Gesellschaft Freunde der Künste
Kirchensteuer wollen sie aber haben

Die Kirchen in Deutschland diskreditieren auch noch 11 Millionen AfD-Wähler

Die Katholische Kirche wetterte erstmals nicht nur gegen die AfD, sondern auch gegen deren Wähler. Die Positionierung der Kirche gegen die AfD sei ihre Pflicht. Das ist mehr als eine Unverschämtheit.

Erinnert euch: Für die Kirche waren Menschen die sich nicht in der Corona-Zeit  Impfen lassen wollten - Schlechte Menschen, die man beschimpft hat.

Und nun diskreditieren sie auch noch 11 Millionen AfD-Wähler

Kirchesteuer wollen sie aber gerne von denen kassieren.

Die katholische Kirchenführung positioniert sich gegen die AfD – die Partei gewinnt aber unter Katholiken an Zustimmung. Ein Experte sagt: Die AfD fülle heute teilweise die Rolle aus, die die Kirche früher innehatte.

Die katholische Kirche distanziert sich klar von der AfD – doch unter ihren Gläubigen wächst die Zustimmung zur Partei. Ein politischer Konflikt, der selbst in Gottesdiensten spürbar ist.

Während die Union in der Wählergruppe mit katholischer Konfession mit 39 Prozent weiterhin die stärkste Kraft ist, verliert sie auch hier an Rückhalt.

Das teilte die Forschungsgruppe Wahlen auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur mit. Die AfD konnte sich hingegen mit 18 Prozent als zweitstärkste Kraft auch unter katholischen Wählern etablieren.

Die katholische Kirchenführung in Deutschland reagiert mit deutlichen Worten auf diese Entwicklung. Bischof Georg Bätzing stellte auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz klar:

„Die Positionen der AfD sind mit der christlichen Ideologie nicht vereinbar.“ Doch während die Kirchenführung ihre Haltung bekräftigt, zeigt sich in den Gemeinden eine andere Realität.

Pfarrer Martin Garmaier aus dem bayrischen Erding erlebt diesen Widerspruch. In Erding bleibt die CSU mit 40,8 Prozent bei der Bundestagswahl zwar die dominierende Kraft, doch die AfD erreicht hier bereits 18,8 Prozent.

Noch deutlicher ist die Entwicklung in Germersheim in Rheinland-Pfalz, wo die AfD mit 34,6 Prozent der Stimmen die CDU überholt hat, die 22,4 Prozent erhielt.

 „Die AfD bedient das Bedürfnis nach Identität und Sicherheit – und füllt damit das Vakuum, das die schwindende Beheimatung in Glaube und Kirche eröffnet.“

Doch die AfD zieht nicht nur kirchenferne Wähler an. Auch unter konservativen Katholiken gibt es eine Bewegung hin zur Partei.

„Viele dieser Menschen haben sich von der Union entfremdet, weil sie die gesellschaftliche Liberalisierung politisch mit vollzog“,

AfD-Politiker sieht „Hexenjagd“ gegen seine Partei

Der Fall Christoph Schaufert zeigt, wie brisant die Debatte ist. Schaufert, ein AfD-Politiker und gewähltes Mitglied im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde St. Marien im saarländischen Neunkirchen, wurde im April 2024 aus seinem Amt entlassen.

Das Bistum Trier entschied, dass er als AfD-Politiker nicht glaubwürdig für die Werte der katholischen Kirche einstehen könne. Schaufert selbst sieht darin eine politische Kampagne gegen ihn und hat Beschwerde im Vatikan eingelegt.

„Ich habe in der Kirche nie Politik gemacht“, sagt er. „Das war eine Entscheidung der Bistumsleitung Trier, die sich der öffentlichen Hexenjagd gegen die AfD gebeugt hat.“

Fall in Baden-Württemberg

Der Umgang mit Ehrenamtlichen aus dem Umfeld der AfD ist ein schwieriges Terrain. Auch die Entscheidung von Gerd Möller, katholischer Pfarrer im baden-württembergischen Weil am Rhein, hat kürzlich Schlagzeilen gemacht.

Es geht um eine ehrenamtliche Helferin, Edith Tucci, die ab und an in örtlichen katholischen Kindergärten zum Puppenspiel vorbeikam.

Der Pfarrer und die Kitaleitung wollen das nun nicht mehr. Der Grund: Tucci kandidiert für den Gemeinderat, und zwar auf der Wahlliste der AfD.

Edith Tucci zeigt sich sehr enttäuscht über den Ausschluss von der ehrenamtlichen Mitarbeit, "weil ich in dem einen Kindergarten über 20 Jahre gearbeitet habe, die Kolleginnen sehr gut kenne und mir etwas mehr Rückgrat erwartet hätte".

Sauer ist sie aber vor allem auf Pfarrer Möller. Für sie seien das "Kerngeschäft" der Kirchen die Seelsorge und das Verkünden des Evangeliums: "Ich finde es schwierig, wenn eine Kirche sich in politische Geschichten einmischt."

2023 traten laut Deutscher Bischofskonferenz 402.694 Menschen aus der Kirche aus. Es bleibt die Frage: Hat sie noch die moralische Autorität, politische Urteile zu fällen?

Kommentare dazu:

„Die christlichen Werte sind nicht mit der katholischen Kirche vereinbar.“ So wird ein Schuh daraus.

Dass sich die Kirche in Politische Parteien einmischt ist ganz üble Entwicklung und zeigt einmal mehr dass die Katholische Kirche vom Zeitgeist aufgefressen wird und keine spirituelle Führungsrolle mehr hat in der Gesellschaft.

So ungerne ich die AFD verteidige, aber es ist wirklich eine Hexenjagd. Nichts Neues in der katholischen Kirche. Neu ist nur, dass die katholische Kirche die Grundsätze des Christentums verlernt.

Wie wäre es, wenn sich die Kirche zuerst um ihre eigenen gravierenden Probleme kümmern würde? Statt sich ständig in die Politik einzumischen, sollte sie endlich ihre massiven Missbrauchsskandale glaubwürdig aufarbeiten.

Um es mit Matthäus zu sagen: „Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken im eigenen Auge aber bemerkst du nicht?“