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Büffelmozzarella nicht so edel wie sein Ruf

Bitte keine Büffelmozzarella aus Italien kaufen

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN macht abermals auf die verheerenden Tierschutzmängel aufmerksam, die auf vielen Büffelfarmen Italiens noch immer herrschen. Neues Material, das der Organisation zugespielt wurde, zeigt abgemagerte und kranke Tiere in verdreckten Ställen.

Diese Zustände zeichnen ein wenig luxuriöses Bild des weltweit beliebten Edelprodukts ‚Mozzarella di Bufala Campana DOP‘. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage hat VIER PFOTEN die Maßnahmen von 13 Supermarktketten im deutschsprachigen Raum für mehr Tierwohl bei der Büffelhaltung bewertet.

Es zeigt sich, dass die Supermärkte ihre Bemühungen um Mindeststandards in den vergangenen Jahren stark verbessert haben. Dennoch kann VIER PFOTEN Büffelmozzarella nach wie vor nicht mit gutem Gewissen empfehlen.

„Wir haben Tierwohlkriterien, Kontrollen und die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette bei Aldi Süd & Nord, Kaufland, Lidl, Rewe abgefragt“, erklärt Nina Jamal, Kampagnenleiterin Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN. „Positiv ist, dass der Handel einige konkrete Maßnahmen in die richtige Richtung gesetzt hat.

Leider zeigen die Bedingungen vor Ort aber, dass die Büffelhaltung nach wie vor von einem Top-Standard weit entfernt ist. Zum derzeitigen Zeitpunkt rät VIER PFOTEN daher jenen Konsumenten, die nicht auf Mozzarella verzichten wollen, auf Bio-Produkte aus Kuhmilch zu setzen."

Seit VIER PFOTEN im Jahr 2014 seine Arbeit zu Büffelmozzarella begann, gab es einige positive Veränderungen. So streben Farmen mittlerweile aus Eigeninitiative bessere Haltungsbedingungen an, und Supermärkte stellen Tierwohlforderungen an ihre Lieferanten. Auf vielen italienischen Büffelfarmen zeichnet sich allerdings noch immer ein grausames Bild ab:

Die Tiere werden in kleinen, verdreckten Ställen gehalten und ohne Zugang zu grünen Weideflächen. Oft fehlt den Wasserbüffeln Zugang zu Wasser oder Schlamm, in dem sie sich, ihren natürlichen Instinkten entsprechend, baden und abkühlen können. Einige der Tiere waren stark unterernährt.  

„Die Zustände auf den Farmen sind schockierend. Supermärkte, Händler und Produzenten vermarkten Büffelmozzarella als hochwertiges Produkt. Dann müssen aber auch die Haltungsbedingung entsprechend hochwertig sein. Wir fordern regelmäßige und verpflichtende Tierschutzkontrollen“, sagt Jamal.  

Außerdem fordert VIER PFOTEN Supermärkte und Einzelhändler auf, ihre Marktmacht zu nutzen: „Sie sollen eigenständige Kontrollen durchführen“, sagt Jamal. „Außerdem müssen sie viel vehementer auftreten, um die Einhaltung verbindlicher Tierschutzkriterien sowie unabhängige Kontrollen auf den Betrieben durchzusetzen."

Männliche Kälber als lästiges Abfallprodukt

Bereits im August 2018 machte eine von VIER PFOTEN ebenfalls in Italien durchgeführte Recherche das Leid der männlichen Büffelkälber deutlich. Als wertloses Nebenprodukt betrachtet, werden die Jungtiere oft bewusst vernachlässigt. Sterben sie nicht an den Folgen der schlechten Haltungsbedingungen, werden sie durchschnittlich 30 Tage nach ihrer Geburt ermordet.

Doch die Situation der männlichen Kälber verbessert sich langsam: Mittlerweile erhalten Bauern laut einer staatlichen Verordnung eine kleine Prämie, wenn sie das Kalb ordnungsgemäß zum Schlachter bringen. Außerdem sorgt eine neue Checkliste der italienischen Regierung dafür, dass die speziellen Tierwohlkriterien für Wasserbüffel bei Kontrollen berücksichtigt werden.  

Das Geschäft mit der Büffelmilch  

Kampanien ist mit 90 Prozent der Büffelmilchgewinnung die produktionsstärkste Region Italiens. 74 Prozent der rund 400.000 in Italien lebenden Wasserbüffel werden in Kampanien gezüchtet. Insgesamt gibt es landesweit über 2.200 Büffelfarmen.

Die überwiegende Mehrheit davon – 77 Prozent – sind reine Milchproduzenten, 14 Prozent sind reine Fleischproduzenten und nur neun Prozent nutzen die Tiere sowohl für die Milch- als auch Fleischproduktion.

Büffelmozzarella aus Kampanien trägt das DOP-Siegel (Denominazione di Origine Protetta, geschützte Herkunftsbezeichnung) und ist der Exportschlager Zentral- und Süditaliens. Hauptabnehmer des Luxuskäses sind Frankreich, Deutschland, Großbritannien, USA, Schweiz und Spanien.

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  • 26.10.2019

Aktuelles - Marketing News

  • Die sehen aus wie Straeflinge im Wilden Westen schreibt ein User ueber das neue Trikot fuer die DFB Elf
    sehen aus wie Sträflinge im Wilden Westen
    Adidas hat ins Klo gegriffen- Trikot der DFB-Elf ein Schlafanzug für zehn Euro

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ist anscheinend nicht so glücklich mit dem neuen Trikot der DFB Elf. Und Werte kann er darin auch nicht erkennen. Das auch noch: Dass der Hersteller Adidas die Namen von zwei Nationalspielern falsch geschrieben hat, sorgt für Hohn und Spott im Social Web.

    Lieber Herr Böhmer,

    die deutsche Fußballnationalmannschaft hat ein neues Trikot. Das Design stammt von Adidas. Der Traditionsausrüster spricht von einem „Statement für die Werte“.

    Mit Verlaub: Das ist hohler Quatsch. Menschen vermitteln Werte. Nicht irgendein Trikot.

    Außerdem: Das Teil kostet in der „Authentic-Version“ 130 Euro. Wer wird sich das leisten können? So viel zum Thema Werte. Immerhin gibt es eine weitere Klasse: Als „Replica“-Version kostet das Trikot 90 Euro. Das macht die Sache auch nicht viel besser.

    Das Shirt hat Querstreifen, so genannte „handgemalte Nadelstreifen“. Woran denkt man beim Wort Nadelstreifen? – nur mal so nebenbei bemerkt…

    Einer der Nationalspieler sagt, das Trikot „habe Style“. Na, das ist ja die Hauptsache. Aber: Stimmt das überhaupt?

    Kommen wir zur Ästhetik. In Social Media werden Vergleiche gezogen, die nicht von der Hand zu weisen sind. Die „Frankfurter Neue Presse“ hat folgende interessante Wortmeldungen gefunden:

    „sieht aus wie ein Schlafanzug für zehn Euro“

    „sieht aus wie die Packungsbeilage im Nivea Familien-Set“

    „sehen aus wie Sträflinge im Wilden Westen“

    Und ein weiterer fühlt sich bei den dünnen Querstreifen auf dem Shirt an ein "Knastshirt" erinnert.  

    Und was machen wir jetzt damit? Am besten ist, wir werden Europameister. Dann ist alles wieder gut.

    Einen schönen Abend wünscht

    Ihr Rolf Schröter

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  • Sido praesentiert fuer Adidas die Wendejacke fuer Wendehaelse, das meint zumindest die Redaktion von GFDK
    Adidas kommerzialisiert den Mauerfall
    Wendejacke, Wendehals, Wendepunkt das passt alles zum Mauerfall

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute Wende-Nachrichten für mich. Na ja, mir fallen dazu nur Wedehälse ein, davon gibt es ja genug.

    Lieber Herr Böhmer,

    das Jubiläum des Mauerfalls lassen Marketer und Werber erwartungsgemäß nicht ungenutzt an sich vorüberziehen. Adidas hat mit einer eigenen Wendejacke gepunktet, in der sich sogar Rapper Sido allem Anschein nach ganz gerne zeigt. "Breaking Walls" ist das Motto der gelungenen Aktion.

    Bei VW hat man jetzt nicht gleich den Wende-Golf auf den Markt gebracht, sondern lässt lieber Bundestrainer Joachim Löw in einem VW durch die deutsch-deutsch Geschichte reisen . Eine Wende wird zumindest aber indirekt dennoch deutlich - Löw fährt nämlich im neuen Elektromodell ID.3 durch die Gegend. Gut gemacht ist das Ganze in jedem Fall.

    Eine andere Art von Mauer, die vor allem Medienhäusern große Kopfschmerzen bereitet hat, ist jetzt ebenfalls gefallen. Der Bundestag hat bei der Mehrwertsteuer endlich die sinnlose Unterscheidung zwischen analogen und digitalen Medien beendet. Hat ja auch lange genug gedauert.

    Schönes Wochenende

    Holger Schellkopf

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  • Mit Eiern aus Stahl wurde die Saftmarke True Fruits zum erfolgreichen Saftladen, nun wurde Nic Lecloux von Oliver Hauser ausgeladen, der hat keine Eier aus Stahl
    Schmudelkind von True Fruits ausgeladen
    Oliver Hauser zieht den Schwanz ein - Nic Lecloux von True Fruits ausgeladen

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat neues über True Fruits zu berichten. Ich Stimme ihm aber keinesfalls zu, was die Ausladung von Nic Lecloux angeht. Ich halte diese Entscheidung für falsch. Intoleranten, militanten und radikalen darf man nicht das Feld überlassen.


    Magdalena Pötsch von der Zeitschrift "Wienerin" hatte sich fürchterlich aufgeregt. Der Smoothie-HerstellerTrue Fruits macht sexistische und rassistische Werbung. Jetzt soll der Geschäftsführer auf einer großen Marketing-Konferenz über erfolgreiches Marketing sprechen, schrieb sie. Und was passiert daraufhin:

    Die ziehen den Schwanz ein. Der Grund: Er sei mit "Anfeindungen, Aufrufen zum Boykott bis hin zu Demonstrationen und Aktionismus konfrontiert". Mit Eiern aus Stahl wurde die Saftmarke True Fruits zum erfolgreichen Saftladen, nun wurde Nic Lecloux von Oliver Hauser ausgeladen, der hat keine Eier aus Stahl.

    Auch die Spiegel-Kolumnistin Margarete Stokowski, Autorin Charlotte Roche, Comedienne Carolin Kebekus und Moderator Joko Winterscheidt machten sich sich stark dafür das man Nic Lecloux nicht zu Wort kommen lassen sollte.

    Mittlerweile wurde auf der Website von OMX ein Statement von Konferenz-Veranstalter Oliver Hauser zum medialen Feedback veröffentlicht. Der Vortrag von Lecloux wurde nun aus dem Programm genommen:

    Man nehme die "geäußerte Kritik sehr ernst" und lehne "Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung (…) sowie Intoleranz und Radikalisierung in jeglicher Form“ strikt ab. Die Bühnen der OMX seien dazu da, "den Branchendialog zu fördern und nicht um Personengruppen gegeneinander aufzubringen“.

    Man sehe sich mit "Anfeindungen, Aufrufen zum Boykott unserer Veranstaltung bis hin zu Demonstrationen und Aktionismus konfrontiert“, die den reibungslosen Ablauf der Konferenz und „allem voran die Sicherheit unserer Gäste und Vortragenden gefährden“ würden.

    Als Veranstalter sei es Priorität "für eine geordnete Konferenz zu sorgen“. Da Hauser die aktuelle Entwicklung nicht verantworten könne, hätten sich Hauser und das Team dazu entschieden, den Vortrag von Nic Lecloux aus dem Programm zu nehmen.


    Lieber Herr Böhmer,

    ist es in Ordnung, dass Oliver Hauser Nic Lecloux ausgeladen hat?

    Oliver Hauser veranstaltet in Salzburg am 21. November die Digitalkonferenz OMX, Nic Lecloux ist der Marketingchef der Saftmarke True Fruits.

    Die einen feiern True Fruits wegen ihrer „frechen“ Sprüche. Die anderen kämpfen gegen die sexistischen, rassistischen und behindertenfeindlichen Inhalte.

    Lassen wir mal die juristische Sicht beiseite. Nic Lecloux erlaubt sich, auf diese Art zu werben, weil wir eine freie Gesellschaft sind. In einer freien Gesellschaft steht es aber auch jedem frei, Gäste auszuladen. Und Händlern steht es frei, Produkte nicht ins Sortiment zu nehmen. Und Käuferinnen und Käufern steht es frei, Produkte nicht zu kaufen.

    Wir entscheiden darüber, wer und was Aufmerksamkeit erhält und wer und was Erfolg hat.

    Jeder treffe die Entscheidung, die er vertreten kann.

    Ich finde es in Ordnung, dass Oliver Hauser Nic Lecloux ausgeladen hat.

    Ich würde mir nur wünschen, dass eine solche Entscheidung nicht durch Druck von außen kommt, sondern aus Überzeugung von innen.

    Einen erholsamen Abend wünscht

    Rolf Schröter

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Unternehmens-Nachfolge richtig regeln aber wie, diese Fragen beantworten die  FAMILIENUNTERNEHMER
    Nachfolge richtig regeln – aber wie
    150.000 Familienunternehmen übergeben, aber wie?

    Gemäß des Instituts für Mittelstandsforschung stehen zwischen 2018 und 2022 rund 150.000 Familienunternehmen zur Übergabe an. Davon werden etwa 2,4 Mio. Beschäftigte betroffen sein. In NRW, dem Bundesland mit dem größten Unternehmensbestand, sind mit ca. 32.000 Firmen die meisten Übertragungen zu erwarten.

    Grund genug für den Wirtschaftsverband DIE FAMILIENUNTERNEHMER sich dem Thema „Nachfolge“, das neben der erfolgreichen Unternehmensführung zu den wichtigsten Aufgaben einer Firma zählt, im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu widmen.

    Informationen dazu erhielten jetzt mehr als 50 Unternehmer im Industrie-Club Düsseldorf: Auf dem Podium referierten und diskutierten die Experten: Dr. rer. pol. Daniel Gerbaulet, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Fernuniversität Hagen, der in seinem Vortrag erst einmal über die Grundlagen und Formen der Nachfolge sowie die Bestimmung des Unternehmenswertes sprach.


    Peter Lamers, Rechtsanwalt, Leiter Legal Public Sector Operations, KPMG Law, der die Risiken ungeregelter Nachfolge thematisierte und Manuel von Möller, Geschäftsführender Gesellschafter der BÄRO GmbH & Co. KG, der das Thema aus der  Sicht eines Praktikers anging - „Ich habe gekauft!“ - und die für seine Unternehmens-Aquisition angewandte Entscheidungsmatrix offen darstellte.

    Moderiert wurde die Veranstaltung von der Buchautorin Martina Grünewald-Ernst („Chef im eigenen Gehirn“) und Geschäftsführerin und Inhaberin von „LeaCo Lab - Institut für angewandte Wirtschaftspsychologie“ und Buchautorin.

    Das Resüme der Veranstaltung lautet: Eine gut vorbereitete Unternehmensnachfolge beinhaltet harte und weiche Erfolgsfaktoren, die gleichermaßen zu berücksich­tigen sind. Zu den harten Faktoren zählen: Die Bestimmung des Unternehmenswertes, die Risiken einer geplanten und ungeplanten Übertragung sowie praktische Lösungsansätze für  Unternehmenseigner und Nachfolger.

    Udem wurde festgestellt, dass weiche Faktoren bei der Auswahl des Nachfolgers oder dem „Loslassen können“ seitens des Unternehmenseigners ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

    Lothar Grünewald, Vorstand von DIE FAMILIENUNTERNEHER Bergisches Land, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem Krefelder Unternehmer Mathias Brauner organisierte, betonte: „Eine Unternehmensnachfolge ist ein höchst komplexer Prozess und für alle Beteiligten eine große Herausforderung.“

    Auch deshalb gibt es eine Fortsetzungsveranstaltung. Die beschäftigt sich in erster Linie mit den psychologisch-sozialen Faktoren einer Nachfolge, also den weichen Faktoren, und findet am 17.03.2020 im Rathauspalais in Solingen Ohligs statt. 

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  • Gestern wie heute, zu ihren diensten von Sala Lieber
Einblick in das hoefische Leben des 17. Jahrhunderts
Erst kommen die gehobenen Positionen, erst dann die gewoehnlichen Angestellten
    Hierarchien in der Arbeitswelt
    Das höfische Leben des 17. Jahrhunderts - Zu Ihren Diensten von Sala Lieber

    Ausstellung von Sala Lieber - Die Eröffnung wurde von Nikolaus Zumbusch, Sprecher der Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen und von Susanne Laugwitz-Aulbach, Kulturdezernentin der Stadt Köln, Dezernat VII – Kunst und Kultur, eingeleitet.
    Die Einzelausstellung im Forum der Stiftung in der Venloer Straße 19 in der Kölner Innenstadt ermöglicht auf humorvolle Art und Weise den Einblick in das höfische Leben des 17. Jahrhunderts.

    Sie befasst sich überwiegend mit der Hierarchie in der Arbeitswelt und stellt sich die Frage, wer von wem abhängig ist. Die Herren des Hauses geben Anweisungen, das Dienstpersonal erfüllt sie demütig. Der Chef entscheidet, die Mitarbeiter befolgen Anweisungen:

    Das war einmal. So ist der gedankliche Bogen von der  damaligen Arbeitswelt zu der von heute für den Betrachter stets präsent - wenn auch nicht in ihren Bildern dargestellt. Seit jeher gab es in der Gesellschaft und Arbeitswelt klare Hierarchien.

    Erst kommen die gehobenen Positionen, erst dann die gewöhnlichen Angestellten. Heute steht die Arbeitswelt, und zwar über alle Branchen hinweg, in einem sehr spannenden Umbruch zum hierarchielosen Führen. Viele Unternehmen setzen auf den Abbau von Hierarchien und wollen «agil» arbeiten. Ein Grund dafür ist ein signifikanter Wertewandel bei den Mitarbeitern.


    Die aus Ungarn stammende Düsseldorfer Meisterschülerin Sala Lieber entführt uns in dieser Ausstellung ins 17. Jahrhundert und offenbart uns den Glanz und Prunk des Barock und des Rokoko in all seinen Facetten.

    Mit der Ausstellung "Zu Ihren Diensten" widmet sich die Künstlerin diesmal nicht allein der prachtvollen Architektur von Schlössern und Residenzen sowie Porträts adliger Persönlichkeiten und Familien, sondern auch der unteren Stufe der höfischen Hierarchie, dem dazugehörigen Dienstpersonal, welches als adliges Statussymbol das Bild des Barock ebenso prägt und ausmacht.

    So fand die Darstellung von Butlern in eleganten Herrenanzügen und Dienstmädchen in schwarzen, mit weißen Rüschen besetzten Kleidern seit jeher Eingang in die Malerei. Auch Sala Lieber macht diese klassischen Motive zum Bildgegenstand und verleiht Ihnen durch Farbintensität und verspieltes Dekor Modernität und Leichtigkeit.

    Mit der Darstellung kleiner Putten, die sich um kostbare, faltenwerfende Tücher winden oder in Form von arrangierten Stillleben und französischen Landschaftsgärten entstehen barocke Bildwelten, die uns als Betrachter in das 17. Jahrhundert zurückversetzen und zugleich den heutigen Zeitgeist treffen.


    Über die Künstlerin Sala Lieber:
    Geboren 1980 in Budapest, führt Sala Lieber ihr künstlerisches Talent in die Kunstakademie Düsseldorf, wo ihr 2005 der Meisterbrief durch Professor Herbert Brandl verliehen wurde. ​Die Arbeiten von Sala Lieber sind geprägt von höfischen Themen und barocken Motiven, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen, aber gleichzeitig eine Leichtigkeit und Modernität wiederspiegeln.

    Dies zeigt sich in ihren opulenten und detailreichen Ölbildern, welche von leuchtender Farbigkeit bestimmt werden.  Die für die Künstlerin charakteristische Annäherung an den Barock, kommt jedoch auch in ihren neuen Handsiebdruckserien zum Ausdruck, welche ebenso durch farbprächtige Details und verspieltes Dekor überzeugen und den Betrachter in eine Welt von königlichem „Glanz und Gloria“ entführen.  Weitergehende Informationen zu Sala Lieber und ihren Arbeiten finden Sie unter salalieber.com

    Über die Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen:
    Die Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen setzt sich seit ihrer Gründung im Juli 2007 als Förderin der Bildung, Denkmalpflege, Kunst und Baukultur ein. Die Stiftung ist in ihrem Wirken geografisch nicht beschränkt.

    Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Stiftungsmittel, aber auch Dank der lokalen Verbundenheit der Stiftungsgründer, fokussieren sich die Maßnahmen auf Eigen- und Fremdprojekte gemäß Stiftungszweck, die ihren Durchführungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben bzw. deren Nutzen für geförderte Menschen und Einrichtungen in NRW liegt.

    Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildung und der Kunst und Baukultur. Der Nutzen für die geförderten Menschen bzw. Einrichtungen steht bei der Auswahl der Förderung stets im Mittelpunkt. Weitergehende Informationen über die Arbeit der Stiftung für Kunst und Baukultur finden Sie unter www.stiftung-findeisen.de

    Einzelausstellung "Zu Ihren Diensten"

    9. November 2019 – 19. Januar 2020 

    STIFTUNG FÜR KUNST
    UND BAUKULTUR
    Britta und Ulrich Findeisen
    Verwaltung der Stiftung
    Landstraße 18
    41516 Grevenbroich-Hemmerden
    Telefon:  +49-2182-88 655-30
     

     

     

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  • Taschen stellt das letzte Buchprojekt von Peter Lindbergh vor
Haute Couture trifft Time Square
    Kultkleider von Dior
    Das letzte Buchprojekt des legendären Fotografen Peter Lindbergh

    Peter Lindbergh der Deutsche, der mit bürgerlichem Namen Peter Brodbeck hieß ist erst kürzlich verstorben. Taschen stellt nun sein letztes Buchprojekt vor. Haute Couture trifft Time Square. Kultkleider von Dior.

    Kreationen aus 70 Jahren DIOR-Geschichte, präsentiert zur Rushhour am Times Square – für Peter Lindberghs in Umfang und Dimension außergewöhnliches Konzept ließ DIOR eine beispiellose Anzahl seiner berühmtesten Kleidungsstücke über den Atlantik reisen.

    Dieses zweibändige Kompendium, das letzte Buchprojekt des legendären Fotografen, zeigt das Shooting in bisher unveröffentlichten Bilderneine elektrisierende Hommage an das zeitlose Zusammenwirken von Haute Couture und Fotografie. PS: Das ist ein super Weihnachs-Geschenk

    Peter Lindbergh. Dior
    € 150
    Verfügbarkeit: November 2019

     

     

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • In den rustikalen Buden und Huetten schmecken Bratwurst und Gluehwein auch bei schlechtem Wetter auf dem Coburger Weihnachtsmarkt
    alte handwerkskunst auf den Weihnachtsmärkten
    Fränkische Weihnachtsmärkte: Krippen und Budenzauber

    Zur Adventszeit werden in den fränkischen Städten Brauchtum und Traditionen lebendig. Die Weihnachtsmärkte sind Bühnen für Krippen, Pyramiden und Nussknacker. Kerzenzieher, Glasbläser, Laternenbauer, Seifensieder und Kräuterfrauen zeigen altes Handwerk.

    Erst in jüngster Zeit haben sich „Winterdörfer“ einen Platz erobert. In den rustikalen Buden und Hütten schmecken Bratwurst und Glühwein auch bei schlechtem Wetter. Und ein Unterhaltungsprogramm sorgt für stimmungsvolle Gemütlichkeit.

    Weihnachtsmarkt in Bamberg

    Draußen und drinnen zeigt die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg ihre 400 historischen Krippen. Überall in der „Krippenstadt“ sind sie an rund 40 Stationen auf Plätzen sowie in Kirchen, Museen und Ausstellungsräumen teils bis Februar zu besichtigen. Zu den bekanntesten zählen die 33 Quadratmeter große Barockkrippe der Oberen Pfarre und das große Krippentableau in der Karmelitenkirche.

    Andere nehmen ganz weltlich das Bamberger Lokalgeschehen auf die Schippe. So ist in einer der Darstellungen sogar der Rauchbier-Tempel „Schlenkerla“ wiederzuerkennen.

    Über fast 60 Quadratmeter erstreckt sich die Krippe in Dinkelsbühl im Münster St. Georg. Sie bildet die Gassen und Plätze der Altstadt im Miniaturformat ab. Lebensgroß sind die Holzfiguren der fränkischen Krippe auf dem Aschaffenburger Weihnachtsmarkt. Echte Tiere bereichern die lebenden Krippen in Ansbach und Fürth. Die Gehege des „Wildparks an den Eichen“ in Schweinfurt ziehen bei der Waldweihnacht vor allem die Kinder an.  

    Gen Himmel strecken sich die fränkischen Weihnachtspyramiden, an deren Spitze Flügel drehen. In Ansbach misst die Holzkonstruktion neun Meter; in Aschaffenburg sind diese sogar 18 bzw. 16 Meter hoch. Eine imposante Größe erreicht hier auch der drei Meter hohe Nussknacker an der Stadthalle.  

    Winterdörfer in Bayreuth und Kulmbach

    Eher moderne Bestandteile vieler Weihnachtsmärkte sind die „Winterdörfer“, die sich in den letzten Jahren zu Anziehungspunkten entwickelt haben. In Bayreuth prasselt im Winterdorf das Kaminfeuer in rustikal dekorierten Hütten. Dort werden bis 23 Uhr beliebte Glühweinvariationen ausgeschenkt. Auf dem Kulmbacher Marktplatz eröffnet das Dorf bereits Ende Oktober und erwartet Jung und Alt mit fränkischer Hüttengaudi.

    Himmelbote Reiterle und blond gelocktes Christkind

    Den Bogen zwischen Gestern und Heute schlägt das „Reiterle“ in Rothenburg ob der Tauber. Früher zitterten die Menschen vor dem unheimlichen Wesen, das der Sage nach als Bote einer anderen Welt mit den Seelen der Verstorbenen durch die Lüfte schwebte. Heute ist das „Reiterle“ ein freundlicher Bote, der den nach ihm benannten Weihnachtsmarkt eröffnet.

    Eine wichtige Rolle spielt das Christkind in Nürnberg. Blond gelockt mit goldener Krone und weiß-goldenem Gewand eröffnet es traditionell am Freitag vor dem ersten Advent mit dem feierlichen Prolog „seinen“ Markt und kommt danach regelmäßig zu Besuch.

    Alte Handwerkskunst in Erlangen und Coburg

    Menschen im historischen Gewand bringen in Erlangen den Besuchern alte Handwerkskunst näher: Kerzenzieher, Glasbläser, Laternenbauer, Seifensieder und Kräuterfrauen zeigen dort ihre Arbeit und verkaufen ihre Waren. In Coburg lassen sich Korbflechter, Kunstglasbläser, Maler oder Holzschnitzer in der „lebenden Werkstatt“ über die Schulter schauen. Beim Mittelaltermarkt in Fürth kochen die Akteure historische Speisen und bieten Gesänge aus alter Zeit dar.

    Historische Gebäude liefern die Kulissen vieler weihnachtlicher Märkte in den fränkischen Städten: In Ansbach sind es die imposanten Türme der Stadtkirchen St. Johannis und St. Gumbert, in Eichstätt der Dom sowie in Würzburg die gotische Marienkapelle und die Rokoko-Fassade des Falkenhauses.

    Heißer Bischof und Lebkuchen-Bier

    Allen Märkten gemein sind die zahlreichen kulinarischen Schmankerln wie die fränkischen Bratwürste in unterschiedlicher Länge und Form. Der vorwiegend weiße Frankenwein findet in der kalten Jahreszeit als Glühwein seine Anhänger. Die Eichstätter nennen ihn - mit einem Spezialgewürz verfeinert - „Heißer Bischof“. Erlebnisse für die Geschmacksnerven liefern weitere Spezialitäten wie der Eierlikör-Punsch in Fürth oder das Weihnachts-, Lebkuchen- und Eisbock-Bier in Kulmbach.

    Viele in Franken entstandene Weihnachtstraditionen sind heute weit über die Grenzen hinaus bekannt: Ohne den jungen Kaplan Christoph von Schmidt aus Dinkelsbühl gäbe es kein Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“. Er schrieb den Text des Liedes, das noch heute das Motto für den Markt im idyllischen Innenhof des Heilig-Geist-Spitals liefert.

    Und die Engländer müssten wohl auf einen Weihnachtsbaum verzichten, hätte nicht der in Coburg geborene Prinz Albert auch in seiner neuen Heimat jedes Jahr einen Tannenbaum geschmückt.

    Unter der Federführung des Tourismusverbandes Franken kooperieren als Arbeitsgemeinschaft „Die Fränkischen Städte“ Ansbach, Aschaffenburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Dinkelsbühl, Eichstätt, Erlangen, Fürth, Kulmbach, Nürnberg, Rothenburg o.d.T., Schweinfurt und Würzburg. Die kulturellen und architektonischen Schätze sowie kulinarische Spezialitäten des Frankenlands verbinden sie.

    In den ehemals freien Reichsstädten Dinkelsbühl, Nürnberg, Rothenburg o.d.T. und Schweinfurt zeugen Bauwerke von selbstbewusstem Bürgersinn und Drang nach Unabhängigkeit. Die einstigen Residenzstädte Ansbach, Bayreuth, Coburg und Kulmbach halten Meisterwerke früherer Glanzzeiten lebendig.

    In den Bischofsstädten Bamberg, Eichstätt und Würzburg kunden Prachtbauten vom Führungsanspruch der geistlichen Herren. Als moderne Anziehungspunkte mit vielfältigem Charme zeigen sich Aschaffenburg, Erlangen und Fürth. 

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  • Im Sommer kreuzt die Kairós durch die griechische Inselwelt
    Mit individueller Routenplanung
    Ein Hauch von Luxus - Segeln auf der Kairós

    Auf der Kairós, einem klassischen 2-Mast-Segelschoner mit 556 Quadratmetern Segelfläche und neun Doppelkabinen mit WC/Dusche, stehen komfortables Segeln und Entspannung auf dem Reiseplan. Das sechs Jahre alte Schiff wurde speziell für den Urlaubsgenuss mit viel Stil und Privatsphäre gebaut.

    Auch das Kapitänsdinner fehlt bei dieser Reise nicht. Eine siebenköpfige Besatzung mit Koch und Stewardess verwöhnt die Gäste, die je nach Belieben aktiv mit segeln können oder sich auf dem riesigen Sonnendeck Wind, Wellen und dem süßen Nichtstun hingeben können.

    Im Sommer kreuzt die Kairós durch die griechische Inselwelt,  im Spätsommer geht die Reise nach Sizilien und weiter über Gibraltar auf die Kapverden,  bevor sie den Atlantik überquert mit Routing Karibik.

    Die Reise verbindet authentisches Segeln von ca. vier bis sechs Stunden täglich mit dem Besuch kleiner Häfen und Buchten entlang der schönsten Küsten des Mittelmeers und der Karibik. Die Gäste können mitbestimmen, ob aktiv gesegelt oder lieber in einer Bucht geankert wird.  Bei diesen Törns steht nicht „Strecke machen“ im Vordergrund. Der Weg ist das Ziel.

    Zusätzlich zu den Segel-Yacht-Reisen werden Thementörns angeboten, wie zum Beispiel Wal- und Delfinbeobachtung oder Segeln und Geschichte. Spezielle Landausflüge werden hier von einer fachkundigen Reiseleiterin begleitet.

    Infos und Buchung

    elan sportreisen
    Wöhlerstraße 35
    Tel. 50823 Köln

    info@elan-sportreisen.de
    Tel.: +49 - (0)221 – 67 777 477
    www.elan-sportreisen.de

     

     

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  • Maskenparade auf dem Salzburger Christkindlmarkt
Christkind auf dem Salzburger Christkindlmarkt 
Nikolaus auf dem Salzburger Christkindlmarkt 
Christkind und Engel am Salzburger Christkindlmarkt
    highlight in Salzburg
    Advent in Salzburg: Der Salzburger Christkindlmarkt stimmt aufs Weihnachtsfest ein

    2017 war ein ganz besoneres Jahr für Salzburg. Das 200 jährige Jubiläum des weltberühmten Weihnachtsliedes, Stille Nacht Heilige Nacht, wurde ausgiebig gefeiert.  Am 21. November um 18.00 Uhr ist es wieder soweit. Auch in diesem Jahr sollte man den wunderschönen Christkindlmarkt inSalzburg besuchen.

    Der Salzburger Christkindlmarkt bietet mit seiner Tradition und seinem Ambiente den idealen Rahmen für die Einstimmung aufs Weihnachtsfest. Der wunderschöne Domplatz, die alten überlieferten Budenformen mit dem Sternenhimmel und die Qualität des reichhaltigen Angebots verzaubern alljährlich die Besucher.

    Lassen auch Sie sich verzaubern: von traditioneller Handwerkskunst, feinster Weihnachtsbäckerei, duftendem Christbaumschmuck und den vielen Kunstwerken rund ums Weihnachtsfest. Der Salzburger Christkindlmarkt ist ein Erlebnis für alle Sinne: feinster Glühweinduft zieht durch die Stände, an den Buden glitzert und funkelt Edles, Verspieltes, Altes und Neues.

    Die Auftritte traditioneller Salzburger Chöre und Kindergruppen Salzburger Schulen sorgen Jahr für Jahr für Besucherandrang. Jeden Samstag findet um 18.30 Uhr das unvergleichliche Turmblasen der Salzburger Turmbläser am Residenzplatz statt.

    Das Christkind am Salzburger Christkindlmarkt

    Nach einem Glühwein oder Punsch kann es schon passieren, dass man zu träumen glaubt. Plötzlich erscheinen Gestalten im weiß-goldenen Himmelsgewand, mit Lockenkopf und Federflügeln. Das Christkind mit seinen Engerln besucht an vier Samstagen vor Weihnachten von 15.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.

    Die zarten Wesen bezaubern die Besucher bei ihrem Gang über den Dom- und Residenzplatz und bringen Kinderaugen zum Leuchten.

    Die Krampusse und Perchten am Salzburger Christkindlmarkt

    Viel wilder und gar nicht himmlisch erlebt man den Besuch Krampusse und Perchten am Salzburger Christkindlmarkt. Dann beherrschen wilde Gesellen die Salzburger Altstadt. Krampusse lehren mit Ruten, Glockenläuten und schaurigen Masken manch einem Zuschauer das Fürchten.

    Die ursprüngliche Aufgabe vom Krampus ist es den Nikolaus zu begleiten welcher die braven Kinder belohnt. Die schlimmen Kinder werden jedoch vom Krampus mittels Rute bestraft. Beim Krampuslauf rund um den Dom, kann es somit auch vorkommen, dass so mancher Besucher die Rute zu spüren bekommt. Am 24. November 2019 um 17:00 tritt vor dem Dom, der Salzburger A-Cappella Chor auf und singt unter der Leitung von Dàniel Dombó.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Auf Lanzarote schluerfen Urlauber ihre Cocktails in ungewoehnlichen Locations wie etwa der Bar in den Vulkanhoehlen Jameos del Agua
Die Bar El Chiringuito befindet sich im aeußersten Sueden Lanzarotes inmitten unberuehrter Natur
    Lanzarotes coolste Cocktail-Locations
    Der Cocktail-Genuss auf Lanzarote - Coole Bars auf der Kanareninsel

    Ob im 17. Stock, auf vier Rädern oder in einer Höhle: Die Kanareninsel Lanzarote lockt nicht nur mit rauer Vulkanlandschaft und weißen Stränden, sondern auch ganz außergewöhnlichen Bars. Wo der Cocktail-Genuss zum Erlebnis wird, zeigen die folgenden Locations.

    Überm Atlantik: El Chiringuito

    Die feinsandigen Playas de Papagayo und das Meer im Blick haben Gäste des El Chiringuito. Hoch oben auf den Klippen von Lanzarotes Südküste thront die Bar fernab der Zivilisation – andere Häuser oder Hotels sind dort nicht zu finden.

    Neben allerlei Drinks dürfen sich Urlauber vor allem über frischen Fisch freuen. Besonders schön ist der Besuch bei Sonnenuntergang. Das Lokal erreichen Reisende über eine ungeteerte Straße, für die Einfahrt ins Naturschutzgebiet Los Ajaches müssen sie 3 Euro zahlen. Geöffnet täglich 11 bis 19 Uhr.

    Natur trifft Architektur:  Höhlenbar La Cueva im Dorf Nazaret

    Kunstvoll in einen vulkanischen Steinbruch integriert ist die Höhlenbar La Cueva im Dorf Nazaret. Als Teil der Casa Omar Sharif, ehemaliges Anwesen des 2015 verstorbenen Schauspielers, bildet sie zusammen mit dessen ehemaligem Wohnhaus (jetzt Museum), einem Restaurant und zwei Apartments das Gesamtkunstwerk „LagOmar“ im Herzen Lanzarotes bei Teguise.

    Weiß getünchte Wände stehen in Kontrast zu schwarzem Lavagestein, die Sitzplätze sind direkt in die Felswand gebaut. Neben einer breiten Cocktail-Auswahl erwartet Feierlustige cooler Sound: Mal stehen DJs an den Plattentellern, mal gibt es Live-Musik. Öffnungszeiten dienstags bis sonntags ab 18.30 Uhr.

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  • Hoch über den Daechern von Lanzarotes Hauptstadt befindet sich die Bar des Arrecife Gran Hotel & Spa
Die Bar El Almacén in Lanzarotes Hauptstadt Arrecife hat sich als Treffpunkt fuer Kulturfreunde etabliert
    Lanzarotes coolste Cocktail-Locations
    Coole Cocktails in der Höhlenbar La Cueva, oder in der Bar El Almacén

    Natur trifft Architektur - Kunstvoll in einen vulkanischen Steinbruch integriert ist die Höhlenbar La Cueva im Dorf Nazaret. Als Teil der Casa Omar Sharif, ehemaliges Anwesen des 2015 verstorbenen Schauspielers, bildet sie zusammen mit dessen ehemaligem Wohnhaus (jetzt Museum), einem Restaurant und zwei Apartments das Gesamtkunstwerk „LagOmar“ im Herzen Lanzarotes bei Teguise.

    Weiß getünchte Wände stehen in Kontrast zu schwarzem Lavagestein, die Sitzplätze sind direkt in die Felswand gebaut. Neben einer breiten Cocktail-Auswahl erwartet Feierlustige cooler Sound: Mal stehen DJs an den Plattentellern, mal gibt es Live-Musik. Öffnungszeiten dienstags bis sonntags ab 18.30 Uhr.

    Mit Panoramablick: Star City Coffee & Gastro Bar

    Im 17. Stock des Arrecife Gran Hotel & Spa, Lanzarotes einzigem Hochhaus, liegt die neu renovierte Star City Coffee & Gastro Bar. Dank Rundumverglasung genießen Besucher bei Frühstück oder Sundowner den Blick über nahezu die gesamte Kanareninsel: Man sieht Strände und den Atlantik, das Häusermeer der Inselhauptstadt und dahinter Vulkanberge. Geöffnet sonntags bis donnerstags von 9.30 bis 24 Uhr, freitags sowie samstags bis 1 Uhr.

    Für kreative Köpfe: Die Bar El Almacén

    Die Bar El Almacén in Lanzarotes Hauptstadt Arrecife formt zusammen mit zwei Ausstellungsräumen und einem Arthouse-Kino das gleichnamige Kulturzentrum der Kanareninsel. Durch die Verbindung zweier Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert entstanden, beherbergte das Gebäude einst Lanzarotes Kunst- und Handwerksschule.

    1973/74 wurde es vom Inselarchitekten César Manrique zum Kulturzentrum umgestaltet. Bis heute ist die Bar bekannter Treffpunkt für Kunst- und Kulturinteressierte und überzeugt auch Freunde kanarischer Spezialitäten:

    So stehen auf der Speisekarte Tapas aus traditionellen Zutaten, dazu werden lokale Weine sowie Bier und Spirituosen serviert. Geöffnet dienstags, mittwochs und samstags von 12.30 bis 24 Uhr, donnerstags und freitags von 12.30 bis 1 Uhr.

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  • Büffelmozzarella nicht so edel wie sein Ruf
    Bitte keine Büffelmozzarella aus Italien kaufen

    Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN macht abermals auf die verheerenden Tierschutzmängel aufmerksam, die auf vielen Büffelfarmen Italiens noch immer herrschen. Neues Material, das der Organisation zugespielt wurde, zeigt abgemagerte und kranke Tiere in verdreckten Ställen.

    Diese Zustände zeichnen ein wenig luxuriöses Bild des weltweit beliebten Edelprodukts ‚Mozzarella di Bufala Campana DOP‘. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage hat VIER PFOTEN die Maßnahmen von 13 Supermarktketten im deutschsprachigen Raum für mehr Tierwohl bei der Büffelhaltung bewertet.

    Es zeigt sich, dass die Supermärkte ihre Bemühungen um Mindeststandards in den vergangenen Jahren stark verbessert haben. Dennoch kann VIER PFOTEN Büffelmozzarella nach wie vor nicht mit gutem Gewissen empfehlen.

    „Wir haben Tierwohlkriterien, Kontrollen und die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette bei Aldi Süd & Nord, Kaufland, Lidl, Rewe abgefragt“, erklärt Nina Jamal, Kampagnenleiterin Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN. „Positiv ist, dass der Handel einige konkrete Maßnahmen in die richtige Richtung gesetzt hat.

    Leider zeigen die Bedingungen vor Ort aber, dass die Büffelhaltung nach wie vor von einem Top-Standard weit entfernt ist. Zum derzeitigen Zeitpunkt rät VIER PFOTEN daher jenen Konsumenten, die nicht auf Mozzarella verzichten wollen, auf Bio-Produkte aus Kuhmilch zu setzen."

    Seit VIER PFOTEN im Jahr 2014 seine Arbeit zu Büffelmozzarella begann, gab es einige positive Veränderungen. So streben Farmen mittlerweile aus Eigeninitiative bessere Haltungsbedingungen an, und Supermärkte stellen Tierwohlforderungen an ihre Lieferanten. Auf vielen italienischen Büffelfarmen zeichnet sich allerdings noch immer ein grausames Bild ab:

    Die Tiere werden in kleinen, verdreckten Ställen gehalten und ohne Zugang zu grünen Weideflächen. Oft fehlt den Wasserbüffeln Zugang zu Wasser oder Schlamm, in dem sie sich, ihren natürlichen Instinkten entsprechend, baden und abkühlen können. Einige der Tiere waren stark unterernährt.  

    „Die Zustände auf den Farmen sind schockierend. Supermärkte, Händler und Produzenten vermarkten Büffelmozzarella als hochwertiges Produkt. Dann müssen aber auch die Haltungsbedingung entsprechend hochwertig sein. Wir fordern regelmäßige und verpflichtende Tierschutzkontrollen“, sagt Jamal.  

    Außerdem fordert VIER PFOTEN Supermärkte und Einzelhändler auf, ihre Marktmacht zu nutzen: „Sie sollen eigenständige Kontrollen durchführen“, sagt Jamal. „Außerdem müssen sie viel vehementer auftreten, um die Einhaltung verbindlicher Tierschutzkriterien sowie unabhängige Kontrollen auf den Betrieben durchzusetzen."

    Männliche Kälber als lästiges Abfallprodukt

    Bereits im August 2018 machte eine von VIER PFOTEN ebenfalls in Italien durchgeführte Recherche das Leid der männlichen Büffelkälber deutlich. Als wertloses Nebenprodukt betrachtet, werden die Jungtiere oft bewusst vernachlässigt. Sterben sie nicht an den Folgen der schlechten Haltungsbedingungen, werden sie durchschnittlich 30 Tage nach ihrer Geburt ermordet.

    Doch die Situation der männlichen Kälber verbessert sich langsam: Mittlerweile erhalten Bauern laut einer staatlichen Verordnung eine kleine Prämie, wenn sie das Kalb ordnungsgemäß zum Schlachter bringen. Außerdem sorgt eine neue Checkliste der italienischen Regierung dafür, dass die speziellen Tierwohlkriterien für Wasserbüffel bei Kontrollen berücksichtigt werden.  

    Das Geschäft mit der Büffelmilch  

    Kampanien ist mit 90 Prozent der Büffelmilchgewinnung die produktionsstärkste Region Italiens. 74 Prozent der rund 400.000 in Italien lebenden Wasserbüffel werden in Kampanien gezüchtet. Insgesamt gibt es landesweit über 2.200 Büffelfarmen.

    Die überwiegende Mehrheit davon – 77 Prozent – sind reine Milchproduzenten, 14 Prozent sind reine Fleischproduzenten und nur neun Prozent nutzen die Tiere sowohl für die Milch- als auch Fleischproduktion.

    Büffelmozzarella aus Kampanien trägt das DOP-Siegel (Denominazione di Origine Protetta, geschützte Herkunftsbezeichnung) und ist der Exportschlager Zentral- und Süditaliens. Hauptabnehmer des Luxuskäses sind Frankreich, Deutschland, Großbritannien, USA, Schweiz und Spanien.

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Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Gegruendet im Jahre 1983 entwickelte sich Nautica zu einer der weltweit fuehrenden Lifestyle Marken
Nautica in Weiss
Nautica in Schwarz
Nautica in Blau
    Bunt, attraktiv und multifunktional
    Nautica NSR 101 - farbenfrohe Unisex Modelllinie NSR 101

    Nautica NSR 101 bietet mit seinem Gehäusedurchmesser von 44 mm ein offenes Fenster für das mit Tages-, Wochen- und Monatsanzeige ausgestattete Zifferblatt. Die Zeiger wurden als optisches Highlight farblich detailliert an das eigens dafür gefertigte Resin Kautschukband mit Nautica Logo angepasst.


    Insbesondere für Wassersportfreunde – im Allgemeinen für alle Outdoor Begeisterte - ist diese Art von Armbändern ganz hervorragend geeignet. Kein anderes Band ist widerstandsfähiger und sowohl wasser- als auch schmutzabweisend. Dennoch schmiegt es sich mit seiner weichen, samtigen Haptik perfekt an das Handgelenk des Trägers an. 

    Erstklassige Ausstattungsdetails in Form von nachleuchtenden Zeigern und Indexen, verschraubter Krone mit Nautica Emblem sowie einer Wasserdichtigkeit von 100 m runden das hochwertige Paket dieses attraktiven Zeitmessers ab.
     

    ÜBER NAUTICA

    Gegründet im Jahre 1983 entwickelte sich Nautica zu einer der weltweit führenden Lifestyle Marken, deren Produktpalette von Herren- Damen- und Kinderbekleidung bis hin zu Accessoires und einer kompletten Einrichtungslinie reicht. Nautica steht für klassische, zeitlos schöne Produkte, die allesamt von Wasser inspiriert wurden und den American Spirit verkörpern.

    Seit 2003 gehört Nautica zur Markenfamilie des globalen Marktführers in Lifestyle-, Jeans-, Outdoor- und Sportbekleidung  – der VF Cooperation. Weltweit bekannte Marken wie Wrangler©, The North Face©, Lee©, Vans©, Nautica©, 7 For All Mankind©, Eagle Creek©, Eastpak©, Ella Moss©, JanSport©, lucy©, John Varvatos©, Kipling©, Majestic©, Napapijri©, Red Kap©, Reef©, Riders©, Splendid©, Smartwool© und Timberland© sind nur einige, die zum Portfolio der VFC Gruppe gehören. Mit mehr als 200 eigenen Shops in über 60 Länder der Welt zählt Nautica zur Spitze der weltweit erfolgreichsten Lifestyle Marken.

    TECHNISCHE ANGABEN 

    • Referenz: A13639G weiß; A13640G grün; A13641 pink;

    A13643 schwarz; A13644 gelb; A13646 orange;

    A13649 dunkelblau; A13650 azurblau

    • Präzisionsquarzwerk
    • Multifunktion Tages- Datums- und Wochenanzeige
    • Verschiedene Zifferblattvarianten
    • Zeiger und Indexe nachtleuchtend
    • Gehäuse: Edelstahl
    • Verschraubte Krone
    • Gehäusedurchmesser: 44 mm
    • Resin Kautschukband
    • Wasserdichtigkeit: 100 m

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  • Exotische Fototapeten mit Wildtieren schmuecken ihr Wohnzimmer
Hoeren Sie auf den Ruf der Wildnis
Ein perfektes Arrangement sind auch Tapeten mit Voegel
Kinder lieben Tiere, und Tiere im Kinderzimmer sind genau das richtige fuer ihr Kind
Fuer die Liebhaber von Meerestieren gibt es auch vielfache Moeglichkeiten das Zuhause zu gestalten
    Exotische Fototapeten mache das Leben schöner
    Hören Sie den Ruf der Wildnis bei der Einrichtung Ihres Zuhauses

    Die äußerst vielfältige Naturwelt war schon immer eine Inspirationsquelle für Dekorateure und Interior Design Spezialisten. Aus der Tierwelt stammende Motive haben ein besonderes Potenzial. Vom visuellen Standpunkt aus gesehen sind sie unglaublich interessant und attraktiv sowie zugleich sehr originell.

    Wenn wir sie am effektivsten in unserem Zuhause einsetzen wollen, lohnt es sich, großformatige Dekorationen wie Fototapeten zu verwenden. Waldtiere, exotische Tiere, Haustiere – dies sind einige der beliebtesten Themen, die zur Auswahl stehen.

    Jedes dieser Themen hat eine etwas andere Ästhetik und Vorteile, aber alle werden einen „wilden“ Charakter und eine einzigartige Atmosphäre in den Raum bringen. Hören Sie also den Ruf der Wildnis, wenn Sie Ihr Zuhause einrichten, und zögern Sie nicht, sich etwas Tolles zu gönnen, wenn Sie das Arrangement planen!

    Exotische Fototapete: Tiere aus Afrika an den Wohnungswänden

    Tiere, die in heißen Savannen und sonnenverbrannten überwiegend trockenen Wüstengebieten leben, haben die Menschen schon immer fasziniert. Für sie waren diese Tiere die Verkörperung von Wildheit, Stärke und Unvorhersehbarkeit.

    Ihnen wurde auch oft mystische, spirituelle Symbolik zugeschrieben. Bis heute werden afrikanische Tiere als geheimnisvoll und ungewöhnlich betrachtet. Fototapeten (https://myloview.de/) mit ihren Abbildern sehen atemberaubend und zugleich faszinierend aus.

    So verleiht beispielsweise ein Foto eines Löwen, das in dieser Form an der Hauptwand des Wohnzimmers angebracht ist, dem ganzen Raum einen exotischen, aber auch würdevollen Charakter. Designs mit Zebras, Giraffen oder Antilopen sind ein Schritt in Richtung wilde Reiseakzente.

    Bemerkenswert sind sicherlich auch Fototapeten mit Tieren im Tribal-Stil. Sie eignen sich perfekt für Arrangements, bei denen eine ungewöhnliche Ästhetik im Vordergrund steht. Die meisten tierischen Muster, die von der afrikanischen Fauna inspiriert sind, haben warme Farben, so dass sie perfekt zu Holz- und Korbmöbeln sowie Dekorationen aus natürlichen Materialien passen.

    Fröhliche Fototapete: Tiere im Kinderzimmer

    Niemand scheint daran zu zweifeln, dass Kinder Tiere lieben. Außerdem sind sie weniger bestimmten Arten zugeneigt als Erwachsene und lieben fast alle vierbeinigen Tiere. Deshalb eignen sich Fototapeten mit Tieren hervorragend als Dekoration des Zimmers eines kleinen Kindes.

    Bei der Auswahl der Muster für dieses Interieur sollte unsere Aufmerksamkeit in erster Linie auf die Ausschmückungen in Form einer Illustration gerichtet werden. Ihr Charakter muss an das Alter des Kindes angepasst werden.

    Zeichnungen mit freundlichen, lächelnden Waldbewohnern werden Kinder mit Sicherheit ansprechen. Dank ihnen erhält dieser Raum ein attraktives, lebendiges und fröhliches Erscheinungsbild.

    Etwas ältere Kinder werden Naturfototapeten mögen, die auf interessante Weise zeigen, wie vielfältig die Fauna der Welt ist. Für die Dekoration eines Teenagerzimmers können wir auch nach Designs in Form von Fotos greifen, die unter freiem Himmel aufgenommen wurden.

    Skandinavische Fototapete – Waldtiere in Pastellfarben

    Obwohl die von der Tierwelt inspirierten Dekorationen (https://myloview.de/fototapeten/) meist mit einer starken und sehr ausdrucksstarken Ästhetik assoziiert werden, finden wir unter ihnen auch abgetönte und ruhige Designs. Zu dieser Gruppe gehört u.a. eine in Pastellfarben gehaltene Fototapete mit Waldtieren.

    Eine solche Dekoration harmoniert perfekt mit dem skandinavischen Stil und ergänzt ihn um einen attraktiven und originellen, aber zugleich völlig einheitlichen ästhetischen Akzent. Designs, die Füchse, Rehe oder Eulen darstellen, verleihen dem Schlafzimmer einen gemütlichen Charakter sowie dem Wohnzimmer Leichtigkeit.

    Darüber hinaus können solche Dekorationen auch im Zimmer eines kleinen Kindes erfolgreich eingesetzt werden. Die subtile Ästhetik, die sie in den Raum einfügen, wird perfekt mit seinem zarten Charakter harmonieren.

    In Regenbogenfarben und vielfältig

    Unter der gesamten Fauna der Welt sind es wahrscheinlich die Vögel, die es verdienen, als die buntesten Tiere bezeichnet zu werden. Die ungewöhnlichen Farben ihrer Federn sind eine weitere dekorative Inspiration mit großem Potenzial. Fototapeten mit exotischen Vögeln beleben effektiv selbst dunkle oder kleine Räume.

    Den größten Eindruck hinterlassen sie jedoch an hellen, gut sichtbaren und beleuchteten Orten. Wenn wir beeindruckende Arrangements mögen, lohnt es sich auf jeden Fall, eine solche Dekoration in einem modernen Wohnzimmer oder Büro anzubringen.

    Auch in einem großen Badezimmer werden Designs mit bunten Vögeln inmitten einer dichten Flora großartig aussehen. Eine solche Dekoration in der Nähe der Badewanne verleiht dem gesamten Raum eine entspannende, fast „paradiesische“ Atmosphäre.

    Für dieses Interieur eignen sich auch Fototapeten mit einer anderen, äußerst bunten Tierart – Fischen – ideal. Es genügt, ein richtiges, farblich passendes Muster zu wählen, und unser Badezimmer wird uns jedes Mal beim Baden mit der Schönheit der Unterwasserwelt der Fische und Korallentiere bezaubern.

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  • Gesichtsmasken der Jolu Naturkosmetik aus der Mecklenburgischen Seenplatte sind frei von Farb und Konservierungsstoffen
    Jolu Naturkosmetik
    Hochwertige Körperpflege von der Seenplatte

    Für ihre Produkte verarbeitet Jolu Naturkosmetik Zutaten und Rohstoffe aus möglichst nachhaltigem Anbau im Land der 1000 Seen. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Erzeugern eine zentrale Rolle.

    Mit schonenden Methoden bleiben bei der Herstellung alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten – und das vorwiegend ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe. Neben Körpercremes, Shampoos, Rasierbalsam und Seife bietet Jolu auch Gesichtspflege in Form einer sanften Maske sowie Dusch- und Pflegeprodukte für Kinder in verschiedenen Duftvariationen.

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • Ueber die Bergarbeiter-Kultur in Dortmund haette Ralf Koss auch etwas schreiben koennen,  stattdessen empfiehlt er seinen Lesern die Hochburg der Neo-Nazi-Szene in Dotmund
    Duisburgs Rache
    Ein vollgekackter Taubenturm und die Hochburg der Neo-Nazi-Szene, das soll Dortmund sein?

    Sönke C. Weiss ist richtig sauer, und zu Recht meinen wir. Eines vorweg: Grundsätzlich ist die Serie „111 Orte in...“ aus dem Emons Verlag originell und empfehlenswert. Autoren präsentieren Sehenswürdigkeiten in Städten, die sie offensichtlich schätzen.

    Überzeugt hat mich beispielsweise die Neapel-Ausgabe, in der man spürt, wie sehr Natalino Russo diese Stadt liebt und einem zeigen möchte, so dass man sich ebenfalls darin verliert. Umso geschockter war ich - als Wahl-Dortmunder - bei der Lektüre dieser eher verstörenden Nummer, die Ralf Koss zu verantworten hat.

    Ehrlich gesagt, ich war sprachlos. Beispielsweise versäumt Koss so wichtige Höhepunkte zu erwähnen wie etwa das Westfalenstadion. Heimat des BVB. Europas viertgrößtes Fußballstadion und - in der Tat - das Wahrzeichen der Stadt, in das jährlich unzählige Besucher aus der ganzen Welt strömen und immer ausverkauft ist.

    Selbst auf Japanisch werden Touren angeboten. Dafür schickt er den Leser zu einem vollgekackten Taubenturm irgendwo in der Innenstadt. Zweites Beispiel: Statt über das Mahnmal Bittermark zu berichten, zu dem regelmäßig Hunderte pilgern, um den 300 Opfern der Nazis zu gedenken, die hier wenige Tage vor Kriegsende ermordet wurden, lotst Koss den uneingeweihten Leser zum einem beschmierten Friedrich-Ebert-Denkmal nach Dortmund-Hörde, an das regelmäßig Alkis pissen und das auch so aussieht.

    (Pardon.) Der Phönix-See in unmittelbarer Nähe aber, einst ein Stahlwerkareal, heute ein beliebtes Wohn- und Naherholungsgebiet, scheint für ihn nicht zu existieren. Apropos Nazis: Allen Ernstes bewirbt Koss einen Kletterturm in Dortmund-Dorstfeld, Hochburg der Neo-Nazi-Szene, die jedem Besucher, der nicht ihrer Gesinnung nachkommt, potentiell als Feind betrachtet und dementsprechend behandelt.

    Dorstfeld ist eine No-Go-Area, Herr Koss!

    Auf der anderen Seite vernachlässigt er so wunderbare Dinge wie die Syburg, von wo aus man kilometerweit bis ins Sauerland blicken und in einem schönen Park spazieren gehen kann; den Rombergpark hat er auch unterschlagen, ein botanisches Kleinod für Forscher aus aller Welt; das Kreativzentrum Dortmunder U fehlt ebenfalls, wie das wunderbare Kreuzviertel, ein total cooles Szeneviertel; das Hoesch-Gelände wie das Hoesch-Museum, das dem Besucher die Geschichte des Industriestandortes Dortmund erklärt, und natürlich das ehrwürdige Café Strickmann im Zentrum, wo man sich an das Wien der Jahrhundertwende erinnert fühlt, um nur einige Beispiele zu nennen: alles fehlt oder wurde schlicht totgeschwiegen.

    Ich meine: Entweder kennt sich der Autor in Dortmund nicht aus, vielleicht aber ist sein Buch auch nur die Rache dafür, dass er aus Duisburg kommt. Nun, die Reihe „111 Orte in...“ kostet übrigens 16,95 Euro. 

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  • Veroeffentlichte Tagebuecher von Angela Winkler und Benoite Groults
    Veröffentlichte Tagebücher
    Zwei Frauenbios, auch für Männer geeignet

    Veröffentlichte Tagebücher prominenter Zeitgenossen sind eine delikate Angelegenheit. Meist muten sie schöngefärbt an, und das echte Leben scheint redigiert zu sein, oder sie sind so schonungslos, dass man sich beim Lesen fast fremdschämen muß

    Die Schauspielerin Angela Winkler indes erzählt in ihren autobiografischen Skizzen mit dem Titel „Mein blaues Zimmer“ so warmherzig und offen von all ihren Dramen auf und von der Bühne entfernt, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen möchte.

    Dabei wird sie zum Glück nie zu privat, sondern bewahrt sich eine wohl temperierte Diskretion. Sie schreibt über ihre Anfänge in der deutschen Provinz - sogar in Gescher ist sie in den 70er Jahren aufgetreten - bis hin zu den Inszenierungen mit Regie-Stars wie Peter Zadek, Robert Wilson und Volker Schlöndorff, der sie fürs Kino entdeckt hat, doch nur das Theater nimmt Angela Winkler, 1944 in Templin geboren, so ernst wie ihr Leben und glaubt bis heute, trotz aller internationaler wie nationaler Erfolge, dass sie vielleicht gar keine richtige Schauspielerin sei.

    „Mein blaues Zimmer“, das Angela Winkler mit der Autorin Brigitte Landes geschrieben hat, umfasst 229 Seiten und hat viele schöne Fotos. Es kostet 22 Euro und ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Anmerkung der Redaktion: Erst im August diesen Jahres hat Angela Winkler mit 75 Jahren den Deutschen Schauspielpreis für ihre Leistung im Theater erhalten.

    Ebenso wahrhaftig liest sich Benoite Groults irisches Tagebuch mit dem Titel „vom fischen und von der liebe“, das Ullstein jetzt drei Jahre nach ihrem Tod der Autorin des Weltbestsellers „Salz auf unserer Haut“ posthum herausgebracht hat.

    Auf 398 Seiten läßt Benoite Groult, die ihren Feminismus stets mit großer Lebenslust paarte, 26 Sommer in Irland Revue passieren, uns am Wunder ihrer Schönheit teilhaben und den Dämonen des Älterwerdens begegnen.

    Sie ist Intellektuelle und Liebende zugleich, schreibt über geistiges und sinnliches Begehren, über Sehnsüchte und Verlangen und zeigt dem Leser darüber hinaus, dass auch eine Frau Jägerin sein kann.

    Benoite Groult war eine bemerkenswerte Hochseefischerin, vor der selbst ein Hemingway seinen Hut gezogen hätte. „Vom fischen und von der liebe“ kostet ebenfalls 22 Euro. Beide Bücher sollten auch von Männern gelesen werden.

    Sönke C. Weiss

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  • Gottfried Boehmer von Freunde der Kuenste meint, dass bei Wikipedia nicht alles mit rechten Dingen zugeht
    Wikipedia Gläubige sollten aufpassen
    Können wir Wikipedia noch vertrauen? Manipulation und Betrug im Internet

    Aus aktuellen Anlass kommen wir noch einmal auf einen Artikel von Gottfried Böhmer zurück, der schon vor einigen Jahren Manipulationen bei Wikipedia angeprangert hatte. Nun wurde ein neuer Fall bekannt, der für Aufregung sorgte.

    Der Wikipedia-Eintrag zu Claas Relotius soll nach einem Bericht über Monate hinweg geschönt worden sein. Bis die Manipulationen aufflogen. Der Wikipedia-Eintrag über den „Spiegel“-Fälscher Claas Relotius ist nach einer Recherche des Schweizer „Tages-Anzeigers“ manipuliert worden.

    An den Versuchen, ein alternatives Bild des ehemaligen „Spiegel“-Reporters auf Wikipedia anzufertigen, waren nach der Beschreibung mehrere Autoren beteiligt. Ziel war es wohl, ein alternatives Bild des ehemaligen „Spiegel“-Reporters auf Wikipedia anzufertigen, sprich seine Taten sollten in einem besseren Licht erscheinen.

    Das es bei Wikipedia schon seit Jahren nicht mit rechten Dingen zugeht habe ich schon am 30. Oktober 2013 ausfühlich beschrieben. Nun schreibt Jens Berger von den "nachdenkseiten" wie die Wikipedia sich selbst zerstört.

    Premärquellen, Relevanz, Blogs

    "Für viele Menschen stellt die Wikipedia ein Internetlexikon dar, das über jeden Zweifel erhaben ist. Was in der Wikipedia steht, stimmt auch so. Weit gefehlt. Die Wikipedia mag ja für naturwissenschaftliche Einträge, bei denen es eine vergleichsweise klare Definition von „wahr“ und „falsch“ gibt, in der Tat ein ordentliches Nachschlagewerk sein.

    Für das weite Feld der Geisteswissenschaften ist die Wikipedia jedoch leider auch eine Tummelwiese für Schreibtischkrieger, die unter dem Banner der „Neutralität“ dafür kämpfen, ihre eigene weltanschauliche Sichtweise zur „objektiven Wahrheit“ zu machen. Das ist genau so grotesk, wie es sich anhört."

    Auf den Punkt gebracht: Primärquellen sind bei Wikipedia verpönt - Und was Zeitungen schreiben ist relevant, was Blogs schreiben irrelevant?

    30. Oktober 2013 - Glaube nichts, was Du nicht selbst geschrieben hast. Diesen Leitsatz sollten sie verinnerlichen oder beherzigen. Vor allen Dingen sollten sie nicht alles glauben, was bei Wikipedia steht. Seit 2011 werden immer mehr Fälle von Manipulationen bekannt.

    Im Fokus der Aufklärung steht aber nicht die deutsche Wikipedia, sondern vorwiegend englischsprachige Artikel, und das halten wir für einen Fehler. Blauäugig meinte die Sprecherin der deutschen Wikipedia-Stiftung allen Ernstens, die deutsche Wikipedia-Foundation wäre von Manipulationen nicht betroffen.

    Am 22. Oktober 2013 teilte die Wikipedia-Foundation mit, dass sie 250 Accounts gesperrt hätte und mit Härte gegen gefälschte Nutzerprofile vorgehen werde, hinter denen keine echten Autoren stehen würden. Sue Gardner (Wikipedia Direktorin) erklärte, dass es mehrere 100 Profile gebe, die gegen Bezahlung Wikipedia Artikel verfassen würden.

    Ärgerlich ist, dass Wikipedia so tut, als ob sie alles im Griff hätten. Diesen Eindruck wollen die Wikipedia Verantwortlichen zumindest der Öffentlichkeit vermitteln. Das dem aber in keiner Weise so ist, darauf werde ich gleich kommen.

    Wikipedia betont, seit Jahren gebetsmühlenartig, immer wieder, das sie das Onlinelexikon neutral halten wollen. Noch ärgerlicher ist, dass es bei den nun gesperrten Accounts nur um britische Seiten geht, die von einer PR-Agentur namens Wiki-PR betrieben werden. Von deutschen Agenturen oder Autoren war leider keine Rede, dazu später.

    Wiki-PR gab auf Anfrage unumwunden zu, dass man bei ihnen „Wikipedia-Autoren“ mieten kann und das sie große Unternehmen vertreten, um in deren Auftrag Organisationen, Produkte etc zu begünstigen. Offiziell wirbt Wiki-PR sogar damit, dass sie 45 Wikipedia-Verfasser und sogar Administratoren mit besonderen Rechten beschäftigen, deren Arbeit der kritischen Überprüfung jederzeit standhalten könnte. Wiki-PR meinte sogar in einer Stellungnahme gegenüber newscom „wir bezahlen 100 weitere Verfasser für ihre Arbeit“.

    Das klingt wie Hohn und Spott

    Auf Wikipedia kann man lesen, dass sich derartige Manipulationen nicht lohnen würden. Dort heisst es: „Die Möglichkeit, das es einen fachlich gleich höher qualifizierten Wikipedia-Nutzer gibt, der sich den Artikel anschaut, wird von PR Leuten in der Regel verkannt“. Ich halte diese Aussage für vollkommen verblödet.

    Weiter heisst es bei Wikipedia: Die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung von Missbrauch ist aufgrund der Wikipedia internen Qualitätsanstrengungen seit Jahren kontinuierlich gestiegen. Darüber läßt sich nur lachen, wenn man bedenkt, dass Wiki-PR seine Dienstleistungen schon seit Jahren ganz fett auf ihren Internetseiten anbietet.

    Und jetzt kommen wir zum Thema

    Vor exakt 3 Wochen wurde ich von einer IT-Agentur mit Sitz in Wiesbaden angesprochen. Ich sei doch Journalist und ob ich auch für Wikipedia Beiträge schreiben würde. Ich habe das verneint, da ich genug andere Aufgaben hätte. Daraufhin wurde ich erstmal zu einem Kaffee eingeladen, wahrscheinlich um die Stimmung aufzubessern. Ohne lange drumherum zu reden, kam der freundliche Herr zum Thema. Ob ich nicht interessiert sei 10 bis 15.000 € im Monat dazuzuverdienen.

    Ich staunte nicht schlecht, was ich denn dafür tun solle. Das wäre ganz einfach, ich sollte nur erstmal 30 bis 40 relevante Artikel zu verschiedenen Themen auf Wikipedia veröffentlichen, so wie etwa 200 Fremdartikel bearbeiten. Da mein Name als Autor für die Gesellschaft Freunde der Künste ja schon lange bekannt sei und es etliche google-Einträge gibt, hätte ich sehr schnell das Vertrauen der Wikipedia Gemeinde.

    Sollte heissen, wenn die dich erstmal als Autor akzeptiert haben, schauen die auch nicht mehr so genau hin, was du schreibst oder welche Artikel, links etc du veränderst. Der freundliche Herr meinte weiter, dass er schon ein großes Netz von Journalisten hätte, die für Wikipedia  schreiben, diese würden mich zu gegebener Zeit als Administrator vorschlagen.

    Anmerkung der Redaktion:

    Administratoren in Wikipedia sind Benutzer, mit besonderen Rechten. Sie können zB Beiträge, links zu Artikeln und auch ganze Seiten löschen. Das Wichtigste ist aber, dass die Administratoren nicht unter Beobachtung stehen und somit bestens in der Lage sind, Artikel gegen Bezahlung zu schreiben oder zu verändern. Das kann natürlich auch jeder normale Benutzer, er muss nur vorsichtiger sein, da er unter Beobachtung steht.

    Neugierig gemacht hat mich das schon, also wollte ich mehr erfahren. Wer denn die Kunden seien, fragte ich interessiert. Das seien große und kleine Unternehmen, Organisationen und zunehmend immer mehr auch Privatpersonen. Privatpersonen frage ich erstaunt? Ja, das ist ein großer Markt mit Wachstum, meint mein Gegenüber. Das wären zB Geschäftsführer von Unternehmen, Wissenschaftler, Anwälte, leitende Angestellte in gehobenen Positionen, Ärzte, Musiker, Musiklabels etc.

    Also alle Leute, die von öffentlichem Interesse sind, in der Öffentlichkeit arbeiten und ihre Reputation bei Wikipedia verbessern wollen. Das Ganze wäre auch sehr einfach für mich. Um in der ersten Phase nicht aufzufallen, sollte ich erst mal kleine Veränderungen vornehmen, Artikel editieren, Rechtsschreibfehler korrigieren, links zu relevanten Inhalten setzen oder auch Zahlen aktualisieren.

    Das Ganze nennt man vertrauensbildende Maßnahmen, die Administratoren würden mich schnell als regen Teilnehmer mit Kompetenz wahrnehmen und wohlwollend meine spätere Bewerbung als Administrator unterstützen. Das Ganze hörte sich wirklich sehr einfach an und nun wollte ich auch wissen, wie das mit der Bezahlung läuft.

    Manipulationen bei Wikipedia lohnen sich

    Für geschriebene Artikel mit Bewertungen und Verlinkungen zB das kann für ein Unternehmen aber auch für ein Produkt sein, sollte ich zwischen 800 € und 1.200 € bekommen. Bei kleineren Aufträgen, oftmals nur einen Satz ändern, damit er eine andere Bedeutung bekommt, dazu einen Verweis oder link setzen, bringt 350 € bis 500 €. Ich musst zugeben, dass dies leicht verdientes Geld ist und dachte mir noch, dass angesichts der vielen arbeitslosen Journalisten sich bestimmt genug Schreiber finden lassen. Dennoch habe ich mich höflich verabschiedet und für den Kaffee bedankt.

    Die Geschichte ging mir aber nicht aus dem Kopf und ich fragte mich, wer hier schon alles manipuliert hat. Dass sich Manipulationen wie Wikipedia verkündet nicht lohnen würden, kann ich nun nicht bestätigen, ganz im Gegenteil.

    Manipulationen bei Wikipedia

    Im Juni 2011 wurde bekannt, dass Mitarbeit des Projekts Wiki-Watch unter Verwendung von mehreren Benutzernamen Artikel verändert haben, bei den seinerzeitigen Manipulationen ging es weitgehend um die Themenbereiche Homosexualität, Religion und Evangelismus, das wohl ein viel beachtetes Konfliktfeld ist. Im März 2012 wurde ein weiterer prominenter Fall bekannt, der Daimler-Konzern hatte einen unliebsamen Abschnitt mit dem Übertitel „Lobbying“ entfernt. Blöd war nur, dass die Imagekorrektur von einer IP-Adresse vorgenommen wurde, die zum Server von Daimler führte.

    Was Daimler und andere damals noch nicht wussten, dass es seit 2007 einen sogenannten Wiki-Scanner gibt, damit kann man über zuvor eingegebene IP-Adressen herausfinden, welche Firmen und Organisationen Einträge verändert haben. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn die IP-Adresse tatsächlich zu dem Unternehmen führt.

    Der Daimler Konzern soll in der Vergangenheit über 30 Artikel manipuliert haben. Neu ist das auch nicht. 2008 wurde schon in einer Untersuchung festgestellt, dass jeder dritte DAX-Konzern seinen Wikipedia Eintrag manipuliert hatte.

    Im September 2012 kam auch noch heraus, dass hochrangige Wikipedia Mitarbeiter (Direktoren der britischen Wikipedia-Foundation) sich fleissig als PR-Berater betätigten und Artikel für ihre Kunden an prominenter Stelle bei Wikipedia platzierten. In einem anderen Fall stellte sich heraus, dass der Wikipedia Mitarbeiter sogar eine eigene PR Agentur betreibt.

    2011 kam auch heraus, dass eine PR Agentur ebenfalls mit Sitz in England hunderte von Wikipedia Einträgen umgeschrieben hatte. Die PR Agentur teilte den Reportern des Independent seinerzeit auf Nachfrage mit „man habe ein Team um Wikipedia in Ordnung zu bringen“.

    Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wikipedia in Ordnung bringen.

    Festhalten können wir, das Wikipedia an Glaubwürdigkeit verloren hat. Die PR Agenturen lernen täglich hinzu, wie man die Kontrollen und Überprüfungen aushebeln kann. Im November 2012 vermeldete Wikipedia den 1,5 Millionsten Artikel für die deutschsprachige Wikipedia. Wer bitte könnte 1,5 Millionen Artikel 30 Millionen Verweise und Verlinkungen überwachen, wahrscheinlich nur die NSA.

    Ich muss zugeben, dass ich meine Schadenfreude nicht ganz verbergen kann. Bei Wikipedia haben sich in der letzten Zeit ganze Benutzergruppen und Administratoren zusammengeschlossen, die sich wie Halbgötter aufspielen und ihnen nicht genehme Artikel, ganze Seiten und links komplett löschen.

    Vielleicht sollte ich folgendes noch erklären:

    Der ein oder andere wundert sich vielleicht darüber, warum es Unternehmen, Organisationen und Personen so wichtig ist, bei Wikipedia gut auszusehen und warum sie sich das was kosten lassen.

    Eines vorweg: Die hierfür aufgewendeten Honorare sind spottbillig, man kann sogar sagen, fast geschenkt. Gehen sie mal ins Internet und suchen nach einer Person, Produkt, Unternehmen, Organisation, Stiftung usw. In fast allen Fällen erscheint auf Seite 1 der google Suche der Wikipedia Eintrag. In vielen Fällen ist es sogar der erste Eintrag unter den Top 10. Wenn der user dort nun lesen kann, wie toll ihr Unternehmen, ihr Produkt, ihre Weltanschauung oder sie selbst sind, haben sie gewonnen.

    Wikipedia Gläubige sollten aufpassen

    Noch besser, fast alle Journalisten machen ihr Quellenstudium bei Wikipedia und geben die dort vorgefundenen Informationen in ihren Artikeln als eigene Erkenntnis weiter. Besser geht es doch nicht. Um ein deratiges Ergebnis in der Google Suche zu erzielen, müssten sie eine SEO (Suchmaschinen Marketing) Agentur beauftragen. Die Honorare für solche Ergebnisse liegen bei den SEO-Agenturen zwischen 10 bis 100.000 €. Da ist das Honorar für den Schreiberling doch fast umsonst.

    Gottfried Böhmer

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Kunst - Werk der Woche

  • Arno Rink  Lot und seine Tochter
Arno Rink Judith
    Große Gesten, klar komponiert
    Arno Rink - von der Begierde besiegt, überall die Frau per se, in purer Nacktheit

    Große Gesten, klar komponiert, der Akt in Anmut und eine Farbigkeit, die vor Intensität strotzt, das schwarze Dunkel weit hinter sich lässt; hier die Versuchung, dort die Judith, immer wieder Lot und seine Töchter, der Künstler im Selbstportrait, kritisch, resigniert, von der Begierde besiegt, und überall die Frau per se, in purer Nacktheit, ganzer Schönheit

    Arno Rink, moderner Meister des Altmeisterlichen, Gallionsfigur der Neuen Leipziger Schule, ein Genius in Farbe und Form und nebenbei Zeichner von erstem Rang, füllt derzeit mit seinen neoromantisch gefärbten, geheimnisvollen, allegorischen Szenarien die Museen, und exklusiv die Augsburger GALERIE NOA. Arno Rink, Begründer der Neuen Leipziger Schule, ist in ganzer Bandbreite in der Augsburger GALERIE NOAH zu entdecken.

    Zwei Jahre nach seinem Tod, einem kurzen, zwangsbedingten Stillstand, wird Rink erneut entdeckt, vom Museum der bildende Künste Leipzig, von der Kunsthalle Rostock, vom Kunstpalast Düsseldorf – zu Recht, schreibt er die ostdeutsche Kunstgeschichte neu.

    Erstmals nach 2017 bereitet eine Galerie sein umfassendes Oeuvre retrospektiv auf: Gut 30 Ölgemälde, Zeichnungen und Mischtechniken aus den Jahren 1986 bis 2016 führen in Augsburg das Können dieses großartigen Malers vor Augen, der sich, und mit sich die DDR-Kunst, heraus gekämpft hat aus einem politisch motivierten Arbeiten hin zu einer neuen Künstlichkeit in Freiheit, das, ohne die Vergangenheit zu verleugnen.

    Arno Rink gilt als der Mittler zwischen alter und neuer Leipziger Schule, Frontmann der zweiten Generation, die den sozialistisch verhafteten Realismus der Urväter hin führt zu einer verfremdenden Gegenständlichkeit, einer neuen Figuration, die mit surrealen Elementen spielt wie mit expressiver Flächigkeit und sich meist von der Figur leiten lässt.

    1940 in Schlotheim, Thüringen geboren, studierte Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, dozierte selbst seit 1975 ebenda. Von 1987 bis 1994 war er Rektor, lange noch, bis 2005, als lehrender Professor tätig, unter anderem für Neo Rauch. In Leipzig gelebt und gearbeitet, dort 2017 auch verstorben, gilt Rink als das künstlerische Flaggschiff der Wende, der viel zu bieten hat, wenig verstreckt und so manches Geheimnis lüftet – Bravo.

    Vernissage: 7. November 2019

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  • Billy & Hells Schwarzweiße Schwester in Farbe von Anke Linz und Andreas Oettinger
Der Kontakt zu realen Menschen fuehrt zu den Fotoarbeiten von Anke Linz und Andreas Oettinger
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
    Eine ausdrucksstarke Ausstellung in Graz
    Kunst, Mode, Werbung - Ein außergewöhnliches Fotografen-Paar - Anke Linz und Andreas Oettinger in Graz

    Einfach tolle Fotos - Anke Linz (geboren 1965 in Nürnberg) und Andreas Oettinger (geboren 1963 in München) bilden seit Mitte der 1980er Jahre ein außergewöhnliches Fotografen- Paar. Wenn es zwischendurch mit den Aufträgen schlecht aussah, waren sie sich nicht zu schade, einfache Aushilfsjobs zu übernehmen.

    Vielleicht ist es gerade dieser Kontakt zu realen Menschen in realen Arbeits- und Lebenssituationen, die manche Eigenheiten ihrer Herangehensweise erklärt. Ihre Porträts sind zwar von alter Malerei inspiriert,  bieten aber verschiedene Bildsprachen. Mal blicken die Models verschämt zur Seite oder zu Boden, dann unumwunden direkt in die Kamera.

    Mal sieht man die ungeschminkte Wahrheit im Gesicht, dann ist das Make-up extrem und die Szene an Dramatik schwer zu überbieten. Nur eines vereint fast alle Porträtaufnahmen von Billy & Hells: Die  statische Stille und die tiefe Ernsthaftigkeit. Ein Lächeln oder gar ein Lachen werden Sie nur sehr selten auf  den Fotos sehen, die dennoch einen starken subtilen Sinn für Humor verraten.


    Billy & Hells spielen nämlich auf virtuose Weise mit vertrauten Images und frönen dieser Leidenschaft sowohl in den Bereichen Kunst, Mode und Werbung in unverkennbarem, konsequentem Stil. So wurden auch frühere Auftragsarbeiten für Marken wie Nil oder Baileys ein gleichwertiger Teil des Schaffens von Billy & Hells.

    Klischees wie die entschlossen dreinblickende Krankenschwester, die strenge Lehrerin, die gütige Mutter, der coole Matrose oder der lässige Cowboy werden aus ihrem Bezugsrahmen gehoben und in einen neuen Kontext gestellt.


    Weder bei den Farben, noch bei der Kleidung und der Inszenierung überlässt man etwas dem Zufall. Die Bilder der beiden, die seit dem Jahr 2000 in Berlin leben, waren unter anderem in Tokyo, London, in den Niederlanden und in Los Angeles zu sehen. 2007 erhielten sie den Taylor Wessing Portrait Prize der National Gallery of London, ein wichtiger Moment für ihren internationalen Durchbruch.


    Der Name des Duos stammt übrigens angeblich von der englischen Aussprache des Wortes „Billighotels". Falls die Legende stimmt, zeigt sie schön den Zusammenhang von Klischee, ungeschönter Realität und Witz.


    Mit dem Werk von Billy & Hells wurde eine Ausstellung als Premiere in Graz gezeigt, die einen ganz neuen Blick auf die Möglichkeiten der Porträtfotografie offenbart.


    Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden.
    Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.billyundhells.de

    Billy & Hells
    Schwarzweiße Schwester in Farbe
     

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  • Werk der Woche Babaismus von Eva Horstick Schmitt 
Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft
Barbie Klum Fotoreihe Babaismus von Eva Horstick Schmitt
Barbique Fotoreihe von Eva Horstick-Schmitt
Thema Schoenheitswahn Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Deutschland im Sumpf Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Ehetraum geplatzt  Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Tod einer Barbie von Eva Horstick Schmitt
Wunderschoene Flitterwochen - von Eva Horstick-Schmitt
Barbie hat sich verfluessigt Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Its a cold world  Eva Horstick Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn
Portrait der Fotokuenstlerin Eva Horstick Schmitt
    Aufstand der Puppen
    Werk der Woche: „Babaismus“ - Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft

    Puppen, Barbiepuppen, Schaufensterpuppen…Trendsetterin, Ikone, Traumfrau? Sie machen jede Mode mit, schlüpfen in jede Uniform und passen sich flexibel dem jeweiligen Zeitgeist an! Opportunistinnen als Ideal?

    Die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt lebte 2005 ein halbes Jahr mit über 7 Schaufensterpuppen und hat diese in ihrem alltäglichen Umfeld fotografisch inszeniert. Daraufhin kam sie auf die Idee, die Puppen als Installation zum Thema der Fußball-WM in Dortmund 2006 zu gestalten mitsamt ihrer Barbiepuppenvollversammlung.

    Eva Horstick-Schmitt greift dabei in die gestylte Fassadenwelt der Schaufensterpuppen ein und verknüpft Fotokunst und Performance zur Verstörung des gewohnten Blicks: lebendig aussehende Schaufensterpuppen als Parade und Barbiewahn zum Quadrat.

    Allerdings zeigen sich die schön geschmückten Schaufensterpuppen nicht wie gewohnt hinter schützendem Glas, unantastbar gestylt und aufgemotzt hinter Scheiben. Die Welt der Puppen wird lebendig, in einer Kunstperformance kreativ zur Schau gestellt. Die Realität transformiert sich zur bühnenhaften Inszenierung, in der das alltägliche Sein im Design erfroren ist.

    Mit ihren Puppen-Installationen greift die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt den grundlegenden Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft auf. „Körperkult und Schönheitswahn“ – ein Diskurs, der in der soziologischen Forschung aktuell intensiv unter der Herrschaftskategorie „Bodyismus“ diskutiert und analysiert wird, erfährt durch die fotokünstlerische Performance irritierende und verstörende Einsichten.

    „Babaismus“ nennt die Fotokünstlerin ihr Projekt, mit bewusstem Verweis auf dadaistische Traditionen. Schon 1999 erstellte Eva Horstick-Schmitt Anzüge mit Frauengesichtern, Fotoarbeiten und ließ diese zur Eröffnung des Coloneums Köln von zwei Models vorführen.

    „Modelwahn zum Quadrat!“ Eva nahm die Barbies mit auf Reisen, veränderte ihr Gesicht und machte sie zu einer Begleiterin als Mahnmal für unseren Schönheitswahn zum Quadrat.

    In der Galerie Camera Obscura präsentierte sie 2009 und 2008 ihre Barbiepuppenfotografien neben ihren Reportagen aus dem Kosovo zum Thema Menschenhandel, stellte Rauminstallationen auf mit Videos, Modemagazinen,

    Zeitungsausschnitten von Opfern und dem Torso einer gequälten Puppe – als Stimme gegen Krieg und Gewalt, sowie mit Paketband auf den Boden geklebte schwarz-weiß Fotografien von Opfern und Massengräbern.

    Sie scheute sich nicht die Besucher*innen der Galerie auf diese Weise auf die Greultaten und Grausamkeiten in Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam zu machen. „Eva – jenseits von Eden“ nannte sie diese Serie.

    Prof. Dr. Claudia Rademacher

     

     

     

     

     

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Die Karibik zaehlt zu den attraktivsten Unterwasserrevieren der Welt
Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals und Beaches Resorts
    Tauchguide für die Karibik
    5 Fragen an Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts

    Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts, erzählt im Interview alles über den bewussten Umgang mit der fragilen Meeresflora und -fauna, verrät seine persönlichen Hotspots in der Karibik und erklärt, warum Urlaubsgäste stets sorgenfrei abtauchen können.

    Wann ist die beste Jahreszeit für Taucher in der Karibik?

    Es kommt ganz darauf an, was man sehen möchte! Im Winter zum Beispiel schwimmen jede Menge Wale rund um die Turks- und Caicosinseln. Im Sommer hingegen ist das Wasser in der Karibik wärmer, ruhiger und klarer.

    Damit sinkt das Risiko eines „no dive day“, in der Regel aber sind die Fische dann auch kleiner. Grundsätzlich gibt es in der Ostkaribik nicht so viele Großfische, aber umso farbenfrohere Exemplare.

    Auf Barbados kann man das ganze Jahr hindurch Schildkröten beobachten. Dort ist die zweitgrößte Population von Echten Karettschildkröten in der Karibik beheimatet.

    Wo finden Unterwasser-Liebhaber die besten Riffe und die aufregendsten Wracks?

    Für Wracktaucher findet sich in der Karibik kaum eine bessere Location als Grenada. Es liegen allein sieben korallenbewachsene Wracks rund um die Insel, eines davon ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, nur etwa fünf Minuten vom Sandals Grenada Resort & Spa entfernt, in 30 bis 40 Metern Tiefe. Die schönsten Riffe haben St. Lucia, die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas.

    Was sind die wichtigsten Dos und Don‘ts für Taucher unter Wasser?

    Erste und wichtigste Regel: niemals ohne seinen Buddy tauchen. Fische oder andere Lebewesen zu berühren ist absolut verboten, das gilt auch fürs Riff. Es ist Tauchern weder erlaubt, darauf zu stehen, noch Korallen abzubrechen.

    Und last but not least: Ohne das Know-how der richtigen Atemtechnik darf man keinesfalls unter Wasser gehen. Unsere Dive Guides unterrichten ihre Schüler kompetent und trainieren sie dahingehend vor jedem Tauchgang. Alle Sandals Resorts bieten außerdem PADI-Kurztrainings für Anfänger an.

    Wenn es doch mal ernst wird: Warum müssen sich Taucher keinerlei Sorgen machen, so lange sie mit einem Tauchguide von Sandals & Beaches unterwegs sind?

    Wir sind nicht nur erfahren, sondern kennen uns auch seit vielen Jahren bestens in den jeweiligen Locations aus. Pro Jahr unterrichten wir insgesamt 9.000 Tauchschüler und verzeichnen 33.000 Tauchgänge.

    Das Equipment ist stets auf dem neuesten Stand der Technik und wird ständig auf seine Funktionstüchtigkeit kontrolliert. Wir sind alle trainiert in Erster Hilfe, Zugänge zu Sauerstoff sind ebenso gewährleistet wie die kürzesten Wege zu Dekompressionskammern.

    Hand aufs Herz: Welcher Ort ist Ihr Favorit zum Tauchen in der Karibik?

    Mein bester persönlicher Spot ist Barbados mit dem Wrack der Stavronikita. Dort gibt es so viele verschiedene Dinge zu entdecken, unter anderem dank des klaren Wassers. Es ist für Anfänger ebenso geeignet wie für erfahrene Taucher und schon in 20 bis 30 Metern Tiefe sieht man Schulen von hunderten Fischen in allen Farben und Schildkröten, soweit das Auge reicht.

    Interview: Jessica Harazim/AHM PR

    Preisbeispiel: Bei Dertour kostet eine Woche im Sandals Emerald Bay auf den Bahamas ab 1.709 €/Pers. im DZ. Enthalten sind 7 Ü im Beach House Luxury Club Level Room, „Luxury Included“-AI-Verpflegung, Tauchen für zertifizierte Taucher sowie die Transfers ab/bis Flughafen.

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  • Dieter Falk sagt im Interview mit Michaela Boland den Freunden der Kuenste Jede Musik lebt von ihren Idolen
Dieter Falk an dem Platz wo er die großen Melodien komponiert 
Dieter Falk hat eine Professur an der Robert Schumann Hochschule in Duesseldorf
    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK
    Dieter Falk hat über 20 Millionen Platten verkauft - er sagt den Freunden der Künste, Musik muss anstecken

    Zweiter Teil des Exklusiv Interviews von Michaela Boland mit Dieter Falk für die Freunde der Künste.

    Als Produzent von PUR feierte er Millionenerfolge. Auch wenn er sich eher als Mann im Hintergrund versteht, verhalf er Künstlern wie Monrose, Jennifer Rush, Howard Carpendale, Gitte Haenning, DJ Ötzi, Pe Werner, Paul Young, Karel Gott, Katja Ebstein oder Marshall & Alexander mit Hits zum Triumph.

    Seit der Pro 7- Casting-Produktion "Popstars" im Jahre 2006 ist er auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt, denn dort fungierte er neben Nina Hagen und  Detlef D! Soost als Jury-Mitglied.

    Der Absolvent der Musikhochschule Köln, der im Rahmen des Projekts "Falk & Sons" mit seinen beiden Söhnen, Max und Paul, nach dem Debüt-Album "Celebrate Bach" nun mit "Toccata" schon die zweite Familien-Scheibe herausgebracht hat, hat seit diesem Wintersemester sogar eine Professur an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf inne.

    Dort will er dazu beitragen, die Nordrhein westfälische Regierungsmetropole als Medienstadt auch musikalisch weiter voran zu bringen.

    In seinem schönen Familienanwesen im Düsseldorfer Süden treffe ich den sympathischen Passions-Musiker, der im Gegensatz zu vielen anderen Showgrößen, die dies als "unsexy" empfinden, keinen Hehl aus seinem christlichen Glauben macht.

    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK

    Michaela Boland: Du hast in jedem Fall große Erfolge zu verzeichnen.

    Dieter Falk: Insgesamt sind es, so glaube ich, über 20 Millionen Platten, die die Künstler verkauft haben, die ich mal produziert habe. Damals wurde für 500.000 eine Platinscheibe verliehen. Viermal Platin für "Abenteuerland" von Pur bedeuteten zwei Millionen verkaufte Platten. Bei Monrose gab es aber schon für 300.000 verkaufte Platten Platin. Jetzt sind wir sogar bei 200.000 angekommen. Durch den Absatzrückgang wurden die Maßstäbe heruntergesetzt. Allein mit Pur habe ich schon ungefähr 15. Millionen Platten verkauft.

    Michaela Boland: Hier bei dir hängen etliche Platin-Scheiben an der Wänden. Bekommt man als Produzent neben den Künstlern üblicherweise  jedes Mal ebenfalls ein Exemplar ausgehändigt?

    Dieter Falk: Künstler, Produzent, manchmal auch Toningenieur oder -Meister, zusätzliche Komponisten und die wichtigen Leute der Plattenfirma sowie das Management.

    Michaela Boland: Ex-EMI-Legende, Winni Ebert, - Gott habe ihn selig - hatte in seinen Räumlichkeiten ebenfalls jede Menge Gold- und Platin-Platten an den Wänden hängen.

    Dieter Falk: Winni hat natürlich auch Sachen entdeckt und hat dann als A&R (Anm. d. Red: Artists and Repertoire) auch goldene Platten bekommen. Später war er ja dann auch Manager.

    Michaela Boland: Du hast viele Jahre mit Pur zusammengearbeitet. Hast du das Erfolgsalbum "Abenteuerland" auch mit komponiert?

    Dieter Falk: Nein, das habe ich aber auch mit arrangiert. Das ist vor allem eine Produktionsarbeit gewesen. Die Pur-Jungs komponieren nämlich auch selbst phantastisch. Das war zum Beispiel ein klassischer Fall, wo ich als Arrangeur beim Songaufbau Tipps gegeben habe. Das war über insgesamt elf Jahre ein glückliches Teamwork.

    Michaela Boland: Ist es heutzutage ratsam, im Hinblick auf die Musikrichtungen als Produzent breit gefächert zu sein oder sollte  man sich besser auf etwas spezialisieren?

    Dieter Falk: Tja, ich glaube, das muss jeder halten wie er möchte. Ich empfand es immer als interessant, ein breites Stilmischmasch zu produzieren. Es gab natürlich auch Sachen, die ich weder konnte, noch wollte. Zum Beispiel Volksmusik und Heavy Metal.

    Michaela Boland: Das hast du kategorisch abgelehnt?

    Dieter Falk: Ja, da war ich auch kein Experte für. Aber, poppiger Schlager war für mich nie ein Tabu. Ich habe ja auch Brings produziert, noch vor deren Karnevalszeiten. Das war eine harte Rockband und das hat großen Spaß gemacht. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Nino de Angelo produziert, der eben eine tolle Stimme ist.

    Michaela Boland: Ab wann hast du Nino de Angelo produziert?

    Dieter Falk: Ab seinem Comeback. Das war "Schwindelfrei". Da waren einige erfolgreiche Sachen dabei. Wir haben drei LPs gemacht. Dann auch Karel Gott oder Nana Mouskouri. Das sind alles Menschen, da habe ich keine Hemmungen oder gar Aversionen, ganz im Gegenteil. Ich finde, wir haben tolle Sänger, auch in der Schlagerbranche. Und die erlebt ja gerade eine unfassbare Renaissance.

    Michaela Boland: Wem ist das zu verdanken?

    Dieter Falk: Jede Musik lebt von ihren Idolen. Von charismatischen Frontsängern oder Sängerinnen. Und vielleicht haben wir jetzt einfach auch den Glücksfall, dass mit Helene Fischer und Andrea Berg eben zwei Damen da sind, die diese Branche mitbestimmen, weil sie sehr beliebt und sehr gut sind. Man muss diese Musik privat ja auch nicht hören, aber, man sollte zumindest respektieren, dass sie wirklich ein gutes Entertainment machen. Gerade Helene Fischer macht sensationelle Shows.

    Ich bin jetzt auch nicht der, der privat Schlager hört, aber es gibt Songs von Helene Fischer, die sind einfach klasse produziert und gut komponiert. Man wird das noch sehen, denn ich glaube, dass sich das in den nächsten Jahren auch noch ein bisschen mehr in Richtung Pop entwickeln wird.

    Genauso wie man sieht, dass Robbie Williams als Pop-Interpret sich ein bisschen dem großen Mainstream öffnet, denn diese Swing-Platten sind ja nur ein Beispiel dafür. Es ist natürlich immer noch super anspruchsvoll und klasse gemacht, natürlich auch jazzig, aber die ganz großen Stars der anglo-amerikanischen Musikszene, die eher aus der Rock-Pop-Ecke kommen, öffnen sich nun dem großen Mainstream. Würde man jene Titel in Deutschland mit deutschen Texten machen, würde man es sofort als schlagerresque bezeichnen.

    Michaela Boland:  Kannst du ein Beispiel benennen?

    Dieter Falk: Gerade, wenn du dir auf der jetzigen Single-Auskopplung des Swingalbums von Robbie Williams einen deutschen Text vorstellst, dann ist das ein richtiger Schlager. Da sollte man auch mal ehrlich sein. Dieses Schubladendenken ist so typisch deutsch. Einteilung in: Das ist ein Schlager und das ist ein Popsong. Diese Probleme haben Amerikaner gar nicht.

    Michaela Boland: Gibt es hier möglicherweise eine ähnliche Differenzierung zwischen Schlager und Popsong wie einst der zwischen Volkslied und Kunstlied? Was sind die typischen Merkmale eines Schlagers?

    Dieter Falk: Ein Schlager ist ein Titel, der einschlägt. Er muss von der Melodie sehr nachvollziehbar und mit singbar sein. Die Haupttext-Hookline, also die Textzeile, muss ebenfalls sehr griffig sein. Beispiele der großen deutschen Schlager, und darunter sind viele Popsongs wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Kribbeln im Bauch", "König von Deutschland", "Ich hab dich tausend mal betrogen", das sind alles Textzeilen, die super griffig sind oder gar "Komm mit mir ins Abenteuerland".

    Diese Textzeilen bleiben genauso griffig  wie eine musikalische Hookline innerhalb eines Refrains. Dann schlägt ein Song ein. Ob er ein poppiges, rockiges oder schlagerresques Arrangement hat, ist dann eigentlich eher zweitrangig. Wichtig ist einzig, dass die Melodie und die Haupttextzeile total kleben bleiben,

    Michaela Boland: Mit anderen Worten: Stilrichtungen sind dabei sich zu vermischen?

    Dieter Falk: Sagen wir mal so: Der Unterschied zwischen einem Schubert-Lied in der Klassik und einem Hoch-auf-dem-gelben-Wagen-Volkslied ist gar nicht mal so weit. Es gibt von Schubert Lieder, die sind total volksliedhaft.

    Michaela Boland: Beziehst du dich auf das Röslein?

    Dieter Falk: Das Röslein zum Beispiel oder auch Lieder von Schumann, die volksliedhaften Charakter haben. Die Unterscheidung dessen, was E- und U-Musik ist, ist ja ohnehin eher eine, die Fachleute vornehmen und nicht das Publikum. Denn das Publikum liebt Musik und denkt manchmal gar nicht so groß darüber nach, ob das nun E- oder U-Musik ist. Das war ohnehin eine Unterscheidung der 70er Jahre.

    Michaela Boland: Du hast mit vielen bekannten Leuten zusammengearbeitet. War das immer gleich leicht oder gab es auch Diven unter deinen "Schäfchen"?

    Dieter Falk: Ja, natürlich gibt es auch Diven. Und selbstverständlich gibt es auch skurrile Geschichten. Aber, das Spannende ist immer, dass man  musikalisch eine  Art kleine Ehe auf Zeit eingeht, wenn man jemanden produziert. Eine Platte dauert in der Regel drei Monate, manchmal länger, manchmal aber auch ein bisschen kürzer, und während dieser Zeit ist man wirklich ein Teamworker. Das funktioniert auch mit Kompromissen. Als Produzent ist man so eine Art Vermittler zwischen Künstler und Plattenfirma. Diese Situation ist nicht immer einfach.

    Ich habe das jetzt so viele Jahre gemacht, dass ich glaube zu wissen, welche Verhaltensweisen man an den Tag legen muss, um beiden Seiten gerecht zu werden. Mir ist wichtig, dass ich vor allen Dingen ein Dienstleister des Künstlers bin, denn der muss mit dieser Platte länger leben als ich als Produzent. Als solcher habe ich schon zwei oder drei Monate später wieder andere Aufgaben.

    Der Künstler muss mit dieser Platte anderthalb Jahre leben und sie promoten. Deswegen werde ich den Teufel tun und meinen Dickkopf durchsetzen. Ich versuche natürlich, dem Künstler gerecht zu werden und für ihn schöne Lieder zu schreiben. Dass ich das in den letzten Jahren nicht mehr so häufig gemacht habe, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich auch auf zu neuen Ufern bin. Nach 35 Jahren in der Musikbranche ist auch wichtig, dass man versucht, jetzt, mit Anfang Mitte Fünfzig nochmal neue Kapitel aufzuschlagen.

    Michaela Boland: Mit welchen Künstlern hast du denn so alles gearbeitet? Ich sehe hier beispielsweise schon mal Andre Dietz (Anm. d. Red.: Schauspieler der Täglich-Serie "Alles was zählt")

    Dieter Falk: Wir waren zusammen beim "perfekten Promidinner". Auch mit Tom Beck (Anm. d. Red: "Alarm für Cobra 11") habe ich gearbeitet. Wir haben zusammen hier herum gejammt.  Außerdem Detlev Jöcker, der Kindersänger. Für ihn habe ich drei CDs gemacht. Jule Neigel war zum Songschreiben hier. Dann habe ich auch DJ Ötzi gemacht und Marshall & Alexander.

    Michaela Boland: Hast du ihr Album "Paradisum" produziert? Denn hierzu haben wir bei Freunde der Künste ein Interview mit Jay Alexander geführt.

    Dieter Falk: Ich habe diejenigen davor produziert. "Hand in Hand" und "Lovers forever".

    Michaela Boland: Du hast auch mit Daliah Lavi und Karel Gott gearbeitet. Was ist denn die "goldene Stimme aus Prag", Held meiner "Biene-Maja"-und "Fang-das-Licht"-Kindheit, so für eine Persönlichkeit?

    Dieter Falk: Ein Hammer-Typ! Er kam hierher, sah draußen ein grünes Kettcar mit Gummireifen, das richtig schnell fährt, war begeistert, rief, "oh,toll" und peste sogleich in einem Affenzahn hier bei uns über die Straße und du weißt, er ist über 70.

    Michaela Boland: Wird es noch weitere Zusammenarbeiten geben?

    Dieter Falk: Wenn es sich ergibt, gerne, denn es ist ein toller und super lieber Kerl. Ein echter Gentleman alter Schule. Er bringt immer Pralinen für meine Frau mit.

    Michaela Boland: Hier sehe ich noch unzählige weitere Künstler, die du produziert hast.

    Dieter Falk: Howard Carpendale, Brings, Francine Jordi, Jennifer Rush, Nektarios, Joja Wendt, der Pianist, Petra Zieger, eine Ex-DDR-Sängerin, Al Bano Carissi oder Paul Young.

    Michaela Boland: Wer denkt nicht gerne an seine Hits "Come back and stay", "Wherever I lay my hat" oder "Love of the common people" zurück?

    Dieter Falk: Das waren natürlich seine 80-er Hits. Wir haben vor acht Jahren "Rock swings" zusammen gemacht. Es war ein Swing-Album, das großen Spaß bereitet hat. Es ist so etwas, wie Paul Anka auch schon einmal gemacht hat: Rock mit Swing und Big Band. Ein tolles Projekt. Ich habe mir dazu den Band-Leader von Robbie Williams als Co-Arrangeur geholt.

    Michaela Boland: Habt ihr die Aufnahmen mit Big Band dann in deinem zweiten Studio in der Innenstadt durchgeführt?

    Dieter Falk: Nein, das haben wir in Holland gemacht. Ich habe auch einige Zeit in Holland gelebt.

    Michaela Boland: Du bist viel herumgekommen.

    Dieter Falk: Wir hatten ein zweites Haus an der Küste in Holland. Ich spreche ganz passabel holländisch, habe auch ein paar holländische Stars produziert und war sehr gerne da.

    Michaela Boland: Was waren die absoluten Highlights deiner Karriere?

    Dieter Falk: Das Paul Young Swing Album wegen der Big Band und was natürlich ein absoluter Meilenstein war, war  "Abenteuerland" mit PUR. Nicht nur weil es finanziell die spannendste Platte oder meist verkaufte war mit zweieinhalb Millionen Exemplaren, sondern auch musikalisch betrachtet. Die kannst du heute immer noch anhören.

    Michaela Boland: Nicht umsonst hat wohl auch die Werbung einst die Platte für sich entdeckt.

    Dieter Falk: Ja, "Abenteuerland" ist schon ein echtes Masterpiece. Sicherlich auch Pe Werner und "Kribbeln im Bauch".

    Michaela Boland: Hast du daran mitgeschrieben?

    Dieter Falk: Sie hat es komponiert. Doch es gibt eine Sache, die ich darüber nie vergessen werde: Wir hatten das erste Album, "Weibsbilder", zusammen gemacht. Dann hat der A&R-Chef der damaligen Intercord, Peter Cadera, dem ich sehr viel zu verdanken habe, Pe und mich ziemlich zusammengestaucht. Nachdem wir ihm Demos vorgestellt hatten, meinte er nur, "Ich höre keinen Hit".

    Pe war deswegen zunächst ein wenig niedergeschlagen. Doch am Ende hat genau dieses Zusammenstauchen sie noch in der Nacht dazu bewegt, "Kribbeln im Bauch" zu komponieren. Sie rief nachts bei mir an und sagte, dass sie so sauer auf den A&R-Chef sei. Als Pe es meiner Frau und mir also mitten in der Nacht vorspielte, waren wir total begeistert. Es war der Knaller. Schon einen Tag danach haben wir es arrangiert und schnell aufgenommen. Und das wurde ihr Hit.

    Michaela Boland: Kam in Folge dessen dann auch "Trostpflastersteine" von ihr?

    Dieter Falk: Ja. Das ist auch eine ganz tolle Nummer. Pe ist echt eine Sprachkünstlerin. Sie schreibt selbst Musik und Text. Klassisch: Singer and Songwriter. Wenn jemand so gut komponiert wie Pe Werner, werde ich den Teufel tun und mit komponieren. Klar, gebe ich auch mal meinen Senf dazu, wir haben drei LPs zusammen gemacht und verstehen uns immer noch gut.

    Michaela Boland: Ist es nicht die Regel, dass man sich danach noch gut versteht?

    Dieter Falk: Gut, dann gab es eine Trennung. Auch nach zehn CDs mit PUR. Eine Trennung ist dann immer auch traurig, aber wir sind so lange zusammen geblieben, das ist nicht die Regel. Heute werden Produzenten meist nach ein oder zwei CDs gewechselt. In der Regel arbeite ich mit meinen Künstlern recht lange zusammen. Auch mit Marshall & Alexander habe ich sechs Jahre lang gearbeitet. Insofern scheinen wir dann doch auch alle etwas richtig zu machen.

    Michaela Boland: Du bist vor kurzem 54 Jahre alt geworden. Wie hast du gefeiert?

    Dieter Falk: Meine Mutter ist genau an meinem Geburtstag verstorben.

    Michaela Boland: Das war mit Sicherheit hart.

    Dieter Falk:  Es war verrückt.

    Michaela Boland: Dein Pop-Oratorium als Musical-Vorstufe, "Die 10 Gebote", welches du gemeinsam mit Michael Kunze geschrieben hast, hatte seine Uraufführung in St. Gallen. Warum gerade in der Schweiz und  nicht in Deutschland?

    Dieter Falk: Das Pop-Oratorium war eine Auftragsarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland, damals auch noch mit initiiert von der damaligen Bischöfin, Margot Käsmann, die übrigens eine tolle Frau ist und viel bewegt hat. Es war ein Zufall. Das Theater in St. Gallen ist sehr rührig und hat eben sofort zugegriffen. Auch ist es in Europa eine der Hochburgen für Weltpremieren.

    Michael Kunze kannte darüber hinaus den Intendanten. Es läuft jetzt seit Februar 2013 sehr erfolgreich und geht noch bis Juni 2014. Wir hatten zuvor in deutschen großen Arenen die Runde gemacht und hatten 150.000 Zuschauer und 25.000 Mitwirkende. In jeder Veranstaltung hatten wir allein zweieinhalbtausend Chorsänger, die mitgesungen haben.

    Michaela Boland: Wie castet man die alle?

    Dieter Falk: Die castet man nicht. Man schreibt aus und dann bewerben sich Chöre. Daraus wurde eine richtige Sing-Bewegung. Bis heute wird das Ding einmal pro Woche irgendwo in Deutschland aufgeführt, aber in kleinem Rahmen. Das singen dann Jugendchöre, Schulchöre, Kirchenchöre, Gospelchöre und Altenchöre. Ich bekomme immer E-Mails, in denen beschrieben wird, wer es gerade wo aufgeführt hat. Also, das ist schon so eine Art Nachsingstück. Man könnte es "interaktives Projekt" nennen. Das ist natürlich schön und für Michael und mich sehr erfreulich. So ähnlich wollen wir es dann mit  dem "Luther"-Pop-Oratorium auch halten.

    Michaela Boland: Worin bestand der Reiz für dich, mal so etwas zu schreiben?

    Dieter Falk: Es hat sehr viel Spaß gemacht, einmal keine Dreieinhalb-Minuten-Hits schreiben zu müssen, die Radio-kompatibel sind, sondern mich auch mal musikalisch auszutoben. Mein Lieblingsmusical ist "Jesus Christ Superstar". In der Weise auch mal ein wenig wildere Titel auszuprobieren, war toll. Ich wollte schon ein poppiges Musical machen, was auch dem Musikgeschmack der jüngeren Leute entspricht.

    Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Nachdem ich mich innerhalb der letzten vier bis fünf Jahre nun auch intensiv mit dem Thema Musical beschäftigt habe, ist dies ebenfalls ein großer neuer Arbeitsbereich geworden.

    Michaela Boland: Ist so etwas ein Angang im Sinne einer Hürde, wenn man es zum ersten Mal macht?

    Dieter Falk:  Ich hatte  große Lust darauf, daher  habe ich es nicht als Hürde empfunden. Ich habe mich hier eingeschlossen und daran gebastelt. Die ganzen Demos habe ich selbst eingesungen und anschließend sämtliche Schauspieler geholt, die es später singen sollten. Dann wurde es mit ihnen aufgenommen, also vorproduziert. Ich bin möglicherweise anders herangegangen als die klassischen Musicalkomponisten. Als Musikproduzent habe ich ja alle Möglichkeiten.

    Beispielsweise super Vorproduktionen zu machen, die schon toll klingen. Und wir mussten ja die 25.000 Chorsänger, die wir im Laufe der Jahre hatten, auch motivieren und das kann man am besten durch gute Musik und gute Produktionen schaffen. Die schickt man ihnen dann. Sie erhielten Noten dazu und haben dann alles eingeprobt.

    Wir haben dabei tatsächlich ganze Familien gehabt, die mit drei Generationen am Projekt teilgenommen haben. Beispielsweise elfjährige Kinder und deren Großeltern. Da wir im Vorfeld der Uraufführung schon ganze Demos oder CDs gemacht haben, war es für die Teilnehmer auch motivierend, daran mitzuwirken

    Michaela Boland: Würdest du dir auch zutrauen, ein klassisches Oratorium zu komponieren?

    Dieter Falk: Das würde ich mir schon zutrauen. Ich habe ja die ganze klassische Ausbildung. Es würde jetzt natürlich nicht die Kopie eines neo-romantischen Stücks. Wenn ich zum Beispiel alte Klassiker verpoppe oder verjazze, wie Bach, was ja immer ein Thema für mich war, denn ich habe ja beispielsweise auch schon Choräle verpoppt, dann tue ich das, indem ich die klassischen Momente nehme, aber dann mit Jazzmomenten versmische.

    Jeder hat da seinen eigenen Stil und ich habe ganz sicher auch meine eigene Handschrift. So würde ich Klassik nehmen, oder auch klassisch komponieren, aber eben mit den Einflüssen von Jazz bis Pop aus meiner Generation.

    Michaela Boland: Gemeinsam mit deinen beiden Jungs bildest du die Gruppe "Falk & Sons". Ihr variiert Stücke aus Klassik und Barock, insbesondere von Johann Sebastian Bach, und macht aus ihnen zeitgemäße poppige Musik. Wie konntest du deine Kinder für dieses Unterfangen gewinnen oder kam es sogar von ihnen?

    Dieter Falk: Nein, überhaupt nicht. Es kam nicht von ihnen. Letztlich aber auch nicht von mir. Unsere Söhne erhielten beide Klavierunterricht und haben fast nie geübt. Meine Frau und ich wollten sogar fast schon die Reißleine ziehen. Das werden sicherlich viele Eltern kennen. Man fängt mit einer Stunde Klavierunterricht in der Woche an und übt eine halbe Stunde am Tag. Daraus werden dann irgendwann mal gnädige fünf Minuten.

    Im Zuge von G 8, wo die Kinder heutzutage ja immer länger in der Schule sitzen, ist es mit der Musikerziehung natürlich auch immer schwieriger. Wir haben dann gesagt, dass es sich gar nicht mehr lohne, da beide nicht übten. Dann kam jedoch ein befreundeter Theaterdramaturg aus meiner Heimatstadt  und lud mich dazu ein, gemeinsam mit meinen Söhnen im Apollo Theater in Siegen vorbeizukommen und vier Titel für ein Schulkonzert zu machen. Das haben wir gemacht und ab dem Moment haben meine Kinder erfahren, was es heißt, auf der Bühne zu stehen und Bühnenluft zu schnuppern. Das ist jetzt sechs Jahre her.

    Michaela Boland: Blut geleckt?

    Dieter Falk: Ja, sie haben wirklich Blut geleckt und ab diesem Moment haben sie auch angefangen wieder zu spielen und zu üben. Seither gibt es eigentlich Falk & Sons. Der Weg ist das Ziel. Wenn du weißt, wofür du übst, dann übst du auch viel leichter und zielgerichtet. In 2011 haben wir dann bei Universal das erste Album herausgebracht, jetzt gerade das zweite gemacht. So haben wir natürlich immer wieder ein bisschen mehr erreicht. Die Karriere entwickelt sich und der Spaß bleibt. Vor allem weil wir sehr viel live spielen.

    Michaela Boland: Wie oft seid ihr da unterwegs?

    Dieter Falk: Wir spielen 40-mal im Jahr irgendwo. Morgen spielen wir bereits zum dritten Mal in Folge bei der Kanzlerin anlässlich der Weihnachtsfeier der CDU-Fraktion und der Regierung. Da spielen wir dann in Berlin im Tipi. Das sind natürlich Highlights. Davon lebt dann auch die musikalische Arbeit.

    Michaela Boland: Das klingt glücklicherweise nach einem ausgesprochen guten Verhältnis zwischen Vater und Söhnen.

    Dieter Falk: (lacht) Ja, klar. Das gehört dazu. Das Schöne ist, wenn man so viele Konzerte miteinander spielt, verbringt man viel Zeit miteinander. Die nächtlichen langen Rückfahrten auf deutschen Autobahnen, wenn man in Bremervörde, am Arsch der Welt oder in Greifswald gespielt  hat, dann kann man die ganze Fahrt über quatschen und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Familie ist uns sehr wichtig, daher verbringen wir auch viel Zeit miteinander. Auch haben wir viele Gäste, die meistens nicht nur mit meiner Frau und mir befreundet sind, sondern auch mit meinen Söhnen.

    Michaela Boland: Wie schaffst du es bei all deinen Mega-Erfolgen immer so geerdet zu bleiben?

    Dieter Falk: Ich bin immer ein Mann im Hintergrund gewesen. Vielleicht bin ich durch Popstars mal ein bisschen in den Vordergrund gerückt. Sicher taucht ab und zu auch mal das Fernsehen hier auf und macht O-Töne, aber ich bin kein Star in dem Sinne wie es andere sind. Klar kennen mich mehr Leute als andere, trotzdem bin und bleibe ich als Komponist und Musikproduzent eher jemand, der hinter dem Mischpult ist.

    Michaela Boland: Nichts desto trotz ein ausgesprochen erfolgreicher Jemand hinter dem Mischpult.

    Dieter Falk: Ja, aber was heißt erden? Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Meine Mutter und mein Vater haben beide nicht studiert. Wir waren nicht  gerade der sogenannte Intellektuellen-Haushalt. Doch wir Söhne haben beide studiert und aus uns ist etwas Ordentliches geworden. Aber, ich weiß, wie ich angefangen habe und das erdet einen sowieso.

    In unserem Bekanntenkreis haben wir zwar viele Freunde in der sogenannten Showbranche, aber ebenso viele Freunde in ganz normalen Berufen. Meine Frau ist Grundschullehrerin, das erdet dich auch total, das sage ich dir (lacht). An einer Brennpunktschule, wo du auf der einen Seite privilegierte Familien hast, die ihre Kinder dort einschulen, doch interessanter Weise ebenso viele Migrantenkinder. Das mischt sich super, doch hat ganz eigene Befindlichkeiten. Dann bin ich ja auch Botschafter für die Arche. Wenn du dann siehst, was dort stattfindet, dann erdet dich das ebenfalls automatisch.

    Michaela Boland: Seit diesem Wintersemester hast du auch regelmäßig mit jungen Menschen zu tun, denn du hast an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf eine Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Musikproduktion und Populargesang inne. Wie oft bist du da zur Zeit im Einsatz?

    Dieter Falk: Aktuell hatte ich jetzt gerade einen ganzen Samstag lang einen Crash-Kurs-Workshop mit den Kirchenmusikern. Mehrere Stunden am Stück. Da ging es dann darum, dass ich Kirchenmusikern Pop Piano- und Gospel Piano beibringe. Meine Botschaft ist die: Ein klassisches Studium ist total wichtig, aber es ist heutzutage genauso wichtig, dass man zweigleisig fährt.

    Damit du auch als Kirchen- oder als Schulmusiker nicht nur vor einer Klasse oder in der Kirche sitzt und "Großer Gott wir loben dich" an der Orgel spielst, sondern, dass du auch "Oh happy day" authentisch am Klavier spielst und nicht nur so von Noten herunter liest. Es muss grooven, der große Zeh muss mitwippen, wenn du Klavier spielst.

    Und wenn du eine Kirchengemeinde zum mitsingen eines Liedes begeistern willst, dass du es auch swingig umsetzen kannst. Musik muss anstecken und das ist so viel leichter, wenn es Groove und Swing hat. Das brauchen Kirchenmusiker auch heutzutage. Das ist ein Teil meiner Aufgabe im Rahmen dieser Professur.

    Michaela Boland: Kann man bemessen wie viele Wochenstunden du gibst.

    Dieter Falk: Es ist eine halbe Gastprofessur, das heißt neun Semester-Wochenstunden. Die verteile ich auf Blöcke. Dann sitze ich vor Kirchenmusikern, aber auch vor kommenden Musikproduzenten. Es gibt ja in Düsseldorf diese einzigartige Möglichkeit am Institut für Musik und Medien, IMM, unter anderem auch Musikproduzent zu werden. Toningenieur und Musikproduzent, das nennt sich dann Ton- und Bild-Studium und Musik und Medien.

    Das ist schon eine spannende Ausbildung. Sie müssen nämlich sowohl künstlerisch als auch technisch gut sein. Da helfe ich jetzt meinen Professoren-Kollegen, dass man auch die Produktionen, die diese jungen Studenten machen, unter Marktbedingungen bewertet, zumal ich ja mit einem Fuß in der Branche auch noch am Puls des Marktes bin. Ich kann den Leuten daher relativ authentisch  sagen, das, was ihr macht, hat meines Erachtens eine Chance oder nicht. Die guten Studenten empfehle ich dann auch der Branche gleich weiter.

    Michaela Boland: Dann bist du auch eine Art Türöffner?

    Dieter Falk: Ich versuche es. Den guten Leuten werde ich natürlich sagen, "Ihr komponiert gut, ihr solltet euch unbedingt mal bei diesem oder jenem A&R oder Verleger melden, denn ihr seid wirklich talentiert". Das ist so ein bisschen meine  Funktion.

    Michaela Boland: Gab es darüber hinaus noch ein persönliches Anliegen für dich, die Professur anzutreten?

    Dieter Falk: Diese Gastprofessur ist ja von der Stadt Düsseldorf finanziert und nicht vom Land NRW. Mir ist wichtig, dass man etwas für die Musikszene der Stadt Düsseldorf, die ja nach den Toten Hosen oder Kraftwerk noch nicht so richtig viel hervorgebracht hat, tut.

    Michaela Boland: Doro Paesch kommt doch auch hierher.

    Dieter Falk: Ja, aber das sind die großen Alten, um es mal so zu sagen. Man sollte hier etwas für die Szene tun. Ich veranstalte ja auch ab und zu ein Nachwuchsfestival mit dem Titel "Ton-Talente", in der Tonhalle. Ich möchte, dass man die Leute, die da in der Stadt Musik machen, mit den Studenten aus der Musikhochschule zusammenbringt, mehr Teamwork durchführt, mehr Synergie und Networking betreibt.

    Michaela Boland: Düsseldorf soll ohnehin als Kreativstandort im Hinblick auf Musik gefördert werden. Welche weiteren Ansätze sind neben deiner Arbeit dafür noch vonnöten?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich weit davon entfernt zu sagen, ich sei der Allein-Selig-Machende für das Betreiben, die Medienstadt Düsseldorf musikalisch weiterzubringen. Es gibt ja viele Leute, die an der Front arbeiten, Düsseldorf auch  musikalisch ein bisschen nach vorne zu bringen. Düsseldorf ist eine Museumsstadt, eine Kunststadt, eine Werbe-Agentur-Stadt, eine Medienstadt. An der Musikszene kann noch etwas getan werden.

    Da bin ich einer von mehreren, die daran arbeiten, dass das so wird. So war der Eurovision Song Contest eine riesen Nummer. Darauf aufbauend kann man etwas für die Musikszene hier tun. Das fängt damit an, dass man auch Lobbyarbeit betreibt, dass beispielsweise neue Proberäume gebaut werden und. Aber das Rathaus weiß das und ist da bereits auf einem sehr guten Weg, wie ich finde.

    Michaela Boland: Interessierst du dich für bildende Kunst?

    Dieter Falk: Ja, ich gehe sehr gerne in Museen. Ich liebe Popart. Meine Frau ist auch an Malerei interessiert. Sie malt auch selbst ein bisschen. Da wir lange in Holland gelebt haben, kennen wir die Museen in Amsterdam alle in und auswendig. Wenn wir reisen, und das tun wir ganz gerne und viel, sind wir in den Städten eigentlich auch immer in den einschlägigen Museen. Ob in New York oder in London, da sehen wir uns Ausstellungen an, die wir sonst nicht mitkriegen. Köln ist überdies auch eine ganz tolle Museumstadt, wie Düsseldorf auch. Das ist auch Teil unseres Freizeitprogramms.

    Michaela Boland: Was liest du zurzeit?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich absoluter Thriller-Fan. Ich habe gerade von Joe Nesbo "Koma " gelesen. Eigentlich alle Jo Nesbos wie alle Stieg Larssons.

    Michaela Boland: Wie läuft es konkret ab, wenn jemand sich bei dir meldet und dich bittet, einen oder mehrere Songs zu schreieben und zu produzieren?

    Dieter Falk: Viele kenne ich ja auch schon, wenn sie anrufen und fragen, "hast du einen Song für mich". Aber, wenn ich jemanden noch nicht kenne, dann lade ich den- oder diejenige ein, ich setze mich hier ans Klavier und wir jammen ein bisschen. Oft ist es ja auch so, dass die Künstler auch selbst musikalische Ideen haben. Dann ist es ganz gut, wenn man es dann zusammen macht. Ich mache das super gerne im Teamwork.

    Zum Beispiel die Schlagersängerin, Francine Jordi, deren letztes Album ich gemacht habe und die in der Schweiz ein großer Star ist, kommt hierher und wir setzten uns einfach ans Klavier und wir schreiben zusammen. Oder sie kommt auch schon mit fertigen Songs und die arrangiere ich dann.

    Bei mir ist es keine Pflicht, dass ich alles selbst geschrieben haben muss. Bei meinen größten Produzentenerfolgen, wie beispielsweise bei PUR war es ja auch so, da war ich nicht als Komponist beteiligt. Dass ich jetzt mehr komponiere hat vor allen Dingen mit den Musicals zu tun. Das sind dann meine Projekte und auch meine Ideen.

    Michaela Boland: Lieber Dieter, vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch und viel Erfolg auch weiterhin für die Zukunft.

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  • Auch der Zugang zu einer Premium Airport Lounge wie der Al Reem Lounge in Abu Dhabi ist über Holiday Extras für jeden Reisenden buchbar
Jerome Danglidis CEO Continental Europe von Holiday Extras
    Geheimnis der Reisebranche
    Airport Lounges - Interview mit Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis

    Die Zeit am Flughafen vor dem Abflug oder beim Zwischenstopp ist für viele Reisende das Gegenteil von Erholung – während Business- oder First-Class-Passagiere es sich in einer Lounge gut gehen lassen. Was viele nicht wissen:

    Ein Aufenthalt dort ist über Holiday Extras ganz unkompliziert und günstig buchbar. Der Münchner Spezialist für Reise-Extras vermittelt Zugang zu mehr als 140 Lounges weltweit.

    Doch was gilt es zu beachten, wenn man erstmal drin ist? Vielflieger und Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis gibt im Interview hilfreiche Tipps für Lounge-Neulinge.

    Herr Danglidis, wenn man nicht gerade Vielflieger-Status genießt oder ein Flugticket für die Business Class besitzt: Wie einfach ist es, in eine Flughafen-Lounge zu kommen?

    Airport Lounges sind das vielleicht bestgehütete Geheimnis der Reisebranche. Der Zutritt erfordert weder einen Vielfliegerstatus noch eine spezielle Kreditkarten- oder Lounge-Mitgliedschaft.

    Die Lounge ist im Reisebüro und unter www.holidayextras.de online buchbar. Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Fluggesellschaft man fliegt oder in welcher Klasse.

    Rucksackreisende, Single Traveller oder Familien-Trip: Für wen eignet sich eine Airport Lounge am besten?

    Eine Airport Lounge ist ein Ruhe- und Entspannungsbereich fern von den Massen an Urlaubern und Geschäftsreisenden in Flugterminals und an Gates. Ein Aufenthalt eignet sich für Privat- oder Businessreisende, mit oder ohne Begleitung.

    Was erwartet mich in einer Lounge?

    Bequeme Sitzgelegenheiten, unbegrenzt Speisen und Getränke, oft auch eine offene Bar mit alkoholischen Getränken. Es gibt kostenlos WLAN, Zeitungen und Zeitschriften, außerdem reichlich Ladesteckdosen und vor allem einen ruhigen Bereich, in dem Sie gelassen auf Ihren Flug warten oder schlafen können.

    Lounges sind meist deutlich ruhiger und weniger frequentiert als Flugsteigbereiche. Einige verfügen über Duschen und sogar Spas.

    Kinder sind am Flughafen erfahrungsgemäß sehr aufgeregt – dürfen sie trotzdem mit in die Lounge? Gibt es dort einen spannenden Zeitvertreib für Kids auf Reisen?

    Sie bieten ein sicheres und übersichtliches Umfeld für Kinder. Dort steht eine Auswahl an Zeitschriften, Malbüchern und Fernsehsendern zur Verfügung. Zahlreiche Lounges haben einen ausgewiesenen Kinderbereich.

    Aber sie sind natürlich kein Spielplatz: Eltern sollten dafür Sorge tragen, dass sich ihre Kids entsprechend verhalten.

    Hand aufs Herz: Gibt es in den Lounges einen Dresscode?

    Ja, es muss allerdings kein schicker Anzug sein – gepflegte Freizeitkleidung ist in Ordnung.

    Was sind absolute No-Gos in der Lounge?

    Auch wenn der Eindruck entsteht, dass es alles im Überfluss gibt, sollten Reisende keine Snacks oder Getränke für später in ihrem Gepäck verstauen. Was beispielsweise gar nicht geht: laut Musik hören.

    Kopfhörer sind selbstverständlich, Elektronikgeräte sollten in den Vibrations- oder Stummmodus geschalten werden. Lounges haben gewöhnlich eine gedämpfte Atmosphäre, deswegen sollten sich Besucher an die umgebende Lautstärke anpassen und nicht zu laut telefonieren.

    Es ist kein Verstoß gegen die Hausregeln, sich am Platz übermäßig auszubreiten, jedoch nicht gerade rücksichtsvoll. Erhöhter Alkoholkonsum ist ein absolutes No-Go. Man riskiert aus der Lounge verwiesen oder sogar vom Boarding ausgeschlossen zu werden.

    Was dagegen ist ein „Must-Do“ in der Lounge und darf auf keinen Fall fehlen?

    Die Airport Lounge bietet Ihnen die Gelegenheit, Ihr Handy zu laden und die letzten E-Mails zu checken. Bei der Zwischenlandung nach einem langen Flug gibt es nichts Schöneres als eine heiße Dusche und ohne Hektik etwas zu essen.

    Einen riesigen Vorzug sehe ich darin, einen eigenen Sitzbereich zu haben und das Gepäck nicht immer mitnehmen zu müssen.

    Haben Sie weitere Tipps für den Lounge-Aufenthalt?

    Die Lounges sind sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich vorab über Ausstattung und Annehmlichkeiten. Größere, internationale Flughäfen haben meist mehr als nur eine Lounge. Wo befinden sich diese? Welche ist näher an meinem Flugsteig?

    Mein Tipp: Die Wartezeit am Airport lässt sich nicht nur bei Reiseantritt, sondern auch beim Zwischenstopp oder vor der Rückreise entspannt in einer Lounge verbringen.

    Interview: Janina Reich/AHM PR

    Preisbeispiel: Die meisten Lounge-Aufenthalte sind zwischen zwei und vier Stunden buchbar, Gäste können bis zu zwei Tage vorher kostenlos stornieren. An deutschen Flughäfen wie beispielsweise in Leipzig sind drei Stunden ab 19,90 €/Pers. zu haben. Während eines Layover in Abu Dhabi kostet die dreistündige Nutzung der „Al Reem Lounge“ (Premium) ab 39 €/Pers.

     

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Kunst - Videogalerie

  • Der internationale Superstar Adam Lambert hat seine mit Spannung erwartete neue Single veroeffentlicht
Singt Adam Lambert besser als Georg Michael und Freddie Mercury
    Adam Lambert Superstar
    Adam Lambert soll besser singen als Georg Michael und Freddie Mercury

    Adam Lambert soll besser singen als Freddie Mercury, schrieben einige Medien, und sogar besser als Georg Michael Der US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Musicaldarsteller war erst kürzlich in Deutschland. Schon 2003 lebte Adem Lambert für ein halbes Jahr in Berlin und trat im Musical Hair auf.

    Der internationale Superstar ADAM LAMBERT veröffentlicht mit der wundervollen Ballade "CLOSER TO YOU" die nächste Single aus seiner EP "Velvet: Side A". In der letzten Woche war Adam zu Gast in Deutschland und begeisterte bei seinen Besuchen bei vielen Radiostationen mit seinem Talent und guter Laune und stellte seine neue Single vor. Anfang des Monats veröffentlichte Adam von "Closer To You" eine wundervolle Liveversion, das Video dazu ist unten zu sehen.

    Im nächsten Jahr wird Adam Lambert mit QUEEN auf große "The Rhapsody Tour" gehen, angefangen in Australien und Asien bevor die Tour dann Halt in Europa machen wird.

    Deutschlanddaten:

    24.06.2020 Berlin, Mercedes Benz Arena

    26.06.2020 Köln, Lanxess Arena

    29.06.2020 München, Olympiahalle

    Der internationale Superstar Adam Lambert hat am 15.05. seine mit Spannung erwartete neue Single ’New Eyes’, die erste aus dem kommenden vierten Album ‚Velvet’, veröffentlicht. Geschrieben wurde der Song von Adam Lambert und Paris Carney, produziert von Jamie Sierota. Bei dem dazugehörigen Video führten Miles & AJ Regie – es ist der erste Teil eines mehrteiligen Kurzfilms für ‘Velvet’ – Teil 2 folgt. ‘New Eyes’ behandelt die Entdeckung und Neugeburt der Hoffnung.

    Im Februar 2019, kurz nach der großartigen Performance bei der diesjährigen Oscar- Verleihung mit Queen, überraschte Adam seine Fans mit dem neuen Song ‘Feel Something’ (ebenfalls auf dem kommenden Album ‘Velvet’).

    Vier Jahre nach der Veröffentlichung seines letzten Albums ‘The Original High’, welches in den USA die Top 3 und in Grossbritannien die Top 10 erreichte und weltweit über 3 Millionen Einheiten zählt, steht nun das brandneue Album ‚Velvet’ in den Startlöchern. Das Vorgänger- Album ‘Trespassing’ war das erste Album eines offiziell geouteten schwulen Künstlers, das es in den amerikanischen Billboard Charts auf Platz 1 schaffte.

    Seit der Veröffentlichung von ‘The Original High’ war Adam mit Queen auf Tour (Queen + Adam Lambert), inklusive einer großen weltweiten Arena-Tour und weiteren Shows in Nordamerika, die diesen Juli starten sowie einer kürzlich angekündigten Stadiontour, die nach Australien und Asien führt. Ausserdem konnte man ihn, wenn auch nur kurz, im preisgekrönten Film ‘Bohemian Rhapsody’ bewundern.

    Kürzlich wurde weiterhin bekannt gegeben, dass Adam die Stimme des ‘Emperor Maximus’ im animierten Film ‘Playmobil: Der Film’ spricht, der im August startet. Im vergangenen Monat wurde die Dokumentation ‘The Show Must Go On: The Queen + Adam Lambert Story' auf ABC in den USA ausgestrahlt, diesen Sommer stehen die Ausstrahlungen in UK und weiteren internationalen Märkten an.
     

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  • Tones And I ist 19 Jahre alt und heißt mit buergerlichem Namen Toni Watson
    Tones & I ist 19 Jahre alt
    Die 19-jährige Tones & I zu The Kids Are Coming

    On top habe ich noch ein paar Fakten zu dieser Powerfrau - Mit dem Video ehrt "Tones And I"die Fridays-For-Future-Demos. Der Song ist der Titeltrack der gleichnamigen EP, die am 30.8.2019 veröffentlicht wurde. Auf dieser EP befindet sich auch der Track „Dance Monkey”, der aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts rangiert und bereits über 210 Millionen Mal gestreamt.

    Tones & I ist 19 Jahre alt & heißt mit bürgerlichem Namen Toni Watson
    2018 reiste sie ins Surf-Mekka Byron Bay, um ihr Glück als Straßenmusikerin zu probieren. Und prompt zog sie die Leute in ihren Bann. Ein paar Monate später brach sie als Opener auf einem Festival einen Rekord & versammelte zur Mittagszeit mehr als 20 000 Menschen vor ihrer Bühne:

    Dance Monkey wurde über 210 Millionen Mal gestreamt
    Dance Monkey ist aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts
    Tones & "I bricht nach 32 Jahren in Australien Kylie Minogues Rekord in den Charts.

    LYRICS

    No one wants to listen to the kids these days

    Yeah the fibs these days

    Yeah they say that we’re all the same 

    But they’re the ones to blame

    Speaking of the young as if we killed someone

    But we don’t need your guns 

    We’re all too busy on the run 

    Tryna be someone

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    No one seems to understand the kids these days 

    And why we live this way 

    We’ve got to clean up the mess you’ve made 

    Still you don’t wanna change

    You create the law but can’t control our thoughts 

    And no we won’t be bought 

    We don’t just protest for the fun

    We’re here to get it done

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    Now you’ve gone and done it and

    We locked you in the basement

    Marching through the streets is not the

    Only way to change things 

    Now you’ve gone and done it and 

    We locked you in the basement 

    Marching through the streets is not the 

    Only way to change things

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming

    For you

     

     

     

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  • Die GFDK hatte 2002 die junge 24-jährige Englaenderin Jemma Endersby zu einem Konzert eingeladen
    Konzert von Jemma Endersby
    Jemma Endersby und die Freunde der Künste

    Wir fragen uns ja immer einmal, was ist aus den jungen Künstlerinnen geworden, mit der die GFDK zusammen gearbeitet hat. Nun lesen wir:

    "Was haben die Fantastischen Vier, Max Herre, Joy Denalane, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann, Cassandra Steen und Revolverheld gemeinsam? Mit all diesen Künstlern stand Jemma Endersby als Sängerin bereits auf der Bühne. Und seit Januar 2017 nun auch mit der Big Band der Bundeswehr".

    Im Oktober 2002, hatte die damals noch sehr junge Jemma Endersby, eine Konzertreihe mit Alison Degbe und der Pianistin Marta Maria Giorgia Tarnea zur unserem Ausstellungs-Projekt „Women only“ gegeben. Natürlich freuen wir uns das die Künstlerin anscheinend ihren Weg gegangen ist. 2002 hatte Jemma Endersby ihr Debut- Album 'Afterglow' geschrieben und aufgenommen, und die ersten Songs hier, bei uns gesungen.

    Nach dem erfolgreichen Jazz-Konzert der jungen Kölnerin Alison Degbe in der Ausstellung „Women only“ hat jetzt die Gesellschaft „Freunde der Künste Düsseldorf – Berlin“ die 24-jährige Engländerin zu einem Konzert eingeladen. Sie wird heute Abend in Flingern in der neuen Kunsthalle Hoffeldstr. 101 singen.

    Es gibt in der aktuellen Popmusik-Szene eine Bewegung, die sich New Acoustic Soul nennt. Mit einer Mischung aus Soul und handgemachtem Acoustic-Pop will sie eine frische Brise in den Mainstream bringen. Jemma Endersby singt mit einer klaren Stimme einfühlsame Texte über das bewegte Innenleben einer jungen Frau, schrieb die Rheinischen Post, am 26. Oktober 2002.

    Jemma Endersby war zuletzt im September mit der Big-Band der Bundeswehr zu einem Benefiz-Konzert des „Lions International“ auf den Wevelinghovener Marktplatz, in Grevenbroich. Leider hat die GFDK diesen Thermin verpaßt, wir hätten Sie gerne nach nun 16. Jahren dort getroffen.

    "Zu den Kunst- und Kultur-Festivals in der Maschinenhalle präsentierte Gottfried Böhmer schon 2002 die Jazzsängerinnen Alison Degbe und Jemma Endersby. Alison Degbe ist mittlerweile eine gefragte und angesagte Jazzsängerin.


    2007 trat sie als Begleitung von Joe Cocker bei „Wetten das" in Freiburg auf. Jemma Endersby reist heute mit einer handvoll talentierter Musiker auf ihren Konzerten und Show-Acts durch Städte wie London, Berlin und Liverpool. 2003 folgte eine Konzertreihe mit dem Kanadischen Jazz-Star Adi Braun, die heute in New York große Erfolge feiert.

    Desweiteren konnte Gottfried Böhmer auch Lydia van Damm und Daniela Rothenburg für seine Kunstprogramme gewinnen. Weitere Highlights waren die Konzerte der Pianistinnen Marta Maria Giorgia Tarnea und Melissa Pawlic, sowie die Tanzperformance von Michaela Masur, Jelena Ivanovic, Antina Gutenberger und Nikolaos Rimmek.

    Auch nicht zu vergessen sind die großen Schauspielinterpretationen von Julia Grafflage, Karin Mikityla und Gila Abutalebi, und seit 2002 werden alle großen Veranstaltungen und Festivals von der TV-Moderatorin Michaela Boland moderiert".

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Daniel Spoerri, Vienna 2013
Andy Warhol, Factory, New York 1968
Andy Warhol, Factory, New York 1968
Aaron, Omaha 2013
Eva Aeppli and Niki de Saint Phalle, Paris 1960
Marcel Duchamp, Paris 1960
Meret Oppenheim, Paris 1963
Paolo Dolzan, Omaha 2013
    augenblicke
    Portraitband Particular Portraits: Vera Mercer präsentiert Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit

    Seit fünfzig Jahren fotografiert Vera Mercer Menschen. Der Porträtband „Particular Portraits“ präsentiert nun die frühen Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit mit Künstlerfreunden und Café-Szenen sowie die späten Farbaufnahmen, die seit 2012 entstanden sind.
     

    „Sweetness is the last thing I want …“

    Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin, lebt und arbeitet in Omaha, Nebraska und Paris) wurde in den letzten Jahren vor allem durch ihre opulenten Stillleben international bekannt, die sie seit 2006 in Paris und Omaha, realisiert. Schon seit den 1960er Jahren fotografiert sie Menschen.

    Vor allem in Pariser Cafés beobachtete sie, einer Soziologin vergleichbar, die Gäste und studierte deren Verhaltensweisen. Es sind Augenblicksbilder, Standbilder eines imaginären Filmes, ephemere Bilder eines Welttheaters. Zudem schuf sie Künstlerporträts von großer Intensität, unter anderen von ihrem Ex-Mann Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol und Norman Mailer.

    In den späteren Farbporträts, die seit 2012 vor allem in Omaha entstehen, sitzen die Modelle in Mercers riesiger Wohnung in arrangierten Stillleben. Gelegentlich tauchen – wie in ihren klassischen Stillleben – im Bildhintergrund frühere Aufnahmen auf.

    Die Porträtierten stammen aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Klassen: Hausangestellte und Köche, befreundete Künstler und Kuratoren, Filmverleiher und Regisseure, die in diesen Tableaux Vivants in neue Rollen schlüpfen.

    Vera Mercer - eine Künstlerpersönlichkeit

    Mercers Idee, die beiden viele Jahre nebeneinander ausgeführten Genres Stillleben und Porträt in einzigartigen Inszenierungen zu vereinen, ist ein Novum in der Fotografiegeschichte. Dabei geht es ihr nie um eine allgemeingültige Charakterisierung einer Persönlichkeit, sondern immer um ein sinnliches Fest des Lebens.

    Mit einem Text von Matthias Harder sowie einem Gespräch zwischen Vera Mercer und Uta Grosenick

    Das Buch erschien beim Distanz Verlag

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  • Portrait Florian Simon Eiler
Florian Simon Eiler malt Gustav Klimt
Florian Simon Eiler Nietzsche
Florian Simon Eiler malt Fukushima
Florian Simon Eiler - Sophie Scholls letzten Gang
Friedhof der Seelen von Florian Simon Eiler
    gesellschaftskritische Sujets
    Wirklichkeit und Wahrheit: Florian Simon Eiler begibt sich auf Zeitreisen in die Geschichte und Mythologie

    Die Idee, die Philosophie meiner Bilder basiert auf der Frage: Gibt es eine Wirklichkeit, eine Wahrheit? Als Maler suche ich sie in den Gesichtern, der Körperhaltung, den Bewegungen meiner Protagonisten – oft in ihrer „Nacktheit“. Menschen aus dem Jetzt und aus der Vergangenheit.

    Solitär oder angeordnet in einer bewusst gewählten Szene. Die Themen meiner Bilder suche ich in der Gesellschaft. Häufig begebe ich mich dann auf „Zeit-Reisen“ durch die Epochen der Geschichte und Mythologie: Neid, Gier, Imperialismus, Ausbeutung, Egoismus ... gestern wie heute.

    Die Gesellschaft mit ihren politischen und sozialen Strukturen in der Vergangenheit wie im Jetzt versuchte und versucht immer wieder, Wahrheiten zu vertuschen, die Menschen zu belügen, um eigene Interessen problemlos durchsetzen zu können.

    Dabei blieben häufig Zeitgenossen mit ihren Ideen und Visionen für die Gesellschaft und unser aller Umwelt auf der Strecke. Ich sehe es als meine Aufgabe als Künstler, mit der Wahl von gesellschaftskritischen Sujets an den Betrachter zu appellieren, „doch mal“ hinzuschauen und sich mit mir auf den Weg zu machen - die Wahrheit zu finden ...

    Ästhetik und Schönheit ist Florian Simon Eiler unerläßlich

    Dabei sind Ästhetik und Schönheit für mich die metaphorische Brücke, um den Betrachter in die Dramatik meiner Figuren „hineinzubewegen". Ich male bevorzugt in Acryl auf Leinwand, setze häufig Paste ein, um Akzente zu setzen, experimentiere mit Gold, Silber und Kupfer – meine Farben.

    Dabei „spiele" ich mit Techniken, Raumkonzeptionen, Farben, Licht und Schatten, um die Vielfalt meiner Figuren an „Körper, Geist und Seele" aus ihnen herauszuholen - ihnen zu ihrer „wahren“ Wahrheit zu verhelfen. Auch über deren Tod hinaus ...

    Über den Künstler Florian Simon Eiler

    Florian Simon Eiler wurde in Tegernsee geboren. Von 2006 bis 2011 war er tätig als TV-Redakteur bei Pro7Sat1. Von 2011 bis 2012 absolvierte er ein Aufbau-Studium „TV-Journalismus“ an der Donau-Universität Krems, Abschluss als Akademischer Experte.

    Mit dem Malen begann Florian Simon Eiler 2008. Anfänglich suchte er in abstrakten Motiven und eher mit dekorativen Elementen seinen Ausdruck zu finden.

    Doch bald war dem jungen Maler klar – seine Bilder-Sprache ist „der Mensch“ in seinen vielfältigen Facetten. Durch die Themenwahl seines Abschlussfilms „Porträt einer Passauer Hutmacherin“ kam Eiler in Kontakt mit dem Passauer Kunstverein „Agon“ und wird Mitglied.

    Florian Simon Eiler lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und Journalist in Holzkirchen, Oberbayern.

    Buchpublikationen von Florian Simon Eiler

       "Zeit, sich zu bewegen", WESSP.-Verlag 2003

       "Felix Fit und der Fürst der Faulheit", Novum-Verlag 2005

       "Promi-Luder(n) leicht gemacht“, kdp 2013

             

    Ausstellungen: 

        2010 Kunstverein "Agon" Weihnachtsausstellung, Passau

        2011 Kunstnacht, Thema "Wasser",  Passau

        2011 Kunstverein "Agon" Weihnachtsausstellung, Passau

        2012 Einzelausstellung: Audi Akademie, Ingolstadt, Das Ursprüngliche suchen  

        2012 Einzelausstellung: Raiffeisenbank Holzkirchen,  Nichts als die Wahrheit  

        2013 Ausstellung der Nominierten zum Heise Kunstpreis, Alte Feuerwache, Dessau-Roßlau

        2014  Januar – März Einzelausstellung Kunst im Oberbräu, Holzkirchen Vanitas

        2014 Juni - Juli Ausstellung in der Galerie Kunstpfad in Linz, Austria

     

    Nominierungen:

    2011 nominiert für den Palm Award 

    2012 nominiert für den Palm Award

    2013 nominiert für den Heise Kunstpreis, Dessau, Sachsen Anhalt

     

    Stipendien: 

    2013 Erwachsenen-Stipendium, Kunstakademie Bad Reichenhall,„Maltechniken“ bei Kathrin Kinseher, Leiterin der Studienwerkstatt  für Maltechnik an der Akademie der Bildenden Künste, München

     

    Private Ankäufe

     

    Kontakt: post@floriansimoneiler.de

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  • Antonia Dering ist ein kleines Multitalent 
Bartomuk, das sind Antonia Dering, Julia Kellner und Leonhard Kuhn
Spielfreude, Klanggefuege aus Stimme und Saxophon
Bartomuk ist eine Liebeserkaerung an die Musik
    Antonia Dering ist ein kleines Multitalent
    Antonia Dering will mit Bartomuk die Musikwelt erobern - eine Liebeserkärung an die Musik

    Liebe Leser, die Freunde der Künste wollen Euch nach Flora P., Kat Edmonson, Anna Alina, Tanja Selzer, Cäthe, Elif Demirezer, Lana Del Rey, Leslie Clio, Valentine, Nina Bradelin, Barbara Petzold, Anna Witt, Nina Nolte, Anna Pusica, Stephanie Lottermoser, Carola Paschold und vielen anderen Künstlerinnen nun Antonia Dering und das Bandprojekt Bartomuk vorstellen.

    Professionalität und Spielfreude, Klanggefüge aus Stimme und Saxophon, so haben wir euch Antonia Dering kurz beschrieben. Wir wollen aber etwas ausführlicher werden, um die Künstlerin vorzustellen.

    Die 24-jährige in München geborene Antonia Dering ist ein kleines Multitalent. Schon in jungen Jahren nahm sie Klavier und Gesangsunterricht, tanzte sich die Seele aus dem Leib und erprobte ihr Schauspieltalent in verschiedenen Schauspieljugendgruppen.

    Bartomuk, das sind Antonia Dering, Julia Kellner und Leonhard Kuhn

    Nach ihrem Abitur war sie 6 Monate in Bogamoyo, Tansania auf dem College of Art, wo sie verschiedene Tanz und Trommelkurse absolvierte und Kiswahili erlernte. Kiswahili ist eine Bantussprache und die am meisten verbreitete Sprache in Ostafrika. Kiswahilil, auch Swahili geschrieben wird von mehr als 80 Millionen Menschen gesprochen und ist Amtssprache in Tansania.

    Im Juli 2012 machte Antonia Dering ihr künstlerisches und pädagogisches Diplom im Fach Jazz-Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seit Herbst 2013 studiert das junge Allroundtalent zudem noch Jazz-Kontrabass auf Bachelor am Konservatorium der Privatuniversität in Wien.

    Bass spielt Antonia Dering nun schon seit zwei Jahren. In der Vergangenheit arbeitete sie in verschiedenen Formationen: Einem Jazz-Duo namens Ladybird, einem Vocal-Trio genannt "The Twitter Sisters and Band", in der sie mit Carlotta Dering und Pia Hinze auftritt.

    Bis vor kurzem spielte sie auch noch in der Max-Manouche-Band, in der sie Stücke von Django Reinhard spielte. Die Hauptband von Antonia Dering ist das experimentierfreudige Jazz-Rock-Minimal-Trio Bartomuk, mit denen sie auch ihr Diplomkonzert absolvierte.

    Bartomuk ist eine Liebeserkärung an die Musik und macht Antonia Dering sehr glücklich

    Die Band Bartomuk macht die junge Künstlerin, mit ihrem vielfältigen Anspruch besonders glücklich, da sie dort sowohl ihren Gesang, Kontrabass, das Schauspiel und ihre Tanzleidenschaft verbinden kann.

    2014 soll es aber erst richtig losgehen. Antonia Dering (Gesang/Bass), Julia Kellner (Baritonsax, Bassklarinette) und Leonhard Kuhn (Gitarre/Effekte) lassen es dann richtig krachen. Sie verbinden sich in herrlich kleinkarierten minimal, donnernden und wütend, drohenden Rock, sie projezieren farbenprächtige Musikcollagen an jede sich bietende Leinwand. So haben es die drei Künstler jedenfalls versprochen.

    Gottfried Böhmer

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