Das Lifestyle Magazin: Lebensart, Kunst, Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz

DIE MISSWAHL

Die Welt feiert die schönsten Frauen aller Länder

Alles beginnt wie immer – die Welt feiert die schönsten Frauen aller Länder und die ausschließlich männlich besetzte Jury bewertet deren Auftritte in Abendkleidern und Badeanzügen.

Doch dann gelingt es einer kleinen Gruppe von Frauen mit einer spektakulären Aktion, die überholten Geschlechterklischees von der Showbühne zu fegen.

Diesem Ereignis, das um die Welt ging, setzt Regisseurin Philippa Lowthorpe ein Zeichen – mit starken Frauen vor und hinter der Kamera.

Kurzinhalt

London, 1970: Sally Alexander (Keira Knightley) hat es satt, als Frau ständig benachteiligt zu werden. Insbesondere der alljährliche „Miss World“-Wettbewerb steht für sie sinnbildlich für ein veraltetes Frauenbild.

Zusammen mit der rebellischen Jo Robinson (Jessie Buckley) will sie die Öffentlichkeit auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam machen.

Unterdessen reisen die Teilnehmerinnen der bevorstehenden Misswahl an und bereiten sich auf das TV-Ereignis des Jahres vor – 100 Millionen Zuschauer werden zu der von Komiker Bop Hope (Greg Kinnear) moderierten Show weltweit an ihren Fernsehgeräten erwartet.

Während Außenseiterin Miss Grenada (Gugu Mbatha-Raw) und ihre Konkurrentinnen das Posieren in Badeanzügen üben, schmiedet die „Women’s Liberation Movement“ um Sally und Jo einen Plan, der die Welt endlich wachrütteln soll …

Pressenotiz

Basierend auf den wahren Ereignissen um die Wahl zur „Miss World“ 1970 inszeniert Regisseurin Philippa Lowthorpe, die für „Call the Midwife – Ruf des Lebens“ als erste Frau mit einem BAFTA in der Kategorie Fernsehen ausgezeichnet wurde, ein wahrhaft rebellisches Kinoereignis.

Keira Knightley („Official Secrets“), Gugu Mbatha-Raw („The Morning Show“) und Jessie Buckley („Judy“, „Wild Rose“) überzeugen als drei höchst unterschiedliche Frauen, die jeweils auf ganz individuelle Weise versuchen, aus dem Korsett veralteter Strukturen auszubrechen.

In ihren Rollen noch dem alten Leben verhaftet sind Greg Kinnear („House of Cards“) als US-Komiker Bob Hope und Rhys Ifans („Snowden“) als Manager der Miss-Show, Eric Morley.

Deren Ehefrauen fechten unterdessen ihre eigenen Kämpfe aus und sind glänzend besetzt mit Keeley Hawes („Bodyguard“) als Julia Morley und Lesley Manville („Der seidene Faden“) als Dolores Hope.

Das Drehbuch über die Misswahl von 1970, die ganz nebenbei auch die westlichen Schönheitsideale auf den Kopf stellen sollte, schrieb Rebecca Frayn („The Lady – Ein geteiltes Herz“). 

Kinostart am 11. Juni 2020

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  • GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV
  • |
  • 19.02.2020

Aktuelles - Marketing News

  • Fehler muessen möglich sein, sagt Karolin Hewelt
    Fehler beim Pitchen
    Das Thema Pitch erhitzt regelmäßig die Gemüter

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über einen Streit, zum Thema Pitchen.

    Lieber Herr Böhmer,

    das Thema Pitch erhitzt ebenso regelmäßig wie zuverlässig die Gemüter. Donna Heizer hat sich mehr als 20 Jahre in nationalen wie internationalen Agenturen ums Neugeschäft gekümmert. Sie sagt: Agenturen gehen Pitches oft falsch an.

    Heizer erntet damit umgehend Widerspruch. Die Berliner Kreativagentur Rckt - in Persona von Co-Gründerin und Geschäftsführerin Karolin Hewelt hält Heizers Empfehlungen für eine "gefährliche Botschaft an die Branche".

    Wesentlich weniger diskursiv ist da der neue Weg von Kühne. Der Mittelständler hat sich den Social-Publisher Visual Statements an Bord geholt, um Gurkenklassiker und neue Produkte besser bei den Millennials vor allem an die Frau bringen zu können.

    Eine durchaus interessante Aufgabe für Benedikt Böckenförde, CEO und Founder von Visual Statements, und sein Team.

    Wie Kühne und andere Marken gerade via Facebook und Instagram die Herzen der umworbenen Millennials aka Generation Y erobern können, erfahren die Besucher der Munich Marketing Week aus erster Hand. Böckenförde ist einer der hochkarätigen Speaker bei der #WUVMMW20.

    Schönes Wochenende wünscht

    Holger Schellkopf

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  • Kevin Tewe Geschaeftsfuehrer von All In meint das man mit Tiktok ueber Nacht zum Star werden kann
    Teenie-Sternchen werden
    Mit Tiktok über Nacht zum Star werden?

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, weiß nun wie man über Nacht zum Star wird.

    Lieber Herr Böhmer,

    über Nacht zum Star werden – geben Sie es zu, davon haben auch Sie schon mal geträumt. Das ist jetzt angeblich problemlos möglich. Mit Tiktok, wie unser Gastautor berichtet (W&V+).

    Denn Tiktok ist eher content- als personengetrieben. Wer es mit seinem Kurzvideo auf die Trendseite schafft, dem winken Aufrufzahlen in Millionenhöhe. Auch wenn man vorher noch keine große Reichweite hatte.

    Wer es also schafft, mit tollen Inhalten zu unterhalten, wird vielleicht von heute auf morgen zum Teenie-Sternchen.

    Wenn Sie bei Tiktok noch Berührungsängste haben, sei es aus Nutzer- oder aus Werbersicht, dann können Sie sich ab April an Thomas Wlazik wenden.

    Der ehemalige Google-Manager wechselt zu dem chinesischen App-Anbieter und soll in Berlin das deutsche Vermarktungsteam aufbauen.

    Auch Christian Senger baut ein neues Team auf. Eine Software-Abteilung für den Volkswagenkonzern. Die wird voraussichtlich bedeutend größer als der Tiktok-Vertrieb.

    10.000 Mitarbeiter sollen bis 2025 für VW entwickeln, kündigte der Markenvorstand Volkswagen Pkw Digital Car & Services an . Dass der Konzern sich zur Software-Company transformieren will, hat vor allem enorme Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle des Konzerns:

    Wenn ein VW-Vorstand, wie bei der heutigen Ankündigung, von "Magic Moments" und "coolem Zeug" redet, mag das im ersten Moment verdächtig nach Anbiederung klingen. Es zeigt aber auch, dass sich im Konzern etwas bewegt.

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

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  • wie kriege ich Traffic auf meine App
    Gewinnspiele bleiben das Lebenselixier von Apps

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über eine Osteraktion von McDonald’s, und stellt die Frage, brauch man diese App?

    Lieber Herr Böhmer,

    wie kriege ich Traffic auf meine App? Diese Frage treibt viele Unternehmen um. Offenbar auch McDonald’s.

    Weil Nutzwert relativ und wirklich relevanter Content rar ist, versuchen viele Marken mit Rabatten, Coupons und Gewinnspielen nicht nur auf die Startseite der Smartphones zu kommen.

    Sondern eben auch zu verhindern, dass die App als digitaler Grabstein auf den Endgeräten endet, bevor sie irgendwann wieder runtergeschmissen wird.

    Jetzt hat McDonald’s eine Osteraktion gestartet. Handbemalte Sneakers, Apple-Geräte, Erlebnis-Schnickschnack von Jochen Schweizer und weitere bunte Gewinn-Überraschungen halten den Zeitraum bis Ende März frisch. Warum? Eben: Damit Traffic auf die App kommt.

    Über zehn Millionen Mal ist die McDonald’s-App bislang installiert worden. Das heißt aber noch lange nichts. Manche haben sie vielleicht schon wieder entsorgt. Andere haben sie vergessen.

    Und einige fragen sich: Was soll ich damit? Okay, man kann damit digital bestellen. Aber: Warum sollte ich? Und: Ja, man kann damit mobil bezahlen.

    Aber dazu brauche ich keine McDonald’s-App. Ach ja: Ich kann auch meine Lieblingsessen als Favoriten speichern. Gähn… Fazit: Nur der Preis zählt. Sprich, die Lockmittel Coupons & Co.

    Die Crux der meisten Apps bleibt: Es gibt keinen triftigen Grund, sie permanent zu benutzen. Außer, ich bekomme was geschenkt oder habe einen dauerhaften Nutzen.

    Wie gesagt: Preisaktionen und Gewinnspiele bleiben das Lebenselixier von Apps. Bis mal jemand eine wirklich gute Idee haben sollte…

    Übrigens: Preisaktionen sind zwar gut für den Absatz, aber nicht gerade gut für das Branding. Dass Aldi ab 27. Februar das iPhone 7 zum Spezialpreis verkauft , dürfte der Premiummarke aus Cupertino gar nicht gefallen.

    Zumal es sich erstens um ein älteres Modell und zweitens gar nicht um Neuware handelt. Die Dinger sind nämlich generalüberholt.

    Einen schönen Abend wünscht

    Ihr Rolf Schröter

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Wer oder was ist dieser Unsichtbare Ist er echt Ist er ein Hirngespinst oder Kranke Fantasie
    DER UNSICHTBARE
    Auch das Unsichtbare kann eine tödliche Bedrohung sein

    Auch das Unsichtbare kann eine tödliche Bedrohung für dich sein. Inspiriert von Universals Horrorklassiker spielt Emmy-Preisträgerin Elisabeth Moss (WIR, The Handmaid's Tale: Der Report der Magd, Top of the Lake) die Hauptrolle in einer atemberaubend gruseligen, modernen Version von DER UNSICHTBARE.

    Cecilia Kass (Elisabeth Moss) fühlt sich in der von Gewalt geprägten Beziehung mit einem wohlhabenden und genialen Wissenschaftler gefangen.

    Um sich vor ihrem kontrollsüchtigen Partner zu verstecken, flieht sie mitten in der Nacht, mit Hilfe ihrer Schwester (Harriet Dyer, The InBetween), ihres Kindheitsfreundes (Aldis Hodge, Straight Outta Compton) und seiner Teenager-Tochter (Storm Reid, Euphoria).

    Als ihr handgreiflicher Ex (Oliver Jackson-Cohen, The Haunting of Hill House) Selbstmord begeht und ihr einen erheblichen Teil seines großen Vermögens hinterlässt, befürchtet Cecilia, er habe seinen Tod inszeniert.

    Tatsächlich beginnt anschließend eine Serie unheimlicher Zufälle mit tödlichem Ausgang, deren Ziel ihre am meisten geliebten Menschen sind.

    Verzweifelt versucht Cecilia nun zu beweisen, dass sie von etwas gejagt wird, das niemand sehen kann. Ein Kampf, der sie zunehmend an den Rand des Wahnsinns treibt. 

    Jason Blum, Meister des zeitgenössischen Horror-Genres, produzierte DER UNSICHTBARE für seine mittlerweile legendäre Produktionsgesellschaft Blumhouse Productions.

    Als Drehbuchautor, Regisseur und ausführender Produzent ist Leigh Whannell verantwortlich, der zum Original-Team der Schöpfer des Saw-Franchise gehört. Zu seinen weiteren Regiearbeiten zählen die Filme Upgrade und Insidious: Chapter 3.

    Außerdem ist Kylie du Fresne (Upgrade, The Sapphires) als Produzentin für die Produktionsgesellschaft Goalpost Pictures für den Film verantwortlich.

    Ausführende Produzenten sind Leigh Whannell, Beatriz Sequeira, Charles Layton, Rosemary Blight, Ben Grant, Couper Samuelson und Jeanette Volturno.

    DER UNSICHTBARE ist eine Co-Produktion der australischen Produktionsgesellschaft Goalpost Pictures und Blumhouse Productions, in Zusammenarbeit mit Nervous Tick für Universal Pictures.

    Besetzung: Elisabeth Moss, Aldis Hodge, Storm Reid, Harriet Dyer, Oliver Jackson-Cohen

    Regie: Leigh Whannell

    Produzenten: Jason Blum, Kylie du Fresne

    Kinostart: 27. Februar 2020

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  • Am 6. August kommt mit DRACHENREITER ein fantastisches Animations-Abenteuer in die deutschen Kinos
    DRACHENREITER
    Eine magische Reise um die halbe Welt mit dem DRACHENREITER

    Silberdrache Lung, Koboldmädchen Schwefelfell und Waisenjunge Ben begeben sich auf eine magische Reise um die halbe Welt, die sie eng zusammenschweißen wird: Am 6. August 2020 bringt Constantin Film Tomer Esheds Animationsfilm DRACHENREITER in die Kinos.

    Erzählt wird die spannende Suche des außergewöhnlichen Trios nach dem sagenumwobenen „Saum des Himmels“, dem letzten Zufluchtsort der Drachen. Ein magisches Abenteuer über Mut, Selbstvertrauen, Zuversicht und den Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft.

    Der junge Silberdrache Lung hat es satt, sich ständig im Dschungel verstecken zu müssen. Er möchte der älteren Generation unbedingt beweisen, dass er ein richtiger Drache ist.

    Als die Menschen kurz davorstehen, auch noch den letzten Rückzugsort seiner Familie zu zerstören, begibt sich Lung zusammen mit Koboldmädchen Schwefelfell heimlich auf eine abenteuerliche Reise.

    Er möchte den „Saum des Himmels“ finden, den geheimnisvollen Zufluchtsort der Drachen. Auf ihrer Suche begegnen Lung und Schwefelfell Ben, einem Waisenjungen und Streuner, der sich als Drachenreiter ausgibt.

    Während sich Ben und Lung schnell anfreunden, wird Schwefelfell zunehmend misstrauischer und versucht, den Waisenjungen bei jeder Gelegenheit loszuwerden. Doch das ungleiche Trio muss lernen, an einem Strang zu ziehen, denn sie werden von Nesselbrand verfolgt.

    Das bösartige, drachenfressende Monster hat es darauf abgesehen, alle Drachen der Erde aufzuspüren und zu vernichten…

    Regisseur Tomer Eshed gibt mit DRACHENREITER sein Spielfilmdebüt. Für die aufwendig animierte Abenteuerreise, inspiriert vom weltweiten Bestseller der Romanautorin Cornelia Funke, konnten viele prominente Synchronsprecher gewonnen werden.

    So leihen die beiden YouTube-Stars Julien Bam und Dagi Bee dem Drachen Lung und Koboldmädchen Schwefelfell ihre Stimmen, als Waisenjunge Ben ist Popsänger Mike Singer zu hören.

    Mit Rick Kavanian als Nesselbrand, Axel Stein als Kiesbart und Kaya Yanar als Deebak sind weitere Schlüsselrollen perfekt besetzt.

    DRACHENREITER ist eine Produktion der Constantin Film von Christoph Müller und Oliver Berben in Co-Produktion mit Cyborn BV (Ives Agemans) und Rise Pictures (Sven Pannicke, Ulrich Schwarz), in Zusammenarbeit mit Lumatic Animation. Executive Producer ist Martin Moszkowicz. Der Film wurde gefördert vom DFFF, FFF Bayern, FFA, MBB und Screen Flanders. 

    Synchronsprecher: Dagi Bee, Julien Bam, Mike Singer, Rick Kavanian, Axel Stein und Kaya Yanar, uvm.
    Regie: Tomer Eshed
    Drehbuch: Johnny Smith
    Kamera: Olaf Aue
    Executive Producer: Martin Moszkowicz
    Produzenten: Christoph Müller, Oliver Berben
    Co-Produzenten: Ives Agemans, Sven Pannicke, Ulrich Schwarz
    In Zusammenarbeit mit Lumatic Animation

    Kinostart: 6. August 2020 im Verleih der Constantin Film

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  • Vier junge Gewaltstraftaeter treffen auf drei kampflustige Hunde
    DIE RÜDEN im Kino
    Ein dystopisches Experiment mit reinem Testosteron

    DIE RÜDEN feierte seine Weltpremiere bei den Hofer Filmtagen 2019 und galt als einer der meistdiskutierten Filme des Festivals. Das Konzept stammt von der Hundetrainerin Nadin Matthews.

    Filmemacherin Connie Walther, mehrfache Grimmepreisträgerin, wagt in ihrem dritten Kinofilm ein dystopisches Experiment mit reinem Testosteron:  

    In einer unterirdischen Betonarena werden vier junge Gewaltstraftäter mit drei hochaggressiven Hunden und einer angstfreien Frau konfrontiert. Bereit zu kämpfen gegen den Kreislauf der Gewalt und gegen hilflose Institutionen stellt sich die Hundetrainerin Lu ihren eigenen Zweifel an der Erlösung vom Bösen und lotet dabei die Grenzen der Männlichkeit sorgsam aus.

    DIE RÜDEN ist eine eindrückliche Reise zum Mittelpunkt der Menschlichkeit.

    DIE RÜDEN führt ins Herz einer Finsternis, die heute mit toxischer Maskulinität umschrieben wird. Und leuchtet es aus: In einer Arena aus dunklem, vernarbtem Beton treffen vier junge Gewaltstraftäter auf drei kampflustige Hunde mit metallenen Maulkörben.

    Testosteron pur also, wäre da nicht Lu, die angstfreie, hochkonzentrierte Hundetrainerin, die sich der Herausforderung stellt, Feuer mit Feuer zu löschen. Lu siedelt ihr, so riskantes wie von den Strafvollzugs-Autoritäten misstrauisch überwachtes, Projekt jenseits der Fragen nach Täter und Opfer, Schuld und Sühne an.

    Sie lässt sich ein, auf das Unaussprechliche, das Unkontrollierbare und das Ungewisse, in das es führt. Die Täter, die Tiere, sie selbst.

    So wird sie zur Provokation und ihr Ansatz zum Sprengsatz für ein System, das noch immer glaubt, man könne Gut und Böse wirklich auseinander sortieren. 

    Lu lotet auch die Grenzen der Männlichkeit aus. Am Abgrund von Aggression, Gewalt und Uneinsichtigkeit wird die männliche zur menschlichen Grenze.

    Und deren Überwindung zu einem Thema für uns alle: Die Zornigen wie die Zaghaften, die Handelnden wie die Verdrängenden, vor allem aber: Männer wie Frauen. 

    Pressestimmen

    "Bei den Hofer Filmtagen gibt es einen überragenden Film, in dem gefährliche Hunde und gefährliche Männer aufeinander losgelassen werden: „Die Rüden“…Connie Walther hat, nach 20 Fernsehdienstjahren, den bemerkenswertesten Film ihrer Karriere gedreht. Man tut sich sogar schwer, überhaupt einen vergleichbaren Film zu finden."  - Die Welt

    "Reales und Fiktion vermischt auch die Grimme-Preisträgerin Connie Walther in ihrem nahezu plotfreien Konzeptfilm "Die Rüden". Sie lässt darin eine echte Hundetrainerin, echte junge Gewaltverbrecher und echte unvermittelbare Hunde eine kühle, artifizielle Therapiewoche über Aggressionen bei verhaltensauffälligen Menschen und Tieren durchleben - als Spielfilm. Nadin Matthews in der Hauptrolle ist eine Entdeckung, die Dystopie geht unter die Haut wie ein Pitbull-Biss."  - Süddeutsche Zeitung

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Runterkommen und zu sich finden im Bayerischen Wald – zahlreiche Wanderwege starten direkt beim Hotel Bodenmaiser Hof
    Fit und achtsam in den Frühling
    Der Aufenthalt im Wald weckt Begeisterung im Frühling

    Zu sich finden. Allein der Aufenthalt im Wald weckt Begeisterung und wirkt zugleich beruhigend – deshalb ist der japanische Trend „Shinrin-Yoku“, auf Deutsch Waldbaden, derzeit so beliebt.

    Für Bodenmaiser-Hof-Gäste bietet Trainerin Annette Bernjus die stressabbauenden Ausflüge als exklusive Touren im Nationalpark Bayerischer Wald an.

    Sie animiert die Teilnehmer im Rahmen der Gehmeditationen dazu, sich auf ihre Sinne zu konzentrieren: Beispielsweise atmen sie bewusst den Duft einer Baumrinde ein oder lauschen dem Rauschen der Blätter im Wind.

    Das Arrangement Frühlingserwachen ist zwischen 15. März und 14. Juni 2020 buchbar. Es umfasst 4 Übernachtungen, 3 Wellnessanwendungen und kostet ab 561 €/Pers./HP im DZ.

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  • Das Wellnessangebot LenzWoche des Bodenmaiser Hofs richtet sich an die Best Ager
    Wellnessangebot LenzWoche
    Neue Energie für den Frühling tanken im Bodenmaiser Hof

    Mit den Guides im 4-Sterne-Superior-Hotel Bodenmaiser Hof erkunden Junggebliebene die bayerische Nationalparkregion auf die sanfte Tour. Abstand vom Alltag. Wer neue Energie für den Frühling tanken und nicht nur dem Geist, sondern auch dem Körper etwas Gutes tun möchte, nutzt das kostenlose Fit- und Vitalprogramm im Bodenmaiser Hof.

    Unter Anleitung der hoteleigenen Sport-Guides geht’s auf leichte Wandertouren, zum Nordic Walken oder per E-Bike in die umliegende Natur.

    Alternativ helfen Wassergymnastik, Rückenfit oder Faszientraining dabei, wieder in Form zu kommen. Für Ruhesuchende gibt es einen Feng-Shui-Badeteich sowie großen Energiekristall.

    Ein Lavendel-Salz-Peeling sorgt zusätzlich für Entspannung. Die LenzWoche (15. März bis 24. April 2020) enthält oben genannte Leistungen sowie 7 Übernachtungen/HP und ist ab 669 €/Pers. im DZ buchbar.

    Weitere Auskünfte

    Hotel Bodenmaiser Hof    Rißlochweg 4    D-94249 Bodenmais

    Fon +49 9924 954-0    info@bodenmaiser-hof.de 

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  • Traditionell fischen auf dem Inle-See/Myanmar
    Ruhe, Geduld und ein geschärftes Auge
    Augen auf - Kreative Fotoreise nach Myanmar

    Behutsames Reisen, das nicht nur den Blick fürs eigene Ich, sondern auch für die Welt rundherum schärft und neue Einsichten bereithält – das ist der Markenkern von Indigourlaub. Auf diese Philosophie bauen sämtliche Programme des österreichischen Spezialveranstalters für Yoga-, Ayurveda- und Meditationsreisen auf.

    Bei der Kreativ-Reise Myanmar mit anderen Augen sehen, begleitet durch einen professionellen Fotografen, steht die Kraft der Bilder im Vordergrund. Gäste lernen dabei vor allem, den richtigen Moment abzuwarten. Denn für ein gelungenes Bild braucht es Ruhe, Geduld und ein geschärftes Auge.

    Zudem entwickeln Teilnehmer die Sensibilität, wie sie sich Menschen aus fernen Kulturen wertschätzend annähern.

    Der Besuch eines buddhistischen Zentrums, eines Straßenkinderprojekts und eine Bootsfahrt auf dem Inle-See gehören ebenso zum Programm wie die klassischen Sightseeing-Spots, etwa die goldenen Pagoden von Yangon oder Mandalay.

    12 Ü/F im DZ sind ab 1.990 €/Pers. inkl. Transfers und Inlandsflüge buchbar (6. bis 18. Nov. 2020). Infos, Katalogbestellung und Buchung unter Fon +43 732 272810 (Ö), +49 8621 9024140 (D)

    Myanmar aus verschiedenen Blickwinkeln. Neben der Fotoreise Myanmar mit anderen Augen sehen hält Indigourlaub noch weitere Angebote im ehemaligen Burma bereit.

    Bei der Rundreise Spirituelles Myanmar praktizieren Teilnehmer beispielsweise frühmorgens mit Einheimischen Tai Chi im Park oder treffen buddhistische Mönche und Nonnen im Kloster Mahasi.

    Diese erklären ihnen Techniken und Methoden des Meditierens, die gleich vor Ort ausprobiert werden dürfen. Der Besuch der Pilgerstätte „Golden Rock“ steht ebenfalls auf dem Programm. 9 Ü/F inkl. Transfers, Inlandsflüge und diversen Mahlzeiten kosten ab 1.490 €/Pers. im DZ, die Termine sind individuell buchbar.

    Weitere Auskünfte, Katalogbestellung und Buchung

    Indigourlaub GmbH    Ecklweg 4    A-4040 Linz/Österreich  

    Fon +43 732 272810 (Ö)    +49 8621 9024140 (D)    office@indigourlaub.com 

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Das neue konzipierte Restaurant Raw & Grill des Hotel Cort in Palma offeriert jetzt mehr vegetarische und vegane Optionen
Grillgerichte mit echtem Holzkohle-Aroma stehen neben rohen Koestlichkeiten auf der Karte des neu konzipierten Restaurants Raw & Grill im Hotel Cort in Mallorcas Hauptstadt
    Zu „Raw“ kommt „Grill“
    Zunehmendes Bedürfnis nach vegetarischen und veganen Speisen

    Kulinarisches Spiel der Gegensätze im Hotel Cort auf Mallorca: Das neu konzipierte Restaurant Raw & Grill in Palma hält für jeden Geschmack etwas bereit.

    Zur bisherigen Raw Bar mit rohen Köstlichkeiten – von Carpaccio über Tatar bis hin zu Ceviche – gesellen sich ab sofort Barbecue-Spezialitäten mit echtem Holzkohle-Aroma.

    Dafür hat das Designhotel am Rathausplatz der Balearen-Hauptstadt eigens einen Indoor-Profigrill installiert.

    Auf den Rost kommt neben Fisch und Fleisch auch Vegetarisches und Veganes, bestellt wird à la carte. Die Speisen im Raw & Grill werden täglich von 8 bis 24 Uhr serviert.

    Erst 2018 ging die Raw Bar des Hotel Cort in Palma an den Start, dennoch hat das Restaurant jüngst den Kurs geändert. „Wir wollten den Erfolg des Raw-Konzepts mit neuen Möglichkeiten kombinieren“, erklärt Sven Rasch.

    Die Gerichte aus rohen Zutaten seien immer gut angekommen, aber oft Fleisch und Fisch im Vordergrund gestanden. „Nun tragen wir auch dem zunehmenden Bedürfnis nach vegetarischen und veganen Speisen Rechnung“, so der Hoteldirektor.

    Auf der neuen Speisekarte erkennen Gäste dank Unterteilung in „Land“, „Sea“ und „Farm“ auf den ersten Blick, um welches Produkt es sich handelt. „Das soll für mehr Stringenz sorgen.“

    Die zündende Idee dazu entstand im Januar vor knapp einem Jahr: Zum Festtag von San Sebastián, Schutzpatron von Palma, veranstaltete das Hotel Cort ein mallorquinisches BBQ auf der Terrasse.

    „Die Gäste waren so begeistert, dass wir weiter daran gefeilt haben“, sagt der 47-Jährige. Schließlich habe man mit dem Profigrill der katalanischen Firma Josper eine ideale Lösung gefunden.

    Dieser ist leicht und schnell bedienbar, die Gerichte erhalten ein echtes Holzkohle-Aroma und „einen besonderen Touch“, wie Rasch versichert. Das Angebot der Raw Bar bleibt erhalten, zudem gibt es täglich wechselnde Empfehlungen des Küchenchefs.

    „Egal ob vegan oder nicht – alles ist lecker und soll Appetit auf mehr machen“, verspricht der deutsche Hoteldirektor, der seit nahezu 20 Jahren auf der Baleareninsel lebt.

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  • Fisch aus den Gewaessern der Mecklenburgischen Seenplatte frisch auf den Tisch
    gefangen und geräuchert
    Kulturelle und kulinarische Genüsse in der Mecklenburgischen Seenplatte

    In der Mecklenburgischen Seenplatte finden sich 150 Häfen oder Anlegestege. Landgänge führen durch Fachwerkstädte, zu Gutshäusern und Schlössern. Waren ist mit 21.000 Einwohnern größter Ort an der Müritz.

    Die Altstadt mit zwei Backsteinkirchen und quirliger Promenade zählt zu den beliebten Anlaufpunkten für Bootsreisende. Wer auf der Schlossinsel von Mirow anlegt, freut sich auf den Besuch in Barockschloss und Drei-Königinnen-Palais.

    Dort wuchs die Herzogin zu Mecklenburg Sophie Charlotte im 18. Jahrhundert auf. Die Heirat mit König Georg III. machte sie später zur Königin von England. In Neustrelitz wird der Hafen von zahlreichen alten Speichergebäuden umringt.

    Die spätbarocke Anlage der ehemaligen herzoglichen Residenzstadt gilt zudem in Nord- und Mitteleuropa als einmalig.

    Tipp: Fast überall im Land der 1000 Seen gibt es rustikale Fischerhöfe, wo gefangen und geräuchert wird – ideal für den Mittagsimbiss oder einen frischen Fisch aus der eigenen Bordküche.

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  • Die Redaktions-Kueche der GFDK hat natuerlich eigene Vorschlaege
Wie waere es mit einem Kaiserschmarrn als Dessert
    Die Karten werden neu gemischt
    An die Töpfe, fertig, los heißt es für die Profiköche beim Wettbewerb Koch des Jahres

    Die Karten werden neu gemischt – der renommierte Live-Wettbewerb Koch des Jahres startet in die sechste Runde. Ab sofort können sich Profiköche aus der D-A-CH-Region und Südtirol für das erste Vorfinale bewerben, das am 18. Mai 2020 in Stuttgart stattfinden wird.

    Es erwarten die BewerberInnen neue Challenges, die ihr fachliches Können und ihre Kreativität auf die Probe stellen werden. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020.

    Die kulinarische Reise beginnt – den Anfang macht die schwäbische Hauptstadt 

    Neue Talente, neue Challenges, neue Orte, neues Design – die neue Auflage Koch des Jahres beginnt und es wird spannend! In insgesamt drei Vorfinalen über den Zeitraum von zwei Jahren sucht das renommierte Live-Format den Koch des Jahres 2021.

    Unterstützt wird der Wettbewerb von bekannten Koryphäen wie Torsten Michel (Schwarzwaldstube***, Baiersbronn), Nils Henkel (Schwarzenstein**, Geisenheim-Johannisberg), Clemens Rambichler (Sonnora***, Dreis) oder Andreas Krolik (LaFleur**, Frankfurt), die unter der Schirmherrschaft der Dreisternelegende Dieter Müller ihre Expertise als Juroren zur Verfügung stellen.

    Der Startschuss für die neue Auflage fällt in der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart. Dort findet am 18. Mai 2020 in der Exometa Phoenixhalle im Römerkastell das erste Vorfinale statt. Auch der Termin für das zweite Vorfinale steht bereits – dieses ist für den 16. November 2020 angesetzt.

    BewerberInnen gesucht! Wer sind die Pioniere und Sterneköche von morgen?

    Für das 1. Vorfinale können sich ab sofort alle Kochprofis aus der D-A-CH-Region und Südtirol bewerben, die ihr Talent unter Beweis stellen und sich einen Namen machen wollen.

    Eine Entscheidung, die für die Talente einen großen Karrieresprung bedeutet, mit dem sie in die Fußstapfen bekannter Kochgrößen wie Sebastian Frank (Horvath**, Berlin), Christian Sturm-Willms (Yunico*, Bonn) und Tristan Brandt (Opus V**, Mannheim) treten werden.

    Der Bewerbungsprozess verläuft in zwei Schritten. Nachdem man sich unverbindlich über das Onlineformular auf www.kochdesjahres.de  für ein Vorfinale angemeldet hat, gilt es ein eigens für den Wettbewerb entwickeltes Drei-Gang-Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) mit Rezept einzureichen.

    Der Wareneinsatz darf dabei pro Menü einen Wert von 16 €/30 CHF nicht überschreiten. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020. 

    Besondere Herausforderung für die Bewerber – Die Challenges

    Für jedes Vorfinale gibt es bestimmte Challenges, die bei der Menükreation zu berücksichtigen sind. Diese schaffen eine Leitlinie für die Menüs und ermöglichen eine bessere Vergleichbarkeit der Leistungen.

    Die Challenges für das 1. Vorfinale sind:

    Vorspeise: weißer Spargel | Austern | Hippo Tops

    Hauptgang: vegetarisch (auch vegan möglich)

    Dessert: Rhabarber | Buchweizen | CARANOA Valrhona

    Wer es letztendlich in das erste Vorfinale geschafft hat, wird Anfang April mitgeteilt. Für die sechs Auserkorenen heißt es dann Mitte Mai in Stuttgart „An die Töpfe, fertig, los“,  wenn sie mit ihrem Menü den mit namhaften Sterneköchen besetzten Jurytisch überzeugen müssen. 

    Mehr Austausch und Gemeinschaft

    Neben dem Live-Wettbewerb sollen in dieser Auflage auch Workshops und Podiumsdiskussionen mit in den Vordergrund rücken.

    Damit möchte Veranstalterin Nuria Roig mehr Impulse liefern und den gegenseitigen Austausch fördern. „Wir wollen unsere Plattform dafür nutzen, die Gastronomiebranche voranzutreiben und ich bin überzeugt, dass uns dies nur in Gemeinschaft gelingen wird.“

    Hintergrundinformationen über den Wettbewerb

    Als Live-Wettbewerb mit umfassendem Rahmenprogramm ist das Networking-Event Koch des Jahres eine Ideenschmiede für neue Konzepte, die die Gastronomie-Branche bewegen. Veranstalter ist die spanische Unternehmensgruppe Grupo Caterdata S.L. mit Sitz in Barcelona (ES) und Freiburg (DE).

    Der Wettbewerb richtet sich an Profi-Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. In drei Vorfinalen kürt eine Jury internationaler Spitzengastronomen je zwei Finalisten.

    Die Teilnehmer müssen innerhalb von sieben Stunden (Sonntag: 2 Stunden Mise en Place, Montag: 5 Stunden Wettbewerbszeit) ein Dreigang-Menü für 7 Personen mit einem Warenwert von max. 16€ pro Person präsentieren.

    Im Oktober 2021 treten die jeweils sechs Finalisten auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga in Köln gegeneinander an, um den prestigeträchtigen Titel Koch des Jahres, Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro sowie zahlreiche durch die Sponsoren vergebenen Sonderpreise zu gewinnen.

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Originelle Einladungen mit Wimpelkette
Schoene Fotokarten von unvergesslichen Tagen
Ob zu einer Party oder einer Einladung zur Heirat, einen Geburtstag oder Jubilaeum eine persoenliche Karte gehoert dazu
Glueckwunschkarten fuer besondere Meilensteine im Leben
    Karten für Familie oder Freunde
    Persönliche Karten zu jedem Anlass

    Karten verschicken

    Sie finden es altmodisch im Zeitalter der Digitalisierung eine Karte zu verschicken? Gerade in Zeiten von WhatsApp und E-Mail ist es auch mal schön eine persönliche Karte zu bekommen! Man freut sich, wenn man unerwartet eine Karte empfängt.

    Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem langen anstrengenden Arbeitstag nach Hause und finden einen Umschlag im Briefkasten. Sie öffnen den Umschlag und finden eine fröhliche Karte mit lieben Worten. Dann freut sich doch jeder, oder?

    Zu welchem Anlass eine Karte schicken?

    Vielleicht fragen Sie sich, zu welchem Anlass Sie eine Karte schicken sollten. Wir glauben nicht, dass es immer einen Geburtstag oder einen Feiertag geben muss, um jemandem eine persönliche Nachricht zu schicken. Es gibt auch andere Gründe jemandem mit einer persönlichen Karte zu überraschen. Wir haben verschiedene Momente für Sie gesammelt, an denen Sie eine Karte verschicken können.

    Fotokarte verschicken

    Haben Sie vor Kurzem zusammen mit Freunden oder Familie einen Ausflug gemacht? Schicken Sie eine Karte mit schönen Bildern des Ausfluges. Bei Kaartje2go können Sie ganz einfach Fotokarten mit verschiedenen Rahmen, fröhlichen Figuren und Ihren schönsten Fotos erstellen. Auf diese Weise wird Ihr Ausflug noch lange in Erinnerung bleiben.

    Familie oder Freunde im Ausland eine Karte schicken

    Wenn ein Familienmitglied oder eine Freundin auf der anderen Seite des Landes oder sogar im Ausland wohnt, freuen sie sich gelegentlich von Ihnen zu hören. Schicken Sie eine fröhliche Karte und lassen Sie sie wissen, dass Sie sie nicht vergessen haben.

    Sie können auch vorschlagen, sich mal wieder zu treffen und ein paar Termine vorschlagen. Oder organisieren Sie ein Familientreffen mit der ganzen Familie. Das wird ein unvergesslicher Tag.

    Einladungskarten verschicken

    Natürlich gibt es auch besondere Momente, die gefeiert werden sollen! Ob sie heiraten, einen Geburtstag oder Jubiläum feiern oder in Rente gehen, es gibt immer einen Grund für eine Party. Laden Sie Ihre Gäste mit einer originellen und persönlichen Einladungskarte ein, denn die Party beginnt mit der Einladung! Kaartje2go hat Karten für jeden Anlass. Sind Sie zum Beispiel gerade umgezogen? Organisieren Sie eine Einweihungsparty, damit Ihre Freunde und Familie Ihre neue Wohnung sehen können.

    Glückwunschkarte verschicken

    Im Leben gibt es besondere Meilensteine: Eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder einen runden Geburtstag. Gratulieren Sie Ihren Freunden oder Ihrer Familie mit einer schönen Glückwunschkarte Schreiben Sie ein paar nette Worte, die von Herzen kommen, und überraschen Sie sie mit einer Karte. Dies ist eine nette Geste.

    Karte gestalten

    Bei Kaartje2go können Sie auf unterhaltsame Weise eine einzigartige Karte gestalten. Schauen Sie sich die Vorlagen an und wählen Sie eine Karte die zu Ihnen passt. Personalisieren Sie die Karte mit Ihrem eigenen Foto, Ihren eigenen Text oder schönen Abbildungen.

    Probieren Sie es aus. Es gibt viele Möglichkeiten! Sogar der Hintergrund ist anpassbar. Die Vorlagen können auf viele Arten angepasst werden, damit Sie die Karte ganz nach Ihrem Geschmack gestalten können.

    Nachdem Sie die Karte gestaltet haben, wählen Sie das Format und, ob Sie die Karte zu Hause empfangen möchten oder direkt an die Empfänger verschicken möchten. Möchten Sie die Karte erst selbst in der Hand halten, bevor Sie eine größere Auflage bestellen? Bestellen Sie dann einen gratis Probedruck! Wenn Sie Karten vor 14 Uhr bestellen, werden sie noch am selben Tag gedruckt und zur Post gebracht.

    Eine Karte verschicken, die im Gedächtnis bleibt

    Es gibt unzählige Gründe jemanden eine Karte zu schicken. Bei Kaartje2go gestalten Sie im Handumdrehen Ihre persönliche Karte. Versuchen Sie es direkt! An wen schicken Sie eine Karte?

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  • Auch unser Marketing Mops-Huendchen Adele freut sich ueber eine Geburtstagskarte
Adeles erster Geburtstag
    Die richtigen Worte finden
    Post und Ansichtskarten - Worte reisen um die Welt

    Schreiben Sie auch noch Post- und Ansichtskarten im Zeitalter der Digitalisierung? Ich muss zugeben, dass ich ein Postkartenfetischist bin. Weihnachten, Ostern, Geburtstage - zu jedem Anlaß schreibe ich Gruß-Postkarten, die ich oft nicht mal versenden muß. Auch an meine Frau und sogar mein Mops-Hündchen Adele bekommt jedes Jahr zu ihrem Geburtstag eine liebevolle Karte geschrieben.

    Das Vergnügen fängt schon bei der Auswahl der Karte an. Motiv und der richtige Slogan zum Anlaß müssen gefunden werden und dafür braucht man Zeit. Zeit, die man sich unbedingt nehmen sollte. Die Auswahl an schönen, sogar kunstvoll gestalteten Karten ist schier unbegrenzt und das Beste ist, jede Karte erzählt eine kleine Geschichte. Vor sehr vielen Jahren habe ich angefangen, diese Karten zu sammeln. Wer hat mir geschrieben, warum und was.

    Erinnerungsstücke für das ganze Leben

    Mittlerweile kann ich in den Karten wie in einem Buch lesen und erfreue mich darüber, was man mir vor 15 Jahren so alles geschrieben hat. Die Postkarte wird so zum Zeitzeugnis des eigenen Lebens, das der Freunde und Familie.

    Die richtigen Worte finden

    Das Wort, zumal das Geschriebene, hat ein großes Gewicht. Es kann Freude aber auch Betroffenheit auslösen. Schöne Worte zum Geburtstag, zur Hochzeit, zum bestandenen Abitur sowie zur Geburt eines Kindes lassen sich für uns leicht finden.

    Seine Freude über das Ereignis mit anderen teilen fällt nicht schwer. Anders sieht es aus, wenn man eine Trauerkarte verschicken muß, weil ein guter Freund, ein Familienmitglied verstorben ist. Wie die Familie, die Freunde trösten, das fällt schwer und ist niemals einfach.

    Glückwünsche nicht per sms oder email versenden

    Auch im Zeitalter der Digitalisierung sollte man Glückwünsche nicht per sms oder email versenden, wenn einem der Empfänger etwas wert ist. Die sms und email wird gelöscht, während die schöne Karte, ein Erinnerungsstück und Andenken für ein ganzes Leben bleiben kann, wenn man sie in Liebe aufbewahrt.

    Meine Botschaft lautet: rücken Sie in dieser Zeit der großen Verunsicherung wieder näher zusammen. Schreiben Sie den Menschen, die Ihnen etwas Wert sind wieder mehr. Es muß ja nicht eine Karte sein. Ein Brief wäre sogar noch schöner.

    Back to the Roots

    Zukunftsforscher wie Matthias Horx sieht einen neuen Trend zur Achtsamkeit. Es gehe darum, dass das Grundrauschen an Informationen über die digitalen Kanäle noch lauter geworden sei. Die Leute wollen dieses abstellen und suchen nach der Stille, die man wieder genießen möchte. Ein Trend zum Rückzug, zur Selbstbesinnung und Spiritualität und der Suche nach dem eigenen Glück.

    Die Menschen suchen wieder nach Orientierung und Entschleunigung. Karsten Binke, der Verlagsleiter der Zeitschrift "Happinez" erklärt den Erfolg seines Blattes wie folgt: "Sie suchen nach Wegen ihrem Leben mehr Bedeutung, mehr Sinn zu geben. Mehr Balance, mehr Dinge und Momente, die etwas bedeuten, mehr Spiritualität, kurzum mehr Glück."

    Die Rückbesinnung auf alte Werte, auch wieder Briefe und Karten schreiben, ist auch eine Rückbesinnung zu einem bewußteren Lebensstil. Heute gibt es einige Unternehmen, die es sogar ermöglichen Postkarten, Briefdrucksachen, Einladungskarten, Fotokalender, Fotogrußkarten und vieles mehr, selber zu designen, um einen ganz persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Das selber Gestalten und Entwerfen hilft auch der Seele beim baumeln.

    Das kleine Einmaleins der Postkarte

    Der Siegeszug der Postkarte begann 1861, nachdem in den USA erstmalig der Versand privater Karten zugelassen wurde. Schon ab 1878 konnte man Post - und Ansichtskarten in die meisten Länder der Welt verschicken. Vorausgegangen war, dass 1840 in England die erste Briefmarke erschienen ist.

    In Deutschland sprach man zunächst von der Korrespondenz-Karte, die 1870 vom preußischen Ministerpräsident und Kanzler des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck per Verordnung eingeführt wurde.

    Zum Massenkommunikationsmedium wurde die Postkarte leider erst in kriegerischen Auseinandersetzungen. Soldaten schrieben ihren Liebsten von der Front. 1870/71 wurden in Deutschland 10 Millionen Feldpost/ Korrespondenzkarten in die Heimat verschickt. 1875 wurde die Postkarte zur Weltpostkarte, die nun in 21 Ländern zugelassen wurde.

    Worte reisen um die Welt

    Von da an war der Siegeszug der wenigen herzlichen Worte, die um die Welt reisten, nicht mehr aufzuhalten. Der Höhepunkt wurde im damaligen Westdeutschland 1954 mit 920 Millionen versendeten Post/Ansichtskarten erreicht.

    Seit Anfang 2000 ist der Postkartenversand bedingt durch die Digitalisierung stark gefallen. Von 1997 bis 2007 ist die Anzahl der versendeten Postkarten um 75% zurückgegangen. Das liegt nicht nur an der Schreibfaulheit im angesicht von 140 Twitterzeichen. Die neuen Kommunikationsmittel bieten eine schnellere Übertragung der Nachricht, besser wird sie dadurch nicht. Und es fehlt an einer individuelle Note.

    Bleiben Sie gesund.

    Gottfried Böhmer

     

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  • Die Kulturgeschichte um unsere Haare hat einen langen Bart 4000 Jahre Haarpflege von der Antike bis heute sind auch eine kulturellen Revolution
    Die Kulturgeschichte der Haare
    Haare, 4000 Jahre Kult und Symbol der kulturellen Revolution

    Wer sich sich die Frage stellt, was uns Männlein wie Weiblein unsere Haare bedeuten, muß sich nur eine Zahl anschauen, um die Frage zu beantworten. Die Firma Wella, der Hersteller von Haarpflegeprodukten und Friseurbedarf, wurde von Procter & Gamble 2015 an die deutsche Milliardärsfamilie Reimann für 12 Milliarden Dollar verkauft.

    Wer sich diese Summe mal vor Augen hält, weiß was uns unsere Haarpracht wert ist, und Wella ist längst nicht der einzige Anbieter von Haarpflegeprodukten.

    Ich wurde gefragt, warum sind Haare so wichtig, und welche Rolle spielen Haare bei Frauen und Männern, und wie pflegte man damals und heute seine Haare richtig und wie geht man mit Haarausfall um. Das eine vorweg, die Geschichte um unsere Haare hat einen langen Bart.

    Die Geschichte der Haare - Die Ägypter

    Das Streben der Menschen nach Schönheit hat sich schon seit Menschengedenken auch in seiner Haarpracht gezeigt. Schon die alten Ägypter um 3000 v. Ch. haben viel wert darauf gelegt, sich mit ihren Haaren zu schmücken und geschickt Farben einzusetzen und es gab schon damals viele Farbtöne.

    Auch der gealterte Ramses II  benutzte regelmäßig Farbtöne, um sein graues Haar zu verjüngern und ältere Menschen trugen schon zu dieser Zeit Perücken. Auch die alten Ägypter mußten sich also mit dem Haarausfall herumschlagen.

    Gewaschen haben die alten Ägypter ihr Haar und ihre Perücken regelmäßig. Das taten sie mit einer Mischung von Wasser und Zitrussäften, dadurch wurde das Haar glatt und glänzend. Auch Mandelöl als Conditioner nach der Haarwäsche gehörte schon dazu. Um das Haar zu formen, benutzten die Ägypter Fett aus Bienenwachs.

    Die Lieblingsfarbe seiner Zeit war Schwarz oder Rotorange. Schon um 4000 v. Ch. war Henna die populärste Farbe: sie kreiert orangene oder rote Haartöne. Die Hennapflanze (Lawsonia inermis) wuchs an den Ufern des Nils und bot sich von daher regelrecht an. Nach dem Jahr 1500 v. Ch. fingen die Ägypter an, Perücken und bunte Haarfarben wie Blau, Rot und Grün zu tragen.

    Die Griechen - Säule und Basis der westlichen Kultur

    Nach den Ägyptern zwangen die Griechen der Antike ihren Haarstil, der bis dahin bekannten Welt auf. Die griechische Zivilisation, die später das Römische Reich erbte und weiter führte, war die Säule und Basis der westlichen Kultur bis ins 19. Jahrhundert.

    Die verheirateten griechischen Frauen trugen lange Haare in Zöpfen als Zeichen ihres Ehestatus und das Schneiden von Haaren und der Frisurenstil zeigten den sozialen Status auf. Im antiken Griechenland entstanden auch die ersten Friseurgeschäfte, diese wurden aber zunächst nur von Männern frequentiert, um Gespräche über Philosophie, Politik und öffentliche Themen zu führen.

    In dieser Zeit kam auch der Haarschmuck voll zur Geltung und die Griechen parfümierten ihre Köpfe mit Mandelöl, Blumen, aromatischen Düften und Gewürzen. Da der größte Teil der Bevölkerung schwarze Haare hatte, die Lieblingsfarbe der Griechen aber Blond war, nutzten sie eine Mischung aus der Safran Blume, um diesen Ton zu gewinnen.

    Die Römer machten die Haare zum Status

    Nach den Griechen kamen die Römer. Die Römer gaben ihrem Aussehen und ihrem Haar eine besondere Bedeutung. Die Frisuren der Römer bezeichneten den gesellschaftlichen Status, das Alter, die politische und religiöse Stellung oder auch ihre Ansichten. Spätestens jetzt wurden Haare zum Status.

    Mit dem Sieg über Griechenland brachte Rom die ganze griechischen Kultur unter ihren Einfluss, ohne sie zu zerstören. Auch die Sitte von den rasierten Haaren mit Hilfe von Barbieren wurde von den Römern übernommen. Glatzen waren bei den Römern nicht erwünscht, weil es als Zeichen physischen Mangels galt. Nur der große Feldherr Julius Caesar verdeckte seine Glatze nicht.

    Der griechische Einfluss brachte die Tradition der Barbiere und Friseurgeschäfte auch nach Rom. Und so jammerte schon Plinius der Ältere: “ Wie monoton und langweilig die Zeit ist, die die römischen Frauen diesen endlosen Friseur-Sessionen widmen...“ Davon können die Männer auch heute noch ein Lied singen.

    Auch Haarglätteisen kannten die Römer schon und die Perücken waren hauptsätzlich aus menschlichem Haar gefertigt, die blonden Haare kamen von germanischen Sklaven und die schwarzen aus Indien, Wasserstoffperoxid wurde als Bleichmittel eingesetzt. Den römischen Patrizier Frauen und Männern hat es, was ihre Haarpracht angeht, an nichts gemangelt.

    Das Haar war zu allen Zeiten das Symbol von Kraft, Gesundheit und Autorität. Die Art und Weise wie wir unser Haar schneiden, binden und kämmen, spiegelte schon immer den gesellschaftlichen und sozialen Status wider. Haare sind wie ein Symbol ihrer Zeit.

    Nach der Niederlage der Römer ging es bergab

    Nach der Niederlage der Römer war es mit der Haarpracht und den Bärten zunächst nicht vorbei. Bis zum 5. Jahrhundert herrschten erst mal die Germanen und diesen war ihre Haarpracht äußerst wichtig. Die Merowinger Könige trugen sehr langes und lockiges Haar. König Chlodio V hatte sogar den Spitznahmen “Le chevelu“ (langes Haar), weil er das längste Haar von allen seinen Vorfahren hatte.

    Ab dem 5. Jahrhundert bestimmte nun die Kirche, lange Haare waren verpönt und man sollte sie auch nicht mehr zeigen. Und Bärte galten als barbarisch. Im 10. Jh. fing die Katholische Kirche an Edikte gegen lange Haare auch bei Männern zu verhängen. Bärte und langes Haar wurden als Symbol des Heidentums (der Germanen) gebrandmarkt und auch der Perücke ging es an den Kragen.

    „Die Frau, die eine Perücke trägt, begeht eine Todsünde“

    Der heilige Bernhard von Clairvaux, erster Konsul von Konstantinopel, sagte: "dass die Perücke eine Beleidigung gegenüber Gott ist". Und Clemens von Alexandria sagte, "dass derjenige, der eine Perücke trägt während er den Segen in der Kirche bekommt, daran denken muss, dass der Segen in der Perücke stecken bleibe und nicht zu den Träger kommen wird".

    Der Aufbruch in eine neue Zeit - Befreiungsschlag aus Frankreich

    Eine Explosion von Extravaganz für Haare und Perücken und Freiheit brachte das 18 Jahrhundert. Es begann die Zeit der großen Eleganz. Eine neue soziale Ordnung wurde hergestellt, die bürgerliche Gesellschaft vertrieb den Adel und drängte die Kirche in ihre Grenzen. Eine starke Bourgeoisie, die Wissenschaft und neue reiche Menschen, die nun zu Wohlstand kamen, eroberten die Welt.

    Das neue Bürgertum imitierte die Kleidung und die Frisuren des Adels. Das Tragen von Perücken war sehr populär und verbreitete sich in ganz Europa. Ludwig XIV hatte 40 Perückenmacher, die für ihn in Versailles Perücken herstellten.

    Auch die Frauen trugen nun Perücken und anhand der Verarbeitung konnte man schon wie in grauer Vorzeit erkennen, welchen Beruf diese Person ausübt oder welchen gesellschaftlichen Status diese Person hat. Die Barbiere sattelten um und wurden Perückenmacher.

    Die Klasse ohne “Edeltum“ versuchte nach der Französischen Revolution die Sitten des Adels zu übernehmen, aber der Luxus und die Protzerei waren bald unerwünscht. Die neue Gesellschaft nahm wieder den Stil der Antike und der griechischen Ästhetik auf. Die neuen Denkarten veränderten auch die Frisuren. Die Frauen verzichteten wie die Männer nun auf Perücken und trugen ihre Haare wieder ganz natürlich.

    Das 19. Jh. ein großer Wurf für die Haarpflege 

    Die höchste Autorität war nicht mehr der Verstand, sondern die individuelle Phantasie. Das zeigte sich auch bei den Haaren, diese waren ungekämmt, trocken, ohne künstliche Mittel oder sonstige Zutaten. Das sollte der Ausdruck des individuellen Freiheitsgefühls sein. Man wollte die Vergangenheit und seine Uniformität ablegen. Es begann das große Zeitalter der Dichter und Denker, die wir heute sehr vermissen.

    Ab Mitte des Jahrhunderts ging es in eine ganz andere Richtung. Eliza Rossana Gilbert, eine bekannte Tänzerin und Kurtisane am Hof Ludwig I von Bayern, die er später zur Gräfin machte, veröffentlichte 1858 ihr Buch “Die Kunst der Schönheit oder die Geheimnisse der Damentoilette mit Hinweisen für Herren zur Kunst des Erstaunens“.

    Ab 1860 kamen Locken und welliges Haar groß in Mode. Nachts trugen die Damen Lockenwickler aus Metall, um die Form der Locken zu erhalten. 1872 präsentierte der französische Friseur Marcel Grateau seinen patentierten Haarlockenstab.

    Die Kanadierin Martha Matilda Harper entwickelte das erste Konzept eines modernen Schönheitssalon. Das Motto war “Gesundheit ist Schönheit“. Sie entwickelte ein eigenes Shampoo für das Waschen von Haaren. “Harper Salon" wurde ein Welterfolg.

    Sie gründete Schönheitsschulen, die sie “Harpers Methode“ nannte und bildete Manager und Betreiber ihrer Salons aus. Bis zum Ende des 19 Jahrhunderts gab es mehr als 200 Harper Salons in Amerika und seit 1920 mehr als 500 auch viele in Europa und in Deutschland.

    William Procter, ein britische Kerzenmacher gründete mit seinem Schwiegersohn James Gamble 1837 den Seifenhersteller Procter & Gamble, der heute zu den größten Konsumgüter-Konzernen der Welt gehört. 1901 gründete King C. Gillette das Weltunternehmen Gillette, das 2005 von Procter & Gamble für 57 Milliarden US-Dollar gekauft wurde.

    Und 1890 entwickelte Alexandre Godefroy in seinem Salon in Paris die erste Maschine fürs Haareföhnen. 1903 brachte die Firma Schwarzkopf das erste Haarwaschpulver auf den Markt, und der Barbierberuf erlebte eine neue Blüte. Insgesamt war das ein spannendes 19. Jahrhundert, auch für die Haare und Haarpflege.

    Das 20. Jahrhundert veränderte die Welt

    Von 1901 bis zum Jahr 2000 änderten sich ständig die Stiltransformationen für Haare. Mit dem Aufkommen des Films, des Kinos bestimmten erstmals die Schauspieler wie man seine Haare trägt und was in Mode ist. Sie diktierten die Trends, die Frisuren und die Kleidung.

    Das neue Jahrhundert begann gleich mit einer wichtigen Erfindung. Der Deutsche Karl Nessler (später Charles Nestle) erfand 1905 die erste Methode für das dauerhafte Haarlocken. Nun war es auch Frauen mit glattem oder dünnen Haaren möglich mit einem Lockenkopf aufzutreten.

    Die Revolution bei den Frisuren kam aber erst nach dem Ersten Weltkrieg. Frauen trugen nun kurze, oft wellige Haare, als Symbol für ihre Freiheit und gewonnener Unabhängigkeit, die sie von alten  gesellschaftlichen Strukturen befreite. Die Männer hatten nun glatt rasierte Gesichter und kurze Haare. Ein gutes Beispiel lieferten Rudolph Valentino und Fred Astaire bei den Männern, Mary Pickford und Alice Day bei den Frauen.

    Zwischen 1920-1930 kamen zwei technologische Neuheiten hinzu. Der erste Hand-Haar-Föhn und die von dem Schweizer Eugene Suter und dem Spanier Isidoro Calvete erfundene Maschine für die Dauerwellen. 1938 erfand Arnold F. Willat die "kalte Welle". Den Haar Mode Stil der 30 und 40er Jahre sieht man am besten, wenn man sich Fotos von Marlene Dietrich, Sir Lawrence Olivier, Jean Harlow und Clark Gable anschaut.

    Nach dem zweitem Weltkrieg, ab den 50er Jahren, begann eine Zeit des großen Umbruchs. Von nun an bestimmte die Jugendkultur bis in unsere Tage, was man trägt und wie die Frisur aussieht. Erlaubt war, was gefällt. Die alte prallte mit voller Wucht auf die neue Welt. Die Jugendidole waren die Beatles und James Dean. Ihre Frisuren wurden millionenfach kopiert und zeigte die großen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen auf. Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren.

    Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren

    Bei den Frauen waren Marilyn Monroe und Gina Lollobrigida die schönsten Frauen der Welt, die neuen Vorbilder. Und dann kam Elvis Presley mit seine Koteletten und nach hinten gekämmten Haaren und Millionen von Männern auf der ganzen Welt eiferten ihm nach und wollten auch so aussehen.

    Es sollte noch schlimmer kommen. Eine Mode- und Stilrevolution kam auf die Bühne, die unter dem Motto “verboten ist zu verbieten“ und “Macht der Phantasie“ die Werte, Moral und Ethik der vorigen Generationen vom Tisch haute. Die Eltern und Großeltern verstanden die Welt nicht mehr. Eine neue kulturelle Bewegung bahnte sich ihren Weg.

    Hippies, Liberale, Pazifisten und die Gegner des Vietnam-Kriegs formierten sich unter dem Motto “Frieden und Liebe“ und das wurde zu ihrer Philosophie. Twiggy das englische “Supermodel“ präsentierte einen neuen Frisurenstil und trug ganz kurze Haare, und die Rockoper des Musical Hair verkörperte ihren Protest durch den Afro Look der Hippie Frisuren. Die Haare waren die ausschlaggebende Hauptform des Protestes gegen die traditionellen Werte der Vorkriegs-Generation.

    Und so zog sich das durch die 70er, 80er und 90er Jahre. Haare als Stilmittel, Protest und Weltanschauung. Lange Haare, Bob-Frisuren und lange Bärte, Rasterlocken wie Bob Marley bis hin zu den Punks, den Skinheads und dem Yuppy Stil. Allen gemein war eine Reaktion auf gesellschaftliche Werte, die man ablehnte oder beführwortete.

    Ende der 80er Anfang der 90er war es damit vorbei. Die Stilrichtungen waren zu populär geworden, die gesellschaftliche Macht und Boschaften verloren sich in der alltäglichen Mode, die politische Nachricht ging verloren. Nur Kurt Cobain setzte noch einmal ein Zeichen mit seinen klebrig, schlampig und ungewaschenen Haaren, die er als seinen Protest gegen gesellschaftliche Positionen, die er ablehnte, einsetzte.

    Das 21. Jahrhundert hat bis heute nichts neues gebracht. Alles ist stromlinienförmig geworden, jeder trägt seine Haare wie es ihm bzw. ihr gefällt. Alle Farben sind erlaubt und sogar die Glatze ist kein Manko, sondern ein Sexsymbol. Die jungen Männer haben den Bart wiederentdeckt und somit findet sich bald an jeder Ecke nicht nur ein Frisör sondern auch ein Barber-Shop. Eine Botschaft ist nicht zu erkennen und auch keine einheitlichen Werte, außer Karriere machen und schnell viel Geld verdienen.

    Sie kennen doch den Spruch "Erzähl das deinem Frisör"

    Es gibt ja den Spruch, wenn man etwas nicht hören will, "erzähl das doch deinem Frisör".  So, jetzt haben sie eine Geschichte auf Lager, die sogar ihren Frisör begeistern könnte. Wissen hat ja noch nie Schaden angerichtet. Wenn wir uns die Geschichte nun vor Augen halten, können wir feststellen, dass sich der Kult um unsere Haare in 4000 Jahren nicht verändert hat.

    Alles Gute

    Gottfried Böhmer

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • Marie Reim ist schon im Karriere-Hamsterrad
    Die Betonung liegt auf soll
    Wie viel PR darf sein? Michelle soll ihrer Tochter den Freund ausgespannt haben

    David Rölleke ist ein erfolgreicher PR - Manager und baut genau solche Kampagnen für seine Kunden auf. Nur sollte auch PR seine Grenzen haben. Klappern gehört zum Handwerk, so läuft es nun mal in der Branche, man kann also ruhig mal dosiert übertreiben, um mehr mediales Interesse zu wecken, nur liegt hier die Betonung auf dosiert.

    Am vergangenen Mittwoch saß David Rölleke bundesweit im TV, als in genau dieser Sendung über den Fall Michelle und Ihre Tochter berichtet wurde.

    Sofort stellen die Moderatoren die Verbindung zu der Single von ihrer Tochter her, welche bereits auf Facebook angekündigt wird und der Verdacht liegt sehr nahe, dass der Bekanntgabezeitpunkt dieser Nachricht kein Zufall ist.

    Doch: um welchen Preis muss man Aufmerksamkeit haben und welche Aufmerksamkeit ist gut und welche schädlich? Und wann ist gar eine Grenze überschritten?

    In diesem Fall ist es für Marie Reim laut Rölleke schädlich. Es ist sowieso schon schwer, in die Fußstapfen Ihrer Mutter zu treten, jetzt wird man ihre erste Single egal wie diese ankommt immer mit der Mutter in Verbindung bringen, die den Freund Ihrer Tochter verführte, egal ob dem so ist, oder nicht.

    Schlechter könnte ein Karrierestart nicht verlaufen. Weiterhin kommt es nach außen nun so rüber, als würde Marie die CDs aus Mitleid verkaufen und schon ist sie in einer Opfer-Rolle und da kommt sie nur sehr schwer raus.

    Es würde einen nicht wundern, wenn in 6 Monaten die nächste Single rauskommen würde und dann gehen kurz vor dem Erscheinen die Pressemeldungen „Ich habe sehr stark unter dem Erfolg meiner Eltern gelitten“ herum und schon ist man im Karriere-Hamsterrad gefangen.

    Keine Frage: Michelle und Matthias Reim sind gestandene Größen in der deutschen Musikbranche, nur sollte man Marie die gleiche Möglichkeit geben, sich frei zu entwickeln.

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  • Mit Demokratie haben Wahlen in Deutschland nichts mehr zu tun
    politische Kriegserklärung
    CDU, Linkes und Grünes Wahlprogramm für die AfD

    Der Rücktritt von Thomas Kemmerich wird keineswegs die Probleme lösen, die wie ein Vulkan unter der Oberfläche brodeln. Im Gegenteil, all die Stimmen der Empörung, sind ein Wahlprogramm für die AfD. Die politische Kriegserklärung an die AfD, aber auch an viele Bürger wird der CDU, der SPD, den Grünen und auch der Linken zum Verhängnis werden.

    Und NEIN, Thüringen ist kein Beben mehr, sondern die Bankrotterklärung der Demokratie.  Was hier geschieht, betrifft uns alle. Es ist kein Thema der CDU/CSU, kein Thema der AfD, kein Thema von Wahlen, es ist ein Thema der Demokratie und aller Bürger und Bürgerinnen.

    Es geht nicht um die AfD oder den Rechtspopulismus. Es geht darum, dass eine politische Gruppe sich erdreistet, weil die Wahlen in Thüringen nicht so gelaufen sind wie erwünscht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um dieses Ergebnis rückgängig zu machen. Das ist nicht nur ein Angriff auf die Demokratie, es ist eine Kriegserklärung den eigenen Bürgern gegenüber.

    Deutschlands Bürger werden von den Linken und Grünen nicht nur erpresst, sondern auch in geiselhaft genommen, als Steuerzahler gemolken, als Bürger zunehmend entmündigt, ihnen wird auch täglich die Dämonisierung der AfD untergejubelt. Sie grenzen jene aus, die sich der AfD zugewendet haben.

    Diese Wähler werden vom Rest der Gesellschaft ausgegrenzt, bekämpft, beschimpft und malträtiert, wie man es nie in diesem Lande für möglich gehalten hätte. Kein Pakt mit Faschist*innen brüllen sie allerorten.

    Jacques Schuster von "Welt-Online" sieht es ganz richtig, wenn er schreibt: Ramelow hat einen Preis für Heuchelei verdient. Ramelow und seinen Hilfstruppen, bei den Grünen und der SPD geht es nicht um Demokratie, sondern ausschließlich um ihre Macht.

    Ritter der Republik?

    Jacques Schuster schrieb weiter: "Thüringens linker Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow lässt nichts unversucht, um doch noch zurück ins Amt zu kommen. Unbekümmert frönt er seinem Egoismus und schwingt dabei skrupellos die Faschismuskeule. Der Freistaat hat besseres verdient." Bodo Ramelow schwingt sich zum Ritter der Republik auf, um sein kleines Bundesland aus den Fängen der Hakenkreuzspinne zu befreien".

    Keine Stimme für Bodo Ramelow – sonst ist die CDU tot, schrieb Ulf Poschardt Chefredakteur von "Welt-Online" -  Die Thüringen-CDU hat sich zur Marionette rot-rot-grüner Machtambitionen und Medienaktivisten gemacht, die die Mitte nach links verschieben wollen.

    Das moralisch politische Kriegsrecht über Deutschland wurde ausgerufen und man versteckt sich hinter Moral und Wertvorstellungen und alle melden sich moralisierend zu Wort. Allerdings sehen sie die Moral nur auf iher Seite.

    Aber wie: Das schauen wir uns einmal an

    Man achte auf die Sprache dieser lupernreinen Demokraten: Als das Wahlergebnis verkündet wurde, hat die Chefin der Linksfraktion im Thüringer Landtag Susanne Hennig-Wellsow, eine „tiefe Verachtung“ gegen Kemmerich empfunden.

    Ihre Aktion mit dem Blumenstrauß bereue sie daher „keine Sekunde“. Das sagte sie in der Sendung von „Markus Lanz“. Sie würde die Blumen wieder werfen. Sogar die FAZ überschlug sich vor Begeisterung, als die Fraktionsvorsitzende der früheren SED in Thüringen dem neu gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich die Blumen vor die Füße warf.

    Dreist fordert nun Susanne Hennig-Wellsow die CDU auf, bereits im ersten Wahlgang für Ramelow zu stimmen. Es ist schon bemerkenswert, eine Linke-Politikerin empfindet für einen frei gewählten Ministerpräsidenten "tiefe Verachtung". Das sagt alles über deren Demokratie-Verständnis.

    Wenn die keinen an der Klasche hat, wer dann?

    Susanne Hennig-Wellsow hatte noch einen TV-Auftritt und erklärte darin, wie die gefährliche Taktik der rechten AFD aussieht: Übertriebene Freundlichkeit, wie etwa die Einladung zum Kaffee von AFD Abgeordneten hält sie für eine perfide Strategie der Rechten. Also Vorsicht liebe Leute, wer zu Euch freundlich ist, und zum Kaffee einlädt, ist wahrscheinlich ein NAZI.

    Hetzjagd der Linken und Grünen

    Die Hasser sitzen so wie es aussieht bei den Linken und den Grünen, und weniger in der AfD. Timon Dzienus vom Bundesvorstand der Grünen Jugend schrieb auf Twitter: „Als nächstes sind #Kemmerich, #Mohring & #Lindner fällig. Vorher geben wir keine Ruhe! #NieWieder #Thüringen.“

    Deutschlandweit wurden FDP-Büros nach der Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringer Regierungschef mit Parolen beschmiert. Einrichtungen der Partei wurden im gesamten Bundesgebiet zum Ziel von Angriffen. Thomas Kemmerich steht nun unter Personenschutz.

    Nicht viel besser verhält sich die CDU

    Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok hat die Werteunion als „Krebsgeschwür" bezeichnet. So etwas muss man von vorne herein mit aller Rücksichtslosigkeit bekämpfen, damit ein solches Krebsgeschwür nicht in die Partei hineinkriechen kann.“ Elmar Brok hat keine Berufsausbildung.

    Er hat weder einen Beruf erlernt, noch ein Studium abgeschlossen. Er ist Berufspolitiker und korrumpierter Lobbyist. Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim bezeichnete Broks Wirken mehrmals als „legale Korruption“. Daneben hat sich Elmar fast 40 Jahre, vom Volk gesponsert, durch Straßburger und Brüsseler Lokale durchgearbeitet. PROST

    Das Ergebnis folgte zugleich, Drohungen gegen die Mitglieder der Werteunion: Ralf Höcker legt alle seine politischen Ämter nieder und tritt als Sprecher der konservativen Werte-Union zurück. Als Grund nannte Höcker massive Anfeindungen und Bedrohungen.

    AfD-Gesindel

    Auch Friedrich Merz der so gerne Bundeskanzler werden will, sucht sein Heil indem er auf die AfD und ihre Wähler eindricht. Die AfD hat empört auf die Äußerung von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz reagiert, der die Partei als „Gesindel“ bezeichnet hatte.

    „Die Abwertung der AfD und ihrer Wähler als ‘Gesindel’ durch Friedrich Merz ist völlig unakzeptabel“, erklärte der AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alexander Gauland am Freitag in Berlin. Es sei „unverantwortlich und fahrlässig, sich gegenüber der politischen Konkurrenz derart im Ton zu vergreifen“, so Gauland.

    Meinungsfreiheit mit Füssen getreten

    Warum die Menschen nicht mehr sagen, was sie wirklich denken, schrieb Prof. Dr. David Stadelmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth auf "Welt-Online" - Eine Mehrheit in der Mitte beteiligt sich nicht am öffentlichen Diskurs, um nicht in eine bestimmte Ecke geschoben zu werden.

    Zuletzt spielt im öffentlichen Diskurs insbesondere die soziale Anerkennung oder Ächtung eine Rolle, die einem Bürger widerfährt, wenn er eine bestimmte Ansicht öffentlich vertritt.

    Hier haben wir ein schönes Beispiel dafür wie die Meinungsfreiheit unterdrückt und mit den Füssen getreten  wird. Der CDU-Fraktionsvize in Sachsen-Anhalt, Lars-Jörn Zimmer, gibt seinen Posten im Vorstand vorerst auf. Er hatte erklärt, eine CDU-Minderheitsregierung sei denkbar. Man könne nicht die 25 Prozent der Wähler, die AfD gewählt haben, einfach ignorieren. Mit Demokratie hat das alles nichts mehr zu tun.

    Gott bewahre uns, wenn Ulf Poschardt Recht behält

    Ulf Poschardt Chefredakteur von "Welt-Online" schreibt: "Überhaupt die Grünen: Deren Kanzlerschaft wird immer wahrscheinlicher, weil sich die bürgerlichen Kräfte im Selbstzerstörungsmodus befinden und die SPD von einer dilettantischen Führung in Richtung Linkspartei geführt wird.

    Bis Kevin Kühnert verstanden hat, dass er auf Twitter keine Wahlen gewinnt, sitzt Robert Habeck schon im Kanzleramt. Grün-Rot-Rot würde das Land an die Wand fahren.

    Es ist höchste Zeit sich zu wehren und aufzubegehren.

    Gottfried Böhmer

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  • Grosse Freude bei der AfD, viele Deutsche sehen sie schon in einer Landes oder sogar Bundesregierung
    Die Risse in der CDU
    AfD in der Landes- oder Bundesregierung, nur eine Frage der Zeit?

    Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten war kein Zufall, wie sich nun rausstellt. Eine andere Frage ist, wie lange kann sich die CDU einer Zusammenarbeit mit der AfD noch verweigern?

    Die Risse in der CDU sind kaum noch zu übersehen. Ich will nicht unken, aber ich gehe davon aus, dass nicht wenige CDU-Abgeordnete heute schon lieber mit der AfD als mit der SPD oder den Grünen regieren wollen.

    Neulich habe ich gelesen: "Angesichts des in der vergangenen Woche geradezu inflationär erhobenen Faschismusvorwurfs müsste man eigentlich darüber nachdenken, die Partei zu verbieten. Die Medien schließen in beispielloser Weise die Reihen gegen die „Wahl der Schande“?

    Richtig so und standhaft bleiben

    Der Vize-Chef der Thüringer CDU-Fraktion Michael Heym hat erklärt, die Stimmen der AfD für den FDP-Ministerpräsidentenkandidaten Thomas Kemmerich einkalkuliert zu haben.

    „Mir war völlig bewusst, dass die AfD für Kemmerich stimmen könnte”, sagt Heym der “Zeit im Osten”. „Dass es nun so gekommen ist, finde ich nicht schlimm.“ Und weiter: „Aus meinem Wahlkreis habe ich Bestätigung erfahren: Richtig so! Standhaft bleiben!“

    Die erregten Reaktionen auf Kemmerichs Wahl hätten ihn nicht überrascht, so Heym. Er kritisiert zugleich die Reaktionen aus der Bundes-CDU: „Wenn sich Frau Merkel aus Südafrika einschaltet und fordert, dass das Ergebnis ‚rückgängig‘ zu machen ist – da habe ich kein Verständnis.“

    Man müsse sich nicht wundern, „wenn sich Leute, die vor 30 Jahren auf die Straße gegangen sind, angewidert von den etablierten Parteien abwenden.“

    Andere wollen aber auch mit der AfD

    Der Streit um den Umgang mit der rechtspopulistischen AfD hat zu einem Zerwürfnis zwischen CDU-Politikern in Sachsen-Anhalt geführt.

    Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Anhalt, der Deutsch-Niederländer Kees de Vries, kündigte laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) seine bisherige Bürogemeinschaft mit dem CDU-Fraktionsvize im Landtag, Lars-Jörn Zimmer. Dieser hatte sich für eine Annäherung an die AfD ausgesprochen.

    Deutsche rechnen mit AfD in Landes- und Bundesregierung

    Trotz aller Abgrenzungen gegen die AfD rechnet fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) damit, dass die Partei in den nächsten zehn Jahren an einer Landes- oder sogar Bundesregierung beteiligt wird. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

    Laut YouGov-Umfrage findet ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) eine Beteiligung der AfD an einer Landesregierung in Ordnung. 19 Prozent hätten auch mit einer Beteiligung der AfD an einer Bundesregierung kein Problem.
    Was sagt die Kanzlerin: Merkel: "Die AfD will die Demokratie kaputtmachen"

    Dazu schrieb Christian Weilmeier: Die AfD will die Demokratie kaputtmachen? Das glaube ich nicht. Die AfD lebt von der Demokratie, von Denkzettel-Wahlen, Parlamentstricksereien, wehleidigem Geschrei im Internet, vom Verklagen und Gerichtsprozessen und vielen schönen Sachen mehr.

    Zu einer Diktatur wäre diese Partei gar nicht fähig, es gibt dafür weder Personal noch eine Mentalität. Also liebe Politiker und Medien entspannt euch endlich.

    Parteienforscher sieht Höcke im Vorteil

    Der Parteienforscher Professor Werner Patzelt glaubt, dass Höcke am Ende des Wahlkampfs mit einem Opferbonus belohnt werden dürfte. Im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart sagte er:

    " Björn Höcke hat die Chance, ein Gewinner zu sein, wenn er sich weiter um ein flaches Profil bemüht und um die Vermeidung von skandalisierungsfähigen Aussagen. Und wenn er seine AfD als diejenige Partei darstellt, die zur Stabilität Thüringens habe beitragen wollen, und die, Alt- oder Systemparteien‘, also diejenigen Parteien, die diese staatspolitisch so wohlmeinende Hilfestellung ausgeschlagen haben.“


    Für den Politologen ist die Union, die derzeit auf schwarz-grüne Bündnisse setzt, auf dem Holzweg. Die Ausgrenzungsstrategie gegenüber der AfD werde nicht funktionieren:

    Die CDU hat sich in eine Sackgasse hineinmanövriert, aus der sie nicht mehr unbeschadet hervorgehen kann. Richtig wäre gewesen, die AfD gar nicht erst groß werden zu lassen, in dem man nicht klassische CDU-Positionen der AfD zur Selbstbedienung überlässt.“

    Was noch: 12.02.2020: Grüne und Linke verhindern über den Bundesrat, dass die Zahl der sicheren Herkunftsstaaten vergrößert wird.

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Kunst - Werk der Woche

  • Martina Ziegler vor einem ihrer Werke
Die Serie der Multiplen Portaits von Martina Ziegler setzt sich  mit der Vielschichtigkeit des Menschen auseinander
Die Kombination aus Malerei, Fotografie und Computerbearbeitung 
Martina Zieglers neue An- und Einsichten weiblicher Portraets
    Die Serie der Multiplen Portaits
    Martina Ziegler thematisiert Frauenbilder aus Kunst und Literatur

    Das Bild des Menschen spiegelt das herrschende Weltbild ebenso wie die Auseinandersetzung mit den inneren Gemütsregungen. In diesem Sinne gibt es wohl kaum ein anderes Motiv, das sich so vielschichtig durch die Jahrhunderte präsentiert. Es ist heute wie zu jeder anderen Zeit gleichermaßen aktuell und wird immer wieder neu erfunden.

    Eng damit verknüpft ist zugleich das Thema der Schönheit, die ebenfalls in unterschiedlichen Zeiten immer wieder anders und neu bewertet wurde, aber stets auch eine große Rolle spielte. In diesem thematischen Umfeld bewegt sich auch Martina Ziegler.

    Die Darstellung von Frauenbildern, auch in der Begegnung mit historischen Hintergründen aus Kunst und Literatur, sind zu ihrem zentralen Thema geworden. Mit jeder neuen Werkgruppe taucht sie tiefer in diese Arbeit ein und entwickelt sie weiter. Dabei geht sie ihren ganz eigenen Weg und schafft neue Einsichten.

    Dies schafft sie auf der soliden Basis feinster Malerei, aber auch mit dem Einsatz neuester technischer Mittel, die jedoch nie zum Selbstzweck werden. Die künstlerische wie menschliche Tiefe, die daraus entsteht, findet der Betrachter in ihren Werken wieder. Auf den ersten Blick sind alle Figuren fast makellos schön und dennoch wirken sie nicht oberflächlich.

    Dort, wo sie aufgelöst und neu zusammengesetzt wurden, ergänzt der Betrachter selbst diese Schönheit als Ganzes. Es umgibt die Figuren zuweilen etwas Gedankenverlorenes oder Mystisches, selten etwas Heiteres. Die Turbanbilder erinnern an die klassische Malerei großer Meister. Sie schafft Bilder von zeitloser Ästhetik und großer Eindringlichkeit.

    Ausgewogene, ebenmäßige Züge und harmonische Farbwirkungen bestimmen die Darstellungen. Gemeinsam ist ihnen eine starke Intensität. Die Figur nimmt Augenkontakt zum Betrachter auf, ohne etwas von sich zu verraten. So wird der Betrachter angeregt, sich selbst mit dem Sujet auseinanderzusetzen und darüberhinaus auch mittels des Bildes in sich selbst hineinzuschauen.

    Die Begegnungen sind szenischer aufgefasst. Sie mixt Zitate und Epochen, inszeniert Fiktives und Bestehendes neu. Immer sind zwei Figuren zu erkennen, wobei sich der Betrachter fragt, ob es wohl zwei Seiten eines einzigen Menschen sind. Es umgibt sie eine eigentümliche Stille, sie treten nicht miteinander in Kontakt und gehören doch unabdingbar zusammen, wie die Licht- und Schattenseiten in unserem Dasein.

    Oft blickt man wie durch einen Schleier auf die Darstellung. Mit wenigen Accessoires gelingt es, die Figuren in eine andere Zeit zu versetzen, z.B. ins 19. Jahrhundert. Die Farbigkeit und Atmosphäre transportieren eine Stimmung, die den Betrachter in diese Zeit hineinversetzt. Sie erzählen Geschichten und regen gleichermaßen wieder zur Innenschau an.

    Künstlerische Ausbildung
    Studium: Freie Kunst / Internationale Fachhochschule für Kunst und Design, Köln
    Praktikum in der Glasmalerei Henseler / Köln, (Restauration von Domfenstern)
    Studium : Visuelle Kommunikation / HSD Hochschule Düsseldorf (Grafik Design, Fotografie, Malerei)
    Abschluss (Akademischer Grad): Diplom Designer
    Art- und Creative Direction (Member of the Board) in internationalen Werbeagenturen.
    Kreative Federführung, europaweit, für internationale Unternehmen. Hauptsächlich Film- und Kreativkonzepte.
    Verschiedenste Auszeichnungen und Creative Awards für Design, Artwork und Film. (U.a. Art Directors Club Deutschland und New York Festival).
    Von 2001 – 2010 frei künstlerisch tätig. Parallel dazu Freelancer für Design-, Mode- und Architektur Unternehmen (Corporate Identity / Design und Konzeptentwicklung).
    Seit 2011 ausschließlich künstlerisch freischaffend.
    Techniken: Malerei, Mixed Media, Digital Painting, Experimental Crossover.

    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstlerinnen e.V.
    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler e.V.

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  • Arno Rink  Lot und seine Tochter
Arno Rink Judith
    Große Gesten, klar komponiert
    Arno Rink - von der Begierde besiegt, überall die Frau per se, in purer Nacktheit

    Große Gesten, klar komponiert, der Akt in Anmut und eine Farbigkeit, die vor Intensität strotzt, das schwarze Dunkel weit hinter sich lässt; hier die Versuchung, dort die Judith, immer wieder Lot und seine Töchter, der Künstler im Selbstportrait, kritisch, resigniert, von der Begierde besiegt, und überall die Frau per se, in purer Nacktheit, ganzer Schönheit

    Arno Rink, moderner Meister des Altmeisterlichen, Gallionsfigur der Neuen Leipziger Schule, ein Genius in Farbe und Form und nebenbei Zeichner von erstem Rang, füllt derzeit mit seinen neoromantisch gefärbten, geheimnisvollen, allegorischen Szenarien die Museen, und exklusiv die Augsburger GALERIE NOA. Arno Rink, Begründer der Neuen Leipziger Schule, ist in ganzer Bandbreite in der Augsburger GALERIE NOAH zu entdecken.

    Zwei Jahre nach seinem Tod, einem kurzen, zwangsbedingten Stillstand, wird Rink erneut entdeckt, vom Museum der bildende Künste Leipzig, von der Kunsthalle Rostock, vom Kunstpalast Düsseldorf – zu Recht, schreibt er die ostdeutsche Kunstgeschichte neu.

    Erstmals nach 2017 bereitet eine Galerie sein umfassendes Oeuvre retrospektiv auf: Gut 30 Ölgemälde, Zeichnungen und Mischtechniken aus den Jahren 1986 bis 2016 führen in Augsburg das Können dieses großartigen Malers vor Augen, der sich, und mit sich die DDR-Kunst, heraus gekämpft hat aus einem politisch motivierten Arbeiten hin zu einer neuen Künstlichkeit in Freiheit, das, ohne die Vergangenheit zu verleugnen.

    Arno Rink gilt als der Mittler zwischen alter und neuer Leipziger Schule, Frontmann der zweiten Generation, die den sozialistisch verhafteten Realismus der Urväter hin führt zu einer verfremdenden Gegenständlichkeit, einer neuen Figuration, die mit surrealen Elementen spielt wie mit expressiver Flächigkeit und sich meist von der Figur leiten lässt.

    1940 in Schlotheim, Thüringen geboren, studierte Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, dozierte selbst seit 1975 ebenda. Von 1987 bis 1994 war er Rektor, lange noch, bis 2005, als lehrender Professor tätig, unter anderem für Neo Rauch. In Leipzig gelebt und gearbeitet, dort 2017 auch verstorben, gilt Rink als das künstlerische Flaggschiff der Wende, der viel zu bieten hat, wenig verstreckt und so manches Geheimnis lüftet – Bravo.

    Vernissage: 7. November 2019

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  • Billy & Hells Schwarzweiße Schwester in Farbe von Anke Linz und Andreas Oettinger
Der Kontakt zu realen Menschen fuehrt zu den Fotoarbeiten von Anke Linz und Andreas Oettinger
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
    Eine ausdrucksstarke Ausstellung in Graz
    Kunst, Mode, Werbung - Ein außergewöhnliches Fotografen-Paar - Anke Linz und Andreas Oettinger in Graz

    Einfach tolle Fotos - Anke Linz (geboren 1965 in Nürnberg) und Andreas Oettinger (geboren 1963 in München) bilden seit Mitte der 1980er Jahre ein außergewöhnliches Fotografen- Paar. Wenn es zwischendurch mit den Aufträgen schlecht aussah, waren sie sich nicht zu schade, einfache Aushilfsjobs zu übernehmen.

    Vielleicht ist es gerade dieser Kontakt zu realen Menschen in realen Arbeits- und Lebenssituationen, die manche Eigenheiten ihrer Herangehensweise erklärt. Ihre Porträts sind zwar von alter Malerei inspiriert,  bieten aber verschiedene Bildsprachen. Mal blicken die Models verschämt zur Seite oder zu Boden, dann unumwunden direkt in die Kamera.

    Mal sieht man die ungeschminkte Wahrheit im Gesicht, dann ist das Make-up extrem und die Szene an Dramatik schwer zu überbieten. Nur eines vereint fast alle Porträtaufnahmen von Billy & Hells: Die  statische Stille und die tiefe Ernsthaftigkeit. Ein Lächeln oder gar ein Lachen werden Sie nur sehr selten auf  den Fotos sehen, die dennoch einen starken subtilen Sinn für Humor verraten.


    Billy & Hells spielen nämlich auf virtuose Weise mit vertrauten Images und frönen dieser Leidenschaft sowohl in den Bereichen Kunst, Mode und Werbung in unverkennbarem, konsequentem Stil. So wurden auch frühere Auftragsarbeiten für Marken wie Nil oder Baileys ein gleichwertiger Teil des Schaffens von Billy & Hells.

    Klischees wie die entschlossen dreinblickende Krankenschwester, die strenge Lehrerin, die gütige Mutter, der coole Matrose oder der lässige Cowboy werden aus ihrem Bezugsrahmen gehoben und in einen neuen Kontext gestellt.


    Weder bei den Farben, noch bei der Kleidung und der Inszenierung überlässt man etwas dem Zufall. Die Bilder der beiden, die seit dem Jahr 2000 in Berlin leben, waren unter anderem in Tokyo, London, in den Niederlanden und in Los Angeles zu sehen. 2007 erhielten sie den Taylor Wessing Portrait Prize der National Gallery of London, ein wichtiger Moment für ihren internationalen Durchbruch.


    Der Name des Duos stammt übrigens angeblich von der englischen Aussprache des Wortes „Billighotels". Falls die Legende stimmt, zeigt sie schön den Zusammenhang von Klischee, ungeschönter Realität und Witz.


    Mit dem Werk von Billy & Hells wurde eine Ausstellung als Premiere in Graz gezeigt, die einen ganz neuen Blick auf die Möglichkeiten der Porträtfotografie offenbart.


    Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden.
    Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.billyundhells.de

    Billy & Hells
    Schwarzweiße Schwester in Farbe
     

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Michaela Boland hat für die Freunde der Kuenste den Desinger Florian Wess in oeöln getroffen und so einiges erfahren.
Florian, Arnold und Oskar Wess, die Botox-Boys
Florian Wess zu Gast bei Paris Hilton.
Florian Wess, der kreative junge Kopf, der auf Basis seiner eigenen Ideen mithilfe der Familie eine perfekt inszenierte Show auf die Beine gestellt hat.
Die Show kann beginnen.
Mit einer phaenomenalen Laufsteg-Show machte der zielstrebige 33-Jährige lautstark auf die Erstkollektion seines Labels Garçon F aufmerksam.
Backstage vor der Show.
Das große Finale.  
Model Larissa Marolt mit Florian Wess.
Oeffentliche Auftritte meistert Florian Wess mitlerweile mit links.
    MICHAELA BOLAND TRIFFT JUNG-DESIGNER FLORIAN WESS
    Florian Wess will Harald Glööcker, Alfredo Pauly und Sebastian Böhm in Rente schicken

    Vor fünf Jahren haben wir ein ausführliches Gespräch mit Florian Wess geführt. Dass der "Botox-Freund" keine Angst vor dem Trash-TV hat, das hatte er uns schon 2014 erzählt. Dass der Sohn und Neffe der "Botox-Boys" nach seinem Auftritt 2011 in der Realityshow "Big Brother" nun auch im "Dschungelcamp" gelandet ist, dürfte keine Überraschung sein.

    Vielleicht müssen sich Glööckler, Pauly und Co schon bald warm anziehen, denn sein Plan ist, die Riege der älteren Herren demnächst abzulösen. Von diesem Mann werden wir in Zukunft mit Sicherheit noch jede Menge hören und sehen: Florian Wess.

    Der Jung-Designer brennt seit jeher für seine Leidenschaften und lebt für seinen Traum. Jetzt ist der schöne Kölner unter die Modeschöpfer gegangen und seine junge Fashion schlägt ein. Mit einer phänomenalen Laufsteg-Show machte der zielstrebige 33-Jährige lautstark auf die Erstkollektion seines Labels Garçon F aufmerksam.

    Mode medienwirksam präsentiert

    Bunt, extrovertiert, fröhlich, trendy und convenient kommt Wess` Mode daher. Medienwirksam präsentierte der versierte Geschäftsmann sein Event so denn auch in den Kölner Balloni-Hallen vor den Augen zahlreicher Prominenter. Der Einsatz hat sich gelohnt: Schon jetzt steigt der Absatz der Wess`schen Originals, die man online erwerben kann, in ungeahnte Höhen. Mehrere Modelle sind bereits vergriffen.

    Botox-Behandlungen sind wie ein Gang zum Zahnarzt

    Was den charmanten Beau mit perfekten Umgangsformen antreibt, warum er nie einen Hehl aus seinem Hang, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen, gemacht hat, wie er sich sozial engagiert und warum sich Botox-Behandlungen für ihn wie ein Gang zum Zahnarzt anfühlen, wollte ich beim Besuch im Kölner Familienbüro herausfinden.

    Die Mittelstraße in der Domstadt am Rhein zählt zu den feinen Geschäftsadressen. Hier finden sich Edel-Boutiquen, Läden mit erlesener, exquisiter und in der Regel teurer Ware, hier flanieren häufig gut betuchte Kunden, hier reiht sich Schaufenster mit schillernder Auslage dahinter ans nächste. Auch AW-Promotion, die Firma seines Vaters, Arnold, ist hier ansässig. Florian Wess kann die Räumlichkeiten für sein noch junges Label, Garcon F, zunächst mal mitnutzen.

    Florian Wess hat keine Angst vor dem Trash-TV

    Der höfliche und zuvorkommende  Neu-Designer hat mich hierher eingeladen. Ich muss gestehen, dass ich sehr gespannt bin auf den jungen Mann, den ich bisher in erster Linie in Zusammenhang mit den sogenannten Botox-Boys, der eigenen Doku-Serie rund um seine Hochzeit, Ein- und Auszügen aus dem BB-Haus und diversen anderen Blitzauftritten auf dem Bildschirm wahrgenommen habe.

    Gemeinhin bezeichnet man diese Art des Fernsehens als Trash-TV, aber ein Geheimnis aus dem Bedürfnis, in den Medien zu sein, hatte Florian Wess zu keinem Zeitpunkt gemacht. Wir Menschen neigen dazu, in Schubladen zu denken und werden immer wieder eines Besseren belehrt.

    Wer ist er also, der kreative junge Kopf, der auf Basis seiner eigenen Ideen mithilfe der Familie eine perfekt inszenierte Show auf die Beine gestellt hat, der nun arbeitsbeflissen in Mode macht und trotz allem Glamour dennoch bodenständig und demütig wirkt.

    Michaela Boland: Hört man dich sprechen, gewinnt man nicht zwangsläufig den Eindruck, dass du waschechter Kölner bist. Wo kommst du ursprünglich her?

    In Köln eingebürgert

    Florian Wess: Mein Vater, mein Onkel und ich kommen gebürtig aus Fulda. In den 1980er Jahren sind wir hierher gezogen, da mein Vater sich damals im Bereich EDV selbständig gemacht hat und die Möglichkeiten auf dem Markt hier in NRW, im Vergleich zu unserer alten Heimat, natürlich super waren. Seitdem sind wir hier quasi eingebürgert. Abgesehen von meinem Onkel, dem Zwillingsbruder meines Vaters, und deren Schwester. Sie leben nach wie vor in Hessen.

    Michaela Boland: Welche Schulen hast Du besucht?

    Florian Wess: Nach der Grundschule habe ich, ganz normal, eine weiterführende Schule besucht. Dann habe ich neun Monate lang die Bundeswehr durchlaufen. Das war noch Wehrdienst in Rennerod im Westerwald beim Sanitätsregiment. Dort habe ich Teamgeist und Zusammenhalt gelernt, was mir auch jetzt noch etwas bringt. Viele sagen ja, „Bundeswehr ist nichts “, aber für mich war es o.k., wobei ich heute jedoch eigentlich sagen würde, dass Bundeswehr unnötig ist.

    Michaela Boland: Wie ist dein Weg danach weiter verlaufen?

    Florian Wess: Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert. Mein Vater hat zu diesem Zeitpunkt bereits seine Firma gehabt. Die Ausbildung wollte ich allerdings nicht bei ihm machen, da dies für mich zu soft gewesen wäre. Meine Eltern und ich haben Wert darauf gelegt, dass ich meine Ausbildung extern absolviere. Also habe ich in einem Kölner Betrieb für Werbemittel gelernt. Dort wurden beispielsweise Schlüsselbänder und ähnliches hergestellt. Mir war das wichtig, damit ich einen  bodenständigen Beruf habe.

    Michaela Boland: Hat die Ausbildung komplette drei Jahre gedauert?

    Florian Wess: Ja, ich habe drei Jahre durchgezogen, habe in manchen Bereichen ganz viele Probleme gehabt, Nachhilfe bekommen, dann in der Abschlussprüfung alles bestanden. Das war mir wichtig, denn man weiß ja nie, wie das in den Medien so ist und auch ein Designerleben kann schnell vorbei sein.

    Michaela Boland: War dein Blick zu diesem Zeitpunkt denn schon zielgerichtet auf ein Dasein in der Öffentlichkeit fixiert?

    Florian Wess: Den Blick auf die Medien hatte ich schon immer. Ich habe schon im Jahre 1995 mein erstes Moderatoren-Casting beim Kindersender Nickelodeon gehabt. Zu diesem Zeitpunkt hat mein Großvater noch gelebt und mich  dorthin begleitet. Da stand ich dann mit 15 Jahren ganz nervös am Tisch. Damals hat es leider nicht funktioniert, was ja auch logisch war, denn sie konnten ja keinen 15-Jährigen einstellen.

    Sie haben mich eben geholt, um mir einen Traum zu erfüllen, damit ich mal moderieren konnte. Doch nichts desto trotz hatte ich schon zum damaligen Zeitpunkt mein Bewerbungsvideo komplett selbst hergestellt. Den Hintergrund ausstaffiert mit allem Drum und Dran. Das war wohl witzig. Insofern kann ich sagen, dass ich schon immer in die Medien wollte.

    Michaela Boland: Hast du später, nach Beendigung deiner Ausbildung, denn sogleich den ersehnten Weg in die Medien gefunden?

    Florian Wess: Nach meiner Ausbildung bin ich zu meinem Vater in den Betrieb gegangen und habe in dessen Eventbereich gearbeitet. Wir erhielten den Zuschlag für die Jummimüüs-Gala, (auf Hochdeutsch: Gummimaus) ein großes Charity-Event. Dort konnte ich dann Erfahrung mit Prominenten sammeln, Connections machen und mich gleichfalls ein wenig weiterentwickeln. So ging es dann immer weiter. 2009 bin ich dann durch die Schönheits- OP-Berichte zum ersten Mal so richtig in die Medien gekommen.

    Michaela Boland: Zuvor warst du allerdings schon im Jahre 2005 in einem Video-Projekt zu sehen.

    Florian Wess: Richtig, das war ein soziales Projekt für JuPo (JungPositiv). Das ist eine junge Gruppe, die sich aus Schwulen, Lesben, Heteros und HIV-infizierten Menschen zusammensetzt und die führen ein gemeinschaftliches soziales Projekt durch. Dafür habe ich mich einige Jahre engagiert und dabei sind verschiedene Clips entstanden.

    2005 haben wir in Österreich für ein Projekt auch den Medienpreis der Deutschen Aidsstiftung bekommen. Es war wirklich eine super Sache. Auch Günther Jauch hat einen solchen Preis verliehen bekommen. (Anm.d. Red: Stern-TV –Beitrag: „Kinderwunsch trotz HIV – Die Geschichte der Heidemarie Kremer“)

    Michaela Boland: Engagierst du dich derzeit noch in diesem Projekt?

    Florian Wess: Nein, da man nur bis zum Alter von 27 Jahren mitmacht, weil dann junge Leute nachrücken sollten. Aber das ist o.k., ich habe es schließlich vier oder fünf Mal gemacht.

    Michaela Boland: War die Arbeit in diesen Filmprojekten für dich eine Art Bestätigung, nun genau zu wissen,  beruflich etwas in der Öffentlichkeit machen zu wollen?

    Florian Wess: Es war etwas, wobei ich einige Sachen gelernt habe. Es hat mich auch angespornt, weiterzumachen, weil es mir gefallen hat. Nur kann man so etwas mit den Medien nicht vergleichen. Aber ich habe mir schon gesagt, „das ist mein Ding, das möchte ich“.

    Michaela Boland: Du betreibst auch einen Blog im Netz. An welche Adressaten richtet er sich?

    Florian Wess: Ja. Da geht es um Dinge, bei denen ich es noch nicht vermocht habe, sie medial umzusetzen, zum Beispiel um Stories, wo ich Obdachlose treffe, Bekannte, die auf der Straße leben, soziale Projekte oder auch, was ich so privat mache oder wie ich schon mal Wünsche erfülle. Manchmal beschreibe ich dort auch Leute, die mir wichtig sind oder es wird über Fan-Treffen berichtet.

    Michaela Boland: Bist du ein Mensch, der politisch interessiert ist?

    Florian Wess: Ja, ich bin früher politisch sehr aktiv gewesen. So war ich beispielsweise bei Stuttgart 21 und habe dort demonstriert. Auch in Duisburg Marxloh habe ich gegen rechts demonstriert. Dort bin ich sogar in Gewahrsam genommen worden, weil wir die Nazis blockiert hatten. Da gab es drei Busse für  Minderjährige,  Leute mittleren und höheren Alters.

    Dorthin hat man uns gesteckt bis die Demo vorüber war. Also, ich bin durchaus politisch aktiv, allerdings nicht Partei-zugehörig. Ich habe  jedoch durchaus meine Meinung und die ist sehr europäisch, freundlich und recht offen ausgerichtet.

    Michaela Boland: Hast Du noch Geschwister?

    Florian Wess: Ich habe noch einen jüngeren Bruder, Marius. Er ist aber überhaupt nicht so medienaffin, sondern eher zurückhaltend konservativ in manchen Dingen.

    Michaela Boland: Liest man drei Jahre alte Medienberichte über Dich, findet man als Altersangabe immer wieder 26.  In der aktuellen Berichterstattung bist du demgegenüber plötzlich 33. Rechenfehler oder machst du grundsätzlich ein Geheimnis um dein Alter?

    Florian Wess: Natürlich lege ich sehr viel Wert darauf, immer jung auszusehen, aber ich mache kein Geheimnis um mein Alter. Ich bin 33 Jahre alt. Das Medienalter ist einfach dadurch entstanden, dass die Leute nie nachgefragt und immer einfach etwas erfunden haben. Da habe ich mir eben gesagt, „von mir aus, wenn die das machen möchten, dann habe ich kein Problem damit“. Doch wenn mich jemand fragt, gehe ich schon offen damit um.

    Michaela Boland: Welche Vorbilder hattest Du als Kind?

    Florian Wess: Sowohl als Kleinkind als auch als Jugendlicher bin ich immer schon ein Fan von amerikanischen Soaps, Sitcoms und Kinofilmen gewesen. Die habe ich auch gesammelt, z.B. Roseanne, Clueless oder die Rich Girls. Ich habe mich da schon gefragt, „wie kommt das“ und wollte ständig wissen, „woher haben die das und das“.

    Mir war da schon klar, dass ich irgendetwas mit Mode zu tun haben wollte. Irgendwie hat mich der ganze amerikanische Lifestyle fasziniert. Die großen Supermärkte, die riesige Auswahl von Softgetränken, die vielen Stars.

    Michaela Boland: Hast du dich schon als Kind häufig in den Staaten aufgehalten?

    Florian Wess: Nein, aber wir sind immer viel gereist. Wir hatten viele internationale Freunde und Bekannte, da mein Vater durch sein EDV-Business auch immer viele Leute kennengelernt hat.

    Michaela Boland: Ist dir das Weltenbummler-Dasein somit ein Stück weit in die Wiege gelegt worden?

    Florian Wess: Richtig.

    Michaela Boland: Auf deiner Garçon F- Seite beschreibst du dich als einen extrovertierten Mann, der Fashiontrends aufspürt und einen Zugang zur breiten Öffentlichkeit ermöglichen will. Betrachtest du dich im Modebereich als eine Art Mittler?

    Florian Wess: Ich bin jemand, der sich nicht festlegt. Die Sachen, die mir gefallen, die suche ich mir zusammen und die ziehe ich an, die trage ich, die vermittle ich. Genauso lebe ich auch. Natürlich habe ich Prinzipien, denen ich in meinem Leben, wie einem roten Faden, immer treu bleibe. Die gehören zu mir. Aber rundherum wechsle ich wie meine Klamotten auch meinen Lifestyle.

    Das, was aktuell ist, was Trend ist und wichtig ist und was von anderen Persönlichkeiten zeitnah umgesetzt wird, das fasse ich auf und setze es um. Genau das möchte ich mit Garçon F beispielsweise auch der Hilde aus Baden Baden vermitteln können.

    Motto:  Hör zu, wenn du etwas möchtest, dann klick dich doch auf meine Seite, da findest du, was up to date ist, musst nicht lange suchen und kannst schauen, ob es zu dir passt. Das kann eine Gedankenstütze sein, das kann eine Hilfe oder Anregung sein, vielleicht auch einfach nur eine Bestätigung für andere Leute.

    Michaela Boland: Wer soll in erster Linie von deiner Mode profitieren? An welche Klientel richtet sich das Angebot?

    Florian Wess: Das sieht man ja bereits an den Größen, die von XS bis XXL reichen.

    Michaela Boland: Wobei anzumerken ist, dass deine Models während der Show allesamt extrem schlank waren. Dagegen konnte man sich mit einer Konfektionsgröße 34 durchaus schon etwas korpulent fühlen.

    Florian Wess: Ja, die Models sind natürlich so ausgewählt, damit das alles knackig herüberkommt. Mir haben allerdings schon viele Mädels geschrieben, „danke Florian, dass du auch XXL Größen anbietest“, jetzt von dieser Kollektion abgesehen, denn das ist eben eine Möglichkeit zu zeigen, dass man alles anziehen kann.

    Michaela Boland: Du bietest ausgefallene Shirts, Sweaters oder auch Leggings an. Preislich geht es ja da schon bei sehr moderaten 25,00 Euro los. Soll deine Mode eigentlich eher erschwinglich oder exklusiv sein?

    Florian Wess: Ich werde die Preise noch mal anpassen, allerdings habe ich sie so angesetzt, um die Zielgruppe zu erreichen, die ich erreichen möchte. Ich mache logischerweise keine High-Class-Fashion. So eine Damen-Herren-Kollektion von A bis Z zu machen, wie es beispielsweise ein Cavalli kann, das möchte ich gar nicht.

    Es soll trendbewusst sein und die Preise sind so angesiedelt, dass es sich jeder kaufen kann. Das Preissegment wird schon in etwa so bleiben. Auch wenn Parfums und Kosmetik kommen, denn es ist bewusst auf die Masse abgezielt. Insoweit wird es eher ein bisschen günstiger werden.

    Michaela Boland: Kann man denn dann noch von exklusiver Mode sprechen?

    Florian Wess: Doch das kann man.

    Michaela Boland: Inwieweit?

    Florian Wess: Insoweit als diese Sachen von mir stammen. Die Ideen hierzu kommen ja aus meinem Kopf. Insbesondere die Motive. Es sind meine exklusiven Gedanken, also mein geistiges Eigentum und das ist nun mal exklusiv.

    Michaela Boland: Wie kommt deine Mode an?

    Florian Wess: Das Shirt auf dem Prinzessin Di abgebildet ist, hat gerade in der Schweiz viel Kritik hervorgerufen.

    Michaela Boland: Aus welchem Grund?

    Florian Wess: Weil darauf die Worte stehen, „I love Paris“. Sie ist ja seinerzeit in Paris gestorben. Deshalb hat man mich in der Schweiz geradezu zerrissen. Dort schrieb man dann: „Florian Wess macht Mode für die Mülltonne“. Aber das ist ja o.k., das wollte ich ja damit erreichen.

    Michaela Boland: Du schreibst, dass Du Trends aufspürst. Ist das, was du umsetzt insoweit ganz und gar originär oder siehst du irgendwo etwas und versiehst es anschließend noch zusätzlich mit deinen eigenen Ideen?

    Florian Wess: Das ist richtig, ich setze das um, aber sowohl als auch habe ich auch meine eigenen Sachen dabei.

    Michaela Boland: Welches Stück kann man da beispielsweise benennen?

    Florian Wess: Gerade das Shirt mit Lady Di darauf. Der Spruch dazu, um Kontroversen zu schaffen. Oder einfach einen richtig krassen Mundschutz zu machen, vergoldet mit Nieten darauf. Das sind richtig heftige Sachen.

    Michaela Boland: Wann war der Entschluss, nun in Mode zu machen, bei dir richtig ausgereift?

    Florian Wess: Mode wollte ich schon immer machen, aber ich habe nie gedacht, dass ich mal so eine geile Show machen würde, dass ich ein eigenes Label haben würde, dass es bei mir weitergeht und dass dieses Label so viel Potential haben würde wie Garçon F. 2011 haben Valencia und ich uns getrennt, 2012 haben wir uns scheiden lassen. Da war ich ein nahezu am Boden zerstört, weil alles so negativ ausgelegt wurde. Da war die Rede von Fake-Hochzeit und so weiter.

    Zu dem Zeitpunkt habe ich mit meinem Vater gesprochen und gesagt, dass ich etwas Neues brauche, um mich abzulenken. Gegen Ende 2011 bzw. Anfang 2012 habe ich dann gesagt, „Jetzt machen wir es“. Und dann habe ich damit angefangen, die ersten Shirts zu machen.  Wie beispielsweise das von Paris Hilton. Das waren meine ersten Entwürfe, auch meine eigenen Designs.

    Anschließend sind wir nach L.A. zu Paris Hilton und zu LaToya Jackson geflogen, um das ein bisschen zu hypen. Aber da habe ich gemerkt, dass das, was ich damals gemacht habe, ein bisschen  zu langweilig ist, zu 0815-mäßig. Danach habe ich mich noch einmal in Ruhe hingesetzt und überlegt, was man machen kann und habe mich wirklich darauf konzentriert. Und so ist Garçon F innerhalb von zwei Jahren entstanden und diese Shirt-Kollektion. Es hat also schon zwei Jahre gedauert.

    Michaela Boland: Ist es ein großes Wagnis, so etwas aufzuziehen, wenn man eigentlich nicht aus der Branche kommt, wenn man also nicht, wie andere, zunächst mal eine Schneiderlehre absolviert oder ein Modedesign-Studium abgeschlossen hat? Oder kannst du das ganz entspannt angehen, weil der finanzielle Background da ist?

    Florian Wess: Alles, was man in den Medien macht, ist immer ein Wagnis, weil es immer Menschen gibt, die einen kritisieren oder die einen unterstützen. Da gibt es kein Mittalding. Das ist bei mir genauso und war auch schon vorher so. Ich habe schnell gelernt, dass man darauf nicht so viel geben muss. Mich stört es nur, wenn meine Familie angegriffen wird oder ganz oberflächliche Beleidigungen kommen.

    Ich habe zuvor mit InStyle-Chefredakteurin Annette Weber gesprochen, die ich in Mailand kennengelernt habe und sie hat zu mir gesagt, „Florian, hör zu, wenn du heutzutage ein Label herausbringst, ein Design machst, dann kannst du das ohnehin nicht mehr allein. Dann brauchst du ein Kreativ-Team.“ Das habe ich auch. Die unterstützen mich in puncto Stoffe, Einkauf, Vermarktung und so weiter. Mit denen arbeite ich zusammen. Heutzutage ist man in puncto Design auf ein Team angewiesen. Daher weiß ich auch, ich bin nicht allein gelassen und das ist gut.

    Michaela Boland: Sind sie hier bei dir mit im Haus oder frei?

    Florian Wess: Das sind Freunde und Bekannte von mir, mit denen ich zusammenarbeite. Mit denen berät man sich und entwickelt sich weiter.

    Michaela Boland: Wie sieht deine künftige Planung im Hinblick auf kommende Kollektionen aus, nachdem deine jetzige ja zunächst auf Sweaters, Shirts, Leggings und Handy-Cases begrenzt ist?

    Florian Wess: Es wird auf jeden Fall immer wieder Shirt-Kollektionen geben, die jedes Mal abgewandelt sind, aber im selben Stil. Wobei es in nächster Zeit ein bisschen mehr ins Schwarz gehen wird. Das hatte ich ja dieses Mal bewusst herausgelassen.

    Es wird auch Parfum geben, was ich mit Helmut Berger kreieren werde. Ich möchte auf jeden Fall, dass die Leute auch sehen, dass es mehr geben kann von mir. Es wird dann Hosen geben und richtige Sachen, die auch geschneidert sind. Aber das dauert eben noch ein bisschen. Der nächste Step wird im kommenden Jahr noch einmal Shirts sein und danach wird es dann richtig weitergehen, da ich mich auch weiterentwickeln muss.

    Michaela Boland: Wie darf ich mir derzeit einen typischen Arbeitstag von dir vorstellen?

    Florian Wess: Mein Wecker klingelt jeden Morgen zwischen fünf und fünf Uhr dreißig. Meinen Vater, der zwar nebenan im Büro sitzt, aber so ein Workaholic ist, dass er nur morgens im Fitness-Studio mit mir sprechen kann, sehe ich also um zehn vor sieben zum Fitnessprogramm im Holmes Place. Dort trainieren wir, tauschen uns aus, reden und informieren uns über das Wichtigste.

    Dann gehe ich ins Büro, checke meine Mails und Facebook, mein Social Media, checke anschließend ab, wie die Bestellungen sind und kümmere mich dann um Drehs, die wir haben, z.B. Fashion-Shows oder, wo wir als V.I.P.-Gäste eingeladen sind. Auch habe ich Geruchsproben für das Parfum, das wir zusammengestellt haben. Zwischendurch mache ich hier Interview-Anfragen und andere Sachen. Ich vereinbare Fototermine, muss Autogrammkarten schreiben. Abends gehe ich wieder mit meinem Vater essen, so ab 18.00 Uhr und das war es dann.

    Michaela Boland: Unternimmst du auch mal etwas mit deiner Mutter?

    Florian Wess: Meine Mutter besuche ich meistens am Wochenende, also schon regelmäßig. Meine Großmutter auch.

    Michaela Boland: Heißt das, dass deine Eltern getrennt sind?

    Florian Wess: Meine Eltern sind schon seit 20 Jahren getrennt. Mein Vater und meine Mutter sind schon neu verheiratet, das ist aber alles super. Also, mein Leben ist schon sehr bunt gemischt. Ich bin oft in Wien, ebenfalls in Salzburg, auch wegen Helmut Berger. Ich bin auch oft in Berlin unterwegs.

    Michaela Boland: Zum Thema Berger hast du dich öffentlich bisher noch gar nicht so richtig geäußert.

    Florian Wess: Der Zeitpunkt, dass ich darüber richtig viel erzählen möchte, kommt noch.

    Michaela Boland: Verstanden. Hast du eigentlich vor, im Bereich des Schneiderns alles einmal so richtig von der Pike auf zu erlernen oder kannst du gar eine Nähmaschine bedienen?

    Florian Wess: Eine Nähmaschine kann ich bedienen, meine Oma hat ja auch welche. Ich habe durchaus schon andere Sachen gemacht, z.B. verfeinert und enger genäht. Das ist kein Problem, das funktioniert. Und Stoffkunde ist auch in Ordnung. Ich weiß, welche Stoffe es gibt und die Arten von Stichen beim Nähen stellen ebenfalls kein Problem für mich dar.

    Aber selbst die Musterteile für die Modenschau wurden extern für mich produziert. Ich lege Wert darauf, dass in Europa hergestellt wird. Das wird auch so gemacht, nämlich in Polen. Also es sieht so aus, dass ich mich mit meinen Produkten auskenne und das ist für mich wichtig. Allerdings will ich nicht sagen, dass ich nicht dazu bereit bin, Neues dazuzulernen, denn ich lerne immer gerne dazu.

    Ich bin auch offen für Kritik, wenn es wirkliche Kritik ist. Sagt jemand zu mir, „Florian, deine Mode ist Scheiße, mach doch mal etwas anderes“, dann ist das allerdings keine Kritik für mich. Kritik muss in meinen Augen so gestaltet sein, dass ich etwas umsetzen und mich weiterentwickeln kann.

    Michaela Boland: Ist dein Label schon in der Modefachwelt besprochen worden?

    Florian Wess: Nein.

    Michaela Boland: Gab es denn irgendwelches Feedback von Modedesigner-Kollegen?

    Florian Wess: Nein. Das Feedback sah so aus, dass wir auf der Modenschau ja ein paar Modedesigner da hatten, es waren ein paar Einkäufer vor Ort. Die haben sich nicht negativ geäußert, zumindest wurde mir nichts zugetragen und online habe ich auch nichts gefunden. Natürlich hatten das Label und wir einen riesengroßen Pressehype nach der Modenschau. Im Bereich Online-Media, Social Media, TV und Print. Ich denke, die Leute sehen das und werden es realisieren. Aber warum sollten sie Kritik äußern, sie wissen ja selbst wie es ist.

    Michaela Boland: Wie sieht es mit Modefachjournalen aus?

    Florian Wess: Das ist gar nicht das, wo ich hin möchte. Ich sehe  mich nicht als Roberto Cavalli oder als Michalsky. Das bin ich nämlich nicht. Ich mache etwas ganz anderes. Ich sehe mich zwar als Designer, aber eben nicht als High-Class-Designer. Und ich möchte deshalb nicht dorthin, da ich dann die ganzen Leute, die mich groß gemacht haben, fallen lassen würde.

    Michaela Boland: Woher beziehst du die konkreten Inspirationen für deine Motive?

    Florian Wess: Bei meinem XOXO-Motiv war es so, dass das eine Einstellung in meinem Leben war. Ich habe Paris Hilton getroffen und ich will nicht direkt sagen, dass sie ein Vorbild ist, aber sie hat gute Geschäftsideen. Dieses XOXO hat sie immer gepostet. Es bedeutet Hugs & Kisses und das habe ich so aufgenommen.

    Auf meinem ersten Shirt war sie ja mit diesem kleinen Hund abgebildet. Das hat mir dann  nicht mehr so gefallen, und das habe ich dann abgewandelt zu dem neuen XOXO. Ansonsten haben wir eine Abbildung von Yves Saint Laurent dabei, Helmut Berger, Romy Schneider, Gianni Versace oder Christian Dior. Das sind alles Ikonen und das hat mich inspiriert.

    Michaela Boland: Das sind weitestgehend ausgesprochen schöne Menschen gewesen. Ist Ästhetik für dich ein zentraler Punkt?

    Florian Wess: Ästhetisch sein, gepflegt sein, gut riechen, gut aussehen, das ist mir schon wichtig. Wenn andere Menschen anders damit umgehen, dann akzeptiere ich das. Ich würde niemals zu jemandem sagen, „ du riechst irgendwie nach Schweiß, geh mal duschen“, so etwas sage ich nicht, sondern ich ignoriere das.

    Michaela Boland: So etwas ist ja manchmal schwer zu ignorieren.

    Florian Wess: Richtig, aber  ich bin so ein Typ, der auch niemanden diskriminieren würde. Ich würde also nicht sagen, „der ist korpulent und die da trägt ein Kopftuch, was soll das“, das bleibt jedem selbst überlassen. Ich würde das ja auch nicht wollen. Bei uns war es so: Mein Vater und Onkel sind ja Zwillinge und die haben immer sehr viel Wert auf ihr Äußeres gelegt.

    Mein Bruder, meine Mutter und meine Tante genauso. Das ging früher schon damit los, Deo und Gesichtswasser zu benutzen, sowie zur Kosmetik und in die Sauna zu gehen. Nach dem Duschen eben immer neue Klamotten anzuziehen. Das ging bei uns schon los als wir klein waren. Und auf diese Weise hat sich das gewissermaßen manifestiert.

    Michaela Boland:  Kommen wir noch einmal zu deiner Kollektion. Unter deinen Stücken ist mir ein Motiv aufgefallen, auf dem dein Konterfei sehr deutlich abgebildet ist. Du trägst darauf eine Cap mit der Aufschrift „High“. Darüber hinaus gibt es dich gleich in doppelter Ausführung mit jeweils verschränkten Armen einander gegenüberstehend. Was hat es damit auf sich?

    Florian Wess: Das Motiv, bei dem ich mir selbst gegenüberstehe, soll bedeuten, dass es immer zwei Persönlichkeiten gibt. Man sieht sich im Leben immer wieder. Für mich ist das deshalb wichtig, weil ich schon Zeiten gehabt habe, in denen ich mich nicht getraut habe, in den Spiegel zu blicken. Womöglich hört sich das ein bisschen verrückt an, aber es ist so. Deswegen habe ich mich auch bewusst ohne Tätowierungen dort abgebildet.

    Michaela Boland: Warum genau?

    Florian Wess: Vielleicht möchte ich mich einfach auch mal wieder ohne Tattoos sehen.

    Michaela Boland: Wie lange trägst du sie bereits auf deiner Haut?

    Florian Wess: Ich glaube, das erste habe ich vor zehn Jahren stechen lassen. Und dann ging es immer so weiter.

    Michaela Boland: War das in deinem Elternhaus zunächst ein Problem?

    Florian Wess: Mein Vater und meine Mutter sagen immer, „in dem Beruf ist das kein Problem“. Heute gebe ich aber jedem Angestellten oder jedem Azubi den Rat, wenn er sich ein Tattoo machen lassen möchte: „Mach es und wenn dein Chef dann zu dir sagt, du kannst wegen der Tätowierung hier nicht mehr arbeiten, dann mache dich selbständig!“ Wenn nämlich ein Chef die Arbeitsleistung vom Tattoo abhängig macht, ist das sowieso kein richtiger Chef.

    Michaela Boland: Wieviel Zeit hat eigentlich die reine Herstellung der Kollektionsstücke in Anspruch genommen?

    Florian Wess: Mit den ganzen Malaktionen mindestens ein Jahr. Das sind alles Ölgemälde, die eigens angefertigt und später digital eingefügt wurden. Dann habe ich mich mit verschiedenen Firmen auseinandergesetzt, die überhaut dieses ganz neue Druckverfahren zur Anfertigung dieses Stils anbieten. Dabei handelt es sich um einen Laservolldruck, wobei ganz wichtig ist, das jener Druck auch nicht ganz durchgeht. Alles wird komplett vernäht. Das ist alles ganz fein, gibt’s auch nur recht selten und ist ebenfalls exklusiv.

    Michaela Boland: Das klingt recht aufwendig. Umso erstaunlicher, dass du den Preis für die Ware verhältnismäßig gering halten kannst.

    Florian Wess: Es ist sehr aufwendig. Ich sage ja, man macht es bei der Masse gut. Ich habe wirklich einen guten Absatz.

    Michaela Boland: Die Farbdrucke auf den Shirts sind auch alle waschresistent?

    Florian Wess: Wie auch andere Designer es handhaben: Man sollte solche Sachen grundsätzlich immer im Handwaschgang waschen und nicht in den Trockner stecken. Das ist ja logisch. Das ist alles robust und beständig.

    Michaela Boland: Wie viele Mitarbeiter beschäftigst du bereits?

    Florian Wess: Ich habe insgesamt fünf.

    Michaela Boland: Könnten es womöglich mehr werden, sobald du deine Kollektion erweiterst?

    Florian Wess: Das tut sich nichts, da es spezielle Firmen gibt, die meine Sachen für mich entwickeln. Und in der heutigen Zeit von E-Mails sind Sekretärinnen zum größten Teil überflüssig.

    Michaela Boland: Für deine ausgefeilte Bühnenshow hat es einer akribischen Vorbereitung bedurft, wie man merken konnte. Wie lange hast du im Vorfeld daran gearbeitet?

    Florian Wess: Wie die Show abläuft, was wir wollten und was ich wollte, das hatte ich alles schon im Kopf, das wusste ich genau. Schwierig ist nur gewesen, die passende Eventhalle zu finden. Um die Balloni-Hallen haben wir wirklich gekämpft, denn sie hatten hohe Auflagen. Es war schwierig, diese umzusetzen. Das ganze Event haben wir innerhalb von zehn Wochen gestemmt.

    Michaela Boland: Du konntest recht bekannte Models für deine Show gewinnen, beispielsweise Larissa Marolt und Mickey-Rourke-Freundin, Anastassija Makarenko. Heißt das, dass man die Models auch verhältnismäßig kurzfristig buchen kann?

    Florian Wess: Von Larissa wusste ich, dass sie da sein würde, denn wir haben sie schon vorher angefragt. Da haben wir das Datum durchgegeben. Ich will nicht sagen, dass wir uns nach ihr gerichtet hätten, aber ich wusste, wann sie Zeit hat und das hat dann auch bei uns gut geklappt. Wichtig war natürlich auch, dass die Kleidungsstücke rechtzeitig da sein würden. Das hat ja auch alles funktioniert.

    Michaela Boland: Wen siehst du in der Modewelt als Konkurrenz bzw. als Mitbewerber?

    Florian Wess: Die großen Designer, die weltweit bekannt sind, sind für mich keine Konkurrenten, weil ich das ja nicht bin. Ob ich dahin komme, weiß ich natürlich nicht, wäre aber sicherlich schön. Meine Konkurrenz sind ganz klar Harald Glööckler, Sebastian Böhm und Alfredo Pauly. Alle QVC-und HSE- Gesichter. Ich denke schon, dass ich bereit bin, in zwei Jahren da einige abzulösen.

    Meine Fans, meine Zielgruppe liegt vom Alter her zwischen 14 und 25 und sie sind wirklich darauf bedacht, vor allem etwas von mir zu bekommen. Die wollen keine Handtasche oder irgendeine Jeans, die irgendwo jemand genäht hat und der dann seinen Namen darauf gesetzt hat.

    Meine Zielgruppe will etwas von mir und deshalb werde ich immer meiner Linie treu bleiben. Würde ich jetzt so werden wie Michalsky, wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass das vielleicht einmal kommen wird, doch wenn es käme, wäre ich unglaubwürdig. Aber unglaubwürdig möchte ich eben nicht erscheinen.

    Michaela Boland: Jetzt wirst du natürlich, ebenso wie deine Fans, irgendwann auch älter. Ist denn insoweit völlig undenkbar, dass dein Angebot um entsprechende Produkte erweitert wird?

    Florian Wess: Erweitern schon, doch ich kann mir nicht vorstellen, extremen Luxus zu verkaufen. Im Moment kann ich mich damit noch nicht anfreunden.

    Michaela Boland: Gibt es unter allen Produkten eines, das besonders begehrt ist?

    Florian Wess: Das Fuck You – T-Shirt läuft am besten (lacht).

    Michaela Boland: Gibt es im Hinblick auf Produkte etwas, dass du kategorisch ausschließen würdest?

    Florian Wess: Ich würde niemals Schuhe machen können. Ich werde lieber auf die extravaganten Sachen gehen. Viele Accessoires, vielleicht verrückte Mützen. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es wird Sachen geben, die für Furore sorgen werden.

    Michaela Boland: Welche Kunst interessiert dich?

    Florian Wess: Ich liebe neuzeitliche Kunst, ich liebe auch bewegte Kunst in Form von Videos und Bildern. Es gibt ein Video einer Bekannten von mir, das mir besonders gut gefällt. Darin sieht man eine Frau, die ein Tuch hat. Dieses Tuch stellt die Haare dar. Jene Frau versucht immer wieder, die Haare aus dem Gesicht zu bekommen, kriegt sie aber einfach nicht weg. Das Video kann man unendlich lang laufen lassen und so etwas finde ich sehr interessant.

    Michaela Boland: Was liest du gerne?

    Florian Wess: Bücher von Vera Birkenbihl, außerdem ganz viele soziale Sachen oder Bücher über vegane Ernährung. Krimis und Romane lese ich nicht.

    Michaela Boland: Wie sieht es bei dir mit dem Glauben aus?

    Florian Wess: Ich bin sehr gläubig. Ich habe mein Losungsbuch immer dabei. Da steht für jeden Tag eine Losung drin. Diese Bücher habe ich seit 2008. Sie sind immer recht hochwertig und neu und ich nehme sie überall hin mit, wenn ich beispielsweise auf Reisen bin. Deshalb sind sie am Ende des Jahres immer ziemlich verschlissen und da bin ich stolz drauf. Ich wurde katholisch erzogen und habe auch Rituale, also Bet-Rhythmen.

    Michaela Boland: Leider selten geworden.

    Florian Wess: Meine Großmutter hat immer mit uns gebetet als wir klein waren. Vor vielen Jahren habe ich dann mal eine recht schwierige Zeit gehabt, in der es mir nicht gut gegangen ist. Irgendwann war ich verzweifelt in meiner Wohnung und hatte plötzlich den Gedanken, einmal unter mein Bett zu schauen. Das tat ich und dort fand ich das Gotteslob. Ich fing an, es zu lesen. Seit diesem Zeitpunkt ging es bei mir immer bergauf. Dieser rote Faden ist immer bei mir.

    Da gibt es so ein Motto, das lautet: Geld kommt und geht, Freunde kommen und gehen, Krieg kommt und geht, aber der Glaube bleibt immer gleich. Ich weiß, ohne das Beten würde mir etwas fehlen und ich möchte auch gar nicht ohne meinen Glauben sein. Aber ich zwinge das niemandem auf und will auch keinen bekehren oder damit belasten. Das ist einfach mein eigenes Ding.

    Michaela Boland: Du scheinst in jedem Fall bibelfest.

    Florian Wess: Ich kenne sie nicht auswendig,  ich deute sie auch nicht immer so, wie es sein muss, aber ich lese regelmäßig darin. Das ist mir sehr wichtig. Wenn ich aufstehe, bete ich immer zuerst, und lese dann auch immer ein bisschen in der Bibel. Auch abends. Zwei bis drei Mal habe ich sie bestimmt schon komplett durchgelesen. Ich habe auch die Volksbibel von Martin Dreyer gelesen, der die Bibel in die Jugendsprache übersetzt hat. Die fand ich ganz witzig.

    Michaela Boland: Dann lebst du sicherlich auch nach christlichen Grundsätzen?

    Florian Wess: Es sieht so aus. Ich habe meinen roten Faden, aber ich trinke auch ab und zu mal etwas. (lacht).

    Michaela Boland: Dass du gerne in der Öffentlichkeit stehst, war nie ein Geheimnis. Man kennt dich insofern durch unterschiedlichste TV-Auftritte. Ist dieser Umstand für deine Tätigkeit als Designer eher Fluch oder Segen?

    Florian Wess: Ich denke, ich brauche für beides beides. Die Medienpräsenz für die Umsetzung meiner Kreativität und des Labels. Andererseits brauche ich auch das Label, um immer in Dinge hineinzurutschen. Da gibt sich quasi eine Hand die andere. Ich profitiere von beidem und möchte natürlich gerne, dass es mehr wird. Es wird auch mehr.

    In diesem Punkt bin ich zwar manchmal ungeduldig, aber alles in allem mag ich das einfach. Nichts desto trotz muss ich eine Sache bemerken: Das Negative an der Medienpräsenz ist, dass viele einen gerade deswegen nur ausnutzen wollen.

    So habe ich beispielsweise einige Partner gehabt, mit denen ich auch meine Wohnung geteilt, aber dann sehr schnell gemerkt habe, dass diese eigentlich nur gerne selbst in die Medien wollten. Man weiß dann irgendwann einfach, dass man häufig zweimal hingucken muss. Es ist also nicht immer nur easy going.

    Michaela Boland: Botox ist in deiner Familie ein nicht ganz unwesentliches Thema. Du selbst hast jedenfalls keinen Hehl aus deinem Faible dafür gemacht. Wann hast du damit begonnen.

    Florian Wess: 2007, 2008 oder 2009. Irgendetwas um den Dreh.

    Michaela Boland: Wie oft machst du das?

    Florian Wess: Zwei bis drei Mal im Jahr. Das hält ja länger. Es ist sehr harmlos, zum Zahnarzt gehen ist dasselbe. Im Fernsehen wird es natürlich medial gehypt, aber es ist ja nichts Wildes. Doch das ist eine Entscheidungssache. Ich bin natürlich kein Arzt.

    Michaela Boland: Du warst ja bereits kurz verheiratet. Kennenlernen, Hochzeit, und Trennung in der Öffentlichkeit wirkten ein wenig wie im Turbo-Gang. Bist du jemand, der in dieser Hinsicht schnelle Entscheidungen trifft? Lässt du dich eher spontan auf Beziehungen ein?

    Florian Wess: Ich bin langsamer und vorsichtiger geworden in solchen Dingen. Was diese Hochzeitsgeschichte betrifft, - wir haben ja tatsächlich standesamtlich geheiratet, es war ja kein Fake -  muss ich sagen, es gibt ja den Spruch „drum prüfe, wer sich ewig bindet…“ Und das stimmt. Das habe ich nicht beherzigt.

    Michaela Boland: Mit dem Designer-Dasein bist du sehr beschäftigt, medial bist du ebenfalls präsent und beides liebst du. Kann man sich eigentlich immer mehrteilen? Wo genau soll nun deine Reise hingehen?

    Florian Wess: Es gibt da drei Pakete: Das eine ist `Die Botox-Boys und Florian Wess`, das wird es in den Medien immer geben, egal wo.

    Michaela Boland: Dabei seid ihr, dein Vater, Onkel und du buchbar?

    Florian Wess: Genau. Man kann alles mit uns machen. Dann gibt es `Garçon F und Florian`, das bin ich. Das werde ich immer weiterführen, auch ganz bewusst in den Medien. Und das dritte ist eben `Florian Wess und noch andere Dinge`. Mit dem Fernsehen möchte ich sehr gerne die Leute, die einen harten Tag hinter sich haben, am Abend unterhalten, damit sie abschalten können. Das ist mir wichtig, das ist mein Ding. Darüber hinaus ist mein Ziel, mir vor allem mit Garçon F meinen Lebensabend zurechtzurücken.

    Michaela  Boland:  Lieber Florian, vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch. Für deinen weiteren, sicherlich erfolgreichen Weg, die besten Wünsche.

     

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und Porträt des Monats

    © Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

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  • Sonja Miko von Indigourlaub setzt bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit in oekologischer, sozialer und ethischer Hinsicht
    Indigourlaub, zum Thema Nachhaltigkeit
    Sonja Miko will Plastik auf null reduzieren

    Yoga-, Ayurveda- und Meditationsreisen sind die Spezialgebiete des österreichischen Veranstalters Indigourlaub. Für Geschäftsführerin Sonja Miko ist das Thema Nachhaltigkeit Herzenssache.

    Natur bewusst zu erleben und zu genießen gehört auf ihren Reisen zum Programm, zudem gilt für sie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen als Selbstverständlichkeit.

    Neben Siegeln und Zertifizierungen setzt sie vor allem auf konkretes Handeln: Jeder Einzelne kann durch sein persönliches Verhalten zum achtsamen Umgang mit der Umwelt beitragen. Im Interview erklärt Sonja Miko, wie sie sich dafür engagiert und warum ihre eigenen Seminarhäuser auf Mallorca und im Chiemgau noch nicht ganz plastikfrei sind.

    Nachhaltigkeit spielt bei Ihnen eine große Rolle. So trägt Indigourlaub das TourCert-Siegel. Was hat es damit auf sich?

    Miko: Das Siegel ist quasi der „offizielle“ Stempel, dass wir festgelegte, geprüfte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Im Zertifizierungsprozess werden ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung genau unter die Lupe genommen. So haben Kunden die Sicherheit, dass Nachhaltigkeit auch wirklich gelebt wird.

    Zudem sind Sie aktives Mitglied beim „forum anders reisen“. Welche Ziele verfolgt der Zusammenschluss? Und was trägt Indigourlaub bei?

    Miko: Die 130 Mitglieder des Vereins „forum anders reisen“ gestalten ihre Reiseangebote nach ökologischen, sozialen und auch ethischen Aspekten. Neben selbst festgelegten Auflagen steht Präventionsarbeit im Vordergrund:

    Wir möchten Impulse geben, wie Urlauber bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit achten können – soweit möglich. Toleranz, Respekt und Offenheit für Neues sind dabei wesentliche Werte. Indigourlaub ist in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, etwa bei Ecpat (www.ecpat.de). Dort geht es speziell um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung.

    Können Sie uns noch etwas zu Ihrem Engagement beim Verein SONNE-International sagen?

    Miko: Der Verein mit Sitz in Wien setzt sich ganz unbürokratisch für Bildung, Ausbildung und medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein. Das Team ist in Indien, Myanmar, Bangladesch und Äthiopien tätig. Wir finanzieren zum Beispiel in Myanmar eine Yogalehrerin, die wöchentlich unterrichtet und den Jugendlichen damit eine gute Basis für mehr Selbstvertrauen gibt.

    Indigourlaub kooperiert auch mit „atmosfair“. Wie sieht diese Kooperation aus?

    Miko: „atmosfair“ bietet die Möglichkeit, CO2-Emissionen von Flugreisen zu kompensieren und finanziert mit den Geldern Klimaschutzprojekte. Wir übernehmen 50 Prozent der Kompensationskosten unserer Kunden und gleichen natürlich auch unsere Firmenflüge aus.

    Kritiker raten, auf Flugreisen in den Urlaub generell zu verzichten. Was antworten Sie?

    Miko: Natürlich kann man auf Flugreisen verzichten. Ich denke aber, diese Entscheidung muss jede/r für sich treffen, ohne Angst, als „Klimasünder“ dargestellt zu werden. Wenn man den gehobenen Zeigefinger zum Prinzip erklärt, müsste so vieles verboten werden:

    Autos inklusive Elektroautos, deren Speicherherstellung Raubbau an der Natur ist, technische Geräte und natürlich ein Großteil unserer Nahrungsmittel. Ich bin aber kein Freund von Doktrinen. Ich selbst fliege relativ viel, versuche aber in anderen Bereichen meines Lebens so nachhaltig zu leben, wie es eben geht.

    Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten Zeichen setzen. Wozu Einzelne fähig sind, beweist aktuell Greta Thunberg. Sie hält uns mit ihren 16 Jahren den Spiegel vor und zeigt, was möglich ist.

    Was bedeutet Nachhaltigkeit ganz konkret für das Reiseprogramm und die Auswahl der Urlaubsorte bei Indigourlaub?

    Miko: Bei uns muss bei der Auswahl der Urlaubsorte und Partnerbetriebe das Gesamtpaket stimmen. Im Rahmen der persönlichen Besichtigung machen wir uns ein Bild aus ökologischer und sozialer Sicht.

    Für die CSR-Kriterien (Corporate Social Responsibility) gibt es eigene Fragebögen, die wir mit unseren Partnern durchgehen – das Wichtigste sind dabei Gesamt-Performance und Einstellung. Wir legen großen Wert auf die zwischenmenschliche Komponente.

    Denn so wie die Partnerschaft mit uns aussieht, ist üblicherweise auch die Umgangsform mit Gästen, Mitarbeitern, den Menschen vor Ort sowie der Natur und ihren Ressourcen. Dieser Aspekt steht für mich persönlich als nachhaltiger Gesichtspunkt ganz oben, da es die Werte der Menschen widerspiegelt.

    In welchen Bereichen wären Sie gern noch nachhaltiger?

    Miko: Da gibt es viele. In unseren eigenen Retreat Centern von Indigourlaub auf Mallorca und im Chiemgau wünsche ich mir, Plastik auf null zu reduzieren. Leider machen bisher nicht alle Lieferanten mit, manche halten immer noch an Plastikverpackungen fest.

    Mich schmerzt auch der Anblick bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen. Davor türmen sich volle und leere Plastikflaschen, die entsorgt werden, um den Vorschriften gerecht zu werden. Da müsste es doch andere Lösungen geben.

    Und ganz persönlich würde ich gern meine Autokilometer zunehmend gegen öffentliche Verkehrsmittel tauschen – was leider noch nicht ganz klappt, aber man setzt sich ja Ziele.

    Interview: Vera v. Wolffersdorff, Angelika Hermann-Meier PR

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  • Michael Gielen im SWR Filmportrait SWR 2007 
Gespraech zwischen Generalintendant Joachim Klaiber, Komponist Aribert Reimann und der Leiter der Stockholmer Oper Michael Gielen
    Zuhause auf den Weltbühnen
    Der Unsterbliche Michael Gielen, es ging immer um die Wahrheit der Musik

    Zum Jahresende erinnern wir noch einmal an einen großen Künstler: Ein Künstler wie Michael Gielen, kann nicht Sterben, gestorben wäre er nur, wenn man ihn vergessen hätte. Das wird noch lange nicht geschehen. In Michael Gielens Biographie spiegelt sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts, die politische wie die musikalische.

    Geboren in Dresden als Sohn des prominenten Opern- und Schauspielregisseurs Josef Gielen kam er 1936 nach Berlin. Auf Druck der Nationalsozialisten ging die Familie zwei Jahre darauf nach Wien, um 1940 nach Buenos Aires zu emigrieren, da der Vater dem Regime kritisch gegenüberstand und die Mutter jüdischer Abkunft war.

    In Buenos Aires, wo Josef Gielen am Teatro Colón engagiert war, kam der junge Michael Gielen u. a. mit Erich Kleiber in Kontakt, der ihn sehr prägte, zudem auch mit Wilhelm Furtwängler. Er studierte Klavier und Musiktheorie, darüber hinaus begann er auch zu komponieren.

    Seine musikalische Tätigkeit begann er als Korrepetitor am Teatro Colón, nach seiner Rückkehr nach Europa arbeitete er ab 1950 in gleicher Funktion an der Wiener Staatsoper, wo er von Dirigenten wie Herbert von Karajan, Karl Böhm und Clemens Krauss beeinflusst wurde.

    Große Stationen auf den Weltbühnen

    Ab 1960 hatte Michael Gielen dann Leitungspositionen an Opernhäusern sowie bei Orchestern inne – zunächst an der Königlichen Oper in Stockholm, ab 1969 dann beim Belgischen Nationalorchester in Brüssel, ab 1973 dann an der Niederländischen Oper in Amsterdam.

    Das Jahrzehnt zwischen 1977 und 1987, als Michael Gielen gemeinsam mit Ruth Berghaus legendäre Produktionen an der Oper Frankfurt realisierte (zudem war er Leiter der Frankfurter Museumskonzerte), gehört zu den wichtigsten seiner Laufbahn, ebenso die Zeit als Chefdirigent des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden zwischen 1986 und 1999, in der er große sinfonische Zyklen, u. a. mit Werken von Beethoven, Bruckner und Mahler erarbeitete.

    Darüber hinaus leitete Michael Gielen auch das BBC Symphony Orchestra und das Cincinnati Symphony Orchestra, in Berlin neben der Staatskapelle häufig auch das Konzerthausorchester.

    Im Mittelpunkt seiner musikalischen Interessen standen die Werken der großen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts (insbesondere Bach, Beethoven, Schubert, Bruckner und Mahler), vor allem aber die Musik der Wiener Schule mit ihren Protagonisten Schönberg, Berg und Webern, desgleichen aber auch deren Zeitgenossen Schreker und Zemlinsky und die Komponisten der Nachkriegszeit, u. a. Bernd Alois Zimmermann – dessen seinerzeit als unspielbar geltende Oper »Die Soldaten« er 1965 in Köln zur Aufführung brachte –, Karlheinz Stockhausen oder Luigi Nono.

    Michael Gielen ging es immer um die Wahrheit der Musik, um die »utopischen« und »ersehnten Momente«, wie er es in seiner 2005 veröffentlichten Autobiographie »Unbedingt Musik« ausgedrückt hat.

    Die Musikwelt verliert mit ihm einen engagierten Streiter für diese, unsere Kunst, einen wachen, reflektierten Geist, der um ihre Gefährdungen wusste und sich immer neu für sie eingesetzt hat.

    Die Staatsoper Unter den Linden und die Staatskapelle Berlin, die Michael Gielen so viel verdanken, werden ihm ihr ehrendes Andenken bewahren.

    Eine Fülle an eindrucksvollen Abenden verdankt die Staatsoper Unter den Linden und die Staatskapelle Berlin  Michael Gielen:

    Die Erstaufführung von Alban Bergs Oper »Lulu« etwa, die 1997 im Haus Unter den Linden stattfand (zwei Jahre zuvor hatte er dieses Werk gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin bereits bei den Salzburger Festspielen zur Aufführung gebracht), die vom Publikum wie der Presse gefeierte Premiere von Franz Schrekers

    »Der ferne Klang« 2001 in der Regie von Peter Mussbach, aber auch die Neuproduktionen von Bellinis »Norma« und Verdis »Macbeth« mit ihren innovativen künstlerischen Ansätzen.

    Seit 1999 dirigierte er regelmäßig die Staatskapelle Berlin, wobei er pro Saison ein sinfonisches Programm mit dem Orchester einstudierte und präsentierte, weit gefächert mit Musik von Beethoven und Schubert, Bruckner und Mahler, über Schönberg und seine Schüler bis hin zu Bernd Alois Zimmermann und Aribert Reimann.

    Mit hoher künstlerischer Verantwortung hat sich Michael Gielen dabei den aufführungspraktisch herausfordernden Werken der Neuen und Neuesten Musik zugewandt, aber auch den Klassikern der sinfonischen Literatur, die er in einer von allen unreflektierten Traditionen gereinigten Art und Weise wiederzugeben und zu vermitteln wusste.

    Die von ihm dirigierten Aufführungen in Oper wie Konzert haben eindrucksvoll bewiesen, das vermeintlich Bekannte in einem überraschend neuen und klaren Licht erscheinen zu lassen, im Zuge eines auf die Werke selbst hin konzentrierten, dirigentisch souveränen und gedankentiefen Musizierens, dessen Unbedingtheit und Energie sich auf alle, die es erlebt haben, unmittelbar übertragen hat.

    Foto: Wikipedia CC BY-SA 3.0 de-Magnussen, Friedrich

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Kunst - Videogalerie

  • Das Grand Opening mit Moderatorin Cathy Hummels
    Meets & Greets mit Superstars
    600 Influencer und über 70 Millionen Follower - Das war die BigCityBeats GLAM

    Mehr als 600 Influencer. Über 70 Millionen Follower weltweit. Meets & Greets mit dem internationalen Superstar-DJ Steve Aoki, mit Top-Rapper Sido, mit Fußball-Legende Lukas Podolski, mit Comedian Oliver Pocher und mit dem wohl erfolgreichsten deutschen Charthit-Produzenten der Gegenwart:

    Robin Schulz. Cooking mit Starkoch Frank Rosin in der Club Kitchen, zusammen mit dem ersten russischen Michelin-ausgezeichneten Sternekoch Alexander Wulf.

    Eine Rolls-Royce-Staffel, die Prominente aus der ganzen Welt nach Düsseldorf chauffiert, direkt an den Walk of Fame zum roten Teppich und einem Dutzend Feuersäulen, vor den Eingang der VVIP-Area. Beauty, Fashion, Styling, Lifestyle, Accessoires, Selfies und Autogramme mit den ganz großen Stars.

    Das Grand Opening mit Moderatorin Cathy Hummels. Das war die BigCityBeats GLAM beim größten Winter-Club der Welt am 10., 11. und 12. Januar 2020. To be continued.

    Getreu der Devise ”Nach der Party ist vor der Party” wird es auch beim größten Sommer-Club der Welt einen riesigen GLAM-Bereich geben.

    Am 5., 6. und 7. Juni 2020 wird die Bandbreite der Promis noch einmal getoppt werden, die dann auf dem Gelände der Frankfurter Commerzbank-Arena zum großen Meet & Greet einladen.

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  • Faszinierende Bilder eines spektakulaeren Events mit rund 140 Prominenten WorldClubbern
    zum höchsten irdischen Club
    Es ist das finale Aftermovie einer BigCityBeats Saison der Superlative

    Der Aftermovie zum höchsten irdischen Club – Out now!

    Es war eine grandiose Pre-Party zur BigCityBeats WORLD CLUB DOME Winter Edition im Januar in Düsseldorf! Die Snow Edition in der wunderschönen Bergkulisse der Schweizer Alpen war das gebührende Closing 2019 für das erfolgreichste BigCityBeats Jahr aller Zeiten.

    Jetzt ist der Aftermovie zur Party im höchsten irdischen Club fertig – faszinierende Bilder eines spektakulären Events mit rund 140 Prominenten, WorldClubbern und handverlesenen Gästen wie Jasmin Wagner, Birte Glang, Galia Brenner, Magdalena Brzeska, Giulia Siegel, Frank Rosin, Jan Sosniok, Dominik Bruntner, Jolina Fust oder Tanja Brockmann. Möglich gemacht dank der Deutschen Bahn, dem Schweiz Tourismus sowie dem Team der Jungfraubahn.
     
    Es ist das finale Aftermovie einer BigCityBeats Saison der Superlative. Und es ist die perfekte Einstimmung auf die BigCityBeats WORLD CLUB DOME Winter Edition am 10./11./12. Januar 2020 in Düsseldorf.

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  • James Bond ist wieder im Aston Martin unterwegs
    Keine Zeit zu sterben
    Es wird wieder massiv geballert - Ein Leben voller Gewalt

    Superstark ist der Trailer für den neuen James Bond. „Ein Leben voller Gewalt“ heißt es an irgendeiner Stelle im filmischen Appetithäppchen, in dem wieder massiv geballert wird. Nur noch vier Monate, dann wird wieder lizenzmäßig getötet.

    Die Höhepunkte im ersten Trailer zum 25. James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben". Am 4. Dezember wurde der zweieinhalb Minuten lange, actiongeladene Clip veröffentlicht.

    Deutscher Kinostart von "Keine Zeit zu sterben" ist am 2. Juni 2020. Craig hatte vor kurzem angekündigt, dass es sein letzter Einsatz als James Bond sein wird. Am Mittwoch schwärmte der 51-Jährige allerdings von seinem Job als Geheimagent. "Die größte Überraschung war, wie viel Spaß es mir immer noch macht und welchen Kick es mir gibt", sagte Craig.

     

     

     

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Saengerin Mélinée liebt Berlin
Newcomerin Mélinée
Mélinée mit Band
    Sie liebt poesie und geschichten
    Liebesabhängigkeiten: Mélinée schreibt Texte von universeller Kraft

    Ende 2015 haben wir die Künstlerin Mélinée hier vorgestellt. Nun kommt in kürze ihre neue CD auf den Markt und daher wollen wir noch einmal an Sie erinnern.

    Mélinée offenbart ihre Zweifel und ihren Spleen wie viele unterschiedliche Landschaftsbilder der Befindlichkeit, spricht über ihre Liebesabhängigkeiten, ihre Begegnung mit einem „Astronhomme“ oder „AstronoMann“, oder zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Tangotänzern… Erweist ihrem Akkordeon oder der deportierten Jüdin Etty Hillesum eine Reverenz  oder erzählt uns vom schwierigen Metier der Schauspielerei…

    Ihre Texte sind dicht und wohl gefeilt geschrieben, gleichzeitig persönlich und poetisch, von universeller Kraft. In ihnen finden sich Hoffnung und Nostalgie, aber auch hintergründiger Witz und Humor, als passender Kontrapunkt zur Melancholie. Das alles zusammen ergibt diese „melancomische“ Welt, die ihr ganz eigen ist.

    An ihr Akkordeon angeschirrt sammelte sie erste Erfahrungen auf einigen Toulouser Bühnen mit ihrem Komplizen Maxime Dupuis am Cello. Zusammen gewannen sie im Mai 2010 den dritten Platz beim Prix Nougaro.

    Als „Berlinerin“ lernte sie 2012 die Cellistin Samira Aly, 2013 den Gitarristen Jonathan Bratoëff  kennen, mit denen sie auftritt und im Frühling 2014 eine CD aufnehmen wird.

    Mélinée schreibt Liebeslieder

    Ihre Lieder wurzeln in „L'Amour avec un grand Aïe“, (Der Liebe mit einem großen L-eid) der enttäuschten, unmöglichen oder nur geträumten Liebe, aus denen Lieder gemacht werden. Sie selbst gerät bei all dem ins Wanken, lässt Federn und löst dabei ihre eigene,  angerührt  von denen, die sie ihre „musots“ nennt („Maskuline Form der Muse, Köstlichkeit meiner Worte“).

    Im Goethe-Institut von Toulouse spielt sie weiter Theater, steigt ein in Werthers Sprache und hält sich immer mal wieder kurz auf der anderen Seite des Rheins auf, wo ihre Faszination für Berlin immer größer wird. 2010 landet sie dort und in einer Liebesgeschichte.

    Mélinée liebt Berlin

    Berlins Geschichte und seine Orte, seine urbane Poesie und seine beunruhigende Zukunft inspirieren die Sängerin zu ergreifenden Versen.

    « Weil ich die Leute vom Tacheles – das berühmte, besetzte Berliner Künstlerhaus, das jetzt geschlossen ist – getroffen habe und mit neuen Musikern gespielt habe, konnte ich über diese Schwelle gehen, habe ich mich endlich getraut, Toulouse zu verlassen.

    Ich hab es nie bereut, es war ein Traum, der in Erfüllung ging und damit ein so ganz anderes und spannendes Leben, das begann, weit weg von den Dämonen meiner Heimatstadt…

    Meine Liebe zu Berlin bleibt unangetastet, auch wenn es die Zeit des Tacheles, nach der ich mich manchmal sehne, nicht mehr gibt und mich die Zukunft der Stadt beunruhigt.

    Diese Stadt beruhigt, inspiriert mich, entfaltet mich… Wenn ich weg von ihr bin, fehlt sie mir, wie Anderen ein Mann, für mich ist es die Stadt meines Lebens! »

    Mélinée über ihr neues Album Timezone

    Insgesamt sind auf dem Album 17 Original-Kompositionen zu hören (darunter eine Version vom  Fernsehturm auf Deutsch).

    Der Gitarrist Jonathan Bratoëff begleitet mich auf der Bühne seit zwei Jahren. Er ist ein anerkannter Komponist und Musiker der britischen Jazz-Szene, immer auf der Suche nach neuen Einflüssen und verliebt in meine Texte – deshalb war es für mich eine klare und einfache Entscheidung, ihm die künstlerische Leitung des Albums anzuvertrauen.

    Jonathan hat ein mediterranes Temperament,  das sich mit einer perfektionistischen  Seite  verbindet, und hat die Aufnahme des Albums mit viel Leidenschaft geleitet.

    Die Arrangements der Lieder, mal gipsy, mal jazzig oder rockig, tragen und schmücken Mélinées Poesie.

    Jonathan hat die Musik in Partituren gesetzt, deshalb mussten wir wenig zu sechst proben. Wir haben die Stücke während einer Woche in Berlin im Studio Audio Cue aufgenommen, unter den Bedingungen eines Live-Auftritts. Nur der Akkordeon-Part wurde in der Nähe von Toulouse aufgenommen.

    Kann man sich einen besseren Ort vorstellen als die Berliner Jam-Sessions um virtuose Jazzmusiker ausfindig zu machen? Drei von ihnen wurden so entdeckt:

    Marcel Krömker (Kontrabass), Eugenio Corsaro (Piano) und Joe Smith (Schlagzeug). Sie waren von der Idee meines Albums gleich begeistert. Seit einem Jahr schon spielte ich mit der Cellistin Samira Aly, die einen klassischen Parcours hinter sich hat.

    Was den wunderbaren Akkordeonisten Grégory Daltin betrifft, so ist er ein langjähriger Freund. Ich konnte einfach niemanden anderen bitten bei uns mitzuspielen!

    Derzeit tritt Mélinée hauptsächlich in Trio auf zusammen mit dem Gitarristen Jonathan Bratoëff und dem Kontrabassisten Carmelo Leotta.

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  • Urban Anmials Widder
Urban Anmials Ausstellung
Urban Anmials Ausstellungssicht
Urban Anmials Ausstellungsansichten
Norbert Schaefer
Urban Anmials Hirsch
Urban Anmials Hirsche
Urban Anmials Zebras
    die Realität hinter der Realität
    Schärfe und Unschärfe - Norbert Schäfer unternimmt ungewisse Expeditionen in die Realität

    Menschen und Natur ziehen sich wie ein roter Faden durch Schäfers Fotografie. Die Motive spielen dabei meist nur eine Nebenrolle: Sie dienen als Ausgangspunkt für ausgedehnte und oft ungewisse Expeditionen in die Realität hinter der Realität.

    Als Künstler fasziniert Schäfer die Darstellung von Bewegung und Zeit und das grenzenlose Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Seine PhotoArt war schon immer das Ergebnis unterschiedlicher Bewegungen von Sujet und Kamera. Die vielschichtigen Motive spielen mit Realität und Abstraktion. Durch Schichtungen und Überlagerungen entstehen weniger klassische Fotos, sondern Gemälde aus Licht.

    Wie sehen wir? Und wie viel hat das Bild in unserem Kopf mit der Realität zu tun? Diese Fragen haben Schäfer schon immer interessiert. Den Anstoß, eine künstlerische Antwort darauf zu finden, gab das Foto Touch of Red, aufgenommen vor 30 Jahren in Paris.

    Worum geht es? Der Mensch sieht in Wirklichkeit selektiv. Nur einen winzigen Ausschnitt unseres Gesichtsfeldes sehen wir scharf. Die Augen machen gewissermaßen eine Kamerafahrt, und das Gehirn setzt viele Einzelbilder zu einem Gesamteindruck zusammen.

    Unser Bild im Kopf ist also kein korrektes Abbild der Wirklichkeit, sondern immer eine Interpretation der Realität durch unser Gehirn. Mit seiner PhotoArt versucht Norbert Schäfer, diesen Prozess der Bildverarbeitung im Gehirn wieder zurück zu spulen; all die “Blind Spots”, die Unschärfen und Bewegungen wieder sichtbar zu machen.

    Zwar bleiben der “magische Moment” und die Fähigkeit (und das Glück), das richtige Motiv zu erkennen und festzuhalten, die Grundlage für jedes gute Foto. Dennoch spielen dem Fotografen die heute verfügbaren technischen Werkzeuge natürlich in die Hände

    . Computer und Software eröffnen faszinierende Möglichkeiten: ästhetische Überhöhungen banaler Motive, übersteigerte Farbwirkungen oder Schichtungen unterschiedlicher Wirklichkeiten und Zeitebenen. So kann Schäfer fast wie ein Maler mit Farbe, Licht und Formen agieren.

    Seit Touch of Red ist die PhotoArt ein faszinierendes Spielfeld für Fantasie und Experimentierfreude des Düsseldorfers. "Bei der Entstehung der Bilder ist der Zufall ein mächtiger Verbündeter, auf den ich mich immer wieder gern verlasse", sagt Schäfer.

    "Ein Beispiel sind die Tiermotive aus der Urban Animals-Reihe, die ich ganz neu für mich entdeckt habe. Ohne die zufällige Begegnung mit einem Großwildjäger und intensive Einblicke in seine faszinierende Welt wäre es wohl nie dazu gekommen."

    Jetzt tummeln sich Steinbock & Co in urbanen Straßenschluchten und geben den New York-Impressionen des Künstlers eine neue überraschende Dimension.

    Über Norbert Schäfer

    Norbert Schäfer ist seit 30 Jahren als Künstler und Porträt-Fotograf erfolgreich. In seinen Studios in Düsseldorf und auf Mallorca arbeitet er außerdem als Werbefotograf für renommierte Unternehmen und Marken.

    Mehr Infos: www.photoart-dus.de

    Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 12-17 Uhr

    Norbert Schäfer PhotoArt

    Heerdter Lohweg 226 b

    40549 Düsseldorf

    info@norbertschaefer.com

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  • Jasmine Thompson mit neuer Single Adore
    Jasmine im interview
    Shootingstar des Jahres: - Die 14-jährige Jasmine Thompson

    SIE ist DER Shootingstar des Jahres hatten wir 2015 über die damals 14 jährige geschrieben. Nun wird Sie bald 20 und wir erinnern an dieses  Interview mit Jasmine Thompson. Nach gemeinsamen Hits mit Robin Schulz („Sun Goes Down“) und Felix Jaehn („Ain#T Nobody“) hatte die sympathische 14-jährige im Juni 2015 ihre erste eigene Single „Adore“ veröffentlicht.

    Jetzt spricht Jasmine Thompson in einem exklusiven Interview über YouTube, ihre Musik, Klavierspielen, Cover Songs, ihr neues Leben als Popstar, Freunde und ihre Heimat London.

    Wie bist du zu YouTube gekommen?

    „Mein Bruder hat YouTube sehr viel genutzt und ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Als ich eines Tages mit 10 Jahren aus der Schule nach Hause kam, war mir langweilig und meine Mutter wusste von meiner Passion fürs Singen und das ich YouTube mochte.

    Also inspirierte sie mich zu der Idee mein erstes YouTube-Video zu posten, welches ein Cover von „The Lazy Song“ von Bruno Mars war. Und so haben wir dann immer weiter gemacht.“

    Wann hast du mit Klavierspielen angefangen?

    „Mit Klavierspielen habe ich angefangen als ich 8 Jahre alt war. Also zur gleichen Zeit als ich auch mit meinen Gesangsstunden angefangen habe. Mit den Gesangsstunde habe ich auch nur angefangen, weil meine Mutter mich bestochen hat, weil ich so gerne zur Klaviermusik gesungen habe. Meine Mutter sagte mir, dass ich keinen Gesang lernen kann ohne Klavier spielen zu lernen.“

    Wie beschreibst du selbst deine ungewöhnliche Stimme?

    „Wenn ich singe ist das meine natürliche Tonlage. Viele Leute sagen, dass ich sehr traurig klinge beim Singen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum es so traurig klingt. Das passiert einfach so.“

    Wie gerne schreibst du eigene Songs?

    „Ich liebe es sehr eigene Songs zu schreiben. Besonders wenn ich Co-Writer habe, also andere Leute die mit mir schreiben. Was ich so an den Songwriting-Lessons mag, ist: Du sitzt da mit einem total fremden Menschen von dem du nur den Namen kennst, aber sobald man anfängt an das Konzept hinter dem Song zu denken und beginnt gemeinsam zu arbeiten, fängt man an so viel über diese fremde Person kennenzulernen. Ich mag den Prozess des Songwritings wirklich sehr.“

    Worum geht es in deinem Song „Adore“?

    „In ‚Adore‘ geht es um Musik und Liebe. Musik ist meine erste große Liebe, es ist eine wirklich große Passion von mir. Die Lyrics ‚I adored you before I laid my eyes on you‘ sagen genau das aus, wie ich zur Musik stehe. Durch die Musik kann ich meine Gefühle ausdrücken, deshalb ist Musik so unheimlich wichtig für mich.“

    Was können wir von deiner EP erwarten?

    „Insgesamt werden auf der EP 5 Songs zu finden sein, darunter auch ‚Adore‘“.

    Warum bringst du eine EP heraus und kein ganzes Album?

    „Ich will schon lange meine eigene Musik veröffentlichen und jetzt gerade habe ich meine Single ‚Adore‘ veröffentlicht. Ich habe mich für eine EP entschieden weil es die Vorstufe zu einem Album ist, das hoffentlich irgendwann im nächsten Jahr erscheinen wird.“

    Mit welchen Produzenten hast du für die EP zusammen gearbeitet?

    „Ehrlich gesagt mit vielen verschiedenen. Ich habe u.a. mit einem Produzenten namens Josh Grant aus New York zusammen gearbeitet. Aber auch mit Jesse Chatkin aus La, der zum Beispiele ‚Chandelier‘ von Sia geschrieben hat. Es sind wirklich verschiedene Leute mit denen ich für die EP zusammen gearbeitet habe. Jeder Song der EP wurde mit verschiedenen Leuten geschrieben.“

    Wie gefällt es dir in Deutschland?

    „Ich liebe es hier in Deutschland zu sein. Ich bin in den letzten Wochen einmal quer durch Deutschland gereist. Leider konnte ich nicht allzu viel sehen, aber wir hatten einen Off-Day in Köln und haben da einen Bootsausflug auf dem Rhein gemacht und ganz viel Eis gegessen.“

    Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

    „Ich möchte für den Rest meines Lebens Musik machen und durch die Welt reisen. Natürlich gemeinsam mit meinen Freunden und meiner Familie. In naher Zukunft will ich erst mal meine EP veröffentlichen und später noch ein Album mit meiner eigenen Musik. Mein Traum ist es mein ganzes Leben mit der Musik zu verbringen.“

    Jasmine Thompsons Weg zur Musik

    Mit ihrer spärlich dekonstruierten Neuinterpretation des Rufus & Chaka Khan-Tracks „Ain’t Nobody“ stieg sie 2013 erstmalig in die britischen Charts ein und sicherte sich in Folge dessen eine stetig wachsende Fanbase mit derzeit über 1,3 Mio. YouTube-Abonnenten.

    Inzwischen ist die Londoner Sängerin/Songwriterin Jasmine Thompson die neue Muse zahlreicher DJs und EDM-Produzenten und überzeugte im letzten Jahr, mit ihrem weltweit erfolgreichen Feature auf dem Robin Schulz-Track „Sun Goes Down“, erstmalig auch international. Im Vereinten Königreich wird sie derweil bereits als nächster Megastar gefeiert. Zeit also für Jasmine Thompson, sich ihrer vielversprechenden Solo-Karriere zu widmen.

    Newcomer Jasmine Thompson beeindruckt die Musikszene

    Als der deutsche DJ Felix Jaehn ihre Version des R&B-Klassikers „Ain’t Nobody“ hörte, fühlte er sich dermaßen inspiriert, dass er den Song remixte und im Zuge dessen nicht nur Platz #5 der Spotify Viral Top 50 US-Charts erreichte, sondern ebenso die internationalen iTunes-Charts eroberte.

    In Deutschland thront sein Remix aktuell auf Platz #1 der Single-, iTunes-, Spotify- und Shazam-Charts. „Sie ist ein zukünftiger Superstar“, sagte Jaehn kürzlich über Jasmine Thompson.

    Der mit Multiplatin ausgezeichnete DJ/Produzent Avicii wiederum war so von der jungen Britin beeindruckt, dass er sie persönlich um ein Cover seiner Single „The Days“ bat.

     Jasmine Thompson verwandelte den Track in eine sehnsüchtig elegante Piano-Ballade, die Avicii via Twitter für „atemberaubend“ befand und die auf YouTube inzwischen mehr als 1,7 Mio. Views zählt. Ihre kristallklaren Vocals ließen neben Kygo und Naughty auch Passenger aufhorchen, der – nachdem Jasmine Thompson ein Cover seines Songs „Let Her Go“ hochgeladen hatte – in einem Billboard-Interview über sie sagte: „Sie hat eine unglaubliche Stimme und wird ein riesiger Star.“ Ihr Cover von „Let Her Go“ zählt bislang über 21 Mio. Views auf YouTube.

    DJ Robin Schulz hat mit Jasmine Thompson gearbeitet

    2014 wurde der deutsche DJ und Produzent Robin Schulz auf sie aufmerksam und gewann sie für ein Feature auf seinem Track „Sun Goes Down“. Dieser entwickelte sich zum internationalen Top 10 Dance-Hit, während das dazugehörige Video derzeit knapp 70 Mio. Views auf YouTube zählt.

    „Jasmines Vocals waren die perfekte Begleitung zu meiner Produktion“, sagt Schulz. „Ihre Stimme hat eine globale Empfindsamkeit und das Potenzial die Welt in ihren Bann zu ziehen.“

    Jasmine Thompson ihrerseits sagt: „Das war das erste Mal, dass ich meine Stimme auf einem Dance-Track hörte. Mir gefiel, wie sich der Sound von meinen bisherigen, auf Klavier und Vocals beruhenden Cover-Versionen unterschied. Es ist ein großartiges Gefühl, dass ich, über die Welt der Piano-Balladen hinaus, nun auch im Dance ein Zuhause habe.“

    Jasmine Thompsons neues Album

    Jasmine Thompsons neugefundene Vorliebe für funkelnden Dance-Pop kommt auch bei ihrer Debüt-Single „Adore“ zum Zuge, auf der die volle Emotionalität ihrer leicht rauchigen Stimme mit pulsierend elektronischem Elan einhergeht. Hinter „Adore“ steckt jedoch mehr als nur ein reiner Liebessong. Der Text spiegelt nämlich Thompsons eigene Beziehung zur Musik wieder: „Der Refrain lautet ‘I adored you / Before I laid my eyes on you’. Die Musik war schon immer für mich da, bevor mir überhaupt klar war, dass ich Sängerin werden wollte“, erklärt sie.

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