Es ist tatsächlich ungewöhnlich, dass eine Künstlerin oder ein Künstler bei der Eröffnung einer Ausstellung in der ersten Person auf politische Themen eingeht oder sich mit spezifischen aktuellen Ereignissen äußert, insbesondere in der Art und Weise, wie es bei der Eröffnung von Nan Goldins Ausstellung in der Nationalgalerie Berlin geschehen ist.
In vielen Fällen übernehmen Kuratoren, Galerieleiter oder andere Vertreter die Rolle, die Ausstellung zu erklären und in den Kontext zu setzen, während die Künstler*innen vor allem für ihre Werke sprechen – durch ihre Kunst.
Das besondere an Nan Goldins Fall ist ihre prominente politische Haltung, die sie in ihrer Kunst eher nicht zum Ausdruck bringt.
Goldin ist eine Künstlerin, die sich nicht scheut, ihre Stimme in gesellschaftlichen und politischen Fragen in Berlin zum Thema Israel und Gaza zu erheben, was ihr Kunstwerk und ihr öffentliches Engagement nun gerade in DE etwas negativ prägt.
In Bezug auf die Äußerung über Israel und den Konflikt, die bei der Ausstellungseröffnung angesprochen wurden, ist es wichtig zu verstehen, dass Goldin für ihre direkte Art, soziale und politische Themen anzusprechen, vielleicht eher beschränkt bekannt ist ?
Der Grund, warum sie sich auch in ihrer eigenen Ausstellungseröffnung in Berlin politisch äußert, könnte also darin liegen, dass sie den Raum der Kunst und der Ausstellung als eine Plattform für ihre Haltung sieht.
Das wusste sicher auch der Organisator vorab.
Sowas bleibt nicht im Verborgenden. Normalerweise reden Künstlerinnen und Künstler nicht selbst auf ihrer eigenen Vernissage.
Die Frage, warum N. Goldin in der Ausstellungseröffnung selbst sprechen wollte, liegt auf der Hand.
Das Verhalten von Nan Goldin in dieser Hinsicht ist ein Ausdruck ihrer Überzeugung, die sie unbedingt in aller Öffentlichkeit breittreten musste.
Danke- wir brauchen keine Drohgebärden und sollten sie darauf hinweisen, dass wir als Deutsche genug Horror verbreitet haben, was für mich aber auch nicht rechtfertigt, dass Herr Netanjau weiter macht wie bisher. Das steht auf einem anderen Blatt.
Nämlich, dass er nun aktuell einen Scherbenhaufen hinterlässt, der nie mehr zu reparieren sein wird in naher Zukunft, ist wohl allen klar.
Aber logosch muss Israel sich wehren. Nur weiter so geht auch nicht in meinen Augen.
Aber ich hätte als Kurator niemals einer Frau der ART das Podium übergegeben. Ist auch sehr unüblich in diesen Zeiten. Erst recht, wenn man ihren Standpunkt kennt oder kannte.
Danke. Das war überflüssig und passiert auch gern und immer wieder in Berlin.
Eva-Maria Horstick
Arteve.de


Nan-Goldin-Retrospektive in Berlin: Eklat mit Ansage



