Die Geuer & Geuer Art Foundation präsentiert ab dem 3. September 2026 die Ausstellung „Michael Souvignier – New York 1981 bis heute“.
Im Mittelpunkt stehen fotografische Arbeiten, die über einen Zeitraum von mehr als vier Jahrzehnten in New York entstanden sind und die persönliche wie künstlerische Entwicklung des Fotografen ebenso dokumentieren wie den Wandel einer der faszinierendsten Metropolen der Welt.
Michael Souvignier ist einem breiten Publikum vor allem als erfolgreicher Filmproduzent bekannt. Seit mehr als 40 Jahren prägt er mit seinen Produktionen die deutsche Filmund Fernsehlandschaft.
Als Gründer und Geschäftsführer der Produktionsfirma Zeitsprung Pictures verantwortete er zahlreiche preisgekrönte Kino- und Fernsehproduktionen.
2026 wird Souvignier mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis für seine herausragenden Leistungen als Produzent ausgezeichnet.
Doch lange bevor seine Bilder laufen lernten, begann Souvigniers beruflicher Weg mit der Fotografie.
Nach seinem Studium Foto/Film/Design arbeitete er zunächst als Fotograf in unterschiedlichen Bereichen, darunter Mode-, Architektur-, Porträt-, Theaterund Festivalfotografie sowie Plattencover.
Seine besondere Leidenschaft galt dabei von Beginn an der freien Fotografie und der Street Photography.
Bereits in jungen Jahren wurden seine Arbeiten unter anderem in Essen, Bremen, Osnabrück, Paris und New York ausgestellt.
New York – eine Stadt, ein Leben, 45 Jahre Fotografie
Seit 1981 kehrt Souvignier immer wieder nach New York zurück. Über mehr als 45 Jahre ist dabei ein außergewöhnliches fotografisches Langzeitprojekt entstanden, das weit über eine klassische Stadtfotografie hinausgeht.
Souvignier fotografiert Orte, Fassaden, Menschen, soziale Milieus und urbane Situationen, die über die Jahre zu wiederkehrenden Bezugspunkten werden. Einzelne Motive erhalten dadurch eine neue Bedeutung:
Sie zeigen nicht nur einen Moment, sondern machen Veränderung sichtbar. New York wird zum Spiegel der eigenen Wahrnehmung und zugleich zur Chronik einer Stadt im Wandel.
„Es fotografiert Zeit selbst“, beschreibt Souvignier den Kern seines Projekts. Die Ausstellung zeigt New York deshalb nicht als touristische Ikone, sondern als lebendigen Organismus: pulsierend, widersprüchlich, vielschichtig und ständig in Bewegung.
Aus einzelnen fotografischen Augenblicken entsteht das Porträt einer Stadt – und zugleich eine sehr persönliche Geschichte über Zeit, Wahrnehmung und Erinnerung.
Vom Fotografen zum Filmproduzenten
Souvigniers fotografischer Blick ist eng mit seiner späteren Arbeit als Kameramann, Regisseur und Filmproduzent verbunden.
Was zunächst als eingefrorener Augenblick begann, entwickelte sich im Film zu bewegten Bildern und komplexen Geschichten.
Die Erfahrung des Filmemachers prägt bis heute seinen fotografischen Blick: Souvignier denkt in Bildern, Sequenzen und Narrativen, während die Fotografie den entscheidenden Moment festhält.
Aus dieser Verbindung zweier Welten entstehen Arbeiten, die zwischen Dokumentation und Inszenierung, Realität und Abstraktion oszillieren.
Auch als Filmproduzent blickt Michael Souvignier auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Seine bislang 128 Filme, Serien und Kinoproduktionen wurden vielfach national und international ausgezeichnet.
Zu den herausragenden Produktionen zählen unter anderem „Frau Böhm sagt Nein“, der mit vier Grimme-Auszeichnungen geehrt wurde, sowie „Das Wunder von Lengede“, das ebenfalls mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.
Der vielbeachtete Zweiteiler „Contergan“ erhielt unter anderem den Deutschen Fernsehpreis, die Goldene Kamera und den Bambi.
Die Netflix-Serie „Kleo“ wurde mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Der Kinofilm „Lieber Thomas“ erhielt neun Lolas, während „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ mit einem International Emmy Award ausgezeichnet wurde.
Insgesamt wurden Michael Souvigniers Produktionen bislang mit mehr als 90 nationalen und internationalen Awards gewürdigt.
Mit der Ausstellung „New York 1981 bis heute“ kehrt Souvignier zu den Anfängen seines künstlerischen Schaffens zurück.
Die Präsentation macht sichtbar, dass die Fotografie für ihn nie aufgehört hat, ein zentraler Bestandteil seines Lebens und seiner künstlerischen Wahrnehmung zu sein.
Die Geuer & Geuer Art Foundation zeigt eine Auswahl aus diesem außergewöhnlichen fotografischen Langzeitprojekt und gibt damit erstmals in Düsseldorf einen umfassenden Einblick in Souvigniers fotografisches Schaffen.
Vernissage Donnerstag, 3. September 2026, 19 Uhr
Geuer & Geuer Art Foundation
Heinrich-Heine-Allee 19 40213 Düsseldorf
Ausstellungsdauer:
3. September bis 4. Oktober 2026


Michael Souvignier Big Parade © Michael Souvignier
Michael Souvignier Times-Square © Michael Souvignier
Michael Souvignier. Foto: copyright Stephan Pick



