Das Lifestyle Magazin: Lebensart, Kunst, Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz

alle Augen schauen nach Berlin

Die IFA 2019, das Powerhouse of Innovations öffnet seine Tore

Es ist schon wieder soweit. Berlin bereitet sich auf den großen Elektronik-Event des Jahres vor, und alle sind schon gespannt, was die Hersteller für Consumer Electronics und Home Appliances in diesem Jahr präsentieren werden.

Alle fiebern der 59. Internationalen Funkausstellung in Berlin entgegen. Im Jahr 2018 hatten 1.814 Aussteller ihre Neuigkeiten gezeigt, und in diesem Jahr werden es nicht weniger sein. 250.000 Besucher werden zur IFA erwartet.

Albert Einstein spöttelte

Zuerst haben wir aber eine kleine Geschichte die schon in Vergessenheit geraten ist. Damals hieß die IFA noch  „Große Deutsche Funkausstellung“. 1930 hielt der Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein die Eröffnungsrede, die auch im Radio übertragen wurde. Einstein sparte nicht mit Spott, und fand folgende Worte:

“Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.”

Heute sieht das freilich anders aus. Im Jahr 2019 gab es rund 11,17 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre, die besonderes Interesse an Geräten der Unterhaltungselektronik hatten, wie Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, kurz AWA aufzeigt.

Und ein weitere Millionen Publikum interresiert sich für Smart Home, künstliche Intelligenz und diverse neue Haushaltsgeräte und Hilfen in der Gesundheitsversorgung.

Vom 6.-11. September 2019 schauen alle Augen nach Berlin

Fachhändler, Verbraucher und Medien sind in Aufbruchstimmung. Die Unternehmen bereiten sich seit Monaten auf das Großereignis in Berlin vor. In den Marketing und PR Abteilungen qualmen die Köpfe, die Messebauer schreinern und schrauben bis in die Nacht, und weltweit werden die Druckerpressen angeworfen um die Kataloge mit den neusten Produkten rechtzeitig zur IFA fertigzustellen.

Auch in den Geschäftsleitungen der Unternehmen rauchen die Köpfe, denn über 40.000 Hotelzimmer und Flüge müssen gebucht werden. Was die wenigsten wissen, Berlin hat mit 160.000 Hotelbetten mehr Zimmer als Paris und New York.

6.000 Journalisten aus mehr als 70 Ländern werden wieder in Berlin einrücken um ein weltweit affines Elektronik-Publikum zu unterrichten. Die TV-Sender BBC aus Großbritannien, RAI aus Italien, NHK aus Japan, YTN und KBS aus Südkorea und IBA International aus Israel, sowie TRT aus der Türkei und NDTV aus Indien haben sich wie im Vorjahr auch schon angekündigt.

Auch die amerikanischen TV-Sender CNBC / NBC und CNN wollen dabei sein, und Al Jazeera aus den arabischen Emiraten, Nine Network aus Australien, CCTV und Tianjin TV aus China werden berichten.

Der globale Innovationspartner für IFA NEXT heißt 2019 Japan. Die Messeleitung formuliert es so. "IFA NEXT bringt zusammen, was zusammengehört: das globale Know-how für die Zukunft von Technik, Business und Lifestyle. Eine einzigartige Innovationsplattform vereint unter einem gemeinsamen Dach in der Messehalle 26."

Das erwartet das Publikum 2019

Samsung und Huawei weden ihre Falt-Handys Galaxy Fold und Mate X auf der IFA zeigen. Sony wird das Xperia 2 vorstellen, und die ersten serienreifen 5G-Smartphones werden auch gezeigt.

Lenovo, Acer und Asus werden neue Laptops Modelle präsentieren, und Samsung, LG, Sony, Panasonic, Grundig und Philips zeigen neue 8K-Fernseher. Desweiteren werden neue Projektor-Generationen, 3D-Sound & Multi-Room-Systeme und Trends der Home Electronics für Aufregung sorgen.

Bosch zeigt den ersten Backofen, der vorhersagt, wann der Kuchen nach Ihrem individuellen Rezept fertig ist. Zudem will Bosch auf der IFA wieder Starköche kochen, braten und backen lassen. Siemens Hausgeräte stellt drei smarte Produktneuheiten vor, dazu gehört der komfortabelste Trockener der Welt, der iQ800 Wäschetrockner.

Das größte Thema auf der IFA dürfte aber Smart Living und Smart Home mit künstlicher Intelligenz werden. Künstliche Intelligenz, KI, wird in diesem Jahr die spannensten Trends setzen. Als Haupttrend nimmt die Vernetzung und die Sprachsteuerung durch Künstliche Intelligenz der digitalen Systeme einen großen Platz ein, auch weil sie selbst lernen und damit immer leistungsfähiger werden.

Gesundheit wird zum wichtigen Faktor und die Zukunft kommt aus Neuss

Gesundheit, Wellness und Wohlbefinden war der Leitfaden von Medisana auf der IFA 2018. Wie moderne Technologien den Health-Bereich revolutionieren zeigte Medisana mit der hauseigene Gesundheits-App VitaDock+. Die VitaDock+ macht es möglich, alle eigenen Vitalwerte, Blutdruck, Gewicht, Schritte, Blutzucker und Blutsauerstoff in in einer App zu sammeln.

Zur IFA 2019 stellt Medisana sieben neue Connect Highlight-Produkte vor und schon in diesem Jahr wird die Gesundheits-App VitaDock+ die 1-Millionen Marke überspringen. Connect Highlights sind zum Beispiel neue Körperanalysewaagen, die WLAN fähig sind.

Medisana vom Erfolg überrollt

Am 10.-11. Juli fand in Berlin das offizielle IFA Innovations Media Briefing statt, auf dem die Unternehmen der Presse ihre neusten Inovationen vorstellten. In 20-minütigen Präsentationen stellten namhafte IFA-Aussteller ihre neuesten Ideen, Produkte und Innovationen vor.

Die große Innovations Überraschung für die Medien war der Home Care Robot von Medisana. Der Medisana Home Care Robot löste Begeisterung bei den Pressevertretern aus, ntv berichtete schon anderntags, die FAZ titelte "Statt Heim sicher daheim".

Etliche weitere Medien haben im Vorfeld schon berichtet. Zur IFA sendet die ARD im Morgenmagazin einen Beitrag über dem Medisana Temi, und eine große Überraschung, über die wir noch nicht schreiben dürfen, steht auch noch an. Nur soviel, GROSSE BÜHNE, ROTER TEPPICH. Wir werden darüber berichten.

Der Medisana Temi soll Menschen dabei unterstützen, bis ins Alter unabhängig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Mit smarten Services und künstlicher Intelligenz macht er den Alltag leichter – und erhöht dank verschiedener Gesundheitsdienste und Notfallvorrichtungen die Sicherheit zu hause, so Anja Schimmelpfennig, Head of Marketing EMEA von Medisana. Im Juni 2019 wurde MEDISANA ein weiteres Mal für ihre exzellente Markenführung als Innovationsleader mit dem German Brand Award 2019 ausgezeichnet.

Wer den Medisana Temi bestaunen und in Aktion sehen möchte, begibt sich in Halle 6.1 Stand 103 von Medisana.

2019 werden wieder zahlreiche Stars die IFA-Gäste erwarten

Die beste Technik taugt nichts, wenn die Inhalte nicht stimmen, und weil das so ist, gibt es auch 2019 die Konzerte im IFA-Sommergarten. Also auch in diesem Jahr wird für beste Unterhaltung gesorgt. Unterhaltung wird wie immer auch in diesem Jahr auf der IFA viel geboten.

Es stehen einzigartige Konzerterlebnisse auf dem Programm im eindruckendem Sommergarten, einer der schönsten Open Air Arenen von Berlin. Die „Grüne Lunge“ des Messegeländes wird zur Konzertarena.

Los geht es schon am Freitag den 06.09.2019 mit vielversprechenden Rap Künstlern wie RIN, MERO,JUJU und Yung Hurn im IFA Sommergarten. Moderation: Visa Vie Einlass: 17:00 Uhr - Beginn: 18:00 Uhr. Das Festival-Ticket gilt am Freitag, 06.09. zusätzlich als IFA-Tagesticket. Aufmerksam machen wir hier auf die Neuköllnerin JUJU, die mit großer Klappe und provokanten Texten eine ganze Generation geprägt hat, und den Weg für weibliche Rapperinnen ebnete.

Am Samstag, 7. September 2019 geht es weiter, RBB 88.8 und die IFA lassen die 80er und 90iger Jahre wieder aufleben. Eine illustre Gemeinschaft hochkarätiger Stars, wie 80’s Pioneers feat, Marc Almond, Steve Norman & Ross William Wild (Spandau Ballet), Cutting Crew, Carol Decker (T’Pau), Wet Wet Wet, Howard Jones, DJ Rusty Egan (Visage), Paul Young und Limahl werden den Sommergarten zum beben bringen. Moderation: Lydia Mikiforow und Tim Koschwitz - Einlass: 15.00 Uhr - Beginn: 16.00 Uhr.

Ganz besonders freuen wir uns auf Steve Normann , Gründungsmitglied von Spandau Ballet, der Saxophonist, Gitarrist und Songwriter hat den Erfolg der Band geprägt. Spandau Ballet hat 23 Hitsingles produziert und weltweit mehr als 25 Millionen Tonträger verkauft. Steve Normann wird mit dem aktuellen Sänger von Spandau Ballet, Ross William Wild auftreten.

Ticketpreis € 36,50 zzgl. Gebühren. Das Ticket gilt zusätzlich am 06.09. oder 07.09.2019 als Tagesticket für die IFA.

Stargast auf der IFA 2018 war James Blunt, in diesem Jahr kommt ein French Pop Superstar in den IFA Sommergarten.

Zaz, die französische Nouvelle-Chanson-Sängerin

Die Sängerin wurde schon 2011 mit dem European Border Breakers Award (EBBA) ausgezeichnet. Am Sonntag den 8. September präsentiert sie ihr neues Repertoire ihres aktuellen Albums „Effet miroir“ unter dem Funkturm. Die Grande Dame des French Pop, ist zurück, zurück in den in den Charts, auf Tournee und nun in Berlin.

Auf ihrem gefeierten aktuellen Album „Effet miroir“ verbindet ZAZ Elemente des Chansons mit südamerikanischen Gitarren, Pop, Salsa und Rock. Es ist ein Album über die Hoffnung und ein Zeugnis für die Überzeugungen der international gefeierten Künstlerin, so die Meinung der Kritiker.

Sonntag, 08.09.2019 Berlin im IFA Sommergarten - Einlass: 17:30 Uhr - Beginn: 19:00 Uhr
Tickets ab 47,50 € zzgl. Gebühren. Das Konzert-Ticket gilt zusätzlich am 06.09, 07.09. oder 08.09.2019 als IFA Tagesticket und ist am IFA Eingang vorzuzeigen.

Desweiteren gibt es Autogrammstunden mit TV-Stars, Spitzensportlern und Fußballern, Live-Koch - und Talkshows. Berlin wird zur IFA zur „Entertainment-City“. Die Messeleitung verspricht, nirgends dürfte die Prominentendichte größer sein als unter dem Funkturm.

Wir sind gespannt, und wünschen allen IFA-Besuchern tolle Tage in Berlin.

Das waren die IFA Highlights seit 1924 zusammengetragen von schnaeppchenfuchs.com

    1924 - Röhrenradios und elektrische Bauteile
    1926 - Einweihung des Berliner Funkturm
    1929 - industrielle Fertigung und Musikschränke mit eingebautem Plattenspieler
    1931 - Fernseher
    1932 - Autoradio
    1933 - Volksempfänger
    1938 - Einführung des Drahtfunks
    1939 - Vorstellung des "Einheits-Fernsehempfängers"
    1950 - Vorstellung des UKW-Rundfunks
    1961 - Transistorradios
    1965 - Tonband-Kassetten-Systeme
    1967 - Start des Farbfernsehens
    1971 - Heim-Videorekorder und kabellose Fernbedienung, Dolby wird präsentiert
    1973 - Bildplattenspieler
    1977 - Videotext
    1979 - Video 2000
    1981 - Compact Disc (CD) und Stereo-Ton Fernsehgeräte
    1985 - Kabelfernseh-tauglichen Fernseher und VPS-Steuerung
    1987 - Fernsehen mit Satelliten-Direktempfang und RDS
    1993 - Dolby Surround und ShowView
    1995 - Beamer und Plasma-Fernseher
    1997 - Digital-Kameras, Smart TV
    1999 - LCD-Fernseher, Minidisc, Smart TV
    2001 - LDC-Fernseher mit großer Bildschirmdiagonalen
    2006 - Full HD-Fernseher
    2007 - Navigationsgeräte, Blu-ray Disc und HD DVD,
    2008 - erstmals Haushalts- und Küchengeräte auf der IFA
    2009 - 3D-TV und HBBTV
    2011 - 3D-TV ohne Zusatzbrille
    2012 - OLED und Ultra HD-Fernseher
    2014 - Smart Home und intelligente Haushaltsgeräte
    2018 - der erste 8K-Fernseher kommt auf den Markt

    2019 - könnte es der Home Care Robot von Medisana werden

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  • 19.08.2019

Aktuelles - Marketing News

  • Login Purpose-Studie von Globeone
    Unternehmen suchen nach tieferen Sinn ihrer Daseinsberechtigung

    Die Deutsche Post DHL wird in Deutschland keine Zustellungen mehr für den Lebensmittel-Lieferservice Amazon Fresh abwickeln. Der E-Commerce mit frischen Lebensmitteln bleibe bisher weit hinter den Erwartungen zurück.

    So,so - Vor allem VW, der Deutschen Bank und Bayer trauen die Deutschen nicht zu, dass die Marken einen tieferen Sinn verfolgen. Das ist das zentrale Ergebnis der "Purpose"-Studie von Globeone.

    Die Bild-Zeitung und die zu Vergleichszwecken untersuchten Parteien CDU und SPD, die Bundesregierung und Facebook zeigen eine besonders negative Wahrnehmung, bei Bürgern und Verbrauchern.

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, schreibt mir dazu:

    Lieber Herr Böhmer,

    möglichst viel Profit – das war bisher das Ziel der meisten Unternehmen. Steigendes Wachstum, maximaler Umsatz, Kosteneinsparungen; darum drehten sich Quartal für Quartal, Jahr für Jahr sämtliche Entscheidungen.

    Diese Zeit soll jetzt vorbei sein. In Zukunft wollen immer mehr Unternehmen ihr Handeln an ihrem "Purpose", ihrem tieferen Sinn, ausrichten. Sie wollen Unternehmensziele jenseits des Profits definieren.

    Die Ambitionen sind da, an der Umsetzung hapert es noch. Zumindest in Deutschland sind viele noch nicht so weit. Eine Studie hat jetzt den "Purpose Readiness Index" ermittelt. Ihm zufolge schneiden in Deutschland vor allem Bosch, Continental, Rewe und Aldi gut ab. Dagegen steht neben Volkswagen auch die CDU schlecht da. Genauso wie die Bild-Zeitung.

    Kann es ein Zufall sein, dass die Regierungspartei und neuestens auch die Boulevardmedien genau diejenigen sind, mit denen Youtuber Rezo in seinen letzten Videos abrechnet? Wohl kaum.

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

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  • Selbst Cat Content zieht nicht mehr Facebook Nutzer interagieren lieber woanders
    Facebook will keinen Like-Button
    Die Mecker-Plattform Facebook ist nicht mehr cool, dafür aber TikTok und Jodel

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat Alternativen zu Facebook anzubieten.

    Lieber Herr Böhmer,

    Facebook ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Nutzer werden älter, die Reichweite wächst kaum noch, es ist als Mecker-Plattform verschrien und so richtig cool? Naja cool ist anders.

    Jetzt steht sogar im Raum, dass Facebook den Like-Button, seine eigene Erfindung und irgendwie auch das Herzstück von Social Media, abschaffen könnte.

    Es kann also nicht schaden, sich nach Alternativen jenseits des Facebook-Universums umzuschauen. Was können Netzwerke wie TikTok, die deutsche Erfindung Jodel und andere für Nutzer und Unternehmen tun?

    So einiges, wie mein Kollege Moritz Meyer auf W&V+ schreibt : Sixt zum Beispiel sagt über Jodel, dass es „kaum eine andere Plattform gibt, die so große lokale Reichweiten und Interaktionsraten hat."

    Klingt spannend. Aber auch nach Arbeit. Müssen wir alle uns jetzt schon wieder in neue Social-Media-Netzwerke reinfuchsen? Ich denke, ja. Macht doch auch irgendwie Spaß. Oder?

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

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  • Luke Mockridge beleidigt alte Menschen im ZDF-Fernsehgarten
    Sommerloch auch bei W&V?
    Komiker Luke Mockridge füllt in den Medien das Sommerloch

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über einen Welt unbedeutenden Mann. OK, auch WELT-Online hat darüber einen Artikel gebracht. Ich Frage mich, war das nötig?

    Lieber Herr Böhmer,

    heißt es eigentlich DIE runde Ecke, DER runde Ecke oder DAS runde Ecke?

    Weder noch. Es gibt keine runde Ecke.

    Das war wohl der lustigste Witz, den Komiker Luke Mockridge am gestrigen Sonntag bei seinem Auftritt im ZDF Fernsehgarten gebracht hat. Ja, die anderen waren wirklich noch schlechter. So schlecht, dass Moderatorin Andrea „Kiwi“ Kiewel ihn vor laufender Kamera von der Bühne geholt hat.

    Über alte Menschen sagte er "Sie haben graue Haare, sie sind schrumpelig und sie riechen immer nach Kartoffeln"

    Kann die Show sein Ernst sein? Wohl eher nicht. Vermutlich ist der bizarre Auftritt eine Vorlage für seine neue Fernsehshow auf Sat.1, die im September startet. Dass der 33-Jährige die ZDF-Bühne für seine Promotion missbraucht und die Pointe auf Kosten der Moderatorin und ihres Publikums geht, war scheinbar gar nicht in ihrem Sinne.

    Deswegen hat Kiwi den Spieß umgedreht und für den eigentlich legendären Moment der Sendung gesorgt. Sie hat den Comedian vor dem gesamten Publikum ordentlich zusammengefaltet. Ein emotionaler Auftritt im Namen ihrer Fans. Ohne Pointe.

    Einen amüsanten Abend wünscht

    Verena Gründel

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Andreas Oehme, Dieter L. Schmidt, Walburga Schmidt, Bozidar Radner
Dieter L. Schmidt und Friedrich Merz
    Sommerfest auf dem Rhein
    Besondere Ehrung für Dieter L. Schmidt - DIE FAMILIENUNTERNEHMER

    Beim Sommerfest von DIE FAMILIENUNTERNEHMER/Niederrhein ging es auf einer Rheintour mit der MS Riverstar von der Messe Düsseldorf bis in den Düsseldorfer Süden und zurück – spektakulärer Sonnenuntergang inklusive. Etwa 100 Unternehmer und Gäste genossen - in entspannter Atmosphäre - den Rheintrip.

    Ein Highlight des Abends: Die Festrede von Vorstandsmitglied Bozidar Radner zu Ehren des  85jährigen Dieter L. Schmidt, Unternehmer und Wirtschaftsprüfer aus Wuppertal, der seit 53 Jahren bei DIE FAMILIENUNTERNEHMER aktiv ist.

    Amüsant, pointiert und mit zahlreichen Anekdoten gewürzt zeichnete Radner das Porträt eines erfolgreichen Unternehmers, Ehemanns, Vaters und Großvaters   - seit beinahe 50 Jahren mit Walburga Schmidt verheiratet.

    „Die Aufzählung aller ehrenamtlichen Tätigkeiten und Mitgliedschaften im Zeichen des Guten und Wichtigen würde den Rahmen meiner Lobeshymne vollends sprengen.

     Bei den Familienunternehmern hat er in vielen Ämtern und Kommissionen aktiv die Geschicke unseres Verbands beeinflusst, unzählige Veranstaltungen organisiert und mit seinem beeindruckenden Netzwerk manch hochkarätigen Referenten eingeladen,“ betonte Bozidar Radner  - u.a. Friedrich Merz, der im Industrie-Club Düsseldorf im Jahr 2014 eine vielbeachtete Neujahrsansprache auf Einladung von DIE FAMILIENUNTERNEHMER hielt.

    Zum Abschluss seiner Ausführungen überreichte Bozidar Radner, dem Ehrenmitglied und Bücherfreund, einen Prachtband, der erstmals alle Zeichnungen und Skizzen aus Alexander von Humboldts Tagebüchern seiner großen Amerikaexpedition versammelt.

    Und als Zeichen der besonderen Wertschätzung für die Gattin von Dieter L. Schmidt intonierte Opernsänger Raphael Pauß die musikalische Liebeserklärung „Dein ist mein ganzes Herz“. Die so Beschenkten waren – wie alle Gäste – gerührt und begeistert. Nach dem Genuss der Köstlichkeiten vom Buffet wurde getanzt und gefeiert. Fazit: Ein rundum gelungener Rheintrip.

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  • LEBERKAESJUNKIE ist bisher der erfolgreichste Film in diesem Jahr
    der erfolgreichste deutsche Film
    LEBERKÄSJUNKIE hat schon 780.000 Besucher in die deutschen Kinos gelockt

    LEBERKÄSJUNKIE erobert weitere Kinoleinwände außerhalb des bayerischsprachigen Raums. Eberhofer für alle. Ab dem 22. August ist LEBERKÄSJUNKIE in 145 zusätzlichen Kinos außerhalb Bayerns zu sehen. Somit wird der sechste Teil der Kultreihe Ende dieser Woche bundesweit in über 490 Kinos laufen.

    Die sechste Verfilmung eines Bestsellers von Autorin Rita Falk führt seit dem Starttermin am 01. August die bayerischen Kinocharts an und hat mittlerweile schon 780.000 Besucher in die deutschen Kinos gelockt. Damit ist LEBERKÄSJUNKIE bis dato sogar der erfolgreichste deutsche Film, der in 2019 gestartet ist.

    In Österreich ist der Film mit über 166.000 Zuschauern auch ein Hit. Alle bisherigen sechs Verfilmungen haben insgesamt nun schon über 5 Mio. Kinobesucher im deutschsprachigen Raum begeistert.

    Die nächste und siebte Verfilmung, KAISERSCHMARRNDRAMA, wird diesen Herbst gedreht und am 13. August 2020 ins Kino kommen.

    Darsteller: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Eva Mattes, Robert Stadlober, Manuel Rubey, Anica Dobra, Castro Dokyi Affum, Sigi Zimmerschied, Daniel Christensen, Stephan Zinner, Max Schmidt, Ferdinand Hofer, Thomas Kügel, Frederic Linkemann, Lara Mandoki und als Gäste Michael Ostrowski und Harry G.
     

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  • Die VW Kunden werden wohl auf ihren Schaden sitzen bleiben Foto GFDK
    VW - Musterfeststellungsklage
    VW-Halter verlieren rund 537,4 Millionen Euro durch die weitere Nutzung

    Mindestens 427.000 Menschen sollen durch die Musterfeststellungsklage gegen VW Gerechtigkeit erfahren. Stattdessen spart der Wolfsburger Konzern dadurch jährlich mehr als 100 Millionen Euro, die eigentlich den Verbrauchern zustehen würden.

    Das ist das Ergebnis einer Analyse des Verbraucherportals rightnow.eu. Das Unternehmen hat die Daten aus fast 1.000 Gerichtsprozessen im Abgasskandal ausgewertet.

    Abgasskandal: VW spart jährlich über 100 Millionen Euro durch Musterfeststellungsklage

    Potsdam, 20. August 2019. Seit November 2018 haben sich mindestens 427.000 Menschen in die Musterfeststellungsklage gegen VW eingeschrieben. Ein abschließendes Urteil in dem Prozess wird jedoch frühestens im Jahr 2023 erwartet.

    Dadurch spart der Wolfsburger Konzern jährlich mehr als 100 Millionen Euro, die eigentlich den geschädigten Verbrauchern zustünden. Die betroffenen Fahrzeuge verlieren nämlich durch die weitere Nutzung kontinuierlich an Wert.

    Das ist das Ergebnis einer Analyse des Verbraucherportals rightnow.eu. Das Unternehmen hat die Daten aus fast 1.000 Gerichtsprozessen im Abgasskandal ausgewertet.

    Demnach spart VW bis zur Urteilsverkündung sogar mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die individuelle Entschädigungssumme jedes Klägers setzt sich aus dem ursprünglichen Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrene Strecke zusammen.

    Für Letztere ziehen die zuständigen Gerichte eine ungefähre maximale Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges heran und berechnen darauf basierend den Wertverlust aufgrund der bislang zurückgelegten Strecke.

    Im Schnitt gehen die Gerichte in ihren bisherigen Einschätzungen von einer maximalen Laufleistung in Höhe von 272.367 Kilometern pro Fahrzeug aus.

    Jährlich verlieren die betroffenen Fahrzeuge mehr als 5 Prozent ihres Wertes

    Laut Kraftfahrtbundesamt legt ein durchschnittlicher PKW in Deutschland jährlich 13.922 Kilometer zurück. Demnach verlieren die betroffenen Fahrzeuge pro Jahr rund 5,11 Prozent ihres Wertes.

    Bezogen auf den Kaufpreis in Höhe von 24.621 Euro, den die von rightnow.eu vertretenen VW-Halter durchschnittlich für ihren PKW zahlten, bedeutet das eine jährliche Wertminderung von mehr als 1.250 Euro pro Fahrzeug.

    Insgesamt verlieren die Fahrzeuge der 427.000 in der Musterfeststellungsklage eingeschriebenen VW-Halter demnach rund 537,4 Millionen Euro an Wert – jedes Jahr.

    Ausgeglichen wird diese Summe zumindest in Teilen durch den Deliktzins in Höhe von 4 Prozent pro Jahr, den Volkswagen seinen geschädigten Kunden wahrscheinlich auszahlen muss. In diese Richtung hat sich bislang unter anderem das Oberlandesgericht Köln ausgesprochen.

    Insgesamt müsste Volkswagen seinen geschädigten Kunden bis 2023 demnach Deliktzinsen in Höhe von rund 420,5 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Das sind dennoch mehr als 116,9 Millionen Euro weniger als die betroffenen Fahrzeuge jährlich an Wert verlieren.

    Alexander Voigt, Rechtsanwalt von rightnow.eu, kommentiert die Analyse:

    “Das Musterfestellungsverfahren ist ein ähnlich schwerer Betrug an den deutschen Verbrauchern wie der Manipulationsskandal selbst.

    Volkswagen wird das Verfahren bis vor den EuGH ziehen. Der Konzern selbst rechnet nicht mit einem Urteil vor 2023. Durch den Wertverlust der betroffenen Fahrzeuge, der währenddessen entsteht, spart VW demnach mindestens 584 Millionen Euro und dieser Betrag könnte sogar noch höher ausfallen:

    Sollten die Kläger letztlich Recht bekommen, müssten sie anschließend nämlich erneut gegen VW vor Gericht ziehen, um ihre individuelle Entschädigung zu erhalten.

    Da bislang rund 427.000 VW-Kunden Teil dieses Verfahrens sind, würde die daraus resultierende Klagewelle die deutschen Gerichte komplett überfordern und den Prozess weitere Jahre in die Länge ziehen. 

    Wir von rightnow.eu schaffen es aktuell hingegen, die Ansprüche unserer Mandanten gegenüber VW in durchschnittlich sechs bis acht Monaten durchzusetzen.

    Dafür benötigten betroffene Autobesitzer bislang eine Rechtsschutzversicherung oder eigene Mittel, um die Prozesskosten zu stemmen.

    Ab sofort übernehmen wir diese Kosten und das Risiko mit unserem Partner der ROLAND ProzessFinanz AG und helfen VW-Kunden dabei, deutlich schneller zu ihrem Anspruch zu kommen und das ohne, dass sie das unsichere Musterfeststellungsverfahren durchlaufen müssen.”

     

    Diese Rechte haben Abgasskandal-Opfer

    Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf rightnow.eu können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.

     

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Meditation mit Meerblick, dazu Coaching und Mentoring, laesst Gaeste im thailändischen Kamalaya auf Koh Samui wieder zu sich selbst finden
    Neue Retreat-Termine im Kamalaya
    Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht auf Koh Samui

    Die eigenen Emotionen erkennen, zielführende Entscheidungen treffen, Herausforderungen als Chance wahrnehmen und am Ende meistern – das lernen Teilnehmer des Gruppen-Retreats „Finding Emotional Balance & Freedom“ im vielfach ausgezeichneten Wellness- und Healing-Resort Kamalaya auf der thailändischen Insel Koh Samui.

    Den Weg zum emotionalen Gleichgewicht weisen ehemalige Mönche. Sie zeigen, wie man positive Gefühle und Gewohnheiten in seinen Alltag integriert, um glücklicher mit sich und anderen zu sein.

    Vor ihrer Zeit im Kamalaya praktizierten, lehrten und meditierten die Mentoren Rajesh Ramani, Smitha Jayakumar sowie Sujay Seshadri über zehn Jahre in indischen Klöstern und auf der ganzen Welt.

    Ihr Wissen basiert auf traditionellen asiatischen Philosophien. Deren zeitgemäße Vermittlung hilft Teilnehmern, ungelöste Themen zu verarbeiten und mit neuer Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

    Neben täglichen Gruppeneinheiten gehören persönliche Mentoren-Coachings, Meditationen und Massagen zum Programm. Besonderen Wert wird auf gesundes Essen gelegt:

    Die Küche des Kamalaya ist berühmt für ihre köstlichen, größtenteils vegetarischen und veganen Gerichte.

    Der nächste Termin von 17. bis 23. Oktober 2019 kostet ab 137.230 Baht (zirka 3.900 €)/ Pers. im DZ inkl. 6 Ü/VP, Gruppen- und Einzelsitzungen sowie Spa-Behandlungen.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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  • Bei der Trekking-Tour durch Zentralnepal schlagen Hauser-Reisende ihre Zeltcamps auf unberuehrten Lichtungen, Almen und unter der Nordwand des Dhaulagiri auf
    Nepal – Dhaulagiri Zelt-Trek
    Hoch auf Nepals weißen Berg auf den 8.167 Meter hohen Riesen

    Nepal – Dhaulagiri Zelt-Trek - Höher geht es fast nicht mehr. Der Dhaulagiri, Nepals „weißer Berg", hat eine besondere Aura. Er war der erste gemessene Achttausender, wurde aber als vorletzter bestiegen. In 22 Tagen trekken Hauser-Reisende rund um den 8.167 Meter hohen Riesen.

    Der siebthöchste Berg der Welt

    Sie wandern zwischen Bananenstauden und Orangenbäumen, durchqueren dichten Kiefernwald und passieren abgeschiedene Bergdörfer.

    Auf dem Weg über die Fünftausender-Pässe French Col und Dhampus erleben die Alpinfans eine Welt aus Eis und Schnee. Oben angekommen, begrüßt sie noch einmal der Blick auf den Dhaulagiri, Gebetsfahnen wehen im Wind und in der Ferne lässt sich die Hochebene Tibets erahnen.

    Weitere Highlights: In Pokhara über die Einkaufsstraße bummeln. Auf dem Chonbardan-Gletscher und seinen Moränen bis ins Hidden Valley trekken. Optional: den Aussichtsberg Dhampus Peak (6.012 Meter) besteigen.

    22 Tage ab 4.088 /Pers. inkl. Flug und deutschsprachiger Reiseleitung.

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  • Gaeste des Hotel Bonsol in Illetas aufMallorca erleben die urspruengliche Natur des Schutzgebiets Cabrera im Rahmen eines Tagesausflugs
    größter Meeres-Nationalpark Spaniens
    Ursprüngliche Natur, seltene Tier- und Pflanzenarten auf den Balearen

    Ursprüngliche Natur, seltene Tier- und Pflanzenarten sowie eine „Blaue Grotte“: Die 18 Quadratkilometer große Baleareninsel Cabrera zählt zu den schönsten Ausflugszielen der Balearen. Sie gehört zum gleichnamigen, naturgeschützten Mittelmeer-Archipel südlich von Mallorca und ist nur von dort aus zu erreichen.

    Einen Tagestrip können Urlauber im Hotel Bonsol in Illetas nahe Palma buchen. Gleich gegenüber des Vier-Sterne-Superior-Hauses geht’s per Bus nach Colònia de Sant Jordi. Vom Ausgangshafen schippert das Boot in rund 40 Minuten zur sogenannten „Ziegeninsel“.

    Abends zurück in der familiengeführten Unterkunft lassen Gäste den Tag relaxt am Pool oder Privatstrand ausklingen. 1 Ü im DZ inkl. HP kostet ab 140 €/Pers., die Ganztagstour nach Cabrera 69 €/Pers.

    Seit 2019 bilden Cabrera, und 19 weitere Inselchen sowie das umgebende Wasser den größten Land- und Meeres-Nationalpark Spaniens. Nach einer Erweiterung umfasst das Naturreservat nun eine Fläche von zirka 90.000 Hektar.

    Das Archipel ist Heimat vieler Tier- und Pflanzenspezies, darunter Seevogel-Kolonien, Delfin-Arten, Korallenbänke und ökologisch wertvolle Seegraswiesen.

    Tagesurlauber können die ursprüngliche Umgebung beim Schwimmen, Sonnenbaden oder bei einem Besuch der jahrhundertealten Burg von Cabrera genießen – weite Panoramablicke von der einstigen Festung inklusive.

    Wer sich für Geschichte interessiert, wirft einen Blick auf die archäologischen Fundstätten aus römischer und byzantinischer Zeit.

    Highlight der Exkursion ist der Badestopp in der Grotte Sa Cova Blava. Nur vom Wasser aus zu erreichen, leuchtet das Meer dort vor allem bei Nachmittagssonne in intensivem Blau. 

    Weitere Auskünfte und Buchung

    Hotel Bonsol    Paseo de Illetas 30    E-07181 Illetas/Mallorca    Balearen/Spanien

    Fon +34 971 402111

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Im Weeping Radish Pub bekommt man Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot
Bier aus North Caroline schmeckt einfach super
    Craftbier-Brauereien in den USA
    In North Caroline, Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot

    North Caroline verfügt über die meisten Craftbier-Brauereien in den USA und widmet jeden April dem Gerstensaft einen kompletten Monat, in dem sich bei etlichen Veranstaltungen, Führungen und Verköstigungen alles rund um das Bier dreht.

    Zu den Pionieren zählt die Mikrobrauerei „Weeping Radish“ in Grandy: Sie hat sich überregional einen Namen gemacht, da sie als erste Brauerei in den USA nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut hat.

    Das Ergebnis können Besucher im dazugehörigen Weeping Radish Pub probieren.

    Die Brauerei geht sogar noch einen Schritt weiter und serviert im Restaurant „Reinheitsgebot Food“, das nur regionale und selbstangebaute Zutaten in Bioqualität beinhaltet.

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  • Der Slogan Brewed with Aloha
    Bier aus dem Paradies - auf Maui, Hawai‘i

    Auf Maui gibt es nicht nur Zuckerrohr- und Ananasplantagen, hier wird auch Bier gebraut. Bier im Paradies: Die „MAUI Brewing Co.“ ist die größte Brauerei auf Hawai‘i und präsentiert ihre Biere mit dem Slogan „Brewed with Aloha“.

    Dabei experimentieren die Braumeister und kreieren außergewöhnliche Sorten mit Ananas- oder Kokosnussnote, die nach Urlaub am Strand schmecken.

    Die exotischen Biere finden auch in der lokalen Küche Verwendung: Sie dienen als Zutat in Brownies oder Eiscreme. Besucher können die Kreationen in flüssiger und fester Form bei einer Brauereiführung erleben.

    Im Mai feiert Maui seine Brauereien bei einem Festival, dem „Annual Maui Brewer’s Festival“. In dessen Rahmen gibt es lokales Essen mit und ohne Biernote, Verkostungen, Live-Musik, einen Brauwettkampf und vieles mehr rund um den Gerstensaft.

    Foto 2 (c) de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Gerdbru

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  • Schoen gestaltete Flaschen und limierte Bier Sorten aus Alaska
Ausgefallene Bier Eigenkreationen aus Alaska
    ausgefallenen Eigenkreationen aus Alaska
    Alaska hat eine überraschend reiche Bierkultur zu bieten

    Alaska hat eine überraschend reiche Bierkultur zu bieten: Vor allem im Sommer, wenn die Lachse und Heilbutte gefischt werden, ist der Bundesstaat ein perfektes Ziel für Liebhaber des Gerstensafts, da es zu jedem Fischgericht korrespondiere Biere gibt.

    Diese sind außerhalb Alaskas nur in ein paar Staaten der USA erhältlich, da viele Braumeister nur für lokale Abnehmer produzieren.

    Zu den größeren Brauereien zählt die „Alaskan Brewing Co.“ bei Juneau, der Hauptstadt Alaskas. Diese sehr junge Brauerei zählt bereits zu den besten Bier-Repräsentanten des Staates und konnte schon einige Braukunstwettbewerbe für sich entscheiden.

    Neben Klassikern wie IPA, Kölsch oder Ale lockt die „Alaskan Brewing Co“ mit schön gestalteten Flaschen, limierten Sorten und ausgefallenen Eigenkreationen wie „Raspberry Wheat“ mit Himbeernote.

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Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Albert Einstein sprach zur Eroeffnung der Funkausstellung 1930 ein per Radio uebertragenes Grußwort
Der Home Care Robot von Medisana macht den Alltag dank kuenstlicher Intelligenz so einfach wie nie
    alle Augen schauen nach Berlin
    Die IFA 2019, das Powerhouse of Innovations öffnet seine Tore

    Es ist schon wieder soweit. Berlin bereitet sich auf den großen Elektronik-Event des Jahres vor, und alle sind schon gespannt, was die Hersteller für Consumer Electronics und Home Appliances in diesem Jahr präsentieren werden.

    Alle fiebern der 59. Internationalen Funkausstellung in Berlin entgegen. Im Jahr 2018 hatten 1.814 Aussteller ihre Neuigkeiten gezeigt, und in diesem Jahr werden es nicht weniger sein. 250.000 Besucher werden zur IFA erwartet.

    Albert Einstein spöttelte

    Zuerst haben wir aber eine kleine Geschichte die schon in Vergessenheit geraten ist. Damals hieß die IFA noch  „Große Deutsche Funkausstellung“. 1930 hielt der Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein die Eröffnungsrede, die auch im Radio übertragen wurde. Einstein sparte nicht mit Spott, und fand folgende Worte:

    “Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.”

    Heute sieht das freilich anders aus. Im Jahr 2019 gab es rund 11,17 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre, die besonderes Interesse an Geräten der Unterhaltungselektronik hatten, wie Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, kurz AWA aufzeigt.

    Und ein weitere Millionen Publikum interresiert sich für Smart Home, künstliche Intelligenz und diverse neue Haushaltsgeräte und Hilfen in der Gesundheitsversorgung.

    Vom 6.-11. September 2019 schauen alle Augen nach Berlin

    Fachhändler, Verbraucher und Medien sind in Aufbruchstimmung. Die Unternehmen bereiten sich seit Monaten auf das Großereignis in Berlin vor. In den Marketing und PR Abteilungen qualmen die Köpfe, die Messebauer schreinern und schrauben bis in die Nacht, und weltweit werden die Druckerpressen angeworfen um die Kataloge mit den neusten Produkten rechtzeitig zur IFA fertigzustellen.

    Auch in den Geschäftsleitungen der Unternehmen rauchen die Köpfe, denn über 40.000 Hotelzimmer und Flüge müssen gebucht werden. Was die wenigsten wissen, Berlin hat mit 160.000 Hotelbetten mehr Zimmer als Paris und New York.

    6.000 Journalisten aus mehr als 70 Ländern werden wieder in Berlin einrücken um ein weltweit affines Elektronik-Publikum zu unterrichten. Die TV-Sender BBC aus Großbritannien, RAI aus Italien, NHK aus Japan, YTN und KBS aus Südkorea und IBA International aus Israel, sowie TRT aus der Türkei und NDTV aus Indien haben sich wie im Vorjahr auch schon angekündigt.

    Auch die amerikanischen TV-Sender CNBC / NBC und CNN wollen dabei sein, und Al Jazeera aus den arabischen Emiraten, Nine Network aus Australien, CCTV und Tianjin TV aus China werden berichten.

    Der globale Innovationspartner für IFA NEXT heißt 2019 Japan. Die Messeleitung formuliert es so. "IFA NEXT bringt zusammen, was zusammengehört: das globale Know-how für die Zukunft von Technik, Business und Lifestyle. Eine einzigartige Innovationsplattform vereint unter einem gemeinsamen Dach in der Messehalle 26."

    Das erwartet das Publikum 2019

    Samsung und Huawei weden ihre Falt-Handys Galaxy Fold und Mate X auf der IFA zeigen. Sony wird das Xperia 2 vorstellen, und die ersten serienreifen 5G-Smartphones werden auch gezeigt.

    Lenovo, Acer und Asus werden neue Laptops Modelle präsentieren, und Samsung, LG, Sony, Panasonic, Grundig und Philips zeigen neue 8K-Fernseher. Desweiteren werden neue Projektor-Generationen, 3D-Sound & Multi-Room-Systeme und Trends der Home Electronics für Aufregung sorgen.

    Bosch zeigt den ersten Backofen, der vorhersagt, wann der Kuchen nach Ihrem individuellen Rezept fertig ist. Zudem will Bosch auf der IFA wieder Starköche kochen, braten und backen lassen. Siemens Hausgeräte stellt drei smarte Produktneuheiten vor, dazu gehört der komfortabelste Trockener der Welt, der iQ800 Wäschetrockner.

    Das größte Thema auf der IFA dürfte aber Smart Living und Smart Home mit künstlicher Intelligenz werden. Künstliche Intelligenz, KI, wird in diesem Jahr die spannensten Trends setzen. Als Haupttrend nimmt die Vernetzung und die Sprachsteuerung durch Künstliche Intelligenz der digitalen Systeme einen großen Platz ein, auch weil sie selbst lernen und damit immer leistungsfähiger werden.

    Gesundheit wird zum wichtigen Faktor und die Zukunft kommt aus Neuss

    Gesundheit, Wellness und Wohlbefinden war der Leitfaden von Medisana auf der IFA 2018. Wie moderne Technologien den Health-Bereich revolutionieren zeigte Medisana mit der hauseigene Gesundheits-App VitaDock+. Die VitaDock+ macht es möglich, alle eigenen Vitalwerte, Blutdruck, Gewicht, Schritte, Blutzucker und Blutsauerstoff in in einer App zu sammeln.

    Zur IFA 2019 stellt Medisana sieben neue Connect Highlight-Produkte vor und schon in diesem Jahr wird die Gesundheits-App VitaDock+ die 1-Millionen Marke überspringen. Connect Highlights sind zum Beispiel neue Körperanalysewaagen, die WLAN fähig sind.

    Medisana vom Erfolg überrollt

    Am 10.-11. Juli fand in Berlin das offizielle IFA Innovations Media Briefing statt, auf dem die Unternehmen der Presse ihre neusten Inovationen vorstellten. In 20-minütigen Präsentationen stellten namhafte IFA-Aussteller ihre neuesten Ideen, Produkte und Innovationen vor.

    Die große Innovations Überraschung für die Medien war der Home Care Robot von Medisana. Der Medisana Home Care Robot löste Begeisterung bei den Pressevertretern aus, ntv berichtete schon anderntags, die FAZ titelte "Statt Heim sicher daheim".

    Etliche weitere Medien haben im Vorfeld schon berichtet. Zur IFA sendet die ARD im Morgenmagazin einen Beitrag über dem Medisana Temi, und eine große Überraschung, über die wir noch nicht schreiben dürfen, steht auch noch an. Nur soviel, GROSSE BÜHNE, ROTER TEPPICH. Wir werden darüber berichten.

    Der Medisana Temi soll Menschen dabei unterstützen, bis ins Alter unabhängig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Mit smarten Services und künstlicher Intelligenz macht er den Alltag leichter – und erhöht dank verschiedener Gesundheitsdienste und Notfallvorrichtungen die Sicherheit zu hause, so Anja Schimmelpfennig, Head of Marketing EMEA von Medisana. Im Juni 2019 wurde MEDISANA ein weiteres Mal für ihre exzellente Markenführung als Innovationsleader mit dem German Brand Award 2019 ausgezeichnet.

    Wer den Medisana Temi bestaunen und in Aktion sehen möchte, begibt sich in Halle 6.1 Stand 103 von Medisana.

    2019 werden wieder zahlreiche Stars die IFA-Gäste erwarten

    Die beste Technik taugt nichts, wenn die Inhalte nicht stimmen, und weil das so ist, gibt es auch 2019 die Konzerte im IFA-Sommergarten. Also auch in diesem Jahr wird für beste Unterhaltung gesorgt. Unterhaltung wird wie immer auch in diesem Jahr auf der IFA viel geboten.

    Es stehen einzigartige Konzerterlebnisse auf dem Programm im eindruckendem Sommergarten, einer der schönsten Open Air Arenen von Berlin. Die „Grüne Lunge“ des Messegeländes wird zur Konzertarena.

    Los geht es schon am Freitag den 06.09.2019 mit vielversprechenden Rap Künstlern wie RIN, MERO,JUJU und Yung Hurn im IFA Sommergarten. Moderation: Visa Vie Einlass: 17:00 Uhr - Beginn: 18:00 Uhr. Das Festival-Ticket gilt am Freitag, 06.09. zusätzlich als IFA-Tagesticket. Aufmerksam machen wir hier auf die Neuköllnerin JUJU, die mit großer Klappe und provokanten Texten eine ganze Generation geprägt hat, und den Weg für weibliche Rapperinnen ebnete.

    Am Samstag, 7. September 2019 geht es weiter, RBB 88.8 und die IFA lassen die 80er und 90iger Jahre wieder aufleben. Eine illustre Gemeinschaft hochkarätiger Stars, wie 80’s Pioneers feat, Marc Almond, Steve Norman & Ross William Wild (Spandau Ballet), Cutting Crew, Carol Decker (T’Pau), Wet Wet Wet, Howard Jones, DJ Rusty Egan (Visage), Paul Young und Limahl werden den Sommergarten zum beben bringen. Moderation: Lydia Mikiforow und Tim Koschwitz - Einlass: 15.00 Uhr - Beginn: 16.00 Uhr.

    Ganz besonders freuen wir uns auf Steve Normann , Gründungsmitglied von Spandau Ballet, der Saxophonist, Gitarrist und Songwriter hat den Erfolg der Band geprägt. Spandau Ballet hat 23 Hitsingles produziert und weltweit mehr als 25 Millionen Tonträger verkauft. Steve Normann wird mit dem aktuellen Sänger von Spandau Ballet, Ross William Wild auftreten.

    Ticketpreis € 36,50 zzgl. Gebühren. Das Ticket gilt zusätzlich am 06.09. oder 07.09.2019 als Tagesticket für die IFA.

    Stargast auf der IFA 2018 war James Blunt, in diesem Jahr kommt ein French Pop Superstar in den IFA Sommergarten.

    Zaz, die französische Nouvelle-Chanson-Sängerin

    Die Sängerin wurde schon 2011 mit dem European Border Breakers Award (EBBA) ausgezeichnet. Am Sonntag den 8. September präsentiert sie ihr neues Repertoire ihres aktuellen Albums „Effet miroir“ unter dem Funkturm. Die Grande Dame des French Pop, ist zurück, zurück in den in den Charts, auf Tournee und nun in Berlin.

    Auf ihrem gefeierten aktuellen Album „Effet miroir“ verbindet ZAZ Elemente des Chansons mit südamerikanischen Gitarren, Pop, Salsa und Rock. Es ist ein Album über die Hoffnung und ein Zeugnis für die Überzeugungen der international gefeierten Künstlerin, so die Meinung der Kritiker.

    Sonntag, 08.09.2019 Berlin im IFA Sommergarten - Einlass: 17:30 Uhr - Beginn: 19:00 Uhr
    Tickets ab 47,50 € zzgl. Gebühren. Das Konzert-Ticket gilt zusätzlich am 06.09, 07.09. oder 08.09.2019 als IFA Tagesticket und ist am IFA Eingang vorzuzeigen.

    Desweiteren gibt es Autogrammstunden mit TV-Stars, Spitzensportlern und Fußballern, Live-Koch - und Talkshows. Berlin wird zur IFA zur „Entertainment-City“. Die Messeleitung verspricht, nirgends dürfte die Prominentendichte größer sein als unter dem Funkturm.

    Wir sind gespannt, und wünschen allen IFA-Besuchern tolle Tage in Berlin.

    Das waren die IFA Highlights seit 1924 zusammengetragen von schnaeppchenfuchs.com

        1924 - Röhrenradios und elektrische Bauteile
        1926 - Einweihung des Berliner Funkturm
        1929 - industrielle Fertigung und Musikschränke mit eingebautem Plattenspieler
        1931 - Fernseher
        1932 - Autoradio
        1933 - Volksempfänger
        1938 - Einführung des Drahtfunks
        1939 - Vorstellung des "Einheits-Fernsehempfängers"
        1950 - Vorstellung des UKW-Rundfunks
        1961 - Transistorradios
        1965 - Tonband-Kassetten-Systeme
        1967 - Start des Farbfernsehens
        1971 - Heim-Videorekorder und kabellose Fernbedienung, Dolby wird präsentiert
        1973 - Bildplattenspieler
        1977 - Videotext
        1979 - Video 2000
        1981 - Compact Disc (CD) und Stereo-Ton Fernsehgeräte
        1985 - Kabelfernseh-tauglichen Fernseher und VPS-Steuerung
        1987 - Fernsehen mit Satelliten-Direktempfang und RDS
        1993 - Dolby Surround und ShowView
        1995 - Beamer und Plasma-Fernseher
        1997 - Digital-Kameras, Smart TV
        1999 - LCD-Fernseher, Minidisc, Smart TV
        2001 - LDC-Fernseher mit großer Bildschirmdiagonalen
        2006 - Full HD-Fernseher
        2007 - Navigationsgeräte, Blu-ray Disc und HD DVD,
        2008 - erstmals Haushalts- und Küchengeräte auf der IFA
        2009 - 3D-TV und HBBTV
        2011 - 3D-TV ohne Zusatzbrille
        2012 - OLED und Ultra HD-Fernseher
        2014 - Smart Home und intelligente Haushaltsgeräte
        2018 - der erste 8K-Fernseher kommt auf den Markt

        2019 - könnte es der Home Care Robot von Medisana werden

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  • Gegruendet im Jahre 1983 entwickelte sich Nautica zu einer der weltweit fuehrenden Lifestyle Marken
Nautica in Weiss
Nautica in Schwarz
Nautica in Blau
    Bunt, attraktiv und multifunktional
    Nautica NSR 101 - farbenfrohe Unisex Modelllinie NSR 101

    Nautica NSR 101 bietet mit seinem Gehäusedurchmesser von 44 mm ein offenes Fenster für das mit Tages-, Wochen- und Monatsanzeige ausgestattete Zifferblatt. Die Zeiger wurden als optisches Highlight farblich detailliert an das eigens dafür gefertigte Resin Kautschukband mit Nautica Logo angepasst.


    Insbesondere für Wassersportfreunde – im Allgemeinen für alle Outdoor Begeisterte - ist diese Art von Armbändern ganz hervorragend geeignet. Kein anderes Band ist widerstandsfähiger und sowohl wasser- als auch schmutzabweisend. Dennoch schmiegt es sich mit seiner weichen, samtigen Haptik perfekt an das Handgelenk des Trägers an. 

    Erstklassige Ausstattungsdetails in Form von nachleuchtenden Zeigern und Indexen, verschraubter Krone mit Nautica Emblem sowie einer Wasserdichtigkeit von 100 m runden das hochwertige Paket dieses attraktiven Zeitmessers ab.
     

    ÜBER NAUTICA

    Gegründet im Jahre 1983 entwickelte sich Nautica zu einer der weltweit führenden Lifestyle Marken, deren Produktpalette von Herren- Damen- und Kinderbekleidung bis hin zu Accessoires und einer kompletten Einrichtungslinie reicht. Nautica steht für klassische, zeitlos schöne Produkte, die allesamt von Wasser inspiriert wurden und den American Spirit verkörpern.

    Seit 2003 gehört Nautica zur Markenfamilie des globalen Marktführers in Lifestyle-, Jeans-, Outdoor- und Sportbekleidung  – der VF Cooperation. Weltweit bekannte Marken wie Wrangler©, The North Face©, Lee©, Vans©, Nautica©, 7 For All Mankind©, Eagle Creek©, Eastpak©, Ella Moss©, JanSport©, lucy©, John Varvatos©, Kipling©, Majestic©, Napapijri©, Red Kap©, Reef©, Riders©, Splendid©, Smartwool© und Timberland© sind nur einige, die zum Portfolio der VFC Gruppe gehören. Mit mehr als 200 eigenen Shops in über 60 Länder der Welt zählt Nautica zur Spitze der weltweit erfolgreichsten Lifestyle Marken.

    TECHNISCHE ANGABEN 

    • Referenz: A13639G weiß; A13640G grün; A13641 pink;

    A13643 schwarz; A13644 gelb; A13646 orange;

    A13649 dunkelblau; A13650 azurblau

    • Präzisionsquarzwerk
    • Multifunktion Tages- Datums- und Wochenanzeige
    • Verschiedene Zifferblattvarianten
    • Zeiger und Indexe nachtleuchtend
    • Gehäuse: Edelstahl
    • Verschraubte Krone
    • Gehäusedurchmesser: 44 mm
    • Resin Kautschukband
    • Wasserdichtigkeit: 100 m

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  • Stil TeNo Ringe
Stil TeNo Kette 
Stil TeNo Ring
    In Roségold
    Perlen und Perlmutt: White Rosé von TeNo

    Die neuen Schmuckstücke von TeNo mit Rosévergoldung zeigen sich in diesem Sommer in eleganten Kombinationen mit weißen Süßwasserzuchtperlen, verführerisch schimmerndem Perlmutt und strahlend weißen Keramikeinlagen.

    Der warme Roséton des Metalls erscheint durch die hellen Akzente noch feuriger und sinnlicher. Die Formen bleiben schlicht und reduziert, geometrische Designs stehen im Vordergrund. Mit White Rosé stellt TeNo eine besonders feminine Kollektion vor, mit der die Designklassiker der Marke neu interpretiert werden.

    Die Edelstahlschmuckstücke sind mit einer hochwertigen Roséplattierung versehen. Einlagen aus weißer Keramik (mattiert oder poliert) und schimmerndem Perlmutt verleihen sommerliches Flair. Weiße Süßwasserzuchtperlen unterstreichen die feminine Eleganz der Stücke. White Rosé von TeNo – für einen feurigen und leidenschaftlichen Sommer!

    TeNo woman, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Keramikeinlage, glänzend, Anhänger 65 Euro, dreireihiges Seilcollier rosévergoldet 65 Euro, Ohrstecker 65 Euro

    TeNo Perlcollier OrbiT, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Süßwasserzuchtperle, 95 Euro, Ringe in Edelstahl rosévergoldet mit weißer Süßwasserzuchtperle, je 98 Euro

    TeNo SuMa, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Perlmutteinlage, Anhänger 99 Euro, Kautschukcollier 40 Euro, Ohrstecker 99 Euro

    TeNo Anhänger SuMa, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Perlmutteinlage, 99 Euro, dreireihiges Seilcollier rosévergoldet 65 Euro

    TeNo NaVa, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Perlmutteinlage, Anhänger 78 Euro, Kautschukcollier 40 Euro, Ohrstecker 135 Euro

    TeNo Beisteckring AdiT, Edelstahl rosévergoldet mit weißer Keramikeinlage, 59 Euro Über TeNo

    www.TeNo.de Pressekontakt: jr@teno.de

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • Die Supermoderatorin Anne Will
Rainer Kahni und Gottfried Boehmer klaeren auf Angela Merkel weiss auch nichts
Armes Deutschland
    "Was habe ich falsch gemacht?"
    Erbärmlicher geht es nicht mehr - Anne Wills Eiertanz um die Rente

    Das war unser Artikel vom 23.04.2016. Und nun eine Frage, hat sich daran etwas geändert?  Das war erbärmlich - Mangels anderer Alternativen war Rainer Kahni gezwungen, am Sonntag abend die allsonntagabendliche Talkshow der Supermoderatorin Anne Will anzusehen. Das Thema war wichtig, die Präsentation war trostlos.

    Auf die verzweifelte Frage der Putzfrau "Was habe ich falsch gemacht?" wurde die einfache Frau von elegant gekleideten Politikern, Journalisten, Unternehmern und Wissenschaftlern mit Statistiken zugeschüttet. Sie hat 45 Jahre gearbeitet und erwartet eine Rente an der Armutsgrenze. Die Renten sind eben nicht sicher. 50 % der Rentner erwarten eine Rente unterhalb der Armutsgrenze.

    Die Rentner in die Trostlosigkeit entlassen

    Die Sozialdemokraten in enger Zusammenarbeit mit den Grünen haben es fertiggebracht, die Rentner in die Trostlosigkeit zu entlassen. Während sie selbst Renten kassieren, für die sie niemals eingezahlt haben und für die ein Arbeiter rund 300 Jahre gearbeitet haben müsste.

    Um die gescheiterte Riesterrente wurde herumgeeiert, als ob eine Krankenschwester noch das Einkommen hätte, in die Riesterrente einzubezahlen. Die EZB hat mit ihrer Null-Zinspolitik die Sparer kalt enteignet.

    So sieht also die Solidarität bei den Alten, Kranken, Rentnern und sozial Schwachen in der Bundesrepublik Deutschland aus. Auf die nächstliegende Idee, alle Erwerbstätigen, auch Beamte und Selbständige, gesetzlich zu verpflichten, in die Rentenkassen einzubezahlen, kam niemand der Gäste.

    Das wäre Solidarität. Das ist in Österreich, in der Schweiz, in Frankreich und in vielen Ländern Europas so. Deutschland schont diese Klientel. Das ist der eigentliche Skandal. Und was ist die Lösung für die Herrschaften? "Anpassung an Lebenserwartung Schäuble fordert höheres Rentenalter"

    SPD feiert Mindestlohn

    Einer der Wissenschaftler rechnete bei Anne Will vor, das bei einem Mindestlohn von 13 Euro ein Arbeiter/in 45 Jahre Knechten muß um eine Rente von 840 Euro zu erhalten. Davon könnte er niemals leben. Darauf können sie sich ein Ei schlagen, und den politikern in die Fresse. Die SPD läßt sich heute noch für einen Mindestlohn von 8.50 feiern, einen der niedrigsten in ganz Europa.

    Hat Anne Will nur ein Herz für die Oberen 100.000?

    Hat es Tucholsky noch erlebt? Hat es Lichtenberg noch erlebt? Hat es Heinrich Heine noch erlebt? Hat es Brecht noch erlebt? Hat es Schopenhauer noch erlebt? Haben es Goethe und Schiller noch erlebt?

    Ich wage es nicht, mich mit diesen grossen Deutschen zu vergleichen. Doch auch ich werde es nicht mehr erleben, dass sich die Deutschen gegen das offensichtliche Unrecht erheben.

    Gleichwohl muss ich weiterarbeiten, weil ich einfach nicht einsehen mag, dass sich die Oberen 100 000, die Politiker, die Lobbyisten, die Medienzaren und die arroganten Pinsel der New Economy über das arbeitende Volk erheben und lustig machen.

    Es kann nicht sein, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in Ihrer Dumpfheit sich eine Demokratie vorspielen lässt, die keine ist.

    Es darf nicht sein, dass die Mehrheit der Deutschen sich mit einem Almosen als Lohn zufrieden gibt, ihre Löhne, Steuern und Abgaben in die Rentenkassen entrichtet, während Selbständige und Beamte nie in die Sozialkassen einbezahlt haben und im Alter leben, wie Gott in Frankreich.

    Wann, Deutsches Volk, wehrt ihr Euch gegen dieses Unrecht, wann erhebt ihr Euch, wann steht ihr auf? Wollt ihr ewig als dummes Volk von der ganzen Welt ausgelacht werden? DEMOKRATIE JETZT ODER NIE, oder ihr bleibt ewig Untertanen. Das Buch wird Ende April lieferbar sein.

    Deutschland ist ein sehr ungerechtes Land

    Aber nicht nur die Rentner sind betrogen. Die Deutschen zahlen einen Spitzenwert an Steuern und Abgaben und so bleibt kaum etwas übrig, um sich gegen die Altersarmut zu schützen. Das ist den Herren in den feinen Anzügen aber auch egal. Arbeitnehmer müssen in Deutschland deutlich mehr Steuern und Abgaben zahlen als in den meisten anderen Ländern der ganzen Welt.

    Das ist das Ergebnis einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die am 12. April 2016 veröffentlicht wurde. Nur Belgier und Österreicher müssen mehr Steuern und Abgaben abführen.

    Der Generalsekretär der OECD Angel Gurría sagte schon am Dienstag, 13. Mai 2014 in Berlin: Gute Löhne. Ein faires Steuersystem. Gleiche Chancen. Ausreichende Bildungsinvestitionen. Nichts von dem sieht die OECD in Deutschland mehr gewährleistet.

    Jakob Augstein schrieb am 15. Mai 2014, "Ob die Sozialdemokraten in der Regierung saßen oder nicht - die soziale Schere hat sich in Deutschland immer weiter geöffnet. 1970 verfügte das oberste Zehntel der Gesellschaft über 44 Prozent des gesamten Nettogeldvermögens. 2011 waren es 66 Prozent. (Anmerkung der Redaktion, 2016 sind es vieleicht schon über 80 Prozent.)

    Kein Wunder. Unser Steuersystem begünstigt die Unternehmen und die Reichen. Achtzig Prozent des Steueraufkommens stammen aus Lohn- und Verbrauchssteuern. Nur zwölf Prozent aus Unternehmens- und Gewinnsteuern. Die Arbeitnehmer wurden im Stich gelassen. Am schlimmsten haben die Gewerkschaften versagt".

    Um es gleich noch mal zu sagen, das hier ist keine Neiddebatte. Hier geht es um Gerechtigkeit und das was in Deutschland passiert, immerhin haben wir mittlerweile eine Staatsquote von 81 Prozent, und das hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun. Das ist Ausbeutung.

    4 Jahre im Bundestag bringen mehr als ein Leben lang arbeiten

    Nach nur einer Legislaturperiode bekommt ein Bundestagsabgeordneter im Ruhestand mehr Bezüge als ein Geringverdiener durch seine gesamte Lebensleistung erwirtschaften kann.

    Das bedeutet, das ein Abgeordneter innerhalb einer einzigen Legislaturperiode bereits Anspruch auf 932 Euro Ruhegeld erwirtschaftet, wie Focus Online berichtet. Die aktuellen Diäten der 630 Bundestagsabgeordneten steigen dann ab Juli 2016 von 9082 auf 9327 Euro brutto im Monat.

    Fast schon süffisant hat Augstein angemerkt, dass der Bürger sich darauf verlassen hat, dass die Parteien, die Gewerkschaften und die Medien sich der Sache der Gerechtigkeit annehmen würden. Alle drei haben nach unserer Meinung die Bürger, den Steuerzahler regelrecht in die Pfanne gehauen.

    Dazu ein paar schöne Zahlen: 1989 hat ein DAX Vorstand durschnittlich 500 000 DM verdient. 2010 verdiente ein DAX Vorstand im Durchschitt 6 Millionen Euro (12 Millionen DM) 1998 war das zwanzigmal so viel wie das Einkommen eines Arbeitnehmers, heute verdienen die Herren das zweihundertfache.

    DAX, du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, sagen wir.

    Augstein schrieb: Die Medien und Gewerkschaften haben den Weg in die Ungleichheit freundlich begleitet. Ich gehe da noch weiter: Politiker, Gewerkschaften und die Leitmedien haben in gemeinsamer Zusammenarbeit dafür gesorgt, dass es ihnen sehr prächtig geht. Und man war sich einig, dass der Reichtum der "ihren" nur zu steigern ist, wenn die anderen (das Volk, der gemeine Bürger) arm werden und auch bleiben. GESCHAFFT.

    Einkommens-Armut in Deutschland

    In Deutschland, leben Millionen Menschen mittlerweile in (Einkommens-Armut) Der Großteil ihres Einkommens dient der Absicherung elementarer Lebensbedürfnisse, aber zu mehr reicht es auch nicht. Fast 40 Prozent der Deutschen verfügen trotz harter Arbeit über kein Vermögen, also nicht mal ein paar Spargroschen. Dank an die Bundesregierung und ihrer Vorgänger.

    Und die nächste Schweinerei wird gerade hinter unserem Rücken vorbereitet. Das transatlantische Freihandelsabkommen kurz TTIP für Transatlantic Trade and Investment Partnership wird uns noch ärmer machen. VERSPROCHEN. Dass alle deutschen Großkonzerne das Abkommen lieber heute als morgen hätten, sollte nun niemanden verwundern.

    Und warum werden auf Verlangen der USA die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen GEHEIM geführt und nicht, wie in einer Demokratie üblich, öffentlich diskutiert, fragte unlängst unser Autor Rainer Kahni.

    "Die Menschen sind grundsätzlich unzufrieden, weil sie den Eindruck haben, im Bundestag gibt es keine Unterschiede mehr zwischen den Parteien." Das sagte vor einigen Tagen Carsten Linnemann (CDU) Chef der Mittelstandsvereinigung.

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    Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

    Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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  • Der Nil, wahrhaftig eine Quelle des Lebens
    Die Nilquellen in Uganda, am Viktoriasee
    Zu der Quelle des Lebens, wo lag die Quelle des Nils?

    Zu Beginn der 1860er-Jahre spitzte sich ein heute weitgehend in Vergessenheit geratenes Rennen um eines der letzten und größten Rätsel der Geographie zu: Wo lag die Quelle des Nils - und wer würde sie erreichen? 2006, vor nunmehr 13 Jahren, stand ich zum ersten Mal an den Nilquellen in Uganda, am Viktoriasee.

    Ich war mit meinem guten Freund  aus Los Angeles dort, um für unser Theaterstück Butterflies of Uganda zu recherchieren. Für mich gehörte zu dieser Reise dazu, meinem amerikanischen Besucher auch die schönen Seiten des Kontinents zu zeigen, nicht nur den Horror, den unser Stück spiegelte, es ging um Kindersoldaten.

    Der Nil - Wahrhaftig eine Quelle des Lebens

    Die Reise nach Jinja von Kampala aus, gut drei kurzweilige Stunden mit dem bequemen Auto, hatte sich auf jeden Fall gelohnt und ist unvergesslich:

    Ich kann den Anblick der besagten Quelle nur als absolut grandios beschreiben, fast himmlisch gar, besonders vor dem Hintergrund, dass das Wasser von hier aus über 6650 Kilometer durch sieben Staaten, ein Einzugsgebiet von immerhin 3.255.000 Quadratkilometer, bis nach Kairo ins Mittelmeer fließt.

    Lebendig, informativ und dramatisch

    Wahrhaftig eine Quelle des Lebens, die in unserem Theaterstück dann mit eine wichtige Rolle spielte. Schon deshalb bin ich so begeistert von dem Buch „Die Entdeckung der Nilquellen“, in dem der Entdecker John Hanning Speke (1827-1864) den Wettlauf zu den Quellen des Nils schildert.

    Alles, was Speke beschreibt, inklusive seine mehrmonatigen Aufenthalte an den Höfen der jeweiligen Herrscher, inklusive Saufgelage, ist offensichtlich wahr, zumindest nicht wissenschaftlich widerlegt, selbst wenn man beim Lesen oftmals glaubt, bei Karl May zu sein, so lebendig, informativ und dramatisch sind seine Schilderungen, die, auch als historische Quelle, uns einen einzigartigen wie persönlichen Einblick in die Vorstellungen und Meinungen der damaligen Zeit und die europäische Afrikaforschung des 19. Jahrhunderts liefert.

    Es bleibt dem aufmerksamen Lesen selbst überlassen, sich ein Urteil zu bilden und dort, wo es in der Tat notwendig ist, auf kritische Distanz zu gehen.

    Parallelen zu heute sind noch immer zu finden und machen das Buch, das der Sozialwissenschaftler und Journalist Niels-Arne Münch sehr greifbar neu vom Englischen ins Deutsche übersetzt hat und das in der Edition Erdmann - Leinen mit Schutzumschlag und Leseband für nur 24 Euro - erschienen ist, politisch aktuell.

    Vor allem ist „Die Entdeckung der Nilquellen“ eines: Eine verdammt coole Reportage auf 365 Seiten. Apropos: Die Edition Erdmann hat mehr als 100 Bände „Die bedeutendsten Entdecker der Welt“ im Programm. Wer sich für Geschichte und fremde Kulturen interessiert, findet hier wahre Schätze. Im Haus der schönen Bücher kann man weitere tolle Publikationen finden.

    Sönke C. Weiss

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  • Vernunft ist ein Fremdwort für Linke und Gruene, sie sind zu sehr von Hass zerfressen, mit ihnen kann man auch nicht mehr sachlich diskutieren meint Carsten Linnemann
    ist Carsten Linnemann ein Rechter Brandstifter
    Babylonische Sprachverwirrung an deutschen Grundschulen

    Da sagt einer mal das Richtige, und schon bekommt er es vom Orden der politisch Korrekten in Politik und Medien aufs Maul. Die Realitätsverweigerer haben die Oberhand auf allen Ebenen gewonnen, so wie es aussieht. Und der Empörungsreflex hat voll zugeschlagen.

    Der CDU-Politiker Carsten Linnemann hatte in der „Rheinischen Post“ unter Hinweis auf „neue Parallelgesellschaften“ erklärt: „Um es auf den Punkt zu bringen:

    Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen.“ Für die betroffenen Kinder schlug er eine Vorschulpflicht vor. Notfalls müsse eine Einschulung auch zurückgestellt werden.

    Hintergrund dieser Anregung ist die dramatische Veränderung des deutschen Schulalltages. In vielen Grundschulen ist ein ordnungsgemäßer Lehrbetrieb nicht mehr möglich.

    Anmerkung der GFDK Redaktion: Nun ist es so, ich bin mit einer Grundschul-Lehrerin befreundet. Sie erzählte mir, in ihrer Klasse sind gerade mal zwei Kinder ohne Migrationshintergrund. Die meisten, sind sau frech, stroh dumm, und sprechen kein Deutsch.

    Aber Linnemanns Aussage wurde in den Schlagzeilen völlig entstellt und unter größtmöglicher Empörung in die Tonne getreten. Und was ist das Ziel, man will aus Carsten Linnemann einen "Rechten" machen.

    Gabor Steingart hat in seinem Morning Briefing mal die Fakten zusammengetragen.

    In Deutschland leben rund 13,4 Millionen Kinder, davon besitzen 4,9 Millionen – das sind mehr als ein Drittel – einen Migrationshintergrund.

    Laut einer Pisa-Sonderauswertung weisen fast die Hälfte der Jugendlichen mit Migrationshintergrund „sehr schwache Leistungen“ in der Schule auf, was vor allem in geringer Sprachkompetenz begründet ist.

    Laut derselben Studie sprechen rund 80 Prozent der Kinder aus der ersten Migranten-Generation in der Familie eine andere Sprache als Deutsch. Bei in Deutschland geborenen Migranten zweiter Generation liegt der Anteil noch bei rund 50 Prozent.

    In den Großstädten herrschen chaotische Zustände, weil das Lehrpersonal nicht verstanden wird. Laut einer Erhebung des Hamburger Senats sind an den 191 Hamburger Grundschulen Kinder mit Migrationshintergrund erstmals in der Mehrheit. An 65 Hamburger Schulen liegt der Anteil bei mehr als 70 Prozent.

    Der Aufschrei war groß

    Der Orden der politisch Korrekten in Politik und Medien schlug erbarmungslos zu, wie Gabor Steingart feststellte.

    Linken-Chefin Katja Kipping warf Linnemann „Stimmenfang im rechten Sumpf“ vor.

    SPD-Bildungspolitikerin Marja-Liisa Völlers sagte, die Aussagen Linnemanns seien „wirklich zum fremdschämen“.

    Die schleswig-holsteinische CDU-Bildungsministerin Karin Prien empörte sich in der „Süddeutschen Zeitung“ über „populistischen Unfug“.

    Die Zeitung sekundierte artig: „Der CDU-Politiker nutzt eine Rhetorik der Ausgrenzung“.

    Die „dpa“ spitzte weiter zu und setzte eine Meldung in Umlauf mit der Überschrift: „CDU-Politiker: Grundschulverbot für Kinder, die kein Deutsch können“.

    „Linnemann für Schulverbot bei mangelnden Deutschkenntnissen“, titelte etwa Zeit Online, aber auch die Welt und viele andere Medien machten mit. Er gipfelte darin, dass sich Carsten Linnemann als „Dumpfbacke“ oder Populist oder rechter Brandstifter beschimpfen lassen musste.

    Und das ist die Realität

    Heinz-Peter Meidinger Präsident des Deutschen Lehrerverbands meinte dazu. „Wir müssen uns endlich ideologiefrei dem Problem widmen, dass inzwischen ein Fünftel bis ein Viertel der Erstklässler nur schlecht oder gar kein Deutsch kann“, sagte er WELT-Online.

    Berlin – Auch wenn Carsten Linnemann die Übeltäter, also die Linken und Grünen, nicht explizit benennt, wissen wir alle wer gemeint ist: Der stellvertretende Unions-Fraktionschef hat die Art, wie in Deutschland über seine Vorschläge zur Verbesserung von Deutschkenntnissen von Kindern mit Migrationshintergrund geführt wurde, kritisiert.

    „Um unsere Debattenkultur ist es nicht gut bestellt. Wenn wir hier nicht schnell umsteuern, droht unsere Gesellschaft weiter gespalten und polarisiert zu werden“, sagte Linnemann gegenüber „Cicero“.

    Die Zustände an manchen Schulen seien sogar noch dramatischer als befürchtet. Und die Gesellschaft schon so sehr gespalten und polarisiert, dass wichtige Themen kaum noch sachlich und differenziert diskutieren werden können, so Linnemann.

    Seine Forderung nach einer Vorschulpflicht für Kinder, die kaum Deutsch können, habe eine Welle emotionaler Reaktionen ausgelöst, wie er sie bisher selten erlebt habe.

    Vernunft ist ein Fremdwort für Linke und Grüne, sie sind zu sehr von Hass zerfressen, mit ihnen kann man auch nicht mehr sachlich diskutieren. Die Zeiten sind vorbei, weil sie dann zugeben müssten, dass sie versagt haben. (Quelle: dts)

    Was sagen die Fachleute?

    Viele Schulabgänger können sich kaum adäquat artikulieren schreibt die WELT am 11. August 2019, und titelt: Das Deutsch vieler Azubis lässt Ausbilder schaudern. Der Präsident der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlée beobachtet mit Sorge, wie das Rechtschreib- und Sprachniveau der Lehrstellenbewerber seit Jahren abnimmt.

    „Deutsche Sprachkenntnisse sind unabdingbar, um hierzulande eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren – das sagen mehr als 90 Prozent der ausbildenden Unternehmen“, betont DIHK-Experte Dercks.

    Gabor Steingart (Jahrgang 1962) ist ein deutscher Journalist, Autor und Medienmanager. Sein kostenloses Morning Briefing finden Sie hier: www.gaborsteingart.com

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Kunst - Werk der Woche

  • Heiner Meyer, Chanel Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Stiletto Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Medicine Oel auf Leinwand
    Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ
    Der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer

    Schon 2013 war Heiner Meyer bei der GFDK - Werk der Woche. Nun sieben Jahre weiter, wurde er nochmals von der GFDK-Redaktion ausgewählt. Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer weckt in der Augsburger GALERIE NOAH Begierden und führt diese zugleich ad absurdum.

    Porsche, Prada und Escada, geliftete Beauties und frohlockendes Softeis, Schönheit satt, prall und geballt bringt Heiner Meyer auf Leinwand wie auf den Punkt; Begierde, Gier, Begehrlichkeit weckt und stillt der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art auf einen Streich – und eröffnet gekonnt bis perfekt die perfiden Spiele um Schein und Sein in der Arena der Augsburger GALERIE NOAH.

    „OH, LÀ LÀ!“ ist seine aktuelle Ausstellung dort im Glasplast betitelt, die einmal mehr die stilistische Raffinesse des Bielefelder Künstlers vor Augen führt.

    Routiniert und ausgefeilt setzt er in surrealer bis fotorealistischer Manier die Symbole von Luxus und Lifestyle zusammen und weiß zeitgleich geschickt zu konterkarieren: bleibt einem die eisige Kalorienbombe beim Anblick der schlanken Silhouette im Vordergrund im wahrsten Sinne im Halse stecken.

    Doppelbödig ist die Kunst von Meyer allemal, verziert mit reichlich Anspielungen an die Vergänglichkeit, mit Kritik am Jugend- und Schönheitswahn, am Wert der Ware heute, die indes dezent, ja, skurriler Weise ästhetisch daher kommt und sich nicht unbedingt aufdrängt.

    Die 40 neuen Ölbilder, Papierarbeiten, Bronzeplastiken und Objekte in der GALERIE NOAH bedienen die weiblichen wie die männlichen Sehnsüchte und changieren facettenreich hin und her zwischen tragikomischer Ikon- und Ironisierung:

    Diese machen die malerischen Kommentare Meyers auf der echten Louis-Vuitton-Tasche dem angepassten Modeblogger einen poppigen Strich durch die Rechnung; strahlen die makellosen Gesichter in Öl auf Leinwand nunmehr aus dem OP-Verband; und stellt Minnie Mouse in skulpturaler Monumentalität das Schönheitsideal per se wie stante pede in Frage. Schön, schön schräg, Satire auf Pop-Art.

    „Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ!“ in die GALERIE NOAH im Augsburger Glaspalast

    am Donnerstag, 18. Juli 2019, um 19 Uhr; der Künstler ist anwesend.

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  • Bilder an denen man sich nicht satt sehen kann von Giuseppe Gonella in berlin
Giuseppe Gonella vor einem seiner Werke
Eine trostlose Endzeitlandschaft von Giuseppe Gonella
Malerei von Giuseppe Conella Zeit, Leben, Tod und Neubeginn
Wasser ist der Ursprung allen Lebens fuer Giuseppe Gonella
Malerei von GiuseppeConella  Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet
Malerei von Giuseppe Conella Und immer wieder, trostlose Endzeitlandschaften
Malerei von Giuseppe Conella Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn beschaeftigen den Kuenstler immer wieder
Malerei von Giuseppe Gonella Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder
    Wasser ist der Ursprung allen Lebens
    Von der ewigen Wiederkehr – Zur Malerei von Giuseppe Gonella

    Ein Moment, den jeder kennt und schon einmal erlebt hat. Wenn sich der Kopf langsam unter Wasser senkt bis die Augen auf Höhe des Wasserspiegels sind, der den Blick teilt und man buchstäblich zwischen den Welten schwebt. Unten die Stille des Meeres, oben das ganze Diesseits der Welt, Wind, der Wellen kräuselt, Sonnenstrahlen, Licht.

    Giuseppe Gonella nennt das Bild, das diesen Moment festhält Unter the Skin of the Sea, und in ihm ist das Thema der Ausstellung gefasst: De aeterno reditu, von der ewigen Wiederkehr.

    Wasser ist der Ursprung allen Lebens, und so ist es bezeichnend, dass unter jener Haut in Form von fluoreszierenden Partikeln, die als Kleinstlebewesen den Beginn der Evolution darstellen, Lebendigkeit pulsiert, während gleichzeitig in der sich aus demselben Wasser erhebenden diesseitigen Ferne die Insel Pontikonisi abzeichnet, vermutlich das Vorbild zu Arnold Böcklins Die Toteninsel.

    Zeit, Leben, Tod und Neubeginn

    Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn, die Gonella in jedem seiner Bilder verhandelt, sind der kontextuelle Bezug, der die Ausstellung zusammenhält und sie zu einem Ganzen gestaltet. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist die direkt auf die größte Galeriewand aufgetragene Wandmalerei, die eine monumentale Ruinenlandschaft zeigt:

    Umgestürzte Säulen, Jahrhunderte alte Zeugen, die bereits alle Bilder der Lebenserzählung gesehen haben, die in den Gemälden aufgefächert wird. Auch jene Bilder, die diese Lebenserzählung bis zu ihrem Ende noch bereithalten wird, werden sie begleiten. Vom Wandgemälde eingefasst sind zwei kleine Leinwände:

    Dem Guardian of the Sun, einem gelben Vogel, der mehrfach in den Bildern auftaucht, ist der Guardian of the Night entgegen gesetzt, eine unheimliche, in sich ruhende Figur ohne Gesicht, umhüllt von einem verzerrten Schachbrettmuster.

    Es wundert nicht, dass Giuseppe Gonella auf das Schachspiel verweist, Paraphrase auf die Gesellschaft zugleich, auf Partien um Leben und Tod, um das Dunkle der Nacht zu versinnbildlichen.

    Solche Gegensätze, wie sie sich in Unter the Skin of the Sea andeuten, finden sich im Zusammenspiel der Gemälde häufiger. Jeder dieser Gegensätze lädt dazu ein, sich seinem Spannungsfeld auszusetzen.

    Hier eine stillende Mutter, Sinnbild der Lebensspenderin, doch eine Art Cyberkreatur, dort die Andeutung des mythischen Fabelwesens Ouroboros, das sich selbst genügt: "Allem Zukünftigen beißt das Vergangene in den Schwanz".

    Eine trostlose Endzeitlandschaft

    In einem anderen Gemälde, Reassuring Horizons, schreitet eine in ein transparentes Regencape gewandete Gestalt durch eine trostlose Endzeitlandschaft, während sich in Sunny Side Up mehrere Menschen in paradiesischer Nacktheit um einen mächtigen Baumstamm gruppieren.

    Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder, die Erinnerungen und Emotionen evozieren. Manchmal erwachsen aus diesen Linien grelle Flächen, Farbfragmente, die zusammengesetzt den Grund ergeben, auf dem Gonella Figuratives zumeist nur andeutet.

    Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet, stattdessen sind sie häufig sich selbst überlappend und durchscheinend dargestellt, wie in den beiden Gemälden In the Same Breath #1 und #2, als seien sie nicht wirklich gegenwärtig, sondern im Übergang zwischen den Zeiten begriffen.

    So vereinen die meisten Bilder Giuseppe Gonellas mehrere Momentaufnahmen, die zeitlich nicht zu fassen sind. Dieses Wechselspiel aus Endlichkeit und Unendlichkeit erweitert das Spannungsfeld der inhaltlichen Gegensätze um eine apokalyptische Dimension

    In seinen Bildern gibt es ein Überleben

    Stellvertretend für den Betrachter ist es der Hofnarr in Portrait of the Court Jester Gonella – Tribute to Jean Fouquet, der sich der Wucht dieser Bilder aussetzt, und dem der Schrecken buchstäblich ins bleiche Gesicht gezeichnet ist.

    Es ist – wie auch in Mente locale, wieder eine verstörende Landschaft – kein gutes Ende, das Gonella andeutet, und es fällt nicht leicht, sich dem zu stellen.

    Einziger Trost: In seinen Bildern gibt es ein Überleben, auch wenn es nicht das der Menschheit zu sein scheint.

    Man wünscht sich zurück unter Wasser, Under the Skin of the Sea, in die traumverlorene Stille mit ihren bunten, pulsierenden Partikeln, aus der das Leben entsteht, in der Hoffnung, dass die Evolution einen anderen Weg einschlägt und sich die friedliche, paradiesische Vision, die Giuseppe Gonella ebenfalls darzustellen vermag, durchsetzt.

    © Helge Baumgarten, Berlin

    Giuseppe Gonella – De aeterno reditu, Malerei

    Egbert Baqué Contemporary Art

    Fasanenstraße 37

    10719 Berlin

     

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  • Nik Nowak Terminal 2015, transformed arcade game body, mixed media
    Mensch Macht Maschine
    Nik Nowak über kulturelle Transmitter oder akustische Waffen, Panzer und Echodrohnen

    Mensch Macht Maschine - Nik Nowak präsentiert - „DELETHE“

    Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie „Mobile Booster“, „Panzer“ und die „Echodrohnen“ verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit.

    Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf.

    Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet.

    2014 kamen die Kommunikationsdesigner VERBALVISUAL als Kollaborateure hinzu. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod.

    Es ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen.

    Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter.

    Wem gehören die Daten nach dem Ableben, gibt es einen Rechtsanspruch auf Löschung und was bedeutet der Kontrollverlust über die Daten? Gibt es ein Recht auf das Vergessenwerden?

    In der begehbaren Installation DELETHE spielen künstlerische Reflektionen zum Wandel unserer Zeit sowie das Verhältnis konkreter zu virtueller Realität in Bezug auf die Speicherung und Löschung von Daten, Vergessen und Archivieren eine Rolle.

    Nowak (*1981 in Mainz, lebt in Berlin) studierte von 2002 bis 2007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University.

    2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung „BOOSTER Kunst Sound Maschine“ und wurde mit dem GASAG Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.

    Begleitprogramm

    Künstlergespräch am Freitag, 06. September 2019 um 18:00 Uhr

    Städtische Galerie Wolfsburg

    Im Anschluss um 20:00 Uhr Filmvorführung im Hallenbad – Kultur am Schachtweg

    „WAR of ART“ mit Nik Nowak als Gast

    Im Gespräch gibt der Künstler Auskunft über seine Reise nach Nordkorea und die Hintergründe zum Film.

     

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Michael Horbach und Michaela Boland
Michaela Boland und Michael Horbach Interview
Michael Horbach in der Galerie
Michael Horbach und Michaela Boland im Gespraech
Michael Horbach der Kunstsammler
Michaela Boland und Michael Horbach in Koeln
Michael Horbach Interview GFDK
    Keiner braucht drei Ferraris, auch kein Künstler
    Michael Horbach will mit der Kunst der Schickeria und den Superreichen nichts zu tun haben

    Das Gespräch haben wir 2013 mit Herrn Horbach geführt. Fast wie im Märchen: Er hat bereits in jungen Jahren Millionen gemacht. Nicht umsonst bemühte sich Veronica Ferres-Freund, Carsten Maschmeyer, einige Zeit intensiv darum, ihm sein lukratives Business mit Erfolg abzukaufen. Die Rede ist von Michael Horbach. Die Erfolgsstory des Aacheners begann schon 1983

    Als 23-jähriger Student, kurz nach dem Studium, der Volkswirtschaftslehre nämlich wurde der Sohn eines Pflasterers von seiner damaligen Freundin, einer Medizinstudentin, dazu angehalten, ihr für die Zukunft Tipps bei allen Vorsorge-und Versicherungsfragen zu geben.

    Gesagt, getan. Nachdem die Beratung sich schnell in barer Münze auszahlte, ward der Entschluss, aus dem Talent eine Profession zu machen, flink gefaßt. Und so trug es sich zu, dass schon bald Heerscharen potenzieller und gegenwärtiger Gutverdiener ihn umgaben, um seinen Rat einzuholen.

    Mit 50 aber machte der smarte Geschäftsmann dann jedoch planungsgemäß Schluß mit der Arbeit und widmete sich seinem eigentlich ebenfalls arbeitsreichen Vergnügen, der Kunst, ganz und gar.

    Im Jahre 2000 investierte der langjährige Wahlkölner einen großen Teil des Vermögens in seine Stiftung, die nicht nur Künstler und vor allem Künstlerinnen fördert, sondern auch sozial schwachen Menschen tatkräftig unter die Arme greift.

    Im Rahmen seiner Ausstellung mit dem Titel "Mein Cuba" demonstrierte Horbach, dass er sich auch höchst selbst auf die Kunst des Fotografierens versteht.

    Heute zeigt mir der Vater eines 38-jährigen Sohnes seine schönen Ausstellungsräume in der Kölner Südstadt und spricht ohne Vorbehalt, Strich und Komma wie ein Mensch von Angesicht zu Angesicht. Von den üblichen Plattitüden von Managern, Moderatoren und Politikern ist der sympathische „Wahlkölner“ weit weg.

    Michaela Boland:

    Herr Horbach, ihr aktuellstes Kunstprojekt  ist neben  der Verleihung des Fotopreises, welcher in diesem Jahr an den Künstler Thomas Karsten gegangen ist, auch die Ausstellung "5 Räume - 5 Ausstellungen", die noch bis zum 20. August 2013 in ihren Kölner Räumlichkeiten zu bewundern ist. Was genau erwartet das kunstinteressierte Publikum hierbei?

    Michael Horbach:

    Das übergeordnete Thema lautet "Wunden". Zum einen werden wunderschöne Fotografien aus Afghanistan  von Professor Jaro Poncar zu sehen sein. Bei diesen Arbeiten sieht man keine Wunden,  es sind insoweit also keine Kriegsbilder, aber jeder hat diese Bilder bei dem Thema Afghanistan nun mal im Kopf.

    Heiner Schmitz präsentiert Fotos aus Palästina. Ihm war es wichtig, bei den Portraitarbeiten an der Mauer, die seit 2004 zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten gebaut wird, Aussagen von betroffenen Menschen in seine fotografische Arbeit einzubinden.

    Außerdem stellt Pari Moradi, die erste Stipendiantin der Michael Horbach Stiftung, die 2007 als Autodidaktin mit der Malerei begann,  Zeichnungen aus. Darüber hinaus sehen wir Marcos Zimmermanns Fotos aus Argentinien, sowie die Fotos des diesjährigen Fotopreisträgers, Thomas Karsten, aus Uganda, auf denen Mütter mit ihren behinderten Kindern zu sehen sind.

    Michaela Boland:

    In den 80-er Jahren haben sie die Kunstgalerie des renommierten Galeristen Hans-Jürgen Müller in  Köln übernommen.

    Dort haben sie Künstler wie Blalla W. Hallman unter Vertrag ausgestellt, der kurz vor seinem Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt alle ihm verfügbaren eigenen Arbeiten zerstört haben soll und u.a. an der University of California in San Francisco sowie der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig gelehrt hat.

    Sein Werk hat sich vor allem in blasphemischer und obszöner Weise mit existenziellen Grundfragen wie Religion oder Sexualität beschäftigt. Muss es für ihren Geschmack denn immer ein wenig exzessiver sein?

    Michael Horbach:

    Ich bin in meinem Leben schon immer gegen den Strom geschwommen. Blalla Hallman habe ich damals zunächst übernommen. Er war zu dem Zeitpunkt bereits Künstler der Galerie Hans-Jürgen Müller. Ich hatte zu der Zeit noch meine Firma und habe das Ganze damals noch mehr als Hobby betrieben. So habe ich zuerst einmal einfach sämtliche Künstler übernommen.

    Michaela Boland:

    Betraf das ebenfalls die bekannte belgische Fotografin und Videokünstlerin Marie Jo Lafontaine, der ihr internationaler Durchbruch 1987 auf der Documenta 8 mit einer Videoinstallation in Kassel gelang?

    Michael Horbach:

    Nein, die war nicht bei Hans-Jürgen Müller. Sie hatte ich zuvor akquiriert und ausgestellt.

    Michaela Boland:

    Für die damalige Zeit schon recht außergewöhnlich, nicht wahr?

    Michael Horbach:

    Ja, das kann man sagen. Ich wollte sie jetzt noch mal ausstellen und habe Kontakt mit ihrem Galeristen aufgenommen. Der hat dann aber gesagt, "Oje, Herr Horbach, die ist inzwischen sehr bekannt und dementsprechend auch anstrengend". Dann hat er mir so ein paar Fakten genannt und dann habe ich gesagt, " Nein, danke, das möchte ich nicht."

    Michaela Boland:

    Obwohl man sich bereits kennt und einen persönlichen Bezug zueinander hatte?

    Michael Horbach:

    Ja, aber das ist dann einfach zu anstrengend. Ich habe das lediglich gehört, aber sie soll beispielsweise darauf bestehen, dass jemand ihre Arbeiten aufhängt, der am Tag tausend Euro dafür kassiert.

    Die Kisten für ihre Kunstwerke sollen ein Vermögen kosten. Da möchte ich das Geld doch lieber den jüngeren Künstlern zukommen lassen. Außerdem mache ich das ja alles privat, dieses Geld zahle ich nicht aus meiner Stiftung.

    Michaela Boland:

    Klingt beinahe wie das, was man hin und wieder von exzentrischen Popdiven zu hören bekommt.

    Michael Horbach:

    Ja, da gibt es Sachen. Jetzt habe ich gehört, dass Andreas Gursky angeblich drei Ferrari fährt. Das ist so eine Geschichte die ich nicht besonders gut finde.

    Michaela Boland:

    Soweit er es vermag, alle gleichzeitig zu fahren, wäre es doch cool.

    Michael Horbach:

    (lacht)  Ja, gut.

    Michaela Boland:

    Der von ihrer Stiftung alle zwei Jahre ausgeschriebene und mit 10.000 Euro dotierte Fotopreis geht in diesem Jahr an den Künstler Thomas Karsten. Worum geht es in dem von ihm dokumentierten Projekt?

    Michael Horbach:

    Dieses Projekt heißt "Räder für Uganda". Da haben wir 60 Fahrräder gestiftet und Thomas Karsten hat diese vor Ort verteilt. Er hat dort einen Transporter gemietet und ist anschließend durch die Dörfer gefahren und hat die Räder an arme Familien verteilt.

    Am Anfang wollten wir das ganze über eine Stiftung organisieren, daher hat er zunächst zwei Fahrräder jener Stiftung übergeben, jedoch hat er schnell gemerkt, dass am Ende doch wieder nur solche Menschen mit den Rädern fuhren, die eigentlich gar nicht so arm waren.

    Das sah man dann beispielsweise an solchen Dingen wie Armbanduhren. Insoweit haben solche Projekte nur Sinn, wenn man sie selbst in die Hand nimmt. Die zweite Arbeit, für welche Thomas Karsten den Fotopreis erhält, ist die Ausstellung, die zur Zeit in unseren Ausstellungsräumen hängt. Es geht um Frauen aus Uganda mit ihren behinderten Kindern.

    Michaela Boland:

    Nicht gerade eine Schön-Wetter-Thematik.

    Michael Horbach:

    Manchmal muss man durchaus zwei oder dreimal hinsehen, um es überhaupt zu bemerken. Ich finde, die Menschen auf den Fotos präsentieren sich voller Stolz und Selbstbewußtsein. Zwar durchaus zurückhaltend, aber dennoch merkt man, da ist Stolz. Ich halte das für eine gelungene Arbeit.

    Michaela Boland:

    Ist es grundsätzlich einfacher als Künstler Aufmerksamkeit innerhalb der Öffentlichkeit zu generieren, wenn man sich schlichtweg mit gesellschaftskritischen, sozialen oder unästhetischen Themen befaßt?

    Michael Horbach:

    Eher nicht. Wenn man Mainstream machen will und einen Galeriebetrieb hat, dann auf keinen Fall. Das hier ist ja keine Galerie, ich verkaufe ja nicht. Die Künstler können in ihrem Namen verkaufen.

    Ich gebe nur Geld aus und tue das gerne und bekomme das alles auf irgendeine Art und Weise zurück. Mich interessiert sozialkritische Fotografie am meisten und der mit 10.000 Euro dotierte Fotopreis sieht das auch als Kriterium.

    Michaela Boland:

    Man könnte ihren Fotopreis mit rein ästhetisch-schöner Fotografie also eher nicht erhalten?

    Michael Horbach:

    Auf keinen Fall. Also, ich bin sehr offen für sogenannte schöne und ästhetische Fotografie, habe im ersten Jahr 2011 in diesem Raum eine Ausstellung zum Thema Erotik ausgestellt und da waren sehr schöne ästhetische Fotografien dabei. Insoweit habe ich da überhaupt nichts gegen.

    Allerdings empfinde ich die normale Schönheit, die uns immer präsentiert wird, langweilig. Wenn ich also sehe, was uns durch bestimmte Models als Schönheit verkauft wird, dann kann ich nur traurig sein.

    Michaela Boland:

    Warum wird der Fotopreis nicht jedes Jahr, sondern nur alle zwei Jahre vergeben?

    Michael Horbach:

    Ich wollte hierfür eine bestimmte Summe ausschreiben und 10.000 Euro sind für einen Fotopreis schon ganz kräftig. Jedes Jahr wäre das ein bisschen viel gewesen. Das kommt ja aus meiner Stiftung. Da habe ich eine größere Summe hineingesteckt als ich meine Firma verkauft habe.

    Davon lebt die Stiftung hauptsächlich. Es ist nicht so, dass ich viel akquiriere und sage, "bitte spendet", denn da habe ich zu sehr die Angst, dass der eine oder andere sagt, "du hast Geld genug, mach du das mal".

    Michaela Boland:

    Heißt das, es gibt einen Topf, aus dem sich bedient wird?

    Michael Horbach:

    Ja, da ist ein Topf und von Zinsen wird die Arbeit finanziert (Anmerkung Redaktion: Das ist das deutsche Stiftungsgesetz). Darüber hinaus gibt es noch andere Gelegenheiten, bei denen ich dann sage, "o.k., du kannst deine Wohnung mit meiner Kunst ausstatten und dafür spendest du etwas".

    Oder, wenn mich Freunde, die es sich leisten können, auf Mallorca besuchen, dann zahlen auch die in die Stiftung ein. Drei-Gewinnerprinzip nenne ich das.

    Michaela Boland:

    Welche Art von Kunst hängt denn so privat bei ihnen?

    Michael Horbach:

    Früher, als ich jung war, Blalla Hallmann. Aber das geht heute nicht mehr. Ich möchte heute schon Kunst um mich haben, die positiv wirkt. Ich habe zum Beispiel fünf wunderschöne schwarzweisse Fotografien des kubanischen Fotografen Korda, der einst das berühmte und meistverbreitete Foto der Welt gemacht hat, nämlich das von Che Guevara.

    Neben diesem Foto hängt ein wunderschönes beeindruckendes Foto eines Mädchens, das einen Holzscheit als Puppenersatz an die Brust drückt. Korda hat ja immer gesagt, dass er kein Kommunist sei und rein gar nichts mit Kommunismus am Hut habe, aber, dass er Fidelist sei.

    Fidel habe alles richtig gemacht und zu diesem Foto hat er speziell gesagt, "ich werde so lange für die Revolution kämpfen bis jedes kubanische Mädchen eine richtige Puppe hat".

    Genau das habe ich auch in Kuba erlebt, dass junge Mütter, mit denen ich ins Gespräch kam, zu mir sagten, "wenn du noch mal kommst, kannst du meiner Tochter bitte eine Puppe mitbringen". Außerdem mag ich den italienischen Künstler Salvo oder auch die Kölner Künstler Heinz Zolper und Michael Buthe. Von den jungen Künstlern gefällt mir die Iranerin Pari Moradi

    Michaela Boland:

    Was tun sie eigentlich in ihrer Freizeit oder sind sie gar rund um die Uhr mit der Stiftungsarbeit beschäftigt?

    Michael Horbach:

    Ich versuche eine Harmonie zwischen Verantwortung und Vergnügen zu schaffen. Wobei Vergnügen ist, sich mit Kunst zu beschäftigen, viel zu reisen und zu fotografieren. Darum habe ich ja auch meine Firma mit 50 verkauft, weil ich frei sein wollte.

    Es gibt so viele schöne interessante Sachen, die ich im Leben kennenlernen möchte. Ich mache zudem auch etwas für meinen Körper und mache Sport.

    Michaela Boland:

    Was für einen Sport treiben sie?

    Michael Horbach:

    Ich habe einen Trainer, der zwei Mal die Woche kommt, dann werde ich so richtig gequält.

    Michaela Boland:

    Einen Personaltrainer?

    Michael Horbach:

    Ja, denn ich habe einfach Angst, dass ich zu viele Fehler mache, wenn ich allein oder in einer Gruppe Sport treibe. Das kann ich mir nämlich nicht mehr leisten, weil dann meine Knochen noch mehr schmerzen würden.

    Michaela Boland:

    Mit ihren eigenen Fotos von Kuba, die teilweise augenblicklich noch in ihren Ausstellungsräumen zu bewundern sind, haben sie für große Aufmerksamkeit gesorgt. Zwischenzeitlich ist sogar ein eigener Bildband ihrer Arbeiten erschienen. Wann haben sie selbst damit begonnen, die Kamera zu zücken und zu fotografieren?

    Michael Horbach:

    Ich habe immer schon geknipst und Urlaubsfotos gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich eigentlich einen ganz guten Blick habe. Mit der Technik habe ich es nicht so, da kenne ich wirklich nur das Notwendigste.

    Allerdings habe ich jetzt auch immer wieder in Fachbüchern gelesen, dass das gar nicht sein muss, wenn man Fotografie künstlerisch betreiben will, wobei ich den Anspruch noch immer nicht erhebe ein Künstler zu sein.

    Ich war vor ungefähr sieben Jahren zwei Jahre hintereinander in Argentinien, Buenos Aires, in Patagonien, da habe ich angefangen, intensiver zu fotografieren. Dabei hatte ich immer im Kopf, meiner Umgebung ein anderes Gesicht von Schönheit zu zeigen.

    Michaela Boland:

    Wie sollte das aussehen?

    Michael Horbach:

    Gesichter sollten einfach natürlich sein, möglichst ungeschminkt. Gesichter, die auch Spuren aufweisen, da wo nichts bearbeitet wird, wo Augen sind, die einen einfach umhauen. Dafür sterbe ich, dafür lebe ich. Das kann man bei kleinen Kindern bekommen, bei alten Männern oft und bei Frauen natürlich.

    Da habe ich schon sehr viele Portraits fotografiert. Ich nehme mir dann Amateure aus der Umgebung, spreche junge Frauen auf der Straße an und sage sofort, "es geht nur um Portraitfotografie, um interessante Gesichter“

    Michaela Boland:

    Und die sagen dann immer sofort, "ja"?

    Michael Horbach:

    In der Regel ja, nicht alle, aber der überwiegende Teil schon.

    Michaela Boland:

    Gab es eine bestimmte Motivation, ausgerechnet kubanische Gesichter für ihre Fotografie zu wählen?

    Michael Horbach:

    Ich habe Kuba durch mehrere Besuche sehr schätzen gelernt, vor allen Dingen die Menschen, die Lebensweise, die Landschaft und die Natur.

    Michaela Boland:

    Was zeichnet die Menschen dort ihrer Meinung nach aus?

    Michael Horbach:

    Dass sie einfach erstens Zeit haben und zweitens in der Regel immer gut drauf sind. Sie sind noch befreit vom Wettbewerb, also dem, was unser System natürlich ganz stark fördert. Außerdem habe ich das Gefühl, die Menschen dort haben noch soziale Bindung.

    Die sind zwar materiell arm, aber von denen könnten wir sehr viel lernen. Die sind auf ihre Art auch reich. Beispielsweise vom Charakter her, einfach von der Weise her, wie diese Menschen leben. Und das ist das, was ich zeigen wollte.

    Das Negative kennen wir durch unsere Presse zur Genüge. Das ist ja eine Diktatur, die sind ja alle arm und das ist natürlich alles der Kommunismus schuld usw.

    Ich wollte da einfach einen Gegenpol bilden und den Menschen, seine Schönheit, seine Heiterkeit und den Reichtum Kubas durch meine Fotografie zeigen und ich denke, das ist mir ganz gut gelungen. Die meisten kommen, staunen und sagen: "Ja, die lachen ja alle. Hast du die dazu aufgefordert?" Das habe ich kein einziges Mal gemacht.

    Michaela Boland:

    Insofern ist die Lebensfreude der Menschen offenbar eine ganz andere als hier bei uns. Woran, glauben sie, liegt das?

    Michael Horbach:

    Jetzt kann man sagen, das ist das Wetter, das ist die Karibik, o.k. In jedem Fall kann man aber sagen, durch das System wird das nicht zerstört. Dazu kommt, dass auch viele Halbwahrheiten oder Unwahrheiten in unserer Presse stehen.

    Es ist ein anderes System und da muss offenbar aus Sicht unserer bürgerlichen Presse immer alles schlecht sein. Ich wäre daher froh, wenn wir so ein Selbstbewußtsein hätten, dass wir zwar auf die Fehler hinweisen, aber vor allen Dingen auch zeigen, wo wir von dem anderen System etwas lernen könnten. Soweit müssten wir eigentlich sein.

    Michaela Boland:

    Fotografieren sie die Menschen auch schon mal hier in unseren heimischen Gefilden oder gehen sie dafür dann regelmäßig in andere südliche Länder?

    Michael Horbach:

    Ich habe das schon hier in der Galerie, auch auf Mallorca gemacht, aber sehr oft mit meinem Lieblingsmodel und das ist die Iranerin Pari Moradi.

    Michaela Boland:

    Die nicht nur Stipendiantin ihrer Stiftung, sondern jetzt auch ihre Lebensgefährtin ist.

    Michael Horbach:

    Ja (lacht), es macht einfach Spaß, weil sie natürlich ist. Ich brauche im Grunde gar nichts zu sagen (beim shooting), sondern nur abzuwarten und dann zu fotografieren.

    Michaela Boland:

    Wie alt ist sie?

    Michael Horbach:

    36.

    Michaela Boland:

    Wie hat sich die Liebesgeschichte zwischen ihnen beiden entwickelt?

    Michael Horbach

    Das war eigentlich beim ersten Treffen klar. Manchmal geht das so. Außerdem wollte ich nur eine Marokkanerin oder eine Iranerin als Partnerin haben. Männer haben ja manchmal so einen Spleen. Ich war acht Jahre mit einer Marokkanerin zusammen, aber das ging aus religiösen Gründen nicht mehr, das war alles ein wenig kompliziert.

    Pari ist Iranerin, hat aber mit Religion "nichts am Hut", wie man  so schön sagt. Aber der sogenannte Unreligiöse kann religiöser sein als der, der jeden Tag in die Kirche geht. Es kommt immer darauf an, was man tut.

    Michaela Boland:

    Sie fördern insbesondere KünstlerInnen. Unter anderem auch durch einen mehrmonatigen gesponserten Aufenthalt hier bei ihnen vor Ort. Wie sieht das konkret aus?

    Michael Horbach:

    Ich habe hier auch ein Atelier, das ich jungen Künstlerinnen aus dem Ausland für drei bis sechs Monate zur Verfügung stelle. Sie erhalten ein kleines Stipendium, das mit einer monatlichen Zahlung von 300.- bis 600,- Euro verbunden ist. Sie können hier arbeiten und wohnen. In der Regel mache ich auch anschließend eine Ausstellung.

    Michaela Boland:

    Welche besonderen Vorteile hat das für die Künstlerinnen? Geht es für Nicht-Europäerinnen in erster Linie darum, Kontakte zu knüpfen?

    Michael Horbach:

    Ja, natürlich. Meine Vorliebe ist Südamerika und wenn es sich ergibt, sage ich eben, "ja, o.k."

    Michaela Boland:

    Che Guevara ist übrigens in ihren Ausstellungsräumen, wie ich gerade sehe, auch recht präsent.

    Michael Horbach:

    Eine Sache, bei der ich emotional immer sehr berührt bin, ist, wenn versucht wird, ihm irgend etwas vorzuwerfen. Che ist ein Mensch, der bestimmt viele Fehler gemacht hat, aber es war Krieg, Revolution. Was soll man da mehr zu sagen? Für mich ist sein Lebensweg einfach etwas besonderes.

    Dass er als Medizinstudent in Südamerika diese unglaubliche Armut kennengelernt und sich deshalb verpflichtet hat, in Lepra-Stationen ärztlich tätig zu werden.

    Wer macht das? Das sagt doch alles. Es wird ihm vorgeworfen, dass er „während der Revolution Verräter hingerichtet habe. Diese hatten drei, vier Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und hunderte Menschen wurden dabei getötet.

    Dass man im Kriegszustand das nicht einfach hinnimmt und selbst irrationale Entscheidungen trifft, das hat die Geschichte in den letzten 2.000 Jahren hundertmal bewiesen.

    Heutzutage wird ihm ja auch vorgeworfen, er hätte selbst Leute erschossen. Ob das stimmt, weiß man nicht. Aber, was ist heute? Heute läuft alles vom Schreibtisch aus. Wenn man überlegt, was Amerika so alles in 50 Jahren verursacht hat, aber das sind die feinen Herren hinter den Schreibtischen, die gab es zu allen Zeiten in allen Ländern.

    Michaela Boland:

    Kommen wir einmal zu ihrer früheren sehr erfolgreichen Karriere als Anlageberater. Sie haben in kurzer Zeit ein Vermögen gemacht. Ist ihnen das leicht gefallen?

    Michael Horbach:

    Ich bin wie die Jungfrau zum Kinde dazu gekommen, Unternehmer zu werden. Ich habe das mit Begeisterung gemacht und ich denke, ich habe es auch gut gemacht. Gerade in dieser verrufenen Branche habe ich ein Beispiel dafür abgegeben, dass man es auch ganz anders machen kann und dass es dafür auch einen riesigen Bedarf gibt.

    Denn jeder Deutsche braucht in finanziellen Bereichen Beratung. Ob das Finanzierungen und Versicherungen sind oder Existenzgründungen betrifft.

    Jeder wünscht sich einen Berater, dem er vertrauen kann und das ist sehr wichtig. Dies wird von Banken und den meisten Finanzdienstleister in der Regel nicht abgedeckt. Wenn man es dann mal anders macht, dann kann man einen Riesenerfolg haben.

    Michaela Boland:

    Wie schafft man denn dieses Vertrauen?

    Michael Horbach:

    Nach meinem Studium war es mein Ziel 2000,- DM im Monat zu verdienen. Ich hatte es nicht im Sinn, dass ich Millionär werden muss. Aber wenn man das macht, wozu man super geeignet ist und das auch noch vernünftig macht, dann kommt das Geld von allein.

    Ob man vertrauenswürdig ist oder nicht, hängt natürlich auch vom Charakter ab. Da kann man zum Teil gar nichts für, das hat man geerbt. Viele sagen immer zu mir, "dein Vater war genauso". Man kann sehr ehrgeizig sein, man darf arbeiten wie verrückt, aber man sollte ehrlich arbeiten.

    Mich hat die fünfte Stelle nach dem Komma auch nicht mehr interessiert, aber mein Prinzip war stets: Ich empfehle dem Kunden immer das, was ich an seiner Stelle auch machen würde.

    Das ist eigentlich das eine Geheimnis. Und das zweite Geheimnis ist, dass ich wohl eine Selbstverständlichkeit ausgestrahlt habe. Für mich war immer klar, das hatte ich in mir, "dem anderen kann nichts Besseres passieren als in meine Finger zu geraten".

    Michaela Boland:

    Klingt recht selbstbewußt.

    Michael Horbach:

    Ja, in dem Bereich. Ich habe auch Bereiche, in denen ich mit Sicherheit nicht so selbstbewußt bin, wie es immer scheint.

    Michaela Boland:

    Welche wären das?

    Michael Horbach:

    Das hat man als Aachener oder Kölner allein durch die Sprache (lacht).  Egal, wo man auftaucht in der Welt, kommt die Frage: "Kommst du aus Köln?"

    Michaela Boland:

    Sie haben eine langjährige Verbindung zu Köln. Wie oft sind sie noch in der alten Heimat, Aachen?

    Michael Horbach:

    In Aachen-Würselen steht mein Elternhaus. Ich war in der letzten Woche gerade dort und werde im alten Rathaus und in zwei Krankenhäusern meine Kuba-Fotos ausstellen. Zuerst habe ich mich gefragt, ob das einen Sinn hat, aber dann war mir plötzlich klar, dass gerade kranke  Menschen Trost durch die Lebensfreude erhalten könnten, die die Kuba-Bilder ausstrahlen.

    Michaela Boland:

    Leben ihre Eltern noch?

    Michael Horbach:

    Nein, die sind schon mehr als zehn Jahre tot.

    Michaela Boland:

    Sind sie Einzelkind gewesen?

    Michael Horbach:

    Nein, ich habe noch einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester.

    Michaela Boland:

    Sind ihre Geschwister in ähnlichen Bereichen wie sie tätig?

    Michael Horbach:

    Nein, mein Bruder ist Arbeiter. Er hat Fliesenleger gelernt. Ich war im ganzen Familienumkreis der einzige, der studiert hat. Mein Vater war Arbeiter, Pflasterer, aber höchstwahrscheinlich war er der Beste in Aachen.

    Michaela Boland:

    Was haben sie aus ihrem Elternhaus an persönlichen Dingen mitgenommen?

    Michael Horbach:

    Einmal das Vorbild. Ich habe einmal in einer Rede zum 10-jährigen Jubiläum der Firma Horbach als meine Eltern anwesend waren gesagt, "Papa, ich habe im Grunde genommen nichts anderes gemacht als du. Ich habe immer mit viel Pflichtbewußtsein und Emotionen gearbeitet".

    Das ist eigentlich dasselbe. "Im Grunde", habe ich gesagt, "bin ich Arbeiter". Auch wenn ich in einem Bereich gearbeitet habe, in dem es um Finanzen ging. Wobei mich die Finanzen, das Geld oder die Geldanlage  selber nie sehr interessiert haben.

    Dafür hatte ich später sehr schnell meine kompetenten, qualifizierten Mitarbeiter. Mich hat es interessiert, den Menschen zu gewinnen und zu überzeugen. Sowohl den Kunden in der Beratung als auch später bei der Mitarbeitersuche.

    Ich habe nichts lieber getan als zur Uni zu gehen und junge Studentinnen und Studenten, von denen ich dachte, dass sie zu uns passen könnten, anzusprechen. Dann habe ich sie gefragt: "Hören sie mal, Finanzberatung, wäre das was für sie? Sie würden gut zu uns passen." Das habe ich nachdem beurteilt, was von den Menschen herüber kam. Da kann man sich manchmal irren, aber oft hatte ich auch Erfolg.

    Michaela Boland:

    Was wollten sie eigentlich ursprünglich mal werden?

    Michael Horbach:

    Ich wollte eigentlich einen Beruf im sozialen Bereich, also beispielsweise in Richtung Gewerkschaften oder Journalismus. Das war eher mein Wunsch. Ich war ein schlechter oder sagen wir, ein durchschnittlicher Schüler, so war das einzige, was ich damals studieren konnte, die Volkswirtschaftlehre.

    Ich wußte ehrlich gesagt nicht wirklich, was das ist. Aber da lag genau meine Begabung, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen.

    Darum sage ich heute auch immer zu jungen Leuten, "sucht, guckt, wo ihr emotional betroffen seid und nicht, wo man viel Geld verdienen kann und was in fünf Jahren gefragt ist".

    Wenn ich kein wirkliches Interesse habe, kriege ich keinen Job, kann vor allen Dingen nicht vernünftig Geld verdienen und die Familie ernähren usw.  Man sollte dahin gehen, wo seine Emotionen liegen. Und wenn es Ethnologie ist, dann eben Ethnologie. Das ist übrigens ein fantastischer Beruf.

    Michaela Boland:

    Glauben sie an Vorhersehung?

    Michael Horbach:

    Hm, da bin ich hin und her gerissen. Ich habe nicht so viele Bereiche, wo ich schon weiß, das ist so. Manchmal denke ich, das kann kein Zufall sein, wie jetzt die Geschichte mit meiner Lebensgefährtin.

    Auch habe ich durch Zufall Roger Willemsen kennengelernt und das ist eine Freundschaft geworden, von der ich sehr viel profitiere. Ist das Schicksal? Der hat ja nun wirklich sehr wenig Zeit, trotzdem war er hier in meinen Kunsträumen und hat eine Lesung aus seinem Buch "Die Enden der Welt" gehalten.

    Ich sage immer, Deutschland bräuchte tausend Roger Willemsens. Von seiner kritischen Einstellung und seinem Hinterfragen her.

    Mein Wunsch ist es, dass er irgendwann mal zwei Tage Zeit hat, mit mir auf Mallorca auf der Finca zu sitzen, was er im übrigen schon seit fünf Jahren vorhat, damit er mir vielleicht mal erklärt, wie er es aushält, dieses ganze Wissen darüber zu haben, wie Gesellschaft funktioniert und wie brutal Geld und Macht eine Gesellschaft lenken. Ich würde gerne wissen, wie er das verarbeitet und wie er damit umgeht.

    Michaela Boland:

    Wie häufig verbringen sie Zeit miteinander?

    Michael Horbach:

    Er war für die Lesung hier und ich habe zwei Stunden vorher mit ihm gequatscht, da war ich so aufgedreht, dass ich keine Ansprache mehr halten konnte. Und dann hat er zwei Stunden aus seinem Buch gelesen, aber ohne Buch, sondern auswendig.

    Danach sind wir noch zu mir herübergegangen und es fiel irgendwo das Stichwort "Afghanistan", da hat er nochmal einen zweistündigen Vortrag über Afghanistan gehalten. Das ist unglaublich (lacht).

    Michaela Boland:

    Wodurch entstand eigentlich ursprünglich ihre Liebe zur Kunst?

    Michael Horbach:

    Als ich damals meine Firma hatte, habe ich irgendwann gespürt,  zwei Seelen schlagen, ach in deiner Brust. Ich war ungefähr 25 als ich angefangen habe, Kunst zu sammeln. Damals noch sehr bescheiden. Von meinem Elternhaus her war da ja nichts.

    Null Komma null, außer dem, was man natürlich auch braucht, nämlich eine intakte Familie, Wärme, Anstand usw. Das erste Bild habe ich dann mal auf der Art Cologne gekauft. Das war natürlich eine Zeichnung von einer schönen Frau.

    Michaela Boland:

    So lockt das holde Geschlecht wohl doch immer wieder?

    Michael Horbach:

    (lacht). Immer und immer wieder. Das wird auch nie enden. Dann habe ich in bescheidenem Maße gesammelt. Dabei habe ich nie die bekannten, also die teuren Künstler gewählt, sondern ständig versucht, junge Künstler zu unterstützen.

    Das hat mir einfach emotional mehr Spaß gemacht. Für mich war eben Kunst auch immer so eine Oase abseits des Kapitalismus und abseits vom harten Wettbewerb.

    Michaela Boland:

    Klingt nach der ausgleichenden Waagschale als Gegengewicht zum wohl eher harten Wirtschaftsbusiness.

    Michael Horbach:

    So kann man das von außen sehen, aber ich habe es eben gemacht. Mir ging es nie um Business. Ich war, glaube ich, der erste, den Vorstände mit Bart, langen Haaren und Rollkragenpullover empfangen haben.

    Ich war immer dagegen. Einige haben das auch nicht kapiert und gefragt, "was will der denn", aber der eine oder andere hat doch gemerkt, da brennt etwas.

    Nun gut, irgendwann habe ich auch einen Anzug angezogen und irgendwann hatte ich auch Spaß daran, eine Krawatte zu tragen. Aber Kunst war für mich immer etwas, was nichts mit Kapitalismus zu tun haben darf. Jetzt habe ich mich allerdings durch diese Kunsträume und durch die Stiftung noch einmal damit beschäftigt, was in der Kunst wirklich los ist und das ist gruselig.

    Michaela Boland:

    Warum geht es teilweise in die falsche Richtung?

    Michael Horbach:

    Da gibt es Künstler und Galeristen, die sind durch die Kunst Milliardäre. Aber das sind null Komma null ein Prozent. 99 Prozent der Künstler sind froh, wenn sie im Jahr drei oder vier Mal ein Bild verkaufen, so dass sie davon leben können. Mit speziell jener Kunst, die inzwischen auch ganz klar von der Schickeria und den Superreichen besetzt ist, will ich nichts zu tun haben.

    Michaela Boland:

    Ist es ihnen insoweit ein regelrechtes Anliegen, dort eine Gegenströmung als Akzent zu setzen?

    Michael Horbach:

    Ja, genau. So will ich beispielsweise in meinen Kunsträumen künftig Rheinländer ausstellen, die schon eine gewisse Vita haben und schon bekannt sind. Aber eben keinen Richter oder Polke. Die sind in Museen, die brauchen das nicht.

    Dann will ich in einem Raum drei bis vier Mal im Jahr junge Künstler ausstellen, aber auch ältere Künstler, die gut sind, es aber nicht mehr in bekannte Galerien schaffen, weil sie für diese nicht mehr lukrativ sind. Solche, die quasi bereits ein bisschen vergessen worden sind, denen will ich auch eine Heimat geben.

    Michaela Boland:

    Mit ihrer Stiftung wollen sie ja neben Künstlern auch armen Menschen helfen. Aus welchem Grund apostrophieren sie auch dabei besonders die Frauen?

    Michael Horbach:

    Ich denke eben, dass Frauen am meisten benachteiligt werden. Ich will ja besonders armen Familien helfen und da eben insbesondere alleinstehenden Frauen mit Kindern. Denn die haben es nun mal besonders schwer. Bei Künstlern ist es ähnlich. Ich brauche das auch, ich muss mich auch mit dem Weiblichen umgeben.

    Mit zu viel Männlichem und diesem ständigem Wettbewerb, das gegenseitige Aufplustern, das muss ich in meinem Alter nicht mehr haben. Ich bin davon überzeugt, dass es uns wesentlich besser ginge, wenn Frauen die Welt regieren würden. Natürlich keine Margaret Thatcher. Also, wenn Frauen schlimmer werden als Männer, naja.

    Michaela Boland:

    Daraus ist wohl zu schließen, dass sie kein Anhänger der Politik der kürzlich verstorbenen eisernen Lady waren?

    Michael Horbach:

    Nein, die ganze neo-liberale Wirtschaftstheorie- und Politik hat entsetzlichen Schaden in der Welt angerichtet. Da gibt es tolle Bücher drüber und wenn man das liest, dann denkt man, das kann nicht wahr sein. Aber sogar Sozialdemokraten sind zeitweise darauf reingefallen.

    Deregulierung der Märkte heißt ja nichts anderes als dass das Geld frei und ohne Beschränkung wandern können muss. Das ist genau das Falsche. Dadurch haben wir jetzt eine Weltwirtschaftskrise, die sehr wahrscheinlich 50 Millionen mehr Hungernde besorgt hat.

    Michaela Boland:

    Also sind doch nicht nur Lehman Brothers die Buhmänner, wozu man sie so gerne gemacht hat, soweit der Ursprung des ganzen Desasters in Wahrheit wesentlich weitreichendere Ursachen aufweist?

    Michael Horbach:

    Ja, das ganze ist ja auch vorbereitet worden durch eine Philosophie, die wie Adam Smith sagt, "Das freie Spiel der Kräfte" lautet. Da ist eine unsichtbare Hand, die regelt alles.

    Die regelt zu 90 Prozent alles, aber es gibt eben 10 Prozent, wo bei Angebot und Nachfrage der Marktmechanismus nicht funktioniert, sondern Stilblüten in die Welt setzt.

    Menschen, die gesellschaftlich wertvollste und harte Arbeit leisten, wie Krankenschwestern und Pfleger, die von ihrem Geld kaum leben können, stehen beispielsweise Angestellten bei der Deutschen Bank gegenüber, die mit Derivaten spekulieren und zum Teil 20 Millionen Jahreseinkommen haben.

    Man sagt uns ja immer, "wer viel Geld verdient, der schafft auch viele Werte. Die haben eine Weltwirtschaftsfinanzkrise geschaffen. Und da sage ich, das kann man nicht laufen lassen. Da bin ich wirklich erbitterter Gegner jeder liberalen Wirtschaftspolitik.

    Und das ist der große Fehler der FDP, dem Markt total zu vertrauen. Ich sage, der demokratisch legitimierte Staat muss eingreifen, wo der Marktmechanismus nicht funktioniert. Das ist seine Pflicht, dafür ist er gewählt.“

    Michaela Boland:

    Wie sollte konkret eingegriffen werden?

    Michael Horbach:

    Man muss nach unten korrigieren. Wenn ich höre, "wir leben in einer Zivilisation" und dann gibt es welche, die für fünf Euro hart arbeiten, dann ist das ein Widerspruch. Das geht nicht. Genauso oben.

    Es kann nicht sein, dass auch von Politikern gesagt wird, wenn einer zehn Millionen im Jahr verdient, dann hat der keine Lust mehr, wenn er nicht die Möglichkeit hat 15 Millionen zu verdienen oder wenn er nur zwei Millionen verdient, dann sei er demotiviert.

    Was ist das für ein Menschenbild? Wenn das stimmen würde, dann sage ich, "gute  Nacht". Die Politiker, die so etwas von sich geben, und das sind ja nun eher mal die Liberalen und Konservativen, die müssten mal darüber nachdenken, was sie für ein Menschenbild haben .

    Michaela Boland:

    Was kann man ihrer Meinung nach, abgesehen vom Absehen davon, sein Votum zum nächsten Stimmabgabezeitpunkt erneut in gleicher Weise zu setzen, denn dagegen unternehmen?

    Michael Horbach:

    Mehr Demokratie. In allen Bereichen mehr Demokratie.

    Michaela Boland:

    Lohnt es sich heute noch, auf die Straße zu gehen?

    Michael Horbach:

    Das ist natürlich ein Mittel, um zu zeigen, wir sind wach. Es gibt durch Facebook oder Youtube ja inzwischen auch andere Mittel oder was auch immer.

    Michaela Boland:

    Etwa die sogenannten Shitstorms?

    Michael Horbach:

    Ja. Ich denke, links sein, kann nur bedeuten, mehr Demokratie und mehr Kontrolle zu fordern. Und da haben wir viel zu wenig. Alle vier Jahre mal wählen zu gehen, das ist der Anfang.

    Michaela Boland:

    Würden sie insoweit in einer verkürzten Legislaturperiode eine mögliche Lösung sehen?

    Michael Horbach:

    Hm, eher einfach ein wenig mehr Basisdemokratie. Ich bin ganz klar dafür, dass erstens die, die die Krise verursacht haben, und das sind nun mal die Reichen, mit dazu beitragen, dass wir aus der Krise herauskommen. Ich bin derjenige, der auch Interviews zum Thema Reichensteuer gibt. Also, ich bin bereit dazu, deutlich mehr Steuern zu zahlen.

    Michaela Boland:

    Würden sie in dem Zusammenhang auch die augenblickliche Politik der EU auf Zypern hinsichtlich der Enteignung Reicher als gerechtfertigt und moralisch vertretbar ansehen?

    Michael Horbach:

    Ich versuche, möglichst nur noch den Kulturteil zu lesen und Politik nur so im Groben, nicht mehr so sehr in die Tiefe gehend, denn ich will mich emotional nicht mehr so hinein begeben.

    Ob die in Zypern jetzt damit die Richtigen packen, also, ob wirklich die Milliardäre, die da anlegen, jetzt auch zehn oder zwanzig Prozent ihrer Einnahmen zahlen, ist fraglich.

    Wenn das so wäre, dann wäre das o.k. Wenn Europa, also die anderen Steuerzahler, nicht helfen würden, dann wären die Einlagen auch sehr wahrscheinlich sehr viel weniger wert.

    Die Frage ist nur, und da bin ich sehr skeptisch, trifft es wirklich die, die man treffen will? Wir müssen den Markt da regulieren, wo er nicht funktioniert.

    Das ist ja auch in dem System der Marktwirtschaft möglich, denn da wo keine Marktwirtschaft mehr ist, weil Monopole da sind oder Milliardäre regulieren, da muss der Staat eingreifen. Das ist Pflicht, um die Marktwirtschaft zu erhalten. Das hat also nichts mit Sozialismus oder Kommunismus zu tun.

    Michaela Boland:

    Und welchen Ansatz sehen sie da?

    Michael Horbach:

    Ich habe im Grunde zwei Ansätze: Zurück zu den Zeiten Helmut Kohls und der war kein Sozialist. Da zahlte man aber 53 Prozent Steuer. Da gab es Vermögenssteuer. Heute werden unglaubliche Leitartikel in der FAZ und so weiter darüber geschrieben, dass Vermögenssteuer überhaupt nicht ginge.

    Vor 15 Jahren ging das noch. Das würde überhaupt nicht funktionieren und wäre auch rechtlich gar nicht möglich. Da denke ich, "nanu, wo sind wir denn? Wir hatten es doch".

    Das Zweite, was ich vorschlage, ist folgendes: Ich würde mir wünschen, das dass, was in den letzten zehn Jahren passiert ist, wieder rückgängig gemacht wird. Dass wir also wieder die Verteilung haben wie bei Helmut Kohl.

    In den letzten zehn Jahren hat ja eine eindeutige Umverteilung stattgefunden, aber von unten nach oben. Ich will zwar keine Umverteilung von oben nach unten, ich will nur wieder, dass das, was in den letzten zehn Jahren passiert ist,  rückgängig gemacht wird. Bin ich jetzt Sozialist?

    Michaela Boland:

    Dass insoweit also die Ober- und Unterschicht nicht mehr so weit auseinanderklafft und die Mittelschicht droht, gänzlich wegzukippen?

    Michael Horbach:

    Genau. Es werden ja immer Zahlen genannt. Zehn Prozent der Deutschen gehört 50 Prozent des Vermögens. Die Zahl ist nicht schön, aber viel schlimmer finde ich die Zahl, die dafür steht, wieviel die 50 Prozent von unten aus betrachtet an Besitz haben. Wissen sie das?

    Michaela Boland.

    Nein.

    Michael Horbach:

    1,2 Prozent. Es waren vier Prozent vor ca. sieben oder acht Jahren und das ist auf 1,2 herunter gegangen. Das ist die schlimmste Zahl und die liest man  viel zu selten. Und das macht klar, dass etwas passieren muss.

    Michaela Boland:

    Wenn man ein derart soziales Denken hat, wie es offenbar bei ihnen der Fall zu sein scheint, inwieweit berührt einen dann, wenn man erfährt, dass ausgerechnet das Unternehmen, an welches sie wahrscheinlich zu keinem allzu schlechten Kurs ihre Firma veräußert haben, öffentlich stark ins Kreuzfeuer der Kritik gerät, weil ahnungslose Kunden durch Fehlberatung im Hinblick auf den Erwerb hochriskanter Anlagen um ihr Erspartes gebracht wurden?

    AWD-Kunden soll ja bereits von verschiedenen Gerichten Schadensersatz zugesprochen worden sein. Ihr Lebenswerk steckte nun mit im Unternehmen, was war das für ein Gefühl?

    Michael Horbach:

    Ja, das war ja immer so. Ich merke dadurch eben, was für eine tolle Arbeit die Firma Horbach macht. Die Firma Horbach besteht ja vom Namen her noch, sie nennt sich jetzt Horbach Finanzplanung. Das war ja AWD und dann hat der Maschmeyer an Swiss life, eine Schweizer Versicherungsgesellschaft, verkauft.

    Den Name AWD gibt es nun nicht mehr. Aber Horbach gibt es noch. Bei Hannover 96 gibt es sogar jetzt Bandenwerbung, da steht Horbach Finanzplanung für Akademiker. Wenn es 20 solcher Firmen gäbe, sähe es in der Finanzberatung besser aus.

    Das Problem sind ja die Strukturvertriebe. Der größte ist, glaube ich, DVAG. Die haben ungefähr 10.000 Mitarbeiter, wie die allerdings ausgebildet werden, ist eher ein Wahnsinn. Die tun so als wenn sie Makler wären, sind aber im Grunde ein Firmenvertreter der AachenMünchener.

    Wenig Ausbildung und viele arbeiten nur nebenberuflich. Auch wenn die Mitarbeiter es gut meinen würden. Sie können es nicht anders. Sie können nicht ordentlich beraten. Darum habe ich immer gesagt, man sollte als Berater möglichst ein abgeschlossenes Studium mit sich bringen.

    Es gibt zwar auch Berater ohne Studium, die hervorragend sind, aber die mit Studium wollen in der Regel einen Beruf ausüben und nicht nur einen Job machen. Als ich an AWD verkauft habe, war außerdem meine Bedingung, dass es keinen Strukturvertrieb und keine nebenberufliche Mitarbeiter mehr gibt. Das hatte Maschmeyer mir zugesagt.

    Die Idee war, durch unser Geschäftsmodell AWD beeinflussen zu können. Und Maschmeyer hat mir am Anfang auch ganz klar das Gefühl gegeben, dass er sich daran hält. Der Maschmeyer ist ja ein sehr Geschickter.

    Das hat zwar gedauert, aber irgendwann, als die merkten, dass wir weiterhin super super erfolgreich waren, da hat der schon geguckt nach dem Motto: Was ist los? Und dann ist die eine oder andere Leitidee oder Vision vom AWD übernommen worden.

    Michaela Boland:

    Wie kam es überhaupt zum Verkauf an Carsten Maschmeyers AWD?

    Michael Horbach:

    Natürlich gebe ich auch gerne zu, dass ich mit 50 frei sein wollte. Ich habe mich lange gegen ein Treffen mit AWD, also Maschmeyer, gewehrt. Irgendein Vorstand sagte mir dann, "komm, dann lernst du den doch mal kennen". Eigentlich war der Strukturvertrieb ja mein Feindbild.

    Dann habe ich aber irgendwann gesagt, "naja, warum nicht". Und Maschmeyer hat mir den Hof gemacht. Also, das können sie sich nicht vorstellen, aber der kann das.

    Michaela Boland:

    Also, ist er ein charismatischer Mensch?

    Michael Horbach:

    Ja. Im Nachhinein muss ich sagen, es war alles richtig. Da war auch kein anderer Interessent. Wir waren seiner Zeit in Deutschland die Nr. 2 und sind es ja heute auch noch. Wir hatten uns ja  auf Akademiker spezialisiert. Das, was AWD gemacht hat, war ja mehr so das Normale. Eigentlich haben die uns nur gekauft, um ihr Ansehen vor dem Börsengang aufzupolieren.

    Michaela Boland:

    Wie hat sich die Firma Horbach zu dem entwickeln können, was sie wurde?

    Michael Horbach:

    Meine damalige Freundin wurde mit dem Medizinstudium fertig und sagte zu mir, "du bist kritischer Verbraucher, ein Volkswirt. Was muss ich machen". So ist die Firma Horbach entstanden. Ich habe mich dann schlau gemacht und sie beraten, dann hat sie andere PJ-ler herangebracht.

    Irgendwann wusste ich, es gibt Krankenhäuser, wo sich weitere PJ-ler aufhalten, dann bin ich dahin gegangen. (Anmerkung der Redaktion: Als PJler bezeichnet man einen Medizinstudenten bzw. eine Medizinstudentin im Praktischen Jahr oder auch „Hakenhalter“.

    Michaela Boland:

    Dann haben sie quasi Krankenhäuser nach Kunden abgeklappert?

    Michael Horbach:

    Ja, ich bin dann vom einen zum anderen gegangen, von einer Empfehlung zur nächsten. Auch heute sage ich noch zu den Leuten, die mich fragen, wie ich das damals gemacht habe, "gib mir einen guten Kunden, der davon überzeugt ist, dass ich alles für ihn richtig gemacht habe, mit dem baue ich die Firma Horbach nochmal auf".

    Michaela Boland:

    Aber PJ-ler verdienen doch noch kaum etwas und haben früher gar nichts verdient.

    Michael Horbarch:

    Ja, aber da habe ich die schon beraten und ihr Vertrauen gewonnen. Natürlich gibt es da noch nichts zu verkaufen (verdienen), denn die haben ja noch kein Einkommen. Aber denen konnte ich schon wertvolle Tipps geben wie z.B dass es für das PJ (praktische Jahr) eine kostenlose Berufshaftpflicht gibt usw.

    Irgendwann treten sie ins volle Berufsleben ein und dann brauchen sie eine Krankenversicherung. Für die meisten Ärzte ging es darum, "wie kann ich jetzt sparen, also investieren, damit ich später günstig eine Niederlassung finanzieren kann".

    Michaela Boland:

    Ist speziell die Branche der Anlageberatung dazu geeignet, schnell aus dem Ruder zu laufen?

    Michael Horbach:

    Maschmeyer ist natürlich einer, der im Mittelpunkt steht und sie deshalb  von rechts und links um die Ohren kriegt. Es gibt ja noch andere. Andere sind eigentlich von dem her, was sie machen, viel viel schlimmer.

    Da sitzen dann im Aufsichtsrat irgendwelche Politiker, da kommt keine Kritik. Die werden mit Geld gefüttert und gemeinsame Fotos des Chefs z.B mit dem damaligen Bundeskanzler oder anderen Politikern auf irgendwelchen Veranstaltungen fotografiert.

    Und die Mitarbeiter sind dann zu den Kunden gelaufen, zu den alten Omas, und haben gesagt, "gucken sie mal, der Chef mit dem Bundeskanzler. Kann da was  falsch sein? Um Gottes Willen, unterschreiben sie". Das hasse ich bei den Politikern, dass sie sich kaufen lassen.

    Nun, was die Strukturvertriebe auf der einen Seite anbelangt, so gibt es da genug Kritik und ich denke, wir haben dadurch schon etwas verändern können. Wenn man sich allerdings mal den ganzen Bereich der Banken ansieht, ist das, was da passiert, noch viel schlimmer.

    Dagegen ist der Maschmeyer ein kleiner Wurstel. Als die Firma Horbach größer wurde, hat man mir gesagt, "du musst einen Namen haben, du musst die Deutsche Bank als Bankverbindung haben". So bin ich dort Kunde geworden. Aber, wenn ich den Ratschlägen der Deutschen Bank gefolgt wäre, hätte ich die Hälfte meines Vermögens verloren.

    Also, was die Banken da machen und was da passiert, nehmen wir zB die Steueroasen, ist das doch viel schlimmer. Das mit den Banken, das können sie über Jahrhunderte hinweg zurück verfolgen. Es war immer so. Die Banken haben die Politik nicht nur beeinflusst, sondern auch die Macht über die Politik gehabt und das ist bis heute so.

    Michaela Boland:

    Das Sprichwort "Geld regiert die Welt" trifft also ausnahmslos zu?

    Michael Horbach:

    Ja. Es ist so. Darum sage ich, "mehr Demokratie" und ich sage, "es  muss einen Mindestlohn geben", denn alles andere ist menschenunwürdig  und hat nichts mit Zivilisation zu tun. Kein Mensch braucht mehr als eine Million im Jahr zu verdienen.

    Wer nur Geld als Motivation hat, wäre bei mir an der falschen Adresse. Eine Gesellschaft lebt davon, dass alle Menschen innerhalb einer Gesellschaft von ordentlichen Einkommen leben können. Das wird heute vernachläßigt.

    Außerdem muss man schauen, wen bevorteilt der Marktmechanismus und wen nicht. Wo funktioniert er überhaupt nicht, Beispiel Krankenschwestern und Spekulanten.

    Deshalb sollte es oben und unten Grenzen geben. Wenn man demokratisch denkt, muss man verhindern, dass Menschen so viel Geld haben, dass sie zum Beispiel die Presse regulieren können. Ein national-konservativer Peter Scholl-Latour sagt zum Beispiel, "Pressefreiheit? Ja, gibts: für einige Milliardäre"

    Michaela Boland:

    Pressefreiheit ist nach ihrem Dafürhalten insoweit nicht existent?

    Michael Horbach:

    In Kuba gibt es drei Zeitungen, das stellt die gesamte Presse dar. Wir haben sehr wahrscheinlich 3000, aber die gehören fünf Milliardären. Also, wo ist der Unterschied? Wenn man es abstrakt sieht, also wirklich einmal über das Kleinkarierte blickt, ist das doch alles ein Einheitsbrei.

    Alles, was beispielsweise, Russland, China oder Kuba anbelangt, muss schlecht sein. Ich möchte nicht dort leben, ich möchte auch nicht solche Systeme haben, aber ich möchte, dass wir objektiv sind und nicht dasselbe machen, was wir diesen Ländern vorwerfen.

    Michaela Boland:

    Woran machen sie das Nicht-Objektive konkret fest?

    Michael Horbach:

    Ich kann ihnen ein gutes Beispiel nennen. Das betrifft Kuba und ich mache es an meiner eigenen Erfahrung fest. Vor wenigen Monaten kam groß in der Presse, "Endlich Reisefreiheit für Kuba". Vorher hieß es ja immer, die Kubaner sind unfrei, dort herrscht eine Diktatur. Ich habe vor fünf Jahren eine nette Kubanerin aus dem Kulturbereich kennengelernt.

    Die wollte auch mal hierher nach Deutschland kommen. Es ging daher zunächst um ein Visum. Also ging sie zur kubanischen Botschaft in Havanna und erhielt sofort ein Visum. Das wird dort für ein Jahr ausgestellt. Das Ganze hat nur einen Haken:

    Wenn die Kubaner dann nicht innerhalb eines Jahres nach Kuba zurückkehren, dann heißt es von kubanischer Seite, "dann bleibt draußen". Das Problem sind aber hier wir Deutschen.

    Michaela Boland:

    Inwiefern?

    Michael Horbach:

    Nun, meine Bekannte benötigte ja auch ein deutsches Visum für die Einreise. Dafür musste ich sorgen. So ging ich zur deutschen Botschaft. Dort teilte man mir komischerweise mit, " Nein, diese Leute bleiben nachher hier".

    Also antwortete ich, " ich habe eine Stiftung und  hinterlege 50.000 Euro als Sicherheit". Da haben sie zuerst gesagt: "Nein, nein, das wollen wir nicht." Aber dann haben sie es nachher doch gemacht.

    Also, Tatsache ist, die Kubaner dürfen verreisen, aber wir verhindern, dass die Kubaner frei verreisen können. Ich kann sogar verstehen, dass sie die Kubaner und auch die Afrikaner nur eingeschränkt hierher lassen, denn wir können weder ganz Kuba noch ganz Afrika hier unterbringen. Aber ich möchte zumindest in der Presse die Wahrheit lesen, damit das auch alle verstehen.

    Michaela Boland:

    Sie halten mit ihrer Meinung glücklicherweise nicht hinterm Berg.

    Michael Horbach:

    Natürlich ist es einfacher, wenn man mit dem Strom schwimmt. Ich habe immer alles kritisch hinterfragt. Der liebe Gott hat mir nun mal so einen Kopf gegeben. Das tut zwar hin und wieder auch ein bisschen weh, aber so ist es dann eben.

    Michaela Boland:

    Ist es leichter, nicht mit dem Strom zu schwimmen, wenn man über die finanziellen Mittel verfügt, sich den möglichen Konsequenzen dafür gegebenenfalls nicht ausgesetzt sehen zu müssen?

    Michael Horbach:

    Nun, ob das einfacher ist? Ich habe den einen oder anderen Kontakt zu vermögenden und eher konservativen Leuten, wo ich mir nicht sicher bin, dass ich sie von meinen Ansichten überzeugen könnte. Gerade hatte ich wieder einen Fall, da dachte ich mir, "ich lasse es einfach, denn das macht mich nur wahnsinnig".

    Die sagen dann tatsächlich zu mir, "du bist durch dieses System reich und unabhängig geworden, also schieß jetzt gefälligst auch nicht dagegen".

    Dann frage ich zurück: "Moment mal, wo steht das denn geschrieben?" Nun habe ich sehr wahrscheinlich das Glück, dass ich zwar keinen Euro zu Unrecht verdient habe, allerdings habe ich für meine Arbeit viel zu viel verdient.

    Der Markt gibt das so her, dass es, wenn du eine Lebensversicherung verkaufst oder ein Haus finanzierst, eben zwei oder viertausend Euro gibt. Jetzt habe ich natürlich nicht gesagt, "nein, ihr braucht mir nur die Hälfte zu überweisen". Klar. Aber, mir ist schon bewußt, dass ich durch drei oder vier Beratungen am Tag das verdient habe, was eine Krankenschwester in drei Monaten verdient.

    Michaela Boland:

    Ist das auch ein Grund dafür, dass sie heute verhältnismäßig viel an die Gesellschaft zurück geben?

    Michael Horbach:

    Ich habe mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen, weil ich etwas Positives in die Welt gesetzt habe. Gerade in der Branche, wo es am dringendsten notwendig ist.

    Denn die Firma Horbach lebt weiter und ist gerade im Hinblick auf das Management mit Menschen besetzt, die mir aus der Seele sprechen. Die sind alle sozial eingestellt und leben den sozialen Gedanken weiter.

    Bei mir war es auch schon im Alter von 30 Jahren so, dass ich zehn Prozent meines Einkommens in soziale Belange investiert habe. Das habe ich sowohl während meiner Zeit mit der Firma Horbach so gehalten, als auch später beim Verkauf des Unternehmens.

    Augenblicklich wird es zwar nicht mehr im selben Maße von meiner früheren Firma, die nach wie vor meinen Namen trägt, gehandhabt, aber immer noch recht engagiert durchgeführt. Das ist schon irgendwo drin.

    Michaela Boland:

    Lieber Herr Horbach. Für die Ausstellung sowie alle weiteren Projekte auch weiterhin viel Erfolg und vielen Dank für dieses Interview.

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle großen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

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  • Michaela Boland trifft fuer die Gesellschaft Freunde der Kuenste Ingrid Steeger
Ingrid Steeger mit Michaela Boland
Ingrid Steeger freut sich schon auf ihr Buch, und find es wunderbar
    MICHAELA BOLAND TRIFFT INGRID STEEGER
    Kultstatus - Ingrid Steeger "...und find es wunderbar" - Ich hatte kein Verlangen nach diesem Beruf. Vielleicht hatte der Beruf Verlangen nach meiner Person

    Das Große Exklusivinterview für freundederkuenste.de - MICHAELA BOLAND TRIFFT INGRID STEEGER

    Mit ihrem Nachnamen wollte sie sich schon in ihrer Jugend nicht abfinden. Weil sie mit Stengert nichts anfangen konnte, wandelte sie ihn kurzerhand in Steger um als sie ihren Stenotypistinnen-Job in einem Architekten-Büro antrat.

    Womöglich die einzige Rebellion ihres Lebens. Nur einige getippte Ausschreibungen und ein weiteres "e" im Namen später sollte die Öffentlichkeit noch eine ganze Menge von der schönen Blondine zu hören und sehen bekommen.

    Durch die legendäre und prämierte Fernsehunterhaltungsproduktion "Klimbim" avancierte sie in den 70er Jahren zum Kultstar. Zeitgleich haftete auch das Image der sexy, aber leicht dösigen Ulknudel an ihr.

    Mit zahlreichen Rollen in anerkannten Fernsehformaten zeigte sie danach immer wieder, dass sie sich nicht nur auf das schwierige Fach der Komik, sondern ebenso gut auf Ernstes versteht. Die Aufs, doch vor allem die Abs ihres Privatlebens wurden durch Medien im Laufe der Jahre immer wieder gnadenlos detailliert vor Millionen ausgebreitet.

    Doch kaum ein Prominenter hat es vermocht, so aufrecht und geradlinig durch schlechte Zeiten zu gehen, wie sie. Zurzeit gibt es sie nur im Doppelpack. Yorkshire-Lady Eliza Doolitle, ein Geschenk ihrer Kasseler Theater-Kollegen, ist seit einiger Zeit ihre ständige Begleitung.

    So auch im Kölner Theater am Dom, wo sie bis zum 09. Februar neben Simone Rethel, Beatrice Richter, Christine Schild und Volker Brandt in dem Stück "Der Kurschattenmann" zu sehen war, bevor die Produktion nach Bonn zog.

    Ich bin sehr gespannt auf dieses Zusammentreffen und freue mich darauf. Als Kind der 70er Jahre war es stets etwas Besonderes für mich, abends hin und wieder "Klimbim" sehen zu dürfen.

    Die blonde Gabi mit Zöpfen, Sommersprossen, Nickelbrille und bezeichnender Zahnlücke war mir die Liebste, weil sie, rotzfrech, die Wahrheit auf den Punkt zu bringen schien, zwar regelmäßig  eine schallende Ohrfeige ob des Wagemutes einstecken und anschließend heulen musste, sich jedoch niemals entmutigen ließ.

    Ihre Darstellerin, Ingrid Steeger, hatte längst Kultstatus erreicht als sich die ersten weniger ruhmreichen Schlagzeilen über deren Privatleben durch die Printmedienlandschaft zogen.

    Über zerbrochene Beziehungen und Ehen der einst so gefeierten Mimin mit Idealfigur bis hin zum traurigen Hartz IV-Antrag vor wenigen Jahren, einem Zeitpunkt, der für die Schauspielerin längst von Depressionen bestimmt war.

    Wie auch immer Ingrid Steeger in den Medien beurteilt wurde, bei ihrem Publikum zeichnete sie sich wegen ihrer sympathischen Art kontinuierlich durch Beliebtheit aus.

    Im gemütlichen Theater am Dom treffe ich die 65-Jährige. Von ihrer jungendlichen Frische hat sie kaum etwas eingebüßt, sondern sieht nach wie vor einfach ausgesprochen gut aus. Alter ist offensichtlich bei ihr tatsächlich nur eine Ziffer.

    Selbst ihre Stimme hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Ihre zweijährige Yorkshire-Terrier-Hündin, Eliza Doolittle, die sie auf Schritt und Tritt begleitet und ihr nur gelegentlich, wenn sie einen Knochen oder gar Luftballons zum hineinbeißen und platzen lassen sucht, von der Seite weicht, ist zu einem wichtigen Faktor im Leben der Schauspielerin geworden.  

    Michaela Boland:

    In ihrem aktuellen Theaterstück, "Der Kurschattenmann" im Kölner Theater am Dom, geht es um einen alternden Casanova , der, nicht ganz ohne Hintergedanken, versucht, direkt mehrere Damen gleichzeitig zu beglücken. Was für eine Rolle spielen sie dabei?

    Ingrid Steeger:

    Ich spiele eine Dauerpatientin, eine Frau, die eine sehr schwierige Ehe hatte und unter Depressionen leidet. Alle Damen in diesem Stück leiden unter Depressionen. Jede ist ein wenig vom Leben geschädigt und wir verlieben uns alle in diesen Ulrich" (gespielt von Volker Brandt), der ein Charmeur ist, allerdings auch ein kleiner Hochstapler, und der versucht, an das Geld der Frauen zu kommen. Aber natürlich auf amüsante Art.

    Michaela Boland:

    Wie haben sie sich auf die Rolle vorbereitet?

    Ingrid Steeger:

    Ich habe den Text gelernt (lacht).

    Michaela Boland:

    Hin und wieder besteht ja die Notwendigkeit, sich intensiver in bestimmte Charakterzüge einer Rolle hineinzufinden. Man liest gelegentlich, dass Schauspieler für eine Rolle zu- oder abnehmen, manchmal sogar ein Stück weit real in ein solches Leben eintauchen müssen, um so authentisch wie möglich zu sein.

    Ingrid Steeger:

    Es ist ein Boulevardstück und das ist natürlich auf Komödie aufgebaut. Wir müssen uns also in keine Depression hineinfinden, ganz anders als zum Beispiel bei dem letzten Stück, dass ich in Kassel gespielt habe, "Gatte gegrillt". Das war ein völlig anderes sich Heranarbeiten.

    Da ging es um eine Frau, die nach 20 Jahren Ehe von ihrem Mann für eine jüngere Geliebte verlassen wurde. Diese Frau kommt einfach nicht damit klar, dass er sie einfach so in die Ecke gestellt hat, und versucht, dies auch noch nach Jahren aufzuarbeiten.

    Das ist etwas ganz anderes, da muss man dann mehr dran arbeiten. Aber hier geht es im Grunde genommen nicht nur um die Depression, sondern darum, was dieser Ulrich erfindet und wie wir darauf hereinfallen und später versuchen, ihn auszutricksen und uns schließlich zu distanzieren.

    Es ist insoweit eine lockere Unterhaltung, denn wenn sich die Depression im Text widerspiegeln würde, wäre es keine Unterhaltung mehr.

    Michaela Boland:

    Das andere Stück, das sie gerade ansprachen, "Gatte gegrillt" spielten sie in Kassel?

    Ingrid Steeger

    :Ja, das war eine Tragikomödie, eine englische, schwarze Komödie. Wir spielten es in Kassel und Bremen. In Bremen wird es wohl auch noch einmal aufgeführt werden.

    Michaela Boland:

    Wenn sie ein Stück zeitversetzt noch einmal spielen und zwischendurch für andere Produktionen zur Verfügung stehen, bleibt ihnen der Text dann eigentlich trotzdem im Gedächtnis oder müssen sie den alten Text dann in der Tat von Grund auf neu erlernen?

    Ingrid Steeger

    Nein, das Hirn ist ja ein Computer. Da ist alles gespeichert, wenn man noch einmal darüber geht. Ich habe gerade drei Stücke drauf. Das Stück "Gatte gegrillt" werde  ich wahrscheinlich noch einmal in Bremen spielen. Außerdem werde ich jetzt damit anfangen, noch ein anderes Stück für Kassel zu lernen. Also, das ist alles abrufbereit. Man geht natürlich nochmal drüber, das ist ganz klar.

    Michaela Boland:

    Gibt es bei ihnen auch schon mal Angst vor einem Blackout?

    Ingrid Steeger:

    Doch, die hat jeder Schauspieler, aber ich hatte das Problem bis jetzt glücklicherweise noch nicht. Manchmal kommt es vor, dass man in der einen Sekunde denkt, "Oh Gott, wie gehts jetzt weiter", aber in letzter Sekunde ist der Text dann wieder da. Es kann auch passieren, wenn man zu oft spielt und man sich dann einfach zu sicher ist und manchmal ein bisschen vor sich hin träumt.

    Michaela Boland:

    Kannten sie die Kollegen aus ihrem aktuellen Stück schon durch frühere Zusammenarbeit?

    Ingrid Steeger:

    Die Simone Rethel kannte ich schon, Christine Schild zuvor noch nicht. Aber Beatrice Richter und Volker Brandt kannte ich ebenfalls schon lange.

    Michaela Boland:

    Funktioniert die Zusammenarbeit grundsätzlich leichter, wenn man sich bereits kennt?

    Ingrid Steeger:

    Die Phase des Kennenlernens kann man dann natürlich überspringen. Man lernt sich selbstverständlich bei den Proben noch besser kennen. Das Gute an den Proben ist dann immer, dass es sowohl ein berufliches als auch ein privates Zusammenraufen ist.

    Michaela Boland:

    Setzen sie sich im Anschluss an die Vorstellungen immer noch privat mit den Kollegen zusammen?

    Ingrid Steeger:

    Also, heute setzen wir uns zum Beispiel zusammen. Oder als der Jopie 109 Jahre alt wurde (Anm. d. Red.: Johannes Heesters wäre am 05.12.2012 109 Jahre alt geworden, verstarb allerdings am 24.12.2011) haben wir uns in seiner Abwesenheit zusammengesetzt.

    Das war übrigens nicht dramatisch, sondern es war sogar sehr lustig. Da hat die Simone gesagt, dass der Jopie Heesters zu seinem Geburtstag immer sehr gerne viel Leute um sich gehabt habe.

    Da haben wir gesagt, "o.k., dann machen wir das auch", und haben uns alle zusammen gesetzt. Auch zum Geburtstag von Beatrice Richter und Christine haben wir das getan. Manchmal setzten wir uns auch alle zusammen, wenn irgendjemand Besuch bekommt.

    Aber eben nicht jeden Abend. Auf Tournee ist man natürlich automatisch mehr zusammen, aber hier in Köln hat jeder seine eigene Wohnung oder sein Appartement und so sein Eigenleben. Das ist üblich, wenn man irgendwo fest spielt.

    Michaela Boland:

    Montags ist spielfrei. Was tun sie an diesem Tag üblicherweise?

    Ingrid Steeger:

    Es ist eigentlich immer irgendetwas. Irgendwelche Interviews oder sonstige Termine. Auch arbeite ich gerade an einem Buch und der Lübbe-Verlag ist ja hier in Köln ansässig, insofern ist da immer irgendetwas zu tun.

    Nur abends versuche ich zumindest immer, in meiner Wohnung zu sein, auf die Uhr zu gucken und zu sagen, "jetzt wäre ich normalerweise auf der Bühne und jetzt bin ich nicht auf der Bühne". Wir spielen hier ja sieben Tage die Woche. 

    Michaela Boland:

    Worum wird es in ihrem Buch gehen?

    Ingrid Steeger

    Natürlich, um mein Leben (lacht). Worum soll es sonst gehen?

    Michaela Boland:

    Also eine Autobiografie. Packen sie da alles hinein oder werden bestimmte Themen ausgeklammert?

    Ingrid Steeger:

    Es wird natürlich immer etwas bleiben, was nur mir gehört, das ist ganz klar. Aber es stand ja sehr viel in der Presse, doch das ist ja immer alles nur recht oberflächlich angedeutet und die Hintergründe nicht. In meinem Buch wird viel drin stehen, was auch nicht immer lustig sein wird, auch viel Neues. Es ist jedoch kein ab- oder aufrechnen.

    Michaela Boland:

    Wann wird es erscheinen?

    Ingrid Steeger:

    Im August.

    Michaela Boland:

    Steht der Titel bereits fest?

    Ingrid Steeger:

    Ja, es heißt "...und find es wunderbar". Also nach dem ..."dann mach ich mir `n Schlitz ins Kleid", das lassen wir natürlich weg, sondern nur ".und find es wunderbar".

    Michaela Boland:

    War Klimbim für sie eigentlich Fluch, Segen oder beides?

    Ingrid Steeger:

    Beides natürlich, beides. Ohne Klimbim würde ich heute nicht hier sitzen und sie würden mich nicht interviewen.

    Michaela Boland:

    Man weiß es nicht.

    Ingrid Steeger:

    Ich hatte kein Verlangen nach diesem Beruf. Vielleicht hatte der Beruf Verlangen nach meiner Person, aber ich nicht nach dem Beruf. Das hat sich so ergeben. Ich bin rein geschlittert und bin dabei geblieben.

    Michaela Boland:

    Sie haben die Handelsschule abgeschlossen und in einem Architekturbüro gearbeitet.

    Ingrid Steeger:

    Kurzfristig, sehr kurzfristig.

    Michaela Boland:

    Was gehörte da zu ihren täglichen Aufgaben?

    Ingrid Steeger:

    Schreibmaschine schreiben. Ausschreibungen tippen. Ich war als Stenotypistin tätig, es gab ja noch keine Computer und dergleichen.

    Michaela Boland:

    War das nicht so geplant?

    Ingrid Steeger:

    Es war nie mein Traum im Büro zu arbeiten. Es war auch nicht mein Traum, auf die Handelsschule zu gehen. Das waren damals andere Zeiten. Mein Vater hat bestimmt, dass ich auf die Handelsschule gehe und damals hat man halt das gemacht, was die Eltern gesagt haben.

    Michaela Boland:

    Was haben sie da für einen Abschluss gemacht?

    Ingrid Steeger:

    Wirtschaftsabitur.

    Michaela Boland:

    Was war ihr eigener Plan für ihr Leben?

    Ingrid Steeger:

    Ich wollte ganz einfach nicht  im Büro arbeiten. Damals kamen gerade die Discotheken auf, das war ja damals was ganz Neues. Und dann fing ich an, in Berlin als Go-Go-Girl in Diskotheken zu tanzen. Allerdings nicht wie die Go-Go-Girls heute sind.

    Wir haben Röckchen angehabt, Stiefel und lange T-Shirts und standen nur so da und haben so vor uns hingetanzt. Und dann habe ich auch teilweise zwischendurch im Büro gearbeitet und habe das natürlich zu Hause auch nicht so genau erzählt.

    Dann habe ich aufgehört, regelmäßig bei dem Architekten zu arbeiten und zwischendurch immer, wenn das Geld knapp war, dann als Sekretärin gejobbt und immer wieder mal getanzt. Und so hat sich das alles irgendwie ergeben. Bei mir hat sich immer alles ergeben, das griff stets ineinander über, ob ich wollte oder nicht.

    Michaela Boland:

    Haben sie denn auch ein wenig darauf vertraut, dass immer irgendetwas kommt?

    Ingrid Steeger:

    Ich habe auf gar nichts vertraut. Ich wusste nur etwas: Mein Leben sollte nicht im Büro enden. Allerdings sollte es auch nicht vor der Kamera enden.

    Michaela Boland:

    Glauben sie an Schicksal?

    Ingrid Steeger:

    Ja, wenn man sein Leben beobachtet, liegt das Schicksal eigentlich in meiner eigenen Hand. Wenn man das im Nachhinein sieht, ging eigentlich alles ineinander über. Nur leider kapiert man das in dem Moment nicht, sonst könnte man seine Fähnchen rechtzeitig besser danach ausrichten

    Michaela Boland:

    Sie haben beschrieben, dass sie in ihrem Leben vieles gemacht machen, was andere von ihnen verlangt haben. Würden sie dies, rückwirkend betrachtet, heute anders handhaben?

    Ingrid Steeger:

    Mit diesem Satz kann ich gar nichts mehr anfangen. Ich überlege da auch gar nicht. Was sage ich? Wenn ich das und das gemacht hätte, wäre vielleicht nicht das und das passiert. Wenn ich keine Sexfilmchen gemacht hätte, hätte ich nicht Klimbim gemacht.

    Mich mochten damals die Kinder, die Frauen und die Männer und wenn ich kein Ja-Sager gewesen wäre, wäre mein Sex, den ich nicht freiwillig gegeben habe, sondern, den ich gab, weil ich ihn geben musste, weil man es von mir verlangte, vielleicht nicht so sauber rüber gekommen, dass mich wiederum dann nicht  die Kinder und die Frauen geliebt hätten.

    Also, das ist alles so ein Gemisch. Wenn, wenn, wenn und hätte. Dieses Wort "hätte", habe ich eigentlich aus meinem Leben getan. Ich kann es nicht ändern und ich will auch gar nicht darüber nachdenken, was dann passiert wäre, denn ich weiß es nicht.

    Michaela Boland:

    Eigentlich sind sie über all die Jahre bei Jung und Alt  nahezu dauerbeliebt.  Erinnern sie sich überhaupt an Negativ-Kritik?

    Ingrid Steeger:

    Negative Kritik in dem Sinne eigentlich kaum. Aber, sagen wir mal, es hat vieles, was die Presse geschrieben hat, nicht gestimmt. Die Presse hätte eigentlich wissen müssen, dass sie mir mit dem, was sie da  hin und wieder schreibt, schadet.

    Aber sie haben es halt  geschrieben, weil es aufreißerisch ist und weil sie eben etwas schreiben müssen. Aber, dass mich jetzt jemand verdammt hat, in dem Sinne, eigentlich nicht. Nun muss ich sagen, lese ich auch sehr wenig die Presse, weil ich mich nicht ärgern will.

    Denn einiges stimmt und einiges stimmt natürlich nicht. Und wenn man das dann so liest, wie man es nun gar nicht gesagt oder gemeint hat, ist das nicht schön. Oder es kommen so schlimme Mutmaßungen, die dann mein Leben schon vorausbeschreiben, wo ich denke, das kommt einer Verurteilung gleich, wobei sie ganz genau wissen, dass das nicht stimmt. Aber wir wissen ja, wie die Medien sind.

    Michaela Boland:

    Also, egal, wie lange man im Business ist, man ärgert sich immer mal wieder über Berichterstattung hinsichtlich der eigenen Person?

    Ingrid Steeger:

    Darum lese ich es mir erst gar nicht durch, dann braucht man sich auch nicht zu ärgern. Aber es gibt leider Gottes immer Leute, die einem das dann schicken.

    Michaela Boland

    Man hat ihnen für viele Jahre den Stempel "Ulknudel" verpaßt.1992 kam dann "Der große Bellheim" unter der Regie von Dieter Wedel, mit dem sie auch privat liiert waren. Es wurde vielerorts so formuliert, dass sie  nun in das sogenannte "seriöse Fach" wechselten. War es ihnen selbst ein Bedürfnis, vom Image der lustigen erotischen Frau in das sogenannte seriöse Schauspielfach zu überzugehen?

    Ingrid Steeger:

    Also für mich ist alles seriös. Klimbim war die härteste Arbeit meines Lebens. Ich habe vor dem Bellheim auch schon zweimal Derrick und den Kommissar gemacht. Außerdem habe ich darüber hinaus bereits in Fernsehspielen Rollen übernommen.

    Also, ich habe nicht nur Komik gemacht. Die Leute hängen sich nur immer an der Komik und insbesondere an Klimbim fest. Bellheim ist nicht das erste in dieser Richtung gewesen. Ich habe nämlich auch einen anspruchsvollen Derrick gemacht.

    Das ist das gleiche in grün. Nur damals wurde das durch den Dr. Dieter Wedel, weil ich ja auch noch mit dem liiert war, einfach groß herausgehoben. Bellheim war natürlich ein riesen Erfolg, ist auch in einer Zeit entstanden, in der ich mit ihm liiert war. So habe ich auch den ganzen Aufbau mit verfolgt. Dadurch wurde die Rolle natürlich stark überbewertet.

    Michaela Boland:

    Wie haben sie sich eigentlich ineinander verliebt? Ich selbst hatte noch keine Gelegenheit, ihn kennenzulernen, habe allerdings das eine und andere Mal von Schauspielern gehört, dass er auch recht streng sein könne. Können sie das bestätigen?

    Ingrid Steeger:

    Streng ist ein sehr nettes Wort. Ja, er ist ein sehr schwieriger Mensch. Aber  immerhin haben wir es ja fünf Jahre miteinander geschafft. Und es war keine unglückliche Zeit. Im Nachhinein sieht man vieles anders. Aber wir hatten eigentlich eine sehr gute Zeit, die nicht immer einfach war. Doch schwierige Menschen sind nun mal schwierig und das wusste ich natürlich.

    Michaela Boland.

    War es Liebe auf den ersten Blick?

    Ingrid Steeger:

    Nein, ich habe mich ja auch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, weil ich ja wusste, dass er schwierig war. Aber, da ich nun mal gelernt habe, im Leben mehr auf andere Leute einzugehen, ist mir das vielleicht nicht so schwer gefallen wie den anderen Frauen.

    Michaela Boland:

    Ist das heute noch immer so bei ihnen, mehr auf die Bedürfnisse anderer Menschen einzugehen als auf ihre eigenen?

    Ingrid Steeger:

    Ich habe schneller den Durchblick als früher und versuche da schon, meine Distanz zu halten. Jedoch glaube ich, dass es einfach ein Teil meines Charakters ist, das ich vielleicht immer ein bisschen mehr in den Menschen sehe und dann tut man auch mehr für die anderen.

    Ich kann dann deren Bedürfnisse nicht einfach an mir abprallen lassen. Ich versuche, die Menschen mehr zu ergründen und bringe womöglich einfach manchmal ein bisschen zu viel Verständnis für andere auf und das merken natürlich manche Leute und die wissen das dann schon zu benutzen.

    Michaela Boland:

    Kommen wir noch einmal auf Klimbim zurück. Sie sagten gerade, es sei für sie die härteste Arbeit ihres Lebens gewesen. Inwieweit hatte das mit dem Regisseur Michael Pfleghar zu tun?

    Ingrid Steeger:

    Ja, es war sehr schwierig. Und auch hier kommt wieder hinzu, dass wir miteinander liiert waren und dass ich ihm dann gehört habe, beruflich wie privat. Das war für mich zum damaligen Zeitpunkt durchaus in Ordnung. Im Nachhinein sieht man vieles anders.

    Im Hinblick auf meine Jugend sagen die Leute ja auch, "deine Jugend war ja schrecklich", aber in meiner Jugend fand ich meine Jugend in Ordnung. Mit dreißig vierzig Jahren dann nicht mehr.

    Aber, das ist auch vielleicht etwas, das man überlebt, wenn man es in dem Moment so sieht. Aber Klimbim war eben deshalb so schwierig, weil ich vor der Kamera nicht so agieren konnte, wie ich es gerne getan hätte.

    Oder der  Pfleghar hat es auch einfach nur nicht so gesehen und er hat es natürlich, ich sage immer "rausgeprügelt" in Anführungsstrichen. Ich wusste nicht, dass ich komisch sein würde und er hat es mit Gewalt herausgeholt und ich habe gehorcht.

    Also ich habe wieder mal gehorcht. Wie immer im Leben, habe ich auch ihm gehorcht. Und das war ja offensichtlich richtig so. Es hat nicht unbedingt Spaß gemacht, aber es kam etwas dabei heraus. Und das durfte das Publikum ja nun auch nicht merken.

    Das war wichtig. Wenn wir das jetzt zusammen durchgehen würden, könnte ich ihnen jede Szene nennen, bei der ich geheult habe. Auch beim Schneemann. Das war nicht im Studio, sondern das war wirklich draußen im Schnee. Und das im Abendkleid.

    Und das mussten wir zehn bis zwanzig Mal drehen und da bin ich fast erfroren und bin seiner Meinung nach immer falsch um den Schneemann herumgelaufen. Das war dann auch nicht komisch.

    Michaela Boland:

    Als vorlaute Gabi haben sie in der Klimbim-Familie regelmäßig Backpfeifen kassiert. Wurden die Schläge gefakt oder mussten sie den Schmerz tatsächlich aushalten?

    Ingrid Steeger:

    Es war real. Das war nicht komisch. Die Volkmann hat eine gute Handschrift gehabt.

    Michaela Boland:

    Hatten sie denn nie das Bedürfnis, Elisabeth Volkmann bei Gelegenheit mal eine schallende Ohrfeigen-Retourkutsche zu verpassen?

    Ingrid Steeger:

    Nein, ich dachte ja, das muss so sein.

    Michaela Boland:

    Schauen sie sich Wiederholungen von Klimbim gelegentlich an? Können sie das gut sehen?

    Ingrid Steeger:

    Nein, das gucke ich mir nicht an. Ich sehe mir auch keinen Talk, den ich gemacht habe, an. Ich gucke mich überhaupt nicht an. Machen aber viele Schauspieler nicht. Ich kann mich nicht ertragen. Klimbim, kann ich nicht mehr verbessern.

    Man ärgert sich auch nur darüber. Bei Talks zum Beispiel, dann denkt man, wieso hast du nicht dieses oder jenes gesagt oder, das hättest du machen können. Ich weiß das in dem Moment selbst, wenn ich den Mund aufmache, weiß ich schon, was falsch ist und dann brauche ich mir das nicht noch einmal anzuschauen.

    Michaela Boland:

    Sie haben früher auch Fernsehwerbung für Rolo Schokoladenkaubonbons und Old Spice gemacht. In was für einer Erinnerung haben sie die Spots?

    Ingrid Steeger:

    Rolo, das war eine süße Werbung. Das waren die größten Werbespots, die ich gemacht habe. Für Rolo haben wir sogar auch Preise erhalten.

    Michaela Boland:

    Im Rolospot haben sie gesungen, ebenso wie regelmäßig in Klimbim. Gab es auch Anfragen von Produzenten für Plattenproduktionen?

    Ingrid Steeger:

    Ja, klar. Ich habe auch einige gemacht.  Auch hier wollte ich eigentlich gar nicht, aber die wollten. Ich fand mich nie gut als Sängerin. Selbst da habe ich mich Satz für Satz gequält. Ich habe auch Musical gemacht, bin zur Falckenbergschule gegangen, habe die Lieder einstudiert.

    Und dann kam ich bei den  Freilichtspielen auf die Bühne und da hatten wir kein Mikroport und nichts und meine Stimme hat total versagt. Wenn ich Theater spiele, geht meine Stimme bis ganz nach hinten, auch wenn tausend Leute da sind.

    Dann hole ich mir meine Stimme einfach tief aus dem Bauch, aber wenn ich singe, dann rutscht mir die Basis nach oben. Ich kann nicht singen und ich will auch nicht, weil ich nicht kann (lacht).

    Michaela Boland:

    Haben sie zu irgendeinem Zeitpunkt eigentlich noch eine klassische Schauspielausbildung absolviert?

    Ingrid Steeger:

    Nein.

    Michaela Boland:

    Funktionierten Dinge wie auf der Bühne laut und deutlich sprechen zu können dann aufgrund ihrer gesammelten Erfahrung?

    Ingrid Steeger:

    Das habe ich mir erarbeitet. Beim ersten Theaterstück habe ich das nicht gehabt. Zwischen Bühne und Fernsehen liegen natürlich Welten. Mein erstes Stück war ein Zwei-Personenstück mit Harald Leipnitz und da ging meine Stimme gar nicht nach hinten und da haben die Leute auch immer gerufen "lauter, lauter".

    Da habe ich mir die Bühnenwirksamkeit dann mit der Zeit vom Spielen her erarbeitet. Wer Fernsehen spielt, gewährleistet noch lange nicht, dass er eine Bühnenwirksamkeit hat. Umgekehrt genauso.

     

    Michaela Boland:

    Halten sie eigentlich noch Kontakt zu ihren früheren noch lebenden Klimbim-Kollegen, wie Wichard von Roell oder Peer Augustinski?

    Ingrid Steeger:

    Zu Peer ja. Er wohnt ja auch hier in Köln. Der war auch schon hier im Theater. Wichart, also zum Opi, weniger. Die anderen sind ja schon tot.

    Michaela Boland:

    Sie haben vor einigen Jahren bereits ein Buch herausgebracht, in dem es um ihre Männer gehen soll.

    Ingrid Steeger:

    Nein, das ist kein Buch, bitte. Oh, da bin ich auch so was von stinkig. Das ist auch nur wieder aus Blödsinn entstanden, weil jemand das wollte. Das ist ja kein Buch, das sind Karikaturen. Es ist gezeichnet und dann steht da jeweils so ein blöder Text drunter.

    Also das kann man vergessen, da stehe ich auch nicht zu, zu diesem Buch. Das ist aus Blödsinn entstanden und der Verkauf versucht das halt bis heute noch das zu vermarkten. Ich finde auch den Vertrag nicht mehr, habe da auch nie eine Abrechnung oder sonst was gekriegt und das ärgert mich immer.

    Michaela Boland:

    Nichts desto trotz haben sie ja bereits die eine oder andere Erfahrung mit Männern in ihrem Leben gemacht, die nicht unbedingt immer nur schön war, wie man im Laufe der Jahre auch in den Medien mit verfolgen konnte. Wofür sind Männer aus ihrer heutigen Sicht eigentlich gut?

    Ingrid Steeger:

    Ja, das frage ich mich auch. Ja, gut, es gibt schon gute Beziehungen.

    Michaela Boland: Was macht eine gute Beziehung nach ihrem Dafürhalten aus?

    Ingrid Steeger:

    Einfach eine gute Gemeinschaft, etwas zusammen erleben und durchleben. Ich kann nicht behaupten, dass ich nur schlechte Beziehungen hatte. Ich denke, der Anfang ist immer schön und man hat immer eine schöne Zeit gehabt.

    Und dann irgendwann merkt man, dass die Zusammengehörigkeit doch nicht so gegeben ist und dann geht man halt auseinander. Ich finde das schön, wenn ich sehe, dass Leute 25, 30, 40, 50 Jahre verheiratet sind, aber auch die hatten natürlich ganz harte Zeiten. Und die haben sich im Alter dann wieder zusammengerauft.

    Also eigentlich müsste man versuchen, das durchzustehen. Also an Treue oder so etwas glaube ich prinzipiell nicht. Nicht nur in Bezug auf das, was ich erlebt habe, sondern auch, was ich bei den anderen Leuten sehe.

    Ich glaube, das ist auch irgendwie nicht im Menschen drin, was ich sehr traurig und schade finde. Der Körper gehorcht offensichtlich nicht immer so ganz. Aber ich finde es schön, dass man trotz allem zusammenbleiben kann. Wenn ich ältere Ehepaare sehe, die Hand in Hand herumlaufen, finde ich das herrlich.

    Und jeder hat da mal ein außereheliches Verhältnis gehabt, das geht ansonsten ja nicht über eine so lange Zeit, aber ich finde es einfach toll, dass man dann trotzdem zusammenbleibt.

    Michaela Boland:

    Bei Bettina Böttinger im Kölner Treff haben sie geäußert, dass sie Angst vor einer Beziehung hätten. Ist das nach wie vor so? Könnten sie sich nicht vorstellen, noch einmal die Liebe zu finden?

    Ingrid Steeger:

    Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen. Nein.

    Michaela Boland:

    An Angeboten mangelt es mit großer Wahrscheinlichkeit kaum. Wie könnte ein potentieller Kandidat denn idealerweise sein?

    Ingrid Steeger:

    Weiß ich nicht. Der müsste gebacken werden. Ich kann es nicht sagen. Ich möchte keinen Jüngeren haben und ich möchte auch keinen Älteren haben. Also so einen alten Mann möchte ich auch nicht unbedingt nackt sehen. Und einen Jüngeren, nun, als ich 50 war, hatte ich mal eine Beziehung mit einem jüngeren Mann.

    Ich kann gar nicht verstehen, wie ältere Frauen sagen können, dass sie sich mit einem jüngeren Mann an der Seite jung fühlen. Ich habe mich alt gefühlt. Zuerst einmal, mit welchen Leuten der sich umgeben hat, da war ich schon längst einen Zacken drüber.

    Das war einfach nicht mehr meine Welt. Vielleicht gaukelt man sich da für eine Zeit etwas vor. Dann ist das sicherlich schön, weil man für eine Weile mal wieder in etwas anderes eintaucht.

    Aber mit der Zeit merkt man irgendwie, das ist vorbei, da bin ich schon mal durch. Es ist fein, wenn das andere durchmachen, das freut mich für sie. Man soll natürlich auch nie sagen.

    Aber ich hätte Schwierigkeiten damit, da wieder Kompromisse zu machen und mich anzupassen. Dann saust da wieder einer in der Gegend herum, nein, das ist mir zu anstrengend.

    Michaela Boland:

    Sie haben deutlich geschildert, dass sie in ihrem Leben immer wieder anderen Menschen gehorcht haben. Wären sie denn heute sicher davor, zu gehorchen, gesetzt den Fall, sie verlieben sich allen Widerständen zum Trotz doch  erneut?

    Ingrid Steeger:

    Das ist ja eben das Problem. Ich wäre mir da nicht so sicher, dass mir das nicht mehr passiert. Und ich habe keine Lust, dass das wieder von vorne losgeht. Denn ich würde wahrscheinlich automatisch, also nicht mehr gehorchen, aber ich würde einfach sehen, dass es meinem Partner gut geht und der würde das dann wieder ausnutzen und so weiter.

    Ich will auch nicht ständig jemanden um mich herum haben. Wissen sie, ich bin jetzt 65 und kann nicht mehr mit einem Mann zusammen alt werden. Wenn ich jetzt einen mit 30 kennengelernt hätte, dann wird man zusammen alt.

    Ich würde es vom Optischen her erleben. Sein Körper verändert sich, mein Körper verändert sich. Wenn ich aber jetzt einen kennenlerne, dann sehe ich den schon mal alt und er sieht mich alt. Diese Entwicklung ist gar nicht mehr gegeben, gar nicht mehr zu schaffen. Selbst wenn ich jetzt einen Mann in meinem Alter kennenlerne, ist der ja schon voll entwickelt.

    Wir können nicht mehr in dem Sinne zusammen alt werden. Natürlich gibt es Wunder, vielleicht gibt es auch noch mal eins. Aber darüber denke ich nicht nach. Ich habe gute Freunde und ich habe Eliza Doolittle, meinen Hund.

    Die ist jetzt zwei Jahre alt. Wenn man mal überlegt, kleine Hunde werden alt, wenn sie nicht krank werden. In fünfzehn Jahren bin ich achtzig, also, was soll das?

    Michaela Boland:

    Sie sind das jüngste von drei Geschwistern. Wie ist das Verhältnis zu ihrer Familie?

    Ingrid Steeger:

    Ich habe einen Bruder, der ist in Berlin. Der hat mich gerade angerufen und eine Schwester, die mich ebenfalls heute angerufen hat. Das Verhältnis zu meinen Geschwistern ist sehr gut, zu meiner Schwester enger als zu meinem Bruder.

    Mein Bruder hat mich angerufen, um mir den Hörer hinzuhalten, weil meine Mutter mal einen lichten Moment hatte und vor sich hingesprochen hat. Sie ist 100 Jahre alt und dement. Sie ist eigentlich gar nicht mehr, quasi ein lebender Leichnam und alle paar Monate redet sie irgendetwas vor sich hin.

    Michaela Boland:

    Wie oft sehen sie sich?

    Ingrid Steeger:

    Wir haben uns am 17. August gesehen. Das war ihr 100.ster Geburtstag. Da hat sich die Familie getroffen. Dazu muss ich sagen, dass eigentlich bekannt ist, dass wir nie eine glückliche Familie waren und da auch keine Liebe zwischen der Mutter und uns war. Sie tut mir einfach nur leid.

    Michaela Boland:

    In einer Boulevardzeitung war zu lesen, dass  sie geäußert hätten, ein Ableben sei eine Erlösung für ihre Mutter.

    Ingrid Steeger:

    Ja. Sie hat kein Leben mehr. Ich wünsche das jedem Menschen, wenn er mal so dran ist wie sie. Sie wird gewickelt, sie wird gefüttert. Das habe ich dem Express, den Blödmännern, nicht gesagt, das haben sie sich aus "Volle Kanne" herausgezogen und haben natürlich die Überschrift gemacht "Ingrid Steeger wünscht sich den Tod ihrer kranken Mutter".

    Meine Mutter kriegt nichts mehr mit, liegt nur apathisch herum und dämmert vor sich hin. Das ist kein Leben mehr. Das ist entwürdigend. Ab und zu redet sie, da muss das Langzeitgedächtnis durchkommen, aber auch das hat keinen Zusammenhang mehr. Es ist einfach kein Leben.

    Michaela Boland:

    Dass sie in finanzieller Hinsicht einmal durch eine sehr schwierige Zeit gegangen sind, konnte ganz Deutschland durch sensationslüsterne Boulevardmedienberichterstattung mit verfolgen.

    Wie haben sie es geschafft, derart bemerkenswert aufrechten Ganges durch diese Lebensphase hindurchzugehen und welchen Tipp geben sie Menschen in ähnlichen Lebenssituationen?

    Ingrid Steeger:

    Ich bekomme viele Anfragen in dieser Hinsicht. Viele Menschen fragen mich, die in der Situation sind. Doch das kann man nicht mit meiner Situation vergleichen. Erstens mal war ich ja in einer schweren Depression. Da kamen viele Dinge, wie Depression und Krankheiten zusammen.

    Das Ganze hat sich auch jahrelang vorher angekündigt, so etwas kommt ja nicht von heute auf morgen. Durch meinen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad hatte ich jedoch das Glück, dass die Leute mich aufgefangen haben. Ein normaler Mensch wird ja leider nicht so aufgefangen wie ich aufgefangen wurde.

    Dadurch, dass das so groß in der Presse stand, was für mich ein schlimmer Schlag war, musste ich mich ja dazu stellen. Es ging nicht anders.

    Michaela Boland:

    Hat da jemand aus ihrem direkten Umfeld geplaudert oder wie kam ans Licht, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr aus eigener Kraft bestreiten konnten?

    Ingrid Steeger:

    Natürlich, bestimmt. Ich weiß es nicht. Die Bildzeitung hat es herausbekommen und die haben perfekt daran gearbeitet, bestimmt zwei, drei Monate. Die wussten alles ganz genau, mehr als ich. An welchem Tag und um wie viel Uhr ich den Antrag gestellt habe.

    Da konnte man auch gar nichts widerlegen. Da muss man ja dann zu stehen, denn das waren alles Fakten. Es war alles nachzuweisen und da kam ich dann gar nicht mehr drum herum.

    Michaela Boland:

    Sie hätten versuchen können, sich mit der empfundenen Schmach zu verkriechen, haben jedoch tapferer weise gegenüber der Öffentlichkeit regelmäßig Rede und Antwort gestanden. Wie haben sie sich dazu motivieren können?

    Ingrid Steeger:

    Mich zu verstecken, ging ja gar nicht, denn dann wäre ich tot gewesen. Tot für mich und für die anderen. Dann wäre ich wirklich am Boden gewesen. Es gab wirklich nur die Möglichkeiten, entweder bleibe ich liegen, weiterhin in meinem Koma und in meiner Depression verhaftet oder ich stehe auf.

    Und dadurch, dass ich mich dazu gestellt habe, also, ich bin wieder einmal dazu gezwungen worden, etwas zu machen, habe ich dann auch die Kraft bekommen.

    Dann standen nämlich auch die Medien zu mir, ebenso wie die Leute. Dadurch kam ich nach vier Monaten bereits aus Hartz IV heraus, denn die Gagen bei den Talks waren sehr gut. Das Sozialamt hat mir sofort berechnet, wie lange ich davon zu leben habe. Und dann kam sofort das Theaterstück und alles Weitere ging direkt ineinander über.

    Ich kann somit einem normalen Menschen, in Anführungsstrichen, überhaupt keinen Tipp geben, denn das war bei mir ein Ausnahmefall. Denn ein normaler Mensch wird nicht aufgefangen und kriegt auch keine guten Gagen in Talks.

    Natürlich muss man stark sein und Kraft haben und Freunde haben. Viele meiner Freunde wussten ja gar nicht, was mit mir los war. Meine Freunde wohnen ja nun alle nicht bei mir oder in meiner näheren Umgebung.

    Sie wussten schon, irgendwas funktioniert nicht mehr so. Es ging ja, wie gesagt, über Jahre. Die Depression hat sich tatsächlich über Jahre erstreckt.

    Michaela Boland:

    Wie geht es ihnen heute in Bezug auf ihre Depression? Ist sie überstanden?

    Ingrid Steeger:

    Ich gehe mal davon aus, dass die Depression schon länger vorüber ist, sonst würde ich gar nicht auf der Bühne stehen.

    Michaela Boland:

    Die Gefahr eines Rückfalls ist bei Depressionen nicht immer auszuschließen.

    Ingrid Steeger:

    Ich war auch mit Depressiven zusammen und habe das sehr studiert. Es gibt so viele verschiedene Arten von Depressionen. Depression ist nicht gleich Depression. Klar kann man von heute auf morgen wieder in eine Depression verfallen, wenn irgendetwas passiert.

    Es gibt auch eine akute Depression. Jeder Mensch hat mal eine akute Depression gehabt, fällt da kurz rein und ist dann wieder da. Die schlimmste ist die endogene, also die vererbte Depression, die dann sporadisch in Abständen immer wieder kommt.

    Michaela Boland:

    Aber jetzt geht es ihnen gut?

    Ingrid Steeger:

    Mir geht es sehr gut.

    Michaela Boland:

    Das ist schön. Interessieren sie sich eigentlich auch für bildende Kunst?

    Ingrid Steeger:

    Meine ganze Wohnung ist vollgepflastert mit Bildern von guten Künstlern.

    Michaela Boland:

    Bevorzugen sie da eine bestimmte Stilrichtung?

    Ingrid Steeger:

    Ich bin ein sehr großer Fan der Impressionisten. Van Gogh, Gauguin, Manet, Monet usw.

    Michaela Boland:

    Vermissen sie als Berlinerin eigentlich manchmal ihre Heimat?

    Ingrid Steeger:

    Nicht ein bisschen.

    Michaela Boland:

    Was sagen sie denn zu der Flughafenaffaire rund um den regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit?

    Ingrid Steeger:

    Da habe ich mich, ehrlich gesagt, nicht so viel drum gekümmert. Viele Leute denken immer, ich wohne noch in Berlin. Berlin ist für mich ein Kapitel, das schon lange vorbei ist. Dort zieht mich auch nichts mehr hin zurück.

    Michaela Boland.

    Gibt es für sie eine Lieblingsstadt?

    Ingrid Steeger:

    Hamburg und Zürich.

    Michaela Boland:

    In Zürich haben sie auch einmal gelebt?

    Ingrid Steeger:

    Ja. Und was mir augenblicklich auch gut gefällt, ist Köln. München war für mich immer so eine Anlaufstätte, wenn ich aus Frankreich kam. Jetzt lebe ich fast schon wieder zehn Jahre in München. In Hamburg habe ich ja auch fünf Jahre gewohnt. Jetzt wird es mal Zeit, dass ich wieder umziehe.

    Michaela Boland:

    Wie stehen sie zu sozialen Netzwerken wie Facebook? Haben sie einen Account dort?

    Ingrid Steeger:

    Nein, ganz bestimmt nicht. Was soll ich da reinschreiben? Meinen Freunden schreibe ich entweder eine Mail oder wir telefonieren. Und ich will das nicht, dass da jeder Einblick erhält. Das sind ja nicht alles meine Freunde, auch, wenn sie sich so nennen. Ich kenne die doch gar nicht.

    Michaela Boland:

    Googeln sie sich gelegentlich selbst?

    Ingrid Steeger:

    Dann müsste ich ja von morgens bis abends beim Anwalt sitzen. Nein, ich habe eine sehr gute Website, die wird unentwegt aktualisiert. Das ist für Berufliches und für Fans und das reicht mir total.

    Und wann ich nun morgens einen Kaffee getrunken habe, oder ob ich hingefallen bin, das muss ich den Fans nicht mitteilen. Das sollen mal alles die Jüngeren machen. Oder ich finde das  für Schlagersänger ganz gut, die ihre Platten verkaufen wollen.

    Michalea Boland:

    Oder, wenn man ein neues Buch promoten möchte?

    Ingrid Steeger:

    Das kommt alles auf meine Website. Dann sollen sie sich das da angucken, da steht das dann alles drin. Aber, was ich jetzt alles privat tue, wann ich den Hund gehauen habe oder etwas über mich und meine Gefühle, das muss nicht  sein. Die Medien, die kriechen dann sowieso da herum und ziehen sich dann da etwas heraus.

    Michaela Boland:

    Wird es im Rahmen ihrer geplanten Buchveröffentlichung ".und find es wunderbar" auch Lesungen geben?

    Ingrid Steeger:

    Bestimmt.

    Michaela Boland:

    Mit Peer Augustinski haben sie in jüngster Vergangenheit auch verschiedene Lesungen durchgeführt. Wird es da Wiederholungen geben?

    Ingrid Steeger:

    Ja, das einzige Problem besteht nur darin, dass es immer sehr schwierig ist, wenn ich, wie jetzt, Theater spiele.

    Michaela Boland: Ihre Stimme ist nach wie vor sehr wohlklingend und vor allem junggeblieben. Nutzen sie diesen Umstand beispielsweise auch zum Synchronsprechen?

    Ingrid Steeger: Wenig, aber Hörspiele mache ich jetzt. Ich habe gerade einen Krimi gemacht. Synchron weniger.

    Michaela Boland:

    Wenn man sie direkt anblickt, sieht man sie verhältnismäßig häufig charmant lächeln, obgleich sie zwischendurch in unbeobachteten Momenten immer wieder ein wenig ernst  wirken. Wann und über was können sie manchmal so richtig herzhaft lachen?

    Ingrid Steeger:

    Weiß ich nicht. Vielleicht über Blödsinn. Über Eliza Doolittle muss ich manchmal herzhaft lachen.

    Michaela Boland: Wie kam es zu der Namensgebung?

    Ingrid Steeger:

    Ich habe die Eliza Doolittle gespielt. Ich spielte Pygmalion. Diese Rolle habe ich auch sehr gerne gespielt.

    Michaela Boland:

    Gibt es eine Rolle, die sie heute besonders gerne noch einmal spielen würden?

    Ingrid Steeger:

    Eliza Doolittle, doch leider bin ich dafür zu alt. Es ist ja ein Mädchen aus der Gosse, die zur Dame erzogen wird. Das geht nur, wenn man jünger ist.

    Michaela Boland:

    Liebe Frau Steeger, vielen Dank für dieses Interview und alles erdenklich Gute weiterhin für ihre Zukunft.

    Infos unter:

    www.ingridsteeger.de

    de.wikipedia.org/wiki/Ingrid_Steeger

    www.sueddeutsche.de/geld/reden-wir-ueber-geld-ingrid-steeger-ich-habe-um-euro-gebettelt-1.1031386

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle großen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und

    Porträt des Monats

    © Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste

    mehr
  • Gottfried Boehmer und Anna Vilents 2003 vor der Ausstellung mit den Promi-Motiven
Stefan Raab wurde auch von Anna Vilents aufs Korn genommen
    Die Rote Anna malt Böse Bilder
    Bitter süße Bilder von Anna Vilents - die omnipräsente Medien-Prominenz der "STARS"

    Lange, sehr lange ist das her. Ein Rückblick in das Jahr 2003. Was wären die „Stars" ohne RTL, VOX, Pro 7, Bild, Bunte oder Gala?

    von Peter Hauptvogel

    Die 22-jährige Ukrainerin Anna Vilents hat die omnipräsente Medien-Prominenz unserer Zeit mit Pinsel und Acrylfarbe aufs Korn genommen und in bitter süßen Bildern porträtiert. Sie wollte nur eins: Malerin werden.

    Die rothaarige Malerin, die 1993 mit ihren Eltern „als Kontigent-Flüchtling" aus der Ukraine an den Rhein kam, weiß genau wie man Publicity macht. Und ihr Mentor Gottfried Böhmer von Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin weiß das auch. Wohl deshalb wirkten beide auf der Vernissage auch so vergnügt.

    Doch Anna ist mehr als ein kleines Schlitzohr, sie ist eine begnadete Künstlerin. Die jüngste Meisterschülerin der alterehrwürdigen Düsseldorfer Kunstakademie. Immerhin einer Institution, die 17 von 100 Namen für die aktuelle Weltrangliste der bildenden Künstler dieser Welt liefert.

    18 Jahre alt war Anna als sie angenommen wurde. Sie sprach kaum ein Wort deutsch und besaß kein Abitur. Aber bei der Begabtenprüfung überzeugte sie, wurde sie Meisterschülerin von Prof. A. R. Penck. Dass allein ist schon ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Fachleute schätzen vor allem ihre raffinierte Tropftechnik.

    Anders als deren berühmter Erfinder Jackson Pollock bleibt sie jedoch im figürlichen, wenn sie Tierkörper mit Menschenköpfen malt, und dabei Übergänge findet, die ins Mystische reichen. Gut und gerne 4.000 € muss man heute schon für ein Vilents-Bild auf ein Tisch blättern.

    Am Ende der jetzt laufenden PR-Show mit den Promi-Motiven wird der Preis gewiss noch gestiegen sein, man darf ihr das gönnen. Allein schon die Zielstrebigkeit mit der sie ihre Künstler- Karriere verfolgte, verdient Anerkennung. Konsequent lehnte sie jeden anderen Berufsvorschlag von Eltern und Lehrern ab, wollte Malerin werden - und wurde es.

    Air Berlin Magazin Ausgabe 2/2003

    Claudia Schiffer, Boris und Barbara Becker, Verona Feldbusch, Thomas Gottschalk, Ariane Sommer - alle sind sie da. Unsere Medien-Stars im Format 100 x 90 cm. Anna Vilents, in diesem Semester die jüngste Meisterschülerin (Prof. A. R. Penck) an der Düsseldorfer Kunstakademie, porträtiert die „Stars" aus Film und Fernsehen wie die Fürsten, Mönche und Madonnen der Renaissance-Zeit.

    Jedoch mit streng kritischem Blick. Auf den 13 „Star-Porträts" wird mit diesen streng ins Gericht gegangen: Dieter Bohlen als Florentiner in der Hand seinen Bestseller als Bibel. Nina Hagen wird als kleines Mädchen dargestellt. Barbara Becker als leidende Heilige.

    Anna Vilentsist jedoch keine Zeitgeist-Reporterin, ihr Scharfblick gilt verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen mit einem Schuss Ironie. Ausstellung: Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin.

    Messemagazin Ausgabe 1/2003

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Kunst - Video

  • Die GFDK hatte 2002 die junge 24-jährige Englaenderin Jemma Endersby zu einem Konzert eingeladen
    Konzert von Jemma Endersby
    Jemma Endersby und die Freunde der Künste

    Wir fragen uns ja immer einmal, was ist aus den jungen Künstlerinnen geworden, mit der die GFDK zusammen gearbeitet hat. Nun lesen wir:

    "Was haben die Fantastischen Vier, Max Herre, Joy Denalane, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann, Cassandra Steen und Revolverheld gemeinsam? Mit all diesen Künstlern stand Jemma Endersby als Sängerin bereits auf der Bühne. Und seit Januar 2017 nun auch mit der Big Band der Bundeswehr".

    Im Oktober 2002, hatte die damals noch sehr junge Jemma Endersby, eine Konzertreihe mit Alison Degbe und der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea zur unserem Ausstellungs-Projekt „Women only“ gegeben. Natürlich freuen wir uns das die Künstlerin anscheinend ihren Weg gegangen ist. 2002 hatte Jemma Endersby ihr Debut- Album 'Afterglow' geschrieben und aufgenommen, und die ersten Songs hier, bei uns gesungen.

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölnerin Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau, schrieb die Rheinischen Post, am 26. Oktober 2002.

    Jemma Endersby war zuletzt im September mit der Big-Band der Bundeswehr zu einem Benefiz-Konzert des „Lions International“ auf den Wevelinghovener Marktplatz, in Grevenbroich. Leider hat die GFDK diesen Thermin verpaßt, wir hätten Sie gerne nach nun 16. Jahren dort getroffen.

    "Zu den Kunst- und Kultur-Festivals in der Maschinenhalle präsentierte Gottfried Böhmer schon 2002 die Jazzsängerinnen Alison Degbe und Jemma Endersby. Alison Degbe ist mittlerweile eine gefragte und angesagte Jazzsängerin.


    2007 trat sie als Begleitung von Joe Cocker bei „Wetten das" in Freiburg auf. Jemma Endersby reist heute mit einer handvoll talentierter Musiker auf ihren Konzerten und Show-Acts durch Städte wie London, Berlin und Liverpool. 2003 folgte eine Konzertreihe mit dem Kanadischen Jazz-Star Adi Braun, die heute in New York große Erfolge feiert.

    Desweiteren konnte Gottfried Böhmer auch Lydia van Damm und Daniela Rothenburg für seine Kunstprogramme gewinnen. Weitere Highlights waren die Konzerte der Pianistinnen Marta Maria Giorgia Tarnea und Melissa Pawlic, sowie die Tanzperformance von Michaela Masur, Jelena Ivanovic, Antina Gutenberger und Nikolaos Rimmek.

    Auch nicht zu vergessen sind die großen Schauspielinterpretationen von Julia Grafflage, Karin Mikityla und Gila Abutalebi, und seit 2002 werden alle großen Veranstaltungen und Festivals von der TV-Moderatorin Michaela Boland moderiert".

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  • Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby die Gaeste der GFDK mit  einem Akustik-Soul-Set unterhalten
    Akustik-Soul-Set
    GFDK Finale - Doppelkonzert mit Alison Degbe und Jemma Endersby

    Seit September läuft die Ausstellung „Women only“ in der neuen Veranstaltungshalle an der Hoffeldstraße in Düsseldorf – Flingern. Am Samstag findet dort ab 19 Uhr das Finale mit einem Doppelkonzert statt.

    Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby (sie hat am Paul McCartneys „Institute for Performing Arts“ in Liverpool studiert) mit einem Akustik-Soul-Set die Gäste unterhalten.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 22. November 2002

    "Freunde der Künste“ eröffnen neuen Ausstellungsraum 

    Um einen Ausstellungsraum reicher ist Düsseldorf seit Ende September. Noch bis zum 20. November feiert die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die Eröffnung der neuen Kunsthalle, Hoffeldstr. 101, unter dem Motto „Kann denn Liebe Sünde sein“ mit einem Kunst- und Kulturfestival mit Ausstellungen und Konzerten.

    So treten u.a. die Jazzsängerin Alison Degbe, die Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea, sowie die Sängerin Jemma Endersby aus England in mehreren Konzerten auf.

    Pressezitat aus dem Rheinboten, 23. Oktober 2002

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölner Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau.

    Pressezitate aus der Rheinischen Post, 26. Oktober 2002

    Nach der gut besuchten Ausstellung „Women only“ in der ehemaligen Maschinenhalle an der Hoffeldstr. 101 in Flingern, ist für Samstag ein neuer Höhepunkt angesagt. Um 21 Uhr beginnt ein Konzert mit der Kölner Jazzsängerin Alison Degbe.

    Die 25-jährige Tochter einer Deutschen und eines Afrikaners hat von klein auf gesungen – einschließlich Kirchen und Gospelchor, mit 14 ging sie aufs Konservatorium in Karlsruhe. Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Sie tut dies am Samstag mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern.

    Pressezitat aus der Rheinischen Post

    Neue Veranstaltungshalle in Flingern öffnet heute Abend/„Women only“ mit Jazz und Klassik

    Beim ewigen Städtevergleich mit Köln hinkt Düsseldorf besonders bei den rar gesäten Veranstaltungsorten hinterher. Ab heute Abend gibt es einen mehr. Zum Auftakt beginnt dort heute ein Festival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf- Berlin mit Ausstellungen, Konzerten, Performance und Filmtagen.

    Ein Blick in die Halle werfen kann jeder ab heute Abend. Um 20 Uhr eröffnet Professor Klaus Honnef, Mitorganisator der documenta, Ausstellung „Women only“.

    Vier Künstlerinnen bilden mit ihren Arbeiten den Rahmen für das Festival. Anna Vilents, die jüngste Meisterschülerin der Kunstakademie hat mit dem Thema „Metamorphose“ einen Bilderzyklus für die Ausstellung gemalt.

    Fotokünstlerin Anke Stalpers zeigt Werke zum Thema „Liebe“. Eine ausgefallene Installation zum Thema „Erinnern -Erinnerung“ kommt von Koschka Becker. Eine ungewöhnliche Bildhauerin ist Danuta Schwuger, denn sie arbeitet ausschließlich mit Blumen. Thema ihrer Arbeit: „Blütezeit, die Kunst soll blühen“.

    Das erste Konzert steht am 5. Oktober auf dem Programm. Da wird die Kölnerin Alison Degbe, Jazzklassiker auf die Bühne bringen. Am 26. Oktober findet ein klassisches Konzert mit der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea statt. Bis zum 26. November folgen weitere Konzerte sowie eine Live-Performance mit Anna Vilents und Anke Stalpers.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 27. September 2002

    Neue Interpretation der klassischen Jazz-Standards

    Die 25-jährige Kölnerin Alison Degbe besticht durch ihre Ausstrahlung und ausgeprägte Bühnenpräsenz, um mit ihrer emotional ergreifenden Stimme die melancholische Seite des Jazz neu aufleben zu lassen.

    Als sie mit 14 auf das Konservatorium in Karlsruhe ging und Jazz machen wollte, hieß es, sie sei zu jung, um Jazz zu singen. Heute weiß sie, dass man mit Liebeskummer besonders gut Jazz singen kann.

    Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Alison Degbe tritt zum Kunst- und Kulturfestival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin unter Leitung von Gottfried Böhmer an mehreren Abenden auf.

    Messemagazin Ausgabe 3/2002

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  • Martin Garrix, Dimitri Vegas & Like Mike, Robin Schulz, Gestoert aber GeiL, Steve Aoki, Le Shuuk, Da Tweekaz, MOGUAI und Gianluca Vacchi kommen nach Duesseldorf
    die WORLD CLUB DOME Winter Edition
    Der größte Winter-Club der Welt kehrt zurück nach Düsseldorf

    Der größte Winter-Club der Welt – er kehrt zurück nach Düsseldorf. Nach der erfolgreichen Premiere mit 90.000 Clubbern im vergangenen November bringt BigCityBeats die WORLD CLUB DOME Winter Edition erneut in die MERKUR SPIEL-ARENA. Am 10., 11. und 12. Januar steigt das erste große Happening des Jahres.

    Auf der riesigen Mainstage spielen die weltweit erfolgreichsten DJs ihre Sets und Bands geben Konzerte. All das visuell begleitet von einer der größten Lasershows Europas.

    Auch der Club Music Circle mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen der elektronischen Musik ist 2020 wieder on und in Location. Er umkreist mit mehr als 20 Clubs die beeindruckende Club-Hall.

    EDM, Techno, House, Hip-Hop, Trap, Hardcore, Trance, Future Bass – Mainstream und Underground Tür an Tür. 1LIVE wird Live hautnah begleiten.

    Das Line-up: Es wächst. Nebst dem Nummer-1-DJ der Welt Martin Garrix fügen sich nun weitere Global Player in die Riege der internationalen Top-Acts ein. Mit Dimitri Vegas & Like Mike kommen die erfolgreichsten DJ-Brothers des Planeten in die Rheinmetropole.

    Ebenfalls am Start: Robin Schulz, der mit „Speechless” satte 34 Millionen YouTube-Aufrufe bis dato generierte. Auch am Start: Gestört aber GeiL! Das DJ-Duo aus Erfurt, das gekonnt den Spagat zwischen Tech House und Deep House meistert.

    Ebenfalls bestätigt: Steve Aoki, der beim BigCityBeats WORLD CLUB DOME im Sommer mit Timbaland eine Weltpremiere feierte. Und auch die Hardstyles-Community wird auf dem Dancefloor feiern, wenn Da Tweekaz die Stage erobern.

    Und spätestens MOGUAI „catcht” dann alle Raving Generations, denn er zählt zu den Pionieren des elektronischen Sounds.

    BigCityBeats WORLD CLUB DOME Winter Edition

    10./ 11./12.01.2020

    MERKUR SPIEL-ARENA Düsseldorf

    Line-up Phase 1:

    Martin Garrix, Dimitri Vegas & Like Mike, Robin Schulz, Gestört aber
    GeiL, Steve Aoki, Le Shuuk, Da Tweekaz, MOGUAI, Gianluca Vacchi

    Radiosender 1LIVE ist Media-Partner

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • King Princess, buergerlich Mikaela Straus ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin, Popmusikerin und Multiinstrumentalistin
Am 3. Februar 2018 veroeffentlichte King Princess ihre Debuetsingle 1950
    Debütsingle wurde über Nacht zum Hit
    Pop Star King Princess ist nicht nur Sängerin, sondern auch Songschreiberin

    King Princess, bürgerlich Mikaela Straus.

    Mikaela Straus ist die Ururenkelin der deutsch-amerikanischen Geschäftsleute Isidor und Ida Straus, die beide im Jahr 1912 beim Untergang der RMS Titanic starben.

    Der aufsteigende Pop Star King Princess präsentierte am 31.05.2019 die erste Single "Cheap Queen" aus ihrem mit Spannung erwarteten Debütalbum. King Princess ist auf dem Label "Zelig Records" von Mark Ronson unter Vertrag, im Vertrieb von Sony Music.

    Nach ihrem Auftritt beim Governors Ball in New York wird King Princess auf eine ausgedehnte ausverkaufte US Tour gehen. Sie spielt dieses Jahr auf diversen Festivals wie Coachella, Glastonbury, Bonnaroo, Leeds Festival und vielen weiteren.

    Die Debütsingle von King Princess, "1950", die 2018 erschien, wurde über Nacht zum Hit und kann bis heute über 200 Millionen Streams verzeichnen. Ihre EP "Make My Bed" wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. In diesem Jahr arbeitete sie zusammen mit Fiona Apple auf "I Know" und ihr Titel "Pussy Is God" wurde über 17 Millionen Mal gestreamt.

    Geboren und aufgewachsen ist King Princess in New York in einer Musikerfamilie. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern eine begnadete Songschreiberin und spielt neben Gitarre und Piano noch weitere Instrumente. Ihr Debütalbum wird noch in diesem Jahr erscheinen.

    Pressestimmen:

    “Catchy, romantic pop confections are quickly becoming
    the 20-year-old singer-songwriter’s specialty” —New York Times

    “King Princess seems poised to become music royalty”—W Magazine

    “a voice the world can't afford to ignore” —Refinery 29

    “A new breed of queer pop icon: King Princess” —Rolling Stone

    “A gak and a half.”—New York’s The Cut

    “A refreshing new queer presence in pop.”—Billboard

    “King Princess is a force to be reckoned with…” —Rookie

    “The young singer-producer offers the kind of love songs generations of queer kids craved…King Princess’ breakout single, “1950,” is about as close to perfect as a pop song can get…Effortless, infectious, and anthemic…” —Pitchfork

    “There’s an inherent sense of sweeping romance and melancholy
    in her songs that renders them captivating…” —PAPER

    “A study in contradiction: a songwriter who mines the history of classic rock and a Twitter virtuoso fluent in the evolving language of now…” —Interview

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  • Dunkle Schoenheiten mit ANNA TERNHEIM
Anna Ternheim spielt Gitarre und schreibt Songs
    Neues Album von Anna Ternheim
    Anna Ternheim spielt Gitarre und schreibt Songs, seitdem sie zehn Jahre alt ist

    Die Schwedin Anna Ternheim ist eine ganz besondere Musikerin: Mit ihren hochpersönlichen Songs erlaubt sie einen tiefen Einblick in ihre introspektiven Gedanken und formuliert eine dunkle Schönheit, die unmittelbar berührt.

    Seit ihrem 2004 veröffentlichten Debütalbum „Somebody Outside“ wird die Sängerin und Gitarristin in ihrer Heimat Schweden aber auch in Westeuropa und den USA mit stetig wachsender Begeisterung für ihre Musik gewordene Innenbetrachtungen geschätzt.

    Die 41-Jährige, die zu ihren großen Einflüssen Künstler wie Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits zählt, blickt in Schweden auf einen konstant großen Erfolg: Auch ihr letztes, 2017 erschienenes Mini-Album „All the Way to Rio“ stieg wie alle Vorgänger unmittelbar hoch in die Albumcharts ein.

    Anna Ternheim spielt Gitarre und schreibt Songs, seitdem sie zehn Jahre alt ist. Und doch ließ sie sich Zeit mit der Entwicklung einer signifikanten künstlerischen Persönlichkeit.

    Im Alter von 18 verbrachte sie ein Jahr in Atlanta/Georgia und unternahm dort erste musikalische Gehversuche mit ihrer Band Sova.

    Doch es sollte noch weitere acht Jahre dauern, bis sich die nachdenkliche, stets von einem leichten Hauch der Melancholie umwehte Frau tatsächlich als Musikerin verstand. Statt sich auf die Musik zu konzentrieren, reiste sie zunächst um die Welt und studierte Französisch in Lausanne.

     Zurück in Schweden, nahm die Songwriterin 2004 ihr Debütalbum „Somebody Outside“ auf. Das Album stieg direkt bis auf Platz 3 der schwedischen Albumcharts. Bei den schwedischen Grammy Awards – dem skandinavischen Äquivalent des Grammy – gewann sie den Preis als „Beste Newcomerin“.

    Ein Erfolg, den sie 2006 mit ihrem zweiten Album „Separation Road“ unmittelbar wiederholen konnte: Diesmal gewann sie in den Kategorien „Best Female Artist“ und „Best Lyricist“.

    Gerade diese letzte Nominierung dürfte für die nachdenkliche Schönheit einen besonderen Wert besitzen, denn Anna Ternheim agiert in ihren lyrischen Gedanken stets offenherzig und authentisch. Sie schulde dies der Kunst, sagt sie, und sie könne gar nicht anders, als in ihren Texten ungeschönte Ehrlichkeit zu formulieren.

    Von dieser Aufrichtigkeit getrieben war auch ihr 2008 veröffentlichtes Album „Leaving On A Mayday“, das sie vollkommen alleine mit einem Produzenten aufnahm. Auch für dieses Album erhielt sie wieder zwei schwedische Grammy Awards.

     Nach den ebenfalls sehr erfolgreichen Werken „The Night Visitor“, welches ihr erstmals auch in Deutschland Charts-Notierungen bescherte, und „For The Young“, einem Ergebnis längerer Aufenthalte in New York und Buenos Aires, formierte sie für die nächste Tournee ihre bislang brillanteste Live-Band.

    Die Konzerte gerieten zu höchst emotionalen Ereignissen, was Anna Ternheim dazu veranlasste, ihre erste Live-Platte zu veröffentlichen. „Live in Stockholm“ erschien 2016 und bewies mit 17 Songs aus ihrer gesamten Karriere, was für eine Ausnahmemusikerin Anna Ternheim ist.

     Im November 2017 erschien ohne jegliche Vorankündigung unter dem Titel „All the Way to Rio“ ein Mini-Album, welches Ternheim als Bandprojekt vor einigen Jahren begonnen, dann aber als eigene Platte vollendet hatte.

    Im Frühjahr 2018 erscheint im Rahmen des Record Store Days dann noch ein weiteres Livealbum „ The Winter Tapes“, welches die schönsten Aufnahmen der Akustiktournee 2017/2018 mit Martin Hederos enthält.

    Man darf also gespannt sein, was Anna im Jubiläumsjahr ihrer Karriere nun auf Platte und Bühne bringen wird. Die Premiere feiert das Album am Veröffentlichungstag mit einem besonderen Konzert in Hamburgs Elbphilharmonie gemeinsam mit dem Kaiserquartett, das Konzert ist bereits wenige Minuten nach Ankündigung leider komplett ausverkauft.

    Ein paar Worte von Anna zum Album „A Space For Lost Time“:

    „Ich wusste, dass ich eine sehr reduzierte Platte machen wollte, die Akustikstournee im Jahr 2017 hatte mich dazu inspiriert. Einige Song wuchsen dennoch mit einem größeren Arrangement und brauchten mehr Dynamik.

    Auch wollte ich die Westküste Amerikas in meinen musikalischen Kosmos bringen und nahm grosse Teile der Platte in Los Angeles auf. Am Ende klingt es dann aber doch wieder nach einem düsteren Schwedischen See…

    Im Studio gingen wir sehr intuitiv vor, Song für Song und versuchten, bei jedem Lied schönst möglich den Kern zu zeigen. Ihn so wundervoll wie möglich klingen zu lassen.

    Der Titel des Albums kam mir während der Aufnahmen in LA. Er beschreibt am besten das Grundgefühl des Albums,

    der Sehnsucht für Vergangenes, für das was kommt und die Sachen, die dich morgens motiviert aufstehen lassen.“

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  • Lykke Li Zachrisson
Lykke Li Zachrisson
Lykke Li Zachrisson
    beeinflusst von der Surf Music der 60er Jahre
    Vorgestellt: Die schwedische Künstlerin Lykke Li Zachrisson prägt selbstbewußt die internationale Musikszene

    Lykke Li Zachrisson kam 1986 als mittleres Kind einer Fotografin-Mutter und eines Musiker-Vaters zur Welt. Dass ihre Mutter sie stehend und ohne Narkotika gebar, war ein Ausdruck des revolutionären Krankenhaus-Credos „being born on a woman’s terms“ und vermutlich LYKKE LIs erste Konfrontation mit der Frauenwelt, die auch ihr Ringen mit der Frage der Zugehörigkeit begründen sollte.

    Die Zachrissons waren eine Familie, die niemals still stand, von Schweden nach Neuseeland und schließlich nach Portugal zog, wo sie sich in einem Bergdorf niederließen, um der Nachstrahlung des Tschernobyl-Desasters zu entkommen.

    Als folgsames Rebellenkind, das seine ersten Schritte barfuß auf scharfen Kieseln zu Pfauenlauten und Donner machte, die Winter in Indien, Nepal und Marokko verbrachte und in elf verschiedenen Einrichtungen zur Schule ging, wandte sich Lykke schnell dem Kritzeln von Gedichten und dem Tanzen zu – nicht aus Interesse sondern als Notwendigkeit.

    Als die Familie schließlich einige Jahre später nach Schweden zurückzog, hatte sich das Umherwandern bereits auf die Natur der inzwischen Neunjährigen ausgewirkt, deren Innerstes rastlos und frühreif war.
     
    Mit 19 war Tanzen kein adäquates Outlet mehr für LYKKE LIs immer lauter werdende Seele, und so wurde der Gesang zum Heilmittel für ihre jugendlichen Leiden und die Beschränkungen von Stockholms Vorstadt. Schließlich verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt nach New York, zog in Bushwick ihr Ding durch, schaltete und waltete, uptown und zurück.

    Als sie eines Morgens in ihrer rattenverseuchten Kammer einer Wohnung aufwachte, nachdem sie am Abend zuvor bei einer Open-Mic-Nacht von der Bühne gebuht worden war, wurde ihr schlagartig klar: Schlimmer kann es nicht werden, ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen – und sie wusste, dass die Kunst, in welcher Form auch immer, für immer ihr Leben sein würde.
     
    Badabing Badaboom.
     
    Zurück in Stockholm, pleite und allein, aber zu allem bereit, lag Lykke dem Produzenten Björn Yttling (von Peter, Bjorn & John) in den Ohren und fand in ihm den passenden Deckel für ihren Topf, da er sie in die Welt des professionellen Schreibens und Aufnehmens von Musik einführte.
     
    2007 nahmen die beiden 14 Songs auf, aus denen LYKKE LIs gefeiertes Debütalbum Youth Novels werden sollte – ein Werk, das die 21-Jährige schnell berühmt machte und sie auf ein atemberaubendes Rennen durch die Welt klaustrophobischer Backstage-Räume, greller Lichter, verruchter Partys, wuseliger Flughäfen, mieser Typen, hübscher Fremder, faltiger Mode und Stripper-Stiefeln, wertiger Lumpen und Balisons in überstrapazierten Koffern führte. Und zum Herzschmerz...


    Gott segne den Herzschmerz, werden wohl alle mit einstimmen, schließlich war dieser für den unvergesslichen Song „Possibility“ verantwortlich, der von einer ziemlich kaputten Einstellung gegenüber der Liebe zeugt, für den Film „Twilight – New Moon“ geschrieben wurde und Millionen junger Vampirseelen aus dem Herzen sprach, die sich danach sehnten, nicht dazuzugehören. Und zu lieben.
     
    „Mein letzter Tango mit der Liebe endete ziemlich übel, aber man kann sagen, dass ich mein eigenes Herz gebrochen habe. Liebe war nur mein Instrument und der Herzschmerz mein Geist – etwas, an das ich mich klammern konnte, als alles um mich herum zusammenbrach...“
     
    Nach zwei verrückten Jahren, in denen praktisch jeder Ort, jede Person und jedes Vergnügen auf dieser Erde nach ihrer Aufmerksamkeit lechzte – außer der Liebe natürlich –, sehnte sich LYKKE LI verzweifelt nach einem Ort, an dem sie sich ausruhen konnte anstatt auf einer Bühne zu tanzen. Da es keinen Ort gab, den sie ihr Zuhause nennen konnte, beschloss sie einmal mehr, nach New York zu gehen – um ein bisschen zu leben!
     
    „Zwei Monate verbrachte ich dort und hatte eine gute Zeit. Doch ich war ausgemergelt, New York war für mich zu dem Zeitpunkt der falsche Ort. Und als ich den Stecker gezogen hatte, als ich allein war und die Flut von Angeboten und Einladungen langsam verebbte, musste ich mich damit auseinandersetzen, wer ich war.

    Auch wenn sich meine Lebensumstände drastisch geändert hatten und mir alles offen stand, was ich mir je erträumt hatte, hatte ich immer noch die gleichen Gefühle wie vorher: die gleiche Existenzangst, die gleiche Rastlosigkeit. Ich hatte mich nicht verändert und wartete noch immer. Ich musste etwas unternehmen. Ich musste wachsen.“
     
    Also floh LYKKE LI in den Westen, in die kalifornische Wüste, spielte in einem schrägen und dunklen Moses-Berkson-Film namens „Solarium“ mit und begrub einen Teil ihres verletzten Herzens im brühend heißen Wüstensand. Den Rest nahm sie mit in ein Haus auf einem Hügel im Osten von Los Angeles, wo sie sich ein Fahrrad und eine Autoharp kaufte, ein wenig prachtvolles Klavier lieh, ein paar Blumen in ihrem Zimmer verteilte und sich hinsetzte um nachzudenken.
     
    Zur Ruhe gekommen, ein bisschen einsam und mit der Gainsbourg’schen Angst konfrontiert, dass dich der Geist einer Liebe, die nie wirklich gelebt hat, für immer verfolgen wird, immer in dir hausen wird, ungeboren und untot, suchte sie Trost in der Musik.
     
    Schon bald erzitterte die Bergkuppe des Echo Parks unter der Musik jener Gemüter, die an einem ähnlich kontemplativen, gebildeten und schmerzvollen Ort waren wie sie: Leonard Cohen, Neil Young und Dr. John gemischt mit Velvet Underground und This Mortal Coil, alles unter dem omnipräsenten Bann von Alan Lomax Feldstudien, Whiskey und Darjeeling.
     
    Doch wie jeder, der sich in den Untiefen von Sehnsucht und Verlust befindet, war LYKKE LI darauf bedacht, sich wieder zu berappeln und in sich selbst die Essenz ihrer Musik wiederzuentdecken. Sie dürstete nach der rauen Kraft der Schlichtheit, nach einer Form aufrichtiger Wahrheit.


    Sie kam zu dem Entschluss, dass es – unabhängig von Furcht, Verlust und Sehnsucht – nicht um die Perle in der Auster geht sondern um das Sandkorn, aus dem die Perle entsteht. Um die Kohle selbst, nicht den Diamanten, der aus ihr entstehen kann. Um das Jetzt, das sich unausweichlich ins Dann verwandelt, und das Wenn, aus dem vielleicht nie ein Jetzt wird.
     
    Und dann fing sie an zu schreiben.
     
    „Ich wollte zurück zu den Anfängen, als Songs noch etwas bedeuteten. Ich wollte Minimalismus, nur Texte und Melodien. Wie alle großartigen Songs sollten auch meine nur mit Handschlägen und Gesang gespielt werden können.“
     
    Sie bündelte den Niedergang des Shangri-La-Leitwolfs mit „Women Under The Influence“, „Ladies And Gentlemen Of The Canyon“, einer Kung-fu-Marianne-Faithful und einer bewaffneten Nancy Sinatra im Kaktusrausch und machte Musik.

    Aus ihrem Kopf kamen Voodoo-Trommeln, ein paar schmerzende Akkorde, peitschend und heilig, erschütternd und hoppelnd zugleich, und eine Stimme, die sich urplötzlich vom Sehnsuchtsvollen zum Fordernden gewandelt hatte, vom Fragilen zum Rauen.
     
    „Wenn ich singe... dann geht es immer um meine intimsten Emotionen, über die ich mit niemandem sprechen würde. Aber es ist meine Bühne, mein Raum, an dem ich alles ausdrücken kann, was ich will. So oder so – ich setze die Grenzen, ich mache die Regeln. Ihr müsst draußen bleiben.“
     
    „These scars of mine make wounded rhymes tonight“, singt sie und setzt damit den Titel ihres zweiten Albums in einen Kontext. Ein Zweitwerk, das das Recht einfordert, nicht dazuzugehören, wohlwissend, dass es dies dennoch tut. Von einer Künstlerin, die zu gleichen Teilen aus Diesseits und Jenseits, Liebe und Zerstörung, Kampf und Glauben besteht.
     
    „Das könnte es tatsächlich sein, mein letztes Hurrah. Dieses Album musste perfekt sein, es muss für Dekaden vorhalten. Für alle Fälle.“ 
     

    Mit den Worten einer Mutter, die einst aufstand, um eine Künstlerin zu gebären:
     
    „Tanz’ solange du noch kannst“, singt LYKKE LI.
    „Tanz’, weil du musst.“

     

     

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