Sehr viel sehr schnell erreichte dagegen die Malerin Paula Modersohn-Becker, bevor sie mit nur 31 Jahren starb. Der Proto-Expressionistin widmet zum 150. Geburtstag das Regie-Duo Annelie Boroş + Vera Brückner ein Fast-Biopic.
In "Wer weiß schon, was ein Leben ist?" thematisieren sie die Schwierigkeiten, es in eineinhalb Stunden überzeugend darzustellen – erst originell, dann zunehmend konturlos.
Auf der Suche nach der Malerin:
Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker trägt das Regie-Duo Annelie Boroş + Vera Brückner etliche Elemente ihres Lebenslaufes zusammen. I
Ihr Mix aus Doku, Biopic und Meta-Film beginnt originell, wirkt aber zunehmend sprunghaft und zerfasert.
Wer war Paula Modersohn-Becker (1876-1907) wirklich? Eine Besucherin des „Paula Modersohn-Becker Museums“ in der Bremer Böttcherstraße soll sich dort einmal beschwert haben, dass die Malerin in einem Spielfilm völlig falsch dargestellt worden sei.
Doch woher will man das fast 120 Jahre nach ihrem Tod genau wissen?
Hier setzen die Regisseurinnen Annelie Boroș und Vera Brückner an: Anstelle einer vermeintlich authentischen Lebensgeschichte machen sie die Suche nach ihr zum Thema ihres Films.
Auf der Suche nach Paula
Darin soll die junge Schauspielerin Katharina Stark die Künstlerin Paula Modersohn-Becker spielen. Dafür sucht sie nach Zeugnissen.
Ihre Reise führt sie nach Worpswede, Bremen und Paris – zentrale Orte im Leben der mit nur 31 Jahren an einer Embolie verstorbenen Malerin. In Museen, Bildern, Briefen und Tagebüchern sucht sie nach der Frau hinter dem berühmten Namen.
Diese Recherche wird durch dokumentarische Einschübe mit Kunsthistorikerinnen wie Julia Voss und Ingrid Pfeiffer ergänzt.
Sie zeichnen das Bild einer willensstarken, akribischen Künstlerin, die ihre Arbeit mit bemerkenswerter Konsequenz vorantrieb.
Auch Modersohn-Beckers Umfeld wird inszeniert: ihr Mann Otto Modersohn, der Maler Heinrich Vogeler, der Dichter Rainer Maria Rilke und die Künstlerin Clara Rilke-Westhoff treten auf.
So greifen Kunstgeschichte, persönliche Spurensuche und fiktionale Annäherung zunehmend ineinander.
Kunst+Film-Redaktion
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Enno Trebs und Katharina Stark als Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker. Foto: W-Film
Katharina Stark als junge Schauspielerin Paula vor der Büste von Paula Modersohn-Becker. Foto: W-Film
Katharina Stark als Paula Modersohn-Becker in einem Worpsweder Restaurant. Foto: W-Film



