Am 11. Mai 2026 um 23:20 Uhr zeigt Das Erste den Dokumentarfilm BONEY M.: DISCO. MACHT. LEGENDE.; parallel ist er in der ARD Mediathek verfügbar.
Regie führt der mehrfach ausgezeichnete Regisseur und Produzent Oliver Schwehm (BORN TO BE WILD – EINE BAND NAMENS STEPPENWOLF,
DER UNERSCHROCKENE: DER BERLINER FILMPRODUZENT ARTUR BRAUNER und FLY, ROCKET, FLY! – MIT MACHETEN ZU DEN STERNEN.)
Die Ausstrahlung erfolgt anlässlich eines besonderen Jubiläums: 2026 jährt sich die Gründung der Originalbesetzung von Boney M. zum 50. Mal.
Im Jahr 1976 formte Produzent Frank Farian die Gruppe mit Liz Mitchell, Marcia Barrett, Maizie Williams und Bobby Farrell und schuf damit ein prägendes Kapitel der Pop- und Musikgeschichte.
Ebenfalls 1976 erschien der internationale Hit "Daddy Cool", der bis heute weltweit sofort wiedererkennbar ist und 2026 für seinen nachhaltigen Einfluss auf die globale Dance-Pop-Kultur gewürdigt wird.
Exklusive Filmpremiere - Lichter Filmfest, Frankfurt
Bereits vor der Fernsehausstrahlung feiert der Film seine Festivalpremiere im Rahmen des Lichter International Film Festival.
Die Vorführung findet am Samstag, den 2. Mai 2026, um 20:15 Uhr im Kino MASSIF E in Frankfurt am Main statt. Die Teilnahme von Regisseur, Protagonistinnen und Protagonisten (angefragt) sowie dem Filmteam ist vorgesehen.
Bitte beachten Sie, dass das Pressekartenkontingent für die Festivalvorführung in Frankfurt begrenzt ist. Wenn Sie eine Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Filmfestival planen, bitten wir um frühzeitige Kontaktaufnahme.
Am 11. Mai 2026, 23.20 Uhr, Im ERSTEN und in der ARD Mediathek
Wiederholung des Films im NDR Fernsehen, 14.05.2026 um 20:15 Uhr.
Regie: Oliver Schwehm
Deutschland 2026 | 90 Minuten
Redaktion:
Timo Großpietsch (NDR), Petra Felber (BR), Jutta Krug (WDR), Simon Broll (HR)
Mit: Liz Mitchell, Marcia Barrett, Prof. Natasha A. Kelly, Frank Farian, Thomas Anders, Sebastian Krumbiegel, Ingrid "Milli" Segieth, Didi Zill uvm.
Vom Soundtrack der goldenen Disco-Ära zu 22 Mrd. TikTok-Views:
Die wahre Geschichte hinter dem Welterfolg
Sie waren weit mehr als ein gecastetes Disco-Projekt: Die Musik von Boney M. wurde zum Soundtrack einer Ära.
Mit Welthits wie „Rivers of Babylon", „Ma Baker" oder „Rasputin" eroberte die vierköpfige Gruppe Tanzflächen, Charts und Fernsehbildschirme rund um den Globus – und prägte das Bild der Disco-Zeit bis heute.
2008 griff Lady Gaga für ihren internationalen Durchbruch „Poker Face" den Refrain von „Ma Baker" auf. 2021 schließlich ging „Rasputin" erneut viral und erzielte auf TikTok über 22 Milliarden Views.
Dabei schrieb die Band bereits 1978 Musikgeschichte: Als erste westliche Popformation traten sie im Dezember in Moskau auf – noch vor Elton John oder Deep Purple.
Bis heute verkauften Boney M.rund 150 Millionen Tonträger und gehören gemeinsam mit ABBA und den Bee Gees zu den erfolgreichsten Disco-Gruppen aller Zeiten.
Und doch ist ihr Name heute weniger präsent als der ihrer Zeitgenossen. Gerade hierzulande galten sie lange als „Retortenprojekt" und „Plastikmusik".
International hingegen wurden sie gefeiert. In Großbritannien landeten sie mehrere Nummer-eins-Hits; „Mary's Boy Child" war dort zwei Jahrzehnte die meistverkaufte Single aller Zeiten.
Doch hinter dem Glamour, den ikonischen Kostümen und der scheinbar mühelosen Leichtigkeit verbirgt sich eine Geschichte, die komplexer ist als ihr schillerndes Bühnenbild.
Der Dokumentarfilm BONEY M.: DISCO. MACHT. LEGENDE. zeichnet erstmals den Aufstieg, die Konflikte und die kulturelle Wirkung einer Gruppe nach, die Millionen begeisterte und Millionen einspielte – und zugleich immer wieder im Spannungsfeld zwischen Kunst, Kommerz und Identität stand.
Wie konnte aus einem in der tiefen Provinz produzierten Studio-Projekt in kürzester Zeit ein internationales Pop-Phänomen werden? Welche Rollen spielten Image, Vermarktung und die Mechanik der Musikindustrie?
Und was bedeutete der Erfolg für die Menschen auf der Bühne, deren Gesichter Boney M. weltweit repräsentierten? Im Mittelpunkt stehen die beiden Stimmen von Boney M., die Jamaikanerinnen Liz Mitchell und Marcia Barrett.
Sie erzählen von ersten Schritten, von Erfahrungen des Alltagsrassismus im Deutschland der 1970er Jahre, von kreativen Auseinandersetzungen, ökonomischen Zwängen und dem Preis der Berühmtheit.


BONEY M.: DISCO. MACHT. LEGENDE. © NDR / Didi Zill
BONEY M. DISCO, MACHT, LEGENDE © NDR / Didi Zill



