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Donald Trump in Davos

Donald Trump verteilt Ohrfeigen in Davos an Europa und Deutschland

Donald Trump in Davos: Die europäischen Regierungen attackierte er aufs Schärfste. Schließlich sagt er die Worte: „Soll ich über Grönland sprechen?“ Was dann folgte, glich einer Kampfansage. „Ich verlange nur ein Stück Eis!“

US-Präsident Trump will Grönland kaufen. Die Idee ist nicht neu. Die USA erwarben in ihrer Geschichte immer wieder Gebiete gegen Geld.

Amerika solle Grönland kaufen, sagt Trump. Er erinnert dabei daran, wie viel Territorium die USA in ihrer Geschichte gekauft hätten, das sei gar nichts so Ungewöhnliches. 

Die USA seien die Wirtschaftsmaschine auf diesem Planeten. „Wenn es uns schlecht geht, geht es auch der Welt schlechter.“

Und weiter: „Ich liebe Europa. Ich will, dass es Europa gut geht. Aber es geht nicht in die richtige Richtung“, sagte er weiter.

Bestimmte Orte in Europa seien nicht mehr wiederzuerkennen. Und „viele europäische Länder wollen unsere Vorbildrolle nicht anerkennen“.

Es habe die „größte Migrationswelle in der Geschichte der Menschheit“ gegeben. „Und die Verantwortlichen verstehen nicht einmal, was gerade passiert. Und diejenigen, die es verstehen, tun nichts dagegen.“

Trump über Energiepolitik

Auch auf Energiepolitik Europas kam Trump in seiner Rede zu sprechen. Er sei kein Fan von Nuklearenergie gewesen wegen der Sicherheitsbedenken. Aber nun sei es sicher und billig. „Wir sind sehr stark in der Welt der Kernenergie vertreten.“

Trump kritisierte anschließend grüne Energie-Quellen. In Europa habe die „radikale Linke“ viel falsch gemacht, gerade auch in der Energiepolitik. In Deutschland habe die Stromproduktion um 22 Prozent abgenommen, sagt er. Das sei nicht die Schuld des aktuellen Kanzlers, sondern der Vorgängerregierungen.

Windkraftanlagen seien „Verlierer“, sie seien hässlich.

„Dumme Menschen“ würden sie kaufen. „Je mehr Windmühlen ein Land hat, desto mehr Geld verliert es und desto schlechter geht es ihnen.“

Man könne fast sagen, einem Land gehe es umso schlechter, je mehr Windräder dort stehen.

China produziere die meisten Windräder, setze sie aber selbst nicht ein, China sei „clever", die Chinesen verdienten damit gutes Geld. Er setze auf Ölvorkommen. Die USA machen sich ernsthafte Sorgen um die Zukunft Europas. „Sie zerstören sich selbst in Europa“

Ich sage mal so: Da hat er vielen Deutschen aus dem Herz gesprochen. Die Windräder sind vielen ein Dorn im Auge.

Trump über Grönland

Soll ich über Grönland sprechen?“, fragte Trump dann und aus dem Publikum war Gelächter zu hören. „Ich hege größte Hochachtung für Grönland.

Aber jeder Nato-Verbündete hat eine Verpflichtung, seine Territorien zu sichern. Keine Nation ist in der Lage, Grönland zu sichern – mit Ausnahme der USA.“

Im Zweiten Weltkrieg sei Dänemark schnell an Nazi-Deutschland gefallen. „Die Vereinigten Staaten waren daraufhin gezwungen, ihre eigenen Truppen zu entsenden, um Grönland zu halten. Und das haben wir getan. Wir haben für Dänemark gekämpft“, sagt Trump.

„Ohne uns würdet ihr alle Deutsch sprechen und ein bisschen Japanisch, denke ich“, sagt er. „Nach dem Krieg haben wir Grönland an Dänemark zurückgegeben. Wir waren dumm.

Und schauen Sie, wie undankbar die Dänen sind.“ Die USA würden sehr unfair von der Nato behandelt.

Trump sagte, er strebe „unverzüglich Verhandlungen“ über die Übernahme der Insel durch die Vereinigten Staaten an.

Grönland sei unterentwickeltes Territorium in einer strategisch wichtigen Position, gegenüber China und Russland. Eigentlich sei es Teil Nordamerikas, gehöre zur amerikanischen Hemisphäre. 

Trump hatte am Wochenende erneut gefordert, die USA müssten aus Gründen der nationalen Sicherheit die Kontrolle über das zum Nato-Partner Dänemark gehörende Grönland übernehmen.

Er drohte neue Zölle für acht europäische Länder an, weil diese sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen, darunter auch Deutschland.

Donald Trump grüßt seine „vielen Freunde“ und „wenigen Feinde“ im Publikum beim Wirtschaftsforum in Davos und fügt mit einem Augenzwinkern an, er wisse noch nicht genau, wer wer sei.

Er komme mit „phänomenalen“ Nachrichten aus Amerika nach Davos. Das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident sei außergewöhnlich verlaufen. 

Die Wirtschaft wachse und entwickele sich „wie noch nie“ in der Geschichte Amerikas oder „wahrscheinlich in keinem Land der Welt“. 

Viele Arbeitsplätze seien entstanden, er preist, wie viele Investitionen es seither gegeben habe, wie viele Amerikaner nicht mehr auf Lebensmittelmarken angewiesen seien. 

Die USA seien ein „totes Land“ gewesen unter den Demokraten, jetzt seien sie der „heißeste Platz der Welt“. Das seien gute Nachrichten für die ganze Welt.

Nach über einer Stunde endet die Rede von Donald Trump in Davos. Der US-Präsident bedankt sich und wünscht allen alles Gute.

Letzte Meldung:

Rahmenabkommen zu Grönland erzielt, angedrohte Strafzölle abgesagt

US-Präsident ⁠Donald Trump zufolge ‍ist ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung zu ⁠Grönland erzielt ⁠worden.

Daher will Trump seine Drohung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar doch nicht wahr machen.

Zur Begründung verwies Trump in seinem Post auf der Plattform Truth Social darauf, dass basierend auf einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.