Grünen-Politiker Jürgen Trittin plädiert dafür, dass sich deutsche Medienhäuser nach dem Vorbild des Axel-Springer-Verlags (WELT, „Bild“) zur Unterstützung Israels verpflichten.
Dies solle in „jedem Medienhaus wie auch in allen Parteien“ gelten, sagt Trittin der Wochenzeitun "Die Zeit": „Da gibt es einen breiten Konsens, wie die einstimmige Israel-Resolution im Bundestag gezeigt hat.“
Was Trittin da fordert, ist nichts anderes, als sein Wunsch, Journalisten und Redaktionen Mundtot zu machen, wenn diese Kritik an dem Vorgehen Israels in Gaza ausüben. Und es ist ja wohl, ein schlecher Schertz, von Journalisten eine Unterstützung für Israel zu verlangen.
Journalistenverband lehnt Belehrungen durch Politiker ab
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) verbittet sich Belehrungen aus der Politik zum Umgang von Journalisten mit den Themen Judentum und Israel.
Spanien bezweifelt Einhaltung des Völkerrechts durch Israel
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez bezweifelt, dass sich Israel im Gaza-Krieg an zwischenstaatliche Grundsätze hält.
„Die Bilder, die wir sehen, und die wachsende Zahl von Kindern, die sterben, lassen mich ernsthaft daran zweifeln, dass Israel das humanitäre Völkerrecht einhält“, sagt er dem Fernsehsender TVE. „Was wir im Gazastreifen sehen, ist inakzeptabel.“
USA sind auch nicht begeistert:
US-Außenminister Antony Blinken hat Israel aufgefordert, gewalttätige Siedler im Westjordanland zur Verantwortung zu ziehen.
Bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog in Jerusalem habe Blinken deutlich gemacht, dass die „Spannungen im Westjordanland“ deeskaliert werden müssten, teilte das US-Außenministerium mit.
Dazu müsse „Israel unverzüglich Schritte unternehmen, um Siedlerextremisten für die Gewalt gegen palästinensische Zivilisten zur Rechenschaft zu ziehen“, hieß es weiter.
US-Präsident Joe Biden hatte gewalttätigen Siedlern zuletzt mit Einreisebeschränkungen in die USA gedroht.


Jürgen Trittin will Journalisten und Redaktionen wohl den Mund verbieten. Foto: Youtube/Spot-Screenshot



