Der Spiegel ist ja schon länger dafür bekannt, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Nach dem Relotius-Skandal hatte der „Spiegel“ wieder ein Problem mit einigen seiner Artikel.
Es gab Zweifel am Wahrheitsgehalt von Spiegel-Reportagen aus dem August 2022. Konkret ging es um ein Flüchtlingsmädchen, das auf einer Insel zwischen der Türkei und Griechenland gestorben sein sollte.
Vier Artikel über den Fall hat der “Spiegel” mittlerweile offline genommen, es waren Lügengeschichten ihrer Reporter.
Der "Spiegel" ist schon lange kein Ruhmesblatt mehr für den Journalismus
Aber jetzt kommt es knüppeldick für den "Spiegel"
Der Rammstein-Sänger Till Lindemann zeigt den "Spiegel" an. Er wirft dem Hamburger Nachrichtenmagazin Urkundenfälschung und versuchten Prozessbetrug vor, wie die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann am Donnerstag in Berlin mitteilte.
Es geht dabei um Dokumente, die das Magazin in der juristischen Auseinandersetzung um Vorwürfe von Frauen gegen den Sänger eingereicht hatte.
In einem Artikel mit der Überschrift „Götterdämmerung“ hatte der „Spiegel“ im Juni 2023 über Vorwürfe mehrerer Frauen gegen Lindemann berichtet. Der Sänger ging gegen das Magazin sowie gegen andere Medien vor, darunter die „Süddeutsche Zeitung“ und der Norddeutsche Rundfunk.
Laut einer Verfügung des Landgerichts Hamburg von Juli 2023 darf der „Spiegel“ in seiner Berichterstattung nicht mehr den Verdacht erwecken, Lindemann habe junge Frauen mit K.O.-Tropfen, Drogen oder Alkohol betäubt oder betäuben lassen, um Sex zu erzwingen.
Das Hanseatische Oberlandesgericht bestätigte laut Anwaltskanzlei Schertz Bergmann am 19. Juli des laufenden Jahres im Berufungsverfahren die einstweilige Verfügung des Landgerichts zu den Kernvorwürfen.
Strafverfolgungsbehörden sollen tätig werden
„Soweit nun feststeht, dass zwei eidesstattliche Versicherungen tatsächlich nicht so abgegeben wurden, wie eingereicht, ist dies ein Vorgang, der von den Strafverfolgungsbehörden aufgeklärt werden muss“, erklärte die Kanzlei.
Ihr Mandant Lindemann werde daher Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Verantwortlichen des „Spiegel“ erstatten.


Der Rammstein-Sänger Till Lindemann zeigt den „Spiegel“ an. Foto: Youtube/Spot-Screenshot



