Dass die französische Küche nicht nur sprichwörtlich göttliche Formen annimmt, ist bekannt. Bereits 2010 würdigte die UNESCO die Kochkünste im Hexagon mit dem Titel des immateriellen Kulturerbes.
An der französischen Atlantikküste zwischen La Baule-Guérande im Norden und Hendaye an der spanischen Grenze, finden sich so manche Köstlichkeiten, Spezialitäten und Gerichte, die man andernorts vergebens sucht.
Stets garniert mit einer extra Portion Tradition, viel Liebe in der Zubereitung und einer starken Verbindung zur Heimat. Pastis Landais, Gateau Basque, Eclade de Moules, Grenier médocain, Gralaїe und Niniches: Wem diese Namen bisher nichts sagen, der sollte jetzt reinlesen.
Pastis Landais: süßer, falscher Freund
Achtung! Wer bei dem Wort „Pastis" einzig an den Anisschnaps aus Südfrankreich denkt, dem ist bisher eine andere Köstlichkeit entgangen.
In der gaskognischen und okzitanischen Sprache, die im Südwesten Frankreichs sowie auch im Nordwesten Spaniens gesprochen wird, bezeichnet der Begriff einen Kuchen.
Rum, Vanille und brauner Zucker sind die wichtigsten Zutaten dieser traditionellen Süßspeise. Weich und luftig ist die Textur eines guten Pastis Landais.
Für Patrice Lubet ist es der Geschmack und der Duft seiner Kindheit. Fast ein Jahr lang hat der einst in Hossegor und Biarritz tätige Chefkoch und heutige Konditor gebraucht, um seinen Pastis Mitchut zu perfektionieren.
Dabei erfindet er ihn nicht neu, sondern besinnt sich auf den eigentlichen Ursprung und jene Erinnerungen, die ihm Mutter und Urgroßmutter mit auf den Weg gegeben haben.






