Zahmer geht es dagegen in "Das Beste liegt noch vor uns" zu. Darin beschäftigt sich Regisseur Nanni Moretti einmal mehr mit seinen Lieblingsthemen: dem Niedergang der italienischen Linken, der Unbill beim Filmemachen, familiären Verwicklungen und manchem mehr.
Das ist trotz seiner Episodenschnipsel-Struktur geistreich und amüsant anzuschauen - nur das utopisch anmutende Ende befremdet.
(Kinostart: 12.2.) Liebes Notizbuch: In Nanni Morettis neuer Selbstbespiegelung dreht sein Alter Ego einen Film über italienische Kommunisten im Jahr 1956.
Sein Spiel mit verschiedenen Zeit- und Erzählebenen ist größtenteils so amüsant wie selbstrefenziell. Allerdings wirft das utopische Ende Fragen auf.
Strukturell ist „Das Beste liegt noch vor uns“ wieder ein typischer Moretti-Film mit allem was so dazugehört:
Es gibt Fahrten durch sein geliebtes Rom, Beziehungskrisen, Diskussionen über Politik, Reflektionen über das Dasein als Regisseur und viele Kinoreferenzen.
Alles ist unterlegt mit Ironie und oftmals direkt ans Publikum adressiert.
Der Film, der in Italien bereits 2023 herauskam, wirkt über weite Strecken wie ein Best of all der Themen, die den Filmemacher Nanni Moretti in seinem jahrzehntelangen Schaffen jemals bewegt haben. Dieses ist in Deutschland eher in Cineastenkreisen bekannt.
Erfolg mit Vatikan-Komödie
Sein letzter Publikumserfolg liegt schon Jahre zurück: „Habemus Papam – Ein Papst büxt aus“ (2011), eine Tragikomödie über ein neu gewähltes Kirchenoberhaupt, das sich seinen Amtsverpflichtungen nicht gewachsen fühlt.
Wie in den meisten seiner Filme trat der Regisseur dabei auch als Schauspieler vor die Kamera.
Kunst+Film-Redaktion
Copyright Publishing Company Heilwagen GmbH
Angersbachstraße 12
34127 Kassel, Deutschland/ Germany
Tel. +49 – 561 – 80 99 3
Fax. +49 – 561 – 89 83 47


Giovanni (Nanni Moretti) marschiert mit vielen anderen in eine verheißungsvolle Zukunft. Foto: Prokino
Getanzt wird auch: Giovanni (Nanni Moretti) und Gefährten drehen sich beschwingt im Kreis. Foto: Prokino
Die Finanzen von Freund und Co-Produzent Pierre Cambou (Mathieu Amalric) sind leider nicht ganz so solide wie er Giovanni (Nanni Moretti) vorgespielt hat. Foto: Prokino



