Das Lifestyle Magazin: Lebensart, Kunst, Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz

exklusiv beim Taschen-Verlag

Sebastio Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Die Gier nach Gold: Weltfotograf Sebastio Salgado exklusiv beim Taschen-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse. Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält dieses Jahr der brasilianische Fotograf und Umweltaktivist Sebastio Salgado. Mit Recht.

Der erste Fotokünstler erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Gehört er doch zu den sozial engagierten Fotografen in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotograf und ist übrigens der erste Fotokünstler überhaupt, der diese renommierte Auszeichnung erhält.

Wer diesen eher öffentlichkeitsscheuen Menschen kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, den 19. Oktober 2019, von 11 bis 12 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse beim Taschen-Verlag-Stand (Halle 3.0, Stand D85) Gelegenheit.

Salgado wird dort seine Bücher signieren, vor allem aber auch seine jüngstes Werk „Gold“ präsentieren. Wir berichteten

Als Salgado, der seine berufliche Karriere als Fotograf 1973 in Paris begann und für zahlreiche internationale Agenturen wie auch Magnum arbeitete, zum ersten Mal nach Serra Pelada kam, war er sprachlos.

Vor ihm sah er ein riesiges Loch mit einem Durchmesser von vielleicht 200 Metern und fast genauso tief. In ihm ein Gewimmel von mehreren zehntausend Männern, kaum bekleidet. Ungefähr die Hälfte von ihnen schleppte schwere Säcke über breite Holzleitern nach oben, während die anderen über schlammige Abhänge zurück in den Schlund der Grube rutschten.

Natürlich wußte der Fotograf, was sie dort taten. Sie suchten nach Gold. Und Salgado war zu dieser entlegenen Bergkuppe am Rande des Amazonas-Regenwaldes in Brasiliens nördlichem Bundesstaat Pará gereist, um sie zu fotografieren: in schwarz-weiß.

Das war 1986, und verschaffte ihm ein Ansehen, das er bis zu diesem Zeitpunkt in der Welt der Dokumentarfotografie nicht hatte. Alle wichtigen Zeitschriften dieser Welt veröffentlichten das Serra-Pelada-Portfolio.

Daraus entstanden ist nun ein Buch, das wie gesagt schlicht „Gold“ heißt, neu im Taschen-Verlag (www.taschen.com) erschienen ist und 50 Euro (CHF 70) kostet, absolut gerechtfertigt bei dieser Qualität eines Fotobuches.

Die 208 Seiten zeigen ein ganz außergewöhnliches Werk, ein biblisches Epos, das nur ein Ausnahmefotograf so einfangen kann. Die Fotos haben eine Unmittelbarkeit, die der Betrachter noch immer, über 30 Jahre nachdem sie aufgenommen worden sind, als absolut zeitgenössisch erlebt und fesselt.

Heute ist die Goldmine geschlossen, aber Salgados Aufnahmen lassen das überwältigende Drama des Goldrausches wieder aufleben, dass die Gier nach Gold so leicht nicht zu stillen ist und es scheint, als stünde die Zeit in schwarz-weiß irgendwie still.

„Gold“ gibt es übrigens auch als Collector’s Edition von 1.000 signierten Exemplaren für 800 Euro und als Art Edition von 100 Exemplaren und einem signieren Print, Preis auf Nachfrage. Also auf nach Frankfurt am Main...

Sönke C. Weiss

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr
  • GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss
  • |
  • 10.10.2019

Aktuelles - Marketing News

  • Polizeiposten abklatschen und ueber sich hinauswachsen
    Fisherman’s Friend oder Jägermeister
    So weit, so scharf oder lieber Genuss mild und intensiv

    Eines vorweg: Wegen eines Werbespots für seine vegane Schokolade steht das Süßwarenunternehmen Katjes in der Kritik. "Der Clip ist eine sehr einseitige und überzogene Visualisierung von Massentierhaltung", sagte die Leiterin des Deutschen Werberats, Katja Heintschel von Heinegg, der Deutschen Presse-Agentur. Also, ich bin da anderer Meinung.

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, beschäftigt sich mit was ganz anderem.

    Lieber Herr Böhmer,

    es ist verwirrend. Mögen Frauen jetzt lieber „scharf“ oder bevorzugen sie es „mild und intensiv“?

    Jägermeister zumindest glaubt, "dass 'scharf' besonders für die weibliche Zielgruppe eine spannende Alternative ist". Sagte Brand Managerin Jardena Kedra im Mai, als sie das Zeug in Wolfenbüttel serviert hatten.

    Jetzt rückt die Marke mit der Hirschtrophäe noch deutlicher in Richtung Frau. Als Lockstoff legt Jägermeister Sets mit je zwei "Probierflaschen" der scharfen Variante des Magenputzers und einem knallroten Lippenstift in Concept Stores und dem Online-Shop aus.

    So weit, so scharf. Die Marke Fisherman’s Friend hingegen hat mit der Kombination aus scharfen Produkten und der Zielgruppe Frau ganz andere Erfahrungen gemacht. Das neue Lutschangebot namens "Pro Fresh" distanziert sich von der traditionellen Schärfe und bietet Genuss "mild und intensiv".

    Schon mit dem allseits bekannten Claim "Sind sie zu scharf, bist du zu schwach" waren die Pastillenproduzenten nicht so ganz zufrieden. Denn manch Konsument/in schreckte diese Aussicht eher, statt dass sie als Herausforderung genommen wurde. Vor zwei Jahren wechselte der Hersteller CFP Brands deshalb den Claim aus. Von da an hieß es "Stark ist, wenn du’s bist".

    Wem dieser Spruch noch nicht schwach genug war, wird in der neuen Kampagne mit einem geschmack- beziehungsweise sinnlosen "Boost Your Day" begrüßt.

    Offenbar richtet sich das unscharfe Angebot in erster Linie an Frauen. Fisherman's Friends Marketingleiterin Sonja Voggenreiter betont, dass sich die mild-intensive Lutschalternative zu 70 Prozent an Frauen und 30 Prozent an Männer richtet.

    Es steht also Aussage gegen Aussage. Jardena Kedra gegen Sonja Voggenreiter. Rachenputzer gegen Rachenschmeichler.

    Aber, hey, es gibt echt wichtigere Themen, oder?

    Klar. Zum Beispiel: Brand Marketing schlägt Performance Marketing in der Umsatzwirkung. Sagt immerhin Adidas. Aber lest einfach selbst.

    Einen schönen Abend und ein scharf-mild-intensives Wochenende wünscht

    Rolf Schröter

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

     

    mehr
  • Junge Paare haben weniger Sex und als nichts mehr hilft, greift sie zur Connected Underwear
    Influencer Marketing am Ende?
    Eine späte Erkentnis, Influencer sind bezahlte Werbefiguren

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über sterbende.

    Lieber Herr Böhmer,

    OMG, das Influencermarketing stirbt.

    Die Verbraucher nehmen es inzwischen als das wahr, was es ist: Werbung. Und das ist offensichtlich schlecht für eine Kategorie, die von Authentizität und gefühlter Nähe lebt. Dabei bedeutet authentisch ja nur, dass etwas als echt empfunden wird. Also dass man glaubt, dass Schein und Sein übereinstimmen. Mit Realität hat das nicht unbedingt etwas zu tun.

    Laut einer Studie von Wavemaker sehen immer mehr Menschen Influencer als bezahlte Werbefiguren an. Damit sinkt ihre Glaubwürdigkeit innerhalb nur eines Jahres um ganze 13 Prozentpunkte. Der Schein bröckelt. Influencermarketing kommt endlich in der Realität an.

    Das hat auch sein Gutes. Denn wenn der Hype abflaut, setzen normalerweise Mechanismen wie Konsolidierung und Professionalisierung ein. Und das wird der gesamten Branche zugutekommen.

    Die kommt übrigens in vielen Bereichen immer noch ganz gut ohne Influencer aus. Zwei Beweise:

    Die Deutsche Telekom macht einen magentafarbenen Schlüpper zum Star einer Kampagne für ihr 5G-Netz. Na gut, die Unterhose ist immerhin „connected“, also mit Bluetooth ausgestattet. Ob sie jetzt verführerisch aussieht oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Zumindest soll sie das Liebesleben von sexlosen Millennials anheizen. Wie die Telekom die jungen Leute in den „Love-Mode“ versetzten will, hat mein Kollege Maximilian Flaig für W&V+ recherchiert.

    Die zweite Influencer-lose Kampagne hat sich die Bundesregierung zusammen mit der Agenturgruppe Orca ausgedacht. Sie zeigt echte, nicht einfach nur authentische, sondern richtig echte Deutsche, die so richtig echt deutsch sind: einen Dackel, einen Mann in Socken und Sandalen, drei Dönerverkäufer, eine Sennerin oder den Fahrer eines getunten Trabbis. Sie alle stehen für Deutschland – und für 30 Jahre deutsche Einheit. Das ist glaubwürdig durch echte Menschen – keine Influencer.

    Ihre Verena Gründel

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

    mehr
  • Martha Rzeppa und Morris Scheffler gehen von BBDO Berlin zu C3
    Wettbewerb um gute Mitarbeiter
    Der entscheidende Vorteil gegenüber der Konkurrenz sind die Mitarbeiter

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, weiß worauf es für die Unternehmen ankommt, um die Mitarbeiter.

    Lieber Herr Böhmer,

    wenn es um die Frage geht, wie man sich einen - besser wahrscheinlich: den - entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft, dann kann die Antwort am Ende eigentlich nur sein: durch die richtigen Mitarbeiter (jeden Geschlechts). Diese Erkenntnis hat sich inzwischen erfreulicherweise weitgehend durchgesetzt, was aber auch zur Folge hat, dass der Wettbewerb um genau diese Menschen härter und schneller wird.

    Aktuelle Beispiele gefällig? Die Ströer Content Group baut die Führungsspitze um Chief Executive Officer (CEO) Marc Schmitz und Chief Content Officer (CCO) Arne Henkes aus und hat sich dafür Sven Scheffler von Springer geschnappt.

    Die Content-Schmiede C 3 wiederum hat sich gleich ein Duo von BBDO geholt. Martha Rzeppa und Morris Scheffler sollen künftig für C3 als Business Director und als Head of Design agieren.

    Mit hartem Wettbewerb kennt man sich auch in der Kosmetikbranche aus. Immer öfter kommt dabei das Thema Nachhaltigkeit als Verkaufsargument zum Einsatz. L'Oréal will jetzt mit einer Innovation punkten, die von Herstellung bis Entsorgung besonders umweltfreundlich sein soll: der Kosmetikkonzern bringt im kommenden Jahr mit seiner Marke Garnier eine Kosmetiktube aus Papier auf den Markt. Mal sehen, wie die Konkurrenz reagiert.

    Schönen Abend

    Holger Schellkopf

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr

Aktuelles - Kultur und Medien

  • Ein neues Leben für Bela und Sharuk in LIONSROCK
    Ein neues Leben für Bela und Sharuk
    Die Tiger Bela und Sharuk bekommen ein neues Zuhause

    Für die Tiger Bela und Sharuk beginnt schon bald ein neues Leben. Am 23. Oktober wird VIER PFOTEN  das Geschwisterpaar in das VIER PFOTEN Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika überführen. Die Tiere waren 2015 aus schlechter Haltung in Privathand von VIER PFOTEN gerettet worden. Der Transport beginnt am 22. Oktober. Nach einer tierärztlichen Untersuchung am Morgen werden Bela und Sharuk zum Flughafen nach Frankfurt a.M. gebracht. Von dort aus geht es auf direktem Weg nach Johannesburg.

    Nach ihrer Ankunft in Südafrika bringt ein VIER PFOTEN Team die Tiere auf einer vierstündigen Fahrt nach LIONSROCK. Am Mittwochnachmittag werden die ca. fünf Jahre alten Großkatzen schließlich in ihr naturbelassenes Gehege entlassen, wo ihnen von nun an ein Areal von ca. 10.000 m2 zur Verfügung stehen wird. Der Transfer von TIERART in Maßweiler/Rheinland-Pfalz nach LIONSROCK wird von einem internationalen Tierärzte-Team aus Deutschland und Südafrika begleitet.

    Florian Eiserlo, Dipl.-Biologe und Betriebsleiter von TIERART bei VIER PFOTEN: „Wir freuen uns, dass wir Bela und Sharuk endlich nach LIONSROCK bringen können. Beide sind jung und haben noch ein schönes langes Leben in unserem Großkatzenrefugium vor sich. Dort erwartet sie eine artgemäße Haltung mit ausreichend Platz."

    In LIONSROCK werden die beiden Großkatzen in einer naturnahen Umgebung leben. Das einzigartige Großkatzenrefugium bietet über hundert Löwen und Tigern, die aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet werden konnten, ein artgemäßes Zuhause.

    Opfer regionaler Gesetzgebung

    Bela und Sharuk wurden im Mai 2014 in einer privaten Anlage in Baden-Württemberg geboren, ein drittes Geschwisterchen starb im Alter von wenigen Wochen. Zusammen mit ihren Eltern lebten die beiden in einem Gehege mit nur ca. 200 m2 Fläche. Da die deutsche Gesetzgebung im Bezug auf die private Haltung von Wildtieren bislang nicht einheitlich geregelt ist, sind die  Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

    Erst als die Jungtiere hinzukamen, entschieden die zuständigen Behörden, dass das Gehege nicht ausreichend Platz bot. Der Halter wandte sich an VIER PFOTEN und so bezogen die beiden jungen Tiger am 31.07.2015 gemeinsam eine 1.000 m2 große Anlage in der VIER PFOTEN Großkatzenstation TIERART.

    VIER PFOTEN setzt sich weltweit für Großkatzen ein

    Tiger, Löwen oder Leoparden gehören nicht in Zirkusse oder Privathände. Raubkatzen als Haustiere zu halten ist nicht nur Tierquälerei, sondern kann auch für die Halter gefährlich werden. VIER PFOTEN fordert daher gesetzliche Verbesserungen für Großkatzen in menschlicher Obhut.

    Die internationale Tierschutzstiftung bietet in Schutzzentren wie TIERART, FELIDA oder LIONSROCK konkrete Maßnahmen, um Tieren aus schlechten Haltungsbedingungen zu helfen.

    Großkatzen, die über einen längeren Zeitraum in Gefangenschaft gelebt haben, können nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden. In den VIER PFOTEN Schutzzentren können sie ihre natürlichen Instinkte und Verhaltensweisen wiederentdecken und ausleben.

    mehr
  • Die brandneue Show der Startaenzer Nicole Nau und Luis Pereyra in Duesseldorf
    Benefiz-Gala in der Tonhalle Düsseldorf
    Tango Si präsentiert: VIDA! – Die Showsensation aus Argentinien

    Große Benefiz-Gala in der Tonhalle Düsseldorf: Zum 25. Jubiläum von FUTURO SI, der Initiative für Kinder in Lateinamerika e.V., dürfen sich Tango-Aficionados am Samstag, dem 26. Oktober 2019, um 19.30 Uhr auf „VIDA!“, die brandneue Show der Startänzer Nicole Nau und Luis Pereyra, freuen. Temporeich und voller Poesie zelebriert das Ausnahme-Duo gemeinsam mit großer Company die Kulturgeschichte, den Zauber und das Flair Südamerikas.

    „Tango ist der Tanz der Extreme. Schwarz und Weiß. Liebe und Hass. Mann und Frau. Leben und Tod. Zwei Pole, die sich anziehen. Gefühle kochen hoch, die Luft vibriert vor Leidenschaft. Tango ist Ekstase – und hat doch klare Regeln und Strukturen. Genau darin liegt sein Geheimnis!“ erklärt Nicole Nau.

    In Düsseldorf geboren und aufgewachsen erlag sie schon in jungen Jahren der Faszination des Tangos. Sie reiste nach Argentinien, heiratete den Tangotänzer Luis Pereyra und gilt heute als eine der besten Tangotänzerinnen der Welt. Ihr Konterfei ziert sogar eine argentinische Briefmarke.

    In ihrem aktuellen Programm, in dem der Tango eine zentrale Rolle einnimmt, präsentiert das Paar ein spektakuläres Fest für die Sinne und feiert das Leben in all seinen Facetten. Artistische Tanz- und Show-Einlagen, mitreißende Live-Musik, Latin-Emotion pur – unkonventionell, betörend und atmosphärisch dicht bringt „VIDA!“ die mitreißende Welt argentinischer Rhythmen auf die Bühne.

    „Ganz Argentinien in einem Tanz, „VIDA!“ macht es leicht, sich hinreißen zu lassen, bis man nicht mehr sitzen mag.“, schreibt die FAZ begeistert, und der Buenos Aires Herald schwärmt von einem „Spektakel der Superlative“.

    Direktor, Choreograph und Multiinstrumentalist Luis Pereyra erschafft in „VIDA!“ einzigartige tänzerische und perkussive Meisterwerke. Damit gelingt ihm ein atmosphärisch dichter Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne jenseits aller Tango-Klischees. Seine Inszenierung richtet sich vor allem auf das Pure, die Intensität des Ursprungs:

    Männliche Kraft und weibliches Feuer. Mann und Frau in stolzer Umarmung, bei der die Beine auf atemberaubende Weise ineinandergreifen. Lebendig! Argentinisch!

    Luis Pereyra wurde mit dem argentinischen Staatspreis ausgezeichnet.

    Fridhelm Griepentrog, Vorsitzender von FUTURO SI, betont: „Nicole Nau und ihr Mann Luis Pereyra begleiten und unterstützen unsere Arbeit in Lateinamerika seit vielen Jahren. Wir freuen uns sehr, dass diese beiden Top-Künstler - anlässlich unseres Jubiläums – hier bei uns in Düsseldorf auftreten.“ Schirmherr der Veranstaltung ist der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel

    Nach dem Auftritt wird bei einer Milonga in der Rotunde der Tonhalle bis 1 Uhr  weitergetanzt!

    25 Jahre FUTURO SI – Benefiz Gala

    Tango Si präsentiert: VIDA!

    NICOLE NAU & LUIS PEREYRA mit großer Company

    Rhythmus, Musik, Tanz aus Argentinien

    Samstag, 26. Oktober 2019

    Beginn: 19.30 Uhr

    Tonhalle Düsseldorf, Ehrenhof 1

    Tickets:

    FUTURO SI-Ticket Hotline: 0157 – 879 698 58

    oder online:

    https://www.futuro-si.de/veranstaltungen/index_ver.htm

    in der Tonhalle Düsseldorf, Telefon 0211 - 91 38 75 38

    Die 1994 in Düsseldorf gegründete Initiative „FUTURO SI – Zukunft ja!“ unterstützt Kinderprojekte in fünf südamerikanischen Ländern. Gefördert werden Projekte, die sich ganz nah an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, wie zum Beispiel eine kleine Klinik, eine Gesundheitsstation, eine Lehrwerkstatt. Der eingetragene Verein erhält seit Jahren vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen DZI das Spendensiegel als Anerkennung seiner besonderen Förderungswürdigkeit.

    mehr
  • Das geheime Leben der Baeume Die Entdeckung einer verborgenen Welt jetzt auch im Kino
    Portrait über den Wald und den Bäumen
    Bildgewaltig und faszinierend - DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME

    Die ganze Welt spricht über die Umwelt und hört dabei oft der Natur selbst gar nicht zu. Ein Mann hat sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern, und damit Millionen erreicht. In DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME öffnete uns Peter Wohlleben die Augen über die verborgene Welt des Waldes. Constantin Film bringt den Bestseller jetzt auf die große Leinwand – ein unterhaltsames Portrait, bildgewaltig und faszinierend. Es wird Zeit, den Wald auch im Kino zu entdecken: DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME startet am 23. Januar 2020.

    Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ veröffentlicht, stürmt er damit über Nacht alle Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand über den deutschen Wald geschrieben.

    Auf unterhaltsame und erhellende Weise erzählt Wohlleben von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Bäume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv:

    In Waldführungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen näher. Wohlleben reist nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, er besucht Betriebe in Vancouver, die einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Wald suchen, er schlägt sich auf die Seite der Demonstranten im Hambacher Forst. Weil er weiß, dass wir Menschen nur dann überleben werden, wenn es auch dem Wald gut geht – und es bereits Fünf vor Zwölf ist…

    Unter der Regie von Jörg Adolph („Elternschule“) und begleitet von einmaligen Naturaufnahmen von Jan Haft („Das grüne Wunder“) kommt der Bestseller nun ins Kino.

    Die fesselnde Dokumentation gibt einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenleben der Bäume und folgt gleichzeitig Peter Wohlleben dabei, wie er auch außerhalb der Landesgrenzen für ein neues Verständnis für den Wald wirbt. Auf diese Weise entsteht ein ebenso intimes wie humorvolles Porträt.

    Der Dokumentarfilm ist eine Constantin Film Produktion und wurde durch den FFF Bayern, FFA sowie DFFF gefördert. „Das geheime Leben der Bäume“ erschien 2015 im Ludwig Verlag.

    Mit: Peter Wohlleben
    Buch & Regie: Jörg Adolph
    Naturfilmaufnahmen: Jan Haft
    Produzent: Friederich Oetker
    Executive Producer: Martin Moszkowicz
    Production Executive: Christine Rothe
    Line Producer: Susann Funke
    Kamera: Daniel Schönauer
    Montage: Anja Pohl
    Lichtkünstler: Friedrich van Schoor, Tarek Mawad
    Tongestaltung: Jörg Elsner
    Tonmischung: Michael Kranz
    Musik: Franziska Henke

    Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Peter Wohlleben

    mehr

Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Entspannt und mitten in der Natur rutschen Gaeste im Schlossgut Oberambach nahe Muenchen in Oberbayern ins neue Jahr
    2020 besinnlich begrüßen
    Silvesterabend am Starnberger See im Schlossgut Oberambach

    Für stille Genießer, die zum Jahreswechsel auch mal innehalten und das Jahr bewusst Revue passieren lassen wollen, hält das Schlossgut Oberambach ein besonderes Arrangement bereit.

    In dem herrschaftlichen Landsitz beginnen Gäste den Silvesterabend zum Beispiel mit einer Fackelwanderung durch Wald und Wiesen oder zum nur wenige Gehminuten entfernten Starnberger See.

    Anschließend erwartet sie im Wintergarten ein festliches Dinner mit Fondue und Live-Musik. Wer den Jahreswechsel lieber verschlafen möchte, wird um Mitternacht sicher nicht von einem Feuerwerk geweckt.

    Stattdessen können Gäste ihren persönlichen Wunsch für 2020 aufschreiben und symbolisch in einer Feuerschale verbrennen.

    Das Neujahrs-Package ab 298 €/Pers./Frühstück umfasst 3 Übernachtungen, oben genannte Leistungen, Sekt um Mitternacht, ein Langschläfer-Frühstück am 1. Januar 2020 sowie eine 60-minütige Massage oder Kosmetikbehandlung.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • In der Nebensaison praesentiert sich Mallorcas Inselhauptstadt ganz entspannt Urlauber freuen sich zudem über guenstige Preise
    Vier-Sterne-Auszeit auf Mallorca
    Die Wintermonate nach Mallorca, wenig Trubel, günstige Preise

    Wenig Trubel, günstige Preise: Wer in den Wintermonaten nach Mallorca reist, erlebt die Balearen-Metropole Palma ganz entspannt. Etwa beim Einkaufsbummel durchs historische Zentrum mit seinen zahlreichen Kunsthandwerksläden, Designerboutiquen und Souvenirshops.

    Zudem gibt es keine langen Warteschlangen vor Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale La Seu oder dem Museum Es Baluard. Die feinsandige Playa de Palma ist nahezu menschenleer. Unweit davon befindet sich auch das Vier-Sterne-Grupotel Playa de Palma Suites & Spa.

    Nach Stadttour oder Strandspaziergang relaxen Gäste im 1.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool und beheiztem Innenbecken. Außerdem stehen gegen Gebühr verschiedene Treatments wie eine Meersalz-Massage oder ein Algenbad auf dem Programm (3 Nächte in der Juniorsuite inkl. Frühstück ab 140 €/Pers.).

    Übrigens: Ebenfalls ganzjährig geöffnet hat das nahe gelegene Vier-Sterne-Grupotel Acapulco Playa, welches sich ausschließlich an Erwachsene richtet (3 Nächte im DZ inkl. Frühstück ab 129 €/Pers.)

    Die spanischen Grupotel Hotels & Resorts gehören zu den größten Hotelunternehmen auf den Balearen. Hauptgesellschafter Miguel Ramis hat sein erstes Hotel 1968 auf Mallorca eröffnet. Reisende wählen zwischen 35 Drei- bis Fünf-Sterne-Anlagen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und in Barcelona.

    Die meisten Häuser liegen direkt am Strand und verfügen über großzügige Garten- und Poolanlagen. Dabei reicht die Angebotspalette von Wellness- bis zu Aktivurlaub, von Familienferien bis zur „Adults Only”-Auszeit.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Florida Pirate Hotel
    Im Pirate Island Hotels
    Der ewige Kampf wird zum Hotel, Legoland Orlando

    Zugegeben, wettertechnisch sowie landschaftlich ändert sich über das Jahr gesehen nicht viel im Sunshine State. Bei bis zu 360 Sonnentagen im Jahr auch kein Wunder. Das heißt aber natürlich nicht, dass sich in Florida nichts tut.  Tut es aber doch, es gibt ein neues Hotel.

    Nur eine gute Autostunde von St. Pete an der Westküste Floridas werden Kindheitsträume Realität. Wer sich früher unter dem Weihnachtsbaum über Lego-Geschenke gefreut hat, der wird im Legoland Orlando ein weiteres Mal beschenkt.

    Denn hier wird der unzählige Male ausgefochtene Kampf zwischen Rot- und Blauröcken zum Hotel, dank der Eröffnung des Pirate Island Hotels im Frühjahr 2020.

    Direkt an das bereits bestehende Legoland Hotel schließt sich die neue Herberge für junge und erwachsene Matrosen unmittelbar am Lake Eloise und nur 130 Schritte vom Parkeingang entfernt an. 150 Zimmer, ein großzügiger Pool und selbstredend hunderte Lego-Modelle und Charaktere warten hier bald auf angehende Piraten und Piratinnen.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Essen und Trinken

  • Rotkohlsuppe und Apfelbirnenkompott fuer Geniesser
    Rezeptidee für die kalte Jahreszeit
    Süße Sti(e)l-Fragen - Die Zeit ist reif für leckere und deliziöse Rezepte mit Äpfeln und Birnen

    Formschön, lecker – und voller guter Inhaltsstoffe: Wer Äpfel mit Birnen vergleicht, findet viele gemeinsame Vorteile.  Die deutschen Verbraucher greifen bei Äpfeln sehr gern zu. Jeder Bundesbürger verzehrt im Jahr im Schnitt rund 25 Kilogramm der knackig- runden Kernobst-Delikatesse. Damit belegen Äpfel Rang 1 unter den beliebtesten deutschen Obstarten.

    Weiche Schale, gesunder Kern

    Der Prokopf-Verbrauch ist bei den Birnen mit 2,5 Kilogramm deutlich geringer. Höchste Zeit also, das traditionsreiche Obst genauer vorzustellen. Schon die Römer und die Griechen kultivierten das Kernobst, das ebenso wie Äpfel zur Familie der Rosengewächse zählt. Über 5.000 verschiedene Birnensorten sind inzwischen bekannt.

    Die im heimischen Anbau am meist verbreiteten Sorten heißen „Alexander Lucas“, „Williams Christ“ und „Conference“. Allen Birnen gemeinsam sind die vielen wertvollen Inhaltsstoffe. Sie sind reich an Phosphor, Kalium und Kalzium, wirken entschlackend und entwässernd und regen den Stoffwechsel an. Darüber hinaus eignen sie sich aufgrund ihres geringen Säuregehalts auch ideal für Kleinkinder und Menschen mit empfindlichem Magen. Tipp: Die Schale am besten mitessen, da hier die meisten Vitalstoffe sitzen.

    Am besten in guter Gesellschaft

    Beim Einkauf gilt: Jeder nach seinem Geschmack. Grüne Birnen sind bissfest und knackig. Wer sehr süße Birnen mit schmelzendem Fruchtfleisch liebt, wartet, bis die Früchte gelb sind. Beim Kauf von grünen Birnen dauert dies bei Raumtemperatur zu Hause etwa zwei bis drei Tage.

    Sortentypisch unterscheidet sich auch die Schale. Wenn Birnen nicht nachreifen sollen, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Tipp: Die Früchte getrennt von anderen Obstsorten wie Äpfeln oder Trauben lagern, da diese Ethylengas verströmen, das Birnen schneller reifen lässt.

    Alleskönner in der Küche

    Birnen sind fruchtige Multitalente, die in der Küche ganz unterschiedlich eingesetzt werden. Wer es süß liebt, schätzt die Früchte in Torten, Kuchen oder als feines Kompott zu Pudding und Eis. Immer beliebter wird Birne darüber hinaus als raffinierte Zugabe zu herzhaften Gerichten – egal ob als süß-scharfes Chutney zu Wild oder in geschmackssicherer Kombination mit Ziegen- und Frischkäse.

    Auch vielen Suppen und Eintöpfen verleiht das Obst eine fruchtig- feine Note. Alle, die es lieber roh mögen, setzen bei leicht-bitteren Salaten wie Radicchio oder Chicorée mit Birne einen süßen Kontrastpunkt.

    Das Richtige für Aufgeweckte

    Auch zum Einwecken sind Birnen bestens geeignet. Das Obst dafür so frisch wie möglich verarbeiten. Vor dem Einwecken Birnen schälen, vierteln und sofort in Wasser mit einem Schuss Zitrone geben, da sie sonst braun werden.

    Die Fruchtviertel anschließend blanchieren, kalt abspülen und in Einweckgläser geben. Das Ganze mit kochendem Zuckerwasser auffüllen (ein Teil Zucker, zwei Teile Wasser) und bei 90 Grad Celsius gut 30 Minuten in den Einkochapparat geben. Auf diese Art richtig eingeweckt, bleiben Birnen lange genießbar.

    Schon gewusst?

    • Äpfel rangieren auf Platz 2 der beliebtesten Obstarten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Jedes fünfte Kind nennt diese Obstart als ihren Favoriten. Birnen landen mit rund 5 Prozent immerhin auf Rang 5. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von „Deutschland – Mein Garten.“
    • Zwei von drei in Deutschland erzeugten Birnen zählen zu den Sorten „Conference“ oder „Alexander Lucas“.
    • Das Hauptanbaugebiet der Birnen ist Baden-Württemberg. Hier wird ein Drittel aller deutschen Birnen erzeugt. Es folgen Niedersachsen und Bayern.
    * Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) 2014

    Rezepte für das ganze Jahr

    Die Gastronomen Andi und Franzi Schweiger sind die Botschafter der Verbraucherkampagne „Deutschland – Mein Garten.“. In ihrem Münchner Sterne-Restaurant legt das Ehepaar Wert auf heimische Produkte und eine hohe Qualität der Ware. Die Gastronomen haben exklusiv für die Kampagne Rezepte entwickelt, die das ganze Spektrum der heimischen Obst- und Gemüseerzeugnisse abdecken.

    Rotkrautsüppchen mit Birnen-Apfelkompott (4 Personen) Zubereitungszeit: Ca. 75 min
    Schwierigkeitsgrad: leicht

    Für das Rotkrautsüppchen
    1 kg Rotkraut
    100 g Schalotten
    250 ml Weißwein
    100 ml Gemüsefond
    100 g Preiselbeeren
    1 Zimtstange
    1 Loorbeerblatt
    2 ganze Nelken am Stück
    1 Apfel
    5 Wacholderbeeren
    Aceto Balsamico
    100 ml Sahne
    40 g Butter

    Für das Apfelkompott
    1 Apfel
    1 Birne
    30 g Zucker
    120 ml Apfelsaft
    1 Stk Kardamom ganz (angestoßen)
    2 g Maisstärke

    Zubereitung

    1. Für das Süppchen das Rotkraut von dem Strunk befreien und möglichst fein hobeln. Die Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Das Rotkraut zu den Schalotten geben und mit andünsten. Die Gewürze zugeben und mit dem Weißwein ablöschen.

    2. Nach und nach den Gemüsefond zugeben und rühren, bis das Rotkraut gegart ist. Die Preiselbeeren zugeben, mit Salz und gegebenenfalls mit Zucker würzen. Die Sahne zugeben und nachschmecken. Pürieren und durch ein feines Sieb passieren. In einem tiefen Teller servieren und die Suppe mit dem alten Aceto Balsamico garnieren.

    3. Apfel und Birne schälen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Den Zucker mit 1 EL Wasser im Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen und mit 100 ml Apfelsaft ablöschen. Die Nelke zugeben, den Saft einkochen und um die Hälfte reduzieren. Die restlichen 20 ml kalten Apfelsaft mit der Stärke vermengen und in den köchelnden Apfelsaft geben. 5 min bei geringer Hitze weiter köcheln lassen, dann die Apfelwürfel zugeben, einmal kurz aufkochen lassen und kalt stellen.

    4. Die Suppe in einem tiefen Teller servieren, das Apfelkompott an der Seite in einer kleinen Schüssel anrichten.
    Über „Deutschland – Mein Garten.“

    „Deutschland – Mein Garten.“ ist eine Verbraucherkampagne, die über die vielen Frische-, Qualitäts- und Umweltvorteile von Obst und Gemüse aus Deutschland informiert. Ziel ist es, Verbrauchern die heimischen Produkte, deren Saison und ihre Vorzüge näher zu bringen. Initiator der Kampagne ist die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO).

    Über die Studie „Raus auf’s Land“

    Die Initiative „Deutschland – Mein Garten.“ hat im Auftrag der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. im Sommer 2014 eine repräsentative Umfrage unter Kindern und jungen Erwachsenen im Alter von 10 bis 25 Jahren durchgeführt. Die vom Meinungsforschungsinstitut mafo.de durchgeführte Studie „Raus aufs Land“ fördert teils bedenkliche Ergebnisse zum Ernährungsverhalten von jungen Menschen in Deutschland zutage.

    Befragt wurden rund 1300 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren. Mit der Studie zeigt die Initiative, wie wichtig es ist, über deutsches Obst und Gemüse und seine Zubereitungsmöglichkeiten aufzuklären.

    Über die BVEO

    Die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) ist ein Zusammenschluss von 40 Mitgliedern (30 Erzeugerorganisationen und zehn Einzelunternehmen) der deutschen Obst- und Gemüsebranche. Der Verband vertritt die politischen Interessen seiner Mitglieder, organisiert Messe- und Kongressauftritte und steuert PR- sowie Marketingmaßnahmen.

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Eines von vielen regionalen Produkten aus der Mecklenburgischen Seenplatte ist der Bitterlikoer Alte Pomeranze der Hahnschen Gutsmanufaktur in Liepen
    Natürlich aus der Seenplatte
    Bitterlikör von der Seenplatte - Die Alte Pomeranze

    Bitterlikör, Schafskäse & Co – die Mecklenburgische Seenplatte im Nordosten Deutschlands zeichnet sich durch Vielfältigkeit ihrer lokalen Produkte und Hersteller aus.

    Der pommersche Bitterlikör „Alte Pomeranze“ wird im Land der 1000 Seen auf traditionelle Weise hergestellt. Dabei legt die Hahnsche Gutsmanufaktur in Liepen größten Wert auf edle Zutaten, monatelange Reifung in massiven Fässern sowie regionale Verbundenheit.

    Die Pomeranzenfrucht, eine Urform der Orange, verleiht dem Traditionsgetränk sein würzig-herbes Aroma. Neben Fruchtschalen besteht der Bitterlikör aus sieben Gewürzen, Kräutern und Wurzeln, die jeweils natürliche Wirkungen haben. Feinschmecker genießen die „Alte Pomeranze“ am besten pur, gemischt mit frischem Saft oder als Veredelung für Süßspeisen. Rezeptideen haben wir auch zu bieten.

    Der pommersche Bitterlikör, die Alte Pomeranze, geht auf die jahrhundertealte Vorliebe für Pomeranzen der Familie der Grafen Hahn zurück, die die empfindlichen Pomeranzen über Generationen in der Orangerie des Schlosses Basedow züchtete. Die Alte Pomeranze wird in traditioneller Weise hergestellt. Sie wird seit jeher wegen ihres einzigartigen Geschmacks genossen.

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr
  • Weinberge sind fester Bestandteil der Suedtiroler Kulturlandschaft
    Wein aus Südtirol
    Qualitätsweine vom Südtiroler Bauern

    Gleich fünf bäuerliche Betriebe erfüllen die strengen Qualitätsansprüche der Marke „Roter Hahn“ und erweitern die Liste nun um Wein, für den die Region südlich der Alpen so berühmt ist.

    Die fünf neu aufgenommenen Weingüter Pardellerhof in Marling (Meraner Land), Griesserhof in Vahrn und Santnerhof in Mühlbach (beide im Eisacktal) sowie Strickerhof in Eppan und Oberpreyhof in Kaltern (beide an der Weinstraße in Südtirols Süden) unterliegen strengen Kriterien:

    Wir prüfen genau, ob die Trauben jeweils von den eigenen Weinbergen stammen“, erklärt Hannes Knollseisen, zuständig für die Qualitätssicherung der Marke „Roter Hahn“.

    Zudem werden ausschließlich Weine zugelassen, welche die kontrollierte Ursprungsbezeichnung DOC tragen. Einzige Ausnahme bilden die sogenannten PIWI-Weine mit ihren pilzwiderstandsfähigen Rebsorten.

    „Darüber hinaus müssen sich die bäuerlichen Produzenten regelmäßigen Blindverkostungen durch eine Experten-Kommission unterziehen.

    Nur Weine, die hinsichtlich Herkunft, Qualität und Geschmack keinerlei Makel aufweisen, dürfen das Gütesiegel tragen“, so Knollseisen.

    Beim „Roter Hahn“-Mitglied Griesserhof in Vahrn/Südtirol können sich Gäste nicht nur mit Wein von Bauer Paul eindecken, sondern auch im familieneigenen Buschenschank einkehren und die feinen Tropfen dort genießen

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Gesichtsmasken der Jolu Naturkosmetik aus der Mecklenburgischen Seenplatte sind frei von Farb und Konservierungsstoffen
    Jolu Naturkosmetik
    Hochwertige Körperpflege von der Seenplatte

    Für ihre Produkte verarbeitet Jolu Naturkosmetik Zutaten und Rohstoffe aus möglichst nachhaltigem Anbau im Land der 1000 Seen. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Erzeugern eine zentrale Rolle.

    Mit schonenden Methoden bleiben bei der Herstellung alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten – und das vorwiegend ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe. Neben Körpercremes, Shampoos, Rasierbalsam und Seife bietet Jolu auch Gesichtspflege in Form einer sanften Maske sowie Dusch- und Pflegeprodukte für Kinder in verschiedenen Duftvariationen.

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    mehr
  • Cate Blanchett für Silhouette in der Haengematte
Cate Blanchett fuer Silhouette auf dem Balkon
    "An Icon for an Icon"
    Neues Gesicht für Silhouette: Cate Blanchett präsentiert Fassungen des Brillenherstellers

    Da wir festgestellt haben, das dieser Artikel aus dem Jahr 2013 heufig gesucht wird, heben wir ihn noch einmal hervor. Zudem konnte Cate Blanchett in diesem Jahr ihren 50 Geburtstag feiern. Die erfolgreiche Kampagne von Silhouette „An Icon for an Icon“ hat ein neues Gesicht:

    Cate Blanchett. Inszeniert und fotografiert vom legendären Peter Lindbergh, der in diesem September verstorben ist, vereint die Brillenmarke Silhouette damit zwei gefeierte Ikonen, um eine dritte – die Titan Minimal Art, randlose Brille mit Kultstatus – zu präsentieren.

    Charakteristischer Minimalismus und zeitloser Style zeichnen die Korrektionsfassungen und die Sonnenbrillen der Kollektion Titan Minimal Art, der leichtesten und reduziertesten Brille der Welt, aus. Für Cate Blanchett ist großartiges Design immer schlicht und funktional, es muss unverfälscht und einfach sein, um zeitlos zu bleiben.

    Diese gemeinsame Auffassung von minimalistischem Design ist einer von mehreren Gründen, weshalb Cate für Silhouette die perfekte Wahl für die „An Icon for an Icon“ Kampagne ist. Die Oscar-Preisträgerin verkörpert viele weitere Eigenschaften, die Silhouette in den Brillenkreationen einfängt: Eleganz, Raffinesse und Subtilität.

    Arnold Schmied, Miteigentümer und Vorstand von Silhouette International, beschreibt die Schauspielerin so: „Wir bewundern vor allem ihre Authentizität und Natürlichkeit. Uns war es wichtig, beim Shooting die ‚echte‘ Cate einzufangen.

    Die Ästhetik der randlosen Titan Minimal Art steht dafür, die Dinge ohne Einschränkung zu sehen und genau das ist die Idee, die hinter der Kampagne steckt: Man sieht Cate in einem entspannten Moment, so wie sie wirklich ist.“ Cate engagiert sich neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin und Regisseurin für Umweltschutz und ist begeisterte Mutter. Vielfältige, anspruchsvolle und intensive Aufgaben, die sie aber versucht, mit „Leichtigkeit“ zu leben.

    Authentisch: Peter Lindbergh und Cate Blanchett

    Cate Blanchett schätzt Peter Lindbergh als einen der besten Fotografen weltweit, der es durch seine Herzlichkeit und einzigartige Offenheit allen Beteiligten leicht macht, sich wohl zu fühlen und ganz sich selbst zu sein. Cate und Peter bei ihrer gemeinsamen Arbeit zuzusehen, war wie ein Gespräch zwischen zwei alten Freunden zu beobachten.

    Und diese Vertrautheit zeigt sich auch in den Fotografien. „Es war eine Freude, wieder mit Cate zu arbeiten. Sie ist eine so aufrichtige und authentische Persönlichkeit und wunderbar zu fotografieren. Sie ist immer sie selbst und das sieht man auch auf den Bildern“, zeigte sich Peter Lindbergh nach dem Shooting begeistert.

    Stark im Design – Titan Minimal Art von Silhouette

    Die Designphilosophie von Silhouette ist einfach auf den Punkt gebracht: Perfektion ist nicht erreicht, wenn nichts mehr hinzuzufügen ist, sondern wenn nichts mehr wegzunehmen ist. – Antoine de Saint-Exupéry.

    Am deutlichsten wird diese Philosophie von der Silhouette-Ikone Titan Minimal Art zum Ausdruck gebracht. Erstmals vorgestellt im Jahr 1999, hat sie bereits nach kurzer Zeit dank ihres minimalistischen Designs und dem höchsten Grad an Reduktion Kultstatus erreicht. Keine Schrauben, keine Scharniere, kein Rahmen – und kaum Gewicht.

    Die neueste Interpretation der randlosen Kultbrille ist die Titan Minimal Art. The Icon., mit der die kontinuierliche Leidenschaft für reduziertes wie leichtes Design, rahmenlose Ästhetik und minimalistischen Stil mit neuer Dynamik umgesetzt wird.

    Die Brillenmodelle werden vom mehrfach preisgekrönten hauseigenen Silhouette-Designteam in Linz entworfen, wo sie auch mit Liebe zum Detail und unter Einsatz modernster Technologien gefertigt werden:

    Das superleichte High Tech Titan, dem die legendäre Leichtigkeit und Flexibilität zu verdanken sind, ist vielfach weltraumerprobt. Die konisch zulaufenden, hypoallergenen – und jetzt längeren – Bügelenden werden unter Anwendung einer Zweikomponenten-Technologie aus dem High-Tech Kunststoff SPX+ hergestellt.

    Angenehm glatte Haptik und müheloser Halt, selbst bei sportlichen Aktivitäten, sind das Resultat präziser Verarbeitungstechnik.

    Form, Größe und Farbe der Gläser können individuell an das Gesicht des Trägers beziehungsweise der Trägerin angepasst werden – so kreierte Silhouette eine maßangefertigte optische Brille und eine Sonnenbrille für Cate, einzigartig und ganz auf sie zugeschnitten.

    Für die Sonnenbrillen werden hochwertigste Sonnenschutzgläser verwendet, die zu 100 % vor UVA-, B- und C-Strahlen schützen, entspiegelt sind und die auch polarisiert oder sogar mit optischer Verglasung hergestellt werden.

    Weitere Informationen:

    www.silhouette.com

    www.facebook.com/silhouette

    Silhouette

    Was mit einer Vision – Brillen als Accessoire – im Jahr 1964 begann, ist heute die weltweit führende Marke bei leichten und hochwertigen Brillen: Silhouette.

    Unter der Marke werden die leichtesten Brillen der Welt mit viel Liebe zum Detail, einem hohen Anteil an Handarbeit, einer individuellen Designsprache sowie unter Einsatz von besten Materialien und neuester Technologien in Österreich gefertigt und in 100 Länder der Welt exportiert.

    1999 revolutionierte Silhouette mit der nur 1,8 Gramm leichten, schrauben-, scharnier- und randlosen Brille Titan Minimal Art die Brillenwelt. Mit Astronauten waren Silhouette Brillen 35 Mal im Weltall, mit den Wiener Philharmonikern reisen sie ebenso um die Welt wie mit einer Reihe von Größen aus Entertainment, Wirtschaft und Politik.

    mehr
  • Der Innenhof von Burg Grossbodungen wo der Markt der schoenen Dinge stattfindet
Luftaufnahme der Burg
    4 Tage auf der Burg in Großbodungen
    Ein MARKT DER SCHÖNEN DINGE in der Burg Großbodungen

    Vom Reformationstag (31.10.) bis zum Sonntag, 3.11. öffnet die Burg in Großbodungen ihre Tore für einen MARKT DER SCHÖNEN DINGE.

    Organisiert vom gemeinnützigen Verein BURGFORUM e.V. mit verschiedenen Ausstellern haben Besucher 4 Tage lang Gelegenheit, nach Kunst und Krempel und anderen schönen Dingen zu stöbern.

    Holz-, Kupfer- und Stahlstiche vom 17. bis 20. Jahrhundert, Landkarten, Blumenstill-Leben und Werke zeitgenössischer Künstler sind im Angebot zu finden ebenso wie original Kunstwerke der aus der Münchner Schule stammenden Künstlerin Wisa von Westphalen (1910-1993),

    Weiterhin ist eine breite Auswahl an antikem Kunsthandwerk aus Zinn, Kupfer und Messing vorhanden; dekorative Keramikarbeiten sind ebenso im Angebot wie Tische, Stühle, Lampen, Teppiche und Gardinenstoffe.

    Bücher, Kunstbände, CDs und Langspielplatten, eine große Anzahl schöner Bilderrahmen aus der Galeriewerkstatt finden sich neben vielem anderen mehr an schönen und auch praktischen Dingen.

    Exotische Reisesouvenirs aus Asien und Afrika, Mineralien, Fossilien, Edel(halb)steine aus aller Welt und Schmuckstücke ergänzen das Warenangebot

    Auch Gartenkeramik und -accessoires finden sich auf dem Markt der Schönen Dinge sowie „Schönes auf Papier“ wie Postkarten u.v.m.

    Der „MARKT DER SCHÖNEN DINGE“ ist nur an 4 Tagen – vom Reformationstag bis zum darauf folgenden Sonntag jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

    Der Eintritt ist frei. Wir laden herzlich ein:

    Burg Großbodungen - Burgforum e.V., c/o. Schloßplatz 5 - 37345 Großbodungen

    Tel. 036077 21935 oder 0172 3857666

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    mehr

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Der Dichter und Dramaturg Federico García Lorca im Jahr 1919 im spanischen Granada
    mal was über Gedichte
    Poesie für den Herbst - Lorca-Gedichte aus und über New York

    Meine erste Begegnung mit dem Werk Federico Garcia Lorcas hatte ich Ende der 80er Jahre in Hamburg. Am Schauspielhaus inszenierte der grandiose Peter Zadek Lorcas Theaterstück „Yerma“ mit der wunderbaren Eva Mattes in der Titelrolle.

    Obwohl Lorcas Poesie nur unzureichend aus dem Spanischen ins Deutsche übersetzt werden kann, schien das Zadek-Ensemble den kulturellen wie emotionalen Hintergrund Lorcas Kunst zu verstehen und - wichtiger noch - zu fühlen.

    Mich jeden Falls haute die Inszenierung total um, so dass ich sie drei Mal hintereinander sah, um tiefer und tiefer in dieses auf so vielen Ebenen funktionierende Kunstwerke zu dringen.

    Anfang der 90er Jahre dann war ich Edward Albees Regieassistent für seine Inszenierung des „Lorca Plays“, ein Stück, das er im Auftrag des spanischen Kulturministeriums geschrieben hatte und nun an der University of Houston, wo er Albee auch mein Mentor war, auf die Bühne brachte. Auf die Frage, warum ihn Lorca so interessiere, antwortete Albee mir:

    „Er war ein Künstler, er war schwul und er war ein Kommunist. Darum haben ihn die Faschisten 1936 ermordet. Das reicht mir aus für einen Helden.“ Ich glaube, dass das US-amerikanische Publikum das Stück nie zu würdigen wußte; Texas war sicher nicht der richtige Ort für diesen vielschichtigen Poeten.

    Nun haben sich unsere Wege, Lorcas und meiner, erneut gekreuzt, und zwar wegen seinen famosen Poesiebands „Dichter in New York - Poeta en Nueva York“, das jüngst in der Bibliothek Suhrkamp - zum Glück zweisprachig - neu erschienen ist und 17 Euro kostet. 211 Seiten plus Anhang.

    „Lyrik zum Die-Pulsadern-Aufschneiden“ bezeichnete Lorca, 1898 im andalusischen Teil Spaniens geboren, schon damals die Gedichte, die er 1930 aus New York mit nach Hause brachte; deren Druck, 1940 zum ersten Mal, er aber nicht mehr erlebte.

    Es sind unruhige Gedichte eines nicht mehr ganz so jungen Mannes, der sich ganz offensichtlich nicht wohl in New York fühlte, dem das täglich wechselnde Gesicht der Metropole überforderte, der trotzdem weltläufig und urteilssicher über seine Beobachtungen in der Lage zu schreiben war, der sich aber trotzdem immer wieder in der Fremde verliert und ganz sicher kein Buch über New York zurückgelassen hat, sondern durch metaphorische Splitter seine eigene - vielleicht auch unsere - Identitätsnot spiegelt.

    Leider ist mein Spanisch zu rudimentär, um die Übersetzung von Martin von Koppenfels beurteilen zu können; Lorcas Gedichte wirken auf jeden Fall auf mich einzeln und als Gesamtkunstwerk nachhaltig, um dieses Modewort zu gebrauchen. Nur leicht sind sie nicht. Sie passen aber wunderbar zum Herbst. Und zu einem schweren Rotwein...

    Sönke C. Weiss

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Die Kuenstlerin Dorothea Schuele wurde leider nicht erwaehnt
Johanna Rezepka Wiens auch nicht
Auch Anna Vilents kommt nicht vor
Und auch nicht Kristin Dembny
    Fakten und Einsichten über Künstlerinen
    Ein Bildband nicht nur für Feministinnen - Illustration von Künstlerinnen

    Dass auch die Welt der Kunst meist von Männern bestimmt wird, ist leider wahr. Und dass „ihre“ Geschichte nicht immer die Beachtung findet, die „sie“ verdient, ist auch ein Fakt. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich vor wenigen Tagen das Buch „Great Women Artists“ entdeckt habe.

    „GWA“ ist im Phaidon-Verlag erschienen, kostet 49,90 Euro und ist mit seinen 464 Seiten die vermutlich umfangreichste Illustration von Künstlerinnen, die jemals veröffentlicht worden ist.

    Sie erzählt die Geschichten von über 400 Frauen aus 500 Jahren. Die älteste, Properzia de‘ Rossi, wurde 1490 in Bologna geboren; während die jüngste, die New Yorkerin Tschabalala Self, noch in ihren Zwanzigern ist. Darüber hinaus ist „GWA“ von A bis Z wohl geordnet, von Marina Abramovíć bis Andrea Zittel, so dass man sich leicht und schnell zurechtfindet.

    Neben der brillanten Bildsprache steckt das Buch voller faszinierender Fakten und Einsichten. Herausgeberin Rebecca Morrill: „Die Kunstgeschichte wird nicht länger als eine einzige Erzählung wahrgenommen, die nur einen Teil der Gesellschaft repräsentiert und dient, sondern als ein Gewirr von miteinander verwobenen Geschichten, die koexistieren und nicht um eine Vorherrschaft konkurrieren.

    “ Bleibt festzuhalten: „GWA“ wird sicher stolze Feministinnen erfreuen, aber auch solche Damen und Herren entzücken, die tolle Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Performance-Kunst einfach nur genießen mögen. Kleine Randnotiz: Das Buch ist in englischer Sprache verfasst.

    Sönke C. Weiss

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Alexander Reinhard ist ein Mann der noch Eier hat aber er ist auch politisch unkorrekt
    Politisch unkorrekt
    Das Volksleiden der politischen Korrektheit

    Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach fand heraus: Annähernd zwei Drittel der Bürger sind überzeugt, man müsse heute „sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich wie äußert“. Denn es gebe viele ungeschriebene Gesetze, welche Meinungen akzeptabel und zulässig sind.

    Zum Beispiel: Sagen Sie niemals, die ist jung, hübsch, weiblich und verfügbar, auch wenn das stimmt, bekommen Sie mit Sicherheit großen Ärger. Einzig Henryk M. Broder dürfte so etwas noch in Deutschland sagen. Gott sei dank gibt es noch kein Denkverbot.

    Alexander Reinhardt ist reichlich unkorrekt

    Der Airbus Chef-Lobbyist Alexander Reinhardt hält nicht so viel von politischer Korrektheit und beweist das auch, in dem er sagt, was er von den radikalen Klimaschützern der Extinction Rebellion hält, wie WELT-Online berichtete.

    In einer Diskussion auf Twitter drohte er ihnen auf Englisch, „@ExtinctionR-D u better NOT get in my way!!!!!“ – sie sollten sich ihm besser nicht in den Weg stellen.

    Daraufhin erfolgte am Sonntagabend eine längere Diskussion auf dem Kurznachrichtendienst, bei der Reinhardt die Konfrontation suchte, etwa mit der Aussage „Komm her, wenn Du Eier hast“.

    Oder: „Eure faschistoide Logosprache passt nahtlos zu Eurem diktatorischen Absolutheitsanspruch, der Eure Partikularinteressen rücksichtslos über das Allgemeinwohl stellt“. Im nächsten Satz zog er noch einen Quervergleich zur aktuellen Sicherheitslage: „Mit der gleichen Logik marschiert die Türkei gerade in Nordsyrien ein.“

    Er schrieb weiter: „Hatten wir hier im Land leider vor 80 Jahren auch schonmal. Daher bekämpfenswert: Ihr verlasst demokratische Grundwerte – die Freiheit der anderen vor allem.“

    Auf eine Frage an den Cheflobbyisten, wie er das denn meine, also ob er „uns nur mit dem Dienstwagen überfahren oder auf die Waffensysteme zurückgreife, die Airbus so herstellt?“, antwortete Reinhardt: „Was immer nötig ist, geht lieber arbeiten.“

    Die radikalen Blockierer würden Bürger von der Arbeit abhalten, indem sie sich moralisch über andere überhöhten. „Dabei zahlen die ihre Arbeitslosenbeiträge“, so Reinhardt.

    Reinhardt meinte später, "es handele es sich um die „private Sorge vor dem Entzug von staatsbürgerlicher Freiheit durch eine nichtstaatliche Organisation. Für die Tonalität entschuldige er sich.

    Der politisch korrekte Konzern geht in die Knie

    Der Konzern selbst distanzierte sich am Montag von Reinhardts Äußerungen. „Airbus möchte klarstellen, dass die von einem unserer Mitarbeiter am Wochenende via Twitter geäußerten Inhalte sowie die verwendete Sprache gegenüber Extinction Rebellion unangemessen waren und nicht die Meinung des Unternehmens widerspiegeln“, hieß es in einer Stellungnahme. Das war ja auch nicht anders zu erwarten.

    PS: Leider wurde das mittlerweile alles gelöscht. Wir hätten gerne die gesamten Antworten von Extinction Rebellion gelesen. Welt-Online hat die aber mal vorsichtshalber nicht veröffentlicht. Das wird schon seinen Grund haben.

    Die linke TAZ schreibt: Alexander Reinhardt hat Aktivist*innen der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion auf Twitter massiv bedroht und beleidigt.

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr

Kunst - Werk der Woche

  • Werk der Woche Babaismus von Eva Horstick Schmitt 
Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft
Barbie Klum Fotoreihe Babaismus von Eva Horstick Schmitt
Barbique Fotoreihe von Eva Horstick-Schmitt
Thema Schoenheitswahn Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Deutschland im Sumpf Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Ehetraum geplatzt  Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Tod einer Barbie von Eva Horstick Schmitt
Wunderschoene Flitterwochen - von Eva Horstick-Schmitt
Barbie hat sich verfluessigt Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Its a cold world  Eva Horstick Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn
Portrait der Fotokuenstlerin Eva Horstick Schmitt
    Aufstand der Puppen
    Werk der Woche: „Babaismus“ - Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft

    Puppen, Barbiepuppen, Schaufensterpuppen…Trendsetterin, Ikone, Traumfrau? Sie machen jede Mode mit, schlüpfen in jede Uniform und passen sich flexibel dem jeweiligen Zeitgeist an! Opportunistinnen als Ideal?

    Die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt lebte 2005 ein halbes Jahr mit über 7 Schaufensterpuppen und hat diese in ihrem alltäglichen Umfeld fotografisch inszeniert. Daraufhin kam sie auf die Idee, die Puppen als Installation zum Thema der Fußball-WM in Dortmund 2006 zu gestalten mitsamt ihrer Barbiepuppenvollversammlung.

    Eva Horstick-Schmitt greift dabei in die gestylte Fassadenwelt der Schaufensterpuppen ein und verknüpft Fotokunst und Performance zur Verstörung des gewohnten Blicks: lebendig aussehende Schaufensterpuppen als Parade und Barbiewahn zum Quadrat.

    Allerdings zeigen sich die schön geschmückten Schaufensterpuppen nicht wie gewohnt hinter schützendem Glas, unantastbar gestylt und aufgemotzt hinter Scheiben. Die Welt der Puppen wird lebendig, in einer Kunstperformance kreativ zur Schau gestellt. Die Realität transformiert sich zur bühnenhaften Inszenierung, in der das alltägliche Sein im Design erfroren ist.

    Mit ihren Puppen-Installationen greift die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt den grundlegenden Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft auf. „Körperkult und Schönheitswahn“ – ein Diskurs, der in der soziologischen Forschung aktuell intensiv unter der Herrschaftskategorie „Bodyismus“ diskutiert und analysiert wird, erfährt durch die fotokünstlerische Performance irritierende und verstörende Einsichten.

    „Babaismus“ nennt die Fotokünstlerin ihr Projekt, mit bewusstem Verweis auf dadaistische Traditionen. Schon 1999 erstellte Eva Horstick-Schmitt Anzüge mit Frauengesichtern, Fotoarbeiten und ließ diese zur Eröffnung des Coloneums Köln von zwei Models vorführen.

    „Modelwahn zum Quadrat!“ Eva nahm die Barbies mit auf Reisen, veränderte ihr Gesicht und machte sie zu einer Begleiterin als Mahnmal für unseren Schönheitswahn zum Quadrat.

    In der Galerie Camera Obscura präsentierte sie 2009 und 2008 ihre Barbiepuppenfotografien neben ihren Reportagen aus dem Kosovo zum Thema Menschenhandel, stellte Rauminstallationen auf mit Videos, Modemagazinen,

    Zeitungsausschnitten von Opfern und dem Torso einer gequälten Puppe – als Stimme gegen Krieg und Gewalt, sowie mit Paketband auf den Boden geklebte schwarz-weiß Fotografien von Opfern und Massengräbern.

    Sie scheute sich nicht die Besucher*innen der Galerie auf diese Weise auf die Greultaten und Grausamkeiten in Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam zu machen. „Eva – jenseits von Eden“ nannte sie diese Serie.

    Prof. Dr. Claudia Rademacher

     

     

     

     

     

    mehr
  • Heiner Meyer, Chanel Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Stiletto Oel auf Leinwand
Heiner Meyer, Medicine Oel auf Leinwand
    Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ
    Der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer

    Schon 2013 war Heiner Meyer bei der GFDK - Werk der Woche. Nun sieben Jahre weiter, wurde er nochmals von der GFDK-Redaktion ausgewählt. Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art Heiner Meyer weckt in der Augsburger GALERIE NOAH Begierden und führt diese zugleich ad absurdum.

    Porsche, Prada und Escada, geliftete Beauties und frohlockendes Softeis, Schönheit satt, prall und geballt bringt Heiner Meyer auf Leinwand wie auf den Punkt; Begierde, Gier, Begehrlichkeit weckt und stillt der Vorzeige-Maler der deutschen Post-Pop-Art auf einen Streich – und eröffnet gekonnt bis perfekt die perfiden Spiele um Schein und Sein in der Arena der Augsburger GALERIE NOAH.

    „OH, LÀ LÀ!“ ist seine aktuelle Ausstellung dort im Glasplast betitelt, die einmal mehr die stilistische Raffinesse des Bielefelder Künstlers vor Augen führt.

    Routiniert und ausgefeilt setzt er in surrealer bis fotorealistischer Manier die Symbole von Luxus und Lifestyle zusammen und weiß zeitgleich geschickt zu konterkarieren: bleibt einem die eisige Kalorienbombe beim Anblick der schlanken Silhouette im Vordergrund im wahrsten Sinne im Halse stecken.

    Doppelbödig ist die Kunst von Meyer allemal, verziert mit reichlich Anspielungen an die Vergänglichkeit, mit Kritik am Jugend- und Schönheitswahn, am Wert der Ware heute, die indes dezent, ja, skurriler Weise ästhetisch daher kommt und sich nicht unbedingt aufdrängt.

    Die 40 neuen Ölbilder, Papierarbeiten, Bronzeplastiken und Objekte in der GALERIE NOAH bedienen die weiblichen wie die männlichen Sehnsüchte und changieren facettenreich hin und her zwischen tragikomischer Ikon- und Ironisierung:

    Diese machen die malerischen Kommentare Meyers auf der echten Louis-Vuitton-Tasche dem angepassten Modeblogger einen poppigen Strich durch die Rechnung; strahlen die makellosen Gesichter in Öl auf Leinwand nunmehr aus dem OP-Verband; und stellt Minnie Mouse in skulpturaler Monumentalität das Schönheitsideal per se wie stante pede in Frage. Schön, schön schräg, Satire auf Pop-Art.

    „Heiner Meyer – OH, LÀ LÀ!“ in die GALERIE NOAH im Augsburger Glaspalast

    am Donnerstag, 18. Juli 2019, um 19 Uhr; der Künstler ist anwesend.

    mehr
  • Bilder an denen man sich nicht satt sehen kann von Giuseppe Gonella in berlin
Giuseppe Gonella vor einem seiner Werke
Eine trostlose Endzeitlandschaft von Giuseppe Gonella
Malerei von Giuseppe Conella Zeit, Leben, Tod und Neubeginn
Wasser ist der Ursprung allen Lebens fuer Giuseppe Gonella
Malerei von GiuseppeConella  Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet
Malerei von Giuseppe Conella Und immer wieder, trostlose Endzeitlandschaften
Malerei von Giuseppe Conella Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn beschaeftigen den Kuenstler immer wieder
Malerei von Giuseppe Gonella Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder
    Wasser ist der Ursprung allen Lebens
    Von der ewigen Wiederkehr – Zur Malerei von Giuseppe Gonella

    Ein Moment, den jeder kennt und schon einmal erlebt hat. Wenn sich der Kopf langsam unter Wasser senkt bis die Augen auf Höhe des Wasserspiegels sind, der den Blick teilt und man buchstäblich zwischen den Welten schwebt. Unten die Stille des Meeres, oben das ganze Diesseits der Welt, Wind, der Wellen kräuselt, Sonnenstrahlen, Licht.

    Giuseppe Gonella nennt das Bild, das diesen Moment festhält Unter the Skin of the Sea, und in ihm ist das Thema der Ausstellung gefasst: De aeterno reditu, von der ewigen Wiederkehr.

    Wasser ist der Ursprung allen Lebens, und so ist es bezeichnend, dass unter jener Haut in Form von fluoreszierenden Partikeln, die als Kleinstlebewesen den Beginn der Evolution darstellen, Lebendigkeit pulsiert, während gleichzeitig in der sich aus demselben Wasser erhebenden diesseitigen Ferne die Insel Pontikonisi abzeichnet, vermutlich das Vorbild zu Arnold Böcklins Die Toteninsel.

    Zeit, Leben, Tod und Neubeginn

    Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn, die Gonella in jedem seiner Bilder verhandelt, sind der kontextuelle Bezug, der die Ausstellung zusammenhält und sie zu einem Ganzen gestaltet. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist die direkt auf die größte Galeriewand aufgetragene Wandmalerei, die eine monumentale Ruinenlandschaft zeigt:

    Umgestürzte Säulen, Jahrhunderte alte Zeugen, die bereits alle Bilder der Lebenserzählung gesehen haben, die in den Gemälden aufgefächert wird. Auch jene Bilder, die diese Lebenserzählung bis zu ihrem Ende noch bereithalten wird, werden sie begleiten. Vom Wandgemälde eingefasst sind zwei kleine Leinwände:

    Dem Guardian of the Sun, einem gelben Vogel, der mehrfach in den Bildern auftaucht, ist der Guardian of the Night entgegen gesetzt, eine unheimliche, in sich ruhende Figur ohne Gesicht, umhüllt von einem verzerrten Schachbrettmuster.

    Es wundert nicht, dass Giuseppe Gonella auf das Schachspiel verweist, Paraphrase auf die Gesellschaft zugleich, auf Partien um Leben und Tod, um das Dunkle der Nacht zu versinnbildlichen.

    Solche Gegensätze, wie sie sich in Unter the Skin of the Sea andeuten, finden sich im Zusammenspiel der Gemälde häufiger. Jeder dieser Gegensätze lädt dazu ein, sich seinem Spannungsfeld auszusetzen.

    Hier eine stillende Mutter, Sinnbild der Lebensspenderin, doch eine Art Cyberkreatur, dort die Andeutung des mythischen Fabelwesens Ouroboros, das sich selbst genügt: "Allem Zukünftigen beißt das Vergangene in den Schwanz".

    Eine trostlose Endzeitlandschaft

    In einem anderen Gemälde, Reassuring Horizons, schreitet eine in ein transparentes Regencape gewandete Gestalt durch eine trostlose Endzeitlandschaft, während sich in Sunny Side Up mehrere Menschen in paradiesischer Nacktheit um einen mächtigen Baumstamm gruppieren.

    Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder, die Erinnerungen und Emotionen evozieren. Manchmal erwachsen aus diesen Linien grelle Flächen, Farbfragmente, die zusammengesetzt den Grund ergeben, auf dem Gonella Figuratives zumeist nur andeutet.

    Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet, stattdessen sind sie häufig sich selbst überlappend und durchscheinend dargestellt, wie in den beiden Gemälden In the Same Breath #1 und #2, als seien sie nicht wirklich gegenwärtig, sondern im Übergang zwischen den Zeiten begriffen.

    So vereinen die meisten Bilder Giuseppe Gonellas mehrere Momentaufnahmen, die zeitlich nicht zu fassen sind. Dieses Wechselspiel aus Endlichkeit und Unendlichkeit erweitert das Spannungsfeld der inhaltlichen Gegensätze um eine apokalyptische Dimension

    In seinen Bildern gibt es ein Überleben

    Stellvertretend für den Betrachter ist es der Hofnarr in Portrait of the Court Jester Gonella – Tribute to Jean Fouquet, der sich der Wucht dieser Bilder aussetzt, und dem der Schrecken buchstäblich ins bleiche Gesicht gezeichnet ist.

    Es ist – wie auch in Mente locale, wieder eine verstörende Landschaft – kein gutes Ende, das Gonella andeutet, und es fällt nicht leicht, sich dem zu stellen.

    Einziger Trost: In seinen Bildern gibt es ein Überleben, auch wenn es nicht das der Menschheit zu sein scheint.

    Man wünscht sich zurück unter Wasser, Under the Skin of the Sea, in die traumverlorene Stille mit ihren bunten, pulsierenden Partikeln, aus der das Leben entsteht, in der Hoffnung, dass die Evolution einen anderen Weg einschlägt und sich die friedliche, paradiesische Vision, die Giuseppe Gonella ebenfalls darzustellen vermag, durchsetzt.

    © Helge Baumgarten, Berlin

    Giuseppe Gonella – De aeterno reditu, Malerei

    Egbert Baqué Contemporary Art

    Fasanenstraße 37

    10719 Berlin

     

    mehr

Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Die Karibik zaehlt zu den attraktivsten Unterwasserrevieren der Welt
Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals und Beaches Resorts
    Tauchguide für die Karibik
    5 Fragen an Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts

    Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts, erzählt im Interview alles über den bewussten Umgang mit der fragilen Meeresflora und -fauna, verrät seine persönlichen Hotspots in der Karibik und erklärt, warum Urlaubsgäste stets sorgenfrei abtauchen können.

    Wann ist die beste Jahreszeit für Taucher in der Karibik?

    Es kommt ganz darauf an, was man sehen möchte! Im Winter zum Beispiel schwimmen jede Menge Wale rund um die Turks- und Caicosinseln. Im Sommer hingegen ist das Wasser in der Karibik wärmer, ruhiger und klarer.

    Damit sinkt das Risiko eines „no dive day“, in der Regel aber sind die Fische dann auch kleiner. Grundsätzlich gibt es in der Ostkaribik nicht so viele Großfische, aber umso farbenfrohere Exemplare.

    Auf Barbados kann man das ganze Jahr hindurch Schildkröten beobachten. Dort ist die zweitgrößte Population von Echten Karettschildkröten in der Karibik beheimatet.

    Wo finden Unterwasser-Liebhaber die besten Riffe und die aufregendsten Wracks?

    Für Wracktaucher findet sich in der Karibik kaum eine bessere Location als Grenada. Es liegen allein sieben korallenbewachsene Wracks rund um die Insel, eines davon ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, nur etwa fünf Minuten vom Sandals Grenada Resort & Spa entfernt, in 30 bis 40 Metern Tiefe. Die schönsten Riffe haben St. Lucia, die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas.

    Was sind die wichtigsten Dos und Don‘ts für Taucher unter Wasser?

    Erste und wichtigste Regel: niemals ohne seinen Buddy tauchen. Fische oder andere Lebewesen zu berühren ist absolut verboten, das gilt auch fürs Riff. Es ist Tauchern weder erlaubt, darauf zu stehen, noch Korallen abzubrechen.

    Und last but not least: Ohne das Know-how der richtigen Atemtechnik darf man keinesfalls unter Wasser gehen. Unsere Dive Guides unterrichten ihre Schüler kompetent und trainieren sie dahingehend vor jedem Tauchgang. Alle Sandals Resorts bieten außerdem PADI-Kurztrainings für Anfänger an.

    Wenn es doch mal ernst wird: Warum müssen sich Taucher keinerlei Sorgen machen, so lange sie mit einem Tauchguide von Sandals & Beaches unterwegs sind?

    Wir sind nicht nur erfahren, sondern kennen uns auch seit vielen Jahren bestens in den jeweiligen Locations aus. Pro Jahr unterrichten wir insgesamt 9.000 Tauchschüler und verzeichnen 33.000 Tauchgänge.

    Das Equipment ist stets auf dem neuesten Stand der Technik und wird ständig auf seine Funktionstüchtigkeit kontrolliert. Wir sind alle trainiert in Erster Hilfe, Zugänge zu Sauerstoff sind ebenso gewährleistet wie die kürzesten Wege zu Dekompressionskammern.

    Hand aufs Herz: Welcher Ort ist Ihr Favorit zum Tauchen in der Karibik?

    Mein bester persönlicher Spot ist Barbados mit dem Wrack der Stavronikita. Dort gibt es so viele verschiedene Dinge zu entdecken, unter anderem dank des klaren Wassers. Es ist für Anfänger ebenso geeignet wie für erfahrene Taucher und schon in 20 bis 30 Metern Tiefe sieht man Schulen von hunderten Fischen in allen Farben und Schildkröten, soweit das Auge reicht.

    Interview: Jessica Harazim/AHM PR

    Preisbeispiel: Bei Dertour kostet eine Woche im Sandals Emerald Bay auf den Bahamas ab 1.709 €/Pers. im DZ. Enthalten sind 7 Ü im Beach House Luxury Club Level Room, „Luxury Included“-AI-Verpflegung, Tauchen für zertifizierte Taucher sowie die Transfers ab/bis Flughafen.

    mehr
  • Dieter Falk sagt im Interview mit Michaela Boland den Freunden der Kuenste Jede Musik lebt von ihren Idolen
Dieter Falk an dem Platz wo er die großen Melodien komponiert 
Dieter Falk hat eine Professur an der Robert Schumann Hochschule in Duesseldorf
    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK
    Dieter Falk hat über 20 Millionen Platten verkauft - er sagt den Freunden der Künste, Musik muss anstecken

    Zweiter Teil des Exklusiv Interviews von Michaela Boland mit Dieter Falk für die Freunde der Künste.

    Als Produzent von PUR feierte er Millionenerfolge. Auch wenn er sich eher als Mann im Hintergrund versteht, verhalf er Künstlern wie Monrose, Jennifer Rush, Howard Carpendale, Gitte Haenning, DJ Ötzi, Pe Werner, Paul Young, Karel Gott, Katja Ebstein oder Marshall & Alexander mit Hits zum Triumph.

    Seit der Pro 7- Casting-Produktion "Popstars" im Jahre 2006 ist er auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt, denn dort fungierte er neben Nina Hagen und  Detlef D! Soost als Jury-Mitglied.

    Der Absolvent der Musikhochschule Köln, der im Rahmen des Projekts "Falk & Sons" mit seinen beiden Söhnen, Max und Paul, nach dem Debüt-Album "Celebrate Bach" nun mit "Toccata" schon die zweite Familien-Scheibe herausgebracht hat, hat seit diesem Wintersemester sogar eine Professur an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf inne.

    Dort will er dazu beitragen, die Nordrhein westfälische Regierungsmetropole als Medienstadt auch musikalisch weiter voran zu bringen.

    In seinem schönen Familienanwesen im Düsseldorfer Süden treffe ich den sympathischen Passions-Musiker, der im Gegensatz zu vielen anderen Showgrößen, die dies als "unsexy" empfinden, keinen Hehl aus seinem christlichen Glauben macht.

    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK

    Michaela Boland: Du hast in jedem Fall große Erfolge zu verzeichnen.

    Dieter Falk: Insgesamt sind es, so glaube ich, über 20 Millionen Platten, die die Künstler verkauft haben, die ich mal produziert habe. Damals wurde für 500.000 eine Platinscheibe verliehen. Viermal Platin für "Abenteuerland" von Pur bedeuteten zwei Millionen verkaufte Platten. Bei Monrose gab es aber schon für 300.000 verkaufte Platten Platin. Jetzt sind wir sogar bei 200.000 angekommen. Durch den Absatzrückgang wurden die Maßstäbe heruntergesetzt. Allein mit Pur habe ich schon ungefähr 15. Millionen Platten verkauft.

    Michaela Boland: Hier bei dir hängen etliche Platin-Scheiben an der Wänden. Bekommt man als Produzent neben den Künstlern üblicherweise  jedes Mal ebenfalls ein Exemplar ausgehändigt?

    Dieter Falk: Künstler, Produzent, manchmal auch Toningenieur oder -Meister, zusätzliche Komponisten und die wichtigen Leute der Plattenfirma sowie das Management.

    Michaela Boland: Ex-EMI-Legende, Winni Ebert, - Gott habe ihn selig - hatte in seinen Räumlichkeiten ebenfalls jede Menge Gold- und Platin-Platten an den Wänden hängen.

    Dieter Falk: Winni hat natürlich auch Sachen entdeckt und hat dann als A&R (Anm. d. Red: Artists and Repertoire) auch goldene Platten bekommen. Später war er ja dann auch Manager.

    Michaela Boland: Du hast viele Jahre mit Pur zusammengearbeitet. Hast du das Erfolgsalbum "Abenteuerland" auch mit komponiert?

    Dieter Falk: Nein, das habe ich aber auch mit arrangiert. Das ist vor allem eine Produktionsarbeit gewesen. Die Pur-Jungs komponieren nämlich auch selbst phantastisch. Das war zum Beispiel ein klassischer Fall, wo ich als Arrangeur beim Songaufbau Tipps gegeben habe. Das war über insgesamt elf Jahre ein glückliches Teamwork.

    Michaela Boland: Ist es heutzutage ratsam, im Hinblick auf die Musikrichtungen als Produzent breit gefächert zu sein oder sollte  man sich besser auf etwas spezialisieren?

    Dieter Falk: Tja, ich glaube, das muss jeder halten wie er möchte. Ich empfand es immer als interessant, ein breites Stilmischmasch zu produzieren. Es gab natürlich auch Sachen, die ich weder konnte, noch wollte. Zum Beispiel Volksmusik und Heavy Metal.

    Michaela Boland: Das hast du kategorisch abgelehnt?

    Dieter Falk: Ja, da war ich auch kein Experte für. Aber, poppiger Schlager war für mich nie ein Tabu. Ich habe ja auch Brings produziert, noch vor deren Karnevalszeiten. Das war eine harte Rockband und das hat großen Spaß gemacht. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Nino de Angelo produziert, der eben eine tolle Stimme ist.

    Michaela Boland: Ab wann hast du Nino de Angelo produziert?

    Dieter Falk: Ab seinem Comeback. Das war "Schwindelfrei". Da waren einige erfolgreiche Sachen dabei. Wir haben drei LPs gemacht. Dann auch Karel Gott oder Nana Mouskouri. Das sind alles Menschen, da habe ich keine Hemmungen oder gar Aversionen, ganz im Gegenteil. Ich finde, wir haben tolle Sänger, auch in der Schlagerbranche. Und die erlebt ja gerade eine unfassbare Renaissance.

    Michaela Boland: Wem ist das zu verdanken?

    Dieter Falk: Jede Musik lebt von ihren Idolen. Von charismatischen Frontsängern oder Sängerinnen. Und vielleicht haben wir jetzt einfach auch den Glücksfall, dass mit Helene Fischer und Andrea Berg eben zwei Damen da sind, die diese Branche mitbestimmen, weil sie sehr beliebt und sehr gut sind. Man muss diese Musik privat ja auch nicht hören, aber, man sollte zumindest respektieren, dass sie wirklich ein gutes Entertainment machen. Gerade Helene Fischer macht sensationelle Shows.

    Ich bin jetzt auch nicht der, der privat Schlager hört, aber es gibt Songs von Helene Fischer, die sind einfach klasse produziert und gut komponiert. Man wird das noch sehen, denn ich glaube, dass sich das in den nächsten Jahren auch noch ein bisschen mehr in Richtung Pop entwickeln wird.

    Genauso wie man sieht, dass Robbie Williams als Pop-Interpret sich ein bisschen dem großen Mainstream öffnet, denn diese Swing-Platten sind ja nur ein Beispiel dafür. Es ist natürlich immer noch super anspruchsvoll und klasse gemacht, natürlich auch jazzig, aber die ganz großen Stars der anglo-amerikanischen Musikszene, die eher aus der Rock-Pop-Ecke kommen, öffnen sich nun dem großen Mainstream. Würde man jene Titel in Deutschland mit deutschen Texten machen, würde man es sofort als schlagerresque bezeichnen.

    Michaela Boland:  Kannst du ein Beispiel benennen?

    Dieter Falk: Gerade, wenn du dir auf der jetzigen Single-Auskopplung des Swingalbums von Robbie Williams einen deutschen Text vorstellst, dann ist das ein richtiger Schlager. Da sollte man auch mal ehrlich sein. Dieses Schubladendenken ist so typisch deutsch. Einteilung in: Das ist ein Schlager und das ist ein Popsong. Diese Probleme haben Amerikaner gar nicht.

    Michaela Boland: Gibt es hier möglicherweise eine ähnliche Differenzierung zwischen Schlager und Popsong wie einst der zwischen Volkslied und Kunstlied? Was sind die typischen Merkmale eines Schlagers?

    Dieter Falk: Ein Schlager ist ein Titel, der einschlägt. Er muss von der Melodie sehr nachvollziehbar und mit singbar sein. Die Haupttext-Hookline, also die Textzeile, muss ebenfalls sehr griffig sein. Beispiele der großen deutschen Schlager, und darunter sind viele Popsongs wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Kribbeln im Bauch", "König von Deutschland", "Ich hab dich tausend mal betrogen", das sind alles Textzeilen, die super griffig sind oder gar "Komm mit mir ins Abenteuerland".

    Diese Textzeilen bleiben genauso griffig  wie eine musikalische Hookline innerhalb eines Refrains. Dann schlägt ein Song ein. Ob er ein poppiges, rockiges oder schlagerresques Arrangement hat, ist dann eigentlich eher zweitrangig. Wichtig ist einzig, dass die Melodie und die Haupttextzeile total kleben bleiben,

    Michaela Boland: Mit anderen Worten: Stilrichtungen sind dabei sich zu vermischen?

    Dieter Falk: Sagen wir mal so: Der Unterschied zwischen einem Schubert-Lied in der Klassik und einem Hoch-auf-dem-gelben-Wagen-Volkslied ist gar nicht mal so weit. Es gibt von Schubert Lieder, die sind total volksliedhaft.

    Michaela Boland: Beziehst du dich auf das Röslein?

    Dieter Falk: Das Röslein zum Beispiel oder auch Lieder von Schumann, die volksliedhaften Charakter haben. Die Unterscheidung dessen, was E- und U-Musik ist, ist ja ohnehin eher eine, die Fachleute vornehmen und nicht das Publikum. Denn das Publikum liebt Musik und denkt manchmal gar nicht so groß darüber nach, ob das nun E- oder U-Musik ist. Das war ohnehin eine Unterscheidung der 70er Jahre.

    Michaela Boland: Du hast mit vielen bekannten Leuten zusammengearbeitet. War das immer gleich leicht oder gab es auch Diven unter deinen "Schäfchen"?

    Dieter Falk: Ja, natürlich gibt es auch Diven. Und selbstverständlich gibt es auch skurrile Geschichten. Aber, das Spannende ist immer, dass man  musikalisch eine  Art kleine Ehe auf Zeit eingeht, wenn man jemanden produziert. Eine Platte dauert in der Regel drei Monate, manchmal länger, manchmal aber auch ein bisschen kürzer, und während dieser Zeit ist man wirklich ein Teamworker. Das funktioniert auch mit Kompromissen. Als Produzent ist man so eine Art Vermittler zwischen Künstler und Plattenfirma. Diese Situation ist nicht immer einfach.

    Ich habe das jetzt so viele Jahre gemacht, dass ich glaube zu wissen, welche Verhaltensweisen man an den Tag legen muss, um beiden Seiten gerecht zu werden. Mir ist wichtig, dass ich vor allen Dingen ein Dienstleister des Künstlers bin, denn der muss mit dieser Platte länger leben als ich als Produzent. Als solcher habe ich schon zwei oder drei Monate später wieder andere Aufgaben.

    Der Künstler muss mit dieser Platte anderthalb Jahre leben und sie promoten. Deswegen werde ich den Teufel tun und meinen Dickkopf durchsetzen. Ich versuche natürlich, dem Künstler gerecht zu werden und für ihn schöne Lieder zu schreiben. Dass ich das in den letzten Jahren nicht mehr so häufig gemacht habe, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich auch auf zu neuen Ufern bin. Nach 35 Jahren in der Musikbranche ist auch wichtig, dass man versucht, jetzt, mit Anfang Mitte Fünfzig nochmal neue Kapitel aufzuschlagen.

    Michaela Boland: Mit welchen Künstlern hast du denn so alles gearbeitet? Ich sehe hier beispielsweise schon mal Andre Dietz (Anm. d. Red.: Schauspieler der Täglich-Serie "Alles was zählt")

    Dieter Falk: Wir waren zusammen beim "perfekten Promidinner". Auch mit Tom Beck (Anm. d. Red: "Alarm für Cobra 11") habe ich gearbeitet. Wir haben zusammen hier herum gejammt.  Außerdem Detlev Jöcker, der Kindersänger. Für ihn habe ich drei CDs gemacht. Jule Neigel war zum Songschreiben hier. Dann habe ich auch DJ Ötzi gemacht und Marshall & Alexander.

    Michaela Boland: Hast du ihr Album "Paradisum" produziert? Denn hierzu haben wir bei Freunde der Künste ein Interview mit Jay Alexander geführt.

    Dieter Falk: Ich habe diejenigen davor produziert. "Hand in Hand" und "Lovers forever".

    Michaela Boland: Du hast auch mit Daliah Lavi und Karel Gott gearbeitet. Was ist denn die "goldene Stimme aus Prag", Held meiner "Biene-Maja"-und "Fang-das-Licht"-Kindheit, so für eine Persönlichkeit?

    Dieter Falk: Ein Hammer-Typ! Er kam hierher, sah draußen ein grünes Kettcar mit Gummireifen, das richtig schnell fährt, war begeistert, rief, "oh,toll" und peste sogleich in einem Affenzahn hier bei uns über die Straße und du weißt, er ist über 70.

    Michaela Boland: Wird es noch weitere Zusammenarbeiten geben?

    Dieter Falk: Wenn es sich ergibt, gerne, denn es ist ein toller und super lieber Kerl. Ein echter Gentleman alter Schule. Er bringt immer Pralinen für meine Frau mit.

    Michaela Boland: Hier sehe ich noch unzählige weitere Künstler, die du produziert hast.

    Dieter Falk: Howard Carpendale, Brings, Francine Jordi, Jennifer Rush, Nektarios, Joja Wendt, der Pianist, Petra Zieger, eine Ex-DDR-Sängerin, Al Bano Carissi oder Paul Young.

    Michaela Boland: Wer denkt nicht gerne an seine Hits "Come back and stay", "Wherever I lay my hat" oder "Love of the common people" zurück?

    Dieter Falk: Das waren natürlich seine 80-er Hits. Wir haben vor acht Jahren "Rock swings" zusammen gemacht. Es war ein Swing-Album, das großen Spaß bereitet hat. Es ist so etwas, wie Paul Anka auch schon einmal gemacht hat: Rock mit Swing und Big Band. Ein tolles Projekt. Ich habe mir dazu den Band-Leader von Robbie Williams als Co-Arrangeur geholt.

    Michaela Boland: Habt ihr die Aufnahmen mit Big Band dann in deinem zweiten Studio in der Innenstadt durchgeführt?

    Dieter Falk: Nein, das haben wir in Holland gemacht. Ich habe auch einige Zeit in Holland gelebt.

    Michaela Boland: Du bist viel herumgekommen.

    Dieter Falk: Wir hatten ein zweites Haus an der Küste in Holland. Ich spreche ganz passabel holländisch, habe auch ein paar holländische Stars produziert und war sehr gerne da.

    Michaela Boland: Was waren die absoluten Highlights deiner Karriere?

    Dieter Falk: Das Paul Young Swing Album wegen der Big Band und was natürlich ein absoluter Meilenstein war, war  "Abenteuerland" mit PUR. Nicht nur weil es finanziell die spannendste Platte oder meist verkaufte war mit zweieinhalb Millionen Exemplaren, sondern auch musikalisch betrachtet. Die kannst du heute immer noch anhören.

    Michaela Boland: Nicht umsonst hat wohl auch die Werbung einst die Platte für sich entdeckt.

    Dieter Falk: Ja, "Abenteuerland" ist schon ein echtes Masterpiece. Sicherlich auch Pe Werner und "Kribbeln im Bauch".

    Michaela Boland: Hast du daran mitgeschrieben?

    Dieter Falk: Sie hat es komponiert. Doch es gibt eine Sache, die ich darüber nie vergessen werde: Wir hatten das erste Album, "Weibsbilder", zusammen gemacht. Dann hat der A&R-Chef der damaligen Intercord, Peter Cadera, dem ich sehr viel zu verdanken habe, Pe und mich ziemlich zusammengestaucht. Nachdem wir ihm Demos vorgestellt hatten, meinte er nur, "Ich höre keinen Hit".

    Pe war deswegen zunächst ein wenig niedergeschlagen. Doch am Ende hat genau dieses Zusammenstauchen sie noch in der Nacht dazu bewegt, "Kribbeln im Bauch" zu komponieren. Sie rief nachts bei mir an und sagte, dass sie so sauer auf den A&R-Chef sei. Als Pe es meiner Frau und mir also mitten in der Nacht vorspielte, waren wir total begeistert. Es war der Knaller. Schon einen Tag danach haben wir es arrangiert und schnell aufgenommen. Und das wurde ihr Hit.

    Michaela Boland: Kam in Folge dessen dann auch "Trostpflastersteine" von ihr?

    Dieter Falk: Ja. Das ist auch eine ganz tolle Nummer. Pe ist echt eine Sprachkünstlerin. Sie schreibt selbst Musik und Text. Klassisch: Singer and Songwriter. Wenn jemand so gut komponiert wie Pe Werner, werde ich den Teufel tun und mit komponieren. Klar, gebe ich auch mal meinen Senf dazu, wir haben drei LPs zusammen gemacht und verstehen uns immer noch gut.

    Michaela Boland: Ist es nicht die Regel, dass man sich danach noch gut versteht?

    Dieter Falk: Gut, dann gab es eine Trennung. Auch nach zehn CDs mit PUR. Eine Trennung ist dann immer auch traurig, aber wir sind so lange zusammen geblieben, das ist nicht die Regel. Heute werden Produzenten meist nach ein oder zwei CDs gewechselt. In der Regel arbeite ich mit meinen Künstlern recht lange zusammen. Auch mit Marshall & Alexander habe ich sechs Jahre lang gearbeitet. Insofern scheinen wir dann doch auch alle etwas richtig zu machen.

    Michaela Boland: Du bist vor kurzem 54 Jahre alt geworden. Wie hast du gefeiert?

    Dieter Falk: Meine Mutter ist genau an meinem Geburtstag verstorben.

    Michaela Boland: Das war mit Sicherheit hart.

    Dieter Falk:  Es war verrückt.

    Michaela Boland: Dein Pop-Oratorium als Musical-Vorstufe, "Die 10 Gebote", welches du gemeinsam mit Michael Kunze geschrieben hast, hatte seine Uraufführung in St. Gallen. Warum gerade in der Schweiz und  nicht in Deutschland?

    Dieter Falk: Das Pop-Oratorium war eine Auftragsarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland, damals auch noch mit initiiert von der damaligen Bischöfin, Margot Käsmann, die übrigens eine tolle Frau ist und viel bewegt hat. Es war ein Zufall. Das Theater in St. Gallen ist sehr rührig und hat eben sofort zugegriffen. Auch ist es in Europa eine der Hochburgen für Weltpremieren.

    Michael Kunze kannte darüber hinaus den Intendanten. Es läuft jetzt seit Februar 2013 sehr erfolgreich und geht noch bis Juni 2014. Wir hatten zuvor in deutschen großen Arenen die Runde gemacht und hatten 150.000 Zuschauer und 25.000 Mitwirkende. In jeder Veranstaltung hatten wir allein zweieinhalbtausend Chorsänger, die mitgesungen haben.

    Michaela Boland: Wie castet man die alle?

    Dieter Falk: Die castet man nicht. Man schreibt aus und dann bewerben sich Chöre. Daraus wurde eine richtige Sing-Bewegung. Bis heute wird das Ding einmal pro Woche irgendwo in Deutschland aufgeführt, aber in kleinem Rahmen. Das singen dann Jugendchöre, Schulchöre, Kirchenchöre, Gospelchöre und Altenchöre. Ich bekomme immer E-Mails, in denen beschrieben wird, wer es gerade wo aufgeführt hat. Also, das ist schon so eine Art Nachsingstück. Man könnte es "interaktives Projekt" nennen. Das ist natürlich schön und für Michael und mich sehr erfreulich. So ähnlich wollen wir es dann mit  dem "Luther"-Pop-Oratorium auch halten.

    Michaela Boland: Worin bestand der Reiz für dich, mal so etwas zu schreiben?

    Dieter Falk: Es hat sehr viel Spaß gemacht, einmal keine Dreieinhalb-Minuten-Hits schreiben zu müssen, die Radio-kompatibel sind, sondern mich auch mal musikalisch auszutoben. Mein Lieblingsmusical ist "Jesus Christ Superstar". In der Weise auch mal ein wenig wildere Titel auszuprobieren, war toll. Ich wollte schon ein poppiges Musical machen, was auch dem Musikgeschmack der jüngeren Leute entspricht.

    Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Nachdem ich mich innerhalb der letzten vier bis fünf Jahre nun auch intensiv mit dem Thema Musical beschäftigt habe, ist dies ebenfalls ein großer neuer Arbeitsbereich geworden.

    Michaela Boland: Ist so etwas ein Angang im Sinne einer Hürde, wenn man es zum ersten Mal macht?

    Dieter Falk:  Ich hatte  große Lust darauf, daher  habe ich es nicht als Hürde empfunden. Ich habe mich hier eingeschlossen und daran gebastelt. Die ganzen Demos habe ich selbst eingesungen und anschließend sämtliche Schauspieler geholt, die es später singen sollten. Dann wurde es mit ihnen aufgenommen, also vorproduziert. Ich bin möglicherweise anders herangegangen als die klassischen Musicalkomponisten. Als Musikproduzent habe ich ja alle Möglichkeiten.

    Beispielsweise super Vorproduktionen zu machen, die schon toll klingen. Und wir mussten ja die 25.000 Chorsänger, die wir im Laufe der Jahre hatten, auch motivieren und das kann man am besten durch gute Musik und gute Produktionen schaffen. Die schickt man ihnen dann. Sie erhielten Noten dazu und haben dann alles eingeprobt.

    Wir haben dabei tatsächlich ganze Familien gehabt, die mit drei Generationen am Projekt teilgenommen haben. Beispielsweise elfjährige Kinder und deren Großeltern. Da wir im Vorfeld der Uraufführung schon ganze Demos oder CDs gemacht haben, war es für die Teilnehmer auch motivierend, daran mitzuwirken

    Michaela Boland: Würdest du dir auch zutrauen, ein klassisches Oratorium zu komponieren?

    Dieter Falk: Das würde ich mir schon zutrauen. Ich habe ja die ganze klassische Ausbildung. Es würde jetzt natürlich nicht die Kopie eines neo-romantischen Stücks. Wenn ich zum Beispiel alte Klassiker verpoppe oder verjazze, wie Bach, was ja immer ein Thema für mich war, denn ich habe ja beispielsweise auch schon Choräle verpoppt, dann tue ich das, indem ich die klassischen Momente nehme, aber dann mit Jazzmomenten versmische.

    Jeder hat da seinen eigenen Stil und ich habe ganz sicher auch meine eigene Handschrift. So würde ich Klassik nehmen, oder auch klassisch komponieren, aber eben mit den Einflüssen von Jazz bis Pop aus meiner Generation.

    Michaela Boland: Gemeinsam mit deinen beiden Jungs bildest du die Gruppe "Falk & Sons". Ihr variiert Stücke aus Klassik und Barock, insbesondere von Johann Sebastian Bach, und macht aus ihnen zeitgemäße poppige Musik. Wie konntest du deine Kinder für dieses Unterfangen gewinnen oder kam es sogar von ihnen?

    Dieter Falk: Nein, überhaupt nicht. Es kam nicht von ihnen. Letztlich aber auch nicht von mir. Unsere Söhne erhielten beide Klavierunterricht und haben fast nie geübt. Meine Frau und ich wollten sogar fast schon die Reißleine ziehen. Das werden sicherlich viele Eltern kennen. Man fängt mit einer Stunde Klavierunterricht in der Woche an und übt eine halbe Stunde am Tag. Daraus werden dann irgendwann mal gnädige fünf Minuten.

    Im Zuge von G 8, wo die Kinder heutzutage ja immer länger in der Schule sitzen, ist es mit der Musikerziehung natürlich auch immer schwieriger. Wir haben dann gesagt, dass es sich gar nicht mehr lohne, da beide nicht übten. Dann kam jedoch ein befreundeter Theaterdramaturg aus meiner Heimatstadt  und lud mich dazu ein, gemeinsam mit meinen Söhnen im Apollo Theater in Siegen vorbeizukommen und vier Titel für ein Schulkonzert zu machen. Das haben wir gemacht und ab dem Moment haben meine Kinder erfahren, was es heißt, auf der Bühne zu stehen und Bühnenluft zu schnuppern. Das ist jetzt sechs Jahre her.

    Michaela Boland: Blut geleckt?

    Dieter Falk: Ja, sie haben wirklich Blut geleckt und ab diesem Moment haben sie auch angefangen wieder zu spielen und zu üben. Seither gibt es eigentlich Falk & Sons. Der Weg ist das Ziel. Wenn du weißt, wofür du übst, dann übst du auch viel leichter und zielgerichtet. In 2011 haben wir dann bei Universal das erste Album herausgebracht, jetzt gerade das zweite gemacht. So haben wir natürlich immer wieder ein bisschen mehr erreicht. Die Karriere entwickelt sich und der Spaß bleibt. Vor allem weil wir sehr viel live spielen.

    Michaela Boland: Wie oft seid ihr da unterwegs?

    Dieter Falk: Wir spielen 40-mal im Jahr irgendwo. Morgen spielen wir bereits zum dritten Mal in Folge bei der Kanzlerin anlässlich der Weihnachtsfeier der CDU-Fraktion und der Regierung. Da spielen wir dann in Berlin im Tipi. Das sind natürlich Highlights. Davon lebt dann auch die musikalische Arbeit.

    Michaela Boland: Das klingt glücklicherweise nach einem ausgesprochen guten Verhältnis zwischen Vater und Söhnen.

    Dieter Falk: (lacht) Ja, klar. Das gehört dazu. Das Schöne ist, wenn man so viele Konzerte miteinander spielt, verbringt man viel Zeit miteinander. Die nächtlichen langen Rückfahrten auf deutschen Autobahnen, wenn man in Bremervörde, am Arsch der Welt oder in Greifswald gespielt  hat, dann kann man die ganze Fahrt über quatschen und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Familie ist uns sehr wichtig, daher verbringen wir auch viel Zeit miteinander. Auch haben wir viele Gäste, die meistens nicht nur mit meiner Frau und mir befreundet sind, sondern auch mit meinen Söhnen.

    Michaela Boland: Wie schaffst du es bei all deinen Mega-Erfolgen immer so geerdet zu bleiben?

    Dieter Falk: Ich bin immer ein Mann im Hintergrund gewesen. Vielleicht bin ich durch Popstars mal ein bisschen in den Vordergrund gerückt. Sicher taucht ab und zu auch mal das Fernsehen hier auf und macht O-Töne, aber ich bin kein Star in dem Sinne wie es andere sind. Klar kennen mich mehr Leute als andere, trotzdem bin und bleibe ich als Komponist und Musikproduzent eher jemand, der hinter dem Mischpult ist.

    Michaela Boland: Nichts desto trotz ein ausgesprochen erfolgreicher Jemand hinter dem Mischpult.

    Dieter Falk: Ja, aber was heißt erden? Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Meine Mutter und mein Vater haben beide nicht studiert. Wir waren nicht  gerade der sogenannte Intellektuellen-Haushalt. Doch wir Söhne haben beide studiert und aus uns ist etwas Ordentliches geworden. Aber, ich weiß, wie ich angefangen habe und das erdet einen sowieso.

    In unserem Bekanntenkreis haben wir zwar viele Freunde in der sogenannten Showbranche, aber ebenso viele Freunde in ganz normalen Berufen. Meine Frau ist Grundschullehrerin, das erdet dich auch total, das sage ich dir (lacht). An einer Brennpunktschule, wo du auf der einen Seite privilegierte Familien hast, die ihre Kinder dort einschulen, doch interessanter Weise ebenso viele Migrantenkinder. Das mischt sich super, doch hat ganz eigene Befindlichkeiten. Dann bin ich ja auch Botschafter für die Arche. Wenn du dann siehst, was dort stattfindet, dann erdet dich das ebenfalls automatisch.

    Michaela Boland: Seit diesem Wintersemester hast du auch regelmäßig mit jungen Menschen zu tun, denn du hast an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf eine Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Musikproduktion und Populargesang inne. Wie oft bist du da zur Zeit im Einsatz?

    Dieter Falk: Aktuell hatte ich jetzt gerade einen ganzen Samstag lang einen Crash-Kurs-Workshop mit den Kirchenmusikern. Mehrere Stunden am Stück. Da ging es dann darum, dass ich Kirchenmusikern Pop Piano- und Gospel Piano beibringe. Meine Botschaft ist die: Ein klassisches Studium ist total wichtig, aber es ist heutzutage genauso wichtig, dass man zweigleisig fährt.

    Damit du auch als Kirchen- oder als Schulmusiker nicht nur vor einer Klasse oder in der Kirche sitzt und "Großer Gott wir loben dich" an der Orgel spielst, sondern, dass du auch "Oh happy day" authentisch am Klavier spielst und nicht nur so von Noten herunter liest. Es muss grooven, der große Zeh muss mitwippen, wenn du Klavier spielst.

    Und wenn du eine Kirchengemeinde zum mitsingen eines Liedes begeistern willst, dass du es auch swingig umsetzen kannst. Musik muss anstecken und das ist so viel leichter, wenn es Groove und Swing hat. Das brauchen Kirchenmusiker auch heutzutage. Das ist ein Teil meiner Aufgabe im Rahmen dieser Professur.

    Michaela Boland: Kann man bemessen wie viele Wochenstunden du gibst.

    Dieter Falk: Es ist eine halbe Gastprofessur, das heißt neun Semester-Wochenstunden. Die verteile ich auf Blöcke. Dann sitze ich vor Kirchenmusikern, aber auch vor kommenden Musikproduzenten. Es gibt ja in Düsseldorf diese einzigartige Möglichkeit am Institut für Musik und Medien, IMM, unter anderem auch Musikproduzent zu werden. Toningenieur und Musikproduzent, das nennt sich dann Ton- und Bild-Studium und Musik und Medien.

    Das ist schon eine spannende Ausbildung. Sie müssen nämlich sowohl künstlerisch als auch technisch gut sein. Da helfe ich jetzt meinen Professoren-Kollegen, dass man auch die Produktionen, die diese jungen Studenten machen, unter Marktbedingungen bewertet, zumal ich ja mit einem Fuß in der Branche auch noch am Puls des Marktes bin. Ich kann den Leuten daher relativ authentisch  sagen, das, was ihr macht, hat meines Erachtens eine Chance oder nicht. Die guten Studenten empfehle ich dann auch der Branche gleich weiter.

    Michaela Boland: Dann bist du auch eine Art Türöffner?

    Dieter Falk: Ich versuche es. Den guten Leuten werde ich natürlich sagen, "Ihr komponiert gut, ihr solltet euch unbedingt mal bei diesem oder jenem A&R oder Verleger melden, denn ihr seid wirklich talentiert". Das ist so ein bisschen meine  Funktion.

    Michaela Boland: Gab es darüber hinaus noch ein persönliches Anliegen für dich, die Professur anzutreten?

    Dieter Falk: Diese Gastprofessur ist ja von der Stadt Düsseldorf finanziert und nicht vom Land NRW. Mir ist wichtig, dass man etwas für die Musikszene der Stadt Düsseldorf, die ja nach den Toten Hosen oder Kraftwerk noch nicht so richtig viel hervorgebracht hat, tut.

    Michaela Boland: Doro Paesch kommt doch auch hierher.

    Dieter Falk: Ja, aber das sind die großen Alten, um es mal so zu sagen. Man sollte hier etwas für die Szene tun. Ich veranstalte ja auch ab und zu ein Nachwuchsfestival mit dem Titel "Ton-Talente", in der Tonhalle. Ich möchte, dass man die Leute, die da in der Stadt Musik machen, mit den Studenten aus der Musikhochschule zusammenbringt, mehr Teamwork durchführt, mehr Synergie und Networking betreibt.

    Michaela Boland: Düsseldorf soll ohnehin als Kreativstandort im Hinblick auf Musik gefördert werden. Welche weiteren Ansätze sind neben deiner Arbeit dafür noch vonnöten?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich weit davon entfernt zu sagen, ich sei der Allein-Selig-Machende für das Betreiben, die Medienstadt Düsseldorf musikalisch weiterzubringen. Es gibt ja viele Leute, die an der Front arbeiten, Düsseldorf auch  musikalisch ein bisschen nach vorne zu bringen. Düsseldorf ist eine Museumsstadt, eine Kunststadt, eine Werbe-Agentur-Stadt, eine Medienstadt. An der Musikszene kann noch etwas getan werden.

    Da bin ich einer von mehreren, die daran arbeiten, dass das so wird. So war der Eurovision Song Contest eine riesen Nummer. Darauf aufbauend kann man etwas für die Musikszene hier tun. Das fängt damit an, dass man auch Lobbyarbeit betreibt, dass beispielsweise neue Proberäume gebaut werden und. Aber das Rathaus weiß das und ist da bereits auf einem sehr guten Weg, wie ich finde.

    Michaela Boland: Interessierst du dich für bildende Kunst?

    Dieter Falk: Ja, ich gehe sehr gerne in Museen. Ich liebe Popart. Meine Frau ist auch an Malerei interessiert. Sie malt auch selbst ein bisschen. Da wir lange in Holland gelebt haben, kennen wir die Museen in Amsterdam alle in und auswendig. Wenn wir reisen, und das tun wir ganz gerne und viel, sind wir in den Städten eigentlich auch immer in den einschlägigen Museen. Ob in New York oder in London, da sehen wir uns Ausstellungen an, die wir sonst nicht mitkriegen. Köln ist überdies auch eine ganz tolle Museumstadt, wie Düsseldorf auch. Das ist auch Teil unseres Freizeitprogramms.

    Michaela Boland: Was liest du zurzeit?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich absoluter Thriller-Fan. Ich habe gerade von Joe Nesbo "Koma " gelesen. Eigentlich alle Jo Nesbos wie alle Stieg Larssons.

    Michaela Boland: Wie läuft es konkret ab, wenn jemand sich bei dir meldet und dich bittet, einen oder mehrere Songs zu schreieben und zu produzieren?

    Dieter Falk: Viele kenne ich ja auch schon, wenn sie anrufen und fragen, "hast du einen Song für mich". Aber, wenn ich jemanden noch nicht kenne, dann lade ich den- oder diejenige ein, ich setze mich hier ans Klavier und wir jammen ein bisschen. Oft ist es ja auch so, dass die Künstler auch selbst musikalische Ideen haben. Dann ist es ganz gut, wenn man es dann zusammen macht. Ich mache das super gerne im Teamwork.

    Zum Beispiel die Schlagersängerin, Francine Jordi, deren letztes Album ich gemacht habe und die in der Schweiz ein großer Star ist, kommt hierher und wir setzten uns einfach ans Klavier und wir schreiben zusammen. Oder sie kommt auch schon mit fertigen Songs und die arrangiere ich dann.

    Bei mir ist es keine Pflicht, dass ich alles selbst geschrieben haben muss. Bei meinen größten Produzentenerfolgen, wie beispielsweise bei PUR war es ja auch so, da war ich nicht als Komponist beteiligt. Dass ich jetzt mehr komponiere hat vor allen Dingen mit den Musicals zu tun. Das sind dann meine Projekte und auch meine Ideen.

    Michaela Boland: Lieber Dieter, vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch und viel Erfolg auch weiterhin für die Zukunft.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Auch der Zugang zu einer Premium Airport Lounge wie der Al Reem Lounge in Abu Dhabi ist über Holiday Extras für jeden Reisenden buchbar
Jerome Danglidis CEO Continental Europe von Holiday Extras
    Geheimnis der Reisebranche
    Airport Lounges - Interview mit Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis

    Die Zeit am Flughafen vor dem Abflug oder beim Zwischenstopp ist für viele Reisende das Gegenteil von Erholung – während Business- oder First-Class-Passagiere es sich in einer Lounge gut gehen lassen. Was viele nicht wissen:

    Ein Aufenthalt dort ist über Holiday Extras ganz unkompliziert und günstig buchbar. Der Münchner Spezialist für Reise-Extras vermittelt Zugang zu mehr als 140 Lounges weltweit.

    Doch was gilt es zu beachten, wenn man erstmal drin ist? Vielflieger und Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis gibt im Interview hilfreiche Tipps für Lounge-Neulinge.

    Herr Danglidis, wenn man nicht gerade Vielflieger-Status genießt oder ein Flugticket für die Business Class besitzt: Wie einfach ist es, in eine Flughafen-Lounge zu kommen?

    Airport Lounges sind das vielleicht bestgehütete Geheimnis der Reisebranche. Der Zutritt erfordert weder einen Vielfliegerstatus noch eine spezielle Kreditkarten- oder Lounge-Mitgliedschaft.

    Die Lounge ist im Reisebüro und unter www.holidayextras.de online buchbar. Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Fluggesellschaft man fliegt oder in welcher Klasse.

    Rucksackreisende, Single Traveller oder Familien-Trip: Für wen eignet sich eine Airport Lounge am besten?

    Eine Airport Lounge ist ein Ruhe- und Entspannungsbereich fern von den Massen an Urlaubern und Geschäftsreisenden in Flugterminals und an Gates. Ein Aufenthalt eignet sich für Privat- oder Businessreisende, mit oder ohne Begleitung.

    Was erwartet mich in einer Lounge?

    Bequeme Sitzgelegenheiten, unbegrenzt Speisen und Getränke, oft auch eine offene Bar mit alkoholischen Getränken. Es gibt kostenlos WLAN, Zeitungen und Zeitschriften, außerdem reichlich Ladesteckdosen und vor allem einen ruhigen Bereich, in dem Sie gelassen auf Ihren Flug warten oder schlafen können.

    Lounges sind meist deutlich ruhiger und weniger frequentiert als Flugsteigbereiche. Einige verfügen über Duschen und sogar Spas.

    Kinder sind am Flughafen erfahrungsgemäß sehr aufgeregt – dürfen sie trotzdem mit in die Lounge? Gibt es dort einen spannenden Zeitvertreib für Kids auf Reisen?

    Sie bieten ein sicheres und übersichtliches Umfeld für Kinder. Dort steht eine Auswahl an Zeitschriften, Malbüchern und Fernsehsendern zur Verfügung. Zahlreiche Lounges haben einen ausgewiesenen Kinderbereich.

    Aber sie sind natürlich kein Spielplatz: Eltern sollten dafür Sorge tragen, dass sich ihre Kids entsprechend verhalten.

    Hand aufs Herz: Gibt es in den Lounges einen Dresscode?

    Ja, es muss allerdings kein schicker Anzug sein – gepflegte Freizeitkleidung ist in Ordnung.

    Was sind absolute No-Gos in der Lounge?

    Auch wenn der Eindruck entsteht, dass es alles im Überfluss gibt, sollten Reisende keine Snacks oder Getränke für später in ihrem Gepäck verstauen. Was beispielsweise gar nicht geht: laut Musik hören.

    Kopfhörer sind selbstverständlich, Elektronikgeräte sollten in den Vibrations- oder Stummmodus geschalten werden. Lounges haben gewöhnlich eine gedämpfte Atmosphäre, deswegen sollten sich Besucher an die umgebende Lautstärke anpassen und nicht zu laut telefonieren.

    Es ist kein Verstoß gegen die Hausregeln, sich am Platz übermäßig auszubreiten, jedoch nicht gerade rücksichtsvoll. Erhöhter Alkoholkonsum ist ein absolutes No-Go. Man riskiert aus der Lounge verwiesen oder sogar vom Boarding ausgeschlossen zu werden.

    Was dagegen ist ein „Must-Do“ in der Lounge und darf auf keinen Fall fehlen?

    Die Airport Lounge bietet Ihnen die Gelegenheit, Ihr Handy zu laden und die letzten E-Mails zu checken. Bei der Zwischenlandung nach einem langen Flug gibt es nichts Schöneres als eine heiße Dusche und ohne Hektik etwas zu essen.

    Einen riesigen Vorzug sehe ich darin, einen eigenen Sitzbereich zu haben und das Gepäck nicht immer mitnehmen zu müssen.

    Haben Sie weitere Tipps für den Lounge-Aufenthalt?

    Die Lounges sind sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich vorab über Ausstattung und Annehmlichkeiten. Größere, internationale Flughäfen haben meist mehr als nur eine Lounge. Wo befinden sich diese? Welche ist näher an meinem Flugsteig?

    Mein Tipp: Die Wartezeit am Airport lässt sich nicht nur bei Reiseantritt, sondern auch beim Zwischenstopp oder vor der Rückreise entspannt in einer Lounge verbringen.

    Interview: Janina Reich/AHM PR

    Preisbeispiel: Die meisten Lounge-Aufenthalte sind zwischen zwei und vier Stunden buchbar, Gäste können bis zu zwei Tage vorher kostenlos stornieren. An deutschen Flughäfen wie beispielsweise in Leipzig sind drei Stunden ab 19,90 €/Pers. zu haben. Während eines Layover in Abu Dhabi kostet die dreistündige Nutzung der „Al Reem Lounge“ (Premium) ab 39 €/Pers.

     

    mehr

Kunst - Videogalerie

  • Tones And I ist 19 Jahre alt und heißt mit buergerlichem Namen Toni Watson
    Tones & I ist 19 Jahre alt
    Die 19-jährige Tones & I zu The Kids Are Coming

    On top habe ich noch ein paar Fakten zu dieser Powerfrau - Mit dem Video ehrt "Tones And I"die Fridays-For-Future-Demos. Der Song ist der Titeltrack der gleichnamigen EP, die am 30.8.2019 veröffentlicht wurde. Auf dieser EP befindet sich auch der Track „Dance Monkey”, der aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts rangiert und bereits über 210 Millionen Mal gestreamt.

    Tones & I ist 19 Jahre alt & heißt mit bürgerlichem Namen Toni Watson
    2018 reiste sie ins Surf-Mekka Byron Bay, um ihr Glück als Straßenmusikerin zu probieren. Und prompt zog sie die Leute in ihren Bann. Ein paar Monate später brach sie als Opener auf einem Festival einen Rekord & versammelte zur Mittagszeit mehr als 20 000 Menschen vor ihrer Bühne:

    Dance Monkey wurde über 210 Millionen Mal gestreamt
    Dance Monkey ist aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts
    Tones & "I bricht nach 32 Jahren in Australien Kylie Minogues Rekord in den Charts.

    LYRICS

    No one wants to listen to the kids these days

    Yeah the fibs these days

    Yeah they say that we’re all the same 

    But they’re the ones to blame

    Speaking of the young as if we killed someone

    But we don’t need your guns 

    We’re all too busy on the run 

    Tryna be someone

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    No one seems to understand the kids these days 

    And why we live this way 

    We’ve got to clean up the mess you’ve made 

    Still you don’t wanna change

    You create the law but can’t control our thoughts 

    And no we won’t be bought 

    We don’t just protest for the fun

    We’re here to get it done

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    Now you’ve gone and done it and

    We locked you in the basement

    Marching through the streets is not the

    Only way to change things 

    Now you’ve gone and done it and 

    We locked you in the basement 

    Marching through the streets is not the 

    Only way to change things

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming

    For you

     

     

     

    mehr
  • Die GFDK hatte 2002 die junge 24-jährige Englaenderin Jemma Endersby zu einem Konzert eingeladen
    Konzert von Jemma Endersby
    Jemma Endersby und die Freunde der Künste

    Wir fragen uns ja immer einmal, was ist aus den jungen Künstlerinnen geworden, mit der die GFDK zusammen gearbeitet hat. Nun lesen wir:

    "Was haben die Fantastischen Vier, Max Herre, Joy Denalane, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann, Cassandra Steen und Revolverheld gemeinsam? Mit all diesen Künstlern stand Jemma Endersby als Sängerin bereits auf der Bühne. Und seit Januar 2017 nun auch mit der Big Band der Bundeswehr".

    Im Oktober 2002, hatte die damals noch sehr junge Jemma Endersby, eine Konzertreihe mit Alison Degbe und der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea zur unserem Ausstellungs-Projekt „Women only“ gegeben. Natürlich freuen wir uns das die Künstlerin anscheinend ihren Weg gegangen ist. 2002 hatte Jemma Endersby ihr Debut- Album 'Afterglow' geschrieben und aufgenommen, und die ersten Songs hier, bei uns gesungen.

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölnerin Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau, schrieb die Rheinischen Post, am 26. Oktober 2002.

    Jemma Endersby war zuletzt im September mit der Big-Band der Bundeswehr zu einem Benefiz-Konzert des „Lions International“ auf den Wevelinghovener Marktplatz, in Grevenbroich. Leider hat die GFDK diesen Thermin verpaßt, wir hätten Sie gerne nach nun 16. Jahren dort getroffen.

    "Zu den Kunst- und Kultur-Festivals in der Maschinenhalle präsentierte Gottfried Böhmer schon 2002 die Jazzsängerinnen Alison Degbe und Jemma Endersby. Alison Degbe ist mittlerweile eine gefragte und angesagte Jazzsängerin.


    2007 trat sie als Begleitung von Joe Cocker bei „Wetten das" in Freiburg auf. Jemma Endersby reist heute mit einer handvoll talentierter Musiker auf ihren Konzerten und Show-Acts durch Städte wie London, Berlin und Liverpool. 2003 folgte eine Konzertreihe mit dem Kanadischen Jazz-Star Adi Braun, die heute in New York große Erfolge feiert.

    Desweiteren konnte Gottfried Böhmer auch Lydia van Damm und Daniela Rothenburg für seine Kunstprogramme gewinnen. Weitere Highlights waren die Konzerte der Pianistinnen Marta Maria Giorgia Tarnea und Melissa Pawlic, sowie die Tanzperformance von Michaela Masur, Jelena Ivanovic, Antina Gutenberger und Nikolaos Rimmek.

    Auch nicht zu vergessen sind die großen Schauspielinterpretationen von Julia Grafflage, Karin Mikityla und Gila Abutalebi, und seit 2002 werden alle großen Veranstaltungen und Festivals von der TV-Moderatorin Michaela Boland moderiert".

    mehr
  • Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby die Gaeste der GFDK mit  einem Akustik-Soul-Set unterhalten
    Akustik-Soul-Set
    GFDK Finale - Doppelkonzert mit Alison Degbe und Jemma Endersby

    Seit September läuft die Ausstellung „Women only“ in der neuen Veranstaltungshalle an der Hoffeldstraße in Düsseldorf – Flingern. Am Samstag findet dort ab 19 Uhr das Finale mit einem Doppelkonzert statt.

    Abwechselnd werden Jazz-Interpretin Alison Degbe und Jemma Endersby (sie hat am Paul McCartneys „Institute for Performing Arts“ in Liverpool studiert) mit einem Akustik-Soul-Set die Gäste unterhalten.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 22. November 2002

    "Freunde der Künste“ eröffnen neuen Ausstellungsraum 

    Um einen Ausstellungsraum reicher ist Düsseldorf seit Ende September. Noch bis zum 20. November feiert die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die Eröffnung der neuen Kunsthalle, Hoffeldstr. 101, unter dem Motto „Kann denn Liebe Sünde sein“ mit einem Kunst- und Kulturfestival mit Ausstellungen und Konzerten.

    So treten u.a. die Jazzsängerin Alison Degbe, die Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea, sowie die Sängerin Jemma Endersby aus England in mehreren Konzerten auf.

    Pressezitat aus dem Rheinboten, 23. Oktober 2002

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölner Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau.

    Pressezitate aus der Rheinischen Post, 26. Oktober 2002

    Nach der gut besuchten Ausstellung „Women only“ in der ehemaligen Maschinenhalle an der Hoffeldstr. 101 in Flingern, ist für Samstag ein neuer Höhepunkt angesagt. Um 21 Uhr beginnt ein Konzert mit der Kölner Jazzsängerin Alison Degbe.

    Die 25-jährige Tochter einer Deutschen und eines Afrikaners hat von klein auf gesungen – einschließlich Kirchen und Gospelchor, mit 14 ging sie aufs Konservatorium in Karlsruhe. Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Sie tut dies am Samstag mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern.

    Pressezitat aus der Rheinischen Post

    Neue Veranstaltungshalle in Flingern öffnet heute Abend/„Women only“ mit Jazz und Klassik

    Beim ewigen Städtevergleich mit Köln hinkt Düsseldorf besonders bei den rar gesäten Veranstaltungsorten hinterher. Ab heute Abend gibt es einen mehr. Zum Auftakt beginnt dort heute ein Festival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf- Berlin mit Ausstellungen, Konzerten, Performance und Filmtagen.

    Ein Blick in die Halle werfen kann jeder ab heute Abend. Um 20 Uhr eröffnet Professor Klaus Honnef, Mitorganisator der documenta, Ausstellung „Women only“.

    Vier Künstlerinnen bilden mit ihren Arbeiten den Rahmen für das Festival. Anna Vilents, die jüngste Meisterschülerin der Kunstakademie hat mit dem Thema „Metamorphose“ einen Bilderzyklus für die Ausstellung gemalt.

    Fotokünstlerin Anke Stalpers zeigt Werke zum Thema „Liebe“. Eine ausgefallene Installation zum Thema „Erinnern -Erinnerung“ kommt von Koschka Becker. Eine ungewöhnliche Bildhauerin ist Danuta Schwuger, denn sie arbeitet ausschließlich mit Blumen. Thema ihrer Arbeit: „Blütezeit, die Kunst soll blühen“.

    Das erste Konzert steht am 5. Oktober auf dem Programm. Da wird die Kölnerin Alison Degbe, Jazzklassiker auf die Bühne bringen. Am 26. Oktober findet ein klassisches Konzert mit der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea statt. Bis zum 26. November folgen weitere Konzerte sowie eine Live-Performance mit Anna Vilents und Anke Stalpers.

    Pressezitat aus der Westdeutschen Zeitung, 27. September 2002

    Neue Interpretation der klassischen Jazz-Standards

    Die 25-jährige Kölnerin Alison Degbe besticht durch ihre Ausstrahlung und ausgeprägte Bühnenpräsenz, um mit ihrer emotional ergreifenden Stimme die melancholische Seite des Jazz neu aufleben zu lassen.

    Als sie mit 14 auf das Konservatorium in Karlsruhe ging und Jazz machen wollte, hieß es, sie sei zu jung, um Jazz zu singen. Heute weiß sie, dass man mit Liebeskummer besonders gut Jazz singen kann.

    Ihre Liebe zum Jazz will Alison Degbe mit Songs von Ella Fitzgerald und anderen Klassikern auch an jüngere Zuhörer weitergeben. Alison Degbe tritt zum Kunst- und Kulturfestival der Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin unter Leitung von Gottfried Böhmer an mehreren Abenden auf.

    Messemagazin Ausgabe 3/2002

    mehr

Kunst - Künstler vorgestellt

  • Der Kuenstler Andreas Piel entwirft stimmungsvolle Weihnachts-eCards
Nostalgisch und liebevoll gestaltete eCards aus dem Atelier des Kuenstlers Andreas Piel
Alle Grußkarten sind animiert und erzaehlen eine kleine mit Musik untermalte Geschichte
    verzaubert Groß und Klein
    Der Künstler Andreas Piel entwirft stimmungsvolle Weihnachts-eCards

    Wer seinen Lieben, seinen Freunden und der Familie auf der ganzen Welt zu Weihnachten einen ganz besonderen Gruß schicken möchte, wird die nostalgisch und liebevoll gestalteten eCards aus dem Atelier des Künstlers Andreas Piel (www.bewegte-grusskarten.de) lieben.

    Alle Grußkarten sind animiert und erzählen eine kleine mit Musik untermalte Geschichte, die von Zeit zu Zeit ein Eingreifen des Beschenkten einfordert.

    Diese Karten muss man einfach mögen, denn die Geschichten sind witzig und gleichzeitig stimmungsvoll erzählt, und man möchte sie sich immer wieder neu ansehen. Sie vermitteln eine ruhige und heile Welt, die im hektischen und manchmal kalten Alltag allzu häufig verloren geht.

    Der individuelle Gruß des Absenders kommt natürlich auch nicht zu kurz, denn am Ende jeder Karte hat dieser die Möglichkeit, einen Grußtext von beliebiger Länge zu verfassen, die jedem Weihnachtswunsch eine ganz persönliche Note verleiht.

    Die Motive erscheinen so leicht und beschwingt, dass man leicht übersieht, wie viel Arbeit und Liebe in der Gestaltung einer einzigen dieser animierten eCards steckt. Der Künstler selbst erzählt in einem Radio-Interview mit dem Deutschlandfunk im Jahr 2010, dass er an einer Karte zwei Wochen lang täglich zehn bis zwölf Stunden arbeitet, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist.

    Diese Faszination, die er und auch sein Team dabei in diese künstlerische Arbeit stecken, ist den Karten deutlich anzusehen und hebt sie aus der Masse heraus. Trotz dieser Professionalität steht der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund, denn die Karten werden nicht teuer an die Kunden verkauft. Vielmehr haben interessierte Besucher die Möglichkeit, für nur EUR 12,00 ein Jahr lang so viele Grußkarten zu versenden, wie sie möchten.

    So können sie immer wieder aufs Neue stöbern und sich auf regelmäßige Neuerscheinungen freuen. Weihnachtliche und viele weitere Motive und Themen für jede erdenkliche Gelegenheit sind auf der Webseite www.bewegte-grusskarten.de zu finden.

    Hier stehen Karten zu den Themen Umzug, Geburtstag, Muttertag, Geburt und Taufe und Silvester ebenso zur Wahl wie Halloween-Karten und Grußkarten anlässlich des Valentinstages. Auch die animierten Einladungskarten sind eine sehr schöne und nicht zuletzt umweltschonende Alternative zu gedruckten Karten.

    Andreas Piel ist gelernter Grafiker und Illustrator, der von Bonn in seine heutige Wahlheimat Hamburg zog. Hier scharte er ein kleines Team von Künstlern um sich, mit dem er seit 2008 die animierten Grußkarten entwickelt.

    Doch seine künstlerischen Ambitionen gehen weit über die Kreation von eCards hinaus. Bereits seit 1992 ist er als Verfasser und Illustrator zahlreicher Kinder- und Jugendsachbücher aktiv. Einige der von ihm verfassten Bücher sind mittlerweile in mehr als zehn Sprachen übersetzt worden.

    Verantwortlich:
    Claudia Roloff-Becker
    Pöppelmannstraße 35

    33739 Bielefeld
     

    mehr
  • 2018 reiste Tones And I  ins Surf Mekka Byron Bay um ihr Glueck als Straßenmusikerin zu probieren
    Tones & I ist 19 Jahre alt
    Tones And I, vom Surf-Mekka Byron Bay auf die Weltbühne

    Die australische Künstlerin Tones And I hat ein offizielles Video zu „The Kids Are Coming” veröffentlicht.  Gedreht unter der Regie von Alan Del Rio Ortiz (Blood Orange, Solange, Maggie Rogers), ist das Video ab sofort in ihrem YouTube-Kanal zu sehen.

    „The Kids Are Coming” ist der Titeltrack von Tones And I’s Debüt-EP, die jetzt bei allen Streaming-Plattformen erhältlich ist [Artwork / Tracklisting unten]. Die EP wird von Tones And I’s internationalem Smash-Hit „Dance Monkey” angeführt, der aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts rangiert und bereits über 210 Millionen Mal gestreamt wurde.

    Ursprünglich von der australischen Halbinsel Mornington stammend, reiste Tones And I Anfang 2018 ins Surf-Mekka Byron Bay, um ihr Glück mit der Straßenmusik zu probieren. Gleich am ersten Tag wurde sie von riesigen Menschentrauben umringt.

    Tones kündigte ihren Job als Verkäuferin und entschied, Byron zu ihrem neuen Zuhause zu machen, wo sie für den Rest des Jahres in ihrem Van lebte, an ihrem Songwriting feilte und jedes Wochenende Straßenmusik machte.

    Heute sammelt „Dance Monkey“ über 30 Millionen Streams pro Woche und erobert die #1 der Streaming-Charts rund um die Welt. In Australien bereits 3-fach Platin-veredelt, führt „Dance Monkey“ seit nunmehr acht Wochen in Folge die dortigen Single-Charts an.

    Damit hat Tones And I einen neuen Rekord für die längste Zeit einer australischen Solo-Künstlerin auf #1 der ARIA Single-Charts aufgestellt und die bisherige, vor 32 Jahren aufgestellte Bestmarke von Kylie Minogue mit „Locomotion“ geknackt.

    The Kids Are Coming enthält außerdem „Never Seen The Rain” und die Durchbruch-Single „Johnny Run Away“, die Tones And I ursprünglich bei „Unearthed“ einstellte, einer Plattform von Australiens führendem Radiosender Triple J zum Entdecken von Indie-Musik.

    Binnen zwölf Stunden schaffte es der Song ins Programm von Triple J, deren Moderatoren ihn zu einem „Hottest 100“-Kandidaten erklärten. Im März wurde der Track zum meistgespielten Song des Senders und hielt diese Position für zwei aufeinanderfolgende Wochen, wenig später gefolgt von 2x Platin durch die ARIA.

    Seit September ist Tones And I auf einer ausverkauften Headlinertour quer durch Australien, bei der sie diverse Konzerte in 800er-Venues spielt. Im Herbst kommt die Künstlerin auf ihre erste – ebenfalls schon jetzt komplett ausverkaufte – Headlinertour in Europa und spielt auch zwei Konzerte in Deutschland:

    07.11. Berlin, Maze 

    08.11. Köln, Stereo Wonderland

    Zu den weiteren Stationen der Tour zählen London (wo aufgrund der großen Nachfrage eine zweite Show angesetzt wurde), Rotterdam und Amsterdam, gefolgt von Tones And I’s mit Spannung erwartetem US-Debüt mit Konzerten in New York City und Los Angeles im November.

    Im heimischen Australien brach Tones And I kürzlich den Rekord als größter Opening Act in der Geschichte von Splendour In The Grass: zu ihrem Mittags-Set kamen nicht weniger als 20.000 Zuschauer. Triple J kommentierte zu der Performance: „Tones And I hat die australische Musik auf die Agenda gebracht. Kommt an Bord – oder ihr kommt bald nicht mehr mit.“

    BIO

    Ursprünglich von der australischen Halbinsel Mornington stammend, reiste Tones And I Anfang 2018 ins Surf-Mekka Byron Bay, um ihr Glück mit der Straßenmusik zu probieren. Gleich am ersten Tag wurde sie von riesigen Menschentrauben umringt.

    Tones kündigte ihren Job als Verkäuferin und entschied, Byron zu ihrem neuen Zuhause zu machen, wo sie für den Rest des Jahres in ihrem Van lebte.

    In 2019 erlebte Tones bisher ein gewaltiges Durchbruch-Jahr, beginnend mit ihrer Debüt-Single „Johnny Run Away“, die am 1. März veröffentlicht wurde.

    Unterstützt vom „Unearthed“-Programm von Australiens führendem Radiosender triple j und einem beispiellosen Support durch die wichtigsten Moderatoren des Senders, entwickelte sich der Track dort schnell zum meistgespielten Song und hielt diese Position für zwei aufeinanderfolgende Wochen.

    Wenig später nahmen Radiosender rund um die Welt „Johnny Run Away“ ins Programm auf, das in Australien derweil Platin-Status erlangte und bis auf #12 der offiziellen Single-Charts kletterte.

    Die zweite Veröffentlichung „Dance Monkey“ knüpfte nahtlos an den Erfolg des Vorgängers an. Der Song lief bei triple j auf High Rotation, wurde weltweit von Radiosendern gespielt, galoppierte in die Top 10 der australischen Single-Charts, auf #1 der Shazam Charts und hat Gold-Status in Australien. Zusammengenommen haben „Johnny Run Away“ und „Dance Monkey“ mehrere zehn Millionen Streams angehäuft und täglich kommen über 1 Million hinzu.

    Kürzlich brach Tones den Rekord als größter Opening Act in der Geschichte von Splendour In The Grass: zu ihrem Mittags-Set kamen nicht weniger als 20.000 Zuschauer. Wenig verwunderlich, dass auch ihre von triple j präsentierte National EP Tour binnen Tagen ausverkauft war.

    mehr
  • Kuenstler vorgestellt Die beiden Musiker Bobo und Herzfeld verschreiben sich ganz dem Geist der Romantik
Bobo und Herzfeld praesentierten Liederseelen
Bobo und Herzfeld auf den Pfaden deutscher Dichtung
Bobo und Sebastian Herzfeld mit Liederseelen
Album Liederseelen
    auf den Pfaden deutscher Dichtung
    Künstler vorgestellt: Die beiden Musiker Bobo und Herzfeld verschreiben sich ganz dem Geist der Romantik

    Waren es auf dem Vorgängeralbum "Lieder und Liebe und Tod" vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschreiben sich die beiden Musiker nun ganz dem Geist der Romantik, denn hier finden sie ihre spirituelle Heimat.

    Ein Lebensgefühl, das im Wandel der Zeiten in seinem Wesen doch dasselbe geblieben ist. Und so trägt Bobo die Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph v. Eichendorff auf den Flügeln ihres klaren und kraftvollen Gesanges in unsere heutige Zeit.Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte

    Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und Metallinstrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen Liederseelen. Denn jedes Lied hat eine Seele. Und sie wird manchmal, irgendwann, wieder geboren.

    Die Seelen der Lieder wandern, sie tragen schwer, sie gründen tief und erheben sich doch zuletzt. Ihnen haben sich Bobo und Herzfeld an die Fersen geheftet und nähern sich ihren Sehnsuchtsgründen auf völlig eigenständige Weise.

    Dabei klingen ihre Vertonungen so bekannt und vertraut, als seien sie in den Gedichten schon seit jeher verankert. Sie stellen sich den starken Gemütsempfindungen, geben der Sinnlichkeit nach und erfinden neu, ganz wie die Poeten, deren Texten sie sich gewidmet haben.

    Ihrer musikalischen Umsetzung haftet ein Zauber der Zeitlosigkeit an. Indem sie dem Klang der Worte lauschen, reflektieren und entwickeln sie eine berührende und intensive musikalische Poesie.

    Herzfeld gestaltet sein Instrumentarium, insbesondere das Klavier, mit phantasievollen Präparationen immer wieder neu. Bobos klare und aufrichtige Stimme trägt die Melodien, denen es gelingt, Altbekanntes, Vertrautes zu finden, und Neues, Unentdecktes als Ahnung, als Schwingung hörbar zu machen.

    So können sie es sogar riskieren, das wundersam schwere "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von Friedrich Rückert, das wir als Lied von Gustav Mahler kennen, neu zu vertonen. Und das Wagnis gelingt in aller Schlichtheit.

    Bobo und Herzfeld erwecken die Lieder und Texte zu neuem Leben, geben ihnen ihre Magie zurück, lassen sie schwingen. Uns schenken sie eine Ahnung von Tiefe. Wir wollen lauschen.

    Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Chorälen und Liedern der Romantik auf, bevor sie Singer/ Songwriter, Bands und ihre eigene Leidenschaft für das Singen entdeckte.

    Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Gitarren Pop bald bekannt wurde.

    Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt.

    In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke zu ihren musikalischen Ursprüngen schlägt.

    Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenenJazz Bands. Später studierte er an Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass.

    Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnliche Rhythmen.

    Im Laufe der Jahre wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater - und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des "Neuen Theater" und als Gast an vielen Theatern Deutschlands, ua. des Berliner Ensembles, komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seinem unverwechselbaren Sound auf dem präparierten Klavier, das er oft gleichzeitig zum Harmonium spielt, geprägt sind.

    Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt "Lieder von Liebe und Tod" entwickelte,

    bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, wofür sie 2008 den Deutschen
    Weltmusikpreis bekamen.

    UWE KERKAU

     

     

    mehr