Wiederum völlig anders ist "The Chronology of Water" angelegt. Star-Schauspielerin Kristen Stewart schert sich in ihrem Regie-Debüt wenig um Chronologie, sondern lässt sich von emotionaler Logik leiten.
Auf diese Weise verfilmt sie die Missbrauchs-Memoiren einer US-Autorin als assoziative Bilderfolge - teils fesselnd, teils verstörend.
(Kinostart: 5.3.) Nicht die Zeit zählt, sondern der Schmerz: Bei ihrem Regie-Debüt folgt Star-Schauspielerin Kristen Stewart einer emotionalen Logik anstelle von Chronologie.
In ihrer Verfilmung der Memoiren einer missbrauchten Autorin brilliert Hauptdarstellerin Imogen Poots mit sehr physischem Spiel.
In diesem Film ist Zeit kein Fluss, sondern eine psychologische Wunde. Sie vernarbt irgendwann, aber sie reißt immer wieder auf und bleibt stets spürbar, wenn auch unter der Oberfläche.
Es scheint, als ordne sich alles, was passiert, nicht nach Jahren an, sondern gemäß des Schmerzes.
In ihrem Regie-Debüt interessiert sich Star-Schauspielerin Kristen Stewart weniger dafür, wann ihrer Protagonistin Lidia (Imogen Poots) etwas geschieht, sondern welche Spuren es auf ihrem Körper hinterlässt.
„The Chronology of Water“ basiert auf den gleichnamigen Memoiren der US-Schriftstellerin Lidia Yuknavitch, die ab 1963 in einem von Missbrauch und Alkohol geprägten Elternhaus aufwuchs.
Flucht ins Schwimmbecken
Ihr Vater demütigt und missbraucht sie, auch sexuell. Während Lidias Schwester Claudia (Thora Birch) sich opfert, um die Aufmerksamkeit des Vaters von Lidia abzulenken, versinkt die Mutter in einem Nebel aus Tabletten und Whiskey, um zu vergessen.
Lidia flüchtet dagegen ins Wasser: Beim Schwimmen kann sich ihr Körper frei bewegen – bis auch hier der Druck des Vaters jede Freude erstickt.


Claudia (Thora Birch) und Lidia Yuknavitch (Imogen Poots). Foto: © 2026 eksystent Filmverleih
Lidia Yuknavitch (Imogen Poots) und Claudia (Thora Birch) fühlen sich frei am See. Foto: © 2026 eksystent Filmverleih
Lidia Yuknavitch (Imogen Poots) möchte den sexuellen Missbrauch verdrängen. Foto: © 2026 eksystent Filmverleih. Foto: © 2026 eksystent Filmverleih



