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Die Karten werden neu gemischt

An die Töpfe, fertig, los heißt es für die Profiköche beim Wettbewerb Koch des Jahres

Die Karten werden neu gemischt – der renommierte Live-Wettbewerb Koch des Jahres startet in die sechste Runde. Ab sofort können sich Profiköche aus der D-A-CH-Region und Südtirol für das erste Vorfinale bewerben, das am 18. Mai 2020 in Stuttgart stattfinden wird.

Es erwarten die BewerberInnen neue Challenges, die ihr fachliches Können und ihre Kreativität auf die Probe stellen werden. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020.

Die kulinarische Reise beginnt – den Anfang macht die schwäbische Hauptstadt 

Neue Talente, neue Challenges, neue Orte, neues Design – die neue Auflage Koch des Jahres beginnt und es wird spannend! In insgesamt drei Vorfinalen über den Zeitraum von zwei Jahren sucht das renommierte Live-Format den Koch des Jahres 2021.

Unterstützt wird der Wettbewerb von bekannten Koryphäen wie Torsten Michel (Schwarzwaldstube***, Baiersbronn), Nils Henkel (Schwarzenstein**, Geisenheim-Johannisberg), Clemens Rambichler (Sonnora***, Dreis) oder Andreas Krolik (LaFleur**, Frankfurt), die unter der Schirmherrschaft der Dreisternelegende Dieter Müller ihre Expertise als Juroren zur Verfügung stellen.

Der Startschuss für die neue Auflage fällt in der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart. Dort findet am 18. Mai 2020 in der Exometa Phoenixhalle im Römerkastell das erste Vorfinale statt. Auch der Termin für das zweite Vorfinale steht bereits – dieses ist für den 16. November 2020 angesetzt.

BewerberInnen gesucht! Wer sind die Pioniere und Sterneköche von morgen?

Für das 1. Vorfinale können sich ab sofort alle Kochprofis aus der D-A-CH-Region und Südtirol bewerben, die ihr Talent unter Beweis stellen und sich einen Namen machen wollen.

Eine Entscheidung, die für die Talente einen großen Karrieresprung bedeutet, mit dem sie in die Fußstapfen bekannter Kochgrößen wie Sebastian Frank (Horvath**, Berlin), Christian Sturm-Willms (Yunico*, Bonn) und Tristan Brandt (Opus V**, Mannheim) treten werden.

Der Bewerbungsprozess verläuft in zwei Schritten. Nachdem man sich unverbindlich über das Onlineformular auf www.kochdesjahres.de  für ein Vorfinale angemeldet hat, gilt es ein eigens für den Wettbewerb entwickeltes Drei-Gang-Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) mit Rezept einzureichen.

Der Wareneinsatz darf dabei pro Menü einen Wert von 16 €/30 CHF nicht überschreiten. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020. 

Besondere Herausforderung für die Bewerber – Die Challenges

Für jedes Vorfinale gibt es bestimmte Challenges, die bei der Menükreation zu berücksichtigen sind. Diese schaffen eine Leitlinie für die Menüs und ermöglichen eine bessere Vergleichbarkeit der Leistungen.

Die Challenges für das 1. Vorfinale sind:

Vorspeise: weißer Spargel | Austern | Hippo Tops

Hauptgang: vegetarisch (auch vegan möglich)

Dessert: Rhabarber | Buchweizen | CARANOA Valrhona

Wer es letztendlich in das erste Vorfinale geschafft hat, wird Anfang April mitgeteilt. Für die sechs Auserkorenen heißt es dann Mitte Mai in Stuttgart „An die Töpfe, fertig, los“,  wenn sie mit ihrem Menü den mit namhaften Sterneköchen besetzten Jurytisch überzeugen müssen. 

Mehr Austausch und Gemeinschaft

Neben dem Live-Wettbewerb sollen in dieser Auflage auch Workshops und Podiumsdiskussionen mit in den Vordergrund rücken.

Damit möchte Veranstalterin Nuria Roig mehr Impulse liefern und den gegenseitigen Austausch fördern. „Wir wollen unsere Plattform dafür nutzen, die Gastronomiebranche voranzutreiben und ich bin überzeugt, dass uns dies nur in Gemeinschaft gelingen wird.“

Hintergrundinformationen über den Wettbewerb

Als Live-Wettbewerb mit umfassendem Rahmenprogramm ist das Networking-Event Koch des Jahres eine Ideenschmiede für neue Konzepte, die die Gastronomie-Branche bewegen. Veranstalter ist die spanische Unternehmensgruppe Grupo Caterdata S.L. mit Sitz in Barcelona (ES) und Freiburg (DE).

Der Wettbewerb richtet sich an Profi-Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. In drei Vorfinalen kürt eine Jury internationaler Spitzengastronomen je zwei Finalisten.

Die Teilnehmer müssen innerhalb von sieben Stunden (Sonntag: 2 Stunden Mise en Place, Montag: 5 Stunden Wettbewerbszeit) ein Dreigang-Menü für 7 Personen mit einem Warenwert von max. 16€ pro Person präsentieren.

Im Oktober 2021 treten die jeweils sechs Finalisten auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga in Köln gegeneinander an, um den prestigeträchtigen Titel Koch des Jahres, Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro sowie zahlreiche durch die Sponsoren vergebenen Sonderpreise zu gewinnen.

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  • GFDK - Essen und Trinken
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  • 18.01.2020

Aktuelles - Marketing News

  • Agentur für Nerd-Kultur
    Ökös und Nerds sind endgültig hip geworden

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint Okös und Nerds haben es geschafft.

    Lieber Herr Böhmer,

    was haben Okös und Nerds gemeinsam?

    Lange Zeit führten sie ein Schattendasein, wurden in der Schule ausgelacht und im Job zumindest schräg angeschaut. Sie boten immer Gesprächsstoff für Lästereien.

    Doch heute braucht die Welt sie. Und wie es in Superheldenfilmen so ist, entwickelten sie sich weiter und nehmen ihre Herausforderung an.

    Die Ökos kämpfen für eine nachhaltige Zukunft der Welt. Und Nerds verstehen die digitale Welt, so wie wir Normalos es niemals könnten. Sie sind endgültig hip geworden.

    Das geht soweit, dass Jung von Matt eine Agentur für Nerdkultur gegründet hat. Denn Nerds haben Geld. Sie sind eine attraktive Zielgruppe – und nicht zuletzt eine große.

    JvM/Nerd heißt die Ausgründung  des bisherigen E-Sports-Chefstrategens Toan Nguyen. Sie bringt Marken mit den Phantasyfiguren aus Gaming-, Nerd- und digitaler Popkultur zusammen. Schließlich wollen auch Marken etwas von der Nerd-Coolness abhaben.

    Die Ökos dagegen haben es geschafft, dass tierfreie Bratlinge der letzte Schrei in Fastfood-Restaurants sind. McDonald's, Burger King und Hans im Glück haben die veganen Burger schon. Jetzt zieht auch die letzte große Kette nach:

    KFC serviert in Zukunft ein Quorn-Filet . Das besteht aus Mycoprotein, das durch Fermentierung einer natürlichen Pilzkultur entsteht. Klingt wenig appetitlich. Und irgendwie auch nicht wirklich gesund. Aber Hauptsache vegan.

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

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  • Fuer Fans von Bingewatching, die neue Ben & Jerry's-Sorte
    Netflix & Chill'd
    Fett-Salz und Zucker-Bömbchen von Ben & Jerry's und Netflix

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über einen neuen Fettmacher, der bald auch in Deutschland zu haben ist.

    Lieber Herr Böhmer,

    fett glotzen geht immer besser. Denn Streaming boomt. Und das Snacken gehört dazu. Wenig Bewegung plus viele Kalorien – das wirkt.

    Laut einer Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde CDC aus dem Jahr 2018 sind rund 40 Prozent der Frauen, 35 Prozent der Männer und 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den USA fettleibig. Das heißt, sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30. Kein Wunder

    . Die USA sind die Heimat von Marken wie Netflix und Ben & Jerry’s. Und eben die machen jetzt auch noch gemeinsame Sache. Auch in Deutschland.

    Hierzulande hatten im Jahr 2017 zwar nur 16 Prozent aller Erwachsenen einen BMI von über 30. Aber da ist noch Luft nach oben. Beziehungsweise in die Breite. Und der Trend ist eindeutig: Wir wachsen in Richtung amerikanischer Vorbilder.

    Die neue Eissorte „Netflix & Chill’d“ von Ben & Jerry’s macht es jedenfalls einfach. Denn sie hat es in sich: Das Erdnussbutter-Eis ist angereichert mit süß-salzigem Brezel Swirl und Fudge Brownies.

    Man muss sich nicht mal aufraffen, das Zeug zu besorgen. Lieferservices bringen die Fett-Salz-Zucker-Bömbchen gemeinsam mit dem Fastfood quasi direkt ans Sofa.

    Eine gefährliche Verbindung. Dabei geht es auch anders. Der Brite James Bond macht’s vor. Statt sich vor den Big Screen zu lümmeln, rennt er einem Taxi hinterher. Und statt Eiscreme zu löffeln, greift er zu einer Flasche Heineken.

    Na ja, okay… die Briten scheiden als Vorbilder auch aus.

    Bleibt Julien Bam aus Aachen. Der Youtube-Star hat für Aldi Süd eine Streetwear-Kollektion entworfen. Auf dem Fummel steht der Hinweis „No brand needed“ garniert mit seinem Personal Branding „Bam“.

    Keine Marke, sagt deine Marke. Also was jetzt?

    Jetzt ist Schluss - Schönen Abend noch.

    Rolf Schröter

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  • Im neuen Under-Armour Spot fließt viel Schweiss
    Sich die Hände dreckig gemacht?
    Heute schon geschwitzt? Gekämpft? Geblutet?

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute so richtige Männerthemen drauf.

    Lieber Herr Böhmer,

    heute schon geschwitzt? Gekämpft? Geblutet? Sich die Hände dreckig gemacht? Nein?

    Dann haben Sie noch nicht richtig trainiert. Zumindest nach den Maßstäben von Under Armour. „The only way is through” lautet der Claim der neuen Kampagne.

    Und im Spot geht es zur Sache. Während andere Sportmarken wie Adidas oder Brooks in den vergangenen Monaten gemäßigter motivierten, eher Spaß, Teamgeist oder Ausgleich in den Vordergrund stellten, geht Under Armour auf Angriff . Vielleicht ein bisschen zu verbissen? Schließlich stehen die Amerikaner unter Druck. Die letzten Umsatzzahlen sahen nicht gut aus.

    Mit Angriff hat auch der neue Spot von Wilkinson zu tun. Nicht nur weil das Schwert im Namen steckt. Wilkinson zelebriert den Moment vor dem Moment , in dem es um alles geht.

    Der, in dem Mann sich vor dem Spiegel mit dem Schwert, pardon Rasierer in der Hand das letzte Quäntchen Selbstvertrauen einflößt, bevor sein großer Auftritt kommt.

    Damit ist die Zeit des Rasierklingenwettrüstens unter den Herstellern wohl endgültig vorbei. Längst geht der Trend in die andere Richtung. Deshalb gibt es bei Wilkinson jetzt wieder ein traditionelles Rasiermesser. Mit nur einer Klinge.

    Heute noch nicht geblutet? Dann haben Sie sich wohl noch nicht richtig rasiert.

    Einen unfallfreien Abend wünscht

    Verena Gründel

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Die Haupdarsteller Daniel Donskoy. Mehdi Meskar, Noa Niv, Sabrina Amali, Regisseur Dror Zahavi, Tochter Lili Zahavi, Bibiana Beglau, Peter Simonischek, seine Exzellenz Jeremy Issacharoff und seine Frau Laura, die Koproduzent und Verleiher Thomas Reisser und Marcus Machura, Monika Reinthaler, Koproduzent Peter Trenkwalder, Produzentin Alice Brauner und Koproduzent Michael Zechbauer
    bei der Kinopremiere von Crescendo
    Standing Ovations und viel Prominenz aus Politik und Kultur in Berlin

    Im ausverkauften Delphi Filmpalast fand anlässlich des Kinostarts die Premiere von CRESCENDO #makemusicnotwar statt.

    Unter den über 600 Kinobesuchern, die den Film mit großer Begeisterung zugeschaut haben, waren auf Einladung der Produzentin Dr. Alice Brauner und des Camino Filmverleihs viele prominente Gäste aus der Politik und Kultur gekommen. Mit dabei der israelische Botschafter, seine Exzellenz Jeremy Issacharoff mit seiner Frau Laura Issacharoff.

    Cast und Crew waren natürlich auch vor Ort, um die langerwartete Premiere des bewegenden Musikdramas zu feiern.

    Bei einer regen Filmdiskussion – souverän moderiert von Sascha Hingst - im Anschluss an den Film beantworteten Regisseur Dror Zahavi, Produzentin Dr. Alice Brauner sowie die Hauptdarsteller*innen Peter Simonischek, Bibiana Beglau, Daniel Donskoy, Sabrina Amali und Mehdi Meskar die vielen Fragen des begeisterten Publikums.

    Ab 16. Januar 2020 läuft CRESCENDO #makemusicnotwar bundessweit in den Kinos.

    Zum Film: Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Orchesters junger Palästinenser und Israelis gegen allen äußeren Widerstand stattfinden.

    Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror.

    Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

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  • Mit so einem Auto sollte man keinen Unfall verursachen, das wuerde teuer fuer die Versicherung
    kostenlose Rechtsberatung
    Wie muss ich mich nach einem Unfall verhalten?

    Ein Autounfall kann jederzeit passieren, auch wenn man es niemandem wünschen mag. Ein Unfall besteht nicht immer aus zwei zusammenprallenden Autos, auch beim Einkaufen kann es schon genügen, wenn beim Ausparken der Nachbarwagen gestriffen wird.

    Ein Großteil der Menschen weiß nur Bruchteile davon, was zu tun ist, wenn ein anderes Auto oder ähnliches in einen Unfall involviert ist.

    Der größte Mythos liegt darin, dass ein Zettel mit Namen und Adresse am geschädigten Auto ausreichend wäre. Warum dem nicht so ist und vieles mehr, schauen wir uns heute in diesem Artikel an.

    Vorgehensweise bei einem Unfall

    Nach einem Unfall sollte zu aller erst der Bereich abgesichert werden, damit die umliegenden Autos, die an dem Ort vorbeifahren nicht gefährdet werden.

    Warnblinker werden eingeschaltet und das Warndreieck wird in 50 bis 100 Meter Entfernung platziert. Auf einer Autobahn sollte man keinesfalls auf dem Standstreifen stehen bleiben, sondern über die Planke klettern, um selbst auch in Sicherheit zu sein.

    Sofern nicht nur ein minimaler Kratzer entstanden ist, weil man gegen eine Wand gefahren ist, muss die Polizei nicht gerufen werden.

    Ist der Schaden jedoch größer oder eine andere Partei ist mit in den Unfall involviert, muss die Polizei verständigt werden. Wer Mitglied in einem Automobilclub ist kann die kostenlose Rechtsberatung für den Fall der Fälle in Anspruch nehmen.

    Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn ich auf dem Parkplatz beim Ausparken angerempelt habe und ein Lackkratzer entstanden ist? Lediglich einen Zettel mit Anschrift zu hinterlassen und dann wegzufahren ist keine Option.

    Denn das ist Unfallflucht. Auch bei solch einer „Kleinigkeit“ muss die Polizei informiert werden oder auf den Unfallgeschädigten gewartet werden. Andernfalls kann ein Bußgeld und / oder zwei Punkte in Flensburg drohen.

    Die Leistungen einer Versicherung

    Versicherungen können einem bei einem Unfall finanziell retten. Schäden bis zu 1.000€ werden meist anstandslos übernommen, sofern der Kostenvoranschlag inklusive Fotos vom kaputten Auto vorliegen.

    Bei teureren Reparaturen übernimmt die Versicherung die Kosten für einen Gutachter, welchen man selbst aussuchen darf. Erst dann kann der Kostenvoranschlag bei der Versicherung eingereicht werden.

    Oftmals nutzen gegnerische Versicherungen diverse Tricks, um nicht den ganzen Schaden bezahlen zu müssen. Daher sollte man immer belegen und Scheckheft sein Auto pflegen, um vorherige Schäden ausschließen zu können.

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  • Unser Mops Adele will auch einen schoenen Fressnapf, am liebsten einen von Dogandliving
    Der Vorteil von erhöhten Fressnäpfen
    Hygiene beim Füttern von Hunden sicherstellen

    Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Statistisch betrachtet besitzt jeder dritte Deutsche ein Haustier. Meist werden Hunde oder Katzen gehalten, wobei Hunde den Vorteil haben, dass man sie leichter auf Reisen mitnehmen kann.

    Die Pflege eines Hundes kann eine sehr intensive Angelegenheit sein. Je besser man allerdings auf sein Haustier aufpasst desto länger wir der Hund gesund und munter bleiben. Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt ist allerdings nur ein kleiner Teil dieser Aufgabenbewältigung, um Krankheiten beim Hund zu vermeiden.

    Insbesondere ist die wichtige Ernährung wichtig, denn der Hund braucht wie der Mensch auch die tägliche Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe in seiner Nahrung.

    Wenn man uns Mensch allerdings die Mahlzeiten in einer schäbigen Schüssel servieren würde, dann hätten wir nur halb so viel Spaß am Essen. So streng sieht dies natürlich ein Hund nicht, dennoch wird er sich über Hundenäpfe freuen, die eine bestimmte optische Form bieten können.

    Keime können schädlich für Ihr Haustier sein

    Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht übersehen, dass die Anreicherung mit Keimen bei einem schlechten Futternapf leichter möglich ist als zum Beispiel bei einem stabilen Futternapf. Gerade ein Haustier ist gegenüber Bakterien sensibler und kann sie schlechter abbauen als ein Mensch.

    Die Gesundheit des Tieres hängt indirekt davon ab. Da wir alle unsere Hunde lieben gelernt haben, ist es besonders wichtig, ihnen das Fressen zu erleichtern. Haare sollten möglichst nicht ins Essen gelangen und die Auswahl des richtigen Futternapfes hilft dabei, dies zu verhindern.

    In Testberichten findet man immer wieder Hinweise darauf, nach welchen Kriterien ein Futternapf auszuwählen ist. Man sollte grundsätzlich das Haustier am Boden füttern.

    Wird er zum Beispiel auf einer Anhöhe gefüttert, dann wird das nicht gesund für Ihr Tier sein. Dennoch sollte er sich auch mit seiner Schnauze nicht allzu weit herunterbeugen.

    Der Vorteil von erhöhten Fressnäpfen

    Der Vorteil einer erhöhten Futterschale zeigt sich beim Hund auch mit fortschreitendem Alter. Besonders wenn der Hund älter wird, kann eine erhöhte Hundenapfform ein sehr einfacher Trick sein, um die Gesundheit des Hundes aufrechtzuerhalten.

    Der Preis ist aufgrund der Bauweise meist etwas teurer als die Standardform. Dennoch lässt sich mit dieser Form auch eine vereinfachte Bauweise aufbauen.

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Am 7. und 8. Maerz 2020 sucht der Deutsche Volleyball-Verband DVV im Kurpark Oberstaufen nahe dem Fuenf-Sterne-Hotel Allgaeu Sonne die neuen Champions im Snow-Volleyball
    Outdoor-Erlebnisse im Schnee
    Eiskalter Contest mit Fun-Faktor und erholsamer Aktivurlaub im Schnee

    Deutsche Meisterschaften im Snow-Volleyball - Oberstaufen ist Anfang März 2020 Schauplatz eines sportlichen Winter-Highlights: Der Deutsche Volleyball-Verband veranstaltet im Kurpark die dritte Deutsche Meisterschaft im Snow-Volleyball, ein Mix aus Spitzensport und Spaß.

    In Dreierteams kämpfen die Athleten auf dem Schneefeld am 7. März um den Einzug in die Halbfinal- und Finalspiele am nächsten Tag.

    Geeignete Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Sport- und Wellnesshotel Allgäu Sonne (ab 112 €/Pers. im DZ/F), nur 900 Meter von der Austragungsstätte entfernt.

    Wintersportwoche im Hotel Allgäu Sonne:

    Die weiße Bilderbuchlandschaft intensiv genießen – das können Gäste der Allgäu Sonne während der Sportwoche „Winter aktiv an der frischen Luft“ (10. bis 15. Februar 2020).

    Die Sportbetreuer des Fünf-Sterne-Hotels nehmen Urlauber unter anderem mit zu Schneeschuh-Touren, Rodelausflügen am Imberg, einer Wanderung um den Kapf mit Glühwein-Treff und Langlauf-Schnupperstunden.

    Bei 100 Kilometer Loipen und etwa 60 Kilometer Winterwanderwegen rund um Oberstaufen können Outdoor-Liebhaber einiges entdecken. Während der Sportwoche zahlen sie für eine Nacht im DZ/F ab 112 €/Pers.

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  • Nicht nur fuer Besucher des Schneeschuh-Festivals in Oberstaufen bietet das Hotel Allgaeu Sonne passende Uebernachtungsmoeglichkeiten
    Winterspaß vom Allerfeinsten
    Schneeschuh-Festival - Auf großem Fuß durch Oberstaufens Bergwelt

    Winterspaß vom Allerfeinsten für Einsteiger und Profis verspricht das dritte Schneeschuh-Festival im Oberallgäuer Naturpark Nagelfluhkette (31. Januar bis 2. Februar 2020).

    Neben geführten Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade gibt es einen Vortrag zum Thema „Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik“, einen gemeinsamen Hüttenabend mit Kässpatzen-Essen und Stirnlampenwanderung, eine Erlebnistour mit Iglubau sowie eine Panorama-Rundtour auf dem Hochgrat.

    Alle Ausflüge werden von staatlich geprüften Berg- und Wanderführern betreut. Willkommen sind die Teilnehmer im Sport- und Wellnesshotel Allgäu Sonne in Oberstaufen.

    Eine Nacht im DZ/F kostet in dem Fünf-Sterne-Hotel während des Schneeschuh-Festivals ab 112 €/Pers.

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  • Beachfeeling am Berg auf dem Rendl oberhalb von St. Anton am Arlberg inTirol findet von 10. bis 12. April 2020 erneut das Finale der Snow Volleyball European Tour statt
    in St. Anton am Arlberg/Tirol
    Strandfeeling im Schnee bei der Snow Volleyball European Tour

    Wenn die Snow Volleyball European Tour in St. Anton am Arlberg gastiert, ist Strandfeeling im Schnee angesagt. Bereits zum sechsten Mal feuern von 10. bis 12. April 2020 hunderte Zuschauer die internationale Volleyball-Elite beim Baggern, Pritschen und Schmettern im Tiroler Bergdorf an.

    Das Spielfeld am Rendl Beach (2.030 Meter) ist dabei nicht wie üblich sandig und warm, sondern frostig – was die 32 Damen- und Herrenteams beim Kampf um den Gesamtsieg beim Tourfinale nicht von sportlichen Höchstleistungen abhält. Fußballschuhe sorgen für den nötigen Grip im Schnee.

    Palmen, Whirlpools, DJs und Cheerleader versetzen auch die Fans in Strandlaune.

    Neben freiem Eintritt zu den Matches genießen Urlauber beste Bedingungen beim Frühjahrsskilauf in St. Anton am Arlberg. Das österreichische Skigebiet mit 305 Pistenkilometern und 200 Kilometer Varianten im freien Gelände ist bis einschließlich 26. April 2020 geöffnet.

    St. Anton am Arlberg sucht den „King of the Snow“

    Den Auftakt zum Finale der Snow Volleyball European Tour in St. Anton am Arlberg markiert der Kids Day am Freitag, 10. April 2020, wenn Profis den Jüngsten das Baggern und Pritschen näherbringen.

    Ab Samstag kämpfen dann je 16 Damen- und Herrenteams auf 2.030 Meter Seehöhe um den Titel „King of the Snow“. Im Modus drei gegen drei geht es unmittelbar neben den Rendl-Skipisten nicht nur um die Ehre, sondern auch ums Preisgeld von 3.000 Euro.

    Der Eintritt zu allen Spielen ist frei, Besucher dürfen sich zudem auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen.

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Die Redaktions-Kueche der GFDK hat natuerlich eigene Vorschlaege
Wie waere es mit einem Kaiserschmarrn als Dessert
    Die Karten werden neu gemischt
    An die Töpfe, fertig, los heißt es für die Profiköche beim Wettbewerb Koch des Jahres

    Die Karten werden neu gemischt – der renommierte Live-Wettbewerb Koch des Jahres startet in die sechste Runde. Ab sofort können sich Profiköche aus der D-A-CH-Region und Südtirol für das erste Vorfinale bewerben, das am 18. Mai 2020 in Stuttgart stattfinden wird.

    Es erwarten die BewerberInnen neue Challenges, die ihr fachliches Können und ihre Kreativität auf die Probe stellen werden. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020.

    Die kulinarische Reise beginnt – den Anfang macht die schwäbische Hauptstadt 

    Neue Talente, neue Challenges, neue Orte, neues Design – die neue Auflage Koch des Jahres beginnt und es wird spannend! In insgesamt drei Vorfinalen über den Zeitraum von zwei Jahren sucht das renommierte Live-Format den Koch des Jahres 2021.

    Unterstützt wird der Wettbewerb von bekannten Koryphäen wie Torsten Michel (Schwarzwaldstube***, Baiersbronn), Nils Henkel (Schwarzenstein**, Geisenheim-Johannisberg), Clemens Rambichler (Sonnora***, Dreis) oder Andreas Krolik (LaFleur**, Frankfurt), die unter der Schirmherrschaft der Dreisternelegende Dieter Müller ihre Expertise als Juroren zur Verfügung stellen.

    Der Startschuss für die neue Auflage fällt in der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart. Dort findet am 18. Mai 2020 in der Exometa Phoenixhalle im Römerkastell das erste Vorfinale statt. Auch der Termin für das zweite Vorfinale steht bereits – dieses ist für den 16. November 2020 angesetzt.

    BewerberInnen gesucht! Wer sind die Pioniere und Sterneköche von morgen?

    Für das 1. Vorfinale können sich ab sofort alle Kochprofis aus der D-A-CH-Region und Südtirol bewerben, die ihr Talent unter Beweis stellen und sich einen Namen machen wollen.

    Eine Entscheidung, die für die Talente einen großen Karrieresprung bedeutet, mit dem sie in die Fußstapfen bekannter Kochgrößen wie Sebastian Frank (Horvath**, Berlin), Christian Sturm-Willms (Yunico*, Bonn) und Tristan Brandt (Opus V**, Mannheim) treten werden.

    Der Bewerbungsprozess verläuft in zwei Schritten. Nachdem man sich unverbindlich über das Onlineformular auf www.kochdesjahres.de  für ein Vorfinale angemeldet hat, gilt es ein eigens für den Wettbewerb entwickeltes Drei-Gang-Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) mit Rezept einzureichen.

    Der Wareneinsatz darf dabei pro Menü einen Wert von 16 €/30 CHF nicht überschreiten. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2020. 

    Besondere Herausforderung für die Bewerber – Die Challenges

    Für jedes Vorfinale gibt es bestimmte Challenges, die bei der Menükreation zu berücksichtigen sind. Diese schaffen eine Leitlinie für die Menüs und ermöglichen eine bessere Vergleichbarkeit der Leistungen.

    Die Challenges für das 1. Vorfinale sind:

    Vorspeise: weißer Spargel | Austern | Hippo Tops

    Hauptgang: vegetarisch (auch vegan möglich)

    Dessert: Rhabarber | Buchweizen | CARANOA Valrhona

    Wer es letztendlich in das erste Vorfinale geschafft hat, wird Anfang April mitgeteilt. Für die sechs Auserkorenen heißt es dann Mitte Mai in Stuttgart „An die Töpfe, fertig, los“,  wenn sie mit ihrem Menü den mit namhaften Sterneköchen besetzten Jurytisch überzeugen müssen. 

    Mehr Austausch und Gemeinschaft

    Neben dem Live-Wettbewerb sollen in dieser Auflage auch Workshops und Podiumsdiskussionen mit in den Vordergrund rücken.

    Damit möchte Veranstalterin Nuria Roig mehr Impulse liefern und den gegenseitigen Austausch fördern. „Wir wollen unsere Plattform dafür nutzen, die Gastronomiebranche voranzutreiben und ich bin überzeugt, dass uns dies nur in Gemeinschaft gelingen wird.“

    Hintergrundinformationen über den Wettbewerb

    Als Live-Wettbewerb mit umfassendem Rahmenprogramm ist das Networking-Event Koch des Jahres eine Ideenschmiede für neue Konzepte, die die Gastronomie-Branche bewegen. Veranstalter ist die spanische Unternehmensgruppe Grupo Caterdata S.L. mit Sitz in Barcelona (ES) und Freiburg (DE).

    Der Wettbewerb richtet sich an Profi-Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. In drei Vorfinalen kürt eine Jury internationaler Spitzengastronomen je zwei Finalisten.

    Die Teilnehmer müssen innerhalb von sieben Stunden (Sonntag: 2 Stunden Mise en Place, Montag: 5 Stunden Wettbewerbszeit) ein Dreigang-Menü für 7 Personen mit einem Warenwert von max. 16€ pro Person präsentieren.

    Im Oktober 2021 treten die jeweils sechs Finalisten auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga in Köln gegeneinander an, um den prestigeträchtigen Titel Koch des Jahres, Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro sowie zahlreiche durch die Sponsoren vergebenen Sonderpreise zu gewinnen.

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  • Jahresstart im Sternelokal des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg in Oberbayern
    Kulinarisches „Best of“ zum Jahresstart
    Edle Kreationen vor den Toren Münchens von Maximilian Moser

    Edle Kreationen vor den Toren Münchens: Seit 2014 trägt das Gourmetrestaurant Aubergine unter Leitung von Chefkoch Maximilian Moser den einzigen Michelin-Stern im oberbayerischen Fünfseenland.

    Nicht nur regionale Feinschmecker, auch Genießer auf Reisen schätzen die wechselnden Menüs im hauseigenen Sternelokal des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg.

    Zum Start ins kulinarische Jahr vereinen Moser und sein Küchenteam traditionell die Highlights aus den vergangenen zwölf Monaten im „Best of Aubergine“-Menü.

    Bis 22. Februar 2020 gibt’s zum Preis von 119 €/Pers. unter anderem norwegischen Wildlachs, Ammersee-Lamm und Hummerschere an grünem Thai-Curry.

    Darüber hinaus bietet das Gourmetrestaurant Aubergine für seine Gäste stets auch eine komplett vegetarische Variante an. Alle Kreationen 2020 zum Download im Kulinarischen Kalender

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  • Das neue konzipierte Restaurant Raw & Grill des Hotel Cort in Palma offeriert jetzt mehr vegetarische und vegane Optionen
Grillgerichte mit echtem Holzkohle-Aroma stehen neben rohen Koestlichkeiten auf der Karte des neu konzipierten Restaurants Raw & Grill im Hotel Cort in Mallorcas Hauptstadt
    Zu „Raw“ kommt „Grill“
    Zunehmendes Bedürfnis nach vegetarischen und veganen Speisen

    Kulinarisches Spiel der Gegensätze im Hotel Cort auf Mallorca: Das neu konzipierte Restaurant Raw & Grill in Palma hält für jeden Geschmack etwas bereit.

    Zur bisherigen Raw Bar mit rohen Köstlichkeiten – von Carpaccio über Tatar bis hin zu Ceviche – gesellen sich ab sofort Barbecue-Spezialitäten mit echtem Holzkohle-Aroma.

    Dafür hat das Designhotel am Rathausplatz der Balearen-Hauptstadt eigens einen Indoor-Profigrill installiert.

    Auf den Rost kommt neben Fisch und Fleisch auch Vegetarisches und Veganes, bestellt wird à la carte. Die Speisen im Raw & Grill werden täglich von 8 bis 24 Uhr serviert.

    Erst 2018 ging die Raw Bar des Hotel Cort in Palma an den Start, dennoch hat das Restaurant jüngst den Kurs geändert. „Wir wollten den Erfolg des Raw-Konzepts mit neuen Möglichkeiten kombinieren“, erklärt Sven Rasch.

    Die Gerichte aus rohen Zutaten seien immer gut angekommen, aber oft Fleisch und Fisch im Vordergrund gestanden. „Nun tragen wir auch dem zunehmenden Bedürfnis nach vegetarischen und veganen Speisen Rechnung“, so der Hoteldirektor.

    Auf der neuen Speisekarte erkennen Gäste dank Unterteilung in „Land“, „Sea“ und „Farm“ auf den ersten Blick, um welches Produkt es sich handelt. „Das soll für mehr Stringenz sorgen.“

    Die zündende Idee dazu entstand im Januar vor knapp einem Jahr: Zum Festtag von San Sebastián, Schutzpatron von Palma, veranstaltete das Hotel Cort ein mallorquinisches BBQ auf der Terrasse.

    „Die Gäste waren so begeistert, dass wir weiter daran gefeilt haben“, sagt der 47-Jährige. Schließlich habe man mit dem Profigrill der katalanischen Firma Josper eine ideale Lösung gefunden.

    Dieser ist leicht und schnell bedienbar, die Gerichte erhalten ein echtes Holzkohle-Aroma und „einen besonderen Touch“, wie Rasch versichert. Das Angebot der Raw Bar bleibt erhalten, zudem gibt es täglich wechselnde Empfehlungen des Küchenchefs.

    „Egal ob vegan oder nicht – alles ist lecker und soll Appetit auf mehr machen“, verspricht der deutsche Hoteldirektor, der seit nahezu 20 Jahren auf der Baleareninsel lebt.

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Auch unser Marketing Mops-Huendchen Adele freut sich ueber eine Geburtstagskarte
Adeles erster Geburtstag
    Die richtigen Worte finden
    Post und Ansichtskarten - Worte reisen um die Welt

    Schreiben Sie auch noch Post- und Ansichtskarten im Zeitalter der Digitalisierung? Ich muss zugeben, dass ich ein Postkartenfetischist bin. Weihnachten, Ostern, Geburtstage - zu jedem Anlaß schreibe ich Gruß-Postkarten, die ich oft nicht mal versenden muß. Auch an meine Frau und sogar mein Mops-Hündchen Adele bekommt jedes Jahr zu ihrem Geburtstag eine liebevolle Karte geschrieben.

    Das Vergnügen fängt schon bei der Auswahl der Karte an. Motiv und der richtige Slogan zum Anlaß müssen gefunden werden und dafür braucht man Zeit. Zeit, die man sich unbedingt nehmen sollte. Die Auswahl an schönen, sogar kunstvoll gestalteten Karten ist schier unbegrenzt und das Beste ist, jede Karte erzählt eine kleine Geschichte. Vor sehr vielen Jahren habe ich angefangen, diese Karten zu sammeln. Wer hat mir geschrieben, warum und was.

    Erinnerungsstücke für das ganze Leben

    Mittlerweile kann ich in den Karten wie in einem Buch lesen und erfreue mich darüber, was man mir vor 15 Jahren so alles geschrieben hat. Die Postkarte wird so zum Zeitzeugnis des eigenen Lebens, das der Freunde und Familie.

    Die richtigen Worte finden

    Das Wort, zumal das Geschriebene, hat ein großes Gewicht. Es kann Freude aber auch Betroffenheit auslösen. Schöne Worte zum Geburtstag, zur Hochzeit, zum bestandenen Abitur sowie zur Geburt eines Kindes lassen sich für uns leicht finden.

    Seine Freude über das Ereignis mit anderen teilen fällt nicht schwer. Anders sieht es aus, wenn man eine Trauerkarte verschicken muß, weil ein guter Freund, ein Familienmitglied verstorben ist. Wie die Familie, die Freunde trösten, das fällt schwer und ist niemals einfach.

    Glückwünsche nicht per sms oder email versenden

    Auch im Zeitalter der Digitalisierung sollte man Glückwünsche nicht per sms oder email versenden, wenn einem der Empfänger etwas wert ist. Die sms und email wird gelöscht, während die schöne Karte, ein Erinnerungsstück und Andenken für ein ganzes Leben bleiben kann, wenn man sie in Liebe aufbewahrt.

    Meine Botschaft lautet: rücken Sie in dieser Zeit der großen Verunsicherung wieder näher zusammen. Schreiben Sie den Menschen, die Ihnen etwas Wert sind wieder mehr. Es muß ja nicht eine Karte sein. Ein Brief wäre sogar noch schöner.

    Back to the Roots

    Zukunftsforscher wie Matthias Horx sieht einen neuen Trend zur Achtsamkeit. Es gehe darum, dass das Grundrauschen an Informationen über die digitalen Kanäle noch lauter geworden sei. Die Leute wollen dieses abstellen und suchen nach der Stille, die man wieder genießen möchte. Ein Trend zum Rückzug, zur Selbstbesinnung und Spiritualität und der Suche nach dem eigenen Glück.

    Die Menschen suchen wieder nach Orientierung und Entschleunigung. Karsten Binke, der Verlagsleiter der Zeitschrift "Happinez" erklärt den Erfolg seines Blattes wie folgt: "Sie suchen nach Wegen ihrem Leben mehr Bedeutung, mehr Sinn zu geben. Mehr Balance, mehr Dinge und Momente, die etwas bedeuten, mehr Spiritualität, kurzum mehr Glück."

    Die Rückbesinnung auf alte Werte, auch wieder Briefe und Karten schreiben, ist auch eine Rückbesinnung zu einem bewußteren Lebensstil. Heute gibt es einige Unternehmen, die es sogar ermöglichen Postkarten, Briefdrucksachen, Einladungskarten, Fotokalender, Fotogrußkarten und vieles mehr, selber zu designen, um einen ganz persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Das selber Gestalten und Entwerfen hilft auch der Seele beim baumeln.

    Das kleine Einmaleins der Postkarte

    Der Siegeszug der Postkarte begann 1861, nachdem in den USA erstmalig der Versand privater Karten zugelassen wurde. Schon ab 1878 konnte man Post - und Ansichtskarten in die meisten Länder der Welt verschicken. Vorausgegangen war, dass 1840 in England die erste Briefmarke erschienen ist.

    In Deutschland sprach man zunächst von der Korrespondenz-Karte, die 1870 vom preußischen Ministerpräsident und Kanzler des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck per Verordnung eingeführt wurde.

    Zum Massenkommunikationsmedium wurde die Postkarte leider erst in kriegerischen Auseinandersetzungen. Soldaten schrieben ihren Liebsten von der Front. 1870/71 wurden in Deutschland 10 Millionen Feldpost/ Korrespondenzkarten in die Heimat verschickt. 1875 wurde die Postkarte zur Weltpostkarte, die nun in 21 Ländern zugelassen wurde.

    Worte reisen um die Welt

    Von da an war der Siegeszug der wenigen herzlichen Worte, die um die Welt reisten, nicht mehr aufzuhalten. Der Höhepunkt wurde im damaligen Westdeutschland 1954 mit 920 Millionen versendeten Post/Ansichtskarten erreicht.

    Seit Anfang 2000 ist der Postkartenversand bedingt durch die Digitalisierung stark gefallen. Von 1997 bis 2007 ist die Anzahl der versendeten Postkarten um 75% zurückgegangen. Das liegt nicht nur an der Schreibfaulheit im angesicht von 140 Twitterzeichen. Die neuen Kommunikationsmittel bieten eine schnellere Übertragung der Nachricht, besser wird sie dadurch nicht. Und es fehlt an einer individuelle Note.

    Bleiben Sie gesund.

    Gottfried Böhmer

     

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  • Die Kulturgeschichte um unsere Haare hat einen langen Bart 4000 Jahre Haarpflege von der Antike bis heute sind auch eine kulturellen Revolution
    Die Kulturgeschichte der Haare
    Haare, 4000 Jahre Kult und Symbol der kulturellen Revolution

    Wer sich sich die Frage stellt, was uns Männlein wie Weiblein unsere Haare bedeuten, muß sich nur eine Zahl anschauen, um die Frage zu beantworten. Die Firma Wella, der Hersteller von Haarpflegeprodukten und Friseurbedarf, wurde von Procter & Gamble 2015 an die deutsche Milliardärsfamilie Reimann für 12 Milliarden Dollar verkauft.

    Wer sich diese Summe mal vor Augen hält, weiß was uns unsere Haarpracht wert ist, und Wella ist längst nicht der einzige Anbieter von Haarpflegeprodukten.

    Ich wurde gefragt, warum sind Haare so wichtig, und welche Rolle spielen Haare bei Frauen und Männern, und wie pflegte man damals und heute seine Haare richtig und wie geht man mit Haarausfall um. Das eine vorweg, die Geschichte um unsere Haare hat einen langen Bart.

    Die Geschichte der Haare - Die Ägypter

    Das Streben der Menschen nach Schönheit hat sich schon seit Menschengedenken auch in seiner Haarpracht gezeigt. Schon die alten Ägypter um 3000 v. Ch. haben viel wert darauf gelegt, sich mit ihren Haaren zu schmücken und geschickt Farben einzusetzen und es gab schon damals viele Farbtöne.

    Auch der gealterte Ramses II  benutzte regelmäßig Farbtöne, um sein graues Haar zu verjüngern und ältere Menschen trugen schon zu dieser Zeit Perücken. Auch die alten Ägypter mußten sich also mit dem Haarausfall herumschlagen.

    Gewaschen haben die alten Ägypter ihr Haar und ihre Perücken regelmäßig. Das taten sie mit einer Mischung von Wasser und Zitrussäften, dadurch wurde das Haar glatt und glänzend. Auch Mandelöl als Conditioner nach der Haarwäsche gehörte schon dazu. Um das Haar zu formen, benutzten die Ägypter Fett aus Bienenwachs.

    Die Lieblingsfarbe seiner Zeit war Schwarz oder Rotorange. Schon um 4000 v. Ch. war Henna die populärste Farbe: sie kreiert orangene oder rote Haartöne. Die Hennapflanze (Lawsonia inermis) wuchs an den Ufern des Nils und bot sich von daher regelrecht an. Nach dem Jahr 1500 v. Ch. fingen die Ägypter an, Perücken und bunte Haarfarben wie Blau, Rot und Grün zu tragen.

    Die Griechen - Säule und Basis der westlichen Kultur

    Nach den Ägyptern zwangen die Griechen der Antike ihren Haarstil, der bis dahin bekannten Welt auf. Die griechische Zivilisation, die später das Römische Reich erbte und weiter führte, war die Säule und Basis der westlichen Kultur bis ins 19. Jahrhundert.

    Die verheirateten griechischen Frauen trugen lange Haare in Zöpfen als Zeichen ihres Ehestatus und das Schneiden von Haaren und der Frisurenstil zeigten den sozialen Status auf. Im antiken Griechenland entstanden auch die ersten Friseurgeschäfte, diese wurden aber zunächst nur von Männern frequentiert, um Gespräche über Philosophie, Politik und öffentliche Themen zu führen.

    In dieser Zeit kam auch der Haarschmuck voll zur Geltung und die Griechen parfümierten ihre Köpfe mit Mandelöl, Blumen, aromatischen Düften und Gewürzen. Da der größte Teil der Bevölkerung schwarze Haare hatte, die Lieblingsfarbe der Griechen aber Blond war, nutzten sie eine Mischung aus der Safran Blume, um diesen Ton zu gewinnen.

    Die Römer machten die Haare zum Status

    Nach den Griechen kamen die Römer. Die Römer gaben ihrem Aussehen und ihrem Haar eine besondere Bedeutung. Die Frisuren der Römer bezeichneten den gesellschaftlichen Status, das Alter, die politische und religiöse Stellung oder auch ihre Ansichten. Spätestens jetzt wurden Haare zum Status.

    Mit dem Sieg über Griechenland brachte Rom die ganze griechischen Kultur unter ihren Einfluss, ohne sie zu zerstören. Auch die Sitte von den rasierten Haaren mit Hilfe von Barbieren wurde von den Römern übernommen. Glatzen waren bei den Römern nicht erwünscht, weil es als Zeichen physischen Mangels galt. Nur der große Feldherr Julius Caesar verdeckte seine Glatze nicht.

    Der griechische Einfluss brachte die Tradition der Barbiere und Friseurgeschäfte auch nach Rom. Und so jammerte schon Plinius der Ältere: “ Wie monoton und langweilig die Zeit ist, die die römischen Frauen diesen endlosen Friseur-Sessionen widmen...“ Davon können die Männer auch heute noch ein Lied singen.

    Auch Haarglätteisen kannten die Römer schon und die Perücken waren hauptsätzlich aus menschlichem Haar gefertigt, die blonden Haare kamen von germanischen Sklaven und die schwarzen aus Indien, Wasserstoffperoxid wurde als Bleichmittel eingesetzt. Den römischen Patrizier Frauen und Männern hat es, was ihre Haarpracht angeht, an nichts gemangelt.

    Das Haar war zu allen Zeiten das Symbol von Kraft, Gesundheit und Autorität. Die Art und Weise wie wir unser Haar schneiden, binden und kämmen, spiegelte schon immer den gesellschaftlichen und sozialen Status wider. Haare sind wie ein Symbol ihrer Zeit.

    Nach der Niederlage der Römer ging es bergab

    Nach der Niederlage der Römer war es mit der Haarpracht und den Bärten zunächst nicht vorbei. Bis zum 5. Jahrhundert herrschten erst mal die Germanen und diesen war ihre Haarpracht äußerst wichtig. Die Merowinger Könige trugen sehr langes und lockiges Haar. König Chlodio V hatte sogar den Spitznahmen “Le chevelu“ (langes Haar), weil er das längste Haar von allen seinen Vorfahren hatte.

    Ab dem 5. Jahrhundert bestimmte nun die Kirche, lange Haare waren verpönt und man sollte sie auch nicht mehr zeigen. Und Bärte galten als barbarisch. Im 10. Jh. fing die Katholische Kirche an Edikte gegen lange Haare auch bei Männern zu verhängen. Bärte und langes Haar wurden als Symbol des Heidentums (der Germanen) gebrandmarkt und auch der Perücke ging es an den Kragen.

    „Die Frau, die eine Perücke trägt, begeht eine Todsünde“

    Der heilige Bernhard von Clairvaux, erster Konsul von Konstantinopel, sagte: "dass die Perücke eine Beleidigung gegenüber Gott ist". Und Clemens von Alexandria sagte, "dass derjenige, der eine Perücke trägt während er den Segen in der Kirche bekommt, daran denken muss, dass der Segen in der Perücke stecken bleibe und nicht zu den Träger kommen wird".

    Der Aufbruch in eine neue Zeit - Befreiungsschlag aus Frankreich

    Eine Explosion von Extravaganz für Haare und Perücken und Freiheit brachte das 18 Jahrhundert. Es begann die Zeit der großen Eleganz. Eine neue soziale Ordnung wurde hergestellt, die bürgerliche Gesellschaft vertrieb den Adel und drängte die Kirche in ihre Grenzen. Eine starke Bourgeoisie, die Wissenschaft und neue reiche Menschen, die nun zu Wohlstand kamen, eroberten die Welt.

    Das neue Bürgertum imitierte die Kleidung und die Frisuren des Adels. Das Tragen von Perücken war sehr populär und verbreitete sich in ganz Europa. Ludwig XIV hatte 40 Perückenmacher, die für ihn in Versailles Perücken herstellten.

    Auch die Frauen trugen nun Perücken und anhand der Verarbeitung konnte man schon wie in grauer Vorzeit erkennen, welchen Beruf diese Person ausübt oder welchen gesellschaftlichen Status diese Person hat. Die Barbiere sattelten um und wurden Perückenmacher.

    Die Klasse ohne “Edeltum“ versuchte nach der Französischen Revolution die Sitten des Adels zu übernehmen, aber der Luxus und die Protzerei waren bald unerwünscht. Die neue Gesellschaft nahm wieder den Stil der Antike und der griechischen Ästhetik auf. Die neuen Denkarten veränderten auch die Frisuren. Die Frauen verzichteten wie die Männer nun auf Perücken und trugen ihre Haare wieder ganz natürlich.

    Das 19. Jh. ein großer Wurf für die Haarpflege 

    Die höchste Autorität war nicht mehr der Verstand, sondern die individuelle Phantasie. Das zeigte sich auch bei den Haaren, diese waren ungekämmt, trocken, ohne künstliche Mittel oder sonstige Zutaten. Das sollte der Ausdruck des individuellen Freiheitsgefühls sein. Man wollte die Vergangenheit und seine Uniformität ablegen. Es begann das große Zeitalter der Dichter und Denker, die wir heute sehr vermissen.

    Ab Mitte des Jahrhunderts ging es in eine ganz andere Richtung. Eliza Rossana Gilbert, eine bekannte Tänzerin und Kurtisane am Hof Ludwig I von Bayern, die er später zur Gräfin machte, veröffentlichte 1858 ihr Buch “Die Kunst der Schönheit oder die Geheimnisse der Damentoilette mit Hinweisen für Herren zur Kunst des Erstaunens“.

    Ab 1860 kamen Locken und welliges Haar groß in Mode. Nachts trugen die Damen Lockenwickler aus Metall, um die Form der Locken zu erhalten. 1872 präsentierte der französische Friseur Marcel Grateau seinen patentierten Haarlockenstab.

    Die Kanadierin Martha Matilda Harper entwickelte das erste Konzept eines modernen Schönheitssalon. Das Motto war “Gesundheit ist Schönheit“. Sie entwickelte ein eigenes Shampoo für das Waschen von Haaren. “Harper Salon" wurde ein Welterfolg.

    Sie gründete Schönheitsschulen, die sie “Harpers Methode“ nannte und bildete Manager und Betreiber ihrer Salons aus. Bis zum Ende des 19 Jahrhunderts gab es mehr als 200 Harper Salons in Amerika und seit 1920 mehr als 500 auch viele in Europa und in Deutschland.

    William Procter, ein britische Kerzenmacher gründete mit seinem Schwiegersohn James Gamble 1837 den Seifenhersteller Procter & Gamble, der heute zu den größten Konsumgüter-Konzernen der Welt gehört. 1901 gründete King C. Gillette das Weltunternehmen Gillette, das 2005 von Procter & Gamble für 57 Milliarden US-Dollar gekauft wurde.

    Und 1890 entwickelte Alexandre Godefroy in seinem Salon in Paris die erste Maschine fürs Haareföhnen. 1903 brachte die Firma Schwarzkopf das erste Haarwaschpulver auf den Markt, und der Barbierberuf erlebte eine neue Blüte. Insgesamt war das ein spannendes 19. Jahrhundert, auch für die Haare und Haarpflege.

    Das 20. Jahrhundert veränderte die Welt

    Von 1901 bis zum Jahr 2000 änderten sich ständig die Stiltransformationen für Haare. Mit dem Aufkommen des Films, des Kinos bestimmten erstmals die Schauspieler wie man seine Haare trägt und was in Mode ist. Sie diktierten die Trends, die Frisuren und die Kleidung.

    Das neue Jahrhundert begann gleich mit einer wichtigen Erfindung. Der Deutsche Karl Nessler (später Charles Nestle) erfand 1905 die erste Methode für das dauerhafte Haarlocken. Nun war es auch Frauen mit glattem oder dünnen Haaren möglich mit einem Lockenkopf aufzutreten.

    Die Revolution bei den Frisuren kam aber erst nach dem Ersten Weltkrieg. Frauen trugen nun kurze, oft wellige Haare, als Symbol für ihre Freiheit und gewonnener Unabhängigkeit, die sie von alten  gesellschaftlichen Strukturen befreite. Die Männer hatten nun glatt rasierte Gesichter und kurze Haare. Ein gutes Beispiel lieferten Rudolph Valentino und Fred Astaire bei den Männern, Mary Pickford und Alice Day bei den Frauen.

    Zwischen 1920-1930 kamen zwei technologische Neuheiten hinzu. Der erste Hand-Haar-Föhn und die von dem Schweizer Eugene Suter und dem Spanier Isidoro Calvete erfundene Maschine für die Dauerwellen. 1938 erfand Arnold F. Willat die "kalte Welle". Den Haar Mode Stil der 30 und 40er Jahre sieht man am besten, wenn man sich Fotos von Marlene Dietrich, Sir Lawrence Olivier, Jean Harlow und Clark Gable anschaut.

    Nach dem zweitem Weltkrieg, ab den 50er Jahren, begann eine Zeit des großen Umbruchs. Von nun an bestimmte die Jugendkultur bis in unsere Tage, was man trägt und wie die Frisur aussieht. Erlaubt war, was gefällt. Die alte prallte mit voller Wucht auf die neue Welt. Die Jugendidole waren die Beatles und James Dean. Ihre Frisuren wurden millionenfach kopiert und zeigte die großen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen auf. Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren.

    Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren

    Bei den Frauen waren Marilyn Monroe und Gina Lollobrigida die schönsten Frauen der Welt, die neuen Vorbilder. Und dann kam Elvis Presley mit seine Koteletten und nach hinten gekämmten Haaren und Millionen von Männern auf der ganzen Welt eiferten ihm nach und wollten auch so aussehen.

    Es sollte noch schlimmer kommen. Eine Mode- und Stilrevolution kam auf die Bühne, die unter dem Motto “verboten ist zu verbieten“ und “Macht der Phantasie“ die Werte, Moral und Ethik der vorigen Generationen vom Tisch haute. Die Eltern und Großeltern verstanden die Welt nicht mehr. Eine neue kulturelle Bewegung bahnte sich ihren Weg.

    Hippies, Liberale, Pazifisten und die Gegner des Vietnam-Kriegs formierten sich unter dem Motto “Frieden und Liebe“ und das wurde zu ihrer Philosophie. Twiggy das englische “Supermodel“ präsentierte einen neuen Frisurenstil und trug ganz kurze Haare, und die Rockoper des Musical Hair verkörperte ihren Protest durch den Afro Look der Hippie Frisuren. Die Haare waren die ausschlaggebende Hauptform des Protestes gegen die traditionellen Werte der Vorkriegs-Generation.

    Und so zog sich das durch die 70er, 80er und 90er Jahre. Haare als Stilmittel, Protest und Weltanschauung. Lange Haare, Bob-Frisuren und lange Bärte, Rasterlocken wie Bob Marley bis hin zu den Punks, den Skinheads und dem Yuppy Stil. Allen gemein war eine Reaktion auf gesellschaftliche Werte, die man ablehnte oder beführwortete.

    Ende der 80er Anfang der 90er war es damit vorbei. Die Stilrichtungen waren zu populär geworden, die gesellschaftliche Macht und Boschaften verloren sich in der alltäglichen Mode, die politische Nachricht ging verloren. Nur Kurt Cobain setzte noch einmal ein Zeichen mit seinen klebrig, schlampig und ungewaschenen Haaren, die er als seinen Protest gegen gesellschaftliche Positionen, die er ablehnte, einsetzte.

    Das 21. Jahrhundert hat bis heute nichts neues gebracht. Alles ist stromlinienförmig geworden, jeder trägt seine Haare wie es ihm bzw. ihr gefällt. Alle Farben sind erlaubt und sogar die Glatze ist kein Manko, sondern ein Sexsymbol. Die jungen Männer haben den Bart wiederentdeckt und somit findet sich bald an jeder Ecke nicht nur ein Frisör sondern auch ein Barber-Shop. Eine Botschaft ist nicht zu erkennen und auch keine einheitlichen Werte, außer Karriere machen und schnell viel Geld verdienen.

    Sie kennen doch den Spruch "Erzähl das deinem Frisör"

    Es gibt ja den Spruch, wenn man etwas nicht hören will, "erzähl das doch deinem Frisör".  So, jetzt haben sie eine Geschichte auf Lager, die sogar ihren Frisör begeistern könnte. Wissen hat ja noch nie Schaden angerichtet. Wenn wir uns die Geschichte nun vor Augen halten, können wir feststellen, dass sich der Kult um unsere Haare in 4000 Jahren nicht verändert hat.

    Alles Gute

    Gottfried Böhmer

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  • Kolonialmoebel sind wieder im Kommen
    Antik ist wieder "in"
    Kunst statt Plüsch: Die neuesten Vintage-Wohntrends

    Vintage hieß in der Einrichtung jahrelang vor allem kunterbunter Shabby Chic, idealerweise selbst auf dem Flohmarkt für ein paar Euro erstanden und neu gerichtet. Doch mittlerweile ist Vintage erwachsen geworden: Erlesene Antikmöbel und Kunstwerke liegen voll im Trend.

    Chesterfields und die Privatbar

    Die neuesten Entwicklungen sind gute Nachrichten für alle, die mit der nüchternen Kälte des Industrial Designs nichts anfangen können und auch keine Lust mehr auf wacklige Beistelltischchen aus angemalten Obstkisten haben. Wer es sich leisten kann, setzt auf echte Antikmöbel mit Patina und Geschichte: Das Chesterfield-Sofa, auf dem schon der Urgroßvater Pfeife rauchend die Tageszeitung studierte und die Kommode aus edlem Nussholz, in der die Uroma die Aussteuer verwahrte.

    Doch auch die großen Möbelhändler im Internet und kleine Nischenanbieter stellen sich allmählich auf den Vintage-Trend ein. Stark im Kommen ist beispielsweise die gute alte Bar für zu Hause. Allerdings handelt sich heute nicht mehr um eine muffig riechende Kellerbar, in der sich nur dreimal im Jahr Gäste aufhielten, sondern kleine pfiffige Barregale mit ausreichend Platz für Getränke, Gläser und Zubehör sowie zwei oder drei Barhockern. Passt in jedes Wohnzimmer und kann im Sommer zur Grillparty leicht auf die Terrasse gebracht werden.

    Kleine Kunstwerke setzen Akzente

    Der Retro-Trend macht sich auch in der Wohndekoration bemerkbar. Es muss nicht unbedingt der berüchtigte röhrende Hirsch sein oder Dürers betende Hände, die früher in kaum einem Haus fehlten. Doch nach Jahren der kunterbunten Wandtattoos und dem Nippes vom Flohmarkt legen wieder mehr Menschen Wert auf Wandgemälde und andere Kunstwerke. Wer es sich leisten kann, kauft Originale als Wertanlage.

    Doch auch bei Antikhändlern und sogar auf Antikflohmärkten lassen sich häufig wunderschöne kleine Kunstwerke zu günstigen Preisen kaufen. Diese stammen meist aus Wohnungsauflösungen, wenn alte Menschen entweder ganz ohne Erben verstorben sind oder diese sich nicht für die Einrichtung interessierten. Zwischen viel Kitsch sind hier durchaus attraktive echte Ölgemälde oder Aquarelle zu finden – und das ein oder andere wertvolle Sammlerstück.

    Der Duft der weiten Welt

    Die neue Vintage-Welle macht auch vor sogenannten Kolonialmöbeln nicht halt: Schwere Möbel aus Tropenholz, geschnitzte Figuren aus Afrika oder filigrane Schmuckkästchen aus China sind eine gute Wahl für alle, die an Fernweh leiden. Doch auch hier gilt, dass weniger eher mehr ist:  Lieber eine einzige teure chinesische Antikvase auf Omas Vintage-Kommode als viel bunter "Made in China"-Nippes aus dem Dekoladen.

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • Wer erreichte als Erster den Suedpol? Die Entscheidung endete dramatisch fuer Robert F. Scott
    Männer allein für Ruhm und Ehre
    Romantiker mit tragischem Schicksal - Kühnheit, Ausdauer und Mut

    Der Brite Robert F. Scott und Roald Amundsen aus Norwegen lieferten sich Ende des Jahres 1911 und am Anfang des Jahres 1912 einen Wettlauf zum Südpol. Wer erreichte als Erster den Südpol? Die Entscheidung endete dramatisch.

    „Wären wir am Leben geblieben, ich hätte eine Geschichte erzählen müssen von Kühnheit, Ausdauer und vom Mut meiner Gefährten, die das Herz eines jeden Briten gerührt hätte“, schrieb Scott (1868 - 1912) in seinem Polartagebuch, das unter dem Titel „Letzte Fahrt“ in der Edition Erdmann (www.verlagshausroemerweg.de) erschienen ist und den Forscher Scott als Romantiker spiegelt.

    „Dichtes Schneegestöber und vom Sturm aufgejagte Schneewehen. Himmel und Erde verschwammen ineinander, nichts war zu sehen. Trotzdem ging es glänzend vorwärts“, heißt es in Amundsens pragmatischen Aufzeichnungen „Die Eroberung des Südpols“, ebenfalls in der Edition Erdmann erhältlich.

    Beide Bücher, oder besser gesagt, beide Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, obwohl sie das gleiche Ziel vor Augen hatten. Amundsen (1872 - 1928) hatte sich sein Leben lang akribisch auf diese eine Reise vorbereitet und überließ nichts dem Zufall.

    Mit Schlitten und insgesamt 116 Hunden bewegten er und sein Team sich übers ewige Eis; Scott dagegen lehnte Hunde als „unbritisch“ ab und verließ sich auf sibirische Ponys und Motorschlitten, was ihm und seinen Männern zum Verhängnis wurde.

    Amundsen erreichte schließlich am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol - nach 2.600 Kilometern in 99 Tagen. Als Scott am 17. Januar 1912 eintraf, fand er ein Zelt vor, auf dem die norwegische Flagge wehte.

    Auf dem Rückweg kamen er und seine Männer ums Leben und wurden erst im November 1912 von einem Suchtrupp gefunden. Beide Bücher sind außerordentlich spannend.

    Das Ausmaß an Enttäuschung spricht indes aus jeder Zeile am Ende von Scotts Tagebuchs, das er in der Tat bis zu seinem letzten Atemzug führte, während Amundsens Expeditionsbericht nur kurz davon entfernt war, in Dutzende Sprachen übersetzt zu werden und ihn zum berühmtesten Abenteurer seiner Zeit machen sollte.

    Während seine Aufzeichnungen eher Beobachtungen sind und einen wissenschaftlichen Charakter haben, sein Bericht ist mit rund 180 Seiten nur etwa halb so lang wie der seines Kontrahenten, haben Scotts Darstellungen auch und gerade einen ästhetischen Wert, denn sie zeichnen in eindringlicher Weise die Autobiographie eines Mannes nach, der mit großem Mut und Willenskraft einem tragischen Schicksal trotzt, was ihn bis heute in seiner Heimat, obwohl er versagt hat, zum Helden macht.

    Wenngleich sich beide Männer nie persönlich kennengelernt haben, ihre Biografien werden für alle Ewigkeit miteinander verwoben sein.

    Beide Tagebücher sind mit Karten, Fotos und Erläuterungen ergänzt worden und kosten je 24 Euro. Sie spiegeln eine Zeit, als viele Teile der Welt noch unbekannt waren und Männer allein für Ruhm und Ehre ihre Leben aufs Spiel setzten. 

    Sönke C. Weiss

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  • Gulus Busterminal Hier faengt alles an, von hier aus geht es in die Welt
Anstatt als Kindersoldat zu kaempfen, koennen die Kinder Gulus heute ohne Furcht spielen
Die Kirche gibt den Menschen Halt
Frauen halten die Gesellschaft zusammen Ohne sie und ihre taegliche Arbeit gaebe es Gulu schon laengst nicht mehr 
Leider ist Gulu auch gepraegt von 
haeuslicher Gewalt
Gulus Frauenklinik Oftmals ist dies der einzig sichere Ort für Frauen
Der Blick in die Zukunft, vorsichtig hoffnungsvoll
    Gulu ist überall in Afrika
    Wo zum Teufel ist Gulu? - Eine Fotoreportage von Sönke C. Weiss

    Meine erste Reise nach Gulu war im Jahr 2003, ein gutes Dutzend weiterer Aufenthalte folgten bis heute; im November 2018 und September 2019 entstand diese Fotoreportage, die aus etwa 150 Aufnahmen besteht und versucht, ein umfassendes Porträt dieser Stadt zu formen und von der ein kleiner Auszug hier zu sehen ist.

    Doch wo zum Teufel ist Gulu?

    Gulu liegt in Norduganda nahe der Grenze zum Südsudan. Es leben dort rund 150.000 Menschen. Die meisten von ihnen gehören der Volksgruppe der Acholi an. Von 1987 bis 2006 führte die Widerstandsarmee des Herrn, eine militärisch-religiöse Kultbewegung, einen Bürgerkrieg gegen die Zivilbevölkerung, den die Weltöffentlichkeit so gut wie nicht wahrnahm.

    Es gab mehr als 100.000 Tote, gut zwei Millionen Menschen wurden zu Binnenflüchtlingen, schätzungsweise 100.000 Kinder wurden als Kindersoldaten mißbraucht, in den letzten Kriegsjahren suchten Nacht für Nacht Zehntausende Jungen und Mädchen aus den Gemeinden rund um Gulu Schutz in der Stadt und wurden so zu sogenannten Nachtpendlern, die ich selbst erlebt habe.

    Die Regierung in Kampala sah dem jahrelangen Morden untätig zu, weil politische wie soziale Veränderungen schon immer ihren Anfang in Gulu genommen hatten und die Volksgruppe der Acholi dem heutigen Präsidenten Yoweri Museveni von jeher ein Dorn im Auge war und ist; unter anderem, weil die Mehrheit der Opposition Acholi sind.

    So hoffte man denn, dass sich die nun selbst auslöschen würden. Diese Untätigkeit, man hätte den Konflikt auch als passiven Genozid bezeichnen können, hatte in der Tat zur Folge, dass sich die Kultur der Acholi vielfach aufgelöst hat und nicht viel von dem einst stolzen Volk übrig ist.

    Die internationale Gemeinschaft, die viel Hilfe versprochen und wenig geliefert hat, die internationalen Hilfswerke, die meist viel zu spät kamen und dann viel zu schnell zum nächsten Konflikt weitergezogen sind, statt beim Aufbau einer neuen Zivilgesellschaft zu helfen, sie alle haben die Acholi mit ihrer posttraumatischen Lebenssituation so gut wie allein gelassen; doch es geht voran in Gulu.

    Die Wunden des Krieges heilen langsam, trotz aller Probleme wie Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, häuslicher Gewalt und Armut. Eine neue Generation wächst heran. Sie strahlt Zuversicht, Mut und den Willen zur Eigenständigkeit aus.

    Gulu entwickelt sich zu einer vibrierenden Schnittstelle zwischen dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und eben Uganda. In gewisser Weise ist Gulu für mich archetypisch für Afrika.

    Denn trotz aller Schwierigkeiten lieben die Menschen ihre Heimat, die sie nicht verlassen wollen. Auch das möchte ich mit diesem Langzeitprojekt zum Ausdruck bringen. Wo zum Teufel ist Gulu? Gulu ist überall in Afrika.

    Sönke C. Weiss

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  • Viel zu jung ist Vivienne de Watteville mit nur 57 Jahren an Krebs gestorben
    „Allein und frei“ von Vivienne de Watteville
    Vergesst Hemingway, lest Vivienne de Watteville - jeder ist Satz wahr

    Seit über 20 Jahren bereise ich Afrika, habe dort viele Jahre lang gelebt, Bücher über den Kontinent geschrieben, Filme gemacht und mit Hilfe von Fotos versucht, die Menschen in ihrer Alltäglichkeit einen Augenblick lang festzuhalten.

    Ehrlich und mit Respekt. Diese Aufrichtigkeit, die ich mir zur Maxime gesetzt habe, ist mir in einem Buch begegnet, das jetzt zum ersten Mal in deutscher Sprache in der Edition Erdmann (www.verlagshausroemerweg.de) erschienen ist. Der Titel: „Allein und frei“.

    Die Autorin: Vivienne de Watteville. Der Inhalt: 1923 bricht Vivienne mit ihrem Vater, einem passionierten Großwildjäger, zu einer anderthalbjährigen Safari nach Kenia, Uganda und dem ehemaligen Belgisch-Kongo auf, an deren Ende dieser von einem Löwen getötet wird.

    1928 kehrt Vivienne zurück, dieses Mal ohne Gewehr, aber mit einem Fotoapparat. Denn sie will nicht mehr jagen, sondern dokumentieren, sich mit der Natur und den Tieren versöhnen und über eine Welt berichten, in der der Mensch genauso Teil des Universums ist wie jede Pflanze, jede Kreatur.

    In ihrem Tagebuch, das im Druck 301 Seiten lang ist und 22 Euro kostet, bricht sie mit den Verhaltensmustern der Kolonialzeit und liefert ein faszinierendes Werk, in dem jeder Satz wahr klingt und aus der Seele zu kommen scheint: „Der Natur kannst du dich auf zweierlei Weise nähern.

    Du kannst bewaffnet und als Feind in den Urwald gehen - oder dich freundlich in etwas hineinbegeben, das nicht nur dir, sondern auch allen anderen Lebewesen gehört. Dazwischen gibt es nichts.“

    Viviennes Reise ist ihre schmerzhafte Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit, der Tod des geliebten Vaters, und gleichzeitig und wichtiger noch eine Abbitte gegenüber den Tieren, die er und sie so hemmungslos gejagt hatten, und dem Kontinent Afrika, den sie nun zum ersten Mal in seiner untrüglichen Pracht begreift.

    Wir begegnen einer Frau, die darum ringt, unabhängig zu sein, die lernt, auf eigenen Beinen zu stehen, den heikelsten Situationen mutig zu begegnen und der es allmählich gelingt, ihre Einsamkeit auszuhalten und aus dieser schließlich Bewusstsein und Lebensfreude zu schöpfen, was das Geschilderte, selbst wenn es schon bald 100 Jahre her ist, sehr aktuell wirken läßt, insbesondere in seiner Sprache und Übersetzung von Klaudia Ruschkowksi, die den inneren Ton der Autorin haargenau trifft.

    „Allein und frei“ ist ein ungewöhnliches und mutiges Buch, das mir weiß Gott den Atem geraubt hat. Leider ist Vivienne, die 1930 geheiratet und zwei Töchter bekommen hat, 1957 mit nur 57 Jahren viel zu jung an Krebs gestorben.

    Ihre Erlebnisse und Eindrücke indes werden ewig leben. Ich wünschte, es gäbe mehr Bücher wie dieses. Vergesst Hemingways Macho-Afrika-Männerphantasien, lest über Vivienne de Wattevilles Rückkehr nach Afrika, ein unvergessliches Erlebnis.

    Sönke C. Weiss

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Kunst - Werk der Woche

  • Martina Ziegler vor einem ihrer Werke
Die Serie der Multiplen Portaits von Martina Ziegler setzt sich  mit der Vielschichtigkeit des Menschen auseinander
Die Kombination aus Malerei, Fotografie und Computerbearbeitung 
Martina Zieglers neue An- und Einsichten weiblicher Portraets
    Die Serie der Multiplen Portaits
    Martina Ziegler thematisiert Frauenbilder aus Kunst und Literatur

    Das Bild des Menschen spiegelt das herrschende Weltbild ebenso wie die Auseinandersetzung mit den inneren Gemütsregungen. In diesem Sinne gibt es wohl kaum ein anderes Motiv, das sich so vielschichtig durch die Jahrhunderte präsentiert. Es ist heute wie zu jeder anderen Zeit gleichermaßen aktuell und wird immer wieder neu erfunden.

    Eng damit verknüpft ist zugleich das Thema der Schönheit, die ebenfalls in unterschiedlichen Zeiten immer wieder anders und neu bewertet wurde, aber stets auch eine große Rolle spielte. In diesem thematischen Umfeld bewegt sich auch Martina Ziegler.

    Die Darstellung von Frauenbildern, auch in der Begegnung mit historischen Hintergründen aus Kunst und Literatur, sind zu ihrem zentralen Thema geworden. Mit jeder neuen Werkgruppe taucht sie tiefer in diese Arbeit ein und entwickelt sie weiter. Dabei geht sie ihren ganz eigenen Weg und schafft neue Einsichten.

    Dies schafft sie auf der soliden Basis feinster Malerei, aber auch mit dem Einsatz neuester technischer Mittel, die jedoch nie zum Selbstzweck werden. Die künstlerische wie menschliche Tiefe, die daraus entsteht, findet der Betrachter in ihren Werken wieder. Auf den ersten Blick sind alle Figuren fast makellos schön und dennoch wirken sie nicht oberflächlich.

    Dort, wo sie aufgelöst und neu zusammengesetzt wurden, ergänzt der Betrachter selbst diese Schönheit als Ganzes. Es umgibt die Figuren zuweilen etwas Gedankenverlorenes oder Mystisches, selten etwas Heiteres. Die Turbanbilder erinnern an die klassische Malerei großer Meister. Sie schafft Bilder von zeitloser Ästhetik und großer Eindringlichkeit.

    Ausgewogene, ebenmäßige Züge und harmonische Farbwirkungen bestimmen die Darstellungen. Gemeinsam ist ihnen eine starke Intensität. Die Figur nimmt Augenkontakt zum Betrachter auf, ohne etwas von sich zu verraten. So wird der Betrachter angeregt, sich selbst mit dem Sujet auseinanderzusetzen und darüberhinaus auch mittels des Bildes in sich selbst hineinzuschauen.

    Die Begegnungen sind szenischer aufgefasst. Sie mixt Zitate und Epochen, inszeniert Fiktives und Bestehendes neu. Immer sind zwei Figuren zu erkennen, wobei sich der Betrachter fragt, ob es wohl zwei Seiten eines einzigen Menschen sind. Es umgibt sie eine eigentümliche Stille, sie treten nicht miteinander in Kontakt und gehören doch unabdingbar zusammen, wie die Licht- und Schattenseiten in unserem Dasein.

    Oft blickt man wie durch einen Schleier auf die Darstellung. Mit wenigen Accessoires gelingt es, die Figuren in eine andere Zeit zu versetzen, z.B. ins 19. Jahrhundert. Die Farbigkeit und Atmosphäre transportieren eine Stimmung, die den Betrachter in diese Zeit hineinversetzt. Sie erzählen Geschichten und regen gleichermaßen wieder zur Innenschau an.

    Künstlerische Ausbildung
    Studium: Freie Kunst / Internationale Fachhochschule für Kunst und Design, Köln
    Praktikum in der Glasmalerei Henseler / Köln, (Restauration von Domfenstern)
    Studium : Visuelle Kommunikation / HSD Hochschule Düsseldorf (Grafik Design, Fotografie, Malerei)
    Abschluss (Akademischer Grad): Diplom Designer
    Art- und Creative Direction (Member of the Board) in internationalen Werbeagenturen.
    Kreative Federführung, europaweit, für internationale Unternehmen. Hauptsächlich Film- und Kreativkonzepte.
    Verschiedenste Auszeichnungen und Creative Awards für Design, Artwork und Film. (U.a. Art Directors Club Deutschland und New York Festival).
    Von 2001 – 2010 frei künstlerisch tätig. Parallel dazu Freelancer für Design-, Mode- und Architektur Unternehmen (Corporate Identity / Design und Konzeptentwicklung).
    Seit 2011 ausschließlich künstlerisch freischaffend.
    Techniken: Malerei, Mixed Media, Digital Painting, Experimental Crossover.

    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstlerinnen e.V.
    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler e.V.

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  • Arno Rink  Lot und seine Tochter
Arno Rink Judith
    Große Gesten, klar komponiert
    Arno Rink - von der Begierde besiegt, überall die Frau per se, in purer Nacktheit

    Große Gesten, klar komponiert, der Akt in Anmut und eine Farbigkeit, die vor Intensität strotzt, das schwarze Dunkel weit hinter sich lässt; hier die Versuchung, dort die Judith, immer wieder Lot und seine Töchter, der Künstler im Selbstportrait, kritisch, resigniert, von der Begierde besiegt, und überall die Frau per se, in purer Nacktheit, ganzer Schönheit

    Arno Rink, moderner Meister des Altmeisterlichen, Gallionsfigur der Neuen Leipziger Schule, ein Genius in Farbe und Form und nebenbei Zeichner von erstem Rang, füllt derzeit mit seinen neoromantisch gefärbten, geheimnisvollen, allegorischen Szenarien die Museen, und exklusiv die Augsburger GALERIE NOA. Arno Rink, Begründer der Neuen Leipziger Schule, ist in ganzer Bandbreite in der Augsburger GALERIE NOAH zu entdecken.

    Zwei Jahre nach seinem Tod, einem kurzen, zwangsbedingten Stillstand, wird Rink erneut entdeckt, vom Museum der bildende Künste Leipzig, von der Kunsthalle Rostock, vom Kunstpalast Düsseldorf – zu Recht, schreibt er die ostdeutsche Kunstgeschichte neu.

    Erstmals nach 2017 bereitet eine Galerie sein umfassendes Oeuvre retrospektiv auf: Gut 30 Ölgemälde, Zeichnungen und Mischtechniken aus den Jahren 1986 bis 2016 führen in Augsburg das Können dieses großartigen Malers vor Augen, der sich, und mit sich die DDR-Kunst, heraus gekämpft hat aus einem politisch motivierten Arbeiten hin zu einer neuen Künstlichkeit in Freiheit, das, ohne die Vergangenheit zu verleugnen.

    Arno Rink gilt als der Mittler zwischen alter und neuer Leipziger Schule, Frontmann der zweiten Generation, die den sozialistisch verhafteten Realismus der Urväter hin führt zu einer verfremdenden Gegenständlichkeit, einer neuen Figuration, die mit surrealen Elementen spielt wie mit expressiver Flächigkeit und sich meist von der Figur leiten lässt.

    1940 in Schlotheim, Thüringen geboren, studierte Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, dozierte selbst seit 1975 ebenda. Von 1987 bis 1994 war er Rektor, lange noch, bis 2005, als lehrender Professor tätig, unter anderem für Neo Rauch. In Leipzig gelebt und gearbeitet, dort 2017 auch verstorben, gilt Rink als das künstlerische Flaggschiff der Wende, der viel zu bieten hat, wenig verstreckt und so manches Geheimnis lüftet – Bravo.

    Vernissage: 7. November 2019

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  • Billy & Hells Schwarzweiße Schwester in Farbe von Anke Linz und Andreas Oettinger
Der Kontakt zu realen Menschen fuehrt zu den Fotoarbeiten von Anke Linz und Andreas Oettinger
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
    Eine ausdrucksstarke Ausstellung in Graz
    Kunst, Mode, Werbung - Ein außergewöhnliches Fotografen-Paar - Anke Linz und Andreas Oettinger in Graz

    Einfach tolle Fotos - Anke Linz (geboren 1965 in Nürnberg) und Andreas Oettinger (geboren 1963 in München) bilden seit Mitte der 1980er Jahre ein außergewöhnliches Fotografen- Paar. Wenn es zwischendurch mit den Aufträgen schlecht aussah, waren sie sich nicht zu schade, einfache Aushilfsjobs zu übernehmen.

    Vielleicht ist es gerade dieser Kontakt zu realen Menschen in realen Arbeits- und Lebenssituationen, die manche Eigenheiten ihrer Herangehensweise erklärt. Ihre Porträts sind zwar von alter Malerei inspiriert,  bieten aber verschiedene Bildsprachen. Mal blicken die Models verschämt zur Seite oder zu Boden, dann unumwunden direkt in die Kamera.

    Mal sieht man die ungeschminkte Wahrheit im Gesicht, dann ist das Make-up extrem und die Szene an Dramatik schwer zu überbieten. Nur eines vereint fast alle Porträtaufnahmen von Billy & Hells: Die  statische Stille und die tiefe Ernsthaftigkeit. Ein Lächeln oder gar ein Lachen werden Sie nur sehr selten auf  den Fotos sehen, die dennoch einen starken subtilen Sinn für Humor verraten.


    Billy & Hells spielen nämlich auf virtuose Weise mit vertrauten Images und frönen dieser Leidenschaft sowohl in den Bereichen Kunst, Mode und Werbung in unverkennbarem, konsequentem Stil. So wurden auch frühere Auftragsarbeiten für Marken wie Nil oder Baileys ein gleichwertiger Teil des Schaffens von Billy & Hells.

    Klischees wie die entschlossen dreinblickende Krankenschwester, die strenge Lehrerin, die gütige Mutter, der coole Matrose oder der lässige Cowboy werden aus ihrem Bezugsrahmen gehoben und in einen neuen Kontext gestellt.


    Weder bei den Farben, noch bei der Kleidung und der Inszenierung überlässt man etwas dem Zufall. Die Bilder der beiden, die seit dem Jahr 2000 in Berlin leben, waren unter anderem in Tokyo, London, in den Niederlanden und in Los Angeles zu sehen. 2007 erhielten sie den Taylor Wessing Portrait Prize der National Gallery of London, ein wichtiger Moment für ihren internationalen Durchbruch.


    Der Name des Duos stammt übrigens angeblich von der englischen Aussprache des Wortes „Billighotels". Falls die Legende stimmt, zeigt sie schön den Zusammenhang von Klischee, ungeschönter Realität und Witz.


    Mit dem Werk von Billy & Hells wurde eine Ausstellung als Premiere in Graz gezeigt, die einen ganz neuen Blick auf die Möglichkeiten der Porträtfotografie offenbart.


    Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden.
    Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.billyundhells.de

    Billy & Hells
    Schwarzweiße Schwester in Farbe
     

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Michaela Boland hat für die Freunde der Kuenste den Desinger Florian Wess in oeöln getroffen und so einiges erfahren.
Florian, Arnold und Oskar Wess, die Botox-Boys
Florian Wess zu Gast bei Paris Hilton.
Florian Wess, der kreative junge Kopf, der auf Basis seiner eigenen Ideen mithilfe der Familie eine perfekt inszenierte Show auf die Beine gestellt hat.
Die Show kann beginnen.
Mit einer phaenomenalen Laufsteg-Show machte der zielstrebige 33-Jährige lautstark auf die Erstkollektion seines Labels Garçon F aufmerksam.
Backstage vor der Show.
Das große Finale.  
Model Larissa Marolt mit Florian Wess.
Oeffentliche Auftritte meistert Florian Wess mitlerweile mit links.
    MICHAELA BOLAND TRIFFT JUNG-DESIGNER FLORIAN WESS
    Florian Wess will Harald Glööcker, Alfredo Pauly und Sebastian Böhm in Rente schicken

    Vor fünf Jahren haben wir ein ausführliches Gespräch mit Florian Wess geführt. Dass der "Botox-Freund" keine Angst vor dem Trash-TV hat, das hatte er uns schon 2014 erzählt. Dass der Sohn und Neffe der "Botox-Boys" nach seinem Auftritt 2011 in der Realityshow "Big Brother" nun auch im "Dschungelcamp" gelandet ist, dürfte keine Überraschung sein.

    Vielleicht müssen sich Glööckler, Pauly und Co schon bald warm anziehen, denn sein Plan ist, die Riege der älteren Herren demnächst abzulösen. Von diesem Mann werden wir in Zukunft mit Sicherheit noch jede Menge hören und sehen: Florian Wess.

    Der Jung-Designer brennt seit jeher für seine Leidenschaften und lebt für seinen Traum. Jetzt ist der schöne Kölner unter die Modeschöpfer gegangen und seine junge Fashion schlägt ein. Mit einer phänomenalen Laufsteg-Show machte der zielstrebige 33-Jährige lautstark auf die Erstkollektion seines Labels Garçon F aufmerksam.

    Mode medienwirksam präsentiert

    Bunt, extrovertiert, fröhlich, trendy und convenient kommt Wess` Mode daher. Medienwirksam präsentierte der versierte Geschäftsmann sein Event so denn auch in den Kölner Balloni-Hallen vor den Augen zahlreicher Prominenter. Der Einsatz hat sich gelohnt: Schon jetzt steigt der Absatz der Wess`schen Originals, die man online erwerben kann, in ungeahnte Höhen. Mehrere Modelle sind bereits vergriffen.

    Botox-Behandlungen sind wie ein Gang zum Zahnarzt

    Was den charmanten Beau mit perfekten Umgangsformen antreibt, warum er nie einen Hehl aus seinem Hang, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen, gemacht hat, wie er sich sozial engagiert und warum sich Botox-Behandlungen für ihn wie ein Gang zum Zahnarzt anfühlen, wollte ich beim Besuch im Kölner Familienbüro herausfinden.

    Die Mittelstraße in der Domstadt am Rhein zählt zu den feinen Geschäftsadressen. Hier finden sich Edel-Boutiquen, Läden mit erlesener, exquisiter und in der Regel teurer Ware, hier flanieren häufig gut betuchte Kunden, hier reiht sich Schaufenster mit schillernder Auslage dahinter ans nächste. Auch AW-Promotion, die Firma seines Vaters, Arnold, ist hier ansässig. Florian Wess kann die Räumlichkeiten für sein noch junges Label, Garcon F, zunächst mal mitnutzen.

    Florian Wess hat keine Angst vor dem Trash-TV

    Der höfliche und zuvorkommende  Neu-Designer hat mich hierher eingeladen. Ich muss gestehen, dass ich sehr gespannt bin auf den jungen Mann, den ich bisher in erster Linie in Zusammenhang mit den sogenannten Botox-Boys, der eigenen Doku-Serie rund um seine Hochzeit, Ein- und Auszügen aus dem BB-Haus und diversen anderen Blitzauftritten auf dem Bildschirm wahrgenommen habe.

    Gemeinhin bezeichnet man diese Art des Fernsehens als Trash-TV, aber ein Geheimnis aus dem Bedürfnis, in den Medien zu sein, hatte Florian Wess zu keinem Zeitpunkt gemacht. Wir Menschen neigen dazu, in Schubladen zu denken und werden immer wieder eines Besseren belehrt.

    Wer ist er also, der kreative junge Kopf, der auf Basis seiner eigenen Ideen mithilfe der Familie eine perfekt inszenierte Show auf die Beine gestellt hat, der nun arbeitsbeflissen in Mode macht und trotz allem Glamour dennoch bodenständig und demütig wirkt.

    Michaela Boland: Hört man dich sprechen, gewinnt man nicht zwangsläufig den Eindruck, dass du waschechter Kölner bist. Wo kommst du ursprünglich her?

    In Köln eingebürgert

    Florian Wess: Mein Vater, mein Onkel und ich kommen gebürtig aus Fulda. In den 1980er Jahren sind wir hierher gezogen, da mein Vater sich damals im Bereich EDV selbständig gemacht hat und die Möglichkeiten auf dem Markt hier in NRW, im Vergleich zu unserer alten Heimat, natürlich super waren. Seitdem sind wir hier quasi eingebürgert. Abgesehen von meinem Onkel, dem Zwillingsbruder meines Vaters, und deren Schwester. Sie leben nach wie vor in Hessen.

    Michaela Boland: Welche Schulen hast Du besucht?

    Florian Wess: Nach der Grundschule habe ich, ganz normal, eine weiterführende Schule besucht. Dann habe ich neun Monate lang die Bundeswehr durchlaufen. Das war noch Wehrdienst in Rennerod im Westerwald beim Sanitätsregiment. Dort habe ich Teamgeist und Zusammenhalt gelernt, was mir auch jetzt noch etwas bringt. Viele sagen ja, „Bundeswehr ist nichts “, aber für mich war es o.k., wobei ich heute jedoch eigentlich sagen würde, dass Bundeswehr unnötig ist.

    Michaela Boland: Wie ist dein Weg danach weiter verlaufen?

    Florian Wess: Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert. Mein Vater hat zu diesem Zeitpunkt bereits seine Firma gehabt. Die Ausbildung wollte ich allerdings nicht bei ihm machen, da dies für mich zu soft gewesen wäre. Meine Eltern und ich haben Wert darauf gelegt, dass ich meine Ausbildung extern absolviere. Also habe ich in einem Kölner Betrieb für Werbemittel gelernt. Dort wurden beispielsweise Schlüsselbänder und ähnliches hergestellt. Mir war das wichtig, damit ich einen  bodenständigen Beruf habe.

    Michaela Boland: Hat die Ausbildung komplette drei Jahre gedauert?

    Florian Wess: Ja, ich habe drei Jahre durchgezogen, habe in manchen Bereichen ganz viele Probleme gehabt, Nachhilfe bekommen, dann in der Abschlussprüfung alles bestanden. Das war mir wichtig, denn man weiß ja nie, wie das in den Medien so ist und auch ein Designerleben kann schnell vorbei sein.

    Michaela Boland: War dein Blick zu diesem Zeitpunkt denn schon zielgerichtet auf ein Dasein in der Öffentlichkeit fixiert?

    Florian Wess: Den Blick auf die Medien hatte ich schon immer. Ich habe schon im Jahre 1995 mein erstes Moderatoren-Casting beim Kindersender Nickelodeon gehabt. Zu diesem Zeitpunkt hat mein Großvater noch gelebt und mich  dorthin begleitet. Da stand ich dann mit 15 Jahren ganz nervös am Tisch. Damals hat es leider nicht funktioniert, was ja auch logisch war, denn sie konnten ja keinen 15-Jährigen einstellen.

    Sie haben mich eben geholt, um mir einen Traum zu erfüllen, damit ich mal moderieren konnte. Doch nichts desto trotz hatte ich schon zum damaligen Zeitpunkt mein Bewerbungsvideo komplett selbst hergestellt. Den Hintergrund ausstaffiert mit allem Drum und Dran. Das war wohl witzig. Insofern kann ich sagen, dass ich schon immer in die Medien wollte.

    Michaela Boland: Hast du später, nach Beendigung deiner Ausbildung, denn sogleich den ersehnten Weg in die Medien gefunden?

    Florian Wess: Nach meiner Ausbildung bin ich zu meinem Vater in den Betrieb gegangen und habe in dessen Eventbereich gearbeitet. Wir erhielten den Zuschlag für die Jummimüüs-Gala, (auf Hochdeutsch: Gummimaus) ein großes Charity-Event. Dort konnte ich dann Erfahrung mit Prominenten sammeln, Connections machen und mich gleichfalls ein wenig weiterentwickeln. So ging es dann immer weiter. 2009 bin ich dann durch die Schönheits- OP-Berichte zum ersten Mal so richtig in die Medien gekommen.

    Michaela Boland: Zuvor warst du allerdings schon im Jahre 2005 in einem Video-Projekt zu sehen.

    Florian Wess: Richtig, das war ein soziales Projekt für JuPo (JungPositiv). Das ist eine junge Gruppe, die sich aus Schwulen, Lesben, Heteros und HIV-infizierten Menschen zusammensetzt und die führen ein gemeinschaftliches soziales Projekt durch. Dafür habe ich mich einige Jahre engagiert und dabei sind verschiedene Clips entstanden.

    2005 haben wir in Österreich für ein Projekt auch den Medienpreis der Deutschen Aidsstiftung bekommen. Es war wirklich eine super Sache. Auch Günther Jauch hat einen solchen Preis verliehen bekommen. (Anm.d. Red: Stern-TV –Beitrag: „Kinderwunsch trotz HIV – Die Geschichte der Heidemarie Kremer“)

    Michaela Boland: Engagierst du dich derzeit noch in diesem Projekt?

    Florian Wess: Nein, da man nur bis zum Alter von 27 Jahren mitmacht, weil dann junge Leute nachrücken sollten. Aber das ist o.k., ich habe es schließlich vier oder fünf Mal gemacht.

    Michaela Boland: War die Arbeit in diesen Filmprojekten für dich eine Art Bestätigung, nun genau zu wissen,  beruflich etwas in der Öffentlichkeit machen zu wollen?

    Florian Wess: Es war etwas, wobei ich einige Sachen gelernt habe. Es hat mich auch angespornt, weiterzumachen, weil es mir gefallen hat. Nur kann man so etwas mit den Medien nicht vergleichen. Aber ich habe mir schon gesagt, „das ist mein Ding, das möchte ich“.

    Michaela Boland: Du betreibst auch einen Blog im Netz. An welche Adressaten richtet er sich?

    Florian Wess: Ja. Da geht es um Dinge, bei denen ich es noch nicht vermocht habe, sie medial umzusetzen, zum Beispiel um Stories, wo ich Obdachlose treffe, Bekannte, die auf der Straße leben, soziale Projekte oder auch, was ich so privat mache oder wie ich schon mal Wünsche erfülle. Manchmal beschreibe ich dort auch Leute, die mir wichtig sind oder es wird über Fan-Treffen berichtet.

    Michaela Boland: Bist du ein Mensch, der politisch interessiert ist?

    Florian Wess: Ja, ich bin früher politisch sehr aktiv gewesen. So war ich beispielsweise bei Stuttgart 21 und habe dort demonstriert. Auch in Duisburg Marxloh habe ich gegen rechts demonstriert. Dort bin ich sogar in Gewahrsam genommen worden, weil wir die Nazis blockiert hatten. Da gab es drei Busse für  Minderjährige,  Leute mittleren und höheren Alters.

    Dorthin hat man uns gesteckt bis die Demo vorüber war. Also, ich bin durchaus politisch aktiv, allerdings nicht Partei-zugehörig. Ich habe  jedoch durchaus meine Meinung und die ist sehr europäisch, freundlich und recht offen ausgerichtet.

    Michaela Boland: Hast Du noch Geschwister?

    Florian Wess: Ich habe noch einen jüngeren Bruder, Marius. Er ist aber überhaupt nicht so medienaffin, sondern eher zurückhaltend konservativ in manchen Dingen.

    Michaela Boland: Liest man drei Jahre alte Medienberichte über Dich, findet man als Altersangabe immer wieder 26.  In der aktuellen Berichterstattung bist du demgegenüber plötzlich 33. Rechenfehler oder machst du grundsätzlich ein Geheimnis um dein Alter?

    Florian Wess: Natürlich lege ich sehr viel Wert darauf, immer jung auszusehen, aber ich mache kein Geheimnis um mein Alter. Ich bin 33 Jahre alt. Das Medienalter ist einfach dadurch entstanden, dass die Leute nie nachgefragt und immer einfach etwas erfunden haben. Da habe ich mir eben gesagt, „von mir aus, wenn die das machen möchten, dann habe ich kein Problem damit“. Doch wenn mich jemand fragt, gehe ich schon offen damit um.

    Michaela Boland: Welche Vorbilder hattest Du als Kind?

    Florian Wess: Sowohl als Kleinkind als auch als Jugendlicher bin ich immer schon ein Fan von amerikanischen Soaps, Sitcoms und Kinofilmen gewesen. Die habe ich auch gesammelt, z.B. Roseanne, Clueless oder die Rich Girls. Ich habe mich da schon gefragt, „wie kommt das“ und wollte ständig wissen, „woher haben die das und das“.

    Mir war da schon klar, dass ich irgendetwas mit Mode zu tun haben wollte. Irgendwie hat mich der ganze amerikanische Lifestyle fasziniert. Die großen Supermärkte, die riesige Auswahl von Softgetränken, die vielen Stars.

    Michaela Boland: Hast du dich schon als Kind häufig in den Staaten aufgehalten?

    Florian Wess: Nein, aber wir sind immer viel gereist. Wir hatten viele internationale Freunde und Bekannte, da mein Vater durch sein EDV-Business auch immer viele Leute kennengelernt hat.

    Michaela Boland: Ist dir das Weltenbummler-Dasein somit ein Stück weit in die Wiege gelegt worden?

    Florian Wess: Richtig.

    Michaela Boland: Auf deiner Garçon F- Seite beschreibst du dich als einen extrovertierten Mann, der Fashiontrends aufspürt und einen Zugang zur breiten Öffentlichkeit ermöglichen will. Betrachtest du dich im Modebereich als eine Art Mittler?

    Florian Wess: Ich bin jemand, der sich nicht festlegt. Die Sachen, die mir gefallen, die suche ich mir zusammen und die ziehe ich an, die trage ich, die vermittle ich. Genauso lebe ich auch. Natürlich habe ich Prinzipien, denen ich in meinem Leben, wie einem roten Faden, immer treu bleibe. Die gehören zu mir. Aber rundherum wechsle ich wie meine Klamotten auch meinen Lifestyle.

    Das, was aktuell ist, was Trend ist und wichtig ist und was von anderen Persönlichkeiten zeitnah umgesetzt wird, das fasse ich auf und setze es um. Genau das möchte ich mit Garçon F beispielsweise auch der Hilde aus Baden Baden vermitteln können.

    Motto:  Hör zu, wenn du etwas möchtest, dann klick dich doch auf meine Seite, da findest du, was up to date ist, musst nicht lange suchen und kannst schauen, ob es zu dir passt. Das kann eine Gedankenstütze sein, das kann eine Hilfe oder Anregung sein, vielleicht auch einfach nur eine Bestätigung für andere Leute.

    Michaela Boland: Wer soll in erster Linie von deiner Mode profitieren? An welche Klientel richtet sich das Angebot?

    Florian Wess: Das sieht man ja bereits an den Größen, die von XS bis XXL reichen.

    Michaela Boland: Wobei anzumerken ist, dass deine Models während der Show allesamt extrem schlank waren. Dagegen konnte man sich mit einer Konfektionsgröße 34 durchaus schon etwas korpulent fühlen.

    Florian Wess: Ja, die Models sind natürlich so ausgewählt, damit das alles knackig herüberkommt. Mir haben allerdings schon viele Mädels geschrieben, „danke Florian, dass du auch XXL Größen anbietest“, jetzt von dieser Kollektion abgesehen, denn das ist eben eine Möglichkeit zu zeigen, dass man alles anziehen kann.

    Michaela Boland: Du bietest ausgefallene Shirts, Sweaters oder auch Leggings an. Preislich geht es ja da schon bei sehr moderaten 25,00 Euro los. Soll deine Mode eigentlich eher erschwinglich oder exklusiv sein?

    Florian Wess: Ich werde die Preise noch mal anpassen, allerdings habe ich sie so angesetzt, um die Zielgruppe zu erreichen, die ich erreichen möchte. Ich mache logischerweise keine High-Class-Fashion. So eine Damen-Herren-Kollektion von A bis Z zu machen, wie es beispielsweise ein Cavalli kann, das möchte ich gar nicht.

    Es soll trendbewusst sein und die Preise sind so angesiedelt, dass es sich jeder kaufen kann. Das Preissegment wird schon in etwa so bleiben. Auch wenn Parfums und Kosmetik kommen, denn es ist bewusst auf die Masse abgezielt. Insoweit wird es eher ein bisschen günstiger werden.

    Michaela Boland: Kann man denn dann noch von exklusiver Mode sprechen?

    Florian Wess: Doch das kann man.

    Michaela Boland: Inwieweit?

    Florian Wess: Insoweit als diese Sachen von mir stammen. Die Ideen hierzu kommen ja aus meinem Kopf. Insbesondere die Motive. Es sind meine exklusiven Gedanken, also mein geistiges Eigentum und das ist nun mal exklusiv.

    Michaela Boland: Wie kommt deine Mode an?

    Florian Wess: Das Shirt auf dem Prinzessin Di abgebildet ist, hat gerade in der Schweiz viel Kritik hervorgerufen.

    Michaela Boland: Aus welchem Grund?

    Florian Wess: Weil darauf die Worte stehen, „I love Paris“. Sie ist ja seinerzeit in Paris gestorben. Deshalb hat man mich in der Schweiz geradezu zerrissen. Dort schrieb man dann: „Florian Wess macht Mode für die Mülltonne“. Aber das ist ja o.k., das wollte ich ja damit erreichen.

    Michaela Boland: Du schreibst, dass Du Trends aufspürst. Ist das, was du umsetzt insoweit ganz und gar originär oder siehst du irgendwo etwas und versiehst es anschließend noch zusätzlich mit deinen eigenen Ideen?

    Florian Wess: Das ist richtig, ich setze das um, aber sowohl als auch habe ich auch meine eigenen Sachen dabei.

    Michaela Boland: Welches Stück kann man da beispielsweise benennen?

    Florian Wess: Gerade das Shirt mit Lady Di darauf. Der Spruch dazu, um Kontroversen zu schaffen. Oder einfach einen richtig krassen Mundschutz zu machen, vergoldet mit Nieten darauf. Das sind richtig heftige Sachen.

    Michaela Boland: Wann war der Entschluss, nun in Mode zu machen, bei dir richtig ausgereift?

    Florian Wess: Mode wollte ich schon immer machen, aber ich habe nie gedacht, dass ich mal so eine geile Show machen würde, dass ich ein eigenes Label haben würde, dass es bei mir weitergeht und dass dieses Label so viel Potential haben würde wie Garçon F. 2011 haben Valencia und ich uns getrennt, 2012 haben wir uns scheiden lassen. Da war ich ein nahezu am Boden zerstört, weil alles so negativ ausgelegt wurde. Da war die Rede von Fake-Hochzeit und so weiter.

    Zu dem Zeitpunkt habe ich mit meinem Vater gesprochen und gesagt, dass ich etwas Neues brauche, um mich abzulenken. Gegen Ende 2011 bzw. Anfang 2012 habe ich dann gesagt, „Jetzt machen wir es“. Und dann habe ich damit angefangen, die ersten Shirts zu machen.  Wie beispielsweise das von Paris Hilton. Das waren meine ersten Entwürfe, auch meine eigenen Designs.

    Anschließend sind wir nach L.A. zu Paris Hilton und zu LaToya Jackson geflogen, um das ein bisschen zu hypen. Aber da habe ich gemerkt, dass das, was ich damals gemacht habe, ein bisschen  zu langweilig ist, zu 0815-mäßig. Danach habe ich mich noch einmal in Ruhe hingesetzt und überlegt, was man machen kann und habe mich wirklich darauf konzentriert. Und so ist Garçon F innerhalb von zwei Jahren entstanden und diese Shirt-Kollektion. Es hat also schon zwei Jahre gedauert.

    Michaela Boland: Ist es ein großes Wagnis, so etwas aufzuziehen, wenn man eigentlich nicht aus der Branche kommt, wenn man also nicht, wie andere, zunächst mal eine Schneiderlehre absolviert oder ein Modedesign-Studium abgeschlossen hat? Oder kannst du das ganz entspannt angehen, weil der finanzielle Background da ist?

    Florian Wess: Alles, was man in den Medien macht, ist immer ein Wagnis, weil es immer Menschen gibt, die einen kritisieren oder die einen unterstützen. Da gibt es kein Mittalding. Das ist bei mir genauso und war auch schon vorher so. Ich habe schnell gelernt, dass man darauf nicht so viel geben muss. Mich stört es nur, wenn meine Familie angegriffen wird oder ganz oberflächliche Beleidigungen kommen.

    Ich habe zuvor mit InStyle-Chefredakteurin Annette Weber gesprochen, die ich in Mailand kennengelernt habe und sie hat zu mir gesagt, „Florian, hör zu, wenn du heutzutage ein Label herausbringst, ein Design machst, dann kannst du das ohnehin nicht mehr allein. Dann brauchst du ein Kreativ-Team.“ Das habe ich auch. Die unterstützen mich in puncto Stoffe, Einkauf, Vermarktung und so weiter. Mit denen arbeite ich zusammen. Heutzutage ist man in puncto Design auf ein Team angewiesen. Daher weiß ich auch, ich bin nicht allein gelassen und das ist gut.

    Michaela Boland: Sind sie hier bei dir mit im Haus oder frei?

    Florian Wess: Das sind Freunde und Bekannte von mir, mit denen ich zusammenarbeite. Mit denen berät man sich und entwickelt sich weiter.

    Michaela Boland: Wie sieht deine künftige Planung im Hinblick auf kommende Kollektionen aus, nachdem deine jetzige ja zunächst auf Sweaters, Shirts, Leggings und Handy-Cases begrenzt ist?

    Florian Wess: Es wird auf jeden Fall immer wieder Shirt-Kollektionen geben, die jedes Mal abgewandelt sind, aber im selben Stil. Wobei es in nächster Zeit ein bisschen mehr ins Schwarz gehen wird. Das hatte ich ja dieses Mal bewusst herausgelassen.

    Es wird auch Parfum geben, was ich mit Helmut Berger kreieren werde. Ich möchte auf jeden Fall, dass die Leute auch sehen, dass es mehr geben kann von mir. Es wird dann Hosen geben und richtige Sachen, die auch geschneidert sind. Aber das dauert eben noch ein bisschen. Der nächste Step wird im kommenden Jahr noch einmal Shirts sein und danach wird es dann richtig weitergehen, da ich mich auch weiterentwickeln muss.

    Michaela Boland: Wie darf ich mir derzeit einen typischen Arbeitstag von dir vorstellen?

    Florian Wess: Mein Wecker klingelt jeden Morgen zwischen fünf und fünf Uhr dreißig. Meinen Vater, der zwar nebenan im Büro sitzt, aber so ein Workaholic ist, dass er nur morgens im Fitness-Studio mit mir sprechen kann, sehe ich also um zehn vor sieben zum Fitnessprogramm im Holmes Place. Dort trainieren wir, tauschen uns aus, reden und informieren uns über das Wichtigste.

    Dann gehe ich ins Büro, checke meine Mails und Facebook, mein Social Media, checke anschließend ab, wie die Bestellungen sind und kümmere mich dann um Drehs, die wir haben, z.B. Fashion-Shows oder, wo wir als V.I.P.-Gäste eingeladen sind. Auch habe ich Geruchsproben für das Parfum, das wir zusammengestellt haben. Zwischendurch mache ich hier Interview-Anfragen und andere Sachen. Ich vereinbare Fototermine, muss Autogrammkarten schreiben. Abends gehe ich wieder mit meinem Vater essen, so ab 18.00 Uhr und das war es dann.

    Michaela Boland: Unternimmst du auch mal etwas mit deiner Mutter?

    Florian Wess: Meine Mutter besuche ich meistens am Wochenende, also schon regelmäßig. Meine Großmutter auch.

    Michaela Boland: Heißt das, dass deine Eltern getrennt sind?

    Florian Wess: Meine Eltern sind schon seit 20 Jahren getrennt. Mein Vater und meine Mutter sind schon neu verheiratet, das ist aber alles super. Also, mein Leben ist schon sehr bunt gemischt. Ich bin oft in Wien, ebenfalls in Salzburg, auch wegen Helmut Berger. Ich bin auch oft in Berlin unterwegs.

    Michaela Boland: Zum Thema Berger hast du dich öffentlich bisher noch gar nicht so richtig geäußert.

    Florian Wess: Der Zeitpunkt, dass ich darüber richtig viel erzählen möchte, kommt noch.

    Michaela Boland: Verstanden. Hast du eigentlich vor, im Bereich des Schneiderns alles einmal so richtig von der Pike auf zu erlernen oder kannst du gar eine Nähmaschine bedienen?

    Florian Wess: Eine Nähmaschine kann ich bedienen, meine Oma hat ja auch welche. Ich habe durchaus schon andere Sachen gemacht, z.B. verfeinert und enger genäht. Das ist kein Problem, das funktioniert. Und Stoffkunde ist auch in Ordnung. Ich weiß, welche Stoffe es gibt und die Arten von Stichen beim Nähen stellen ebenfalls kein Problem für mich dar.

    Aber selbst die Musterteile für die Modenschau wurden extern für mich produziert. Ich lege Wert darauf, dass in Europa hergestellt wird. Das wird auch so gemacht, nämlich in Polen. Also es sieht so aus, dass ich mich mit meinen Produkten auskenne und das ist für mich wichtig. Allerdings will ich nicht sagen, dass ich nicht dazu bereit bin, Neues dazuzulernen, denn ich lerne immer gerne dazu.

    Ich bin auch offen für Kritik, wenn es wirkliche Kritik ist. Sagt jemand zu mir, „Florian, deine Mode ist Scheiße, mach doch mal etwas anderes“, dann ist das allerdings keine Kritik für mich. Kritik muss in meinen Augen so gestaltet sein, dass ich etwas umsetzen und mich weiterentwickeln kann.

    Michaela Boland: Ist dein Label schon in der Modefachwelt besprochen worden?

    Florian Wess: Nein.

    Michaela Boland: Gab es denn irgendwelches Feedback von Modedesigner-Kollegen?

    Florian Wess: Nein. Das Feedback sah so aus, dass wir auf der Modenschau ja ein paar Modedesigner da hatten, es waren ein paar Einkäufer vor Ort. Die haben sich nicht negativ geäußert, zumindest wurde mir nichts zugetragen und online habe ich auch nichts gefunden. Natürlich hatten das Label und wir einen riesengroßen Pressehype nach der Modenschau. Im Bereich Online-Media, Social Media, TV und Print. Ich denke, die Leute sehen das und werden es realisieren. Aber warum sollten sie Kritik äußern, sie wissen ja selbst wie es ist.

    Michaela Boland: Wie sieht es mit Modefachjournalen aus?

    Florian Wess: Das ist gar nicht das, wo ich hin möchte. Ich sehe  mich nicht als Roberto Cavalli oder als Michalsky. Das bin ich nämlich nicht. Ich mache etwas ganz anderes. Ich sehe mich zwar als Designer, aber eben nicht als High-Class-Designer. Und ich möchte deshalb nicht dorthin, da ich dann die ganzen Leute, die mich groß gemacht haben, fallen lassen würde.

    Michaela Boland: Woher beziehst du die konkreten Inspirationen für deine Motive?

    Florian Wess: Bei meinem XOXO-Motiv war es so, dass das eine Einstellung in meinem Leben war. Ich habe Paris Hilton getroffen und ich will nicht direkt sagen, dass sie ein Vorbild ist, aber sie hat gute Geschäftsideen. Dieses XOXO hat sie immer gepostet. Es bedeutet Hugs & Kisses und das habe ich so aufgenommen.

    Auf meinem ersten Shirt war sie ja mit diesem kleinen Hund abgebildet. Das hat mir dann  nicht mehr so gefallen, und das habe ich dann abgewandelt zu dem neuen XOXO. Ansonsten haben wir eine Abbildung von Yves Saint Laurent dabei, Helmut Berger, Romy Schneider, Gianni Versace oder Christian Dior. Das sind alles Ikonen und das hat mich inspiriert.

    Michaela Boland: Das sind weitestgehend ausgesprochen schöne Menschen gewesen. Ist Ästhetik für dich ein zentraler Punkt?

    Florian Wess: Ästhetisch sein, gepflegt sein, gut riechen, gut aussehen, das ist mir schon wichtig. Wenn andere Menschen anders damit umgehen, dann akzeptiere ich das. Ich würde niemals zu jemandem sagen, „ du riechst irgendwie nach Schweiß, geh mal duschen“, so etwas sage ich nicht, sondern ich ignoriere das.

    Michaela Boland: So etwas ist ja manchmal schwer zu ignorieren.

    Florian Wess: Richtig, aber  ich bin so ein Typ, der auch niemanden diskriminieren würde. Ich würde also nicht sagen, „der ist korpulent und die da trägt ein Kopftuch, was soll das“, das bleibt jedem selbst überlassen. Ich würde das ja auch nicht wollen. Bei uns war es so: Mein Vater und Onkel sind ja Zwillinge und die haben immer sehr viel Wert auf ihr Äußeres gelegt.

    Mein Bruder, meine Mutter und meine Tante genauso. Das ging früher schon damit los, Deo und Gesichtswasser zu benutzen, sowie zur Kosmetik und in die Sauna zu gehen. Nach dem Duschen eben immer neue Klamotten anzuziehen. Das ging bei uns schon los als wir klein waren. Und auf diese Weise hat sich das gewissermaßen manifestiert.

    Michaela Boland:  Kommen wir noch einmal zu deiner Kollektion. Unter deinen Stücken ist mir ein Motiv aufgefallen, auf dem dein Konterfei sehr deutlich abgebildet ist. Du trägst darauf eine Cap mit der Aufschrift „High“. Darüber hinaus gibt es dich gleich in doppelter Ausführung mit jeweils verschränkten Armen einander gegenüberstehend. Was hat es damit auf sich?

    Florian Wess: Das Motiv, bei dem ich mir selbst gegenüberstehe, soll bedeuten, dass es immer zwei Persönlichkeiten gibt. Man sieht sich im Leben immer wieder. Für mich ist das deshalb wichtig, weil ich schon Zeiten gehabt habe, in denen ich mich nicht getraut habe, in den Spiegel zu blicken. Womöglich hört sich das ein bisschen verrückt an, aber es ist so. Deswegen habe ich mich auch bewusst ohne Tätowierungen dort abgebildet.

    Michaela Boland: Warum genau?

    Florian Wess: Vielleicht möchte ich mich einfach auch mal wieder ohne Tattoos sehen.

    Michaela Boland: Wie lange trägst du sie bereits auf deiner Haut?

    Florian Wess: Ich glaube, das erste habe ich vor zehn Jahren stechen lassen. Und dann ging es immer so weiter.

    Michaela Boland: War das in deinem Elternhaus zunächst ein Problem?

    Florian Wess: Mein Vater und meine Mutter sagen immer, „in dem Beruf ist das kein Problem“. Heute gebe ich aber jedem Angestellten oder jedem Azubi den Rat, wenn er sich ein Tattoo machen lassen möchte: „Mach es und wenn dein Chef dann zu dir sagt, du kannst wegen der Tätowierung hier nicht mehr arbeiten, dann mache dich selbständig!“ Wenn nämlich ein Chef die Arbeitsleistung vom Tattoo abhängig macht, ist das sowieso kein richtiger Chef.

    Michaela Boland: Wieviel Zeit hat eigentlich die reine Herstellung der Kollektionsstücke in Anspruch genommen?

    Florian Wess: Mit den ganzen Malaktionen mindestens ein Jahr. Das sind alles Ölgemälde, die eigens angefertigt und später digital eingefügt wurden. Dann habe ich mich mit verschiedenen Firmen auseinandergesetzt, die überhaut dieses ganz neue Druckverfahren zur Anfertigung dieses Stils anbieten. Dabei handelt es sich um einen Laservolldruck, wobei ganz wichtig ist, das jener Druck auch nicht ganz durchgeht. Alles wird komplett vernäht. Das ist alles ganz fein, gibt’s auch nur recht selten und ist ebenfalls exklusiv.

    Michaela Boland: Das klingt recht aufwendig. Umso erstaunlicher, dass du den Preis für die Ware verhältnismäßig gering halten kannst.

    Florian Wess: Es ist sehr aufwendig. Ich sage ja, man macht es bei der Masse gut. Ich habe wirklich einen guten Absatz.

    Michaela Boland: Die Farbdrucke auf den Shirts sind auch alle waschresistent?

    Florian Wess: Wie auch andere Designer es handhaben: Man sollte solche Sachen grundsätzlich immer im Handwaschgang waschen und nicht in den Trockner stecken. Das ist ja logisch. Das ist alles robust und beständig.

    Michaela Boland: Wie viele Mitarbeiter beschäftigst du bereits?

    Florian Wess: Ich habe insgesamt fünf.

    Michaela Boland: Könnten es womöglich mehr werden, sobald du deine Kollektion erweiterst?

    Florian Wess: Das tut sich nichts, da es spezielle Firmen gibt, die meine Sachen für mich entwickeln. Und in der heutigen Zeit von E-Mails sind Sekretärinnen zum größten Teil überflüssig.

    Michaela Boland: Für deine ausgefeilte Bühnenshow hat es einer akribischen Vorbereitung bedurft, wie man merken konnte. Wie lange hast du im Vorfeld daran gearbeitet?

    Florian Wess: Wie die Show abläuft, was wir wollten und was ich wollte, das hatte ich alles schon im Kopf, das wusste ich genau. Schwierig ist nur gewesen, die passende Eventhalle zu finden. Um die Balloni-Hallen haben wir wirklich gekämpft, denn sie hatten hohe Auflagen. Es war schwierig, diese umzusetzen. Das ganze Event haben wir innerhalb von zehn Wochen gestemmt.

    Michaela Boland: Du konntest recht bekannte Models für deine Show gewinnen, beispielsweise Larissa Marolt und Mickey-Rourke-Freundin, Anastassija Makarenko. Heißt das, dass man die Models auch verhältnismäßig kurzfristig buchen kann?

    Florian Wess: Von Larissa wusste ich, dass sie da sein würde, denn wir haben sie schon vorher angefragt. Da haben wir das Datum durchgegeben. Ich will nicht sagen, dass wir uns nach ihr gerichtet hätten, aber ich wusste, wann sie Zeit hat und das hat dann auch bei uns gut geklappt. Wichtig war natürlich auch, dass die Kleidungsstücke rechtzeitig da sein würden. Das hat ja auch alles funktioniert.

    Michaela Boland: Wen siehst du in der Modewelt als Konkurrenz bzw. als Mitbewerber?

    Florian Wess: Die großen Designer, die weltweit bekannt sind, sind für mich keine Konkurrenten, weil ich das ja nicht bin. Ob ich dahin komme, weiß ich natürlich nicht, wäre aber sicherlich schön. Meine Konkurrenz sind ganz klar Harald Glööckler, Sebastian Böhm und Alfredo Pauly. Alle QVC-und HSE- Gesichter. Ich denke schon, dass ich bereit bin, in zwei Jahren da einige abzulösen.

    Meine Fans, meine Zielgruppe liegt vom Alter her zwischen 14 und 25 und sie sind wirklich darauf bedacht, vor allem etwas von mir zu bekommen. Die wollen keine Handtasche oder irgendeine Jeans, die irgendwo jemand genäht hat und der dann seinen Namen darauf gesetzt hat.

    Meine Zielgruppe will etwas von mir und deshalb werde ich immer meiner Linie treu bleiben. Würde ich jetzt so werden wie Michalsky, wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass das vielleicht einmal kommen wird, doch wenn es käme, wäre ich unglaubwürdig. Aber unglaubwürdig möchte ich eben nicht erscheinen.

    Michaela Boland: Jetzt wirst du natürlich, ebenso wie deine Fans, irgendwann auch älter. Ist denn insoweit völlig undenkbar, dass dein Angebot um entsprechende Produkte erweitert wird?

    Florian Wess: Erweitern schon, doch ich kann mir nicht vorstellen, extremen Luxus zu verkaufen. Im Moment kann ich mich damit noch nicht anfreunden.

    Michaela Boland: Gibt es unter allen Produkten eines, das besonders begehrt ist?

    Florian Wess: Das Fuck You – T-Shirt läuft am besten (lacht).

    Michaela Boland: Gibt es im Hinblick auf Produkte etwas, dass du kategorisch ausschließen würdest?

    Florian Wess: Ich würde niemals Schuhe machen können. Ich werde lieber auf die extravaganten Sachen gehen. Viele Accessoires, vielleicht verrückte Mützen. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es wird Sachen geben, die für Furore sorgen werden.

    Michaela Boland: Welche Kunst interessiert dich?

    Florian Wess: Ich liebe neuzeitliche Kunst, ich liebe auch bewegte Kunst in Form von Videos und Bildern. Es gibt ein Video einer Bekannten von mir, das mir besonders gut gefällt. Darin sieht man eine Frau, die ein Tuch hat. Dieses Tuch stellt die Haare dar. Jene Frau versucht immer wieder, die Haare aus dem Gesicht zu bekommen, kriegt sie aber einfach nicht weg. Das Video kann man unendlich lang laufen lassen und so etwas finde ich sehr interessant.

    Michaela Boland: Was liest du gerne?

    Florian Wess: Bücher von Vera Birkenbihl, außerdem ganz viele soziale Sachen oder Bücher über vegane Ernährung. Krimis und Romane lese ich nicht.

    Michaela Boland: Wie sieht es bei dir mit dem Glauben aus?

    Florian Wess: Ich bin sehr gläubig. Ich habe mein Losungsbuch immer dabei. Da steht für jeden Tag eine Losung drin. Diese Bücher habe ich seit 2008. Sie sind immer recht hochwertig und neu und ich nehme sie überall hin mit, wenn ich beispielsweise auf Reisen bin. Deshalb sind sie am Ende des Jahres immer ziemlich verschlissen und da bin ich stolz drauf. Ich wurde katholisch erzogen und habe auch Rituale, also Bet-Rhythmen.

    Michaela Boland: Leider selten geworden.

    Florian Wess: Meine Großmutter hat immer mit uns gebetet als wir klein waren. Vor vielen Jahren habe ich dann mal eine recht schwierige Zeit gehabt, in der es mir nicht gut gegangen ist. Irgendwann war ich verzweifelt in meiner Wohnung und hatte plötzlich den Gedanken, einmal unter mein Bett zu schauen. Das tat ich und dort fand ich das Gotteslob. Ich fing an, es zu lesen. Seit diesem Zeitpunkt ging es bei mir immer bergauf. Dieser rote Faden ist immer bei mir.

    Da gibt es so ein Motto, das lautet: Geld kommt und geht, Freunde kommen und gehen, Krieg kommt und geht, aber der Glaube bleibt immer gleich. Ich weiß, ohne das Beten würde mir etwas fehlen und ich möchte auch gar nicht ohne meinen Glauben sein. Aber ich zwinge das niemandem auf und will auch keinen bekehren oder damit belasten. Das ist einfach mein eigenes Ding.

    Michaela Boland: Du scheinst in jedem Fall bibelfest.

    Florian Wess: Ich kenne sie nicht auswendig,  ich deute sie auch nicht immer so, wie es sein muss, aber ich lese regelmäßig darin. Das ist mir sehr wichtig. Wenn ich aufstehe, bete ich immer zuerst, und lese dann auch immer ein bisschen in der Bibel. Auch abends. Zwei bis drei Mal habe ich sie bestimmt schon komplett durchgelesen. Ich habe auch die Volksbibel von Martin Dreyer gelesen, der die Bibel in die Jugendsprache übersetzt hat. Die fand ich ganz witzig.

    Michaela Boland: Dann lebst du sicherlich auch nach christlichen Grundsätzen?

    Florian Wess: Es sieht so aus. Ich habe meinen roten Faden, aber ich trinke auch ab und zu mal etwas. (lacht).

    Michaela Boland: Dass du gerne in der Öffentlichkeit stehst, war nie ein Geheimnis. Man kennt dich insofern durch unterschiedlichste TV-Auftritte. Ist dieser Umstand für deine Tätigkeit als Designer eher Fluch oder Segen?

    Florian Wess: Ich denke, ich brauche für beides beides. Die Medienpräsenz für die Umsetzung meiner Kreativität und des Labels. Andererseits brauche ich auch das Label, um immer in Dinge hineinzurutschen. Da gibt sich quasi eine Hand die andere. Ich profitiere von beidem und möchte natürlich gerne, dass es mehr wird. Es wird auch mehr.

    In diesem Punkt bin ich zwar manchmal ungeduldig, aber alles in allem mag ich das einfach. Nichts desto trotz muss ich eine Sache bemerken: Das Negative an der Medienpräsenz ist, dass viele einen gerade deswegen nur ausnutzen wollen.

    So habe ich beispielsweise einige Partner gehabt, mit denen ich auch meine Wohnung geteilt, aber dann sehr schnell gemerkt habe, dass diese eigentlich nur gerne selbst in die Medien wollten. Man weiß dann irgendwann einfach, dass man häufig zweimal hingucken muss. Es ist also nicht immer nur easy going.

    Michaela Boland: Botox ist in deiner Familie ein nicht ganz unwesentliches Thema. Du selbst hast jedenfalls keinen Hehl aus deinem Faible dafür gemacht. Wann hast du damit begonnen.

    Florian Wess: 2007, 2008 oder 2009. Irgendetwas um den Dreh.

    Michaela Boland: Wie oft machst du das?

    Florian Wess: Zwei bis drei Mal im Jahr. Das hält ja länger. Es ist sehr harmlos, zum Zahnarzt gehen ist dasselbe. Im Fernsehen wird es natürlich medial gehypt, aber es ist ja nichts Wildes. Doch das ist eine Entscheidungssache. Ich bin natürlich kein Arzt.

    Michaela Boland: Du warst ja bereits kurz verheiratet. Kennenlernen, Hochzeit, und Trennung in der Öffentlichkeit wirkten ein wenig wie im Turbo-Gang. Bist du jemand, der in dieser Hinsicht schnelle Entscheidungen trifft? Lässt du dich eher spontan auf Beziehungen ein?

    Florian Wess: Ich bin langsamer und vorsichtiger geworden in solchen Dingen. Was diese Hochzeitsgeschichte betrifft, - wir haben ja tatsächlich standesamtlich geheiratet, es war ja kein Fake -  muss ich sagen, es gibt ja den Spruch „drum prüfe, wer sich ewig bindet…“ Und das stimmt. Das habe ich nicht beherzigt.

    Michaela Boland: Mit dem Designer-Dasein bist du sehr beschäftigt, medial bist du ebenfalls präsent und beides liebst du. Kann man sich eigentlich immer mehrteilen? Wo genau soll nun deine Reise hingehen?

    Florian Wess: Es gibt da drei Pakete: Das eine ist `Die Botox-Boys und Florian Wess`, das wird es in den Medien immer geben, egal wo.

    Michaela Boland: Dabei seid ihr, dein Vater, Onkel und du buchbar?

    Florian Wess: Genau. Man kann alles mit uns machen. Dann gibt es `Garçon F und Florian`, das bin ich. Das werde ich immer weiterführen, auch ganz bewusst in den Medien. Und das dritte ist eben `Florian Wess und noch andere Dinge`. Mit dem Fernsehen möchte ich sehr gerne die Leute, die einen harten Tag hinter sich haben, am Abend unterhalten, damit sie abschalten können. Das ist mir wichtig, das ist mein Ding. Darüber hinaus ist mein Ziel, mir vor allem mit Garçon F meinen Lebensabend zurechtzurücken.

    Michaela  Boland:  Lieber Florian, vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch. Für deinen weiteren, sicherlich erfolgreichen Weg, die besten Wünsche.

     

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und Porträt des Monats

    © Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

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  • Sonja Miko von Indigourlaub setzt bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit in oekologischer, sozialer und ethischer Hinsicht
    Indigourlaub, zum Thema Nachhaltigkeit
    Sonja Miko will Plastik auf null reduzieren

    Yoga-, Ayurveda- und Meditationsreisen sind die Spezialgebiete des österreichischen Veranstalters Indigourlaub. Für Geschäftsführerin Sonja Miko ist das Thema Nachhaltigkeit Herzenssache.

    Natur bewusst zu erleben und zu genießen gehört auf ihren Reisen zum Programm, zudem gilt für sie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen als Selbstverständlichkeit.

    Neben Siegeln und Zertifizierungen setzt sie vor allem auf konkretes Handeln: Jeder Einzelne kann durch sein persönliches Verhalten zum achtsamen Umgang mit der Umwelt beitragen. Im Interview erklärt Sonja Miko, wie sie sich dafür engagiert und warum ihre eigenen Seminarhäuser auf Mallorca und im Chiemgau noch nicht ganz plastikfrei sind.

    Nachhaltigkeit spielt bei Ihnen eine große Rolle. So trägt Indigourlaub das TourCert-Siegel. Was hat es damit auf sich?

    Miko: Das Siegel ist quasi der „offizielle“ Stempel, dass wir festgelegte, geprüfte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Im Zertifizierungsprozess werden ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung genau unter die Lupe genommen. So haben Kunden die Sicherheit, dass Nachhaltigkeit auch wirklich gelebt wird.

    Zudem sind Sie aktives Mitglied beim „forum anders reisen“. Welche Ziele verfolgt der Zusammenschluss? Und was trägt Indigourlaub bei?

    Miko: Die 130 Mitglieder des Vereins „forum anders reisen“ gestalten ihre Reiseangebote nach ökologischen, sozialen und auch ethischen Aspekten. Neben selbst festgelegten Auflagen steht Präventionsarbeit im Vordergrund:

    Wir möchten Impulse geben, wie Urlauber bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit achten können – soweit möglich. Toleranz, Respekt und Offenheit für Neues sind dabei wesentliche Werte. Indigourlaub ist in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, etwa bei Ecpat (www.ecpat.de). Dort geht es speziell um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung.

    Können Sie uns noch etwas zu Ihrem Engagement beim Verein SONNE-International sagen?

    Miko: Der Verein mit Sitz in Wien setzt sich ganz unbürokratisch für Bildung, Ausbildung und medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein. Das Team ist in Indien, Myanmar, Bangladesch und Äthiopien tätig. Wir finanzieren zum Beispiel in Myanmar eine Yogalehrerin, die wöchentlich unterrichtet und den Jugendlichen damit eine gute Basis für mehr Selbstvertrauen gibt.

    Indigourlaub kooperiert auch mit „atmosfair“. Wie sieht diese Kooperation aus?

    Miko: „atmosfair“ bietet die Möglichkeit, CO2-Emissionen von Flugreisen zu kompensieren und finanziert mit den Geldern Klimaschutzprojekte. Wir übernehmen 50 Prozent der Kompensationskosten unserer Kunden und gleichen natürlich auch unsere Firmenflüge aus.

    Kritiker raten, auf Flugreisen in den Urlaub generell zu verzichten. Was antworten Sie?

    Miko: Natürlich kann man auf Flugreisen verzichten. Ich denke aber, diese Entscheidung muss jede/r für sich treffen, ohne Angst, als „Klimasünder“ dargestellt zu werden. Wenn man den gehobenen Zeigefinger zum Prinzip erklärt, müsste so vieles verboten werden:

    Autos inklusive Elektroautos, deren Speicherherstellung Raubbau an der Natur ist, technische Geräte und natürlich ein Großteil unserer Nahrungsmittel. Ich bin aber kein Freund von Doktrinen. Ich selbst fliege relativ viel, versuche aber in anderen Bereichen meines Lebens so nachhaltig zu leben, wie es eben geht.

    Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten Zeichen setzen. Wozu Einzelne fähig sind, beweist aktuell Greta Thunberg. Sie hält uns mit ihren 16 Jahren den Spiegel vor und zeigt, was möglich ist.

    Was bedeutet Nachhaltigkeit ganz konkret für das Reiseprogramm und die Auswahl der Urlaubsorte bei Indigourlaub?

    Miko: Bei uns muss bei der Auswahl der Urlaubsorte und Partnerbetriebe das Gesamtpaket stimmen. Im Rahmen der persönlichen Besichtigung machen wir uns ein Bild aus ökologischer und sozialer Sicht.

    Für die CSR-Kriterien (Corporate Social Responsibility) gibt es eigene Fragebögen, die wir mit unseren Partnern durchgehen – das Wichtigste sind dabei Gesamt-Performance und Einstellung. Wir legen großen Wert auf die zwischenmenschliche Komponente.

    Denn so wie die Partnerschaft mit uns aussieht, ist üblicherweise auch die Umgangsform mit Gästen, Mitarbeitern, den Menschen vor Ort sowie der Natur und ihren Ressourcen. Dieser Aspekt steht für mich persönlich als nachhaltiger Gesichtspunkt ganz oben, da es die Werte der Menschen widerspiegelt.

    In welchen Bereichen wären Sie gern noch nachhaltiger?

    Miko: Da gibt es viele. In unseren eigenen Retreat Centern von Indigourlaub auf Mallorca und im Chiemgau wünsche ich mir, Plastik auf null zu reduzieren. Leider machen bisher nicht alle Lieferanten mit, manche halten immer noch an Plastikverpackungen fest.

    Mich schmerzt auch der Anblick bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen. Davor türmen sich volle und leere Plastikflaschen, die entsorgt werden, um den Vorschriften gerecht zu werden. Da müsste es doch andere Lösungen geben.

    Und ganz persönlich würde ich gern meine Autokilometer zunehmend gegen öffentliche Verkehrsmittel tauschen – was leider noch nicht ganz klappt, aber man setzt sich ja Ziele.

    Interview: Vera v. Wolffersdorff, Angelika Hermann-Meier PR

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  • Michael Gielen im SWR Filmportrait SWR 2007 
Gespraech zwischen Generalintendant Joachim Klaiber, Komponist Aribert Reimann und der Leiter der Stockholmer Oper Michael Gielen
    Zuhause auf den Weltbühnen
    Der Unsterbliche Michael Gielen, es ging immer um die Wahrheit der Musik

    Zum Jahresende erinnern wir noch einmal an einen großen Künstler: Ein Künstler wie Michael Gielen, kann nicht Sterben, gestorben wäre er nur, wenn man ihn vergessen hätte. Das wird noch lange nicht geschehen. In Michael Gielens Biographie spiegelt sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts, die politische wie die musikalische.

    Geboren in Dresden als Sohn des prominenten Opern- und Schauspielregisseurs Josef Gielen kam er 1936 nach Berlin. Auf Druck der Nationalsozialisten ging die Familie zwei Jahre darauf nach Wien, um 1940 nach Buenos Aires zu emigrieren, da der Vater dem Regime kritisch gegenüberstand und die Mutter jüdischer Abkunft war.

    In Buenos Aires, wo Josef Gielen am Teatro Colón engagiert war, kam der junge Michael Gielen u. a. mit Erich Kleiber in Kontakt, der ihn sehr prägte, zudem auch mit Wilhelm Furtwängler. Er studierte Klavier und Musiktheorie, darüber hinaus begann er auch zu komponieren.

    Seine musikalische Tätigkeit begann er als Korrepetitor am Teatro Colón, nach seiner Rückkehr nach Europa arbeitete er ab 1950 in gleicher Funktion an der Wiener Staatsoper, wo er von Dirigenten wie Herbert von Karajan, Karl Böhm und Clemens Krauss beeinflusst wurde.

    Große Stationen auf den Weltbühnen

    Ab 1960 hatte Michael Gielen dann Leitungspositionen an Opernhäusern sowie bei Orchestern inne – zunächst an der Königlichen Oper in Stockholm, ab 1969 dann beim Belgischen Nationalorchester in Brüssel, ab 1973 dann an der Niederländischen Oper in Amsterdam.

    Das Jahrzehnt zwischen 1977 und 1987, als Michael Gielen gemeinsam mit Ruth Berghaus legendäre Produktionen an der Oper Frankfurt realisierte (zudem war er Leiter der Frankfurter Museumskonzerte), gehört zu den wichtigsten seiner Laufbahn, ebenso die Zeit als Chefdirigent des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden zwischen 1986 und 1999, in der er große sinfonische Zyklen, u. a. mit Werken von Beethoven, Bruckner und Mahler erarbeitete.

    Darüber hinaus leitete Michael Gielen auch das BBC Symphony Orchestra und das Cincinnati Symphony Orchestra, in Berlin neben der Staatskapelle häufig auch das Konzerthausorchester.

    Im Mittelpunkt seiner musikalischen Interessen standen die Werken der großen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts (insbesondere Bach, Beethoven, Schubert, Bruckner und Mahler), vor allem aber die Musik der Wiener Schule mit ihren Protagonisten Schönberg, Berg und Webern, desgleichen aber auch deren Zeitgenossen Schreker und Zemlinsky und die Komponisten der Nachkriegszeit, u. a. Bernd Alois Zimmermann – dessen seinerzeit als unspielbar geltende Oper »Die Soldaten« er 1965 in Köln zur Aufführung brachte –, Karlheinz Stockhausen oder Luigi Nono.

    Michael Gielen ging es immer um die Wahrheit der Musik, um die »utopischen« und »ersehnten Momente«, wie er es in seiner 2005 veröffentlichten Autobiographie »Unbedingt Musik« ausgedrückt hat.

    Die Musikwelt verliert mit ihm einen engagierten Streiter für diese, unsere Kunst, einen wachen, reflektierten Geist, der um ihre Gefährdungen wusste und sich immer neu für sie eingesetzt hat.

    Die Staatsoper Unter den Linden und die Staatskapelle Berlin, die Michael Gielen so viel verdanken, werden ihm ihr ehrendes Andenken bewahren.

    Eine Fülle an eindrucksvollen Abenden verdankt die Staatsoper Unter den Linden und die Staatskapelle Berlin  Michael Gielen:

    Die Erstaufführung von Alban Bergs Oper »Lulu« etwa, die 1997 im Haus Unter den Linden stattfand (zwei Jahre zuvor hatte er dieses Werk gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin bereits bei den Salzburger Festspielen zur Aufführung gebracht), die vom Publikum wie der Presse gefeierte Premiere von Franz Schrekers

    »Der ferne Klang« 2001 in der Regie von Peter Mussbach, aber auch die Neuproduktionen von Bellinis »Norma« und Verdis »Macbeth« mit ihren innovativen künstlerischen Ansätzen.

    Seit 1999 dirigierte er regelmäßig die Staatskapelle Berlin, wobei er pro Saison ein sinfonisches Programm mit dem Orchester einstudierte und präsentierte, weit gefächert mit Musik von Beethoven und Schubert, Bruckner und Mahler, über Schönberg und seine Schüler bis hin zu Bernd Alois Zimmermann und Aribert Reimann.

    Mit hoher künstlerischer Verantwortung hat sich Michael Gielen dabei den aufführungspraktisch herausfordernden Werken der Neuen und Neuesten Musik zugewandt, aber auch den Klassikern der sinfonischen Literatur, die er in einer von allen unreflektierten Traditionen gereinigten Art und Weise wiederzugeben und zu vermitteln wusste.

    Die von ihm dirigierten Aufführungen in Oper wie Konzert haben eindrucksvoll bewiesen, das vermeintlich Bekannte in einem überraschend neuen und klaren Licht erscheinen zu lassen, im Zuge eines auf die Werke selbst hin konzentrierten, dirigentisch souveränen und gedankentiefen Musizierens, dessen Unbedingtheit und Energie sich auf alle, die es erlebt haben, unmittelbar übertragen hat.

    Foto: Wikipedia CC BY-SA 3.0 de-Magnussen, Friedrich

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    zum höchsten irdischen Club
    Es ist das finale Aftermovie einer BigCityBeats Saison der Superlative

    Der Aftermovie zum höchsten irdischen Club – Out now!

    Es war eine grandiose Pre-Party zur BigCityBeats WORLD CLUB DOME Winter Edition im Januar in Düsseldorf! Die Snow Edition in der wunderschönen Bergkulisse der Schweizer Alpen war das gebührende Closing 2019 für das erfolgreichste BigCityBeats Jahr aller Zeiten.

    Jetzt ist der Aftermovie zur Party im höchsten irdischen Club fertig – faszinierende Bilder eines spektakulären Events mit rund 140 Prominenten, WorldClubbern und handverlesenen Gästen wie Jasmin Wagner, Birte Glang, Galia Brenner, Magdalena Brzeska, Giulia Siegel, Frank Rosin, Jan Sosniok, Dominik Bruntner, Jolina Fust oder Tanja Brockmann. Möglich gemacht dank der Deutschen Bahn, dem Schweiz Tourismus sowie dem Team der Jungfraubahn.
     
    Es ist das finale Aftermovie einer BigCityBeats Saison der Superlative. Und es ist die perfekte Einstimmung auf die BigCityBeats WORLD CLUB DOME Winter Edition am 10./11./12. Januar 2020 in Düsseldorf.

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  • James Bond ist wieder im Aston Martin unterwegs
    Keine Zeit zu sterben
    Es wird wieder massiv geballert - Ein Leben voller Gewalt

    Superstark ist der Trailer für den neuen James Bond. „Ein Leben voller Gewalt“ heißt es an irgendeiner Stelle im filmischen Appetithäppchen, in dem wieder massiv geballert wird. Nur noch vier Monate, dann wird wieder lizenzmäßig getötet.

    Die Höhepunkte im ersten Trailer zum 25. James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben". Am 4. Dezember wurde der zweieinhalb Minuten lange, actiongeladene Clip veröffentlicht.

    Deutscher Kinostart von "Keine Zeit zu sterben" ist am 2. Juni 2020. Craig hatte vor kurzem angekündigt, dass es sein letzter Einsatz als James Bond sein wird. Am Mittwoch schwärmte der 51-Jährige allerdings von seinem Job als Geheimagent. "Die größte Überraschung war, wie viel Spaß es mir immer noch macht und welchen Kick es mir gibt", sagte Craig.

     

     

     

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  • Der internationale Superstar Adam Lambert hat seine mit Spannung erwartete neue Single veroeffentlicht
Singt Adam Lambert besser als Georg Michael und Freddie Mercury
    Adam Lambert Superstar
    Adam Lambert soll besser singen als Georg Michael und Freddie Mercury

    Adam Lambert soll besser singen als Freddie Mercury, schrieben einige Medien, und sogar besser als Georg Michael. Der US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Musicaldarsteller war erst kürzlich in Deutschland. Schon 2003 lebte Adem Lambert für ein halbes Jahr in Berlin und trat im Musical Hair auf.

    Der internationale Superstar ADAM LAMBERT veröffentlicht mit der wundervollen Ballade "CLOSER TO YOU" die nächste Single aus seiner EP "Velvet: Side A". In der letzten Woche war Adam zu Gast in Deutschland und begeisterte bei seinen Besuchen bei vielen Radiostationen mit seinem Talent und guter Laune und stellte seine neue Single vor. Anfang des Monats veröffentlichte Adam von "Closer To You" eine wundervolle Liveversion, das Video dazu ist unten zu sehen.

    Im nächsten Jahr wird Adam Lambert mit QUEEN auf große "The Rhapsody Tour" gehen, angefangen in Australien und Asien bevor die Tour dann Halt in Europa machen wird.

    Deutschlanddaten:

    24.06.2020 Berlin, Mercedes Benz Arena

    26.06.2020 Köln, Lanxess Arena

    29.06.2020 München, Olympiahalle

    Der internationale Superstar Adam Lambert hat am 15.05. seine mit Spannung erwartete neue Single ’New Eyes’, die erste aus dem kommenden vierten Album ‚Velvet’, veröffentlicht. Geschrieben wurde der Song von Adam Lambert und Paris Carney, produziert von Jamie Sierota. Bei dem dazugehörigen Video führten Miles & AJ Regie – es ist der erste Teil eines mehrteiligen Kurzfilms für ‘Velvet’ – Teil 2 folgt. ‘New Eyes’ behandelt die Entdeckung und Neugeburt der Hoffnung.

    Im Februar 2019, kurz nach der großartigen Performance bei der diesjährigen Oscar- Verleihung mit Queen, überraschte Adam seine Fans mit dem neuen Song ‘Feel Something’ (ebenfalls auf dem kommenden Album ‘Velvet’).

    Vier Jahre nach der Veröffentlichung seines letzten Albums ‘The Original High’, welches in den USA die Top 3 und in Grossbritannien die Top 10 erreichte und weltweit über 3 Millionen Einheiten zählt, steht nun das brandneue Album ‚Velvet’ in den Startlöchern. Das Vorgänger- Album ‘Trespassing’ war das erste Album eines offiziell geouteten schwulen Künstlers, das es in den amerikanischen Billboard Charts auf Platz 1 schaffte.

    Seit der Veröffentlichung von ‘The Original High’ war Adam mit Queen auf Tour (Queen + Adam Lambert), inklusive einer großen weltweiten Arena-Tour und weiteren Shows in Nordamerika, die diesen Juli starten sowie einer kürzlich angekündigten Stadiontour, die nach Australien und Asien führt. Ausserdem konnte man ihn, wenn auch nur kurz, im preisgekrönten Film ‘Bohemian Rhapsody’ bewundern.

    Kürzlich wurde weiterhin bekannt gegeben, dass Adam die Stimme des ‘Emperor Maximus’ im animierten Film ‘Playmobil: Der Film’ spricht, der im August startet. Im vergangenen Monat wurde die Dokumentation ‘The Show Must Go On: The Queen + Adam Lambert Story' auf ABC in den USA ausgestrahlt, diesen Sommer stehen die Ausstrahlungen in UK und weiteren internationalen Märkten an.
     

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • 2020 erscheint nun endlich ein neues Album des Gartens, Bei Tag und Nacht ist ein mondaenes Meisterwerk
    DER ENGLISCHE GARTEN
    Was für ein guter Name für eine Münchner Pop-Band

    Das neue Album "Bei Tag und Nacht" von DER ENGLISCHE GARTEN erscheint am 13.3.2020 bei Tapete Records.

    Was für ein guter Name für eine Münchner Pop-Band. Der Englische Garten, kurz DEG, gründete sich Mitte der 0er Jahre als sich der Nukleus der Band, namentlich Bernd Hartwich und Axel Koch, im Plattenladen Best Records kennen lernten.

    Gerade hatte sich Hartwichs legendäre Band Merricks aufgelöst und so beschlossen er und Koch eine neue Band zu gründen. Und da es schon genügend Bands mit der Besetzung g/b/dr/vox gab bzw. gibt, musste eine Bläsersektion dazu.

    Et voilà: Der Englische Garten - Uptempo & uplifting! Die Midnight Runners aus dem Baader Café, wearing great clothes and playing soulful music & all that POP

    2020 erscheint endlich ein neues Album von Der Englische Garten. "Bei Tag und Nacht" ist ein mondänes Meisterwerk und wird erfreulicherweise bei Tapete Records erscheinen.

    Das Album passt extrem gut auf unser Label. Wer unser Reissue von Roger Nichols & The Small Circle Of Friends und/oder das letzte Album von der Liga der gewöhnlichen Gentlemen genossen hat, dürfte an "Bei Tag und Nacht" viel Freude haben, aber auch alle anderen sollten auf jeden Fall mal reinhören.

    Der Englische Garten, kurz DEG, gründete sich Mitte der 0er Jahre als sich der Nukleus der Band, namentlich Bernd Hartwich und Axel Koch, im Plattenladen Best Records kennen lernten. Wo auch sonst? Man tritt den Beiden vermutlich nicht zu nahe, wenn man sie als Musik-Nerds bezeichnen würde.

    Während wir normalen Freunde und Freundinnen der Popmusik natürlich die Doppeldeutigkeit des Bandnamens stante pede erkennen, gehen Hartwich und Koch Namen wie Larry Marks, Tommy Lipuma oder Carlos Lyra so leicht von der Zunge, wie unser einem vielleicht noch die bekannteste Besetzung der bekanntesten Band aus Liverpool und vermutlich kennen sie nicht nur zwei Bands namens „Charlatans“, sondern gleich fünf.

    Es macht außerdem das Gerücht die Runde, nachdem Hartwich u.a. Surfplatten sammelt, allerdings nur von Bands aus Staaten welche keine Küste haben. Solche sind das halt.

    THE SOUND OF MUNICH

    Zurück zu Best Records Mitte der 0er Jahre. Gerade hatte sich Hartwichs legendäre Band Merricks aufgelöst (Servicehinweis: Eine wirklich großartige Band, checkt sie aus.

    BEI TAG UND NACHT

    Es erschienen zwischen 2008 und 2013 zwei Alben und zwei Singles. Seit 2013 also Funkstille. Warum eigentlich? Vielleicht weil man es in Monaco di Baviera etwas ruhiger angehen lässt. Oder weil es doch ziemlich schwierig ist ein Oktett mit Blechbläsern an den Start zu bekommen.

    Oder aber auch, weil das etatmäßige DEG-Studio „Radio Hartwich“ der Gentrifizierung zum Opfer fiel. Wie dem auch sei:

    2020 erscheint nun endlich ein neues Album des Gartens. „Blaupause war „Love, And Other Catastrophes“ von Skint & Demoralised, für mich neben „How would you know I was lonely“ von The Rhythm Method und aktuellen Alben von Madness und La Casa Azul – gelungene Pop-Produktionen der heutigen Zeit“ erzählt Hartwich. 

    „Und eine gute Pop-Platte wollten wir auch hinbekommen“. Und eine gute Platte ist „Bei Tag und Nacht geworden. Sogar eine sehr gute.

    "Bei Tag und Nacht" ist ein mondänes Meisterwerk und wird erfreulicherweise bei Tapete Records erscheinen. Das Album passt extrem gut auf unser Label. Kunden, welche unser Reissue von Roger Nichols & The Small Circle Of Friends und/oder das letzte Album von der Liga der gewöhnlichen Gentlemen genossen haben, dürften an „Bei Tag und Nacht“ viel Freude haben.


    Tracklisting:

    1. Am Ausgang des Verstands
    2. Ein guter Plan
    3. Mitten in der Nacht
    4. Ruf doch mal an
    5. Mach mal einen Punkt
    6. Schlafen gehn
    7. München '70
    8. Prioritäten
    9. Gespenster
    10. Neue Landkarte
    11. Du bist der Kapitän

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  • SEVEN hat sich schon wieder neu erfunden
Brandneu heisst sein neues Album
    erstmals eigene deutschprachige Songs
    SEVENs erste große Liebe, danach kam die deutsche Sprache

    Er hat es wieder getan. Auf den ersten Blick wirkt BRANDNEU wie ein riesiger Schritt: Zum ersten Mal in 17 Jahren internationaler Karriere veröffentlicht der Schweizer ‚Soultrain’ eigene deutschsprachige Songs.

    Das ‚Halbum’ mit fünf neuen Songs plus vier Bonustracks scheint ein Novum zu sein, ist aber eigentlich das, was SEVEN schon immer getan hat – sich neu erfinden, sich herausfordern. Und aufgeregt, aber furchtlos dahin zu gehen, wo es weh tut. In diesem Fall: gefährlich nah zu sich selbst.

     Denn, was die Wenigsten wissen: SEVENs erste große Liebe mögen Funk & Soul gewesen sein, aber zum ersten Mal gehörig den Kopf verdreht haben ihm Rap und die deutsche Sprache. „Deutsch war immer mein Lieblingsfach und als mit Samy Deluxe und den Beginnern Deutschrap auftauchte, war es um mich geschehen.

    Für mich waren das Helden.“ Die Königsklasse aber waren Joy Denalane und ihr Debüt „Mamani“ 2002. Sie verband in seinen Augen alles, was er liebte:

    Deutsch, Soul und Gesang. Kein Wunder, dass der Aargauer Anfang 2018 bei einem Konzert von ihr noch jedes Wort mitsingen konnte und auf der Heimfahrt auf einmal klar war, was nach der #1-LP „4COLOURS“, seiner ‚Oper’, kommen musste: „Ich rief Thomas D. an, mit dem drei Tage später sowieso Sessions geplant waren, und sagte:

    ‚Wir machen Songs für mich. Auf Deutsch.’ Da war erst mal Stille in der Leitung.“ Beim Schreiben war das Gegenteil angesagt:

    Der Rap-Doktor und der Soul-Wissenschaftler komponierten sich in einen echten Rausch, an dem sich später auch Nico Suave beteiligte. Alles war BRANDNEU.

     In Sachen Songwriting arbeitete SEVEN außerdem mit seinem langjährigen Weggefährten und Drummer seiner Band Massimo Buonanno, als Producer verpflichtete er diesmal Kilian & Jo.

    Bei den Berlinern, die SEVEN als „hungrige cats“ bezeichnet, war sofort klar, dass ihr Sound der Planet war, auf dem er jetzt unterwegs sein wollte.

    „Die Jungs sind fresh, mit viel Anspruch ans Handwerk. Zusammen hatten wir Ideen, die ich alleine nie gehabt hätte.“ Fotos, Artwork und Videos entstanden in der Wüste zwischen LA und Las Vegas, denn laut SEVEN ist man „meistens alleine, wenn man seine Seele freilegt“.

    Hinter den Kameras ein alter Freund und Künstler von Weltformat: Marco Grob. „Der kalifornische Look ist bewusst gewählt: Ich finde den Kontrast für diesen Release deutschsprachiger Songs total spannend.“

    Auch ganz generell ist BRANDNEU eine unverkrampfte Hochzeit von Dingen, die oberflächlich nicht zusammenpassen, und der Musiker, der mal gesagt hat, dass er Sprachen nicht mischen will, revidiert sich und wirft mal wieder grinsend alles um:

    „Der erste Riss in der Schale war ‚Sing meinen Song’. Ich hatte da ja aus Respekt vor den Originalen bereits Deutsch gesungen und plötzlich war der Schritt ganz klein.“ Es ist dann auch nicht mehr erstaunlich, dass Blimes Brixton, die US-HipHop-Sensation, auf dem Track „Brandneu“ rappt;

    Dass „Seele“ als relativ unkommerzieller Song – aber eben auch Initialzündung des ‚Halbums’ – die erste Single sein muss; dass „Immer noch“ eine eher untypische Liebeserklärung an seinen allerwichtigsten Homie ist; dass „Dafür musst du was tun“ ein gut gemeinter Tritt ins Hinterteil aller Newcomer ist und dass „King Kong“ feat.

    Thomas D. die Sache erst richtig rund macht, wenn endlich auch ein Sänger sich represent-mäßig auf die breite Brust trommelt.

     Wäre es Kalkül, wäre diese Platte vor drei Jahren gekommen – so ist BRANDNEU schlicht der Drang eines Musikers, der noch nie auf Sicherheit gespielt hat und beinahe pathologisch neugierig geblieben ist.

    Auf der „Soulmate“-Tour, bei der er einige dieser Songs jeden Abend live gespielt und dafür überall Standing Ovations geerntet hat, spürte er, dass er richtig liegt – und dennoch ist BRANDNEU reiner Egoismus.

    „Ich bleibe mal wieder nicht bei meinen Leisten und befreie mich aus einer Schleife, in der andere mich vielleicht gerne länger gesehen hätten. Aber ich war noch nie so nah dran an mir selbst.“

     BRANDNEU wird am 28. Februar 2020 auf sevenmusic records veröffentlicht.

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  • Die Hamburger Liedermacherin ANNA DEPENBUSCH veroeffentlicht am 06.03.2020 ihr neues Album Echtzeit
Echtzeit Session Live im Meistersaal
Anna Depenbusch liebt es Geschichten zu erzaehlen
    Echtzeit Session- Live im Meistersaal
    Lauschen nach Tönen und Gedanken von Anna Depenbusch

    Mit der EP „Echtzeit Session – Live im Meistersaal“ gibt die Liedermacherin vorab einen ersten Einblick in die Klangwelt ihres neuesten Werkes. Die zwei neuen Songs „Eisvogelfrau“ und „Nimm mich zurück (Tada-Version)“ sind bereits in Echtzeit im Berliner Meistersaal aufgenommen worden, quasi ein Testballon für die Aufnahme des Albums im Januar.

    Um das besondere Aufnahmeverfahren auf Herz und Nieren zu testen, entstanden in der Meistersaal-Session auch gleich noch drei Live-Versionen ihrer bekannten Lieder „Was wäre wenn“, „Haifischbarpolka“ und „Kommando Untergang“, welche uns die Wartezeit aufs neue Album versüßen.

    Lauschen nach Tönen und Gedanken

    Liedermacherin: Es ist dieser nur scheinbar altmodische Begriff, den Anna Depenbusch tief in ihr Herz geschlossen hat. Liebt die Künstlerin es doch, Geschichten zu erzählen. Kuriositäten und Beiläufigkeiten, Phantastisches und Verträumtes, schlicht und zeitlos – eben die Poesie des Alltags. Texte, die mit ihrer Musik verwoben sind:

    „Das lässt sich nicht trennen. Melodien beeinflussen die Bedeutung der Sätze – der Akkord macht das Wort. Und umgekehrt.“ So hat die singende Dichterin schon früh ihren unverwechselbaren Stil kreiert: ebenso zärtliche wie wortgewaltige Texte, in denen sie nicht nur ihre Seele offen legt, sondern die auch Offenbarung für andere Seelen sind. Musikalisch zwischen Edith Piaf, Björk und Hildegard Knef– immer im Zwiegespräch mit den eigenen Worten.

    Von tieftraurig bis urkomisch. Mit ebendieser Mischung hat Anna Depenbusch mittlerweile schon ganz eigene Geschichte geschrieben: Fünf Studioalben, zwei Soloalben in „schwarzweiß“ am Klavier. Deutschlandweite Tourneen von der Hamburger Elbphilharmonie bis zum Münchner Prinzregententheater.

    Auszeichnungen wie den Fred-Jay-Preis und den Deutschen Chanson-Preis, zwei Nominierungen für den Deutschen Musikautorenpreis. Ein Ende ist für Anna noch lange nicht in Sicht: „Es schwirren unendlich viele Lieder umher, die noch gar nicht entstanden sind – und wenn sich dann ein Lied für mich entschieden hat, findet es seinen Weg durch meine Gefühle und Harmonien.“

    Anna und ihr Geschichtenerzähler-Flügel

    Geschichten erzählt sie aktuell mit Vorliebe wieder solo am Klavier – oder vielmehr an ihrem Salonflügel. ‚Frau Rachals‘ – so nennt die Musikerin das Instrument in ihrem Studio aus der gleichnamigen Hamburger Pianofortefabrik. 1920 gebaut, hatte sie den verwahrlosten Flügel bei einem Möbelhändler entdeckt und sich in das, von seiner Mechanik her eigentlich defekte Klavier verliebt – „Das ist ein Geschichtenerzähler-Flügel!“.

    Anna ließ das Instrument gegen alle ökonomischen Ratschläge restaurieren und der alten Dame neue Saiten aufziehen, um sich nun täglich mit ihr zu unterhalten: „Wenn man sich vorstellt, was dieser Flügel damals in den 20er- und 30er-Jahren alles in Hamburg erlebt hat… Ich dachte mir: Frau Rachals braucht mehr Zeit.

    Sie hat noch nicht all ihre Geschichten erzählt.“ Frau Rachals hat ihrer Freundin nun zweifellos einiges anvertraut – glamouröse Erlebnisse aus den goldenen Zwanziger Jahren auf der Reeperbahn. Persönliche Einblicke in die Hinterzimmer der Gesellschaft.

    Inspiriert von den Abenteuern der alten Dame, schlägt die Tastenlyrikerin auf ihrem neuen Album nun die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft: hier die Gedanken an die bewegenden Umbruchzeiten des vergangenen Jahrhunderts, wo das Lied „Eisvogelfrau“ an eine mutige, historische Frau erinnert,  dort der Blick nach vorn – „Wie möchte ich eigentlich künftig meine Lebenszeit erfüllt verbringen?“.

    Leben in Echtzeit

    „Mich berühren besonders die flüchtigen Zwischenmenschlichkeiten. Das große Gefühl im kleinen Moment, der Zauber des Alltäglichen.“ – wie im erzählerischen Lied „500 Meter Märchen“. Mit Sehnsucht forscht sie nach der eigenen Wahrheit in der persönlichen Begegnung und sucht das direkte Gespräch.

    Weniger digitale Ungeduld und Sofortness – mehr Echtzeit im reduzierten Augenblick. Im leichtfüßigen Lied „Tim 2.0“ schaut Anna Depenbusch nach zehn Jahren noch mal bei ihrem Protagonisten aus ihrem Liebesreigen „Tim liebt Tina“ nach. Wie ist es Tim ergangen die letzten Jahre, in Zeiten des Optimierungswahns?

    In Augenblicken, in welchen unsere digitalen Geräte uns in Echtzeit mit neuen Daten und Informationen versorgen, wir immer mehr in kürzester Zeit verarbeiten müssen. Auch die Liedermacherin selbst möchte entschleunigen, Abstand nehmen vom Druck, den die Digitalisierung auf sie aufbaut.

    Sie schafft sich eigene Kommunikationsräume, die zu ihrem Rhythmus passen. In ihrem monatlichen E-Mail Newsletter und einer eigenen Kolumne „Die Welt der Anna Depenbusch“ wirft sie einen zärtlichen und zugleich humorvollen Blick auf die Menschheit mit all ihren Eigenheiten. Zurück bleibt für Anna aber immer die Frage:

    Wie echtzeitfähig sind wir selbst eigentlich? So entsteht die Idee zum neuen Album: „Ich sehne mich musikalisch nach echten, unmittelbaren Momenten. So wie ich es solo am Klavier in meinen Konzerten mit dem Publikum erlebe. Wie bekomme ich dieses Gefühl auf ein Studioalbum?“

    Die analoge Anna-logie

    Anna entscheidet sich für eine einzigartige Aufnahmetechnik: Den analogen Vinyl-Direktmitschnitt. Zeit und Ort: Januar in den Emil Berliner Studios, die spezialisiert und weltweit renommiert für analoge Viny-Direktaufnahmen sind. Eine Echtzeit-Aufnahme also, in welcher das Album am Stück, ohne Schnitt und ohne Pause, live und komplett analog eingespielt wird.

    Ein Produktionsprozess, der einer einmaligen Choreografie zwischen Gebäude, Künstlerin, Tonmeister und Vinyl-Schneideraum gleicht. Ein Prozess ohne beschönigendes Bearbeiten, ohne Wenn und Aber, ein musikalischer Moment in Echtzeit.

    Charmante Unregelmäßigkeiten gehören zum echtzeitigen Konzept, sobald die Diamantnadel in das Vinyl taucht und die rote Aufnahmelampe aufleuchtet, gibt es kein Zurück mehr. „Das Leben ist nicht Perfekt! Ich möchte zeigen, wie wunderschön genau das ist. Natürlich schüchtert mich der Aufnahmeprozess ein.

    Eine Mischung aus Angst, Euphorie und Adrenalin schießt mir durch den Körper, wenn ich daran denke. Aber genau das ist die Herausforderung.“ Und weil diese kleinen, unperfekten Momente das sind, was die Musikerin am meisten liebt, möchte sie diese mit einem Publikum vor Ort teilen. „Ein ausgewähltes Publikum wird am Aufnahmetag Teil der Aufnahme sein, als emotionale Unterstützung, wie bei meinen Konzerten.“

    Und wie klingt „Echtzeit“, der eröffnende Titelsong des Albums? „Das wissen wir noch nicht! Diese erste Songposition des Albums bleibt bis dahin offen, um dem realen Augenblick einen freien Platz zu lassen.“

    Und so klingt es auch wie eine Verheißung, wenn die eigensinnige Poetin beim Blick nach vorn feststellt: „Ich habe das Gefühl, erst jetzt im meiner Zeit angekommen zu sein, um Gedanken noch spannender in Lieder gießen zu können – schließlich sehe ich mich als moderne Muse, die andere Menschen inspirieren möchte, Dinge auch mal neu zu denken und neu zu fühlen.

    Ich werde mein Leben lang Geschichten erzählen.“ Anna Depenbusch findet für ihre leidenschaftlichen Lieder die zeitgeistige Form. Wir begleiten sie dabei und so schließt sich zum Ende der Kreis in Echtzeit.

    Das Album „Echtzeit“ von Anna Depenbusch erscheint am 06.03.2020 bei Liedland.

    Ab 12.03.2020 geht die Liedermacherin mit Klavier auf große Deutschlandtournee.

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