Fußfessel für Kreative - Zuletzt hatte es ja Sydney Sweeney erwischt die für American Eagle wirbt. Im Zentrum der Kampagne stand das Wortspiel „Good Genes“, das im Englischen gleichermaßen „gute Gene“ wie „gute Jeans“ bedeutet. Auch das wurde als rassistisch gebrandmakt.
Wegen einer umstrittenen Werbegeste hat Swatch seine jüngste Kampagne in China zurückgezogen.
Rassismusvorwürfe mit Folgen für das Schweizer Unternehmen Swatch.
In der Kampagne zur Kollektion „Swatch Essentials“ war ein asiatischer Mann zu sehen, der mit den Fingern seine Augen zu Schlitzen zog.
Das Problem: Diese Geste wird vor allem in China, aber auch in vielen anderen Weltregionen als klar rassistisch empfunden.
Und das ist der neuste Fall
In einem TV-Spot von Sanex erscheinen schwarze Models mit rissiger, weiße Models mit strahlender Haut – laut der britischen Werbeaufsicht verstärkt dies rassistische Stereotype. Das Unternehmen weist den Vorwurf zurück.
Die britische Werbeaufsicht ASA hat einen Fernsehspot für Sanex-Duschgel wegen des Vorwurfs rassistischer Darstellung verboten. Nach Einschätzung der Prüfstelle könnte der Spot bei den Zuschauerinnen und Zuschauern den Eindruck erwecken, weiße Haut sei schwarzer Haut überlegen.
Der Werbefilm zeigt ein schwarzes Model mit roten Kratzspuren auf der Haut sowie ein weiteres, dessen Haut wie von rissigem Ton überzogen wirkt.
Eine Sprecherstimme fordert auf: »Probieren Sie die neue Sanex Skin Therapy mit patentiertem Aminosäuren-Komplex für 24 Stunden Feuchtigkeit.«
Dann ist eine weiße Frau mit strahlender Haut zu sehen, wie sie sich unter der Dusche mit dem Produkt einseift. Der Spot schließt mit dem Satz: »Erleichterung könnte so einfach wie eine Dusche sein.«
Zwei Zuschauer hatten sich bei der ASA beschwert. Sie kritisierten, dass die Werbung negative Stereotype über dunklere Hauttöne verstärke.
Colgate-Palmolive: Wollten Vielfalt sichtbar machen
Colgate-Palmolive, der Konzern hinter der Marke Sanex, wies diesen Vorwurf zurück. Man habe absichtlich Models mit unterschiedlichen Hauttönen gezeigt, um Vielfalt sichtbar zu machen.
Der ASA gegenüber erklärte das Unternehmen, die Szenen sollten lediglich »Vorher-Nachher«-Momente darstellen und zeigen, dass das Produkt für alle Hauttypen geeignet sei.
Auch Clearcast, die Stelle, die Werbespots vor der Ausstrahlung prüft, sprach von einem inklusiven Ansatz.


Ein weißes Model mit strahlender Haut Foto: Sanex
Ein schwarzes Model, dessen Haut wie von rissigem Ton überzogen wirkt Foto: Sanex



