Ein Verbund von Getreideanbauern, Müllern und Bäckern sorgt im Vinschgau für bestes Getreide und gutes Brot. Eine starke Brotkultur und Traditionen des bäuerlichen Lebens findet sich im Vinschgau und hat in Südtirol eine lange Geschichte des Brotbackens.
Über das Vinschger Ur-Paarldas vor über 20 Jahren als erstes Südtiroler Produkt überhaupt das Schnecken-Siegel von Slow Food erhalten hat haben wir ja schon geschrieben.
Brotkultur im Vinschgau
Die Initiative „Kornkammer Vinschgau“ gibt sich alle Mühe, und bietet auch Verkostungen in kulturellem Rahmen an. Die Südtiroler Bäckerzunft hat ein Netzwerk zwischen bäuerlichen Betrieben, Mühlen und Bäckereien aufgebaut um regionales Brot aus regional angebautem Korn anzubieten.
Brot das Symbol für den Kreislauf des Lebens
Aufgrund seiner besonderen klimatischen und geographischen Verhältnisse galt der Obervinschgau zwischen Glurns, Mals und Schluderns bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Kornkammer Südtirols, danach wurde der Getreide-Anbau zunehmend von der lukrativeren Obst- und Milchwirtschaft abgelöst.
Seit einiger Zeit ist das bäuerliche Bewusstsein wieder offen für nachhaltige Kreisläufe, kleine Strukturen und Rohstoffe von bester Qualität. 2004 haben sich rund 60 Landwirte und 30 Bäcker mit der „Meraner Mühle“ von der Massenproduktion verabschiedet und setzen auf lokale Wertschöpfung und traditionelle Anbaumethoden.
Das erfolgreiche Projekt RegioKorn garantiert, dass das Getreide aus der unmittelbaren Umgebung stammt. Eine weitere Interessensgemeinschaft ist die sogenannte Kornkammer.
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Im Südtiroler Volksmund wird das Vinschger Ur-Paarl auch als „Brot der Brautleute“ bezeichnet. Foto: Vinschgau Marketing/Frieder Blickle