Um es gleich vorwegzunehmen: Ohne den BSW hätte die AfD die Wahlen haushoch gewonnen, und sie könnten die Ministerpräsidenten stellen. Nun steht ja noch die Wahl in Brandenburg aus. Mal sehen wie die ausgeht.
Eine Nachlese:
Die Wähler haben darauf reagiert. Doch der Ton der Moral-Oligarchen gegenüber den Andersdenkenden bleibt herrisch, meint WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt.
Die „Brandmauer“ ist eine linke Erfindung, die erfolgreich an die Union verkauft wurde. Klein gemacht hat sie die AfD nicht – im Gegenteil.
Und bald könnte die CDU aus Not mit dem sozialistischen BSW koalieren, das viele AfD-Themen kopiert, schreibt Harald Martenstein.
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Bundestagsvizepräsident, Wolfgang Kubicki, sieht den Umgang der anderen Parteien mit der AfD kritisch.
„Nicht alles, was aus der AfD kommt, ist Mist. Aber es wird immer so getan: Man muss darauf gar nicht hören, weil es eben von rechts kommt“, sagte er in der neuen Ausgabe des Talk-Formats „Politikergrillen mit Jan Philipp Burgard“
Kubicki weiter: „Und wenn ich immer wieder höre, die Leute seien eigentlich zu doof, die die AfD wählen, da kann ich nur sagen: Was für eine Missachtung der demokratischen Grundsätze.“
Aus Protest gegen die AfD haben die „Omas gegen rechts“ eine Petition gestartet: Sie fordern die lokale Sparkasse auf, der Partei das Konto zu kündigen. Vielleicht sollten sich die Damen auf ihre Kernkompetenz besinnen: Enkel hüten, Kuchen backen und Blumen gießen, meint WELT-Autor Henryk M. Broder
Ein Kommentar dazu. "Bin echt froh, dass ich nur ein Opa bin, mit den Hobbys Reisen, Skat, Hund und den Enkelsohn beim wöchentlichen Fußballturnier anfeuern."
Ostdeutschland sei demokratietheoretisch ziemlich erziehungsbedürftig
Viele Menschen in Sachsen und Thüringen haben der AfD einen Wahlsieg beschert, was jedoch reflexartig als undemokratisch abgetan wurde.
Demokratisch wählen heißt demnach, nicht die AfD zu wählen? Interessant. Sieht so die Entscheidungsfreiheit mündiger Bürger aus?
Schließlich wurden die Bewohner besagter Landesteile nicht nur einmal von pädagogisch veranlagten Medienvertretern und Politikern aufgefordert, „demokratisch zu wählen“, und haben es trotzdem in weiten Teilen nicht getan.
Und tatsächlich ist es gar nicht so einfach, Schritt zu halten, so als Blasenrandständiger. Während man in der Schule noch gelernt hat, dass Demokratie just Volksherrschaft bedeutet, gilt es heute zu differenzieren.
Ein Beispiel: Am Wahlsonntag las man in einem X-Beitrag des CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak: „Daher meine Bitte: 1.) wählen gehen 2.) demokratisch wählen 3.) beide Stimmen #CDU“.
Dieser Wunsch wurde offenbar erhört, immerhin ließ der Moderator einer ARD-Wahlhochrechnung die geneigten Zuseher später des Abends wissen:
„Der mit den meisten demokratischen Stimmen ist momentan Mario Voigt“, also der vielleicht baldige thüringische Ministerpräsident der CDU.
Demokratisch wählen heißt also CDU wählen, oder aber jedenfalls nicht AfD. Interessant, schreibt WELT-Chefreporterin Anna Schneider.
Fragt sich nur, von welcher Demokratie hier die Rede ist, es ist schließlich kompliziert, siehe oben. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man unter Demokratie die Regentschaft von Ricarda Lang und Saskia Esken oder doch ganz banal die volle Entscheidungsfreiheit mündiger Bürger meint.
OK: Mal sehen wie das weiter geht


Viele Menschen in Sachsen und Thüringen haben der AfD einen Wahlsieg beschert, was jedoch reflexartig als undemokratisch abgetan wurde.



