Im Niemandsland zwischen Winnipeg und Teheran: Ohne Plot, aber mit Imagination und schrägem Humor legt Regisseur Matthew Rankin den Finger in die Wunden der kanadischen Gesellschaft.
Zugleich gelingt ihm mit seinem Episodenfilm eine winterliche Hommage an das iranische Autorenkino.
In einer städtischen Winterlandschaft steht ein Schulgebäude. Die Kamera zoomt auf ein Fenster, und ein Mann tritt in den Bildausschnitt, gefolgt von einem Kind, das sich zuvor durch den Schnee zur Schule gekämpft hat.
Ein Schnitt ins Klassenzimmer offenbart: Der Mann ist Lehrer, heißt Massoud (Pirouz Nemati) und brüllt.
Er nennt seine Schüler unfähig und dumm, schickt sie vorzeitig nach Hause und zündet sich dann eine Zigarette an.
An der Tafel steht noch, was er zuvor geschrieben hat: „Wir sind alle verloren in der Welt.“
Der Satz wirkt wie ein Omen für das Kommende und setzt den Ton für Matthew Rankins Film „Universal Language“, in dem die Protagonisten ziellos herumzuirren scheinen.
Ein Geldschein im Eis
Nach der Szene in der Schule entdecken die Schülerinnen Negin (Rojina Esmaeili) und Nazgol (Saba Vahedyousefi) einen tief im Eis eingeschlossenen Geldschein und versuchen ihn zu bergen.
Derweil kündigt Matthew, gespielt vom Regisseur selbst, seinen Job als Regierungsbeamter in Montreal, um seine Mutter in Winnipeg zu besuchen.
Regisseur: Matthew Rankin
Hauptdarsteller: Rojina Esmaeili, Danielle Fichaud, Sobhan Javadi
Kunst+Film-Redaktion


Matthew Rankin, Universal Language







