Gesellschaft Freunde der Künste
Malerei dominierte

Eindrücke von der ART COLOGNE 2025 - Zwischen Malerei und Marktmechanismen

Ein Beitrag für die Gesellschaft Freunde der Künste

Die ART COLOGNE 2025 zeigt sich in diesem Jahr gewohnt vielfältig – und doch fällt eines sofort auf: Malerei dominiert.

Von klassischer Ölmalerei über expressive Positionen bis hin zu jungen figurativen Tendenzen – die Leinwand behauptet ihren Platz mit Macht.

Man hat fast das Gefühl, die Messe wolle ein Statement setzen gegen die digitale Überflutung der Kunstwelt. Farbe, Form und Geste prägen die Hallen, und es tut gut, sich einmal wieder vor echten Oberflächen, Pinselspuren und in Materialität zu verlieren.

Skulpturen hingegen sind rar gesät. 

Nur vereinzelt stößt man auf plastische Arbeiten, meist als ergänzendes Moment zwischen den Bildern platziert.

Das Dreidimensionale scheint auf der ART COLOGNE 2025 eine Nebenrolle zu spielen – vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass sich viele Galerien derzeit stärker auf das vermeintlich „marktstabilere" Medium Malerei konzentrieren.

Auch die Fotografie ist in diesem Jahr kaum präsent – und wenn, dann zu Preisen, die selbst passionierte Kunstfreundinnen und -freunde erstaunen.

Manche Werke scheinen in ihrer Preisgestaltung schwer nachvollziehbar, gerade angesichts der Vielzahl an ausstellenden Galerien.

Vielleicht spiegelt sich hier der Versuch wider, Fotografie im Kanon der „sammelwürdigen" Medien zu behaupten – doch der Abstand zwischen Marktwert und ästhetischem Erlebnis bleibt spürbar.

Trotz dieser Irritationen lässt sich eines nicht leugnen: 

Die Fülle an Galerien und künstlerischen Positionen ist überwältigend. Schon nach einigen Stunden  verliert man beinahe den Überblick – wer zeigt was, wer vertritt wen, und welche Handschrift prägt eigentlich den aktuellen Kunstmarkt?

Eine Messe dieser Größe ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit: zwischen künstlerischer Leidenschaft, ökonomischem Kalkül und der unstillbaren Sehnsucht nach dem nächsten großen Namen.

Doch gerade in dieser Dichte liegt auch der Reiz der ART COLOGNE.

Wer sich Zeit nimmt, entdeckt jenseits der großen Namen leise Stimmen und poetische Momente – Arbeiten, die nicht laut auf sich aufmerksam machen, sondern in ihrer Zurückhaltung berühren. Vielleicht ist das die eigentliche Stärke von Kunst =?

Sie zeigt, wie vielfältig und zugleich widersprüchlich die Kunstwelt heute ist – ein Kaleidoskop zwischen  Konzept, zwischen Markt und Magie. Auf jeden Fall interessant.

Was bleibt ist der Eindruck, dass der Kunstmarkt etwas strauchelt, angesichts der Vielzahl an Kunst und Fotografie nahe dem Kommerz, denn echte Tiefe ist oftmals nicht zu spüren.

Eher vorrangig steht der Verkauf und nicht der Inhalt. Allerdings bei Richter Gerhard, ein Werk in der Grösse ca. 60 mal 90 cm-Preis 3.4 Millionen durch eine Schweizer Galerie angeboten.

Ich sah ein interessantes und gut erstellen Foto - NYC- von oben -  in einem überdimensionierten Mass von ca. 3 Meiner Breite für mehr als 40.000 Euro von einem Fotografen, der sein Leben lang kommerziell mit Architektur sein Geld verdient und nicht den Weg als Künstler ging.

Ansonsten viele alte Meister - von  A-Z,  als auch Warhol, Roy L. u.a. verstorbene Popart Künstler, waren mit Galerien unterwegs. 

Eva-Maria Horstick 

2025 

Art Cologne Besuch 

Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung.

Art Cologne 2025