Der Report „Saving Every Drop in Wine“ der Porto Protocol Foundation vereint globales Fachwissen und praktische Erfahrungen aus der Praxis.
Er zielt darauf ab, das Verständnis der Weinbranche in Bezug auf Wasser und ihr Engagement in diesem Bereich zu hinterfragen und neu zu lenken.
Ende April veröffentlichte das Porto Protocol seinen neuen Bericht „Saving Every Drop in Wine“: globale Einblicke und Lösungen aus der Porto-Protocol-Community gebündelt in einem über 200 Seiten starken Dokument.
Ziel ist es, Verständnis und Engagement der Weinbranche in Bezug auf die Ressource Wasser zu hinterfragen und zu lenken.
In Weinbaugebieten weltweit wird Wasser zunehmend zum Unsicherheitsfaktor.
Dürren, unregelmäßige Niederschläge und extreme Wetterereignisse lösen etablierte Modelle auf und machen Wasserverfügbarkeit und -steuerbarkeit zunehmend volatiler.
Für eine Branche, die eng an Herkunft und Saisonalität gebunden ist, ist diese Entwicklung kein Zukunftsszenario, sondern längst operative Realität. „Saving Every Drop in Wine“ schreibt keine einheitliche Lösung vor.
Vielmehr spiegelt der Bericht die Vielfalt der Gegebenheiten in den verschiedenen Weinbaugebieten wider und weist gleichzeitig auf ein gemeinsames Ziel hin: mit natürlichen Systemen zu arbeiten, anstatt sie als externe Ressourcen zu nutzen.
Der Bericht analysiert Wasser entlang vernetzter Systemebenen: von globalen ökologischen Kreisläufen über traditionelle und indigene Praktiken bis hin zu Methoden der Wasserfußabdruck-Bewertung.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Funktion von Böden und regenerativer Hydrologie für Aufnahme, Speicherung und Dynamik von Wasser in lebenden Systemen.
Der Bericht ist unter diesem Link kostenlos abrufbar: portoprotocol.com/wp-content/uploads/2026/04/saving-every-drop-2026-compressed.pdf
Beiträge anerkannter Fachleute.
Der Bericht, der unter Mitwirkung führender Expertinnen und Experten wie Dr. Cornelis van Leeuwen, Dr. Hervé Quénol, Linda Johnson-Bell, Dr. Lucrezia Lamastra, Mimi Casteel und Nicolas Quillé MW entstanden ist, spiegelt eine Vielzahl an Perspektiven aus den unterschiedlichen Fachbereichen und Regionen wider.
Projektverantwortliche ist die brasilianische Winzerin Jihany Brecci:
„Die Weinbranche steht in Bezug auf Wasser an einem Scheideweg. Wissenschaftliche Erkenntnisse einerseits und praktischer Erfahrungen der Winzerinnen und Winzer andererseits sollen helfen, fundierte und langfristige Entscheidungen zu treffen.“
„Wasser steht noch immer nicht im Fokus, wenn es darum geht, die Auswirkungen der Weinbranche zu definieren – genau dort gehört es jedoch hin“, so Adrian Bridge, Leiter der Porto Protocol Foundation.
„Unser Bericht justiert die Perspektive neu. Es geht darum, Wasser als integralen Bestandteil eines größeren Ökosystems zu begreifen – und die Verantwortung anzuerkennen; mit ihm zu arbeiten, nicht dagegen.“


Cover: Saving Every Drop in Wine © The Porto Protocol Foundation



