Gesellschaft Freunde der Künste
Für die Mitte gibt es keine Hoffnung mehr

Die AfD marschiert auf 30 Prozent zu, CDU abgehängt, Merz total unbeliebt

Friedrich Merz wird immer unbeliebter. Für unsere sogenannte Mitte gibt es keine Hoffnung mehr.

Im ARD-"Deutschlandtrend" ging es auch um Friedrich Merz. Nur noch 25 Prozent der Befragten waren zufrieden oder sehr zufrieden mit Merz persönlich – fünf Prozentpunkte weniger als im März.

"Friedrich Merz ist jetzt schon fast so unbeliebt wie Olaf Scholz", sagte dazu BSW-Chefin Sahra Wagenknecht der "Berliner Zeitung" mit Blick auf den scheidenden Kanzler von der SPD.

68 Prozent der Befragten im "Deutschlandtrend" bescheinigten der CDU unter Merz, mit ihrer Zustimmung zur Aufnahme hoher neuer Schulden einen Kurswechsel absolviert zu haben, der "nicht glaubwürdig" sei.

73 Prozent teilten die Sorge, dass die Parteien in Deutschland keine gemeinsame Antwort auf die drängendsten politischen Probleme fänden.

RTL/ntv Trendbarometer: AfD zieht erstmals an CDU/CSU vorbei

Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer erreicht die AfD 26 Prozent und liegt damit erstmals vor der CDU/CSU, die weiterhin bei 25 Prozent steht.

„Mehrheit glaubt, AfD wird bei nächster Wahl stärkste politische Kraft“

Wie die AfD bei einer nächsten Bundestagswahl abschneiden könnte, hat Insa ebenfalls abgefragt. Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) geht davon aus, dass die AfD die stärkste Partei wird.

Nur gut jeder Vierte (27 Prozent) glaubt das nicht. Auch unter Unionswählern erwartet eine relative Mehrheit, dass die AfD an CDU und CSU vorbeiziehen wird (45 Prozent glauben dies, 39 Prozent nicht).

CDU-Innenminister nennt AfD-Werte „alarmierend“ und erbittet Geduld für „Migrationswende“

Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) bezeichnet die jüngsten Umfragewerte für die AfD als „alarmierende Entwicklung“. In einer Forsa-Umfrage kommt die Partei auf einen Rekordwert und liegt vor der Union.

Die SPD bleibt bei 15 Prozent, die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf 11 Prozent. Die Linke liegt bei 9 Prozent.

SPD sorgt sich vor starker AfD

Das Erstarken der AfD und die Umfrageschwäche der CDU bereiteten auch dem wahrscheinlichen Koalitionspartner SPD Sorge.

"Die sinkenden Umfragewerte der Union zeigen eine Vertrauenskrise", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. 

Am bizarrsten sind die Reaktionen ungläubigen Staunens über den mittlerweile kometenhaften Aufstieg der AfD.

Spätestens hier an dieser Stelle wird in vielen Medien mit gefühlt vier bis sieben Adjektiven ergänzt, wie schlümm, schlümm, schlümm die Partei ist – um sich dann wieder damit zu beruhigen, dass man ja im Namen aller Anständigen und „unserer Demokratie" spreche, schreibt dazu, der WELT-Herausgeber Ulf Poschardt. 

2018 sprach Friedrich Merz davon, die AfD halbieren zu können, mittlerweile aber hat sie sich glatt verdoppelt. Mehr noch, sie liegt mittlerweile satte elf Prozentpunkte vor der doch eher ehemaligen Volkspartei SPD.

Die Wahlverlierer und Wortbrüchigen müssen mit einer Kanzlerin Alice Weidel rechnen.

Eine AfD-Kanzlerin ist näher als viele denken, meint Wolfgang Kubicki.

Auf die Frage hin, ob uns womöglich eine AfD-Kanzlerin namens Alice Weidel näher sei, als viele denken, sagte Kubicki: „Das fürchte ich, ja.“

Bereits jetzt ist die Nervosität groß: Fünf Landtagswahlen stehen 2026 an. Die Chancen der AfD, ihren Siegeszug fortzusetzen, stehen gut – auch in Westdeutschland. 

Den Anfang macht Baden-Württemberg am 8. März, zwei Wochen später folgt Rheinland-Pfalz. Anschließend wird in Sachsen-Anhalt gewählt, der Termin ist noch nicht festgelegt. Dann folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im Herbst.