Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, glaubt, dass man mit der Gesundheit der Menschen in Zukunft noch mehr Geld verdienen kann.
Lieber Herr Böhmer,
Gesundheit – ein gigantischer Markt:
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland lagen schon 2018 bei rund 391 Milliarden Euro. Laut Statistischem Bundesamt waren das 4.712 Euro je Einwohner:in.
Jetzt wird dieser stark wachsende Markt digitalisiert. Das ändert alles.
Das Bundesgesundheitsministerium tüftelt an der Elektronischen Patientenakte. Darin ist der gesamte gesundheitliche Status eines Menschen digital gespeichert. Ab Januar2022 müssen Ärzte darüber hinaus bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein elektronisches Rezept ausstellen.
Schon formiert sich ein deutscher Player, der nichts weniger als eine Gesundheitsplattform installieren will: Gesund.de. Dahinter stehen der Gesundheitsdienstleister Noventi und der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix.
Für Hermann Sommer, den Vorstandsvorsitzenden von Noventi, ist Gesund.de die "Antwort des deutschen Gesundheitsmarktes auf Amazon". Kein Wunder, dass das Marketingbudget zum Start der Plattform im achtstelligen (!) Bereich liegt.
Auch ein absoluter Zukunftsmarkt ist Virtual Reality. Unsere ganzen Videocalls sind nur ein Vorgeschmack dessen, wie wir uns künftig begegnen werden.
Die Münchner Agentur Avantgarde hat sich dafür jetzt gerüstet, mit dem xR-Studio, das neue Standards im Bereich virtueller Markenerfahrung setzen soll.
Allein was das für traditionelle Messen bedeutet, kann man sich ausmalen, wenn man Alexander Böttcher, dem Chief Digital Officer bei Avantgarde, zuhört. Er spricht von "hybriden Veranstaltungen, die zu nahtlosen Markenerlebnissen werden".
Genug Zukunft für heute. Ich wünsche uns allen noch einen schönen Abend in der Gegenwart.
Rolf Schröter


Auch die medisana GmbH aus Neuss gehört zu den Unternehmen, die sich auf Produkte rund um das Thema Gesundheit spezialisiert haben. Foto: medisana
Foto: Gesundheit für Deutschland GmbH



