Kammerspiel auf dem Beziehungsfriedhof: Nach zehn Jahren trifft ein Ex-Paar am Grab seines Kindes wieder aufeinander.
Basierend auf dem gleichnamigen Bühnenstück, wird Désirée Nosbuschs Regie-Debüt zum intensiven und exzellent gespielten Dialog-Drama über den Umgang mit Trauer.
Ein Kind zu verlieren, ist die Urangst aller Eltern. Wie lässt es sich danach weiterleben? Manche Paare rücken in der Trauer noch enger zusammen.
Andere treibt der Verlust auseinander, denn Tragödien legen meist die Bruchstellen in Beziehungen offen. So war es auch bei Lucas (Tim Roth) und Edith (Trine Dyrholm).
Nachdem ihr kleiner Sohn bei einem Unfall ums Leben kam, hielt Lucas es in der Beziehung nicht mehr aus und ging.
Edith weiß noch genau, wann: am Silvestertag 2012 um zehn nach sieben. Sie versuchte nicht, ihn zurück zu halten. Nun treffen sie nach zehn Jahren ohne Kontakt am Grab ihres Kindes wieder aufeinander.
Gift sorgt fürs Wiedersehen
Beide haben ein Schreiben der Friedhofsverwaltung über eine mögliche Giftverseuchung der Grabstelle erhalten.
Das ist, trotz des Titels, nicht das Thema des Films – nur ein Anlass, die entfremdeten Eltern an einem Ort zusammenzubringen.
Zu Beginn des Films sieht man, wie sie von ihrem jeweiligen Zuhause aufbrechen.
Kunst+Film-Redaktion
(Kinostart: 30.1.)


Trine Dyrholm und Tim Roth, in Poison – Eine Liebesgeschichte



