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Ihr freimütiges Leben und ihre Karriere

Hildegard Knef - Unter dem Make-up Mensch geblieben - Ich will Alles

(Kinostart: 3.4.) Unter dem Make-up Mensch geblieben: Hildegard Knef gab stets ungeniert über sich selbst Auskunft.

Das kommt dem Dokumentarfilm von Regisseurin Luzia Schmidt zugute: Er lässt offenherzig und freimütig Leben und Karriere des ersten deutschen Nachkriegs-Stars Revue passieren.

„Ich will alles – oder nichts.“

Dieser Satz stammt von Hildegard Knef. Während er aus jedem anderen Mund anmaßend wirken würde, hat sie ihn mit mehr Leben gefüllt, als ihr vielleicht selbst lieb war.

Was diese Frau erlebt hat, passt eigentlich nicht einen einzigen Film.

In seiner Spielfilm-Biographie „Hilde“ hatte Regisseur Kai Wessel 2009 vor allem die öffentliche Figur Hildegard Knef – von Heike Makatsch verkörpert – porträtiert und ihre Karriere in opulenten Bildern nachgezeichnet. Regisseurin Luzia Schmid möchte nun in ihrem Dokumentarfilm dem Menschen hinter dem Star-Image näherkommen.

Schmid greift dafür auf zahlreiche Filmausschnitte und TV-Interviews zurück, die ihre Protagonistin zeitlebens gegeben hat.

Ergänzt werden diese oft entwaffnend ehrlichen Selbstaussagen von Passagen aus Hildegard Knefs Büchern, insbesondere ihrer Autobiografie „Der geschenkte Gaul“ (1970).

Außerdem sprechen ihre Tochter Christina Palastanga und Knefs letzter Ehemann Paul von Schell stets liebevoll, aber auch reflektiert über die 2002 verstorbene Diva.

Dieser respektvolle Tenor durchzieht den gesamten Film und gibt der Materialfülle, aus der die Regisseurin schöpft, eine gewisse Struktur.

Gesicht der Nachkriegsgeneration

Ihren Durchbruch im Kino erlebte Hildegard Knef 1946 mit „Die Mörder sind unter uns“ von Regisseur Wolfgang Staudte, dem ersten deutschen Nachkriegsfilm.

Wenige Jahre später posierte sie im Skandalfilm „Die Sünderin“ (1951) von Regisseur Willi Forst in der Rolle eines Aktmodells für einen Maler.

Da sie wenige Sekunden lang nackt zu sehen war, wurde sie nicht nur von kirchlichen Eiferern in einer Hetzkampagne verteufelt – quasi einem Shitstorm vor den sozialen Medien.

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Hildegard Knef bei Harald Schmidt Show - 25.04.1996