Gesellschaft Freunde der Künste
Die Gesandte des Papstes

Francesca Saverio Cabrini - sollte im Auftrag des Papstes die Massenhafte Armuts-Emigration lindern

Ähnlich heroisch trat Francesca Saverio Cabrini um 1900 in New York auf. Die Ordensschwester sollte im Auftrag des Papstes das himmelschreiende Elend unter italienischen Einwanderern bekämpfen.

Was sie tat: Sie gründete 67 Sozial-Einrichtungen, ihr Netzwerk reichte bis nach China. In "Die Gesandte des Papstes" porträtiert Regisseur Alejandro Monteverde anschaulich eine wenig bekannte Wohltäterin.

(Kinostart: 11.9.) Von der Immigrantin zur Fürsorge-Magnatin: Eine italienische Ordensschwester gründete um 1900 in den USA etliche Sozial-Einrichtungen – dafür wurde sie heiliggesprochen.

Ihr Wirken schildert das Biopic von Regisseur Alejandro Monteverde: konventionell, aber interessant und flüssig erzählt.

Massenhafte Armuts-Emigration aus der Alten Welt: Ende des 19 Jahrhunderts kamen alljährlich Hunderttausende aus den ärmsten Gegenden Europas per Schiff in New York an – mit dem festen Willen, es zu Wohlstand zu bringen.

Die meisten von ihnen erwartete aber neues Elend: Die US-Gesellschaft, die sich aus den Aufsteigern der ersten Einwanderer-Generationen formiert hatte, sah auf Neuankömmlinge verächtlich herab.

Das zeigen eindrücklich die ersten Szenen: Ein kleiner Junge zieht atemlos eine Karre hinter sich her. Auf ihr liegt seine todkranke Mutter, der im nächsten Krankenhaus die Behandlung verweigert wird – alles Betteln und Flehen des Jungen nützt nichts.

Die Mutter stirbt; der Junge wird zum Straßenkind. Doch nicht er ist Hauptperson des Films, sondern eine andere Frau: Francesca Saverio Cabrini (1850-1917), die 1880 den Orden der „Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen“ gegründet hatte.

Sozial-Netzwerk bis nach China

Um 1890 wird sie vom Papst gemeinsam mit anderen Nonnen nach New York geschickt, um sich im berüchtigten Armenviertel „Five Points“ um verwahrloste italienische Kinder zu kümmern.

Was ihr sehr erfolgreich gelingt:

Von New York aus hat Schwester Cabrini in wenigen Jahren ein weitgespanntes Netzwerk von insgesamt 67 Waisen- und Krankenhäusern, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen aufgebaut, das bis nach China reichte.

Kunst+Film-Redaktion

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DIE GESANDTE DES PAPSTES | Trailer | deutsch/german