Kavanian als Nesselbrand, Axel Stein als Kiesbart und Kaya Yanar als Deebak sind weitere Schlüsselrollen perfekt besetzt.

DRACHENREITER ist eine Produktion der Constantin Film von Christoph Müller und Oliver Berben in Co-Produktion mit Cyborn BV (Ives Agemans) und Rise Pictures (Sven Pannicke, Ulrich Schwarz), in Zusammenarbeit mit Lumatic Animation. Executive Producer ist Martin Moszkowicz. Der Film wurde gefördert vom DFFF, FFF Bayern, FFA, MBB und Screen Flanders. 

Synchronsprecher: Dagi Bee, Julien Bam, Mike Singer, Rick Kavanian, Axel Stein und Kaya Yanar, uvm.
Regie: Tomer Eshed
Drehbuch: Johnny Smith
Kamera: Olaf Aue
Executive Producer: Martin Moszkowicz
Produzenten: Christoph Müller, Oliver Berben
Co-Produzenten: Ives Agemans, Sven Pannicke, Ulrich Schwarz
In Zusammenarbeit mit Lumatic Animation

Kinostart: 6. August 2020 im Verleih der Constantin Film

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19.02.2020 DIE RÜDEN im Kino

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

DIE RÜDEN feierte seine Weltpremiere bei den Hofer Filmtagen 2019 und galt als einer der meistdiskutierten Filme des Festivals. Das Konzept stammt von der Hundetrainerin Nadin Matthews.

Filmemacherin Connie Walther, mehrfache Grimmepreisträgerin, wagt in ihrem dritten Kinofilm ein dystopisches Experiment mit reinem Testosteron:  

In einer unterirdischen Betonarena werden vier junge Gewaltstraftäter mit drei hochaggressiven Hunden und einer angstfreien Frau konfrontiert. Bereit zu kämpfen gegen den Kreislauf der Gewalt und gegen hilflose Institutionen stellt sich die Hundetrainerin Lu ihren eigenen Zweifel an der Erlösung vom Bösen und lotet dabei die Grenzen der Männlichkeit sorgsam aus.

DIE RÜDEN ist eine eindrückliche Reise zum Mittelpunkt der Menschlichkeit.

DIE RÜDEN führt ins Herz einer Finsternis, die heute mit toxischer Maskulinität umschrieben wird. Und leuchtet es aus: In einer Arena aus dunklem, vernarbtem Beton treffen vier junge Gewaltstraftäter auf drei kampflustige Hunde mit metallenen Maulkörben.

Testosteron pur also, wäre da nicht Lu, die angstfreie, hochkonzentrierte Hundetrainerin, die sich der Herausforderung stellt, Feuer mit Feuer zu löschen. Lu siedelt ihr, so riskantes wie von den Strafvollzugs-Autoritäten misstrauisch überwachtes, Projekt jenseits der Fragen nach Täter und Opfer, Schuld und Sühne an.

Sie lässt sich ein, auf das Unaussprechliche, das Unkontrollierbare und das Ungewisse, in das es führt. Die Täter, die Tiere, sie selbst.

So wird sie zur Provokation und ihr Ansatz zum Sprengsatz für ein System, das noch immer glaubt, man könne Gut und Böse wirklich auseinander sortieren. 

Lu lotet auch die Grenzen der Männlichkeit aus. Am Abgrund von Aggression, Gewalt und Uneinsichtigkeit wird die männliche zur menschlichen Grenze.

Und deren Überwindung zu einem Thema für uns alle: Die Zornigen wie die Zaghaften, die Handelnden wie die Verdrängenden, vor allem aber: Männer wie Frauen. 

Pressestimmen

"Bei den Hofer Filmtagen gibt es einen überragenden Film, in dem gefährliche Hunde und gefährliche Männer aufeinander losgelassen werden: „Die Rüden“…Connie Walther hat, nach 20 Fernsehdienstjahren, den bemerkenswertesten Film ihrer Karriere gedreht. Man tut sich sogar schwer, überhaupt einen vergleichbaren Film zu finden."  - Die Welt

"Reales und Fiktion vermischt auch die Grimme-Preisträgerin Connie Walther in ihrem nahezu plotfreien Konzeptfilm "Die Rüden". Sie lässt darin eine echte Hundetrainerin, echte junge Gewaltverbrecher und echte unvermittelbare Hunde eine kühle, artifizielle Therapiewoche über Aggressionen bei verhaltensauffälligen Menschen und Tieren durchleben - als Spielfilm. Nadin Matthews in der Hauptrolle ist eine Entdeckung, die Dystopie geht unter die Haut wie ein Pitbull-Biss."  - Süddeutsche Zeitung

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19.02.2020 DIE MISSWAHL

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Alles beginnt wie immer – die Welt feiert die schönsten Frauen aller Länder und die ausschließlich männlich besetzte Jury bewertet deren Auftritte in Abendkleidern und Badeanzügen.

Doch dann gelingt es einer kleinen Gruppe von Frauen mit einer spektakulären Aktion, die überholten Geschlechterklischees von der Showbühne zu fegen.

Diesem Ereignis, das um die Welt ging, setzt Regisseurin Philippa Lowthorpe ein Zeichen – mit starken Frauen vor und hinter der Kamera.

Kurzinhalt

London, 1970: Sally Alexander (Keira Knightley) hat es satt, als Frau ständig benachteiligt zu werden. Insbesondere der alljährliche „Miss World“-Wettbewerb steht für sie sinnbildlich für ein veraltetes Frauenbild.

Zusammen mit der rebellischen Jo Robinson (Jessie Buckley) will sie die Öffentlichkeit auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam machen.

Unterdessen reisen die Teilnehmerinnen der bevorstehenden Misswahl an und bereiten sich auf das TV-Ereignis des Jahres vor – 100 Millionen Zuschauer werden zu der von Komiker Bop Hope (Greg Kinnear) moderierten Show weltweit an ihren Fernsehgeräten erwartet.

Während Außenseiterin Miss Grenada (Gugu Mbatha-Raw) und ihre Konkurrentinnen das Posieren in Badeanzügen üben, schmiedet die „Women’s Liberation Movement“ um Sally und Jo einen Plan, der die Welt endlich wachrütteln soll …

Pressenotiz

Basierend auf den wahren Ereignissen um die Wahl zur „Miss World“ 1970 inszeniert Regisseurin Philippa Lowthorpe, die für „Call the Midwife – Ruf des Lebens“ als erste Frau mit einem BAFTA in der Kategorie Fernsehen ausgezeichnet wurde, ein wahrhaft rebellisches Kinoereignis.

Keira Knightley („Official Secrets“), Gugu Mbatha-Raw („The Morning Show“) und Jessie Buckley („Judy“, „Wild Rose“) überzeugen als drei höchst unterschiedliche Frauen, die jeweils auf ganz individuelle Weise versuchen, aus dem Korsett veralteter Strukturen auszubrechen.

In ihren Rollen noch dem alten Leben verhaftet sind Greg Kinnear („House of Cards“) als US-Komiker Bob Hope und Rhys Ifans („Snowden“) als Manager der Miss-Show, Eric Morley.

Deren Ehefrauen fechten unterdessen ihre eigenen Kämpfe aus und sind glänzend besetzt mit Keeley Hawes („Bodyguard“) als Julia Morley und Lesley Manville („Der seidene Faden“) als Dolores Hope.

Das Drehbuch über die Misswahl von 1970, die ganz nebenbei auch die westlichen Schönheitsideale auf den Kopf stellen sollte, schrieb Rebecca Frayn („The Lady – Ein geteiltes Herz“). 

Kinostart am 11. Juni 2020

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17.02.2020 Leon Löwentraut auf der art Karlsruhe

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Bereits auf der Vernissage der art Karlsruhe wurden sämtliche Arbeiten des 21jährigen Nachwuchskünstlers Leon Löwentraut verkauft.

Sein Galerist Dirk Geuer betont: „Das ist für Leon wirklich ein großer Erfolg.“ Er ergänzt: „Besonders  freut mich, dass auch Museen und hochkarätige Sammler verstärkt Werke von ihm erwerben.“

Der junge Künstler knüpft damit an seine Erfolge von den beiden Vorjahren an: Bereits auf der art Karlsruhe 2019 und 2018 waren alle seine Werke vor der offiziellen Eröffnung verkauft.

Bei ihrem Messeauftritt konzentrierte sich die Düsseldorfer Galerie auf neue Gemälde von Leon Löwentraut, den der Galerist Dirk Geuer deutschlandweit exklusiv vertritt. Zudem wurden zwei neue handbemalte Bronzeskulpturen, „Capulet“ und „Montague“, des erst 21jährigen Künstlers erstmalig vorgestellt.

Übrigens: Ende Januar 2020 übergab Leon Löwentraut in einem Festakt eine eigens für den Landtag in NRW kreierte Arbeit.

Sein Werk „Together for the Future“ ist offiziell in die Kunstsammlung des Landtags Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden und schmückt gemeinsam mit Werken u.a. von Uecker und Immendorff die Wandelhalle des Parlaments.

 In den letzten beiden Jahren wurde der junge Künstler außerdem mit großen Einzelausstellungen gewürdigt – u.a. im Osthaus Museum, Hagen, im Puschkin-Museum in St. Petersburg, im Palazzo Medici Riccardi in Florenz – sowie mit Einzelausstellungen in zahlreichen Galerien u.a. in der Martin Asbæk Gallery in Kopenhagen. 

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14.02.2020 lebendige Musikszene

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Tobias Gruben hat die lebendige Musikszene in Hamburg in den 80er Jahren wesentlich mitgestaltet. Bands wie "Cyan-Revue" und "Die Erde" - kürzlich von einigen jungen deutschen Künstler*innen wiederentdeckt - inspirieren ihr Schreiben und ihren Sound.

Mit teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial, Interviews mit Familienmitgliedern und bekannten Persönlichkeiten von damals und heute (z.B. Imogen Gruben, Rocko Schamoni, FM Einheit, Alfred Hilsberg, Tom Schilling uvm.) und einem einzigartigen Soundtrack bringt uns Regisseur Oliver Schwabe (TOKIO HOTEL - HINTER DIE WELT und ASI MIT NIWOH - DIE JÜRGEN ZELTINGER GESCHICHTE) diesen unbesungenen Anti-Helden des deutschen Musik-Undergrounds mit dieser anrührenden dokumentarischen Widmung näher.

Der Dokumentarfilm hatte seine deutsche Festivalpremiere im Rahmen des Filmfestes Hamburg 2019 und wurde dort als "eine filmische Wiederentdeckung" gefeiert.

Parallel zum Kinostart wird der Soundtrack zum Film in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Label ZickZack Records und dem Kölner Filmverleih mindjazz pictures veröffentlicht und präsentiert nicht nur Cover-Interpretationen von derzeitigen jungen Künstler*innen, sondern auch bisher unveröffentlichte Lieder von Tobias Gruben und "Die Erde". 

Die Liebe frisst das Leben spürt dem Werk von Tobias Gruben nach, der auch zwanzig Jahre nach seinem Tod als ungeschliffener Diamant deutscher Popkultur als nahezu unentdeckt gilt. Junge Bands wie Messer oder Isolation Berlin inspiriert der Sänger von Cyan Revue und Die Erde zu Coverversionen.

 Der Film erzählt aber nicht nur von einer unvollendeten Musikerkarriere, sondern er beschreibt auch den anhaltenden Kampf eines Sohnes um die Anerkennung seines Vaters.

In Interviews, teils unveröffentlichter Musik und Briefen führt Die Liebe frisst das Leben direkt in das Herz und den Kopf eines fast vergessenen Musikers, der kurz vor dem kommerziellen Durchbruch an einer Überdosis stirbt und dessen Texte und Lieder bis heute berühren.

D 2019, 92 Minuten, Deutschland

Mit:

Imogen Gruben, Sebastian Gruben, Florian Langmaack, Heidrun Tuchenhagen, Horst Petersen, Felix Huber, Tobias Levin, Alfred Hilsberg, Peter Sempel, FM Einheit, Rocko Schamoni, Henrik Otremba und Messer, Paul Pötsch, Timm Völker, Fee Kürten/Tellavision, Tom Schilling, Isolation Berlin und den Stimmen von Gustav Peter Wöhler und Robert Stadlober   

Pressestimmen:

Wie Schwabes Porträt das Leben und das Werk dieses rätselhaften Sängers verschränkt, ist fesselnd und hochspannend, die Wiederentdeckung eines Superstars, der nie einer war.“  - Die Zeit

„Vor allem durch die Gespräche mit Imogen Gruben gelingt es Oliver Schwabe, das beeindruckende Porträt eines Künstlers durch eine ergreifende und anrührende Familiengeschichte anzureichern.“   

- Junge Welt

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13.02.2020 Handel mit Hunden und Katzen floriert

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Aktuelle Recherchen der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN belegen: In Vietnam, Kambodscha und Indonesien werden jedes Jahr geschätzt zehn Millionen Hunde und Katzen brutal geschlachtet.

Der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch ist nicht illegal, doch die Art der Beschaffung und Schlachtung der Tiere durchaus. Der boomende Hunde- und Katzenfleischhandel birgt zudem schwerwiegende gesundheitliche Risiken für Menschen.

VIER PFOTEN ruft die verantwortlichen Regierungen auf, das Fangen, Schlachten und Essen von Hunden und Katzen zu verbieten.

Erhältlich ist Hunde- und Katzenfleisch in Restaurants und auf Märkten, die vorwiegend von Einheimischen, aber auch von Touristen besucht werden.

Handel und Konsum bergen neben unermesslichem Leid für Tiere und ihre Besitzer auch erhebliche Gesundheitsrisiken, berichtet Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien:

Die Händler stehlen Haustiere sowie Streuner und schleppen sie durch das ganze Land – oft auch über Landesgrenzen hinweg. Die Haltung und Schlachtung der Hunde und Katzen, meist auf Lebendtiermärkten oder in Hinterhöfen, ist nicht nur äußerst brutal, sondern auch frei von jeglichen hygienischen Mindeststandards.

Das schafft die perfekte Brutstätte für neue und tödliche Zoonoseviren wie das Coronavirus. Mit rund zehn Millionen geschlachteten Tieren pro Jahr floriert der Handel, obwohl die Mehrheit der Einheimischen in Südostasien Hunde- und Katzenfleisch ablehnt.“

Hohe Nachfrage nach Hunde- und Katzenfleisch in Vietnam

Laut VIER PFOTEN-Investigationen werden in Vietnam jährlich geschätzt fünf Millionen Hunde und eine Million Katzen geschlachtet. Das Kilo Hundefleisch bringt zwischen sechs und neun Euro. Katzenfleisch kann pro Kilo bis zu elf Euro kosten.

Die VIER PFOTEN-Studie zeigt, dass 60 Prozent der Einheimischen in Hanoi wenigstens einmal in ihrem Leben Hundefleisch gegessen haben. 44 Prozent der Befragten gaben an, in Zukunft auf Hundefleisch verzichten zu wollen.

Hunde- und Katzenfänger sammeln regelmäßig Haustiere und Streuner im Süden des Landes ein und transportieren sie in engen Käfigen über 18 Stunden lang ohne Wasser und Nahrung quer durch das Land. Zusätzlich werden Tiere aus China und Laos importiert.

Große Nachfrage in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh

Die aktuellen VIER PFOTEN-Recherchen zeigen, dass in Kambodscha jährlich rund drei Millionen Hunde getötet und gegessen werden. Unter den geschlachteten Tieren sind Streuner, aber auch Haustiere, die entweder gestohlen oder gegen Töpfe und Pfannen eingetauscht wurden.

Ein lebender Hund bringt zwischen 1,80 Euro und 2,70 Euro pro Kilo, während ein Kilo rohes Hundefleisch für bis zu 3,60 Euro gehandelt wird.

Die Nachfrage ist groß: Allein in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat VIER PFOTEN über 110 Restaurants, die Hundefleisch anbieten, dokumentiert.

Viele der Restaurants haben erst in den letzten zwei Jahren eröffnet. Obwohl der Handel floriert, ist der Verzehr von Hundefleisch eine kontroverse Praxis unter den Einheimischen, insbesondere unter der jüngeren Generation.

Hunde und Katzen auf indonesischen Lebendtiermärkten gequält

In Indonesien zählen die Konsumenten von Hunde- und Katzenfleisch zu einer Minderheit. Laut VIER PFOTEN-Bericht essen weniger als sieben Prozent der Indonesier diese Art von Fleisch.

Dennoch werden jährlich rund eine Million Hunde und hunderttausende Katzen für den Fleischhandel getötet. Besonders gefragt ist das Fleisch auf den Inseln Java, Sumatra und Sulawesi.

Auf sogenannten „Extremmärkten“ in Nord-Sulawesi werden die Tiere verkauft und vor den Augen der Marktbesucher lebendig verbrannt.

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13.02.2020 Geigenbaumeister Giuseppe Guarneri

GFDK - Kultur und Medien

Die letzte Geige, die der italienische Geigenbaumeister Giuseppe Guarneri 1744 baute, ist die legendäre «Leduc». 30 Jahre lang war sie im Besitz des Virtuosen Henryk Szeryng (er bekam sie 1957 geliehen, kaufte sie 1970, spielte sie bis zu seinem Tod 1988 und nahm sie auf jede seiner ausgedehnten Konzertreisen mit).

Nach seinem Tod wurde die «Leduc» von Sammlern erworben, die nun nach weiteren 30 Jahren in dem deutsch-amerikanischen Violinisten und Grammy-Gewinner Augustin Hadelich Szeryngs würdigen Nachfolger fanden.

Hadelich spielt ab sofort dieses legendäre Instrument als Leihgabe des Tarisio Trusts. Augustin Hadelich wird die «Leduc» schon in seinen nächsten Konzerten mit den Orchestern aus Detroit, Helsinki, Portland, Köln, Oslo, Island, Montréal, Minneapolis, München, Toronto und vielen anderen Städten dem Publikum vorstellen.

«Der Klang ist derart reich und komplex», sagt Hadelich, «wie ich das noch kaum je gehört habe. Im Vergleich zu Stradivaris strahlender «Ex Kiesewetter», die ich in den letzten Jahren spielen durfte, finde ich die «Leduc» in ihrem Klang ganz besonders: dunkel, leidenschaftlich, farbig und mit einem geradezu menschlichen Stimmklang.

Ich kann nicht genug davon bekommen. Mühelos füllt die Geige alle, auch die gröβten Säle, und jedes Werk, das ich ihr anvertraue, fühlt sich an wie eine unglaubliche Entdeckung.»

«Dass der Ausnahmegeiger Augustin Hadelich dieses Instrument eines Ausnahmegeigenbauers nun spielt», so der Tarisio Direktor Carlos Tome, «ist ein grosses Glück für uns und das Publikum.»

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12.02.2020 Spielen ist ein ein langfristiges Phänomen

GFDK - Kultur und Medien

Nur wenige Spiele vermögen es immer noch, so viel Faszination hervorzurufen wie eine schnelle Partie mit einer Handvoll Karten. Immerhin gehören Kartenspiele zu den ältesten Formen guter Unterhaltung, die man in frühen menschlichen Zivilisationen entdeckt hat – es scheint sich also um ein langfristiges Phänomen zu handeln.

War es allerdings Anfang der 2000er Jahre noch so, dass man links und rechts immer wieder einen günstigen Pokerkoffer kaufen konnte, so hat sich der Markt nun mittlerweile ein wenig gewandelt.

Zwar ist Poker immer noch in aller Munde, aber das Spiel hat nicht mehr die totale Vormachtstellung wie es einst der Fall gewesen ist. Und dennoch, schnelle und einfache Kartenspiele sind weiterhin ganz vorn dabei. Ein Blick auf die vielen Alternativen, um am Samstagabend mal wieder guten Spaß zu haben.

Bakkarat

Ein schon wirklich sehr altes Spiel aus Frankreich, nimmt Bakkarat aktuell ein wenig Fahrt auf, um sich in den Herzen der Fans und Spieler wieder nachhaltig in Erinnerung zu bringen. Bakkarat ist minimal mit Blackjack verwandt, da die Spieler bei beiden Versionen mit einem Dealer am Tisch sitzen.

Beim Bakkarat gibt es zwei Spieler - den Spieler und den Dealer, die gegeneinander antreten. Da man hier gegen den Dealer spielt, ist das Verhältnis am (virtuellen) Tisch ein ganz anderes.

Denn im engen 1 gegen 1 wird das Spiel gleich viel intensiver und naher spannender. Um es zuhause nachzuspielen, kann man für jede Runde einfach den Dealer auswechseln, so haben alle gleichmäßig viel Spaß.

Pai Gow

Pai was? Die meisten Menschen kennen zwar Texas Hold’em, aber dann wird es bei den Varianten für Poker auch schon eng mit dem Wissen. Pai Gow hat das Spiel dabei ein wenig revolutioniert, sodass ein ganz neues Spielerlebnis aufkommt.

Dieses Spiel wird mit einem Standardstapel mit 52 Karten und einem einzelnen Joker gespielt. Sechs Spieler und ein Dealer nehmen teil, wobei jeder Spieler versucht, die Bank zu besiegen.

Das Ziel von Pai Gow ist es, dass ein Spieler zwei Pokerhände aus den an ihn ausgegebenen sieben Karten, jeweils einem fünf Karten und einem zwei Karten Pokerblatt, erstellt. Die Regeln besagen, dass der Rang der Fünf-Karten-Hand höher sein muss als der der Zwei-Karten-Hand.

Wenn die Fünf-Karten-Hand eines Spielers die der Bank schlägt, gewinnt er. Wenn nur eine der Hände den Banker schlägt, bindet er. In diesem Fall gewinnen weder er noch die Bank die Wette. Das Spiel kommt aus China, gewinnt aber auch hierzulande immer mehr an Bedeutung, da die Casinos immer auf der Suche nach neuer Unterhaltung sind.

Besonders die Casino Tischspiele bei Slotty Vegas sind stets daran interessiert, mehr und mehr zu offerieren. Das führt dazu, dass man am Samstagabend mit den Freunden aus einer schier endlosen Palette an Spielen auswählen kann.

Natürlich sind auch die klassischen Texas Hold’em und Blackjack immer noch vielseitig vertreten, denn diesen Spielen wird auch in Zukunft viel Beachtung geschenkt.

Allerdings erkennt die Branche immer mehr, dass schnelle Kartenspiele aktuell einen ganz besonderen Hype auslösen, den es zu nutzen gilt. Fakt ist also: diesen Spielen gehört die Zukunft der guten Unterhaltung.

Foto: Wikipedia

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06.02.2020 DIE FAMILIENUNTERNEHMER

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmer

Mit einem Plädoyer für die Stimme der Vernunft überzeugte und begeisterte Gastredner Professor Udo Di Fabio mehr als 170 Gäste beim Neujahrsempfang von DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER im Industrie-Club Düsseldorf.

Der Soziologe, Jurist und ordentliche Professor am Institut für Öffentliches Recht der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Abteilung Staatsrecht,  begann seine Rede „Sich verändernde Gesellschaften – Herausforderungen für die Demokratie“ mit einer Analyse des Ist-Zustands:

„Die Demokratien des Westens scheinen in der Defensive zu sein.“ Im weiteren Verlauf seiner Ansprache erinnerte Professor Di Fabio,  der in seiner Karriere auch über ein Jahrzehnt als Richter am Bundesverfassungsgericht wirkte, an die Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges.

„Damals vor etwa dreißig Jahren war der Systemwettbewerb zugunsten des Westens entschieden“, erläuterte der Staatsrechtler und betonte, dass  sich damit auch die Leitwerte des Westens, wie die Freiheit des Einzelnen, mit seiner Fähigkeit sich zu entfalten als stärker erwiesen hätten, als die Idee des Kollektivismus.

Was ist heute anders?

Heute gebe es, so Di Fabio, keinen prägnanten Systemwettbewerb, sondern stattdessen die Rückkehr robuster Regionalkräfte. Sowohl in Europa als auch in den USA habe eine Veränderung von einer werteorientierten, pragmatischen Demokratie hin zu einer Stimmungsdemokratie stattgefunden.

Eine der Ursachen: Die öffentliche Meinungsbildung hat sich verändert. Mitentscheidend für diesen Wechsel seien die Sozialen Medien. 

Die dort mögliche Anonymität und Dezentralisierung mache es den Menschen besonders leicht, sich emotional – teilweise ohne Hemmungen - zu äußern. Professor Di Fabio bilanzierte: „Fakten will man nicht mehr hören, es sind Stimmungen unterwegs.

Diese Änderung der Meinungsbildung führe dazu, dass Politiker kurzfristige, häufig irrationale Entscheidungen träfen. Langfristige Folgen, Wechselwirkungen und sorgfältige Analysen würden entweder nicht bedacht, vermieden oder bewusst ignoriert.

Professor Di Fabio führte als Beispiel die aktuelle Klimapolitik an. Gerade bei diesem Thema vermisse er eine sachliche Auseinandersetzung – er wünsche sich Zweckrationalismus statt Stimmungsmache.  Der Professor warnte: „Die Demokratie dürfen wir für kein Sachproblem aufgeben.“

Sein fulminanter Vortrag schloss – trotz trüber Bestandsanalyse - mit den Worten: „Wir müssen die Herausforderungen der Welt als Anregung verstehen! Die Klimadebatte kann die Wirtschaft beleben!“

Der Rede vorausgegangen war ein Grußwort von Marco van der Meer, Regionalvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, der das Konzept des Verbands - Politische Interessenvertretung, fachlicher Ideen- und Gedankenaustausch sowie die gemeinsame Teilnahme an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen - kurz erläuterte und darauf hinwies, dass es notwendig sei, bei allen politischen Entscheidungen, die wirtschaftliche Perspektive mitzudenken.

Daran anschließend appellierte Kathrin de Blois, Regionalvorstand von DIE JUNGEN UNTERNEHMER Niederrhein Düsseldorf, an alle Unternehmer, sich mutig und entschlossen für ihre Überzeugungen einzusetzen.

Werte wie Freiheit, Eigentum und Wettbewerb, die Eckpfeiler der sozialen Marktwirtschaft, würden in letzter Zeit  zunehmend in Frage gestellt. Ob CO2-Steuer, Fahrverbote, Vermögensabgabe oder Mietendeckel – diesen Entwicklungen müsse man sich entschieden entgegenstellen.

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03.02.2020 Wilde Hühner 69 e. V.

GFDK - Kultur und Medien - Theater

Essen. Mit einem „verschärften Zickenalarm“ ist der Gehörlosen Theaterverein Dortmund e. V. am Samstag, dem 7. März ab 16 Uhr zu Gast in der Casa des Schauspiel Essen.

„Frauentreff“, so der Titel des Stückes, das Regisseur Peter Feuerbaum mit seinem siebenköpfigen Ensemble aus hörenden und gehörlosen Profi- und Laiendarstellern in Szene gesetzt hat, entführt das Publikum in ein eingeschneites Gehörlosenzentrum:

Hier hat der Frauentreff „Wilde Hühner 69 e. V.“ am Vorabend sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Am nächsten Morgen treffen sich die überwiegend verkaterten Frauen wieder, um das bei der Party angerichtete Chaos zu beseitigen.

Dabei finden sie Marcel, den 1. Vorsitzenden und Ehemann von Wild-Huhn Claudia, tot in seinem Büro. Und natürlich gibt es jetzt reichlich offene Frage:

Wer hat ihn ermordet? War es die geizige Schwiegermutter Beate? War es die hörende und eifersüchtige Schwägerin Paula? War es vielleicht seine Schwester Martina? Oder war es vielleicht doch Marcels eigene Frau Claudia?

Und welche Rolle spielen seine Töchter Katrin oder Susanne? Alle Frauen haben offenbar ein Motiv für den Mord, doch welche war es?

Abgeschnitten von der Außenwelt versuchen die Frauen herauszufinden, wer Marcel umgebracht hat. Dass dabei zunehmend auch die Abgründe ihres Lebens zur Sprache kommen, macht die Tätersuche umso brisanter.

Es spielen: Gabi Wiencek, Alexa Madej, Hanna Walter, Alexandra Madej, Brigitte Piering, Sabine Kaspzyck, Armin Reddig.

Die Aufführung ist in Gebärdensprache. Für hörende Zuschauer gibt es eine kurze Audio-Einführung in die Szenen.

Eintritt: € 17,00

Karten unter 0201/81 22-200

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