Der Dauerbrenner unter den Racheengeln: Die klassische Abenteuergeschichte von Alexandre Dumas ist ein erprobter Filmstoff.
Kein Grund zum Gähnen: Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière machen in ihrer Kino-Verfilmung des stilbildenden Fortsetzungsromans alles richtig.
Ein globaler Evergreen: Rund 30 filmische Adaptionen verzeichnet das Internet von Alexandre Dumas‘ Romanklassiker seit der ersten Verfilmung im Jahr 1908 – TV-Serien und freie, an ägyptische oder japanische Verhältnisse angepasste Versionen mit eingerechnet.
Das ist nur etwas weniger als die Zahl der Verfilmungen der „Drei Musketiere“, die kürzlich eine neue, historisch korrekte Bearbeitung erfahren haben.
Trotz Eva Green in einer tragenden Rolle war dieser Film jedoch nur an französischen Kinokassen ein Erfolg.
Was bedauerlich ist, denn dieser Versuch, das Genre des handgemachten Abenteuerfilms ohne übertriebene Spezialeffekte zu entstauben, ist durchaus gelungen.
Für das Drehbuch zeichneten Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière verantwortlich.
Nun setzen sie als Regisseure des „Grafen von Monte Christo“ auf eine ähnliche Strategie. An der Geschichte mussten sie dafür nichts ändern, denn sie bietet zur Genüge, was das Herz begehrt: Intrigen, Mord, Liebe, Rache und Selbstjustiz.
Ein Kapitän von 19 Jahren
Alles beginnt im Jahr 1815. Napoleon Bonaparte hat endgültig abgedankt und ist nach St. Helena verbannt worden. Für die Hauptfigur Edmond Dantès (Pierre Niney) geht das Leben nun erst richtig los, und es verspricht wunderbar zu werden.
Mit gerade einmal 19 Jahren soll er als Kapitän das Kommando über ein Schiff bekommen; nun kann er endlich seine Jugendliebe Mercédes (Anaïs Demoustier) heiraten.
Kunst+Film-Redaktion


Pierre Neney spielt den unschuldigen Langzeit-Häftling, der sich an seinen Verleumdern fürchterlich rächt



