Fast drei Wochen nach dem Attentat auf Donald Trump schieben sich lokale Behörden und der Secret Service weiter gegenseitig die Schuld zu. Interimsdirektor Ronald Rowe wird im Kongress in die Mangel genommen.
Ronald Rowe, der Interims-Direktor des Secret Service, ließ in der Kongressanhörung keinen Zweifel daran, wie gravierend die Fehler der Sicherheitsbehörde vor dem Attentat auf Donald Trump waren.
Er selbst sei auf das Dach geklettert, von dem aus der Schütze während der Kundgebung Mitte Juli auf Trump geschossen hatte.
Freies Schussfeld auf Donald Trump
„Was ich gesehen habe, hat mich beschämt“, sagte Rowe am Dienstag. Nach 25 Jahren beim Secret Service könne er nicht rechtfertigen, dass das Dach nicht besser gesichert war.
Es gab in 125 Meter Entfernung eine direkte Schusslinie zu Trump frei.
Zuletzt haben wir ja schon die Frage gestellt: "Wollte man den Attentäter zum Schuß auf Donald Trump kommen Lassen?" Nun, ganz von der Hand zu weisen, ist das heute nicht mehr, wie die Entwichlung nun deutlich zeigt.
Neue Erkenntnisse aus den Ermittlungen zum Attentat auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erhöhten den Druck auf die Sicherheitskräfte.
Wie kann es sein dass ein Schütze unentdeckt so nah an den Präsidenten gelangen konnte? Das Dach von dem der Attentäter schoß befindet sich knapp außerhalb des Veranstaltungsperimeters und etwa 140 Meter entfernt von der Bühne, auf der Trump sprach.
Wollte man den Attentäter zum Schuß auf Donald Trump kommen Lassen?
Der Schütze befand sich in der Sichtachse von Beamten des Secret Service, und die hätten den Schützen lange bevor er feuern konnte längst sehen müssen. Worauf ich hinaus will ist, das man den Attentäter womöglich garnicht daran hindern wollte zu feuern.
Bereits eine Stunde bevor der Attentäter auf Trump feuerte, stuften ihn örtliche Sicherheitsleute in der Menge als verdächtig ein – ein „junger Mann, der sich merkwürdig verhielt“, wie die „New York Times“ berichtete.
Auch der Secret Service, der Trump beschützt, sei informiert worden. Doch dann habe sich die Spur des Verdächtigen verloren.
Mindestens zwei Sicherheitskräfte seien hinzugezogen worden, um bei der Suche zu helfen. Rund 20 Minuten bevor die Schüsse fielen, habe ein Scharfschütze den Attentäter auf einem Dach entdeckt, hieß es weiter.
Warum die Kundgebung fortgesetzt wurde und Trump auf die Bühne trat, sei eine von vielen offenen Fragen an den Secret Service, schrieb die „New York Times“.


Freies Schussfeld in 125 Meter auf Donald Trump



