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William S. Burroughs Novelle Queer

Daniel Craigs schweißgetränkte Solo-Show mit Schnaps, Heroin und Ayahuasca

Schnaps, Heroin und Ayahuasca: In seiner Verfilmung einer Novelle von Beat-Skandalautor William S. Burroughs schickt Regisseur Luca Guadagnino einen zerknitterten Daniel Craig auf eine drogenlastige Antihelden-Reise voller ästhetischer Brüche.

Das gelingt mal mehr, mal weniger.

Mexiko-Stadt im Jahr 1950: Hier versteckt sich der US-Amerikaner William Lee (Daniel Craig) vor der Justiz in seiner Heimat.

Ein Tag verschwimmt mit dem nächsten in einem Nebel aus Zigaretten, Heroin und Schnaps. Mit anderen schwulen Expats hängt Lee in Bars herum, gelegentlich leistet er sich ein Treffen mit einem Stricher.

Meistens ist der zerknittert wirkende Schriftsteller jedoch allein mit sich selbst. Kreativ zu nutzen weiß er seine Einsamkeit nicht – seine Schreibmaschine taugt allenfalls als Deko-Element.

So beginnt Luca Guadagninos ambitionierte Verfilmung von William S. Burroughs’ autofiktionaler Novelle „Queer“.

Diese entstand zwischen 1953 und 1955 als Erweiterung von Burroughs‘ Debütromans „Junkie“, während er in Mexiko auf seinen Gerichtsprozess wartete.

Im Vollrausch hatte der angehende Schriftsteller, der später zu einer Ikone der Beat Generation werden sollte, seine Frau Joan Vollmer erschossen. 

Sobald ein Verlag für „Junkie“ gefunden war, verlor Burroughs jedoch das Interesse an „Queer“. Erst 1985 wurde die Novelle veröffentlicht.

Craigs schweißgetränkte Solo-Show

Die erste Hälfte der Adaption ist eine eindrucksvolle, schweißgetränkte One-Man-Show von Daniel Craig.

Der lässt mit dieser Persönlichkeitsstudie eines einsamen Mannes komplett vergessen, dass er 15 Jahre lang in fünf Filmen den Actionhelden James Bond verkörperte.

Ebenfalls beträchtlich ist der Kontrast zu den erfolgreichsten Arbeiten des italienischen Regisseurs, etwa der sommerlich schwülen Coming-Of-Age-Romanze „Call me by your Name“ (2017) und der Tennis-Dramödie „Challengers – Rivalen“ (2024).

 Kunst+Film-Redaktion

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QUEER | Offizieller Trailer DEUTSCH | Ab 2. Januar im Kino / Previews ab 25. Dezember