Die Herstellung süßer Sünden hat mir schon immer viel Spaß gemacht. So habe ich früher bereits meiner Mama und Omas beim Backen geholfen und die Küchen verwüstet – Ordnung war noch nie meine Stärke.
Als ich dann alt genug war, allein den Backofen zu bedienen, wurden regelmäßig neue Rezepte probiert und bei den Zutaten gerne mal experimentiert.
So bekam auch der klassische Nanaimo Bar, benannt nach der kanadischen Stadt in British Columbia, ein kleines Tuning à la Amelie. Warum Kanada?
Auch wenn meine Kindheit kulinarisch nicht von Poutine oder Ahornsirup geprägt war, hat das zweitgrößte Land der Welt doch immer eine Rolle bei uns gespielt.
Denn mein Papa ist dort geboren und damit darf auch ich die kanadische Staatsbürgerschaft tragen. Die gestapelte Leckerei habe ich bei einer meiner Recherchen nach mir unbekannten Nachspeisen entdeckt und direkt lieben gelernt.
Auch wenn man die Riegel das ganze Jahr über naschen kann, gehören sie in Kanada zur Weihnachtszeit dazu – und ab jetzt auch bei mir.
Zutaten für den Boden: 85 g Vollkornkekse (zerstoßen) | 3 EL Kakaopulver | 70 g Kokosflocken | 75 g Walnüsse (gehackt) | 85 g Butter | 1 Ei | ½ TL Salz | 2 EL Ahornsirup
Füllung: 115 g Butter (Zimmertemperatur) | 240 g Puderzucker | 2 EL Vanillepuddingpulver | 3 EL Milch | 1 TL Vanilleextrakt | 1 Prise Salz
Topping: 100 g Zartbitterschokolade | 2 EL Butter | Meersalz (optional)
Zubereitung: Eine quadratische Backform (20 cm) leicht einfetten und mit Backpapier auslegen. Für den Boden Vollkornkekse, Kakaopulver, Kokosflocken, Walnussstücke, Salz, geschmolzene Butter sowie Ei vermischen und auf den Boden des Quadrats drücken.
Ahornsirup auf den Teig tröpfeln. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 12 Minuten backen. Die erste Schicht vollständig auskühlen lassen, bevor es an die zweite geht.
Für die Füllung mit einem Schneebesen alle Zutaten vermengen bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Wichtig: Nicht überschlagen!
Anschließend einheitlich auf der ersten Lage verstreichen. Für das Topping Schokolade zerkleinern und mit der Butter in einem Wasserbad schmelzen.
Die verrührte Ganache leicht abkühlen lassen und auf die zweite Schicht streichen. Je nach Belieben mit ein wenig Meersalz bestreuen.
In der Form mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, bevor das Quadrat in Riegel geschnitten wird – Größe selbst wählbar. Gekühlt bis zu einer Woche haltbar.


So bekam auch der klassische Nanaimo Bar, benannt nach der kanadischen Stadt in British Columbia, ein kleines Tuning à la Amelie. Foto: AHM-Genusswerkstatt



