Gesellschaft Freunde der Künste
Ehre wem Ehre gebührt

Vergessene Frauen - bestohlene und "Beklaute Frauen"

Bekannt geworden durch ihre Tik-Tok- und Instagram-Kanäle (@heeyleonie) überrascht uns Leonie Schöler (Jahrgang 1993) jetzt mit ihrem neuen Buch „Beklaute Frauen", das auf gut 325 Seiten plus knapp 100 Seiten Literatur- und Quellenverzeichnis umschreibt, wie Frauen, die offenbar einen großen Einfluß auf den Verlauf der menschlichen Geschichte hatten, aus derselben so gut wie radiert wurden.

Sei es in der Wissenschaft, der Kultur oder der Politik.

Im Schatten ihrer Ehemänner, von Einstein über Picasso bis zum jugoslawischen Partisanenführer Tito, oft sind es die Frauen, denen ihre Ehemänner Ruhm und Ehre zu verdanken haben und dafür als Dank in ewiger Vergessenheit geraten sind.

„Beklaute Frauen" ist anschaulich und schwungvoll geschrieben, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. Nichtsdestotrotz zeigt uns die Historikerin Schöler, wie unabdingbar eine Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist.

Ehre wem Ehre gebührt sozusagen.

Apropos: In den USA hat Santa Claus eine Frau. Frau Claus hilft ihm mit den Geschenken.

Wäre doch interessant zu erfahren, ob das beim deutschen Weihnachtsmann vielleicht auch so ist, wir nur nichts davon wissen sollen. „Beklaute Frauen" ist im Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) erschienen und kostet 22 Euro. 

Sönke C. Weiss

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Journalistin, Historikerin und Influencerin Leonie Schöler über ihre Arbeit bei TikTok