Florian Dietmaier, 1985 in Graz geboren, hat mit „Die Kompromisse" einen beachtlichen Debütroman verfasst:
Peter, Jahrgang 1929, lebt seit jeher ein klassisches Diplomatenleben, das ihn um die ganze Welt führt.
Er muss Lösungen verhandeln, Strippen ziehen, dies alles mit seinem Privat- und Familienleben vereinbaren und immer wieder den perfekten Staatsvertreter spielen.
Ein unermüdliches Leben für die Diplomatie, das schlussendlich durch Kompromisse geprägt ist, da Peters Rollenspiele sein Dasein bestimmen und nicht sein Selbst.
Der Autor führt uns in eine wohl recherchierte und von daher glaubhafte Welt der ganz großen Politik zwischen 1960 und 2020 und zeigt, wie diese Zusammenhänge einen einzelnen Menschen nicht nur prägen, sondern auch maßgeblich verändern können, so dass er nicht mehr der Herr seines Schicksals ist.
150 hochspannende Seiten umfasst der Roman, weder zu lang noch zu kurz. Alles passt.
Bleibt zu hoffen, dass uns Florian Dietmaier noch weitere so geschmeidig erzählte Geschichten schenkt. Literaturverlag Droschl Graz (www.droschl.com). 22 Euro.
Sönke C. Weiss


Die Kompromisse von Florian Dietmaier. Foto: Youtube/Spot-Screenshot



