Das Lifestyle Magazin: Lebensart, Kunst, Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Kompass-Perspektive-Preis

Die Auszeichnung geht an den Film Born in Evin von Maryam Zaree

Der Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film des Programms geht an Maryam Zaree für den Film Born in Evin. Herzlichen Glückwunsch!

Am Abschlussabend der Perspektive Deutsches Kino haben die Juror*innen Trini Götze, Jerry Hoffmann und Andrea Hohnen den Kompass-Perspektive-Preis 2019 für den besten Film vergeben. Die Auszeichnung geht an den Film Born in Evin von Maryam Zaree.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Als Trophäe bekam die Regisseurin einen Kompass überreicht, der ihr symbolisch Orientierung geben und die Richtung weisen soll.

Die Jurymitglieder sichteten während der Festivaltage alle zwölf Beiträge des Wettbewerbs der Sektion Perspektive Deutsches Kino und entschieden sich nach intensiver Diskussion für ihren Favoriten.

„Wir freuen uns sehr, einen Film auszeichnen zu dürfen, der alle Jurymitglieder gleichermaßen berührt und beeindruckt hat. Es ist ein wichtiger, ein ebenso persönlicher wie politischer Film, und wir wünschen uns sehr, dass diese kämpferische Filmemacherin uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt!“, begründeten die Jurymitglieder ihre Entscheidung.

Jurybegründung für Born in Evin im Wortlaut:

„In Born in Evin begleiten wir Maryam Zaree auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, einem grausamen Kapitel der iranischen Geschichte.

Aufrichtig, mutig, entschieden und berührend sucht die Filmemacherin unerbittlich nach Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen und zieht uns dabei immer tiefer in ihre Geschichte und zu einem kollektiven blinden Fleck.

Sie steht unerschrocken auf und übernimmt die Verantwortung für eine ganze Generation, das Schweigen zu brechen.“

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  • GFDK - Kultur und Medien
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  • 17.02.2019

Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Der neue Re-Issue Look von O’Neill steht ganz unter dem Motto Throwback Thursday und heiße Klassiker duerfen hierbei keinesfalls fehlen
Der Superkini von  O’Neill ist zurueck, neu und optimiert
Eingeleitet wird der Fruehling mit knalligem Gelb, Rot und Blau, auffaelligen Prints und Colour Blocking
Die Active Kollektion von  O’Neill setzt daher verstaerkt auf leichte Materialien mit technischen Details
    Styles von Frühling bis Spätsommer
    Von der Straße in die Berge und direkt ans Meer mit der Kollektion von O’Neill

    In der Spring/Summer 19 Kollektion von O’Neill dreht sich alles ums Reisen. Von der Straße in die Berge und direkt ans Meer - die Styles passen von Frühling bis in den Spätsommer. Eingeleitet wird der Frühling mit knalligem Gelb, Rot und Blau, auffälligen Prints und Colour Blocking. Sanftere Farben wie himmelblau, mintgrün und altrosa kommen in den Sommermonaten zur Geltung.

    Ein besonderes Highlight, das sowohl in der Stadt als auch am Strand funktioniert, ist das Candy-Stripe Muster auf Jumpsuits, Kleidern, Shorts, Beach Coverups und Swimwear.

    Mit dem Ziel die Plastikmenge in den Weltmeeren zu reduzieren, wächst die O’Neill Blue Kollektion von Saison zu Saison. Da die Marke aus der Leidenschaft für das Surfen gegründet wurde, liegt O'Neill der Schutz der Ozeane besonders am Herzen.

    Plastik, das an den Stränden und Küsten angeschwemmt und gesammelt wurde, wird für die O’Neill Blue Produkte recycelt.

    TRANSEASONAL

    Da vor allem im Frühling das Wetter oft etwas verrückt spielt, ist eine Kleidung wichtig, die warm und trocken hält. Der beliebte Relaxed Parka für Frauen erfährt ein Revival - und zwar noch besser. In hellgelb mit taubengrauen Details, einem 3/4-Cut und wasserabweisender Oberfläche ist der Parka ein Must-Have im Frühjahr.

    Durch die abgerundete Saumlinie und elastischen Bündchen schmeichelt er jeder Figur und kann individuell angepasst werden. Für die Männer gibt es einen Parka in Moosgrün, der durch mit Wachs beschichtetes Oxford nicht nur trocken hält, sondern auch im Trend liegt.

    ACTIVE

    Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling heißt es raus in die Natur. Ob zum Trekking, einer SUP Yoga Session oder einem Run um den See - diese Aktivitäten erfordern funktionale Kleidung und raffinierte Schichtsysteme. Die Active Kollektion setzt daher verstärkt auf leichte Materialien mit technischen Details.


    Der Medium Impact Bra in mintgrün ist aus umweltfreundlichem, recyceltem Garn hergestellt und der perfekte Begleiter für die aktive Frau. Neben den technischen Features wie Atmungsaktivität und schnell trocknendem O’Neill Hyperdry Material überzeugt der Bra auch optisch mit Cut-Out-Element und überkreuzten Rückenträgern.

    Passend dazu gibt es die High Waist Legging in Flieder-Nuancen, die für jegliche sportliche Aktivität geschaffen ist. Sie ist schnelltrocknend, soft und äußerst dehnbar. Die Paneel-Verzierungen sowie Kontrastnähte an der Legging runden den Look ab.


    Das Herren-Sweatshirt in Camouflage mit Logo auf der Brusttasche und lässiger Passform ist ein weiterer Key-Style der Spring/Summer 19 Kollektion.

    RE-ISSUE

    Aus sonnigen Tagen werden schon bald lange, warme Abende. Der Strand wartet darauf, für die nächsten Wochen zum Zuhause zu werden. Gefragt ist dann leichte und vielseitige Kleidung im Gepäck. Die Teile müssen mühelos kombiniert werden können, um daraus neue, frische Looks für unterschiedliche Anlässe zu kreieren.


    Der neue Re-Issue Look steht ganz unter dem Motto „Throwback Thursday“ und „heiße Klassiker“ dürfen hierbei keinesfalls fehlen. Das Highlight Piece ist ein Badeanzug mit freizügigem Cross-Over-Design und hohem Beinausschnitt inspiriert von der Swimwear der 1990er. Die Boardshorts für Männer strahlen ebenfalls in knalligen Farben, aufmerksame Blicke am Strand sind also garantiert.

    SWIMWEAR

    Die Swimwear Kollektion zeigt sich mit Crochet Details, geometrischen Prints und Surf-inspirierten Silhouetten. Tiefe Ausschnitte und Cut-Away-Styles kombiniert mit minimalistischem Design sorgen für das gewisse Etwas.
    Um jeder Figur zu schmeicheln, bietet das Swimwear-Sortiment von O’Neill fünf verschiedene Passformen.

    Ein Highlight ist der Surfer-Chic-Badeanzug Suru Vvoda aus schnelltrocknendem Material mit UV-Schutz 50. Der langarmige Swim- und Surfsuit verfügt über reflektierenden Details und dank dem Reißverschluss am Rücken wird das An- und Ausziehen leicht gemacht.

    Die Mix & Match Bikini Kollektion bietet unzählige Kombinationsmöglichkeiten zwischen Formen und Farben. Und das Beste daran: alle Styles sind zu 100% O’Neill Blue, d.h. aus recyceltem Küstenplastik hergestellt.


    Für die Männer gibt es die O’Neill T-butter Boardshort, für die das berühmte Design der Superfreak Boardshorts der 90er Jahre als Vorlage verwendet und mit technischen Features ausgestattet wurde. Durch die Kombination aus patentiertem TechnoButter Neopren und Boardshort-Material bietet das 4-Way-Stretch maximale Bewegungsfreiheit. Außerdem verfügt die Boardshort über die O’Neill Hyperdry Technology.

    SUPERKINI 2.0

    Der Superkini ist zurück - neu und optimiert. Durch das NanofrontTM Material hält er, wie auch sein Vorgänger, jeder Welle und Action Stand und bleibt an Ort und Stelle - auch bei Nässe. Gefertigt aus recyceltem Küstenplastik trocknet der Superkini 2.0 schnell, fühlt sich weich an, ist atmungsaktiv und verrutscht nicht.

    NO-TIE FLY

    Die 1971 von Jack O’Neill’s Sohn Pat erfundene Leash zur Sicherung der Boards am Fuß wurde heute, 47 Jahre später, als Grundlage für den Verschluss der No-Tie Fly Boardshort genutzt. No-Tie Fly ist ein zweifaches Velcro-Verschluss-System, das extrem sicher und beständig ist.

    Dadurch, dass es viel dünner als herkömmliche Verschlüsse an Boardshorts ist, können Surfer bequem auf dem Bauch ins Lineup paddeln, ohne Druckstellen: eine echte Innovation.

    Die Hyperfreak Hydro Boardshort ist durch diese Innovation die „technischste“ aus der Spring/Summer 19 Kollektion. Sie wurde für all diejenigen entwickelt, die mehr Zeit auf dem Surfboard als im Bett verbringen und bringt weitere Vorteile mit sich:

    super leicht, 170% 4-Way-Stretch-Material und temperaturregulierende Hyperflow Technologie zur Kühlung der Haut. Die Nähte sind mit Ultraschall verschweißt, welche mögliche Reibungsflächen auf ein Minimum reduzieren. Außerdem wurde ein antimikrobielles Gewebe benutzt sowie eine langlebige, wasserabweisende Beschichtung

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

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  • Eine Kollektion für Groß und Klein von BARTS, die warme Jahreszeit kann kommen
Fuer die kleinen Damen gibt es einige Teile im Mummy and me matching Look
Bademode aus Amsterdam von BARTS
    Accessoire-Spezialist BARTS
    Lässige Badeshorts für Jungs, für kleine Damen der Mummy and me matching Look

    Hallo Sommer. Der Accessoire-Spezialist BARTS aus Amsterdam präsentiert erstmals für Spring/Summer 19 eine Swimwear-Kollektion. Sie umfasst Bikinis und Badeanzüge, dazu passende Strandkleider und darüber hinaus Badeshorts für Herren und Jungs.

    Mit dieser Kollektion für Groß und Klein kann die warme Jahreszeit kommen! Bunt gemusterte Badeanzüge und Bikinis mit fantasievoll tropischen Prints machen Lust auf Sonne und Meer.

    Für die kleinen Damen gibt es einige Teile im Mummy and me matching Look und auch die Jungs können im Vater und Sohn Partner-Look am Strand auftrumpfen, um einen unvergesslichen Tag in der Sonne zu verbringen.


    Die lässigen Badeshorts für Jungs sind leicht und bieten optimale Bewegungsfreiheit, in Kombination mit einem coolen Sonnenhut das optimale Outfit für einen langen Tag am Meer.

    Auch die Accessoires von BARTS können im Spring/Summer 2019 wieder überzeugen. Pieces in pastellige Farben sind perfekte Begleiter für die anstehende Saison. Für diejenigen, die es gerne knallig oder gemustert mögen, wartet eine Bandbreite schönster Sommeraccessoires aus den verschiedensten Materialien wie Baumwolle, Stroh, Strick oder Bast.

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  • MANDALA ist das erste Yogalabel, das Athleisurewear auf Basis der Rizinuspflanze anbietet
2019 bringt MANDALA erstmals Bras und Leggings aus einer absoluten Stoffneuheit Bio-Polyamid aus Rizinusoel
    MANDALA Styles aus Bio-Polyamid
    Absolute Stoffneuheit, Bio-Polyamid aus Rizinusöl vom Yogalabel MANDALA

    Das nachhaltige Premium-Yogalabel MANDALA revolutioniert den Markt und präsentiert für Spring/Summer 2019 erstmals Bras und Leggings aus einer absoluten Stoffneuheit: Bio-Polyamid aus Rizinusöl.

    In Zusammenarbeit mit dem italienischen Textilunternehmen BRUGNOLI sind die Styles entstanden, deren Stoff zu 100% pflanzlichen Ursprungs ist und der zugleich den neuesten technischen Anforderungen gerecht wird.   
    Mandala SS19

    100% ALL NATURAL                                          

    Die Wahl der Stoffe ist für MANDALA Gründerin Nathalie Prieger immer ein grundlegender Punkt, wenn es um die Entwicklung einer neuen Kollektion geht. Die diesmal verwendete Stoffinnovation aus Rizinusöl besteht nicht wie üblich aus Polyamid auf Erdöl-Basis, sondern zu 100% aus einem nachwachsenden Rohstoff - dem Öl des Rizinus-Baumes.

    Die Herstellung nach dem patentierten Verfahren des Familienunternehmens BRUGNOLI ist zudem besonders wassersparend und umweltfreundlich. Sie hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Nahrungskette für Mensch oder Tier.

    Der ökologische Herstellungsprozess garantiert zudem reduzierte CO2-Emissionen. Das Material ist zertifiziert nach dem OEKO-TEX® STANDARD 100.

    PERFORMANCE

    Innovative Besonderheit: der Stoff aus dem Samen der Wunderpflanze Rizinus ist die allererste nachhaltige Alternative, die Materialien aus herkömmlichen Polyamiden auf Erdöl-Basis auch in Sachen Performance absolut ebenbürtig ist.

    Obwohl das Bio-Based Fabric aus einem nachwachsenden Rohstoff besteht, ist es sehr robust und nicht anfällig für Piling, also störende Fussel und Knötchen an der Kleidung. Das Material ist schnelltrocknend, temperaturregulierend, atmungsaktiv und geruchsneutralisierend.

    LOOK & FEEL                                       

    Die MANDALA Styles aus Bio-Polyamid sind nicht nur besonders nachhaltig, sondern überzeugen auch mit ihrer gewohnt hochwertigen Optik. Der Stoff aus Rizinusöl ist ultraleicht, behält seine Form und knittert nicht.

    Dank 4-Way-Stretch und Soft Touch Tragegefühl sitzen die Modelle wie eine zweite Haut - absoluter Tragekomfort garantiert. MANDALA ist das erste Yogalabel, das Athleisurewear auf Basis der Rizinuspflanze anbietet und beweist als Pionier in diesem Bereich, wie sich Style, Funktionalität und Nachhaltigkeit vereinen lassen.

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Aktuelles - Marketing News

  • Mit Slogans wie Schwartz Schafft es selten über die Grenze oder Noch mehr Flaschen aus dem Ausland provozierte True Fruits immer gerne
    Provokation ist bestandteil der Marke
    True Fruits schlägt gnadenlos zurück, und haut auf seine Kritiker ein

    Provokation gehört zum Geschäft von True Fruits. Die Aufregung, die doppeldeutigen Slogans wie "Oralverzehr – schneller kommst Du nicht zum Samengenuss" haben wir alle noch in bester Erinnerung.

    Aufreger ist nun eine alte Kampagne, aus 2017 die in Österreich lief: Mit Slogans wie Schwarz, "Schafft es selten über die Grenze" oder "Noch mehr Flaschen aus dem Ausland".

    Das wird jetzt als rassistisch angeprangert, und True Fruits wehrt sich und zwar mit einem Posting. "Ja, wir sind diskriminierend", leiten die Saftmacher ihre Erklärung ein. "Man wirft uns Rassismus, Sexismus oder gar Förderung von 'Rape Culture' vor".

    Wir sind das regelmäßige Lamento einiger Zwangsempörer gewöhnt und entschuldigen uns bei allen, die davon ebenfalls zu recht gelangweilt sind." Das gab dann noch mehr Ärger.

    Mit unserem Smoothie white in der schwarzen Pulle haben wir in der Vergangenheit viel Ärger gehabt. Er ist das schwarze bzw. weiße (?) Schaf der Familie. Seinetwegen haben wir uns oft schwarz ääähh weiß geärgert. Und auch jetzt wirft man uns wieder Rassismus vor.

    Uns gehen die ständigen Fehlinterpretationen auf die Nerven. Wir nehmen ihn nur deswegen aus dem Sortiment. Wirklich nur deswegen. Jetzt habt ihr es schwarz auf weiß.

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, verteidigt die Social-Media-Plattformen, und hält nichs von dem erhobenem Zeigefinger. Recht hat er.

    Lieber Herr Böhmer,

    Social-Media-Plattformen werden ja mit Vorliebe und erhobenem Zeigefinger erwähnt, wenn mal wieder irgendjemand auf unerfreuliche Weise die Möglichkeiten dieses Kanals missbraucht. Viel zu kurz kommen zu meist die positiven Seiten.

    Dazu gehören eine ganze Reihe von Spendenaktionen, die Privatmenschen oft Adhoc oder auch anlässlich irgendeines Jahrestages (und sei es der eigene Geburtstag) ins Leben rufen und damit schlichtweg Gutes tun.

    Die Polizei München hat sich bereits in der Vergangenheit einen guten Namen in Sachen Social Media gemacht. Aktuell setzt die Behörde noch einen drauf und hat mit der Warnung vor einer richtig miesen Betrügermasche einen gediegenen Viralhit gelandet. Mehr als 300 Fälle von falschen Polizisten habe es innerhalb von drei Tagen in München gegeben, sagt der Polizeisprecher.

    Apropos guten Namen gemacht. Das ist meist ja eher ein erfreulicher Umstand. Bestenfalls wird ein Markenname sogar zum Begriff für eine ganze Gattung . Nutella oder Tempo gehört genauso dazu wie die Benutzung einer Suchmaschine aka googlen. Bestenfalls? Nicht immer, so eine Art von Prägung kann auch ein Problem werden und im Zweifel gar dem Wettbewerb nutzen, wenn man nicht aufpasst.

    Aber noch einmal zurück zum Thema Social Media. Da liefert sich TrueFruits gerade eine sehens- und lesenswerte Auseinandersetzung mit den Kritikern. Egal, zu welcher Fraktion man bei dem Streit gehört (bei uns gibt es auch eine Abstimmung zum Thema!), eine Art Lehrstück ist die Sache in jedem Fall.

    In diesem Sinne ein schönes Wochenende,

    Ihr Holger Schellkopf

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  • Die GFDK Redaktion fragt sich wie man von diesen Bruttogehaeltern in Frankfurt, Muenchen oder Duesseldorf leben kann
    Hungerlöhne
    Die Tatsache keine Frau zu sein rechnet sich besser

    So fing der Tag an: Wir gießen heute morgen Hennessy-Cognac (oder lieber Jägermeister?) in den Zahnputzbecher, posieren dann mit Monstern für ein Selfie und schauen anschließend mieses Kinderfernsehen. Ach ja, und dm verliert den Prozess gegen Alnatura und muß 2. Millionen zahlen.

    Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, klärt mich auf, was die Leute so verdienen. Dabei frage ich mich, wie kann man in Frankfurt, München, Hamburg oder Düsseldorf von Bruttogehältern von um die 60.000 Euro leben.

    Von 60.000 Euro gehen bei einem Ledigen 24.000 Euro Steuern ab, bleiben noch 36.000 für Miete, Auto, Versicherung, Rundfunkgebühren und Telecom, etc. Ich würde sagen, das sind Hungerlöhne und Frauen verdienen auch noch viel schlechter. "In einem Land, in dem ich gut und gerne lebe" ihre CDU.

    Lieber Herr Böhmer,

    ein Studium rechnet sich – und auch die Tatsache, keine Frau zu sein. Diese traurige Erkenntnis stammt von unserer W&V-Kollegin Anja Janotta, da sie den aktuellen Stepstone Gehaltsreport analysiert hat . Der Gender-Pay-Gap ist nach wie vor eines der größten Probleme unserer Branche:

    63.000 Euro kriegt Mann, 51.000 dagegen Frau – so etwas ist diskriminierend und schlicht nicht hinnehmbar. Dennoch wundern wir uns, dass wir ein Nachwuchsproblem haben.

    Der Gehaltsreport ist in vielerlei Hinsicht interessant. Wobei die Zahlen zuweilen täuschen können, etwa für einzelne Regionen. Schön, dass man in Bayern mit 61.000 Euro mehr verdient als etwa in Nordrhein-Westfalen (58.000).

    Doch wenn man sich die Lebenshaltungskosten und Mietpreise in einem wunderschönen München anschaut, relativieren sich manche Gehälter sehr schnell.

    Also, ab in den Feierabend, Leben genießen

    Ihr Jochen Kalka

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  • Thomas Strerath: Der profilierte Werber arbeitet jetzt auf eigene Rechnung und weiter fuer die CDU
    Verpflichtung von Plattformen
    Urheberrecht und Upload-Filter - Eine pseudoheilige Schrift

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, glaubt auch das die Zensurmaschinen im Internet bald Realität werden. Also, ich glaube nicht das wir von der GFDK, von dem Urheberrecht etws haben, keinen Cent.

    Lieber Herr Böhmer,

    erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In Sachen Urheberrecht auf EU-Ebene zum Beispiel. Erst war es da, dann war es scheinbar weg - und jetzt kehrt es mit voller Wucht zurück. Hübsch hin und her.

    Gilt übrigens auch für unsere geschätzte Bundesregierung. Die hat im Koalitionsvertrag, sonst von den Verfassern gerne als eine Art temporäre heilige Schrift gehandelt, einen ziemlich eindeutigen Satz stehen.

    "Eine Verpflichtung von Plattformen zum Einsatz von Upload-Filtern (...) lehnen wir als unverhältnismäßig ab." Das hat aber niemand daran gehindert, diesen Passus der selbsterwählten pseudoheiligen Schrift zu ignorieren und eine Regelung zu befeuern, die genau solche Filter beeinhaltet. Nun ja, hübsch hin und her halt.

    Ganz und gar nicht für hin und her, sondern eher für straight forward ist Thomas Strerath bekannt. Umso gespannter war die Branche, was bei Strerath nach Jung von Matt kommt. Das Ergebnis ist fast ein wenig zu unspektakulär und jetzt auch auf einer niegelnagelneuen Website zu bewundern:

    Thomas Strerath führt nun sein eigenes Beratungsbüro. Die CDU, für die er schon bei Jung von Matt gearbeitet hat, bleibt ihm als Kunde erhalten. Vielleicht kriegt er ja hin, dass es dort etwas weniger hin und her ist.

    Einen klaren Abend wünscht

    Holger Schellkopf

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Zarte Blueten vor markanten Gipfeln gibt es bei der Almrosenbluete am Wilden Kaiser in Oesterreich zu sehen
    Das Purpurrote Naturwunder, die Almrosenblüte am Wilder Kaiser

    Frühlingsblüte in Tirol am Wilden Kaiser. Die Zeit der Almrosenblüte ist für viele Urlauber die schönste Jahreszeit am Wilden Kaiser. Wenn die Berghänge in die Farbe Rot erblühen schlagen die Frühlingsherzen höher. Die purpurroten Farbnuancen sind ein Naturschauspiel, und zählt zu den schönsten Naturereignissen, die der Alpenraum zu bieten hat.

    Naturspektakel am Wilden Kaiser in Tirol

    Die Schönheit der Roten-Berg-Pflanzen verzaubert alle naturbegeisterten Menschen jedes Jahr aufs neue. Jede Jahreszeit in den Bergen hat ihre Highlights. Mitte Juni stellt die Flora am Wilden Kaiser alles andere in den Schatten:

    Das Fest für die Sinne

    Wenn am Hartkaiser die Almrosen blühen, leuchten die Berghänge purpurrot. Erleben können Urlauber das Naturschauspiel am 18. Juni und 2. Juli 2019 auf einer gut viereinhalbstündigen Tour.

    Die geführte Almrosen-Wanderung „Ellmau begeistert“ startet um 9 Uhr vom Dorfzentrum Ellmau aus zur Hartkaiserbahn, per Gondel geht‘s hinauf und nach der Rundwanderung über Zinsberg und Brandstadl wieder zurück zur Bergstation.

    Interessierte melden sich in den Infobüros Wilder Kaiser oder online an, die Teilnahme ist mit der Wilder Kaiser GästeCard kostenlos.

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    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

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  • Tirol im Groove, die Marching Band um Markus Linder sorgt waehrend des New Orleans meets Snow Festivals von 5. bis 7. April 2019 für Feelgood-Sounds in St. Anton am Arlberg
    New Orleans meets Snow
    Musikfestival - So klingt die Frühjahrssonne in St. Anton am Arlberg

    So klingt die Frühjahrssonne in St. Anton am Arlberg: Wenn von 5. bis 7. April 2019 das „New Orleans meets Snow“-Festival Straßen, Lokale und Besucher des österreichischen „Weltdorfs“ in Schwingungen versetzt, ist echtes Südstaatenflair angesagt – am Berg und im Tal, in Straßen- oder Skischuhen. Am Arlberg treffen sich auch in diesem Jahr viele Jazz-Größen.

    Tanzen,Talabfahrt und Twistern

    Mit amerikanischen Sounds von Jazz über Rhythm and Blues bis Funk verlegen zahlreiche Bands zum nunmehr sechsten Mal den Mississippi an die Rosanna in Tirol. Highlight der Konzertreihe ist die „Blues Night“ am Samstagabend (6. April) in der WM-Halle.

    Kostenlose Konzertreihe in St. Anton am Arlberg

    Dann begrüßt die Markus Linder Band auf der Bühne Stargast Chucky C. aus New Orleans, bekannt als „The King of Feelgood“. Der Eintritt ist frei. Die Pisten im Skigebiet von St. Anton am Arlberg sind bis einschließlich 28. April 2019 geöffnet.

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  • Mallorcas Nordosten laesst sich bestens per Rad erkunden. Das Grupotel Los Príncipes & Spa und das Grupotel Gran Vista bieten eigene Radsportstationen
    Radtouren auf Mallorca
    Mit dem Rad den Frühling auf Mallorca erkunden und genießen

    Im Frühjahr lässt sich Mallorca perfekt mit dem Rad erkunden. Marcel Iseli, profunder Kenner der Insel und Mitinhaber des renommierten Veranstalters Huerzeler Bicycle Holidays, verrät drei Rundstrecken von einfach bis anspruchsvoll für E- und Mountain-Biker sowie Rennradfahrer.

    Dabei geht es gemütlich durchs Naturreservat, ins Zentrum zur ehemaligen Hauptstadt Sineu oder in das Tramuntana-Gebirge. Alle Touren starten am weißen Sandstrand Playa de Muro im weniger bekannten Nordosten.

    Ausgangspunkt sind das Grupotel Los Príncipes & Spa oder das Grupotel Gran Vista & Spa, die eng mit dem Spezialisten Huerzeler Bicycle Holidays zusammenarbeiten.

    Beide Vier-Sterne-Hotels verfügen über Radsportstationen, wo Bikes vom Rennrad bis zum E-Bike gemietet oder sicher untergestellt werden können. Werkstatt, Verpflegungsstand und Boutique für passendes Zubehör gehören ebenfalls zum Service. Preisbeispiel: Das DZ mit Frühstück ist ab 69 € buchbar.

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Die Gewinner-innen der Kompagnon-Foerderpreise Ana-Felicia Scutelnicu und Julian Pörksen mit der Jury
    Förderpreise Berlinale Talents
    Herzlichen Glückwunsch an Ana-Felicia Scutelnicu und Julian Pörksen

    Die beiden Kompagnon-Förderpreise Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino gehen an Ana-Felicia Scutelnicu sowie an Julian Pörksen.

    Gestern, am Abschlussabend der Perspektive Deutsches Kino, wurden erneut die Kompagnon-Förderpreise verliehen. Sie wurden jeweils für ein neues Projekt an eine*n Autor*in und/oder Regisseur*in von Berlinale Talents 2019 sowie an eine*n Regisseur*in des Jahrgangs 2018 der Perspektive Deutsches Kino vergeben. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert.

    Mit dem Kompagnon-Förderpreis möchten Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino in Deutschland lebende Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen nachhaltig bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Auszeichnung bietet neben dem Stipendium auch ein Mentoring-Programm mit berufsbegleitenden Coachings zur Stärkung der persönlichen Handschrift und zur Vernetzung in der Branche.

    „Die Anerkennung als solche war die größte Unterstützung — allein die Tatsache, dass jemand daran glaubt, dass dein Film großes Potential hat“, sagt Filmemacher Jide Tom Akinleminu, der im letzten Jahr einen der beiden Kompagnon-Förderpreise erhalten hat.

    (Mehr über Jide Tom Akinleminu und sein Projekt When a Farm Goes Aflame, the Flakes Fly Home to Bear the Tale sowie den Kompagnon selbst können Sie hier im Interview nachlesen.)

    In diesem Jahr entschieden sich die Juror*innen Andrea Hohnen, Jerry Hoffmann und Trini Götze für die Treatments Transit Times von Ana-Felicia Scutelnicu (Berlinale Talents 2019) und To Be Continued von Julian Pörksen (Perspektive Deutsches Kino 2018).

    Projekt Transit Times von Ana-Felicia Scutelnicu — die Begründung der Jury im Wortlaut:

    Moldawien, Anfang der 1990er Jahre, postsowjetischer Umbruch: Eine Familie erlebt den Zerfall aller vertrauten Strukturen und die zunehmend verzweifelten Überlebensstrategien der starken Mutter helfen irgendwann nicht mehr.

    Transit Times richtet den Blick auf Menschen, die unfreiwillig ihre Heimat verlassen müssen. Die visuelle Kraft von Ana-Felicia Scutelnicus bisherigen Filmen lässt uns darauf vertrauen, dass auch dieses Projekt ihre ganz eigene, sinnliche und poetische Handschrift tragen wird.

    Projekt To Be Continued von Julian Pörksen — die Begründung der Jury im Wortlaut:

    Am Sterbebett der Matriarchin erfahren ihre erwachsenen Kinder von ihrem Plan, sich einfrieren zu lassen. Es entspinnt sich am Totenbett eine zärtlich beobachtete Familienkrise als schwarzhumorige, surreale Groteske.

    Aus seinen künstlerischen Erfahrungen zwischen Theater und Film entwickelt Julian Pörksen einen eigenwilligen Figurenkosmos, der uns auf einen individuellen und besonderen Film hoffen lässt.

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  • Die Gewinnerin des Kompass-Perspektive-Preises Maryam Zaree
    Kompass-Perspektive-Preis
    Die Auszeichnung geht an den Film Born in Evin von Maryam Zaree

    Der Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film des Programms geht an Maryam Zaree für den Film Born in Evin. Herzlichen Glückwunsch!

    Am Abschlussabend der Perspektive Deutsches Kino haben die Juror*innen Trini Götze, Jerry Hoffmann und Andrea Hohnen den Kompass-Perspektive-Preis 2019 für den besten Film vergeben. Die Auszeichnung geht an den Film Born in Evin von Maryam Zaree.

    Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Als Trophäe bekam die Regisseurin einen Kompass überreicht, der ihr symbolisch Orientierung geben und die Richtung weisen soll.

    Die Jurymitglieder sichteten während der Festivaltage alle zwölf Beiträge des Wettbewerbs der Sektion Perspektive Deutsches Kino und entschieden sich nach intensiver Diskussion für ihren Favoriten.

    „Wir freuen uns sehr, einen Film auszeichnen zu dürfen, der alle Jurymitglieder gleichermaßen berührt und beeindruckt hat. Es ist ein wichtiger, ein ebenso persönlicher wie politischer Film, und wir wünschen uns sehr, dass diese kämpferische Filmemacherin uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt!“, begründeten die Jurymitglieder ihre Entscheidung.

    Jurybegründung für Born in Evin im Wortlaut:

    „In Born in Evin begleiten wir Maryam Zaree auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, einem grausamen Kapitel der iranischen Geschichte.

    Aufrichtig, mutig, entschieden und berührend sucht die Filmemacherin unerbittlich nach Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen und zieht uns dabei immer tiefer in ihre Geschichte und zu einem kollektiven blinden Fleck.

    Sie steht unerschrocken auf und übernimmt die Verantwortung für eine ganze Generation, das Schweigen zu brechen.“

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  • Berlinale 2019: Glaeserne Baeren und Preise der Bundeszentrale fuer Politische Bildung bei Generation 14plus
    Preise für Politische Bildung
    Berlinale 2019: Gläserne Bären und Preise, verdammt viele Preise

    Die Mitglieder der Jugendjury Generation 14plus – Theodor Bittner Rosser, Christian Däbritz, Johanna Deventer, Pauline Rebmann, Avesta Schiefer, Alanza Clarice Leigh Lovejoy Schmidt, Janek Sommerfeldt - vergeben die folgenden Preise:

    Gläserner Bär für den Besten Film:

    Hölmö nuori sydän (Stupid Young Heart)
    von Selma Vilhunen, Finnland / Niederlande / Schweden
    Der Film greift Themen auf, die vor allem für unsere Altersklasse von großer Relevanz sind. Er ergründet Motivationen des aktuellen politischen Rechtsruckes und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft.

    Durch die Kombination aus Humor, Ernsthaftigkeit und Emotionen erzählt dieser Film die Liebesgeschichte zweier Jugendlicher, die in ihrem Leben wenig Konstanten haben. Das radikale Erwachsenwerden der Protagonist*innen wird stets von der Auseinandersetzung mit Rassismus und der Suche nach Identität überschattet.

    Lobende Erwähnung: We Are Little Zombies

    von Makoto Nagahisa, Japan

    In diesem Film widersetzen sich diverse Kameraperspektiven und Schnittfolgen den Erzählkonventionen. Surreale und reale Bilder überschneiden sich in diesem Kunstwerk. Mit dem Voranschreiten der Handlung erreichen die Figuren ein neues Level. Soundeffekte, Musik und visuelle Elemente unterstützen die videospielartige Struktur. Mit der Lobenden Erwähnung zeichnen wir einen Film mit einem außergewöhnlichen Wiedererkennungswert aus.

    Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm:

    Tattoo

    von Farhad Delaram, Iran

    Unser Gewinnerfilm setzt sich mit Themen wie Unterdrückung, Sexismus, Machtverhältnissen, sexueller Belästigung und Vorurteilen auseinander. Durch eine kontrastreiche Farbgebung wird trotz der ruhigen Grundstimmung eine angespannte Atmosphäre aufgebaut, die beachtenswerte Nutzung des quadratischen Formates verstärkt die Bedrängung der Hauptdarstellerin. Wenn am Ende des Films alles dunkel wird, ist klar, dass die Protagonistin eine Entscheidung von Bedeutung zu treffen hat.

    Lobende Erwähnung: Four Quartets

    von Marco Alessi, Großbritannien

    Der Einsatz pulsierender Farben und die mitreißende Musik führen uns in einen traumartigen Flow. Dieser wird durch die Verschränkung verschiedener Erlebnisse und Erinnerungen verstärkt. Mit wenigen Worten und expressiven Bewegungen des Protagonisten baut sich eine Identifikation auf. Dieser Kurzfilm lässt auf vielfältige Weise Liebe, Freundschaft und Identitätsfindung erfahren.

    Die Mitglieder der Internationalen Jury Generation 14plus – Nanouk Leopold, Pascal Plante, Maria Solrun vergeben die folgenden Preise:

    Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Film, im Wert von 7.500 Euro, gestiftet von der Bundeszentrale für Politische Bildung:

    Beol-sae (House of Hummingbird)
    von Kim Bo-ra, Republik Korea

    Kim Bo-ras Beol-sae (House of Hummingbird) ist ein Erstlingsfilm, der durch die Reife einer unbeirrbaren Künstlerin besticht. Dieser kraftvolle Film ist das wundervoll gestaltete Portrait eines jungen Mädchens, das seinen Platz in einer dysfunktionalen Familie zu finden versucht. Der präzise kinematografische Stil ist zugleich subtil zurückhaltend und überaus bewegend.

    Lobende Erwähnung: Bulbul Can Sing
    von Rima Das, Indien

    Die indische Filmemacherin Rima Das hat als Autorin, Regisseurin, Produzentin, Cutterin und in vielen weiteren Funktionen (!) einen lyrischen, authentischen und berührenden Film geschaffen. Zusammen mit den jungen Charakteren erleben wir den überwältigenden Verlust von Unschuld in einer unterdrückten Gesellschaft.

    Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Kurzfilm, im Wert von 2.500 Euro, gestiftet von der Bundeszentrale für Politische Bildung:

    Liberty

    von Faren Humes, USA

    Ein kraftvoller Film, der mit seiner Bildlichkeit das Publikum in die Welt der Trauer, Hoffnung und Freundschaft von Mädchen in einer schwarzen Community in Miami lockt. Auf äußerst schöne Art und Weise werden Szenen und Charaktere kreiert und ein beeindruckender Sinn für Rhythmus und Schnitt bewiesen.

    Lobende Erwähnung: Sœurs Jarariju (The Jarariju Sisters)

    von Jorge Cadena, Schweiz

    Sœurs Jarariju (The Jarariju Sisters) ist ein panoramaartiges Filmerlebnis. Jorge Cadena führt uns auf feinsinnige Art und Weise in eine von Kohleminen zerstörte Landschaft, wo zwei jugendliche Mädchen im Begriff sind, alles hinter sich zu lassen, auf der Suche nach einem besseren Leben. Der Film nähert sich dem Thema mit Respekt und großem visuellem Tiefgang.

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • In Wahrheit ist die von AKK ins Spiel gebrachte Ultima Ratio, die in letzter Instanz angewandte Vernunft, kein Verrat, sondern eine Selbstverstaendlichkeit
    Die Medien wollen keine Kurskorrektur bei einer Flüchtlingswelle

    "Als Ultima Ratio wäre das durchaus auch denkbar“, so beantwortete CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem Interview mit den „Tagesthemen“ die Frage, ob sie im Falle einer schwer kontrollierbaren Flüchtlingswelle die Grenze schließen würde.

    Kehrtwende der CDU

    Kramp-Karrenbauer äußerte sich nach einem "Werkstattgespräch" ihrer Partei, das die umstrittene Migrationspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufarbeiten sollte.

    Merkel war bei dem "Werkstattgespräch" nicht dabei. Es ist auch bemerkenswert, dass die Ostdeutschen Ministerpräsidenten Merkel nicht im Wahlkampf sehen wollen. "Merkel muß weg"-Rufe, können die wohl nicht gebrauchen.

    "Wir müssen deutlich machen: Wir haben unsere Lektion gelernt", hatte Kramp-Karrenbauer im Anschluss gesagt. Im Ergebnispapier der Veranstaltung heißt es: "Wir müssen Humanität und Härte vereinen." Der Chef der Werteunion, Alexander Mitsch sagte dem "tagesspiegel"

     "Es wäre allerdings „naiv zu glauben, dass die Umstände und Folgen der unkontrollierten Masseneinwanderung seit 2015 mit dem ‚Werkstattgespräch‘ nun abschließend aufgearbeitet“ seien. Vielmehr gelte es, eine „Asylwende“ einzuleiten".

    Madame Gnadenlos?

    Daraus machen die Medien: Verrat und Merkel-Kritik. Die „Zeit“ sprach von einer „gefährlichen Kurskorrektur“, die den Kern von Merkels Flüchtlingspolitik und die dahinterstehenden Prinzipien infrage stellen würde. Die "bild"  schreibt von einer krassen Aussage zum Thema Flüchtlinge, und die "taz" titelte "Madame Gnadenlos" und weiter " Die neue CDU-Vorsitzende wischt in der Flüchtlingspolitik mit einem Satz weg, was Angela Merkel jahrelang verteidigt hat."

    Eine angewandte Vernunft und ein Realitätssinn kommt für die unsere Medien einfach nicht in Frage.

    Auf Facebook schreibt einer, "Jetzt vertritt die CDU die AFD Position, für die sie von Anfang an angefeindet wurde."

    Die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alice Weidel, bezeichnete das Werkstattgespräch als „Alibi-Verantstaltung“. Die CDU weigere sich, ihre „katastrophale falsche Weichenstellung“ klar zu benennen: „Sie will keinen Politikwechsel, sondern einen Schlussstrich unter die Debatte über ihr Versagen“, sagte Weidel.

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  • Der Journalist, Filmemacher und Fotograf Soenke C. Weiss ist ein Kenner von Afrika. 2006 veroeffentlichte Weiss sein Buch, Das Maedchen und der Krieg, fuer die GFDK hat er nun zwei Buecher besprochen, in denen sich alles um Afrika dreht
    Der schwarze Peter. Sich schwarz ärgern
    Die schwarze Offenbarung - Schwarzfahren, Schwarzsehen, Schwarzarbeit

    Zwei neue Bücher nehmen sich den Themen Afrika und Hautfarbe an und - halten uns den Spiegel vor

    Von Sönke C. Weiss

    Schwarzfahren. Schwarzsehen. Schwarzarbeit. Der schwarze Peter. Sich schwarz ärgern. Solange ich bewußt denken kann, versucht man mit der Farbe schwarz etwas Negatives zu verbinden. Und es scheint noch heute zu funktionieren.

    So auch, wenn über den vermeintlich schwarzen Kontinent - Afrika also - gesprochen und geschrieben wird. Das Herz der Finsternis sozusagen, um bei Stereotypen zu bleiben, die mittlerweile der Maßstab sind, wonach oftmals ein ganzer Kontinent bewertet, ja beleidigt wird.

    „Afrotopia“ und „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“

    Jüngst sind in deutscher Sprache - endlich - zwei Bücher erschienen, die das thematisieren, die für mich zusammengehören und denen man wirklich einige Stunden seiner Zeit widmen sollte, weil sie elementar wichtig sind für unser Verständnis, was eben Afrika angeht und - Hautfarbe. Schade nur, dass solche Bücher nie von deutschen Autoren stammen:

    Das erste heißt „Afrotopia“, wurde vom senegalesischen Schriftsteller Felwine Sarr, Jahrgang 1972, geschrieben und ist aus dem Französischen sehr pragmatisch von Max Henninger übersetzt worden. Die 175 Seiten (Matthes & Seitz Berlin) kosten 18 Euro und sind wohl investiert.

    Sarr räumt mit Gemeinplätzen, Klischees und Pseudogewissheiten hinsichtlich Afrika auf und zeichnet das Bild eines Kontinents im 21. Jahrhundert, dessen „Imperativ lautet, zu seiner eigenen Bewegung zurückzufinden“, was umso wichtiger ist, bedenkt man, das in „35 Jahren Afrika ein Viertel der Weltbevölkerung stellen wird.“

    Der Kontinent werde den höchsten Anteil an Einwohnern im Alter zwischen 15 und 45 Jahren aufweisen. Sarr schreibt: „Dieses demografische Gewicht und diese Vitalität werden das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Gleichgewicht des Planeten verschieben.“

    Ich denke, dass der Autor mit seinen im Buch aufgestellten Thesen hinsichtlich Wirtschaft, Politik und Soziales, er deckt jeden Bereich ab, wenn manchmal auch ein wenig oberlehrerhaft, richtig liegt. Seit über 20 Jahren arbeite ich in Afrika, habe dort viele Jahre gelebt und war sechs Jahre lang für ein internationales Hilfswerk in der Kommunikation tätig.

    Es geht um Respekt, der eingefordert wird

    Es ist faszinierend zu beobachten, wie Afrika, beziehungsweise die junge Generation, sich von Tag zu Tag mehr vom Westen emanzipiert; man will kein Abbild von Paris, London oder New York mehr sein, sondern sich als eigenständige Gemeinschaft empfinden und - wichtiger noch - ausdrücken und wahrgenommen werden, wovon Sarrs Buch in erster Linie berichtet.

    Es geht um Respekt, der eingefordert wird, nicht Almosen oder Dritte-Welt-Gelaber. (Das allein schon ist meiner Meinung nach Rassismus.)

    Leider findet in den deutschen Medien Afrika nur am Rande statt und die Berichterstattung konzentriert sich in seiner Einfältigkeit und Schlichtheit oftmals auf Elendsgebiete oder Konflikte.

    Kultureller und geistiger Reichtum

    Sarr berichtet uns aber von einer Fülle kulturellen und geistigen Reichtums, zu dem die deutsche Gesellschaft meiner Überzeugung nach noch keinen Zugang gefunden hat; wie auch, steht hier die sogenannte deutsche Leitkultur immer im Vordergrund der Debatte.

    Das Zuhören fehlt dem Deutschen, nein, dem Europäer meist schwer in seinem Weltbild. Und leider gibt es auf dem deutschen Buchmarkt zu wenige Bücher, die sich Afrika widmen und keine Titel haben, wie: „Ach, Afrika.“ Anders in Großbritannien, wo. Die Kolonialzeit noch immer präsent ist, wohingegen sie in Deutschland so gut wie nie thematisiert wird, aber sollte.

    So hat Reni Eddo-Lodges Buch „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ auch mit Afrika zu tun. Schreibt sie unter anderem über Großbritanniens Mitschuld am Sklavenhandel, und dass Liverpool der größte britische Sklavenhafen war.

    Aber das nur zur Einleitung eines Buches, das sehr lebendig aus dem Englischen von Anette Grube übersetzt wurde und für 18 Euro bei Tropen, leider erst zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung in Großbritannien, zu kaufen ist.

    Der Mangel an historischem Wissen, bei Rechten, Linken und Liberalen

    Und: Jede der 263 Seiten hat es wirklich in sich. Eddo-Lodges zeigt auf, wie sich Rassismus in jeden Winkel der Gesellschaft gefressen hat, wobei sich die Beispiele der Autorin meist auf Großbritannien beziehen, man aber ohne Bedenken spiegelgleiche Parallelen nach Deutschland ziehen kann, und wie der Mangel an historischem Wissen und politischem Hintergrund den Rassismus weiterhin kultiviert und fördert, insbesondere, aber nicht nur in rechten Gruppierungen, sondern auch in der Welt der Kultur und der sogenannten Linken und Liberalen, die angeblich so weltoffen und tolerant ist.

    Weltumspannender Rassismus

    Apropos meine Erfahrung in der Entwicklungshilfe: Nie in meinem Leben habe ich krassere Rassisten als bei den in Afrika tätigen Hilfswerken kennengelernt. Nach dem Motto: Du lebst mein Weltbild und kriegst dafür ne Handvoll Reis... (Das N-Wort habe ich übrigens unzählige Male in diesen Kreisen gehört.)

    „Ich hörte auf, mit Weißen über Hautfarbe zu sprechen, weil ich nicht glaube, dass Aufgeben ein Zeichen von Schwäche ist.

    Manchmal geht es dabei um Selbsterhalt,“ schreibt Eddo-Lodges. Im englischen Original heißt es statt „Hautfarbe“ Race, also Rasse und ich weiß nicht, was unseren weltumspannenden Rassismus treffender ausdrückt, Rasse oder Hautfarbe, oder ob‘s letztendlich keine Rolle spielt.

    Nichtsdestotrotz, obwohl die Autorin und Journalistin, 1989 in London geboren, nicht länger mit Weißen über das Thema sprechen wollte, scheint sie nach ihren Artikeln für The Guardian und The New York Times keine andere Wahl zu haben, denn es weiter zu tun, seit sie 2014 in ihrem Blog ihren Abschied vom „Thema Hautfarbe“ angekündigt hat. Und ich hoffe, sie wird es auch weiter tun, dieses vermutlich wichtigste Thema unserer Zeit in die Welt tragen.

    Denn: Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, eben nicht weiß zu sein?

    Ein Weißer wird das nie verstehen, ja nachfühlen können. Wie auch? Eddo-Lodges geht auf Spurensuche, siehe Sklaverei, und führt uns als Leser Schritt für Schritt, klar, deutlich und unmißverständlich, hinter die Fassade und in die Abgründe diskriminierender Ungerechtigkeiten in Systemen, die in der Tat weiß geprägt sind und - wichtiger noch - weiß dominiert werden.

    Dabei versteht sie sich als Teil einer Bewegung, die in erster Linie dazu da ist, dass Menschen sich kennenlernen und lokale Widerstände gegen Rassismus aufbauen. Beide Bücher, „Afrotopia“ wie „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ sind für sich Offenbarungen und sehr zu empfehlen. Chapeau.

    Das Mädchen und der Krieg: Die Geschichte einer Kindersoldatin von Sönke C. Weiss

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  • Tatsache ist, eine korrekte Einbettung der Nachrichten konnten viele bei Gabi Bauer nicht feststellen
    Die Meinungsmacherin Gabi Bauer
    Gott sei Dank - Rückzug von Gabi Bauer aus dem „Nachtmagazin“

    Pressemeldung des NDR. Aber eines vorweg. Es gibt in Deutschland nicht wenige, die froh sind Gabi Bauer nicht mehr sehen zu müssen. Ob ihr Abgang von dieser sehr prominenten Position ganz freiwillig ist, können wir nicht beurteilen, aber es läßt aufhorchen, wenn sie sagt, "Das Angebot des NDR habe sie hoch erfreut".

    Die Meinungsmacherin Gabi Bauer

    Tatsache ist, eine „korrekte Einbettung“ der Nachrichten konnten viele bei Gabi Bauer nicht feststellen. Die von ihr vermeldeten Nachrichten waren häufig genug eine Art zusammengeschraubte Informationswirklichkeit und noch schlimmer - ihre Kommentare zu der Ukraine, Putin, Trump,Syrien, Flüchtlingskrise,etc.

    Die Informationsdarstellung ließ bei ihr viel zu wünschen übrig. Den Nachrichtenwert von Frau Gabi Bauer haben viele als gleich null empfunden. Wir auch.

    Die skandalös falsche und grob irreführende Berichterstattung von Nachtmagazin Moderatorin Gabi Bauer über die Folgen des AtomGau von Fukushima, in der sie behauptete 18.000 Menschen wären bei dem Unglück getötet worden, war ein unrümlicher Höhepunkt ihrer Berichterstattung.

    In Wahrheit war kein einziger ums Leben gekommen. Die genannten 18.000 Menschen sind im laufe der Jahre an den Folgen des Tsunami verstorben und das hatte viele Gründe. Die totalitäre politisch-korrekte Berichterstattung von ihr, war oft nicht zu ertragen. Und wer ihr nicht paßte, wurde umgehend mit der Nazi-AfD Keule überzogen. Das eigene Weltbild war ihr immer wichtiger als die Information.

    PRESSE NDR

    Gabi Bauer gibt nach 13 Jahren die Moderation des „Nachtmagazins“ im Ersten ab. Künftig wird sie als Redakteurin und Autorin im Programmbereich Kultur und Dokumentation des NDR tätig sein und sich vor allem auf lange Formate konzentrieren. Sie wird für das NDR Fernsehen vor und hinter der Kamera arbeiten.

    Gabi Bauer: „Ich hatte viele spannende, erfolgreiche und schöne Jahre bei ARD-aktuell. Aber jetzt will ich mal wieder die Perspektive wechseln. Insofern hat mich das Angebot des NDR sehr gefreut - und überzeugt.“

    Gabi Bauer führt seit Anfang 2006 durch das „Nachtmagazin“; im Wechsel mit ihr moderieren Susanne Stichler, Anna Planken, Julia-Niharika Sen, Kirsten Gerhard, Thorsten Schröder und Constantin Schreiber die Sendung.

    Gabi Bauer (56) wurde in Celle geboren. Nach ihrem Studium in Hamburg, Grenoble, Michigan und Hannover (Anglistik, Romanistik und Philosophie) arbeitete sie zunächst als Reporterin und Moderatorin beim Radio. 1995 wechselte sie zum NDR Fernsehen.

    Nach zwei Jahren im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen kam Gabi Bauer als erste Moderatorin der „Tagesschau“-Nachmittagsausgaben zu ARD-aktuell. Im September 1997 übernahm sie die Moderation der „Tagesthemen“.

    Mit der Geburt ihrer Kinder 2001 verließ Gabi Bauer die Sendung und kehrte 2006 als „Nachtmagazin“-Moderatorin zu ARD-aktuell zurück. Für ihre Arbeit erhielt Gabi Bauer zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den „Goldenen Löwen“, den Bambi und den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis.

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Kunst - Werk der Woche

  • Es handelt sich folglich bei den Bildern von Joerg Pfeifenbring nicht um voyeuristisches Herzeigen
Vielmehr geht es  Joerg Pfeifenbring um das Spiel mit sinnlichen Formen und Farben
Dabei nutzt Joerg Pfeifenbring Formen aus der Natur u.a. als ueberlagernde Hintergrundmotive
Joerg Pfeifenbring sieht sich als Jaeger und Sammler
SINNLICHE FORMEN  Akt und Natur sind die Themen von Joerg Pfeifenbring
Der Kuenstler Joerg Pfeifenbring
    SINNLICHE FORMEN Akt & Natur
    Grenzbereiche gewohnter Sichtweisen von Jörg Pfeifenbring

    Sehr starke Bilder von Jörg Pfeifenbring. Es war und ist die Freude an der Schönheit, der Schönheit des menschlichen Körpers und der Natur, die den Fotografen und Musiker seit Jahrzehnten bewog, diese mit der Kamera festzuhalten und künstlerisch zu bearbeiten. Als "Jäger und Sammler" sucht sich der Künstler alles, was ihn anspricht, fotografisch zu eigen zu machen.

    Handwerk bleibt Handwerk auch in der Kunst

    Dabei nutzt er Formen aus der Natur u.a. als überlagernde Hintergrundmotive. Mit Hilfe der Sandwich-Technik war es möglich, mehrere Dia-Positive übereinander zu belichten. Die allgemein übliche Verfremdung mittels Computer ist seine Sache nicht, auch aktuell sind Bildbearbeitungen die Ausnahme. Er meint nach dem Warum befragt:

    Grenzbereiche gewohnter Sichtweisen

    "Handwerk bleibt Handwerk. Das auch, um der überbordenden Selvie-Hysterie etwas entgegen zu setzen. Kunst braucht Zeit." Die Fototechnik hat sich enorm entwickelt, was unter heutigen technischen Voraussetzungen wesentlich schärfere Ergebnisse zeitigt, die Aussage betreffend aber nicht immer von Vorteil ist. Beides zeigt Jörg Pfeifenbring, sodass der geneigte Betrachter selbst vergleichen kann.

    Es geht Jörg Pfeifenbring nicht um das voyeuristische Herzeigen

    Freunde und Bekannte, die von den Arbeiten des Fotografen angetan waren, vermittelten weitere weibliche und männliche Modelle, sodass er auch zunehmend in Grenzbereiche gewohnter Sichtweisen vordringt. So sind in seinen Arbeiten auch Männerakte und Paardarstellungen zu entdecken.

    Es handelt sich folglich nicht um voyeuristisches Herzeigen, sondern vielmehr um das Spiel mit sinnlichen Formen und Farben. An der Natur reizt den Künstler wiederum besonders das Schöne, sodass er häufig seine Modelle in der Natur fotografiert, woraus eine hocherotische Symbiose entstehen kann. Und wie es mit aller Kunst beschaffen ist, vollendet sich das Werk erst im Bild des Betrachters.

    Jörg Pfeifenbring wurde 1960 in Weimar geboren. Er ist gelernter Schlosser. Sein fotografisches Interesse überkam ihn schon in seiner Jugend mit der ersten Pouva-Start. Später war er jahrelang als freier Presse-Fotograf unterwegs, bevor er sich der künstlerischen Fotografie verschrieb. Heute ist er u.a. als freiberuflicher Musiker "weltweit" im Deutsch-Folk-Genre und bei der "Wiederbelebung" historischer Musikinstrumente aktiv.

    Sehr herzlich dankt Jörg Pfeifenbring der Galerie Markt 21 für das Zustandekommen dieser seit langem geplanten Ausstellung, die sich einreiht in vergangene Expositionen in Jena, Apolda, Gera, Berlin, Weimar, Braunschweig, Toulouse, Montpellier und anderen Orten.

    Das „Duo Lied-Fass“ aus Weimar (Jens Sachse & Jörg Pfeifenbring)
    spielt Folklore und freche Lieder zum Mitsingen und Zuhören .

    Programm zur Vernissage am Freitag, dem 25. August 2017 ab 21 Uhr:

    vom 26.08. bis 20.09.2017 - täglich von 16 bis 23 Uhr geöffnet, Eintritt frei

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  • Kuenstlerin Anna Witt vor dem Hauptquartier auf einem der im Wokshop entstandenen Design-Moebel - Projekt Breaking New
Anna Witt vor dem Hauptquartier in Duisburg-Marxloh - Projekt Breaking New
Design-Moebel aus Sperrmuell - Projekt Breaking New von Anna Witt und Uglycute
Design-Moebel aus Sperrmüll - Projekt Breaking New von Anna Witt und Uglycute - Luxusbank
Anna Witt (Kuenstlerin) und Jonas Nobel Designgruppe Uglycute beim Pressegespraech zum Projekt Breaking New
Design-Moebel in der Dahlstraße in DU-Marxloh - Projekt Breaking New von Anna Witt und Uglycute
    Performance als Prozess des Produzierens
    Werk der Woche: Anna Witt und die Designertruppe Uglycute transformieren wiederverwertbares Material

    Die deutsche Künstlerin Anna Witt, wohnhaft in Wien, hat in Zusammenarbeit mit der schwedischen Designergruppe Uglycute ein Projekt für die EMSCHERKUNST.2013 entwickelt: „Breaking New“. Über den gesamten Ausstellungzeitraum (22. Juni – 6. Oktober) wird eine Gruppe DuisburgerInnen als mobiles Konstruktionsteam agieren.

    Der Schwerpunkt der Performance ist der Prozess des Produzierens: Gefundene, weggeworfene Materialien werden (wieder) in funktionale Objekte transformiert – beispielsweise in Stühle, Tische oder Hocker. Wo auch immer wiederverwertbares Material abgeladen wurde, entsteht ein neues Objekt und dort wird es auch zurückgelassen, um benutzt, neu platziert oder mitgenommen zu werden. Die PerformerInnen operieren, ausgestattet mit einem mobilen Kit an Werkzeugen, in den Straßen von Duisburg-Marxloh und Umgebung.

    Im Vorfeld der EMSCHERKUNST.2013 wurden die PerformerInnen in einem Workshop mit Uglycute in die Arbeitsweise eingeführt. Dieser fand vom 10. bis 12. Mai im Künstler-Hauptquartier an der Wiesenstraße in Duisburg-Marxloh statt. Das Hauptquartier ist ausgestattet als Lager, Versammlungsort, Dokumentations-Archiv und dient als Anlaufstelle für Besucher.

    Die Räumlichkeiten sind mit einem von Uglycute entwickelten  Modulsystem ausgestattet, das die verschiedenen Funktionen des Raums verbindet. Dieses modulare System mimt den industriellen Prozess in der Herstellung sowie die industrielle Ästhetik und ist inspiriert von Marxlohs Flair, wo sich die glitzernde Brautmodenindustrie mit den Auswirkungen der Industrie des Ruhrgebiets treffen.

    Die Künstlerin Anna Witt über ihre ersten Erfahrungen: „Das Thema Sperrmüll sorgt in der Region für Kontroversen, was mich auf die Idee brachte, ihn als Ressource zu betrachten. ‚Breaking New‘ will nicht auf ein Problem verweisen, sondern produktiv damit umgehen.“

    Anna Witt betonte, dass es für sie eine Notwendigkeit ist, sich mit den Bedingungen der alltäglichen Realität vor Ort auseinander zu setzen. „Wichtig ist es mir, ein Projekt zu entwickeln, das im Dialog mit den Bewohnern steht und verfügbar ist. Ich wünsche mir, dass es sich ins alltägliche Leben integriert.

    Es ist mir wichtig, das Projekt mit den Menschen vor Ort und direkt in den Straßen entstehen zu lassen“, so die Künstlerin. Uglycute zu ihren Beweggründen: „Das Design ist inspiriert von der Marxloher Ästhetik. Es ist eine interessante Kollision zwischen der glitzernden Hochzeitsindustrie und der rostenden Industrie.“

    Kurator Prof. Florian Matzner, der bereits die erste Ausgabe der EMSCHERKUNST im Kulturhauptstadtjahr 2010 kuratierte, ging auf die Bedeutung des Projekts für die Region ein: „Kunst muss für mich raus aus dem ‚white cube‘ des Museums – dafür sprechen unsere ungewöhnlichen Ausstellungsorte wie leerstehende Ladenlokale, ehemalige Industrieanlagen oder unentdeckten Landschaften, aber auch all die Nebenschauplätze und ‚Unorte‘ zwischen Gelsenkirchen und Dinslaken.“

    Matzner ist es ein Anliegen in den urbanen Raum, direkt zu den Menschen, zu gehen. Katja Aßmann, Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr ergänzte: „Die EMSCHERKUNST ist in erster Linie für die Menschen vor Ort gemacht.

    Die Kunst begibt sich in den Alltag der Emschertalbewohner und macht Lust mitzumachen. Urbane Künste Ruhr tratt neben Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr erstmals als Veranstalter der EMSCHERKUNST. 2013 auf. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Start in den diesjährigen Kultursommer.“

    Anna Witt
    Anna Witts performative Interventionen und Videoinstallationen beschäftigen sich mit der Konstruktion kultureller Stereotype und der Positionierung von Individuen innerhalb sozialer Systeme. Ihre Arbeiten können sowohl fiktionalen als auch dokumentarischen Charakter haben. Witt studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und bei Monica Bonvicini in Wien. 2005 erhielt Anna Witt ein Vollstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zuletzt bekam sie 2010 ein Staatsstipendium für Video- und Medienkunst in Österreich.

    Uglycute
    Das Kollektiv Uglycute bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Design, Kunst und Lehre. Ihr Interesse gilt experimentellen Produktionsprozessen und den Auswirkungen von Design auf die Gesellschaft. Eine wesentliche Fragestellung ihrer Arbeit ist die Wertigkeit von Materialien und ihre Tätigkeit umfasst nicht nur die Produktion, sondern auch das Schreiben, Unterrichten und das Abhalten von Workshops.

    Pressekontakte:
    Urbane Künste Ruhr, Kultur Ruhr GmbH, Leithestraße 35, 45886 Gelsenkirchen
    Bettina Steindl, bs@urbanekuensteruhr.de
    Clemens Baier,  cb@urbanekuensteruhr.de
    Ausstellungsbüro EMSCHERKUNST, Emschergenossenschaft, Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
    Patricia Bender, bender.patricia@eglv.de
    Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35, 45128 Essen
    Jens Hapke, hapke@rvr-online.de

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  • Der Maler Josef Winkler in seinem Atelier
Josef Winkler über seine Malerei Die Malerei ist für mich taeglich ein Neubeginn
Abstraktion ist nicht literarisch, eine Wiedergabe in ablesbarer Form, sondern es ist die Auseinandersetzung mit einem Thema
Man braucht ein Konzept, ohne literarisch zu sein
Josef Winkler verbringt viel Zeit im Atelier
Werk von Josef Winkler
Werk von Josef Winkler
Werk von Josef Winkler
Werk von Josef Winkler
Filmaufnahmen im Atelier von Josef Winkler
Werk von Josef Winkler
Bilder, Bilder, Bilder von Josef Winkler
    tägliche spontanität ist gefragt
    Werk der Woche: Josef Winkler über seine Malerei " Die Malerei ist für mich täglich ein Neubeginn"

    Was ist das Wesentliche bei der Abstraktion? Eigentlich handelt es sich ja nicht um Abstraktion, sondern um gegenstandslose Malerei. Was wir sehen und hören, haben wir gespeichert - in der Umsetzung in ein Medium der bildenden Kunst ist es so, daß man auf einen seelisch-geistigen Gehalt reduziert.

    Abstraktion ist nicht literarisch, eine Wiedergabe in ablesbarer Form, sondern es ist die Auseinandersetzung mit einem Thema, das rein von der seelisch-geistigen Konzeption herkommt.


    Die Auseinandersetzung mit der folterkammerähnlichen Situation im Atelier, wo man die weiße Fläche vor sich hat - egal ob Holz, Leinen oder Papier - ist so, wie sie viele Maler schon hatten: den ersten Strich oder Punkt zu machen und nicht ein Bild entstehen zu lassen, das schon vorher im Kopf da war. Das wäre nur eine Wiederholung eines bereits gemalten Bildes.


    Dabei fehlt die Spontanität und der Kampf, der sich - nach meiner Erfahrung - so entwickelt, daß irgendwann am Beginn des Arbeitsprozesses das Bild einen Moment erreicht, in dem es mir Antwort gibt. Das klingt zwar kompliziert, aber unter Antwort verstehe ich den Dialog zwischen Maler und Werk.

    Erst dann beginnt der richtige Arbeitsvorgang, während dem man ein Bild immer wieder neu erzeugen muß, Die Schwierigkeit liegt auch darin, sich beim nächsten Bild nicht zu wiederholen, die Angst davor habe ich jedes Mal.

    Man sollte nicht beim ersten Bild schon sagen können, man habe das drilte auch schon gesehen usw. Es ist eine lebendige Geschichte wie eine Vereinigung zwischen Mann und Frau, weil auch das Erotische eine große Rolle spielt und für mich thematisch sehr wesentlich ist.

    Das ist vielleicht das Credo meiner Malerei, wenn man von der rein farblichen Auseinandersetzung und Sensation, die sich aul einem Bild abspielt, zu dem geht, was unter der Bildfläche ist und immer wieder zum Durchbruch kommt.


    Ein Bild muß so weit offen sein, daß es für jeden Betrachter die Möglichkeit einer weiteren Diskussion bietet, er soll die Auseinandersetzung, die ich mit dem Bild hatte, fortsetzen. Das erst gibt ihm den Wunsch, das Bild zu besitzen, weil er das Gefühl hat, daß der Erzeuger dieser Oberfläche einen Kampf hinter sich gebracht hat, der für den Beschauer weitergeht.

    Viele der Erwerber meiner Bilder, die nie zuvor ein abstraktes Bild besessen haben, waren sofort von der Komposition eingenommen, ohne den Namen des Künstlers zu kennen, aber die Kraft kam aus dem Bild zu ihnen.


    Man braucht ein Konzept, ohne literarisch zu sein, aus dem man schöpfen kann. Von der Geburt bis zum Tod ist alles, was Leben ausmacht - Sexualität, Leiden und Probleme - neben den Standortbestimmungen des Alters, in denen die Summe der Erfahrungen mitschwingt, in diese künstlerische Aussage integriert.

    Dies ist meine Spange von Alpha zu Omega: die Erotik, die sich nach Freud wie ein roter Faden durchs Leben zieht, all die kleinen Tode, die man auch in der Vereinigung erlebt. Beim Malen bin ich ein vollkommen eruptiver Mensch, der die Farbe und den Inhalt benützt, um sich in seiner Sprache auszudrücken.

    Viele Dinge im Leben werden geistig-seelisch erfaßt und man kann nicht achtlos  vorübergehen, alles hat Bedeutung, es gibt aber Schwerpunkte. Der Künstler sollte in seiner Zeit Seismograph sein, nicht politische Dinge aufsaugen und sich für einen politischen Maler ausgeben oder Psychotherapeut, der mit seinen Bildern heilen will, sondern die Inhalte sollten substantiell sein.


    Ich male auch nicht gerne, aber ich bin von der Malerei besessen. Dabei erreichen nur wenige Bilder einen gewissen Grad an Perfektion, die für den Zeitpunkt, an dem sie gemalt wurden, einmalig war und unwiederholbar bleibt.

    Die Reduzierung der Farbe hat sich nach der langen Abstinenz von der Malerei ergeben. Begonnen hatte ich im Umkreis der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, man kannte damals nichts anderes, vor allem nicht das, was international passierte.

    Als ich nach Jahrzehnten wieder begann, hatte ich das Glück, kurze Zeit wie ein Kind zu malen, unbeschwert mit breiten Pinseln, Farbbahnen ziehend, eruptiv. Bis die Malerei dann eine andere Position in meinem Leben einnahm.

    Dabei kam die Erkenntnis, daß Buntheit eine gefährliche Möglichkeit des Ausdrucks ist, da man sich in ihren Sensationen verliert.  Sie übertünchen Fehlerquellen wie auch das Handwerk zu diesem Vertuschen dienen kann.

    Es kam der Anspruch, sich mit Wenigem, aber substantiell auszudrücken; sich mehr zu konzentrieren durch Reduktion von Form und Farbe, auf das, was man sagen will. Dabei gibt es Vorbilder, ohne die man nicht auskommt - Tapies ist dabei ein wichtiger Mentor für mich, den man glücklicherweise nicht kopieren kann, ich versuche diese Mauerbilder, die er als einer der ersten in die Malerei einbrachte, in meine Sprache umzusetzen.

    Es sind Dinge wie spontane Kritzelei oder der natürliche Verwitterungsprozeß, die einen Oberflächenreiz entwickeln und ich konnte mein Kürzel gut nebeneinandersetzen, ohne einen Zusammenhang herzustellen, der ein Aussageproblem mit sich bringen würde. Ohne die eigene Sprache zu verlieren, trotz Veränderung oder veränderter Aussage bleibt der ehrliche Künstler stets erkennbar.


    Das ,,Freiarbeiten", die Entwicklungsschritte bei den Papierarbeiten, sind für die Entstehung der großen Bilder äußerst wichtig. Die Malerei ist für mich täglich ein Neubeginn, mit all seinen Problemen, der Kampf ist jeden Tag der gleiche.

    Josef Winkler über seine Malerei

    Josef Winkler wurde am 15. November 1925 in Wien geboren.

    1946 studierte er an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt - 1947/48 folgte ein Studium an der Akademie der bildenden Künste bei Josef Dubrowsky und Herbert Boeckl.

    Von 1948-1950 war der Künstler Stipendiat an der Art School in Guildford, England.

    In diesen Jahren war Winkler stilistisch mit der Gruppe, der Wiener Phantastischen Realisten Verbunden und fand auch in dieser Zeit seine eigenen Facetten.

    Nach den ersten Erfolgen unterbrach Winkler seine künstlerische Arbeit und verschrieb sich dem Kunsthandel.

    Diese lange Beschäftigung ließ den Künstler reifen.

    Als er 1990 schließlich selber wieder zum Pinsel griff, ja dem Kunsthandel den  Rücken zuwandte, um sich ausschließlich der Malerei zu widmen, war er geprägt von den Künstlern und Formen des abstrakten Expressionismus und verschrieb sich immer mehr dem Informell.

    Heute zählen Winklers Werke zum festen Bestandteil verschiedenster privater Sammlungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

    Kontakt

    Josef Winkler
    email: office@atelier-winkler.com







     

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Michaela Boland trifft die iranische Kuenstlerin Pari Moradi
Michaela Boland und Pari Moradi 
Ausstellung in der Horbach-Stiftung Koeln
Scherben, Pari Moradi
    michaela boland trifft...
    Pari Moradi sieht in Trümmerstücken eine Metapher für den Menschen

    Erstveröffentlichung am 10.02.2016 - Was kann schon eine Scherbe? Die meisten Leute werfen sie schlichtweg achtlos weg. Wird doch der Wert einer Sache regelmäßig an deren Tauglichkeit, der Neuheit, ihrer Funktionalität und vor allem ihrer Schönheit gemessen. Perfektion lautet die Devise.

    Zerbrechlichkeit oder gar Zerbrochenes kommt eigentlich nicht in die Tüte. Ein Schlingel, wer dabei Übles denkt und auf die Idee kommt, diese Betrachtungsweise könne womöglich gleichsam für die Bewertung von Menschen gelten. Oder vielleicht doch?

    Pari Moradi sieht in den Trümmerstücken einst schön anzusehender Tongefäße weitaus mehr als wertlosen Müll. Die Künstlerin nimmt sich der Einzigartigkeit jener Restbestände an und mehr noch: In ihnen sieht sie eine Metapher für den Menschen. Und? Ist diese Sichtweise wirklich so weit von der Realität entfernt?

    Wie einzelne Scherben andere stützen, sehr wohl Wertigkeit besitzen und Kraft haben, hat die gebürtige Perserin in ihren Werken umgesetzt.

    Im Rahmen der aktuellen AusstellungBerge begegnen sich nicht – Sechs iranische KünstlerInnen“ können die sehenswerten Bilder noch bis zum 20. März in den Räumlichkeiten der Michael Horbach Stiftung in Köln betrachtet werden. Dabei sollte man nicht vergessen: Scherben bringen Glück.

    Michaela Boland: Die AusstellungBerge begegnen sich nicht“ ist noch bis zum 20. März 2016 in den Kölner Räumlichkeiten der Michael Horbach Stiftung in der Wormser Straße 23 zu sehen und besteht aus Exponaten der Künstler Mahssa Askari, Bahar Batvant, Gila Abutalebi, Linda Nadji, Reza Nadji und Ihnen, Pari Moradi. Gibt es abgesehen vom iranischen Hintergrund noch weitere Gemeinsamkeiten mit den anderen Künstlern dieses Projekts?

    Pari Moradi: Nein, überhaupt nicht. Zwei der Künstler kannte ich zuvor noch nicht. Sie waren eine Empfehlung des Kurators. Die drei anderen kannte ich bereits durch Michael Horbach, einen davon hatte er nämlich früher bei seinem Projekt unterstützt. Daraufhin haben wir dann auch dessen Schwester kennengelernt. Eine weitere Künstlerin war eine Bekannte von Michael.

    Michaela Boland: Wie ist die Idee zu dieser Gemeinschaftsausstellung entstanden?

    Pari Moradi: Die Idee war zu zeigen wie Künstler, die selbst im Iran geboren oder iranischer Abstammung sind, sich in Europa weiterentwickelt haben. Welche Kunst machen sie unter dem Einfluss europäischer Kunst? Wären wir im Iran geblieben, würden wir heute bestimmt andere Kunst machen.

    Michaela Boland: Haben Sie die Werke im Hinblick auf dieses Projekt erst geschaffen, oder gab es sie bereits und wurden nun alle lediglich zusammengestellt?

    Pari Moradi: Die Scherben male ich seit zwei Jahren, da war diese Ausstellung noch nicht geplant. Dann entstand aber die Idee hierzu und das passte natürlich, weil ich eben auch iranischer Abstammung bin. Aber speziell für dieses Projekt waren die Bilder nicht geplant.

    Michaela Boland: Bei dem Ausspruch „Berge begegnen sich nicht“ (Menschen schon) soll es sich um eine persische Redensart bzw. Weisheit handeln. Was ist damit gemeint und wie findet sie sich konkret in Ihrer Gemeinschaftsausstellung wieder?

    Pari Moradi: Es bedeutet, dass sich entfernte Freunde oder Bekannte immer nochmal an einem neutralen Ort treffen. So ist die Redensart zu interpretieren. Bei uns Künstlern ist es auch so, dass wir uns vorher quasi gar nicht kannten. Die Gemeinsamkeit zwischen uns besteht aber darin, dass wir aus dem Iran kommen und dann treffen wir uns eben hier in dieser Galerie in der Südstadt und stellen alle zusammen aus.

    Michaela Boland: Wurde denn von einem der insgesamt sechs beteiligten Künstler dieses Thema des Ausstellungstitels, also das iranische Wiedertreffen an neutraler Stelle, nochmal in irgendeiner Weise umgesetzt?

    Pari Moradi: Nein.

    Michaela Boland: Sie selbst sind Perserin und 1977 in Teheran geboren, haben auch einige Zeit dort gelebt. Was bedeutet es heute in Deutschland als Gegenwartskünstlerin mit Migrationshintergrund zu arbeiten?

    Pari Moradi: Schwierige Frage. Also, die Kunst, die ich mache, ist unabhängig von meiner Kultur oder meinem Land. Auch versuche ich neutrale Kunst zu machen, denn ich sage immer, „wir wurden zufällig irgendwo geboren und das ist alles“. Da, wo wir gerade sind, da gehören wir hin. So ist das auch in meiner Kunst. Diese ist überhaupt nicht persisch, sondern das bin ich einfach. Ich bin zwar im Iran geboren und aufgewachsen und seit 14 Jahren in Deutschland, aber, ich mache Kunst, die zu mir, also zu meiner Person passt.

    Michaela Boland: Anlässlich Ihrer Gemeinschaftsausstellung war im offiziellen Pressetext auf der Seite der Michael Horbach Stiftung zu lesen, dass alle beteiligten Künstler Pate stünden für eine junge bis mittlere Generation deutscher Gegenwartskünstler mit Migrationshintergründen. Was sollte dieser Hinweis insoweit zum Ausdruck bringen?

    Pari Moradi: Ich denke, man sieht das. Das, was unser Land und unsere Kultur ausmacht, kommt irgendwie auch in unserer Kunst rüber. Vielleicht manchmal nur anhand von Kleinigkeiten.

    Michaela Boland: Was würden sie als Beispiel benennen?

    Pari Moradi: Zum Beispiel bei Gila Abutalebi. Ihre Arbeiten sind sehr persisch. Sie arbeitet mit Buchstaben. Diese sind zwar nicht persisch, da sie gar nicht persisch schreiben kann, denn das hat sie nicht gelernt, weil sie hier aufgewachsen ist. Aber die Art wie sie arbeitet, daran sieht man, dass es persisch ist. Oder auch die Arbeiten von Reza. Seine Bilder handeln von Teheran.

    Michaela Boland: Sie zeichnen Sich dadurch aus, vorwiegend in Serien zu arbeiten mit immer wiederkehrenden Themenkomplexen. Jetzt haben Sie Tonscherben gemalt. Was hat es damit auf sich?

    Pari Moradi: Die Tonscherben sind für mich eine Metapher für Menschen. Keine zwei Scherben sind gleich. Ebenso wie wir Menschen. Wir sind alle einzigartig. Gemeint sind eher schwächere Menschen. Und das sind wir alle. Wir haben alle immer mal eine oder mehrere Phasen im Leben, in denen wir schwach sind. Doch auch in der Schwäche haben wir sehr viele Stärken.

    Ältere oder kranke Menschen sehe ich genauso als Scherben. Genau die habe ich in der Mitte meiner Bilder positioniert, um zu zeigen, die haben auch ihre Werte. Ich habe sie sogar erhoben. Normalerweise ist eine Scherbe ja etwas, das du wegschmeißt. Dadurch jedoch, dass ich sie als Objekt in die Mitte meiner Bilder genommen haben, habe ich ihnen einen Wert gegeben. Es ist doch so: egal wie alt, wie groß, wie reich oder wie schön wir sind, oder gar krank, wir haben alle unsere Stärken und Werte.

    Michaela Boland: Also Tongefäßscherben als Metapher für Menschen – Wie ist die Ursprungsidee dazu entstanden? Sie beschäftigen sich ja seit Jahren beinahe ausschließlich mit jener Thematik.

    Pari Moradi: Das kam so: Wir sind ja im Sommer immer auf Mallorca und die Serie, die ich vor den Scherben hatte, waren die Vasen. Die habe ich erst auf Mallorca gesehen, denn dort gibt es in allen Häusern und auf Fincas immer sehr schöne Vasen. Damals habe ich die Vasen-Serie auch als Metapher für Menschen gesehen. Stichwort: Zerbrechlichkeit.

    Eine Vase kann schließlich sehr schnell hinfallen. Aber: Sie kann wieder zusammengesetzt und restauriert werden. So wie wir Menschen alle Narben und Verletzungen aus der Vergangenheit tragen, so sind auch die alten Vasen. Auf diese Weise hat es also vor vier Jahren auf Mallorca angefangen. Nach dieser Serie habe ich dann quasi nochmal reduziert und sozusagen die Scherben aus den Vasen umgesetzt. Danach sogar erneut reduziert und einzelne Scherben nochmals als Metapher für Menschen herangezogen.

    Michaela Boland: Sozusagen eine logische Weiterführung der Thematik?

    Pari Moradi: Genau, eine Fortsetzung der Vasen.

    Michaela Boland: Was könnte danach kommen?

    Pari Moradi: Ich weiß es noch nicht.

    Michaela Boland: Die Inspiration kam Ihnen auf Mallorca. Erinnern Sie Sich auch an besondere Momente, in denen Ihnen Ideen zu speziellen Bildern kamen?

    Pari Moradi: Meistens ist es so, dass ich male, was ich denke und was ich gerade fühle. Als ich die Vasen-Serie begonnen habe, war eine schwierige Zeit. Als ich eine kaputte und anschließend wieder zusammengeflickte Vase auf der Finca gesehen habe, dachte ich, „ja, das bin ich“. In der Vase, die so viele Narben und Brüche hatte, habe ich mich gesehen.

    So habe ich das erste Bild gemalt und dann wurde auch schon eine Serie daraus. Genauso war es mit den Scherben. Es sind für mich Menschen und Gefühle. Manchmal hält eine kleine Scherbe eine große. Hin und wieder können wir, obwohl wir schwächer sind, trotzdem Stärkeren Halt geben. Auch Kinder können Eltern oder Erwachsenen Halt geben. Bei zwei oder drei Scherben auf einem Bild sind meistens die Beziehungen zwischen den Menschen gemeint.

    Michaela Boland: Wie gehen Sie technisch am liebsten bei der Anfertigung Ihrer Bilder vor?

    Pari Moradi: Ich habe Bleistift-Zeichnungen auf Büttenpapier und Acryl auf Leinwand-Gemälde bei dieser Serie.

    Michaela Boland: Sind das grundsätzlich Ihre präferierten Materialien oder könnten Sie Sich beispielsweise auch Öl vorstellen?

    Pari Moradi: Nein, mit Öl möchte ich nicht arbeiten. Öl riecht auch sehr stark. Ich habe bereits damit gearbeitet, habe es ausprobiert und ein paar Bilder damit gemacht, doch es war nicht meins. Damit fühle ich mich nicht wohl. Da passt Acryl besser zu mir. Noch lieber als mit Acryl auf Leinwand zu arbeiten, zeichne ich übrigens. Zeichnen ist für mich intimer, zerbrechlicher und sinnlicher.

    Michaela Boland: In welcher Preisspanne bewegen sich Ihre Bilder?

    Pari Moradi: Ich habe die Preise nicht so genau im Kopf, aber zwischen 600/800,- bis zweieinhalb Tausend Euro.

    Michaela Boland: Als Kurator für die “Berge begegnen sich nicht“ – Ausstellung konnten Sie den früheren Christie`s-Mitarbeiter und später geschassten Art Cologne – Chef, Gérard A. Goodrow, gewinnen. Wie verlief die Zusammenarbeit mit dem promovierten Kunsthistoriker, der jetzt als freier Kurator tätig ist?

    Pari Moradi: Er hat bereits häufiger mit Michael Horbach gearbeitet und Projekte gemacht. Er hat die Künstler zusammengebracht und hat dies auch sehr gut gemacht. Auch der Titel der Ausstellung, “Berge begegnen sich nicht“ wurde von ihm beigesteuert.

    Ich war zwar sehr überrascht, dass er als Amerikaner, der seit 30 Jahren in Köln lebt, dieses persische Sprichwort kannte. Es war seine Idee und wir waren alle sofort begeistert davon, denn es passt super. Immerhin ist es nicht erklärend, sondern es macht neugierig. Insofern war es wirklich eine sehr schöne Zusammenarbeit.

    Michaela Boland: Wie entspannt ist man, wenn ein Gérard Goodrow, der bereits beim traditionsreichen Auktionshaus Christie`s in London die Abteilung für zeitgenössische Kunst geleitet und mit Gemälden von Malern mit Weltruhm gehandelt hat, die eigenen Bilder unter die Lupe nimmt?

    Pari Moradi: Also, ich bin entspannt und ich bin immer dankbar, wenn er mir Tipps gibt. Ich schätze seine Meinung sehr und es ist immer schön, wenn er diese über meine Bilder kundtut. Auch ist es toll, wann immer ich Fragen oder neue Ideen habe, mit ihm zu reden.

    Michaela Boland: Sie befassen Sich auch mit Themen wie Traum und Realität und geben Ihren Exponaten durch eine farbliche Unterscheidung verschiedener Realitätsebenen oftmals eine melancholische Wirkung. Als wie melancholisch würden Sie Sich selbst beschreiben?

    Pari Moradi: Traum und Realität war vor ungefähr fünf Jahren meine erste Serie. Seither habe ich die Farben immer mehr reduziert. Es wird immer weniger. Bei den Vasen gab es nur noch Tonfarbe und jetzt bei den Scherben ebenfalls. Ich selbst bin nicht jemand, der immer so lachen kann und fröhlich ist. Ich bin eher zurückhaltend und ruhig und sicherlich auch ein bisschen melancholisch.

    Michaela Boland: Sie erwähnten, seit 14 Jahren hier in Deutschland zu wohnen. Wie ist Ihr Leben zuvor im Iran verlaufen?

    Pari Moradi: Ich bin ganz normal zur Schule gegangen und dann habe ich mein Studium gemacht. Wenn ich zurückblicke, war das alles sehr schön. Ich könnte mir heute zwar nicht mehr vorstellen, nochmal dort zu leben, da ich mich verändert habe. Damals war ich auch nicht mit allem zufrieden, weil es sehr viele Einschränkungen gegeben hat. Wenn man dort wohnt, gewöhnt man sich zwar daran, da man weiß, wie man damit umzugehen hat. Trotz aller Verbote hast du auch deinen Spaß. Man hat Freunde und, was man da nicht alles machen kann. Also, es war schön, aber leben möchte ich dort nicht mehr.

    Michaela Boland: Wie häufig sind Sie noch vor Ort?

    Pari Moradi: Innerhalb der letzten 14 Jahre war ich einmal dort, im Jahre 2010, und musste feststellen, dass sich vieles geändert hat. Oder ich habe mich sehr verändert. In jedem Fall war es nicht mehr mein Zuhause.

    Michaela Boland: Hat sich das Leben für Ihre Familie nach der Revolution und dem Krieg im Iran damals extrem verändert?

    Pari Moradi: Ja, sehr. Ich war zwei Jahre alt, als die Revolution kam und zwei Jahre später begann der Krieg zwischen dem Iran und Irak. Als Kind bekommst du zwar nicht viel mit, es kann sogar manchmal abenteuerlich sein, aber es war nicht einfach. Die Schulen waren einige Zeit geschlossen und man musste dann zu Hause lernen, lediglich die Prüfungen in der Lehranstalt ablegen. Mehrmals am Tag haben wir dann in der Schule die Sirenen gehört und mussten in den Keller gehen.

    Jedes Mal wurde natürlich der Unterricht unterbrochen. Auch haben die Eltern selbstverständlich aus Angst um die Kinder sehr gelitten. Das spürt man als Kind. Es ist immer so eine traurige Stimmung gewesen. Es gab Zeiten, in denen es ruhiger war, aber auch solche Zeiten, in denen Teheran jeden Abend bombardiert wurde. Wenn man drin steckt, muss man sich damit abfinden, aber im Nachhinein frage ich mich manchmal, wenn ich zurückdenke, „oh Gott, wie haben wir gelebt und wie haben wir das nur alles ausgehalten“?

    Michaela Boland: Wie verarbeitet man solche Erlebnisse?

    Pari Moradi: Ich habe manchmal immer noch Alpträume, in denen ich vom Krieg oder den Sirenen träume. Dann stehe ich vor lauter Angst auf und denke schließlich, „o.k., ich bin sicher“. Das ist insofern interessant, da ich inzwischen 38 Jahre alt bin, aber diese Angst und Unsicherheit noch immer in mir ist.

    Michaela Boland: Haben Sie jetzt noch Familie im Iran?

    Pari Moradi: Ich habe meine Eltern noch dort. Sie bleiben auch dort.

    Michaela Boland: Was machen bzw. haben Ihre Eltern beruflich gemacht? Haben sie ebenfalls mit Kunst zu tun?

    Pari Moradi: Überhaupt nicht. Meine Mutter war Hausfrau und mein Papa war Geschäftsmann. Er hatte mehrere Schreibwarenläden. Darüber hinaus habe ich noch einen Bruder, der Kurzfilme macht und in Kanada lebt. Ein weiterer Bruder, der jüngste von uns, er ist 30, lebt ebenfalls in Deutschland und studiert Musik in Münster.

    Michaela Boland: Was war Ihr konkreter Beweggrund im Alter von 24 Jahren nach Deutschland zu kommen?

    Pari Moradi: Ich habe mein Studium in Teheran gemacht und wollte gerne noch ein weiteres anhängen. Sehr gerne hätte ich Kunst studiert. In Teheran habe ich es nicht geschafft, da ich leider die sehr schwierige Aufnahmeprüfung nicht bestanden hatte. Diese sog. Konkur-Prüfung hatte ich für Sprachen bestanden, für Kunst bedauerlicher Weise nicht.

    So habe ich dann Englisch studiert und wollte gerne ein weiteres Studium machen. Ich hatte meinen Bruder bereits hier Deutschland und der sagte, „Ich helfe Dir“. So war er mir dann beim Zulassungsantrag behilflich. Auch habe ich es hier dann noch einmal mit der Aufnahme eines Kunststudiums probiert, aber es war nicht so einfach, weil ich ja eben zuvor nicht schon Kunst studiert hatte und weil es hier, noch dazu in einer anderen Sprache, auch recht schwierig ist. Also habe ich dann Indogermanistik in Münster studiert.

    Michaela Boland: Konnten Sie denn schon Deutsch sprechen, bevor sie hierher kamen?

    Pari Moradi: Überhaupt nicht. Ich habe erst in Münster angefangen an der Uni einen Kurs zu machen. Allerdings musste man hierfür bereits ein gewisses Mindestlevel beherrschen. Also, habe ich nur Kontakt zu Deutschen, und extra keinen zu den Iranern, gehabt, um ausschließlich Deutsch sprechen zu müssen und nicht in die Versuchung zu geraten, es mir leicht zu machen und es einfach auf Persisch zu sagen.

    Insgesamt habe ich wirklich sehr viel Glück gehabt und viele Leute kennengelernt, die mir geholfen haben. Eine Zeitlang habe ich sogar bei einer älteren Dame gewohnt, die ich betreut habe und mit ihr musste ich ohnehin den ganzen Tag Deutsch sprechen. Das war perfekt. Auch für sie.

    Michaela Boland: Sie haben Englisch und Indogermanistik studiert. Haben Sie beides abgeschlossen?

    Pari Moradi: Englisch ja, Indogermanistik nicht. Indogermanistik habe ich vier Jahre in Münster studiert und dann habe ich abgebrochen, um nur noch Kunst zu machen.

    Michaela Boland: Die Malerei haben Sie als Autodidaktin begonnen. Wie hat sich das entwickelt?

    Pari Moradi: Ich habe schon als Kind gezeichnet. Es war also immer schon ein Hobby und ich wollte es ja auch studieren, aber das ging nicht, doch trotzdem habe ich immer weiter gezeichnet. Früher waren es zuerst Figuren aus Comic-Cartoons oder auch alles, was ich mir als Kind gewünscht habe. Irgendwann später begann ich dann mit Porträts, da ich in der Schule immer wieder darum gebeten wurde, welche von meinen Schulkameradinnen anzufertigen.

    Also, in Porträts, so kann ich sagen, bin ich dadurch wirklich gut. Auch Hände zeichnete ich früher häufig. Nachdem ich mein Studium in Münster abgebrochen hatte, habe ich mit Serien begonnen und damit angefangen in Acryl zu malen, aber gezeichnet habe ich schon immer.

    Michaela Boland: In Teheran steht das bedeutendste Museum für zeitgenössische Kunst im Iran (Museum of Contemporary Art/ TMoCA) und beherbergt die größte Sammlung zeitgenössischer Kunst außerhalb Europas und den USA . Haben Sie dort womöglich auch in Ihrer Jugend Zeit verbracht?

    Pari Moradi: Ja, Galeriebesuche und kleine Ausstellungen gab es. Als ich studiert habe, habe ich mit meinen Freunden oft Galerien besucht. In Teheran gibt es ja auch viele. Allerdings trifft die iranische Kunst, die im Iran gemacht wird, heute nicht mehr meinen Geschmack. Das, was die dort machen, ist eher figurativ. Früher fand ich das toll, heute nicht mehr. Einerseits denke ich, dass sich der Geschmack mit der Zeit ändert, andererseits glaube ich, dass es einen schon beeinflusst, wenn man viele Jahre hier ist und ständig europäische Kunst erfährt.

    Michaela Boland: Ist das, was Sie als figurativ bezeichnen, der entscheidendste Unterschied zwischen iranischer Kunst und dem, was hier geschaffen wird? Oder gibt es darüber hinaus noch weitere typische Unterscheidungskriterien?

    Pari Moradi: Zwar gibt es in den letzten Jahren auch recht viele abstrakte Bilder, aber meistens ist die Kunst, die im Iran gemacht und auch vom Volk dort sehr gemocht wird, eher figurativ und sehr viel mehr traditionell. In den Bildern ist also sehr viel Kultur und Tradition enthalten und auch sehr viele Farben. Vor allem persische, orientalische Farben.

    Michaela Boland: Sie waren die erste Stipendiatin der Michael Horbach Stiftung. Die Auswahlkommission bei der Vergabe der Stipendien für junge ausländische Künstlerinnen ist eine Ein-Mann-Jury, wie der Kölner Stadt-Anzeiger schon 2013 berichtete. Nämlich einzig Michael Horbach. Mit ihm sind Sie seit einigen Jahren auch privat liiert. Wirkt sich das auf die Anerkennung Ihrer autodidaktischen Malerei in irgendeiner Form aus?

    Pari Moradi: Ich muss sagen, in der Kunst ist es immer schön, wenn du Unterstützung hast. Ich habe diese von Michael. Aber, er ist auch sehr kritisch, genauso wie seine Freunde. Wenn wir Leute einladen, die etwas mit Kunst zu tun haben, dann hält er sich sehr oft zurück, damit sie wirklich ihre ehrliche Meinung sagen.

    Ich möchte das auch so, weil ich nicht einfach nur deshalb Lob hören möchte, weil ich die Freundin von Michael bin. Mit Michael kann ich aber auch sehr gut über meine Kunst und meine Entwicklung reden. Er beeinflusst mich und wartet immer mit seiner ehrlichen Meinung auf. Das hilft mir sehr.

    Michaela Boland: Ist er womöglich noch kritischer, als es unter Umständen ein herkömmlicher Lebenspartner wäre?

    Pari Moradi: Ja, das ist er. Ich sehe, dass er bei den anderen Künstlern vorsichtig ist, wenn er seine Meinung abgibt. Bei mir ist er ehrlicher. Er kennt mich, weiß wie ich arbeite und was ich damit sagen will. In meiner Arbeit ist er irgendwie drin, er weiß mehr darüber und kann dementsprechend auch mehr kritisieren. Ich profitiere einfach von seiner Erfahrung.

    Michaela Boland: Michael Horbach war lange Zeit als ausgesprochen erfolgreicher Unternehmer tätig – millionenschwer. Als Kunst-Förderer und –Sammler ist er ebenfalls seit vielen Jahren renommiert. Inwieweit profitieren Sie als Künstlerin auch davon?

    Pari Moradi: Sehr viel. Er weiß sehr viel über Kunst und in vielerlei Hinsicht mehr als ich, auch wegen seines Alters. Wir sprechen abends sehr oft über Kunst, wenn wir essen gehen. Wenn ich über einen Künstler mehr wissen will, drucke ich aus dem Internet einen Artikel aus, wir lesen ihn gemeinsam und dann sprechen wir darüber. Über den Künstler, über seine Arbeiten. Es hilft mir immer wieder sehr zu sehen, wie Michael das sieht oder wie er es interpretiert. Manchmal stellt er auch Vergleiche meiner Arbeiten mit der von anderen Künstlern an, erzählt mir von anderen, die auch Autodidakten waren, so wie ich. Michael ist wie ein Lehrer für mich.

    Michaela Boland: Wie sieht es in puncto Kontakte, die Ihr Lebensgefährte hat, aus? Ist das förderlich?

    Pari Moradi: Ja, klar. Er unterstützt sehr bei den Ausstellungen. Aber umgekehrt hat er durch mich auch viele Leute aus der Kunstszene auf Mallorca kennengelernt, die er vorher nicht kannte. Er hatte zuvor bereits 14 oder 15 Jahre auf Mallorca gelebt, aber nicht viele Leute kennengelernt, die mit Kunst zu tun hatten.

    Weil er versucht, mich zu fördern, fragt er eben nach: „Welche Galerie würde zu Pari passen? Wo könnte sie ausstellen? Ist sie schon so weit, in dieser oder jener Galerie auszustellen oder noch nicht?“ Dadurch, das sagt er selbst, habe er viele Menschen getroffen, die mit Kunst zu tun haben.

    Michaela Boland: Die Welt befindet sich in Aufruhr – nicht zuletzt auch durch den Iran. Im Zusammenhang mit dem Atomprogramm des Landes waren Wirtschaftssanktionen gegen die islamische Republik verhängt worden. Erst im Januar wurden diese Einschränkungen aufgehoben. Der Iran war Ihre Heimat und darauf, dass Sie Sich noch mit ihm verbunden fühlen, weist bereits der Untertitel Ihrer aktuellen Ausstellung hin, der da lautet: “Sechs iranische KünstlerInnen“. Wie wirken sich solche Geschehnisse auf Sie und Ihre künstlerische Arbeit aus? Hat all dies überhaupt in irgendeiner Weise Einfluss auf Sie?

    Pari Moradi: Einfluss auf mich insofern, als dass ich mich dafür interessiere, weil meine Familie dort ist. Ich lese auch viel darüber. Jedoch können die Leute, die vor Ort leben mehr Wahrheit berichten, als das, was man so über die Medien mitbekommt. Das ist immer so. Wenn wir allerdings telefonieren, versuche ich nicht darüber zu reden, denn das könnte für meine Familie vielleicht gefährlich sein. Aber auf meine Kunst, so muss ich sagen, hat das keinen Einfluss. Der Einfluss ist die ganze Umwelt, das, was man mitbekommt. Mein Leben ist eher hier. Was mit mir als Person privat passiert, das sieht man in der Kunst. Was ich mitbekomme von der Welt, ist auch mehr hier, denn meine Welt ist einfach mehr hier. So hat das, was derzeit im Iran passiert, wenig oder eigentlich gar keine Auswirkungen auf meine Kunst.

    Michaela Boland: Der Untertitel Ihrer Ausstellung, bei dem das Iranische hervorgehoben wird, hat sozusagen in keiner Weise künstlerische Bewandtnis?

    Pari Moradi: Überhaupt nicht. Was wir gemeinsam haben, ist wirklich nur, dass wir fast alle im Iran geboren wurden.

    Michaela Boland: Was wissen Sie über den Kunstmarkt im Iran? Hatten die Sanktionen auf dem Wirtschafts- und Finanzsektor möglicherweise auch immense Auswirkungen innerhalb der Kunst?

    Pari Moradi: Darüber kann ich nichts sagen, denn ich weiß darüber wirklich nicht allzu viel. Ich bekomme diesbezüglich nicht viel mit. Wenn ich mit meinen Eltern telefoniere, dann sprechen wir nur über ganz herkömmliche Sachen. Nicht über Politik. Ich weiß nur, dass selbst ganz normale Menschen durch Sanktionen sehr gelitten haben, weil sie beispielsweise Medikamente, die sie dringend benötigt haben, nicht bekommen konnten. Wie sich das jedoch in der Kunst vollzogen hat, kann ich nicht sagen, da meine Familie ja nichts mit Kunst zu tun hat.

    Michaela Boland: Sie selbst unterhalten auch keinerlei Kontakte zu iranischen Künstlern in der alten Heimat?

    Pari Moradi: Nein, überhaupt nicht.

    Michaela Boland: Im Februar letzten Jahres startete die Ausstellung des ZERO-Künstlers, Max Piene, im TMoCA (Museum für zeitgenössische Künste in Teheran). Der Museumsleiter, Madschid Mollanorusi, bezeichnete die Ausstellung damals als Brücke des kulturellen Austauschs zwischen dem Iran und Deutschland. Kennen Sie weitere ähnliche Projekte?

    Pari Moradi: Gerade in letzter Zeit habe ich häufiger gelesen, dass iranische Künstler für eine kurze Zeit hierher kommen, beispielsweise im Rahmen eines Stipendiums, um europäische Kunst zu sehen. Wenn sie dann zurückgehen, hat das Auswirkungen auf ihre Arbeit, was ich sehr gut finde. Dies war damals nicht möglich. Aber seit dem neuen Präsidenten ist jetzt vieles offener geworden.

    Das finde ich sehr wichtig, dass man voneinander lernt. Wenn ein Land ganz zu ist, hat man keinerlei Austausch mit den anderen. Dass sich Künstler bewegen können, auch iranische, halte ich für ausgesprochen wichtig. Dass sie auch mal nach Europa oder Amerika können. Das ist in letzter Zeit, Gott sei Dank, auch für Schauspieler immer mehr möglich.

    Michaela Boland: Könnten Sie Sich auch vorstellen, im Iran auszustellen?

    Pari Moradi: Ja, das kann ich mir vorstellen. Es wäre auch interessant für mich zu sehen, wie die Iraner auf meine Kunst reagieren. Immerhin ist es für mich weder iranische, noch europäische Kunst, sondern einfach neutrale.

    Michaela Boland: Was sind Ihre nächsten Projekte oder gibt es jetzt erst mal eine Babypause, da Sie und Michael Horbach in wenigen Wochen Ihr erstes gemeinsames Kind erwarten?

    Pari Moradi: Also, Babypause möchte ich eigentlich nicht unbedingt machen, aber ich glaube, in nächster Zeit muss ich. Da werde ich nicht viel malen können. Ich würde sagen, es kommt darauf an, wann mir die nächste Idee kommt. Dann würde ich sofort anfangen. Ich denke auch trotz des Babys. Auch glaube ich, es würde mir sehr fehlen, wenn ich eine lange Zeit nicht zeichnen könnte.

    Michaela Boland: Liebe Pari Moradi. Herzlichen Dank für das ausführliche Interview und für die bevorstehende Geburt sowie alle künftigen Projekte alles Gute.

     

     

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und Porträt des Monats

    © Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste

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  • Iris Boss lebt in Berlin und arbeitet als Schauspielerin und Sprecherin
Iris Boss, Die staendig gleichen Nasen laufen über den roten Teppich
Iris Boss, Schauspieler muessen froh sein, wenn sie überhaupt eine Gage kriegen
Iris Boss, In Deutschland koennen gerade mal zwei Prozent der Schauspieler von ihrem Beruf leben 
Iris Boss hat es Marion Wagner in ihrem Zweiergespräch erzählt
    Zweiergespräch mit Iris Boss
    Iris Boss über brotlose Kunst, roter Teppich, Glamour und hohe Gagen

    Marion Wagner sprach mit der Berliner Schaupielerin Iris Boss anläßlich der Berlinale über den Beruf der Schaupielerei. Marion Wagner spricht in ihrem Blog mit Kunst und Kulturschaffenden in Berlin und leitet den "Verlag für Kurzes " einen unabhängigen Verlag für kurze Texte.

    Iris Boss lebt in Berlin und arbeitet als Schauspielerin und Sprecherin.

    Roter Teppich, Glamour, hohe Gagen? Wie sieht die Lebenswirklichkeit eines Schauspielers tatsächlich aus?

    Iris Boss hat es Marion Wagner in ihrem Zweiergespräch erzählt.

    Viele Schauspieler sagen, sie hätten schon immer gewusst, dass sie nichts anderes werden wollen. War es bei dir auch so?

    Schon immer nicht, aber schon sehr früh. Weihnachtsmann, Tierärztin, Piratin und Clownin waren die Berufswünsche davor. Als ich etwa acht war, wurde mir klar, dass ich alles zusammen werden könnte, wenn ich Schauspielerin werde.

    Wie hast du dir das Leben als Schauspielerin vorgestellt?

    Ich bin ohne Fernseher aufgewachsen, vielleicht kam deswegen in meiner Vorstellung die Arbeit vor der Kamera gar nicht vor. Ich habe mich schon sehr früh, sehr ernsthaft mit dem Beruf befasst, habe alle Informationen gesammelt, die ich kriegen konnte. Über die Ausbildung, die Berufsanforderungen, den Arbeitsalltag am Theater usw. und habe einen dicken Ordner angelegt, in dem ich das alles archiviert habe.

    Auch praktische Bühnenerfahrung habe ich schon sehr früh gesammelt, ich wusste also, was es bedeutet, eine Rolle zu erarbeiten. Ich habe mir vorgestellt, dass ich nur für diesen Beruf leben würde und in meinen Rollen ganz aufgehe.

    Die Sprache war auch schon früh sehr wichtig für mich. Ich liebte die Vorstellung, mich ein Leben lang mit Sprache beschäftigen zu können.

    Die Liebe zur Sprache kann ich sehr gut nachvollziehen … Bei Schauspielern denken ja viele an rote Teppiche und hohe Gagen. Die Wirklichkeit sieht für die große Masse aber nicht so aus, oder?

    Nein. Sonst würden wir ja auch nicht die ständig gleichen Nasen über den roten Teppich laufen sehen, sondern die in Deutschland zum Beispiel, grob geschätzt, 25.000 Menschen, die sich hier als Schauspieler bezeichnen.

    Was die hohen Gagen betrifft, ist es im Gegenteil so, dass Schauspieler froh sein müssen, wenn sie überhaupt eine kriegen. „Leider keine Gage, dafür lecker Catering“ ist eine gängige Formulierung in Stellenanzeigen unserer Branche. Wer würde darauf kommen, einen Anwalt, einen Klempner oder wen auch immer auf derart ungehörige Weise zu rekrutieren?

    Aber es muss ja Schauspieler geben, die das mitmachen, sonst könnte eine solche Dreistigkeit nicht funktionieren.

    Dass so etwas funktioniert, hat verschiedene Gründe. Einer davon ist sicher, dass man als Schauspieler schnell ins Abseits gerät, wenn die Vita Lücken aufweist. Wer länger nicht gespielt hat, wird nicht mehr besetzt. Ein Teufelskreis. Also lieber unbezahlt irgendeinen Scheiß machen als gar nichts.

    Da jedes Jahr ca. 200 Absolventen von staatlichen und ca. 400 von privaten Schulen, dazu ungezählte Quereinsteiger – da „Schauspieler“ keine geschützte Berufsbezeichnung ist, kann sich jeder so nennen – neu auf den Markt kommen, die bezahlten Jobs durch Streichung von Subventionen, Reality-Formate mit Laien usw. immer weniger werden, wird man als Schauspieler immer erpressbarer.

    Auch die soziale Absicherung ist schwierig. Meistens ist man gezwungen, als Selbständiger zu arbeiten oder die Festanstellungszeiten beschränken sich auf wenige Tage oder Wochen. Sich so einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erarbeiten, ist für die meisten schwierig bis unmöglich.

    In Deutschland können gerade mal zwei Prozent der Schauspieler von ihrem Beruf leben. Die Arbeitslosenquote liegt bei 25 Prozent. Mit einer hohen Dunkelziffer. Manchmal denke ich, der Beruf ist überhaupt nur noch als Hobby für Kinder reicher Eltern machbar. Aber – (lacht) – ich bin ja der Beweis dafür, dass es nicht so ist.

    Wie ist es bei dir?

    Ich lebe seit elf Jahren von meinem Beruf. Über rote Teppiche gehe ich selten.

    Was gehört eigentlich noch zur Arbeit eines Schauspielers, außer dem Spielen selbst?

    Für einen Drehtag oder eine Theaterproduktion arbeitet man natürlich viel mehr als die reine Anwesenheitszeit: Allein um überhaupt an den Job zu kommen, muss ein Schauspieler, der keinen Namen hat, viel Zeit für Netzwerkpflege, Bewerbungen und Vorbereitung für Vorsprechen oder Castings aufbringen.

    Jeder Schauspieler braucht aktuelle Fotos, Demomaterial und muss seine Webpräsenz pflegen. Seit Neustem wird sogar verlangt, dass er bei sogenannten e-Castings eine vorgegebene Szene einreicht. Er braucht also jemanden, der ihn filmt, ihm die Szene schneidet usw., nur um sich mit hunderten anderen zu bewerben. Auch sein Instrument, also seinen Körper, seine Stimme, seine Konzentrationsfähigkeit muss er in Zeiten ohne Engagement in Schuss halten.

    Wenn man zynisch sein will, könnte man sagen, er könne ja froh sein, unbezahlt arbeiten zu dürfen, so spare er sich wenigstens die Kosten für Maßnahmen, für die er sonst bezahlen müsste. Eine ganze Branche lebt inzwischen von arbeitslosen Schauspielern: Workshops, Coaches, Demobandproduzenten …

    Hat er dann eine Rolle bekommen, beginnt die Vorbereitung, das Textlernen, die Proben und parallel dazu schon wieder die „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ für die Zeit danach.

    Wie sieht dein Alltag aus?

    Wenn ich in einer Produktion bin, probe ich von 10-14 Uhr und von 18-22 Uhr, wenn ich „frei“ bin, also verschiedene kleinere Sachen mache, ist jeder Tag anders. Da laufen dann viele Dinge parallel. Die einzigen Konstanten in dieser Zeit sind Büroarbeiten, die ich wie jeder Selbständige machen muss. Und Sport.

    Die festen Zeiten sind ja nicht sehr familienfreundlich.

    Natürlich bringt es der Beruf mit sich, dass wir gerade dann arbeiten, wenn alle anderen frei haben. Wochenenden, Weihnachten, Silvester … Familie oder ein “normales” Sozialleben ist da schwierig. Kinder sind, würde ich behaupten, ohne Partner, der sehr flexibel ist und zudem den Großteil des Geldes ranschafft, unmöglich.

    Du warst gerade drei Monate mit dem Stück Frau Müller auf Tournee. Habt ihr jeden Abend gespielt?

    Mit Ausnahme von zwei spielfreien Abenden, ja.

    Wie ist das, wenn man so lange auf Tournee ist? Schaltest du beim Spielen irgendwann auf Autopilot?

    Es ist ja ein Teil des Berufs, Dinge, die man schon hunderte Male gemacht hat, immer wieder frisch und neu zu machen. Natürlich bekommt man mit der Berufserfahrung auch eine gewisse Routine, geht bei der 50. Vorstellung nicht mehr mit riesigem Lampenfieber auf die Bühne. Anders geht das kräftemäßig auch gar nicht, wenn man den Beruf länger machen will.

    Aber schlussendlich ist das ja alles Lebenszeit: Die des Publikums, meiner Mitspieler und nicht zuletzt die meine. Die möchte ich möglichst interessant und, wenn möglich, mit Spaß verbunden verbringen. Schon deshalb ist Autopilot keine Option für mich.

    Und wie ist es hinter den Kulissen? Jeden Tag in einer anderen Stadt zu sein, mit denselben Leuten …

    Ich mag das Unterwegssein, auch wenn es nach einigen Wochen ganz schön auf die Nerven gehen kann. Ich versuche mir jede Stadt anzusehen, in der ich spiele und habe gemerkt, dass meine Aufmerksamkeit für Skurrilität und Schönheit in diesen Mikrokosmen eine andere ist als zuhause in Berlin. Ich fühle mich auf Tournee immer ein bisschen wie eine Forscherin.

    Wo siehst du dich in zehn Jahren?

    Gar nicht, da gibt es mich ja noch überhaupt nicht.

    Was ist dein größter beruflicher Wunsch?

    Ich liebe meinen Beruf, würde mir aber wünschen, mich mehr auf das Eigentliche, also das Spielen konzentrieren zu dürfen und weniger um die Organisation des Ganzen.

    Ich bin ja aus gutem Grund nicht Buchhalterin oder Managerin, sondern Schauspielerin geworden. Berühmtsein interessiert mich nur in dem Sinn, dass ich mehr Wahlfreiheit hätte. Was will ich machen? Was nicht? Warum? Nachdenken, ausprobieren, scheitern dürfen. Das alles gehört für mich zu einem künstlerischen Prozess. Alles andere ist Dienstleistung.

    Irgendjemand hat mal gesagt: „Schauspieler sind Philosophen des Handelns.“ Ich empfinde als Schauspielerin eine gesellschaftliche Verantwortung und habe das Glück, immer wieder Dinge machen zu dürfen, in denen ich das Gefühl habe, diese wahrnehmen zu können. Doch noch sind diese Dinge Luxus.

    Ich wünsche mir, mich öfter für sie entscheiden zu dürfen. Ich wünsche mir, immer wieder mit guten Leuten, Kollegen und Regisseuren arbeiten zu dürfen. Mit Künstlern, die ihr Handwerk beherrschen, die mich inspirieren und sich von mir inspirieren lassen, die was zu sagen haben und das auf ihre ganz eigene Art tun. Ich bin idealistisch geblieben.

    Liebe Iris, vielen Dank für das Gespräch.

    Anmerkung der Redaktion:

    Sibylle Berg hat erst am 9. Februar zu diesem Thema in S.P.O.N. auf Spiegel Online geschrieben

    Der Geiz hinter der Goldkante

    "Menschen brauchen Kunst, damit sie sich nicht aus dem Fenster stürzen. Warum werden Künstler dann so schlecht bezahlt? Politiker missbrauchen Oper und Theater als Spielfläche - und lassen zu, dass die Gelder in der Verwaltung versickern".

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  • Isabella aus Essen, Spaeter will ich heiraten und mit meinem Mann dann zwei Kinder bekommen
Leonie aus Dortmund, Ich denke, dass die Natur in 10 Jahren nicht mehr dieselbe sein wird wie heute
Sonja aus Dortmund, Ich glaube viele Tiere werden aussterben, die wir frueher für normal befunden haben
Linda aus Dortmund, Ich moechte spaeter in New York wohnen und viel Geld verdienen als Bankkauffrau
Rebecca aus Dortmund, Ich wuensche mir einen Beruf, 2-3 Kinder und einen Freund/Mann, der nicht arbeitslos ist
Franzi aus Gescher, Für die Umwelt wuensche ich mir, dass es Elektroautos gibt und keine PKWs mehr, die die Umwelt so verschmutzen
Maria aus Essen, Ich hoffe dass die Menschen den Umweltschutz mehr ernst nehmen, dass Solar- und Windenergie mehr genutzt werden
    Unterschiede zwischen Stadt -und Landkindern
    Was wünschen sich unsere Töchter? - Die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt nähert sich der Thematik

    Was meine Person betrifft, stellte ich mich der Thematik „Töchter“ ausgehend von der Zeit, da ich meinen Mann kennenlernte und er eine Tochter und einen Sohn mit in die Ehe brachte. Ich selbst habe einen Sohn und somit waren wir nun 5 Personen.

    Allerdings lebte die Tochter meines Mannes noch weitgehend bei seiner Exfrau. Seine Tochter besuchte uns regelmässig und wir verbrachten auch etliche gemeinsame Urlaube zusammen. Ich versuchte  einen Schwerpunkt zu setzen als emotionale Augenzeugin heranwachsender Kinder in meiner Seele als Frau und Fotografin.

    Seit den 90er Jahren fotografierte ich schon die Töchterserie als meine persönliche Reise in neue Welten, denn ich selbst bin bzw. war Tochter eines super emotionalen Vaters und einer eher Verstand gesteuerten Mutter, aber ich war nun auch eine Art Stiefmutter mit neuen Aufgaben.

    Töchter sind emotionaler als Söhne meinte ich, was aber keineswegs in unserem Fall passte. Mein Sohn war genauso emotional wie ich und die Tochter meines Mannes konnte eher mit ihren Emotionen umgehen und diese verheimlichen.

    Portraits des Monats

    Somit ist Herkunft und „Erbe „ der Gene nach meiner Ansicht ausschlaggebend. Es ist also wichtig, in welchen Umfeld jemand aufwächst und wie die Eltern als Vorbild agieren. 

    Es gibt auch grosse Unterschiede zwischen Stadt und Landkindern.

    Während der Arbeit tauchten neue Ausdrucksformen auf und ich hatte das Bedürfnis in 2011 die „Töchter“ ebenso zu interviewen zum Thema Zukunft. Dieses behalte ich bis heute bei. Ich führte die Bilderreihe der Portraits aus und betonte die Profile noch zusätzlich durch Interviews. 

    Ich hatte den Eindruck, dass ich während der Schaffung dieser Portraits eine Erkenntnis hatte, nämlich die, dass sie zu meinen eigenen Wünschen damals als „Tochter“ im Alter von 16 Jahren zu heute nicht viel geändert hat.

    Auch ich hatte z.B. Angst davor, dass die Umwelt weiter zerstört wird. Zudem hatte ich allerdings nicht den Drang zu heiraten und Kinder zu bekommen. Heute wollen 90 Prozent der von mir befragten Mädchen Kinder und auch heiraten.

    Das Werk konnte und kann für sich selber sprechen.

    Isabella 18 Jahre aus Essen

    Ich bin 18 Jahre alt und lebe in Essen. Vor kurzem habe ich meine Fachhochschulreife mit dem Schwerpunkt Gestaltung am Hugo-Kükelhaus Berufskolleg erworben und stehe vor der Frage: „Was nun?“. Ich habe ständig neue Ideen, wie Sozialwissenschaften oder Wirtschaftspsychologie  zu studieren, jedoch träume ich oft davon Schauspielerin zu werden. 
Tanzen, Singen und Theaterspielen waren schon seit ich zurückdenken kann immer meine größten Leidenschaften.

    Zusätzlich bestände für mich auch die Möglichkeit mein Abitur an meinem jetztigen Berufkolleg zu erwerben. 
Meine Eltern hatten ganz andere Berufsvorstellungen. Mein Vater ist Resource Manager und meine Mutter gelernte Industriekauffrau, arbeitet zurzeit allerdings als Fitnesstrainerin.
 Später will ich heiraten und mit meinem Mann dann zwei Kinder bekommen.

    Im besten Fall erst einen Jungen und dann ein Mädchen und in einem Haus wohnen. Ich interessiere mich sehr für den Umweltschutz und bin froh dass es bei all dem Dreck, den wir in die Luft pumpen, den Tieren die vorm Aussterben bedroht sind und den verlorenen Urwäldern es zumindest noch teilweise auf der Welt Organisationen wie Greenpeace gibt.

    Leonie W. 14 Jahre aus Dortmund

    Ich denke, dass die Natur in 10 Jahren nicht mehr dieselbe sein wird wie heute. Es wird ständige Hitzewellen geben und generell wärmere Sommer und Winter. Vielleicht wird es irgendwann keinen Schnee mehr hier geben. Die Eisbären werden auch immer weniger werden und die Gletscher werden weiter geschmolzen sein. Die Gefahr für Hochwasser und Überschwemmungen wird steigen. Es werden andere Tierarten hier leben und woanders aussterben.

    Mein Name ist Sonja Lauhof und ich bin 14 Jahre alt.

    Wie wird die Welt in zehn Jahren aussehen? Wenn man das nur wüsste. Ich glaube vieles wird größer und vieles kleiner werden. Die Wälder werden noch mehr schrumpfen als jetzt schon und sie werden nur noch dort sein wo Holz benötigt wird. Die Regenwälder wird man absperrren und zu einer Art Museum umbauen um den Touristen zu zeigen wie die Welt einst aussah. Ich glaube viele Tiere werden aussterben, die wir früher für normal befunden haben.

    Andere werden mehr werden, wie Tauben und Ratten und überall in den Städten wird die Luft verpestet sein vom Mief hunderter Autos. Um ein reines Gewissen zu haben wird die Regierung in einigen Ländern die Atomkraftwerke abschalten, aber sie wird die Energie aus anderen Quellen beziehen, die genauso schädlich sind wie die Atomkraft. Welche? Ich habe keine Ahnung. Ich glaube, dass die Sommer heißer und die Winter kälter werden.

    Der Herbst und der Frühling wird entweder trocken wie in einer Dürre oder in den Fluten von hunderten Stürmen ertrinken. Aber ich glaube die nächsten zehn Jahre werden nicht nur schlechtes bringen. Ich glaube nämlich dass die Menschen diese zehn Jahre brauchen um zu begreifen, dass die Erde einzigartig ist und das man sie schützen muss. Vielleicht gibt es dann auch neue Technologien, welche die die Luft nicht verpessten und keinen Müll hinterlassen, der noch tausende Jahre alt ist. 

    Ich heiße Linda Schmid / Dortmund und bin 13 Jahre alt.

    Ich möchte später in New York wohnen und viel Geld als Bankkauffrau verdienen. Ich möchte dort in einer Villa mit einem großen Pool  und einer Katze leben. Ich hoffe einen tollen Mann zu finden. der viel Geld hat.

    Ich könnte mir auch vorstellen einmal zu heiraten. Kinder möchte ich nicht, weil sie ständig nerven und anstrengend sind. Ich hoffe dies alles in 15 Jahren zu schaffen. Ich hoffe das meine Familie bis dahin noch gesund und munter ist und ich hoffe das sie mich dann oft in New York besuchen.

    Rebecca  aus Dortmund 

    Ich wünsche mir einen Beruf, 2-3 Kinder und einen Freund/Mann, der nicht arbeitslos ist. Auch wünsche ich mir, dass die Umwelt nicht weiter belastet wird und wir noch einmal so etwas erleben wie Fukoschima. Es wäre besser die Atomkraft zu stoppen. Gern hätte ich auch ein Haustier, wie z.B. eine Katze. Echte Freunde sind wichtiger als oberflächliche Freunde und dieses zu sehen, finde ich wichtig. Ich würde gern reisen, um andere Menschen und Länder zu sehen. In Dortmund möchte ich weiterhin leben.

    xyyx

    Franzi  13 Jahre alt, 2012 aus Gescher

    Mein Name ist Franziska , genannt Franzi und ich lebe in Gescher.

    Ich möchte gerne Innenarchitektur studieren und in dem Beruf auch weiter arbeiten. Später möchte ich in einer Grosstadt ziehen, nach Köln oder Berlin. Freunde sind mit sehr wichtig und meine Familie auch. Ich habe 2 Schwestern und bin schon Tante  geworden. Meine älteste Schwester hat letztes Jahr ein Baby bekommen. Mit 28 Jahren möchte ich selbst auch Kinder haben. Für die Umwelt wünsche ich mir, dass es Elektroautos gibt und keine PKWs mehr, die die Umwelt so verschmutzen.

    Maria (13 Jahre aus Essen

    Hallo Eva, Ich freue mich sehr, dass ich an deinem Projekt teilnehmen darf. Meine Zukunft stelle ich mir so vor: Ich möchte erstmal gerne eine WG mit meinen besten Freundinnen gründen. Eine Ehe kann ich mir zurzeit noch nicht vorstellen, wobei ich schon gerne Kinder hätte. Das müssen aber nicht unbedingt meine eigenen sein. Ich würde auch ein Kind adoptieren. Da ich Kinder sehr mag, möchte ich später beruflich etwas mit Kindern machen.

    Ich kann mir aber auch einen Beruf mit Tieren vorstellen oder etwas künstlerisches. Ich bin gerne kreativ und tanze, male, bastele oder nähe etwas. Mit meinem iPod habe ich auch schon Tanz-Videos gemacht.


    Ich mag die Natur und fotografiere sie gern. Daher hoffe ich, dass die  Menschen den Umweltschutz mehr ernst nehmen, dass Solar- und Windenergie mehr genutzt werden. Zukunftsängste habe ich nicht. Meine Gesundheit und die meiner Familie sind mir wichtig. Daher wünsche ich mir schon lange, dass mein Vater das Rauchen aufgibt. Meine Mutter arbeitet übrigens bei der Stadtverwaltung Essen, mein Vater bei einer Bank.

    Ein Projekt von Eva Horstick-Schmitt

     

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Curaçao ist ein Geheimtippp für internationale Gourmets und Feinschmecker und bietet eine multikulturelle Kueche
Die Tradition der Staende auf Raedern begann auf Curaçao mit einem Wohnwagen am Straßenrand
    multikulturelle Küche auf Curacao
    Soziale Treffpunkte mit gutem Geschmack auf Curacao, dem Inselparadies

    Als Schmelztigel der Kulturen ist Curaçao ein Geheimtippp für internationale Gourmets und Feinschmecker. Kein Wunder, denn die rund 40 verschiedenen Nationalitäten spiegeln sich auch in der multikulturellen Küche wider.

    Um die leckeren Speisen der Insel zu entdecken lohnt es sich, neben den zahlreichen Restaurants der Insel auch die oft unterschätzten Food Stände zu besuchen. Diese locken mit kulinarischen Köstlichkeiten und gelten auf der Insel als beliebte soziale Treffpunkte.

    Truk’i pan
    Ein Augenschmaus sind sie oft nicht, doch sie machen so manch einem Restaurant kulinarisch Konkurrenz: Truk’i pans. Ein Truk’i pan ist eine mobile Imbissbude. Die Tradition der Stände auf Rädern begann auf Curaçao mit einem Wohnwagen am Straßenrand, an dem belegte Brötchen verkauft wurden.

    Heute haben die kleinen Buden allerlei andere Speisen zu bieten – von  Pommes Frites, Hamburger und Lomito (Rinderfilet) bis hin zu Steaks und Seafood wie Karko (Meeresschnecken). Besonders beliebt sind die Truk’i pans als als Treffpunkt für den nächtlichen Hunger nach dem Ausgehen.

    Denn nach Mitternacht sind alle anderen Restaurants und Fastfoodketten geschlossen. Die meisten Truks sind bis drei Uhr nachts geöffnet und laden zum Essen und Quatschen mit Freunden ein. Hier kommen alle zusammen, Jung und Alt, Mann und Frau, Arm und Reich

    De Snèk
    Immer wieder sind am Straßenrand in Curaçao kleine, einfache Läden zu entdecken. Diese sogenannten Snèks sind draußen oft Stühlen und Tischen ausgestatten, an denen sich die Menschen zum gemeinsamen Essen und Trinken treffen.

    Neben Kaffee, Polar Bier und anderen Getränken werden hier lokale Köstlichkeiten wie pastechis (herzhafte Pasteten) oder galiña smor (Schmorhähnchen) angeboten. Die Snèks sind damit auch perfekt, um sich für einen Tagesausflug mit Proviant einzudecken und dabei ins Gespräch mit den Einheimischen zu kommen.

    Einer der bekanntesten Snèks ist der „Heineken Snèk“ in der Nähe von Jan Thiel. Hier ist vor allem am Freitagabend sehr viel los, wenn die Einheimischen das Wochenende mit Freunden und einem Snack einleiten. 

    Markt in Barber
    Jeden Sonntagmorgen verwandelt sich der kleine Ort Barber im Westen der Insel in einen Food Markt, den sogenannten Marshe di Barber. Einheimische finden sich hier zum Essen zusammen, der neueste Klatsch und Tratsch wird ausgetauscht und man kann sogar Zimmerpflanzn kaufen.

    Lokale Spezialitäten wie Bohnenkekse, Rosinenbrot und sopi di piska (Fischsuppe) werden hier auf improvisierten Herden zubereitet. Wer auf Curaçao Urlaub macht und traditionelle Speisen ausprobieren möchte, sollte definitiv einen Abstecher zum Markt in Barber einplanen.

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  • Jeder Gast erhaelt am Eingang sein persoenliches Verkostungsglas, mit dem er von Stand zu Stand schlendern kann
    WeinFrühling Düsseldorf 2019
    Einer der besten Jahrgänge in die Weingeschichte startet in Düsseldorf

    Der Weinjahrgang 2018 wird wohl als einer der bisher besten Jahrgänge in die Weingeschichte eingehen. Im Gegensatz zu vielen übrigen Landwirten und Obstbauern haben die Winzer nicht unter der langen Trockenperiode gelitten, die Deutschland im Sommer des Jahres 2018 heimsuchte.

    Ein perfekter Sommer für die Trauben

    Zweimal stärkerer Regen reichte aus, dass sich die Rebstöcke mit ihren bis zu 15 Meter langen Wurzeln ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen konnten. Und weil die Temperaturen nicht zu hoch stiegen, waren die Früchte zur Lese saftig, vollreif, hocharomatisch und so makellos, dass sie nicht einmal, wie normalerweise notwendig, aufwändig von Hand sortiert werden mussten.

    Zudem gab es dank des trockenen Wetters an den Reben keinen Pilzbefall, kaum Schädlinge und keine Fäulnis  – der Einsatz von Hilfsstoffen  wurde nahezu überflüssig. Vincenz Weber, Weinexperte und Veranstalter der WeinFrühling Düsseldorf, bilanziert:

    „Es war ein perfekter Sommer für die Trauben, denn anders als im sagenhaften Jahr 2003 blieben die Trauben bis zur frühen Lese im August saftig und tadellos.“

    Auf der WeinFrühling Düsseldorf,  die am Samstag, dem 9. März, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, dem 10. März 2019, von 12 bis 18 Uhr in der Rheinterasse Düsseldorf am Joseph-Beuys-Ufer 33 stattfindet, können sich die Besucher von der außergewöhnlichen Qualität der ersten Weißweine und der noch jungen Rotweine überzeugen.

    Jeder Gast erhält am Eingang sein persönliches Verkostungsglas, mit dem er von Stand zu Stand schlendern kann, um zwanglos und mit Genuss die ersten Fassproben und Abfüllungen des Jahrgangs 2018 zu probieren. Darüber hinaus dürfen sich die Besucher auf eine offene Verkostung mit der Präsentation regionaltypischer Weine aus deutschen und internationalen Anbaugebieten freuen.

    Insgesamt stellen auf der WeinFrühling Düsseldorf über 100 Teilnehmer mehr als 900 Weine vor, informieren über neueste Entwicklungen und Trends, erläutern die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Traubensorten an Boden, Anbau und Klima und berichten über die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

    Alle Teilnehmer sind selbstständige Winzer und Familienweingüter sowie Destillateure und Winzergenossenschaften, die bei der Produktion nicht auf Masse, sondern ausschließlich auf die hohe Qualität und den unverwechselbaren Charakter eines Weins setzen. Ein gutes Drittel der Aussteller sind ausschließlich ökologisch und biologisch produzierende Weingüter.

    Private Besucher und Fachleute können die besondere Vielfalt der deutschen und internationalen Weine kennenlernen, probieren, vergleichen und direkt beim Erzeuger ordern.

    Neben Wein gibt es ein abwechslungsreiches Angebot mit Tipps, Informationen und anderen Produkten wie zum Beispiel, feiner Balsamico und erlesen gewürzte Olivenöle aus Italien.

    Vincenz Weber steht nach Terminabsprache gerne für Interviews zur Verfügung.

    Veranstaltungshinweise:
    Samstag, 9. März, 12 -19 Uhr, Sonntag, 10. März, 12-18 Uhr, Joseph-Beuys-Ufer 33, 40479 Düsseldorf. Die Anfahrtskizze finden Sie auf der Webseite:

    www.weinfruehlingduesseldorf.de
    Tickets im VVK online 10 EURO incl. Katalog und freier Verkostung, an der Tageskasse 13 EURO.

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  • Sieben kreative Gaenge im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg genießen Feinschmecker beim Best of Aubergine Menue die beliebtesten Gerichte des Vorjahrs
    Sterneküche von Maximilian Moser
    Das Best of Aubergine Menü 2019 im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

    Zuletzt haben wir geschrieben: Nun bereitet sich Küchenchef Maximilian Moser auf den Jahreswechsel vor, Silvester will er und sein Küchenteam, noch einmal das Beste geben. Zum Jahreswechsel genießen Gäste des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg wahlweise ein festliches 7-Gänge-Menü mit Champagner-Aperitif. Nun ist das neue Jahr angebrochen und es geht gleich mit Köstlichkeiten weiter.

    Das Beste kommt … gleich zu Beginn. Im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg startet das Kalenderjahr traditionell auf kulinarischem Hochniveau.

    Noch bis 1. März 2019 empfangen Sternekoch Maximilian Moser und seine Küchenbrigade Gäste des hoteleigenen Gourmetrestaurants mit dem „Best of Aubergine Menü“ – exklusive sieben Gänge voller Highlights des vergangenen Jahrs.

    Neben heimischer Forelle aus dem Starnberger See landen etwa Hummer, Trüffel, zwölf Stunden gegartes Flanksteak oder Petits Fours auf dem Teller, stilecht angerichtet in bester Manier des mit einem Michelin-Stern gekrönten Aubergine.

    Das gleichnamige Best-of-Menü wird jeweils dienstags bis samstags ab 18 Uhr serviert und kostet ab 109 €/Pers. Infos und Reservierung unter www.aubergine-starnberg.de

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Kunst - Video

  • Pathos Legal - verwunschene Musik
Pathos Legal mit neuem Musikalbum
    eigenwillig schön - unbedingt reinhören!
    Pathos Legal - Musik aus dem Märchenwald

    Was bleibt vom ersten Eindruck, wenn man ihm eine zweite Chance gibt? Davon erzählt der neue Song „Je mehr ich sehe, sehe ich nicht mehr“ von Pathos Legal.

    Mit diesem musikalischen und nachdenklichen Gruß meldet sich das Duo zwischen zwei Alben zurück und veröffentlicht die Single am 03. Februar 2017 zum freien Download und Stream auf der eigenen Webseite pathoslegal.com sowie soundcloud.com/pathos-legal  
    Bezahlt werden darf per Facebook Page-Like auf facebook.com/pathoslegal oder einem einfachen Folgen von Pathos Legal auf Spotify ganz nach dem Motto „If you like it, like it.“ Ungewöhnlich wie das ganze Werk von Pathos Legal.

    „Wir möchten Neugierige damit einladen, unsere Musik kennenzulernen und uns bei unseren bisherigen Hörern mit einem neuen Song bedanken, bevor das nächste Album fertig ist“, so Sängerin und Songtexterin Alexandra Helena Becht über die überraschende Veröffentlichung. Nach dem starken Zuspruch für die in 2015 veröffentlichte EP „Du, mein wilder Geist“ und die dazugehörige Albumtour 2015/2016 befindet sie sich mit Partner und Komponist Berkant Özdemir derzeit im Songwriting-Prozess für das kommende Album. Sozusagen zwischen zwei Alben.

    Neue Single von Pathos Legal

    Die neue Single „Je mehr ich sehe, sehe ich nicht mehr“ ist kein Song des kommenden Albums, sondern vielmehr ein treuer Begleiter im neuen Soundkleid. Der Song begleitet das Duo seit den Anfängen und hat über die Jahre an eigenwilliger Klangfarbe und Ausdruck gewonnen. Das 4minütige Stück eröffnet in dieser neuen Version mit schwebenden Chören und einem eigenwilligen Wechsel aus Dichte und Leichtigkeit. Geblieben ist Alexandras unverkennbare Stimme und der dank ihrer souveränen Handschrift stark nachhallende Text. Man darf gespannt sein, auf die weitere musikalische Reise von Pathos Legal und das kommende Album.

    Die wilde Idee von einer gemeinsamen Band haben Alexandra Helena Becht und Berkant Özdemir vor mehr als 10 Jahren in einer verrauchten Studentenkneipe bei einem Poetry Slam. Alexandra gewinnt ihr Slamdebüt mit einem ihrer Songtexte, den sie einfach pur, ohne musikalische Begleitung vorträgt. Schnell folgen Einladungen auf deutschlandweite und internationale Slambühnen sowie Anfragen für Textveröffentlichungen. Auch die Medien werden auf die Poetry Slamerin und ihre für die Szene so andersartigen Texte aufmerksam.

    Daraus entwächst Pathos Legal. Gemeinsam mit Berkant tritt Alexandra fortan als Musik-Duo auf. Berkant komponiert und arrangiert den eigenständigen und souveränen Sound und schafft es, trotz seiner Vorliebe für komplexe Songstrukturen, Alexandras Texte und unverwechselbare Stimmfarbe in den Fokus zu stellen. Eine künstlerische Freiheit und selbstbewusste Gelassenheit, die jedem Song erlauben, eine eigene Geschichte zu erzählen.

    Pathos Legal - Wildgewächs im deutschen Popgarten

    Inzwischen geht es auf die Bühnen von Festivals und Liveclubs. Neben den Jobs mit denen sich Alexandra und Berkant ihr Musikerdasein ermöglichen, produzieren und veröffentlichen sie mit eigenen Mitteln und enormer Leidenschaft und Ausdauer ihr musikalisches und künstlerisches Werk. Ein gesundgwachsenes Wildgewächs im deutschsprachigen Popgarten, das es zu entdecken gilt.

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  • Die GFDK hatte 2002 die junge 24-jährige Englaenderin Jemma Endersby zu einem Konzert eingeladen
    Konzert von Jemma Endersby
    Jemma Endersby und die Freunde der Künste

    Wir fragen uns ja immer einmal, was ist aus den jungen Künstlerinnen geworden, mit der die GFDK zusammen gearbeitet hat. Nun lesen wir:

    "Was haben die Fantastischen Vier, Max Herre, Joy Denalane, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann, Cassandra Steen und Revolverheld gemeinsam? Mit all diesen Künstlern stand Jemma Endersby als Sängerin bereits auf der Bühne. Und seit Januar 2017 nun auch mit der Big Band der Bundeswehr".

    Im Oktober 2002, hatte die damals noch sehr junge Jemma Endersby, eine Konzertreihe mit Alison Degbe und der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea zur unserem Ausstellungs-Projekt „Women only“ gegeben. Natürlich freuen wir uns das die Künstlerin anscheinend ihren Weg gegangen ist. 2002 hatte Jemma Endersby ihr Debut- Album 'Afterglow' geschrieben und aufgenommen, und die ersten Songs hier, bei uns gesungen.

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölnerin Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau, schrieb die Rheinischen Post, am 26. Oktober 2002.

    Jemma Endersby war zuletzt im September mit der Big-Band der Bundeswehr zu einem Benefiz-Konzert des „Lions International“ auf den Wevelinghovener Marktplatz, in Grevenbroich. Leider hat die GFDK diesen Thermin verpaßt, wir hätten Sie gerne nach nun 16. Jahren dort getroffen.

    "Zu den Kunst- und Kultur-Festivals in der Maschinenhalle präsentierte Gottfried Böhmer schon 2002 die Jazzsängerinnen Alison Degbe und Jemma Endersby. Alison Degbe ist mittlerweile eine gefragte und angesagte Jazzsängerin.


    2007 trat sie als Begleitung von Joe Cocker bei „Wetten das" in Freiburg auf. Jemma Endersby reist heute mit einer handvoll talentierter Musiker auf ihren Konzerten und Show-Acts durch Städte wie London, Berlin und Liverpool. 2003 folgte eine Konzertreihe mit dem Kanadischen Jazz-Star Adi Braun, die heute in New York große Erfolge feiert.

    Desweiteren konnte Gottfried Böhmer auch Lydia van Damm und Daniela Rothenburg für seine Kunstprogramme gewinnen. Weitere Highlights waren die Konzerte der Pianistinnen Marta Maria Giorgia Tarnea und Melissa Pawlic, sowie die Tanzperformance von Michaela Masur, Jelena Ivanovic, Antina Gutenberger und Nikolaos Rimmek.

    Auch nicht zu vergessen sind die großen Schauspielinterpretationen von Julia Grafflage, Karin Mikityla und Gila Abutalebi, und seit 2002 werden alle großen Veranstaltungen und Festivals von der TV-Moderatorin Michaela Boland moderiert".

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  • Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby die Gaeste der GFDK mit  einem Akustik-Soul-Set unterhalten
    Akustik-Soul-Set
    GFDK Finale - Doppelkonzert mit Alison Degbe und Jemma Endersby

    Seit September läuft die Ausstellung „Women only“ in der neuen Veranstaltungshalle an der Hoffeldstraße in Düsseldorf – Flingern. Am Samstag findet dort ab 19 Uhr das Finale mit einem Doppelkonzert statt.

    Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby (sie hat am Paul McCartneys „Institute for Performing Arts“ in Liverpool studiert) mit einem Akustik-Soul-Set die Gäste unterhalten.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 22. November 2002

    "Freunde der Künste“ eröffnen neuen Ausstellungsraum 

    Um einen Ausstellungsraum reicher ist Düsseldorf seit Ende September. Noch bis zum 20. November feiert die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die Eröffnung der neuen Kunsthalle, Hoffeldstr. 101, unter dem Motto „Kann denn Liebe Sünde sein“ mit einem Kunst- und Kulturfestival mit Ausstellungen und Konzerten.

    So treten u.a. die Jazzsängerin Alison Degbe, die Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea, sowie die Sängerin Jemma Endersby aus England in mehreren Konzerten auf.

    Pressezitat aus dem Rheinboten, 23. Oktober 2002

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölner Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau.

    Pressezitate aus der Rheinischen Post, 26. Oktober 2002

    Nach der gut besuchten Ausstellung „Women only“ in der ehemaligen Maschinenhalle an der Hoffeldstr. 101 in Flingern, ist für Samstag ein neuer Höhepunkt angesagt. Um 21 Uhr beginnt ein Konzert mit der Kölner Jazzsängerin Alison Degbe.

    Die 25-jährige Tochter einer Deutschen und eines Afrikaners hat von klein auf gesungen – einschließlich Kirchen und Gospelchor, mit 14 ging sie aufs Konservatorium in Karlsruhe. Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Sie tut dies am Samstag mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern.

    Pressezitat aus der Rheinischen Post

    Neue Veranstaltungshalle in Flingern öffnet heute Abend/„Women only“ mit Jazz und Klassik

    Beim ewigen Städtevergleich mit Köln hinkt Düsseldorf besonders bei den rar gesäten Veranstaltungsorten hinterher. Ab heute Abend gibt es einen mehr. Zum Auftakt beginnt dort heute ein Festival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf- Berlin mit Ausstellungen, Konzerten, Performance und Filmtagen.

    Ein Blick in die Halle werfen kann jeder ab heute Abend. Um 20 Uhr eröffnet Professor Klaus Honnef, Mitorganisator der documenta, Ausstellung „Women only“.

    Vier Künstlerinnen bilden mit ihren Arbeiten den Rahmen für das Festival. Anna Vilents, die jüngste Meisterschülerin der Kunstakademie hat mit dem Thema „Metamorphose“ einen Bilderzyklus für die Ausstellung gemalt.

    Fotokünstlerin Anke Stalpers zeigt Werke zum Thema „Liebe“. Eine ausgefallene Installation zum Thema „Erinnern -Erinnerung“ kommt von Koschka Becker. Eine ungewöhnliche Bildhauerin ist Danuta Schwuger, denn sie arbeitet ausschließlich mit Blumen. Thema ihrer Arbeit: „Blütezeit, die Kunst soll blühen“.

    Das erste Konzert steht am 5. Oktober auf dem Programm. Da wird die Kölnerin Alison Degbe, Jazzklassiker auf die Bühne bringen. Am 26. Oktober findet ein klassisches Konzert mit der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea statt. Bis zum 26. November folgen weitere Konzerte sowie eine Live-Performance mit Anna Vilents und Anke Stalpers.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 27. September 2002

    Neue Interpretation der klassischen Jazz-Standards

    Die 25-jährige Kölnerin Alison Degbe besticht durch ihre Ausstrahlung und ausgeprägte Bühnenpräsenz, um mit ihrer emotional ergreifenden Stimme die melancholische Seite des Jazz neu aufleben zu lassen.

    Als sie mit 14 auf das Konservatorium in Karlsruhe ging und Jazz machen wollte, hieß es, sie sei zu jung, um Jazz zu singen. Heute weiß sie, dass man mit Liebeskummer besonders gut Jazz singen kann.

    Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Alison Degbe tritt zum Kunst- und Kulturfestival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin unter Leitung von Gottfried Böhmer an mehreren Abenden auf.

    Messemagazin Ausgabe 3/2002

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Aktionskuenstler Klaus Rudolf
fliegender Mops
Klaus Rudolf Gauck erhält Anruf im Taxi      
Klaus Rudolf Frosch auf hellblau schwebenden  Wäscheklammer 
Klaus Rudolf Schutzengel II             
Klaus Rudolf Waschsalon 115
    schrill und schräg
    Dadaist Klaus Rudolf erzählt uns seine Wege zur Kunst

    Ein kleines Mädchen hangelt sich spielerisch über einer Apparatur aus spitzen Zahnrädern – gefunden natürlich in PHILADELPHIA einem winzigen Dorf nahe Berlin bei Boston.

    Ein erotischer BOX Sack mit zwei prall nackten Brüsten - 3D-plastisch - an schweren Ketten hängend, durchschnitten von einem Oldtimer mit Osnabrückner Nummernschild aus dem ein sich selbstvergessen küssendes Paar in barocken Gewändern entsteigt. So beschreibt der Dadist Klaus Rudol seine Bilder und erzählt uns, wie er zur Kunst kam.

    Ich glaube es war 1977. Eine entfernte Bekannte aus dem Siegerland schenkte mir einen surrealistischen Bildband. Max Ernst, de Chirico, Delauney, Miro, Magritte - ich tauchte ein in eine mir bis dato nur in Träumen bekannte Welt, der magisch, suggestiv rauschhaften Bilder, die im besten Sinne keine Grenzen kennt.

     In der ummauerten Welt der betonköpfigen möchtegern Weltverbesserer à la DDR, hatten die Meister des Unbewussten, künstlerisch rabiate Grenzverletzer wie Breton + Apollinaire, Arp,  Huelsenbeck keine Chance.

    1982 schmiss ich mein Studium an der Leipziger Kunsthochschule bzw. wurde geschmissen und tauchte ein in die anarchistisch, dadaistisch, skurrile Welt des Leipziger Undergrounds.

    Dann eröffnete ich zusammen mit dem Saxophonisten Conny Bauer die brisante Ausstellung Museum VON MERZ BIS HEUTE im Altenburger Lindenau-Museum, in der ich auch, als lebende Installation mit gelbem Hut zu sehen war.

    Mit dem eigen + ARTigen Gerd Harry Lybke las ich gemeinsaim den legendären LEIPZIGER HERBSTSALON - das erste dadaistische Manifest der Neuzeit – DAda IST DIE ABSOLUTE BEJAHUNG - und präsentierte zum Anlass surreal farbbrillante Bilder im illegalen Messehaus-Salon Ambiente von Frieder Heinze, Günter Huniat, Hans Henrik Grimmling und anderen schrill, schrägen DDR-Exoten.

    Mentaler Brückenschlag

    Um mir 1988 - das nicht nur DDR spezifisch extravagante Vergnügen zu gönnen, eine dadaistische KUNSTpARTei zu gründen, die im Mai 1988 mit einem fulminanten Happening und u.a.  Bildwelten + Objekten von Ingo Regel, Andreas Hanske, Akos Novaky - TOP Künstlern der Galerie EIGEN+ART – kollektiv kreativ  + drei Gerüchen - an den Start ging  und schon 1991 mit einer 10 Meter hohen interaktiven Klang-Installation zur Kieler Woche  ihren fulminanten Sieg im Norden feiern konnte.   

    Gemeinsame Zeit mit Neo Rauch

    Wie immer rasant grenzüberschreitend  –  die gecraschte Grenzmauer  – locker  durchbrechend . Die interaktive Klang-Wind-Installation WIND° TON° SPIEL° KIEL° OBJEKT wurde von Künstlern + Besuchern  aus aller Welt – exstatisch  KUNSTpARTlich -  klang-krach-improvisierend umspielt . Heiner Goebbels:

    JEDER KLANG IST MUSIK, Heiner nicht Joseph. In einem kleinen Vorstadthaus mit Plumsclo auf dem Hof im montmatre-idyllischen Leipzig Connewitz mit noch handangezündeten Gaslaternen lebte ich einige Zeit mit Neo Rauch + Rosa Loy, die erst kürzlich gemeinsam in Houston/Texas präsentierten.

    Neo Rauch,  der damals noch studierte, kam  gerne mal zu mir hoch, um sich an meiner surreal-DDR-renitenten Kunst zu berauschen,  um dann später auf unserem begrünten Dachgarten noch etwas höher zu sitzen und bei Schallplattensounds Charles Aznavour, Edith Piaf und  Rotwein in jeder Menge zu genießen.

    Erste Ausstellung in Gerd Harry Lybkes Kunstsalon

    In „Judy’s“ Gerd Harry Lybkes Kunstsalon –  heute  Galerie EIGEN+ART und eine der erfolgreichsten Galerien der Welt - habe ich meine surreal expressiven Psychoimpressionen erstmals öffentlich gezeigt.

    Dadaistische Projekte der KUNSTpARTei agierten in der DDR offiziell unter dem underground Label - VOGEL + ei  -  flatternd, fliegende, stets ei-nmalige  ei-potente Vorboten rasanter Veränderungen. Graumäusig tröge Agit Prop ART gegen farbbrilliant radikal  eigen+ARTiges -  der ästhetische Krieg – ein KUNSTKRIEG - hART - und unerbittlich, hatte weit vor 89 begonnen.  FLUXUS sprengte alle Grenzen.

    Hatten mich in Leipzig Künstler wie de Kooning, die jungen Wilden um Salome + Fetting oder der Chemnitzer Wolfram Adalbert Scheffler, die Happening-Aktionen der Gruppe 37.2 , um Hans Schulze fasziniert, eröffnete sich mir mit den fulminanten Möglichkeiten des Photoshop völlig neue Welten in der rasant inflationären Bilderflut des Internet.  

    KUNST WIE CHAMPAGNER

    ...hieß es 2011 bei meiner surreal-erotischen Präsentation in der Galerie ART&Champagne am Berliner Kurfürstendamm, um zum gegebenen Anlass in die Fußstapfen von Josephine Baker tretend – neben Bildern wie - Küssendes Paar aus Osnabrück - eine burlesk mondäne KU-Damm Queen zu krönen.

    Sponsered by Beate Uhse. Im temporären ROSA Kunstsalon in Berlin gab es 2012 nicht nur brillant surreales wie - Frosch auf hellblau schwebenden Wäscheklammern - zu sehen, sondern auch den Film ein Traum in Erdbeer-Folie  von Marco Wilms, über das DDR underground Modellabel CHICK CHARMANT + DAUERHAFT - um die Mode-Ikone Sabine von Oettingen.

    Der Film brillierte zuvor  bereits im  MoMA New York . Marco Wilms kam zur Vernissage direkt vom brodelnden  Tahir Platz in Kairo . Er drehte dort im tobenden ART WAR - den Film ART WAR. Kurz zuvor hatte ich höchst gutgelaunt in der Präsentation - DDR Aktionskunst in der Leipzig Connewitzer  KUB-Galerie ein Kakalakenballett – eine kinetisch lebendige Lichtinstallation mit menschelnden Monumental-Kakalaken inszeniert - die sich auf eine lautstark schrill VOGEL + ei ige Zeitreise - zurück  ins eigen + ARTig turbulente Bohemeleben Leipzigs begaben.

    ICH BIN EIN HAMBURGER

    ...verkünde ich stolz bei meiner aktuellen Präsentation, in einer groupshow im Bremerhafen TIME PORT 2 und ein riesiger Hamburger auf einen DVD Player installiert; mit lecker Monumental-bio-Sprossen garniert rauscht pop-up-ARTig durch das Universum.

    Ich bin ein Hamburger – ganz Kennedy like in einer Zeit der Neuaufteilung der Welt durch Referenden ein klares Bekenntnis zur freien Hansestadt Hamburg. Beim letzten gallery weekend im flippigen Berlin war es mir ein großes Vergnügen das Publikum zu verkunsten – cool kinetische  KULE Installationen  brachten einen „hordistischen Durchbruch“ .

    Das dadaistisch zu agieren inspirierte Publikum war begeistert, hantierte, kollektiv kreativ, hoch künstlerisch mit Besenstielen, einer silbernen Kugel, weißen Quadraten  und erschreckte die ausstellenden Künstler,  das geht ja gar nicht,  ein renitentes Publikum macht mobil......                                           

    1978

    Gestaltung eines konstruktivistischen Wandbildes in Berlin – 2 Jahre später überstrichen

    1980

    Studium an der Kunsthochschule  Leipzig  u.a. mit Neo Rau + Wolfram Adalbert Scheffler

    1984 

    erste Ausstellung mit surrealen Impressionen bei Gerd Harry Lybke /  EIGEN+ART

    1987

    multimediale EIGEN+ART Collage  Hommage Kurt Schwitterts Galerie EIGEN+ART, performance ROTE QUADRATE  Galerie EIGEN+ART mit Bildwelten Roland Borchert, Musikalisches Einspiel   Cäsar Renft

    1987 

    multimediale EIGEN+ART Collage – performance mit gelbem Hut   GALERIE  EIGEN+ART    

    1988  Aktion KUNSTFORM KELLNER zwischen dem Restaurant BACHSTüBL in LEIPZIG  -  der Vernissage der einzigsten Beuyspräsentation in der ddr ( Berlin Marstall – Galerie Kunsthochschule Leipzig ) und der NACHBEUYS  Präsentation in der Galerie EIGEN+ART wird ein mentales Band gezogen Interaktiv beteiligt  - Enders : Bundesdeutsche Vertretung – Keller : DDR Kulturminister, (89-90) -Wilhelm : Landschaftsverbandsvorsitzender von Nordrhein Westphalen  u.v.a.

    Aktion BEMALTER STEIN   Wiederbelebung beuysschen Geistes in der ddr mit Andrea Telemann versteht sich als Beginn eines kulturrevolutionären Prozesses in der ddr: Die These  :  Josef Beuys ALLES ist KUNST wird zur Basisthese der KUNSTpARTei

    Dokumentation :  FOTOSTRECKE

    1988

    15.Mai   Gründungshappening der KUNSTpARTei in Leipzig   Moritzbastai

    PRO-GRAMM  :  JEDEM SEINE EIGENART   mit Bildwelten + Objekten u.a. von  Ingo Regel, Andreas Hanske, Dietrich Gnüchtel, Akos Novaky , Tobias Ellmann  u.v.a.                                                     

    1988 

    NACHTMäR   - 10 Stundenaktionen nonstop  -  Kunsthochschule Dresden, Größter Gruppenauftritt von ddr Aktionskünstlern, Kuratorin  WANDA  -  Claudia Reichelt   Galeristin der underground gallery VILLA MARIE am BLAUEN WUNDER u.a. mit den  Dresdner AUTOPERFORATIONSARTISTEN um ViaLewandowsky, Klaus Hähner Springmühl u.v.a.

    Dokumentation :    FOTOSTRECKE      

    1990  

    Video  KUNSTpARTei  u.a. mit Wolf Vostell und Robert Rauschenberg, Gerd Sonntag,Reinhard Zabka

    Altes Museum Berlin, Galerie am Weidendamm, Haus am Lützowplatz

    1991-2007 

    Zahlreiche Happening-Installationen  und performance Projekte, mit Unterstützung u.a. von 2 Documenta Chefs Jury  BüRO-ART unter Mitwirkung von Prof.Manfred Schneckenburger (Chef Documenta)

    performance Ziehung  Licht-Klang-Evironment mit Unterstützung von Jan Hoet (Künstlerischer Leiter Documenta 9 ) Solar-Klangtreppen GmbH unter Leitung von Katrin Specker - Pressesprecherin von Christo & Jeanne Claude ( siehe oben ) u.a.    

    WIND°TON°SPIEL°KIEL°OBJEKT   Happeninginstallation 1991 Kieler Woche

    MÜLL°STREIT°OBJEKT Happening-Installation 1993 Potsdam, Schirmherrschaft   Matthias Platzeck

    VOGELTRAUMTREPPE Treppenhaus-Happening-Installation 1996 Berlin, Schirmherrschaft  Thomas Krüger

    2008  

    Photoshopausbildung by comhART  - seitdem Konzentration auf Surreal  - pop – up – ARTige -  Collagen

    2010                  

    Galerie Neonchocolate Berlin  -  surreale Impressionen

    2011                  

    Galerie ART&Champagne   Berlin Kurfürstendamm  –  surreale Impressionen

    2011                  

    ROSA Kunstsalon BELLE ETAGE Berlin Kreuzberg  - pop ARTige Impressionen

    2012                  

    QuadriART  EAGL Galerie  Berlin Teilnahme  pop – up - ARTige Impressionen        

    ART’ otel  Andy Warhol – Präsentation – Teilnahme  mit pop ARTiger Impressionen

    BAGL Springtime Kunstmesse

    Rudolf bei  Tous’ pour L’art – ARTE  TV, mit Sydney Picasso – Paris , Christiane zu Salms, Prof. Peter Raue Berlin

    Kunstpreis ART’otels  Berlin Andy Warhol, Baselitz, Vostell °°° Köln Budapest

    ART Center Bethanien Berlin   ART pARTy Stipentiaty - Kunstraum Kreuzberg

    2013                  

    Galerie Kunststück Berlin-Neucölln   collagen + Brotkatzen-Happening

    2014                  

    Galerie POP-UP-ART  Berlin Schöneberg collagen   +   OLYMPIC°PINK°SKULPTURE

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  • Ausstellung Rainer Magold Joker
Rainer Magold - torso Jedermann
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Rainer Magold - Werkschau
Rainer Magold Kultursommer Rheinlandpfalz
Rainer Magold Jedermann
Rainer Magold im Atelier
Rainer Magold mit der Fuerstin Gloria
    Philosoph der kunst
    Rainer Magold - Kunst, ein Leben zwischen Frust und Flow

    Der Maler Rainer Magold kann auf unzählige Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken. Von Italien nach Polen, von Brasilien über Japan nach Dänemark, China, den USA, Israel... die Liste ist lang. Zu lang, um sie in aller Fülle hier darlegen zu können.

    Seine Biografie ist aufs Engste verbunden mit großen Namen der Kunstgeschichte: Elvira Bach, Markus Lüpertz oder Joseph Beuys. Auch dem Maler Magold gebührt ein fester Platz in der Kunstgeschichte.

    Rainer Magold - Über die Kunst

    Ernst Cassirer schrieb in seinem, 1944 im amerikanischen Exil entstandenen Text „An Essay on Man“ folgendes: „Die Wissenschaft gibt uns Ordnung im Denken; die Moral gibt uns Ordnung im Handeln; die Kunst gibt uns Ordnung in der Auffassung der sichtbaren, greifbaren und hörbaren Erscheinungen.“1

    Die Kunst vermag also, folgt man Cassirer, ganz andere Ordnungen, oder wie ich ergänzend hinzufügen möchte, Erfahrungen zu bieten.

    Gerade in der heutigen digitalen, schnelllebigen Zeit, ist es vor allem die Kunst, die Beständigkeit schafft und sozusagen als Regulativ wirksam werden kann. Genau diese Möglichkeit der Beständigkeit macht Kunst heutzutage zu einer der beliebtesten Kapitalanlagen überhaupt. Wer die Kunst aber ausschließlich als solche betrachtet, der würde sie missverstehen.

    Denn ihre Beständigkeit schafft sie gerade erst durch ihr Potenzial, andere Erfahrungen zu schaffen. Sie kann Momente der Entschleunigung, der Sinnlichkeit, der Überraschung bieten. Sie erlaubt uns eine alternative Sicht auf die Dinge, die uns umgeben.

    Die Malerei Magolds

    Gerade die Gemälde Magolds können dem Betrachter die oben genannte Sichtweise ermöglichen. Ich würde sein  Werke gerne als „Manifestationen des Sinnlichen“ bezeichnen. Denn sie bieten uns Farben und Formen, in die wir vollends mit unserem geistigen Auge eintauchen können; beispielsweise kräftiges, Energie geladenes Rot, kühles, beruhigendes Blau, mysteriös, transzendent scheinendes Schwarz, sattes Grün... All diese Farben bieten Emotionen. Sie wecken Assoziationen, welche auch viel über unsere kulturelle und soziale Prägung verraten können – und auch über unsere persönlichen Leidenschaften.

    Mit den großen Künstlern verbunden

    Rainer Magold trägt die Farben in expressionistischer Manier, mit breitem und schnellen Pinselduktus auf. Man kann ihn daher durchaus als Expressionisten bezeichnen. Tut man dies aber, so darf man es nicht falsch verstehen. Es geht in seiner Malerei nicht darum, einen Stil vom Anfang des 20. Jahrhunderts zu adaptierten oder gar zu kopieren. Seine Gemälde haben nur eine marginale Verwandtschaft mit den Werken von Künstlern wie Ernst Ludwig-Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Erich Heckel.

    Am ehesten könnte man ihn noch in die Nähe zu Emil Nolde, Gabriele Münter oder Marianne von Werefkin bringen. Dies aber nicht unbedingt aus stilistischen Gründen. Während eines Telefonats sagte mir Rainer Magold, dass der Expressionismus für ihn kein Stil sei. Einen solchen Stil gebe es gar nicht. Vielmehr ist es eine Lebenseinstellung. Der Expressionismus also als Lebenseinstellung?

    Wie Münter, Nolde oder Werefkin treibt auch den Maler Magold eine große, fast intime Begeisterung für seine Sujets an. Und genau darin liegt ja auch die Crux des Expressionismus: Er ermöglicht es einem jedem Maler und einer jeden Malerin den ganz eigenen Stil zu finden, die eigenen Motive zu finden, die eigenen Farben und auch den eigenen, persönlichen Pinselstrich. In diesem Sinne ist der Expressionismus eine höchst individualistische Ausdrucksweise und, wie Rainer Magold richtig sagte, kein Stil per se.

    Es geht in seiner Malerei nicht um konzeptuelle Überlegungen an theoretische Diskurse der Malerei, auch wenn man seinen Werke eine starke philosophische Tiefe nicht absprechen kann. Vielmehr ist das Thema der Bilder schlicht und einfach: Leidenschaft! Und ich denke, dass man wohl behaupten darf, dass man diese Leidenschaft seinen Gemälden anmerkt.

    Wer offen ist für die Malerei, wer bereit ist sich auf sie einzulassen, der- oder diejenige wird diese starke Emotion wohl nachvollziehen können. Denn genau das ist es ja, was die Kunst ausmacht. Bereits der Philosoph Martin Heidegger konstatierte, dass das Kunstwerk zwar immer auch Material sei, dass es ein Kunstwerk immer auch ein Ding sei. Anders als aber „Zeug“, kann es nicht reduziert werden auf eine Dienlichkeit, auf sein Wozu, sondern weist immer auch über die bloße Materialität und eine mögliche Nützlichkeit hinaus.

    Kunstwerke lassen Wahrheiten erschließen, oder wie Heidegger es sagte: Das Kunstwerk definiert sich durch das „Sich-ins-Werk-Setzten der Wahrheit“.2 Letztlich konstatiert ein Kunstwerk ein Da-Sein, und das macht es zu einem idealen Ort, um sich und seine Umgebung in einer anderen Form zu betrachten.

    Die Motive Magolds

    Die Themen, die Rainer Magold behandelt, sind äußert vielfältig. Was diesen Aspekt angeht, lässt er sich nicht einschränken. In seinem umfangreichen Oeuvre tauchen Landschaften, schöne Frauen, mythologische Themen, Heroen, abstrakte Gemälde aus Pech und auch zahlreiche Porträts auf.

    Unter Letzterem sind viele bekannte Persönlichkeiten zu finden: die schöne und gleichzeitig tragische Marilyn Monroe, die Sängerin Tina Turner, die elegante und mysteriöse Coco Chanel, der in sich gekehrte, rot erstrahlte Mahatma Ghandi oder auch der müde Charlie Chaplin. Man könnte fragen: „Wie passt all das zusammen?“.

    Rainer Magolds Motivwahl basiert auf seinem Interesse für die dargestellten Persönlichkeiten. Doch eines haben sie alle gemein: Sie alle besitzen eine enorme Ausstrahlung, Charisma oder genießen eine aufgeladene, zwiegespaltene  Meinung in der Bevölkerung. Alle haben sich durch Leistung und Mut hochgearbeitet. Dieser Ehrgeiz beeindruckt Magold. Doch alle die Bilder zeigen auch eine andere Seite.

    Marilyn Monroe galt als Sex-Symbol

    Doch hinter dieser Fassade war sie auch eine traurige Person. Auch Magolds Gemälde „Der Papst trägt Prada“ zeigt zwei Seiten ein und derselben Medaille. Der Titel verweist auf den Kinofilm: „Der Teufel trägt Prada“, dargestellt wird Papst Benedikt XVI in einem grell rötlichen Ton, was ihm fast diabolische Züge verleiht. Im gleichen Zuge verweist der Titel auch auf eine reale Begebenheit, auf die roten Schuhe, welche der Pontifex bei einem öffentlichen Auftritt trug.

    Lange kursierte das Gerücht, dass es ein Paar des Modehauses Prada sei. Magolds Bilder haben also immer mehrere Ebenen, immer auch einen doppelten Boden. Dazu passt auch, dass viele der Gesichter Risse in der Malschicht aufweisen. Diese Krakelee sollen aber nicht als kritische Hinterfragungen der gezeigten Prominenten verstanden werden. Vielmehr soll die Fragilität der Seele, das Menschliche an ihnen betont werden.

    Es sind diese inneren Dualismen oder besser: diese innere Dialektik, die Magolds Bilder aufladen und mit Bedeutung versehen. Welche der verschiedenen, angedeuteten Ebenen der Betrachter erkennt, das bleibt offen. Denn auch wenn der Maler seine Gemälde aus einem inneren Schaffenstrieb heraus herstellt, so ist es letztlich immer der Betrachter, der die Bilder vollendet.

    Um noch einmal zurückzukommen zu den diversen Themen. Für seine Malerei schöpft der Maler frei aus einem riesigen, niemals endenden Pool an Bildern und Motiven der realen Welt. Das ist auf keinen Fall selbstverständlich! Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa war lange kein Platz für die gegenständliche Kunst. Alle Formen und Möglichkeiten der abstrakten Kunst wurden durchexerziert.

    An den 1960er Jahren aber wurde der Ruf einiger junger, vielleicht radikaler Künstler nach einer Rückbesinnung auf die Gegenständlichkeit immer lauter. Hier sind Namen zu nennen wie Georg Baselitz, Eugen Schönebeck, Markus Lüpertz,  Gerhard Richter oder eben auch Rainer Magold.

    Das neue an dieser Malerei war, dass diverse Möglichkeiten der Gegenständlichkeit ausprobiert wurden. Themen wurden spielerisch, manchmal ironisch, manchmal symbolisch in die Malerei übertragen. Es wurde häufig mit neuen Materialien experimentiert. Sigmar Polke etwa experimentierte mit giftigen Chemikalien, Anselm Kiefer applizierte Blech, Eisen und andere Stoffe auf seine Leinwände und Rainer Magold experimentiert seit über 30 Jahren mit Pech.

    Diese Bilder gehören zu seinen abstrakten Arbeiten. Ähnlich wie Gerhard Richter will sich auch er nicht für das eine oder das andere entscheiden. Und das ist das Schöne an der heutigen Kunst. Bildende Künstler müssen sich nicht mehr festlegen. Darüber hinaus bedürfen die Pechbilder keiner Motivik. In ihrer Wirkung, ihrer beinahe skulpturalen Gestalt, sind sie so aufgeladen und intensiv, dass es keiner Farben und keiner Motive bedarf.

    Aber auch die gegenständliche Objekte sind keine Nachahmungen von Realität. Wie schon deutlich wurde, versucht Magold etwa die bekannten Persönlichkeiten nicht in der realen, medial mediatisierten Gestalt dazustellen. Vielmehr ist die Malerei eine Realität für sich.

    Häufig sind dien Dargestellten Personen der heutigen Populärkultur. Ähnlich wie die Künstler der Popart, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, bringt er Bekanntes in seine Bilder ein. Die Zutrittsschwelle ist daher für den Betrachter nicht hoch. Alles Bekannte wird gerne betrachtet, wir kenne es, wir haben unsere Meinung dazu. Genau das ist aber der Trick der Bilder und das macht sie so spannend.

    Denn wenn wir ohne Scheu auf das Bild zugehen, ist dies der erste Schritt in die wunderbare Welt der Formen und Farben, der Leidenschaften und Emotionen. Erst bei näherer Auseinandersetzung entdecken wir die inneren Dualismen, tauchen ein in die innere Dynamik der Gemälde, und wenn alles gelingt, springt der Funke auf uns über.

    Diese Vorgehensweise hängt eng mit Rainer Magolds persönlichem Interesse zusammen. Es liegt in seinem humanistischen Werdegang begründen, dass er mit seiner Kunst nicht nur abbilden oder kommentieren will, sondern dass er mit seiner Kunst auch etwas erreichen, etwas ändern möchte. Dieser vielleicht anthroposophische Gedanke ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Hierzu braucht es Zeit und Ruhe und fordert die sinnliche Auseinandersetzung mit den Bildern.

    Dann können wir verstehen, dass der Mensch Freiräume braucht, geistige und emotionale Freiräume, und dass es eben Kunst ist, die uns diese Freiräume schaffen kann. Erfahren wir diese Freiräume durch die Kunst, kann es uns helfen, um es mit Cassirer zu sagen, „Ordnungen in der Auffassung der sichtbaren, greifbaren und hörbaren Erscheinungen“ zu schaffen.  

    Marco Hompes

    1 Ernst Cassirer: Versuch über den Menschen. Meiner Verlag, Hamburg 2007, S. 257

    2 Martin Heidegger: Der Ursprung des Kunstwerks“, Reclam Verlag, Leipzig 1960, S.33

    3 Tatsächlich aber stammten die roten Schuhe vom Designer Adriana Stefanelli, der unter anderem auch Schuhe für den russisch-orthodoxen Patriarchen Alexij II oder den polnischen Politiker Lech Wałęsa entwarf.

     

    Vita Rainer Magold

    In Karlsruhe geboren, ist Rainer Magold in einer Welt der modernen Malerei aufgewachsen. Sein Vater (Maler der Akademie der Bildenden Künste/München und Gründer der Südpfälzischen Kunstgilde) gab ihm vieles weiter, insbesondere das Talent, Emotionen, Lyrik und Meditation expressiv und abstrakt zu malen. Er ermöglichte es ihm vielen Künstlern in Deutschland und Frankreich zu begegnen. Schon früh begeisterte Magold sich auf Ausstellungen in Strassburg und Paris für Turner, Picasso, Jean Arp.

     

    Dem folgten mit 17 Jahren Studienreisen nach München, Venedig und Rom. Einer ersten eigenen Ausstellung in London (1970) folgten Studienaufenthalte oder Ausstellungen in Italien, Marokko/Algerien/Tunesien, Sao Paulo/ Brasilien, Dänemark/Schweden, Frankreich/Holland/Belgien, China, Hongkong, Jugoslawien, Israel, Schweiz, Barcelona/Madrid, Österreich, Sri Lanka; zuletzt 2009 in Mannheim und Berlin.


    Prof. Joseph Beuys bestärkte Rainer Magold in der„Freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e. V“ konsequent seinen eigenen unabhängigen Weg zu gehen. Er hat mit vielen international bekannten Designern und Künstlern gearbeitet; 2009 z. B. mit Elvira Bach, Prof. Thomas Hornemann (Berlin), Prof. Fritz Dickgiesser (Kunstakademie Düsseldorf) und Prof. Markus Lüpertz.

    Sein Atelier war im Anwesen Barthélemy, seit über 200 Jahren eine Kraftquelle vieler internationaler Künstler. Dieser Tradition ist der Maler Rainer Magold verbunden. Schon früh entwickelte seine eigenen Methoden und Techniken. Er ist heterogen in seinen vielseitigen Techniken aber immer homogen und konsequent in der mystischen Thematik.

    Nach 50 Jahren Erfahrung als Maler verbindet Rainer Magold den klassischen Deutschen Expressionismus mit abstraktem Expressionismus in seiner einzigartigen Handschrift, die in emotionalen Portraits und abstrakten Landschaften deutlich wird.

    Seine Bilder hängen bei Kunstsammlern in der ganzen Welt, z. B. in Frankreich, Hongkong/China, Italien, London/Großbritannien, Wien, Salzburg/Ostereich, Sao Paulo/Brasilien, Lausanne/Schweiz, New York/USA.

    Heute lebt und arbeitet er in der Südpfalz an der französischen Grenze.

    Kontakt:

    Salten Theater & Kunst Promotion

    lilo.salten@saltengastspiele.de

     

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  • Fuer Konstantin Voits ist die Farbe das zentrale Thema 
WeldePublikumspreis 2014
    Starke Farben in Konstantin Voits Gemälden
    Für den Sigmar Polke Schüler Konstantin Voits ist die Farbe das zentrale Thema

    Künstler Vorgestellt -  Die vermutlich größte Schablonensammlung der Welt, gängige Acryl- und Sprayfarben in 250 Farbtönen, dies ist das Instrumentarium des Mannheimer Künstlers und WeldePublikumspreisträgers Konstantin Voit.

    Seine Werkzeuge nutzt er für Werkreihen, deren Gegenstand stets ein Teil seiner Schablonensammlung ist und die er Blöcke nennt. Die aktuelle Reihe heißt Equinox: Tag- und Nachtgleiche.

    Aufmerksamkeit auf die Farbe

    Für den Künstler Voit, der in Hamburg bei Sigmar Polke studierte, ist die Farbe das zentrale Thema. Seine Bilder wirken direkt aus der Farbe. Es geht Voit nicht um eine realistische Abbildung.

    Vielmehr soll das Thema bestimmter Schablonenserien wie etwa bei "Equinox" die Aufmerksamkeit auf die Farbe lenken. Nichts soll von der Farbe ablenken, weshalb die Bilder von Voit auch stets vertraute DIN-Formate haben.

    Malerische Möglichkeiten

    Die Schablonen Voit besitzt tausende, auch historische sind das wichtigste Werkzeug seiner Malerei. Sie schränken wegen der vorgegebenen Formen zwar ein, sagt Voit, andererseits fordere es aber heraus, die malerischen Möglichkeiten innerhalb dieser bewusst gewählten Reduktion zu erforschen. Er kombiniert Schablonen im Computer zu neuen Mustern.

    Experimentieren und Verändern

    Auf diese Weise entsteht eine Vielzahl von Entwürfen. Anschließend setzt Voit einen Teil dieser Entwürfe handwerklich in Gemälde um. Der Unterschied zwischen Entwurf und Bild ist ihm wichtig: Ein Bild ist greifbar, sichtbar und besteht aus physischen Farben.

    Die Entwürfe hingegen dienen zum Experimentieren und Verändern; im Computer lässt sich das alles leicht bewerkstelligen. Als bereits fertiges Bild sind ihm diese jedoch zu glatt: Deshalb erfolgt die anschließende Umsetzung in die physische Welt der Malerei.

    Es geht immer um das nächste spannende Bild

    Bislang hat Voit zehn Blöcke geschaffen, die jeweils zwischen 32 und 119 Bilder umfassen. Es gibt keinerlei Vorgaben, wann eine Serie zu Ende ist: Es ist einfach eines Tages soweit, berichtet er.

    Dann hat Voit bereits Ideen für den nächsten Block aus dem einen Thema ergebe sich das nächste. Neue Entwürfe und die tatsächliche Arbeit auf der Leinwand laufen parallel: Es geht immer um das nächste spannende Bild, sagt er in Bezug darauf, dass sich künstlerische Arbeit trotz aller Ordnungssysteme nur schwer planen lässt.

    Konstantin Voit Kurzbiographie

    1964        geboren in Mannheim

    1989-96   Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

    1996        Diplom an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

    2003 ff.    Dozent an der Freien Kunstakademie Mannheim, freischaffender Künstler

    Preise und Stipendien

    2014         WeldePublikumspreis

    2006         Kunstpreis der 16. Künstlermesse Karlsruhe

    2003         WeldeKunstpreis

    2003         Kunstpreis der Stadt Bühl/Baden

    Stipendien

    Stadt Mannheim, der Länder Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen

    Ausstellungen(Auszug)

    Mannheim, Ludwigshafen, Wiesbaden, New York, Hamburg, Berlin

    Die fünf WeldePublikums-Preisträger im Überblick

    Dietmar Brixy lebt und arbeitet in Mannheim. Das jetzt mit dem WeldePublikumspreis ausgezeichnete Werk, ein Ölgemälde, stammt aus der 2012 begonnenen Werkreihe Discover.

    Konstantin Voit betreibt in Mannheim die Malfabrik. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für das Werk Evolution.

    Marisa Vola lebt in Heidelberg. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt sie für das gewebte Werk Webthings.

    Michael Volkmer, Jahrgang 1966, lebt und arbeitet in Neuhofen bei Ludwigshafen. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für sein Werk FUN.

    Olga Weimer & Marcel Weber sind in Mannheim ansässig. Ihr mit dem WeldePublikumspreis 2014 ausgezeichnetes Werk ist ein Ölgemälde mit dem Titel Strandgut.

    Informationen zum Publikumspreis 20 Jahre WeldeKunstpreis 2014

    • Preisverleihung und Vernissage: Montag, 20. Oktober, 19 Uhr, Palais Hirsch, Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen
    • Preisträger-Ausstellung mit mehreren Arbeiten jedes der 5 Publikumspreisträger: 21. Oktober bis 23. November, Kunstverein Schwetzingen, Palais Hirsch. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr, Eintritt frei.

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