Gesellschaft Freunde der Künste
Eröffnungsrede zu Israel und Palästina sorgt für Tumult

Einen Maulkorb für Slavoj Žižek auf der Frankfurter Buchmesse aus Deutschland

Wer in Deutschland was angeblich falsches über Israel sagt, bekommt es ganz schnell auf die Fresse. Deutschlands Universalphilosoph Richard David Precht hat in der aktuellen Folge des Podcasts „Lanz & Precht“ gesagt, ihre Religion verbiete es orthodoxen Juden zu arbeiten.

( Das aber stimmt nicht ganz: Etwa 60 bis 70 Prozent der orthodoxen Juden Arbeiten in Israel nicht, der Rest schon)

„Ein paar Sachen, wie Diamanthandel und ein paar Finanzgeschäfte ausgenommen.“ Markus Lanz stimmte der Feststellung zu. Das hat natürlich bei den Gutmenschen sofort für Empörung gesorgt. Das ZDF hat die Aussage mittlerweile gelöscht.

Debatte um den Nahostkonflikt 

Der slowenische Philosoph Žižek verurteilte bei der Eröffnung der Buchmesse die Hamas, forderte aber auch Verständnis für Palästinenser. Mehrere Gäste verließen den Saal.

„Warten Sie damit, am Ende werden Sie nicht mehr klatschen“ Slavoj Žižek, Philosoph aus dem Gastland Slowenien, löste mit seiner Rede zum Nahostkonflikt Empörung aus.

Žižek sagte, er verurteile die terroristischen Angriffe der Hamas auf die israelische Bevölkerung, betonte aber, man müsse auch den Palästinensern zuhören und deren Hintergrund beachten, wenn man den Konflikt verstehen wolle.

Er relativiere gar nicht, entgegnete Žižek. Die Terroranschläge seien ein schreckliches Verbrechen, und Israel habe jedes Recht, sich zu verteidigen.

Aber um zu verstehen, was dort geschehe, müsse man auch den Hintergrund der Palästinenser sehen. Es könne im Nahen Osten keinen Frieden geben ohne Lösung der Palästinafrage.

Schon vor der Unterbrechung hatte der Philosoph ein »Analyseverbot« bei diesem Thema kritisiert.

Žižek kritisierte, all seine Vorredner hätten über Israel, aber niemand über die Palästinenser gesprochen. Die Entscheidung, die palästinensische Autorin Adania Shibli nicht auf der Buchmesse auszuzeichnen, halte er für »skandalös«.

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker warf Žižek vor, die Verbrechen der Hamas zu relativieren.

Der erste Buchmessetag stand unter dem Schock des Hamas-Terrors. Die von Slavoj Zizek am Eröffnungsabend angemahnte „Kontextualisierung“ sei wichtig, dürfe aber niemals zu einer Relativierung führen, so der Tenor der Gespräche.

Erst zeigte sich Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, mit Israel solidarisch, dann sah er sich zu einer „Klarstellung“ gezwungen und tönte von Israels „aggressiver Siedlungspolitik“.

Ich finde, UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat recht, wenn er sagt: 

„Es ist an der Zeit, diesen Teufelskreis aus Blutvergießen, Hass und Polarisierung zu beenden. Israel muss sein legitimes Sicherheitsbedürfnis verwirklicht sehen und die Palästinenser müssen eine klare Perspektive für die Errichtung eines eigenen Staates erkennen," 

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