Die Werkstatt als Ort der Lebendigkeit und des Schaffens - Für mich ist die Werkstatt ein lebendiger Raum, ein Ort, an dem die Seele durch die Hände spricht und Neues entsteht.
Schon in jungen Jahren spürte ich den Drang, dort zu verweilen, mit Werkzeugen und Materialien in meinen Träumen zu experimentieren, um etwas Eigenes zu erschaffen.
Ich erinnere mich, wie ich einst fragte, ob ich eine Ausbildung in der Werkstatt machen dürfe. Die Männer dort lachten, ihre Stimmen voller Zweifel: „Du bist ein Mädchen, das können wir nicht."
Doch in meinem Herzen war die Überzeugung stark: Das Arbeiten mit den Händen ist für mich eine Form der Kunst, eine Sprache, die keine Geschlechter kennt.
Schon als Kind war meine Welt von Geschwindigkeit und Technik geprägt.
Während andere Mädchen mit Puppen spielten, träumte ich von Rennwagen, von der Kraft und Eleganz der Maschinen, die die Straße beherrschen. Für mich war das kein Spiel, sondern eine Leidenschaft – eine kreative Kraft, die mich inspirierte.
Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, dass wahre Kunst oft im Widerstand wächst. Dass das Schaffen eine Form der Selbstverwirklichung ist, eine Ausdrucksform, die Grenzen sprengt und Barrieren überwindet.
Die Werkstatt ist für mich kein Ort nur des Reparierens, sondern ein Raum der Lebendigkeit, des Mutigen und des Schöpferischen.
Sie ist nun mein Haus in dem ich die Kraft finde, meine Träume zu gestalten – unabhängig von den Stimmen, die sagen, dass irgendwas nicht geht.
Schon im Alter von zehn Jahren fing ich an zu fotografieren.
Es gibt für mich nichts schlimmeres - als sein Leben lang an einem Thema arbeiten zu müssen, weil die „Schublade" da draussen es so möchte.
Das wäre für mich das unlebendigste und urkreativste Handeln eines Künstlers oder Künstlerin.
Ich muss LEBEN und ausprobieren, neu sortieren und Träume leben. Ich möchte immer weiter meinen MUT haben, ohne dem Mainstream zu folgen.
Das sieht man auch an meinen Arbeiten Photo meets Manga, sowie den Arbeiten mot AI-KI, die ich mit meinen eigenen Fotografien erstellt habe.
Seit 1990 fotografiere ich einfach Dinge, die sonst eher niemand so wahrnimmt. Das Sehen ist mir wichtig als Mensch und ich liebe es, Unsichtbares in Sichtbares zu verwandeln. Anbei mal ein Beispiel. Die Werkstatt eines Freundes.
Bei nichts wurde man als Frau offenbar schneller veräppelt als mit einem PKW, wenn es um Reparaturen ging - damals.
Bei Alfons war ich sicher, dass ich nicht ausgenommen werde. Für mich ist diese Serie irgendwie Kunst-Kult. Wie eine mega Installation und gleichermassen interessant, weil es echtes Arbeitsleben als stilles LEBEN zeigt.
Fotografien copyright Eva-Maria Horstick 2010


Die Werkstatt eines Freundes...
In der Stille der Werkstatt
Diese Bilder sind mehr als nur Abbildungen einer Autowerkstatt; sie sind eine Hommage an das Handwerk
Eine Welt voller Hingabe, Präzision und unermüdlichem Einsatz
Hier verschmelzen Stahl, Öl und Leidenschaft



