Gesellschaft Freunde der Künste
Vertrauen wird auch beim Infuencer Marketing wichtiger

Mit dem Digital Fairness Act will die EU gegen manipulative Nutzerführung vorgehen

Mit dem Digital Fairness Act will die EU gegen manipulative Nutzerführung, problematische Personalisierung und irreführendes Influencer Marketing vorgehen. Der Entwurf soll im Herbst 2026 kommen. Schon jetzt zeichnet sich für Publisher, Marken, Agenturen und Creator ab: Verantwortung lässt sich künftig schwerer auslagern.

Zwei Ereignisse in der Welt des Influencer-Marketing sorgen derzeit für Diskussionen.

Fall Nummer 1: Die Influencerin Hanadi Diab muss aufgrund unzureichender Werbekennzeichnung einiger Instagram-Stories das bislang höchste von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte Bußgeld gegen einen Influencer bezahlen:

36.000 Euro, dazu Gebühren und Auslagen. Diab widerspricht der Darstellung zwar und erklärt, ihre Kooperationen gekennzeichnet zu haben – die Insolvenz konnte sie dennoch nicht abwenden.

Heute berichten wir über „Bares für Rares“-Händler David Suppes, der sein TV-Prinzip erfolgreich auf eBay Live überträgt. Seit Ende März hat sein Team in mehr als 50 Streams über 5.000 Artikel verkauft.

Durchschnittlich schauen rund 3.000 Menschen zu, 82 Prozent kehren wieder. Der Erfolg zeigt, wo Live-Commerce gegenüber klassischen Produktseiten punkten kann: bei erklärungsbedürftigen Produkten, bei denen Expertise, Storytelling und unmittelbare Interaktion Vertrauen schaffen.

Unsere These: Live-Commerce funktioniert nicht deshalb, weil es live ist, sondern weil es Beratung, Entertainment und Community mit dem unmittelbaren Kauf verbindet.

Das Learning: Wo klassische E-Commerce-Oberflächen Produkte auf Preis, Bild und Beschreibung reduzieren, kann Live-Commerce Differenzierung und Vertrauen zurück in den digitalen Verkauf bringen. Besonders relevant wird das für Kategorien, in denen Beratung und Persönlichkeit tatsächlich einen Mehrwert gegenüber dem normalen Shop schaffen.Viele Grüße, eure W&V Redaktion

Amazons KI-Shopping-Agent treibt Warenkörbe nach oben

Amazons KI-Shopping-Assistent Alexa for Shopping gewinnt rasant an Bedeutung: Die Zahl aktiver Nutzer hat sich im zweiten Quartal nahezu verdoppelt, die Interaktionen verfünffachten sich. Besonders relevant für Amazon:

US-Kunden, die den Assistenten verwenden, geben pro Bestellung im Schnitt 40 Prozent mehr aus.

Takeaway: KI-Shopping-Agenten entwickeln sich vom Suchwerkzeug zum Umsatzhebel. Amazons Zahlen deuten darauf hin, dass dialogbasierte Beratung nicht nur die Nutzung erhöht, sondern Warenkörbe und Prime-Bindung steigern kann. Agentic Commerce wird damit messbar relevant für den Handel. Retail Dive


Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik Marketing News, hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt