24.04.2020 die Kunst der flotten Schreibe

Es muß nicht immer Weltliteratur sein

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Zwei neue und darüber hinaus charmante Bücher aus dem Hause Diederichs (www.diederichs-verlag.de) möchte ich heute vorstellen. Da ist zum einen der Roman „Am Ende bin ich“ von Alexander Wächter.

Weil Aurora seine Liebe nicht erwidert, sucht sich Luca Trost bei anderen Frauen wie Männern, bis ihm bewußt wird, dass Flucht in Oberflächlichkeit gepaart mit körperlicher Befriedigung ins seelische Nichts führt und wahre Liebe bei einem selbst beginnt.

Was sicher keine neue Erkenntnis ist, auf 224 Seiten dagegen einnehmend erzählt wird. Man spürt beim Lesen, dass der Autor ein wirklich netter Mensch sein muß.

Ähnlich sympathisch ist auch „Die letzte Flaschenpost“ von Annika Kemmeter. Janis, Student der Kunstgeschichte, muss sich entscheiden.

Entweder Karriere an der Universität, oder rein ins pralle Leben voller Abenteuer und Geheimnisse, wohin ihn seine Freundin Angelina, Enkelin des von ihm verehrten und toten Dichters Otto Maaßen, locken will.

Der Köder sind mehrere Flaschenposten, in die der Literat seine letzten Gedichte gestopft und in den Rhein geworfen hat. Diese Flaschen zu suchen, dauert fast 251 Seiten. Langeweile kommt dabei nicht auf.

Annika Kemmeter beherrscht die Kunst der flotten Schreibe. Es geht um Anerkennung und Vertrauen, um Nachsicht und Güte und um Geheimnis, das die Familie Maaßen schon eine Ewigkeit mit sich trägt.

Beide Bücher lesen sich wohl und in einem Rutsch. Es muß ja nicht immer Weltliteratur sein. „Am Ende bin ich“ und „Die letzte Flaschenpost“ kosten je 18 Euro.

Sönke C. Weiss

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