Verena Gründel schrieb uns gestern: Haben Sie am Wochenende eine der wenigen Ausgaben von Jan Böhmermanns "Freizeit Magazin Royale" ergattert? Wie beim Verkaufsstart der Schnelltests bei Aldi muss die Klatschzeitung nach nur wenigen Minuten vergriffen gewesen sein.
Meine Kolleg:innen bei W&V haben teilweise bis zu fünf Kioske abgeklappert und sich durch die alle gleich ausschauenden „Freizeit“-Titel gewühlt. Vergeblich.
Was uns bleibt, ist Böhmermanns sehr erhellende TV-Sendung vom Freitag. Man lernt so einiges über Medien und Fakenews. Unbedingt reinschauen. Ich warte solange noch auf mein online bestelltes Exemplar der Klatschzeitung.
Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, hat eine ganz andere Geschichte.
Lieber Herr Böhmer,
„Wir hören auf mit #pinkygloves“ schreiben die Gründer des Unternehmens, das Einweghandschuhe für Frauen mit Regelblutung anbieten wollte.
Die Idee war nicht durchdacht und die beiden jungen Männer haben heftige Kritik dafür einstecken müssen. Nun ist Schluss damit.
Was mich an dieser Geschichte entsetzt, ist das Ausmaß der Kritik an den beiden. Eugen Raimkulow und sein Mitgeschäftsführer Andre Ritterswürden schreiben:
„Was uns nachhaltig sehr trifft, ist die Tatsache, dass wir einer heftigen Welle an Hass, Mobbing und Gewaltandrohungen, bis hin zu Morddrohungen, ausgesetzt sind.
Wir werden auf offener Straße attackiert und beschimpft.“ Und sie versichern: „Wir haben uns die Kritik zu Herzen genommen und sie verstanden.“
Die Beiden haben einen Fehler begangen. Sie haben dafür einen Shitstorm erlebt, und sie haben die Konsequenzen gezogen. Nun haben sie öffentlich Reue gezeigt. Das sollte reichen.
Einen schönen Abend noch
Rolf Schröter
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Mit diesem Satire-Magazin attackiert Böhmermann die deutsche Klatsch-Presse. Foto: Screenshot Freizeit Magazin Royale



