Das Lifestyle Magazin: Lebensart, Kunst, Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bücher, des Menschen größtes Geschenk

Ein Sechser für den Gabentisch - Buchempfehlungen von Sönke C. Weiss

Hier noch sechs hübsche Buchempfehlungen für den Gabentisch. Fangen wir mit etwas Leichtem an und arbeiten uns vor: Wo ist das Glück? Immer da, wo du nicht bist. So läßt sich Otto Jägersberg Kurzprosaband „Liebe auf den ersten Blick“ wunderbar zusammenfassen. Auf 274 Seiten streift der Blick des Autoren des Menschen größtes Geschenk, die Liebe.

Beim Lesen darf gerne gelacht und geweint werden, denn diese Mini-Essays sind geistreich, komisch, immer tief und halten, was das Buch verspricht, pures Leseglück für 24 Euro. Fünf Euro weniger kostet Ian McEwans Roman „Die Kakerlake“, die ähnlich beginnt wie eines der größten Werke der Literaturgeschichte:

„Als Jim Sams, klug, doch beileibe nicht tiefgründig, an diesem Morgen aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in eine ungeheure Kreatur verwandelt.“ Eben noch eine Kakerlake, ist Jim nun als Mensch aufgewacht, aber nicht irgendein Mensch, nein, als der britische Premierminister.

In dieser bitterbösen politischen Satire, Jim soll Boris Johnson spiegeln, verneigt sich McEwans, der große englische Erzähler vor Kafka, um eine Welt zu zeigen, die kopfsteht. „Die Kakerlake“, stramme 133 Seiten kurz, hat entsprechend Biß und wird fraglos das Buch werden, das die Brexit-Ära am Genauesten reflektiert und ist wie „Liebe auf den ersten Blick“ bei Diogenes erschienen.

Aus dem Hause Hanser kommt Botho Strauss’ neuestes Buch mit dem schönen Titel „zu oft umsonst gelächelt“, das 22 Euro kostet und auf 213 kurzweiligen Seiten die Unbestimmtheit zwischen Mann und Frau zeichnet.

Strauss schenkt uns kleine Episoden, die mal wie eine Nahaufnahme, mal wie eine Totale anmuten, gleichbleibend präzise sind, die Strauss wie ein Forscher auf Spurensuche ausgewählt hat, um uns stetig zu ermahnen: laßt die Liebe nicht aussterben. Ein kleines Buch eines großen Schriftstellers, der auch mit 75 Jahren noch ein Meister seiner Kunst ist.

Vortrefflich geschrieben ist auch Ronan Farrows Enthüllungsbuch „Durchbruch“, in dem er auf 504 nicht im Geringsten langweiligen Seiten schildert, wie er den Weinstein-Skandal (#metoo) enthüllt und den mächtigsten Mann Hollywoods zu Fall bringt.

Hammer! Konkret geht es um Missbrauch, Vertuschung und Einschüchterung, insbesondere aber um den Zeitgeist der Epoche Trump, die solch eine in großen Teilen verrohte Gesellschaft überhaupt zuläßt. Farrow ist übrigens der Sohn von Mia Farrow und Woody Allen. Das Time Magazine hat ihn kürzlich mit in die Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt aufgenommen.

„Durchbruch“ kostet 24 Euro und ist bei Rowohlt erschienen. Ebenso wegweisend ist Jonathan Safran Foers jüngstes Werk „Wir sind das Klima!“, das für 22 Euro bei Kiepenheuer & Witsch zu haben ist. Bereits mit seinem Buch „Tiere essen“ hat Foer einen globalen Bestseller geliefert, hier widmet er sich auf 328 Seiten dem komplexen Thema des Klimawandels und unserer Angst vor den Konsequenzen, liefert darüber hinaus gleichwohl Lösungsvorschläge, die bereits beim Frühstück anfangen.

„Wir sind das Klima!“ hebt nie den moralischen Zeigefinger, und ich brauchte mich beim Lesen auch nicht zu schämen. Im Gegenteil. Ich fühlte mich auf der Stelle motiviert, mit einem wacheren Blick durch die Welt zu gehen. Ein unerläßliches Buch für unsere fragile Zeit, in der die persönliche Freiheit immer wieder als Maßstab aller Dinge genommen wird, was mich zu meiner letzten Empfehlung dieser Kolumne bringt:

Klaus Viewegs Biographie „Hegel.“ Auf 673 Seiten plus Anhang erfahren wir, wie das Grundmotiv der Freiheit den gesamten Denk- und Lebensweg des 1770 geborenen Philosophen durchzogen hat und uns bis dato beeinflußt. Es ist die erste umfassende deutschsprachige Hegel-Biografie seit 175 Jahren, die mich eines gelehrt hat: ohne Hegels Geist ist die Moderne nicht zu fassen.

Wirklich begrüßenswert an der Biografie ist, dass sie aus Dutzenden von kleinen Kapiteln besteht, die den Leser nicht überfordern, sondern das Leben Hegels wie ein Puzzle zusammenfassen und vor allem würdigen. „Hegel“ gibt’s bei C.H. Beck und kostet famose 34 Euro. So, ich hoffe, für jeden Geschmack ist hier heute etwas dabei.

Sönke C. Weiss

mehr
  • GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss
  • |
  • 10.12.2019

Aktuelles - Marketing News

  • Am 11. Dezember 2019 stellte Mercedes-Benz den neuen GLA vor  Er komplettiert als achtes Modell die aktuelle Kompaktwagen Generation des Konzerns
    diesmal ist alles anders bei mercedes benz
    Och nee, eine Autovorstellung ohne hübsches Drumherum

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet das Autojournalisten und Influencer bei Mecedes Benz das nachsehen hatten. Genauer gesagt, sie wurden nicht eingeladen, denn der neue GLA wurde in einer Weltpremiere nur noch Digital vorgestellt. Ich sag  mal so: Wenn das Schule macht brauchen wir bald keine Journalisten mehr.

    Lieber Herr Böhmer,

    das wäre bis vor kurzem noch undenkbar gewesen: eine Autovorstellung ohne hübsches Drumherum mit Häppchen, gerne auch in südlichen Gefilden. Mercedes hat diesmal aber alles anders gemacht und den neuen GLA in einer rein digitalen Weltpremiere vorgestellt. Wohlgemerkt:

    Wir reden hier nicht von einem Exoten-Vehikel - der Kompakt-SUV ist durchaus das, was man gemeinhin als Volumenmodell bezeichnet. Umso interessanter ist der neue Ansatz. Die Zeiten ändern sich eben und manchmal wird das Neue sehr sichtbar.

    Etwas Neues gibt es übrigens auch bei W&V, passend zur Jahreszeit obendrein. Wir haben für alle wissbegierigen Marketer, die Lust auf Weiterbildung und Networking haben, ein Event-Paket mit vorweihnachtlichem Schleifchen geschnürt. Das Beste daran: es ist ein Weihnachtsgeschenk, von dem man lange etwas hat.

    Es gibt aber auch Dinge, die sich scheinbar nie ändern. Interner Ärger bei Agenturen mit dem Namen Saatchi beispielsweise. Was gerade bei M&C Saatchi unter den Augen der verwunderten Branche geschieht, erinnert doch irgendwie frappierend an die frühere Geschichte mit den gleichen Namensgebern. In jedem Fall findet dort gerade - vor und hinter den Kulissen - ein ganz und gar unweihnachtlicher Streit statt.

    Einen möglichst streitfreien Abend wünscht

    Holger Schellkopf

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

    mehr
  • Christoph Bornschein fuehrt TLGG mit Stefanie Luedecke weiter
    alles Gute, viel Glück mit den neuen Kollegen
    Spannende Personalien zum Jahresende

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über einige Personalien noch kurz vor Weihnachten.

    Lieber Herr Böhmer,

    spannende Personalien zum Jahresende sind zwar nicht ungewöhnlich. Aber die hier sind wirklich besonders:

    Julia Stern wechselt von 1&1 zu Google. Und die Agentur TLGG verliert ihre Gründungsmitglieder Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi.

    Julia Stern war erst vor anderthalb Jahren von Zalando zu 1&1 Telecommunication als Vorständin für Online Marketing und Digital Sales gewechselt. Jetzt ist sie Mediadirektorin von Google.

    Und Christoph Bornschein, ebenfalls Gründungsmitglied von TLGG, ist zwar zwei langjährige Wegbegleiter los, aber erstens bleiben alle befreundet und zweitens ist Christoph nicht allein zu Haus.

    Fränzi und Boontham bleiben noch bis Ende Januar bei „ihrer“ Agentur „Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr“ – und übergeben in dieser Zeit schon mal an ihre Nachfolgerin Stefanie Lüdecke, die zuletzt die Geschäfte von ProSiebenSat.1 Digital führte.

    Wir wünschen allen Beteiligten alles Gute, viel Glück, und dass es mit den neuen Kollegen passt. Weil: Nur dann kann etwas Gutes entstehen.

    Das merkt man übrigens auch an den Interviews von Oliver Voss, in denen er Top-Kreative danach befragt, wie eigentlich Ideen entstehen. Im neuen Film mit Bettina Olf, der CCO von Geometry , sieht und spürt man als Zuschauer, dass hier vor der Kamera nicht einfach nur eine Führungskraft berichtet, sondern ein Mensch erzählt. Unbedingt anschauen.

    Schönen Abend noch

    Rolf Schröter

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr
  • Peloton-Frau Monica Ruiz mit Aviation Gin zu einem neuen Aufbruch
    die Marke Aviation Gin mit Witz
    Witz und Schnelligkeit ist eine große Kunst im Marketing

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über Schnelligkeit im Marketing.

    Lieber Herr Böhmer,

    Schnelligkeit ist eine große Kunst im Marketing. Vielleicht die größte. Jeder kann monatelang an einer witzigen Idee oder einer cleveren Strategie feilen – und hoffen, dass er sie nicht nach zu viel Feilen glattgehobelt hat.

    Aber spontan zu reagieren und auf ein aktuelles Ereignis etwas Geniales rauszuhauen, das beherrschen die Wenigsten. Sixt hat es unzählige Male vorgemacht. Aber es gibt auch andere: Erst vergangene Woche hat Henkel mit dem Schwarzkopf „Shampoo ohne Schnickschnack“ bewiesen, wie gut der Konzern Schnelligkeit beherrscht.

    Auch Ryan Reynolds liefert ab. Der Schauspieler beweist Witz und veröffentlicht „possibly the greatest response to a messed up commercial EVER!". Der Spot für seinen Aviation Gin nimmt den umstrittenen Heimtrainer-Clip von Peloton auf die Schippe. Und er macht nebenbei vor, wie man eine Sexismus-Debatte humorvoll führt. Was wiederum für sein persönliches Eigenmarketing ein Coup ist.

    Zugegeben, heute hat auch eine geplante Kampagne für Erstaunen gesorgt: Die Berliner Verkehrsbetriebe bewerben sich um den Status eines Unesco-Weltkulturerbes. Die BVG sei eine Institution und erhalte das Ursprüngliche – zum Beispiel, das Münzen reiben, wenn der Fahrkartenautomat mal wieder ohne Grund das Geld durchfallen lässt. Bei so viel Selbstironie kann man kaum widersprechen.

    Selbstironie ist auch so eine große Kunst im Marketing. Auch eine, die viel zu wenige beherrschen. Die, die es tun, fallen dafür umso mehr auf.

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

    mehr

Aktuelles - Kultur und Medien

  • Ein Wiedersehen mit Lolle und ihren Freunden im Kino
    Das heiß ersehnte Wiedersehen mit Lolle
    Freundschaft, Liebe und der Sinn des Lebens in Berlin

    Lolle is back - Millionen Fans folgten über vier Staffeln und 86 Folgen lang der liebenswert chaotischen Großstadtheldin Lolle (Felicitas Woll) bei ihrer Suche nach sich selbst, Freundschaft, Liebe und dem Sinn des Lebens. Jetzt kehrt die ARD-Kultserie „Berlin, Berlin“ endlich zurück – und das auf der großen Kinoleinwand.

    15 Jahre später, gerade als Lolle sich endlich entscheidet zu heiraten, macht ausgerechnet Sven ihr einen Strich durch die Rechnung. Das heiß ersehnte Wiedersehen mit Lolle, Sven, Rosalie und Hart startet am 19. März 2020 in den Kinos.

    Typisch Sven (Jan Sosniok)! Er platzt mitten in Lolles (Felicitas Woll) Hochzeit mit Hart (Matthias Klimsa) hinein und macht ihr vor versammelter Gästeschar einen Heiratsantrag. Völlig verwirrt flüchtet Lolle in wilder Fahrt quer durch Berlin. Nach einem emotionalen Ausraster landet sie vor Gericht und wird prompt zu Sozialstunden an einer Schule verdonnert.

    Dort trifft sie Dana (Janina Uhse), mit der sie eines gemeinsam hat: Komplizierte Männergeschichten. Nach einer verrückten Partynacht in den Berliner Clubs wachen die beiden am nächsten Morgen in einem Auto auf, allerdings nicht in Berlin, sondern im Harz! Lolle will unverzüglich zurück.

    Doch die Fahrt nach Berlin wird zu einem aberwitzigen Roadtrip, der für beide Freundinnen zu einer Reise wird, die ihr Leben für immer verändert…. aber Moment mal! Was ist eigentlich mit Svens Heiratsantrag?

    Mit BERLIN, BERLIN, eine Produktion der REAL FILM Berlin, präsentiert Constantin Film die Kinokomödie des Frühjahrs, erfrischend anders und herrlich absurd. Hochkarätig besetzt mit Felicitas Woll („Die Ungehorsame“), Janina Uhse (DER VORNAME), Jan Sosniok („Danni Lowinski“), Matthias Klimsa („Die Pfefferkörner“) und Sandra Borgmann („Dark“). An ihrer Seite glänzen prominente Gäste wie Armin Rohde, Detlev Buck, Christian Tramitz, Kailas Mahadevan, Gitta Schweighöfer u.v.a.


    Hinter der Kamera steht das bewährte „Berlin, Berlin“-Team: Regisseurin Franziska Meyer Price (MÄNNERHORT) führte bei zahlreichen Episoden der Kultserie Regie, das Drehbuch zum Film stammt von David und Ben Safier. Der Erfolgsautor David Safier („Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“) war als Hauptautor maßgeblich am Erfolg der ARD Kultserie beteiligt, die als erste deutsche Serie mit dem Internationalen Emmy ausgezeichnet wurde.

    BERLIN, BERLIN ist eine Produktion von REAL FILM Berlin und LETTERBOX FILMPRODUKTION in Co-Produktion mit Constantin Film, Degeto Film, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Radio Bremen und German Film Partners. BERLIN, BERLIN wurde gefördert durch MBB Medienboard Berlin-Brandenburg, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, nordmedia Film und Mediengesellschaft Niedersachen/Bremen sowie DFFF Deutscher Filmförderfonds.

    Darsteller:

    Felicitas Woll, Janina Uhse, Jan Sosniok, Matthias Klimsa, Sandra Borgmann,
    Kailas Mahadevan, Armin Rohde, Kai Lentrodt, Gitta Schweighöfer, Detlev Buck, Christian Tramitz

    Regie: Franziska Meyer Price
    Drehbuch: David und Ben Safier
    Kamera: Stefan Unterberger
    Produzenten: Michael Lehmann, Holger Ellermann
    Co-Produzenten: Martin Moszkowicz, Friederich Oetker (Constantin Film), Christine Strobl (Degeto Film), Sebastian Leutner, Rolf Mütze (German Film Partners)
    Redaktion: Claudia Grässel, Sebastian Lückel (Degeto Film), Cooky Ziesche (Rundfunk Berlin-Brandenburg), Annette Strelow (Radio Bremen)

    mehr
  • Eine mitreissende Hommage an eine Ikone der Musik, 2020 waere Michael Hutchence 60 Jahre alt geworden
    MYSTIFY: MICHAEL HUTCHENCE
    Am 22. Januar 2020 wäre Michael Hutchence 60 Jahre alt geworden

    MYSTIFY: MICHAEL HUTCHENCE ist ein kraftvolles, intimes und einfühlsames Porträt von Michael Hutchence, der als Sänger der australischen Rockband INXS zu Weltruhm gelangte. Am 22. Januar 2020 wäre Michael Hutchence 60 Jahre alt geworden.

    Der Film taucht unter die Oberfläche der öffentlichen Person des „Rockgottes“ Michael Hutchence und zeigt uns, verwoben mit außerordentlichen Archivaufnahmen, darunter auch Michaels private Heimvideos und die seiner Familie, Freunde und Geliebten, eine vielschichtige, äußerst sensible und komplexe Persönlichkeit.

    Michael ist in seiner dionysischen Schönheit und Sinnlichkeit auf der Bühne und im Privatleben zu sehen; doch währt diese Zeit nur allzu kurz. Wir hören seiner außergewöhnlichen Stimme zu und werden Zeuge, wie er durch sein Leben geht, angetrieben von dem weltweiten Erfolg, den er mit seiner Musik hat.

    Aber Michael spürt auch die Nebenwirkungen des Erfolgs und die Zwänge, die das Leben als Popstar mit sich bringt, und er muss einen ständigen Kampf um seine künstlerische Integrität führen. Hinter allem stehen eine große Sehnsucht, die sein Leben und seine Musik prägen, und ein unerfülltes Verlangen, das weit über die Grenzen der Popmusik hinausgeht.

    Ein Unfall ändert Michaels Leben für immer, zerstört sein Selbstbild und nimmt ihm seine Verbindung zum Leben. Verletzlich wie nie zuvor, gelingt es ihm nicht länger, mit den vielen Herausforderungen, die ihm begegnen, fertig zu werden, und so hat er den Angriffen der Boulevardpresse, die in sein Leben eindringt, nur wenig entgegenzusetzen.

    Doch bevor endgültig die Dunkelheit heraufzieht, wird Michaels neugeborene Tochter Tiger zu seinem einzigen hellen Licht...

    Regie und Buch: Richard Lowenstein

    mit Kylie Minogue, Paula Yates, Helena

    Christensen, Bono u.v.m.

     „Einer der genialsten und aufschlussreichsten Dokumentarfilme über einen Rockstar“ - GQ

    „Eine mitreißende Hommage an eine Ikone der Musik“ - BBC Radio

    mehr
  • Achten Sie beim Weihnachtseinkauf zu gunsten der Tiere woher die Ware kommt, aus Liebe zu den tieren
    tierquälerische Prozedur bei Schafen
    Einkaufsratgeber Wintermode - ein Herz für Tiere zum Fest der Liebe

    Jedes Jahr in der (Vor-)Weihnachtszeit steigt die Nachfrage nach Winterbekleidung. Zum einen wappnen sich viele Deutsche mit neuen warmen Jacken, Schals oder Pullovern gegen die Kälte, zum anderen sind diese Textilien beliebte Weihnachtsgeschenke.

    Wer nicht nur ein Herz für seine Liebsten, sondern auch für die Tiere hat und auf tierleidfreie Einkäufe Wert legt, der sollte bei Kleidung aus Daunen, Wolle, Pelz, Kunstpelz oder Leder einiges beachten. Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN Deutschland, gibt einen Überblick, was aus Tierschutzsicht beim Einkauf von Wintermode unbedingt zu beachten ist.

    "Warme und gemütliche Kleidung geht auch tierfreundlich! Am besten ist es, wenn VerbraucherInnen auf pflanzliche Naturfasern wie Baumwolle setzen. So können sie ganz sicher sein, dass kein Tier für ihren Pulli oder Schal leiden musste. Wenn es doch Wolle oder Daune sein soll, immer unbedingt auf Gütesiegel achten und beim Hersteller nachfragen", sagt Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN Deutschland.

    Wolle
    Bei der in Deutschland erhältlichen Bekleidung aus Wolle ist vor allem das so genannte „Mulesing“ problematisch. Beim Mulesing werden Lämmern meist ohne Betäubung große Streifen Haut in der Nähe des Schwanzes herausgeschnitten. Diese tierquälerische Prozedur wird in Australien betrieben, woher ein Großteil der weltweit produzierten Merinowolle stammt.

    Grund für das Mulesing ist die sogenannte Myiasis (Fliegenmadenkrankheit), die durch das Entfernen der Haut verhindert werden soll. VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen die Anwendung von Mulesing aus und betreibt Kampagnenarbeit, damit Textilunternehmen zukünftig auf Wollprodukte in ihrem Sortiment verzichten, deren Wolle von Schafen stammt, die der grausamen Mulesing-Prozedur ausgesetzt waren.

    Auch beim Einkauf von Wollgarnen für den selbstgestrickten Pullover für den Enkel ist Vorsicht geboten. Denn Wollgarne können von australischen Schafen stammen, die die Mulesing-Prozedur über sich ergehen lassen mussten. Mulesing-freie Wolle, die über die gesamte Lieferkette zurückverfolgt werden kann, wird bereits von großen Wolllieferanten angeboten.

    Daunen
    Daunen in Jacken, Kissen, Decken und ähnlichen Produkten stammen in der Regel von Gänsen und Enten aus der Intensivtierhaltung. Und damit nicht genug – im schlimmsten Fall leiden die Tiere unter grausamem Lebendrupf oder Stopfmastproduktion. Wenn der Verbraucher Tierleid komplett ausschließen möchte, empfiehlt VIER PFOTEN, auf Daunen-Alternativen zurückzugreifen.

    Denn diese nehmen es in Punkto Wärme und Qualität locker mit Daunen auf. Wer auf Daunen nicht verzichten möchte, sollte auf entsprechende Standards wie Responsible Down Standard (RDS), Global Traceable Down Standard (Global TDS) oder Downpass 2017 achten, um Tierqual mit größtmöglicher Sicherheit auszuschließen.

    Pelz und Kunstpelz
    Pelzbommel, Fellbesatz an Kapuzen, Krägen, Handschuhen oder Schuhen: Hinter jeder noch so kleinen Pelzapplikation kann sich enormes Tierleid verbergen. Denn trotz massiver Aufklärung halten sich noch immer viele Irrtümer: So wird Echtpelz nicht immer gekennzeichnet, sondern oft als Kunstpelz deklariert.

    Auch die Annahme, dass es tierfreundlich hergestellten Echtpelz gibt, ist ein Irrglaube. Zertifizierungen wie „ethisch korrekter Pelz“ oder „tierfreundlicher“ europäischer Pelz sind Bezeichnungen, die sich Modehersteller überlegt haben, um den Abverkauf dieser Pelzprodukte zu fördern.

    VIER PFOTEN setzt sich für ein pelzfreies Europa ein und ist als Repräsentant des „Fur Free Retailer Program“ in Österreich, Deutschland, Bulgarien, Südafrika und Australien maßgeblich daran beteiligt, große Modehäuser zu einer pelzfreien Zukunft zu bewegen.

    Leder
    Leder wird oft als sogenanntes Nebenprodukt der Fleischproduktion wahrgenommen. Aber auch die Herstellung von Leder ist mit Tierleid verbunden. Informationen darüber, woher Unternehmen Leder für Schuhe, Gürtel oder Jacken beziehen, gibt es kaum – und somit gibt es auch keinen Tierschutzstandard.

    Außerdem sind bisher kaum Herkunftslandbezeichnungen auf Lederprodukten zu finden. VIER PFOTEN ist derzeit kein Unternehmen bekannt, dass die komplette Lederlieferkette im Hinblick auf Tierschutzaspekte transparent offenlegt. Deshalb rät VIER PFOTEN tierfreundlichen Verbrauchern dazu, auf Lederprodukte komplett zu verzichten.

    mehr

Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Weihnachtlicher Zauber in Bernkastel-Kues an der Mosel fuer Taucher
    Adventszeit in Bernkastel-Kues
    Weihnachtlicher Zauber in Bernkastel-Kues an der Mosel - Taucherflossen statt Nikolausstiefel

    Bernkastel-Kues, 22. September 2019. Beim alljährlichen Weihnachtsmarkt vom 22. November bis zum 21. Dezember 2019 begeistert Bernkastel-Kues seine Gäste mit einem außergewöhnlichen Programm.

    So fährt der Nikolaus am 6. Dezember 2019 nicht mit dem Holzschlitten vor, sondern kommt im erleuchteten Ruder-Achter samt eindrucksvollem Fackel-Schwimmer-Gefolge über die Mosel. Gleich am nächsten Tag führt die Nikolauswanderung Wanderfreunde durch die winterliche Wald- und Rebenlandschaft der Stadt und an den Wochenenden locken Schifffahrten mit Glühwein und Christstollen.

    In der historischen Fachwerkaltstadt erleben die Besucher über 40 Stände mit Kunsthandwerk sowie regionalen Spezialitäten und der haushohe Adventskalender überrascht jeden Tag mit weihnachtlichen Darbietungen.

    NIKOLAUS MIT FACKELSCHWIMMERN

    Bereits zum 33. Mal starten in diesem Jahr rund 130 Sporttaucher und die "heilige" Ruderbarke am Abend des Nikolaustages gegen 18 Uhr vom Kueser Hafen und durchqueren als imposanter Fackelzug die winterliche Mosel zum Weihnachtsmarkt auf die Bernkasteler Seite. Hunderte Zuschauer verfolgen am Flussufer oder auf der Brücke zwischen den beiden Stadtteilen das besondere Lichterschauspiel.

    Bei der geführten Nikolauswanderung geht es dann am Sonntag, den 7. Dezember 2019 um 10.30 Uhr für die Winterurlauber vom Ufer hinauf in die Weinberge.

    Während des ersten Stopps genießen sie eine wärmende Glühwein- bzw. Teepause bei herrlichem Panoramablick. Über den Moselhöhenweg und durch ein Wäldchen gelangen die Wanderer schließlich zum Cusanus-Hofgut, wo sie sich mit einem kräftigen Eintopf stärken.

    Von hier aus führt sie der letzte Streckenabschnitt der etwa dreistündigen Tour am Waldrand entlang zurück in das mittelalterliche Bernkastel-Kues. Am Ende der Route gibt es für die Teilnehmer eine schokoladige Überraschung vom Nikolaus sowie die begehrte Sonderplakette.

    24 TüRCHEN GEHEN AUF…

    Der größte Adventskalender der Moselregion steht am Marktplatz in Bernkastel. In den Fenstern des historischen Fachwerkhauses der Adler-Apotheke öffnet sich in der Adventszeit jeden Abend ein Türchen, gefolgt von einer anrührenden Darbietung, einem Lied, einem Gedicht oder einer kleinen Lesung.

    Der Weihnachtsmarkt am Fuße der über 600 Jahre alten St. Michaels-Kirche ist täglich geöffnet (mit Ausnahme des 23. Novembers 2019) und schlängelt sich durch die geschmückten Gässchen der Altstadt in Bernkastel-Kues.

    Passend hierzu gibt es die "Romantische Weihnachtszeit"-Pauschale [6] inklusive drei Übernachtungen mit Frühstück, einer Führung durch den historischen Stadtkern von Bernkastel-Kues, einer adventlichen Schiffsrundfahrt auf der Mosel sowie einem Besuch des Heimatmuseums "Graacher Tor" und der multimedialen WeinErlebnisWelt des Weinkulturellen Zentrums.

    Das Advents-Arrangement ist ab 135 Euro pro Person im Doppelzimmer und ab 165 Euro im Einzelzimmer bei der Touristinformation Mosel-Gäste-Zentrum unter +49-(0)-6531-50019-0 oder info@bernkastel.de buchbar. Bitte den genauen Preis noch mal anfragen.

    Alle Informationen und Termine zur Advents- und Weihnachtszeit im Ferienland Bernkastel-Kues und weitere buchbare Pauschalen gibt es online oder bei der Touristinformation Mosel-Gäste-Zentrum unter +49-(0)-6531-50019-0 oder info@bernkastel.de. News, Bilder und Videos auf Facebook, Twitter, YouTube, flickr und dem  Moselzeit-Blog.

    ÜBER DAS FERIENLAND BERNKASTEL-KUES

    Das Ferienland Bernkastel-Kues bildet mit seiner namensgebenden Stadt Bernkastel-Kues und den 22 umliegenden Moselorten das Zentrum der Mittelmosel im Herzen von Rheinland-Pfalz.

    Die Weinkulturlandschaft zwischen Hunsrück und Eifel ist umgeben von den steilsten Weinbergen der Welt, mittelalterlichen Burgen und der in Schleifen verlaufenden grünschimmernden Mosel. Die durch den Fluss geteilte Stadt Bernkastel-Kues blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück.

    Fachwerkhäuser des Mittelalters sowie das Renaissance-Rathaus aus dem Jahre 1608 prägen das malerische Altstadtbild rund um den Marktplatz. Über der „Internationalen Stadt der Rebe und des Weines“ thront die Burgruine Landshut. Im milden Klima auf dem mineralienreichen Boden in Steillagen gedeihen die besten Rieslingweine der Welt.

    Mit kulinarischen Spezialitäten wie „Zander auf Gräwes“ und „Dübbekuche“ aus regionalen Produkten verwöhnen Gastronomen und Winzer die Gäste. Mit mehr als 1.000 Kilometern beschilderten Radwegen, anspruchsvollen Mountainbike-Trails und einem abwechslungsreichen Wanderwegenetz sorgt die Region für ein vielfältiges Aktivprogramm.

    Sportliches Vergnügen in der Luft und zu Wasser gibt es beim Paragliding und Wasserskifahren. Mit zahlreichen Kultur- und Familienveranstaltungen wie der „WanderKulTour“, dem renommierten Moselmusikfestival, dem größten Weinfest an der Mosel und dem romantischen Weihnachtsmarkt in mittelalterlichem Ambiente lockt das Ferienland Groß und Klein in die Region.


    Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues GmbH
    Jörg Lautwein
    Gestade 6
    D-54470 Bernkastel-Kues
    Tel  +49-(0)-6531-50019-0
    Fax +49-(0)-6531-50019-19
    info@bernkastel.de
     

    mehr
  • Die Mayflower II, ein Replikatschiff in Originalgroesse, wurde fuer11,2 Millionen Dollar Restauriert
    mit den Pilgervätern an Bord nach Amerika
    2020 wird gefeiert - 400. Jahrestag der Mayflower-Reise

    2020 ist 400 Jahre her, seit die „Mayflower“ mit den Pilgervätern an Bord nach Amerika – damals bekannt als die "Neue Welt" – aufbrach. Die „Mayflower“ verließ Plymouth in Großbritannien im September 1620 und landete schließlich im November in Plymouth Bay, Massachusetts.

    Nach Angaben der offiziellen „Mayflower 400“-Organisation können heute mehr als 30 Millionen Menschen ihre Abstammung auf die 102 Passagiere und etwa 30 Besatzungsmitglieder an Bord zurückführen, die aus England und Holland kamen.

    Bei der Ankunft der „Mayflower“ existierten bereits europäische Kolonien in der „Neuen Welt“, doch die Besatzung unterschied sich grundlegend von ihren Vorgängern durch die fortschrittlichen Beziehungen zu den indigenen Völkern.

    Die Pilger waren berühmt für ihre Grundsätze zu Freiheit und Menschlichkeit, die zu einem historischen Friedensvertrag und einer positiven Beziehung zum Stamm der Wampanoag führten. Dies zeigte sich unter anderem in Form der gemeinsamen Herbsternte 1621, die den Grundstein des amerikanischen Thanksgiving-Festes markierte.

    Die Mayflower-Reise hat für die Geschichte der USA eine große Bedeutung. 2020 finden eine Reihe von Feiern und Veranstaltungen in den USA statt, insbesondere in der Region New England: Eine große Eröffnungsfeier (24. April), eine Regatta mit traditionellem New England Lobster Dinner (2. bis 28. Juni), die „Wampanoag Ancestors Walk and Drum Ceremony“ (1. August)

    Oder das „Embarkation Festival“ (19. bis 20. September) zählen zu den Highlights. Im Charlestown Navy Yard in Boston findet vom 14. bis zum 19. Mai 2020 das maritime Festival „Mayflower Sails“ statt. Die „Mayflower II“, ein Replikatschiff in Originalgröße, wurde einer 11,2 Millionen Dollar teuren Restaurierungs unterzogen und wird sich bei „Mayflower Sails 2020“ in voller Pracht zeigen.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Atrium Spa in Reiter's Posthotel, Fotoquelle Hans Wiesenhofer
Adlernest mit Glaeser und Schloss  Park Hotel Sonnenhof
Hochzeitszimmer Grand Hotel Villa Castagnola  Lugano
Neue Kuschelsuite Zimmer GAMS Geniesser- und Kuschelhotel im
Bregenzerwald
Allee mit Blick auf Eingang Gutshaus Stolpe/ Mecklenburg-Vorpommern
    Die Liebe und die Zweisamkeit feiern
    Heiraten ist ansteckend - Fünf Liebensnester können wir Ihnen vorschlagen

    Wenn nicht gerade ein Schnapszahlen-Datum die Statistik verfälscht, ist wohl der Mai der Hochzeitsmonat Nummer eins. Irgendetwas muss in der Luft liegen, das die Paare vermehrt auf das Standesamt und in die Kirche lockt. Aber geheiratet wird zu jeder Jahreszeit.

    Obendrein ist Heiraten ansteckend, so manches Pärchen bekommt bei einem fröhlichen Fest unter blühenden Bäumen selber Lust, die Ringe zu tauschen. Dabei braucht es gar keinen besonderen Anlass, die Liebe und die Zweisamkeit zu feiern. Dass man einander hat, ist doch Grund genug, sich eine schöne Zeit zu zweit zu gönnen.

    Vom Antrag bis zur Hochzeitsnacht im Park Hotel Sonnenhof Vaduz

    Heiraten ist im Idealfall eine einmalige Angelegenheit. Deshalb soll auch der Schritt ins Leben zu zweit ein einzigartiges Erlebnis sein, am liebsten an einem so märchenhaft schönen Ort wie dem Park Hotel Sonnenhof in Vaduz.

    Inmitten eines kunstvoll angelegten Parks liegt das Vier-Sterne-Superior Boutique Hotel mit 29 individuell eingerichteten Zimmern und Suiten – vom Zimmer im Kolonialstil über die Armani- bis zur Hochzeitssuite. Doch bevor man diese bezieht, muss man erst die Frage aller Fragen stellen:

    Willst Du? Im Sonnenhof steht das Team des Hotels bei der Inszenierung des Heiratsantrages mit guten Ideen zur Seite. So kann man zum Beispiel in einer Szenerie wie 1001 Nacht um die Hand der/des Liebsten anhalten, wenn man während der „Hotelbesichtigung“ plötzlich am zauberhaft mit Blumen und Lichtern geschmückten Pool allein gelassen wird.

    Oder man genießt in der eigenen Suite ganz „privatissimo“ ein Menü aus der mit einem Michelinstern ausgezeichneten Küche, serviert von einem Butler. Ist das Jawort erst errungen, kann man sich an die Planung der Hochzeitsfeier machen – auch dafür ist der Sonnenhof der perfekte Ort.

    Eine „Nacht zum Verzaubern“ inkl. Gourmet-Halbpension, einer Flasche Champagner „Laurent Perrier“ und Sonnenhof-Wohlfühlprogramm ist ab 648,- CHF für zwei Personen buchbar. www.sonnenhof.li

    Einspinnen für Verliebte in Reiter’s Posthotel Achenkirch/Tirol

    Wenn Verliebte sich von der Welt zurückziehen, darf das Ambiente gerne etwas verspielt und kuschelig sein, denn in der unterkühlten Klarheit eines Designhotels will die romantische Stimmung nicht so recht aufkommen. In Reiter‘s Posthotel Achenkirch besteht diese Gefahr nicht.

    So groß das Fünf-Sterne-Haus auch ist, es ist von oben bis unten kuschelig und ein wenig schnörkelig ist es auch. Gerade deshalb ist es bei Verliebten so beliebt.


    In der über 6.500 m² großen Wellnesslandschaft des Posthotels Achenkirch finden Paare allemal ein stilles Plätzchen – in der sanften Wärme des Soledoms, in duftenden Aromagrotten oder in den vielfältigen Ruhezonen – von heimeligen Kuschelnestern bis zu Strandkörben im Garten.

    Mit dem Package „Herzklopfen“ bietet das Posthotel Achenkirch ein romantisches Arrangement für alle, die sich selbst etwas Gutes tun wollen – ob frisch verliebt oder schon lange ein Paar.

    Die Pauschale umfasst drei Übernachtungen inklusive Posthotel Wohlfühlpension, eine Rasulbehandlung, eine Aromaölmassage, ein Handpeeling und einen gefüllten Rucksack mit Spezialitäten aus der Region für ein romantisches Picknick zu Zweit und ist ganzjährig bereits ab 561,- Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. www.posthotel.at

    Ein Schloss für Verliebte

    Eine Prinzessin schläft im Himmelbett hinter duftigen Vorhängen, bis sie von einem Prinzen wachgeküsst wird – das weiß jedes Mädchen aus einschlägiger Märchenlektüre. In so einen Märchentraum versetzt fühlt man sich als Gast im GAMS Genießer- und Kuschelhotel im Bregenzerwald.

    Den Prinzen muss man allerdings selber mitbringen. In den Kuschelsuiten sind zarte Vorhänge ein wichtiger Teil der Inszenierung. Wie Schleier schützen sie die Zweisamkeit, während der Blick nach draußen offen und ungestört bleibt.

    Die Farbpalette changiert von sanften Weißtönen bis zu schimmernden Perlmuttfarben. Schleiflack und weiche Lederpolster kennzeichnen das Mobiliar. Vom Blütenschloss und vom nebenstehenden Blütenkokon aus hat man Zugang zur Traumwelt “Da Vinci Spa”, einer Wellnesswelt, die über eine Lounge mit offenem Feuer, Saunabereich mit Nacktschwimmbecken und Unterwassermusik, einen beheizten Außenpool und Wintergarten verfügt.

    Das Arrangement „Traumtage Zeit zu zweit“ umfasst neben drei Übernachtungen inklusive Frühstück auch drei romantische Abendmenüs im Rahmen der Halbpension, Champagner & Chocolat d’Amour und Wellness in der Traumwelt “Da Vinci Spa”, buchbar ab 531,- Euro pro Person. Bei Anreise am Sonntag gibt’s eine Übernachtung mit Frühstück und ein Abendessen gratis.
    www.hotel-gams.at

    Hochzeit unter Palmen

    In Wahrheit sind die Hochzeits-Vorbereitungen ein Stresstest für die zukünftige Ehe, wer diese Phase übersteht, hat gute Chancen auf eine gelingende Zweisamkeit. Ist erst einmal die richtige Location gefunden, ist eine der wichtigsten Fragen schon geklärt.

    Wer sich für das Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano entscheidet, bekommt ein traumhaftes Ambiente inmitten eines tropischen Parks am Ufer des Luganer Sees, exzellente Küche, elegante Räumlichkeiten und perfekten Service auf einmal.

    Das Team des 5-Sterne Luxus Hotels kümmert sich gemäß den Wünschen des Brautpaares um Details wie Musik, Hochzeitstorte und Blumenarrangements, Aperitif und Tischkarten.

    Statt vom Friseur zur Kosmetikerin zu hetzen, lässt sich die Braut im Hotel in Clarins Beauty Corner und bei Danilo Hairstyling auf den großen Moment vorbereiten. Auf Anfrage kann die Trauung in einer kleinen Kapelle im Hotelpark vollzogen werden.

    Zum Hochzeitsbankett lädt man anschließend in eines der hoteleigenen Restaurants, das „Le Relais“ (14 Punkte im Gault Millau) oder das „Arté al Lago“ (ein Michelinstern, 16 Punkte im Gault Millau). Welches man wählt, kann man im Rahmen der „Pure Relax“ Pauschale für zwei Personen entscheiden.

    Sie enthält fünf Übernachtungen, eine Gesichtsbehandlung pro Person sowie je ein Gourmetmenü für zwei im Relais und im Arté al Lago, buchbar ab 2.890,- CHF für zwei Personen im Doppelzimmer. www.villacastagnola.com

    Im Gutshaus Stolpe in Vorpommern gibt man sich das Jawort mit Stil

    Ein strahlender Tag im Grünen, inmitten von Blumen, herausgeputzten Kindern, gerührten Eltern und fröhlichen Freunden – solche oder ähnliche Bilder haben wohl alle Brautpaare im Kopf, wenn sie ihre Hochzeit planen. Im Relais & Chateaux Hotel Gutshaus Stolpe in Vorpommern werden sie Wirklichkeit.

    Das denkmalgeschützte Gutshaus umgibt ein großer Park direkt am Ufer der Peene. Unter seinen alten Bäumen oder am Bootssteg finden sich stimmungsvolle Plätze für frei gestaltete Vermählungs-Zeremonien und schöne Hochzeitsfotos.

    Im ehemaligen Pferdestall, dessen historische Bausubstanz liebevoll restauriert wurde, stehen elegante Räumlichkeiten für die Feier zur Verfügung, ein Raum wurde eigens für standesamtliche Trauungen gewidmet. Höchste kulinarische Kompetenz ist auch für die Bewirtung der Hochzeitsgäste garantiert, schließlich schmückt seit 2008 ein Stern im Guide Michelin das Gourmetrestaurant des Gutshauses Stolpe.

    Bei allem, was sonst noch zu einer romantischen Hochzeit gehört – vom Blumenschmuck über die Tanzmusik bis zur Kutschfahrt – ist das erfahrene Team unter der Leitung von Hoteldirektor Alexander Stiller behilflich.

    Mit oder ohne Hochzeitsfeier – für romantische Tage ist das Gutshaus Stolpe immer eine gute Wahl: Das Arrangement „Drei Tage zum Verlieben“ gibt es mit zwei Übernachtungen inklusive Frühstück, einem 3-Gänge-Menü im Stolper Fährkrug und einem 4-Gänge-Menü im Gourmet-Restaurant sowie einem Sektfrühstück ab 562,- Euro für zwei Personen. www.gutshaus-stolpe.de

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Essen und Trinken

  • Der Chefredakteur der GFDK, Gottfried Boehmer geht gerne in Bars um einen guten Drink zu geniessen, der Prohibitionszeit kann er nichts abgewinnen
    illegale Destillation und der Verkauf von Alkohol
    Kreativitätsschub für Cocktails - 100 Jahre nach der Prohibition

    Die Prohibition beschreibt ein landesweites Verbot des Verkaufs und der Einfuhr von alkoholischen Getränken, das von Januar 1920 bis Dezember 1933 galt. Befürworter argumentierten, dass es die kriminelle Aktivität verringern würde – in der Realität wurden die illegale Destillation und der Verkauf von Alkohol weit verbreitet.

    Die Prohibitionszeit war zwar nicht die Geburtsstunde der Cocktails, aber sie erlebten einen Kreativitätsschub: So genannte Flüsterkneipen („Speakeasies“) boten Mischgetränke an, um den Geschmack von illegalem Alkohol zu überdecken.

    Einige der entstandenen Cocktails aus dieser Zeit sind auch heute noch beliebt, darunter der Whiskey Sour, der Mint Julep und Tom Collins. Heute, 100 Jahre nach der Einführung der Prohibition, floriert die Bar- und Kneipenszene der USA, mit kultigen Läden, die hinter Geheimtüren, Bücherregalen und Vorhängen versteckt sind.

    Doch statt gepanschtem Alkohol erwarten die Besucher einige der originellsten Cocktails in stilvoller Umgebung. Neben den Legenden aus den berühmtesten Speakeasies erzählt das „Las Vegas Mob Museum“ weitere Geschichten der Prohibition, in Savannah (Georgia) befindet sich das einzige Prohibitionsmuseum des Landes.

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Knapp ein Drittel der Europaeer isst jede Mahlzeit allein und die Generation Z hat keine Tischmanieren mehr
    Generation Z weiß nicht wie man sich benimmt
    Ein Fest der schlechten Tischmanieren

    Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnlichkeit, in der sich die Menschen wieder mehr dem Wichtigen in ihrem Leben zuwenden und daher mehr Zeit mit Freunden und Familie suchen. Man trifft sich auf Weihnachtsmärkten oder plant gemeinsame Essen ein. Neueste Forschungsergebnisse von Mintel verraten jedoch, dass die meisten Europäer* sonst eigentlich gerne alleine essen.

    Der in der Zeitspanne zwischen Januar und Februar 2019 geführten Umfrage zufolge isst im Durchschnitt knapp ein Drittel der Europäer jede Mahlzeit allein. In Polen sind das 40 Prozent der Verbraucher, gefolgt von 33 Prozent der Briten, 31 Prozent der Deutschen, 30 Prozent der Franzosen und je 29 Prozent der Spanier und Italiener.

    Die Studie weist ebenfalls darauf hin, dass Mahlzeiten mit der Familie einen hohen Stellwert einnehmen. So finden mehr als 8 von 10 Spaniern (84 Prozent), Italienern (83 Prozent) und Franzosen (82 Prozent) gemeinsame Familienessen wichtig. In Polen stimmen dem 79 Prozent, in Deutschland 78 Prozent und in Großbritannien 75 Prozent der Verbraucher zu.

    Edward Bergen, Global Food & Drink Analyst bei Mintel, erklärt:

    „Immer hektischere Tagesabläufe resultieren in weniger Zeit für Dinge, die einem eigentlich wichtig sind, wie z. B. gemeinsame Mahlzeiten mit Freunden und Familie. Das erkennt man auch an dem wachsenden Trend, dass viele Menschen alleine essen.

    Das Smartphone ist dabei nicht vollends unschuldig, denn immer mehr Verbraucher bevorzugen die „Gesellschaft“ ihres Telefons statt die anderer Menschen. In der festlichen Jahreszeit genießen sie es jedoch, wieder mehr gemeinsame Mahlzeiten einzuplanen – was heutzutage kein einfaches Unterfangen mehr ist.“

    Ein Fest der schlechten Tischmanieren

    Übeltäter für unsere schlechten Tischmanieren ist der Mintel-Forschung zufolge die Technologie, wobei das Telefonieren und Schreiben von SMS-Nachrichten am Essenstisch wohl die gröbsten Verstöße gegen den Knigge sind.

    Über die Hälfte (55 Prozent) der spanischen Verbraucher gibt zu, ihr Telefon während Mahlzeiten zu benutzen. Dabei sind sie nicht allein: 53 Prozent der Polen und 51 Prozent der Italiener bekennen sich ebenfalls zu diesem Fauxpas. Am anderen Ende der Skala finden sich die Briten (32 Prozent), Franzosen (23 Prozent) und Deutschen (21 Prozent) wieder, die weniger dazu geneigt sind, ihre Telefone beim Essen zu zücken.

    Besonders Jüngere zwischen 16 und 24 Jahren – auch als Gen Z bekannt – tendieren eher dazu, ihre Handys in Gesellschaft anderer zu nutzen. Hier führen ebenfalls die spanischen (76 Prozent) und die polnischen Verbraucher (72 Prozent) dieser Altersgruppe. Doch auch 67 Prozent der italienischen, 62 Prozent der britischen sowie über die Hälfte der französischen und deutschen Gen Zs (jeweils 52 Prozent) scheinen nicht von ihren Mobiltelefonen wegzukommen.

    Natürlich ziehen uns nicht nur unsere Smartphones in den Bann – die Rede ist vom Fernseher und von Videospielen. Bekannt für ihre Liebe zum TV geben 7 von 10 Briten zu, beim Essen fernzusehen oder Video-Games zu spielen. Der Studie zufolge tun dies ebenfalls 68 Prozent der polnischen, 59 Prozent der spanischen und 57 Prozent der italienischen Konsumenten.

    „Die digitale Ära hat definitiv die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, verändert – auch in Gesellschaft von Freunden und Familie. Wir sind hungrig nach dem ständigen Fluss an neuen Informationen und die sogenannte „fear of missing out“ hört nicht am Essenstisch auf. Das zeigt sich insbesondere bei den jüngeren Verbrauchern, die ständig und überall ihre Handys kontrollieren.

    Hersteller und Marken bietet sich die Möglichkeit, durch das Interesse an digitalen Service-Angeboten an Verbraucher heranzutreten, um ihre Sinne wieder dazu zu schärfen, welche Lebensmittel und Getränke sie eigentlich zu sich nehmen.

    Mahlzeitplanungs-Apps könnten beispielsweise dabei helfen, eine gesunde Auswahl an Lebensmittel zu treffen und die eigenen Kochkünste auszufeilen. In der heutigen Welt müssen Lebensmittel- und Getränkehersteller Kreativität beweisen und mehrere Kommunikationskanäle bespielen, die für ihre Zielgruppen relevant sind, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.

    Ein weiterer Weg dies zu erreichen, bietet die Produktentwicklung: Nicht nur Geschmack, sondern auch auf spannende Texturen, Farben und Aromen können hierbei neue Anreize setzen und sollten nicht vernachlässigt werden.“

    *Die Verbraucherstudie wurde mit jeweils 2000 Internetnutzern über 16 Jahren in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Polen in der Periode zwischen Januar und Februar 2019 geführt.

    mehr
  • Haubenkueche auf 2.085 Metern, die Verwallstube am Galzig oberhalb von St. Anton am Arlberg in Tirol gilt als Dauergast im Gault-Millau, 2020 mit 15 Punkten und drei Hauben
    Gipfel für Feinschmecker
    Tannenhof und Schwarzer Adler in St. Anton am Arlberg auf der Bestenliste von Gault-Millau

    Kaiserschmarrn oder Bouillabaisse, internationale Starköche oder Tiroler Familienrezepte – das kulinarische Angebot von St. Anton am Arlberg ist gleichermaßen vielfältig wie sein Skigebiet.

    Acht Restaurants aus der Urlaubsregion führt der neu erschienene Gault-Millau 2020 mit insgesamt 118,5 Punkten und 22 Hauben. Damit bietet der österreichische Wintersportort seinen Gästen eine große Auswahl an Spitzenküche auf hohem Niveau. Wer’s lieber einfach mag, bleibt den beliebten Tiroler Schmankerln treu.

    Das Restaurant des Hotel Tannenhof in St. Anton am Arlberg führen die Herausgeber des Gault-Millau seit Jahren auf der Bestenliste. Mit seiner „Creative Alpine Kitchen“ unter Leitung von Starkoch James Baron hat das Haus 2020 erstmals vier Hauben (18 Punkte) erzielt.

    Fans edler Tropfen kehren direkt an der Skipiste von St. Christoph in die Hospizalm (3 Hauben) mit der hochkarätigen Weinauswahl von Adi Werner ein. In dessen Keller lagern wertvolle Raritäten sowie rund 2.900 Großflaschen wertvoller Bordeaux-Weine (bis 27 Liter) – eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit.

    Ein exklusives Pendant zur herkömmlichen Einkehr ist auch die Verwallstube am Galzig: Mitten im Skigebiet speisen Gäste dort an weiß gedeckten Tischen. Das nur per Gondel oder Piste erreichbare Tiroler Bergrestaurant belohnte der Gault-Millau 2020 mit drei Hauben bei 15 Punkten.

    Auch die Alte Stube im Hotel Schwarzer Adler darf sich künftig mit zwei Hauben (13,5 Punkte) schmücken. Über erneute Auszeichnungen freuen sich zudem das Hospiz Gourmet Restaurant im Arlberg Hospiz, die Alpin Gourmet Stube im Hotel Gletscherblick, die Raffl’s Stubn im Hotel St. Antoner Hof (je 3 Hauben) sowie die Sonnbichl Stube (1 Haube).

    Gault-Millau-Führer 2020: Die Restaurants in St. Anton am Arlberg/Tirol

    18 Punkte, 4 Hauben                Hotel Tannenhof

    16 Punkte, 3 Hauben                Hospiz Gourmet Restaurant im Arlberg Hospiz

    15 Punkte, 3 Hauben                Raffl‘s Stubn im Hotel St. Antoner Hof

    15 Punkte, 3 Hauben                Galzig Verwallstube

    15 Punkte, 3 Hauben                Hospizalm St. Christoph

    15 Punkte, 3 Hauben                Alpin Gourmet Stube im Hotel Gletscherblick

    13,5 Punkte, 2 Hauben             Alte Stube im Hotel Schwarzer Adler

    11 Punkte, 1 Haube                 Sonnbichl Stube

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Die Kulturgeschichte um unsere Haare hat einen langen Bart 4000 Jahre Haarpflege von der Antike bis heute sind auch eine kulturellen Revolution
    Die Kulturgeschichte der Haare
    Haare, 4000 Jahre Kult und Symbol der kulturellen Revolution

    Wer sich sich die Frage stellt, was uns Männlein wie Weiblein unsere Haare bedeuten, muß sich nur eine Zahl anschauen, um die Frage zu beantworten. Die Firma Wella, der Hersteller von Haarpflegeprodukten und Friseurbedarf, wurde von Procter & Gamble 2015 an die deutsche Milliardärsfamilie Reimann für 12 Milliarden Dollar verkauft.

    Wer sich diese Summe mal vor Augen hält, weiß was uns unsere Haarpracht wert ist, und Wella ist längst nicht der einzige Anbieter von Haarpflegeprodukten.

    Ich wurde gefragt, warum sind Haare so wichtig, und welche Rolle spielen Haare bei Frauen und Männern, und wie pflegte man damals und heute seine Haare richtig und wie geht man mit Haarausfall um. Das eine vorweg, die Geschichte um unsere Haare hat einen langen Bart.

    Die Geschichte der Haare - Die Ägypter

    Das Streben der Menschen nach Schönheit hat sich schon seit Menschengedenken auch in seiner Haarpracht gezeigt. Schon die alten Ägypter um 3000 v. Ch. haben viel wert darauf gelegt, sich mit ihren Haaren zu schmücken und geschickt Farben einzusetzen und es gab schon damals viele Farbtöne.

    Auch der gealterte Ramses II  benutzte regelmäßig Farbtöne, um sein graues Haar zu verjüngern und ältere Menschen trugen schon zu dieser Zeit Perücken. Auch die alten Ägypter mußten sich also mit dem Haarausfall herumschlagen.

    Gewaschen haben die alten Ägypter ihr Haar und ihre Perücken regelmäßig. Das taten sie mit einer Mischung von Wasser und Zitrussäften, dadurch wurde das Haar glatt und glänzend. Auch Mandelöl als Conditioner nach der Haarwäsche gehörte schon dazu. Um das Haar zu formen, benutzten die Ägypter Fett aus Bienenwachs.

    Die Lieblingsfarbe seiner Zeit war Schwarz oder Rotorange. Schon um 4000 v. Ch. war Henna die populärste Farbe: sie kreiert orangene oder rote Haartöne. Die Hennapflanze (Lawsonia inermis) wuchs an den Ufern des Nils und bot sich von daher regelrecht an. Nach dem Jahr 1500 v. Ch. fingen die Ägypter an, Perücken und bunte Haarfarben wie Blau, Rot und Grün zu tragen.

    Die Griechen - Säule und Basis der westlichen Kultur

    Nach den Ägyptern zwangen die Griechen der Antike ihren Haarstil, der bis dahin bekannten Welt auf. Die griechische Zivilisation, die später das Römische Reich erbte und weiter führte, war die Säule und Basis der westlichen Kultur bis ins 19. Jahrhundert.

    Die verheirateten griechischen Frauen trugen lange Haare in Zöpfen als Zeichen ihres Ehestatus und das Schneiden von Haaren und der Frisurenstil zeigten den sozialen Status auf. Im antiken Griechenland entstanden auch die ersten Friseurgeschäfte, diese wurden aber zunächst nur von Männern frequentiert, um Gespräche über Philosophie, Politik und öffentliche Themen zu führen.

    In dieser Zeit kam auch der Haarschmuck voll zur Geltung und die Griechen parfümierten ihre Köpfe mit Mandelöl, Blumen, aromatischen Düften und Gewürzen. Da der größte Teil der Bevölkerung schwarze Haare hatte, die Lieblingsfarbe der Griechen aber Blond war, nutzten sie eine Mischung aus der Safran Blume, um diesen Ton zu gewinnen.

    Die Römer machten die Haare zum Status

    Nach den Griechen kamen die Römer. Die Römer gaben ihrem Aussehen und ihrem Haar eine besondere Bedeutung. Die Frisuren der Römer bezeichneten den gesellschaftlichen Status, das Alter, die politische und religiöse Stellung oder auch ihre Ansichten. Spätestens jetzt wurden Haare zum Status.

    Mit dem Sieg über Griechenland brachte Rom die ganze griechischen Kultur unter ihren Einfluss, ohne sie zu zerstören. Auch die Sitte von den rasierten Haaren mit Hilfe von Barbieren wurde von den Römern übernommen. Glatzen waren bei den Römern nicht erwünscht, weil es als Zeichen physischen Mangels galt. Nur der große Feldherr Julius Caesar verdeckte seine Glatze nicht.

    Der griechische Einfluss brachte die Tradition der Barbiere und Friseurgeschäfte auch nach Rom. Und so jammerte schon Plinius der Ältere: “ Wie monoton und langweilig die Zeit ist, die die römischen Frauen diesen endlosen Friseur-Sessionen widmen...“ Davon können die Männer auch heute noch ein Lied singen.

    Auch Haarglätteisen kannten die Römer schon und die Perücken waren hauptsätzlich aus menschlichem Haar gefertigt, die blonden Haare kamen von germanischen Sklaven und die schwarzen aus Indien, Wasserstoffperoxid wurde als Bleichmittel eingesetzt. Den römischen Patrizier Frauen und Männern hat es, was ihre Haarpracht angeht, an nichts gemangelt.

    Das Haar war zu allen Zeiten das Symbol von Kraft, Gesundheit und Autorität. Die Art und Weise wie wir unser Haar schneiden, binden und kämmen, spiegelte schon immer den gesellschaftlichen und sozialen Status wider. Haare sind wie ein Symbol ihrer Zeit.

    Nach der Niederlage der Römer ging es bergab

    Nach der Niederlage der Römer war es mit der Haarpracht und den Bärten zunächst nicht vorbei. Bis zum 5. Jahrhundert herrschten erst mal die Germanen und diesen war ihre Haarpracht äußerst wichtig. Die Merowinger Könige trugen sehr langes und lockiges Haar. König Chlodio V hatte sogar den Spitznahmen “Le chevelu“ (langes Haar), weil er das längste Haar von allen seinen Vorfahren hatte.

    Ab dem 5. Jahrhundert bestimmte nun die Kirche, lange Haare waren verpönt und man sollte sie auch nicht mehr zeigen. Und Bärte galten als barbarisch. Im 10. Jh. fing die Katholische Kirche an Edikte gegen lange Haare auch bei Männern zu verhängen. Bärte und langes Haar wurden als Symbol des Heidentums (der Germanen) gebrandmarkt und auch der Perücke ging es an den Kragen.

    „Die Frau, die eine Perücke trägt, begeht eine Todsünde“

    Der heilige Bernhard von Clairvaux, erster Konsul von Konstantinopel, sagte: "dass die Perücke eine Beleidigung gegenüber Gott ist". Und Clemens von Alexandria sagte, "dass derjenige, der eine Perücke trägt während er den Segen in der Kirche bekommt, daran denken muss, dass der Segen in der Perücke stecken bleibe und nicht zu den Träger kommen wird".

    Der Aufbruch in eine neue Zeit - Befreiungsschlag aus Frankreich

    Eine Explosion von Extravaganz für Haare und Perücken und Freiheit brachte das 18 Jahrhundert. Es begann die Zeit der großen Eleganz. Eine neue soziale Ordnung wurde hergestellt, die bürgerliche Gesellschaft vertrieb den Adel und drängte die Kirche in ihre Grenzen. Eine starke Bourgeoisie, die Wissenschaft und neue reiche Menschen, die nun zu Wohlstand kamen, eroberten die Welt.

    Das neue Bürgertum imitierte die Kleidung und die Frisuren des Adels. Das Tragen von Perücken war sehr populär und verbreitete sich in ganz Europa. Ludwig XIV hatte 40 Perückenmacher, die für ihn in Versailles Perücken herstellten.

    Auch die Frauen trugen nun Perücken und anhand der Verarbeitung konnte man schon wie in grauer Vorzeit erkennen, welchen Beruf diese Person ausübt oder welchen gesellschaftlichen Status diese Person hat. Die Barbiere sattelten um und wurden Perückenmacher.

    Die Klasse ohne “Edeltum“ versuchte nach der Französischen Revolution die Sitten des Adels zu übernehmen, aber der Luxus und die Protzerei waren bald unerwünscht. Die neue Gesellschaft nahm wieder den Stil der Antike und der griechischen Ästhetik auf. Die neuen Denkarten veränderten auch die Frisuren. Die Frauen verzichteten wie die Männer nun auf Perücken und trugen ihre Haare wieder ganz natürlich.

    Das 19. Jh. ein großer Wurf für die Haarpflege 

    Die höchste Autorität war nicht mehr der Verstand, sondern die individuelle Phantasie. Das zeigte sich auch bei den Haaren, diese waren ungekämmt, trocken, ohne künstliche Mittel oder sonstige Zutaten. Das sollte der Ausdruck des individuellen Freiheitsgefühls sein. Man wollte die Vergangenheit und seine Uniformität ablegen. Es begann das große Zeitalter der Dichter und Denker, die wir heute sehr vermissen.

    Ab Mitte des Jahrhunderts ging es in eine ganz andere Richtung. Eliza Rossana Gilbert, eine bekannte Tänzerin und Kurtisane am Hof Ludwig I von Bayern, die er später zur Gräfin machte, veröffentlichte 1858 ihr Buch “Die Kunst der Schönheit oder die Geheimnisse der Damentoilette mit Hinweisen für Herren zur Kunst des Erstaunens“.

    Ab 1860 kamen Locken und welliges Haar groß in Mode. Nachts trugen die Damen Lockenwickler aus Metall, um die Form der Locken zu erhalten. 1872 präsentierte der französische Friseur Marcel Grateau seinen patentierten Haarlockenstab.

    Die Kanadierin Martha Matilda Harper entwickelte das erste Konzept eines modernen Schönheitssalon. Das Motto war “Gesundheit ist Schönheit“. Sie entwickelte ein eigenes Shampoo für das Waschen von Haaren. “Harper Salon" wurde ein Welterfolg.

    Sie gründete Schönheitsschulen, die sie “Harpers Methode“ nannte und bildete Manager und Betreiber ihrer Salons aus. Bis zum Ende des 19 Jahrhunderts gab es mehr als 200 Harper Salons in Amerika und seit 1920 mehr als 500 auch viele in Europa und in Deutschland.

    William Procter, ein britische Kerzenmacher gründete mit seinem Schwiegersohn James Gamble 1837 den Seifenhersteller Procter & Gamble, der heute zu den größten Konsumgüter-Konzernen der Welt gehört. 1901 gründete King C. Gillette das Weltunternehmen Gillette, das 2005 von Procter & Gamble für 57 Milliarden US-Dollar gekauft wurde.

    Und 1890 entwickelte Alexandre Godefroy in seinem Salon in Paris die erste Maschine fürs Haareföhnen. 1903 brachte die Firma Schwarzkopf das erste Haarwaschpulver auf den Markt, und der Barbierberuf erlebte eine neue Blüte. Insgesamt war das ein spannendes 19. Jahrhundert, auch für die Haare und Haarpflege.

    Das 20. Jahrhundert veränderte die Welt

    Von 1901 bis zum Jahr 2000 änderten sich ständig die Stiltransformationen für Haare. Mit dem Aufkommen des Films, des Kinos bestimmten erstmals die Schauspieler wie man seine Haare trägt und was in Mode ist. Sie diktierten die Trends, die Frisuren und die Kleidung.

    Das neue Jahrhundert begann gleich mit einer wichtigen Erfindung. Der Deutsche Karl Nessler (später Charles Nestle) erfand 1905 die erste Methode für das dauerhafte Haarlocken. Nun war es auch Frauen mit glattem oder dünnen Haaren möglich mit einem Lockenkopf aufzutreten.

    Die Revolution bei den Frisuren kam aber erst nach dem Ersten Weltkrieg. Frauen trugen nun kurze, oft wellige Haare, als Symbol für ihre Freiheit und gewonnener Unabhängigkeit, die sie von alten  gesellschaftlichen Strukturen befreite. Die Männer hatten nun glatt rasierte Gesichter und kurze Haare. Ein gutes Beispiel lieferten Rudolph Valentino und Fred Astaire bei den Männern, Mary Pickford und Alice Day bei den Frauen.

    Zwischen 1920-1930 kamen zwei technologische Neuheiten hinzu. Der erste Hand-Haar-Föhn und die von dem Schweizer Eugene Suter und dem Spanier Isidoro Calvete erfundene Maschine für die Dauerwellen. 1938 erfand Arnold F. Willat die "kalte Welle". Den Haar Mode Stil der 30 und 40er Jahre sieht man am besten, wenn man sich Fotos von Marlene Dietrich, Sir Lawrence Olivier, Jean Harlow und Clark Gable anschaut.

    Nach dem zweitem Weltkrieg, ab den 50er Jahren, begann eine Zeit des großen Umbruchs. Von nun an bestimmte die Jugendkultur bis in unsere Tage, was man trägt und wie die Frisur aussieht. Erlaubt war, was gefällt. Die alte prallte mit voller Wucht auf die neue Welt. Die Jugendidole waren die Beatles und James Dean. Ihre Frisuren wurden millionenfach kopiert und zeigte die großen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen auf. Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren.

    Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren

    Bei den Frauen waren Marilyn Monroe und Gina Lollobrigida die schönsten Frauen der Welt, die neuen Vorbilder. Und dann kam Elvis Presley mit seine Koteletten und nach hinten gekämmten Haaren und Millionen von Männern auf der ganzen Welt eiferten ihm nach und wollten auch so aussehen.

    Es sollte noch schlimmer kommen. Eine Mode- und Stilrevolution kam auf die Bühne, die unter dem Motto “verboten ist zu verbieten“ und “Macht der Phantasie“ die Werte, Moral und Ethik der vorigen Generationen vom Tisch haute. Die Eltern und Großeltern verstanden die Welt nicht mehr. Eine neue kulturelle Bewegung bahnte sich ihren Weg.

    Hippies, Liberale, Pazifisten und die Gegner des Vietnam-Kriegs formierten sich unter dem Motto “Frieden und Liebe“ und das wurde zu ihrer Philosophie. Twiggy das englische “Supermodel“ präsentierte einen neuen Frisurenstil und trug ganz kurze Haare, und die Rockoper des Musical Hair verkörperte ihren Protest durch den Afro Look der Hippie Frisuren. Die Haare waren die ausschlaggebende Hauptform des Protestes gegen die traditionellen Werte der Vorkriegs-Generation.

    Und so zog sich das durch die 70er, 80er und 90er Jahre. Haare als Stilmittel, Protest und Weltanschauung. Lange Haare, Bob-Frisuren und lange Bärte, Rasterlocken wie Bob Marley bis hin zu den Punks, den Skinheads und dem Yuppy Stil. Allen gemein war eine Reaktion auf gesellschaftliche Werte, die man ablehnte oder beführwortete.

    Ende der 80er Anfang der 90er war es damit vorbei. Die Stilrichtungen waren zu populär geworden, die gesellschaftliche Macht und Boschaften verloren sich in der alltäglichen Mode, die politische Nachricht ging verloren. Nur Kurt Cobain setzte noch einmal ein Zeichen mit seinen klebrig, schlampig und ungewaschenen Haaren, die er als seinen Protest gegen gesellschaftliche Positionen, die er ablehnte, einsetzte.

    Das 21. Jahrhundert hat bis heute nichts neues gebracht. Alles ist stromlinienförmig geworden, jeder trägt seine Haare wie es ihm bzw. ihr gefällt. Alle Farben sind erlaubt und sogar die Glatze ist kein Manko, sondern ein Sexsymbol. Die jungen Männer haben den Bart wiederentdeckt und somit findet sich bald an jeder Ecke nicht nur ein Frisör sondern auch ein Barber-Shop. Eine Botschaft ist nicht zu erkennen und auch keine einheitlichen Werte, außer Karriere machen und schnell viel Geld verdienen.

    Sie kennen doch den Spruch "Erzähl das deinem Frisör"

    Es gibt ja den Spruch, wenn man etwas nicht hören will, "erzähl das doch deinem Frisör".  So, jetzt haben sie eine Geschichte auf Lager, die sogar ihren Frisör begeistern könnte. Wissen hat ja noch nie Schaden angerichtet. Wenn wir uns die Geschichte nun vor Augen halten, können wir feststellen, dass sich der Kult um unsere Haare in 4000 Jahren nicht verändert hat.

    Alles Gute

    Gottfried Böhmer

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung


     


     

    mehr
  • Kolonialmoebel sind wieder im Kommen
    Antik ist wieder "in"
    Kunst statt Plüsch: Die neuesten Vintage-Wohntrends

    Vintage hieß in der Einrichtung jahrelang vor allem kunterbunter Shabby Chic, idealerweise selbst auf dem Flohmarkt für ein paar Euro erstanden und neu gerichtet. Doch mittlerweile ist Vintage erwachsen geworden: Erlesene Antikmöbel und Kunstwerke liegen voll im Trend.

    Chesterfields und die Privatbar

    Die neuesten Entwicklungen sind gute Nachrichten für alle, die mit der nüchternen Kälte des Industrial Designs nichts anfangen können und auch keine Lust mehr auf wacklige Beistelltischchen aus angemalten Obstkisten haben. Wer es sich leisten kann, setzt auf echte Antikmöbel mit Patina und Geschichte: Das Chesterfield-Sofa, auf dem schon der Urgroßvater Pfeife rauchend die Tageszeitung studierte und die Kommode aus edlem Nussholz, in der die Uroma die Aussteuer verwahrte.

    Doch auch die großen Möbelhändler im Internet und kleine Nischenanbieter stellen sich allmählich auf den Vintage-Trend ein. Stark im Kommen ist beispielsweise die gute alte Bar für zu Hause. Allerdings handelt sich heute nicht mehr um eine muffig riechende Kellerbar, in der sich nur dreimal im Jahr Gäste aufhielten, sondern kleine pfiffige Barregale mit ausreichend Platz für Getränke, Gläser und Zubehör sowie zwei oder drei Barhockern. Passt in jedes Wohnzimmer und kann im Sommer zur Grillparty leicht auf die Terrasse gebracht werden.

    Kleine Kunstwerke setzen Akzente

    Der Retro-Trend macht sich auch in der Wohndekoration bemerkbar. Es muss nicht unbedingt der berüchtigte röhrende Hirsch sein oder Dürers betende Hände, die früher in kaum einem Haus fehlten. Doch nach Jahren der kunterbunten Wandtattoos und dem Nippes vom Flohmarkt legen wieder mehr Menschen Wert auf Wandgemälde und andere Kunstwerke. Wer es sich leisten kann, kauft Originale als Wertanlage.

    Doch auch bei Antikhändlern und sogar auf Antikflohmärkten lassen sich häufig wunderschöne kleine Kunstwerke zu günstigen Preisen kaufen. Diese stammen meist aus Wohnungsauflösungen, wenn alte Menschen entweder ganz ohne Erben verstorben sind oder diese sich nicht für die Einrichtung interessierten. Zwischen viel Kitsch sind hier durchaus attraktive echte Ölgemälde oder Aquarelle zu finden – und das ein oder andere wertvolle Sammlerstück.

    Der Duft der weiten Welt

    Die neue Vintage-Welle macht auch vor sogenannten Kolonialmöbeln nicht halt: Schwere Möbel aus Tropenholz, geschnitzte Figuren aus Afrika oder filigrane Schmuckkästchen aus China sind eine gute Wahl für alle, die an Fernweh leiden. Doch auch hier gilt, dass weniger eher mehr ist:  Lieber eine einzige teure chinesische Antikvase auf Omas Vintage-Kommode als viel bunter "Made in China"-Nippes aus dem Dekoladen.

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

     

    mehr
  • Make-up Artists und Hairstylisten sind bei jeder Hochzeit sehr gefragt und gehoeren zu jeder Hochzeitsvorbereitung
Ohne Hochzeits und Makeup Beratung ist man schnell sehr hilflos
    Der schönste Tag im Leben
    Tipps für eine gelungene Hochzeitsvorbereitung

    Der schönste Tag im Leben soll es sein. Daher sollten die Planungen bei vielen Hochzeitspaaren viele Monate im Vorfeld beginnen. Nach dem Heiratsantrag sollte man beginnen zu überlegen, wie und wo man das Fest feiern möchte.

    Die Tatsache, dass die Vorbereitungen zu einem großen und unüberwindbaren Berg aus Stress werden, ist eigentlich normal. Für eine gelungene Hochzeitsvorbereitung gehört es einfach dazu, dass man praktisch handelt und selbstständig entscheidet. Dies sollte man natürlich stets in Übereinstimmung mit einem Partner tun.

    Inspirationen sammeln

    Es gibt viele Arten, wie man seine Hochzeit feiern kann. Da die Planung aus sehr vielen Fragen besteht, ist es wichtig, Übereinstimmung mit seinem Partner zu finden. Schließlich kann eine Hochzeit nur erfolgreich sein, wenn beide zusammenarbeiten.

    Als Paar muss man sich die Frage stellen, ob es eine kirchliche Trauung sein soll oder ob das Versprechen auf dem Standesamt gegeben werden soll. Als nächstes folgen die Fragen, welche Einladungskarten, Tischdekorationen und Blumengestecke man haben möchte. Diese Aspekte sind natürlich nicht so wichtig wie der Ort der Heirat, jedoch sind sie nicht zu unterschätzen.

    Dann muss noch die Frage geklärt werden, zu welchem Friseur man vor der Hochzeit geht. Brautfrisuren in Frankfurt sind besonders bekannt. In der Stadt gibt es viele Möglichkeiten, um sich die besten Inspirationen zu holen.

    Sollte man bereits in Frankfurt leben, so ist es natürlich umso besser. Ansonsten reicht auch ein Blick ins Internet aus, um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen.

    Nein sagen lernen

    Für viele Paare kann es tatsächlich eine große Herausforderung sein, nein sagen zu lernen. Dies ist besonders darauf zurückzuführen, dass viele Menschen mit gut gemeinten Tipps auf das Brautpaar zukommen. Doch sollte man nicht vergessen, dass die Hochzeit das Ergebnis der eigenen Vorbereitungen ist.

    Eltern, Bekannte und Freunde sollten sich hierzu am besten gar nicht einmischen. Aus diesem Grund sollte man bestimmte Offerten zunächst ganz ablehnen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man sich eine Menge Ärger einfängt.

    Denn ist ein Angebot bereits akzeptiert worden, so kann man im Anschluss nicht mehr Nein sagen. Schließlich sollte man auch in der Lage sein ein klares Nein bei Gästen auszusprechen, die einfach nicht auf die Gästeliste gehören.

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    mehr

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Vortrefflich geschrieben ist Ronan Farrows Enthuellungsbuch Durchbruch
    Bücher, des Menschen größtes Geschenk
    Ein Sechser für den Gabentisch - Buchempfehlungen von Sönke C. Weiss

    Hier noch sechs hübsche Buchempfehlungen für den Gabentisch. Fangen wir mit etwas Leichtem an und arbeiten uns vor: Wo ist das Glück? Immer da, wo du nicht bist. So läßt sich Otto Jägersberg Kurzprosaband „Liebe auf den ersten Blick“ wunderbar zusammenfassen. Auf 274 Seiten streift der Blick des Autoren des Menschen größtes Geschenk, die Liebe.

    Beim Lesen darf gerne gelacht und geweint werden, denn diese Mini-Essays sind geistreich, komisch, immer tief und halten, was das Buch verspricht, pures Leseglück für 24 Euro. Fünf Euro weniger kostet Ian McEwans Roman „Die Kakerlake“, die ähnlich beginnt wie eines der größten Werke der Literaturgeschichte:

    „Als Jim Sams, klug, doch beileibe nicht tiefgründig, an diesem Morgen aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in eine ungeheure Kreatur verwandelt.“ Eben noch eine Kakerlake, ist Jim nun als Mensch aufgewacht, aber nicht irgendein Mensch, nein, als der britische Premierminister.

    In dieser bitterbösen politischen Satire, Jim soll Boris Johnson spiegeln, verneigt sich McEwans, der große englische Erzähler vor Kafka, um eine Welt zu zeigen, die kopfsteht. „Die Kakerlake“, stramme 133 Seiten kurz, hat entsprechend Biß und wird fraglos das Buch werden, das die Brexit-Ära am Genauesten reflektiert und ist wie „Liebe auf den ersten Blick“ bei Diogenes erschienen.

    Aus dem Hause Hanser kommt Botho Strauss’ neuestes Buch mit dem schönen Titel „zu oft umsonst gelächelt“, das 22 Euro kostet und auf 213 kurzweiligen Seiten die Unbestimmtheit zwischen Mann und Frau zeichnet.

    Strauss schenkt uns kleine Episoden, die mal wie eine Nahaufnahme, mal wie eine Totale anmuten, gleichbleibend präzise sind, die Strauss wie ein Forscher auf Spurensuche ausgewählt hat, um uns stetig zu ermahnen: laßt die Liebe nicht aussterben. Ein kleines Buch eines großen Schriftstellers, der auch mit 75 Jahren noch ein Meister seiner Kunst ist.

    Vortrefflich geschrieben ist auch Ronan Farrows Enthüllungsbuch „Durchbruch“, in dem er auf 504 nicht im Geringsten langweiligen Seiten schildert, wie er den Weinstein-Skandal (#metoo) enthüllt und den mächtigsten Mann Hollywoods zu Fall bringt.

    Hammer! Konkret geht es um Missbrauch, Vertuschung und Einschüchterung, insbesondere aber um den Zeitgeist der Epoche Trump, die solch eine in großen Teilen verrohte Gesellschaft überhaupt zuläßt. Farrow ist übrigens der Sohn von Mia Farrow und Woody Allen. Das Time Magazine hat ihn kürzlich mit in die Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt aufgenommen.

    „Durchbruch“ kostet 24 Euro und ist bei Rowohlt erschienen. Ebenso wegweisend ist Jonathan Safran Foers jüngstes Werk „Wir sind das Klima!“, das für 22 Euro bei Kiepenheuer & Witsch zu haben ist. Bereits mit seinem Buch „Tiere essen“ hat Foer einen globalen Bestseller geliefert, hier widmet er sich auf 328 Seiten dem komplexen Thema des Klimawandels und unserer Angst vor den Konsequenzen, liefert darüber hinaus gleichwohl Lösungsvorschläge, die bereits beim Frühstück anfangen.

    „Wir sind das Klima!“ hebt nie den moralischen Zeigefinger, und ich brauchte mich beim Lesen auch nicht zu schämen. Im Gegenteil. Ich fühlte mich auf der Stelle motiviert, mit einem wacheren Blick durch die Welt zu gehen. Ein unerläßliches Buch für unsere fragile Zeit, in der die persönliche Freiheit immer wieder als Maßstab aller Dinge genommen wird, was mich zu meiner letzten Empfehlung dieser Kolumne bringt:

    Klaus Viewegs Biographie „Hegel.“ Auf 673 Seiten plus Anhang erfahren wir, wie das Grundmotiv der Freiheit den gesamten Denk- und Lebensweg des 1770 geborenen Philosophen durchzogen hat und uns bis dato beeinflußt. Es ist die erste umfassende deutschsprachige Hegel-Biografie seit 175 Jahren, die mich eines gelehrt hat: ohne Hegels Geist ist die Moderne nicht zu fassen.

    Wirklich begrüßenswert an der Biografie ist, dass sie aus Dutzenden von kleinen Kapiteln besteht, die den Leser nicht überfordern, sondern das Leben Hegels wie ein Puzzle zusammenfassen und vor allem würdigen. „Hegel“ gibt’s bei C.H. Beck und kostet famose 34 Euro. So, ich hoffe, für jeden Geschmack ist hier heute etwas dabei.

    Sönke C. Weiss

    mehr
  • Der Chefredakteur der GFDK Gottfried Boehmer haelt nichts von der Zensur im Internet, Zensur im Internet - Pro und Kontra
    Pro und Kontra
    Zensur im Internet - wo sollen Grenzen gebildet werden?

    Im Prinzip unterscheidet sich die Zensur im Internet nicht besonders groß von den kontrollierten Inhalten der Massenmedien. Allerdings hat das Internet natürlich auch den Vorteil, dass von einigen Ländern verbotene Inhalte, auch über die Grenzen hinaus zu finden sind.

    In Deutschland als Beispiel sind spezielle Texte über die NS-Kriegsverbrechen verboten, die amerikanischen Server hingegen haben mit diesen Veröffentlichungen kein Problem, da sie sich nach ihren Rechtsprechungen auf die Meinungsfreiheit berufen. Für rund die Hälfte der deutschen Internetbenutzer dient das Netz als beliebteste Informationsquelle in Hinsicht auf die täglichen Nachrichten weltweit.

    Pro und Kontra der Internetzensur

    Internetzensur ist in erster Linie dazu da, vor allem die Jugend und natürlich auch die gesamte Bevölkerung vor Terrorismus und Kriminalität zu schützen. Befürworter der Zensur sind der Meinung, dass die Gewaltverherrlichung, Kinderpornografie, rassistische Inhalte und rechtsextreme Artikel auf keinen Fall durch dieses schnelle und weitverbreitete Medium publik gemacht werden sollten.

    Aber auch andere kriminelle Handlungen wie Internetbetrug, die Verletzung von Urheberrechten und das Versenden von Viren und Spam-Mails sollten laut den Befürwortern unbedingt unterbunden werden.

    Sicherlich sind die Argumente der Befürworter der Internetzensur überzeugend. Allerdings haben auch die Gegner der Netz-Sperren Recht, wenn sie ein freies Internet fordern und sich gegen das Ausspähen der persönlichen Daten durch den Staat wehren.

    Die meisten vorgeschlagenen Internetsperren sind leider nur Sichtblenden, da kriminelle Inhalte ja nicht gelöscht werden, sondern nur durch technische Eingriffe und spezielle Filter verborgen sind. Solche Webseiten sind also bei diesen Maßnahmen nur selten durch Zufall anzutreffen.

    Wer aber bewusst nach einschlägigem Material sucht, wird trotzdem mit etwas Aufwand fündig, da die Seiten ja noch vorhanden sind. Es ergibt sich daraus eine wichtige Frage, warum die kriminellen Seiten nur versteckt werden und nicht gelöscht.

    Warum werden kriminelle Inhalte nur versteckt und nicht einfach entfernt?

    Angeblich ist das Entfernen von einschlägigen Webseiten nur mit einem extrem großen Aufwand möglich oder es funktioniert überhaupt nicht. Allerdings ist diese Aussage nicht berechtigt, wie aus mehreren Studien der Universität von Cambridge hervorgeht. Vor allem Seiten mit kinderpornographischen Inhalten bleiben deutlich länger im Internet sichtbar, als Webauftritte mit illegalen Inhalten.

    Grund dafür ist, dass das BKA auf ausländische Behörden Rücksicht nimmt und die notwendigen Schritte über internationale Organisationen einleitet.

    Die Seiten im Ausland können also laut unseren Behörden nicht direkt gelöscht werden. Auch bleiben die meisten strafbaren Inhalte nicht lange auf ihren Domains. Bis also die notwendigen Schritte von der Regierung eingeleitet werden, ist die Webseite schon längst auf eine andere Domain gewandert.

    Der offizielle Dienstweg zum Löschen der kriminellen Inhalte ist also deutlich wichtiger und vor allem auch mit mehr Aufwand verbunden, als die praktischen Filter und Sichtblenden.

    Auffallend ist übrigens auch, dass Banken so gut wie überhaupt keine Probleme damit haben, betrügerische Pishing Seiten sofort aus dem Internet entfernen zu lassen, wo es um das Spionieren von Bankkunden geht. Der Aufwand hierzu dauert nur einige Stunden, warum werden dann Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten erst nach einem Monat gelöscht?

    Was bringen eigentlich die Internetsperren?

    Nachdem die Inhalte auch weiterhin im Netz stehen, bringen die Netzsperren eigentlich überhaupt nicht viel. Die kriminellen Täter werden dadurch nur vorgewarnt und können ihre Inhalte auf anderen Domains veröffentlichen. Auch sind sie in der Lage erst einmal zu überprüfen, ob sie überhaupt auf einer Sperrliste stehen oder nicht.

    Bis die notwendigen Schritte zur Entfernung eingeleitet sind, haben sie ihre Spuren schon längst verwischt und vielleicht auch noch die gewünschte Aufmerksamkeit ihrer Leser erweitert. Kriminelle können die vorhandenen Sperrsysteme zu ihrem Vorteil benutzen, um frühzeitig gewarnt zu werden.

    Ansonsten gibt es natürlich auch viele Interessensgruppen, die mit Internetsperren im Prinzip nur ihre eigenen Ziele verfolgen möchten. Wer Sperren umgehen will, braucht sich nur für unzensierte DNS-Server zu entscheiden.

    Nicht umsonst werden die bereits vorhandenen Sperren von IT-Experten als völlig wirkungslos eingestuft, da sich auch komplette Laien aufgrund der technischen Schwächen automatisch in alternativen Servern eintragen lassen können. Zensur im Internet bringt eigentlich nur dann den gewünschten Erfolg, wenn auch wirklich effizient gegen die Kriminalität gekämpft wird und nicht nur gegen unerwünschte Inhalte auf den Webseiten.

    Gesperrte Inhalte in Deutschland

    Die meisten gesperrten Webseiten in Deutschland beziehen sich auf die Urheberrechtsverletzungen und nicht auf kriminelle Seiten. Im Prinzip sind die Online-Inhalte ziemlich frei. Allerdings wurde von Google GEMA-geschützte Musikvideos bei Youtube gesperrt, weshalb die meisten populärsten Videos bis November 2016 für die User auch nicht verfügbar waren.

    Erst nach der Einigung mit den Lizenzrechten konnte dieses Problem von Google gelöst werden. Übrigens sperrte auch Facebook einige Posts, die sich mit Holocaustleugnungen und mit Rechtsextremismus beschäftigten.

    Ansonsten gab es in Deutschland natürlich auch etliche Versuche, politisch kritische Webseiten zu entfernen, die aber als deutliche Einschränkung der Pressefreiheit eingestuft wurden. Mittlerweile haben sich aber die meisten Internetbenutzer bereits an die gegebene Internetzensur gewöhnt, da die Gegner als engagierte Aktivisten eingestuft werden, die sich massiv für mehr Transparenz im Internet einsetzen.

    Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

    mehr
  • Verpackt wie ein Geschenk Christo and Jeanne-Claude
    Weihnachtsgeschenke für den Gabentisch
    Künstler der Verpackung - zwei Bildbände für den Gabentisch

    Apropos 1. Weihnachten. Wie ihre Kunst, ist auch das jüngste wie das umfassendste Buch zum Werk von Christo (84) und Jeanne-Claude (2009 verstorben) wie ein Geschenk verpackt.

    Auf 616 Seiten erzählt und vor allem zeigt „Christo and Jeanne-Claude“ die Schaffensgeschichte dieses in der Tat außergewöhnlichen Künstlerpaares, das mit der Verhüllung von Bauwerken weltberühmt wurde: wie die Pariser Brücke Pont Neuf, der Berliner Reichstag oder für den Herbst 2020 geplant, die Verhüllung des Triumphbogens, ein nationales Heiligtum der Franzosen.

    Welch eine Ehre. Bis zu zehn Millionen Euro wird diese Aktion kosten, das Geld dafür treibt Christo - wie immer - allein auf. „Ich möchte nichts erklären oder rechtfertigen müssen. Darum geht es in der Kunst: die Freiheit ist ihre Intention. Aber die Freiheit hat auch ihren Preis.

    Man braucht viel Geduld und gute Nerven“, sagt Christo zu seiner Arbeit, die Grenzen überschreite, öffentlich wie privat zugleich sei. In Paris liegen die Wurzeln der Kunst von Christo und Jeanne-Claude, dort nun scheint sich der Kreis auch zu schließen, selbst wenn Jeanne-Claude die Verwirklichung ihres lebenslangen Traumes selbst nicht mehr miterleben wird: der Arc de Triomphe.

    Apropos 2. Verhüllung. Kreationen aus 70 Jahren Dior-Geschichte präsentiert der fesselnde Bildband „Dior Lindbergh“ auf 520 Seiten, mit dazu kommt ein zweiter Band mit dem Titel „Archives“, der die grandiose Fotografie Peter Lindberghs wie in einer Retrospektive würdigt.

    Beide Bände sind in einem hochwertigen Schuber vereint. Kurzer Rückblick: 1978 ging der damals 30-jährige Lindbergh von Deutschland nach Paris und begann eine internationale Karriere in der Modefotografie. Nichtsdestotrotz kann man seine Arbeit in keine bestimmte Kategorie pressen.

    Seine Aufnahmen sind eine Art kreativer Dialog zwischen den diversen Modernen des letzten Jahrhunderts und der aktuellen Moderne, der Neo-Avantgarde, wenn man so möchte. Oder anders gesagt:

    Peter Lindbergh, der am 3. September diesen Jahres 74-jährig verstorben ist, war ein Unikat, ein Meister seines Handwerks. In „Dior Lindbergh“ sehen wir Models während der Rushhour am Times Square in New York City. Einige der Aufnahmen sind unscharf, andere gestochen scharf und unmittelbar.

    Zusammen strahlen sie eine beeindruckende Vitalität aus, die sich auf brillante Weise durch das Buch zieht. „Christo and Jeanne-Claude“ wie „Dior Lindbergh“ sind bei Taschen (www.taschen.com) erschienen, kosten je 150 Euro und sind wunderbare, zeitlose Weihnachtsgeschenke, die auch weit über die Festtage hinaus Freude bescheren.

    Sönke C. Weiss

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Kunst - Werk der Woche

  • Arno Rink  Lot und seine Tochter
Arno Rink Judith
    Große Gesten, klar komponiert
    Arno Rink - von der Begierde besiegt, überall die Frau per se, in purer Nacktheit

    Große Gesten, klar komponiert, der Akt in Anmut und eine Farbigkeit, die vor Intensität strotzt, das schwarze Dunkel weit hinter sich lässt; hier die Versuchung, dort die Judith, immer wieder Lot und seine Töchter, der Künstler im Selbstportrait, kritisch, resigniert, von der Begierde besiegt, und überall die Frau per se, in purer Nacktheit, ganzer Schönheit

    Arno Rink, moderner Meister des Altmeisterlichen, Gallionsfigur der Neuen Leipziger Schule, ein Genius in Farbe und Form und nebenbei Zeichner von erstem Rang, füllt derzeit mit seinen neoromantisch gefärbten, geheimnisvollen, allegorischen Szenarien die Museen, und exklusiv die Augsburger GALERIE NOA. Arno Rink, Begründer der Neuen Leipziger Schule, ist in ganzer Bandbreite in der Augsburger GALERIE NOAH zu entdecken.

    Zwei Jahre nach seinem Tod, einem kurzen, zwangsbedingten Stillstand, wird Rink erneut entdeckt, vom Museum der bildende Künste Leipzig, von der Kunsthalle Rostock, vom Kunstpalast Düsseldorf – zu Recht, schreibt er die ostdeutsche Kunstgeschichte neu.

    Erstmals nach 2017 bereitet eine Galerie sein umfassendes Oeuvre retrospektiv auf: Gut 30 Ölgemälde, Zeichnungen und Mischtechniken aus den Jahren 1986 bis 2016 führen in Augsburg das Können dieses großartigen Malers vor Augen, der sich, und mit sich die DDR-Kunst, heraus gekämpft hat aus einem politisch motivierten Arbeiten hin zu einer neuen Künstlichkeit in Freiheit, das, ohne die Vergangenheit zu verleugnen.

    Arno Rink gilt als der Mittler zwischen alter und neuer Leipziger Schule, Frontmann der zweiten Generation, die den sozialistisch verhafteten Realismus der Urväter hin führt zu einer verfremdenden Gegenständlichkeit, einer neuen Figuration, die mit surrealen Elementen spielt wie mit expressiver Flächigkeit und sich meist von der Figur leiten lässt.

    1940 in Schlotheim, Thüringen geboren, studierte Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, dozierte selbst seit 1975 ebenda. Von 1987 bis 1994 war er Rektor, lange noch, bis 2005, als lehrender Professor tätig, unter anderem für Neo Rauch. In Leipzig gelebt und gearbeitet, dort 2017 auch verstorben, gilt Rink als das künstlerische Flaggschiff der Wende, der viel zu bieten hat, wenig verstreckt und so manches Geheimnis lüftet – Bravo.

    Vernissage: 7. November 2019

    mehr
  • Billy & Hells Schwarzweiße Schwester in Farbe von Anke Linz und Andreas Oettinger
Der Kontakt zu realen Menschen fuehrt zu den Fotoarbeiten von Anke Linz und Andreas Oettinger
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
Portraetaufnahmen von Billy und Hells
    Eine ausdrucksstarke Ausstellung in Graz
    Kunst, Mode, Werbung - Ein außergewöhnliches Fotografen-Paar - Anke Linz und Andreas Oettinger in Graz

    Einfach tolle Fotos - Anke Linz (geboren 1965 in Nürnberg) und Andreas Oettinger (geboren 1963 in München) bilden seit Mitte der 1980er Jahre ein außergewöhnliches Fotografen- Paar. Wenn es zwischendurch mit den Aufträgen schlecht aussah, waren sie sich nicht zu schade, einfache Aushilfsjobs zu übernehmen.

    Vielleicht ist es gerade dieser Kontakt zu realen Menschen in realen Arbeits- und Lebenssituationen, die manche Eigenheiten ihrer Herangehensweise erklärt. Ihre Porträts sind zwar von alter Malerei inspiriert,  bieten aber verschiedene Bildsprachen. Mal blicken die Models verschämt zur Seite oder zu Boden, dann unumwunden direkt in die Kamera.

    Mal sieht man die ungeschminkte Wahrheit im Gesicht, dann ist das Make-up extrem und die Szene an Dramatik schwer zu überbieten. Nur eines vereint fast alle Porträtaufnahmen von Billy & Hells: Die  statische Stille und die tiefe Ernsthaftigkeit. Ein Lächeln oder gar ein Lachen werden Sie nur sehr selten auf  den Fotos sehen, die dennoch einen starken subtilen Sinn für Humor verraten.


    Billy & Hells spielen nämlich auf virtuose Weise mit vertrauten Images und frönen dieser Leidenschaft sowohl in den Bereichen Kunst, Mode und Werbung in unverkennbarem, konsequentem Stil. So wurden auch frühere Auftragsarbeiten für Marken wie Nil oder Baileys ein gleichwertiger Teil des Schaffens von Billy & Hells.

    Klischees wie die entschlossen dreinblickende Krankenschwester, die strenge Lehrerin, die gütige Mutter, der coole Matrose oder der lässige Cowboy werden aus ihrem Bezugsrahmen gehoben und in einen neuen Kontext gestellt.


    Weder bei den Farben, noch bei der Kleidung und der Inszenierung überlässt man etwas dem Zufall. Die Bilder der beiden, die seit dem Jahr 2000 in Berlin leben, waren unter anderem in Tokyo, London, in den Niederlanden und in Los Angeles zu sehen. 2007 erhielten sie den Taylor Wessing Portrait Prize der National Gallery of London, ein wichtiger Moment für ihren internationalen Durchbruch.


    Der Name des Duos stammt übrigens angeblich von der englischen Aussprache des Wortes „Billighotels". Falls die Legende stimmt, zeigt sie schön den Zusammenhang von Klischee, ungeschönter Realität und Witz.


    Mit dem Werk von Billy & Hells wurde eine Ausstellung als Premiere in Graz gezeigt, die einen ganz neuen Blick auf die Möglichkeiten der Porträtfotografie offenbart.


    Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden.
    Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.billyundhells.de

    Billy & Hells
    Schwarzweiße Schwester in Farbe
     

    mehr
  • Werk der Woche Babaismus von Eva Horstick Schmitt 
Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft
Barbie Klum Fotoreihe Babaismus von Eva Horstick Schmitt
Barbique Fotoreihe von Eva Horstick-Schmitt
Thema Schoenheitswahn Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Deutschland im Sumpf Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Ehetraum geplatzt  Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Tod einer Barbie von Eva Horstick Schmitt
Wunderschoene Flitterwochen - von Eva Horstick-Schmitt
Barbie hat sich verfluessigt Fotografien von Eva Horstick Schmitt
Its a cold world  Eva Horstick Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn
Portrait der Fotokuenstlerin Eva Horstick Schmitt
    Aufstand der Puppen
    Werk der Woche: „Babaismus“ - Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft

    Puppen, Barbiepuppen, Schaufensterpuppen…Trendsetterin, Ikone, Traumfrau? Sie machen jede Mode mit, schlüpfen in jede Uniform und passen sich flexibel dem jeweiligen Zeitgeist an! Opportunistinnen als Ideal?

    Die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt lebte 2005 ein halbes Jahr mit über 7 Schaufensterpuppen und hat diese in ihrem alltäglichen Umfeld fotografisch inszeniert. Daraufhin kam sie auf die Idee, die Puppen als Installation zum Thema der Fußball-WM in Dortmund 2006 zu gestalten mitsamt ihrer Barbiepuppenvollversammlung.

    Eva Horstick-Schmitt greift dabei in die gestylte Fassadenwelt der Schaufensterpuppen ein und verknüpft Fotokunst und Performance zur Verstörung des gewohnten Blicks: lebendig aussehende Schaufensterpuppen als Parade und Barbiewahn zum Quadrat.

    Allerdings zeigen sich die schön geschmückten Schaufensterpuppen nicht wie gewohnt hinter schützendem Glas, unantastbar gestylt und aufgemotzt hinter Scheiben. Die Welt der Puppen wird lebendig, in einer Kunstperformance kreativ zur Schau gestellt. Die Realität transformiert sich zur bühnenhaften Inszenierung, in der das alltägliche Sein im Design erfroren ist.

    Mit ihren Puppen-Installationen greift die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt den grundlegenden Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft auf. „Körperkult und Schönheitswahn“ – ein Diskurs, der in der soziologischen Forschung aktuell intensiv unter der Herrschaftskategorie „Bodyismus“ diskutiert und analysiert wird, erfährt durch die fotokünstlerische Performance irritierende und verstörende Einsichten.

    „Babaismus“ nennt die Fotokünstlerin ihr Projekt, mit bewusstem Verweis auf dadaistische Traditionen. Schon 1999 erstellte Eva Horstick-Schmitt Anzüge mit Frauengesichtern, Fotoarbeiten und ließ diese zur Eröffnung des Coloneums Köln von zwei Models vorführen.

    „Modelwahn zum Quadrat!“ Eva nahm die Barbies mit auf Reisen, veränderte ihr Gesicht und machte sie zu einer Begleiterin als Mahnmal für unseren Schönheitswahn zum Quadrat.

    In der Galerie Camera Obscura präsentierte sie 2009 und 2008 ihre Barbiepuppenfotografien neben ihren Reportagen aus dem Kosovo zum Thema Menschenhandel, stellte Rauminstallationen auf mit Videos, Modemagazinen,

    Zeitungsausschnitten von Opfern und dem Torso einer gequälten Puppe – als Stimme gegen Krieg und Gewalt, sowie mit Paketband auf den Boden geklebte schwarz-weiß Fotografien von Opfern und Massengräbern.

    Sie scheute sich nicht die Besucher*innen der Galerie auf diese Weise auf die Greultaten und Grausamkeiten in Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam zu machen. „Eva – jenseits von Eden“ nannte sie diese Serie.

    Prof. Dr. Claudia Rademacher

     

     

     

     

     

    mehr

Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Die Karibik zaehlt zu den attraktivsten Unterwasserrevieren der Welt
Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals und Beaches Resorts
    Tauchguide für die Karibik
    5 Fragen an Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts

    Michael Clarke, Group Director Watersports bei Sandals & Beaches Resorts, erzählt im Interview alles über den bewussten Umgang mit der fragilen Meeresflora und -fauna, verrät seine persönlichen Hotspots in der Karibik und erklärt, warum Urlaubsgäste stets sorgenfrei abtauchen können.

    Wann ist die beste Jahreszeit für Taucher in der Karibik?

    Es kommt ganz darauf an, was man sehen möchte! Im Winter zum Beispiel schwimmen jede Menge Wale rund um die Turks- und Caicosinseln. Im Sommer hingegen ist das Wasser in der Karibik wärmer, ruhiger und klarer.

    Damit sinkt das Risiko eines „no dive day“, in der Regel aber sind die Fische dann auch kleiner. Grundsätzlich gibt es in der Ostkaribik nicht so viele Großfische, aber umso farbenfrohere Exemplare.

    Auf Barbados kann man das ganze Jahr hindurch Schildkröten beobachten. Dort ist die zweitgrößte Population von Echten Karettschildkröten in der Karibik beheimatet.

    Wo finden Unterwasser-Liebhaber die besten Riffe und die aufregendsten Wracks?

    Für Wracktaucher findet sich in der Karibik kaum eine bessere Location als Grenada. Es liegen allein sieben korallenbewachsene Wracks rund um die Insel, eines davon ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, nur etwa fünf Minuten vom Sandals Grenada Resort & Spa entfernt, in 30 bis 40 Metern Tiefe. Die schönsten Riffe haben St. Lucia, die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas.

    Was sind die wichtigsten Dos und Don‘ts für Taucher unter Wasser?

    Erste und wichtigste Regel: niemals ohne seinen Buddy tauchen. Fische oder andere Lebewesen zu berühren ist absolut verboten, das gilt auch fürs Riff. Es ist Tauchern weder erlaubt, darauf zu stehen, noch Korallen abzubrechen.

    Und last but not least: Ohne das Know-how der richtigen Atemtechnik darf man keinesfalls unter Wasser gehen. Unsere Dive Guides unterrichten ihre Schüler kompetent und trainieren sie dahingehend vor jedem Tauchgang. Alle Sandals Resorts bieten außerdem PADI-Kurztrainings für Anfänger an.

    Wenn es doch mal ernst wird: Warum müssen sich Taucher keinerlei Sorgen machen, so lange sie mit einem Tauchguide von Sandals & Beaches unterwegs sind?

    Wir sind nicht nur erfahren, sondern kennen uns auch seit vielen Jahren bestens in den jeweiligen Locations aus. Pro Jahr unterrichten wir insgesamt 9.000 Tauchschüler und verzeichnen 33.000 Tauchgänge.

    Das Equipment ist stets auf dem neuesten Stand der Technik und wird ständig auf seine Funktionstüchtigkeit kontrolliert. Wir sind alle trainiert in Erster Hilfe, Zugänge zu Sauerstoff sind ebenso gewährleistet wie die kürzesten Wege zu Dekompressionskammern.

    Hand aufs Herz: Welcher Ort ist Ihr Favorit zum Tauchen in der Karibik?

    Mein bester persönlicher Spot ist Barbados mit dem Wrack der Stavronikita. Dort gibt es so viele verschiedene Dinge zu entdecken, unter anderem dank des klaren Wassers. Es ist für Anfänger ebenso geeignet wie für erfahrene Taucher und schon in 20 bis 30 Metern Tiefe sieht man Schulen von hunderten Fischen in allen Farben und Schildkröten, soweit das Auge reicht.

    Interview: Jessica Harazim/AHM PR

    Preisbeispiel: Bei Dertour kostet eine Woche im Sandals Emerald Bay auf den Bahamas ab 1.709 €/Pers. im DZ. Enthalten sind 7 Ü im Beach House Luxury Club Level Room, „Luxury Included“-AI-Verpflegung, Tauchen für zertifizierte Taucher sowie die Transfers ab/bis Flughafen.

    mehr
  • Dieter Falk sagt im Interview mit Michaela Boland den Freunden der Kuenste Jede Musik lebt von ihren Idolen
Dieter Falk an dem Platz wo er die großen Melodien komponiert 
Dieter Falk hat eine Professur an der Robert Schumann Hochschule in Duesseldorf
    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK
    Dieter Falk hat über 20 Millionen Platten verkauft - er sagt den Freunden der Künste, Musik muss anstecken

    Zweiter Teil des Exklusiv Interviews von Michaela Boland mit Dieter Falk für die Freunde der Künste.

    Als Produzent von PUR feierte er Millionenerfolge. Auch wenn er sich eher als Mann im Hintergrund versteht, verhalf er Künstlern wie Monrose, Jennifer Rush, Howard Carpendale, Gitte Haenning, DJ Ötzi, Pe Werner, Paul Young, Karel Gott, Katja Ebstein oder Marshall & Alexander mit Hits zum Triumph.

    Seit der Pro 7- Casting-Produktion "Popstars" im Jahre 2006 ist er auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt, denn dort fungierte er neben Nina Hagen und  Detlef D! Soost als Jury-Mitglied.

    Der Absolvent der Musikhochschule Köln, der im Rahmen des Projekts "Falk & Sons" mit seinen beiden Söhnen, Max und Paul, nach dem Debüt-Album "Celebrate Bach" nun mit "Toccata" schon die zweite Familien-Scheibe herausgebracht hat, hat seit diesem Wintersemester sogar eine Professur an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf inne.

    Dort will er dazu beitragen, die Nordrhein westfälische Regierungsmetropole als Medienstadt auch musikalisch weiter voran zu bringen.

    In seinem schönen Familienanwesen im Düsseldorfer Süden treffe ich den sympathischen Passions-Musiker, der im Gegensatz zu vielen anderen Showgrößen, die dies als "unsexy" empfinden, keinen Hehl aus seinem christlichen Glauben macht.

    MICHAELA BOLAND TRIFFT DIETER FALK

    Michaela Boland: Du hast in jedem Fall große Erfolge zu verzeichnen.

    Dieter Falk: Insgesamt sind es, so glaube ich, über 20 Millionen Platten, die die Künstler verkauft haben, die ich mal produziert habe. Damals wurde für 500.000 eine Platinscheibe verliehen. Viermal Platin für "Abenteuerland" von Pur bedeuteten zwei Millionen verkaufte Platten. Bei Monrose gab es aber schon für 300.000 verkaufte Platten Platin. Jetzt sind wir sogar bei 200.000 angekommen. Durch den Absatzrückgang wurden die Maßstäbe heruntergesetzt. Allein mit Pur habe ich schon ungefähr 15. Millionen Platten verkauft.

    Michaela Boland: Hier bei dir hängen etliche Platin-Scheiben an der Wänden. Bekommt man als Produzent neben den Künstlern üblicherweise  jedes Mal ebenfalls ein Exemplar ausgehändigt?

    Dieter Falk: Künstler, Produzent, manchmal auch Toningenieur oder -Meister, zusätzliche Komponisten und die wichtigen Leute der Plattenfirma sowie das Management.

    Michaela Boland: Ex-EMI-Legende, Winni Ebert, - Gott habe ihn selig - hatte in seinen Räumlichkeiten ebenfalls jede Menge Gold- und Platin-Platten an den Wänden hängen.

    Dieter Falk: Winni hat natürlich auch Sachen entdeckt und hat dann als A&R (Anm. d. Red: Artists and Repertoire) auch goldene Platten bekommen. Später war er ja dann auch Manager.

    Michaela Boland: Du hast viele Jahre mit Pur zusammengearbeitet. Hast du das Erfolgsalbum "Abenteuerland" auch mit komponiert?

    Dieter Falk: Nein, das habe ich aber auch mit arrangiert. Das ist vor allem eine Produktionsarbeit gewesen. Die Pur-Jungs komponieren nämlich auch selbst phantastisch. Das war zum Beispiel ein klassischer Fall, wo ich als Arrangeur beim Songaufbau Tipps gegeben habe. Das war über insgesamt elf Jahre ein glückliches Teamwork.

    Michaela Boland: Ist es heutzutage ratsam, im Hinblick auf die Musikrichtungen als Produzent breit gefächert zu sein oder sollte  man sich besser auf etwas spezialisieren?

    Dieter Falk: Tja, ich glaube, das muss jeder halten wie er möchte. Ich empfand es immer als interessant, ein breites Stilmischmasch zu produzieren. Es gab natürlich auch Sachen, die ich weder konnte, noch wollte. Zum Beispiel Volksmusik und Heavy Metal.

    Michaela Boland: Das hast du kategorisch abgelehnt?

    Dieter Falk: Ja, da war ich auch kein Experte für. Aber, poppiger Schlager war für mich nie ein Tabu. Ich habe ja auch Brings produziert, noch vor deren Karnevalszeiten. Das war eine harte Rockband und das hat großen Spaß gemacht. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Nino de Angelo produziert, der eben eine tolle Stimme ist.

    Michaela Boland: Ab wann hast du Nino de Angelo produziert?

    Dieter Falk: Ab seinem Comeback. Das war "Schwindelfrei". Da waren einige erfolgreiche Sachen dabei. Wir haben drei LPs gemacht. Dann auch Karel Gott oder Nana Mouskouri. Das sind alles Menschen, da habe ich keine Hemmungen oder gar Aversionen, ganz im Gegenteil. Ich finde, wir haben tolle Sänger, auch in der Schlagerbranche. Und die erlebt ja gerade eine unfassbare Renaissance.

    Michaela Boland: Wem ist das zu verdanken?

    Dieter Falk: Jede Musik lebt von ihren Idolen. Von charismatischen Frontsängern oder Sängerinnen. Und vielleicht haben wir jetzt einfach auch den Glücksfall, dass mit Helene Fischer und Andrea Berg eben zwei Damen da sind, die diese Branche mitbestimmen, weil sie sehr beliebt und sehr gut sind. Man muss diese Musik privat ja auch nicht hören, aber, man sollte zumindest respektieren, dass sie wirklich ein gutes Entertainment machen. Gerade Helene Fischer macht sensationelle Shows.

    Ich bin jetzt auch nicht der, der privat Schlager hört, aber es gibt Songs von Helene Fischer, die sind einfach klasse produziert und gut komponiert. Man wird das noch sehen, denn ich glaube, dass sich das in den nächsten Jahren auch noch ein bisschen mehr in Richtung Pop entwickeln wird.

    Genauso wie man sieht, dass Robbie Williams als Pop-Interpret sich ein bisschen dem großen Mainstream öffnet, denn diese Swing-Platten sind ja nur ein Beispiel dafür. Es ist natürlich immer noch super anspruchsvoll und klasse gemacht, natürlich auch jazzig, aber die ganz großen Stars der anglo-amerikanischen Musikszene, die eher aus der Rock-Pop-Ecke kommen, öffnen sich nun dem großen Mainstream. Würde man jene Titel in Deutschland mit deutschen Texten machen, würde man es sofort als schlagerresque bezeichnen.

    Michaela Boland:  Kannst du ein Beispiel benennen?

    Dieter Falk: Gerade, wenn du dir auf der jetzigen Single-Auskopplung des Swingalbums von Robbie Williams einen deutschen Text vorstellst, dann ist das ein richtiger Schlager. Da sollte man auch mal ehrlich sein. Dieses Schubladendenken ist so typisch deutsch. Einteilung in: Das ist ein Schlager und das ist ein Popsong. Diese Probleme haben Amerikaner gar nicht.

    Michaela Boland: Gibt es hier möglicherweise eine ähnliche Differenzierung zwischen Schlager und Popsong wie einst der zwischen Volkslied und Kunstlied? Was sind die typischen Merkmale eines Schlagers?

    Dieter Falk: Ein Schlager ist ein Titel, der einschlägt. Er muss von der Melodie sehr nachvollziehbar und mit singbar sein. Die Haupttext-Hookline, also die Textzeile, muss ebenfalls sehr griffig sein. Beispiele der großen deutschen Schlager, und darunter sind viele Popsongs wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Kribbeln im Bauch", "König von Deutschland", "Ich hab dich tausend mal betrogen", das sind alles Textzeilen, die super griffig sind oder gar "Komm mit mir ins Abenteuerland".

    Diese Textzeilen bleiben genauso griffig  wie eine musikalische Hookline innerhalb eines Refrains. Dann schlägt ein Song ein. Ob er ein poppiges, rockiges oder schlagerresques Arrangement hat, ist dann eigentlich eher zweitrangig. Wichtig ist einzig, dass die Melodie und die Haupttextzeile total kleben bleiben,

    Michaela Boland: Mit anderen Worten: Stilrichtungen sind dabei sich zu vermischen?

    Dieter Falk: Sagen wir mal so: Der Unterschied zwischen einem Schubert-Lied in der Klassik und einem Hoch-auf-dem-gelben-Wagen-Volkslied ist gar nicht mal so weit. Es gibt von Schubert Lieder, die sind total volksliedhaft.

    Michaela Boland: Beziehst du dich auf das Röslein?

    Dieter Falk: Das Röslein zum Beispiel oder auch Lieder von Schumann, die volksliedhaften Charakter haben. Die Unterscheidung dessen, was E- und U-Musik ist, ist ja ohnehin eher eine, die Fachleute vornehmen und nicht das Publikum. Denn das Publikum liebt Musik und denkt manchmal gar nicht so groß darüber nach, ob das nun E- oder U-Musik ist. Das war ohnehin eine Unterscheidung der 70er Jahre.

    Michaela Boland: Du hast mit vielen bekannten Leuten zusammengearbeitet. War das immer gleich leicht oder gab es auch Diven unter deinen "Schäfchen"?

    Dieter Falk: Ja, natürlich gibt es auch Diven. Und selbstverständlich gibt es auch skurrile Geschichten. Aber, das Spannende ist immer, dass man  musikalisch eine  Art kleine Ehe auf Zeit eingeht, wenn man jemanden produziert. Eine Platte dauert in der Regel drei Monate, manchmal länger, manchmal aber auch ein bisschen kürzer, und während dieser Zeit ist man wirklich ein Teamworker. Das funktioniert auch mit Kompromissen. Als Produzent ist man so eine Art Vermittler zwischen Künstler und Plattenfirma. Diese Situation ist nicht immer einfach.

    Ich habe das jetzt so viele Jahre gemacht, dass ich glaube zu wissen, welche Verhaltensweisen man an den Tag legen muss, um beiden Seiten gerecht zu werden. Mir ist wichtig, dass ich vor allen Dingen ein Dienstleister des Künstlers bin, denn der muss mit dieser Platte länger leben als ich als Produzent. Als solcher habe ich schon zwei oder drei Monate später wieder andere Aufgaben.

    Der Künstler muss mit dieser Platte anderthalb Jahre leben und sie promoten. Deswegen werde ich den Teufel tun und meinen Dickkopf durchsetzen. Ich versuche natürlich, dem Künstler gerecht zu werden und für ihn schöne Lieder zu schreiben. Dass ich das in den letzten Jahren nicht mehr so häufig gemacht habe, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich auch auf zu neuen Ufern bin. Nach 35 Jahren in der Musikbranche ist auch wichtig, dass man versucht, jetzt, mit Anfang Mitte Fünfzig nochmal neue Kapitel aufzuschlagen.

    Michaela Boland: Mit welchen Künstlern hast du denn so alles gearbeitet? Ich sehe hier beispielsweise schon mal Andre Dietz (Anm. d. Red.: Schauspieler der Täglich-Serie "Alles was zählt")

    Dieter Falk: Wir waren zusammen beim "perfekten Promidinner". Auch mit Tom Beck (Anm. d. Red: "Alarm für Cobra 11") habe ich gearbeitet. Wir haben zusammen hier herum gejammt.  Außerdem Detlev Jöcker, der Kindersänger. Für ihn habe ich drei CDs gemacht. Jule Neigel war zum Songschreiben hier. Dann habe ich auch DJ Ötzi gemacht und Marshall & Alexander.

    Michaela Boland: Hast du ihr Album "Paradisum" produziert? Denn hierzu haben wir bei Freunde der Künste ein Interview mit Jay Alexander geführt.

    Dieter Falk: Ich habe diejenigen davor produziert. "Hand in Hand" und "Lovers forever".

    Michaela Boland: Du hast auch mit Daliah Lavi und Karel Gott gearbeitet. Was ist denn die "goldene Stimme aus Prag", Held meiner "Biene-Maja"-und "Fang-das-Licht"-Kindheit, so für eine Persönlichkeit?

    Dieter Falk: Ein Hammer-Typ! Er kam hierher, sah draußen ein grünes Kettcar mit Gummireifen, das richtig schnell fährt, war begeistert, rief, "oh,toll" und peste sogleich in einem Affenzahn hier bei uns über die Straße und du weißt, er ist über 70.

    Michaela Boland: Wird es noch weitere Zusammenarbeiten geben?

    Dieter Falk: Wenn es sich ergibt, gerne, denn es ist ein toller und super lieber Kerl. Ein echter Gentleman alter Schule. Er bringt immer Pralinen für meine Frau mit.

    Michaela Boland: Hier sehe ich noch unzählige weitere Künstler, die du produziert hast.

    Dieter Falk: Howard Carpendale, Brings, Francine Jordi, Jennifer Rush, Nektarios, Joja Wendt, der Pianist, Petra Zieger, eine Ex-DDR-Sängerin, Al Bano Carissi oder Paul Young.

    Michaela Boland: Wer denkt nicht gerne an seine Hits "Come back and stay", "Wherever I lay my hat" oder "Love of the common people" zurück?

    Dieter Falk: Das waren natürlich seine 80-er Hits. Wir haben vor acht Jahren "Rock swings" zusammen gemacht. Es war ein Swing-Album, das großen Spaß bereitet hat. Es ist so etwas, wie Paul Anka auch schon einmal gemacht hat: Rock mit Swing und Big Band. Ein tolles Projekt. Ich habe mir dazu den Band-Leader von Robbie Williams als Co-Arrangeur geholt.

    Michaela Boland: Habt ihr die Aufnahmen mit Big Band dann in deinem zweiten Studio in der Innenstadt durchgeführt?

    Dieter Falk: Nein, das haben wir in Holland gemacht. Ich habe auch einige Zeit in Holland gelebt.

    Michaela Boland: Du bist viel herumgekommen.

    Dieter Falk: Wir hatten ein zweites Haus an der Küste in Holland. Ich spreche ganz passabel holländisch, habe auch ein paar holländische Stars produziert und war sehr gerne da.

    Michaela Boland: Was waren die absoluten Highlights deiner Karriere?

    Dieter Falk: Das Paul Young Swing Album wegen der Big Band und was natürlich ein absoluter Meilenstein war, war  "Abenteuerland" mit PUR. Nicht nur weil es finanziell die spannendste Platte oder meist verkaufte war mit zweieinhalb Millionen Exemplaren, sondern auch musikalisch betrachtet. Die kannst du heute immer noch anhören.

    Michaela Boland: Nicht umsonst hat wohl auch die Werbung einst die Platte für sich entdeckt.

    Dieter Falk: Ja, "Abenteuerland" ist schon ein echtes Masterpiece. Sicherlich auch Pe Werner und "Kribbeln im Bauch".

    Michaela Boland: Hast du daran mitgeschrieben?

    Dieter Falk: Sie hat es komponiert. Doch es gibt eine Sache, die ich darüber nie vergessen werde: Wir hatten das erste Album, "Weibsbilder", zusammen gemacht. Dann hat der A&R-Chef der damaligen Intercord, Peter Cadera, dem ich sehr viel zu verdanken habe, Pe und mich ziemlich zusammengestaucht. Nachdem wir ihm Demos vorgestellt hatten, meinte er nur, "Ich höre keinen Hit".

    Pe war deswegen zunächst ein wenig niedergeschlagen. Doch am Ende hat genau dieses Zusammenstauchen sie noch in der Nacht dazu bewegt, "Kribbeln im Bauch" zu komponieren. Sie rief nachts bei mir an und sagte, dass sie so sauer auf den A&R-Chef sei. Als Pe es meiner Frau und mir also mitten in der Nacht vorspielte, waren wir total begeistert. Es war der Knaller. Schon einen Tag danach haben wir es arrangiert und schnell aufgenommen. Und das wurde ihr Hit.

    Michaela Boland: Kam in Folge dessen dann auch "Trostpflastersteine" von ihr?

    Dieter Falk: Ja. Das ist auch eine ganz tolle Nummer. Pe ist echt eine Sprachkünstlerin. Sie schreibt selbst Musik und Text. Klassisch: Singer and Songwriter. Wenn jemand so gut komponiert wie Pe Werner, werde ich den Teufel tun und mit komponieren. Klar, gebe ich auch mal meinen Senf dazu, wir haben drei LPs zusammen gemacht und verstehen uns immer noch gut.

    Michaela Boland: Ist es nicht die Regel, dass man sich danach noch gut versteht?

    Dieter Falk: Gut, dann gab es eine Trennung. Auch nach zehn CDs mit PUR. Eine Trennung ist dann immer auch traurig, aber wir sind so lange zusammen geblieben, das ist nicht die Regel. Heute werden Produzenten meist nach ein oder zwei CDs gewechselt. In der Regel arbeite ich mit meinen Künstlern recht lange zusammen. Auch mit Marshall & Alexander habe ich sechs Jahre lang gearbeitet. Insofern scheinen wir dann doch auch alle etwas richtig zu machen.

    Michaela Boland: Du bist vor kurzem 54 Jahre alt geworden. Wie hast du gefeiert?

    Dieter Falk: Meine Mutter ist genau an meinem Geburtstag verstorben.

    Michaela Boland: Das war mit Sicherheit hart.

    Dieter Falk:  Es war verrückt.

    Michaela Boland: Dein Pop-Oratorium als Musical-Vorstufe, "Die 10 Gebote", welches du gemeinsam mit Michael Kunze geschrieben hast, hatte seine Uraufführung in St. Gallen. Warum gerade in der Schweiz und  nicht in Deutschland?

    Dieter Falk: Das Pop-Oratorium war eine Auftragsarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland, damals auch noch mit initiiert von der damaligen Bischöfin, Margot Käsmann, die übrigens eine tolle Frau ist und viel bewegt hat. Es war ein Zufall. Das Theater in St. Gallen ist sehr rührig und hat eben sofort zugegriffen. Auch ist es in Europa eine der Hochburgen für Weltpremieren.

    Michael Kunze kannte darüber hinaus den Intendanten. Es läuft jetzt seit Februar 2013 sehr erfolgreich und geht noch bis Juni 2014. Wir hatten zuvor in deutschen großen Arenen die Runde gemacht und hatten 150.000 Zuschauer und 25.000 Mitwirkende. In jeder Veranstaltung hatten wir allein zweieinhalbtausend Chorsänger, die mitgesungen haben.

    Michaela Boland: Wie castet man die alle?

    Dieter Falk: Die castet man nicht. Man schreibt aus und dann bewerben sich Chöre. Daraus wurde eine richtige Sing-Bewegung. Bis heute wird das Ding einmal pro Woche irgendwo in Deutschland aufgeführt, aber in kleinem Rahmen. Das singen dann Jugendchöre, Schulchöre, Kirchenchöre, Gospelchöre und Altenchöre. Ich bekomme immer E-Mails, in denen beschrieben wird, wer es gerade wo aufgeführt hat. Also, das ist schon so eine Art Nachsingstück. Man könnte es "interaktives Projekt" nennen. Das ist natürlich schön und für Michael und mich sehr erfreulich. So ähnlich wollen wir es dann mit  dem "Luther"-Pop-Oratorium auch halten.

    Michaela Boland: Worin bestand der Reiz für dich, mal so etwas zu schreiben?

    Dieter Falk: Es hat sehr viel Spaß gemacht, einmal keine Dreieinhalb-Minuten-Hits schreiben zu müssen, die Radio-kompatibel sind, sondern mich auch mal musikalisch auszutoben. Mein Lieblingsmusical ist "Jesus Christ Superstar". In der Weise auch mal ein wenig wildere Titel auszuprobieren, war toll. Ich wollte schon ein poppiges Musical machen, was auch dem Musikgeschmack der jüngeren Leute entspricht.

    Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Nachdem ich mich innerhalb der letzten vier bis fünf Jahre nun auch intensiv mit dem Thema Musical beschäftigt habe, ist dies ebenfalls ein großer neuer Arbeitsbereich geworden.

    Michaela Boland: Ist so etwas ein Angang im Sinne einer Hürde, wenn man es zum ersten Mal macht?

    Dieter Falk:  Ich hatte  große Lust darauf, daher  habe ich es nicht als Hürde empfunden. Ich habe mich hier eingeschlossen und daran gebastelt. Die ganzen Demos habe ich selbst eingesungen und anschließend sämtliche Schauspieler geholt, die es später singen sollten. Dann wurde es mit ihnen aufgenommen, also vorproduziert. Ich bin möglicherweise anders herangegangen als die klassischen Musicalkomponisten. Als Musikproduzent habe ich ja alle Möglichkeiten.

    Beispielsweise super Vorproduktionen zu machen, die schon toll klingen. Und wir mussten ja die 25.000 Chorsänger, die wir im Laufe der Jahre hatten, auch motivieren und das kann man am besten durch gute Musik und gute Produktionen schaffen. Die schickt man ihnen dann. Sie erhielten Noten dazu und haben dann alles eingeprobt.

    Wir haben dabei tatsächlich ganze Familien gehabt, die mit drei Generationen am Projekt teilgenommen haben. Beispielsweise elfjährige Kinder und deren Großeltern. Da wir im Vorfeld der Uraufführung schon ganze Demos oder CDs gemacht haben, war es für die Teilnehmer auch motivierend, daran mitzuwirken

    Michaela Boland: Würdest du dir auch zutrauen, ein klassisches Oratorium zu komponieren?

    Dieter Falk: Das würde ich mir schon zutrauen. Ich habe ja die ganze klassische Ausbildung. Es würde jetzt natürlich nicht die Kopie eines neo-romantischen Stücks. Wenn ich zum Beispiel alte Klassiker verpoppe oder verjazze, wie Bach, was ja immer ein Thema für mich war, denn ich habe ja beispielsweise auch schon Choräle verpoppt, dann tue ich das, indem ich die klassischen Momente nehme, aber dann mit Jazzmomenten versmische.

    Jeder hat da seinen eigenen Stil und ich habe ganz sicher auch meine eigene Handschrift. So würde ich Klassik nehmen, oder auch klassisch komponieren, aber eben mit den Einflüssen von Jazz bis Pop aus meiner Generation.

    Michaela Boland: Gemeinsam mit deinen beiden Jungs bildest du die Gruppe "Falk & Sons". Ihr variiert Stücke aus Klassik und Barock, insbesondere von Johann Sebastian Bach, und macht aus ihnen zeitgemäße poppige Musik. Wie konntest du deine Kinder für dieses Unterfangen gewinnen oder kam es sogar von ihnen?

    Dieter Falk: Nein, überhaupt nicht. Es kam nicht von ihnen. Letztlich aber auch nicht von mir. Unsere Söhne erhielten beide Klavierunterricht und haben fast nie geübt. Meine Frau und ich wollten sogar fast schon die Reißleine ziehen. Das werden sicherlich viele Eltern kennen. Man fängt mit einer Stunde Klavierunterricht in der Woche an und übt eine halbe Stunde am Tag. Daraus werden dann irgendwann mal gnädige fünf Minuten.

    Im Zuge von G 8, wo die Kinder heutzutage ja immer länger in der Schule sitzen, ist es mit der Musikerziehung natürlich auch immer schwieriger. Wir haben dann gesagt, dass es sich gar nicht mehr lohne, da beide nicht übten. Dann kam jedoch ein befreundeter Theaterdramaturg aus meiner Heimatstadt  und lud mich dazu ein, gemeinsam mit meinen Söhnen im Apollo Theater in Siegen vorbeizukommen und vier Titel für ein Schulkonzert zu machen. Das haben wir gemacht und ab dem Moment haben meine Kinder erfahren, was es heißt, auf der Bühne zu stehen und Bühnenluft zu schnuppern. Das ist jetzt sechs Jahre her.

    Michaela Boland: Blut geleckt?

    Dieter Falk: Ja, sie haben wirklich Blut geleckt und ab diesem Moment haben sie auch angefangen wieder zu spielen und zu üben. Seither gibt es eigentlich Falk & Sons. Der Weg ist das Ziel. Wenn du weißt, wofür du übst, dann übst du auch viel leichter und zielgerichtet. In 2011 haben wir dann bei Universal das erste Album herausgebracht, jetzt gerade das zweite gemacht. So haben wir natürlich immer wieder ein bisschen mehr erreicht. Die Karriere entwickelt sich und der Spaß bleibt. Vor allem weil wir sehr viel live spielen.

    Michaela Boland: Wie oft seid ihr da unterwegs?

    Dieter Falk: Wir spielen 40-mal im Jahr irgendwo. Morgen spielen wir bereits zum dritten Mal in Folge bei der Kanzlerin anlässlich der Weihnachtsfeier der CDU-Fraktion und der Regierung. Da spielen wir dann in Berlin im Tipi. Das sind natürlich Highlights. Davon lebt dann auch die musikalische Arbeit.

    Michaela Boland: Das klingt glücklicherweise nach einem ausgesprochen guten Verhältnis zwischen Vater und Söhnen.

    Dieter Falk: (lacht) Ja, klar. Das gehört dazu. Das Schöne ist, wenn man so viele Konzerte miteinander spielt, verbringt man viel Zeit miteinander. Die nächtlichen langen Rückfahrten auf deutschen Autobahnen, wenn man in Bremervörde, am Arsch der Welt oder in Greifswald gespielt  hat, dann kann man die ganze Fahrt über quatschen und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Familie ist uns sehr wichtig, daher verbringen wir auch viel Zeit miteinander. Auch haben wir viele Gäste, die meistens nicht nur mit meiner Frau und mir befreundet sind, sondern auch mit meinen Söhnen.

    Michaela Boland: Wie schaffst du es bei all deinen Mega-Erfolgen immer so geerdet zu bleiben?

    Dieter Falk: Ich bin immer ein Mann im Hintergrund gewesen. Vielleicht bin ich durch Popstars mal ein bisschen in den Vordergrund gerückt. Sicher taucht ab und zu auch mal das Fernsehen hier auf und macht O-Töne, aber ich bin kein Star in dem Sinne wie es andere sind. Klar kennen mich mehr Leute als andere, trotzdem bin und bleibe ich als Komponist und Musikproduzent eher jemand, der hinter dem Mischpult ist.

    Michaela Boland: Nichts desto trotz ein ausgesprochen erfolgreicher Jemand hinter dem Mischpult.

    Dieter Falk: Ja, aber was heißt erden? Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Meine Mutter und mein Vater haben beide nicht studiert. Wir waren nicht  gerade der sogenannte Intellektuellen-Haushalt. Doch wir Söhne haben beide studiert und aus uns ist etwas Ordentliches geworden. Aber, ich weiß, wie ich angefangen habe und das erdet einen sowieso.

    In unserem Bekanntenkreis haben wir zwar viele Freunde in der sogenannten Showbranche, aber ebenso viele Freunde in ganz normalen Berufen. Meine Frau ist Grundschullehrerin, das erdet dich auch total, das sage ich dir (lacht). An einer Brennpunktschule, wo du auf der einen Seite privilegierte Familien hast, die ihre Kinder dort einschulen, doch interessanter Weise ebenso viele Migrantenkinder. Das mischt sich super, doch hat ganz eigene Befindlichkeiten. Dann bin ich ja auch Botschafter für die Arche. Wenn du dann siehst, was dort stattfindet, dann erdet dich das ebenfalls automatisch.

    Michaela Boland: Seit diesem Wintersemester hast du auch regelmäßig mit jungen Menschen zu tun, denn du hast an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf eine Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Musikproduktion und Populargesang inne. Wie oft bist du da zur Zeit im Einsatz?

    Dieter Falk: Aktuell hatte ich jetzt gerade einen ganzen Samstag lang einen Crash-Kurs-Workshop mit den Kirchenmusikern. Mehrere Stunden am Stück. Da ging es dann darum, dass ich Kirchenmusikern Pop Piano- und Gospel Piano beibringe. Meine Botschaft ist die: Ein klassisches Studium ist total wichtig, aber es ist heutzutage genauso wichtig, dass man zweigleisig fährt.

    Damit du auch als Kirchen- oder als Schulmusiker nicht nur vor einer Klasse oder in der Kirche sitzt und "Großer Gott wir loben dich" an der Orgel spielst, sondern, dass du auch "Oh happy day" authentisch am Klavier spielst und nicht nur so von Noten herunter liest. Es muss grooven, der große Zeh muss mitwippen, wenn du Klavier spielst.

    Und wenn du eine Kirchengemeinde zum mitsingen eines Liedes begeistern willst, dass du es auch swingig umsetzen kannst. Musik muss anstecken und das ist so viel leichter, wenn es Groove und Swing hat. Das brauchen Kirchenmusiker auch heutzutage. Das ist ein Teil meiner Aufgabe im Rahmen dieser Professur.

    Michaela Boland: Kann man bemessen wie viele Wochenstunden du gibst.

    Dieter Falk: Es ist eine halbe Gastprofessur, das heißt neun Semester-Wochenstunden. Die verteile ich auf Blöcke. Dann sitze ich vor Kirchenmusikern, aber auch vor kommenden Musikproduzenten. Es gibt ja in Düsseldorf diese einzigartige Möglichkeit am Institut für Musik und Medien, IMM, unter anderem auch Musikproduzent zu werden. Toningenieur und Musikproduzent, das nennt sich dann Ton- und Bild-Studium und Musik und Medien.

    Das ist schon eine spannende Ausbildung. Sie müssen nämlich sowohl künstlerisch als auch technisch gut sein. Da helfe ich jetzt meinen Professoren-Kollegen, dass man auch die Produktionen, die diese jungen Studenten machen, unter Marktbedingungen bewertet, zumal ich ja mit einem Fuß in der Branche auch noch am Puls des Marktes bin. Ich kann den Leuten daher relativ authentisch  sagen, das, was ihr macht, hat meines Erachtens eine Chance oder nicht. Die guten Studenten empfehle ich dann auch der Branche gleich weiter.

    Michaela Boland: Dann bist du auch eine Art Türöffner?

    Dieter Falk: Ich versuche es. Den guten Leuten werde ich natürlich sagen, "Ihr komponiert gut, ihr solltet euch unbedingt mal bei diesem oder jenem A&R oder Verleger melden, denn ihr seid wirklich talentiert". Das ist so ein bisschen meine  Funktion.

    Michaela Boland: Gab es darüber hinaus noch ein persönliches Anliegen für dich, die Professur anzutreten?

    Dieter Falk: Diese Gastprofessur ist ja von der Stadt Düsseldorf finanziert und nicht vom Land NRW. Mir ist wichtig, dass man etwas für die Musikszene der Stadt Düsseldorf, die ja nach den Toten Hosen oder Kraftwerk noch nicht so richtig viel hervorgebracht hat, tut.

    Michaela Boland: Doro Paesch kommt doch auch hierher.

    Dieter Falk: Ja, aber das sind die großen Alten, um es mal so zu sagen. Man sollte hier etwas für die Szene tun. Ich veranstalte ja auch ab und zu ein Nachwuchsfestival mit dem Titel "Ton-Talente", in der Tonhalle. Ich möchte, dass man die Leute, die da in der Stadt Musik machen, mit den Studenten aus der Musikhochschule zusammenbringt, mehr Teamwork durchführt, mehr Synergie und Networking betreibt.

    Michaela Boland: Düsseldorf soll ohnehin als Kreativstandort im Hinblick auf Musik gefördert werden. Welche weiteren Ansätze sind neben deiner Arbeit dafür noch vonnöten?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich weit davon entfernt zu sagen, ich sei der Allein-Selig-Machende für das Betreiben, die Medienstadt Düsseldorf musikalisch weiterzubringen. Es gibt ja viele Leute, die an der Front arbeiten, Düsseldorf auch  musikalisch ein bisschen nach vorne zu bringen. Düsseldorf ist eine Museumsstadt, eine Kunststadt, eine Werbe-Agentur-Stadt, eine Medienstadt. An der Musikszene kann noch etwas getan werden.

    Da bin ich einer von mehreren, die daran arbeiten, dass das so wird. So war der Eurovision Song Contest eine riesen Nummer. Darauf aufbauend kann man etwas für die Musikszene hier tun. Das fängt damit an, dass man auch Lobbyarbeit betreibt, dass beispielsweise neue Proberäume gebaut werden und. Aber das Rathaus weiß das und ist da bereits auf einem sehr guten Weg, wie ich finde.

    Michaela Boland: Interessierst du dich für bildende Kunst?

    Dieter Falk: Ja, ich gehe sehr gerne in Museen. Ich liebe Popart. Meine Frau ist auch an Malerei interessiert. Sie malt auch selbst ein bisschen. Da wir lange in Holland gelebt haben, kennen wir die Museen in Amsterdam alle in und auswendig. Wenn wir reisen, und das tun wir ganz gerne und viel, sind wir in den Städten eigentlich auch immer in den einschlägigen Museen. Ob in New York oder in London, da sehen wir uns Ausstellungen an, die wir sonst nicht mitkriegen. Köln ist überdies auch eine ganz tolle Museumstadt, wie Düsseldorf auch. Das ist auch Teil unseres Freizeitprogramms.

    Michaela Boland: Was liest du zurzeit?

    Dieter Falk: Ich bin natürlich absoluter Thriller-Fan. Ich habe gerade von Joe Nesbo "Koma " gelesen. Eigentlich alle Jo Nesbos wie alle Stieg Larssons.

    Michaela Boland: Wie läuft es konkret ab, wenn jemand sich bei dir meldet und dich bittet, einen oder mehrere Songs zu schreieben und zu produzieren?

    Dieter Falk: Viele kenne ich ja auch schon, wenn sie anrufen und fragen, "hast du einen Song für mich". Aber, wenn ich jemanden noch nicht kenne, dann lade ich den- oder diejenige ein, ich setze mich hier ans Klavier und wir jammen ein bisschen. Oft ist es ja auch so, dass die Künstler auch selbst musikalische Ideen haben. Dann ist es ganz gut, wenn man es dann zusammen macht. Ich mache das super gerne im Teamwork.

    Zum Beispiel die Schlagersängerin, Francine Jordi, deren letztes Album ich gemacht habe und die in der Schweiz ein großer Star ist, kommt hierher und wir setzten uns einfach ans Klavier und wir schreiben zusammen. Oder sie kommt auch schon mit fertigen Songs und die arrangiere ich dann.

    Bei mir ist es keine Pflicht, dass ich alles selbst geschrieben haben muss. Bei meinen größten Produzentenerfolgen, wie beispielsweise bei PUR war es ja auch so, da war ich nicht als Komponist beteiligt. Dass ich jetzt mehr komponiere hat vor allen Dingen mit den Musicals zu tun. Das sind dann meine Projekte und auch meine Ideen.

    Michaela Boland: Lieber Dieter, vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch und viel Erfolg auch weiterhin für die Zukunft.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Auch der Zugang zu einer Premium Airport Lounge wie der Al Reem Lounge in Abu Dhabi ist über Holiday Extras für jeden Reisenden buchbar
Jerome Danglidis CEO Continental Europe von Holiday Extras
    Geheimnis der Reisebranche
    Airport Lounges - Interview mit Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis

    Die Zeit am Flughafen vor dem Abflug oder beim Zwischenstopp ist für viele Reisende das Gegenteil von Erholung – während Business- oder First-Class-Passagiere es sich in einer Lounge gut gehen lassen. Was viele nicht wissen:

    Ein Aufenthalt dort ist über Holiday Extras ganz unkompliziert und günstig buchbar. Der Münchner Spezialist für Reise-Extras vermittelt Zugang zu mehr als 140 Lounges weltweit.

    Doch was gilt es zu beachten, wenn man erstmal drin ist? Vielflieger und Holiday-Extras-CEO Jerome Danglidis gibt im Interview hilfreiche Tipps für Lounge-Neulinge.

    Herr Danglidis, wenn man nicht gerade Vielflieger-Status genießt oder ein Flugticket für die Business Class besitzt: Wie einfach ist es, in eine Flughafen-Lounge zu kommen?

    Airport Lounges sind das vielleicht bestgehütete Geheimnis der Reisebranche. Der Zutritt erfordert weder einen Vielfliegerstatus noch eine spezielle Kreditkarten- oder Lounge-Mitgliedschaft.

    Die Lounge ist im Reisebüro und unter www.holidayextras.de online buchbar. Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Fluggesellschaft man fliegt oder in welcher Klasse.

    Rucksackreisende, Single Traveller oder Familien-Trip: Für wen eignet sich eine Airport Lounge am besten?

    Eine Airport Lounge ist ein Ruhe- und Entspannungsbereich fern von den Massen an Urlaubern und Geschäftsreisenden in Flugterminals und an Gates. Ein Aufenthalt eignet sich für Privat- oder Businessreisende, mit oder ohne Begleitung.

    Was erwartet mich in einer Lounge?

    Bequeme Sitzgelegenheiten, unbegrenzt Speisen und Getränke, oft auch eine offene Bar mit alkoholischen Getränken. Es gibt kostenlos WLAN, Zeitungen und Zeitschriften, außerdem reichlich Ladesteckdosen und vor allem einen ruhigen Bereich, in dem Sie gelassen auf Ihren Flug warten oder schlafen können.

    Lounges sind meist deutlich ruhiger und weniger frequentiert als Flugsteigbereiche. Einige verfügen über Duschen und sogar Spas.

    Kinder sind am Flughafen erfahrungsgemäß sehr aufgeregt – dürfen sie trotzdem mit in die Lounge? Gibt es dort einen spannenden Zeitvertreib für Kids auf Reisen?

    Sie bieten ein sicheres und übersichtliches Umfeld für Kinder. Dort steht eine Auswahl an Zeitschriften, Malbüchern und Fernsehsendern zur Verfügung. Zahlreiche Lounges haben einen ausgewiesenen Kinderbereich.

    Aber sie sind natürlich kein Spielplatz: Eltern sollten dafür Sorge tragen, dass sich ihre Kids entsprechend verhalten.

    Hand aufs Herz: Gibt es in den Lounges einen Dresscode?

    Ja, es muss allerdings kein schicker Anzug sein – gepflegte Freizeitkleidung ist in Ordnung.

    Was sind absolute No-Gos in der Lounge?

    Auch wenn der Eindruck entsteht, dass es alles im Überfluss gibt, sollten Reisende keine Snacks oder Getränke für später in ihrem Gepäck verstauen. Was beispielsweise gar nicht geht: laut Musik hören.

    Kopfhörer sind selbstverständlich, Elektronikgeräte sollten in den Vibrations- oder Stummmodus geschalten werden. Lounges haben gewöhnlich eine gedämpfte Atmosphäre, deswegen sollten sich Besucher an die umgebende Lautstärke anpassen und nicht zu laut telefonieren.

    Es ist kein Verstoß gegen die Hausregeln, sich am Platz übermäßig auszubreiten, jedoch nicht gerade rücksichtsvoll. Erhöhter Alkoholkonsum ist ein absolutes No-Go. Man riskiert aus der Lounge verwiesen oder sogar vom Boarding ausgeschlossen zu werden.

    Was dagegen ist ein „Must-Do“ in der Lounge und darf auf keinen Fall fehlen?

    Die Airport Lounge bietet Ihnen die Gelegenheit, Ihr Handy zu laden und die letzten E-Mails zu checken. Bei der Zwischenlandung nach einem langen Flug gibt es nichts Schöneres als eine heiße Dusche und ohne Hektik etwas zu essen.

    Einen riesigen Vorzug sehe ich darin, einen eigenen Sitzbereich zu haben und das Gepäck nicht immer mitnehmen zu müssen.

    Haben Sie weitere Tipps für den Lounge-Aufenthalt?

    Die Lounges sind sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich vorab über Ausstattung und Annehmlichkeiten. Größere, internationale Flughäfen haben meist mehr als nur eine Lounge. Wo befinden sich diese? Welche ist näher an meinem Flugsteig?

    Mein Tipp: Die Wartezeit am Airport lässt sich nicht nur bei Reiseantritt, sondern auch beim Zwischenstopp oder vor der Rückreise entspannt in einer Lounge verbringen.

    Interview: Janina Reich/AHM PR

    Preisbeispiel: Die meisten Lounge-Aufenthalte sind zwischen zwei und vier Stunden buchbar, Gäste können bis zu zwei Tage vorher kostenlos stornieren. An deutschen Flughäfen wie beispielsweise in Leipzig sind drei Stunden ab 19,90 €/Pers. zu haben. Während eines Layover in Abu Dhabi kostet die dreistündige Nutzung der „Al Reem Lounge“ (Premium) ab 39 €/Pers.

     

    mehr

Kunst - Videogalerie

  • James Bond ist wieder im Aston Martin unterwegs
    Keine Zeit zu sterben
    Es wird wieder massiv geballert - Ein Leben voller Gewalt

    Superstark ist der Trailer für den neuen James Bond. „Ein Leben voller Gewalt“ heißt es an irgendeiner Stelle im filmischen Appetithäppchen, in dem wieder massiv geballert wird. Nur noch vier Monate, dann wird wieder lizenzmäßig getötet.

    Die Höhepunkte im ersten Trailer zum 25. James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben". Am 4. Dezember wurde der zweieinhalb Minuten lange, actiongeladene Clip veröffentlicht.

    Deutscher Kinostart von "Keine Zeit zu sterben" ist am 2. Juni 2020. Craig hatte vor kurzem angekündigt, dass es sein letzter Einsatz als James Bond sein wird. Am Mittwoch schwärmte der 51-Jährige allerdings von seinem Job als Geheimagent. "Die größte Überraschung war, wie viel Spaß es mir immer noch macht und welchen Kick es mir gibt", sagte Craig.

     

     

     

    mehr
  • Der internationale Superstar Adam Lambert hat seine mit Spannung erwartete neue Single veroeffentlicht
Singt Adam Lambert besser als Georg Michael und Freddie Mercury
    Adam Lambert Superstar
    Adam Lambert soll besser singen als Georg Michael und Freddie Mercury

    Adam Lambert soll besser singen als Freddie Mercury, schrieben einige Medien, und sogar besser als Georg Michael. Der US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Musicaldarsteller war erst kürzlich in Deutschland. Schon 2003 lebte Adem Lambert für ein halbes Jahr in Berlin und trat im Musical Hair auf.

    Der internationale Superstar ADAM LAMBERT veröffentlicht mit der wundervollen Ballade "CLOSER TO YOU" die nächste Single aus seiner EP "Velvet: Side A". In der letzten Woche war Adam zu Gast in Deutschland und begeisterte bei seinen Besuchen bei vielen Radiostationen mit seinem Talent und guter Laune und stellte seine neue Single vor. Anfang des Monats veröffentlichte Adam von "Closer To You" eine wundervolle Liveversion, das Video dazu ist unten zu sehen.

    Im nächsten Jahr wird Adam Lambert mit QUEEN auf große "The Rhapsody Tour" gehen, angefangen in Australien und Asien bevor die Tour dann Halt in Europa machen wird.

    Deutschlanddaten:

    24.06.2020 Berlin, Mercedes Benz Arena

    26.06.2020 Köln, Lanxess Arena

    29.06.2020 München, Olympiahalle

    Der internationale Superstar Adam Lambert hat am 15.05. seine mit Spannung erwartete neue Single ’New Eyes’, die erste aus dem kommenden vierten Album ‚Velvet’, veröffentlicht. Geschrieben wurde der Song von Adam Lambert und Paris Carney, produziert von Jamie Sierota. Bei dem dazugehörigen Video führten Miles & AJ Regie – es ist der erste Teil eines mehrteiligen Kurzfilms für ‘Velvet’ – Teil 2 folgt. ‘New Eyes’ behandelt die Entdeckung und Neugeburt der Hoffnung.

    Im Februar 2019, kurz nach der großartigen Performance bei der diesjährigen Oscar- Verleihung mit Queen, überraschte Adam seine Fans mit dem neuen Song ‘Feel Something’ (ebenfalls auf dem kommenden Album ‘Velvet’).

    Vier Jahre nach der Veröffentlichung seines letzten Albums ‘The Original High’, welches in den USA die Top 3 und in Grossbritannien die Top 10 erreichte und weltweit über 3 Millionen Einheiten zählt, steht nun das brandneue Album ‚Velvet’ in den Startlöchern. Das Vorgänger- Album ‘Trespassing’ war das erste Album eines offiziell geouteten schwulen Künstlers, das es in den amerikanischen Billboard Charts auf Platz 1 schaffte.

    Seit der Veröffentlichung von ‘The Original High’ war Adam mit Queen auf Tour (Queen + Adam Lambert), inklusive einer großen weltweiten Arena-Tour und weiteren Shows in Nordamerika, die diesen Juli starten sowie einer kürzlich angekündigten Stadiontour, die nach Australien und Asien führt. Ausserdem konnte man ihn, wenn auch nur kurz, im preisgekrönten Film ‘Bohemian Rhapsody’ bewundern.

    Kürzlich wurde weiterhin bekannt gegeben, dass Adam die Stimme des ‘Emperor Maximus’ im animierten Film ‘Playmobil: Der Film’ spricht, der im August startet. Im vergangenen Monat wurde die Dokumentation ‘The Show Must Go On: The Queen + Adam Lambert Story' auf ABC in den USA ausgestrahlt, diesen Sommer stehen die Ausstrahlungen in UK und weiteren internationalen Märkten an.
     

    mehr
  • Tones And I ist 19 Jahre alt und heißt mit buergerlichem Namen Toni Watson
    Tones & I ist 19 Jahre alt
    Die 19-jährige Tones & I zu The Kids Are Coming

    On top habe ich noch ein paar Fakten zu dieser Powerfrau - Mit dem Video ehrt "Tones And I"die Fridays-For-Future-Demos. Der Song ist der Titeltrack der gleichnamigen EP, die am 30.8.2019 veröffentlicht wurde. Auf dieser EP befindet sich auch der Track „Dance Monkey”, der aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts rangiert und bereits über 210 Millionen Mal gestreamt.

    Tones & I ist 19 Jahre alt & heißt mit bürgerlichem Namen Toni Watson
    2018 reiste sie ins Surf-Mekka Byron Bay, um ihr Glück als Straßenmusikerin zu probieren. Und prompt zog sie die Leute in ihren Bann. Ein paar Monate später brach sie als Opener auf einem Festival einen Rekord & versammelte zur Mittagszeit mehr als 20 000 Menschen vor ihrer Bühne:

    Dance Monkey wurde über 210 Millionen Mal gestreamt
    Dance Monkey ist aktuell in Deutschland und neun weiteren Ländern der Welt auf #1 der offiziellen Single-Charts
    Tones & "I bricht nach 32 Jahren in Australien Kylie Minogues Rekord in den Charts.

    LYRICS

    No one wants to listen to the kids these days

    Yeah the fibs these days

    Yeah they say that we’re all the same 

    But they’re the ones to blame

    Speaking of the young as if we killed someone

    But we don’t need your guns 

    We’re all too busy on the run 

    Tryna be someone

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    No one seems to understand the kids these days 

    And why we live this way 

    We’ve got to clean up the mess you’ve made 

    Still you don’t wanna change

    You create the law but can’t control our thoughts 

    And no we won’t be bought 

    We don’t just protest for the fun

    We’re here to get it done

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    For you

    Now you’ve gone and done it and

    We locked you in the basement

    Marching through the streets is not the

    Only way to change things 

    Now you’ve gone and done it and 

    We locked you in the basement 

    Marching through the streets is not the 

    Only way to change things

    The kids are coming 

    The kids are gunning

    The kids are running 

    The kids are coming

    The kids are coming

    For you

     

     

     

    mehr

Kunst - Künstler vorgestellt

  • Die Hamburger Liedermacherin ANNA DEPENBUSCH veroeffentlicht am 06.03.2020 ihr neues Album Echtzeit
Echtzeit Session Live im Meistersaal
Anna Depenbusch liebt es Geschichten zu erzaehlen
    Echtzeit Session- Live im Meistersaal
    Lauschen nach Tönen und Gedanken von Anna Depenbusch

    Mit der EP „Echtzeit Session – Live im Meistersaal“ gibt die Liedermacherin vorab einen ersten Einblick in die Klangwelt ihres neuesten Werkes. Die zwei neuen Songs „Eisvogelfrau“ und „Nimm mich zurück (Tada-Version)“ sind bereits in Echtzeit im Berliner Meistersaal aufgenommen worden, quasi ein Testballon für die Aufnahme des Albums im Januar.

    Um das besondere Aufnahmeverfahren auf Herz und Nieren zu testen, entstanden in der Meistersaal-Session auch gleich noch drei Live-Versionen ihrer bekannten Lieder „Was wäre wenn“, „Haifischbarpolka“ und „Kommando Untergang“, welche uns die Wartezeit aufs neue Album versüßen.

    Lauschen nach Tönen und Gedanken

    Liedermacherin: Es ist dieser nur scheinbar altmodische Begriff, den Anna Depenbusch tief in ihr Herz geschlossen hat. Liebt die Künstlerin es doch, Geschichten zu erzählen. Kuriositäten und Beiläufigkeiten, Phantastisches und Verträumtes, schlicht und zeitlos – eben die Poesie des Alltags. Texte, die mit ihrer Musik verwoben sind:

    „Das lässt sich nicht trennen. Melodien beeinflussen die Bedeutung der Sätze – der Akkord macht das Wort. Und umgekehrt.“ So hat die singende Dichterin schon früh ihren unverwechselbaren Stil kreiert: ebenso zärtliche wie wortgewaltige Texte, in denen sie nicht nur ihre Seele offen legt, sondern die auch Offenbarung für andere Seelen sind. Musikalisch zwischen Edith Piaf, Björk und Hildegard Knef– immer im Zwiegespräch mit den eigenen Worten.

    Von tieftraurig bis urkomisch. Mit ebendieser Mischung hat Anna Depenbusch mittlerweile schon ganz eigene Geschichte geschrieben: Fünf Studioalben, zwei Soloalben in „schwarzweiß“ am Klavier. Deutschlandweite Tourneen von der Hamburger Elbphilharmonie bis zum Münchner Prinzregententheater.

    Auszeichnungen wie den Fred-Jay-Preis und den Deutschen Chanson-Preis, zwei Nominierungen für den Deutschen Musikautorenpreis. Ein Ende ist für Anna noch lange nicht in Sicht: „Es schwirren unendlich viele Lieder umher, die noch gar nicht entstanden sind – und wenn sich dann ein Lied für mich entschieden hat, findet es seinen Weg durch meine Gefühle und Harmonien.“

    Anna und ihr Geschichtenerzähler-Flügel

    Geschichten erzählt sie aktuell mit Vorliebe wieder solo am Klavier – oder vielmehr an ihrem Salonflügel. ‚Frau Rachals‘ – so nennt die Musikerin das Instrument in ihrem Studio aus der gleichnamigen Hamburger Pianofortefabrik. 1920 gebaut, hatte sie den verwahrlosten Flügel bei einem Möbelhändler entdeckt und sich in das, von seiner Mechanik her eigentlich defekte Klavier verliebt – „Das ist ein Geschichtenerzähler-Flügel!“.

    Anna ließ das Instrument gegen alle ökonomischen Ratschläge restaurieren und der alten Dame neue Saiten aufziehen, um sich nun täglich mit ihr zu unterhalten: „Wenn man sich vorstellt, was dieser Flügel damals in den 20er- und 30er-Jahren alles in Hamburg erlebt hat… Ich dachte mir: Frau Rachals braucht mehr Zeit.

    Sie hat noch nicht all ihre Geschichten erzählt.“ Frau Rachals hat ihrer Freundin nun zweifellos einiges anvertraut – glamouröse Erlebnisse aus den goldenen Zwanziger Jahren auf der Reeperbahn. Persönliche Einblicke in die Hinterzimmer der Gesellschaft.

    Inspiriert von den Abenteuern der alten Dame, schlägt die Tastenlyrikerin auf ihrem neuen Album nun die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft: hier die Gedanken an die bewegenden Umbruchzeiten des vergangenen Jahrhunderts, wo das Lied „Eisvogelfrau“ an eine mutige, historische Frau erinnert,  dort der Blick nach vorn – „Wie möchte ich eigentlich künftig meine Lebenszeit erfüllt verbringen?“.

    Leben in Echtzeit

    „Mich berühren besonders die flüchtigen Zwischenmenschlichkeiten. Das große Gefühl im kleinen Moment, der Zauber des Alltäglichen.“ – wie im erzählerischen Lied „500 Meter Märchen“. Mit Sehnsucht forscht sie nach der eigenen Wahrheit in der persönlichen Begegnung und sucht das direkte Gespräch.

    Weniger digitale Ungeduld und Sofortness – mehr Echtzeit im reduzierten Augenblick. Im leichtfüßigen Lied „Tim 2.0“ schaut Anna Depenbusch nach zehn Jahren noch mal bei ihrem Protagonisten aus ihrem Liebesreigen „Tim liebt Tina“ nach. Wie ist es Tim ergangen die letzten Jahre, in Zeiten des Optimierungswahns?

    In Augenblicken, in welchen unsere digitalen Geräte uns in Echtzeit mit neuen Daten und Informationen versorgen, wir immer mehr in kürzester Zeit verarbeiten müssen. Auch die Liedermacherin selbst möchte entschleunigen, Abstand nehmen vom Druck, den die Digitalisierung auf sie aufbaut.

    Sie schafft sich eigene Kommunikationsräume, die zu ihrem Rhythmus passen. In ihrem monatlichen E-Mail Newsletter und einer eigenen Kolumne „Die Welt der Anna Depenbusch“ wirft sie einen zärtlichen und zugleich humorvollen Blick auf die Menschheit mit all ihren Eigenheiten. Zurück bleibt für Anna aber immer die Frage:

    Wie echtzeitfähig sind wir selbst eigentlich? So entsteht die Idee zum neuen Album: „Ich sehne mich musikalisch nach echten, unmittelbaren Momenten. So wie ich es solo am Klavier in meinen Konzerten mit dem Publikum erlebe. Wie bekomme ich dieses Gefühl auf ein Studioalbum?“

    Die analoge Anna-logie

    Anna entscheidet sich für eine einzigartige Aufnahmetechnik: Den analogen Vinyl-Direktmitschnitt. Zeit und Ort: Januar in den Emil Berliner Studios, die spezialisiert und weltweit renommiert für analoge Viny-Direktaufnahmen sind. Eine Echtzeit-Aufnahme also, in welcher das Album am Stück, ohne Schnitt und ohne Pause, live und komplett analog eingespielt wird.

    Ein Produktionsprozess, der einer einmaligen Choreografie zwischen Gebäude, Künstlerin, Tonmeister und Vinyl-Schneideraum gleicht. Ein Prozess ohne beschönigendes Bearbeiten, ohne Wenn und Aber, ein musikalischer Moment in Echtzeit.

    Charmante Unregelmäßigkeiten gehören zum echtzeitigen Konzept, sobald die Diamantnadel in das Vinyl taucht und die rote Aufnahmelampe aufleuchtet, gibt es kein Zurück mehr. „Das Leben ist nicht Perfekt! Ich möchte zeigen, wie wunderschön genau das ist. Natürlich schüchtert mich der Aufnahmeprozess ein.

    Eine Mischung aus Angst, Euphorie und Adrenalin schießt mir durch den Körper, wenn ich daran denke. Aber genau das ist die Herausforderung.“ Und weil diese kleinen, unperfekten Momente das sind, was die Musikerin am meisten liebt, möchte sie diese mit einem Publikum vor Ort teilen. „Ein ausgewähltes Publikum wird am Aufnahmetag Teil der Aufnahme sein, als emotionale Unterstützung, wie bei meinen Konzerten.“

    Und wie klingt „Echtzeit“, der eröffnende Titelsong des Albums? „Das wissen wir noch nicht! Diese erste Songposition des Albums bleibt bis dahin offen, um dem realen Augenblick einen freien Platz zu lassen.“

    Und so klingt es auch wie eine Verheißung, wenn die eigensinnige Poetin beim Blick nach vorn feststellt: „Ich habe das Gefühl, erst jetzt im meiner Zeit angekommen zu sein, um Gedanken noch spannender in Lieder gießen zu können – schließlich sehe ich mich als moderne Muse, die andere Menschen inspirieren möchte, Dinge auch mal neu zu denken und neu zu fühlen.

    Ich werde mein Leben lang Geschichten erzählen.“ Anna Depenbusch findet für ihre leidenschaftlichen Lieder die zeitgeistige Form. Wir begleiten sie dabei und so schließt sich zum Ende der Kreis in Echtzeit.

    Das Album „Echtzeit“ von Anna Depenbusch erscheint am 06.03.2020 bei Liedland.

    Ab 12.03.2020 geht die Liedermacherin mit Klavier auf große Deutschlandtournee.

    mehr
  • Die junge Berliner Saengerin SCHMIDT verkoerpert einen neuen Zeitgeist 
Auf der Buehne zeigt SCHMIDT sich als verfuehrerische Femme fatale
    ein neues deutsches Fräuleinwunder
    Newcomer: Die junge Berliner Sängerin SCHMIDT verkörpert einen neuen Zeitgeist

    2013 hatten wir die Berliner Sängerin SCHMIDT hier vorgestellt. Nun fragen wir uns, was ist aus ihr geworden. Ein neues deutsches Fräuleinwunder hatte wir damals vermerkt. Auf der Bühne zeigte SCHMIDT sich gerne als verführerische Femme fatale. SCHMIDT, 22, eine junge Sängerin aus Berlin, entdeckt von einem Großen der Musikszene zwischen London und LA: Guy Chambers.

    Er hat in SCHMIDT die moderne junge Frau gefunden, die den neuen Zeitgeist verkörpert, der heute in London, Berlin und den großen Metropolen der Welt spürbar ist.

    London 2011 – ein Cocktail elektrisiert die Clubszene: Das rauschhafte Freiheitsgefühl des Berlins der 20er Jahre verschmilzt mit Cabaret, New Burlesque und aufregenden neuen Tunes.

    In London feiert die Ära des Blauen Engels Auferstehung, im Styling junger Leute, im Ambiente exklusiver Etablissements und in sündigen Nächten. Ein Trend, der dem aktuellen Zeitgeist entspringt. Und eine seiner Protagonistinnen ist eine junge Frau aus dem Berlin von heute - SCHMIDT.

    Mit einem unaufgeregten "Hey, I'm SCHMIDT" eröffnete die 21-Jährige in London ihr Bühnen-Debüt in Guy Chamber`s "Orgasmatron", einem Musik-Event, das dem 21st Century Cabaret eine Bühne gibt. Seitdem bewegt sich die junge Künstlerin in der Londoner Musikszene, arbeitet u.a. mit Musikern des legendären Jazzclub "Ronnie Scott's".

    Auf der Suche nach einem besonderen Sound: Jazz influenced Pop; auf eine ganz eigenständige, authentische Art und Weise. Inspiriert durch die Musik der 20iger und das Lebensgefühl von heute. Durch Carbaret, Jazz, Freiheit und Lebensfreude.

    Musik, die die verborgenen Wünsche junger Frauen ausspricht. Verletzlich aber selbstbestimmt und durchaus fordernd.

    SCHMIDT erzählt in ihren teils provokativen wie tiefgründigen Texten von Lebensfreude und Hingabe, singt mit scheinbar unschuldiger, zugleich erfahrener und lasziv-fordernder Stimme. Sie lebt den freiheitlichen Geist der versunkenen Epoche und  inhaliert in vollen Zügen die pulsierende Kreativität der beiden Metropolen, zwischen denen sich ihr Leben derzeit abspielt.

    Und sie übersetzt ihre Inspirationen und Geschichten in ein Soundgewand des 21. Jahrhunderts, gemeinsam mit Guy Chambers, ihrem kongenialen "Partner in Crime".

    In dem Neujahrs-Tatort „Scheinwelten“ (Das Erste, Neujahr, 20:15 Uhr) ermitteln die Kommissare Ballauf und Schenk zu den Klängen von SCHMIDTS neuer Single „Heart Shaped Gun“, die die Atmosphäre des Films aufnimmt und hochpräzise in einen sehr eigenen, atemberaubenden und fesselnden Song überführt.

    „Heart Shaped Gun“ wurde von SCHMIDT gemeinsam mit dem mehrfachen Jazz ECHO-Preisträger Martin Tingvall und dem international renommierten Songwriter Robin Grubert eigens als Titelsong für diese Episode geschrieben, mehrdeutig und bildhaft, mit großer Dynamik und teils opulenter Orchestrierung in bester Thriller-Manier.

    Schon mit ihrem Debüt-Album FEMME SCHMIDT ist der Berliner Chanteuse ein solches Kunststück gelungen - leise, lustvoll und zielsicher zugleich: ein subtil-verführerischer Wirkungstreffer, mit rauchigem Timbre und betörendem Augenaufschlag.

    Die Medien verkündeten unisono ein neues deutsches Fräuleinwunder, und dieses aufgeregte Rauschen im Blätterwald begleitete SCHMIDT sogleich nach London, L.A. und schließlich Australien, wo SCHMIDT jüngst mit Sir Elton John auf dessen Stadion-Tournee die Bühne teilte.

    Heart Shaped Gun erschien am 14.12. auf einer um vier neue Titel erweiterten Re-Edition von FEMME SCHMIDT und am 14.12. als digitale Single bei Warner Music.

    Geboren wurde SCHMIDT am 14. Februar 1990 in Koblenz als Elisa Sophia Schmidt.

     

    mehr
  • Daniel Spoerri, Vienna 2013
Andy Warhol, Factory, New York 1968
Andy Warhol, Factory, New York 1968
Aaron, Omaha 2013
Eva Aeppli and Niki de Saint Phalle, Paris 1960
Marcel Duchamp, Paris 1960
Meret Oppenheim, Paris 1963
Paolo Dolzan, Omaha 2013
    augenblicke
    Portraitband Particular Portraits: Vera Mercer präsentiert Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit

    Seit fünfzig Jahren fotografiert Vera Mercer Menschen. Der Porträtband „Particular Portraits“ präsentiert nun die frühen Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit mit Künstlerfreunden und Café-Szenen sowie die späten Farbaufnahmen, die seit 2012 entstanden sind.
     

    „Sweetness is the last thing I want …“

    Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin, lebt und arbeitet in Omaha, Nebraska und Paris) wurde in den letzten Jahren vor allem durch ihre opulenten Stillleben international bekannt, die sie seit 2006 in Paris und Omaha, realisiert. Schon seit den 1960er Jahren fotografiert sie Menschen.

    Vor allem in Pariser Cafés beobachtete sie, einer Soziologin vergleichbar, die Gäste und studierte deren Verhaltensweisen. Es sind Augenblicksbilder, Standbilder eines imaginären Filmes, ephemere Bilder eines Welttheaters. Zudem schuf sie Künstlerporträts von großer Intensität, unter anderen von ihrem Ex-Mann Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol und Norman Mailer.

    In den späteren Farbporträts, die seit 2012 vor allem in Omaha entstehen, sitzen die Modelle in Mercers riesiger Wohnung in arrangierten Stillleben. Gelegentlich tauchen – wie in ihren klassischen Stillleben – im Bildhintergrund frühere Aufnahmen auf.

    Die Porträtierten stammen aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Klassen: Hausangestellte und Köche, befreundete Künstler und Kuratoren, Filmverleiher und Regisseure, die in diesen Tableaux Vivants in neue Rollen schlüpfen.

    Vera Mercer - eine Künstlerpersönlichkeit

    Mercers Idee, die beiden viele Jahre nebeneinander ausgeführten Genres Stillleben und Porträt in einzigartigen Inszenierungen zu vereinen, ist ein Novum in der Fotografiegeschichte. Dabei geht es ihr nie um eine allgemeingültige Charakterisierung einer Persönlichkeit, sondern immer um ein sinnliches Fest des Lebens.

    Mit einem Text von Matthias Harder sowie einem Gespräch zwischen Vera Mercer und Uta Grosenick

    Das Buch erschien beim Distanz Verlag

    mehr