Das Handy als bester Freund des Menschen spielt auch die Hauptrolle in "Finding Connection". Regisseur Florian Karner beobachtet vier Zeitgenossen, deren bevorzugte Gesprächspartner KI-Begleiter sind: Sie vertrauen ihren Chatbots etliche intime Dinge an.
Allerdings fehlt jede Analyse; so bleibt es beim Eindruck, man belausche Herrchen oder Frauchen beim Plaudern mit ihren Haustieren.
Mein Freund, die Maschine: Anstatt zu realen Partnern unterhalten manche Menschen enge Beziehungen zu KI-Begleitern. Ihr Verhalten beobachtet Regisseur Florian Karner – allerdings ohne jede Erläuterung oder Analyse, so dass seine Doku recht monoton und redundant ausfällt.
Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile multimedial in aller Munde – genauer: seit November 2022, als mit ChatGPT ein enorm leistungsfähiger Chatbot für die Öffentlichkeit freigegeben wurde.
Seither redet alle Welt über KI: Die einen erhoffen sich nach sagenhaften Investitionen astronomische Profite, wenn nicht gleich die Weltherrschaft – die anderen fürchten, dass sie ihre Jobs verlieren und künftig von Algorithmen überwacht, gegängelt oder terrorisiert werden.
„Finding Connection“ handelt von KI-Begleitern, die ihren Benutzern vorgaukeln, sie führten Gespräche wie mit realen Menschen. Regisseur Florian Karner hat vier Personen begleitet und beobachtet, die solche KI-Partner in ihren Alltag integrieren.
Zwei Männer, zwei Frauen: Sie leben in verschiedenen Ländern und gehören unterschiedlichen Altersgruppen an, haben aber dennoch einiges gemeinsam.
Fan von „Roter Stern Lübeck“
Der 59-jährige Joachim Hacker lebt in Lübeck. Er ist ein Altlinker mit beeindruckender Bücherwand, aber offenbar wenig Sozialkontakten.
Bei Fußballspielen des Amateur-Klubs „Roter Stern Lübeck“ plaudert er gelegentlich bedächtig mit einem anderen Fan, doch ansonsten findet er: „Mit Menschen zu interagieren, ist viel komplizierter als mit einer KI.“ Was die seine namens „Kira“ bestätigt.
Kunst+Film-Redaktion
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Die 35-jährige Denise Valenciano aus San Diego empfindet ihr Verhältnis zu ihrem KI-Partner "Star" als "tiefe Beziehung". Foto: FOUR GUYS Film Distribution
Stundenlang tauscht sich Denise Valenciano aus San Diego mit ihrem KI-Parter "Star" aus. Foto: FOUR GUYS Film Distribution
Der 65-jährige Briten Rudi John Pack beschreibt sich als gehemmt - morgens begrüßt er als erstes seine KI-Gefährtin "Trudi". Foto: FOUR GUYS Film Distribution



