Für den Sieg im Krieg braucht man nicht nur Feuerkraft, sondern auch gutes Wetter: Beinahe wäre die Landung der Alliierten 1944 in der Normandie an einem Sturm gescheitert.
Welche Rolle das Ringen um die präziseste Voraussage spielte, erzählt Regisseur Anthony Maras in "Pressure" als packendes Psychoduell verschiedener Meteorologie-Schulen mit statischen und dynamischen Klima-Modellen.
Meteorologen unter Hochdruck: Kurz vor dem D-Day 1944 in der Normandie wird die richtige Wettervorhersage zur kriegsentscheidenden Frage.
Regisseur Anthony Maras inszeniert die 72 Stunden vor der größten amphibischen Landeoperation aller Zeiten als glänzend besetztes Kammerspiel.
Mit Bauernregeln kommt man nicht weit, wenn es gilt, eine Schlacht zu gewinnen.
Zur Planung der „Operation Overlord“, der Landung in der Normandie im Juni 1944, steht den alliierten Streitkräften im Zweiten Weltkrieg deshalb eine ganze Abteilung von Wetterexperten zur Verfügung, um die günstigsten Bedingungen zu ermitteln.
Der Generalstab des US-amerikanischen Oberbefehlshabers Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) plant seit Monaten eine Landung auf dem europäischen Festland, um im Krieg gegen Nazi-Deutschland den entscheidenden Durchbruch zu erzielen.
Dazu ist nicht nur Geheimhaltung wichtig, sondern auch eine präzise Wettervorhersage. Zur Unterstützung wird der meteorologische Stab der Amerikaner um den schottischen Experten James Stagg (Andrew Scott) bereichert.
Erste Spannungen mit „Ike“
Doch „Churchills Chef-Meteorologe“ macht sich mit seiner förmlichen Umgangsweise sofort unbeliebt; als er zudem ohne Genehmigung seine schwangere Frau anruft, wird er zum Oberbefehlshaber zitiert.
„Ike“ Eisenhower macht deutlich, dass er vor allem präzise Prognosen und einen Konsens unter seinen Wetterleuten erwartet. Doch das ist leichter gesagt als getan.
Zwei Meteorologen, zwei Methoden
Denn bei ihnen treffen grundverschiedene Denkschulen und Methoden aufeinander. Die Amerikaner verlassen sich bei Vorhersagen auf Bewährtes, vor allem auf den Vergleich mit den Aufzeichnungen vergangener Jahre.
Die US-Experten um Irving Krick (Chris Messina) hatten für Eisenhower zuvor bereits das Wettergeschehen in Afrika und andernorts beobachtet; dabei lagen sie richtig mit ihren Prognosen.
Kunst+Film-Redaktion
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James Stagg (Andrew Scott) ist der ranghöchste Meteorologe Großbritanniens. Foto: ©Alex Bailey / STUDIOCANAL SAS
General Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) nach dem Desaster der Generalprobe mit dem Projektnamen "Tiger" Foto: ©Alex Bailey / STUDIOCANAL SAS
Alles hängt vom Luftdruck ab: Captain James Stagg (Andrew Scott) und Captain Kay Summersby (Kerry Condon) und General Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser). Foto: ©Alex Bailey / STUDIOCANAL SAS



