Die Werke des amerikanischen Dramatikers Eugene O'Neill fangen die Tragödien und Triumphe des menschlichen Lebens auf eindringliche Weise ein, oft durch die Linse von Drogenabhängigkeit, familiären Konflikten und der Suche nach Identität.
In diesem Kontext könnte das Leben von Joe Biden als Vorlage für eines seiner Theaterstücke dienen – vielleicht sogar für ein Meisterwerk.
In „Hybris – Verfall, Vertuschung und Joe Bidens verhängnisvolle Entscheidung" liefern die beiden renommierten Journalisten Jake Tapper und Alex Thompson eine schonungslose und dramatische Auseinandersetzung mit einer der schicksalhaftesten Entscheidungen in der amerikanischen Politikgeschichte:
Joe Bidens Kandidatur zur Wiederwahl, trotz offensichtlicher Anzeichen seines körperlichen und kognitiven Verfalls und einem verzweifelten Versuch, das Ausmaß seines Zustands zu verbergen.
Die Autoren nehmen uns mit hinter verschlossene Türen und in private Gespräche zwischen den zentralen Akteuren dieser Tragödie.
Sie enthüllen, wie gravierend das Problem tatsächlich war und wie viele Menschen darüber informiert waren.
Bidens Entscheidung, erneut zu kandidieren, führte zu einer Kampagne der Verleugnung und Vertuschung, die direkt zur Rückkehr Donald Trumps an die Macht beitrug und die nachfolgenden Entwicklungen maßgeblich beeinflusste.
„Hybris" liest sich dabei so spannend wie ein Thriller und erweist sich als bedeutendes Dokument der Zeitgeschichte.
Die präzise Recherche und die packende Erzählweise machen das Buch zu einer Pflichtlektüre für alle, die die politischen Geschehnisse der letzten Jahre verstehen möchten.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (www.dtv.de). 400 Seiten. Preis: 20 Euro. Unbedingt lesenswert.
Sönke C. Weiss


Neue schwere Vorwürfe von Buch-Autor Biden-Vertuschung schlimmer als „Watergate“



