Für Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, dreht sich heute alles um Amazon.
Lieber Herr Böhmer,
aus Made in Germany wird Made for Germany. Zumindest, wenn es nach Amazon Prime geht. Das Streaming-Angebot des Online-Giganten will mit einer ganzen Reihe an sogenannten Originals mit landestypischem Anstrich punkten.
Das Angebot darf natürlich, wenn es nach Amazon geht, gerne auch internationales Publikum erfreuen. Deshalb greift man zu bekannten Stoffen und Genres.
„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ geht bei Amazon ebenso in Serie wie die Reeperbahn aus den 70er Jahren. Dazu es Comedy, Verbrechen und Sport. Insbesondere mit Fußball und da insbesondere mit der UEFA Champions League will Amazon die Fans an sich binden.
Dabei setzt man außerdem auf die einzige deutsche Fußballmarke mit ernstzunehmender internationaler Ausstrahlung.
Der FC Bayern München will seinen Fans in Zusammenarbeit mit Amazon Prime Video exklusive Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Wie exklusiv die Einblicke dann wirklich werden, wird sich zeigen, spannend ist das Projekt in jedem Fall.
Internationale Bekanntheit hat ohne Zweifel auch Heidi Klum. Normalerweise zerrt die Vorsitzende von "Germany's Next Topmodel" ihre Kandidatinnen auch gerne über den Erdball.
In diesem Jahr sieht die Sache Corona-bedingt aber anders aus. Berlin statt Beverly Hills, Made in Germany und Made for Germany heißt die Parole.
Die größte Neuerung soll nach Senderangaben aber etwas anderes sein: ProSieben will Diversity Raum geben, heißt es. Mehr Vielfalt, weniger Gleichförmigkeit, weg von starren Schönheitsidealen.
Zumindest das wäre ja mal eine deutliche Verbesserung.
Schönen Abend
Holger Schellkopf
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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo geht bei Amazon ebenso in Serie wie die Reeperbahn aus den 70er Jahren. Foto: Youtube/Spot-Screenshot



