Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat es heute nur mit Dr. Oetker.
Lieber Herr Böhmer,
seit gut einem Jahr ist Claudia Willvonseder bei Dr. Oetker. Jetzt wird’s spannend!
Denn die frühere Ikea-Marketingchefin sucht ab Februar eine Lead-Agentur für Design.
Einen deutscheren Namen als Dr. Oetker kann man sich kaum vorstellen. In Italien sieht die Marke deshalb zwar aus wie Dr. Oetker, heißt aber Cameo. Weitere internationale Marken des Bielefelder Konzerns haben Namen wie Paneangeli, D’Gari, Rexal, Koopmans oder Chicago Town.
Und: Deren Logos sehen nicht gerade modern aus. Ein weltweiter Wildwuchs von Schnörkel. Dr. Oetker ist immerhin mit über 16.000 Mitarbeiter:innen und 40 Landesgesellschaften auf dem Globus aktiv.
Was verbindet all diese Marken? „Creating a taste of home“ ist der Purpose, den das 130 Jahre alte Unternehmen für sich definiert hat.
Wie gießt man das in ein optisches Selbstverständnis? Das wird die Aufgabe der neuen Design-Agentur. Das ist die wohl bisher spannendste Herausforderung des Jahres.
Im zweiten Schritt sucht Claudia Willvonseder, gemeinsam mit Cherrypicker, eine weltweite Kommunikationsagentur. Bisher lief das projektweise in den Märkten mit unterschiedlichen Agenturen.
Mit im Pitch ist BBDO. Und BBDO Düsseldorf wird weiterhin für Dr. Oetker Deutschland arbeiten. Diese Liaision besteht seit 54 Jahren. Wie gesagt: Typisch deutsch.
Einen schönen Abend wünscht
Rolf Schröter


Dr. Oetker startet ab Februar den Pitch-Prozess. Foto: Dr Oetker




