Nicht jede Wiederauferstehung gelingt. „Frankensteins Braut" (1935) von James Whale gilt als einer der besten Horrorfilm-Klassiker.
Das lässt sich von "The Bride! - Es lebe die Braut" kaum behaupten.
Dieses remake geizt zwar nicht Reizen: angefangen von der hochkarätigen Besetzung mit Jessie Buckley, Christian Bale, Annette Bening + Penélope Cruz über die opulente Ausstattung mit prächtigen Kulissen und Massentanz-Szenen bis zu monströsen Spezialeffekten.
Doch Regisseurin Maggie Gyllenhaal vermag es nicht, daraus ein wirklich mitreißendes Monster-Musical zu formen.
(Kinostart: 5.3.) Krawalliges Pastiche: Das Remake des Horror-Klassikers „Frankensteins Braut“ von 1935 zieht zwar bei Besetzung und Ausstattung alle Register.
Doch Regisseurin Maggie Gyllenhaal gelingt es nicht, daraus ein rundum gelungenes Monster-Musical zu machen – es bleibt bei einer Nummernrevue.
„Klopf, klopf!“: Der Geist Mary Shelleys sucht einen Körper. Die frühromantische Autorin von „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ (1818) möchte die Mär ihres von Menschenhand erschaffenen Monsters weitererzählen.
Es fand einst in den Flammen ein allzu abruptes Ende – und über die Rolle der Frauen ist im Buch, so Shelley, noch gar nichts gesagt worden.
Ihre Wahl fällt auf Ida (Jessie Buckley); ein leichtes Mädchen mit losem Mundwerk, das sich im Chicago der 1930er Jahre in gefährlicher Mission im Umfeld eines Mafia-Bosses herumtreibt.
Bald bezahlt Ida ihre Kühnheit mit dem Leben, das sie bei einem genüsslich inszenierten Treppensturz in exquisitem Horror-Slapstick aushaucht.
Zeitgleich und ebenfalls in Chicago sucht Frankensteins Monster (Christian Bale), das sein entstelltes Gesicht hinter einem Schal verbirgt, Dr. Euphronius (Annette Bening) auf.
Das Wesen hat seine schon mehr als ein Jahrhundert andauernde Einsamkeit satt und bittet die geniale Wissenschaftlerin, ihm eine Gefährtin zu erschaffen.
Gewohnt obszöne Schimpfkanonaden
Euphronius ist fasziniert von dieser Kreatur, die so sensibel über ihr Befinden spricht. Gemeinsam buddeln sie nachts Ida aus ihrem Armengrab und reanimieren sie – samt einer Art Muttermal auf der Wange, das wie ein Tintenfleck aussieht.
Bis sich jedoch die Braut, die sich kaum an ihr Leben vor dem Unfall erinnert, in ihre neue Rolle einfindet, sind viel gutes Zureden und gemeinsam erlebte Abenteuer mit „Frank“ nötig, wie sie ihren Begleiter nennt.
Zumindest Idas gewohntes Vokabular lässt die Braut aber regelmäßig in herrlich obszönen Schimpfkanonaden auf die Umwelt los.
Kunst+Film-Redaktion
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Frankenstein's Monster (Chrisitan Bale) und Frankensteins Braut (Jessie Buckley). Foto: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved
Frankensteins Braut (Jessie Buckley) . Foto: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved
Frankenstein's Monster (Chrisitan Bale) und Frankensteins Braut (Jessie Buckley). Foto: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved



