Rolf Schröter ,Chefredakteur bei W&v, schlägt heute versöhnliche Töne an.
Lieber Herr Böhmer,
auseinandersetzen. Sich auseinandersetzen. Um zusammenzukommen. Haben wir das verlernt? Eine Gesellschaft muss Diskussionen aushalten, den Austausch von Argumenten. Nur so kann Gemeinschaft entstehen.
Über 50 prominente Schauspielerinnen und Schauspieler hatten mit der Aktion #allesdichtmachen Kritik geübt an der Corona-Politik der Regierung.
Sie haben das mit dem Stilmittel der Ironie getan. Leider hat das mit der Ironie offenbar nicht so hingehauen.
“Wenn man uns dafür auf massivste Art und Weise beschimpft und bedroht, ist das ein Zeichen, dass hier etwas ins Ungleichgewicht geraten ist”,schreiben die Initiator:innen jetzt in einer inoffiziellen Stellungnahme.
Armin Laschet, der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, sagte dazu in der Talksendung “3 nach 9”: “Man darf das sagen in einem freien Land. Man muss es nicht teilen.
Man kann sagen, es ist geschmacklos, das mache ich nicht. Aber man kann das sagen. Was ganz schlimm ist: Wenn jemand so was sagt, immer gleich sagen, das ist rechts. Von diesen 50 ist keiner AfD, ist keiner rechts.”
Laschet hat Recht. Etwas entgegnen ist gut. Mundtot machen ist nicht gut. So einfach ist das. Armin Laschet wird übrigens künftig von Serviceplan Reputation unterstützt.
Das Projekt Wahlkampfkampagne hat begonnen. Serviceplan hat sich gegen sechs Agenturen durchgesetzt. Das wird bestimmt ein aufregender Wahlkampf. Hoffentlich mit guten Auseinandersetzungen.
Noch einen spannenden Abend wünscht
Rolf Schröter
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Die Aktion #allesdichtmachen steht weiter in der Kritik. Foto: #allesdichtmachen



