Drei Bücher, drei faszinierende und unbedingt lesenswerte Geschichten über Frauen: „Ein Engel an meiner Tafel" ist die meisterhafte Autobiografie der neuseeländischen Autorin Janet Frame, die in der Kraft der Literatur - aller Widrigkeiten zum Trotz - ihren Lebenssinn findet.
(Übrigens vor einigen Jahren von Jane Campion ebenso grandios verfilmt.) Jetzt als Taschenbuch bei C.H. Beck (www.chbeck.de/nachhaltig).
Knapp 300 Seiten. 16 Euro. „Lil" von Markus Gasser erzählt von der außergewöhnlichen Unternehmerin Lillian Cutting, die bereits 1880 so unabhängig von Männern ist, dass viele von ihnen ihr die Feindschaft erklären.
Schließlich geht es sogar ums Überleben, was Lil noch stärker werden lässt. Rund 250 grandiose Seiten. Ebenfalls bei C.H. Beck erschienen. 24 Euro.
Schließlich Anne Rabes Ausnahmeroman „Die Möglichkeit von Glück", der uns mit auf die hochspannende Spurensuche einer jungen Frau schickt, die in der ehemaligen DDR geboren wurde und im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen ist.
Wie tief ihre Familie indes im Sumpf des Unrechtssystems verankert war, reflektiert nicht nur das Traumata der Heldin Stine, sondern vielleicht sogar einer ganzen Nation.
Ein taktvolles, wenn auch schonungslos ehrliches Buch. Um die 400 Seiten. 24 Euro. Klett-Cotta (www.klett-cotta.de).
Sönke C. Weiss


Nene Janet Paterson Clutha, besser bekannt unter ihrem Pseudonym Janet Frame



